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WELTREISE 2025/26

Een 398-daags avontuur van LKuppers Meer informatie
  • Het begin van de reis
    29 juni 2025

    START

    29 juni 2025, Duitsland ⋅ ☀️ 18 °C

    Willkommen, liebe Leser 😃

    Heute fange ich an, einen Traum von mir Tag für Tag zu leben:
    Der Traum von einer Weltreise hat sich schon vor ein paar Jahren bei mir gefestigt. Nun, nach vielen Monaten der Vorbereitungen, stehen alle Zeichen auf Start!

    So ganz realisieren kann ich das Ganze noch nicht … gefühlstechnisch weiß mein Unterbewusstsein aber schon seit Wochen, was da kommt – und spielt in Wellen mit mir. Die Details erspare ich euch, aber eins muss gesagt werden: Ich bin so übertrieben dankbar für die letzten Tage und Wochen voller Unterstützung – ob aus der Familie, von Freunden oder auf der Arbeit: Überall wünscht man mir nur das Beste.

    In diesem Reiseblog nehme ich euch ein bisschen mit. Viel Spaß beim Lesen!

    Danke, Mama, für die Fahrt zum Flughafen 😘
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  • Von Atlanta nach Chattanooga

    29 juni 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌧 30 °C

    Haley hab ich am ersten Tag auf der High School in meinem Auslandsjahr 2012 in Wisconsin kennengelernt. Immer wenn ich die USA seitdem besuche, schaffen wir es, uns zu treffen. Diesmal haben sie und ihr Freund Jeff mich eingeladen, sie in Tennessee zu besuchen. Netterweise haben sie die 2,5 Stunden Autofahrt nach Atlanta auf sich genommen, um mich vom Flughafen abzuholen. Auf dem Rückweg waren wir bei BUC-EE'S – einer überdimensionierten Tankstellen-Kette. Bekannt für über 100 Zapfsäulen und einen riesigen Shop mit eigenen Produkten.Meer informatie

  • Lookout Valley, Chattanooga bei Haley

    29 juni 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌧 26 °C

    Der Tag war echt lang. Schlaf in der letzten Nacht zu Hause hatte ich kaum, die Flüge waren ganz okay, und zum Glück haben die Ammis mich ohne Probleme wieder ins Land gelassen.

    Heute angekommen im Trailer Park Lookout Valley in Chattanooga, und ich freu mich, in den kommenden Tagen hier die Gegend zu erkunden – oder besser gezeigt zu bekommen. Haley hat frei und will mir alles zeigen.Meer informatie

  • Chickamauga über Chattanooga

    2 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 31 °C

    Aussicht auf Lookout Valley und Chattanooga Down Town

  • Gatlinburg & Pigeon Forge

    4 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 25 °C

    Am Morgen des 4. July haben Haley und Jeff mich auf einen Roadtrip nach Pigeon Forge und Gatlinburg mitgenommen. Beides sind Orte in Tennessee und bekannt dafür, hunderte Freizeit- und Vergnügungspark-Attraktionen zu haben: verschiedenste Dinner-Show-Häuser, Arcades, Kleidungs-, Waffen- und Souvenir-Geschäfte, kleine Achterbahnen und Sessellifte, mit denen man auf die Berge hoch- und mit Sommerrodelbahnen (Alpine Coaster) wieder herunterfahren kann.
    Wir waren in einer Arcade, sind die Straßen auf und ab gelaufen, ich war im Trump Store – alles aus China... Von dem 30 cm Corn Dog habe ich leider kein Foto gemacht, so lecker war der! Das Moonshine- und Whiskey-Tasting der Tennessee Shine Co. für nur 8 $ war zum Abschluss ein wirklich guter Deal.

    Wir hatten uns tagsüber etwas mehr 4th-of-July-Action erhofft, aber dieser Ort hat das überhaupt nicht nötig. Es war auch so überlaufen – sehr viele Familien, und einige trugen Klamotten in den Farben der US-Flagge.

    Es gab hier ein Feuerwerk am Abend. Weil wir aber schon so früh da waren und wegen der besseren Aussicht in Chattanooga, haben wir abends etwas besseres gemacht.
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  • 4th of July in Chattanooga

    4 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌙 27 °C

    Happy Birthday, America!
    I wish you another 249 years as the land of the free and home of the brave, for all the people to live their version of the American Dream.
    Stay as beautiful and crazy as you are!

    Fotos: Verkaufszelt, Fireworks im Trailerpark, Lookout Valley und über Chattanooga bei Cravens House (War Memorial).
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  • Abreise Tennessee

    8 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌙 22 °C

    Eine Woche ist vergangen und nun muss ich mich schon von Chattanooga verabschieden. Heute fahren Haley und ich in den Norden.

    Die Zeit hier hab ich wirklich genossen. Jeff und Haley hatten ein bequemes Sofa und haben mich super nett aufgenommen. Haley hat mich an all die schönen Orte gefahren, welche die beiden hier in den letzten zwei Jahren gefunden haben. In der Umgebung von Chattanooga kann man so viel schönes in der Natur sehen und machen.
    Das Wetter war durchgehend sehr warm und leicht bewölkt bei bis zu 38⁰C. Die Luftfeuchtigkeiten zwischen 60 und 70% dazu haben mich ganz gut ans Limit gehen lassen. Daußen war es wie im Tropenhaus und jedes mal wenn es dann in frisch klimatisierte 20⁰C ging, war es genau so ein Schock, wie beim raus gehen.

    Jetzt geht's nach Hause zu meiner Gastfamilie in Wisconsin und ich freu mich drauf!
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  • Home Sweet Home

    8 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 27 °C

    Die etwa 1200 km von Chattanooga, Tennessee, bis zu meiner Gastfamilie in Juneau, Wisconsin, ist Haley einfach mal ohne Probleme durchgefahren.

    Für mich als Beifahrer gab es reichlich zu gucken – abgesehen vom aufmerksamen Verkehrsauge, denn Interstates und die Art, wie die Amis darauf unterwegs sind, wirken manchmal wie der Wilde Westen.
    Die Landschaft veränderte sich ständig: von den Smokey Mountains über die weiten, flachen Ebenen des Midwest bis hin zu den sanften Hügeln Wisconsins.
    Die großen Städte auf dem Weg haben wir gemieden, und so bestand das meiste aus Farmland. Interessant waren auch die Süß- und Getreide-Maisfelder, die auf dem Weg nach Norden immer kürzer wurden. Im Süden konnte man den Sweet Corn schon im Walmart kaufen, und im Norden sollten die Pflanzen – wie Haley mir erklärte – „knee high by 4th of July“ sein.

    Wir hatten großen Spaß im Auto, mit viel guter Musik zum Mitsingen. Nach einigen Toilettenpausen, drei Tankstopps und einer 'Chick-fil-A'-Pause sind wir nach etwa zwölf kurzweiligen Stunden gut angekommen.
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  • Traditional Shoot (Archery Weekend)

    11 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 23 °C

    Jagen und andere Outdoor-Aktivitäten, wie Angeln, Boot- oder Jet-Ski-Fahren, Schneemobil- oder 4-Rad-Geländefahrzeuge, sind in Wisconsin für viele regelmäßige Saison-Freizeitaktivitäten.

    Meine Gastmutter Cheryl und besonders mein Gastvater Don (ich sage Mom und Dad zu ihnen) sind schon lange dem Bogensport verfallen. Heute gehen sie gemeinsam mit dem Bogen jagen und schießen jedes Jahr Reh- und Hirschwild.
    Seit ein paar Jahren sind die beiden auch im Bogenschießverein in Horicon aktive Mitglieder mit sehr viel Engagement. Wie im letzten Jahr organisieren die beiden das jährliche traditionelle Schieß-Wochenende (Trad. Shoot) des Vereins.

    Am Mittwoch haben wir zusammen die beiden Wohnwagen meiner Gastfamilie zum Vereinsgelände gebracht. Der neue ist auf "Retro" gemacht, etwas größer als der alte und wirklich schick. Der alte steht gerade zum Verkauf. Ein Freund meiner Gasteltern hat ihn letztes Jahr mit seinen Kindern für das Wochenende ausgeliehen. Denn das Gelände ist so groß, dass dort im letzten Jahr 40 Camper standen. Aufgrund des Wetters sollten es dieses Jahr weniger werden.
    Ich hatte die Option auf ein Zelt, habe letztendlich aber die beiden Nächte auf einem Feldbett im Freien geschlafen. Der Sommer hier ist aktuell sehr warm und schwül, und nachts kühlt es stark ab.

    Donnerstag bin ich mit meiner Mom bei ALDI große Mengen für das Wochenende einkaufen gegangen. Freitag waren wir schon früh am Verein und haben vorbereitet und aufgebaut.

    Leider waren es dieses Wochenende, aufgrund des Regens am Freitagabend (und auch des vorhergesagten Sturms, der dann aber sehr schwach ausgefallen ist), nur 16 Camper – plus ein paar Zelte. Tagsüber sind dann aber viele Leute mit dem Auto angereist, sodass am Samstag über 100 Mittagessen verkauft wurden.

    Cheryl (eine echte Powerfrau) hat das ganze Wochenende die Küche geschmissen – und auch die Bar, wenn gerade kein anderer da war. Mit einigen Helfern für bestimmte Mahlzeiten, aber sie war immer präsent.
    Freitagabend gab es Spaghetti, Samstag und Sonntag Frühstück, und mittags Burger und Würstchen vom Grill, den ich auch mal betreut habe.

    Zum Aufbauen – und wenn ich zwischendurch gerade in der Nähe war und so aussah, als ob ich nichts zu tun hätte – hat mich meine Mom ganz gut eingespannt. Es hat mir aber auch viel Spaß gemacht.

    Zum Bogenschießen gab es drei Pfade durch den Wald: zwei Hälften mit jeweils 28 3D-Schaumtieren und eine Strecke mit 10 Zielen und mehr Hindernissen im Dickicht.

    Meine Gasteltern haben mir einen großen Bogen und Pfeile ausgeliehen (leider habe ich zwei Pfeile über das Wochenende kaputt geschossen – aber so ist das nun mal).
    Am Freitag habe ich mit einer Gruppe von mehr als zehn Leuten die erste Hälfte geschossen. Es hat zwar lange pro Station gedauert, aber riesigen Spaß gemacht. Zwischendurch ist einer kurz eine Plastiktüte voll Dosenbier an der Bar holen gegangen.
    Abends stand ich mit denselben Leuten in einer kleineren Runde unter einem Pavillon – und wir haben uns sehr gesellig amüsiert.
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  • Archery Weekend - Fortsetzung

    12 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 26 °C

    Der Samstag und Sonntag gingen genauso super weiter, wie das Trad-Shoot-Wochenende am Freitag angefangen hatte.

    Ich habe zwischendurch immer mal wieder in der Küche oder an der Bar geholfen – oder bin Bogenschießen gegangen.

    Meine Gastschwester Libby (Tochter von Cheryl) und ihr Verlobter sind vorbeigekommen, und meine Mom hat sich die einzige Pause des Wochenendes gegönnt, um mit uns die zweite Hälfte der 3D-Ziele im Wald zu schießen.

    Am Abend gab es ein Steak-Dinner, und am Lagerfeuer hat jemand eine Gitarre ausgepackt, Country-Musik gespielt und dazu auch noch richtig gut gesungen.

    Mein Souvenir vom Wochenende sind die blauen Flecken an meinem linken Unterarm – weil ich anfangs ein paar Pfeile ohne Schutz geschossen habe bzw. den Armschutz zu weit unten getragen hatte... nur kurz sehr schmerzhaft, aber lange bunt.
    *Uuund dann ist eine Woche später ein Paket von Nick, Dusty und seiner Freundin angekommen. Die drei habe ich an dem Wochenende kennengelernt. Einer hatte die Adresse in Juneau von meinem Gastvater bekommen – und so war es eine komplette Überraschung für mich:
    Ein selbstgemachter Armschutz aus Leder mit deutscher Widmung... ich war sprachlos.

    Ich hatte so viel Spaß mit meinen Gasteltern bei der Arbeit – und habe neue Freunde beim Schießen gemacht.
    Ein unvergessliches Wochenende.
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  • Fischen auf dem Fox Lake

    14 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 29 °C

    Spencer ist ein alter Freund von mir aus der High School. Wir haben damals zusammen Football gespielt und uns manchmal getroffen um coole Dinge zu unternehmen. Hauptsächlisch mit Waffen schießen und Angeln. Heute lebt er in Lomira, etwa 30 Minuten nördlich von Juneau. Wir haben uns zum Fischen mit seinem Boot auf dem Fox Lake verabredet.

    Super Wetter – und ein paar Fische haben wir an den Haken bekommen.
    Für mich ist das Schwierigste immer noch zu spüren, wann ein Fisch angebissen hat und wann man den Haken setzen muss – indem man die Angel ein Stück nach oben und hinten reißt. Ich hatte ein paar Mal das Gefühl, da ist was – aber wahrscheinlich das falsche Fingerspitzengefühl. Als Spencer den zweiten Fisch am Haken hatte, hat er mir seine Angel zum Einholen gegeben – das zählt, meinte er.

    An diesem Tag haben wir keine besonders großen Barsche gefangen – daher mussten (und wollten) wir alle wieder freilassen.
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  • Fischen auf dem Lake Michigan

    15 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌙 20 °C

    Meine Gastmutter weiß, dass ich, obwohl ich in Deutschland nie angle, es immer gerne mache, wenn ich nach Wisconsin komme.
    Früher fand ich Angeln langweilig – oder noch schlimmer: dabei zuzuschauen. Heute ist beides erstaunlich entspannend, erholsam, interessant und trotzdem ein bisschen bis sehr spannend. Wenn man sich darauf einlässt, ist die Zeit meist recht kurzweilig und es bleibt spannend, weil jederzeit etwas passieren kann. Den ganzen Tag in der Natur am oder besser, mit einem Boot auf dem Wasser zu verbringen, ist auch einfach schön.

    Also hat Cheryl als kleine Überraschung für mich mit einem Freund, Reid, aus Juneau vereinbart, dass wir am Dienstag auf dem Lake Michigan mit seinem Boot angeln gehen.
    Reid angelt schon sein ganzes Leben lang. Heute hat er mehrere Kinder und Enkelkinder, die er zusammen mit seiner Frau gerne mit auf sein Boot nimmt. Dieses lagert in der Nähe von Port Washington, einer Stadt am Ufer des Lake Michigan. Wir sind also um drei Uhr morgens in Juneau losgefahren, haben das Boot in der Lagerhalle geholt und ins Wasser gelassen. Gerade als wir auf den See raus gefahren sind, ging die Sonne auf – und es sollte ein superschöner Tag werden.

    Der Lake Michigan kann oft unruhig sein und obwohl er ein geschlossener, aber sehr sehr großer See ist (man kann die andere Seite nicht sehen) können die Wellen durchaus ungemütlich werden. Heute hatten wir kaum 30 Zentimeter Seegang und viel Windstille, sodass das Wasser teilweise spiegelglatt war.

    Reid hat sich um das Setzen der Angeln und Köder gekümmert. Cheryl und ich durften mit den Fischen kämpfen und versuchen, sie ins Boot zu holen. Laut der Wisconsin Fishing License darf man pro Person drei Leinen im Wasser haben. Also haben wir zu dritt neun Angeln aufgebaut – in verschiedenen Konstellationen. Manche wurden mit einem Schwimmer an der Oberfläche hinter dem Boot hergezogen. Andere hatten ein Bleigewicht, mit dem sie auf eine bestimmte Tiefe abgesenkt werden konnten, sodass der Köder dort gehalten werden konnte.

    Die Köder waren sogenannte Spoons – bunte , metallisch glänzende, fischähnliche "Löffel", die alle eigene Namen haben.
    Zum Beispiel Blue Jeans, Green Frog, Black Ice, Burned Bread, Bad Toad oder Crab Cakes.
    Reid ist oldschool. Er und seine Agelfreunde Funken auf dem Wasser. Damals haben das alle so gemacht und nicht, wie er sagt, „wie heute alles mit dem Smartphone“. Schon auf dem Weg zum See hat er über den vorher ausgemachten Funkkanal 7 von seinen Fischerbuddies gehört, was sie heute vorhaben, wo sie fischen und ob man sich später vielleicht auf dem Wasser sieht oder am Ufer trifft (ist beides passiert). Als wir dann auf dem Wasser waren, kamen immer wieder Funksprüche rein. Zum Beispiel von „Black Pearl“ oder „Gray Beard“ an „Red Rider“. Reid ist der Red Rider – weil er einen roten Truck und ein rotes Boot fährt. Ständig wurde über Funk durchgegeben, wo welcher Fisch gefangen wurde, auf welcher Tiefe, mit welcher Technik und mit welchem speziellen Köder-Modell. Dazu gab es Infos zur Fischsorte, zur Größe, manchmal auch zum Gewicht und natürlich, wo man als nächstes sein Glück versuchen wollte. Ich fand es super spannend, das alles zu beobachten, und habe viele Fragen gestellt und einiges gelenrt.

    Wir waren an diesem Tag mittelmäßig erfolgreich, aber haben – für meine Verhältnisse – viele große Fische gefangen. Ein voller Effolg! Coho-Lachs und Rainbow Trout, also Regenbogenforellen. Direkt auf dem Boot ausgenommen und die Filets auf Eis gelegt. Zuhause haben meine Gastmutter und ich die Filets von den Schuppen befreit, die Gräten entfernt und sie in Portionen unterteilt. Obwohl wir nicht bis ans erlaubte Limit von fünf Fischen pro Person und Tag gekommen sind, haben wir zehn Portionen für je zwei Personen eingefroren (wir durften alles behalten, Reid geht oft genug fischen). Abends gab es dann ein Lachsfilet, ein Forellenfilet und eine kleine Forelle zum Abendessen.
    Ich liebe die Seen Wisconsins, auch für den frischesten Fisch, den ich kenne.
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  • Deutsch Lehrer/ Tornado in Juenau

    16 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌧 26 °C

    Mr. (oder in diesem Fall "Herr") Terry Bothun war mein Deutschlehrer während meines Auslandsjahres in der Highschool vor zwölf Jahren. Ja, ich hatte tatsächlich Deutschunterricht, denn das Jahr zählte nicht für meine deutsche Schullaufbahn und deshalb konnte ich Fächer wie Band, Carpentry (Häuserbau), Advanced Chemistry, Computer Science, Psychology, Geography und eben auch Deutsch wählen.

    Für Herrn Bothun war es spannend, einen echten deutschsprachigen Schüler in der Klasse zu haben. Wir verstanden uns sofort super und unterhielten uns regelmäßig auf Deutsch – soweit ich das damals noch konnte, denn im Laufe des Jahres habe ich es verlernt, flüssig deutsch zu sprechen, und so klang ich selbst wie ein Fremdsprachler mit starkem amerikanischem Akzent.

    Damals lud er mich zu einem Tagesausflug nach Chicago ein – keine Selbstverständlichkeit, denn Juneau liegt drei Autostunden entfernt. Für mich eine tolle Gelegenheit. So seltsam es klingt: Ich fuhr also als Elftklässler mit meinem Deutschlehrer am Wochenende nach Chicago. Wir verbrachten den Tag dort, sprachen abwechselnd Deutsch und Englisch, und fielen dadurch auch ein wenig auf. Seitdem sind wir gute Freunde. Ich habe ihn nach dem Auslandsjahr mehrfach besucht – auch in der Schule, um vor seinen Klassen auf Deutsch über Deutschland zu sprechen.

    Diesmal war das nicht möglich, da in unserem Schulbezirk gerade Sommerferien sind – das variiert hier je nach Schule und County in Wisconsin. Stattdessen wollten wir gemeinsam auf dem Lake Sinissippi Kajak fahren. Terry, wie ich ihn heute nenne, hatte extra ein Kajak für mich von einem Freund ausgeliehen, doch schon vor unserem Treffen war klar: Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es gab eine Unwetterwarnung, vereinzelt auch Tornadoalarme. Nichts dramatisches, aber definitiv kein Wetter fürs Wasser.
    Also landeten wir in einer Bar. Ich bestellte Wisconsin Cheese Curds – frittierter Käse – er einen Burger mit Pommes.

    Weil ich euch also keine Geschichte vom Kajakfahren erzählen kann, gibt es stattdessen heute die Juneau-Tornado-Geschichte dazu:

    Vor einigen Wochen ist ein echter Tornado durch Juneau und ein paar Nachbardörfer gezogen. Die Schäden sind überraschend punktuell. In Juneau hat es ein Haus komplett zerlegt (siehe Video: Lücke in der Häuserreihe). Hier und da fehlt ein Dach oder Teile davon. Ein Haus hat eine zerstörte Veranda, die anderen drum herum haben nichts abbekommen. Viele Bäume haben Äste verloren oder sind umgestürzt. Ein paar Strommasten sind umgeknickt, und es gab Stromausfälle. Zwei Bauernhöfe mit deren Scheunen und Silos auf dem Feld östlich von Juneau hat es etwas schlimmer erwischt (siehe Video). Im östlichen Nachbardorf Horicon (wo der Archery Club ist) hat der Tornado in einem Industriegebiet auch Gebäude aus Stein beschädigt. Zum Glück gab es keine Schwerverletzten oder schlimmeres – vermutlich auch, weil sich das Ganze am Tag abgespielt hat und die Warnsysteme funktioniert haben. Tornados kommen in der Region um die Great Lakes im Sommer häufiger vor, das ist soweit normal. In der High School hatten wir damals Test-Tornado-Alarme und heute werden jeden Tag in Juneau um kurz vor 12 Uhr mittags die Sirenen getestet. Die Alarme gibt es häufiger als tatsächliche Tornados. Meist landen diese dann irgendwo auf einem Feld oder im Wald und seltener in Orten. Laut meinem Gastvater war das der heftigste, den er je in Juneau miterlebt hat.
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  • High School Freund in Milwaukee

    17 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 18 °C

    Jessy ist einer meiner Freunde aus der Highschool. In der Nähe von Juneau ist er auf einem Bauernhof aufgewachsen. Heute lebt er in Milwaukee, der größten Stadt in Wisconsin. Dort arbeitet er im IT-Bereich für Milwaukee Tools – ein Werkzeughersteller für Bohrmaschinen und Ähnliches.

    Wir haben uns im Central Standard Crafthouse – Kitchen & Craft Distillery getroffen und einen Old-Fashioned-Cocktail mit dem hauseigenen Whiskey getrunken. Dazu gab es Pommes und Cheese Curds im Bourbon-Teig – richtig lecker!

    Anschließend sind wir etwas am Fluss und durch Downtown spazieren gegangen. An diesem Tag war im Zentrum ein Bereich von mehreren Blocks sowie ein Park für das Straßenfestival „Milwaukee’s Bastille Days“ abgesperrt. Dieses findet, wie jedes Jahr, um den 14. Juli herum statt.
    An jenem Tag im Jahr 1789 fand der Sturm auf die Bastille in Paris statt – der Beginn der Französischen Revolution. Grund genug für die Amis, etwas Kommerzielles daraus zu machen. Es gab mehrere Bühnen mit Programm sowie Zelte mit Essen, Getränken und Souvenirs. Dosenbier für 9 $, aber immerhin durfte man in der Öffentlichkeit trinken – das ist sonst in den USA nicht erlaubt.
    Einige liefen mit einem ganzen Baguette in der einen und einem Dip in der anderen Hand durch die Menge – etwas, das man in Frankreich vermutlich nie sehen würde.

    Um 21 Uhr startete ein 5-km-Lauf, der jedes Jahr dazugehört. Wir haben uns den Start und die ersten Zielläufer angeschaut und sind danach noch etwas zum Ufer des Lake Michigan gelaufen. Diesen Teil von Milwaukee kannte ich noch nicht – und es war schön, mit einem alten Freund mal wieder auf den aktuellen Stand zu kommen.
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  • Madison Bar Crawl mit meinem Gastbruder

    18 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 24 °C

    Jake ist mein Gastbruder. Obwohl wir gleich alt sind, war er in der Highschool ein Sophomore (10. Klasse), als ich ein Junior (11. Klasse) war. Daher hatten wir keine überlappenden Freundeskreise.

    Er ist zum Studium an die University of Wisconsin in Madison gegangen und lebt auch heute noch in der Hauptstadt des Bundesstaates. Vor zweieinhalb Jahren haben wir uns das letzte Mal gesehen – damals allerdings nur für eine Übernachtung. Weil das definitiv zu kurz war, haben wir diesmal ein Wochenende von Freitag bis Sonntag eingeplant.

    Am Freitag haben wir zunächst ein paar Bier in seiner Wohnung getrunken. Diese befindet sich in einem sehr modernen Apartmentkomplex mit Tiefgarage, Bibliothek und Gemeinschaftsräumen wie Küche, Terrasse und Fitnessraum.
    Anschließend sind wir mit dem Bus in ein Viertel gefahren, das auf der Landzunge Madisons zwischen den beiden Seen Mendota und Monona liegt. Dort gibt es viele Bars, und weil Madison eine Studentenstadt ist, waren auch extrem viele schicke, junge Menschen unterwegs.

    Der Rest des Abends brachte superleckere und teilweise ziemlich wilde Cocktails mit sich, dazu viele gute Gespräche und Diskussionen. Jake und ich lieben es, über gesellschaftliche Themen und Politik zu reden. Außerdem haben wir ein paar neue Leute kennengelernt – amerikanisch offen und hier und da nur kurz, aber feuchtfröhlich.
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  • Dane County Fair in Madison

    19 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 28 °C

    Dane County ist der Landkreis (bzw. Bezirk) von Wisconsin, in dem Madison – die Hauptstadt des Bundesstaates – liegt (Wisconsin hat insgesamt 72 Counties). Eine Fair ist so etwas wie ein Jahrmarkt oder Volksfest. Typischerweise veranstaltet jedes County seine eigene Fair, und darüber hinaus gibt es übergeordnete, zum Beispiel die Wisconsin State Fair in Milwaukee. Da die County Fairs alle im Sommer stattfinden und ich bisher nie zu dieser Jahreszeit in den Staaten war, sollte dies meine erste werden.

    Es gab Foodtrucks, eine Stunt-Show sowie jede Menge kleinere und mittlere Fahrgeschäfte – darunter ein Kettenkarussell, ein Riesenrad, eine normale und eine Looping-Achterbahn, sowie ein „UFO“. Beim UFO stellt man sich an die Innenwand eines runden Raumes, das Ganze beginnt sich schnell zu drehen, und durch die entstehenden G-Kräfte wird man förmlich an die Wand gepresst – so sehr, dass man kaum noch den Kopf heben kann.

    Außerdem gab es eine große Halle mit Bühne und Ausstellungen. Dort wurden unter anderem Bastelaktionen zu verschiedenen Themen präsentiert, an denen Schulen aus der Region teilnahmen. Auch landwirtschaftliche Erzeugnisse wurden ausgestellt und prämiert. In einer anderen Halle wurden Tiere gezeigt – das gehört bei Fairs, in dem durch Farmen gerpägten Wisconsin, immer dazu. Kühe, Schweine, Hasen, Hühner und einiges mehr waren zu sehen und wurden ausgezeichnet. Bei einem Reitwettbewerb zeigten Kinder und Jugendliche Dressureinlagen.

    Jake und ich haben uns dort mit einem befreundeten Pärchen getroffen und als Erstes für 35 $ einen All-you-can-ride-Pass für alle Fahrgeschäfte gekauft. Nach sechs Fahrten sollte sich dieser lohnen – und das haben wir locker geschafft.

    Abends sind wir zu viert noch in eine Bar gegangen, aber nicht lange geblieben weil wir vom Vorabend und durch die Hitze des sonnigen Tages ganz schön erledigt waren.

    Ich verbringe wirklich gerne Zeit mit Jake, weil wir uns so gut verstehen und seine Freunde waren auch sehr nett!
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  • Burnett Fire Department Sommerfest

    20 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 26 °C

    Burnett liegt nur wenige Autominuten nördlich von Juneau und ist der Ort, in dem mein Gastvater mit seinen Geschwistern aufgewachsen ist. Aus der Familie waren und sind mehrere Mitglieder Teil der freiwilligen Feuerwehr des Ortes.

    Jedes Jahr wird dort ein Sommerfest veranstaltet – auch, um durch Gewinnspiele sowie den Verkauf von Essen und Getränken etwas Geld zu sammeln. Es gab eine Hüpfburg und Aktionen für Kinder sowie eine Auto-Show, zu der Leute aus der Region ihre alten und neuen Schätze ausstellten.

    Das Highlight war das – ich nenne es jetzt einfach mal so – Fass-Löschen-Turnier. Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung traten dazu in kleinen Teams gegeneinander an. Ziel ist es, in zwei Minuten ein an einem Seil hängendes Fass mit dem Wasserstrahl aus einem Löschschlauch bis an den gegnerischen Pfosten zu drücken. Wenn die Zeit abläuft, gewinnt das Team, dessen Fass weiter gekommen ist.

    Ich habe zwei Brüder meines Gastvaters, deren Frauen sowie meinen Gast-Cousin Jon (Jonathan) mit seiner neuen Frau wiedergesehen. Mit ihm war ich während meines Austauschjahres auf der Jagd, als er einen Hirsch geschossen hat. Außerdem durfte ich einen Tag im Rettungswagen mitfahren – als Ride-Along auf seiner Berufsfeuerwache. Er ist nämlich Rettungssanitäter (Paramedic).

    Beim nächsten Mal werde ich mich auch ganz bewusst mit ihm verabreden – denn die Zeit war, wie so oft aktuell, viel zu kurz.
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  • Abreise Wisconsin

    21 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 26 °C

    Sammlung zum Abschluss meiner Zeit in Wisconsin

    Nach zwei Wochen bei meinen Gasteltern geht es für mich nun weiter – der nächste Flug ist schließlich schon längst gebucht.
    Es war wirklich schön, wieder nach Hause zu kommen! Meine Gasteltern haben mich – wie immer – sehr liebevoll aufgenommen. Wir verstehen uns super und vielleicht sogar immer besser. Ein bisschen habe ich das Gefühl, dass sie heute lockerer sind als früher. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass sie jetzt nicht mehr in der klassischen „Elternrolle“ sind und wir uns mehr auf Augenhöhe begegnen. Obwohl... eigentlich war ich damals auch schon ziemlich groß... ach ihr wisst, was ich meine.

    Ich vermisse die beiden jetzt schon wieder und nehme mir fest vor, in ein wenigen Jahren erneut zu Besuch zu kommen.

    Ich bin super dankbar für all die schönen Erlebnisse mit alten Freunden – und auch dafür, dass ich ein paar neue Bekanntschaften machen konnte.
    Zwei Wochen waren trotzdem einfach zu wenig...
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