• Road2Penguins
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Road2Penguins

"Wish you were here and see what I see." So würde ich diese Reise beschreiben. Ich bedanke mich bei meiner Familie und Freunden die mich dabei unterstützen und freue mich wenn ihr mit mir die Welt in Südamerika besucht. Læs mere
  • Cachi

    23. maj 2023, Argentina ⋅ ☀️ 24 °C

    Cachi ist ein kleiner und schöner Ort im Kolonialstil. Es wirkt aufgeräumt und typisch Lateinamerika und Mexikanisch, auch wenn ich noch nie in Mexico war. Die Reise geht heute weiter, doch vorher noch ein kleines Fotoshooting durch den Ort. Ein Stempel für mein Pasaporta Ruta 40. Viele verlassene und eingefallene Gebäude sind entlang des Weges. Chilischoten die in der Sonne getrocknet werden. Alte Kirchen. Mitten in den Bergen im Nichts eine Kirche. Wer geht hierher? Ich bin wieder auf der Ruta 40. Und mal wieder Schotter von allem. Ich hätte eher Starten sollen. Aber die Strecke enthält wieder absolute Highlights. Nur die letzten 25 KM der ca. 170 KM sind Asphalt. Die Ruta 40 wird teilweise saniert und ist gesperrt. Die Umleitung hat dafür sehenswerte Abschnitte. Es ist auch die Weinstraße und um Cafayate sieht man die Weingüter und Felder. Ich werde in Cafayate einen Ruhestopp machen. Und ein Tag länger bleiben. Mein Wunsch einmal in einer Domkuppel zu schlafen wird fast erfüllt. Ales passt, leider ist es nur für eine Nacht verfügbar. Schade. Ich finde ein Hotel. Nachdem der Preis zu meinen Gunsten angepasst wurde bleibe ich hier. Der Besitzer spricht sogar Deutsch, seine Schwester lebt in Freiburg. Es gibt Frühstück und Wlan. Und im Ort an der Plaza ein feines Restaurant. Bei den Temperaturen lässt es sich draußen sitzen. Asado. Ich nehme das große Bier, meine Nieren brauchen immer noch reichlich Spülung. Und morgen wird mal ausgeschlafen.Læs mere

  • Cafayate

    24. maj 2023, Argentina ⋅ ☀️ 25 °C

    Den heutigen Tag widme ich dem Nichtstun und der ausreichenden Kalorienzufuhr. Nach dem Frühstück versuche ich es mit einem Friseurbesuch. Die, die ich finde, haben geschlossen. Ich schlendere durch den Ort und such mir einen Platz an der Plaza. Ist ja schließlich auch schon wieder Mittagszeit. Ein gutes Essen, Nachtisch, Kaffee und emsig schreibe ich bei dem T-Shirt-Wetter meine Blogeinträge. Es ist schon später Nachmittag. Nochmal ins Hotel, immer noch kein Friseur der geöffnet hat. Noch bin ich unschlüssig ob es morgen weitergeht. Ein paar Kalorien für die Nacht und die Entscheidung auf morgen verschieben.Læs mere

  • Straße nach Salta

    25. maj 2023, Argentina ⋅ ☀️ 26 °C

    Kurzentschlossen wird der Plan umgesetzt Cafayate zu verlassen und zur Provinzhauptstadt Salta zu fahren. Es fällt auf, dass viele Menschen mit dem Auto und auf Motorrädern unterwegs sind. Viele Verkaufsstände an denen Fahnen verkauft werden. Auch die Polizei ist auffällig präsent. Erst später erfahre ich den Hintergrund. Es ist der 25. Mai und ein nationaler Feiertag in Argentinien. Der Jahrestag der ersten nationalen Regierung der an die Mairevolution und die Gründung der Primera Junta am 25. Mai 1810 erinnert. Um nicht zu spät in Salta anzukommen geht es über die RN 68 rechtzeitig los. Diese Route ist gespickt mit sehenswerten Naturschönheiten. Wie eine Zusammenfassung der letzten Tage. Anlass genug oft anzuhalten und Fotos zu machen. Die Straße schlängelt sich entlang und durch die Felsformationen. Der Rio Las Conchas ist ein ständiger Begleiter. Irgendwann verabschieden sich Gebirge und Fluß. Am frühen Nachmittag erreichen Blue und ich Salta. Zeit genug eine Unterkunft zu finden. Doch das "lange Wochenende" macht es diesmal richtig schwierig. Entweder alles belegt oder keine Unterstellmöglichkeit für Blue, trotz Unterstützung von Einheimischen in Salta. Es ist mittlerweile dunkel. Endlich ein Hostal für eine Nacht. Blue passt Zentimetergenau an der Rezeption vorbei durch die Türen. Hier auf dem Flur stehen noch weitere Motorräder. Ein 3-Bettraum für mich allein. Es war noch nie so schwierig eine Unterkunft für uns zu finden. Da nützt auch alles Recherche im Vorfeld nichts. Eine heiße Dusche und eine Einladung zum Pizzaessen. Ich nehm ein Taxi. An die Straße, Arm hoch und einsteigen. Easy und günstig. Wir unterhalten uns prima und es wird spät. Morgen geht die Suche weiter.Læs mere

  • Salta by Day and Night

    26. maj 2023, Argentina ⋅ ⛅ 27 °C

    Die Suche nach einer Unterkunft geht heute morgen weiter. Ich bekomme eine Adresse und fahre dorthin. Eine schlichte Tür ohne Hinweisschild. Leider doch schon voll. Eine Ersatzadresse. Blue passt nicht durch die Tür. Endlich finde ich ein Hostal ganz in der Nähe vom Zentrum. Super sauber, sehr freundlich mit Küche und günstig. In der Nähe ein Parkhaus mit Waschplatz für Blue. Wird Zeit für eine gründliche Reinigung. Polizei und Feuerwehr in Sichtweite. 2 Türen weiter ein Friseur, ein Virtuose mit der Schere. Ich gebe ihm ein dickes Trinkgeld und seitdem grüßt er jedesmal wenn er mich sieht. Gelegenheit eine Wäscherei aufzusuchen. Also mach ich mich auf den Weg um nebenbei auch die Stadt zu erkunden. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe um mal wieder selber zu brutzeln. Abendspaziergang, die Gebäude erscheinen im Glanz der Lichter nochmal so schön. Ich werde ein paar Tage bleiben. Langes Wochenende, auch für Blue und mich.Læs mere

  • Chacarera

    27. maj 2023, Argentina ⋅ 🌧 20 °C

    Entspannt lässt sich der Tag beginnen nachdem die Unterkunftsfrage geklärt ist. Zeit für ein paar Mails, Kontaktpflege, Telefonate und Infos sammeln. Einen guten Überblick über die Stadt bietet der Cerro San Bernado. Anstatt mit der Teleferico Seilbahn geht es zu Fuß den knapp 300 m hohen Hügel hinauf. Man will ja fit bleiben. Das gilt auch für das Nachtleben in Salta. Es gibt viele Restaurants mit Live Musik. Mit Bekannten geht es zum Casa Grande. Abgelegen von der Meile. Essen, Livemusik und Tanz. Von einem Gaucho lasse ich mir den Grundschritt des Chacarena zeigen. Ein verbreiteter "Volks- bzw. Folkloretanz". Anschließend kann jeder mit seinem Musikinstrument Musik machen. Eine tolle Atmosphäre. Es wird spät werden. Egal. Der Spaßfaktor ist hoch.Læs mere

  • Deep Salta

    1. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 20 °C

    Begünstigt durch Bekannt- und Freundschaften bin ich mittlerweile tief in die Stadt Salta eingetaucht. Und so ist der Aufenthalt abwechslungsreich und unterhaltsam mit vielen Gesprächen und Treffen. Unbeabsichtigt verlängert sich mein Aufenthalt somit immer wieder. Alles ist fußläufig oder man holt mich mit dem Auto ab. Die letzten Fahrten über die Schotterpisten haben Spuren bei Blue hinterlassen. Glas und Lampenhalterung vom Zusatzscheinwerfer haben sich während der Fahrt in den Bergen verabschiedet. Ich finde in der Stadt eine kleine Werkstatt, man hat sogar einen gebrauchten LED-Zusatzscheinwerfer für mich. Ohne Wartezeit wird er sofort montiert während ich in Sichtweite in einem Restaurant essen kann. Kettenpflege, Reserveöl und Blue ist bereit für die nächsten Abenteuer aber noch gönn ich uns die Ruhe in dieser wunderbaren Stadt im Kolonialstil.
    Nach der Erfahrung mit Folklore ist dieses Mal klassische Musik angesagt. Wie bitte? Ja, tatsächlich. Eine Violinista der Philharmonie besorgte Eintrittskarten und lädt uns ein. Schließlich gibt es Musik von Mozart, Beethoven und Haydn. Da wird dem Mann aus Old Germany so richtig was geboten wenn er um die halbe Welt reist und zum ersten Mal ein klassisches Konzert besucht. Zutritt gibt es auch ohne Smoking und Krawatte. Man spürt und sieht die Hingabe der kolumbianischen Dirigentin. Und die Harmonie der vielen Instrumente sind außerordentlich verblüffend. Ein kurzweiliger und beeindruckender Abend.
    Kontrastprogramm ist der Besuch im Cafe del Tiempo. Livemusik vom Feinsten in einer Umgebung mit Flair, Charakter und Gegenständen aus verschiedenen Zeitepochen. Erinnert an einen Irish Pub. Dazu gutes Essen.
    Auf der Plaza 9 de Julio treffe ich auf Juan Carlos Batruni mit seiner englischen AJS aus dem Jahre 1934. Er mag auch deutsche Rockmusik. Nun ziert das Bild vom Deutschen auf seinem Motorrad seine Facebookseite und hat innerhalb der ersten Stunden die meisten Likes auf seiner Seite. Oder man nimmt sich die Zeit um einfach mal abzuhängen.
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  • X-Files

    4. juni 2023, Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach Gesprächen machen mich die Erzählungen über Maria Livia neugierig. Eine Frau aus Salta nach deren Aussage ist ihr die Jungfrau Maria erschienen. Naja, kann ja jeder behaupten. Und auch in Salta ist man gegenüber Maria Livia durchaus skeptisch. Aber die Jungfrau Maria hat sich ja auch schon woanders auf der Welt blicken lassen. Da kann sie Südamerika natürlich nicht auslassen. Es gibt einen Hügel namens, Virgen de los Tres Cerritos. Dort zelebriert Maria Livia an einigen Tagen im Jahr ihr Glaubensbekenntnis durch Handauflegen. Menschen aus ganz Südamerika strömen an diesen Ort. Alles ist perfekt organisiert. Das wirklich Erstaunliche daran ist, es sind auch die Skeptiker die nach der Berührung von Maria Livia in Ohnmacht fallen. Natürlich existieren auf YT Videos. Aber auch Erfahrungen einiger Familienmitglieder aus dem Bekanntenkreis bestätigen dies. Nun gut, Maria hat nun auch nicht so oft Zeit, deshalb gibt es hier auf dem Hügel eine kleine Kapelle. Und eine Plaza mit Sitzgelegenheiten. Ich besuche diesen Ort. Aber irgendwie springt der Funke nicht über. Scully und Fox Mulder vielleicht habt ihr ja Zeit. Und wenn ihr schon mal da seid,... ich hab da noch etwas was selbst mir seltsam vorkommt.
    Der San Bernando Hügel bietet besonders am Abend einen immer wieder faszinierenden Ausblick, wenn die Stadt in ein Lichtermeer eintaucht. Viele Menschen wandern oder fahren mit dem Rad diesen Hügel zu dieser Zeit hinauf. Lichtermmeer und Sterne. Nur ein naher Lichtpunkt ist besonders hell und groß. Zu groß für ein Stern, Laternenlicht, Autoscheinwerfer um dann plötzlich zu verschwinden. Da fragen wir doch mal den Hobbyastrologen,... der identifiziert es zunächst als Arturo, einen Stern. Am nächsten Tag die plausible Aufklärung auf Instagram. Nicht nur wir hatten die Erscheinung gesehen,... UFO-Sichtung, bestätigt durch einen "Experten" aus JuJuy der sich in diesem Thema auskennt.
    Da ich diese Erscheinung für eine zu groß geratene Laterne auf einem Berg gehalten habe, gibt es nicht mal ein verschwommenes Bild von diesem Licht. Ärgerlich. 😉
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  • MAAM

    6. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 22 °C

    Das High Mountain Archaeology Museum (MAAM) wurde geschaffen, um die „Niños del Llullaillaco“, drei mumifizierte Körper eines Jungen, eines Mädchens und einer jungen Frau, die im Rahmen einer Capacocha-Zeremonie der Inkas den Göttern übergeben wurden, zu bewahren. Ausserdem werden mehr als 100 verschiedene Objekte, Werkzeuge und Utensilien ausgestellt.
    Der Fundort liegt direkt unterhalb des Gipfels des Vulkans Llullaillaco (6739 m) und ist die höchste archäologische Stätte der Welt.
    Aufgrund der klirrenden Kälte, der niedrigen Luftfeuchtigkeit und des Mangels an Mikroorganismen gehören die Körper zu den am besten erhaltenen natürlichen Mumifizierungsfunden der Welt.
    Ausgestellt wird jeweils immer nur ein Kind, dessen Körper in einer Kapsel konserviert ist, dass nach den Richtlinien der Kryokonservierung entworfen wurde. Die Atmosphäre der Kapsel hat einen reduzierten Sauerstoffgehalt sowie angepassten Luftdruck. Eine stabile Umgebungstemperatur von -20 °C, zudem ist sie UV- und IR-gefiltert. Das Museum hat verschiedene Räume und geregelte Temperaturbereiche.
    Es ist nicht nur Museum und Labor. Es ist Hightech mit Luftfilter, Debaktisierung und konstanter Luftfeuchtigkeit. Trotz aller Maßnahmen sind die Räume abgedunkelt und es herrscht Fotografierverbot mit und ohne Blitz. Es gibt kurzweilig Einblick in das Leben zur Inkazeit.
    In einer Capacocha-Zeremonie wurden die zum Opfer Auserwählten zunächst zusammen mit kostbaren Zeremoniengegenständen in die Hauptstadt Cuzco gebracht und dort geweiht. Anschließend wurden sie in einer Karawane mit Priestern in einer sehr langen Prozession zu verschiedenen heiligen Orten im Inkareich geschickt . Außerdem wurde ihnen Alkohol in Form von Chicha (Maisbier) und Koka verabreicht, wobei die Dosis erhöht wurde, je näher die Opferzeit rückte.
    Die Kinder wurden bei diesen Rituale nicht erschlagen oder erdrosselt. Nach den Strapazen der 1.500 km langen Pilgerreise und dem beschwerlichen Aufstieg auf einen der höchsten Hügel des Kontinents schliefen die beiden Mädchen erschöpft ein und erfroren in der extremen Kälte. Der Junge starb wahrscheinlich schon auf dem letzten Wegstück an der Höhenkrankheit. Die Leichen wurden von den Priestern nicht mumifiziert, sondern blieben natürlich und dauerhaft gefroren.
    Seit Ausstellung der Mumien steigen die Besucherzahlen jährlich. Trotz all der Faszination stell ich mir die Frage, ist es Weltkulturerbe oder Störung der Totenruhe?
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  • Güemes und Gauchos

    8. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 25 °C

    Hielt ich Gauchos bisher immer für das südamerikanische Pendant eines nordamerikanischen Cowboys, so wurde mir die wahre Bedeutung erst nach einem Besuch im Güemes- Museum bewusst.
    Martin Miguel de Güemes, ein revolutionärer Soldat aus Salta führte die Gaucho-Kriege im Norden an und starb am 17. Juni 1821 im Alter von 36 Jahren an einer Schusswunde. In Argentinien ist er ein Nationalheld und deshalb wurde ihm zu Ehren der 17. Juni zu einem nationalen Feiertag ausgerufen.
    Geboren und aufgewachsen ist er auf dem Land in der Provinz Salta und seine Nähe zum Volk und zu den Gauchos waren entscheidend im Unabhängigkeitskrieg. Die Gauchos waren Ortskundig und hervorragende Kämpfer und sie folgten und unterstützen Güemes bis zu seinem Tod und darüber hinaus. Unabhängig von der Unterstützung Buenos Aires wurde Güemes zum ersten Gouverneur von Salta. Während seiner Amtszeit als Gouverneur kämpfte er weiterhin gegen die verbliebenen Truppen der Royalisten und leistete nach der Unabhängigkeit sechsmal Widerstand gegen deren Invasionsversuche.
    Das Museum verfügt über zehn Stationen, die die Meilensteine ​​im Leben von General Martín Miguel de Güemes und die Unabhängigkeitskriege zeigen.
    Der gesamte Rundgang findet als Gruppe ohne Führer statt. Es wird auf moderner audiovisueller Erläuterungen in Spanisch als auch in Englisch zurückgegriffen. Die Ausstellungstechniken werden unterstützt von Bühneneffekten, Beleuchtung und Multimediaprogrammen.
    Es ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Damit ist mein Kulturprogramm in Salta abgeschlossen.
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  • Jujuy

    9. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 23 °C

    Ein Blick auf die Wetterkarte zeigt einen rapiden Temperatursturz bis in den Minusgraden für die nächste Woche. Ich befürchte, dass die Grenze nach Chile oder Bolivien aufgrund des Wetters geschlossen werden könnte. Kurzentschlossen verlasse ich Salta bei bestem Wetter im Sonnenschein. Die Motorradkombi erweckt den Eindruck eines Erstkommunionsanzuges, so sauber und fast neu aussehend. Und auch Blue wirkt immer noch frisch geföhnt und poliert. Über die RP 9 geht es Richtung Norden. Wie eine Perlenkette reihen sich hier die engen Kurven aneinander. Zu den sehenswerten Orten in Jujuy gehört Purmamarca. Bekannt für seine farbige Felsformationen. Meine Überlegung hier meine "Basisstation" aufzuschlagen verwerfe ich bei Ankunft. Es gibt keine Tankstelle und der Ort hat mehr Touristen als Einwohner. Nein, damit kann ich mich nicht anfreunden. Ich fahre weiter bis Tilcara. Auf den ersten Blick nichtssagend aber eine große Tankstelle. Ausserdem finde ich eine günstige Cabana für mich. Blue vor der Haustür. Blick auf die Berge und ein Campingplatz. Perfekte Ausgangslage um die Gegend näher zu erkunden. Auch dieser Ort ein Touristenmagnet. Dennoch sympathisch.Læs mere

  • Tilcara

    10. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 20 °C

    Tilcara ist ein charmanter Ort und gefällt mir immer besser. Es gibt viele Restaurants und kleine Läden zum Einkaufen. Ich finde ein Restaurant welches anscheinend vornehmlich von Einheimischen genutzt wird. Auch ich nutze die Gelegenheit hier günstig und gut zu essen. Es wird Zeit die Gegend zu erkunden. Zunächst geht es zum 3300 m hohen Mirador Abra de Cortaderas, in Huacalera. Ein schöner Überblick und Gelegenheit zum relaxen. Mittlerweile ist es spät geworden. Dennoch ein Abstecher zum Los Colorados. Und ein Anblick der einen wieder fasziniert. Bevor ich alles erkunden kann, geht es zurück, denn ich möchte nicht im dunkeln fahren. Die Region Jujuy hat einiges zu bieten. Ich werde noch bleiben. Den Wetterbericht im Auge behaltend.Læs mere

  • Pucara de Tilcara

    11. juni 2023, Argentina ⋅ ☁️ 17 °C

    Bevor ich mich den Hinterlassenschaften der Incas widme, geht es hoch zum Garganta del Diabolo. Vorbei an Messi geht es auf 2890 m Höhe. Ein fantastischer Ausblick ist dabei garantiert. Zurück im Ort bekommt Blue heute Nachmittag frei und ich mache einen Spaziergang. Diesmal geht es über die Brücke. Zunächst zum Jardin Botanico de Altura. Eine Auswahl an Kakteen und Kräutern. Und dann zum eigentlichen Ziel meines Ausflugs.
    Die Pucará (Festung) de Tilcara ist die bekannteste archäologische Stätte in der Quebrada de Humahuaca. Es liegt auf einem ca. 70 m hohen Hügel und ist ca. 1,5 KM vom Ort Tilcara entfernt. Die Bauwerke, deren Mauern und Fundamente zu sehen sind, sind Teil der alten Häuser, Werkstätten, Plätze und Zeremonienräume. Es war die Hauptsiedlung des Volkes der Tilcaras. Nach der Entdeckung 1909 wurde der Ort zwischen 1911 und 1948 von Archäologen der Universität Buenos Aires wieder aufgebaut.
    Der Ort wurde zum Nationaldenkmal erklärt.
    Passend dazu gönne ich mir in einem der vielen kleinen Restaurants ein Abendessen mit typischer Folkloremusik der Region.
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  • Akklimatisierung

    12. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 13 °C

    Es wird merklich kalt. Genaugenommen A..kalt. Die Temperaturen in der Nacht fallen bis auf -5 Grad. Meine Cabana hat zum Glück eine kleine Heizung. Aber gegen Einscheibenfenstertechnik und Türen mit Elefantenspaltmaß hat sie einen schweren Stand. Genau wie mein Heißwasser. Die ist leider auch von den Außentemperaturen abhängig. Es reicht gerade so für lauwarm. Heute ist Ruhetag und Akklimatsierung angesagt.Læs mere

  • A spirit walk

    13. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 4 °C

    Für heute habe ich mir eine Höhlenwanderung vorgenommen und deshalb ein Date mit Silvia. Sie ist ein erfahrener lokaler Guide und es geht zu den Cuevas Del Wayra Y Aguirre Höhlen. Gemäß deutscher Pünktlichkeit bin ich 5 Minuten vor vereinbarter Zeit am Treffpunkt. Nach Sophie aus Buenos Aires und Silvia dauert es ca. 25 Minuten bis die letzten Damen aus Brasilien eintreffen. Nach einem kurzen Berganstieg stoßen noch Sebastian und seine Freundin dazu. An dieser Stelle werden unsere Personalien aufgenommen. Ich habe Glück, denn die jungen Damen aus Brasilien sprechen Englisch und übernehmen den Dolmetscherpart für diese Wanderung. An einer Stelle wird der Weg sehr schmal und ist nicht geeignet für Menschen die Höhenangst haben. Und Platzangst ist in den Höhlen auch nicht empfehlenswert. Somit reduziert sich die Gruppe um eine Person. Beim ersten Stopp stellt sich jeder vor. Es geht rechtsum. Dem Lauf der Sonne folgend. Bei weiteren Pausen erfahren wir mehr über Pflanzen, Heiler und die Verbindung zur Mutter Erde, Natur und den Geist der in diesen Bergen herrscht.
    Der Zugang zur Höhle ist schmal und eng. In der Höhle darf ohne Blitz fotografiert werden aber nicht gefilmt. In der ersten "Kammer" merkt man in welcher Höhenlage wir uns befinden. Eine der Damen bleibt dann doch lieber draußen. Es ist eng und mir wird warm und der Pulsschlag erhöht sich. Tranquillo, ruhig bleiben. Letztendlich bleibe ich doch in der Höhle. In einer ersten Zeremonie bittet Silvia um Erlaubnis die Höhle zu betreten. Es ist eine sehr emotionale Bitte, die auch bei anderen hörbar Berührung zeigt. Im Schein der Handylampen geht es durch einen engen Spalt noch tiefer in die Höhle. In dieser 2. Kammer sieht man noch den schwarzen Ruß der Fackeln aus der Vorzeit an der Decke. Er ist fest im Felsen verbunden. Man kann ihn nicht abwischen.
    In dieser Kammer wird es nochmals sehr emotional. Wir sind nicht nur eine Gruppe sondern eine Gemeinschaft. Wir fassen uns paarweise an den Händen. In völliger Dunkelheit beginnt die Zeremonie. Durchatmen und den Gedanken freien Lauf lassen. Dann geht Silvia reihum. Sie streicht jedem die negative Energie ab und gibt Platz um die positive Energie dieses Ortes aufzunehmen. Zusätzlich bedenkt sie jedem mit einem Spruch. Es zeigt bei dem einen oder anderen hörbar Wirkung.
    Wir verlassen diese Höhle um zur nächsten Höhle zu gehen. Der Zutritt ist nur kriechend möglich. Der Lohn ist ein fantastischer Blick auf die Berge, den man sonst nicht sieht. Noch ein paar Fotos und es geht zurück zum Treffpunkt. Ein wahrlich spiritueller und emotionaler Tag.
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  • 14 Colores del Hornocal

    14. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 4 °C

    Unser heutiges Ziel ist Humahuaca. Wer Jujuy besucht der kommt nicht umhin das Hornocal der 14 Farben zu bewundern. Und es geht hoch hinauf. In 4350 m Höhe wird die Luft recht dünn. Aber es lohnt sich die ca. 26 KM lange Schotterpiste auf sich zu nehmen, die teilweise Serpentinenartig verläuft. Bevor man jedoch einen Blick auf die Felsenkette hat, hat man gerne 200 Pesos Eintritt.
    Oben angekommen ist es windig und bitterkalt.
    Dafür hat die Natur aber mal wieder alle Farbregister gezogen. Ein Spaziergang näher zur Felskette lässt noch mehr erkennen. Aber es geht auch wieder zurück. Und hier zeigt sich wie dünn die Luft ist. So braucht man doch einige Pausen und Zeit um wieder zum Parkplatz zu kommen.
    Und da der Tag noch ein paar Sonnenstunden hat geht es noch zum Quebrada de las Señoritas. Und dieser Ort hat nochmals einen unverhofften WOW-Effekt. Die Wanderung durch diese Felsschlucht ist wirklich unglaublich. Tolle Farben und Felsformationen. Hier wird die Fantasie angeregt.
    Bevor die Sonne untergeht und es wieder heftig kalt wird, geht es zurück zur Cabana.
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  • Neben der Spur

    15. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 11 °C

    Gigantes Dormides und Puente del Diablos habe ich mir für heute vorgenommen. Immer der RP 9 entlang bis nach Tres Cruces und dann Google Maps folgend. Alles easy oder?
    Die Nacht war frostig, -5 Grad und am Vormittag sah man noch gefrorenes Wasser.
    Direkt an der RP9 sorgt ein gefrorener Wasserfall, die Cascade Congelada für Aufmerksamkeit. Ob er im Sommer auch so aussieht?
    Je näher man den Gigantes Dormides kommt um so gewaltiger erscheinen sie. Durch den Ort Tres Cruces geht es ganz dicht ran. Und dann ist die Straße unpassierbar. Laut Google Maps soll hier der Aufstieg zum Puente del Diablos sein. Hmmmm, kann irgendwie nicht passen. Zufällig kommt ein Guide des Ortes vorbei. Nein, 4 KM weiter ist der Aufstieg. Er versucht mir den Weg zu erklären. Hauptstraße, Tor, Flußbett, Haus, Schlangenlinien und Berg hoch. Den Rest zu Fuß. Das unscheinbare Tor gefunden, dann noch eins. Schön wieder schließen, damit die Lamas nicht auf die Straße rennen. Links oder rechts. Rechts ist ein Haus zu sehen und ein Flußbett. Unpassierbar. Und Google Maps schweigt. Dann doch links. Dann geht ein Weg rechts ab. Ein kleines trockenes Flußbett. Dicke Steine. Meine Zweifel überwiegen. Zurück und weiter der Straße folgen. In der Fahrbahn klafft ein Loch. Vorher geht ein Weg ab. OK, irgendwo im nirgendwo parken und mal sehen ob es hier hoch geht. Eine Ruine mit Steinhaus. Meinte er das? Erstmal weiter den Berg hoch. In dieser Höhenlage und Motorradklamotten leicht anstrengend. Die scheinbar greifbare Bergspitze scheint mit jedem Schritt zu wachsen. Und Google Maps hat seine Meinung geändert und sieht den Diablo auch woanders. Teuflisches Spiel. Nee, lass mal gut sein für heute. Abstieg. Nicht wirklich befriedigend so ein Tag aber sportlich. Nun gut, morgen ist ein Neuer.
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  • Schwarz auf Weiß - Salinas Grandes

    16. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute geht es in eine andere Richtung, Salinas Grandes ist mein Ziel. Morgens ist es ganz schön schattig, gut wenn man Heizgriffe hat. Ab zehn Uhr wird es wärmer und ich mache mich auf den Weg. Die 212  km² große Salzwüste liegt in 3450 m Höhe. Sie hat eine Kruste die durchschnittlich 30 cm dick ist. Ausserdem ist sie die drittgrößte Salzwüste im Süden des amerikanischen Kontinents.
    Um sie zu erreichen muss man die Cuesta de Lipán überqueren, eine unbeschreibliche Kulisse, denn manchmal verbergen die Hügel ihre höchsten Punkte in den Wolken. Der höchste Punkt ist 4170m hoch und die kurvenreiche Straße erscheint grün und dann wieder Berge pur. Nur Blue gibt sich in letzter Zeit widerspenstig und unzufrieden. Liegt es an der Höhenluft? Ich hoffe sie kann sich wieder "frei machen". Dann liegt er vor uns. Ein riesiger weißer Teppich aus trockenem Salz. Wie eine Schneelandschaft im herrlichsten Sonnenschein.
    Aber irgendetwas fehlt. Die Verkaufsstände sind unbesetzt. Schon seit einiger Zeit gibt es hier in Jujuy Protestaktionen. Er richtet sich gegen die Firmen und die Regierung. Es geht um Lithium und Hungerlöhne. Und ein neues Gesetz welches um Mitternacht in Kraft tritt. Deshalb sind alle zur Kundgebung und hier ist Stille. Eigentlich kann man nur in Begleitung eines Guides durch die Salzwüste fahren. Ich nutze die Gelegenheit und nehm mir die Zeit und mache es ähnlich den ganzen Instagramposern und Influencern. Es wird gesprungen, gehüpft, auf den Bden gelegen und die Körper verdrehen sich. Lieber etwas ruhiger angehen lassen und dennoch Spaß dabei haben. Zeitweise bekomme ich Unterstützung hilfsbereiter "Fotografen" bei meinem "Fotoshooting". Während auf der gegenüberliegenden Straßenseite gearbeitet wird.
    Ich mache mich auf den Rückweg und werde mir nochmal Purmamarca anschauen. Der Ort ist voller Touristen. Etwas durch die Gassen schlendern und etwas "Fingerfood" bevor es zurück zur Basisstation in Tilcara geht. Perfekter Tag.
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  • Inca Cueva

    17. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute geht es noch einmal Richtung Norden. Ich will mir die Inca Cueva anschauen. Vor Humahuaca ein kilometerlanger Stau. Kein Gegenverkehr. Meine Neugier ist groß und mein Bedürfnis zu warten klein. Also fahre ich fast bis ganz nach vorne zum Schlangenkopf. Strassensperre und Massenproteste. Für einen kurzen Moment werden Fahrzeuge durchgelassen und ich bin der Letzte der mit durchfahren darf. Am Zielort parke ich Blue an der Hauptstraße und durch ein trockenes Flußbett geht es in die Landschaft. Es sind einige Kilometer bis man die Höhle mit den Felsenmalereien erreicht. Ein Brasilianer und drei Argentinier warten bereits auf die nächste Führung. Wir warten gemeinsam bis der Guide mit der anderen Gruppe zurückkommt. Wieder Glück gehabt, man übersetzt für mich auf Englisch. Die Höhlenmalereien stammen aus mehreren Epochen. Auch schon vor der Zeit der Inkas. Aber auch "Fake News" aus der Neuzeit haben sich untergemischt. Also Schmierereien. Deutlich erkennt man die Nachricht und Warnung, dass die Spanier auf Pferd einmarschieren. Viele Informationen und ein Abschiedsfoto. Und weil wir uns so gut verstehen wandern wir gemeinsam weiter zum Window. Vorher geht es aber durch das "kleine Paradies", wie es mir erscheint. Nur der Baum ist kein Apfelbaum. Endziel ist das Window. Gemeinsam geht es zurück zum Parkplatz. Trotz der langen Wanderung wird es kurzweilig da wir uns intensiv unterhalten. Doch am Parkplatz ist Schluß und wir müssen uns verabschieden.
    Für mich geht es zurück nach Tilcara. Aber schon kurze Zeit später eine Strassensperre. Ca. 15 Minten warten und man lässt uns durch. Dann in Humahuaca die nächste. Diesmal eine große Sperre. Ich fahr bis ganz nach vorne. Polizei und Demonstranten verhalten sich friedlich. Kein Durchkommen. Irgendwann versuchen Blue und ich uns "unauffällig" unter das Volk zu mischen. Einen der Demonstranten, den ich für einen Mitorganisator halte versuche ich zu erklären, dass es bald dunkel wird und es als Mororradfahrer nicht so toll ist. Er deutet mir 10 Minuten Geduld an. Dann 20 Minuten. Es wird allmählich dunkel. Stück für Stück schiebe ich Blue durch das Volk. Und tatsächlich, irgendwann sind wir irgendwie durch. Es ist dunkel. Die nächste Sperre. Diesmal dürfen wir nach 10 Minuten durch. Zu früh gefreut, noch eine Strassensperre mitten im dunkeln. Und hier geht gar nichts. Nicht mal eine Lücke zum durchflutschen. Dunkelheit, Kälte, die Heizgriffe sind ausgefallen und ich habe Hunger. Trotz allem ist man nicht bereit uns duchzulassen. In diesem Moment eine Ambulanz direkt hinter mir. Für diesen Notfall räumt man die Sperre zur Seite. Die Gelegenheit, bevor jemand reagieren kann sind Blue und ich durch. Die nächste Sperre ist in Tilcara. Doch wir können ungehindert in den Ort. Wir werden morgen Tilcara verlassen und zurück nach Salta fahren, solange es noch geht. Ich werde mit Blue in die Werkstatt fahren. Sie hat Probleme und trotz Luftfilterreinigung wird es nicht besser. Ich hoffe wir finden morgen auch wieder Lücken um nicht Ewigkeiten vor den Sperren zu stehen.
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  • Back to Salta

    18. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 16 °C

    Die ganze Nacht war zu vernehmen, dass die Demonstranten aktiv sind. Es ist XXL Wochenende. Gestern Feiertag zu Ehren Güemes, heute Vatertag, morgen Brückentag und Dienstag Flaggentag und damit Feiertag. An diesem Morgen geht es früh hoch. Noch schnell ein paar Besorgungen und ich verabschiede mich von der Vermieterin. Mit dem Hinweis, dass ich zurückkommen werde wenn wir nicht durch die Sperren kommen. Mal wieder an alle Autos vorbei bis an die Spitze der Warteschlange. Es dauert nicht lange und man räumt für ein Auto die Barrikade. Sofort hängen Blue und ich uns an seine Stoßstange und können mit durchfahren. Vorbei an einer kilometerlangen Autoschlange. Viele Besucher die abreisen wollen und ihre Rollkoffer bis zur Hauptstraße schleppen. Die nächste große Sperre ist in Purmamaca. Mal wieder nutze ich den Vorteil um mit Blue ganz nach vorne zu fahren. Ich erkläre dem Posten, dass ich in den Ort will und darf durchfahren. Doch ich bleib auf der Straße Richung Salta. Dutzende LKW kommen mir entgegen und eine Lücke tut sich auf. Geschafft. Wieder ein kilometerlanger Stau im Gegenverkehr. Wir haben es geschafft. Keine Blockaden mehr bis Salta. Zwschenstopp für ein Asado. Die Portion reicht für 3 Leute. Nur Blue ist unersättlich. Der Benzinverbrauch steigt und ich muss für die Strecke auf Reserve umstellen. Die Leistung stimmt nicht, dies liegt nicht an der Höhe. In Salta angekommen erstmal tanken. Natürlich geht es wieder in "mein" Hostal. Gleiches Zimmer selbes Bett und wieder allein. Obwohl geschlossen kann ich Blue im Parkhaus parken. Von Sebastian, mit dem ich durch die Catamarcagegend fuhr, besorge ich mir die Telefonnummer der Werkstatt. Diese hatte schon die Zusatzscheinwerfer erneuert.
    Ich hoffe, dass ich morgen am Brückentag jemand erreiche.
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  • Lubrimax

    19. juni 2023, Argentina ⋅ ☀️ 21 °C

    Ich versuche per WhatsApp die Werkstatt Lubrimax Service 4ta Afondo zu erreichen. Wie befürchtet ist sie heute geschlossen. Nachdem ich das Problem geschildert habe ist er bereit zur Werkstatt zu kommen. Wir einigen uns darauf den Vergaser komplett zu zerlegen und zu reinigen, den Tank und die Leitungen. Bei der Gelegenheit wird er auch gleich die Ventile prüfen und einstellen. Für umgerechnet 60 €. Er macht die Werkstatt seit 20 Jahren. Zusammen mit seinem Vater der die Garage gründete. Und so wird Blue zerlegt. Auch der Luftfilter wird gewechselt. Viel Arbeit und da in der Nähe ein Restaurant ist nutze ich zwischenzeitlich die Gelegenheit zum Essen. Nach dem Zusammenbau läuft Blue wie eine Transalp. Es ist mittlerweile Abend. Nach der Probefahrt den Rest montieren. Verabschieden, Zündschlüssel drehen und Nichts. Blue gibt keinen Laut. Alle Tricks die sonst helfen nützen diesmal nichts. Und so wird die Verkleidung abgebaut und nochmal alle Kabel bewegt. Bei der Gelegenheit die Griffheizung repariert und der Wackelkontakt vom 2. Zusatzscheinwerfer behoben. Und Blue ist zufrieden und läuft wieder. Nun aber endgültig. Morgen noch eine Probefahrt in der Umgebung und wenn alles in Ordnung ist dann geht die Reise weiter.Læs mere

  • Puente Dique Cabra Corral

    20. juni 2023, Argentina ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute ist Feiertag in Argentinien. Tag der Flagge. So dauert es länger bis ich mit Blue aus der Stadt fahren kann um sie zu testen. Tagesziel ist eine Rundreise zum Puente Dique Cabra Corral Staudamm. Und bereits die ersten Kilometer fühlen sich richtig gut an. Sie hängt wieder sauber am Gas. Scheinwerfer und Heizgriffe funktionieren auch. So können wir endlich wieder Autos überholen und schwungvoll durch die Kurven fahren. Ab der Hälfte der Strecke geht es ins Gelände und durch Dschungel. Wasser, Sand und Rüttelpiste. Und auch hier zeigt sich, dass es gerade bei den etwas kniffligen Passagen alles rund und sauber läuft. Es ist schon Abend als wir zurück in der Stadt sind. Fazit: Test bestanden. Morgen geht die Reise weiter.Læs mere

  • Good bye Salta

    21. juni 2023, Argentina ⋅ 🌬 8 °C

    Heute werde ich Salta wieder verlassen. Eine Stadt die mir am Herzen liegt. Mein Ziel ist Richtung Grenze Chile. Doch zunächst noch einmal Öl besorgen. Hier zeigt sich die Auswikung der Inflantion. 600 Pesos teurer als vor 3 Wochen. Ich erkundige mich bei der Polizei ob die Alternativroute über San Antonio de los Cobres nach Susques frei ist. Ich möchte nicht stundenlang vor einer Sperre stehen müssen, denn es gibt jetzt auch in San Salvador de Jujuy eine zusätzliche Strassensperre.
    So geht es am frühen Morgen Richtung San Antonio los. Bis dorthin ist alles Asphalt. Doch dann geht es auf die Ruta 40. Sie hat immer wieder Abschnitte mit tiefem Sand und Wellblech. Und Wind. Bei einem Stopp und Blick auf das Navi passiert es. Eine Böe erfasst mich und Blue kippt. Zum Glück dauert es nicht lange und ich bekomme Hilfe. Ein argentinischer BVB Fan hilft beim aufstellen. Ich treffe ihn und einen weiteren Motorradfahrer bei einem Viadukt wieder. Die Ruta 40 ist auf diesen ersten 70 KM bescheiden zu fahren. Die nächsten 70 KM bis Susques werden leichter. Der Ort hat nicht wirklich viel zu bieten. Ausser Hostels die einen höheren Preis haben. Nachdem ich den Preisspiegel im Ort jetzt kenne fahre ich etwas ausserhalb. Hier spricht man Englisch. Durch den Streik fehlen die Gäste und Arbeiter der umliegenden Werke. Ich kann den Preis drücken und beide sind zufrieden. Da ein Restaurant angeschlossen ist brauche ich nicht mehr in den Ort. Es wird die letzte Nacht in Argentinien sein. Morgen geht es zum Grenzübergang nach Chile.
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  • Paso de Jama

    22. juni 2023, Chile ⋅ 🌬 2 °C

    Noch 112 KM bis zur Grenze und Zeit sich vorerst von Argentinien zu verabschieden. Zusammen mit den hier parkenden LKW's verlasse ich Susques. Noch einmal vorbei an Salzseen und Lamas die wie ein Abschiedskommando am Strassenrand zu sehen sind. Die Straßen sind frei von Eis und Schnee und die Sonne lacht zum Abschied. Kurz vor dem Grenzübergang, den Paso de Jama noch einmal Gelegenheit günstig zu tanken, einen Kaffee zu trinken und dann zum Grenzposten. Hier, in ca. 4200 m Höhe, treffe ich Steve, ein US/Niederländer. Er ist mit dem Fahrrad unterwegs. Gelegenheit sich auf deutsch zu unterhalten. Wir sind die einzigen die in diesem Moment aus Argentinien ausreisen und gleichzeitig in Chile einreisen. Alles geht deshalb zügig. Auch Kontrolle von Blue und Gepäck dauert keine 3 Minuten. Und so überquere ich nach über 2 Monaten die Grenze mit einer Träne im Auge. Durch die fast vegetationslose Gegend geht es immer höher und höher. Blue muss heute hart arbeiten. Das viele gute Essen der letzten Zeit hat auch bei mir Spuren hinterlassen. Mittlerweile zeigt meine Osmand App 4823 m an. Auf jeden Fall ein neuer Höhenrekord für Blue. Sie ruckelt nicht mal. Dafür aber alles langsam. Ist halt Vergasertechnik und der Sauerstoff begrenzt. Umso intensiver lässt sich die Landschaft bewundern, die auch hier eine Augenweide ist. Vicunas und Lamas fühlen sich ebenfalls hier wohl. Es geht bergab und es wird wärmer. San Pedro de Atacama ist mein Ziel. In 3200 m Höhe und mit ca. 4000 Einwohnern ein kleiner Ort. Aber Touristenmagnet in der Atacamawüste. Dementsprechend auch die Preise. Im Las Kanas Hostel kann ich trotzdem noch am Preis verhandeln und komme hier unter. Es gibt Probleme mit meiner SIM-Karte. Zum Glück schafft man es aber doch die Karte wieder zu aktivieren. Guthaben ist ja noch reichlich da. So bleibt noch Zeit durch die Strassen zu schlendern, eine Wäscherei aufzusuchen und einzukaufen. Da das Hostel eine Küche hat wird heute selbst gebruzzelt. Nach all der Zeit in Argentinien muss ich mich in Chile neu orientieren.Læs mere

  • Valle de la Luna

    23. juni 2023, Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    Überall in Südamerika scheint es Mondlandschaften zu geben. Auch hier, einige Kilometer von San Pedro entfernt. So geht es am frühen Vormittag zum Valle de la Luna. Das Informationszentrum am Parkeingang hält noch ein paar Informationen und eine Karte bereit. Man zeichnet 2 große Wandertouren ein deren Dauer ca. 1 Stunde und eine von 1,5 Stunden betragen. Die mit dem Fahrzeug zurückzulegende Strecke ist ca. 11 KM lang und führt auf dem selben Weg zurück. Eintrittskarten kosten in Chile einiges mehr als in Argentinien. Aber es ist es Wert. Zu den Highlights gehören das Amphitheater,Überreste der Salt Mines/Victoria Mine, die Three Marys oder auch The Guards genannt und die große Düne Duna Mayor. Die Möglichkeit die Gegend an ausgewiesenen Stellen zu Fuss zu erkunden und sich einen Überblick zu verschaffen und über die Cornices zu schauen ist natürlich mal wieder schweißtreibend in den Motorradklamotten. Aber lohnenswert. Hier entdecke ich wahrscheinlich "The Dark Side of the Moon" im Tageslicht. Keine Vegetation und von Zeit, Wasser und Wind herrlich ge- und verformte Gesteinsformationen die an manchen Stellen Vulkanasche und Minerale eingeschlossen haben um aus diesem Ort eine Glitzerwelt zu machen. Unterhalb dieser Landschaft war einst ein Vulkan der erloschen ist. Dafür sind noch 2 aktive Vulkane in Sichtweite der Andenkette. Beim ersten Stopp lerne ich Fernando aus Italien kennen. Er ist mit dem Leihfahrrad hier. Wir werden uns heute noch einige Male treffen und abklatschen. Unsere letzte Begegnung ist bei der Ausfahrt aus dem Park. Es geht zum Mirador de Kari - Piedra del Coyote. Im Eintrittspreis enthalten ist auch der Zugang zu diesem Ort. Hier versammeln sich die Besucher um den Sonnenuntergang zu genießen. Wenn sich die Gesteinsformationen in goldgelber Farbe verwandeln und ihre Schatten immer länger werden und der Horizont sich rötlich verfärbt. Ein allabendliches Naturschauspiel. Rechtzeitig zurück im Hostel lerne ich Michaela aus Brasilien und Rachael aus Australien kennen. Michaela spricht deutsch. Kein Wunder, schließlich kommen die Eltern aus Detmold. Zusammen mit Bruder und Eltern betreibt sie ein Hotel an der Küste. So endet ein gelungener Tag.Læs mere