Switzerland
Poschiavo

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Travelers at this place
    • Day9

      Bernina Pass 2235m

      February 15 in Switzerland ⋅ ☁️ -5 °C

      Nun habe ich meine erste Nacht erlebt. Im wahrsten Sinne, denn es hat die ganze Nacht geregnet und es hat sich angefühlt, als ob die Regentropfen ein gratis Rockkonzert geben. Da halfen nur noch Oropax und so ging’s. War dennoch ganz schön kalt am Morgen und ich war zeitig auf. Gut so, denn ich hatte ja vor nach Italien zu kommen.
      Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, Frühstück verputzt und sauber gemacht (dauert immer alles etwas länger), fuhr ich los. Kurz vorher hatte ich noch den Gedanken: warum mache ich das nochmal und warum tausche ich mein komfortables Leben gegen ein enges im Wohnmobil, wo alles etwas im Weg ist, kein fließend Wasser (vor erst) und man sich erst zurecht finden muss. Aber klar: die Freiheit los zu fahren, den Horizont erweitern und aus der Komfortzone raus.
      Und das ist mir heute gelungen, mehr oder weniger freiwillig. In meinem Navi stellte ich mautfreie Route ein, also ging es über 2 Pässe. Der Julierpass 2284m war wunderbar. Alles verschneit, Straßen geräumt und ich fuhr durch einen verschneiten Märchenwald Richtung St. Moritz. Jetzt hab ich die High Society mit ihren Prunkbauten auch mal gesehen, schnell weiter. Der 2. Pass über Bernina 2235m machte mir dann doch sehr zu schaffen. Ich schlitterte, fuhr seitwärts und mein Herz stand kurz still. Als ich ein Schneefahrzeug hinter mir sah, deutete ich ihm an, hinter ihm fahren zu wollen, was er auch kopfschüttelnd verstand. Also wieder zurück und hinter dem Gestreuten hinter her. Zum Glück ging der Plan auf aber das Glück war dann doch sehr auf meiner Seite. So ging’s im Schritttempo den Berg wieder hinab, um endlich in Italien anzukommen. Hier warteten engere und kaputtere Straßen auf mich und ich machte den schnellfahrenden Italienern mit meinem breiten Mobil ungewollt Konkurrenz. Als ich dann endlich die Alpen verlassen hatte, war ich wirklich erleichtert und schaffte es zu einem See. Nun stehe ich auf einem Parkplatz, mit einer Kirche die aller halbe Stunde ihr Zeichen gibt 😁
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      Meine liebe Nastasia, es ist einfach toll ,deine wunderbaren Kommentare und Traumhafte Video,s anzuschauen, du bist und bleibts etwas besonderes..😎😘👍Pass gut auf dich auf, dein Renatchen [Renate]

      2/16/22Reply

      Wow, was für ein Erlebnis! Über diesen Pass sind wir vor 6 Jahren mit dem Bernina-Express von Davos nach Tirano gefahren. Und Du tuckerst da nun mit Deinem BamMobil durch den Schnee! Hochachtung! Freue mich schon auf die nächste Etappe! LG aus Berlin, Anja [Anja Dassel]

      2/18/22Reply
       
    • Day14

      Day 14: Faultier-Tag

      July 14 in Switzerland ⋅ ⛅ 16 °C

      Wir sind traditionell als allerletzte um kurz nach acht von unserer letzten SAC Hütte aufgebrochen (Ronny: Das lag traditionell an mir, bin mir aber keiner Schuld bewusst. Kurz nach 8 ist absolutes morgendliches Limit…).

      Schon komisch aber unter uns: die tägliche Rosinenextraktion im Birchermüsli (Hüttenfrühstück) werden wir beide erstmal nicht vermissen 😅

      Ganz cheesyyyy gab es statt Freundschaftsarmband ein Freundschaftsstirnband (ignoriert die müden und zerknitterten Gesichter).

      Dann haben wir den Abstieg aber nochmal genossen und uns vom Gletscher verschiedet. Ronny hatte heute meine Beinschwäche von gestern, wenn sich sowas früh einstellt, weiß man wie erschöpft man eigentlich ist.

      Wir haben uns dann den geplanten 10km Tal-Langweil-Geradeaus-Weg gespart und stattdessen zufällig eine sehr alte Bahn zum Ospizia Bernina genommen. Im Passhotel angekommen hatte ich noch große Vorhaben, hier gibt’s auch Gletschergärten und Berge und Seen zu bewandern, bin aber eiskalt tief und fest eingeschlafen. Wir beide um ehrlich zu sein, da hat man dann doch erstmal gemerkt, wie fertschhhhh (um sächsisch zu bleiben) wir sind.

      Dann gab es das erste mal ein langes Bad und die Beine haben vielleicht gezwiebelt…

      Das war’s auch, um genau zu sein, seit mittags sind wir hier, faulen ab, lesen, tanken Kraft und jetzt gibt’s Essen. Faultiere 🦥🦥haben sich gut ausgepowert und diesen unfreiwillig halben Off-Day gebraucht, schließlich folgen noch 3 Etappen🏔🏔🏔.
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    • Day15

      Day 15: Wir sind (leider) zu Ende

      July 15 in Switzerland ⋅ ⛅ 18 °C

      Es gibt so Tage, da denkt man am Abend - es konnte nur so laufen.

      Die Zeichen tauchten im Laufe des Tages immer wieder auf, einzeln waren sie nicht ganz so bedeutend, doch zusammengesetzt ergaben sie dann einfach das Bild, welches am Ende des Tages fertig gemalt wurde.

      Doch springen wir zurück zum Beginn: Beide Rösti-Trekker erwachten schon frühzeitig vor dem Weckerklingeln, nach Mittagsschlaf schien man topvorbereitet auf die letzten drei Bergtage. Das Frühstück im Passhotel durchaus reichhaltig und sogar mit Kuchen. Dann ab mit dem Bus, um den langweiligen 600hm-Abstieg vom Pass zu sparen (10 Franken für 12min Fahrt...).

      Angekommen in Sfazu begann der heutige erste Aufstieg, direkt steil in den Wald und die Körper und Beine meldeten das erste Mal nach dem gestrigen Faultiertag - jetzt willst du wirklich wieder wandern? Spinnst du? Das Rumliegen gestern war doch so toll, warum zerstörst du diese Idylle???

      Naja, erstmal blieb keine Wahl und es ging stetig bergauf, mal steiler, mal über durchaus schöne Almwiesen. Doch lag eine gewisse Schwere über dem Weg. Die Worte rar, die Blicke in die Natur auch eher selten. Ein Zwicken am Rücken, ein komisches Gefühl am Knie, die Gedanken irgendwie woanders. Könnte es sein, dass man das Limit erreicht hat? Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch?

      Nun ja, es wurde erstmal verdrängt und nach 2 Stunden Aufstieg standen wir am ersten Tagesziel - dem Lagho di Saoseo (von Anni auch einfach nur Senseo genannt).

      Und was offenbarte sich da für ein Anblick: Ein glasklarer Bergsee, unfassbare Farben, im Hintergrund lugte noch der massive Gletscher vom Piz Palü hervor - man kann die Schönheit dieses Ortes kaum in Worte fassen. Ein See wie gemalt in eine wundervolle Landschaft, umgeben von schöner Nadelbaumbewaldung mit kleinen Steinfelseninseln. Und bei sehr warmen Temperaturen war klar - da müssen wir rein. Also Badesachen an und ab ins kühle Nass. Ins sehr kühle Nass. Der See hatte keine 10 Grad... nun ja, für eine kurze Erfrischung war es perfekt.

      Und dann folgte das unweigerliche Gespräch - heute wären es noch gut 3 Stunden gewesen, aber die beiden kommenden Tage wären nochmal körperlich extrem herausfordernd. Ignoriert man die Zeichen und zieht es einfach durch, was durchaus realisierbar wäre? Oder trifft man die womöglich schwerere Entscheidung und besinnt man sich darauf, dass dieser See quasi ein perfekter Abschluss der Bergtour wäre? Und so sei es nun auch. Nach den ganzen Höhepunkten der letzten zwei Wochen - angefangen von den harten Einstiegsetappen über die wundervolle gemeinsame Zeit mit den Kesch-Trekkern und vor kurzem der absolut grandiose Bernina-Trek - spielt auch der Kopf die Rolle mit, dass dies quasi nicht mehr zu toppen ist. Und im Zusammenspiel mit den geschundenen (und gestählten) Körpern macht es einfach Sinn, jetzt zu sagen - wir sind zu Ende, jedenfalls was das Bergwandern anging.

      Umso schöner, dass man diese Entscheidung auch gemeinsam treffen kann, ohne dass jemand das Gefühl hat, das etwas weggenommen wird.

      Also fix die kommenden Übernachtungen umgebucht und für heute spontan was im schweizerischen Talort Poschiavo organisiert. So ging es dann nach einem durchaus beschwingten Abstieg - am Anfang war es schon schwer, dem Trek Lebewohl zu sagen, aber am Ende fast befreiend - zum Bus und ab ins ziemlich heiße Tal.

      Vor kurzem noch auf fast durchgängig 2500m Höhe sind plötzlich 30 Grad echt krass. Es wurde der Supermarkt gestürmt und zum Abschluss gab es ein herausragendes Safran-Risotto mit lecker einheimischen Vino (nach dem Tag musste die Flasche her).

      Morgen bleiben wir noch in der Schweiz, werden einen längeren Transit ins Val Müstair unternehmen, wo wir noch eine Nacht verbringen werden.

      Nachdem man gestern gemerkt hat, wie sehr der Körper jede Sekunde Ruhe nutzen will, um sich zu regenieren, nutzen wir nun die restliche Urlaubszeit dazu. Die Zeichen des Körpers und der Seele waren genug und wir schwelgen schon leicht in Erinnerung an diese unfassbaren zwei Wochen.
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      annilovesicecream

      Manchmal ist es einfach stärker aufzuhören 🥺

      7/15/22Reply
      Traveler

      Isso! Ich hab größten Respekt vor euch 🌷

      7/16/22Reply
      Traveler

      Wow - ihr beiden! So starke Worte und ganz ehrlich, alles richtig entschieden! 💪 ihr hattet unvergessliche und herausfordernde Momente und habt einfach gemerkt, dass es nicht besser werden kann. Bekanntlich soll man ja aufhören wenn’s am schönsten ist nä? Aber es gehört auch einiges dazu sich einzugestehen dass die Kraft genau bis zu dem Moment gereicht hat. Ich kann nur sagen: chapeau! Es war auf jeden Fall wieder eine absolute Freude euch zu folgen und zu lesen ❤️❤️❤️ kommt gut nach Hause ihr bergziegen ☀️

      7/16/22Reply
      annilovesicecream

      🙏🏼♥️🙏🏼DANKE!! Es ist sehr schwer gefallen aber fühlt sich richtig an! Wie schön, dass du uns gefolgt und mit uns gefühlt hast mein Herz 💓

      7/16/22Reply
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    • Day8

      Schlussspurt

      September 2, 2021 in Italy ⋅ ⛅ 13 °C

      Alles in allem sind es dann doch wieder über 500 Kilometer geworden und ich bin ziemlich genau nach 12 Stunden wieder im Hotel angekommen… Es waren auch noch wirklich tolle Passstrecken auf dem Weg, aber da ich heute oft über 2.000 Metern Höhe unterwegs war, nimmt man einen Pass mit „nur“ 1.750 Metern Höhe kaum noch wahr…

      Im Hotel gab es das letzte leckere Abendessen, gepackt wird morgen früh…
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      Traveler

      Wow, tolle Bilder. Beeindruckende Landschaft. 😍

      9/3/21Reply
       
    • Day7

      Day 7 - Tirano & Chur

      September 11 in Switzerland ⋅ ⛅ 5 °C

      Vandaag gingen we al om 8 uur ‘s ochtends met de bernina express naar Chur. Het was een super mooie treinrit en op het einde kregen we gratis chocola in een treinverpakking en thee in een drinkpakje(dat was best goor). Toen we aankwamen in Chur kwamen we erachter dat een busticket 7.60 was. Veel te duur !!!! Maarja toen gingen we door naar ons vakantiehuisje in Tschiertschen.Read more

    • Day12

      Eine Nacht in der Schweiz

      May 2 in Switzerland ⋅ ⛅ 5 °C

      Zwischenstopp in der Schweiz, bevor es morgen weiter nach Liechtenstein geht (:
      Wurde leider zur teuersten Nacht dank Datenvolumen.... dafür sind wir dann ohne Internet bis Liechtenstein gefahren... wir haben uns auch nur ein paar mal verfahren 🙈Read more

    • Day2

      Berninapass Teil 1

      September 5, 2021 in Switzerland ⋅ ☀️ 13 °C

      Der Berninapass, rätoromanisch Pass dal Bernina, italienisch Passo del Bernina ist ein Alpenpass im Schweizer Kanton Graubünden, der auf einer Höhe von 2235 m ü. M. das Engadin im Norden mit dem Puschlav und dem italienischen Veltlin im Süden verbindet. Der Scheitel der Passstrasse liegt etwas weiter östlich auf 2328 m ü. M.Read more

    • Day2

      #6 Forcola di Livigno

      June 25 in Italy ⋅ ☀️ 9 °C

      Unser Weg führte nach einem kleinen Abstieg gleich wieder hoch über den nächsten Pass: den Forcola di Livigno. Auf 2315m ist auch gleichzeitig die nächste Grenze zurück nach Italien 🇮🇹 . Den zweiten Grenzübergang für Heute. Am Fusse des Passes liegt das Ort Livigno. Diesen Ort haben wir nur durchfahren, es sah jedoch danach aus dass hier ständig viel los ist. Etwas ausserhalb des Dorfes ist ein riesiger Stausee. Dieser schien aber ausserordentlich leer. Brücken unter denen kein Wasser durch lief und eine riesige Sandfläche deutete darauf hin. Über eine Brücke ging es wieder über die Grenze in die Schweiz 🇨🇭. Dieses Mal aber nicht über ein Pass ⛰️ sondern durch einen kostenpflichtigen Tunnel 🚇.Read more

    • Day1

      Passo di Bernina

      September 12, 2021 in Switzerland ⋅ ⛅ 9 °C

      Mit Roman im Gepäck geht's von der Talstation der Diavolezza Bahn Richtung Passo di Bernina, Livigno und schlussendlich zum Lago Maggiore.
      Bei Massimo leuchtet sofort die Abgaswarnleuchte auf. Es sei vorweggenommen: das tut sie die ganze Pyrenäenfahrt, aber der Bus lässt uns natürlich nicht im Stich.Read more

    • Day3

      Diavolezza - 2973m

      September 20, 2021 in Switzerland ⋅ ❄️ 1 °C

      Wenn Du einen Schneemann bauen kannst, dann bau ihn! Egal wie alt du bist.

      Die Diavolezza (rätoromanisch: Teufelin) ist ein Joch und Skigebiet auf dem Gemeindegebiet von Pontresina in Graubünden in der südöstlichen Schweiz. Sie hat eine Höhe von 2958 m ü. M. und liegt südöstlich des Munt Pers (3206 m ü. M.)in den Bernina-Alpen.

      Der Name Diavolezza stammt aus einer Sage:
      Vor vielen Jahren hauste beim Munt Pers (verlorener Berg) eine wunderbare Bergfee. Sie wurde nur selten von Jägern erblickt und mit Vorliebe dann bestaunt, wenn sie über die Hänge des Munt Pers zum «Lej da la Diavolezza» hinüberwechselte, um dort ein Bad zu nehmen. Dann jeweils wurden die jungen Jäger unvorsichtig. Sie folgten ihr über die Felsen bis hinüber zu ihrem Schloss. Aber ein Jäger nach dem anderen verschwand. So erging es auch Aratsch, einem Jüngling aus dem Dorf. Überall wurde vergeblich nach ihm gesucht und schliesslich nahm man an, er sei in eine Gletscherspalte gefallen oder abgestürzt. Denn, wer bei Einbruch der Nacht sich in der Region aufhielt, hörte, vom Winde getragen, die klagende Stimme der Diavolezza, die rief: «Mort ais Aratsch!» (Aratsch ist tot). Daher kommt der Name der Alp Morteratsch im Kessel der Berninagruppe.
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    You might also know this place by the following names:

    Poschiavo, Поскьяво, Pesclavium, Pusc'ciâf, Puschlav, Poschiavu

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