• Carola R
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Europa2024

Een 453-daags avontuur van Carola Meer informatie
  • 2. Advent

    7 december 2025, Zweden ⋅ 🌧 6 °C

    2009 habe ich auf dem Weg zum Jokkmokk-Marknad hier in Uppsala im "Samariterhemmet" übernachtet. Zu dem (ehemaligen) Diakonissen-Stift gehört auch eine Kirche mit einer Besonderheit: sie hat einen offenen Kamin. Ein Freund sagte darüber einmal: "das ist die einzige Kirche, in der man auch Stockbrot machen kann". Der Kamin ist jetzt nicht mehr in Betrieb, aber an die Anekdote erinnere ich mich immer wieder gerne und so bin ich heute hier zum Gottesdienst zum 2. Advent gegangen.

    Das hieß zwar, ziemlich früh aufzustehen, denn ich wollte vorher noch auf dem Parkplatz duschen und mir die Haare waschen. Aber es lief alles ganz gut - die Nacht war ruhig und auch jetzt um 7:00 Uhr tut sich noch nichts in der Umgebung. Nur der feuchte Nebel - oder ist es schon Nieselregen? - stört etwas. Aber da es nicht sehr kalt ist, ist es zu ertragen.
    Inzwischen weiß ich auch, wie die Busse fahren und so bin ich früh genug in Uppsala-Zentrum, um mir beim Espresso House noch ein Croissant zu gönnen.

    Nach dem Gottesdienst gehe ich in die Innenstadt - ein paar Weihnachtseinkäufe wollen gemacht werden. Ich werde bei den Kunsthandwerk-Läden neben dem "Katalin" (wo es übrigens jetzt noch eine weitere Bar -das Black Bird- gibt) und im "Akademiebokhandel" fündig.

    Über den Weihnachtsmarkt (eigentlich ist es schade, daß der nur dieses Wochenende ist) laufe ich zum Dom ("Uppsala Domkyrkan"). Die Kirche ist auch als "Dom St. Erik" bekannt und ist mit 118,7 Meter das höchste Kirchengebäude Skandinaviens. Der Dom ist einerseits Krönungs- , anderseits Grabstätte vieler schwedischer Könige und Sitz eines evangelisch-lutherischen Erzbischofs.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dom_zu_Uppsala
    Die Tatsache, daß die Kirche Bischofssitz ist, erklärt die imposante Größe. Wenn man bedenkt, daß die Grundsteinlegung schon 1260 war und die Einweihung (es gab etliche Verzögerungen aufgrund von Kriegen, Thronstreitigkeiten und baulichen Problemen) knapp 200 Jahre später erfolgte... Es ist wirklich erstaunlich, was die Baumeister der damaligen Zeit ohne computergestützte Statik-Berechnungen und CAD-Zeichenprogramme zu Wege gebracht haben!!

    Mich erinnert der Dom an den Dom von Burgos in Spanien. Der ist zwar noch größer, aber ähnlich konzipiert: ein imposantes Mittelschiff mit dem Hauptaltar und rings herum mehr oder weniger große Seitenkapellen, die verschiedenen Heiligen, Gönnern oder Zwecken gewidmet sind. Und hier ist der große Unterschied zwischen Spanien und Schweden: in Uppsala gibt es auch moderner gestaltete Kapellen und eine ist als "Spielfläche" für Kinder hergerichtet. Das würde es in Spanien vermutlich nie geben.

    Ein bißchen laufe ich noch durch die Stadt - lasse mich treiben ohne ein festes Ziel. Aber es macht nicht so richtig Spaß, da es wieder angefangen hat zu nieseln. Immerhin habe ich ein paar Stellen, die ich Anfang der 2000er Jahre im Zuge der Sprachkurse der "Uppsala International Summer Session - UISS"
    https://uiss.org/
    und 2009 während der Reise nach Jokkmokk besucht und meist sogar wiedererkannt.
    Mit einem Zwischenstopp im Hemköp (sie haben doch tatsächlich meinen Lieblingsquark: Apfelsine mit Schoko) fahre ich gemütlich bei Einbruch der Dunkelheit - sprich gegen 15:00 Uhr wieder zurück zum Camper. Schon heute früh hatte ich mich dazu entschlossen, noch eine Nacht zu bleiben. Es ist zwar ein normaler Parkplatz und ausgerechnet die am wenigsten einsehbare Parkbucht ist die Schrägste - da helfen auch meine Keile nicht. Aber auch direkt an der "Straße" ist es ruhig und niemand stört mich. Inzwischen habe ich mich auch mit dem "1x/Stunde rausgehen und den Strom wieder starten" arrangiert und die Nacht soll wieder "warm" werden. Es kann sein, daß die Ruhe nur am Wochenende so ist, aber wenn ich morgen relativ früh losfahre, sollte es keine Probleme geben. Meine Parkgebühren habe ich jedenfalls brav bezahlt.
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  • Drottningholm - Königinnen-Insel

    8 december 2025, Zweden ⋅ 🌧 7 °C

    Es ist Zeit, weiterzuziehen. Erstens will/muss ich weiter, wenn ich entspannt in Stockholm ankommen will und zweitens habe ich den Parkplatz hier im Uni-Viertel schon überstrapaziert. Das Wochenende war ruhig - klar, da ist ja auch praktisch kein Uni-Betrieb, aber jetzt am Montag sieht die Sache anders aus. Meine Einschätzung wird bald Gewissheit - ab 6:30 Uhr kommen die ersten Autos (das Fitness-Studio um die Ecke hat unter der Woche ab 6:00 Uhr offen); eine gute Stunde später fahren die Autos praktisch im Minutentakt auf den Parkplatz. Also mache ich mich auf den Weg.
    Zwischenstopp ist das Schloss Drottningholm. Eigentlich ist es schon für den Winter geschlossen, aber es scheint so, als ob heute hier nochmal eine Veranstaltung stattfindet - wegen der Nobel-Woche. Wobei die Formulierung auf der Webseite nicht eindeutig war. Vor Ort klärt sich das Ganze: es ist ein feiner Unterschied zwischen "Royal Palace" und "Royal Slott"... Die Veranstaltung findet in Stockholm statt!! Aber wo ich schon mal hier bin, kann ich mir das Gelände kurz (es herrscht Dauerregen) mal ansehen und hier frühstücken. Viel zu sehen gibt's nicht, aber das Schloss ist von außen schon imposant. Es gilt umsonst als das am besten erhaltene Schloss aus dem 17. Jahrhundert in Schweden. Kein Wunder also, dass die königliche Familie das Schloss als ständigen Wohnsitz gewählt hat. Ein Teil des Schlosses ist aber grundsätzlich für die Öffentlichkeit zugänglich.
    Nach 2 Stunden, einer großen Portion Grießbrei, einer Heizung, die ausnahmsweise mal sofort gelaufen ist und ein paar Fotos im Regen geht's weiter.
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  • Südlich von Stockholm...

    8 december 2025, Zweden ⋅ 🌧 7 °C

    ...liegt der Lida Freizeitpark. Die Fahrt über die Schnellstraßen hat mir einen ersten Blick auf Stockholm beschert. Aber erstmal fahre ich daran vorbei. Bevor ich mich mit den Freunden vom Schwedisch-Kurs treffe, will ich morgen das Lithografische Museum in Huddinge besuchen. Dafür ist der Platz hier ein guter Ausgangspunkt, auch wenn er ansonsten nicht so richtig schön ist. Es ist der normale Parkplatz vom Freizeit "gård" (Anlage für Outdoor-Aktivitäten, Skifahren und Sport) - groß, hell und funktional, aber ohne jegliches Flair. Ein Stück weiter im Wald liegt das Restaurant, das Vandrarhem, eine Konferenzhütte. Alle Gebäude sind im Blockhaus-Stil und nett gemacht. Allerdings mit einer eigenwilligen Logik: Bezahlt man für den Strom am Stellplatz, bekommt man kostenlos Zugang zu WC, Sauna und Dusche. Wobei letztere im Moment nicht funktioniert. Aber, und hier öffnen mir meine schwedischen Sprachkenntnisse ziemlich gut die Türen, mit ein bisschen Geduld, Gefrage und Kreativität komme ich zu meinem Saunabesuch, nachdem ich mich häuslich niedergelassen habe. Die Sauna ist dem Parkplatz "ähnlich": funktional, aber ohne großen Charme - mehr so das Modell "Schul-Turnhalle"... Trotzdem genieße ich die Wärme und ein Gespräch mit einer Schwedin, die im benachbarten Fitness-Studio trainiert.
    Alles in allem war der Tag gar nicht so schlecht: die Fahrstrecke war "typisch Bullerbü", der LT hat gut funktioniert, ich habe eine ganz guten Stellplatz - nur der Dauerregen hat genervt.
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  • Lithographisches Museum

    11 december 2025, Zweden ⋅ 🌧 8 °C

    Bevor ich mich mit den Freunden vom Schwedisch-Kurs in Stockholm treffe, sehe ich mir noch das "Lithografische Museum" in Huddinge an.

    https://www.litografiskamuseet.se/

    Das Museum ist Teil eines "Gårds" - eines alten Gehöfts, das heutzutage für alles mögliche (Restaurant, Grillstelle, Badeplatz, Spielplatz...) genutzt wird. Es ist klein, ein "Arbetslivmuseet" (Arbeits-Museum) - eigentlich mehr eine kleine Druckerei, denn es wird von ein paar Künstlern genutzt. Und (im Moment) für den Druck von Weihnachtskarten. Dafür ist "Johanna" zuständig - eine riesige Druckerpresse von 1897. Sie wurde in Deutschland gebaut und ist immer noch in Betrieb

    https://www.litografiskamuseet.se/litografiska-…

    Der Vorteil von diesen kleinen, "Mischung aus Werkstatt und Museum" - Museen ist, daß es leer ist, aber etliche Mitarbeiter da sind, die einem gerne etwas erklären. Auch mir wird ausführlich erklärt und vorgeführt, wie der Lithografie-Druck funktioniert.

    Trotz allem ausführlichen Erklären und zeigen bin ich nach einer knappen Stunde wieder draußen und fahre mit einem Zwischenstopp beim Willy's weiter nach Stockholm zum Campingplatz.
    Leider regnet es dauernd. Immerhin ist es relativ warm.
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  • Julbord i Stockholm

    11 december 2025, Zweden ⋅ ☁️ 6 °C

    Ab Ende November gibt es die ersten "Julbord" (Weihnachtsessen) in Schweden. Unser Schwedisch-Kurs hatte beschlossen, das dieses Jahr auch wieder zu feiern - wieder in Stockholm. wir hatten uns recht kurzfristig dazu entschlossen, aber mit vereinten Kräften (besonders Maren und Jürgen) hat es dann doch noch geklappt und wir haben eine Reservierung in der "Villa Källhagen".
    Da wir ein paar Tage in Stockholm verbringen wollen und auch noch ein Lucia-Konzert und das Roxette-Musical "Joyride" ansehen wollen, gönne ich mir den Ängby-Campingplatz. Der ist zwar nicht wirklich schön und schon gar nicht modern, aber trotz des hohen Preises noch die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm. Und bei unserem Programm werde ich nicht oft auf dem Platz sein. Immerhin hat er den Vorteil, in der Nähe einer "Tunnelbana-Station" (U-Bahn-Station) zu liegen. So komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut in die Stadt und auch spätabends wieder zurück.
    Das Julbord ist extrem lecker. Alle traditionellen Gerichte: Lachs, eingelegter Hering ("Sil"), Jannsons Frestelse ("Jannsons Versuchung" - ein Kartoffel-Auflauf mit Anchovis), Würstchen, Köttbullar, Sauerkraut, Rotkohl, Kartoffel, Käse, Knäckebrot und zum Nachtisch Saffran-Eis und Glögg-Sorbet mit Sahne und Fruchtsoße... Kein Wunder, daß meine Verdauung sich doch etwas beschwert hat. Da hat es auch nicht geholfen, daß wir einen Teil des Rückweges gelaufen sind. Auf den (eigentlich auch traditionellen) Linie-Akquavit hatte ich angesichts des Preises (für ein Glas hier in Schweden bekommt man in Deutschland fast eine ganze Flasche) dann doch verzichtet.

    Es war ein gelungener Abend und die weihnachtliche Beleuchtung macht Lust, die Stadt morgen genauer zu erkunden. Vor allem, da es heute gegen 21:00 Uhr aufgehört hat, zu regnen und auch morgen trocken bleiben soll.
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  • Weihnachtsmarkt und Roxette

    12 december 2025, Zweden ⋅ ☁️ 2 °C

    Heute Vormittag ist (mehr oder weniger) individuelles Programm. Ich verbringe die Zeit auf dem Campingplatz. Das Wetter ist zwar ausnahmsweise mal ganz gut, aber ich möchte mich noch ein bißchen von gestern Abend erholen. Das Essen war dann doch etwas viel und fett.
    Um 15:00 Uhr treffen wir uns am Kulturhuset, um auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Die Altstadt ist voller Leute - eine wirklich schöne Weihnachtsstimmung - sehr einladend. Dazu trägt vermutlich auch bei, daß es überwiegend Stände mit Kunsthandwerk gibt. Nur hin und wieder gibt es dazwischen Stände mit Essen oder Trinken. Leider sind die Preise nicht sonderlich einladend...

    Für Abends haben wir Karten für das Musical "Joyride", das auf dem Buch "Got You Back" von Jane Fellon basiert und mit den Songs von Roxette umgesetzt wurde:

    "Die Stylistin Stephanie, ihr Freund Joe und ihre Teenager-Tochter Stella leben in London. Joe, ein Tierarzt, arbeitet nebenbei in der Kleinstadt Lincoln. Eines Tages entdeckt Stephanie, dass Joe ein Doppelleben führt und eine weitere Freundin hat, Katie. Katie weiß von Joes Familie, glaubt aber, dass Joe und Stephanie sich vor einem Jahr getrennt haben. Als Stephanie und Katie herausfinden, dass Joe sie beide belogen hat, planen sie Rache, doch ihre Pläne verlaufen anders als erwartet." (Quelle: Wikipedia)

    Die Geschichte ist lustig und leicht umgesetzt, die Schauspieler sind gut und die Musik von Roxette gewohnt fröhlich; sie versetzt einen in die 80ger und 90ger Jahre zurück.

    Ich habe zwar einen ziemlich langen Rückweg, aber die Bahnen fahren noch regelmäßig und ich genieße den kurzen Spaziergang durch das nächtliche Stockholm vom Theater zur U-Bahn.
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  • Wikinger-Museum...

    13 december 2025, Zweden ⋅ 🌧 4 °C

    Weiter geht's mit der schwedischen Kultur: Zwei Punkte, die absolut zu Schweden (im Dezember) gehören: Wikinger und Lucia...
    Beides steht heute auf dem Programm. Am Vormittag haben wir einen Besuchsslot im Wikinger-Museum. Für mich ist das die gute Gelegenheit, mal ein "Pendelbåt" auszuprobieren. Mit der U-Bahn fahre ich bis zur Station "Slussen", um dann mit der (Boots-)Linie 82 weiter nach Djurgården zu kommen.

    Heute ist das Wetter leider wieder naß-kalt. Wirklich schade, denn wir wollen noch auf den kleinen Weihnachtsmarkt auf Djurgården. Außerdem lohnt es sich für mich nicht, vor den beiden Lucia-Konzerten (18:00 und 21:00 Uhr) zurück zum Campingplatz zu fahren. Also muß ich die Zeit irgendwie "draußen" rumbringen.
    Aber erstmal sind wir im Museum: das ist schön und lehrreich gemacht - inkl. Audio-Guide in vielen Sprachen, den man sich über's Smartphone anhören kann. Wir kommen außerdem gerade richtig für eine kleine Führung. Die ist auf schwedisch, aber sehr gut verständlich, denn eigentlich ist sie für Familien gedacht.
    Der Weihnachtsmarkt ist auch sehr nett - nur der Regen verdirbt einem etwas die Laune.

    Nach einem kurzen Zwischenstopp im Vandrarhem, wo ein Großteil der Gruppe abgestiegen ist, laufe ich noch ein bißchen auf eigene Faust durch die "Gamla Stan" - die Altstadt.
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  • ... und Lucia-Konzerte

    13 december 2025, Zweden ⋅ 🌨 4 °C

    Dann wird's so richtig weihnachtlich: das erste Konzert in der St. Johanns-Kirche ist etwas außerhalb der Innenstadt. Wie üblich wird der Raum während des Konzertes nahezu komplett abgedunkelt und nur durch die Kerzen erhellt. Es ist ein relativ großer Chor, der mehr oder weniger bekannte schwedische Weihnachtslieder singt.
    Nach einer Stunde ist es vorbei und wir laufen zurück zur Innenstadt - zum Järntorget, ins Café Nova, um etwas zu essen. Preislich und von der Bedienung an der Theke (wo man auch das Essen bestellt) akzeptabel; das Ambiente ist ganz nett. Nicht zu vergleichen mit "richtigen" Restaurants, aber wir haben nicht viel Zeit und wollen auch keine Unsummen ausgeben. Dafür ist es völlig ok.

    Das zweite Konzert (so richtig mit Eintrittskarten und reservierten Plätzen) ist in der "Storkyrkan" (eigentlich St. Nikolai-Kirche) - der wichtigsten Kirche - eigentlich von ganz Schweden. Früher wurden hier die Könige gekrönt; jetzt werden sie dort verheiratet.
    Der außen barocke, innen gotische Sakralbau befindet sich in der historischen Altstadt neben dem Königlichen Schloss.
    Das Konzert ist künstlerisch "hochwertiger" als das in der Johannes-Kirche, aber auch irgendwie "kälter" und "distanzierter".

    Der Spaziergang zum Bahnhof ist nicht nur der Abschied von den Freunden vom Schwedisch-Kurs, sondern auch von Stockholm und auch ein bißchen von meiner Europa-Reise insgesamt.
    Morgen beginnt die "Rückfahrt": In 2 Etappen geht's nach Göteborg; Dienstag dann die Fähre nach Kiel. Schade eigentlich. Irgendwie kommt es mir gar nicht wie 15 Monate vor... aber es muß ja nicht die letzte Reise gewesen sein.
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  • Erste Etappe... Sockenstugans Badplats

    14 december 2025, Zweden ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute ist der 4. Advent und für mich heißt es, mich auf den Weg Richtung Göteborg zu machen. Da ich theoretisch bis um 15:00 Uhr auf dem Platz bleiben darf, hetze ich mich nicht. Aber um 11:00 Uhr fahre ich ab - bis zum ersten Stopp sind es rund 250km, das ist die Hälfte der Strecke.
    Leider regnet es schon seit 7:00 Uhr morgens. Da macht es keinen Spaß, zwischendrin anzuhalten und sich irgendwas anzusehen.
    Aus diesem Grund bin ich auch schon gegen 15:00 Uhr an meinem Übernachtungsplatz: ein Parkplatz an einem (im Winter geschlossenen) Café, neben einem See und einer Klosterruine. Im Winter gibt's nur Strom und den auch erst nach Anmeldung. Etwas kompliziert, aber Frau ist ja kreativ. Die E20 führt praktisch direkt am Platz vorbei, aber Abends wird es ruhig und ich kann gut schlafen.
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  • Zweite Etappe...erster Teil...Mariestad

    15 december 2025, Zweden ⋅ ☁️ 8 °C

    Fast könnte man meinen, das Wetter will nochmal einen guten Eindruck hinterlassen, bevor ich Schweden verlasse. Aber heute ist es tatsächlich mal trocken und die Wolken werden vom Wind vertrieben. Da macht das Reisen doch wieder richtig Spaß. Heute früh gibt's erstmal Kaffee am See. Nach einem kurzen Spaziergang am Ufer entlang und durch die wenigen Überreste der Klosteranlage, mache ich mich gegen 10:00 Uhr auf den Weg.

    Erster Stopp ist Mariestad. Die kleine Stadt am Vännern ist zum Teil noch mittelalterlich und hat eine schönen, alten Dom. Da ich heute auch nur rund 250km zu fahren habe, kann ich mir die Stadt etwas ansehen. Viel Zeit lasse ich mir nicht, weil ich auf einem Parkplatz stehe, an dem man lediglich ein 24Std-Ticket kaufen kann - was ich natürlich nicht wollte. Den wirklich kostenfreien Platz (der nicht nur für PKWs freigegeben ist) finde ich erst auf dem Rückweg. Aber ich hoffe mal, dass ich für die 1,5 Stunden keinen Strafzettel bekomme.

    Bei Rundgang kommt sogar die Sonne richtig raus und ich genieße die Zeit. Es mag sein, daß ich die Zeit hier einfach "noch etwas verlängern" will (was natürlich nicht geht), aber das Gefühl, sich einfach durch eine Stadt treiben lassen zu können, ist toll. Dann geht's weiter.
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  • Abschied von Schweden

    16 december 2025, Zweden ⋅ ☁️ 7 °C

    Das Wetter ist mal wieder zum Vergessen... Nieselregen, wohin man sieht. Der Spaziergang rund um meinen Stellplatz fällt somit aus. Stattdessen lasse ich mir etwas Zeit mit dem Frühstück und dem losfahren.

    Ein paar Punkte stehen auf meinem Plan, bevor es heute Abend auf die Fähre nach Kiel geht:
    Zuerst in Alingsås zum "Glimma Car Wash". Der Camper ist mehr grau-braun als weiß. Das muß sich dringend ändern. Die Waschanlage hat zwar keine sonderlich gute Bewertung, aber die Waschplätze sind wenigstens hoch genug. Knapp 20€ und 30 Minuten später ist der Camper zwar nicht komplett sauber, aber zumindest der gröbste Dreck ist runter.
    Also weiter: Im Willy's bzw. ICA organisiere ich mir noch ein paar Lebensmittel, die ich mitnehmen will.
    Biltema fällt aus - der "Kupévärmere" (Heizung für die Fahrerkabine) ist zu teuer, um interessant zu sein.
    Dann geht's weiter nach Göteborg. Um es nachher einfacher zu haben, parke ich direkt am Hafen, auch wenn das Parkgebühren kostet. Dann geht's mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Die verbleibenden 2 Stunden will ich im Haga-Viertel verbringen. Dieses alte Viertel ist toll erleuchtet und weihnachtlich dekoriert. Für kurze Zeit gelingt es mir, alles andere auszublenden und mich treiben zu lassen, als ob ich unendlich viel Zeit hätte und meine Zeit hier in Schweden heute noch lange nicht vorbei ist. Zum Abschied gibt's noch einen Wrap mit "Skagenröra" (Krabbencocktail) und einen Kaffee in meinem Lieblings-Café "Kringlan"

    Als ich zur Straßenbahnhaltestelle am Järntorget komme, um zurück zum Hafen zu fahrenb, ist dort das große Chaos ausgebrochen: ein Bus ist liegengeblieben ud blockiert somit auch die Straßenbahnschienen, ein zweiter Bus hat sich beim Versuch, eigenwillig zu wenden, an einem Poller "eingefädelt"... na Klasse... das heißt wohl laufen.... da muß ich mich jetzt aber beeilen, denn es sind rund 3,5km.... Nicht lange nachdenken und sich über das bereits gekaufte Ticket ärgern, schnell loslaufen... Aber die Schweden sind Klasse... gerade, als ich auf Höhe der nächsten Haltestelle bin, fährt sie Straßenbahn 11 an mir vorbei. Moment - die scheinen das Problem gelöst zu haben und direkt hinter der 11 stand doch die Linie 3, die ich brauche... Und richtig: ich muß nur 1 Minute warten, dann geht's doch per Straßenbahn weiter. Keine ahnung, wie die das so schnell geregelt haben. Nicht nachdenken, einfach freuen.

    So komme ich zeitlich gut am Hafen an und habe sogar Zeit, mein Bord-Gepäck noch am Hafen bereitzulegen - vor dem Einchecken. Das Bording geht gewohnt problemlos. Ausweis vorzeigen (noch nicht einmal die Buchungsnummer) und man erhält die Bordkarte und den Kabinenschlüssel. Gepäck geschnappt (inkl. Kühlbox, wo mein Kühlschrank-Inhalt drin ist, damit der nicht während der Überfahrt verdirbt) und ab auf Deck 9.
    Zum Ablegen gehe ich mit der Kamera "bewaffnet" auf das Promenaden-Deck, um zum x-ten Mal Göteborg bei Nacht vom Wasser aus zu fotografieren.

    Leider ist das kostenfreie Internet an Bord zu schwach, um mich in den Schwedisch-Kurs einzuwählen. Aber ansonsten genieße ich das Dasein an Bord, die trockene Abendluft und die ruhige See. Es verspricht eine komfortable Nacht zu werden.
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  • Zurück in Kiel

    17 december 2025, Duitsland ⋅ ☁️ 8 °C

    Die Überfahrt war extrem ruhig und entspannt. Die Ostsee ist eben doch eher eine Badewanne 😇😉 Es ist gutes Wetter - wir haben einen tollen Sonnenaufgang. Das macht das Ankommen etwas einfacher. Wobei: ja, mein Camper und mein Körper sind in Kiel. Mein Geist schwebt noch etwas in Skandinavien herum...oder vielleicht doch noch in Portugal oder Irland? Ich kann es kaum glauben, daß ich "schon" wieder zurück bin - und diesmal nicht nur als Zwischenstopp, sondern "so richtig - endgültig"....

    Ein paar Freunde treffe ich, bevor ich mal wieder auf dem Stellplatz an der Kieler Förde lande - zum 3. Mal während meiner Reise. Hier hat mein Abenteuer vor ziemlich genau 15 Monaten begonnen.

    Bevor es über Weihnachten und Neujahr nach Berlin geht, habe ich noch einiges hier in Kiel zu erledigen und für Weihnachten vorzubereiten. Der Wetterbericht sagt außerdem Frost über Neujahr voraus - ich lasse vorsichtshalber mal wieder das Wasser aus dem System.
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  • Weihnachtliches Kiel

    19 december 2025, Duitsland ⋅ ☁️ 10 °C

    Bei allen Vorbereitungen und allem "Ankommen" darf die weihnachtliche Entspannung nicht fehlen. Die Weihnachtspost ist erledigt, alle Einkäufe gemacht.
    Also gönne ich mir einen ruhigen Bummel über den Kieler Weihnachtsmarkt. Auch wenn Freitag ist, ist es (noch) nicht zu voll, auch wenn es sehr belebt ist. Genau die richtige Mischung. Ein Glühwein beim Stand der Forstbaumschule ist schon eine gewisse Tradition. Eigentlich ist es fast zu warm für Glühwein, aber "wat mutt, dat mutt"...
    Ich lasse mich vom Rathausplatz über die kleinen Gassen zur Holstenstraße treiben und höre eine zeitlang dem irischen Musiker am Guinness-Stand zu.

    Da ich morgen ziemlich früh losfahren muß, bleibe ich nicht zu lange - ein bißchen muß der Camper noch vorbereitet werden.
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  • Meine Reise ist zu Ende

    19 december 2025, Duitsland ⋅ ☁️ 10 °C

    Mit der Abfahrt aus Kiel endet meine Reise. 15 Monate sind doch sehr schnell vergangen; rund 22.500km bin ich in dieser Zeit gefahren. Trotz so manchem "Mißgeschick" und manch nötigem Werkstatt-Aufenthalt ist doch alles erstaunlich glatt gegangen.

    Ich habe großartige Erfahrungen gemacht und viel über Länder und Leute und auch über meinen Camper und über mich gelernt.

    Aber egal, ob "ein paar" Schwierigkeiten oder die Tatsache, daß ich jetzt (immer noch) auf Jobsuche bin - ich möchte die Zeit nicht missen!!
    Es war schon ein tolles Abenteuer und es wird bestimmt nicht meine letzte Reise gewesen sein!!!

    FROHE WEIHNACHTEN und einen GUTEN RUTSCH nach 2026!!!!
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    Het einde van de reis
    24 december 2025