• just.lidi
  • Paul Prieß
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  • Paul Prieß

APAC 24 / 25

Mit einem Rucksack voller Vorfreude und einem Herzen, das nach Freiheit schlägt, brechen wir auf. Jede Kurve, jede Begegnung verspricht ein Stück Abenteuer - ich kann es kaum erwarten, was die Welt für uns bereithält! Czytaj więcej
  • Auf der Suche nach Sonne ☀️

    8–10 lut 2025, Indonezja ⋅ ☁️ 28 °C

    Von Lombok nach Gili Air

    Nach zwei wunderschönen Tagen in unserer kleinen privaten Oase mit traumhaftem Wetter wechselte die Stimmung – erst am Himmel, dann bei uns. Es regnete. Nicht dieser kurze tropische Schauer, der nach fünf Minuten wieder Platz für die Sonne macht, sondern beständiger, grauer Regen. Unsere neue Unterkunft hatte zwar einen wunderschönen tropischen Garten und einen großen Pool, aber wirklich nutzen konnten wir es nicht.

    Am zweiten verregneten Tag in Folge stand die Entscheidung fest: Wir ziehen weiter. Vielleicht wartet auf den Gili-Inseln ein bisschen mehr Sonne auf uns. Also Tickets für die Fähre nach Gili Air gebucht, die Rucksäcke geschultert und ins Taxi gestiegen. Unser Fahrer war sich allerdings sicher, dass die Fähren heute nicht fahren würden. Immer wieder zeigte er auf die Wellen, telefonierte, schüttelte den Kopf. Schließlich brachte er uns nicht zum großen Fährhafen, sondern zu einem kleineren Anleger mit privaten Speedbooten. Die Aussage: Zu hoher Wellengang, offizielle Fähren legen heute nicht ab. Die einzige Möglichkeit rüberzukommen ein kleines Boot.

    Wir verließen uns darauf, dass das nicht nur eine gut inszenierte Geschäftsidee war, sondern wirklich die einzige Option, und stiegen ein. Fünfzehn Minuten Überfahrt, nicht weiter wild. Dachten wir. Bis sich auf der halben Strecke etwas im Propeller verfing. Motor aus. Und plötzlich war es ganz still. Rechts und links türmten sich die Wellen, unser Boot lag einfach nur dazwischen, bewegungslos. Ein Moment, in dem man kurz alles in Frage stellt. Aber die Crew reagierte schnell, löste das Problem, der Motor sprang wieder an, und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon da.

    Gili Air empfing uns mit einem anderen Licht. Das Wasser leuchtete in diesen unglaublichen Türkis- und Blautönen, der Sand war golden, feinkörnig. Die kleinste der drei Gili-Inseln, mit der Größe der Außenalster und ohne motorisierten Verkehr. Keine Roller, keine hupenden Taxis, nur Fahrräder und Pferdekutschen. Es fühlte sich sofort anders an. Ruhiger. Entspannter. Ein Ort, an dem wir gern eine Weile bleiben.
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  • Gili Air - kleine Insel, große Liebe

    10–18 lut 2025, Indonezja ⋅ 🌧 27 °C

    Gili Air, du kleine Perle! Wir haben dich fest in unser Herz geschlossen. So klein und doch mit allem ausgestattet, was man sich wünschen kann – und noch ein bisschen mehr. Restaurants in jeder erdenklichen Geschmacksrichtung, kleine Shops, ein Fitnessstudio, ein Co-Working-Space, Spa-Salons und ein Strand, der die Insel einmal komplett umarmt.

    Direkt vor unserer Tür lagen die Schnorchelspots, und direkt beim ersten Schnorcheln wurden wir belohnt. Zwei riesige Schildkröten, nur einen knappen Meter unter uns, ließen sich beim Knabbern an den Korallen nicht im Geringsten von uns stören. Ringsum Schwärme von leuchtend bunten Fischen – ein lebendiges, schillerndes Spektakel, das sich so nah und selbstverständlich vor uns abspielte, als wäre es das Normalste der Welt. Ein Moment, der uns komplett in seinen Bann zog.

    Der einzige Wermutstropfen: Keine Wellen, also kein Surfen. Aber wenn das der Preis für dieses kleine Paradies ist, dann nehmen wir ihn gern in Kauf.

    Und so vergingen die Tage wie im Flug. Das Wetter wurde mit jedem Tag besser, die Regenschauer verschwanden, und zum Schluss gab es nur noch blauen Himmel und Sonnenschein. Eigentlich wollten wir drei Tage bleiben – am Ende wurden es acht.

    Gili Air war früher die Hippie-Insel unter den drei Gilis, während Gili Trawangan als Partyhochburg galt und Gili Meno das ruhige Honeymoon-Ziel war. Heute sind die Grenzen weicher, aber Gili Air hat sich viel von seiner entspannten, kreativen Atmosphäre bewahrt – irgendwo zwischen Yoga am Morgen, Live-Musik am Abend und einfach diesem herrlich entschleunigten Inselgefühl.

    Und ohne dass wir es wirklich gemerkt haben, ist fast ein Monat in Indonesien vergangen. Unser Visum läuft bald aus, und so heißt es Abschied nehmen – zumindest für dieses Mal.

    Gili Air, du warst der perfekte Abschluss für unser Regenzeit-Abenteuer in Indonesien. Wir kommen wieder, keine Frage.

    Aber jetzt wartet Australien – der lang ersehnte Traum wird endlich wahr!
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  • Welcome to Australia

    19 lutego 2025, Australia ⋅ ☀️ 14 °C

    Unser Flug nach Melbourne sollte gegen 21 Uhr starten, knapp sechs Stunden in der Luft, eine angenehme Zeit. Doch schon beim Online-Check-in mittags die erste Änderung: neue Abflugzeit 22:30 Uhr. Kein großes Ding, dachten wir, dann kommen wir wenigstens nicht ganz so früh in Australien an. Doch die Stunden zogen sich wie Kaugummi, und während wir warteten, rückte das Boarding immer weiter nach hinten. Kurz vor Mitternacht saßen wir endlich im Flieger. Australien, wir kommen!

    Kaum in der Luft, gerieten wir in heftige Turbulenzen. Der Flieger sackte mehrmals tief ab, und während sich mein Magen irgendwo in der Kabine verteilte, sah ich für einen kurzen Moment meinen Australien-Traum an mir vorbeihuschen. Doch das Schütteln legte sich und die Vorfreude stieg wieder.

    Aus den geplanten sechs Stunden Flug wurden am Ende fast sieben – der Flughafen in Melbourne war zu voll, also drosselte der Pilot die Geschwindigkeit, um nicht ewig in der Luft kreisen zu müssen. Und so bekam ich noch ein bisschen mehr Zeit, um die Aussicht auf Australien von oben aufzusaugen. Ein Moment, den ich nie vergessen werde.

    Beim Landeanflug wurde mir dann endgültig bewusst, dass dieser lange gehegte Traum jetzt Realität ist. Ich konnte kaum das Pipi in den Augen zurückhalten.

    Die Einreise verlief schnell, und schon stolperten wir – übernächtigt, aber überglücklich – durch die Türen in die Empfangshalle.

    Welcome to Australia, Baby!

    Nach einem großen Kaffee ging es per Uber in unsere Unterkunft – mitten im CBD von Melbourne, dem pulsierenden Herzen der Stadt.

    Als Erstes fiel uns die unglaubliche Sauberkeit der Straßen auf. Als Zweites? Die Herzlichkeit der Australier. Ein freundliches Lächeln hier, ein entspanntes „How’s it going?“ da – alles wirkte offen und unaufgeregt.

    Da unser Zimmer noch nicht bezugsfertig war, stellten wir die Rucksäcke ab und zogen los, um die Nachbarschaft zu erkunden.

    Breite Gehwege, wunderschöne Architektur, unzählige Cafés und Restaurants – und wilde Papageien in den Bäumen. Obwohl wir uns mitten im geschäftigen Business-Viertel befanden und viele Anzugträger um uns herum unterwegs waren, kam kein Hauch von Hektik auf. Alles wirkte entspannt, lässig und irgendwie mühelos.

    Melbourne, du gefällst uns!

    Am frühen Nachmittag bahnte sich dann doch die Schlaflosigkeit der letzten Nacht ihren Weg. Paul fühlte sich zunehmend unwohl, und wir merkten beide, dass es Zeit war, die Reißleine zu ziehen.

    We call it a day. Morgen beginnt das Abenteuer wirklich.
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  • Queen Victoria Market

    20–21 lut 2025, Australia ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Nacht war alles andere als erholsam. Pauls Zustand verschlechterte sich, Fieber, Hals- und Gliederschmerzen setzten ihm ordentlich zu. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um Melbourne zu erkunden. Also hielten wir es minimalistisch: ein kleiner Spaziergang zum Queen Victoria Market, ein Stopp in der Apotheke auf dem Rückweg, und dann den Rest des Tages ruhig angehen lassen.

    Kaum angekommen, wurden wir Stand für Stand, Reihe für Reihe sprachloser. Die Auswahl, die Farben, die Mengen - ein Paradies für alle, die gutes Essen lieben. Obst und Gemüse so frisch, dass man direkt reinbeißen möchte, und das zu Preisen, die in Deutschland völlig utopisch wären. Dazwischen unzählige Foodtrucks, die alles anboten, was das Herz begehrt.

    Und dann, als ob dieser Ort nicht schon perfekt genug wäre, entdeckten wir ihn: den Stand mit den frischen Muscheln. Eine große Schale, so frisch, dass sie wahrscheinlich noch bis gestern im Meer lagen, in Rotweinsauce für umgerechnet 10€. Lecker!

    Nach der kleinen Stärkung entdeckten wir zwei weitere große Hallen, voll mit Fisch-, Fleisch- und Käsethecken. Wir hätten ewig stöbern können, aber Pauls Fieber meldete sich zurück. Zeit, den Ausflug auf morgen zu verschieben - zum Glück findet der Markt sieben Tage die Woche statt. Ein Traum für alle, die hier wohnen und täglich ihre Einkäufe frisch erledigen können.

    Übrigens: Was viele nicht wissen – unter dem Victoria Market liegen noch immer über 10.000 Gräber. Vor seinem Bau war das Gelände ein Friedhof, und die Stadt beschloss damals, einfach darüber hinwegzubauen. Bis heute gibt es einige Geistergeschichten, und wenn man den Erzählungen glaubt, soll es in den alten Markthallen manchmal unerklärliche Geräusche und kalte Luftzüge geben. Aber ob es wirklich spukt – oder einfach nur der Charme eines über 140 Jahre alten Marktes ist? Wer weiß.

    Am nächsten Tag ging es Paul schon besser – Schlaf, Ruhe und Tabletten hatten ihren Job gemacht.

    Natürlich gab es als erstes eine neue Runde Muscheln, bevor wir uns endlich in die Kühlhallen wagten. Wieder einmal überraschten uns die Preise – natürlich nicht mehr so günstig wie in Asien, aber immer noch weit unter deutschem Niveau. Und die Qualität? Erstklassig.

    Also kauften wir Wurst, Käse und Antipasti ein und wünschten uns nichts sehnlicher, als diesen Markt gegen den Edeka in der Langen Reihe eintauschen zu können.

    Schweren Herzens zogen wir weiter, um noch ein paar Stunden durch Melbourne zu schlendern, bevor wir am Abend unseren Camper abholen würden.

    Und was wir sahen, gefiel uns.

    Eine Stadt mit wunderschöner Architektur, blitzsauberen Straßen, einem breiten Fluss, unzähligen kulinarischen Möglichkeiten, einem Strand und einer entspannten Atmosphäre, die man eigentlich nur in kleinen Vororten findet.

    Melbourne, wir kommen wieder!
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  • Einziehen, Einrichten, Anstoßen

    21–23 lut 2025, Australia ⋅ ☀️ 25 °C

    Unser Camper wird zum Zuhause

    Als wir am Abend unseren Camper abholten, hätten wir nicht glücklicher sein können. Super neues Fahrzeug, erst 8000 Kilometer gelaufen, top gepflegt und von der Größe her genau richtig. Ein echter Glücksgriff!

    Für die erste Nacht entschieden wir uns, auf einem Campingplatz nicht weit von Melbourne zu übernachten – nahe genug am Verleiher, falls doch noch etwas fehlen oder nicht funktionieren sollte. Einmal in Ruhe alles testen, uns mit dem Fahrzeug vertraut machen und vor allem ankommen.

    Am Platz angekommen, war das Set-up schnell aufgebaut: zwei Stühle, ein Tisch, fertig. Die Grundausstattung war milde gesagt: ziemlich mau. Also war klar, dass der nächste Tag Shopping-Tag werden würde.

    Immerhin hatten wir in weiser Voraussicht bereits Weingläser gekauft – man muss ja Prioritäten setzen! Damit stießen wir stilvoll auf dieses neue Kapitel an, während unser Abendessen eher improvisiert ausfiel. Abendbrot statt warmes Essen, denn wir hatten an der Tankstelle die falsche Gasflasche mitgenommen – Anfängerfehler, passiert uns nicht nochmal.

    Als es später wurde, kam der erste Testlauf für das Camper-Bett. Nach einer kurzen Diskussion über die beste Schlafrichtung – ich hatte vier Optionen, Paul eine 🙃 – gab ich klein bei. Die Sorge, dass der Platz nicht ausreichen könnte, erwies sich als unbegründet. Mehr als genug Raum für uns beide.

    Der nächste Morgen begann mit einer freundlichen Überraschung: Unsere Nachbarn versorgten uns mit heißem Wasser für den Kaffee und gaben uns gleich ein paar Insider-Tipps für die Weiterreise. Hatte ich schon erwähnt, dass Australier einfach wahnsinnig nett sind?

    Nach dem Frühstück hieß es: Los geht’s – next stop: Shopping!

    Wir tingelten uns durch sämtliche Läden: Drei Camping-Zubehör-Stores, ein Baumarkt, IKEA. Stunden später waren wir stolze Besitzer eines kleinen Pavillons, eines Gasgrills, Lichterketten, neuer Bettwäsche, Handtücher, Geschirrtücher, Tischdecke, Kerzen – die ganze Palette.

    Und dann war da noch Jacky. Unsere Mitreisepflanze. Weil selbst ein Camper ein bisschen Leben braucht 🪴

    Während der Fahrt buchten wir für die Nacht einen Campingplatz direkt am Strand. Capel Sound Foreshore, 110 Kilometer entfernt – genau die richtige Strecke nach einem Shopping-Marathon.

    Am Abend saßen wir dann gemütlich eingerichtet vor unserem neuen Zuhause auf Rädern, genossen unser erstes richtiges Camper-Dinner mit gutem Wein und nickten zufrieden in die Runde.

    Die anerkennenden Blicke der eingefleischten Camper blieben nicht aus.

    “Nice set-up, mate. Nice set-up!”
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  • Kilcunda Ocean View Resort

    24 lutego 2025, Australia ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach zwei entspannten Tagen am Capel Sound Beach packten wir unsere Sachen und brachen auf. Nächster Halt: Kilcunda Ocean View Resort, 112 Kilometer Strecke.

    Die Fahrt begann wie gewohnt – entspannte Straßen, gute Laune. Unterwegs entdeckten wir die Moonlit Sanctuary und beschlossen spontan, einen Zwischenstopp einzulegen. Beste Entscheidung.

    Die Tierwelt hier war einfach zauberhaft. Wombats, Koalas und natürlich Kängurus – so nah, dass wir sie direkt aus der Hand füttern konnten. Für uns als Australien-Anfänger ein magischer Moment. Diese sanften Riesen, die vorsichtig mit ihren kleinen Pfoten nach dem Futter greifen – wir konnten gar nicht genug davon bekommen. Strahlende Gesichter inklusive.

    Zurück auf der Straße nahm die Landschaft langsam eine neue Dimension an. Die Weite war atemberaubend. Kilometerlange Felder, sanfte Hügel, ein Himmel, der sich endlos über uns spannte. Australien zeigte sich in seiner ganzen Pracht.

    Und dann – ein kurzer Moment, in dem es zwischen den Hügeln aufblitzte. Der Ozean.

    Je näher wir kamen, desto intensiver wurde das Gefühl von Freiheit. Das tiefe Blau des Wassers, das Rauschen der Wellen, die Gischt, die über die Klippen zog. Wunderschön.

    Am Campingplatz angekommen, wurden wir mit einem magischen Blick auf die Bucht belohnt. Der Platz lag direkt auf einem Cliff über dem Strand – die perfekte Kulisse für unseren ersten Abend am rauen Ozean.

    Also: Camper geparkt, Zelt aufgebaut, Wein eingeschenkt – und den Sonnenuntergang über dem Meer genossen.

    Australien, du machst das gut. 🌊
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  • Phillip Island

    25 lutego 2025, Australia ⋅ 🌬 20 °C

    Der Tag begann eigentlich ganz entspannt – Kaffee in der Hand, der Ozean im Blick, Sonne im Gesicht. Bis plötzlich die Vermieterin auf uns zustürmte. Aufgeregt, leicht nervös. Sie hatte sich bei der Buchung vertan. Bauarbeiten. Direkt an unserem Platz. Heute ab 9 Uhr. Es täte ihr wahnsinnig leid, aber wir müssten umziehen.

    Immerhin hatte sie direkt eine Lösung: Ein anderer Stellplatz, ebenfalls mit direktem Blick auf den Ozean, und als Wiedergutmachung eine Nacht gratis. Der Blick auf die Uhr bescherte uns noch 40 Minuten. Easy.

    Wir tranken in aller Ruhe unseren Kaffee, während um uns herum die Bauarbeiter langsam nervös mit den Füßen scharrten. Sie ahnten ja nicht, wie fix wir mittlerweile beim Packen sind. 20 vor 9 packten wir zusammen. Fünf Minuten später war der neue Platz bezogen, noch schöner als der vorherige.

    Unsere neuen Nachbarn, ein älteres australisches Ehepaar. Der Mann, Lars, kam sofort mit Paul ins Gespräch, während ich den zweiten Kaffee vorbereitete. Australier – einfach immer offen für einen Plausch.

    Für heute stand Phillip Island auf dem Plan, nur 20 Kilometer entfernt. Dank unserer neuen Nachbarn hatten wir jetzt noch ein paar zusätzliche Insider-Tipps im Gepäck.

    Erster Stopp: Die legendäre MotoGP-Strecke von Phillip Island.

    Für alle, die hier mit Motorsport nichts am Hut haben: Diese Strecke gilt als eine der schönsten Rennstrecken der Welt. Direkt an der Küste gelegen, mit einer irren Aussicht auf den Ozean. 2022 lief während eines MotoGP-Rennens plötzlich ein Wallaby auf die Strecke und nur um Sekunden entgingen der Fahrer und der Wallaby einem Zusammenstoß. Das Ganze ging als einer der verrücktesten Momente in die MotoGP-Geschichte ein.

    Nach einem kurzen Spaziergang entlang eines Streckenabschnitts und Schwelgerei hier mal zu fahren, fuhren wir weiter – eigentlich Richtung Penguin Parade, aber unterwegs bogen wir spontan bei der Phillip Island Winery ab. Drei Minuten später waren wir wieder draußen. Preis-Leistung war doch nicht unser Ding. Ein paar Fotos haben wir trotzdem mitgenommen.

    Nächster unerwarteter Halt: Berry’s Beach.

    Ich finde keine Worte, um diesen Ort zu beschreiben. Unfassbar schön. Der Sand, das Wasser, die Felsen, die Ruhe – einfach ein Ort zum Dahinschmelzen.

    Die Penguin Parade startete erst ab 17 Uhr, also ließen wir uns treiben, fuhren durch die hügelige Landschaft der Insel – bis ich es plötzlich sah.

    Mein erstes wildes Känguru!

    Das Spiel, wer zuerst eines in freier Natur entdeckt? Gewonnen 👌🏼

    Ein paar hundert Meter weiter saß das nächste – direkt auf der Straße. Und dann waren sie plötzlich überall. So schnell konnten wir gar nicht gucken, hüpfende Kängurus und Wallabys überall in den Hügeln.

    Mein Blick war geschärft, der Ehrgeiz geweckt. Und dann – Moment. War das gerade ein kleiner Pinguin?!

    Oder spielte mir mein Gehirn einen Streich?

    Wir stoppten, liefen zurück. Und da stand er.

    Ganz allein. So süß, aber gleichzeitig so verloren. Keine anderen Pinguine in Sicht, nur hüpfende Kängurus um ihn herum.

    Als wir genauer hinschauten, entdeckten wir kleine Höhlen in der Erde – und unzählige kleine Augenpaare, die uns aus der Dunkelheit anstarrten. Zeit, uns schnell wieder zu verziehen.

    Später erfuhren wir, dass die erwachsenen Pinguine tagsüber auf Fischjagd sind, während die Kleinen in den Höhlen zurückbleiben. Wenn die Eltern aber über mehrere Tage nicht zurückkehren, kommen die Jungen aus den Höhlen heraus – auf der Suche nach Nahrung.

    Das erklärte den verlorenen Blick des kleinen Kerls. Traurig.

    Wir entschieden, dass wir für heute genug gesehen hatten. Zurück zum Campingplatz, die unglaublichen Eindrücke des Tages sacken lassen – und dabei die Wahnsinns-Aussicht auf den Ozean genießen.
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  • Wilsons Promontory National Park

    26 lutego 2025, Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute ging es weiter in den Wilsons Promontory National Park, knapp 90 Kilometer von unserem letzten Stopp entfernt. Die Strecke schlängelte sich direkt an der Küste entlang, mit atemberaubenden Ausblicken auf weite Strände und kristallblaues Wasser. Das Wetter war traumhaft, und als wir einen besonders schönen Strandabschnitt entdeckten, gab es keinen Grund weiterzufahren, ohne kurz ins Wasser zu springen.

    Badesachen an, ab ins Meer – und Kälteschock! Die Wassertemperatur lag gefühlt irgendwo zwischen 19 und 20 Grad, also nicht gerade tropisch. Aber wie so oft gewöhnte sich der Körper nach ein paar Minuten daran, und plötzlich fühlte es sich einfach nur erfrischend an. Danach noch kurz am feinen Sandstrand trocknen, die Sonne auf der Haut genießen, und dann ging es weiter.

    Auf dem Weg kamen wir durch ein verschlafenes kleines Städtchen und nutzten die Gelegenheit für einen Einkaufsstopp. Beim lokalen Butcher deckten wir uns mit frischem Fleisch ein – und dann entdeckten wir ein Netz frischer Muscheln für gerade mal 8 A$.

    Mit großer Überzeugung verkündete Paul, dass er schon zigmal Muscheln zubereitet hat und uns abends einen schmackhaften Muschel-Pot kochen würde. Ich war gespannt. Sehr gespannt.

    Unser Campingplatz lag direkt am Wasser, mit Plätzen, die durch hohe Hecken voneinander abgeschirmt waren – perfekt für ein bisschen Privatsphäre inmitten der Natur. Unser Set-up stand schnell, und wir machten uns auf den Weg zur ersten Erkundungstour: Big Drift.

    Big Drift ist eine gigantische Sanddünenlandschaft, die mitten im Nationalpark liegt – und komplett von Wäldern umgeben ist. Eine Art versteckte Wüste mitten im Grünen. Durch die ständigen Winde verändert sich die Landschaft immer wieder, und wenn man einmal oben angekommen ist, fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten.

    Der Weg dahin war etwas fordernder als erwartet – wobei das auch an unserer nicht vorhandenen Fitness liegen könnte. 😅 Aber sobald wir oben standen, war die Anstrengung vergessen. Eine riesige Sandfläche, in alle Richtungen nur Dünen, und am Horizont der Ozean. Absolut surreal.

    Nach einer kleinen Verschnaufpause machten wir uns auf zum Prom Wildlife Walk, einem gut ausgebauten Wanderweg, der mitten durch die Wildnis des Nationalparks führt.

    Dieser Spot ist bekannt dafür, dass man hier eine Menge Tiere zu Gesicht bekommt – und genau so war es auch. Überall Kängurus, Wallabys und sogar Emus.

    Was wir ebenfalls in Hülle und Fülle sahen: Wombathöhlen. Riesige Tunnel, die in den Boden gegraben waren – aber kein einziger Wombat weit und breit.

    Als es bereits dämmerte, machten wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Der Muschel-Pot musste ja noch gekocht werden.

    Während Paul voller Enthusiasmus die Zutaten vorbereitete, kam dann eine kleine, aber nicht unwichtige Wahrheit ans Licht: Er hatte Muscheln tatsächlich noch nie selbst gekocht. Er hatte nur ein paar Mal zugeschaut. Genauer gesagt: ein einziges Mal. 😄

    Meine Spannung stieg. Aber siehe da, das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen. Pauls Talent für gutes Essen hat sich wieder einmal bewiesen. Kochen liegt ihm halt im Blut.
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  • Ein Tag ohne Endziel

    27 lut–2 mar 2025, Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach dem Frühstück war unser Camp schnell abgebaut, die Sachen verstaut, und die Reise konnte weitergehen. Doch bevor wir Wilsons Promontory endgültig hinter uns ließen, machten wir noch einen Abstecher tiefer in den Nationalpark.

    Am Squeaky Beach legten wir einen Stopp ein – und der Name ist Programm. Feinster, strahlend weißer Sand, der bei jedem Schritt unter den Füßen quietschende Geräusche macht. Einfach stehen bleiben, laufen, wieder stehen bleiben – es fühlt sich fast magisch an.

    Die Bucht ist eingerahmt von beeindruckenden Felsformationen, die das türkisblaue Wasser perfekt in Szene setzen. Sanfte Wellen rollen a den Strand, Möwen ziehen ihre Kreise, die Luft riecht nach Salz. So friedlich, man könnte hier ewig sitzen und einfach nur die Atmosphäre aufsaugen.

    Aber es lag noch einiges vor uns an diesem Tag, also hieß es weiterfahren.

    Nicht viel später tauchte am Straßenrand das Schild für die Gurneys Cider Winery auf. Mittagessen mit Aussicht? Klingt nach einem Plan.

    Und was für ein Glücksgriff! Die Location allein war schon der Wahnsinn. Eine weitläufige Terrasse mit Blick auf grüne Hügel, Apfelplantagen und den Ozean in der Ferne.

    Kaum hatten wir das Gebäude betreten, wurden wir vom Kellner direkt begrüßt. Locker, sympathisch, und mit echter Begeisterung für das, was er tat. Er erzählte uns von der Geschichte der Winery, dem Ursprung von Cider und dem Tasting-Konzept.

    Also bestellten wir das Tasting-Paket mit vier verschiedenen Cidern – natürlich in Probiermengen, schließlich musste Paul ja noch fahren.

    Zu jedem Glas gab’s eine kleine Story: Herkunft der Äpfel, Geschmacksnoten, Tipps zur Verkostung. Eine der Sorten war eine Mischung aus Shiraz-Trauben und Apfelwein. Der Kellner grinste und sagte nur: “Is it wine, is it cider – does it matter?”

    Zwischendurch kam er nochmal vorbei, erkundigte sich nach unserem Favoriten und bot uns als Special noch einen Pina Colada Cider an. Er wusste genau, was er tat – wir verließen den Laden glücklich, gesättigt und mit einer Flasche unseres Lieblings-Ciders und vier Dosen Pina Colada im Gepäck.

    Beim Blick auf die Karte fielen uns die Agnes Falls ins Auge – ein kurzer Abstecher sollte drin sein.

    Der Weg dorthin? Abenteuerlicher als das Ziel selbst. Mehrere Kilometer Schotterpiste, die mit einem Camper eher eine Herausforderung als ein Vergnügen war. Hier wurde uns endgültig klar, warum Australier so viele Pick-up Trucks fahren.

    Die Wasserfälle? Ganz nett. Aber die holprige Anfahrt war fast spektakulärer. Also weiter.

    Nächster Halt: Balook, eine Empfehlung von unserem Campingplatz-Nachbarn vom ersten Tag. Ein Nationalpark mit riesigen Bäumen, so breit wie unser Camper und unheimlich hoch.

    Nun ja… entweder haben wir die falsche Route genommen oder die Erwartungen waren einfach zu hoch. Die richtig beeindruckenden Baumriesen haben wir jedenfalls nicht gefunden.

    Dafür war es trotzdem ein schöner Spaziergang durch den dichten, friedlichen Wald. Und manchmal reicht das ja auch.

    Wieder im Camper, ohne festen Plan, aber mit grober Richtung: Bairnsdale.

    Da die letzten Stellplätze nur schlechten Empfang hatten, beschlossen wir, den nächsten Campingplatz erst vor Ort zu buchen – wenn wir sicher waren, dass wir auch Internet hatten.

    Und dann, als wir über die Brücke am Avon River fuhren, fiel mir links ein kleiner, idyllischer Campingplatz direkt am Flussufer ins Auge. Schneller Check der Verbindung – Empfang top.

    Also hielten wir an, schauten uns kurz die Preise und Verfügbarkeit an – alles passte.

    Der Platz war gut gepflegt, großzügig geschnitten und fast leer. Also freie Auswahl, und wir machten es uns gemütlich.

    Zur Geräuschkulisse? Schwärme von weißen Kakadus, die mit ihrem Gekreische den Himmel erfüllten. Für uns absolut faszinierend, für die Australier wahrscheinlich so alltäglich wie für uns Tauben in der Stadt.

    Und als wäre das nicht schon perfekt genug: Direkt neben dem Campingplatz gab es ein Freibad, und freitags war der Eintritt für alle kostenlos.

    Ein heißer Tag, ein kühles Bad – perfekter Abschluss für einen perfekten Tag.
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  • Pambula Beach

    2–4 mar 2025, Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Aus einer Übernachtung wurden drei. Der Platz war einfach zu schön, der Handy-Empfang stabil genug für Arbeit. Aber so gemütlich es auch war – die Straße rief nach uns.

    Unser Ziel: Merimbula. Dort hatten uns Lars und La – das Ehepaar aus Brisbane, das wir in Kilcunda kennengelernt hatten – eine Boottour empfohlen, um Delfine zu sehen. Und als wir nun vor der Weiterfahrt erwähnten, dass wir dorthin fahren, bekamen wir direkt den nächsten Tipp: Campingplatz am Pambula Beach. Absolut empfehlenswert.

    Angekommen am Campingplatz, wurden wir direkt erst mal sprachlos. Allerdings nicht aus Bewunderung, sondern weil man uns gefühlt den schlechtesten Platz auf dem gesamten Gelände zugewiesen hatte. Aber Paul wäre nicht Paul, wenn er das nicht geregelt bekäme 🫠. Ein kurzer Moment Charme-Offensive an der Rezeption – und schon bekamen wir eine neue Platzzuweisung.

    Und jetzt verschlug es uns zum zweiten Mal die Sprache.

    Überall Kängurus. Sie grasten, sie chillten, sie hüpften durch die Gegend, als wären sie ganz selbstverständlich Teil des Campingplatzes. Dazu nur ein Sandweg und ein Dünen-Streifen, der uns vom Strand trennte. In den Bäumen bunte Papageien 🦜

    Die Boottour war für Dienstag gebucht, den Montag nutzten wir für eine Mischung aus Arbeiten, Entspannen und Natur genießen.

    Und dann war es soweit: Raus aufs Meer. Die Tour bescherte uns traumhafte Ausblicke auf die Küste, interessante Einblicke in die Region und das marine Leben – nur Delfine fehlten leider.

    Aber bereut haben wir es trotzdem nicht. Pambula Beach war den Abstecher wert. Und auch wenn wir keine Delfine gesehen haben – vielleicht warten sie ja beim nächsten Stopp auf uns.
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  • Tathra Beach Eco Camp

    4–9 mar 2025, Australia ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach der Boottour hieß es mal wieder: weiterziehen. Natürlich nicht ohne den nächsten Tipp im Gepäck – diesmal für einen Campingplatz nur 50 Kilometer entfernt. Noch kurz einkaufen unterwegs, Vorräte auffüllen, und schon waren wir da.

    Der Tipp war Goldwert, der Platz wunderschön angelegt. Große Parzellen, liebevoll dekorierte Sitzecken mit Lichterketten, einige Feuerstellen, bereit für spätere Lagerfeuerromantik.

    Unser Zelt war – ganz Camper-Pro, wie wir inzwischen sind – in Nullkommanichts aufgebaut. Dann ging’s auch direkt zum Strand. Und ehrlich: Gibt es in Australien überhaupt Strände, die nicht komplett umhauen?

    Feinster Sand, sanfte Dünen, kilometerweit und fast menschenleer. Das Wasser glitzerte in allen nur denkbaren Türkistönen, und der weiße Schaum wirkte fast so, als hätte jemand Waschmittel reingekippt. Unwirklich schön.

    Zurück am Platz wurden wir direkt begrüßt – von einer Gruppe Kängurus, die lässig ums Zelt herum grasten. Sie gehören hier so selbstverständlich zur Landschaft wie bei uns die Möwen.

    Mit Einbruch der Dunkelheit, die hier jeden Abend ein kleines Stück früher kommt (ja, Winterzeit lässt langsam grüßen), kam dann unser nächster Überraschungsgast.

    Erst war da nur ein Augenpaar unter dem Auto, das sofort wieder auf einen Baum huschte, sobald wir uns bewegten. Natürlich waren wir neugierig. Also – Taschenlampe gezückt, Spur verfolgt, hoch in den Baum geleuchtet: Ein Possum! Oder auch Fuchskusu genannt. Buschiger Schwanz, große Augen, riesige Ohren – nur laut Beschreibung optisch eher „gewöhnungsbedürftig“, aber in echt einfach nur süß.

    Wir beschlossen, noch ein bisschen durch die Dunkelheit zu stromern – wer weiß, was hier sonst noch so unterwegs ist. Ergebnis: niemand 😅.

    Aber zurück am Platz erwischten wir unseren kleinen Freund beim Diebstahl – eine Scheibe Brot direkt vom Tisch stibitzt. Und offenbar hat sie ihm geschmeckt, denn keine zehn Minuten später war er wieder da. Und nicht allein.

    Plötzlich waren wir umzingelt von neugierigen Possums, die unseren Camper, unseren Tisch und wahrscheinlich auch uns ganz genau unter die Lupe nahmen.

    Es gefiel uns hier. Und so wurden aus zwei geplanten Nächten ganz schnell fünf. Die Tage füllten sich mit Faulenzen am Strand, Arbeiten, gemütlichem Kochen in der gut ausgestatteten Campkitchen, und leckeren Muschel- und Chili-Kreationen von Paul.

    Die letzten zwei Tage brachten allerdings eine ordentliche Portion Regen mit sich, und wir waren heilfroh über die überdachten Sitzecken, die den Unterschied zwischen matschigem Camperabend und gemütlichem Rückzugsort machten.

    Vielleicht wären wir sogar noch länger geblieben – aber der Wetterbericht machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung: noch mehr Regen in Aussicht.

    Also packten wir unsere zehn Sachen, warfen einen letzten Blick auf unsere tierischen Mitbewohner und machten uns wieder auf den Weg.

    Weiter nach oben – Richtung Sonne. ☀️
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  • Swanlake & Jervis Bay

    9–15 mar 2025, Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir fuhren los ohne konkretes Ziel, einfach der Küste entlang Richtung Norden. In einem kleinen Städtchen namens Ulladulla legten wir einen Stopp ein, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Die Uhr zeigte schon kurz nach drei, und wir beschlossen, in der Gegend zu bleiben und nach einem Campingplatz zu schauen.

    Beim Blick auf die Karte fiel uns ein Platz am Swan Lake ins Auge: 4,8 Sterne auf Google, einladende Fotos vom Pool, und nur ein Katzensprung von Jervis Bay entfernt – eine Bucht, die sowieso auf unserer Wunschliste stand. Verfügbarkeitscheck: positiv. Entfernung: 34 km. Also los.

    Etwa 13 Kilometer vor dem Ziel hieß es plötzlich: „Rechts abbiegen“ – und wir fanden uns auf einem Waldweg wieder. Erst noch ganz okay befahrbar, also fuhren wir weiter. Wenden war ohnehin keine Option 😅

    Ein paar Minuten später wurde es dann richtig spannend: Mitten auf dem Weg lag eine Schlange. Ziemlich langes Ding – und direkt vor uns. Ausweichen? Keine Chance, außer wir wollten sie zweiteilen. Sie lag einfach nur da und schien auch nicht vorgehabt zu haben, das in nächster Zeit zu ändern.

    Also sammelte Paul etwas Mut, stieg aus, schnappte sich einen Stock und warf ihn in ihre Richtung. Der erste Versuch: zu kurz. Die Schlange zeigte sich unbeeindruckt. Zweiter Versuch: größerer Stock, direkter Treffer – und siehe da, Madame kam in Bewegung. Der Weg war frei.

    Die Straße wurde schlechter, der Untergrund wechselte zu Sand und Lehm, und wir krochen im Schneckentempo weiter. Aber die Landschaft war schön – mitten im Nationalpark, umgeben von Wald, und irgendwie war der holprige Weg plötzlich gar nicht mehr so schlimm.

    Am Campingplatz angekommen: freie Platzwahl. Außer uns niemand da – es sei denn, man zählt die Kängurus als Dauergäste. Der Platz gefiel uns sofort. Ringsum flatterten bunte Papageien, der Pool war quasi privat, und das Internet stabil – Jackpot.

    Geplant waren zwei Nächte. Geworden sind’s sechs. Wir konnten vernünftig arbeiten, Sonne tanken (die zeigte sich wieder von ihrer besten Seite) und sogar Tennis spielen. Mal wieder Muskelkater zu haben, tat erstaunlich gut 😌

    Zwischendurch machten wir einen Tagesausflug zur Jervis Bay und besuchten ein paar Strände mit strahlend weißem Sand und kristallklarem Wasser. Wunderschön – wenn auch ein bisschen touristischer als gedacht. Wobei… nach europäischen Maßstäben immer noch quasi menschenleer 😄
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    Koniec wyprawy
    2 czerwca 2025