Vietnam
Tỉnh Quảng Nam

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Top 10 Travel Destinations Tỉnh Quảng Nam
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767 travelers at this place
  • Day63

    Im Schneiderparadies

    March 2, 2020 in Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C

    Wie ihr alle wisst, pflegen Tobi und ich einen stets gehobenen Kleidungsstil und tragen nur das Beste vom Besten. 🤠

    Tatsächlich ist es so, dass diese wunderschöne Stadt nicht nur aus tausenden von Lampions, sondern auch aus über 500 Schneiderläden besteht.
    Tag und Nacht müssen hier wahnsinnig viele Menschen arbeiten, die den Touristen maßgeschneiderte Kleidung zu günstigen Preisen in Rekordgeschwindigkeit herstellen. ✂️📍

    Klar, dass wir das auch mal ausprobieren!
    So zogen wir heute stundenlang von Schneiderladen zu Schneiderladen um Qualität, Angebote und Preise zu vergleichen. ❔❕

    Letztendlich haben wir unser Gefühl entscheiden lassen. So kehrten wir in zwei verschiedenen Schneidereien ein und gaben verschiedene Kleidungsstücke in Auftrag.

    Für diese wurden wir ausgiebig vermessen und morgen kehren wir zurück, um sie anzuprobieren und nach Wunsch weiter anzupassen.

    Wir sind sehr gespannt, wie das alles klappen und sitzen wird! 😊
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    Jennifer Köster

    Dann bitte neue Fotos 🤩

    3/3/20Reply
    Nine

    Erledigt ☺️

    3/3/20Reply
    Jennifer Köster

    👍

    3/3/20Reply
    2 more comments
     
  • Day151

    Hoi An: City of Lanterns

    February 20, 2020 in Vietnam ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir lassen Hanoi mit all seiner Hektik zurück. Interessante Stadt, vor allem essenstechnisch. Ob wir nochmal zurück kommen würden, bleibt erstmal offen 😉

    Nun wartet Zentral-Vietnam auf uns, genauer gesagt die selbsternannte Laternenhauptstadt, Hoi An.

    Hoi An ist eine kleine, hübsche, touristische Stadt, gesäumt von tausenden Laternen und Lampignons. Unser Reiseleiter Thong legt sich für uns mächtig ins Zeug, denn obwohl wir verspätet landen, gibt es nach dem Check-in im Hotel direkt Programm:
    Spaziergang durch die Altstadt, Besichtigung einer Seidenfabrik inkl. Seidenraupen 🐛, ein Gang über die Japanische Brücke mit anschließender Bootsfahrt im Sonnenuntergang. Wir legen zum gemeinsamen Abendessen in einem schicken Restaurant am Flussufer an und vergessen dabei fast, dass dies ein Reisetag war.

    Tag 2 ist ebenso durch geplant aber genauso schön und abwechslungsreich.
    Morgens halb neun starten wir eine gemeinsame Fahrrad-Tour. Kreuz und quer cruisen wir durch die Altstadt. Zwischen Fußgängern, Mopeds und Bussen schlängeln wir uns durch die Straßen, über den Markt und zu verschiedenen Tempeln.
    Wir verlassen die hektische Stadt und fahren durch grüne Reisfelder bis zum Haus von Herrn Hung. Dort helfen wir bei der Gartenarbeit, graben ein kleines Feld um und pflanzen jungen Spinat 🌱 Danach dürfen wir in die Küche. Zu Sabrinas Freude lernen wir ihr Lieblingsgericht Banh Xeo zuzubereiten - selbst kochen ist einfach toll 🥘

    Wir schließen übrigens noch Freundschaft mit einem grauen Dickhäuter: ein Wasserbüffel spaziert in gemütlichem Schritt umher und trägt uns abwechselnd auf seinem Rücken. Ein wirklich friedliches Gefährt 🐃😍

    Familie Etzroth gönnt sich anschließend noch eine Fussmassage, bevor wir ein gigantisches Mittagessen aufgetischt bekommen und die Völlerei beginnt 🤭😅

    Den Nachmittag haben wir zur freien Verfügung, heißt für uns: Sport, Shopping (maßgefertigtes Papageien-Hemd für Rouven 🦜), Streetfood Snacks, Bierchen und später gemeinsames Abendessen mit Blick auf den Fluss.

    Nach einem Absacker im Hotel fallen wir nach diesem langen Tag todmüde ins Bett.
    Morgen geht es schon weiter nach Saigon ✈️
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    .René.

    Es war ein wunderschöner Tag mit euch 🙂.

    2/22/20Reply
    R. E.

    die Gießtechnik hätte ich mal anwenden sollen im Garten

    2/23/20Reply
    R. E.

    Ihr seid einfach Klasse

    2/23/20Reply
    R. E.

    Könnten Kohlrabipflanzen sein

    2/23/20Reply
     
  • Day64

    Die ersten Anproben

    March 3, 2020 in Vietnam ⋅ ☀️ 27 °C

    Das erste Fitting fand bereits keine 24 Stunden nach der Bestellung statt.

    So konnte Tobi bereits in seinen tollen Anzug und ich in mein schickes Sommerkleid schlüpfen.
    Weitere Anpassungen und Wünsche werden vorgenommen und markiert.
    Tobi hatte sich nun das Innenfutter für sein Jackett ausgesucht und noch einige Taschen hinzugefügt; ich habe die Länge meines Kleides bestimmt, sowie den Rückenausschnitt noch einmal verändert.
    Am gleichen Abend kehrten wir zurück um uns die neuen Änderungen anzusehen.
    Jetzt folgt der Feinschliff (ein bisschen enger hier, ein wenig weiter dort...) und morgen sollten wir unsere neue Garderobe mitnehmen können ☺️

    Bei einem anderen Schneider verläuft es etwas spannender. Während Tobi dort eine nahe zu perfekt sitzende Herbstjacke erhalten hat, habe ich ein Cocktailkleid bekommen, dass anders aussieht als ich es erwartet habe. 🤔
    Mal sehen, wie es morgen aussehen wird.
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    derhanauer

    Na, hat Tobi sein Hochzeitsanzug gekauft. 👍

    3/4/20Reply
    Nine

    Ich finde, er sieht schick genug aus, um ihn dafür zu tragen 😉😋

    3/4/20Reply
    Renee Gensler

    Schick 😊

    3/4/20Reply
     
  • Day366

    365 Tage - Rückblick Hoi An

    October 3, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute vor genau einem Jahr, sind wir in den Flieger gestiegen. 365 Tage sind wir durch Südostasien gereist und heute landen wir in Nepal. Genau am Dach der Welt werde wir uns einer neuen Herausforderung stellen. Wie herausfordernd das werden wird, erzähle ich dir später.

    Doch bevor ich dich mit nach Nepal nehme, möchte ich noch über die letzten drei Monate in Hoi An berichten.

    Mit Hoi An haben wir einen Ort entdeckt, der uns zur richtigen Zeit genau das gibt, was wir sehnlichst suchen: Routine.
    Auch wenn Malaysia abenteuerlich war, musste ich feststellen, dass mich diese Zeit sehr gestresst hat. Ich hatte das Gefühl nicht mehr zur Ruhe zu kommen.
    Für Ralf gibt es hierfür nur eine Lösung: Hoi An.
    Und ich vertraue seiner Intuition. Und wie so oft hat er recht. Ich machte mir noch Gedanken, ob wir schon wieder nach Hoi An gehen konnten. Doch als wir dort ankamen, war es wie nach Hause zu kommen. Wir mussten uns nicht mehr zurecht finden. Denn wenn man an einen Ort kommt, den man noch nicht kennt, muss man sich immer erst orientieren und eingewöhnen:
    1. Wo gibt es gute Restaurants?
    2. Wo können wir frühstücken oder etwas kaufen um es selbst zu machen?
    3. Wo ist die nächste Wäscherei?
    4. Wie kommt man zum Strand?
    5. Wo gibt es ein Moped?
    6. Wie ist das Internet?
    7. Kann ich von der Unterkunft arbeiten oder muss ich ein Café finden?
    Etc...
    All das war nicht nötig.

    Wir ziehen zu Mike und Hanh. Mike, ein Brite verheiratet mit Hanh, einer Vietnamesin. Sie selbst hatte einige Jahre in London gelebt und liebt Großbritannien sehr. Es ist toll für drei Monate ein Teil ihrer Familie zu werden. Wir werden dadurch noch intensiver mit den Gewohnheiten der Vietnamesen in Verbindung kommen.

    Die beiden entscheiden sich in der Zeit als wir da sind, eine Woche Urlaub in Bangkok zu machen (mir ist immer noch schleierhaft, wie man es überhaupt aushält dort Urlaub zu machen).
    Für diese eine Woche zieht der Vater von Hanh ein. Ich vermute er ist Mitte sechsig. Er ist sehr fit, hört aber nicht mehr sehr gut. Seine Aufgabe ist es die vier Hunde rauszulassen und sie zu füttern. Und wir werden feststellen, dass er nicht mehr als diese beiden Aufträge als seine Aufgaben ansehen wird.
    In weniger als 24h sieht das Haus aus wie ein Saustall. Ihn scheint es nicht zu stören. Überall sind Essensreste verteilt, die hunderte Ameisen anziehen. Der Boden ist gefliest. Und wir bleiben mit jedem Schritt daran kleben.
    Für mich die Hölle. Bei meinen Füßen hört der Spaß bei mir auf. Am zweiten Tag kommt die Rettung. Hanhs Mutter putzt das ganze Haus und scheint ihrem Mann einen Einlauf zu verpassen. Die Tage danach versucht er immer mal wieder seinen Dreck wegzumachen. Tut sich aber schwer damit. Denn das ist Aufgabe der Frauen.
    Der Höhepunkt wird am vierten Morgen erreicht. Ich möchte zum Frühstück einen Obstsalat zubereiten. Genau in dem Moment, wo ich die Küche betrete, die direkt am Wohnzimmer anschließt, wo der Vater jeden Tag auf Coach Wrestling schaut und nachts schläft, macht er den Musikkanal an. Modern Talking & Madonna.
    Ich erinnere dich: er ist schwerhörig.
    Ein und das selbe Lied von Modern Talking und Madonna um 9 Uhr morgens. Mich wundert, dass er immer näher an den riesigen Fernseher rutscht und beide Lieder auf Dauerschleife stellt. Und Ralf lüftet das Geheimnis: "In den Videos sind 'sexy' Frauen." Zurück im Zimmer und nach dem Frühstück mit Vollbeschallung & sexy Frauen bekommen wir einen Lachanfall, der nicht zu einem Heulkrampf wechselt. Aber ich bin kurz davor. Entscheide mich aber zu lachen. Nach 7 Tagen kommt die Erlösung. Mike und Hanh kommen aus Bangkok zurück und die Tage gehen wieder ihren gewohnten Gang.
    Mike arbeitet beim Schneider als Kundenberater. Hanh kümmert sich um die Buchungen in ihrer Unterkunft und empfängt die neuen Gäste. Ihre Schwester Julia putzt das Haus und macht uns jeden Morgen Frühstück.
    Außerdem hängt Hanh jeden Tag stundenlang über ihrem Smartphone und spielt ein virtuelles Rollenspiel. Ich bin fasziniert sie dabei zu beobachten, wie sie in ihre Scheinwelt verschwindet.
    In den hinteren Apartments lebt Peter. Er ist kurz vor uns eingezogen und lebt seit drei Jahren in Vietnam. Er ist ein angesehener Fotograf. Und macht Fotos für den National Geografic. Manche Tage starten bei ihm bereits mit einem Bier. Ist ja hier alles nur Wasser, versucht er uns zu erklären. Es gibt so viele verschiedene Lebenskonzepte.

    Unsere Tage starten im Fitnessstudio oder im Pool. Danach macht uns Julia um 9 Uhr Frühstück. Um 10 sind wir CoWorking Space. Um 13 Uhr gehen wir in einen unserer drei Lieblings-Mittag-Restaurants essen. Danach arbeiten wir bis nachmittags. Und gehen dann wieder in den Pool, zum Strand oder in die Altstadt, wo ich mir weitere Sachen schneidern lasse. Abends gehen wir in eines unserer fünf Lieblings-Restaurants oder probieren ein neues oder bestellen Essen.
    Obwohl ich früher gerne gekocht habe, habe ich hier einfach nicht das Verlangen danach. Die Bequemlichkeit und das gute Essen siegt. Es gibt indisch, vegan, Salate, glutenfreie Sandwiches und vietnamesische Spezialitäten. In Hoi An gibt es alles.
    Einmal die Woche wird unser Zimmer geputzt. Einmal die Woche wird unsere Wäsche gewaschen, gebügelt und akkurat perfekt zusammen gelegt.
    Wir sind im Luxus-Himmel und für immer versaut.
    All das gibt es hier für einen Bruchteil des Geldes. Wir leben wie die Könige. Unsere Ausgaben liegen etwa bei 1.500-2.000 Euro im Monat. Und wir könnten es noch günstiger haben. Unsere Freundin Sarah lebt in einem Luxus-Apartment für 300 Euro im Monat inkl. allem. Sie durfte sogar mitentscheiden welche Möbel für das Apartment gebaut werden und welche Zimmer, welche Funktion haben. Kosten dafür 0 Euro. Bekommt sie alles dazu. Ihre Vermieterin ist dankbar für ihre Wünsche und lernt dadurch was die Westler wollen und "brauchen".
    Wir versuchen nicht zu sehr eine Co-Existenz neben den Vietnamesen aufzubauen. Denn das passiert hier schnell. Es gibt die Vietnamesen und es gibt die Westler. Uns ist es immer noch wichtig, die Einheimischen kennenzulernen. Uns mit ihnen zu unterhalten. Auch wenn das nicht immer so leicht ist, denn anders als in Malaysia, wo die Kinder früh englisch lernen, sprechen die Vietnamesen fast kein Englisch und tun sich mit der Sprache sehr schwer. Wenn dann mein mittelmäßiges Englisch auf vietnamesisches Englisch trifft, können die Gespräche sehr lustig werden.
    Die Tage sausen dahin. Routine hat einen eigenen Motor. Eine eigene Geschwindigkeit.
    Wir gehen komplett in unserer Arbeit auf. Ich bediene 7 Kundinnen parallel und muss mich erstmal daran gewöhnen. Und plötzlich ist er wieder da, der Druck.
    Also entscheiden wir eine Woche Urlaub zu machen. Wir wollen nirgends hin. Nur Hoi An genießen und einige Workshops machen. Mit den Händen arbeiten und den Geist etwas ausruhen.
    Die Organisation ist kein Problem. Seit dem ich selbstständig bin schiebe ich mir die Termine wie ich sie brauche. Auch wenn meine Kundinnen und ihre Projekte sehr wichtig für mich sind. Es sind tolle Frauen mit großen Visionen und Ideen.
    In den 7 Tagen frei (obwohl ich natürlich trotzdem immer mal wieder einige Dinge checke) starten wir mit einem Leder-Workshop. Eine kleine Werkstatt, geführt von einem Vietnamesen Anfang 30, der zwei Dalmatiner hat und mit einem Vogel auf der Schulter rumläuft.
    3h messen, skizzieren, schneiden und falten wir Leder. Ralf macht es sich besonders schwer und wählt ein Design bei dem er das Leder nähen muss. Die perfekte Arbeit um sich komplett zu fokussieren. Am Ende habe ich zwei Portemonnaies und Ralf ein Ausweis-Booklet. Es war der perfekte Start.
    In der Urlaubs-Woche gehen wir zum Strand, zur Massage und lesen viel. Außerdem gehen wir mit Hanh, Mike und ihrer Familie aus. Was wir in den drei Monaten öfter machen werden. Und jedesmal ist es ein Erlebnis. Hanh und Mike sind toll. Sie versuchen uns zu integrieren und zeigen uns ihr vietnamesisches Lieblingsrestaurant. Es wird viel gegessen und noch mehr getrunken. Nicht viel geredet aber umso mehr Späße gemacht. Hier läuft viel über Körpersprache ab. Mike zum Beispiel ist sehr eng mit dem Mann von Julia. Die beiden unterhalten sich kaum. Denn Mike kann nicht so viel Vietnamesisch und der Schwager garkein Britisch. Für die beiden passt das. Eine echte Männerfreundschaft. Und sie sehen sich fast jeden Tag.
    In dem Restaurant geht es richtig rund. Die Tische sind lange Tafeln und überall sitzen Männergruppen. Generell sieht man in solcher Restaurants wenig vietnamesische Frauen. Als Einstimmung wird ein Kasten Bier direkt neben den Tisch gestellt und ein riesiger Eimer Eiswürfel.
    Der deutsche Biertrinker schlägt die Hände vors Gesicht. Bier und Eiswürfel gehören hier aber zusammen. Und dann wird alle 3 Minuten angestoßen. Was dazu führt das der Kasten in wenigen Minuten geleert ist. Ralf und ich trinken Cola und Wasser. Keiner stört sich daran. Jeder prostet uns trotzdem zu. Das Essen wird über 2 Stunden nach und nach gebracht. Viel Seafood. Eingelegte Beef. Saure Suppe. Und Pommes für die Kids. Wenn du jetzt denkst, dass es geordnet abläuft, irrst du dich. Denn mit jedem Gericht kommt mehr Dynamik ins Schauspiel. Teller werden gerückt, die noch nicht leer sind. Bier Dosen über den Tisch geworfen. Die Kids rennen umher und picken sich die schärfsten und fischigsten Dinge aus dem Essen. Ohne mit der Wimper zu zucken zerkauen sie die Chilis. Der kleine, er wird etwa 5 sein, reguliert die Schärfe in dem er Luft seitlich in die Wange zieht. Am Ende noch Pommes mit Chilisoße und Mayo und er ist glücklich.
    Alle Reste und Abfälle sowie Dosen landen unterm Tisch. So wirds gemacht. Am Ende wird alles weggefeckt und mit dem Wasserkärcher gesäubert.
    Hanh regelt alles. Ihre Essensauswahl ist super. Ralf und ich hätten das niemals bestellt. Die Beschreibungen sind oft kryptisch und die Bilder sehen aus wie die klebrigen Eier aus Alien.
    Am Ende sind es tolle Gerichte und wir gehen noch dreimal mit Hanhs Familie hier her.

    Unsere Urlaubswoche endet mit einem Bambus-Workshop. Als wir in der Werkstatt, die im Dschungel am Fluss liegt, ankommen, bin ich total begeistert vom Grundstück. Alles ist aus Bambus. Die Atmosphäre ist warm und einladend.
    Und dann dämmert es mir. Mein Blick auf Ralf gerichtet, der eine Säge hält: "Oh nein. Wir müssen sägen." Wenn ich eines nicht mag, dann das.
    Als ich den Workshop gebucht habe, habe ich irgendwie nicht darüber nachgedacht. Bambus ist eine Art Holz und natürlich muss man es sägen um daraus etwas zu machen. Es ist ja ein Bambus-Workshop. Ralf ist im Himmel. Als Tischler glänzen seine Augen und natürlich muss er auch erklären, wie man die Säge richtig hält. Glücklicherweise nicht mir, sondern einer anderen Frau, die davon weniger begeistert zu sein scheint. Nach 5 Minuten ist mir klar: das ist nichts für mich. Also Beine hoch und Ralf machen lassen. Der Tag endet mit einem glücklichen Ralf und ich bin stolz, wie Bolle, dass ich am Ende noch ein Muster in "unsere" Kunstwerke eingebrannt habe.

    Die drei Monate in Hoi An vergehen schnell. Wir leben uns richtig ein. Unsere Stammplätze kennen uns und freuen sich, wenn wir vorbei kommen.
    Zwischendurch haben noch Hanh und Mike Geburtstag. Auch hier sind wir dabei. Der Abend endet mit Karaoke. Natürlich. Und 10 total verrückten vietnamesischen Freundinnen von Hanh. Eine Torte in Form einer Bikinifigur mit riesigen Brüsten aus Buttercreme darf da natürlich nicht fehlen. Sie sind alle verrückt. Sie sind alle herzlich und echt.

    Am Ende verabschieden wir uns bei einem Frühstück von Sarah, der Coworking Space Besitzerin, und ihrer Schwester Johanna. Mit den beiden hatten wir tolle Abende. Keiner spricht es aus, aber wir sind alle etwas traurig.
    Der Abschied von Pirat, der kleinen Hündin, die frisch geboren wurde kurz bevor wir kamen, fällt am schwersten. Sie hängt an uns. Wir an sie. Sie sitzt neben mir auf der Stufe und wartet mit mir aufs Taxi. Vielleicht erinnert sie sich irgendwann an uns. Ralf, der mit ihr durchs Haus gerannt ist und ihr alles durchgehen hat lassen und an mich mit der sie immer kuscheln wollte.

    Doch es ist Zeit. Alles ist vorbereitet. Wir haben 3 Monate im Studio trainiert. Der Annapurna Circuit wartet. Und so brechen wir nach Nepal auf....
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    Monika Mueller

    es freut mich das es euch so gut gefällt .ich wünsche euch auch weiterhin eine schöne Zeit.

    10/12/19Reply
    Patricia Goda

    Klingt toll!! Da freue ich mich doch umso mehr auf Hoi An! Auch sehr schön, dass Britisch bei dir al eigene Sprache behandelt wird ;)

    10/22/19Reply
    Nolf Around The World

    Hahaha. Ja ich hab mich sehr viel mit amerikanischen, britischen und australischen Englisch beschäftigt und dadurch habe ich das wahrscheinlich so beschrieben :D ganz unbewusst.

    10/23/19Reply
    Monika Mueller

    üi

    3/30/21Reply
     
  • Day46

    Old town Hoi An

    November 18, 2019 in Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C

    Eigentlich wollten wir heute morgen wieder mit dem Fahrrad los. Aber bis wir gerichtet waren und uns los machen konnten waren alle Fahrräder schon ausgeliehen. Also sind wir eben zu Fuß los.
    War aber gar nicht so schlimm, ich fand’s nämlich zu Fuß viel schöner. Die vielen kleinen Gassen hätten wir mit dem Fahrrad wohl gar nicht entdeckt.
    Hier mal was zu trinken, da mal n Kaffee. Irgendwelche Früchte deren Namen ich nicht kenn hab ich gekauft. Sagen lustig aus und ich wollt sie probieren. Gegen Mittag haben wir uns wieder Richtung Hotel bewegt. Eigentlich in der Hoffnung dass die Fahrräder mittlerweile zurück sind und wir sie wenigstens Richtung Strand benutzen können. Dem war nicht so. Also haben wir einfach unsere Hotelsuche und Reiseplanung vorangetrieben.
    Kurz bevor es dunkel wurde gabs dann endlich wieder Fahrräder. Wir wollten unbedingt nochmal in die Altstadt wenn die vielen Laternen leuchten. Die Idee hatten aber 9373852 Chinesen ebenso. Nach einer kleinen schnellen Runde haben wir ziemlich entsetzt und enttäuscht wieder umgedreht. Wer kann auch ahnen, dass jeder, wenn’s dunkel ist, die Lampions sehen will...
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  • Day72

    Buntes Treiben in Hoi An

    December 6, 2019 in Vietnam ⋅ ☁️ 22 °C

    Hoi An ist bekannt für seine tausenden Laternen. Auf den Booten, in den Straßen, über den Bars. Wir flanieren durch die beschauliche Kulisse aus französischen Fassaden, schön beleuchteten Gassen und bunten Marktständen. Eine sehr interessante Komposition aus Farben und Gerüchen kitzelt an jeder Ecke unsere Sinnesorgane.

    Kochmeister Hung lädt am nächsten Tag zur Eco Cooking Class. Beim Einkauf auf dem lokalen Markt lernen wir zunächst die exotischen Zutaten und Gewürze der vietnamesischen Küche kennen. Dann geht's in die Bambushütte - dem "Kochstudio". Hier weiht uns Hung in die traditionelle Herstellung von Reispapier ein. Natürlich wird selbst mit angepackt, gesiebt, gemahlen, aufgebrüht und abgeschöpft. Wir kreieren unsere eigenen Frühlingsrollen.
    Als zweiten Gang gilt es, einen leckeren Bananenblütensalat mit frischen Schrimps und Fischsauce zuzubereiten. Ganz schön viel Schnippelei.
    Es folgt eine typische, vietnamesische Pho: eine deftige Nudelsuppe mit zart gekochtem Rindfleisch, wie sie hier gern schon zum Frühstück verzehrt wird.
    Am besten war jedoch (beim Kochen und später auf dem Teller) das Banh Xeo - eine Art Crepe aus Reis mit verschiedener Füllung, markanter Gewürze und verfeinert mit saftigem Lemongrass. Lecker.

    Mit dem Bauch voller vietnamesischer Leckereien und den Taschen voller Rezepte (endlich können wir zuhause Nachkochen😅) ziehen wir weiter durch diese vielfältige Stadt.

    Nach dem Gaumen gibt's jetzt auch was fürs Auge. Denn in Hoi An gehen über 100 emsige Schneiderlein ihrem täglichen Handwerk nach. Überall sehen wir Boutiqen für edle Anzüge und feine Lederwaren. Alles auf den Leib geschneidert. Zwischen Maß nehmen und der ersten Anprobe vergehen meist nur Stunden. Die Gelegenheit nutzen wir gerne. Sommerkleider, Jumpsuits, Wintermantel, Sakkos, Hemden und ein Anzug - all das landet in einer großen Kiste und begibt sich auf den Postweg nach Deutschland. Ganz liebe Grüße an den Zoll.
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    Robin Gehrmann

    😁 1 Life

    12/10/19Reply

    Olala...hat das eine Bedeutung? 😊

    12/10/19Reply
    Nicole Sveti

    Das klingt nach einer Einladung zum Abendessen im Hause Donner/ Krell.... Ihr müsst ja auch beweisen, dass ihr was gelernt habt ;)

    12/11/19Reply
    Nadine Pogrzeba

    👍🏻😁😋

    12/14/19Reply
     
  • Day354

    Mein erster Geburtstag - ich lebe.

    September 21, 2019 in Vietnam ⋅ 🌧 30 °C

    Aber wie unfair es sich auch anfühlte, um mich herum war das pulsierende Leben.
    Es ist Magie, überall. 
    Ich habe überlebt.

    Genau vor einem Jahr verschluckte mich ein LKW frontal. Er trug mich mehrere Meter mit sich bis er von einem Fußgänger gestoppt wurde. All das habe ich bewusst wahrgenommen.

    In diesem Moment zog sich meine Seele in mir zurück. Ich habe dem Tod in die Augen geblickt und das werde ich niemals vergessen. Ich dachte: „Nein, heute werde ich nicht sterben. Nein, heute ist es noch nicht soweit.“

    In diesem Moment schenkte mir das Leben pure Ehrlichkeit und ihre Wahrheit.

    Es ließ mich meinen Kampf miterleben.

    Ich habe um mein Leben gekämpft. Mich durschoss so viel Adrenalin, dass ich nur noch geschrien habe. So wie ich noch nie in meinem Leben geschrien habe. Ab der Hüfte war ich mit dem LKW unter mir verkeilt. Ich drehte meinen Oberkörper und schlug mit den Händen mit voller Kraft zwischen die Lampen. In meinem Kopf schossen Bilder, wie er den dritten Gang einlegt. Wenn er das getan hätte, wäre mein Fahrrad, welches mich trug, wahrscheinlich verrutscht und hätte mich unter ihm begraben.

    10 Tage bevor unser Flug nach Bali ging, hat mich das Leben geküsst.

    Leidenschaftlich und schmerzhaft.
    Und ich habe überlebt.

    Ich habe überlebt, weil

    -ein unbekannter Mann auf die Straße rannte und sich selbst in Gefahr brachte, um den LKW zu stoppen

    -eine unbekannte Frau mir ihre Liebe und Wärme schenkte, indem sie mich minutenlang auf dem Boden sitzend von hinten umarmte

    -ein unbekannter Arzt, der zufällig gerade bei Aldi einkaufen war, mich durchcheckte und mir die Sicherheit gab nicht gelähmt zu sein

    -ein Notfallteam mich zum Lachen brachte und meine Seele aus der Dunkelheit zog

    -ein Krankenhausteam mit mir Witze riss und mir den Raum gab, um zu weinen

    -eine Schwester Verständnis zeigte und meinen Freund zu mir brachte

    -ein Oberarzt einmal mehr bei mir war, um mich schnell zu entlassen damit ich in mein eigenes Bett konnte

    -ein weiser Unfallchirurg mich im Nachgang unterstützte, damit ich meine Reise antreten konnte

    -ein Physiotherapeut es innerhalb von 7 Tagen schaffte, dass ich meinen gebrochenen Arm wieder bewegen konnte, um meinen Rucksack zu tragen

    -und weil meine wundervolle Körpertherapeutin Susanne Kohl, mir das Jahr zuvor half wieder eine Verbindung zu mir zu bekommen

    Ich spürte die Dunkelheit in mir hochkriechen. Sie nahm mir den Atem.

    Aber wie unfair es sich auch anfühlte, um mich herum war das pulsierende Leben.

    Es lächelte mich an mit einem Strahlen, wie die Sonne.

    Und ich konnte nur an meinen Traum denken, die Welt zu entdecken. Es war das erste was ich das Notfallteam fragte. „Kann ich in 10 Tagen in ein Flugzeug steigen?“

    Ein Notfallarzt sagte zu mir:
    „Es sieht ganz danach aus.“

    Er lächelte. Und ich bin 10 Tage danach in das Flugzeug gestiegen.

    Seitdem reise ich mit Ralf 355 Tage durch Südostasien.

    Warum ich dir das erzähle: Ich bin im Nachgang sehr offen mit meinem erlebten Trauma umgegangen und habe erfahren, dass es viele Menschen gibt, die ähnliches erlebt haben. Sie vergraben ihre Ängste und trauen sie sich nicht darüber zu reden. Sie verschließen es tief in sich. Aber ich habe gespürt, dass diese Angst sehr dunkel ist. Sie lähmt uns und nimmt uns unsere Leichtigkeit. Sie ist wie ein dunkler Mantel, der sich über unsere Schultern legt.

    Ich habe mich entschieden offen damit umzugehen und das werde ich auch hier tun.

    Du darfst um Hilfe bitten! Es wird einfacher, auch wenn es dich geprägt hat.

    Als ich 10 Tage später in mein ortsunabhängiges Leben startete, wusste ich nicht, was Asien für mich bereithielt. Und ich hatte Angst. So viel Angst. Ich hatte doch gerade alle Menschen zurückgewonnen, als mir das Leben einen Kuss schenkte.

    Und auch ein Jahr später habe ich noch Angst. Mein Freund muss meine Hand nehmen, um mit mir über die Straße zu gehen. Weil ich auf der Straße erstarre, wie ein Reh.
    Und im nächsten Moment fahre ich mit dem Fahrrad über die Reisfelder von Hoi An und bin genau hier. Am Leben. Mit der Sonne im Gesicht.

    Ich möchte „Danke“ sagen. An all die Menschen da draußen, die ihre Arme zum Wärmen für andere öffnen. Die ihre Hand reichen, um anderen über die Straße zu helfen. Die ein Lächeln in die Welt tragen.
    Und danke an alle Ärzte, Krankenschwestern, Notfallretter, Feuerwehrleute, Physiotherapeuten und Körpertherapeuten.
    Danke alle die Menschen, die Leben in die Welt bringen und es begleiten, wenn es endet. Danke für euren Mut und eure Kraft.

    Und zum Abschluss: Denke immer daran, dass ein Lächeln, welches du jemand anderen schenkst, alles ändern kann. Mich hat es gerettet. Das Lächeln eines Menschen hat mich spüren lassen, dass ich am Leben bin.

    Also schenke dem Leben und den Menschen ein Lächeln.

    Es wird retten. Es wird heilen. Es wird den dunklen Mantel wegnehmen.

    Fühl dich fest umarmt, deine Nora

    Und ich werde meinen Tag heute mit einer Massage starten und richtig abfeiern! Auf das Leben. Das einzige was wir haben.
    Read more

    Gertraud M

    Liebe Nora, seit ich euch auf eurer Reise "begleiten" darf, habe ich gespürt dass du etwas Besonderes mit im Gepäck hast. Heute ahne ich ein wenig, was es ist. Wie schön du geschrieben hast, worum es wirklich geht! Der heutige Tag wird dem Leben gewidmet, dem ganzen Leben und deinem insbesonders. Alles Gute und Schöne für dich, für euch! Und danke. Fühl dich gefeiert und herzlich gegrüßt!

    9/21/19Reply
    Janet Müller

    Ich danke Allen von Herzen die dir in diesen Momenten die Hand gehalten haben

    9/21/19Reply
    Patricia Goda

    Und wir sind alle sehr froh über den Ausgang des Unfalls!!! 💕

    9/26/19Reply
    2 more comments
     
  • Day65

    Weitere Anproben, weitere Einkäufe

    March 4, 2020 in Vietnam ⋅ ⛅ 27 °C

    Die nächsten Anproben lassen erahnen, dass jedes Kleidungsstück auf einem guten Weg ist am Ende super zu sitzen und uns sehr gut zu gefallen.

    Da nun weniger zu tun ist, gehen die nächsten Fittings bereits schneller und es liegen immer nur wenige Stunden dazwischen.
    Auch wissen die Verkäuferinnen, dass wir nicht mehr all zu lange in der Stadt sein werden. Da werden die Kleidungen besonders zügig fertig gemacht.

    Allerdings stellen wir schnell fest, dass es auch gar nicht so einfach ist, sich die Kleidung bei Bestellung fertig vorzustellen.
    So wurde ich z.B. von einem persönlichen Änderungswunsch bei einer Jacke überrascht, dass sich durch meinen Wunsch nicht ein, sondern automatisch zwei Details änderten.
    Daran sieht man wohl, dass ich noch keine Schneidererfahrung habe 🤷‍♀️
    Doch da hier alles so schnell geht, ändern wir es eben einfach nochmal 😅🙈

    Morgen können wir alles abholen!
    Und überlegen, wo wir das alles verstauen... 🤔
    Read more

    Renee Gensler

    Sieht alles sehr schön aus

    3/5/20Reply
    Marlene Glasmeyer

    Perfekt 👌

    3/13/20Reply
     
  • Day3

    My birthday

    March 14, 2020 in Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C

    So I am in hoi an arrived last night and went straight to sleep after travelling for 36hrs . My driver and car were excellent and the hotel staff are very nice all the locals are wearing masks and I am not worried about getting the virus over here at all the only thing I have to worry about is getting stuck hereRead more

    Anne Hirst

    Where are all the natives

    3/16/20Reply
    Sabra Taylor

    They are around , all wearing face masks but it's pretty chill here they have closed the boarders here so no more tourists can get in

    3/16/20Reply
    Anne Hirst

    Oh ok are u having a fantastic time.

    3/16/20Reply
    4 more comments
     
  • Day77

    Hoi An

    November 12, 2019 in Vietnam ⋅ ☀️ 28 °C

    Nous avons passé 4 jours et 4 nuits dans un superbe hotel en plein coeur de la vieille ville d'Hoi An, heureusement car à cause d'un typhon on a eu beaucoup de pluie mais malgré le temps pourri on a quand même bien profité de la vieille ville et de ses lanternes. On s'est aussi pas mal baladé en vélo pour découvrir les alentours de cette jolie ville (Rizières, plages et maisons colorées..)Read more

    Bérengère Cettolo'

    Au top ce resto !!! J’avais adoré !!

    11/19/19Reply
    Yvan Tonelli

    C est magnifique et particulièrement dépaysant

    11/19/19Reply
    Yvan Tonelli

    Très coloré : bravo

    11/19/19Reply
    8 more comments
     

You might also know this place by the following names:

Tỉnh Quảng Nam, Tinh Quang Nam