Italy
Fiume Sile

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3 travelers at this place

  • Sep14

    Aufbruch nach “Bella Italia”

    September 14 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Bei hochsommerlichen Wetter habe ich noch einen weiteren Tag am Millstätter See verbracht - einfach relaxen und dem Nichtstun frönen! Ich verbringe Zeit am See, schwimme, lese, schreibe.

    Nachmittags radle ich nach Millstatt, was nur 2 km entfernt liegt. Nach zwei eher kalorienarmen Tagen habe ich echt Hunger und kehre nachmittags um 16 Uhr in einem kleinen Terrassenlokal am Hauptplatz ein. Es gibt deftiges Putenschnitzel mit Pommes und Salat, danach noch ein Eis! Also Kalorien satt! 😋😆

    In der Abendsonne radle ich am Ufer langsam zurück mit etlichen Zwischenstopps, um die wunderschöne Abendstimmung am Wasser zu genießen.

    Auf dem Campingplatz laden mich Lisa und Reinhard aus der Steiermark zu einem “Glas” Wein ein. Ich habe tatsächlich zwei kleine echte, sehr robuste Gläser noch aus der Pariser Zeit mitgenommen, was beim Camping eher unüblich ist. Lisa und Reinhard trinken ihren Wein aus Alubechern. 😉
    Wir verbringen ein paar schöne Stunden zusammen. Die zwei interessieren sich sehr für meine Reise, Sabbatical im Allgemeinen in Deutschland - und für Harry. Ich stelle bisher immer wieder fest, dass es erfahrene Campingleute gibt, die Harry richtig gut finden. Ja, es ist einfach alles da auf kleinem Raum, sehr praktisch und durchdacht. Ich fühle mich inzwischen rundum wohl mit Harry!

    Heute morgen packe ich alles wieder zusammen, inzwischen sind mir die Handgriffe vertraut - Markise einrollen, Campingtisch und -stühle verstauen, Dachzelt einfahren. Ich habe gelernt, das Fahrrad wird zu allerletzt auf den Gepäckträger gehievt. Da mein Fahrrad super schwer ist, hole ich mir auch gern Hilfe dafür. Heute hat Reinhard seine Hilfe angeboten. Er ist auch erstaunt über das Gewicht - “handgefertigt in Deutschland” steht auf dem Rahmen. Der ist gebaut für die Ewigkeit. 😉😆

    Um 10.30 Uhr fahre ich los. Ich möchte zuerst zum Baumarkt - für mein Campingleben fehlen noch eine Gießkanne fürs Frischwasser, eine Trittleiter, damit ich das Fahrrad festzurren kann und für andere Handgriffe in der Höhe sowie ein Grill. Nach zwei Anläufen erhalte ich alles in Villach. Und dann stocke ich noch meinen Lebensmittelvorrat auf mit vielen Leckereien inklusive Filetsteak, haha 😋

    Jetzt ab in den Süden! Die Fahrt durch die Alpen ist mal wieder spektakulär mit endlos vielen Tunnels. Die LKW’s nehmen zu, streckenweise ist die rechte Spur nur mit LKWs belegt, der Verkehrsfluss ist dennoch flüssig. Dann lasse ich die Berge hinter mir und erreiche das Flachland. Teilweise verläuft die Landstraße auf Dämmen. Direzione Venezia - das ist meine Richtung😊 Das Thermometer klettert nach oben - 33,5 Grad, hui es ist heiß!

    Gegen 17.30 Uhr komme ich am gut bewerteten familiären Campingplatz “Villa al mare” bei Jesolo an. Es ist noch ausreichend Platz. Die deutsch sprechende Angestellte erklärt mir, dass die Saison ganz schlecht gelaufen ist und der Campingplatz daher nur noch bis nächsten Samstag geöffnet ist. Das schränkt mich persönlich im Moment erst mal nicht ein. Ich bin nur gespannt, wie alles so weitergeht und wo ich nächste Woche übernachten werde...

    Mein Stellplatz liegt ganz gut im Schatten. Nebendran baut ein junges Paar gerade ihr Kajak auseinander, das sieht echt beeindruckend aus! Es sind nicht mal 2 Minuten bis zum Strand - einfach toll! Ich genieße die entspannte Abendstimmung am Strand, ein paar Menschen sind noch da. Eine wunderschöne Stimmung, die mich an die allerersten Italienurlaube Ende der 80er Jahre mit Udo erinnert. In der Strandpizzeria vom Campingplatz gönne ich mir noch ein leckeres Abendessen im Sonnenuntergang - Spaghetti alle Vongole, danach Tartufo. Im Anschluss spaziere ich in der Dunkelheit am Meer im Sand entlang. Der Sand ist super fein wie Mehl. Die Sterne blinken, Lichter am Horizont sind zu sehen, von Schiffen oder vielleicht auch von Venedig?
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  • Sep16

    Ein Tag in Venedig

    September 16 in Italy ⋅ 🌙 23 °C

    Nachdem ich gestern schon mit dem Fahrrad an der Stelle war, wo die Fähren nach Venedig abfahren, möchte ich heute dahin fahren! Meine netten Campingnachbarn geben mir noch Tipps, wie ich am besten mit dem Bus dorthin komme. Ich freue mich darauf, die Stadt nach fast 30 Jahren mal wieder zu besuchen - ohne Kreuzfahrtrummel und große Touristenhorden aus aller Welt.

    Zuvor genieße ich noch den Morgen am Strand und bei einem gemütlichen Frühstück. Heute morgen nehme ich meine Yogamatte mit an den Strand und praktiziere ein paar Sonnengrüße etc. Es ist wieder eine sehr schöne friedliche Stimmung.

    Gegen 11.30 Uhr gehe ich los zur Bushaltestelle. Es läuft alles problemlos, die Fähre fährt auch pünktlich ab. Ich freue mich darauf, Venedig vom Wasser aus zu begrüßen! Zunächst halten wir am Lido, einer vorgelagerten Insel in der Lagune. Hier gibt es mondäne Hotels und schicke Häuser. Dann geht’s weiter direkt zur Anlegestelle bei der Piazza San Marco. Als ich am Platz ankomme, bin ich sehr erstaunt, wie leer er ist - relativ wenige Touristen und nur vereinzelte Tauben. Das habe ich anders in Erinnerung vom ersten Besuch 1991!

    Da auch am Palazzo Ducale nichts los ist, nutze ich die Gelegenheit um ihn mir anzusehen. Kunstvoll gestaltete und teilweise sehr große Säle erwarten mich. Die riesigen Gemälde mit ernst schauenden wichtigen Persönlichkeiten interessieren mich allerdings nicht, auch wenn sie wohl « künstlerisch wertvoll » sind. Zweimal laufe ich während der Besichtigung durch die Galerie der berühmten ponte dei Sospiri. Durch die steinerne durchbrochene Fassade kann ich einen Blick auf den Wasserkanal erhaschen. Am anderen Ende der Brücke lagen die Gefängniszellen. Das ist schon recht gruselig, hinter welch dicken Mauern die Gefangenen damals eingesperrt wurden.

    Auf der Piazza San Marco gönne ich mir in einem der stylischen Bistros einen kleinen Mittagssnack. Daran hat sich seit 1991 nichts geändert. Es ist immer noch sündhaft teuer - ein 0,5 l Mineralwasser kostet hier 8 (!) Euro. Sei’s drum! Ich genieße die Zeit hier, die paar Euros werde ich schnell vergessen haben 😉

    Dann lasse ich mich durch die Gässchen und entlang der Kanäle treiben. Den Gondolieri winke ich heute ab. Es tut mir fast ein bisschen leid - mangels Touristen haben sie auch wenig Kundschaft! Schließlich komme ich an der berühmten Rialto-Brücke an, die den Canale Grande überspannt. Hier ist auch eine große Anlegestelle der venezianischen Vaporetti. Ich steige in das nächstgelegene Boot ein, denn ich hatte mir heute morgen eine Tageskarte gekauft, die sowohl den Transport nach als auch innerhalb Venedigs einschließt. Ich nutze das jetzt einfach als sightseeing Tour 😊 Es geht den Canale Grande hoch und raus aus der Altstadt zum Bahnhof und noch weiter, dann zur Piazza San Marco zurück. Ich sitze hinten auf dem kleinen Außendeck und genieße die vorbeiziehende Stadt, die Sonne und den Fahrtwind - la dolce vita!

    An einer Station an der Außenseite der Altstadt steige ich aus und laufe wieder durch die Gässchen - mit einem gelato artigianale auf der Hand, lecker! Aus dem Labyrinth komme ich irgendwann wieder zur Rialto-Brücke. Jetzt ist es schon ca. 18 Uhr - Zeit, ans Abendessen zu denken! Nachdem ich etwas herumirre und zunächst nichts Passendes finde, lande ich wieder an den Anlegestelle Rialto. Hier ist ein nettes kleines Restaurant mit freundlichen Angestellten und Blick auf den Canale Grande. Das soll es sein!

    Um 20.15 Uhr möchte ich die Fähre zurück nehmen. Rechtzeitig vorher bezahle ich und wandere wieder durch die Altstadt. Die in der blue hour beleuchtete Piazza San Marco sieht sehr stimmungsvoll aus! Ich mache noch Fotos und schlendere am Wasser zur Ablegestelle. Im kühlen Fahrtwind geht es in der Dunkelheit eine halbe Stunde zur Punta Sabbioni zurück und dann wieder mit dem Bus retour.

    Fazit: Ich habe mich wirklich gefreut, Venedig mal wieder zu sehen, von großem Vorteil war natürlich die relativ geringe Anzahl an Touristen. Mit den guten Transportverbindungen bis spät in den Abend läßt sich ein Tagesausflug auch aus dem Umland hervorragend bewerkstelligen, wenn man etwas Zeit dafür mitbringt. Nach dem Motto - der Weg ist zumindest ein Teil des Ziels. 😉
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  • Sep15

    Fahrradtour zur Punta Sabbioni

    September 15 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute morgen gehe ich mit meinem Kaffeebecher gegen 7.30 Uhr an den Strand - eine wunderschöne Morgenstimmung! Die Morgensonne macht lange Schatten, die Luft ist noch angenehm mild, das Meer fast glatt, vereinzelt sind Jogger unterwegs, ein paar Frauen machen Yoga auf ihren Matten. Diese Momente sind ganz besonders - ruhig und friedlich. Ich bleibe hier für eine halbe Stunde, mache ebenfalls ein paar Yogaübungen und genieße diese friedliche Stimmung.

    Das Hinterland ist hier sehr flach, außerdem durchziehen viele kleine Kanäle und Lagunen die Landschaft. Ich habe Lust , dies mal mit dem Fahrrad zu erkunden. Von der Rezeption am Campingplatz erhalte ich Tourenvorschläge, die dienen zumindest mal als Anhaltspunkt. Die Fahrradwege sind hier gut ausgebaut. Hier gibt es endlos viele Campingplätze am Meer und daher sicher auch genügend Kundschaft für Fahrradausflüge - zumindest in “normalen” Zeiten.

    Ich radle los Richtung Westen auf langen, geraden Straßen, vorbei an den vielen Campingplätzen. Einige sehen von außen riesig aus mit großen Zugangstoren, enormen Schildern und Werbung für Aquaparks - das wäre nichts für mich! Ich mags gern familiär, dann lieber einfachere Ausstattung und Abstriche bei den sanitären Anlagen als solch eine gigantische Infrastruktur mit Massenbetrieb. Oder ganz ohne Infrastruktur - das möchte ich auch noch ausprobieren ;) Ich vermute jedoch, dass dieses Jahr sowieso alles anders ist und deutlich weniger Touristen hier sind. Viele Deutsche machen dieses Jahr ja eher im eigenen Land Urlaub. Jedenfalls sehe ich am Straßenrand viele leere Läden und Restaurants, einige scheinen schon ganz geschlossen zu sein.

    Ich komme in dieser flachen Ebene schnell vorwärts und freue mich über mein gutes Fahrrad - das ist jetzt hier genau richtig am Platz! Es geht vorbei an großen Feldern, lauschigen Wasserkanälen und immer wieder durch Ortschaften und Wohngebiete. Es ist zwar heiß, jedoch geht eine leichte Brise. Mit dem Fahrtwind läßt es sich gut aushalten.

    Schließlich komme ich am Faro Sabbioni an. Der Leuchtturm liegt am Eingang zur Lagunenlandschaft von Venedig. Gegenüber ist der Lido von Venedig zu sehen, zu dem man mit der Fähre ab der Punta Sabbioni etwas weiter nördlich übersetzen kann und weiter in die historische Altstadt.

    Bevor ich jedoch zum Abfahrtsort der Fähre radle, genieße ich erstmal zwei Stündchen an diesem schönen Plätzchen, deas sich ein bisschen wie “lands end“ anfühlt. Langer breiter feiner Sandstrand ohne die üblichen „bagni“, viel Platz und dahinter ein einfaches Café/Bistro, ebenfalls vom Stil „ am Ende der Welt“ ;) Die italienische Adria ist wie eine Badewanne - es geht sehr flach ins Wasser, man kann sich einfach reinlegen - genau das mache ich dann auch ;)

    Dann radle ich zur Punta Sabbioni, wo viele Ausflugsschiffe im Hafen liegen. Auch hier habe ich den Eindruck, dass die Nachfrage nicht sehr groß ist, vermutlich findet der Schiffsbetrieb nur in eingeschränktem Umfang statt. Viele Läden und Cafés sind geschlossen. Für mich persönlich ist das natürlich jetzt ein Vorteil, es gibt wenig Rummel. Für alle Laden- und Restaurantbesitzer fühlt es sich sicher wie eine Katastrophe an, waren sie doch jahrzehntelang anderes gewohnt.

    Ich fahre weiter über mehrere Wasserkanäle - davon einer mit Hebebrücke - das ist sehr schön! Entlang der Kanäle liegen kleine Boote, sehr lauschig! An einer schönen Stelle gönne ich mir zwei Kugeln italienisches Gelato.

    Dann fahre ich der Nase nach wieder zurück. Ich habe die Kilometer nicht abgemessen. Aus den Angaben von Google maps und meiner Karte schließe ich jedoch, dass es ca. 35 km waren. Ein schöner Ausflug! Und ganz erstaunlich, wie beschaulich die Landschaft und die Örtchen sind in einer Gegend, die seit Jahrzehnten sehr vom Tourismus eingenommen ist. Einerseits dürfte es mir der Corona-Pandemie zu tun haben. Andererseits zeigt sich meines Erachtens mal wieder, dass sich auch in touristischen Gegenden die beschaulichen und naturbelassenen Plätze finden lassen, wenn man achtsam ist und auch mal rechts und links abzweigt 😊

    Heute abend ist mal wieder eine neue Erfahrung angesagt - das erste Mal Grillen! Mein einfacher Eimergrill ist unkompliziert. Grillkohle habe ich auch und ein Feuerzeug. Hm, es fehlt ein Grillanzünder... 🤔 Glücklicherweise gibt es auf Campingplätzen immer irgendwo nette Nachbarn. Schräg gegenüber grillen zwei junge Pärchen, die frage ich einfach. Einer der Jungs hilft mir mit Grillanzünder aus und schichtet die Kohle auf. Super! Insgesamt braucht es jedoch mehrere Versuche, der Grillanzünder geht entweder aus oder fällt durch den Rost nach unten. Schließlich bekomme ich die glühende Kohle der Nachbarn aufgeschüttet, damit geht’s dann ganz einfach. Ok, ich werde hier noch etwas experimentieren, der Anfang ist gemacht ! Mein Filetsteak schmeckt jedenfalls super lecker, das ist die Hauptsache 😋
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  • Day12

    1000 km auf dem Tacho

    August 8 in Italy ⋅ ☀️ 30 °C

    Am Samstagmorgen hatte ich meinen kleinen Schwächeanfall weitestgehend auskuriert und die Fahrt von Padua nach Venedig - am noch erträglich warmen Vormittag - lief unspektakulär.

    Ich war schonmal für ein paar Tage in Venedig gewesen und hatte es bei meiner Reiseplanung nicht wirklich auf dem Schirm, hab mich nun sehr spontan für den kleinen Umweg entschieden, weil ich im Vorfeld gehört hab, das es hier in der aktuell wirklich schön sein soll.

    Und das Ausbleiben der Tagestouristen von Kreuzfahrtschiffen macht sich tatsächlich an jeder Straßenecke bemerkbar - und mir hat das Erkunden der Schwimmenden Stadt so richtig Spaß gemacht.

    Den Abend hab ich dann gemeinsam mit Ricarda und Kathi, die ich bei einer Stadtführung am Nachmittag getroffen hab, mit relativ viel Spritz, Wein und viel zu viel Essen ausklingen lassen 🤷🏼‍♂️😄

    Am Sonntag bin ich dann mit der Fähre weiter für noch einen „Ruhetag“ am Strand bei Lido di Jesolo - das Rad und ich können es aber kaum noch erwarten wenn es dann morgen früh in Richtung Slowenien weitergeht 🤓
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