• Wacholder2Go
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Weltreise 2016 bis 2017

1 Jahr durch die Welt, das ist unser Ziel. Læs mere
  • Wacholder2go find penguins

    2. november 2016, Australien ⋅ ☁️ 16 °C

    Um am Nachmittag nach St. Kilda zu kommen, müssen wir unsere Myki Card (das Bezahlsystem der Öffis) bemühen, denn dieses historische Strandbad befindet sich nicht mehr in der Free-Zone. Dafür bekommen wir eine schöne Fahrt dorthin, bummeln durch die Minicity und landen in einer Café-Torten-Kuchenstraße (Acland Street). Sicher ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn es ist Zeit für eine Pause! Bei Kaffee und Kalorienbombe werden die letzten Ansichtskarten geschrieben und der Nachmittag genossen! So gestärkt machen wir uns auf den Weg, denn wir haben vor, einen Großteil der Strecke am Wasser zurückzulaufen. Wir kommen am Lunapark, einem kleinen Vergnügungspark aus der viktorianischen Zeit, vorbei und wollen eigentlich mit der schönen alten Achterbahn fahren. Leider ist der Park geschlossen - sicher noch keine Saison und zu kalt 🙁.
    Auf der palmengesäumten Esplanade kommen wir zum alten Pier, den wir natürlich bis ans Ende begehen. Und da passiert es: Wacholder2go find penguins 😀! Und zwar Zwergpinguine. Das ist unsere Entschädigung für das dramatisch verschlechterte Wetter. Diese Pinguine ist die einzige Art, die auf dem australischen Festland brütet. Die niedlichen Tierchen verstecken sich zwischen den Steinen der Wellenbrecher, lassen sich aber weiter nicht stören: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCOhTAzttB003o_0.
    Wir machen endlos viele Fotos und können uns gar nicht trennen.
    Einmal müssen wir doch los, denn unser Weg ist noch weit. Immer am Wasser entlang laufen wir, vorbei an Stränden und Segelclubs, bis Port Melbourne. Hier ist die Endhaltestelle unserer Bahn und so kommen wir in schönem Abendlicht wieder in die große Stadt.
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  • Williamstown

    3. november 2016, Australien ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir gehen den Tag ruhig an und frühstücken gemütlich in unserem Appartement. Es ist super Wetter vorhergesagt und wir beschließen, mit dem Zug zum historischen Hafen in Williamstown zu fahren, dort rumzubummeln und mit der Fähre zurückzukehren. Gesagt, getan, wir laden unsere Myki-Karte auf und 44 Minuten später sind wir an der Endstation und da ist erstmal … Nichts. Kurze Orientierung auf maps.me und wir stoßen auf den Point Gellibrand Heritage Park. Und wieder werden wir in die Anfänge der Besiedelung Australiens und insbesondere Melbournes versetzt. Hier am Point Gellibrand wurde 1835 die erste ständige Siedlung Victorias und eine Militärbastion und ein Seehafen gebaut. Australiens erste Telegrafenstation, eine Eisenbahn, Victorias erstes Observatorium und ein Zeitballturm (Timeball Tower) wurden errichtet. Auch dabei haben Sträflinge einen hohen Anteil gehabt. Gebäude aus dieser Zeit sind sehr gut am sogenannten Bluestone erkennbar, der unmittelbar an der Küste gebrochen wurde.
    Wir schlendern an der Küste entlang und kommen zum Timeball Tower. In den heutigen Zeiten von Funk- und Satellitenortung/Kommunikation (sogar im Handy) mutet der Zeitball schon archaisch an. Dabei ist die Nutzung noch garnicht so lange her. Als Skipper und Navigator interessiert mich diese technische Unterstützung der Navigation besonders und bin immer wieder beeindruckt, mit welch einfachen Mitteln man erfolgreich um die Welt gesegelt ist. Die damaligen Seefahrer hatten nur einen Sextanten und einen Chronometer zur Ortsbestimmung an Bord. Mit dem Sextanten wurde der Breitengrad über den Stand der Sonne oder anderer bekannter Gestirne bestimmt. Mithilfe der Zeitmessung ab einem bekannten Ort und viel Erfahrung (Einfluss von Wind und Strömung auf das Schiff) und Berechnung der Wegstrecke könnte der Längengrad ermittelt werden. Die Kreuzung beider ist der Standort. Dazu braucht es eine genaue Uhr oder besser einen synchronisierten Chronometer und dazu diente der Zeitball. Jeden Tag kurz vor 13.00 Uhr GMT wurde der Ball aufgezogen und dann punkt 13.00 Uhr fallen gelassen. Das Signal dazu bekam der Ballwächter direkt vom nahe gelegenen Observatorium. Alle Schiffe in Sichtweite konnten danach ihre Schiffsuhren stellen. 1926 war es damit jedoch vorbei. Die drahtlose Nachrichtenübertragung war seit Ende des 19. Jahrhunderts durch Marconi bekannt und ersetzte das alte Verfahren der Zeitsynchronisation.
    Der Hafen ist heute vor allem ein Yachthafen, hat aber immer noch einen Tiefseebereich für Schiffsreparaturen. An einem der Piers sehen wir die Steve Irwin, ein Schiff der Sea Sheperds, fotografieren es und schicken es gleich mal als WhatsApp an unsere Jungs - sie kennen die Organisation. Wer sie von euch nicht kennt, schaut mal hier nach: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sea_Shepherd_Co…
    An den alten Hafengebäuden entlang spazierend, suchen wir ein Mittagslokal, essen gesundes Zeug und setzen uns mit einem Kaffee wartend an die Pier unserer Rückreisefähre.
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  • Yarra River und Kaffee am Fluss

    3. november 2016, Australien ⋅ ⛅ 20 °C

    Die 50minütige Fahrt zurück nach Melbourne Southgate ist fantastisch und gibt immer wieder tolle Blicke auf Melbournes Hafen, die Docklands und die Skyline.
    Es ist noch früh am Nachmittag und wir haben bei der Einfahrt in den Yarra-Fluss ein tolles Lokal gesehen. Da laufen wir hin und genießen Sonne, Kaffee ☕️ und Blick aufs Wasser des Yarra. Das halten wir glatt bis zum Abend aus. Dann verabschieden wir uns mit einer Straßenbahnfahrt von der Stadt, es war ein herrlicher letzter Tag in Melbourne und vorerst in Australien 🇦🇺. Morgen geht es in die Südsee 🌴😃🌅.Læs mere

  • Umzugstag - Südsee wir kommen

    3. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir stehen früh auf, denn wir wollen in die Südsee! Wir sind ganz gespannt wie es dort aussieht und können es kaum erwarten. Deshalb fliegen wir auch rückwärts: Wir fliegen heute früh los und sind gestern Abend da. Eine Reise in die Vergangenheit also. Das ist doch supi, so haben wir einen Tag länger in der Wärme!
    Über Auckland in Neuseeland kommen wir nach Rarotonga, die größte Insel der Cook Inseln - damit sind wir den ganzen Tag beschäftigt.
    Auf dem sehr kleinen Flughafen werden wir mit dem Blumen-"Ei" begrüßt. So nennt man hier diese bunten Blumenketten aus frischen Frangipaniblüten. Sie werden um den Hals getragen und duften ganz wundervoll. Viele tragen die Girlanden auch als Kopfschmuck, und zwar Frauen sowie auch Männer. Das ist eine der anmutigsten Bräuche der Inseln.
    In der Nacht kommen wir in unserem Bungalow an. Von der Insel haben wir so gut wie nichts mitbekommen, denn die Beleuchtung ist eher spärlich. Aber unser Häuschen ist supi und alles andere gucken wir uns morgen an!
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  • Heute ist gestern

    4. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 26 °C

    😆Zurück in die Zukunft, denn nachdem wir ausgeschlafen haben, ist schon wieder der 4. November! Wir sind gestern über die Datumsgrenze (jetzt wirklich, Jörg) geflogen und unsere Uhren und Fitbits spielen noch verrückt. Müssen sich wahrscheinlich erst noch an die Neuzeit gewöhnen - so wie wir auch! So richtiges Südseefeeling will heute noch nicht aufkommen, es ist düster und regnet fast durchgängig vor sich hin. Wir kämpfen uns erstmal durch die Prospekte, sehen überall Sonne, Meer, blauen Himmel, weißen Strand und lachende tanzende Insulaner - wo ist das bloß? Ich denke an die Kinder, die so weit weg sind, an gemütliches Beisammensein mit der Familie und an so Sachen wie Schwatz mit Freunden und Kollegen, Stepaerobic oder Glühwein nach dem Sch...spätdienst, sogar an die Haushaltsroutine, was ist denn da los?! Ich brauch ein bisschen Trost an Tag 65 unserer Reise! Krieg ich sofort, ich hab ja Dirk😘!
    Wir machen erstmal die Wäsche und lassen uns von unserer netten Wirtin Patricia zu dem über Airbnb gebuchten Bungalow einnorden. Nun müssen wir einkaufen, auch nicht ganz so einfach ohne Fahrzeug, denn der einzige vernünftige Supermarkt ist im Hauptort. Der einzige Bus der Insel fährt auf der einzigen Straße nur stündlich (mit oder entgegen dem Uhrzeigersinn ) und das dauert uns zu lange. Also laufen wir zum nächsten kleinen Shop, der ist aber auch 3 km entfernt. Für den Rückweg nehmen wir den Bus in entgegengesetzte Richtung, da uns der Richtige vor der Nase wegfährt. Wir umkreisen also fast die gesamte Insel und sind somit für eigentlich nur 3 km fast eine Stunde unterwegs. Dafür haben wir nun einen Überblick bekommen. Damit ist der Tag auch schon so gut wir rum. Da kann man mal sehen, wie die Zeit auch mit nichts tun vergeht.
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  • Rarotonga

    4. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 24 °C

    Rarotonga ist die Hauptinsel der Cookinseln, Avarua der kleine Hauptort dieser Insel und zugleich die Hauptstadt der Cook Islands. Die Insel ist fast vollständig von einem schützenden Korallenriff umgeben, es gibt viele Strände - wie wir finden hauptsächlich zum Schnorcheln oder Tauchen geeignet. Denn alle zwölf Stunden haut das Wasser ab und mit Schwimmen ist dann im ohnehin flachen Wasser nicht mehr viel zu wollen 😀. Das Wasser ist sehr schön warm und klar.
    Eines der auffälligsten Merkmale von Rarotonga sind die sich hoch auftürmenden, smaragdgrünen Berge im Zentrum der Insel. Durch diesen dichten Regenwald mit seinen tropischen Wasserfällen kann man herrlich wandern. Gleich danach fallen die vielen frei laufenden Hühner auf. Sie sind überall zu sehen, kommen sogar auf die Terrasse. Vor allem die Hähne sind immerzu zu hören, Tag und Nacht 🐥- daran müssen wir uns noch gewöhnen.
    Es gibt eine Küstenstraße von 32 km Länge, die die Insel einmal komplett umrundet. Der Inselbus fährt stündlich einmal rum und nimmt alle Urlauber mit, die kein Fahrzeug gemietet haben (also uns 😀), denn das Hauptfortbewegungsmittel ist nach unserem Eindruck der Motorroller.
    So, nun habt ihr einen kleinen Eindruck dieser Südseeinsel, ich hab euch mal die "Landkarte" fotografiert 😃. Wir sind gespannt, ob hier wirklich alles so entspannt abläuft wie angepriesen!
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  • Markttag

    5. november 2016, Cookøerne ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Sonne scheint ☀️!
    Wir stehen früh auf, denn Tricia nimmt uns mit auf den Punanga Nui Market am Rande von Avarua. Samstags ist Hauptmarkttag, hier gibt es das beste frische Obst und Gemüse der Insel und noch dazu sehr preiswert, weil "endemisch" in Rarotonga. Wir decken uns für die nächsten Tage mit gesundem Zeug ein und die nette Tricia bringt alles in unseren Kühlschrank. So können wir noch weiter über den Markt bummeln, wo es natürlich noch viele andere Dinge gibt. Zum Beispiel die bekannten bunten Pareos, Black Pearls und diverse Souveniers und natürlich Fressstände. Wir können hier auch gleich die sogenannte Bluesky Visitor-SIM des örtlichen Telefonanbieters kaufen. Die Visitorcard kostet 49$ und beinhaltet 3 GB Datenvolumen bei 3G Abdeckung. Dazu kommen 300 SMS und 30 min Telefonie. WLAN kostet das Gleiche, ist hier aber leider unzuverlässig und nicht überall vom gleichen Anbieter verfügbar 😩. Da passt uns die Visitor-SIM viel besser und wir sind wieder dauerhaft online 🙂.
    Mit einem großen tropischen Smoothie in der Hand setzen wir uns an die Bühne und verfolgen eine Trommel- und Tanzaufführung einer der hiesigen Tanztruppen. Das Trommeln der Männer und der Hüftschwung der Mädels (es war die Nachwuchstruppe: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCVLl0hjrJ5hai4w) ist so mitreißend, das Dirk nicht an sich halten kann - er muss mittanzen 😀! Wir sind begeistert und kaufen uns am Stand gleich die Karten für die Montagsshow.
    Mit dem Bus wollen wir zurück, zum Ende des Marktes nicht so einfach. Wir sind nicht die Einzigen und daher müssen wir auf einen zweiten Bus warten. Das wiederum ist ein Glück, denn unser Busfahrer erweist sich als überaus witzig und sehr talentiert! Hier habt ihr eine Kostprobe: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCTxuQ-1N0dOC22P. Da könnten wir glatt zweimal rumfahren 😃. Machen wir aber nicht, wir wollen schließlich noch ins Meer. Am Aroa Beach verbringen wir den Nachmittag im Wasser mit Schnorcheln und faul sein!
    Der Sonnenuntergang findet leider ohne Sonne statt. Vielleicht morgen!
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  • Rarotonga Cross Island Track

    6. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute früh telefonieren wir als erstes mit unseren Jungs 😆! Wir erfahren die neusten Neuigkeiten über das Leben in der Heimat (Familie, Studium, Garten, Wetter, Weihnachtsplanung ...). Allen gehts gut und die Kinder kommen prima zurecht! Das (zusammen mit dem schönen Wetter hier) baut mich zu 100% auf und den nächsten Reiseabschnitten steht nichts mehr im Weg!!! Eigentlich auch eine gute Erfahrung, zu merken, was einem fern der Heimat so fehlt und was wir für ein schönes Zuhause samt Familie haben!
    Der Elan ist jedenfalls wieder da! Das nutzen wir sofort. Wir nehmen den Cross Island Track in Angriff. Diese Wanderung führt von Nord nach Süd einmal quer über die Insel. Der Clockwise-Bus bringt uns nach Avarua, denn dort beginnt der Wanderweg. Der erste Teil verläuft zwar auf einer Straße, dafür gibt es aber am Wegesrand schon total viele, wunderschöne exotische Pflanzen zu entdecken. Wir sind unser eigener Reiseführer, da wir weder eine Annett noch einen Falko dabei haben. Mithilfe einer ausführlichen Wegbeschreibung samt Pflanzenkunde, die wir in unserer Unterkunft gefunden haben, versuchen wir uns als Botaniker und erkennen zumindest einige der gefundenen Pflanzen: Kokospalme, Papaya, Banane, Taro, Ginger, Chestnut...(zumindest denken wir das🙂). Wenn wir nicht richtig liegen - na und, merkt ja Keiner!
    Durch ein "Loch" im Wald finden wir den Einstieg in eine ganz andere, faszinierende Welt. Wir wandern durch dichten, tropischen Regenwald. Eine unglaublich wunderschöne Vegetation, noch niemals vorher gesehen! Wir finden Pflanzen, für die wir zu Hause viel Geld bezahlen müssen (zum Beispiel Orchideen, Hibiskusbäume, Königsfarne, Engelstrompeten...) und kommen uns vor wie im Gewächshaus!
    Der Weg führt steil bergauf über Wurzelwerk, Stock und Stein, (und je höher wir kommen, desto dünner werden die Wege - für Peter ein Traumweg😁) bis wir in 413 m Höhe vor der "Nadel" stehen. Schaut mal hier, wie es dort aussieht: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCYCixLOC-3DSrx7
    Bei 28°C und 80% Luftfeuchtigkeit schon eine kleine Herausforderung! Belohnt werden wir hier oben mit einem tollen Blick auf die sanfte Bergkette und die Küste und mit der mitgeschleppten Melone.
    Die 413 Höhenmeter nach unten sind natürlich genauso steil und für kleine Frauen 😉 manchmal einen Schritt zu hoch. Gut das es heute nicht regnet! Denn: Slippery when wet!!!
    Trotzdem eine feuchte Angelegenheit, denn gefühlte 20x überqueren wir den Fluss, der wegen Wassermangel zum Glück nur ein Bach ist! Natürlich schwitzen wir auch wie verrückt, was wiederum die Moskitos freut, die in uns ein gefundenes Fressen zu finden glauben. Aber mit Nobite schlagen wir ihnen ein Schnippchen, was uns zusammen mit der Sonnencreme natürlich noch klebriger macht! Wir freuen uns auf den Papua Wasserfall, der am Ende des Berges zum Bade lockt.
    Genauso plötzlich wir der Wald beginnt, endet er auch und durch einen kleinen Durchgang treten wir wie aus einer Höhle ins Freie. Der versprochene tropische Wasserfall ist leider ausgetrocknet und der kleine trübe See am "Ausguss" lockt uns wirklich nicht.
    Also gehen wir nach einer Bananenpause weiter bis zum Strand, wo uns noch eine 3 km lange Strandwanderung erwartet, denn der letzte Bus ist längst weg (sonntags ist der Busverkehr sehr eingeschränkt). Die Cola bei Sonnenuntergang am Beachresort nahe unseres Bungalows, weckt unsere Lebensgeister. Was für ein schöner Tag!
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  • Haushalt und Hausstrand

    7. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 27 °C

    Die Überschrift sagt es schon, wir bleiben in und in der Nähe unserer Unterkunft. So hatten wir das gestern nicht geplant 😐. Wir wollen ein Moped für den Rest unserer Zeit mieten und heute zur Muri Beach Lagune fahren, um dort den Tag am Strand zu verbringen, Kajak fahren und schnorcheln. Und wenn es uns dort nicht gefällt, einfach weiterziehen. Aber da haben wir die Vermieter und die Verwaltung der Cookinseln nicht bedacht. Es gibt keine Mopeds, nur Scooter mit 125 ccm oder mehr. Dafür brauchen wir auch in Deutschland einen Motorradführerschein, den Heike und ich nicht haben. Eigentlich aber kein Problem. Bisher fuhr man mit seinem gemieteten Bike direkt zur Polizei und hat nach einem Praxistest für 20$ die Full Driver License erhalten. Damit ist man dann berechtigt, sich auf den Cookinseln per Scooter zu bewegen. Genau am 1. November dieses Jahres sind jedoch die Regeln für die Fahrerlaubnis geändert worden, natürlich zu unseren Ungunsten. Jetzt muss ein theoretischer (70$) und ein praktischer Teil (20$) mit Prüfung absolviert werden. Das kann mit Wartezeit schon mal einen Tag beanspruchen. Da ist der Erwerb der Erlaubnis (10$ fürs Papier) gleich mal 1,5x teuerer als die Miete. Da es auch gerade kein Auto gibt und das für die kurze Zeit auch recht teuer (90$/Tag ohne Versicherung) ist, lassen wir die Finger davon und entscheiden uns für Haushalt (Wäsche, Schuhe 👠 putzen, Blogarbeit, Kontenpflege, Emails …), Terrassencafé (Kaffee auf unserer Terrasse 🤓) und immer wieder Baden und Schnorcheln am Hausstrand. Damit sind Vor- und Nachmittag ausgefüllt. Heute Abend gehts zur Island Night Show, die wir am Samstag auf dem Markt gebucht haben.
    Morgen versuchen wir es mit einer Tagesmiete, da sind die Bedingungen wieder ganz anders.
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  • Kia Orana - Ka'ara im Highland Paradise

    7. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir machen uns fein, das Wetter ist gut und pünktlich 18.30 Uhr werden wir zur Insel Night Show in den Bergen abgeholt. Wir sind gespannt und voller Erwartung, denn der Vorgeschmack vom Samstagsmarkt und der mitgegebene Flyer lässt Besonderes erwarten.
    Ka'ara: Die Trommeln unserer Vorväter ist eine interaktive Veranstaltung mit historischer Dorfführung, Opferzeremonie (Marae), Dinner (Umu-Fest, Fleisch aus dem unterirdischen Ofen) und Tanzshow. Interaktiv? - Genau, wir (dieses Mal Heike 😚) werden einbezogen.
    Nach einem Kia Orana Begrüßungsdrink gehen wir in das Dorf und lernen eine Menge über das Leben der Ureinwohner (polynesische Maori), die Geschichte der Cookinseln, Rarotonga und dem letzten König Tinomana. Aber der Reihe nach:
    Zuerst wird uns die Begrüßung Kia Orana erklärt. Jemand, der euch so begrüßt, wünscht euch ein langes Leben und sollte mit dem gleichen Enthusiasmus mit Kia Orana beantwortet werden. Das üben wir und beim zweiten Mal stimmt der Enthusiasmus 😜. Dann werden uns tägliche Arbeitsverrichtungen im Dorf- oder Familienalltag gezeigt. Die Verarbeitung von Taro (Wasserbrotwurzel), medizinischen Pflanzen und die Anwendung des Umu sind dabei. Wir erfahren, dass nach der christlichen Missionierung 1823 das Dorf 1840 in Richtung Küste verlassen wurde und erst seit den 70ern wieder bewohnt ist. 1973 wurde der Flugplatz als internationaler Flughafen durch Elizabeth II. eröffnet. Die Insel war nun offen für Tourismus und mit den ersten Urlaubern stieg das Interesse an Leben und Geschichte der Maori, ihren Riten, Symbolen und Tänzen. Das zwang die Einheimischen dazu, sich selbst mit ihrer Vergangenheit, insbesondere vor der Missionierung, auseinanderzusetzen. So entstand die Idee, dieses 600 Jahre alte Dorf aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Nachfahren des damaligen Königs und hier lebender Familien haben das Dorf als Möglichkeit des Lernens der alten Riten und Gebräuche für die Jugend und die Touristen wiederbelebt und betreiben es bis heute selbst.
    Vor der Missionierung waren die Bewohner der Cookinseln, einer Ansammlung von 15 Inseln, ständig in Stammesfehden verstrickt und verstanden sich auch nicht als eine Nation. Sie lebten in einer strengen Hierarchie in Stämmen. Allein auf Rarotonga gab es 3- 4 Stämme, davon nur einer im Wald. Angeführt vom König, gefolgt von den Stammesfürsten (Generäle) und weiterer Befehlshaber lebte das Volk von Fischfang und Anbau von Nutzpflanzen. Heute sind die Cookinseln ein selbstverwaltetes unabhängiges Territorium, das in freier Assoziierung mit Neuseeland steht. So gilt hier auch die neuseeländische Währung, der NZ$, ergänzt um eigene Münzen. Kurios sind die dreieckigen 2$ Münzen 😊.
    Auf dem Meetingplatz des Dorfes, dem Marae, wurden spirituelle Zeremonien, Opfergaben, Beförderungen aber auch Parlamente!! abgehalten. Eine symbolische Opfergabenzeremonie (Früchte) wird uns gezeigt. Zuvor wird Heike als Matriarchin des Abends und heutige Lieblingsfrau des Königs Tinomana bestimmt und mit einem Blumenei geschmückt. Die Stammesfehden waren sehr blutig und endeten in Kannibalismus, allerdings nur bei den Männern. Sie glaubten, wenn sie ihre Gegner nach erfolgreichem Kampf verspeisen, nehmen sie deren Kraft in sich auf. Die Maori waren begnadete Seefahrer. Bereits im 8. Jahrhundert bauten sie Katamarane (Wakkas: http://www.imiloahawaii.org/assets/Marumaruatua…), die so lang wie eine Boing 737 waren, hart am Wind segeln konnten und 20-40 km/h schnell waren. Kapitän Cook konnte im 17. Jahrhundert davon nur träumen. Sie orientierten sich an Sonne, Gestirnen, vorherrschenden Winden und Gezeitenströmungen. Sie segelten zwischen den Inseln im Südpazifik und dem heutigen Neuseeland für Handel und Eroberung. Neuseeland wurde so vom Norden her besiedelt. Es hat mehrere Migrationswellen gegeben, angefangen im 8. Jahrhundert bis zur größten, Anfang des 19. Jahrhunderts, angeführt durch den Kapitän Tama. Seine Spuren werden wir auf Neuseeland sicher noch finden. Wir werden davon berichten.
    Rarotonga ist übrigens mehrfach "entdeckt" worden und hat mit jeder Sichtung einen neuen Namen bekommen. Vermutlich wurde die Insel schon von den Meuterern der Bounty 1789 gesichtet. Eine belegte Entdeckung erfolge aber erst 1813 durch die Endeavour. 1814 sollte die Insel dann wirtschaftlich ausgebeutet werden, man vermutete wertvolles Sandelholz. Die Expedition kam 1814 mit dem Schiff Cumberland an und nach ersten Verständigungserfolgen schlug die Stimmung um. Teile der Expeditionsmannschaft wurden getötet und verspeist. Darunter auch die einzige Frau, die damit als einziges weibliches Kannibalenopfer in die Geschichte einging. Danach geriet die Insel als mörderischer Kannibalenort in Vergessenheit und erst 1821 landete der Missionar John Williams auf der Insel. Gemeinsam mit Predigern von der Insel Tahiti begann er die Christianisierung. Offenbar so erfolgreich, dass bereits 1824 sämtliche Bewohner, inklusive des so gewalttätigen König Tinomana, vom christlichen Glauben überzeugt waren. In der Folge endeten die Stammeskriege und der Handel mit den anderen Inseln, Neuseeland und Australien kam wieder in Schwung. Der christliche Glaube ist auf Rarotonga allgegenwärtig, allein durch die Vielzahl von Kirchen (nicht im europäischen Stil) und der Aufforderung zum Gebet vor unserem Dinner (Umu Fest). Das ist übrigens ausgezeichnet und enthält neben den Umu-Fleischspeisen auch eine weitere hiesige Spezialität - Ika Mata, ein Fischsalat aus in Limettensaft mariniertem rohen Thunfisch mit Zwiebeln, Chili und einer Koskosmilchsauce. Sehr, sehr lecker und schmeckt überhaupt nicht nach Fisch.
    DIe anschließende Tanzshow zeigt die geschichtlichen Veränderungen der Insel im Tanz, denn die markanten Daten waren auch diejenigen, die den Tanz veränderten. Der ursprüngliche Tanz vor der Missionierung war archaisch und voller kraftvoller und ausladender Bewegungen (auch der Frauen). Mit der Missionierung kam der Rock über den Bauchnabel, Männer und Frauen mussten unter den Röcken Hosen tragen und die Bewegungen und Texte wurden gediegener. Mit der Eröffnung des internationalen Flughafens (anfangs ein Flug pro Woche von und nach Auckland, NZ 😊) verschwanden die Hosen wieder, die Röcke gingen wieder unter den Bauchnabel und es wurden wieder alte Elemente eingebunden. Der heutige Tanzstil und die Kostüme hat so die alten und neuen Elemente vereinnahmt. Hier bekommt ihr einen Eindruck davon: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roCdOMkf9rR5oIHRj
    Wir sind absolut begeistert, die Trommeln treiben zur Höchstform und wir zweifeln bei Männern und Frauen daran, dass sie überhaupt normale Gelenke besitzen.
    Wenn ihr mal hierher kommt, dann schaut euch das unbedingt an. Es ist grandios.
    Tja, und damit ist die Geschichtsstunde (es sind drei), die Show, ein herrlicher Abend und der Tag zu Ende. Gute Nacht 😴.
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  • Inselrundfahrt

    8. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute gelingt uns die Miete eines Scooters für einen Tag, da ist der Aufwand gering und die Kosten auch. Ein kleiner Fahrpraxistest für 2 $ und schon hat Dirk für weitere 5 $ Gebühr die temporäre Eintageslizenz in der Tasche. Diese ist gültig bis 12.00 Uhr am nächsten Tag und dient eigentlich dazu, bis dahin bei der Polizei die Full Driver License zu erwerben. Das machen wir nicht, denn die Insel kann man an einem Tag erkunden und den Rest mit dem Bus erledigen. Mit ein bisschen Planung und Erfahrung, die wir inzwischen haben, kein Problem!
    Wir umkreisen die Insel im Uhrzeigersinn. Auf dem Weg schauen wir nach schönen Stränden, Einkaufsmöglichkeiten und coolen Restaurants für den Abend (wir erhielten einige Tipps von Tricia). In Avarua bummeln wir ein bisschen durch die Shops und besorgen uns ein Picknick für den Nachmittag.
    An der viel beworbenen Muri Lagoon suchen wir uns ein Strandfleckchen. Hier wollen wir baden und schnorcheln. Das machen wir auch - nur leider gibt es viel Kraut im Wasser (nix für dich, Marcus 😘) und es ist recht trübe. Viele Fische sehen wir nicht. Zum Kajak fahren reizt uns die Gegend auch nicht. Der Strand ist aber schön, der Sand fein und weiß. Wir bleiben, bis uns ein kleiner Regen in eine Eisimbissbude treibt. Die Cafés sehen hier halt ein bisschen anders aus.
    In einer Regenpause fahren wir los und machen nochmal einen tollen Schnorchelstopp am Little Polynesian Resort. Im Regen müssen wir nach Hause fahren - macht keinen Spaß.
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  • Dauerregen

    9. november 2016, Cookøerne ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Morgen begrüßt uns mit fiesem, miesen Dauerniesel - wer will denn sowas??? Wir nicht, aber nichts zu machen!
    Wir tanken für 2,5 $ und geben das Moped ab. Mit ein bisschen Haushalt, Büro, Kommunikation, Fotobearbeitung ist der Vormittag auch schon um. Es folgt das Highlight des Tages: Eierkuchen! Schon so lange nicht mehr gegessen!
    Den Nachmittag verbringen wir mit der Feinplanung unserer Neuseelandreise, zumindest der ersten Tage. Wir buchen die Übernachtung in Auckland und in der Bay of Island.
    Als sich kurz die Sonne blicken lässt, schnorcheln wir im Meer umher. Hier an unserem Aroa Beach ist wirklich ein toller Schnorchel-Spot!
    Am Abend brauchen wir eine Belohnung für das Ertragen dieses Wetters: In der Bar des nahegelegenen Beach Resorts bestellen wir einen Cocktail für zwei und bekommen ca. 1 l türkisfarbenes leckeres Gesöff! Da kommt Südseefeeling auf und der Abend wird immer lustiger 😃!!! Wir bringen uns gegenseitig nach Hause und kein Regen kann uns mehr ärgern!
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  • Vom Gipfel des Raemaru zum Lagerfeuer

    10. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir starten ganz entspannt mit einem leckern Frühstück auf unserer Terrasse und überlegen die Tagesaktivitäten. Das Wetter ist toll und wir beschließen kurzerhand den Vormittag an unserem Hausstrand zu verbringen. Sonnenbaden, Schwimmen und Schnorcheln sind angesagt. Nach unserer Inselrundfahrt haben wir festgestellt, dass wir hier den besten Schnorchelspot der Insel haben. Und heute wird das ganz besonders bestätigt. Sicher, die Korallen sind nicht so bunt und vielfältig, aber soviel bunte und verschiedene Fische haben wir bisher nirgendwo auf der Welt gesehen, nicht am Great Barrier Reef, nicht im Roten Meer und nicht in der Karibik. Wir fühlen uns, als würden wir im prall gefüllten Aquarium schwimmen. Einfach nur toll, toll, toll 😊. Ansonsten entspannen wir bei ☀️ am Strand 😎. Die brechenden Wellen am Riff sind heute besonders beeindruckend. Davon bekommt man in der Lagune nicht viel mit. Das Riff schützt die Insel effektiver als jeder Wellenbrecher. Das Donnern der Brandung am Riff ist auch das Geräusch, dass uns - neben den Hähnen - Tag und Nacht begleitet.
    Nach einer späten Mittagspause mit Melone und Nussriegel starten wir zur nächsten Bergerkundung. Wir wollen auf den 350 m hohen Plateauberg Raemaru. Von dort soll es eine fantastische Rundumsicht auf die Insel geben.
    Wieder geht es ein Stück Straße entlang, die schon bald nur noch ein bewachsener Track ist. Und da ist dann auch der Zugang zum Wanderweg. Wieder ein sehr verstecktes Lock am Waldrand, an dem wir fast vorbei gelaufen wären, wenn da nicht am Boden ein Schild mit der Aufschrift Reamarutrail gelegen hätte. Der Weg geht über Wurzeln, Steine, durch dichten Farnbewuchs und Bergregenwald steil bergauf. Er ist kaum gekennzeichnet und teilweise sehr zugewachsen und endet nach einer Kletterpartie an Seilen, Ketten und Klampen auf einem leicht ansteigenden Plateau. Der Gipfel ist ein kleines Rund am höchsten Ende der Fläche. Dahinter geht es steil bergab. Und hier werde ich (Heike hat sich die Etappe an den Seilen und Ketten und für kleine Frauen ungeeigneten Felshöhen erspart.) tatsächlich mit der beworbenen Rundumsicht belohnt. Und das bei immer noch herrlichem Wetter. Bergab geht es viel schneller und wir landen im Castaway Ressort in Willson's Beach Bar mit Cider, zünftigen Burger/Pizza, Sonnenuntergang 🌅 und Lagerfeuer bei Livemusik. Wir wollen nicht mehr weg und erst als der erste Niesel Schlimmeres andeutet, machen wir uns auf den 2 km langen Heimweg. Da kein Bus mehr in unsere Richtung fährt, per Pedes und immer an der Straße entlang. Dennoch, wir fühlen uns sauwohl 😁.
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  • Letzter Tag in Rarotonga

    11. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 27 °C

    Das Wetter hält, was der Wetterbericht versprochen hat: Dicke Wolken, 3-89 Regentropfen und keine Sonne. Also nutzen wir ausgiebig unsere tolle Terrasse, denn es ist ja trotzdem warm. Für heute hatten wir sowieso keinen Plan. Wir müssen unsere paar Klamotten waschen, Fotos bearbeiten, Post erledigen, Reste essen und endlich den Blog auf den aktuellen Stand bringen. Außer einem kleinen Spaziergang über die Backstreet tun wir nichts, was euch interessieren könnte😀!
    Morgen fliegen wir nach Neuseeland 🇳🇿.
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  • Zurück in "alte Zeiten"

    12. november 2016, Cookøerne ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir packen in Ruhe alles zusammen, verabschieden uns von Tricia und nehmen ein letztes Mal den Clockwise-Bus. Welch ein Glück, denn unser Lieblingsdriver verkürzt uns die Fahrzeit mit Gesang, Infos und Anekdoten! Wir trafen ihn übrigens auch bei der Island-Show, er gehört zum Ensemble.
    Am Flughafen ist tote Hose. Alles wie ausgestorben, denn im Moment ist noch kein Flugverkehr. Wir suchen uns eine gemütliche Bank und machen in der Wartezeit (unser Flug geht erst 14.55 Uhr) unser restliches Internet alle 😀.
    Vor uns liegt unser 26. Flug und ein erneuter Zeitsprung. Den geschenkten Tag müssen wir heute leider wieder abgeben. Wir fliegen also Samstag Nachmittag ab und kommen nach vier Flugstunden Sonntag Abend in Auckland an. Bei Flug- und Hotelbuchung und Festlegung des Telefontermins mit den Jungs war da ein mittleres Gehirnjogging nötig. Bei Ankunft in der neuen alten Zeit wird sich erweisen, ob es erfolgreich war 😃!
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  • Zurück in "alte Zeiten", Fortsetzung

    13. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Ja, hat geklappt! Wir sind angekommen, und zwar am Sonntag Abend. Also richtig gerechnet. Ich hab euch mal ein Zeitzonenfoto gemacht, damit ihr seht, wie schwierig das ist 😆!
    Nun sind wir noch einen Tag hier in Auckland und dann geht die große Rundtour los.
    Wir gehen schnell was essen und dann: Nach Hause telefonieren! Ein schöner Abschluss für diesen Tag.
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  • Cook Islands - Fazit

    13. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir hatten ziemlich genaue Vorstellungen und Erwartungen an die Südsee. Wir wollten Urlaub vom Urlaub machen. ITB, unser Besuch in der Karibik und Werbung haben ein Bild suggeriert, dass wir zwar vorfinden, dem aber auch widersprochen wird. Weißer, palmengesäumter Strand, türkisblaues Wasser und fortwährender Sonnenschein. Ja, das ist da. Doch der Strand ist schmal und das Wasser ist ohne Riffschuhe kaum zum Schwimmen nutzbar. Dafür umso mehr zum Schnorcheln. Wir haben ein Liveaquarium, direkt vor der Haustür, und haben es immer wieder besucht 😊.
    Sich auf der Insel ohne eigenes Verkehrsmittel fortzubewegen, ist eine Planungsaufgabe (clock- oder anti-clockwise, Full Driver License), oder mit viel Laufen verbunden.
    Nachdem wir das nach 2-3 Tagen mal gecheckt hatten, war klar, auf den Cookinseln wird relaxt, geschnorchelt oder gegessen. Von da an waren wir Freunde und das jahreszeittypische veränderliche Wetter hat uns die Dinge entspannter angehen lassen.
    Unser Quartier war dafür die ideale Bleibe, auch wenn wir uns mit ein paar Besonderheiten vertraut machen mussten. Aufgrund der tropischen Bedingungen lagern wir Brot und Mehl ameisensicher in der Mikrowelle. Alle anderen Lebensmittel, auch Toastbrot, kommt in den Kühlschrank. Nichts wird frei gelagert. Müllrecycling wird hier ganz groß geschrieben, doch müssen wir unsaubere Umverpackungen oder nichtkompostierbare Essensreste bis zur Abholung einfrieren. Der Müll würde sonst innerhalb 2 Tagen zum Himmel stinken. Das haben wir sofort im Griff.
    Auch die Wetterkapriolen lassen uns einfach die Dinge im Jetzt sehen. Auf unserer großen überdachten Terrasse kann uns das Wetter nichts anhaben, egal ob sengende Sonne oder Dauerregen.
    Etwas, was anfangs nervte, dann aber in den Hintergrund geriet, das ewige Krähen der scheinbar auf der gesamten Insel frei laufenden Hähne. Oder die häufigen Brandgerüche von irgendwelchen Feuern. Scheinbar wurden ständig die Umu angeheizt 😜. Tja, auch die Moskitostiche sind nicht prickelnd. Mit fortwährendem Mückenschutz bei Tag (gegen Ardesmücke, kann Denguefiber übertragen) und Nacht (nicht so gefährlich), fühlten wir uns immer klebrig. Gut dass unsere Hütte "fully screened" ist, also rundum Mückenschutz hat. So konnten wir nachts beruhigt ohne 'Nobite' schlafen. Der Bungalow war ein Highlight, die anderen waren die Wanderungen durch den Bergregenwald, unser Schnorchelspot am Hausstrand, die Island Night Show, der blaue 1 Liter Riesencocktail, unser singender clockwise-Busfahrer und definitiv die entspannten und immer freundlichen Menschen hier. Wir sind ebenfalls voll total entspannt, wahrscheinlich auch, weil im Radio immer die beschwingte und hüftbewegende Musik läuft 🤓. Wir sind aber auch voller Energie und bereit für neue Abenteuer. Wir bedauern trotzdem, nicht noch länger bleiben zu können. Doch Neuseeland ruft und Flug, Auto und erste Unterkunft sind bereits gebucht.
    Da sagen wir doch glatt noch einmal Kia Orana 🇨🇰😊.
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  • Fazit Australien - ein Nachtrag

    13. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Einige Tage sind vergangen, unsere lieben Mitstudiosis sind längst wieder in der Heimat und haben hoffentlich den Jetlag erfolgreich bekämpft! Wir sind ein bisschen zum Nachdenken gekommen, daher etwas verspätet ein kurzer "Anhang":
    Australien, was für ein Land!
    Ein Land der Superlative! Hier ist alles am Größten, am Ältesten, am Unbewohnbarsten, am Heißesten, am Giftigsten, sogar am Salzigsten!
    Das Land ist unglaublich vielfältig. Nur ein paar Fahr-oder Flugstunden und schon ist alles anders: Wetter!!!,
    Landschaft, Uhrzeit, Tiere...
    Was hat uns nun am Besten gefallen? I DON'T KNOW !!!
    Unvergessen unsere tolle und "heiße" Zeit mit Paul in den Kimberly. Mit all den Wanderungen durch Bienenkörbe, Schluchten, Riffs mit und ohne Wasser, die Picknicks im Nirgendwo und natürlich das Bushcamp - ich glaube für uns alle ein Highlight!
    Aber auch die uralten Geschichten wie Saurierfußabdruck, Zusammenstoß der Kontinente 😉und nicht zu vergessen die Stromatoliten, ohne die es uns garnicht gäbe, waren unbedingt die Reise wert.
    Den Besuch der großen, mittelgroßen, kleinen und ganz kleinen Orte mit der dazugehörigen Geschichte möchten wir genauso wenig missen wie die Vielfalt der Flora und Fauna. Wir sahen viele unbekannte Tiere - und alle soooo niedlich!!! Sogar die Schlangen waren spannend - nachdem der Schreck vorbei war!
    Oft denken wir an die vielen gemeinsamen Abende, ob nun mit oder ohne Wein - sie waren alle toll. Und Tasmanien war der Traum für uns Wanderer!
    Das Fazit kann nur lauten: Australien ist einmalig und war jede einzelne Minute Aufenthalt wert!
    An dieser Stelle nochmal Danke an unsere Reisefamilie und besonders an Annett, die all ihr Wissen mit uns geteilt hat, für diese schöne Zeit!
    Und hier nochmal die inoffizielle Hymne der Aussis: https://youtu.be/CwvazMc5EfE
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  • Jandamarra - noch ein Nachtrag

    13. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Wie im Beitrag zur Windjana Gorge angekündigt, bin ich euch noch die traurige Geschichte von Jandamarra, dem Anführer der einzigen bewaffneten Rebellion der Aborigines gegen die weißen Siedler in der Geschichte Australiens, schuldig:
    Als die europäischen Siedler in den 1880er Jahren in die Kimberley vordrangen, verdingte sich der jugendliche Jandamarra bei ihnen als Viehtreiber und Schafscherer und hielt jedoch weiterhin Kontakt zu seinem Stamm. Der Bunuba-Jäger Ellemara wurde sein Vorbild; er freundete sich aber auch mit dem weißen Viehtreiber Bill Richardson an. Als dieser zur Polizei wechselte, ging er als Fährtenleser mit. In einer polizeilichen Aktion nahmen sie eine Gruppe aufständischer Bunuba und auch Ellemara fest. Sie wehrten sich gegen die immer stärker voranschreitende Landvereinnahmung und Schändung ihrer heiligen Stätten durch die Rinder der Weißen. Die Aborigines wurden in der Nähe der Windjana Gorge unter schlimmen Bedingungen festgehalten. Jandamarras Stammesmitglieder setzten ihn unter Druck und er ließ am 31. Oktober 1894 die Aborigines frei, vorher erschoss er Richardson und erbeutete Handfeuerwaffen. Die Entflohenen griffen fünf weiße Viehtreiber an und erschossen zwei. Das war das erste Mal, dass Aborigines mit Schusswaffen Angriffe gegen die weißen Siedler durchführten und dies war der Beginn des so genannten Bunuba War. Bewaffnete Polizisten und Siedler griffen daraufhin Jandamarra und seine Krieger in ihrem Versteck in der Windjana Gorge an, wobei Jandamarra schwer verwundet wurde, aber in den Tunnel Creek fliehen und in dem unterirdischen Flusslauf entkommen konnte. Daraufhin hielten ihn die Aborigines für unsterblich. Sein Ruf war legendär und man glaubte, dass ihn lediglich ein anderer mythischer Aborigines-Krieger besiegen könnte.
    Bewaffneten Siedler griffen in der Folgezeit Lager der Bunaba um Fitzroy Crossing an und zahlreiche Aborigines wurden ermordet. Drei Jahre lang führte Jandamarra einen bewaffneten Widerstand gegen die Polizei und gegen die europäischen Siedler. Ein anderer Bunaba namens Mingo Mick wurde angeheuert, verfolgte ihn und erschoss ihn im Tunnel Creek am 1. April 1897. Sein Kopf wurde abgetrennt und als Trophäe nach England gesendet und sein Körper wurde rituell in einem Affenbrotbaum beigesetzt.
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  • Starke Erdbeben in Neuseeland!!!

    14. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Schock am Morgen! Wir sind gerade wach geworden und sehen es im Fernsehen. Starke Beben und ein 2 m hoher Tsunami zwischen Wellington und Christchurch. Ziemlich heftig und für uns sind einige Bereiche der Ostküste der Südinsel wahrscheinlich nicht mehr erreichbar. Eventuell nicht mal die Südinsel. State Highway 1 ist teilweise völlig zerstört und die Fähre fährt nicht mehr zur Südinsel. Hier in Auckland ist zwar alles ruhig, aber wir müssen jetzt erst mal sehen, was überhaupt geht.
    Zentrum der Beben war Kaikoura mit einer Stärke von 7.5 kurz nach Mitternacht. Da waren wir noch wach und haben nichts gemerkt. Es gab viele Nachbeben bis Seddon der Stärke 5.2 und ein paar der Stärke 6. Alle Straßen nach Wellington, die Fähre zur Südinsel und der Eisenbahnverkehr sind gesperrt. Bisher hat es hautsächlich Schäden an Straßen gegeben, ein zerstörtes Haus, einige Verletzte und einen Toten in Kaikoura.
    Die Tsunamiwarnung wurde gerade heruntergestuft, allerdings sollen wir uns vom Wasser und den Stränden noch fern halten. Evakuierte Menschen können inzwischen zurückkehren. Die Meldungen kommen minütlich.
    Uns geht es gut, wir sind nicht betroffen. Es wirft allerdings unsere Reiseplanung so durcheinander, dass wir erstmal sehen müssen, wie wir weitermachen.
    Ihr hört von uns.
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  • Es geht weiter! Auckland

    14. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Den Vormittag nutzen wir in der nahegelegenen Frühstücksbäckerei bei freiem WLAN für ein Überdenken unserer ursprünglichen Reiseroute und einem kurzen Telefonat mit unseren Eltern. Per WhatsApp hatten wir unsere Familie bereits über die Lage informiert. Zwar beruhigt sich die Lage auf der Südinsel und Wellington CBD wird morgen auch nicht länger geschlossen sein, doch wird es Monate benötigen, bis die Schäden an der Ostküste behoben sind. Nach jetziger Schätzung liegen die Schäden im Milliardenbereich. Damit kommt ein Besuch in der am meisten betroffenen Region nicht in Frage.
    Wir haben uns deshalb für die nächsten drei Wochen auf die Nordinsel konzentriert und erste Quartiere gesichert. Morgen holen wir unser Auto ab und fahren zur Bay of Islands. Damit ist auch für uns eine Beruhigung geschaffen und wir können dann weiterplanen, ob und wann wir auf die Südinsel wechseln.
    Am frühen Nachmittag fahren wir mit Bahn und Bus in das Zentrum von Auckland, flanieren vom Queens Wharf, dem Fähranleger und der Queens Street zum Skytower. Wir lassen uns spontan von einer Friseurin einfangen (ist auch nötig) und lassen uns dann treiben. In Auckland weihnachtet es bereits 🎅🏼. Neben sehr gutem Kaffee ☕️ und heißer Schokolade nachmittags, gibt es am Abend Fish and Chips und Cider im urigen Pub "Lobby". Dann fahren wir wieder mit Bahn und Bus in unser Motel.
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  • Neuseeland

    15. november 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 17 °C

    Ein bisschen haben wir uns schon mit dem Land befasst, immerhin wollen wir 46 Tage hier verbringen. Neuseeland ist geologisch gesehen eher noch jugendlich, denn es ragt erst seit 100 Millionen Jahren aus dem Meer. Zum Vergleich: Die Erde gibt es seit 4,7 Mrd. Jahren. Das Neuseeland in einer Erdbebenzone liegt und es hier im Innern ab und an recht gewaltig bebt, war uns auch bekannt. Dass das aber nun so aktuell wird und wir hier so unheimlich dicht an diesem Geschehen sind, hätten wir uns nie träumen lassen. Es flößt uns einen gewaltigen Respekt ein, eigentlich kann man es schon Angst nennen. (Daher nehmen wir auch erstmal die Nordinsel in Angriff und fahren von Auckland aus noch weiter nördlich. Die weitere Planung passen wir der aktuellen Lage an.
    Die Nord- und die Südinsel sind nur getrennt durch die Cook Strait Meerenge und die Fläche beider Inseln zusammen ist deutlich kleiner als Deutschland. Hier tummeln sich rund 33 Millionen Schafe und nur 4,5 Millionen Menschen, von denen allein 1,4 Mio in Auckland leben. Ca. 600.000 Einwohner Neuseelands bezeichnen sich als Maori. Woher sie damals vor über 1000 Jahren kamen, ist bis heute ungeklärt.
    Neuseelands Nationalvieh ist der braune, struppige und halb blinde Kiwi. Er ist eine von fünf Vogelarten, die mangels Feinden das Fliegen verlernt haben. Er steht unter Naturschutz und soll laut Reiseführer ziemlich hässlich sein. Wir sind gespannt, ob wir einen zu Gesicht bekommen! Der Neuseeländer selbst bezeichnet sich übrigens selbst auch als Kiwi.
    Neuseeland wird als Naturparadies auf Erden bezeichnet: Strände wie in der Südsee, verschlungener Urwald und subtropische Vegetation, aufregende Wanderwege in alpinen Höhen ... Und das Beste: Es gibt keine wilden, gefährlichen Tiere! Den Urwald können wir hier so sicher durchwandern wie zu Hause einen öffentlichen Park am Sonntag Nachmittag - wobei, da ist der Urwald vermutlich deutlich ungefährlicher 😉.
    Auf alle Fälle sind wir gespannt auf die kommende Zeit!
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  • Auf ins Nordland

    15. november 2016, New Zealand ⋅ 🌧 18 °C

    Wir wachen auf und schalten erstmal den Fernseher ein. Es ist ein zwiespältiges Bild. Einerseits beginnt die Normalität in Wellington und andererseits die Bilder über die Zerstörungen an der Ostküste der Südinsel. Es werden jetzt in Kaikoura gestrandete Touristen mithilfe des Militärs ausgeflogen. Wasserver- und Abwasserentsorgung sind zerstört. Es sind bis zu 100.000 Landabgänge verzeichnet worden und viele Straßenabschnitte sind dadurch verschüttet. Der Wiederaufbau wird mehrere Monate dauern, wobei nicht die Beseitigung des Schutts das Problem ist, sondern ob die Berghänge stabil sind. Das bestärkt uns in unserer Entscheidung, zunächst auf der Nordinsel zu bleiben und irgendwann später mal zu prüfen, ob wir überhaupt einen Platz auf der Fähre gen Süden bekommen. Ansonsten bleiben wir halt auf der Nordinsel und besuchen Neuseeland später mal wieder.
    Also Sachen packen, frühstücken und uns zum Autovermieter bringen lassen, wir wollen ins Nordland zur Bay of Islands, einem Gebiet von 144 Inseln. Und was soll ich euch sagen, es regnet 🌧. Das bringt uns nicht aus der Ruhe, denn bis Ende Dezember haben wir einen Mietwagen sehr günstig schon in Deutschland gebucht. Leider soll das Wetter heute so bleiben. Wir wollen trotzdem auf dem 4 stündigen Weg nach Paihia, dem touristischen Mittelpunkt der Bay of Islands, verschiedene Stopps einlegen.
    Den ersten machen wir in Waiwera. Das ist eher ein Zufall, denn wir weichen auf die mautfreie Strecke neben dem Highway aus. Als wir am Straßenrand was von heißen Pools lesen, fahren wir hin und schauen uns das mal an. Und siehe da, es ist ein Erlebnisbad mit mehreren Pools, alle wärmer als 30°C, und verschiedenen Rutschen. Das merken wir uns für die Rückfahrt. Jetzt ist keine Zeit für deren Nutzung.
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  • Puhoi - die böhmische Siedlung

    15. november 2016, New Zealand ⋅ 🌧 19 °C

    30 Minuten später sind wir in Puhoi, diesmal eine geplante Unterbrechung. In Puhoi haben sich 1863 deutschböhmische Siedler niedergelassen. Heute werden in Neuseeland diese Siedler und ihre Nachkommen, die sich mindestens bis zum Ersten Weltkrieg als Deutsche begriffen und offiziell als solche bezeichnet wurden, nach ihrer regionalen Herkunft als "Bohemians" genannt. Grund dafür sind die starken antideutschen Ressentiments in Neuseeland während der beiden Weltkriege, die es geboten sein ließen, die deutsche Herkunft zu verschweigen. Infolge dieser Ressentiments wurde auch das vor 1876 gegründete "German-Hotel" in "Puhoi-Hotel" umbenannt. Puhoi erhielt nun den Beinamen "Bohemian Settlement". Etwas abseits vom Highway gelegen, hat es sich seinen pionierhaften Charakter bewahrt. Aus der Zeit der Erstbesiedelung sind noch ein paar Gebäude erhalten: Centennial Hall, die Kirche St Peter and St Paul, der Pub, das Puhoi Hotel, ein Laden und die ehemalige katholische Schule (heute Museum). Die schauen wir uns alle an und schlendern ein bisschen rum, das Wetter spielt mit. Dann machen wir Mittagspause im Pub mit Cola und Käseteller aus der hiesigen Käserei. Eine super Entscheidung, denn der Pub ist einmalig (nebst Stammbesucher 😜) und der Käse einfach höllisch gut.Læs mere