Vietnam
Hoi An

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410 travelers at this place:

  • Day53

    11. Kapitel

    February 8 in Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C

    Hey

    Erster Bericht aus Vietnam. Nachdem ich einen weiteren Flug erfolgreich hinter mich gebracht hatte, wartete das Zollbüro schon gespannt auf mein Visum. Da ich alles schon im vorhinein online erledigen konnte, ging es bei mir trotz langer Schlange ziemlich zügig voran. Mit einem weiteren Stempel im Pass fuhr ich mit dem Airport Shuttle Bus in die Innenstadt von Ho Chi Minh. Ein echtes Schnäppchen für 90 Rappen wenn man die 30 Minuten Fahrzeit bedenkt. Bei der Fahrt konnte ich zum ersten Mal das Verkehrschaos und die Millionen Roller begutachten die sich ihren Weg durch die Massen suchten. Bangkok war ja in Sachen Verkehr schon eine Grösse aber das war nochmals was ganz anderes. Speziell am Abend sieht man vor lauter Rollern die Strasse nicht mehr. Dementsprechend ist das überqueren am Anfang auch ein richtiges Abenteuer. Spätestens beim dritten Versuch klappt es dann auf Anhieb. Man muss sich langsam und stetig über die Strasse begeben, die Roller erkennen dich und schlängeln sich regelrecht um dich herum. Da ich immernoch ein wenig von den letzten Nächten gerädert war, beschloss ich die nächsten paar Tage mit sightseeing zu verbringen. Schliesslich hat auch dieses Land eine bewegende Geschichte hinter sich und man kann auch jetzt noch an diversen Ecken den französischen und amerikanischen Einfluss spüren. Mein Besuch im War Remnant Museum war dann auch sehr Eindrücklich. Das Museum zeigt die Kriegsgeschichte seit dem Einmarsch der Franzosen auf. Der Fokus der Ausstellung lag vor allem auf den diversen Fotos die von Kriegsfotografen aufgenommen wurden. Die Bilder sind schockierend und ohne irgendwelche Filter geschmückt. Spätestens wenn man die toten Zivilisten, darunter auch Kinder und Säuglinge sieht, wird einem erst richtig bewusst wie schrecklich es zu dieser Zeit sein musste. Nach diesem einschneidenden Ereignis musste ich meine Gedanken bei einem Stadtspaziergang durch Saigon neu ordnen. Bei einem ersten Mittagessen konnte ich dann auch die berühmte Nudelsuppe Pho Ba zum ersten Mal probieren. Das Essen ist auch hier hervorragend und überaus gesund. Meinen letzten Tag in Ho Chi Minh verbrachte ich mit einem Besuch der Cu Chi Tunnel rund eine Stunde ausserhalb der Stadt. Der Ort zeigt heute noch die kleinen Tunnel die von den Guerillas genutzt wurden im Kampf gegen die Amerikaner und der Saigon Armee. Da alle westlichen Touristen aber viel zu Fett für die schmalen Tunnel sind, wurden diese auf das doppelte vergrössert. Man konnte dann auch noch einen rund 100 m langen Tunnel hindurch “kriechen”... bei mir eher ein gehen. 😂 Unser Führer war aber in solch einem Stress, dass wir kaum Zeit hatten die überlaufene Touristenattraktion zu begutachten. Trotzdem war es spannend und eindrücklich wie die Guerillas vorgingen.

    Am vierten Tag hiess es dann auf nach Mui Ne. Eine kleines Touristen Dörfchen an der Ostküste Vietnams und rund 4 Stunden Busfahrt entfernt. Dort hatte ich vier Tage in einem Backpacker Resort am Strand gebucht. Das Hostel verbreitete Gute Laune und Party Stimmung. Die Tage verbrachte ich mit lesen, am Strand liegen, neue Leute kennenlernen oder trinken. 😂 Eine super Abwechslung nach den Grossstädten Bangkok und Saigon. Mui Ne ist ausserdem für die zwei grossen Sanddünen in der Umgebung bekannt. Mit einem Nachmittagsausflug konnte ich auch diese Attraktion noch abhacken. Während meines Aufenthaltes in Mui Ne musste ich auch noch meine weitere Reise planen da das Lunar Neujahr genau auf meine Vietnamreise fiel. Während rund einer Woche nach dem Tet Feiertag ist so ziemlich alles in Vietnam geschlossen. Ich beschloss das Fest in Da Lat, einer kleinen Stadt in den höheren Gebirgen zu verbringen. Leider sind zu dieser Zeit auch alle Buspreise extrem hoch. In Da Lat angekommen, traf ich auf ein paar alte bekannte Gesichter aus Mui Ne und wir beschlossen die Silvesternacht zusammen zu verbringen. Es wurde ein grosses Feuerwerk nähe des Stadtsees angekündigt welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Kurz vor zwölf versammelten wir uns dann auf einem kleinen Platz im Zentrum der Festlichkeiten. Das Feuerwerk war dann auch ein echter Hingucker. Man merkt, dass die Vietnamesen nahe an der Chinesischen Quelle sitzen. 😉 Nach dem Staunen wollten wir uns dann auf den Weg in eine Bar oder Nachtclub begeben um mit dem Volk das neue Jahr gebührend zu feiern. Denkste, das Fest war so schnell vorbei wie es angefangen hat. Nichts mit feiern, alles geschlossen und die Vietnamesen gingen sofort nach Hause zur Familie. ☺️ Somit war auch unser Durst gestillt. Am nächsten Tag fanden wir dann noch eine tolle Bar die aus einem Labyrinth Bestand. Mann musste seinen Weg zur Bar erst verdienen. War toll gemacht, nur leider war im Keller alles nass und es roch nach Pisse. 🙈 Zum Glück lag die Bar im Obergeschoss.

    Nach zwei Tagen Da Lat buchte ich einen Nachtbus nach Hoi An. Eine kleine schmucke Stadt an der Vietnamesischen Ostküste. Die Busfahrt war leider nicht sehr angenehm und war geprägt von den kurvigen Manövern unseres Busfahrers. In Hoi An angekommen musste ich mich dann auch gleich übergeben… was aber eher an einer am Vorabend verzehrten Pizza lag. Da auch meine australischer Weggefährte diese Genoss verbrachten wir den ersten Tag im Hostel. Trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf die Stadt mit den vielen französischen Bauten und dem guten Essen. Mehr dazu dann im nächsten Bericht.

    Sili
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  • Day86

    Hoi An - Weihnachten

    December 27, 2018 in Vietnam ⋅ 🌧 26 °C

    "Ich kann dieses asiatische Essen nicht mehr sehen. Ja, lass uns zum Inder gehen. Das ist wie zu Hause." sagt Ralf zu mir als er sich aufs Bett schmeißt. Und ich bekomme einen Lachanfall. Okay also ab zum Inder am ersten Weihnachtsfeiertag.

    Die Tage vor Weihnachten verbringen wir im Coworking Space. Zwischendurch machen wir unsere Pausen am Strand oder radeln über die Reisfelder. Das Wetter bessert sich für 5 Tage und wir bekommen 27 Grad, Sonne und blauen Himmel.
    In der Albstadt tummeln sich die Touris. Für 7 Tage ist hier nun Hochsaison. Menschen aus aller Welt strömen in die Altstadt um sich die bunten Gassen anzuschauen.
    Und am Abend gehen wir mit den Leuten vom Coworking Space in die Bars. Hier werden Luftballons mit Lachgas verteilt, die wir dankend ablehnen. Uns reicht Wein, den wir gefühlt eine Ewigkeit nicht getrunken haben.

    Dann rückt Ralfs Geburtstag näher. Ich finde heraus, dass es im Delikatessen-Laden "Dingo Deli" glutenfreie Leckereien gibt und bestelle 4 glutenfreie Schoko-Cupcakes, die uns am 23. geliefert werden sollen. Mein Plan: ein Überraschungsfrühstück.
    Ralf soll nichts davon erfahren. Am nächsten Morgen soll das Frühstück mit Cupcakes schon auf dem Tisch stehen.
    Also gehe ich zur Rezeption und erkläre dem Herren, der ungefähr in meinem Alter sein müsste: Morgen 9 Uhr eine Lieferung von Dingo Deli.
    Außerdem schreibe ich ihm alles sorgfältig auf. Auch welche Leckereien sie für uns vorbereiten können. Und ich erkläre ihm, dass er wenn er fragen hat aufjedenfall mit mir und nicht mit Ralf sprechen muss. Weil es sein Geburtstag ist. "Yes only you!" sagt er und schüttelt, wie ein Hündchen seinen Kopf und bestätigt mir alles. Super! Das hat geklappt. Er hat mich verstanden. Denke ich ...
    Dann gehe ich wieder aufs Zimmer und wir bereiten uns für den Abend vor. Wie sind verabredet mit Freunden, die ich Anfang des Jahres in Berlin bei einer Veranstaltung kennengelernt habe.
    Als wir auf dem Weg nach draußen sind kommt uns der Rezeptionist hinterher. Ralf steht direkt neben mir und der Rezeptionist fragt: "For tomorrow, Dingo deli at 9 for delivery. Right? And you want the breakfast." Am liebsten wäre ich ihm an die Gurgel gesprungen. Jaaa das habe ich dir alles vor einer Stunde gesagt. Die Asiaten haben die Angewohnheit alles nochmal zu wiederholen um garkeinen Fehler zu machen. Und eigentlich ist das auch total liebenswürdig, nur diesmal geht's in die Hose. Und Ralf weiß Bescheid. Die Cupcakes sind am Ende super lecker, kommen aber total zerdrückt bei uns an. Naja und wir haben was zu lachen.

    Am ersten Weihnachtsfeiertag gehen wir zum Brunch ins Coworking Space. Es ist perfekt. Und wir essen seit langem mal wieder Käse und Brot, sogar glutenfreies. Weihnachtliche Stimmung kommt dann auf als wir Julklapp spielen. Wir verschenken eine kleine Tasche, Sonnencreme und Mückenspray. Ralf und ich können uns fast nicht halten, als auch noch der Weißeste von uns allen die Sonnencreme auspackt. Das perfekte Geschenk, obwohl ich nicht sicher bin, ob er das auch so sieht.
    Weihnachten ist nicht, wie zu Hause. Und mir wird mal wieder klar, wie sehr ich Weinachten mag. Trotzdem haben wir hier viele tolle Momente. Und die Menschen hier sind wundervoll.
    Und Hoi An ist ein wirklich toller Ort. Die Vietnamesen sind so unglaublich freundlich, dass wir uns sehr wohl fühlen.
    Heute waren wir beim Schneider. Denn Hoi An ist bekannt für seine vielen Schneider. Und es sind viele. Unglaublich viele. Durch Empfehlung landen wir bei einer sehr herzlichen Schneiderin, die uns Raum gibt und nichts andreht. Trotzdem geraten wir in einen Rausch. Und können es am Ende nicht fassen, dass 3 Hosen und 3 Oberteile komplett geschneidert insgesamt nur 100 Euro kosten. Morgen sehen wir, wie alles sitzt. Ein tolles Weihnachtsgeschenk an uns selbst und irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass es nicht dabei bleiben wird...
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  • Day107

    Hoi An - Unser Alltag

    January 17 in Vietnam ⋅ 🌧 21 °C

    Nach 10 Tagen schreiben wir Mister Hung über Facebook an. In Hoi An läuft alles über Facebook. Du kannst Essen als Lieferung bestellen, deiner Schneiderin ein weiteres Bild schicken oder eben dein Visum anfragen.
    Mister Hung reagiert sofort. "Kein Problem, Abholung heute um 15 Uhr." Und dann haben wir wirklich unsere Papiere und sind 200 Dollar ärmer. Alles sieht echt aus. Offizieller Stempel von Hon Chi Minh City. Genauso laufen hier die Dinge. Wir können bleiben bis 6. Februar. Und da wir gerne auch ein Visum für 2 Monate für Thailand hätten, behält Mister Hung inkl. Fotos unsere Pässe gleich. Wir entscheiden uns für den einfacheren Weg. Ansonsten müssten wir nach Malaysia - Penang fliegen und dort ins Konsulat gehen um ein längeres Visum für Thailand zu beantragen. Bei Mister Hung alles kein Problem. Für 70 Dollar pro Person lässt er unsere Träume wahr werden. Und er meint: Wir sollen uns jedes Mal bei ihm melden, wenn wir ein Visum an der Grenze brauchen. Meint er damit auch, wenn wir in einem anderen Land sind? Keine Ahnung. Aber wir probieren es einfach aus. Fragen über Facebook kostet ja nichts.
    Die Tage verlaufen recht ähnlich. Wir arbeiten ab 10 Uhr im Coworking Space und lassen den Stift vor 18 Uhr nicht fallen und das 6 Tage die Woche. Meistens arbeiten wir länger. Ralf und ich sind super im Arbeitsmodus. Wir schaffen so viel, dass ich für Januar ausgebucht bin mit Kunden und Erstgesprächen. Ein tolles Gefühl. Trotzdem sind wir gespannt, wie es läuft, wenn wir wieder reisen.
    Am Wochenende gehen wir an den Strand und ich verbrennen mich unvorbereitet. Das Wetter ist schwer einzuschätzen. Es wechselt von Sonnenschein und 27 Grad auf Regen und 21 Grad. Für uns die absolute Kälte.
    Frühstück bekommen wir in der Unterkunft serviert, für das Mittag und Abendessen gehen wir in die Stadt. Wir haben einige Lieblingsgerichte und Lokale von denen ich ein anderes mal berichte.
    Wäsche geben wir für 1 Euro pro Kilo ab und unser Zimmer ist geputzt, wenn wir abends zurück kommen. Luxus pur. Noch genießen wir das sehr.
    Trotzdem platze ich vor Freude als ich an einem Wochenende im coworking space den Kochlöffel schwingen darf. Nicht meine beste Leistung, aber ich durfte endlich mal wieder hinterm Herd stehen und Sarah, der Besitzerin, zuhören. Die mir viel über ihre letzten zwei Jahre hier erzählt.
    Sie ist Deutsche und kommt aus der Nähe von Hamburg. Vor 2 Jahren entschied sie sich ein coworking space hier zu eröffnen. Also mietete sie ein Grundstück und ließ inkl. Architekten ein Haus bauen. Sie musste viele Hürden überwinden und noch jetzt spürt man ihre Rastlosigkeit, aber sie ist glücklich. Auch, wenn es für die Vietnamesen anfangs schwierig war, dass eine Frau ein Business führt. Das ist hier nach wie vor untypisch, obwohl die Frauen dreimal so viel arbeiten, wie die Männer hier.
    Und das sehen wir auch. Auf der Straße sehen wir Frauen mit bloßen Händen den Beton rühren und Steine klopfen. Meistens beginnen sie am Markt zu arbeiten, wechseln dann als Putzfrauen ins Hotel und entläusen am Abend ihre Pflanzen in der Zucht.
    Das Frauenbild ist hier trotzdem klar: sie putzt, kocht und kümmert sich um die Familie. Nach der Hochzeit wechselt sie in die Familie ihres Mannes und muss sich um diese und ihre eigene kümmern. Und auch das bekommen wir mit. Während unsere Schneiderin mich ausmisst, sagt sie mir, dass sie gleich nach Hause fährt um das Essen vorzubereiten. Für die Vietnamesen absolut normal.
    Sarah hingegen ist angekommen und gut positioniert. Sie wird als Geschäftsfrau akzeptiert und hat einen guten Ruf. Auch, wenn die Vietnamesen immer davon ausgehen: wenn man weiß ist, hat man Geld. Das macht die Verhandlungsbasis manchmal schwierig. Trotzdem ist der Plan, das Space noch für mindestens 10 Jahre zu haben. Sie lebt ihren Traum.
    Für uns ist es schön für einen kurzen Moment ein Teil des Ganzen zu sein und einen Alltag zu haben.
    Und so langsam meldet sich wieder die Abenteuerlust. Wir sind so gespannt auf Thailand und die vielen anderen Orte. Nun sind wir über 100 Tage unterwegs und so langsam kommen wir in unserem neuen Leben an.
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  • Day33

    Hoi An 3

    March 1 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute morgen habe ich erstmal das Hostel gewechselt, um in Laufnähe zur Altstadt zu sein. Ich hatte mich schon auf einen längeren Fußmarsch eingestellt, da die Entfernung zwischen beiden Hostels 6 km beträgt und ich keine Lust habe Geld für Taxis auszugeben. Aber ich hatte Glück. Als ich ausgecheckt habe, fragte mich die Hostelbesitzerin wo ich hin muss. Da Sie auch in die Stadt musste, hat sie mich "for free" auf ihrem Roller mitgenommen und sogar direkt bis vor die Hosteltür gefahren. War super lieb von ihr.
    Anschliesend habe ich mir ein City-Ticket gekauft und den Rest des Tages damit verbracht, mir die Altstadt von Hoi An anzuschauen. Mit dem Ticket kann man sich 5 von 22 Sehenswürdigkeiten in der Stadt anschauen. Neben einem traditionellen alten Wohnhaus, einer Versammlungshalle und einem Tempel, habe ich mir natürlich auch die japanische Brücke angeschaut. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und verbindet das ehemalige chinesische und japanische Stadtviertel miteinander. Diese verschiedenen Einflüsse sieht man auch überall in der Altstadt. Es ist schon ein bisschen komisch, wenn man durch die Straßen geht und sich rechter Hand eine Hausreihe im typischen französischen Kolonialstil befindet und genau gegenüber steht ein chinesischer Tempel und dazwischen Seidenlampions soweit das Auge reicht... Ein bunter Stilmix.

    Schon tagsüber waren sehr, sehr viele Menschen in der Stadt unterwegs aber am Abend war es dann brechend voll. Trotz der vielen Touristen ist die Atmosphäre hier aber total entspannt.
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  • Day34

    Hoi An 4

    March 2 in Vietnam ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute wollte ich raus aus dem Getümmel und bin deshalb nach dem Frühstück zum Vegetable Village gelaufen. Das liegt ca. 3,5 km außerhalb des Zentrums. Wie der Name schon sagt werden da jede Menge Gemüsesorten und auch Kräuter angebaut. Die Qualität des Gemüse ist besonders gut, da auf jegliche Art von Chemie verzichtet wird und zum Düngen die Algen aus dem nahegelegenen Fluss verwendet werden. Außerdem soll der Boden besonders fruchtbar sein.
    Die Erträge des Vegetable Village decken fast den kompletten Gemüse- und Kräuterbedarf von Hoi An ab.
    Am Nachmittag ging's dann nochmal mit den Rad los. Gemeinsam mit ein paar anderen Leuten aus dem Hostel und einer Mitarbeiter sind wir wieder stadtauswärts gefahren. Der Weg führte uns durch die Reisfelder und entlang des Flusses. Die Mitarbeiterin hat uns verschiedene Dinge erklärt und gezeigt, was man alles aus einem Wasserkokosnussblatt basteln kann. (Wer weiß, wofür ich es mal brauche ;-)
    Am Abend ging es wieder in die Altstadt aber heute war es noch voller als gestern, da am Wochenende noch die Tagestouristen dazu kommen.
    Man konnte kaum treten.
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  • Day117

    Hoi An - Wir lieben Essen!

    January 27 in Vietnam ⋅ ⛅ 22 °C

    Im Schnitt esse ich 14 Eier in der Woche. Und das seit mindestens 2 Monaten. Ralf isst im Schnitt 28 Wachteleier in der Woche und das seit 3 Wochen (Stand 3.1.19).
    Ich denke, diese Diskussion über Cholesterin können wir klar positionieren.
    Auch wenn mir bis eben nicht mal klar war, dass es so viele Eier sind.
    Hier in Asien wird zum Frühstück oft entweder Ei in sämtlichen Varianten oder einheimisches Essen angeboten. Jeden Tag Suppe, Nudeln oder Sticky Rice zum Frühstück sind aber gewöhnungsbedürftig. Also essen wir Rüherei, Omelette oder Spiegeleier. Dazu gibt es eigentlich immer Obst: Drachenfrucht, Melone, Bananen, Mango und Papaya. (Neuster Stand: wir essen nur noch Obst zum Frühstück. Ralf hat nach 14 Tagen Sticky Rice auch aufgegeben. Sticky Rice ist süsslicher Klebereis mit Wachteleiern und gerösteten Zwiebeln)
    In Thailand kam dann noch dazu, dass in sämtliche Reis- und Nudelgerichte 2 Eier reingeschlagen werden. Und das ist auch traditionell so.
    Ansonsten würde ich behaupten, dass Reis, auch verarbeitet zur Reisnudel, der Hauptbestandteil der asiatischen Küche ist. Natürlich wissen wir das alles, doch wenn man jeden Tag sieht was hier gegessen wird, dann ist das schon irgendwie krass. Stellt euch mal vor wir würden jeden Tag morgens, mittags und abends Kartoffeln essen. Nagut... vielleicht ist es bei uns das Brot.
    Zu den Hauptgerichten:
    Was in Thailand das Pad Thai (gebratene Nudeln) ist, ist in Vietnam die Pho (Nudelsuppe). Ansonsten hat jede Region in Vietnam seine eigenen Spezialitäten. In Hoi An ist es das Cou Lau. Das sind dickere Reisnudeln in einer Soja-Braten-Soße und Schweinefleisch-Scheiben. Sowohl zur Pho, als auch zum Cou Lau gibt es immer Kopfsalat, Kräuter, Sprossen und Zitrone.
    Allgemein wird hier viel Fleisch gegessen, aber anders als in Deutschland wird es teilweise nur gekocht und sehr weich serviert. Sowas wie Scheibenwurst gibt es hier nicht.
    Eine weitere Spezialität in Vietnam ist das Banh Mi. Hier wird ein Baguette mit Fleisch, Ei, Salat und Gewürzen gefüllt. Entstanden ist es in der Kolonialzeit als die Franzosen Vietnam besetzten. Daher gibt es in Vietnam an jeder Ecke heute noch Baguettes. Das Baguette gehört zu ihrem traditionellen Essen dazu. Auch wenn das Bild für uns manchmal noch seltsam ist. Die Vietnamesen laufen teilweise mit riesigen Körben voll Baguettes durch die Straßen und verteilen es an die Stände, wo sie als Banh Mi serviert werden. So ein Bild hätte ich mir eher in Frankreich vorgestellt.
    Unsere Restaurants:
    Mittags und abends gehen wir essen. Selbst kochen ist nicht möglich. Wenn wir total faul sind, bestellen wir über Facebook beim hippen Vietnamesen um die Ecke, der es uns das Essen liefert. Hier essen wir oft vietnamesische Fleischbällchen in Paprika-Tomaten-Soße und Bun Cha Hanoi. Das sind Reisnudeln mit Fleisch und Klöße in einer herzhaft süßlichen Soße. Ein Traditionsgericht aus Hanoi. Da viele Vietnamesen von Hanoi nach Hoi An kommen, findet man viele Einflüsse aus dem Norden. Die Vietnamesen ziehen hier her, weil Hanoi sehr groß, laut und chaotisch ist. Und das ist noch untertrieben. Diese Stadt hat einen anderen Puls und viele Vietnamesen finden in Hoi An Ruhe und Natur.
    Unser zweites Lieblingsrestaurant ist das Restaurant 328. Hier gibt es westliches und traditionelles Essen. Ich esse eigentlich immer die Pho (Nudelsuppe) und bei Ralf gibt es regelmäßig gebratenen Reis mit Zwiebeln und Hühnchen.
    Außerdem haben wir zwei Lieblings Vegetarier. Das AM wirkt irgendwie orientalisch. Hier gehen wir hin, wenn wir Lust auf thailändisches Pad Thai haben. Was im übrigen sehr oft passiert.
    Und dann gibt es hier noch den Vegetarier DER Vegetarier. Man findet ihn in einer kleinen Gasse Richtung Altstadt. Eigentlich ist es ein einheimisches Restaurant. Da sich das gute Essen und die unglaublich vielfältige Auslage rumgesprochen hat, konnten die Inhaber nun sogar die Plastikstühle mit Holzstühle und Tische tauschen. Vielleicht haben unsere vielen Besuche auch dazu beigetragen.
    Das Restaurant ist sehr bewusst und nachhaltig. Hier wird nicht mit Glutamat oder anderer Chemie gekocht. Außerdem gibt es keine Plastikstrohhalme. Aber wenn ich meine 'einheimisch' , ist es auch 'einheimisch' . Die 10 Köchenin, schneiden auf dem Boden sitzend das Gemüse während die anderen um sie herum balancieren und kochen und die Kinder zwischen den Töpfen springen um ein gebratenen Tofuball zu mopsen. Man hat das Gefühl einen kurzen Moment ein Teil einer Großfamilie zu sein. Uns kennen sie schon. Wir essen mindestens 3 Mal die Woche hier. Essen und Preis sind unschlagbar. Für 2 volle Teller und 2 Kokosnüsse bezahlen wir insgesamt maximal 4,50 Euro. Und die Frauen können unglaublich lecker kochen. Es gibt gebackene Auberginen. Tofu auf Zitronengras, was wie Hühnchen schmeckt. Tofubälle super knusprig mit kokosnusssticks. Sämtliches Gemüse. Und Ban Baoh. Das sind Dampfklöße mit Gemüse gefüllt. Ralf liebt diese Dinger.

    Als Charleen, eine Freundin aus Deutschland sich spontan entscheidet, während ihrer Vietnamreise nach Hoi An zu kommen, besuchen wir einige Touri-Restaurants. Und Ralf bringt es auf den Punkt, als er von einer Frühlingsrolle abbeißt: "Die Touristen verpassen was. Sie bekommen falsche kulinarische Eindrücke von Vietnam. Das Essen ist fettig, teuer und geschmacklos." Und während er das sagt wird unserem Nachbartisch gerade das Eimersaufen angeboten. Dabei werden kleine Eimer mit Alkohol gefüllt.
    Das Essen in Vietnam ist wirklich lecker und auch vielfältig. Trotzdem freuen wir uns sehr auf das thailändische Essen. Es folgt noch ein Beitrag nur mit Bildern... 😅
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  • Day88

    Hoi An - Unser neues Jahr

    December 29, 2018 in Vietnam ⋅ 🌧 24 °C

    Ich starre auf 6 Delphine die mich anlächeln und in einem goldener Rahme schwimmen. Kein Traum. Ich sitze beim Friseur und frage mich immer wieder was ich hier überhaupt mache.
    15 Minuten bearbeitet mich der Friseur, der aussieht wie 18. Ich setze mich hin, er kämmt meine Haare und dann schneidet er. Ohne waschen. Ich betrete den Friseur mit fettigen Haare und verlasse ihn auch so. Ralf trifft es seiner Meinung nach härter: "Ich seh aus, wie Kim Jong-un." Und ich bin froh, dass er wenigstens nicht versucht hat irgendwas zu stufen bei mir.
    Die Tage vergehen schnell. Wir haben einen richtigen Alltag und gönnen uns noch 2 weitere Besuche beim Schneider.
    Am 6. läuft unser Visum ab. Und zwei Tage vor Silvester entscheiden wir länger in Hoi An zu bleiben. Einen weiteren Monat. Wir müssen nur herausfinden, wie wir unser Visum verlängert bekommen.
    Und dann kommt Mister Hung.
    Klein, dicklich (einer der ersten dicken Vietnamesen, den wir sehen) und ein Lächeln, was sein komplettes Gesicht einnimmt. Er gibt uns die Hand zur Begrüßung. 3 Monate war er schon in Köln.
    Visum-Verlängerung kein Problem. Und das Lächeln wird breiter.
    Er ist die Adresse für solche Angelegenheiten und er wurde uns von allen empfohlen. "Mister Hung machts möglich!" Also überreichen wir Mister Hung unsere Pässe und 200 Dollar. In 10 Tagen bekommen wir sie zurück. Plus Visum für einen Monat.

    Am Silvestertag gehen wir zum einheimischen Vegetarier, wo wir insgesamt für unser Dinner 5 Euro bezahlen um danach in einem Tourirestaurant namens "Mango, mango." 4 Euro pro Cocktail zu bezahlen. Es regnet super stark zwischen 18 und 23.30, sodass Teile der Straßen vom Fluss überschwemmt werden.
    Wir haben keine Erwartungen an den Abend. Erst hoppen wir durch drei Bars, obwohl die dritte ein Cocktailstand auf der Straße ist und finden uns dann am Wasser unter einem wunderschönen Feuerwerk wieder. In Vietnam ist knallen verboten. In den größeren Orten wird für die Touris aber ein Feuerwerk gemacht. Denn Neujahr ist für die Vietnamesen erst Ende Januar.
    Ab 00 Uhr werden die Anlagen der Bars namens "corner, corner" und "Tiger, Tiger" auf die Straße gestellt und plötzlich tanzt ganz Hoi An auf der Straße. Im leichten Regen bei 22 Grad wird gehüpft und zu "Shakira" die Hüften geschwungen. Eine schöne Kulisse, direkt am Wasser mit etwa 100 Lampionbooten um uns. Und wir treffen zufällig sogar Leute aus dem Coworking space.
    Der Abend endet um 2. Und am nächsten Morgen hängen wir etwas am Schreibtisch durch. Wir suchen nun eine Unterkunft für einen Monat. Für einen Monat wird Hoi An jetzt unser zu Hause und wir hoffen, dass derseit 5 Tagen anhaltende Regen irgendwann nachlässt.
    Danach geht es zurück nach Thailand...

    Wir wünschen euch allen ein wunderschönes neues Jahr! 🌸
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  • Day117

    Hoi An - Wir lieben Essen. (Fotos)

    January 27 in Vietnam ⋅ ⛅ 22 °C

    Hier weitere Bilder zum Essen, vietnamesische Märkte und vieles mehr. Den Text dazu findet ihr einen Beitrag hier vor.

  • Day29

    Hoi An - City of Lanterns

    March 5 in Vietnam ⋅ 🌙 26 °C

    Went to a local bakery's/deli for breakfast- Paul had full English and I had eggs Benedict - good home comfort food! Walked into the old town. So hot we needed to stop for a drink when we got there. Spent the afternoon wandering the streets enjoying looking at the shops and stopping for drinks and people watching. Seems funny that when you are sitting in a cafe other street traders come in to sell you fruit & snacks. As the sun sets all the lanterns light up - really pretty. Walked around the markets and watched the boats on the river.Read more

  • Day28

    To Hoi An

    March 4 in Vietnam ⋅ ☀️ 26 °C

    11am flight from Ho Chi Minh City to Da Nang. Collected at Da Nang airport and taken to Hoi An. The taxi driver didn't speak English but he used an app on his phone to translate for him - at least he made the effort to talk to us! Not impressed with our first room at the hotel - toilet didn't flush, no water pressure and a musty smell so complained & room changed - at -£12.50 a night I am not sure what we were expecting! Had a nice walk into the old town - looks lovely with a large market.Read more

You might also know this place by the following names:

Hội An, Hoi An, هوي أن, Hôi An, הוי אן, ホイアン, ჰოი-ანი, 호이안, Hojanas, Хой Ань, होइ एन प्राचीन सहर, Cidade Antiga de Hoi An, Хойан, Хој Ан, ฮอยอัน, Хоян, ہؤئی آن, 會安, 會安市

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