• Ann-Kathrin
  • Ann-Kathrin

Lateinamerika

Die Schmidts 12 Wochen unterwegs in Ecuador, Kolumbien, Panama und Costa Rica. Read more
  • Bienvenido a Costa Rica

    January 4 in Costa Rica ⋅ ⛅ 24 °C

    Das Wetter hat sich endlich beruhigt und dem friedlichen Morgen verbringen wir auf unserer Terrasse über dem Wasser.
    Am Mittag holt uns unser Taxiboot ab, fährt uns um Dock und von dort bringt uns ein weiteres zum Festland. Ab in Van Nr. 1, der uns zur Grenze bringt, über die wir laufen müssen. Van Nr. 2 fährt uns weiter bis in das kleine Puerto Viejo, das mit seinem karibischen Flair und schönen Stränden gleich sympathisch wirkt. Wir kaufen noch ein und nehmen dann ein Uber zu unserem sehr hübschen Apartment etwas ausserhalb.
    Wir machen noch ein Workout, dann Pool und dann gibt’s auch schon Abendessen.
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  • Von kranken Tieren und Menschen

    January 5 in Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Bei Regen im Regenwald wachen wir auf, frühstücken und machen Schule. Dass Henri nicht essen mag, ist leicht verdächtig. Als wir in der Tierrettungsstation für unsere Führung ankommen, bestätigt sich der Verdacht: er ist ziemlich heiss. Also schleppt Dirk ihn tapfer herum, während wir uns einiges über die Tiere dort erzählen lassen. Ein tolles Projekt und beeindruckend, was Costa Rica für den Tierschutz tut.
    Anschliessend gehen wir kurz an den Strand, wo Henri erstmal eine Runde im Schatten schläft und Luis mit Dirk bodyboarden geht.
    Da es Henri aber auch nach seinem Schläfchen nicht besser geht, fahren wir mit ihm zum Arzt. Auch wenn alles aussieht wie grippaler Infekt - ein paar Mückenstiche hat er schon abbekommen und das Risiko, dass es Malaria, Dengue oder sonst was ist, ist mir zu gross. Ein sehr freundlicher Arzt untersucht ihn, kann aber auf den ersten Blick auch nichts Eindeutiges feststellen. So bekommen wir Rundum-Medikamente und fahren nach Hause, wo die Jungs Filme schauen dürfen und wir noch ein bisschen arbeiten.
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  • Zipline & Vampire

    January 6 in Costa Rica ⋅ ☁️ 24 °C

    Henri fiebert sich durch die Nacht und ist am
    Morgen noch nicht fitter, weswegen wir nach zwei Einzeljoggingrunden im kühlen Nieselregen zum Blut abnehmen fahren. Dank Bestechung und professionellem Personal bleibt er tatsächlich erstaunlich ruhig und wir sind nach 5 min wieder raus. Während wir auf die Ergebnisse warten, darf er sich schon zwei Sachen im Supermarkt aussuchen… er braucht eine Weile, bis er seine Wahl mit Bedacht getroffen hat.
    Dirk und Luis sind währenddessen bereits unterwegs zu ihrer Zipline Tour durch den Dschungel. Sie haben viel Spass dabei und sehen neben Äffchen und Faultieren auch eine Schlange.
    Die Blutergebnisse sind beruhigend und schliessen Dengue und ähnliche Geschichten ziemlich sicher aus, vermutlich wirklich nur ein Virusinfekt. Also können wir beide wieder nach Hause und chillen dort gemütlich, bis die beiden Grossen von ihrer Tour zurückkommen.
    Am späteren Nachmittag gehen wir noch mal zum Strand, wo Luis und Dirk noch kurz bodyboarden und auf dem Rückweg sehen wir ganz viele Fledermäuse, die direkt um uns fliegen. Danach gibt’s noch Schule und Abendessen.
    Henri geht’s zwischendurch schon ganz okay, immer wieder geht das Fieber aber knapp in den 40°C-Bereich, sodass er auch viel schläft. Mal sehen, was diese Nacht bringt.
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  • Puerto Viejo

    January 7 in Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Beim Sound des Dschungels werden wir wach und arbeiten in Ruhe, bis die Kids aufstehen. Henri hat kein Fieber mehr und frühstückt endlich wieder was. Dirk macht danach Seilspringen und ich eine Sportpause. Der Tag kommt aber nicht so richtig in Gang, weil wir uns mit ein paar Entscheidungen für die Weiterreise schwer tun und die Kids recht quengelig sind.
    Am Nachmittag zwingen wir alle zu einem Ausflug an den Playa Cocles und dort ist es wirklich schön. Der Urwald reicht bis ans Meer, es gibt einen Spielplatz, Slack Lines, Volleyballfelder, Fitnessbereich und vor allem gute Wellen. Es ist viel los und läuft Musik, die Stimmung ist sportlicher Reggae. Zwischen den Surfern hat Luis mit seinem Bodyboard riesigen Spass. Henri ist zwischendurch noch recht quengelig, aber das legt sich auch wieder, als wir noch durch den Ort bummeln.
    Beim Abendessen helfen alle und dann geht’s ins Bett - leider wachen Luis und Dirk aber schon nachts auf und sind ordentlich heiss… also auf in die zweite Runde.
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  • Lazarett im Dschungel

    January 8 in Costa Rica ⋅ ☀️ 23 °C

    Ein wunderschöner Morgen mit Brüllaffensound im Hintergrund begrüsst uns heute. Dirk und Luis bekommen davon nicht so viel mit. Sie verbringen den Morgen mit Schlafen, während ich packe.
    Ein Uber bringt uns vormittags in die neue Unterkunft. Erst gestern gebucht liegt sie zum Glück nur 15 km nördlich, sodass die Fahrt schnell geht. Wir dürfen auch direkt in unsere rustikale Hütte einchecken, die direkt an den Cahuita Nationalpark anschliesst. Wir fahren unser Schlaf-/Chillprogramm weiter, bis Henri „AFFEN“ ruft. Und tatsächlich, plötzlich sind rundherum kleine süsse Weissschulter-Kapuzineräffchen unterwegs und hüpfen durch den Garten. Wir sind verliebt.
    Am frühen Nachmittag erkunden Henri und ich zu Fuss den wunderschönen weissen Sandstrand und den klitzekleinen Ort, sind aber schnell wieder zurück. Da Luis etwas fitter ist, dürfen sie etwas schauen, zwischendurch gibt’s immer wieder Programm von den Kapuzinern sowie Klammeraffen, riesigen Leguanen, Waschbären und Agutis.
    Als Henri und ich das Abendessen im Küchengebäude vorbereiten, sind die frechen Kapuziner auch sofort wieder zur Stelle und schielen ein paar mal auf unsere Möhren und Nudeln.
    Um 18.30 Uhr liegen wir alle im Bett und hoffen, dass die Nacht Besserung bringt.
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  • Freiwillige Isolationshaft

    January 9 in Costa Rica ⋅ ⛅ 26 °C

    Die gute Nachricht an diesem verregneten Morgen: Dirk und Luis geht es etwas besser, dafür bin ich nun auch erkältet, zumindest aber ohne Fieber. Henri ist tendenziell einfach mürrisch. Unsere Hütte gleicht einer Isolationszelle, aus der man nur Niesen, Husten und Schniefen hört. Es ist erbärmlich, aber wir nehmen es mit Humor. Hilft ja nix. Wir schlafen also viel und ruhen uns aus, immerhin gibt es einiges an Programm durch die Tierchen vor der Tür.
    Am Nachmittag machen wir eine Challenge mit dem Fieberthermometer: wer die niedrigste Temperatur hat, gewinnt! Ich belege wenig überraschend den ersten Platz (36.8 💪🏻), dicht gefolgt von Dirk und Luis auf dem zweiten (37.1) und Henris schlechte Laune erklärt sich mit dem unerwarteten letzten Platz (38.6 😳). Von wegen wieder gesund… 🙄
    Nach einer weiteren Pause sind wir trotzdem noch alle motiviert, ein Eis zu essen, was wir um die Ecke am Strand machen. Nur, um danach ziemlich schnell wieder in den Betten zu verschwinden.
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  • Die Karawane zieht weiter…

    January 10 in Costa Rica ⋅ ⛅ 21 °C

    Ich stehe um 7 Uhr auf und mache mich auf in den Cahuita Nationalpark. Zwar bin ich nicht topfit, aber gut genug unterwegs für einen Spaziergang, bevor wir die Region verlassen. Ich bin die erste im Park und geniesse die erste menschenleere Stunde allein im Regenwald nur mit Kapuzinern, Brüllaffen, Faultier und verschiedenen Vögeln. Und natürlich zig anderen Tieren, die ich nur nicht entdecke.
    Auf dem Rückweg kommt mir regelrecht eine kleine Völkerwanderung entgegen und ich bin froh, so früh losgelaufen zu sein. Dafür sind viele Guides dabei, durch die ich auch noch so einige Tiere zu sehen bekomme, unter anderem eine knallgelbe Minischlange.
    Zurück an der Unterkunft sind die anderen bereits wach, fit wäre aber übertrieben. Ausser Henri, der ist wieder völlig genesen. Wir packen zusammen und die Fahrt bis Siquirres läuft schnell und unkompliziert. Dort kommen wir am Nachmittag in unserem schönen Zimmer im Regenwald an. Der nimmt es wörtlich und so können wir entspannt bei strömendem Regen erstmal ein Stündchen schlafen. Danach chillen Henri und ich auf der Terrasse und beobachten Vögel, wobei uns auch die zahme Rotstirnamazone begrüsst.
    Abends schleppt sich unsere müde Gang ins Restaurant nebenan und dann fallen wir auch wieder ins Bett.
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  • Ausritt & Pooltag

    January 11 in Costa Rica ⋅ ☁️ 26 °C

    Henri ist heute als erster wach: kein Wunder, gestern wurden ihm Pancakes mit Nutella versprochen. Und wirklich, das Frühstück der belgischen Gastgeberin für uns ist köstlich. Alle essen ordentlich, was die allgemeine Stimmung hebt, auch wenn Dirk und Luis immer noch nicht wieder fit sind und auch ich immer noch schniefe. Aber ein steter Aufwärtstrend ist erkennbar und für heute steht nichts auf dem Programm. Ausser Reiten, was die Jungs plötzlich machen wollen.
    Also gut, Pferde werden geputzt und gesattelt und los geht’s. Immerhin 15 Minuten haben sie Spass daran, danach ist das auch schon wieder vorbei. Also werden sie wieder abgesetzt und ich mache noch einen entspannten Ausritt mit der Gastgeberin inklusive Traumaussicht und Vulkanblick.
    Den Rest des Tages verbringen wir regenerierend im Zimmer und bei diesem Traumwetter auch am Pool. Zwischendurch unterhalten uns die Schmusekatze und die zahme Rotstirnamazone, die Dirk zu ihrer grossen Liebe auserkoren hat und dem sie mehrmals auf die Schulter fliegt und ihn vom Arbeiten abhält.
    Abends wieder mal früh ins Bett, denn morgen müssen wir fit sein…
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  • Rafting Rio Pacuare

    January 12 in Costa Rica ⋅ ☁️ 26 °C

    Leider müssen wir diesen wunderschönen Ort heute verlassen, dafür haben wir endlich mal wieder einen Programmpunkt geplant. Unser Shuttle holt uns am Morgen ab und bringt uns am Ende offroad zum Einstieg im Pacuare River - heute ist Rafting angesagt! Für die Jungs ist es das erste Mal und sie sind ganz aufgeregt. Wir machen nur den ruhigen Familienabschnitt mit Stromschnellen bis Klasse III, trotzdem dauert es nicht lange, bis wir klitschnass sind.
    Henri weiss zwischendrin nicht, ob er lachen oder weinen soll, am Ende findet aber auch er es wieder total witzig. Die Szenerie ist wunderschön und nach einer guten Stunde steigen wir an unserer einsamen Dschungellodge aus. Wobei Lodge eine leichte Übertreibung ist für die paar Hütten ohne Strom. Aber die Lage und Aussicht ist einzigartig und wir geniessen sie den Rest des Tages.
    Abends gibt es Essen bei Kerzenschein und einen tollen Nachthimmel, dann gehen wir mit Taschenlampe zu den Hütten, um nicht auf Schlangen zu treten.
    Bei klassischen Dschungelsounds schlafen wir ein.
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  • Reisetag

    January 13 in Costa Rica ⋅ ⛅ 19 °C

    Es ist ja schon spannend, zu erleben, wie der Dschungel aufwacht… die Tiere der Nacht verstummen, die Vögel fangen an zu singen, die Nebelschwaden lösen sich auf und irgendwann tauchen die ersten Sonnenstrahlen alles in ein warmes Licht. Diese Eindrücke nehmen zumindest Dirk und ich voll auf, während die Kinder sie friedlich verschlafen. Nach dem Frühstück sind wir trotzdem nicht traurig, uns von dieser Szenerie zu verabschieden und wieder in die Zivilisation zu reisen.
    Ein Landcruiser bringt uns verlässlich über Stock und Stein nach oben, danach fahren wir mit zwei Bussen auf direktem Weg nach San José. Ein letzter Uber und dann sind wir nach einigen Stunden in unserer Unterkunft, ein unspektakuläres Aparthotel.
    Wir essen noch beim Italiener nebenan und Dirk und Henri spielen noch etwas, während Luis mal wieder nur schläft - noch immer sind wir alle nicht wieder fit.
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  • Der nächste Arzt…

    January 14 in Costa Rica ⋅ ☀️ 23 °C

    Ein leckeres Frühstücksbuffet bei frischen Temperaturen hier auf 1.200 m Höhe empfängt uns. Luis kann es (mal wieder) nicht geniessen, nachdem er tagelang krank war, macht ihm nun sein ewiger Wackelzahn so zu schaffen, dass er kaum essen und trinken mag. Wir setzen ihm die Pistole auf die Brust: entweder zieht er ihn oder ich oder der Zahnarzt. Da er ihn selber nicht rausbekommt und ich nicht darf, geht der nächste Uber zu einer Zahnarztpraxis in der Nähe.
    Wir probieren unangekündigt unser Glück und die super herzlichen Mitarbeiter schieben ihn schnell dazwischen. Luis hat zwar riesige Angst, aber die junge Ärztin erklärt ihm alles ganz lieb und so macht er mit. Nach einer Minute auf dem Stuhl ist der Zahn auch bereits gezogen und da muss auch Luis lachen.
    Sie weigern sich, diese Leistung bezahlen zu lassen und schwärmen noch mal von den hübschen Kindern…
    Als Nächstes gibt es als Belohnung den ärztlich verordneten Smoothie und danach laufen wir durch den nahen Park, um einen Spielplatz zu suchen. Dort machen wir etwas Yoga, um auch noch Dirks Rücken wieder in Ordnung zu bringen… betreutes Reisen mit Invaliden ist das hier!
    Mittagspause machen wir wieder im Aparthotel und weil das da alles so praktisch und behütet ist, dürfen die Jungs dort am Nachmittag mit Popcorn einen Film schauen, während Dirk und ich San José im Schnelldurchlauf machen. Mit dem Uber rein, einmal alles ablaufen, Schnelleinkauf und mit dem Uber wieder raus. Wobei wir unterwegs aussteigen, da wir in der Rush Hour zu Fuss schneller sind. Das Programm reicht auch für die Hauptstadt, die wirklich einfach hässlich ist.
    Abends gibt es frischen Fisch aus der Markthalle und Spiegeleier für die Jungs.
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  • Miiiieeetwagen! 🙏🏻

    January 15 in Costa Rica ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach dem Aufstehen macht Dirk sich alleine auf den Weg zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzuholen. Wir sind nervös, denn dass das klappt, daran wagen wir nicht zu glauben. Mietwagen sind ja eh immer Action, aber nachdem wir das Portemonnaie in Kolumbien samt einziger physischer echter KREDITkarte verloren und letztere dann gesperrt hatten, mussten wir eine neue bestellen. Die haben wir uns von der lieben Barbara an unser Hotel hier in San José schicken lassen, wissend, dass unsere weiteren Debitkarten oder digitale Kreditkarten nicht für die Kaution akzeptiert würden… Ende vom Lied: die ursprüngliche Kreditkarte tauchte ja wieder auf, ist aber quasi unbrauchbar und der teure Brief aus der Schweiz kam nie in Costa Rica an. Also mit dem Kreditkartenanbieter telefoniert und irgendwie haben die die alte Karte noch einmal reanimiert, für eine letzte Zahlung und ohne Garantie… so fährt Dirk also zum Flughafen und ich zittere - wenn das nicht klappt…
    Und es klappt auch erst nicht, es gibt noch eine halbe Stunde Telefonat mit der Schweiz, Warteschleifen und Zittern, bis die Zahlung endlich durchgeht und Dirk den Schlüssel unseres Rav4 in der Hand hält. Wir sind selig, endlich sind wir wieder frei beweglich und das sogar mit nem Upgrade und 4x4.
    Dirk holt uns also am Hotel ab und los geht’s gen Norden. Wir lassen den Vulkan Poás rechts liegen, da er im Nebel hängt, stoppen noch bei McDonald’s und arbeiten uns dann auf ewigen Landstrassen durch die Berge und zähen Nebel bis nach La Fortuna. Den Vulkan Arenal sehen wir natürlich nicht - Vulkane verstecken sich ja vor uns üblicherweise gerne in den Wolken.
    So beziehen wir unser einfaches Hotel „mit Vulkanblick“ und dann fängt es auch schon an zu schütten und hört nicht mehr auf.
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  • Es regnet, es regnet…

    January 16 in Costa Rica ⋅ ☁️ 20 °C

    Der Regen von gestern Abend hat auch heute Früh noch nicht aufgehört und tut das auch nur für kurze Momente tagsüber. Der Nebel des Grauens bleibt uns ebenfalls ganztags erhalten. Was also tun? Da helfen nur heisse Quellen! Da Dirks Rücken immer noch steif wie ein Surfbrett ist, keine schlechte Idee. Nach langem Abwägen entscheiden wir uns für die teure Variante. Sie scheint die wenigsten Negativpunkte zu haben.
    Unterwegs steige ich früher aus, denn endlich will ich mal wieder joggen - nach über einer Woche kränkeln sollte das mal wieder klappen. So laufe ich eine kurze Strecke durch den endlosen Sprühregen, der aber wenigstens warm ist.
    Wir treffen uns an den Baldi Hot Springs und zahlen die unfassbaren Eintrittsgebühren, die höher sind als alles, was wir je in Schweizer Schwimmbädern gezahlt haben. Dafür ist die Anlage zumindest schön und leer und wir geniessen die vielen Becken fast für uns allein. Leider sind die Rutschen allerdings so lebensgefährlich wie bei Google beschrieben und fallen aus dem Programm für uns. Trotzdem können wir uns die Zeit bei strömendem Regen gut vertreiben und verlassen erst am späten Nachmittag aufgeweicht das warme Wasser.
    Da alle hungrig sind, kehren wir noch in einem schönen Restaurant ein, wo wir lecker essen und noch mal unfassbar viel Geld dafür lassen. Costa Rica, insbesondere hier, ist schon eine krasse Nummer, das sind wirklich Schweizer Verhältnisse.
    Nach ein paar Runden Kartenspiel gehen wir ins Bettchen und hoffen auf Wetterbesserung, die aber nicht angesagt ist…
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  • Hängebrücken im Nebelwald

    January 17 in Costa Rica ⋅ 🌧 24 °C

    Als wir aufstehen, schüttet es zwar immer noch, aber schon kurz darauf arbeitet sich tatsächlich die Sonne ein bisschen durch. Die Jungs und ich sind motiviert und machen uns nach dem Frühstück auf Richtung Hängebrücken. Dirk setzt aus, da er immer noch Rücken hat und sich seine Motivation in Grenzen hält - es schüttet auch bereits wieder. Er nutzt den Tag lieber für ein paar ToDos am Rechner. So starten wir unsere Wanderung in Regenjacken durch den Nebelwald bei durchwachsener Stimmung, da Henri plötzlich doch keine Lust mehr hat. Da muss er nun aber durch und mit Dinophantasien schaffen wir die 3.5 km. Wie sehen auch immerhin eine kleine Viper und ein paar Tukane. Das war’s aber auch, der Rest versteckt sich bei dem Mistwetter und die Aussicht von den Brücken hält sich in Grenzen.
    Leicht durchgeweicht fahren wir danach nach La Fortuna, wo es überraschend recht freundlich ist. Wir kaufen etwas ein und picknicken unterwegs. Danach beschliessen wir, zurück zu fahren.
    Den späten Nachmittag verbringen wir noch zu viert im Jacuzzi, während das Wetter tatsächlich mal etwas besser ist und wir sogar den unteren Teil des El Arenal samt alten Lavaströmen ein bisschen zu sehen bekommen. Henri gibt uns abends allen noch Massagen - sein neues Hobby.
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  • Weiter nach Norden

    January 18 in Costa Rica ⋅ 🌧 23 °C

    Es schüttet und stürmt wieder am Morgen, sodass uns der Abschied nicht schwer fällt. Los geht die schöne Fahrt entlang des Lago Arenal und wir stoppen nach wenigen Kilometern, weil wir endlich einen ganzen Trupp Nasenbären sehen, die den gesamten Verkehr zum Stillstand bringen. Wir würden sie am liebsten klauen, so niedlich sind sie.
    Nächster Stopp ist die deutsche Bäckerei unterwegs, wo wir begeistert drei Butterbrezeln und ein Roggenbrot kaufen.
    Nach einer weiteren Stunde über raue Piste erreichen wir Katira. Da wir noch zu früh sind, besuchen wir spontan ein Outdoor Labyrinth, in dem die Jungs riesigen Spass haben.
    Danach ist unser Häuschen auch fertig und wir können es beziehen. Es liegt in the middle of nowhere an einem kleinen Fluss.
    Die Jungs gehen direkt in den Hot Tub, ich gehe erst noch eine Stunde joggen. Danach sitzen wir darin, sehen ein paar Rotstirnamazonen und geniessen die Einsamkeit.
    Abends gibt es leckere Suppe, bevor wir ins Bett gehen.
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  • Tubing Rio Celeste

    January 19 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Heute haben wir wieder einen coolen Programmpunkt geplant. Nach einem gemütlichen Morgen bei Ekelwetter fahren wir mittags zum Touranbieter, wo wir erst noch essen und dann zu unserer Tubing Tour auf dem wunderschönen Rio Celeste aufbrechen. Er ist für seine türkise Farbe bekannt, was man aufgrund des Wetters aber nur erahnt. Trotzdem haben wir eine super Zeit, die Jungs sind völlig begeistert in den Stromschnellen. Zum Glück haben wir ihnen Neos angezogen, sodass sie auch nicht frieren. Gegen Ende wird das Wetter besser und wir hören auch ganz nah Brüllaffen und sehen noch ein Faultier.
    Am Ende steigen wir zufrieden aus dem Wasser und die Jungs rufen „noch mal“!
    Zurück am Häuschen hängen wir noch ab, beobachten Papageien und Tukane und gehen noch mal in den Hot Tub, auch abends bei krassem Froschlärm.
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  • Pura Vida

    January 20 in Costa Rica ⋅ 🌬 32 °C

    Heute heisst es Abschied nehmen. Von den Bergen, vom Regenwald, vom Regen, dem Nebel und Temperaturen unter 30°C. Nach dem Frühstück fahren wir los gen Westen, bis es nicht mehr weitergeht. Sobald wir die Bergkette hinabfahren, ändert sich die Szenerie dramatisch. Der Nebel lichtet sich, blauer Himmel kommt hervor, das Thermometer klettert 10°C nach oben, und die Landschaft wechselt von grün auf gelb-bräunlich mit deutlich weniger Bäumen. Hier regnet es offensichtlich deutlich seltener.
    In Tamarindo kommen wir am Nachmittag an, beziehen unsere sehr hübsche Wohnung und freuen uns, dass unsere seit Tagen nasse Klamotten innerhalb von 15 Minuten draussen trocknen.
    Als erstes inspizieren wir den Strand, an dem viel los ist und kräftige Wellen brechen. Die Jungs gehen sofort mit den Bodyboards raus und dann macht Luis auch noch spontan eine Surfkurs mit seinem Lehrer Luis. Der ist ganz begeistert, wie gut sich der kleine Luis anstellt und der wiederum hat eine Stunde lang ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Pura Vida, wie man hier sagt.
    Da wir endlich mal wieder einen Ofen haben, gibt es abends noch eine leckere Lasagne.
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  • Surfing Tamarindo

    January 21 in Costa Rica ⋅ 🌬 29 °C

    Wir wachen auf und die Sonne scheint!!! Dass das jetzt meist wieder so ist, daran müssen wir uns nicht gewöhnen.
    Nach dem super leckeren Frühstück mit selbst gebackenem Brot geht’s wieder zum Strand und Luis nimmt gleich wieder eine Surfstunde. Henri gibt mir derweil als Tourguide Führungen über die Felsen am Strand, die aufgrund der Ebbe nun sichtbar sind und erfindet wildeste Tierinformationen…
    Anschliessend spazieren wir noch am Strand entlang und gehen am frühen Nachmittag zurück zu unserem Apartment und dem Pool, um nicht zu viel Sonne abzukriegen.
    Abends gehen wir noch mal herunter und geniessen endlich mal wieder einen Sundowner am menschenüberfüllten Strand, schauen eine Feuershow an und essen noch Pizza in einem witzigen Food Truck Park.
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  • Let‘s go glamping!

    January 22 in Costa Rica ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute geht’s bereits wieder weiter und wir fahren eine teils asphaltierte Strecke gen Süden. Die Landschaft ist sehr schön aber staubtrocken, da es hier in letzter Zeit viel zu wenig geregnet hat. Es erinnert etwas an Australien.
    Wir stoppen unterwegs an zwei Stränden, wo wir einmal schnorcheln und ein anderes Mal bodyboarden.
    Am Nachmittag erreichen wir unsere besondere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: ein traumhaft platzierter Luxuswohnwagen mit Meerblick, umgeben von Wald. Wir geniessen die Aussicht und um uns herum springen ein paar Nasenbären.
    Nachts ist der Sternenhimmel über uns sehr beeindruckend.
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  • Irgendwo im Nirgendwo

    January 23 in Costa Rica ⋅ ☀️ 24 °C

    Der Kaffee schmeckt zum Sonnenaufgang einfach am besten, vor allem, wenn man dabei noch Meerblick geniesst, die Brüllaffen drumherum den Tag ankündigen und die Nasenbären auf den Bäumen herumkraxeln.
    Nach dem Frühstück erkunden wir den Strand unten in der Bucht und haben die ganze Bucht nahezu für uns. Wir bodyboarden, chillen in den warmen Pools am Strand und die Jungs spielen fröhlich im Sand.
    Nach einigen Stunden geht’s zurück zu unserem kleinen Paradies und den Rest des Tages verbringen wir mit Spielen, einem kleinen Workout (endlich mal wieder!), snacken, schlafen und planschen im kleinen Becken. Wir bekommen noch Besuch von weiteren Nasenbären und Brüllaffen und sehen tatsächlich sogar einmal einen Wal weit entfernt im Meer.
    Nach dem leckeren Abendessen geht’s wie immer früh ins Bett.
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  • Highway to Paradise

    January 24 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Was für ein Tag… wir wachen wieder vom Brüllaffenwecker zum Sonnenaufgang auf und trinken einen Kaffee, bevor ich mich endlich mal wieder auf eine kleine Joggingtour aufmache (nachdem ich ebenfalls ein paar Tage Rücken hatte). 🙄
    Unterwegs begegne ich jeder Menge Brüllaffen, die überall unterwegs sind. Beim Relaxen in den Liegestühlen danach sind wir umringt von Nasenbären und weiteren brüllenden Äffchen, als sich in der Ferne noch mal einige Buckelwale zeigen. Auch von so weit weg einfach magisch.
    Wir geniessen noch den Vormittag am Camp, Dirk und Luis gehen noch eine Runde bodyboarden, und dann verlassen wir diesen wundervollen Ort, der uns vom Feeling her sehr an unsere Camps in Afrika erinnert hat.
    Und los geht’s auf die ca. 120 km weite Strecke gen Süden. Heute sitze ich am Steuer und wir kommen gut voran. Den ersten Stop legen wir am palmengesäumten Bilderbuchstrand Playa Carillo ein, wo wir Street Food Lunch einnehmen. Danach geht es für 100 km auf Dirt Road durch wunderschöne Landschaft mit roter Erde und saftigen Weiden. Unser Toyota bringt uns sanft über die staubige Piste, bis wir das erste Mal vor einer Wasserdurchfahrt stehen. Dirk watet tapfer durch und das Wasser ist zum Glück nicht tief. Auch die zweite meistern wir problemlos. Als Google Maps uns irgendwann auf einen Feldweg schickt, ahnen wir bereits Böses und tatsächlich landen wir kurz danach vor unserem Endgegner - dem wir uns nicht stellen. Wir begehen den abgestürzten Weg zwar einmal, aber hier ist mit diesem Auto kein Durchkommen. Also geht’s ein paar Kilometer zurück und dann finden wir eine passende Alternativroute.
    Nach vier Stunden kommen wir endlich an - und die Überraschung gelingt, die Jungs sind völlig aus dem Häuschen. Für die nächsten Nächte haben wir eine Villa mit zwei Suiten wenige Gehminuten vom Strand entfernt, mit Pool inklusive super Rutsche und Pickleballfeld mit Basketball, Fussbällen und und und. Der Rest des Tages wird also genutzt, um alles auszuprobieren.
    Abends gehen wir noch kurz runter an den Strand und Luis verliebt sich direkt in die gigantischen Wellen, die hier auf den Strand schlagen. Mit zwei Lifeguards (uns) in Wachstellung darf er am Strand darin spielen, es haut ihn trotzdem ein paar Mal von den Füssen.
    Nach einer kurzen Poolparty und lecker Abendessen geht’s ins Bett.
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  • Urlaub im Urlaub

    January 25 in Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute geniessen wir einfach den Tag. Wir werden von Aras und Brüllaffen geweckt, arbeiten etwas, essen viele frische Früchte, spielen Pickleball, Fussballtennis, Cornhole und Schach. Mittags machen wir ein Workout, während die Jungs im Pool planschen, Dirk und Luis kämpfen eine Weile mit den Wellen am Strand. Ein paar Kapuziner schauen vorbei und wir unterhalten uns nett mit den amerikanischen Nachbarn. Die selbstgemachte Pizza schmeckt fein und danach schlafen wir zu Meeresrauschen ein. Life is good.Read more

  • Montezuma

    January 26 in Costa Rica ⋅ ☁️ 24 °C

    Nein, keine Sorge, der Name ist zum Glück nicht Programm.
    Ich stehe ganz früh auf und jogge bereits um 6.20 Uhr los, trotzdem ist es bereits heiss. Meine Runde geht bis zu einem Strand, von dem ich am Wasser entlang zurücklaufe. Und was finde ich unterwegs, ca. einen Kilometer von unserer Unterkunft entfernt?! Meinen Flip Flop, der vorgestern von den Wellen weggespült wurde… unglaublich! Nach der
    Joggingrunde steht noch ein Pickleball Match Schmidt vs. Schmidt an, das Dirk natürlich gewinnt.
    Wie immer frühstücken wir gemütlich und danach fahren wir nach Santa Teresa. Wir mieten uns motiviert ein Board für uns alle, scheitern aber an den schwierigen Wellen und dem kleinen Brett. So ist es ein kurzes Vergnügen und nur zwei Stunden später fahren wir weiter nach Montezuma, Namensgeber für die bekannte Rache, die uns auf dieser Reise noch nicht heimgesucht hat - toi toi toi!
    Wir klettern dort 15 Minuten einen Bachlauf hinauf und landen an einem schönen Wasserfall, an dem wir sofort ins kühle Wasser springen. Luis will ausserdem gleich hoch hinaus und klettert mit Dirk die ca. 5 m hohen Felsen hoch, von denen sie herunterspringen.
    Nach der schönen Tour fahren wir zurück nach Hause und machen uns einen gemütlichen Abend.
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  • Noch einmal faul sein

    January 27 in Costa Rica ⋅ ⛅ 29 °C

    Unser letzter ganzer Tag hier im Paradies ist angebrochen. Wir geniessen ihn noch mal mit allen Annehmlichkeiten von Pool über Pickleball, Cornhole bis Fussballtennis. Am Nachmittag müssen wir aber noch mal was unternehmen und spazieren den kurzen Weg zur Playa Cocalito, wobei wir unterwegs noch mal ganz süssen Kapuzinern begegnen.
    Der Strand ist wieder wunderschön und das Besondere ist hier der Tidenwasserfall - wohl einer von 31 auf der Welt. Hier fällt das Wasser also direkt ins Meer. Wir spazieren noch etwas am Strand entlang und dann geht’s wieder nach Hause, wo wir noch ein kleines Workout und danach eine Pool Party mit Apéro machen.
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  • Zurück auf Reisen

    January 28 in Costa Rica ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir gehen den Morgen wie immer gemütlich an und dann fahren wir los in Richtung Fährhafen. Der Abschied fällt uns schwer, die Jungs würden am liebsten den Rest der Zeit hier verbringen.
    An der Fähre läuft alles unkompliziert und die Fahrt bis nach Puntarenas verbringen wir gemütlich auf dem schattigen Deck mit Schach und ein paar Snacks.
    Die Fahrt geht weiter gen Süden und wir stoppen kurz an der Krokodilbrücke, wo aber nur ein dickes Krokodil faul im Wasser liegt. Angelockt von einem Schild fahren wir zu einer dänischen Bäckerei und decken uns mit Plunderstücken für den Nachmittag ein.
    Unsere kleine Unterkunft erreichen wir kurz darauf. Sie liegt ausnahmsweise mal in einem einfachen Fischerdorf, das nicht vom Tourismus eingenommen wurde. So bekommen wir nach einer kleinen Siesta noch mal einen Einblick in das echte Costa Rica hinter den Kulissen - und das ist natürlich weniger sexy mit deutlich mehr Müll, einfachen Häusern und Fischernetzen am Boden. Wir essen in einem einfachen Restaurant, wo das Essen lecker und tatsächlich auch mal bezahlbar ist.
    Danach gehen wir früh schlafen, denn morgen geht es direkt weiter.
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