Vietnam
Tỉnh Quảng Nam

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690 travelers at this place:

  • Day93

    Im Reisgrün zw Meeresblau & Laternenbunt

    March 30, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir erreichen Hoi An sehr zeitig nach einer anstrengenden langen Fahrt durch Serpentinen im engen und vollen Schlafbus. Unser “Homestay” liegt außerhalb der Stadt auf Wegen, die unser Taxi nicht bis zum Ende erreicht. Wir schlendern also durch den ruhigen Morgen der grünen Reisfelder begleitet von Kikeriki und Hundegebell bis an das Ende einer Straße, an dem unsere weiße Villa inmitten des Grün verschlafen auf uns wartet. Glücklicherweise dürfen wir auch hier zeitig einchecken und unser großartiges Bett zum Ausschlafen nutzen. Wir können uns Zeit lassen, leben in den Tag hinein und frühstücken gegen Nachmittag in einem süßen kleinen Lokal direkt um die Ecke, das von einem Holländer vor drei Monaten eröffnet wurde und mit sehr viel Herz betrieben wird.
    Den frühen Abend nutzen wir für einen Spaziergang durch die Reisfelder bis zum Meer vorbei an badenden Wasserbüffeln. Es hört sich so unbedeutend an, doch während wir dahinschlendern, am Strand nach Muscheln suchen und uns in die Wellen werfen um im Anschluss bei leichtem Gewitter in einer trockenen Strandbar Unterschlupf zu finden und mit Nepal zu telefonieren, wird mir klar, dass dieser so unspektakulär scheinende Tag einer der einprägsamsten sein wird.
    Bei Live Musik, Meeresrauschen und meinem vietnamnesischen Lieblingsgericht (Cao Lau) lassen wir die wunderbaren ersten Stunden in Hoi An ausklingen.
    Den kommenden Tag starten wir bei einem Frühstück mit Blick auf den Thu Bon-Fluss in der Altstadt von Hoi An. Am Morgen herrscht hier ein wunderbares Treiben von Einheimischen und Geschäftsleuten, welches uns zunächst auf dem Fahrrad ganz schön nervt, von einem Sitzplatz aus betrachtet jedoch ganz spannend ist. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen der künstlerischen Stadt und stellen uns vor, wie die bunten Laternen wohl am Abend die Welt in allen Farben leuchten lassen werden.
    Zunächst schwingen wir uns jedoch auf die Sättel und erkunden die vielen kleinen Inseln, Dörfer und Reisfelder der Umgebung. Nach einer herrlichen Tour erreichen wir nachmittags völlig durchgeschwitzt unsere Unterkunft, legen eine Erfrischungspause ein und fahren zum Abend in das Lichtermeer der Innenstadt zurück.
    Hoi An’s Altstadt blieb vom Krieg verschont. Die einstige Bedeutung als größter Hafen Südostasiens hat die Stadt zwar schon lange nicht mehr, jedoch wurde seine Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt als Beispiel einer Kulturverschmelzung eines alten Handelshafens des 17.Jahrhunderts. Heute wimmelt es vor allem abends von Touristen und Lampions. Sobald die Sonne am Horizont verschwindet und die Dunkelheit beginnt, leuchten hier in allen Farben entlang der kleinen Gassen, in Kerzen und auf Booten tausende bunte Lichter. Es ist ein Traumzauberspiel in dieser kleinen hübschen gelben Kolonialstadt. Die Massen an Menschen nerven uns nur kurzzeitig auf dem Weg als eine Gruppe von circa 50 Chinesen einzeln in Rikschas durch die engen Fußgängergassen klingelnd an uns vorbei geschlängelt wird. Die Verzauberung der Lichter entschädigt für alles.
    So lassen wir den Abend nach leckerem Banh Mi Baguette und Cao Lau auf dem Markt am Ufer in romantischer Atmosphäre enden.
    Der nächste Tag stellt sich als perfekte Organisation heraus. Ab Mittag fängt es das erste Mal auf unserer Reise in Strömen an zu regnen und hört bis zum Abend nicht mehr auf. Wir haben einen Kochkurs gebucht :) Der findet auf einer Insel gemütlich unter trockenem Dach im Garten statt und lässt uns die Erfrischung des Regens umso glücklicher erleben. Nach einer Markttour durch die Altstadt fahren wir auf einem normalen Boot und später in den berühmten kleinen runden Fischerbooten zu unserer Kochoase. Damit unsere Gedanken entspannt sind und sich später voll und ganz auf das Kochen konzentrieren können, gibt es noch eine Schulter- und Fußmassage und dann geht es los. Wir kochen gemeinsam vietnamnesische Reiskuchen und in Limonengras marinierte Fleischspieße, stellen selbst Reispapier, Sommerrollen und einen Mangosalat her. Es war ein wahnsinnig lustiger Nachmittag mit tollen Bekanntschaften. Mit den beiden Kanadierinnen Odessa und Lissie lassen wir ihn in der Altstadt bei ein paar Cocktails ausklingen. Die beiden reisen zwei Wochen in perfekter Auslastung durchs Land und erheitern uns sehr mit ihren Reisegeschichten und Kälteerlebnissen aus dem hohen Norden Kanadas.
    Den letzten Tag in Hoi An begehen wir in vollem Genuss mit ganz viel Ruhe, schlendern durch Galerien, Geschäfte und über die berühmte japanische Brücke.
    Wir folgen dem Rat unseres Easyriders (Motorradguide) für die nächsten beiden Tage und gehen (zumindest ich) zeitig ins Bett um von den kommenden Abenteuern zu träumen.
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  • Day96

    Auf zwei Rädern über die Wolken

    April 2, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 29 °C

    Thuan steht pünktlich um 7:59Uhr mit zwei Motorrädern an unserer Unterkunft. Wir warten natürlich ordnungsgemäß seit 7:45Uhr auf ihn. Von Anfang an ist er uns sympathisch und wir sehen mit großer Vorfreude die nächsten zwei Tage auf uns zukommen. Thuan nennt sich selbst Mr T, dies ist wohl einfacher für Touristen :). Für uns steht das hochwertigste Zweirad unserer gesamten Asienzeit zur Verfügung. Wir werden ihm zu zweit auf der Route folgen. Den Plan, unsere Rucksäcke auf sein Moped aufzuladen gibt er schnell auf, als er bemerkt, dass es aufgrund des Übergewichts nicht allein stehen kann. Also schicken wir es voraus nach Hue, dem Ziel unserer Fahrt. Eigentlich jedoch, ist der Weg das Ziel.
    Wir beginnen erneut durch Reisfelder zu fahren, mit Kindern abzuschlagen und Kühe aus dem Weg zu treiben bis wir langsam an Höhe gewinnen. Unser Weg führt uns nur selten über Hauptstraßen sondern vor allem auf kleinen Fußwegen inmitten der Natur. Wir fahren entlang des Ho-Chi-Minh Trails. Er war einer der wichtigsten Versorgungswege von Nordvietnam in den Süden des Landes und daher auch einer der Hauptangriffspunkte der Amerikaner. Einige der geheimen Wege führten zudem auch durch Laos (unter anderem im von uns befahrenen Bolaven Plateau) und Kambodscha, welche aufgrund ihrer Unabhängigkeit zunächst nicht vom Boden aus bombardiert werden durften. Um im dichten Dschungel die versteckten Transportwege aus der Luft identifizieren zu können, sprühten die Amerikaner hier in Massen “Agent Orange”, welches die Vegetation schnell und drastisch reduzierte.
    Heute hat sich zumindest die Pflanzenwelt größtenteils erholt.
    Unterwegs legen wir viele Stopps ein, erkunden einsame Wasserfälle, die uns paradiesische Badeoasen bieten, quatschen bei einem Eis mit Einheimischen über die perfekte Melonenauswahl und wie man das Innere der Drachenfrucht von außen feststellen kann. Wir lernen eine Familie kennen, die von der Reisnudelherstellung lebt, stellen sie selbst gemeinsam her und besuchen eine Maschinenweberei, die mit beeindruckend alten Webstühlen in erstaunlicher Geschwindigkeit und Lautstärke Stoffe webt.
    Kurzum - wir fühlen uns vollständig angekommen im vietnamesischen Leben. Am Abend übernachten wir in einem kleinen Dorf, beobachten noch lange die Kinder und Hunde, die die Kühle des Abends auf der Straße genießen. Wenn bei uns die Kinder ins Bett gehen, beginnt hier die Zeit zum Spielen. Es ist beeindruckend, wir unterschiedlich Kulturen sein können.
    Mr T erzählt uns heute Abend von seinen Sorgen und wir lernen, wie sehr die Menschen hier von den großen Agenturen der Welt (zum Beispiel Tripadvisor) abhängig sind und wie schnell sie ihnen das Leben kaputt machen können.
    Am nächsten Morgen nach unserem Lieblingsfrühstück- Banh Mi (Baguette mit wahlweise Wurst oder Ei und Gemüse und KORIANDER) geht es wieder auf die Maschinen hoch in die Berge. Heute ändert sich die Natur noch einmal komplett. Wir sehen Ananas- und Teeplantagen, Zimtbaumfelder, die ersten Etagen-Reisfelder und lernen zwei verschiedene Minderheitsvölker kennen. In sehr einfachen Verhältnissen leben sie hier ohne Kanalisation oder Geschäfte allein mit ihrer eigens betriebenen Landwirtschaft. Das Leben hier ist so unvorstellbar für uns, die Menschen scheinen jedoch sehr glücklich. Vielleicht ist unsere Idealvorstellung vom Leben nicht die einzig wahre...
    Immer weiter fahren wir auf Serpentinen nach oben bis wir den Höhepunkt unserer Tour erreichen: den Hai Van Wolkenpass. Der 21 km lange Pass stellte im Mittelalter die Grenze zwischen Nord-und Südvietnam dar und war aufgrund seiner Lage auch im Vietnamkrieg noch stark umkämpft. Er gilt zudem als Klimascheide zwischen dem warmen Süden und kalten Norden. Diese Grenze zeigt sich uns glücklicherweise jedoch nicht. Auch der berüchtigte Nebel, der dem Pass seinen Namen gibt, verschont uns und eröffnet uns damit atemberaubende Aussichten auf das südchinesische Meer und den Dschungel. Wir können nicht anders, als alle paar Meter anzuhalten und den Wahnsinns-Blick zu genießen. Hinter jeder Serpentinenkurve überrascht uns ein neuer spektakulärer Blick in die weite Welt.
    Bald erreichen wir die größte Lagune des Landes und sehen von oben, wie sie von den Wellen des Meeres aufgefüllt werden. Auf den Kurven bergab nähern wir uns ihr immer mehr bis wir am Ufer entlang fahren, vorbei an Millionen Reifen, die für den Austernfang genutzt werden.
    Plötzlich halten wir an. Mr T tauscht sich kurz mit einer Frau aus, die am Straßenrand eimerweise Austern öffnet und wäscht. Ihr Mann und ihr Sohn organisieren den Fang und reinigen die Reifen. Ihr Haus erreicht man über eine kleine holprige Holzbrücke von der Straße aus. Es ist ein Stelzenhaus auf der Lagune. Jeden Morgen holt ein Laster eine Ladung Austern für die Großstadtmärkte ab. Außerhalb der Saison werden die Reifen organisiert und gewartet.
    Mr T beginnt mit dem Vater der Familie ein Feuer am Straßenrand zu machen. Ein Blech wird aus einer anderen Ecke gezaubert und ein paar Austern gegrillt. Aus dem Haus kommen nach und nach gewünschte Zutaten für die Soße. Mit Erdnüssen können wir aus unserem Gepäck die gezauberte Kreation perfekt ergänzen. So entsteht eine Mischung aus Salz, Öl, Kräutern, Nüssen und Limone, welche Mr T sorgfältig auf die eröffneten Austern verteilt um sie danach weiter zu grillen. Unser Sitzplatz auf der Leitplanke gefällt unserem Gastgeber gar nicht und so werden aus wiederum anderen Ecken Stühle und ein Tisch improvisiert und zum perfekten und authentischsten “Streetfood” verbaut, was wir je haben werden. Selbst ich probiere diese Delikatesse und kann dies nun auf meiner Liste abhaken. Den Rest überlasse ich den beiden anderen Genießern. Was für ein Erlebnis und was für wundervolle Menschen!
    Der weitere Weg nach Hue führt uns zwischen Reisfeldern vorbei an der sogenannten Geisterstadt. Zunächst sind wir etwas überrascht bei solch einem düsteren Namen auf so viel Farbe zu treffen. Ein riesiges Feld voller bunter Mosaikfarben erwartet uns. Bei genauer Betrachtung stellen wir fest, dass es sich um einen großen Friedhof handelt. Wir erfahren, dass nach Ende des Krieges die Zustände im Land so schlecht waren, dass viele Vietnamnesen auswanderten. Uns kommt ein Mann in einem elektrischen Rollstuhl entgegen. Mit Hilfe von Mr.T’s Übersetzung berichtet er uns über seine Geschichte. Vor kurzem erst, sei er wieder nach Vietnam zurück gekehrt. Er habe über 20 Jahre in den USA gelebt, seitdem er mit seiner Familie und dem Rest seines Dorfes eines Abends in den 80er Jahren von einem Boot zunächst nach HongKong gebracht und dann in die USA verteilt wurde. Seine Kinder leben weiterhin dort. Sie verdienen vergleichsweise sehr gutes Geld mit Maniküre. Er selbst habe Zuhause Hängematten hergestellt. Englisch habe er nie gelernt, weil es nicht nötig war. Sein Leben lang hat er darauf gewartet, wieder in seine Heimat kommen zu können. Wie viele andere Flüchtlinge kehrt er für seine letzten Lebensjahre zurück. Für hiesige Verhältnisse hat er sehr viel Geld aus Amerika mitgebracht. Von dem Geld bauen sich die Rückkehrer die riesigen prachtvollen Familiengräber. Schon zu Lebzeiten wird daran geplant und vorbereitet. Auf die Frage, warum Menschen so unglaublich viel Geld darin investieren, erklärt er uns die Bedeutung des Lebens nach dem Tod. Zudem zeigt die Größe und Gestaltung des Grabes den Reichtum und die Stellung der Familien an. Dies scheint hier für viele Menschen sehr wichtig zu sein.
    Es ist eindrucksvoll mit ihm als Zeitzeugen des Vietnamkrieges zu erzählen, auch wenn wir glauben, dass einige Informationen bei der Übersetzung verloren gehen und manche vielleicht auch verschwiegen werden, da wir nicht alles komplett verstehen.
    Am Ende unserer Tour erreichen wir Mr T‘s Familie, die uns herzlich begrüßt und sofort mit mehr Essen und Trinken eindecken will als wir je essen könnten. Sie versuchen so gut es geht mit uns zu kommunizieren und obwohl wir uns kaum verstehen, haben alle sehr viel Spaß. Einige Bier, Wasser und Fleischspieße später fahren uns Mr T und sein Bruder nach Hue. Hier verabschieden wir uns von diesem wunderbaren Menschen und neuen Freund. Immerhin können wir ihm danken, indem wir seine Tripadvisor Probleme gemeinsam in den nächsten Tagen gelöst bekommen.
    Es waren zwei wunderbar authentische Tage voller beeindruckender Begegnungen.
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  • Day28

    Hoi An

    November 29, 2019 in Vietnam ⋅ 🌧 26 °C

    Nach Motorrad-, Zug- und Busfahrt komme ich in Hoi An im Hostel an.

    Schnell findet sich eine nette Crew für den Abend in der Laternenstadt. Die Tage im Hoi An Love.Ly Hostel sind großartig. Ich verbringe die meiste Zeit mit Erika und Stephen, es gibt ein Family Dinner und abends werden immer Karten gespielt. Wir machen eine Fahrrad Tour und heuern ein Boot an. Wechselhaft und stürmisch ist das Wetter, aber wir haben trotzdem Spaß! Besonders schön war der Ausflug zur Cam Kim Island, wo eine Menge aus Holz in Handarbeit hergestellt wird und weniger Touristen unterwegs sind.
    Hoi An selbst kriegt mich nicht, alles ist voll, jeder will mir was verkaufen, es ist stressig und eine Happy Hour jagt die nächste. Wahrscheinlich warst du mal wunderschön, als es noch wenige wussten...

    Ps: Das beste berühmte Banh Mi gibt es definitiv bei Queen Banh Mi!
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  • Day78

    Hoi An - Alles anders als geplant.

    December 19, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    Ralf leuchtet mit der Kopflampe genau in seine Augen. Es sieht aus als würde er uns mit seinem Blick fixieren. "Wollen wir es machen?" fragt mich Ralf als er sich auf dem Fahrrad zu mir umdreht. Nein. Schreit mein Kopf. "JA", sage ich.
    Es ist 22.30 Uhr. Wir stehen mit unseren Fahrrädern mitten im Reisfeld auf einem kleinen Betonweg, der uns über die Felder nach Hause führt. Die einzigen Lichtquellen sind unsere Kopflampen und vor uns steht ein riesiger Wasserbüffell auf dem Weg. Er schaut uns an und frisst sein Gras. Die Reflexion des Lichtes in seinen Augen macht die Situation noch gruseliger. Ich sehe seine Hörner und in meinem Kopf kommen schreckliche Bilder. "Wir machen das!" Und schon treten wir in die Pedale. Irgendwo soll noch ein zweiter stehen, meint Ralf. Und als wir an ihm vorbei fahren, sehe ich ihn. Ein Baby. Er steht ruhig neben seiner Mutter, die kauend ihren Blick von uns abwendet.
    Wir fahren an den beiden vorbei und für einen kurzen Moment trennt uns nicht mal ein Meter von beiden. Die beiden haben sich bestimmt gewundert. Wahrscheinlich sind Ralf und ich mit aufgerissenen Augen und verkrampften Gesicht an ihnen vorbei gefrahren. Ein tolles Bild. Der Mensch, der Herrscher und Zerstörer von allem.
    Wir leben seit 8 Tagen in Hoi An. Und was soll ich sagen: Die Stimmung und das Wetter ist durchwachsen. Hier ist nicht wie geplant Sommer, sondern Winter. Es strömt es 4 Tage am Stück und die Temperaturen klettern von 20 auf 28 Grad und wieder runter. Das führt dazu, dass wir uns zu Beginn unsicher sind, ob wir weiterziehen sollen. Unsere Optionen sind so vielfältig, dass wir total überfordert sind. Luxusprobleme, aber sie sind nunmal da. Irgendwie wollten wir ja auch mal ankommen und es uns gemütlich machen. Also entscheiden wir nach 3 Tagen im strömenden Regen, dass wir bleiben. Wir wollen diesen Ort entdecken. Und davon hält uns jetzt auch nicht der Regen ab. Also beginnen wir eine andere Unterkunft zu suchen. 3 Tage Recherche und einige Besichtigungen führt dazu, dass wir da bleiben wo wir sind. Hier in Hoi An gibt es so viel super gute Auswahl, dass wir auch da wieder überfordert sind. Also bleiben wir im Garden Aroma Homestay. Es ist perfekt. Pool. Tolle Zimmer. Richtig gutes Bad. Jeden Tag frische Bettwäsche. Zimmerreingung und frische Handtücher. Frühstück. Und das für 17 Euro die Nacht. Wir sind versaut vom günstigen Luxus.
    Ich bin total froh, dass unsere Unterkunft über Weihnachten und Silvester unser Zimmer noch frei hat. Es ist seltsam, weil Hoi An eigentlich Hauptsaison hat, aber wir haben Glück. Und buchen weitere 18 Tage bis zum 2. Januar.
    Und dann kommt alles anders.
    Eines Abends fragt uns die Rezeptionistin, wann wir denn morgen auschecken. A-U-S-CHECKEN? WIR? Okay. Da lief gewaltig was schief. Ihre Kollegin hat anstatt 2. Januar immer nur die 2 Finger meiner Hand gesehen und ist von zwei Tagen ausgegangen. Sie spricht fast kein Englisch. Naja und nun erfahren wir, dass wir raus müssen Ende der Woche. Stimmung im Keller und die Suche geht von vorne los.
    Keine feste Unterkunft zu haben fühlt sich zum ersten Mal komisch an.
    Am nächsten Tag machen wir uns vom Co-Working-Space (das ist ein Ort, wo Menschen zusammen arbeiten können. Eine Art öffentliches Büro gegen einen kleinen Mietpreis) auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Durch Zufall entdecke ich ganz in der Nähe eine kleine Villa. Und durch weitere Zufälle haben sie sogar noch ein Zimmer frei. Wir müssen über Weihnachten einmal das Zimmer wechseln und dann wieder zurück wechseln, aber am Ende haben wir eine Unterkunft. Und diese ist fußläufig zum Co-Working-Space. Wo wir uns für 2 Wochen eingemietet haben. Die Leute dort sind toll. Australier, Engländer, Franzosen, Spanier und Deutsche tauschen sich an einem Ort über ihr Leben und ihre Arbeit aus. Sie alle reisen und arbeiten. Einige leben auch seit längerer Zeit in Hoi An.
    Und Hoi An ist wunderschön. Das erkennen wir erst nach den ersten Tagen. Die Altstadt liegt am Fluss und besteht aus vielen kleinen romantischen Gassen. Das Leben hier ist bunt und echt. Die Vietnamesen sind sich treu geblieben, auch wenn der Tourismus hier eine sehr wichtige Rolle spielt. Wir werden sehr freundlich aufgenommen und die Vietnamesen mögen uns. Ich weiß noch nicht warum, aber Deutsche sind sehr beliebt. Wir wären ordentlich und respektvoll.... Das lass ich mal so stehen.
    Mit den Leuten vom Co-Working-Space sprechen wir über ihre Reisen. Mio, meine Freundin aus Deutschland, die wir hier kurz treffen, bevor sie wieder nach Deutschland reist, erzählt uns von ihren vielen Gesprächen mit den Leute, die sie getroffen hat, während sie hier 3 Monate gelebt hat. Wir werden wieder mal überrascht über die unglaublich, gute Außenwirkung von Deutschland. Wortwörtlich wird uns "Deutschland als der Mittelpunkt der Freiheit" beschrieben. In Deutschland könnte man alles sein und alles machen. Ist das jetzt der "German Dream"? Die Innenwahrnehmung und Außenwahrnehmung ist aufjedenfall verschieden.
    Das Leben in Hoi An ist einfach. Doch den Menschen geht es gut. Das merkt man. Während ich mir eine Maniküre und Pediküre gönne, erzählt mir die Besitzerin, dass die Einwohner von Hoi An sehr glücklich sind. Sie lieben ihr einfaches Leben. Sie lieben es mit den Händen zu arbeiten. Sie wären frei. Und irgendwie spürt man das auch.
    In ein paar Tagen ist Weihnachten und wir sind gespannt, wie es hier gefeiert wird. Es soll etwas besonderes hier sein.
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  • Day366

    365 Tage - Rückblick Hoi An

    October 3, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute vor genau einem Jahr, sind wir in den Flieger gestiegen. 365 Tage sind wir durch Südostasien gereist und heute landen wir in Nepal. Genau am Dach der Welt werde wir uns einer neuen Herausforderung stellen. Wie herausfordernd das werden wird, erzähle ich dir später.

    Doch bevor ich dich mit nach Nepal nehme, möchte ich noch über die letzten drei Monate in Hoi An berichten.

    Mit Hoi An haben wir einen Ort entdeckt, der uns zur richtigen Zeit genau das gibt, was wir sehnlichst suchen: Routine.
    Auch wenn Malaysia abenteuerlich war, musste ich feststellen, dass mich diese Zeit sehr gestresst hat. Ich hatte das Gefühl nicht mehr zur Ruhe zu kommen.
    Für Ralf gibt es hierfür nur eine Lösung: Hoi An.
    Und ich vertraue seiner Intuition. Und wie so oft hat er recht. Ich machte mir noch Gedanken, ob wir schon wieder nach Hoi An gehen konnten. Doch als wir dort ankamen, war es wie nach Hause zu kommen. Wir mussten uns nicht mehr zurecht finden. Denn wenn man an einen Ort kommt, den man noch nicht kennt, muss man sich immer erst orientieren und eingewöhnen:
    1. Wo gibt es gute Restaurants?
    2. Wo können wir frühstücken oder etwas kaufen um es selbst zu machen?
    3. Wo ist die nächste Wäscherei?
    4. Wie kommt man zum Strand?
    5. Wo gibt es ein Moped?
    6. Wie ist das Internet?
    7. Kann ich von der Unterkunft arbeiten oder muss ich ein Café finden?
    Etc...
    All das war nicht nötig.

    Wir ziehen zu Mike und Hanh. Mike, ein Brite verheiratet mit Hanh, einer Vietnamesin. Sie selbst hatte einige Jahre in London gelebt und liebt Großbritannien sehr. Es ist toll für drei Monate ein Teil ihrer Familie zu werden. Wir werden dadurch noch intensiver mit den Gewohnheiten der Vietnamesen in Verbindung kommen.

    Die beiden entscheiden sich in der Zeit als wir da sind, eine Woche Urlaub in Bangkok zu machen (mir ist immer noch schleierhaft, wie man es überhaupt aushält dort Urlaub zu machen).
    Für diese eine Woche zieht der Vater von Hanh ein. Ich vermute er ist Mitte sechsig. Er ist sehr fit, hört aber nicht mehr sehr gut. Seine Aufgabe ist es die vier Hunde rauszulassen und sie zu füttern. Und wir werden feststellen, dass er nicht mehr als diese beiden Aufträge als seine Aufgaben ansehen wird.
    In weniger als 24h sieht das Haus aus wie ein Saustall. Ihn scheint es nicht zu stören. Überall sind Essensreste verteilt, die hunderte Ameisen anziehen. Der Boden ist gefliest. Und wir bleiben mit jedem Schritt daran kleben.
    Für mich die Hölle. Bei meinen Füßen hört der Spaß bei mir auf. Am zweiten Tag kommt die Rettung. Hanhs Mutter putzt das ganze Haus und scheint ihrem Mann einen Einlauf zu verpassen. Die Tage danach versucht er immer mal wieder seinen Dreck wegzumachen. Tut sich aber schwer damit. Denn das ist Aufgabe der Frauen.
    Der Höhepunkt wird am vierten Morgen erreicht. Ich möchte zum Frühstück einen Obstsalat zubereiten. Genau in dem Moment, wo ich die Küche betrete, die direkt am Wohnzimmer anschließt, wo der Vater jeden Tag auf Coach Wrestling schaut und nachts schläft, macht er den Musikkanal an. Modern Talking & Madonna.
    Ich erinnere dich: er ist schwerhörig.
    Ein und das selbe Lied von Modern Talking und Madonna um 9 Uhr morgens. Mich wundert, dass er immer näher an den riesigen Fernseher rutscht und beide Lieder auf Dauerschleife stellt. Und Ralf lüftet das Geheimnis: "In den Videos sind 'sexy' Frauen." Zurück im Zimmer und nach dem Frühstück mit Vollbeschallung & sexy Frauen bekommen wir einen Lachanfall, der nicht zu einem Heulkrampf wechselt. Aber ich bin kurz davor. Entscheide mich aber zu lachen. Nach 7 Tagen kommt die Erlösung. Mike und Hanh kommen aus Bangkok zurück und die Tage gehen wieder ihren gewohnten Gang.
    Mike arbeitet beim Schneider als Kundenberater. Hanh kümmert sich um die Buchungen in ihrer Unterkunft und empfängt die neuen Gäste. Ihre Schwester Julia putzt das Haus und macht uns jeden Morgen Frühstück.
    Außerdem hängt Hanh jeden Tag stundenlang über ihrem Smartphone und spielt ein virtuelles Rollenspiel. Ich bin fasziniert sie dabei zu beobachten, wie sie in ihre Scheinwelt verschwindet.
    In den hinteren Apartments lebt Peter. Er ist kurz vor uns eingezogen und lebt seit drei Jahren in Vietnam. Er ist ein angesehener Fotograf. Und macht Fotos für den National Geografic. Manche Tage starten bei ihm bereits mit einem Bier. Ist ja hier alles nur Wasser, versucht er uns zu erklären. Es gibt so viele verschiedene Lebenskonzepte.

    Unsere Tage starten im Fitnessstudio oder im Pool. Danach macht uns Julia um 9 Uhr Frühstück. Um 10 sind wir CoWorking Space. Um 13 Uhr gehen wir in einen unserer drei Lieblings-Mittag-Restaurants essen. Danach arbeiten wir bis nachmittags. Und gehen dann wieder in den Pool, zum Strand oder in die Altstadt, wo ich mir weitere Sachen schneidern lasse. Abends gehen wir in eines unserer fünf Lieblings-Restaurants oder probieren ein neues oder bestellen Essen.
    Obwohl ich früher gerne gekocht habe, habe ich hier einfach nicht das Verlangen danach. Die Bequemlichkeit und das gute Essen siegt. Es gibt indisch, vegan, Salate, glutenfreie Sandwiches und vietnamesische Spezialitäten. In Hoi An gibt es alles.
    Einmal die Woche wird unser Zimmer geputzt. Einmal die Woche wird unsere Wäsche gewaschen, gebügelt und akkurat perfekt zusammen gelegt.
    Wir sind im Luxus-Himmel und für immer versaut.
    All das gibt es hier für einen Bruchteil des Geldes. Wir leben wie die Könige. Unsere Ausgaben liegen etwa bei 1.500-2.000 Euro im Monat. Und wir könnten es noch günstiger haben. Unsere Freundin Sarah lebt in einem Luxus-Apartment für 300 Euro im Monat inkl. allem. Sie durfte sogar mitentscheiden welche Möbel für das Apartment gebaut werden und welche Zimmer, welche Funktion haben. Kosten dafür 0 Euro. Bekommt sie alles dazu. Ihre Vermieterin ist dankbar für ihre Wünsche und lernt dadurch was die Westler wollen und "brauchen".
    Wir versuchen nicht zu sehr eine Co-Existenz neben den Vietnamesen aufzubauen. Denn das passiert hier schnell. Es gibt die Vietnamesen und es gibt die Westler. Uns ist es immer noch wichtig, die Einheimischen kennenzulernen. Uns mit ihnen zu unterhalten. Auch wenn das nicht immer so leicht ist, denn anders als in Malaysia, wo die Kinder früh englisch lernen, sprechen die Vietnamesen fast kein Englisch und tun sich mit der Sprache sehr schwer. Wenn dann mein mittelmäßiges Englisch auf vietnamesisches Englisch trifft, können die Gespräche sehr lustig werden.
    Die Tage sausen dahin. Routine hat einen eigenen Motor. Eine eigene Geschwindigkeit.
    Wir gehen komplett in unserer Arbeit auf. Ich bediene 7 Kundinnen parallel und muss mich erstmal daran gewöhnen. Und plötzlich ist er wieder da, der Druck.
    Also entscheiden wir eine Woche Urlaub zu machen. Wir wollen nirgends hin. Nur Hoi An genießen und einige Workshops machen. Mit den Händen arbeiten und den Geist etwas ausruhen.
    Die Organisation ist kein Problem. Seit dem ich selbstständig bin schiebe ich mir die Termine wie ich sie brauche. Auch wenn meine Kundinnen und ihre Projekte sehr wichtig für mich sind. Es sind tolle Frauen mit großen Visionen und Ideen.
    In den 7 Tagen frei (obwohl ich natürlich trotzdem immer mal wieder einige Dinge checke) starten wir mit einem Leder-Workshop. Eine kleine Werkstatt, geführt von einem Vietnamesen Anfang 30, der zwei Dalmatiner hat und mit einem Vogel auf der Schulter rumläuft.
    3h messen, skizzieren, schneiden und falten wir Leder. Ralf macht es sich besonders schwer und wählt ein Design bei dem er das Leder nähen muss. Die perfekte Arbeit um sich komplett zu fokussieren. Am Ende habe ich zwei Portemonnaies und Ralf ein Ausweis-Booklet. Es war der perfekte Start.
    In der Urlaubs-Woche gehen wir zum Strand, zur Massage und lesen viel. Außerdem gehen wir mit Hanh, Mike und ihrer Familie aus. Was wir in den drei Monaten öfter machen werden. Und jedesmal ist es ein Erlebnis. Hanh und Mike sind toll. Sie versuchen uns zu integrieren und zeigen uns ihr vietnamesisches Lieblingsrestaurant. Es wird viel gegessen und noch mehr getrunken. Nicht viel geredet aber umso mehr Späße gemacht. Hier läuft viel über Körpersprache ab. Mike zum Beispiel ist sehr eng mit dem Mann von Julia. Die beiden unterhalten sich kaum. Denn Mike kann nicht so viel Vietnamesisch und der Schwager garkein Britisch. Für die beiden passt das. Eine echte Männerfreundschaft. Und sie sehen sich fast jeden Tag.
    In dem Restaurant geht es richtig rund. Die Tische sind lange Tafeln und überall sitzen Männergruppen. Generell sieht man in solcher Restaurants wenig vietnamesische Frauen. Als Einstimmung wird ein Kasten Bier direkt neben den Tisch gestellt und ein riesiger Eimer Eiswürfel.
    Der deutsche Biertrinker schlägt die Hände vors Gesicht. Bier und Eiswürfel gehören hier aber zusammen. Und dann wird alle 3 Minuten angestoßen. Was dazu führt das der Kasten in wenigen Minuten geleert ist. Ralf und ich trinken Cola und Wasser. Keiner stört sich daran. Jeder prostet uns trotzdem zu. Das Essen wird über 2 Stunden nach und nach gebracht. Viel Seafood. Eingelegte Beef. Saure Suppe. Und Pommes für die Kids. Wenn du jetzt denkst, dass es geordnet abläuft, irrst du dich. Denn mit jedem Gericht kommt mehr Dynamik ins Schauspiel. Teller werden gerückt, die noch nicht leer sind. Bier Dosen über den Tisch geworfen. Die Kids rennen umher und picken sich die schärfsten und fischigsten Dinge aus dem Essen. Ohne mit der Wimper zu zucken zerkauen sie die Chilis. Der kleine, er wird etwa 5 sein, reguliert die Schärfe in dem er Luft seitlich in die Wange zieht. Am Ende noch Pommes mit Chilisoße und Mayo und er ist glücklich.
    Alle Reste und Abfälle sowie Dosen landen unterm Tisch. So wirds gemacht. Am Ende wird alles weggefeckt und mit dem Wasserkärcher gesäubert.
    Hanh regelt alles. Ihre Essensauswahl ist super. Ralf und ich hätten das niemals bestellt. Die Beschreibungen sind oft kryptisch und die Bilder sehen aus wie die klebrigen Eier aus Alien.
    Am Ende sind es tolle Gerichte und wir gehen noch dreimal mit Hanhs Familie hier her.

    Unsere Urlaubswoche endet mit einem Bambus-Workshop. Als wir in der Werkstatt, die im Dschungel am Fluss liegt, ankommen, bin ich total begeistert vom Grundstück. Alles ist aus Bambus. Die Atmosphäre ist warm und einladend.
    Und dann dämmert es mir. Mein Blick auf Ralf gerichtet, der eine Säge hält: "Oh nein. Wir müssen sägen." Wenn ich eines nicht mag, dann das.
    Als ich den Workshop gebucht habe, habe ich irgendwie nicht darüber nachgedacht. Bambus ist eine Art Holz und natürlich muss man es sägen um daraus etwas zu machen. Es ist ja ein Bambus-Workshop. Ralf ist im Himmel. Als Tischler glänzen seine Augen und natürlich muss er auch erklären, wie man die Säge richtig hält. Glücklicherweise nicht mir, sondern einer anderen Frau, die davon weniger begeistert zu sein scheint. Nach 5 Minuten ist mir klar: das ist nichts für mich. Also Beine hoch und Ralf machen lassen. Der Tag endet mit einem glücklichen Ralf und ich bin stolz, wie Bolle, dass ich am Ende noch ein Muster in "unsere" Kunstwerke eingebrannt habe.

    Die drei Monate in Hoi An vergehen schnell. Wir leben uns richtig ein. Unsere Stammplätze kennen uns und freuen sich, wenn wir vorbei kommen.
    Zwischendurch haben noch Hanh und Mike Geburtstag. Auch hier sind wir dabei. Der Abend endet mit Karaoke. Natürlich. Und 10 total verrückten vietnamesischen Freundinnen von Hanh. Eine Torte in Form einer Bikinifigur mit riesigen Brüsten aus Buttercreme darf da natürlich nicht fehlen. Sie sind alle verrückt. Sie sind alle herzlich und echt.

    Am Ende verabschieden wir uns bei einem Frühstück von Sarah, der Coworking Space Besitzerin, und ihrer Schwester Johanna. Mit den beiden hatten wir tolle Abende. Keiner spricht es aus, aber wir sind alle etwas traurig.
    Der Abschied von Pirat, der kleinen Hündin, die frisch geboren wurde kurz bevor wir kamen, fällt am schwersten. Sie hängt an uns. Wir an sie. Sie sitzt neben mir auf der Stufe und wartet mit mir aufs Taxi. Vielleicht erinnert sie sich irgendwann an uns. Ralf, der mit ihr durchs Haus gerannt ist und ihr alles durchgehen hat lassen und an mich mit der sie immer kuscheln wollte.

    Doch es ist Zeit. Alles ist vorbereitet. Wir haben 3 Monate im Studio trainiert. Der Annapurna Circuit wartet. Und so brechen wir nach Nepal auf....
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  • Day53

    11. Kapitel

    February 8, 2019 in Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C

    Hey

    Erster Bericht aus Vietnam. Nachdem ich einen weiteren Flug erfolgreich hinter mich gebracht hatte, wartete das Zollbüro schon gespannt auf mein Visum. Da ich alles schon im vorhinein online erledigen konnte, ging es bei mir trotz langer Schlange ziemlich zügig voran. Mit einem weiteren Stempel im Pass fuhr ich mit dem Airport Shuttle Bus in die Innenstadt von Ho Chi Minh. Ein echtes Schnäppchen für 90 Rappen wenn man die 30 Minuten Fahrzeit bedenkt. Bei der Fahrt konnte ich zum ersten Mal das Verkehrschaos und die Millionen Roller begutachten die sich ihren Weg durch die Massen suchten. Bangkok war ja in Sachen Verkehr schon eine Grösse aber das war nochmals was ganz anderes. Speziell am Abend sieht man vor lauter Rollern die Strasse nicht mehr. Dementsprechend ist das überqueren am Anfang auch ein richtiges Abenteuer. Spätestens beim dritten Versuch klappt es dann auf Anhieb. Man muss sich langsam und stetig über die Strasse begeben, die Roller erkennen dich und schlängeln sich regelrecht um dich herum. Da ich immernoch ein wenig von den letzten Nächten gerädert war, beschloss ich die nächsten paar Tage mit sightseeing zu verbringen. Schliesslich hat auch dieses Land eine bewegende Geschichte hinter sich und man kann auch jetzt noch an diversen Ecken den französischen und amerikanischen Einfluss spüren. Mein Besuch im War Remnant Museum war dann auch sehr Eindrücklich. Das Museum zeigt die Kriegsgeschichte seit dem Einmarsch der Franzosen auf. Der Fokus der Ausstellung lag vor allem auf den diversen Fotos die von Kriegsfotografen aufgenommen wurden. Die Bilder sind schockierend und ohne irgendwelche Filter geschmückt. Spätestens wenn man die toten Zivilisten, darunter auch Kinder und Säuglinge sieht, wird einem erst richtig bewusst wie schrecklich es zu dieser Zeit sein musste. Nach diesem einschneidenden Ereignis musste ich meine Gedanken bei einem Stadtspaziergang durch Saigon neu ordnen. Bei einem ersten Mittagessen konnte ich dann auch die berühmte Nudelsuppe Pho Ba zum ersten Mal probieren. Das Essen ist auch hier hervorragend und überaus gesund. Meinen letzten Tag in Ho Chi Minh verbrachte ich mit einem Besuch der Cu Chi Tunnel rund eine Stunde ausserhalb der Stadt. Der Ort zeigt heute noch die kleinen Tunnel die von den Guerillas genutzt wurden im Kampf gegen die Amerikaner und der Saigon Armee. Da alle westlichen Touristen aber viel zu Fett für die schmalen Tunnel sind, wurden diese auf das doppelte vergrössert. Man konnte dann auch noch einen rund 100 m langen Tunnel hindurch “kriechen”... bei mir eher ein gehen. 😂 Unser Führer war aber in solch einem Stress, dass wir kaum Zeit hatten die überlaufene Touristenattraktion zu begutachten. Trotzdem war es spannend und eindrücklich wie die Guerillas vorgingen.

    Am vierten Tag hiess es dann auf nach Mui Ne. Eine kleines Touristen Dörfchen an der Ostküste Vietnams und rund 4 Stunden Busfahrt entfernt. Dort hatte ich vier Tage in einem Backpacker Resort am Strand gebucht. Das Hostel verbreitete Gute Laune und Party Stimmung. Die Tage verbrachte ich mit lesen, am Strand liegen, neue Leute kennenlernen oder trinken. 😂 Eine super Abwechslung nach den Grossstädten Bangkok und Saigon. Mui Ne ist ausserdem für die zwei grossen Sanddünen in der Umgebung bekannt. Mit einem Nachmittagsausflug konnte ich auch diese Attraktion noch abhacken. Während meines Aufenthaltes in Mui Ne musste ich auch noch meine weitere Reise planen da das Lunar Neujahr genau auf meine Vietnamreise fiel. Während rund einer Woche nach dem Tet Feiertag ist so ziemlich alles in Vietnam geschlossen. Ich beschloss das Fest in Da Lat, einer kleinen Stadt in den höheren Gebirgen zu verbringen. Leider sind zu dieser Zeit auch alle Buspreise extrem hoch. In Da Lat angekommen, traf ich auf ein paar alte bekannte Gesichter aus Mui Ne und wir beschlossen die Silvesternacht zusammen zu verbringen. Es wurde ein grosses Feuerwerk nähe des Stadtsees angekündigt welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Kurz vor zwölf versammelten wir uns dann auf einem kleinen Platz im Zentrum der Festlichkeiten. Das Feuerwerk war dann auch ein echter Hingucker. Man merkt, dass die Vietnamesen nahe an der Chinesischen Quelle sitzen. 😉 Nach dem Staunen wollten wir uns dann auf den Weg in eine Bar oder Nachtclub begeben um mit dem Volk das neue Jahr gebührend zu feiern. Denkste, das Fest war so schnell vorbei wie es angefangen hat. Nichts mit feiern, alles geschlossen und die Vietnamesen gingen sofort nach Hause zur Familie. ☺️ Somit war auch unser Durst gestillt. Am nächsten Tag fanden wir dann noch eine tolle Bar die aus einem Labyrinth Bestand. Mann musste seinen Weg zur Bar erst verdienen. War toll gemacht, nur leider war im Keller alles nass und es roch nach Pisse. 🙈 Zum Glück lag die Bar im Obergeschoss.

    Nach zwei Tagen Da Lat buchte ich einen Nachtbus nach Hoi An. Eine kleine schmucke Stadt an der Vietnamesischen Ostküste. Die Busfahrt war leider nicht sehr angenehm und war geprägt von den kurvigen Manövern unseres Busfahrers. In Hoi An angekommen musste ich mich dann auch gleich übergeben… was aber eher an einer am Vorabend verzehrten Pizza lag. Da auch meine australischer Weggefährte diese Genoss verbrachten wir den ersten Tag im Hostel. Trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf die Stadt mit den vielen französischen Bauten und dem guten Essen. Mehr dazu dann im nächsten Bericht.

    Sili
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  • Day86

    Hoi An - Weihnachten

    December 27, 2018 in Vietnam ⋅ 🌧 26 °C

    "Ich kann dieses asiatische Essen nicht mehr sehen. Ja, lass uns zum Inder gehen. Das ist wie zu Hause." sagt Ralf zu mir als er sich aufs Bett schmeißt. Und ich bekomme einen Lachanfall. Okay also ab zum Inder am ersten Weihnachtsfeiertag.

    Die Tage vor Weihnachten verbringen wir im Coworking Space. Zwischendurch machen wir unsere Pausen am Strand oder radeln über die Reisfelder. Das Wetter bessert sich für 5 Tage und wir bekommen 27 Grad, Sonne und blauen Himmel.
    In der Albstadt tummeln sich die Touris. Für 7 Tage ist hier nun Hochsaison. Menschen aus aller Welt strömen in die Altstadt um sich die bunten Gassen anzuschauen.
    Und am Abend gehen wir mit den Leuten vom Coworking Space in die Bars. Hier werden Luftballons mit Lachgas verteilt, die wir dankend ablehnen. Uns reicht Wein, den wir gefühlt eine Ewigkeit nicht getrunken haben.

    Dann rückt Ralfs Geburtstag näher. Ich finde heraus, dass es im Delikatessen-Laden "Dingo Deli" glutenfreie Leckereien gibt und bestelle 4 glutenfreie Schoko-Cupcakes, die uns am 23. geliefert werden sollen. Mein Plan: ein Überraschungsfrühstück.
    Ralf soll nichts davon erfahren. Am nächsten Morgen soll das Frühstück mit Cupcakes schon auf dem Tisch stehen.
    Also gehe ich zur Rezeption und erkläre dem Herren, der ungefähr in meinem Alter sein müsste: Morgen 9 Uhr eine Lieferung von Dingo Deli.
    Außerdem schreibe ich ihm alles sorgfältig auf. Auch welche Leckereien sie für uns vorbereiten können. Und ich erkläre ihm, dass er wenn er fragen hat aufjedenfall mit mir und nicht mit Ralf sprechen muss. Weil es sein Geburtstag ist. "Yes only you!" sagt er und schüttelt, wie ein Hündchen seinen Kopf und bestätigt mir alles. Super! Das hat geklappt. Er hat mich verstanden. Denke ich ...
    Dann gehe ich wieder aufs Zimmer und wir bereiten uns für den Abend vor. Wie sind verabredet mit Freunden, die ich Anfang des Jahres in Berlin bei einer Veranstaltung kennengelernt habe.
    Als wir auf dem Weg nach draußen sind kommt uns der Rezeptionist hinterher. Ralf steht direkt neben mir und der Rezeptionist fragt: "For tomorrow, Dingo deli at 9 for delivery. Right? And you want the breakfast." Am liebsten wäre ich ihm an die Gurgel gesprungen. Jaaa das habe ich dir alles vor einer Stunde gesagt. Die Asiaten haben die Angewohnheit alles nochmal zu wiederholen um garkeinen Fehler zu machen. Und eigentlich ist das auch total liebenswürdig, nur diesmal geht's in die Hose. Und Ralf weiß Bescheid. Die Cupcakes sind am Ende super lecker, kommen aber total zerdrückt bei uns an. Naja und wir haben was zu lachen.

    Am ersten Weihnachtsfeiertag gehen wir zum Brunch ins Coworking Space. Es ist perfekt. Und wir essen seit langem mal wieder Käse und Brot, sogar glutenfreies. Weihnachtliche Stimmung kommt dann auf als wir Julklapp spielen. Wir verschenken eine kleine Tasche, Sonnencreme und Mückenspray. Ralf und ich können uns fast nicht halten, als auch noch der Weißeste von uns allen die Sonnencreme auspackt. Das perfekte Geschenk, obwohl ich nicht sicher bin, ob er das auch so sieht.
    Weihnachten ist nicht, wie zu Hause. Und mir wird mal wieder klar, wie sehr ich Weinachten mag. Trotzdem haben wir hier viele tolle Momente. Und die Menschen hier sind wundervoll.
    Und Hoi An ist ein wirklich toller Ort. Die Vietnamesen sind so unglaublich freundlich, dass wir uns sehr wohl fühlen.
    Heute waren wir beim Schneider. Denn Hoi An ist bekannt für seine vielen Schneider. Und es sind viele. Unglaublich viele. Durch Empfehlung landen wir bei einer sehr herzlichen Schneiderin, die uns Raum gibt und nichts andreht. Trotzdem geraten wir in einen Rausch. Und können es am Ende nicht fassen, dass 3 Hosen und 3 Oberteile komplett geschneidert insgesamt nur 100 Euro kosten. Morgen sehen wir, wie alles sitzt. Ein tolles Weihnachtsgeschenk an uns selbst und irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass es nicht dabei bleiben wird...
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  • Day107

    Hoi An - Unser Alltag

    January 17, 2019 in Vietnam ⋅ 🌧 21 °C

    Nach 10 Tagen schreiben wir Mister Hung über Facebook an. In Hoi An läuft alles über Facebook. Du kannst Essen als Lieferung bestellen, deiner Schneiderin ein weiteres Bild schicken oder eben dein Visum anfragen.
    Mister Hung reagiert sofort. "Kein Problem, Abholung heute um 15 Uhr." Und dann haben wir wirklich unsere Papiere und sind 200 Dollar ärmer. Alles sieht echt aus. Offizieller Stempel von Hon Chi Minh City. Genauso laufen hier die Dinge. Wir können bleiben bis 6. Februar. Und da wir gerne auch ein Visum für 2 Monate für Thailand hätten, behält Mister Hung inkl. Fotos unsere Pässe gleich. Wir entscheiden uns für den einfacheren Weg. Ansonsten müssten wir nach Malaysia - Penang fliegen und dort ins Konsulat gehen um ein längeres Visum für Thailand zu beantragen. Bei Mister Hung alles kein Problem. Für 70 Dollar pro Person lässt er unsere Träume wahr werden. Und er meint: Wir sollen uns jedes Mal bei ihm melden, wenn wir ein Visum an der Grenze brauchen. Meint er damit auch, wenn wir in einem anderen Land sind? Keine Ahnung. Aber wir probieren es einfach aus. Fragen über Facebook kostet ja nichts.
    Die Tage verlaufen recht ähnlich. Wir arbeiten ab 10 Uhr im Coworking Space und lassen den Stift vor 18 Uhr nicht fallen und das 6 Tage die Woche. Meistens arbeiten wir länger. Ralf und ich sind super im Arbeitsmodus. Wir schaffen so viel, dass ich für Januar ausgebucht bin mit Kunden und Erstgesprächen. Ein tolles Gefühl. Trotzdem sind wir gespannt, wie es läuft, wenn wir wieder reisen.
    Am Wochenende gehen wir an den Strand und ich verbrennen mich unvorbereitet. Das Wetter ist schwer einzuschätzen. Es wechselt von Sonnenschein und 27 Grad auf Regen und 21 Grad. Für uns die absolute Kälte.
    Frühstück bekommen wir in der Unterkunft serviert, für das Mittag und Abendessen gehen wir in die Stadt. Wir haben einige Lieblingsgerichte und Lokale von denen ich ein anderes mal berichte.
    Wäsche geben wir für 1 Euro pro Kilo ab und unser Zimmer ist geputzt, wenn wir abends zurück kommen. Luxus pur. Noch genießen wir das sehr.
    Trotzdem platze ich vor Freude als ich an einem Wochenende im coworking space den Kochlöffel schwingen darf. Nicht meine beste Leistung, aber ich durfte endlich mal wieder hinterm Herd stehen und Sarah, der Besitzerin, zuhören. Die mir viel über ihre letzten zwei Jahre hier erzählt.
    Sie ist Deutsche und kommt aus der Nähe von Hamburg. Vor 2 Jahren entschied sie sich ein coworking space hier zu eröffnen. Also mietete sie ein Grundstück und ließ inkl. Architekten ein Haus bauen. Sie musste viele Hürden überwinden und noch jetzt spürt man ihre Rastlosigkeit, aber sie ist glücklich. Auch, wenn es für die Vietnamesen anfangs schwierig war, dass eine Frau ein Business führt. Das ist hier nach wie vor untypisch, obwohl die Frauen dreimal so viel arbeiten, wie die Männer hier.
    Und das sehen wir auch. Auf der Straße sehen wir Frauen mit bloßen Händen den Beton rühren und Steine klopfen. Meistens beginnen sie am Markt zu arbeiten, wechseln dann als Putzfrauen ins Hotel und entläusen am Abend ihre Pflanzen in der Zucht.
    Das Frauenbild ist hier trotzdem klar: sie putzt, kocht und kümmert sich um die Familie. Nach der Hochzeit wechselt sie in die Familie ihres Mannes und muss sich um diese und ihre eigene kümmern. Und auch das bekommen wir mit. Während unsere Schneiderin mich ausmisst, sagt sie mir, dass sie gleich nach Hause fährt um das Essen vorzubereiten. Für die Vietnamesen absolut normal.
    Sarah hingegen ist angekommen und gut positioniert. Sie wird als Geschäftsfrau akzeptiert und hat einen guten Ruf. Auch, wenn die Vietnamesen immer davon ausgehen: wenn man weiß ist, hat man Geld. Das macht die Verhandlungsbasis manchmal schwierig. Trotzdem ist der Plan, das Space noch für mindestens 10 Jahre zu haben. Sie lebt ihren Traum.
    Für uns ist es schön für einen kurzen Moment ein Teil des Ganzen zu sein und einen Alltag zu haben.
    Und so langsam meldet sich wieder die Abenteuerlust. Wir sind so gespannt auf Thailand und die vielen anderen Orte. Nun sind wir über 100 Tage unterwegs und so langsam kommen wir in unserem neuen Leben an.
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  • Day129

    Hoi An - Relaxen mal wieder...

    January 7 in Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Wie immer starteten wir den Tag mit einem super leckerem Frühstück. Insbesondere die frischen Passionfrüchte waren auch super, weil wir sowas noch nie vorher hatten!
    Danach ging es auf in die Stadt, mal wieder.... Auf dem Weg entdeckten wir erstmal ein wunderschönes altes Haus, dass man auch gratis besichtigen konnte und der Mann dort zeigte und erklärte uns einige der alten Dinge dort. Sehr cool... Bei dem weiteren Weg durch die Stadt fiel uns auf, dass man oft angesprochen wird und die Verkäufer immer „Hello, you buy something?!“ benutzen. Die Verwendung der englischen Sprache ist hier schon sehr speziell... 😝 Wir wunderten uns auch über den Begriff "Table Runner", aber es ist wohl doch die richtige Bezeichnung für Tischläufer. 🏃‍♂️
    Zum Mittag gab es nochmals „Cao lau“ am Straßenstand und „Banh Mi“ bei einem sehr bekannten Laden. Gestärkt besuchten wir dann auch noch zwei interessante Museen, und zwar zu traditioneller Medizin und zu Heimatkunde.
    Später am Nachmittag hatten wir noch die Anprobe des Anzugs und der Hemden. Im Anschluss schlenderten wir noch durch die Stadt , lauschten spontanerweise dem vietnamesischen Bingospiel „Bai Choi“, wo Silben gesungen werden und derjenige gewinnt, der die drei richtigen Silben hat, und zu guter Letzt gönnten wir uns noch Craftbeer bei der „Pasteur Brewing Street Co“.
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  • Day31

    Hoi An 1

    February 27, 2019 in Vietnam ⋅ 🌙 25 °C

    Mit dem Sleeper-Bus ging es heute weiter Richtung Süden. Nach dreieinhalb Stunden bin ich in Hoi An angekommen.
    Ich muss sagen, die Sleeper-Busse sind wirklich praktisch. Ich habe zwar ein älteres Model erwischt, in dem die Sitze schon sehr abgenutzt waren aber trotzdem ist es schön, wenn man sich lang machen kann.
    In Hoi An angekommen, hatte ich mir vorgenommen den Weg zu meinem Hostel, wie immer zu Fuß zu absolvieren und ich habe es auch geschafft aber mit 6 km war es die bisher weiteste Strecke, die ich mit beiden Rucksäcken zurück gelegt habe und das in der Mittagssonne bei 32 Grad. Aber es war auch schön durch die Reisfelder zu laufen.
    Diesmal habe ich mir für zwei Nächte ein Hostel außerhalb der Stadt gesucht, das sich in unmittelbarer Nähe zum Strand befindet, denn morgen ist erstmal gepflegtes Nichts Tun angesagt.
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You might also know this place by the following names:

Tỉnh Quảng Nam, Tinh Quang Nam

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