Japan
Abuta-gun

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20 travelers at this place

  • Day11

    Glatt wie ein Babypopo

    March 12, 2020 in Japan ⋅ 🌧 0 °C

    Es ist Donnerstag Morgen und der Wecker klinget um 10 vor 8. Mit müden Augenliedern und einem stechen im linken Knie machte ich mich auf in den 3. Stock wo sich der Esssaal befand. Beim Weg hoch begegnete ich einem welcher sich die Skischuhe anschnallte. Er muss wohl Gestern Abend angekommen sein. Mit einem freundlichen „Hi“ begrüsste ich ihn und nahm die Treppe nach oben. Viel Zeit zu Frühstücken bleibt mir nicht da der Bus nach Niseko Grand United, dem anderen Skigebiet welches riesig war, schon um 08:30 fährt. Ich wollte den unbedingt erwischen, weil das Wetter für den Heutigen Tag gut aussah. Schnell schnell drückte ich mir eine Scheibe Toast in den Mund und mit Kaffee runtergespült machte ich mich wieder runter ins Untergeschoss, denn ich musste mich ja schliesslich noch umziehen. Auf die nette Frage ob ich Eier und Speck möchte, antwortete ich kurz und knapp, nein keine Zeit.
    Ich rannte also die Treppe runter denn es war schon viertel nach und ich musste noch nach vorne zur Busstation laufen. Alles musste schnell gehen. Ich erwischte denn Bus, welcher eher ein Minibus war, legte meine Ski und Stöcke in den Kofferraum und der Fahrer fuhr los. Im Bus waren noch andere. Ich erinnerte mich an den welcher aus meiner Lodge war. Schnaufend und müde sass ich also in dem Bus. Ich hörte wie sich zwei auf Deutsch unterhielten, wollte aber dem Gespräch nichts beifügen und mich als Deutsch sprechender kenntlich gebe, da ich keine Lust auf eine Unterhaltung hatte. An der ersten Station Annupuri Resort, steig der von meiner Lodge aus. Mein Ziel war jedoch Hirafu. Die fahrt dauerte knapp 40 Minuten dort hin. Angekommen ging ich zum Ticketschalter. „Ich möchte eine Tageskarte für das ganze Gebiet.“, „oke, das macht dann 9‘900 Yen, 1‘000 Yen für das Karten Depot.“ sagte die Frau hinter dem Glas. Ufff mich haute es fast aus den Skischuhen. Das sind umgerechnet ca. 85 Franken. Ich zahlte, denn viel anders blieb mir nicht übrig, schnallte die Skier an und ging zum Sessellift. Muss wohl ein grosses Skigebiet sein. Besser gesagt sind es 4 mittlere Skigebiete an einem Berg verbunden miteinander, deshalb United. Alles klar! Mein Ziel war es Backcountry Ski zu fahren und nicht Piste, denn das kann ich auch zuhause. Es war bereits halb 10 als ich oben war und einige hinterleisen bereits ihre Spuren im frischen Schnee. Leider war zu diesem Zeitpunkt die Lifte nach ganz oben noch nicht geöffnet, weshalb auch immer. So musste ich mich mit dem unteren Teil begnügen, was durchaus nicht schlecht war denn es hatte einige gute Hänge wo ich meine Spuren auch hinterlassen konnte. Als ich dann das 4. mal die fahrt nach oben antrat sah ich wie die oberen Lifte sich in Bewegung setzten. Perfekt. Wetter Stimmte, Schnee war gut, also nichts wie hoch. Als ich dann zuoberst stand nahm ich einen tiefen Atemzug und ich neigte mich nach vorne.

    Wuuuuhhhh frischer Powder!!!!
    pflätsch und ich lag im Schnee. Nanu was war denn das? Ich fuhr über eine Eisdecke wo ich nicht gesehen habe. Als ich dann herumschaute entdeckte ich viele solcher Eisflächen im Hang. Mist dachte ich mir. Ich merkte wie under dem frischen Schnee alles Eis war, glattes, kaltes Eis. So macht es kein spass...denn man weiss nie wenn wieder so eine Schicht kommt. Ich entschied mich also Piste zu fahren und erkundete so das Gebiet. Auf der Seite, welche nahe an unserem Skigebiet war, Annapurri machte es am meisten spass. Da sah ich auf einmal da war ein Gate. Gates waren die Tore zu den Backcountry Zonen, man darf hier nicht einfach unter der Absperrung hindurch sonder musste ein Gate nehmen um abseits der Piste zu fahren, dies aus Sicherheitsgründen. Das Gate 8, wie es hiess, fuhr ich dann einige male. Es war grossartig! Frischer Powder ohne Eis darunter, zwischen Baumen hindurch Slalom bin ich auf dem Schnee gegleitet. Ein unfassbar tolles Gefühl. Genau nach diesem war ich auf der Suche. Irgendwann knurrte mir der Magen und ich machte mich zur Talstation von Annupuri um was zu essen. Gestärkt machte ich noch einige Abfahrten und wollte noch einmal auf die andere Seite des Gebietes. Leider liefen die oberen Lifte wieder nicht da es „stark“ gewindet hat. Mit viel Muskelkraft hiebte ich mich und meine Skier der Piste entlang hoch um ca. 50m weiter oben eine Transfer machen konnte. Da genoss ich noch einig Abfahrten durch den schwerer werdeten Schnee. Nun war es an der Zeit zurück zur Lodge zu kehren. Da ich aber nicht wusste um welche Zeit der Shuttle fuhr machte ich mich wieder mühsam hinauf um die Traverse erneut auf die andere Seite zu nehmen. Von da aus konnte ich einer Skipiste durch den Wald folgen welche mich direkt zum Moiwa Skiresort führte, wo auch die Lodge war.
    Angekommen und erschöpft nahm ich eine Heisse Dusche und durfte wenig später wieder ein leckere Mahlzeit der Wirtin geniessen. Der andere war auch dort wo ich am morgen schon gesehen haben. Er war schon am essen und ich fragte ihn ob ich mich dazu setzten kann. Darauf hin kamen wir ins Gespräch. Martin aus Belgien. Gemütlicher Typ. Noch geplaudert legte ich mich um 11 Uhr schlafen.
    Mein plan war es wieder in unserem Skigebiet zu bleiben und hier die Backcountry gebiete zu erkunden.
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  • Day13

    Brenndend Beine

    March 14, 2020 in Japan ⋅ ☁️ -4 °C

    Samstag Morgen. Nach einer guten Nacht weckte mich der Wecker sanft um 8 Uhr. Ein weiterer Ski Tag stand an. Gestern war ein super Tag auch wenn er nur kurz war. Dem wollte ich heute entgegen steuern. Die Tägliche Routine beginnend mit Frühstück begann. Ich habe mich gestern mit dem Belgier verabredet um Ski zu fahren. Er war wieder früher dran als ich, was mich aber nicht sonderlich störte. Um 9 Uhr stand ich dann auch am Lift und traf ihn. Wir gingen 2-3 mal hoch und durchs Gate ins Backcountry gebiet. Er mit normalen Pisten Ski‘s war zum teil überfordert und stürzte ab und zu im Tiefschnee. Passiert war nie wirklich etwas.
    Dann sagte ich, komm wir gehen doch noch auf die andere Seite. Denn es gab 2 Gates welche man passieren konnte. Diese Seite kannte ich jedoch nicht so gut und es war eine fahrt ins ungewisse. Die strecke runter war super und es hatte nur sehr vereinzelt schon Spuren von Vorgängern. Plötzlich wurde es flacher und die Spuren verschwanden. Die war mir nicht so geheuer und mir wurde bewusst wir sind zu weit. Da kaum noch Gefälle war, wurde das Skifahren zum Langlaufen. Nach einer weile, nachdem wir einem Weg gefolgt sind wo schon jemand vor uns durch gelaufen ist, sahen wir ein grosses Gebäude. Ah das ist das Hotel. Ich erinnerte mich auf einer Karte ein grosses Gebäude gesehen zu haben welches gleich aus sah wie dieses. Es war einige hundert Meter unterhalb unsere Lodge. Mühsam bahnten wir uns den weg durch den weichen und schwerer werdenden Schnee. Nach einer Gefühlten halben stunde haben wir es zurück zu den Talstationen der Sessellifte geschafft. Der Belgier verliess mich dann um halb 12 da er weiter ging um seinen Zug zu erwischen. Ich kehrte zurück zur Lodge um mich mit Bananen und heissem Tee zu stärken. Nach einer Stunde kehrte ich nochmals zurück auf die Piste. Jedoch weichte die scheinende Sonne denn Schnee so sehr auf das es nicht mehr wirklich möglich war spass im Powder oder besser gesagt im Pflotsch zu haben. Dies trieb mich dann dazu noch einige schnelle Abfahrten auf der Piste zu nehmen. Ich kehrte früher als erwartet in die Lodge zurück. Wo es dann um 6 Uhr wieder ein leckeres Abendessen, worauf ich wieder früh ins Bett ging um mich auszuruhen, denn Morgen ist der letzte Tag im Schnee.
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  • Day10

    Weiss wie Zucker und auch so Süss

    March 11, 2020 in Japan ⋅ ❄️ -1 °C

    Der Regen welcher den ganzen Dienstag anhielt, mal stark, mal weniger verwandelte die leicht aussehende Schneelandschaft in eine Pflotschlandschaft. Ich erwartete nicht viel vom heutigen Tag. Jedenfalls stand ich pünktlich um 8 Uhr auf und ging hoch in den Esssaal. Dieser war leer, denn neben mir gab es nur noch einen weitern Gast, welchen ich gestern Abend noch kurz traf. Ein kleines Buffet mit einigen Scheiben Toast, Marmeladen, einer Kaffeekanne und zwei Krüge gefüllt mit Saft standen da. Plötzlich ertönte eine kleine feine und freundliche Stimme aus der Küche. „Would you like bacon and egg?“, es wart die Wirtin der Lodge. Ich erwiderte ja und sie Verschwand. Nach einigen Minuten kam sie aus der Küche mit einem vollen Teller, gefüllt mit Spiegeleiern, Speck, Würstchen und einem Rührei. Es schmeckt mir und verschlang es förmlich. Mitten beim Essen sagte sie, deine Skier sind gekommen ich solle nach unten gehen in den Trocknugsraum. Da stand sie, eine junge Dame mit 3 Paar Skiern angelehnt am Regal. Sie brachte mir eine Auswahl verschiedener, obwohl ich mich am Abend zuvor auf ein Paar einigte. Ich probierte die Skischuhe welche perfekt passten, wählte die Skis aus und sie stellte mir noch kurz die Stöcke ein. Ich bezahlte sie, bedankte mich freundlich und ging wieder hoch wo der rest meines Frühstücks auf mich wartete.
    Die Skikleidung gestern schon bereitgelegt schlüpfte ich herein, schnallte die Schuhe zu und schnappte die Skis. Auf gehts.
    Drausen schneit es leicht und ich machte mich auf den Weg zur Skipiste welche direkt gegenüber der Lodge liegt. Lediglich den Parkplatz überquert schnallte ich mir die Skier an die Füsse auf dem durchnässten Schnee. Ich erkundigte mich beim Militär, welches in Rhein und Glied auf den Skiern vor mir standen, wo denn der Ticketverkauf ist. Er zeigte mit der Hand in Richtung Gebäude wo Tickets darauf stand. Wer lesen kann ist wesentlich im vorteil😅
    Ich stöckelte hin und ging rein. Weit und breit niemand zusehen, ausser 6 Mitarbeiter die förmlich auf Arbeit warteten. Ich kaufte mir einen Tagespass der schlappe 30 Franken kostete. Während ich ging sagte mir noch, dass nur 2/3 Lifte offen seien. Mir jedoch egal weil ich nur noch hoch wollte um das Skigebiet zu erkunden.
    Es schneite immer noch, ich ging zum Sessellift und fuhr hoch. Der wind wehte mir den Schnee ins Gesicht, kalt war es aber nicht. Nach der ersten Abfahrt merkte ich schnell das dies nicht die richtigen Ski‘s sind und auch die Pistenverhältnisse waren schlecht. Ich ging nach der 4. Abfahrt enttäuscht zurück zur Lodge. Ich schrieb bem Skiverleih ein Mail, ob es möglich sei die Skier zu wechseln? Kurz darauf die Antwort. Ja ist es, es fällt jedoch eine Gebühr von 800 Yen an. Ich bestätigte dies und wartete denn er schrieb mir zusätzlich, dass sie um 2 Uhr kommen. Als sie dann Pünktlich 45 Minuten später da waren, konnte ich wieder zwischen 2 Paaren auswählen. Kaum ausgewählt und Bezahlt, schnallte ich wieder die Schuhe und ging nochmals zur Skipiste. Unterdessen schneite es kräftiger und der Schnee legte sich nach und nach auf dem bereits vorhanden. Als ich die erste Abfahrt bewältige merkte ich schnell die Ski‘s passen. Sie sind ähnlich wie die ich zu Hause habe. Jedoch machte das fahren auf dem weichen Schnee nicht sonderlich spass und nach 4-5 Abfahrten kehrte ich zur Lodge zurück. Kaum angekommen checkte ich den Wetterbericht. Er sagte Schneefall für die ganze Nacht voraus, was gut war denn Schnee war nötig. Mit dem Schnee sanken ebenfalls die Temperaturen. Kurz unter die Dusche gesprungen, fragte mich die Wirtin am Morgen schon ob ich Nachtessen möchte. Ich ruhte mich ein wenig aus, bis es dann um 6 Uhr pünktlich Essen gab. Gebratene Nudeln mit Gemüse und Schweinefleisch getobt mit einem Spiegelei. Es war sehr lecker. Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe machte ich mich auf in meine Käue um noch ein bisschen zu lesen und Musik zu hören bis ich dann müde wurde. Ich legte mich um 11 Uhr schlafen mit dem wissen Morgen ist ein neuer Tag mit viel Skifahren.
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  • Day7

    Baby JaPow Teil 2

    March 23, 2019 in Japan ⋅ ⛅ -6 °C

    Wir wachen zu regem Schneetreiben auf. Das sind doch mal gute Voraussetzungen. Gefrühstückt wird heut im „Kanten“, wo es abends Chinesisch gibt und morgens Buffet versprochen wird. Im Vergleich zur Auswahl der letzten zwei Tage ist es eher mäßig, aber wir finden wie immer etwas, sodass wir satt werden. Und nachdem ich den Kampf mit dem komplexen Wasserkocher gewonnen habe, gibt es auch Tee.
    Der Wind hat nachgelassen, sodass die Gondel wieder fährt und wir direkt zum East Mountain starten können. Mit großer Freude stellen wir fest, dass es ca. 20 cm geschneit hat und nach den ersten Abfahrten auf der Piste trauen wir uns schließlich auch ins Gelände. Schließlich sind wir dafür ja hergekommen. Zwischen den Birken hindurch (Rusutsu und Japan im Allgemeinen ist für das Tree Skiing bekannt, also dem Fahren abseits der Pisten in den Wäldern, meistens Birkenwälder) finden wir immer mal wieder wirklich schöne Tiefschneehänge. Manchmal versteckt sich unter ein bisschen gezuckertem Neuschnee aber auch nur ziemlich fieser Harsch. Egal, wir haben Spaß und können uns langsam vorstellen wie genial es hier bei richtigem Powder sein muss.
    Eine kurze Anekdote zu den Liften: diese werden in Japan ebenfalls von Doppelmayer unter dem Namen Nippon Cable gebaut. Sie sind gefühlt eher auf dem technischen Stand der 1970er, obwohl Rusutsu mit der Modernität der Liftanlagen wirbt. Das lässt interessante Rückschlüsse auf die anderen Skigebiete des Landes zu. Warum es in einem Land, wo man die Klobrillen beheizt allerdings keine beheizten Sessellifte gibt, erschließt sich uns nicht direkt... Fußrasten gibt es nur bei jedem zweiten Lift, der Liftbügel wird auch gerne mal ganz weggelassen. Ein weiterer Widerspruch in diesem sonst so sicherheitsbedachten Land. Die Liftbügel - wenn vorhanden - schließen automatisch, zusammen mit der Haube, welche man dann wieder hoch machen kann, sofern gewünscht. Wir sind oft hin- und hergerissen zwischen dem Windschutz, den die Haube bietet, und dem lärmenden Dröhnen, welches darunter entsteht. Schranken, die das Einsteigen regeln, gibt es nicht, dafür steht an jedem Ein- und Ausstieg ein freundlicher Japaner, der jeden Fahrgast anweist und ihm einen schönen Tag wünscht.
    Das Wetter wechselt heute bestimmt zehn mal zwischen dicken Schneetreiben und strahlend blauem Himmel - und dies auch gerne innerhalb von 10 Minuten. Man merkt richtig, wie unterschiedliche Wolken durchziehen und den Niederschlag mit sich bringen.
    Zum Mittag kehren wir wieder auf der Hütte vom ersten Tag ein. Dort gibt es draußen zwei Grills, wo man selbst das erworbene Grillgut garen kann. Eigentlich wollten wir gerne eine lokale Spezialität probieren: Bratwurst aus Schweinefleisch aus Rusutsu, diese ist um kurz vor 14h, als wir Pause machen, aber schon ausverkauft. Also gibt es einen Spieß mit Rindfleisch und Zwiebeln und dazu eine Miso Ramen Suppe. Noch eine Anekdote am Rande: Mülltrennung erfolgt bei den Japanern nach der einfachen Einteilung nach „Plastik“ und „Müll der brennt“ 😆
    Am Nachmittag erkunden wir noch den ein oder anderen Birkenwald und freuen uns dann ziemlich durchgefroren auf das Onsen im Westin, welches wir heute ausprobieren wollen. Dieses ist deutlich schöner als das in unserem Hotel, mit Außenbereich mit Blick auf die Berge. Eine Stunde wärmen wir uns (natürlich getrennt) im 41 Grad heißen Wasser und in der Saune auf.
    Vor dem Abendessen facetimen wir noch kurz mit unserem Patenkind Paul, der heute 7 wird. Warum es bei uns schon Abendbrotzeit ist, wenn er doch gerade am Frühstückstisch sitzt, ist allerdings noch etwas schwer zu verstehen.
    Zum Abendessen wagen wir uns heute noch einmal raus und zwar sogar raus aus dem Hotelkomplex und in ein winziges Restaurant, welches wir am ersten Tag entdeckt haben. Hier gibt es herrliche Lammkeulen und Hähnchen aus dem Smoker sowie die Bratwurst, die uns zum Mittag verwehrt war.
    Nachdem wir jetzt noch die Videos des Tages bearbeitet und den gestrigen und heutigen Tagebucheintrag nachgeholt haben, freuen wir uns auf unseren letzten Skitag morgen.
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  • Day6

    Baby JaPow

    March 22, 2019 in Japan ⋅ ⛅ -2 °C

    Die erste gute Nachricht: es ist kalt!
    Die zweite gute Nachricht: es schneit!
    Die schlechte Nachricht: es stürmt!
    Aber von vorne: Irgendwann in den frühen Morgenstunden ist der Regen in Schnee übergegangen. Das lässt unsere Herzen doch schon mal höher schlagen. Zum Frühstück begeben wir uns heute wieder ins Westin, diesmal ins Bon Appetit. Die Auswahl ist genauso lecker und reichlich und wir lassen uns eine Mischung aus westlichen und japanischen Köstlichkeiten schmecken. Danach gehts ab auf die Piste. Es hat deutlich abgekühlt und die Temperaturen liegen im einstelligen Minusbereich. Dazu geht allerdings ein ordentlicher Wind, sodass sich das Ganze deutlich kälter anfühlt. Frohgemut starten wir die Auffahrt auf den West Mountain, das ist der Berg, der direkt vor unserem Hotel liegt. Oben angekommen merken wir: hier hat es wohl deutlich länger geregnet als geschneit, der Schnee ist noch mieser als am Mittwoch. Außerdem ist es ziemlich voll, da ab heute die Japanischen Jugend-Technikmeisterschaften im Skifahren hier stattfinden. Hier werden sie also entdeckt, die zukünftigen Stars der japanischen Alpinszene... wer kennt sie nicht, die großen Namen japanischer Rennläufer...
    Wir verlassen also fluchtartig den West Mountain und wollen rüber auf den East Mountain liften (Orientierung ist hier recht simpel wie ihr merkt...). Dabei fällt uns auf, dass die Gondel, die die beiden Berge hauptsächlich waagerecht verbindet, wohl aufgrund des Windes, nicht fährt. Das bedeutet für uns, in den Monorail steigen und am Westin mit dem 2er Sessel hochfahren, welcher in Betrieb ist. Gesagt, getan, doch als wir drüben ankommen, stellen wir fest, dass wir wohl nicht die einzigen mit dieser Idee waren. Eine ziemlich lange Schlange windet sich durch die Winterlandschaft zum Einstieg. Wir haben nicht auf die Uhr geschaut, aber eine halbe bis Dreiviertelstunde werden wir schon angestanden haben. Dafür kommen wir in den Genuss eines 2er Sessels mit Haube! Bei dem Sturm auch gar nicht schlecht.
    Endlich oben angekommen, stellen stellen wir erleichtert fest, dass es auf dieser Seite wohl schon deutlich länger kalt war, der Matsch also gefroren ist (und dann planiert wurde) und es dazu schon einige Zentimeter draufgeschneit hat.
    So genießen wir einen herrlichen Nachmittag auf menschenleeren Pisten und kommen sogar an der ein oder anderen Stelle in den Genuss von ein bisschen Neuschnee - wir taufen ihn liebevoll Baby JaPow (JaPow = Japan Powder, also der berühmte japanische Tiefschnee).
    Zum Mittag gibt es sehr leckere Spicy Miso Ramen, die zu bekommen allerdings gar nicht so einfach war. Dafür musste am Automaten das entsprechende Ticket gelöst werden - englische Übersetzung leider Fehlanzeige. Zum Glück werden auf Japanisch auch arabische Zahlen verwendet, sodass ich anhand des Preises und Ausschlussprinzips den richtigen Knopf identifizieren konnte.
    Nachmittags stellen wir fest, dass die Pisten sehr rechtzeitig, schon ab ca. 15.45 mit Bändern abgesperrt werden, bevor die Lifte um 16h den Betrieb einstellen. Wir schaffen dennoch noch ein paar schnelle Abfahrten und sind dann um ca. 16.30 wieder am 2er Lift. Dort erwartet uns allerdings eine Schlange, die mindestens dreimal so lang ist, wie die am Vormittag! Denn der Lift ist ja die einzige Möglichkeit vom Berg zu kommen. Wir entschließen uns daher erstmal noch einmal einzukehren und abzuwarten. Gegen 17h kommen dann doch tatsächlich noch einige Busse, die ebenfalls Skifahrer und Tal transportieren. Da dies die deutlich schnellere Variante ist, reihen wir uns in die Busschlange ein und sind gegen 17.30 wieder im Hotel.
    Vom Schlangestehen bin ich so durchgefroren, dass ich mich für einen Abstecher in den Onsen unseres Hotels entscheide, während Addi seinen Ski beim Verleih gegen eine etwas längere Variante eintauscht. Der Onsen gleicht jedoch eher einer wenig gemütlichen Großbadehalle, sodass ich mich nur kurz im 41 Grad warmen Wasser und bei einem Saunagang aufwärme.
    Zum Abendessen gehen wir heute in den japanischen Pub, wo wir gestern Abend schon auf einen Sake eingekehrt waren. Wie in Japan üblich bestellen wir verschiedene kleinere Gerichte: Sashimi vom Lachs, Thunfisch, Jakobsmuschel, Oktopus und ein weiterer Fisch, den wir nicht identifizieren konnten (aber sehr lecker), frittierte Hähnchenteile, gegrillte Meeresfrüchte und Reis. Sehr lecker!
    Draußen schneit es immer mal wieder munter weiter (leider nicht durchgehend aber immerhin!) und wir sind gespannt, was uns morgen erwartet!
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  • Day3

    Ankunft in Rusutsu

    March 19, 2019 in Japan ⋅ ☁️ 7 °C

    Der Flug hat problemlos gekappt, in Sapporo angekommen mussten wir noch eine Stunde auf unseren vorbestellten Shuttlebus nach Rusutsu warten. Auch wenn wir die einzigen zwei Gäste im 48-sitzigen Reisebus waren (den Shuttle muss man im Voraus buchen), wurde penibel genau bis zur geplanten Abfahrtszeit um 13.15 gewartet, bis wir losgefahren sind. Schließlich muss ja alles seine Ordnung haben.
    Nach 1,5 Std. Fahrt, die wir komplett verschlafen haben, sind wir schließlich in unserem Hotel angekommen. Zunächst gibt es Probleme unsere Buchung zu finde, aber dann schickt uns die freundliche Dame an die Rezeption des“South Wings“ der riesigen Hotelanlage. Unser - vor allem für japanische Verhältnisse - sehr geräumiges Zimmer befindet sich in der obersten (5.) Etage und mit direktem Blick auf die Piste, die direkt hinter dem Hotel liegt.
    Als nächstes leihen wir Skier aus und sind froh, dass wir noch zu Hause recherchiert haben, dass der Verleih bei einem kleinen Shop direkt gegenüber des Hotels nur halb so viel kostet wie direkt im Hotel. Leider bestätigt sich das, was wir ebenfalls schon zu Hause recherchiert haben: völlig untypisch für Japan hat es seit über 6 Wochen nicht mehr geschneit. Es liegt zwar noch ausreichend Schnee, von der Leihe von Tiefschneelatten rät uns der freundliche Angestellte allerdings ab, da es im Moment keinen Tiefschnee gibt... aber sollte er bis Sonntag noch kommen, können wir jederzeit tauschen. Da wir ja schon vor der Reise von der Schneelage wussten, hält sich die Enttäuschung in Grenzen. Aber natürlich hatten wir uns das etwas anders vorgestellt.
    Wir verbringen den Rest des Nachmittags damit, die Umgebung zu erkunden. Diese besteht im Wesentlichen aus unserem Hotelkomplex und dem dazugehörigen Westin Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite, welche durch einen eigenen „Monorail“ Zug miteinander verbunden sind. Allerdings kann man die ca. 200m auch durchaus zu Fuß bewältigen.
    Neben unserem Hotel liegt ein Freizeitpark, der aber natürlich nur im Sommer in Betrieb ist. Darüber hinaus gibt es noch einige wenige Häuser und Restaurants sowie einen kleinen Supermarkt. Hier sorge ich bei den Mitarbeitern für große Unterhaltung, als ich eine 4 Liter Sake in der Plastikflasche für Wasser halte (ich hatte mich schon gefragt, warum das Wasser beim Alkohol steht, aber es mir damit erklärt, dass in Japan eben so einiges etwas anders ist...) Man macht mich aber freundlicherweise auf meinen Irrtum aufmerksam, sodass uns die Erfahrung am eigenen Leib erspart bleibt!
    Abends wird es endlich Zeit für unser erstes, richtiges japanisches Essen. Wir haben die Auswahl aus 10 verschiedenen Restaurants, welche sich alle entweder in unserem Hotel oder im Westin befinden. Wir entscheiden uns für „local cuisine“. Es gibt eine fantastische, riesige Suppenschüssel mit Ramen-Nudeln, Lachs, Tofu und jeder Menge Gemüse, sowie das „Sapporo Dinner-Menü“ mit verschiedenen kleinen Gerichten (Sashimi, Misosuppe, ein Mini Feuertopf mit rohem Ei zum selbst garen und verschiedene Tempura).
    Wohl gesättigt und ziemlich müde fallen wir um kurz nach neun ins Bett. So müde, dass wir der Meinung sind, dass wir zusammen in einem der beiden Betten à 120cm schlafen können. Schließlich will man ja auf Hochzeitsreise nicht in getrennten Betten schlafen... der Trugschluss recht sich allerdings und gegen 2h nachts - als wir beide ca. das 5. Mal wach sind - zieht Addi ins andere Bett um. Danach schlafen wir beide wie Babys bis um 8h der Wecker klingelt.
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  • Day5

    Ruhetag

    March 21, 2019 in Japan ⋅ 🌧 5 °C

    Da wir uns gestern auf der Piste ganz schön verausgabt haben, legen wir heute einen Ruhetag....Ist natürlich Quatsch, denn leider zwingt das Wetter uns dazu, denn bei Nieselregen und für später vorhergesagten stärkerem Regen macht Skifahren auch in Japan keinen Spaß.
    Zum Frühstück wollen wir ins „Atrium“ drüben im The Westin und da es schon leicht nieselt nehmen wir den Monorail-Zug. Was für ein Spaß, selbst für die Japaner ist die Decke niedrig was dazu führt, dass sie sich beim Ein- und Aussteigen die Köpfe stoßen. Sitzen tut man gefühlt mit den Knien hinter den Ohren und vorwärts bewegt man sich mit weniger als Schrittgeschwindigkeit....Aber bei -20Grad, Windstärke 8 und Schneefall bestimmt besser als laufen. Zurück laufen wir auf jeden Fall die 200m, schauen noch bei der Bushaltestelle, ob es die richtige ist und sind schneller als der Zug 😊
    Die Bushaltestelle haben wir ausgekundschaftet, weil wir um 12:04Uhr mit dem Bus nach Toyako Onsen am Lake Toya fahren wollen.
    Nach 40min Fahrt sind wir auch schon da und laufen die Uferpromenade entlang an der es immer wieder heiße Quellen gibt, wo man die Füße und Hände baden kann. Dafür ist Toyako Onsen - wie der Name schon verrät - nämlich bekannt: Onsen=heiße Quelle. Dank des immer noch aktiven Vulkans Mount Usu der keine 4km entfernt liegt gibt es hier jeden Menge heißer Quellen entweder öffentlich als Kneipbad oder als richtiges Bad in den Hotels. Wir entscheiden uns für unsere Onsen-Erfahrung für die Hotelvarianten und dürfen für eine kleine Gebühr in den obersten Stock des Hotels fahren. Dort gibt es dann mit herrlichem Ausblick über den See die zwei Onsen, zwei deshalb weil Männer und Frauen natürlich jeweils ihren eigenen Onsen haben. Flitterwochen in Japan heißt auch, dass man sich unter Umständen nicht so viel sieht😕
    Der Besuch eines Onsen unterliegt einigen Regeln die strikt einzuhalten sind:
    1. Schuhe, Slipper und Flip-Flops am Eingang ausziehen, man läuft barfuß
    2. Handtücher und Badesachen sind im Badebereich nicht gestattet, denn sie verhindern die Kommunikation so die japanische Weisheit
    3. Bevor man ins Wasser steigt ausgiebig waschen, mit Seife und Shampoo, so dass es so richtig schäumt und es alle sehen („ausgiebig“ hieß hier bei Katja 30min, da sie sich nicht früher getraut hat aufzuhören bevor die zwei Japanerinnen die zeitgleich mit ihr angefangen haben nicht auch aufhören)
    4. Wärme genießen und entspannen

    Und das kann man dann auch wirklich. In verschieden Becken kann man das bis zu 40Grad warme Wasser genießen und abschalten. Am Besten in einem der „Waschtröge“ im Außenbereich. Hier sitzt man alleine in einem großen Bottich und genießt das warme Wasser und die kühle Luft zugleich. Wem das noch nicht genug Wärme ist kann sich noch in einer kleinen 90Grad Sauna aufwärmen.
    Der einzige Unterschied zu einem europäischen Spa ist, dass es keinen wirklichen Ruheraum gibt. Der Japaner verbringt 30-45min im Onsen und ist dann fertig einen zweiten Durchgang nach vorheriger Ruhephase gibt es nicht.
    Da man im Onsen unter Androhung von Strafe nicht fotografieren darf, unten nur ein paar Bilder von der Hotelwebsite.
    Wir haben trotzdem irgendwie die 2,5 Stunden rum gebracht bevor wir uns am Ausgang wieder treffen. Zurück geht es wieder mit dem Bus und direkt weiter zum Essen, denn Baden macht bekanntlich hungrig.
    Heute gibt es Sushi, denn es ist ja unser Sushi-Donnerstag und da darf das natürlich auch in Japan nicht fehlen. Es ist verdammt lecker und als Premiere für Katjas erstes japanisches Sushi genau richtig. Nur die Variation mit Seeigeleiern lassen wir das nächste Mal aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Konsistenz weg. Aber ansonsten ober lecker ...

    Ach ja, das Wetter, es regnet wirklich stark, aber es sind Tendenzen zu Schnee auszumachen. In der Nacht und die nächsten Tage soll es Minusgrade geben. Wir hoffen das Beste....
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  • Day8

    Teenager JaPow

    March 24, 2019 in Japan ⋅ ❄️ -4 °C

    Wir wachen auf und ..... Bääähhhhmmm .... die japanische Frau Holle hat es nochmal gut mit uns gemeint und hat uns noch ein wenig JaPow geschickt. Zum Frühstück geht es aber erstmal wieder rüber ins The WestIn, denn das Frühstück ist einfach besser und die Atmosphäre ist auch schöner. Da der Monorail nicht bei uns steht laufen wir durchs Schneetreiben und sehen nach den 300m Metern aus wie kleine Schneemänner ⛄️. Wir wir dann beim Frühstück sitzen, ist der ganze Spuck schon vorbei und es scheint die Sonne gepaart mit blauen Himmel. Es ist einfach verrückt wie schnell das Wetter hier von einem Extrem ins andere wechseln kann.
    Zum Skifahren ziehen wir noch eine Schicht mehr als gestern, denn laut Wetterbericht soll es heute nochmal kälter werden und noch mehr Wind geben und ich denke ernsthaft darüber nach zum ersten Mal meine Daunen Jacken zum Skifahren anzuziehen. Ich lasse es dann aber doch und welch ein Glück es war die richtige Entscheidung, denn es zieht wieder zu und schneit den ganzen Tag. Die Temperatur fällt zwar aber der Wind hält sich in Grenzen. Oder wir merken den Wind nicht, da wir uns den ganzen Tag im Wald aufhalten und eine Line nach der anderen durch die 20cm Neuschnee. Und ja die Qualität des JaPow ist schon eine andere ... relative kleine Flocken, aber ganz trocken und super fluffig.
    Wir haben auf jeden Fall riesig Spaß und genießen jede einzelne Abfahrt. Mittags gibt es dann zum Abschied noch einmal leckeren Ramen, bevor wir uns Nachmittags wieder durch die Bäume stürzten und immer wieder neue Linien finden wo noch keiner war. Einfach traumhaft und es lässt erahnen wie es hier sein muss wenn es mal 50cm über Nacht schneit.
    Nach einem erfolgreichen Skitag geben wir unsere Skier wieder ab und bereiten schon mal alles vor zum Packen. Vor dem Abendessen geht es nochmal in den Onsen die wohltuende Wärme genießen.
    Zum Abendessen gehen wir ins Atrium, denn da waren wir bisher nur zum Frühstück. Es gibt Buffet und von allem ist etwas dabei Sashimi (roher Lachs und Thunfisch), Shabu-Shabu (so eine Art Fonfue mit Brühe) und jede Menge andere Gerichte. Wir essen uns die Bäuche rund.

    P.S.: Skivideos gibt es noch nicht, weil die noch ungeschnitten auf der GoPro sind
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  • Day55

    Niseko, Japan

    March 13, 2016 in Japan ⋅ ☀️ 0 °C

    Wintersporten in Japan! Na alle zon gaan wij eindelijk weer een winter in. En daar hadden wij best zin in. Snowboarden hebben wij gemist en in Japan kregen we de kans!

    Vorig jaar hebben we ons opgegeven voor een de website; Helpx. Op deze site kan je vrijwilligerswerk zoeken en in ruil voor je werk krijg je vaak een bed om in te slapen en als je geluk hebt wat te eten. Toen wij eenmaal op reis waren hadden we de travel bug te pakken en wilden we eigenlijk niet lang genoeg op een plek blijven om dit te doen. Er zijn immers te veel mooie plekken om te ontdekken of zuid oost azie is zo goedkoop dat werken in ene heel onnodig lijkt.

    Maarja dan kom je aan in Japan, heb je 6 weken de tijd en voor een slaapplaats in een dorm betalen we met z'n 2en 60 eur per nacht.... Dus tijd om aan de slag te gaan. We belanden in het noorden van Japan, in een skiresort dat bekend staat voor de fijne poedersneeuw. we snowboarden iedere ochtend. We hebben een eigen kamer krijgen wat geld om te eten en in ruil daarvoor werken we 6 uurtjes per dag. Tijdens deze uurtjes kopen we spullen in van China en laten we het verschepen naar Japan. Maar we krijgen veel meer terug dan een bed en wat te eten. We komen terecht bij een warme groep andere reizigers. Met ieder natuurlijk een goed reisverhaal waar je geïnspireerd door raakt en je veel tijd met elkaar doorbrengt leer je elkaar ook beter kennen. En liefde gaat natuurlijk ook door de maag, dus wij koken hutspot voor onze internationale vrienden en wij proeven kimchi pannenkoeken en hotpot met sesam!
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  • Day12

    Schlaf

    March 13, 2020 in Japan ⋅ ❄️ -4 °C

    Der Wecker klingelt doch meine Augen und der rest meines Körpers wollen nicht. Als ich dann selber erwache war schon 11 Uhr. Shit! dachte ich. Eigentlich wollte ich früh raus um den frischen Schnee zu sehen, den es über die vergangene Nacht hingelegt hat. Jano, ich ging hoch um zu schauen ob es noch etwas zum Frühstücken gab. Lediglich einige Scheiben Toast waren übrig. Ich wärmte diese und leerte die Kaffeekanne bis kein Tropfen mehr raus kam. Nicht wirklich satt aber voller Vorfreude auf das Ski fahren, ging ich runter und machte mich bereit. Die Skier in der einen Hand und die Stöcke in der anderen lief ich der Strasse entlang, über den Parkplatz bis zum Ticketverkauf. Da schon halb 12 war, blieb mir nur noch die Möglichkeit auf einen vier Stunden Pass welcher nur wenig günstiger war als der Tagespass. Ich ging zum Sessel und begann meine fahrt nach Oben. Es waren schon viele Spuren im frischem Schnee zu sehen, was ich halt nicht ändern konnte. Ich durchquerte das Gate und lief mit den Skiern hoch um an den Ort zu gelangen wo weniger Leute durchgefahren sind.

    Bester Puderschnee erwarteten mich. Einfach ein grandioses Gefühl über den Schnee denn hang hinab zu gleiten, ja fast zu fliegen. Als wäre man schwerelos. Unfassbar toll! 😍

    Dies wiederholte ich einige Male bis dann der Lift geschlossen wurde wegen „heavy“ winds...😒
    So musste ich gezwungener massen die unteren Lifte nutzen. Dort konnte ich aber auch in die unberührten Wälder eindringen. Auch wenn es nicht mehr so steil war und dadurch nicht so Temporeich, machte es trotzdem Spass.
    Ich traf dann den Belgier auf der Ski Piste und wir gingen noch einige male zusammen durch die Wälder. Bis sein Pass auslief. Danach haben wir meinen geteilt, was sicherlich nicht erlaubt war, aber ich, schlauer Fuchs, eine Idee hatte wie wir es durchziehen können. Wie verrate ich hier nicht!

    Als dann die Lifte um 15:30 schlossen kehrten wir zur lodge zurück. Ich sprang unter die Dusche, weil ich wieder gehen möchte. Nicht auf die Piste sondern nach Hirafu. Ich wollte mir einen Brustgurt für meine GoPro Kammera holen um morgen die Abfahrt zu filmen. 16:20 fährt der Shuttle also beeilte ich mich. In Hirafu angekommen schlenderte ich die Strasse entlang nach unten, denn es war alles an den Hang gebaut, um dort mich in verschiedenen Sportartikel Geschäften nach solchem um zu sehen. Am ende der Strasse bin ich in einem grossen Geschäft angelangt wo dann endlich solches Kammerazubehör verkauften. Intressant war, es arbeiteten nur Personen da, die Westlich aussahen. Also sicherlich keine Japaner waren.
    Mir war bewusst das der letzte Bus zurück schon um 21:45 fährt, also wir es keine Partynacht geben in dem Après Ski bekannten Ort. Da mich der Hunger langsam ergriff, hielt ich Ausschau nach einem Restaurant. Fündig geworden bin ich, auf der anderen Seite der Strasse, nach einer Pizzeria. Ich hatte lust wieder mal etwas Europäisches zu essen. Ich ging herein, die Treppe runter und wurde wieder von westlichen Mitarbeiter in empfangen genommen. Die Dame, wahrscheinlich Italienerin, begleitete mich zum Platz. In der hand hielt sie etwa 5 oder 6 Karten. Grössere, kleinere, dickere und dünnere. Ich nahm platz und sie breitete diese aus. Jede war für etwas anderes. Wein, Menu, Apèro, Dessert und Getränke. Ich war hungrig und alles in der Karte sah lecker aus. Ich einigte mich auf eine Pizza mit Salami, Mascarpone und sonst noch was... sie war zudem Empfehlung des Küchenchefs. Immer eine gute wahl. Als Vorspeise bestellte ich Rohschinken und Pecorino und dazu ein kühles Sapporo Classic Bier. Im Hintergrund lief ein Film über einen Snowboarder der die hänge von Japan runter sauste.
    Gesättigt bezahlte ich kurzerhand und machte mich zurück auf den Weg nach oben wo so das Zentrum war. Jedoch war ich weit und breit der einzige auf der Strasse, gut es war erst halb 7, und ich dachte mir die Leute sind noch am Essen und gehen erst später in den Ausgang. Da ich mir jedoch dumm vor kam alleine in eine Bar zu gehen, beschloss ich nach Hause zugehen.
    Ich ging in den Wartesaal der Busstation, welcher kuschlig warm beheizt war, draussen ist es nämlich kalt, etwa -7 oder 8 Grad. Nach 20 Minuten war es so weit der Bus fuhr herbei. Ich stieg ein und wusste ich muss ein Ticket lösen. Jedoch erst bezahlen bevor man aussteigt. Die Wirtin sagte mir noch wenn du eine Tageskarte hast kannst du gratis fahren. Die Karte war aber vom Vortag und somit nicht mehr gültig. Ich probierte es aber trotzdem um das Ticket nicht zu bezahlen. Der Busfahrer merkte dies aber sofort und bot mich bisschen wütend zur Kasse. Also bezahlte ich ihm halt die 250 yen oder was auch immer.
    Ich stieg aus und war im nirgendwo. Denn ich wusste der Bus fährt nicht bis ganz dahin wo ich nächtigte. Also musste ich noch etwa 20 Minuten der Strasse entlang gehen. Auf dem weg hatte ich die Idee ich könnte noch in ein Onsen (Hot Spring). Denn als ich die Wirtin einen Tag zuvor nach einem gefragt hatte, empfahl sie eines welches auf dem weg zwischen Bushaltestelle und Lodge lag. Dies hatte bis um Mitternacht geöffnet und da erst 10 vor 8 war, passte die perfekt. Ich ging rein, bezahlte 1000 yen für den Eintritt und das Badetuch. Zog mich komplett aus und ging rein ins heisse wasser. Es hat eine aussen Bereich in dem ich mich niederlegte und dem aufsteigendem Dampf zu sah wir in den Nachthimmel entwich. Plötzlich kam der Belgier rein und wir hatten eine lange und interessante Unterhaltung über Gott und die Welt. Auf Englisch, da er kein Französisch konnte.
    Gefühlte 2 Stunden später, völlig aufgeweichter Haut und rotem Kopf, duschte ich mich gründlich und wir machten uns auf zur Lodge wo ich mich schon sehnlichst auf mein Bett freute.
    Eingekuschelt in die decke stellte ich den Wecker und losch das licht. 😴
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You might also know this place by the following names:

Abuta-gun, あぶたぐん