Peru
Nauta

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15 travelers at this place

  • Day306

    Pacaya Samiria Nationalpark

    June 2, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 32 °C

    Tag 1:
    Wir wurden um 8 Uhr von unserem Guide im Hostel abgeholt. Nach 2 Stunden Auto- und Rikschafahrt stiegen wir in Nauta auf ein Langboot um, wo wir unseren Bootsführer John trafen. Jetzt standen noch einmal 3 Stunden Fahrt an, bis wir den Eingang des Pacaya Samiria Nationalparks erreichten. Hier mussten wir uns noch anmelden und dann war es nur noch ein kurzes Stück bis zur Siedlung mit dem tollen Namen „20. Januar“. Zwischendurch bekamen wir auf dem Boot Mittag zubereitet und aßen ein typisches Reisgericht, welches in Blättern eingewickelt gekocht wird.
    Von „20. Januar“ aus machten wir unsere 1. einstündige Wanderung nach „Buenos Aires“, wo wir die erste Nacht verbrachten. Auf dem Weg sahen wir die ersten einheimischen Tiere und Pflanzen und der Hund der uns begleitete, scheuchte vor uns eine Schlange und einen Leguan vom Weg auf. In Buenos Aires schliefen wir in einem größeren Haus und hatten ein kleines Zimmer mit einem total durchgelegenen Bett. Am Nachmittag gingen wir noch Baden und genossen den Sonnenuntergang bevor wir wieder Abendbrot auf dem Boot serviert bekamen. Im Anschluss ließen wir uns noch einige Geschichten über verschiedene Dschungelmedizinen und Praktiken erzählen bevor wir ins Bett gingen.
    Tag 2:
    Noch vor dem Frühstück machten wir einen Ausflug mit unserem Ortskundigen Guide Juan und dem Praktikanten Ricardo um Faultiere, Affen und Delfine zu sehen. Dafür setzten wir uns in sein Einbaum-Kanu und zu unserer Überraschung wurden wir gepaddelt. An dem nicht weit entfernten Zusammenfluss konnten wir tatsächlich ein paar Delfine beobachten. Wenig später gingen wir an Land und sahen einige kleine Tamarin-Affen. Als krönenden Abschluss paddelten wir dann vom Fluss in ein geflutetes Waldstück und entdeckten in einem Baumwipfel ein 3-Finger Faultier. Durch die vielen Bäume und Blätter war es sehr schwer zu sehen und wir sahen nur für ein paar Sekunden sein Gesicht, bevor es sich wieder zwischen den Blättern versteckte. Anschließend gab es Frühstück mit Kaffee und Toast und wir fuhren weiter flussaufwärts. Wir hielten Ausschau nach den rosa Flussdelfinen und fanden nach einer Weile auch einige, die in einer Flussbiegung nach Fischen suchten. Um die Mittagszeit fuhren wir wieder mit Juan und Ricardo im Einbaum los. Diesmal zeigte uns Juan wie die Einheimischen Speerfischen. Dazu fahren sie am Flussufer entlang und achten auf Luftblasen zwischen den Bäumen. Diese zeigen an, dass die Fische aufsteigen und dann werfen sie ihren Speer gekonnt nach den Fischen. Zu allererst entdeckten wir jedoch einen Rochen im Uferschlamm. Juan sagte uns, dass dieser einen giftigen Stachel besitzt und man innerhalb von 24 Stunden stirbt, aber er ging dann trotzdem ganz nah heran um ein Foto für uns zu machen. Später fing er unter anderem einen kleinen Wels und einen Piranha und seine Trefferquote lag bei ca. 50%. Es war ziemlich spannend zuzusehen und wir fieberten jedes Mal mit. Nur 1-2 mal konnte ich den Fisch, den er anvisierte vorher auch sehen, ansonsten sah es für uns immer wie ein Schuss ins blaue hinein aus. Mittag gab es wieder auf dem Boot und als wir am frühen Nachmittag das Camp erreichten, durften wir mit dem Einbaum und den Vollholz-Paddeln die nähere Umgebung erkunden während die anderen das Camp einrichteten. Gegen 16 Uhr fuhren wir dann mit dem Boot zum Angeln in einen kleinen Seitenarm und so wie wir es schon von Piranha-Fischen im Pantanal kannten, bekamen wir eine einfache Angel mit einem Stück Sehne und einem einfachen Haken. Im Gegensatz zum Pantanal waren wir diesmal erfolgreicher und es bissen tatsächlich einige Fische bei uns an. Wir mussten zwar die Hälfte wieder ins Wasser geben, da sie noch zu klein waren, aber am Ende waren es trotzdem bei jedem von uns 2-3 kleine Fische. Über einen Fisch habe ich mich ganz besonders gefreut, denn mir ist es tatsächlich gelungen einen Piranha zu angeln 🎣. Ich ließ den nur handtellergroßen Fisch wieder zurück ins Wasser, aber nicht ohne vorher ein Bild von dem Fisch und seinen beeindruckenden Zähnen zu machen. Während es langsam anfing zu dämmern, angelten wir noch weiter und unsere Guides bereiteten aus dem frisch gefangen Fischen eine Fischsuppe zu. Bevor wir diese jedoch aßen, machten wir im Einbaum noch eine Tour um Kaimane aufzuspüren. Mittlerweile war es stockdunkel und somit konnten wir die Kaimane mit unseren Lampen gut an ihren rotleuchtenden Augen erkennen. Leide waren es gar nicht so viele, denn durch den noch hohen Wasserstand ziehen sich die meisten noch in die weiter innen liegenden Tümpel und Seen zurück. Unser Guide Juan fand am Ufer dann aber noch einen einige Monate alten Baby-Kaiman, von dem wir noch fix ein Foto machen konnten, bevor er sich im Uferschlamm versteckte. Später konnten wir in den Büschen am Ufer noch 1-2 Größere sehen, aber diese tauchten relativ schnell ab. Caro konnte diesen Ausflug nicht mehr so richtig genießen, da ihr Magen arge Probleme bereitete. Wir vermuten, dass es am „Ceviche“, einem peruanischen Fischsalat mit rohem Fisch lag, den sie am Abend vor unserer Tour in Iquitos gegessen hatte. Von der Fischsuppe mit Tapioca, die es zum Abendbrot geben sollte, hatten wir beide nicht so viel - Caro bekam keinen Bissen herunter und ich war noch satt vom reichlichen Mittag. Entsprechend zeitig verzogen wir uns heute Abend ins Zelt und schliefen auf der dünnen Matte besser als auf der durchgelegenen Matratze. Die Nacht war erfüllt von den Geräuschen unzähliger Tiere und ganz besonders von den Brüll-Affen und Delfinen die neben unserem Camp die ganze Nacht Fische jagten.
    Tag 3:
    Ab 5 Uhr wurden die Brüll-Affen wieder aktiv und kurz nach 6 Uhr brachen wir auf, um nach anderen Affen Ausschau zu halten. Nach einer Weile fanden wir dann auch Kapuziner- und Eichhörnchen-Affen. Nachdem wir zurück waren, gab es zum Frühstück Omelette und Kaffee bevor wir den Rückweg nach Buenos Aires antraten. Auf dem Weg sahen wir wieder Flussdelfine und Juan erzählte uns wie es hier während der Trockenzeit aussieht. Zurück in Buenos Aires chillten wir eine Weile und kauften noch Souvenirs von Juans Frau bevor wir Mittagessen bekamen und zurück nach Nauta fuhren.

    Insgesamt war die Tour recht interessant und es war ein tolles Dschungel-Erlebnis. Ricardo, der Praktikant ,und Juan, der Guide aus dem kleinen Dorf Buenos Aires, haben sich wirklich Mühe gegeben uns viel zu zeigen und zu erklären. Unser Fahrer und Koch John hat uns immer mit gutem Essen versorgt. Einzig unser (Haupt-) Guide Kevin hat nach einem guten Anfang stark nachgelassen. Sein Antrieb uns etwas zeigen zu wollen schien relativ gering, was vielleicht auch daran liegt, dass man aktuell wirklich weniger sieht als in der Trockenzeit. Auch so schien unser Wohlergehen eher zweitrangig und manchmal hatten wir das Gefühl eher das unliebsame Anhängsel einer Gruppe Kumpels zu sein, das beschäftigt und versorgt werden will. In solchen Momenten fragen wir uns, ob wir so schwierige, schwer zugängliche oder anspruchsvolle Touristen sind, dass wir uns an solchen Kleinigkeiten hochziehen. Vielleicht lag es eben auch daran, dass wir zu zweit mit 4 Guides unterwegs waren.
    Insgesamt hat sich die Tour trotzdem gelohnt, wir haben eine tolle Landschaft und einige einzigartige Tiere in freier Wildbahn gesehen. Falls wir nochmal Gelegenheit dazu bekommen, wollen wir auf jeden Fall nochmal den Amazonas auf brasilianischer Seite besuchen und dann auch während der Trockenzeit.
    Konrad
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  • Day176

    Mein Dschungelcamp

    January 18, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich hatte mir vorgenommen eine Tour in den Amazonas zu machen. Dafür organisierte ich mir einen Guide, Javier, sowie sein Kanu und seine Ausrüstung und los ging es für 5 Tage und 4 Nächte in den Dschungel.

    Fortbewegung: Diese fand fast ausschließlich im Kanu statt und dauerte ca 6 Stunden pro Tag. Wir paddelten auf kleinen Flüssen und Verbindungen in den Dschungel und beobachteten vom Kanu aus die Tiere, oder angelten unser Essen. Am dritten Tag machten wir für ein paar Stunden eine Wanderung auf dem "Festland". Es war eher ein schlammiger, sumpfiger Untergrund, was wohl der Regenzeit geschuldet war.
    Einmal machten wir auch eine nächtliche Kanufahrt, um nach Krokodilen Ausschau zu halten, deren Augen im Taschenlampenlicht herrlich funkelten.
    Absolut beeindruckend war es, wie zielsicher er durch die Flüsse manövrierte. Jeder der nicht aus dieser Region kommt, wäre völlig aufgeschmissen.

    Schlafplätze: Wir bewegten uns die ganze Zeit in Perus größten Nationalpark. Dort gab es vereinzelt Ranger Stationen, mit der Möglichkeit sein Lager auf zu bauen. Das hieß ein Dach über dem Kopf, aber nicht unbedingt immer Wände. Der Schlafplatz war eine Art iso Matte auf dem Boden, mit einem Moskitos Netz drüber und fertig. Ich muss sagen, dass es schon ein wenig gewöhnungsbedürftig war dort zu schlafen. Zwar war es extrem Dunkel (es gab keine Elektrizität) was auch gut war, aber die ganze Zeit flatterte, piept, grunzte und raschelte es um einen herum.

    Essen: Fisch stand ganz oben auf der Liste. Dieser wurde immer frisch geangelt und so kam es auch schon einmal vor, dass es zu allen Mahlzeiten Fisch gab, als auch schon zum Frühstück. Beilagen waren frittierte Banane oder Reis.
    Ansonsten zeigte mir Javier eine Menge ungewöhnlicher Früchte und Pflanzne, die wir uns vom Kanu aus ins Boot pflücken oder beim Landgang sammelten.

    Tiere und Pflanzen: Oh ja, die gab es. Besonders bei den Pflanzen kann ich mich an gar keinen der Namen erinnern. Aber es gab viele unterschiedliche Palmen, bei denen mir auch nicht bewusst war, wie viele von denen Stacheln haben und das sogar auf den Blättern. Hinzu kamen riesige, beeindruckende Baume.
    Bei den Tieren ist es ein wenig einfacher. Es gab Schildkröten, Otter, Krokodile, Fluss Delphine, Faultier und so weiter. Am häufigsten sah man allerdings unterschiedliche Vögel und Affen. Es war quasi ein wenig wie S-bahn fahren in Berlin. Es waren immer eine Menge bunter Vögel und Affen unterwegs...
    Auf Landgang versuchten wir einer Gruppe Rot Affen auf zu lauern. Die machten wirklich abgefahrene Geräusche! Als wir ihnen zu nah kamen reagierten sie, indem sie ihre Notdurft verrichten. Es hagelte also Affen scheiße auf uns. Nicht unbedingt schön, aber zum Glück selten.
    Allgemein hatte man bei der Tierwelt ein wenig das Gefühl, sie arbeiteten im Schichtsystem. Morgens fangen die Affen und Vögel an rabatz zu machen, bis zur Dämmerung, wo dann die Kröten übernehmen usw.
    Ergänzend dazu hatte wir ein paar perfekte, sternenklare Nächte. Es ist immer wieder beeindruckend wie viele Sterne man ohne die Lichtverschmutzung der Städte sehen kann.

    Wirkliche Gefahren: Wirklich gefährlich allerdings waren nicht die Piranhas, Schlangen oder Spinnen, nein, es war ein aufkommender Männerschnupfen. So litt ich dann ab dem zweiten Tag ein wenig vor mich hin. Mein Guide muss auch gedacht haben "Was für ein Lappen. Macht hier auf dicken Maxen mit seine Tattoos und dann sowas." Aber ich muss zu meiner Verteidigung sagen, mir ging es echt nicht gut!

    Mücken: Omg waren das viele. Nach der ersten Nacht hatte ich nach 15 Stichen, allein an der rechten Hand, aufgehört zu zählen. Sie sind immer und überall präsent. In den 5 Tagen habe ich eine halbe Flasche Mücken Mittel verbraucht. Das interessierte die Viecher allerdings überhaupt nicht. Nach einer verregneten Nacht war es so schlimm, daß wir kurz davor waren unter dem Moskitonetz zu essen.

    Körperpflege: Auch wenn mir die Antwort vorher klar war, fragte ich Javier, wie es denn mit dem Thema Waschen aussieht. Seine Reaktion, er zeigte auf den Fluss. Ich fragte ihn ob es denn nicht gefährlich wäre mit den Piranhas und Krokodilen. Javier: "Mach dir keine Gedanken um die Piranhas, hier im Amazonas werden die von uns gegessen und die Krokodile werden erst abends aktiv".
    Also sprang ich in den Fluss und es war echt ein schönes Bad. Befremdlich war allerdings, dass ca. 5 Meter neben mir der Sohn des Rangers auf Piranhas angelte...

    Komische Gedanken: Als wir wieder einmal angelten, und der Fisch im Boot um sein Leben zappelte, stellte ich mir die Frage: "Kann ich Tiere töten und wenn nein, warum esse ich sie dann?" OK, beim Fisch könnte ich es aber sonst? Sollte man nur essen was man selbst erlegt? Wie gehe ich dann in Zukunft mit dem Thema Döner und Mett um? Warum dauert es so lange um Fleisch künstlich herzustellen, wo die Technik doch so weit ist? Ich habe noch keine Ahnung was ich mit diesen Gedanken anstelle, aber sie mussten mal raus.
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  • Day59

    Iquitos - Amazonas Tour

    June 25, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 26 °C

    Mein eigentliche Grund weswegen ich so tief in den Amazonas hinein gefahren bin ist eine Tour im Dschungel. Die Tour ging über 3 Tage und ich konnte jede Menge Tiere live sehen, habe vom Boot aus die Natur genossen, habe Piranhas geangelt und noch ganz viele andere tolle Erlebnisse gehabt.

  • Day46

    Eduardo VII

    October 2, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute ist es eher bewölkt am Morgen, aber dadurch auch ein bisschen kühler. Sehr angenehm! Laut Google Maps befinden wir uns zwischen Saramuro und Parinari, haben also in etwa den halben Weg nach Iquitos geschafft. Vielleicht kommen wir morgen früh dort an. Frühstück gibt es heute irgendwie erst um 8 Uhr, wieder die gleiche Milchsuppe mit Keksen, nur ohne Reis heute. Ich snacke noch ein paar Orangen und eine Banane, damit ich wenigstens ein paar Vitamine zu mir nehme. Über Nacht sind noch einige Passagiere (local People) hinzugekommen. Überall auf dem unteren Deck spannen nun auch Hängematten zwischen der Fracht, kleine Kinder spielen zwischen den Eiern Ball, zwei Jungs schauen Videos auf dem Handy - dem einen sitzt ein kleiner grüner Vogel auf dem Bauch und schaut auch mit, eine Frau stillt ihr Baby.
    Die Landschaft ist herrlich hier - der Fluss sehr breit, der Regenwald am Ufer so vielfältig, die Vögel Zwitschern, immer wieder springen Delfine aus dem Wasser und begleiten uns, ab und zu halten wir an und kleine Boote beladen uns mit frischem Essen für die ganzen Passagiere und die Crew, Kinder winken uns vom Ufer aus. Ich lese ein bisschen über Iquitos und schmiede mit Sik Pläne, wie wir am besten nach Ecuador reisen - er muss nämlich bis 13.10.2018 Peru verlassen.
    Zum Mittag gibt es heute: Reis mit zwei Spiegeleiern und einer Kochbanane. Immerhin mal was anderes, aber für einen Soßenliebhaber wie mich ist das alles nach wie vor zu trocken!Inzwischen hat sich die Sonne wieder durchgekämpft und es ist wahnsinnig heiß! Zum Glück geht ein bisschen ein Lüftchen von der Fahrt. Nach dem Mittag traue ich mich dann aber doch mal wieder in die Dusche - es ist einfach ein Hahn über dem Klo, verhangen von Spinnenweben und voller krabbelnder Käfer, aus dem kaltes Wasser kommt :) Aber eine tolle Erfrischung!
    Gegen 15 Uhr halten wir am Ufer eines kleinen Dorfes und dürfen kurz aussteigen. Wir kaufen uns ein Erdbeereis, ein eiskaltes Bier und Schokolade :) außerdem probieren wir Agoaje, eine Frucht die mir aber nicht so gut schmeckt. Die Crew läd zwei Kühe und ein paar Lebensmittel ab. Schön, mal so ein Ausflug an Land :)
    Dann geht es wieder weiter - wir spielen Karten (Cambio), lesen, quatschen, schreiben .... bis es anfängt stark zu stürmen. Ein Gewitter und Regen zieht auf - wir sichern alles und sammeln unsere Sachen in den Hängematten und in der Mitte des Decks. Doch es regnet quer einmal übers Deck und stürmt - Wasser überall!! Shit! Unsere Sachen und wir selbst sind in wenigen Sekunden tropfnass. Wir retten, was wir retten können, die Crew bringt uns eine Plane und wir legen Sie schützend über unsere Backpacks. Zum Glück hab ich alle Techniksachen in den wasserfesten Säcken! Jetzt heißt es nur abwarten - ich friere voll in meinen pitschnassen Sachen und der Wind ist eisig und beißend. Nach einer halben Stunde Weltuntergang regnet es nur noch normal stark. Oh je - alles ist nass! Die Hängematten, die Klamotten, die Rucksäcke, alles! Wir hängen alles zum Trocknen auf und wärmen uns dann 17:30 Uhr erstmal auf dem unteren Deck bei einer heißen Nudel-Reis-Hühnchen-Suppe auf. Der Kaptain bietet uns eine Kabine an, um unsere Sachen dort erstmal unterzustellen, echt nett von ihm! Schlafen dürften wir dort auch, aber wir entscheiden uns doch dafür die letzte Nacht in unseren Hängematten zu verbringen. Nun steht also alles in der Kabine und ich schlafe in meiner sehr feuchten Hängematte. Naja, ist ja wahrscheinlich die letzte Nacht - wir befinden uns gerade kurz vor Nauta und kurz vor der Mündung des Marañon in den Amazonas.
    Um 1:00 Uhr in der Nacht erreichen wir Nauta und es regnet schon wieder. Hier wird wieder einiges an Fracht abgeladen, die ganzen local People vom unteren Deck steigen aus und leider verlässt uns hier Julian, er kommt erst in ein paar Tagen nach Iquitos. Wir verabschieden ihn und gehen wieder zurück in die Hängematte.
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  • Day55

    Slow Boat nach Iquitos - Tag 1

    June 21, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach dem mir eine freundliche Hostelbesitzerin in Tarapoto alles soweit erklärt und organisiert hatte ging es für mich weiter mit einem Boot nach Iquitos. Iquitos ist die größte Stadt, die nicht per Straße zu erreichen ist.
    Auf dem Boot habe ich von anderen Reisenden erfahren, dass das Boot angeblich gestern schon hätte auslaufen sollen, ist es aber nicht da es noch zu leer war. Somit hatte es auch was gutes, dass ich noch ein Tag länger am Strand bleiben musste.
    Ich hatte die Wahl zwischen einem Hängematten Platz oder einer Kabine. Da ich allerdings ein klein wWenig Luxus wollte habe ich mich für die Kabine entschieden.
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  • Day51

    Nauta - Bootshafen nach Yurimaguas

    December 16, 2019 in Peru ⋅ ☁️ 25 °C

    Nauta ist von Iquitos mit dem auto erreichbar. Dadurch spart man sich einige Stunden Bootsfahrt auf dem Amazonas.

    Nauta war eine süße, gemütliche kleine Stadt.
    Es war hier nicht so einfach was vegetarisches zu Essen zu finden...am Ende konnte ich eine Brühe mit Nudeln und dazu eine gegrillte Platano (Kochbanane) am Straßenstand ergattern. Normal gibt's das nur mit Fleischeinlage oder Fisch.

    Das Schnellboot war hingegen komplett ausgebucht und unbequem...
    17 ½ Stunden später endlich in Yurimaguas angekommen geht es mit dem Colectivo direkt 2 stunden weiter nach Tarapoto. Der Fahrer war ziemlich rasant unterwegs und es war sehr kurvig...
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  • Day75

    Amazonas, Tag 2

    August 4, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 25 °C

    Am Morgen des zweiten Tages brechen wir bereits um 6 Uhr los, denn wir wollen den Sonnenaufgang sehen. Früh am Morgen ist es noch sehr kalt und der Amazonas dampft richtig. Der Sonnenaufgang ist schön, aber die Wolken haben uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Nach dem anschliessenden Z'Morgen geht's bereits weiter auf eine kleine Wanderung. Wir laufen mehrere Stunden durch den Dschungel, durch Matsch und kleine Flüsse. Wir lernen, wie wir Wasser aus Lianen trinken, sehen einige Affen und schöne Pflanzen. Unser Guide bastelt uns sogar eine Schaukel aus Lianen. Mit dem deutschen Paar, das mit uns unterwegs ist, verstehen wir uns sehr gut und wir werden immer wieder ermahnt, leiser zu sein, um die Tiere nicht zu verjagen ;)

    Zurück in der Lodge begegnen wir auch wieder einigen Taranteln und geniessen den Nachmittag auf der Lodge. Für den Abend steht Camping im Urwald auf dem Plan, da es in der Nacht aber sehr kalt wird und wir nur T-Shirts dabei haben, entscheiden wir uns dagegen uns. Nach dem Essen machen wir uns nochmals mit dem Boot auf den Weg um ein paar nachtaktive Kaimane zu sehen. Viel Glück haben wir leider nicht, wir sehen immer nur die Augen, bevor sie wieder ins Wasser abtauchen. Dafür sehen wir einen wunderschönen Sternenhimmel und viele Glühwürmchen.
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  • Day37

    DIY Ayahuasca brauen

    December 30, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 32 °C

    Im Dschungel wacht man früher auf als sonst, besonders wenn man keine Wände hat die, die Sonne noch etwas fern hält. Deshalb ging heute zeitig los in den Wald. Keine 20m neben der Hütte wachsen an den großen Urwald Bäumen die Ayahuasca Lianen entlang. Zur Zubereitung von einem Topf braucht man genug 5kg. Diese werden dann platt geklopft mit einem Hammer, damit sich der Saft besser auskocht im Wasser. War eine ganz schön schweißtreibende Arbeit frühs um 9 bei tropischen Temperaturen. Dazu kommen dann die Blätter, die wir auf dem Markt am Vortag gekauft haben und reichlich Wasser. Das ganze wird dann auf offener Flamme mehrere Stunden gekocht, bis zur noch eine klebrige Flüssigkeit übrig bleibt. So werden aus bestimmt 10 Litern Wasser und 5kg Liane am Ende etwas mehr als 100ml fertiges Ayahuasca.

    Meine stenge Diät (nur Wasser, getrocknete Bananen und Fisch; nicht Mal Salz oder Zucker) startete auch an diesem Tag. Durch das tropische Klima und da ich richtig schlecht auf dem Boden geschlafen hatte war meine Stimmung nicht die beste. So hatte ich bereits am ersten vollen Tag bereits wenig Lust auf das was noch kommen sollte.

    Generell hab ich an dem Ort die Lethargie förmlich gespürt. Die Großfamilie mit ihren 5 Kindern saß die ganze Zeit nur lustlos in der anderen Hütte rum, da keiner Arbeit hatte und vegetierte mehr oder weniger vor sich hin. Auf dem Land ist das Leben hier deutlich langsamer und das ist auch der Grund warum die meisten jungen Menschen in der Stadt ihr Glück versuchen, weil es außerhalb einfach keine Möglichkeiten gibt. Ich hab mich mehrmals gefragt, ob der Mangel an Möglichkeiten, die Armut und die Hitze zu der Trägheit und Lustlosigkeit geführt haben einfach aus Resignation, oder ob die Kausalität anders herum funktioniert. Immerhin war auf der anderen Straßenseite eine weitere Familie zu Hause die deutlich lebensfroher wirkte und auch zusammen Fußball im Hof spielte. Ich bin zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen bisher. Auch wirklich gastfreundlich waren sie nicht zu mir. Ich wurde eher geduldet als einer der Geld hat und nach einer Woche eh wieder gehen wird, aber das kam mir in Peru im Vergleich zu Kolumbien bereits häufiger vor. Seis drum.

    Segundo der Schamane hat mein Trübsal immerhin wargenommen und am Nachmittag nach einem kleinen Schläfchen sind wir einige Kilometer ins nächste Dörfchen zum Amazonas hinunter gefahren um etwas Abwechslung zu schaffen.

    Die erste Ayahuasca Zeremonie am Abend lief leider auch nicht viel besser als der Rest vom Tag. Um 21 Uhr traf ich mich unten am Tisch, während die Familie oben schlief. Er räuchterte mich kräftig ein und auch ich musste eine wieder Apache, eine Zigarette so dick wie eine Zigarre und ohne Filter rauchen. Schmeckt nicht geil... Dann haben wir jeder ein Schälchen Ayahuasca getrunken. Der Geschmack ist wirklich eklig. Ziemlich bitter und da man nichts nachtrinken darf bleibt er auch entsprechend lange im Mund.
    Dann war abwarten angesagt. Nach einer Weile stimmte segundo einige seiner Icaros Gesänge an um die Wirkung zu stimulieren. Eine halbe Stunde musste ich mich dann wie erwartet übergeben. Die körperliche Reinigung war vollzogen, jetzt musste ich nur noch auf die Wirkung im Kopf warten. Doch selbst nach 2 Stunden tat sich nichts. Ich fühlte mich völlig normal. Segundo sang weiter, doch es tat sich einfach nichts.
    Etwas enttäuscht beendeten wir die Zermemonie kurz vor 12.
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  • Day41

    Letzte Zeremonie und vorzeitiges Ende

    January 3 in Peru ⋅ 🌧 29 °C

    Am vorletzten Tag ist Alberto, ein Freund von Segundo vorbeikommen. Er ist auch Schamane, und wollte mit uns beiden die letzte Zeremonie gestalten.
    Da er Englisch sprechen kann erklärte er mir auch, dass alles ein großes Missverständnis war und alles nicht so geplant war. Seis drum.

    Die dritte und letzte Zeremonie fand dann nachts im Dschungel statt. Nachdem es wieder über 2 Stunden gedauert hat bis ich leichte Effekte gespürt habe, war diese Erfahrung deutlich besser und ich konnte mich etwas fallen lassen. Also lag ich auf einem Stück Holz auf den Dschungelboden und die beiden sangen abwechselnd ihre Iquaros als Begleitung.
    Zu jeder Zeit war ich bei vollem Bewusstsein. Erst als gegen 11 die Zeremonie vorbei war und ich aufstehen wollte spürte ich die starken Effekte. Volltrunken Heimlaufen ist nichts dagegen. Nachdem ich mich auch noch übergeben hatte gings im Schneckentempo quer durch den Dschungel zurück zur Hütte. Schon lange hab ich mich so schwach bzw K.O gefühlt. Endlich im Bett angekommen gingen dann auch nochmal krasse Visionen los bis ich dann friedlich eingeschlafen bin.

    Am nächsten Tag verabschiedete sich Alberto schon früh, dem ich sehr dankbar bin. Als er weg war kam dann auch wieder die träge Stimmung durch und ich wollte so schnell wie möglich weg. Bin dann einfach ins collectivo gestiegen und ab nach Iquitos.

    //
    Mittlerweile ist das ganze ne Woche her und ich kann einigermaßen drüber schmunzeln. Währenddessen war es aber wirklich anstrengend...
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  • Day9

    Amazonska dzungle

    March 28, 2016 in Peru ⋅ ☀️ 21 °C

    "Nothing dies here, it will grow" rekl nas domorody pruvodce Raoul.

    Vzal si od nas metrovou lianu, z niz jsme pili vodu, a vrazil ji jednim koncem do tlejiciho listi. Pak vysel zpatky na stezku a o kousek dal pozdravil nehybneho pavouka, velkeho jak pest:
    "Hola mister spider, yellow spider, good morning, Pachamama."
    A za zatackou stezky stal velky strom, pod nimz se narodil. Doslova.

    Za tri dny v destnem pralese jsme zazili a videli tolik krasneho, neznameho i strasidelneho! Dobrodruzne knizky a filmy nam doslova ozily pred ocima. Plavili jsme se v noci po Amazonce, prochazeli se kolem tarantuli. Na clunu si prosekavali cestu macetou i mavali ruzovym delfinum. Videli a slyseli jsme bezpocet uzasnych druhu ptactva, kajmany, lenochody, jestery, hady, zaby, opicky i hmyzacky a pavouky. Bydleli jsme u domorodych obyvatel ve velmi jednoduche, ale utulne drevene chatce s rakosovou strechou.

    A ted jsme uz nekolik hodin zpet ve meste, vsechno smrdi a nam slzi oci. Zuzka tohle zaziva poprve, ja ne - ale tim to nemam o nic snadnejsi...

    A co? Ten pocit, kdy odletite na druhy konec sveta, do jednoho z nejodlehlejsiho koutu planety. A tam, 100 km od civilizace, mezi zelenosedymi stromy, v nadherne ale krute prirode, se stanou z uplne neznamych lidi, zijicich neskutecne odlisnym zpusobem, vasi nejlepsi pratele. Nemusite si nic rikat, staci se jen obejmout a videt.

    Senor Fredy s laskavym pohledem, co mne drzel za ruku v nejtezsi chvili meho zivota; nas maly osmilety pruvodce Chico, ktereho par hodin pred odjezdem kousl nejvetsi mravenec Amazonie (Bullet ant, neb je to jak kdyz vas streli z pistole, a boli to 24 hodin). Celou dobu se statecne drzel, a plakat zacal az kdyz jsem ho vzal do naruci; ctyrleta Manzanita ("Male jablicko") s ocima jak hnede hrnky, co se rozmluvila az u louceni, kdyz ukazovala Zuzce na stipance a zvatlala Moskytou? Moskytou?; a dalsi, cela jejich rodina... A francouzka Cecille s pritelem Michello, dalsi dva cestovatele do nasi party. Nekoho potkate a proste mate pocit, ze to tak je spravne. A ze se znate uz dlouho. A ze az se znovu uvidite, bude to, jako byste se na tom rakosovem zaprazi nikdy nerozloucili.

    "Vamos, mi amigos, buen viaje!" Maval nam Raoul, ktereho 90 obradu ayahuasky zmenilo na ostrov klidu a usmevu. "Pachamama will care you."

    Tebe taky, Raoule. Vime to. Skrze nej se na vas totiz diva pysna Amazonie.

    Pachamama znamena Matku Zemi.
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You might also know this place by the following names:

Nauta

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