Italy
Lungolago Marconi

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10 travelers at this place:

  • Day12

    Es wird Zeit für den Heimweg. Vorgestern Abend haben wir überlegt, wie es zurück gehen könnte. Unterwegs vielleicht noch den einen oder anderen Halt in Süddeutschland machen? Hauptsache wir sind am Samstag zurück. Walchsee, Seefeld, Ulm, Kitzingen.....alles interessante Stopps. Aber das Wetter, das uns dort erwartet, keine sonnigen Aussichten.
    Gestern morgen dann an der Campingplatzspüle: Ich sag ja immer wieder, nirgendwo gibt es mehr Informationen. Ich komme ins Gespräch mit einer Frau, die gerade vom Gardasee kommt. "Nein, es ist nicht voll in Lazise. Ein schöner Platz. Eine tolle Promenade, man kann bis Bardolino laufen am See," erzählt sie mir. Und ich denke:
    "Gardasee und Lazise liegen doch auch auf dem Rückweg und dort sind in den nächsten Tagen Temperaturen bis 25 Grad angesagt."Mein Vorschlag stößt auf offene Ohren. Noch ein paar Tage länger auf der Sonnenseite der Alpen bleiben, anstatt irgendwo im Regen zu sitzen.
    Und so fahren wir heute morgen vom Iseosee weg und kommen gegen Mittag in Lazise am Gardasee im Camping du Parc an.
    Das ist aber ein Unterschied zu dem kleinen familiären Platz, den wir verlassen haben. Ein großer, durchorganisierter Campinglatz mit Ferienbungalows, Pools usw. Und er ist gut besucht. Viele Wohnmobile stehen auf den Stellflächen. Überwiegend mit einem deutschen Nummernschild. Wir können uns zwar noch einen Platz im gewünschten Areal am See aussuchen, aber für Ende Oktober hätte ich nicht mit so viel Besuchern gerechnet. "In der vergangenen Woche, war es hier sogar so voll, dass Sie eine Nacht auf dem Parkplatz hätten stehen müssen", erzählt mit eine Frau. Es sind hier in der Region nicht mehr alle Plätze geöffnet, so dass die wenigen, die noch nicht geschlossen haben, vermehrt angefahren werden.
    Es dauert ein wenig, bis wir den Stellplatz gefunden, angeschaut und dann wieder zurück zur Rezeption gelaufen sind. Es ist alles sehr weitläufig. Aber dann stehen wir und der Hänger hat auch noch gut Platz.
    Die Sonne scheint, aber es geht ein frischer Wind. Erst einmal den See anschauen. Obwohl wir direkt an der Uferpromenade stehen, können wir den See zwar hören, aber durch die davor gepflanzten Hecken nur ahnen.
    Der See ist riesig. Fast ein kleines Meer, wenn die Wellen so anlanden. Die Berge kann man heute nur ahnen. Es herrscht Betrieb am See und auf der Promenade. Keine Badegäste. Dafür ist es zu frisch. Aber Jogger, Radfahrer und Spaziergänger sind unterwegs. Alles wirkt viel größer, viel mondäner als die bisherige Umgebung.
    Diesen Eindruck habe ich auch, als ich wenig später in die Stadt gehe. Die alte Befestigungsanlage aus dem 13.Jahrhundert mit den Wehrtürmen empfängt mich schon nach wenigen Schritten hinter dem Campingplatz. Am Turm wird gerade gearbeitet und er ist großflächig abgehängt. Die Wehranlage gehört zum Schloss von Lazise. Der Ort befindet sich innerhalb und bietet eine romantische Kulisse, aber mit viel Commerz. Shops mit Kleidung made in China reihen sich aneinander, nur abgelöst von Restaurants und Souvenirläden. Es ist absolute Nachsaison, und doch haben fast alle Läden und Restaurants geöffnet. Ich laufe zur Kirche Parrocchia Santi Zenone E Martino, die mir von weitem prächtig entgegen schaut. Aber ich komme nicht näher heran. Eine Polizistin steht breitbeinig auf der Straße, die Hände am Gürtel mit der Waffe und sperrt die kleine Straße ab. Den Grund sehe ich kurze Zeit später, als eine riesige schwarze Limosine vorfährt. Schwarzgekleidete Männer ziehen einen rosengeschmückten Sarg heraus und tragen ihn die Stufe der Treppe hinauf, während eine elegante Trauergesellschaft dem Sarg folgt. Im Sonnenlicht und mit dem Läuten der Glocken eine Szene wie aus einem italienischen Mafiosifilm.
    Ich komme an einem Großparkplatz vorbei. Etliche Busse stehen dort und warten auf die Rückkehr ihrer Reisegruppe. Eine aufgeregte Rentnergruppe, die letzte Instruktionen von der Reiseleiterin erhält, begegnen mir in der Stadt. Familien sitzen beim Eis, Paare beim "Spritz", der hier gemeinsam mit einem Teller Oliven, Chips, Erdnüssen und ähnlichem serviert wird. Ich gehe ein ganzes Stück der gepflegten Promenade Richtung Bardolino entlang. Hier darf man sogar Rad fahren.
    Zurück am Wohnmobil, pfeift der Wind empfindlich kalt. Die Sonne wird durch die Bäume abgehalten. Was im Sommer sinnvoll ist, jetzt aber nicht so angenehm. Dann geht sie unter, die Sonne. Der Horizont ist orangerot. Ein spektakulärer Tagesabschluss, bevor die Dunkelheit hereinbricht und wir uns ins Wohnmobil zurückziehen
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Lungolago Marconi

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