Primero de Mayo - Cordoba
1 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 18 °C
Der Tag der Arbeit am 1.Mai ist auch in Argentinien ein Feiertag. Nein, Tanz in den Mai habe ich nicht gesehen. Fahrradfahrer schon aber ungeschmückt auf Rennräder. Dennoch sind viele wie fast jedes Wochenende unterwegs. Während ich beim Frühstück nach dem Wetter schaue sieht es irgendwie kalt und trübe aus und die Vorhersage ist auch nicht besser. Ich weiß noch nicht welche Richtung Norden ich nehmen werde. Dennoch geht es erstmal Richtung Cordoba. Nochmal durch Alta Gracia. Außer das Ernesto Che Guevara Museum ist die Stadt durch die Estancia der Jesuiten bekannt, das im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ich parke Blue direkt vor der Kirche. Und schon erregen wir Aufmerksamkeit. 2 ältere Pärchen kommen auf mich zu. Deutsche Vorfahren. Auch schon mal in Deutschland gewesen. Frankfur am Main. Es dauert nicht lange, mittlerweile hat sich herumgesprochen, daß hier ein Deutscher mit Motorrad ist. Ich höre die ersten deutsche Sätze von einer Familie von der Wolga. Deutschrussen. Es gesellt sich eine ältere Dame hinzu die noch sehr gut deutsch spricht. Dann noch eine ältere Dame die heute Geburtstag hat und der ich natürlich gratuliere. Es kommen noch mehr Leute zusammen. Nein keine Reisegruppe. Einige aus Buenos Aires andere aus Cordoba. Ein zufälliges Treffen von Menschen die sich vorher nicht kannten und die hier wegen dem Mann mit Motorrad aus Deutschland stehen. Es beschert mir feuchte Augen und ein seliges Glücksgefühl. Ich verlasse die Stadt und werde zum ersten Mal bei einer Polizeikontrolle angehalten. Das Scheinwerferlicht ist nicht in Ordnung. Ich fahre mit Parklicht. Anscheinend bin ich irgendwann am Lichtschalter hängengeblieben. Alles klar. Weiterfahren. Er will noch nicht mal meine Papiere kontrollieren. Die Sonne kommt immer mehr durch. Ich fahre nach La Paz und entlang der "Camino de las cien curvas (Straße mit hundert Kurven)" nach Cordoba. Die Dammwand des Dique "San Roque" erregt nicht nur bei mir große Aufmerksamkeit. Von hier aus sieht man die Brücke "Puente Jose Manuel De La Sota". Es ist bereits früher Nachmittag als ich Cordoba erreiche. Ich hatte mir einige Unterkünfte notiert dennoch klappt es nicht. Letztlich finde ich ein Hostel mitten in der Stadt. Von außen kein Schild nur eine blaue Tür hinter der sich unscheinbar die Unterkunft verbirgt. 6-Bettzimmer für mich allein obwohl hier einige Leute übernachten. Blue kann in einem überwachten Parkhaus in der Nähe stehen. So ergibt sich die Gelegenheit einen kleinen Spaziergang in die Stadt zu machen.Okumaya devam et
Cordoba - Kulturtag
2 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ⛅ 20 °C
Mal wieder gut geschlafen. Vor dem Frühstück nochmal schnell in den Minimarkt und zur Panaderia (Bäckerei). War am Vorabend noch einiges im Hostel los so ist heute morgen fast keiner zu sehen. Der Himmel ist bedeckt. Aber es ist warm genug um im Freien zu frühstücken. Dabei versuche ich mal so etwas wie ein Plan auf die Beine zu stellen was ich mir in der Stadt ansehen kann oder ob ich doch mit Blue eine Tagestour mache. Die Entscheidung fällt zu Gunsten einer Stadttour, somit kann ich meine Wäsche in die Wäscherei bringen. Google Maps und ich stehen beim navigieren im Fußgängermodus auf Kriegsfuß. So irre ich anfangs durch die Stadt. Finde aber trotzdem den Palacio de Justicia Tribunales. Vorbei am Plaza de la Intendencia, Héroes de Malvinas. Man findet immer wieder Hinweise und Schilder in Argentinien die auf die Malvinas hinweisen. Das Wort Falklandinseln wird hier vermieden. An der Plaza San Martin befindet sich die Iglesia Catedral. Ich muss mich erstmal setzen, so kann ich besser die Deckenmalereien fotografieren. Ebenfalls sind viele weitere sehenswerten Bauten und Kirchen in der Umgebung. Besonders die Manzana de los Jesuitas, der Block derJesuiten ist herausragend. Er gehört seit 2000 zur UNESCO Weltkulturerbe. Kaffeepause bei Sonnenschein gegenüber vom Museum welches ich anschließend besuche. Zur Ausstellung gehört auch das Fossil einer 50 cm großen Riesenspinne. Anschließend geht es in die älteste noch erhaltene Kirche Argentiniens, die Compañía de Jesús von 1671. Die Stunden fliegen dahin und es wird schon dunkel. Selten hat mich eine Stadt so fasziniert. Eines steht fest. Ich werde noch etwas bleiben.Okumaya devam et

GezginMoin Dieter wunderschöne Bilder was für ein Lichtermeer wir müssen Strom sparen. Mach weiter so und genieße die Zeit 👍👏L. G.

GezginHallo Dieter schön das du wieder fit bist in der interessanten Stadt wieder mit super Bilder ich kenne die Stadt nur von 1978 mit der Schmach von Córdoba vielleicht du auch ? Dann noch viel Vergnügen in der Stadt

GezginJa, genau. Deshalb musste ich das Kapitel heute verarbeiten. Gedankenübertragung.👌👍
Die Schmach von Cordoba
3 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ⛅ 18 °C
Mal wieder Grau an diesem Morgen. In den letzten Tagen hatte ich mir zur Motivation und Unterstützung öfters die Rolling Stones angehört. Heute war es soweit, meine eigenen "Rollenden Steine" verließen mich. Haben Sie sich doch in den letzten Wochen immer wieder bemerkbar gemacht. Beim frühstücken kam es mir in den Sinn eine Tagestour nördlich von Cordoba zu machen. Aber vorher galt es sich der deutschen Geschichte zu stellen und vor Ort aufzuarbeiten. Fußballweltmeisterschaft. 21. Juni 1978 in Cordoba - drittes Zweitrundenspiel: Deutschland - Österreich 2:3. Diese Niederlage ist bekannt geworden als die "Schmach von Cordoba". Damals hieß das Stadion "Estadio Olímpico de Córdoba". Heute ist es das "Estadio Mario Alberto Kempes". Weltmeister 1978, Torschützenkönig und aus dieser Provinz. Wäre ja zu schön das Stadion von innen zu sehen. Zumindest wollte ich einen Blick von aussen darauf werfen. Auf Nebenwege konnte ich halbwegs um das Stadion fahren. Aber nirgends ein Zugangstor. Und dann eine Unterführung Richtung Stadion. Kaum unten kam auch schon das Wachpersonal. Äh, also gibt es hier auch Führungen? Si. Wann und wie spät? Heute, jetzt. Brauch ich ein Ticket? Nein, ist kostenlos. Wow, meine Augen fingen an zu glänzen. Blue geparkt und er brachte mich zum Stadionmuseum. Etwas irritiert schaute mich der Verantwortliche dort an weil ich allein war. Dennoch führte er mich ins Stadion zum Platz. Na klar, Fotos wollte ich auch. Zurück im Museum wurde ich absolut herzlich von Gustavo Marcelo Farias begrüßt. Journalist und Koordinator des Museums. Ja, die legendäre Niederlage ist hier immer noch bekannt. Ohne Häme. Als 13-jähriger hatte er das WM-Spiel Deutschland - Mexico hier gesehen. Es ist seine Eintrittskarte die dort im Schaufenster ausgestellt ist. Ein deutsche Spielszene hängt als Riesenfoto an der Wand und er zeigt und nennt mir K. H. Rummenigge und R. Rüssmann. Als ich mich als Dieter vorstelle ergänzt er spontan Dieter Müller. Der gehörte damals zur Aufstellung. Und seine Begegnung mit Helmut Schön und Bernhard Dietz. Es gibt eine 9-minütige Zusammenfassung von damals, welche er für mich in diesem Minikino abspielen lässt. Er hält engen Kontakt zu Mario Kempes und zeigt mir seinen WhatsApp-Verlauf. Die Stadt Wien bekam damals 4 Original Stadionsitze. Und das Schild C 8 war damals die Kabinennummer des österreichischen Sprechers. Er zeigt mir Bilder mit dem Bürgermeister von Wien. Ich fühl mich als VIP und darf dementsprechend Platz nehmen in der VIP-Lounge. Zum. Abschluß bekomme ich 2 Schlüsselanhänger und seine Telefonnummer für weiteres Material. Bei der Ausfahrt aus dem Stadion werde ich noch mal vom Personal gefragt wie es mir gefallen hat. Ich bin begeistert von dieser Herzlichkeit. Noch eine Fahrt durch den Mario Kempes Park und ich verlasse Cordoba in nördlicher Richtung. Im Valle Hermoso treffe ich Veronika und Sebastian aus Buenos Aires. Sie sind in einem VW-Bulli Jahrgang 1985 unterwegs. Eine lustige und ebenfalls herzliche Unterhaltung beginnt. Meine geplante Tour für heute wird abgekürzt. Es ist schon spät und immer noch grau und kalt. Die Nase fängt an zu triefen. Schluß für heute.Okumaya devam et
Triefnasen
4 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☁️ 18 °C
Wieder alles grau. Diesmal triefte der Himmel kurzzeitig wie meine Nase. Nur in Bad und Küche läuft erstmal gar nichts. Kein Wasser. So zieht sich der Vormittag in die Länge und meine geplante Abfahrt auf den nächsten Tag. Andere Dinge lassen sich somit erledigen. Das tägliche Zeitfenster für das Reisen ist kleiner geworden und verlangt jetzt doch ein bißchen Planung. Heute bleibt es ruhig. Die grauen Triefnasen sind verschwunden. Nochmal kurz in die Stadt und morgen geht es weiter.Okumaya devam et
Good bye Cordoba
6 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ⛅ 16 °C
Der gestrige Tag begann mit Regen. Und es wurde kaum besser. Nein, ich wollte nicht bei Regen durch die Berge fahren. Also Gammeltag und Abfahrt verschieben. Die Wetterprognose für heute versprach Sonne und behielt Recht. Blue aus dem Parkhaus holen und direkt vor der Hosteltür parken.
zwei Polizisten auf Motorrädern parken hier. Kurz mal Smalltalk halten. Nett die Jungs. Pünktlich geht es aus die Stadt. Sonnenschein, angenehme Temperaturen und die ersten Viewpoints. Endlich wieder Natur pur auch wenn es schöne Erlebnisse in Cordoba waren. Heute sind mehrere Motorradfahrer unterwegs. Man überholt sich gegenseitig an den Viewpoints. Auch jemand aus Blues Verwandtschaft ist dabei. Und dann ein Motorradfahrer der mit seiner Sozia unverletzt von der Straße abgekommen ist und in einem Graben steht. Ein Autofahrer ist bereits bei ihm. Natürlich anhalten. Anpacken. Die nächsten Biker kommen. Gemeinsam bringen wir ihn wieder auf die Straße. Von der Straße sieht man das Parador Giulio Cesare. Es ist eine Bar am Eingang des Pilgerwegs in der Pampa de Achala, Altas Cumbres de Córdoba. Ein Kanadier erzählt mir die Strecke sei "incredible". Eine kurvenreiche Strecke aus festem Sand. Ich frage einen Polizisten der zufällig vor Ort ist ob die Strecke mit Motorrad wirklich befahrbar ist. Er stimmt zu. Und alle haben Recht. Eine wirklich unglaubliche Strecke. Immer wieder anhalten und Fotos machen. Zwischendurch grüne Oasen. Und der Andenkondor der hier zu finden ist. Knapp 30 KM dann bin ich wieder auf Asphalt. Ein absolut empfehlenswerter Abstecher. Ca. 280 KM. Dann ist Feierabend. Beim Tanken treffe ich wieder einen Motorradpolizisten. Wieder Smalltalk bis er mit seiner Kollegin als Sozia abfährt. Bei der Unterkunftsuche wird es zäh. Ich fahr einen Ort zurück und finde ein Hotel. 5.000 Peso (ca. 10 Euro) inkl. Frühstück. Blue parkt fast in der Rezeption. Heiße Dusche und diesmal ein Restaurantbesuch. Für umgerechnet 7,20 € gibt es Steakstücke, Pommes, Brot und ne 1 Literflasche Schwarzbier. Ich werde gut schlafen und morgen weiter nach San Juan fahren.Okumaya devam et
Pampa Grande
7 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 23 °C
Eine Möglichkeit völlig in sich zu kehren ist z. B. eine Fahrt durch die Pampa. Nichts ist beruhigender und entspannter als 200 KM fast nur geradeaus zu fahren und sich jedesmal zu erschrecken wenn eine von fast Dutzend Kurven plötzlich vor einem auftauchen. Dann wird einem das volle fahrerische Können abverlangt. Und dennoch, Sonnenschein und Zufriedenheit. Drei Polizeikontrollstationen, zum Glück war keiner der Diensthabenden so frustriert um mich anzuhalten. Im Gegenteil man grüsste bereitwillig zurück. Die Möglichkeit sich zu verfahren besteht nur an einer Stelle, dann wenn die Ruta National RN 20 sich teilt und es sich anbietet links nach Mendoza oder rechts nach San Juan zu fahren. Eine Schaf- und fünf Ziegenherden brachten nochmal eine lebhafte Abwechslung. Nach 200 KM endlich mal wieder eine Tankstelle. Danach nochmal ca. 100 KM bis San Juan, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Nach 50 KM kommt Abwechslung, hier beginnen die Wein- und Olivenfelder. Und auffällig sind die riesigen Nestkonstruktionen mit Öffnung von unten. An vielen Strommasten und in den Bäumen sind diese Nester zu sehen. Es sind die hängenden Nester der Cotorras, der argentinische Papagei welcher sie baut. In San Juan gibt es einige Hotels oder Hostels. Auch meine Preisvorstellung ist dabei. Auffällig ist der Preisunterschied z. B. bei Booking und hier vor Ort. Im Schnitt ein Viertel wenn ich für mich alleine buchen will. Das Problem ist die Unterbringung von Blue. Bei einem durfte ich sie sogar im Hotel parken. Neben meinem Zimmer. Aber 30 m durch die Flure schieben und durch eine Tür die zu schmal ist, nein, bei bestem Willen nicht. Und Blue ist ein Motorrad und kein Fahrrad, dass man mal eben um die Ecke bugsiert. Obwohl ich früh in der Stadt bin wird es schon dunkel bis ich endlich das Passende finde. Duschen und ein Restaurant finden. Gar nicht einfach an einem Sonntag. Tatsächlich haben dann viele geschlossen. Ich muss nicht mit knurrendem Magen ins Bett und werde fündig. Die Temperaturen lassen es zu draußen zu sitzen. Noch gibt es keinen Plan für morgen. Schauen wir mal.Okumaya devam et
Rodeo
8 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 16 °C
An diesem Morgen war die Entscheidung um einen Tag zu verlängern, gefallen. Nach dem Frühstück eröffnet man mir aber, dass mein Zimmer bereits vergeben sei und ich in ein anderes, größeres und damit teueres Zimmer umziehen müsse. Nein danke, Abreise. Nordwestlich geht es raus aus die Stadt. Eine mit Palmen bepflanzte Straße eskortiert uns aus die Stadt. Wo uns die wunderschön geformten Gesteinsbildungen Las Tapias empfangen. Weiter hinauf zum Mirador al Dique de Ullum. Ein riesiger Stausee. Die Verbindungsstraße zur Ruta 40 bekommt eine neue Fahrban. Die Behelfsstraße ist natürlich reiner Schotter. Die Absperrungen haben Lücken, die nutzen Blue und ich um auf der alten Straße zu fahren. Nur die letzte Lücke, steil runter von der Fahrbahn ist eine gewisse Herausforderung. Geschafft. Erleichterung macht sich breit. Entlang dieser Strecke wird bereits auf Solarenergie gesetzt. Riesige Solarpanelfelder säumen die Straße. Auf der Ruta 40 geht es weiter bis zur Gabelung Talacasta. Hier haben sich schon etliche Reisende mit ihren Aufklebern verewigt. Hat mal wieder etwas von Roadmovie. Irgendwo im Nirgendwo ein Cafe wo sich Leute treffen. Die Verkäuferin erzählt mir, dass heute bereits 2 Holländer auf Fahrräder hier waren. Andere Gäste geben mir Tipps wo es besonders schön ist. Ja, genau dort will ich hin. Aber erstmal ein Abstecher über die 149. Teilweise schlängelt sich die Straße durch das Gebirge. Es gibt nichts schöneres als bei Sonnenschein und hervorragenden Straßenverhältnissen durch die kurvige und sehenswerte Landschaft zu cruisen. Auch wenn es Passagen gibt die scheinbar mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen wurden. Von der Straße aus sehe ich irgendwelche Ruinen oder ähnliches. Eine vermeintliche Zugangsstraße entpuppt sich als Privatweg der Minengesellschaft. Die Jungs sind sehr nett. Können mir aber auch nicht genau sagen wo der Zugang ist. Dafür werde ich mit kaltem Trinkwasser versorgt und eine nette Unterhaltung. Endstation ist heute Rodeo. Hiwr gibt es einen großen See für Wind- und Kitesurfing Fans. Es bedarf 3 bis 4 Anläufe um die passende Unterkunft zu finden. Eine einfache Wohnung und Ferienanlage für mich allein. Und Blue steht direkt vor der Tür. Na dann bis morgen.Okumaya devam et
Darum
9 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 24 °C
An diesem morgen ist mir kalt, gefühlt wie kurz unter dem Gefrierpunkt. Doch die Sonne wird heute unser Begleiter sein und die Kälte verfliegt. Die Straße führt entlang dem Surf- und Kitesee und bietet gleich Motive für die Kamera. Der Weg nach San Josê de Jachál ist atemberaubend. Eine Freude durch diese Landschaft der Berge zu fahren. Am Straßenrand sehe ich einen Motorradfahrer. Probleme mit der Kette. Abgesprungen. Seine Hände voll Kettenfett. Das Kettenrad hat dermaßen Karies, von Zähne keine Spur mehr. So Junge, nimm mal den Gang raus und schon ist die Kette wieder frei. Und tatsächlich, er fährt wieder. In San José besorge ich mir diesmal früh genug Pesos bei WU. Es gibt ein Limit für die Auszahlung. OK. Transfersumme angepasst. Systemausfall. Die Dame füllt alles per Hand aus und macht die Anfrage per Fax. Und tatsächlich dauert es nicht allzulange und die Auszahlung klappt. Tanken und weiter geht es. Unterwegs treffe ich Franco und seine Freundin. Er ist suf ziemlich allen Sozialmediakanälen vertreten. Fährt selbst Motorrad und kennt Argentinien von Ende bis Ende. Ich verlasse die RN 150 und fahre die RP 491. Wieder schlängelt sich die Straße durch das Gebirge. Auf der einen Seite schrammt man fast die Felswand und auf der anderen gibt es nur Abgrund, Tal und herrliche Landschaft. Manchmal ist die Straße nur für ein Fahrzeug breit genug. Doch der Asphalt vom Feinsten. Sogar an Leitplanken hat man hier gedacht, nicht überall aber immerhin. Und in diesen Momenten kommt wieder der Gänsehautmoment, der sich über den ganzen Körper verbreitet und einen fast verrückt macht wenn er die Oberschenkel erreicht und man sich schütteln muß. Spätestens jetzt ist sie wieder da, die Bestätigung. Darum ist man hier und hat trotz einer gewissen Routine Spaß daran. Mein eigentliches Ziel habe ich schon erreicht. Und nach all der Natur ist der Gedanke an Camping da. aber ich muss noch Tanken für die nächsten Etappenziele. OK, schlappe 60 KM bis zur nächsten Tanke. Villa San Agustin heißt der Ort. Ausser Tanken noch ein Kaffee. Man empfiehlt mir das Hostel um die Ecke. Für umgerechnet 5 Euro hab ich ein 5-Bettzimmer für mich allein und eine saubere Küche. Das Gästebuch ist voll und meinen Pass braucht er auch nicht. Hahaha. Ich geh nochmal einkaufen und brutzeln.Okumaya devam et

GezginHallo Dieter was für beeindruckende Fotos von der Gegend ich hatte mir eine kleine Auszeit genommen hier wird das Wetter langsam besser so kann ich mein Moped startklar machen und die Berge in Ostfriesland abfahren weiter alles gute für dich und bleib gesund
Moonwalk
10 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 22 °C
Heute ist es soweit, die Eroberung des Mondes wartet auf mich. Scottie beam me up. Aber erstmal brauch ich Heißwasser zum Duschen. Man kümmert sich und nach kurzer Zeit geht es frisch geduscht und ungeföhnt zum "Valle de la Luna". Offiziell "Parque Provincial Ischigualasto". Ebenfalls besteht hier die Möglichkeit zum Campen. Und das werde ich diesmal auch machen. Irgendwie ein gutes Gefühl mal wieder im Zelt zu schlafen. Ich bin nicht allein. Zwei weitere Radfahrer sind hier und ein Wohnwagen. Im Laufe des Abends werden es immer mehr Radfahrer. 2500 Pesos Eintritt und 500 Pesos für das Zelten. Den Park kann man nicht allein befahren. Ein Tourguide fährt mit dem Auto voraus und eine Gruppe von meist 4 - 6 eigenen Fahrzeugen folgt auf dieser 40 KM langen Strecke. Alles im Preis mit drin. Es gibt fünf Viewpoints. Alle sind mit Holzstegen und Terrassen aufgebaut. So bleibt die Natur weitgehend unberührt. Eine sehr gute Idee. Wäre ja auch zu Schade wenn irgendwelche Touris durch prähistorischen Dinosaurier-Aa latschen und wertvolle Hinterlassenschaften aus der Vorzeit vernichten. Der Guide ist nicht nur dafür da um den Weg zu zeigen und den ein oder anderen Touri davon abzuhalten ausserhalb der vorgesehenen Flächen herum zu trampeln, nein, er gibt auch sein Wissen zum besten. So erklärte er uns, dass Ischigualasto auf Quechua „Ort, wo der Mond ruht“ bedeutet und daher der Name des Tals stammt. Die verschiedenen Bewegungen und Zusammenstöße der tektonischen Platten gaben hier jene Täler frei, wie sie vor Millionen Jahren waren und zeigen was damals auf der Erde geschah. Manche Formationen haben Namen wie „El Gusano“, „Valle Pintado“, „La Esfinge“, „La Court de Bochas“, „El Submarino“, „El Hongo“ und die „Barrancas Coloradas“. . ”. "El Hongo" ist das Wahrzeichen von diesem Park. „La court de bochas“ zeigt verschiedene perfekt polierte Kugeln aus demselben Material, das der Boden enthält. Das Phänomen ihrer Entstehung konnte bisher nicht geklärt werden. Es scheint, dass verschiedene Sedimentpartikel durch molekulare Anziehung gruppiert wurden, wodurch diese "Kugeln" entstanden sind. Versteinerte Überreste von Wirbeltieren und Pflanzen und Bäumen aus der Sekundärzeit, Dinosaurier und eine Vielzahl von Reptilien wurden intakt gefunden, was den Park zu einem der wichtigsten paläontologischen Stätten der Welt macht. Deshalb wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Diese prähistorische Perle hat etwas magisches und den Namen "Mondlandschaft" absolut verdient. Jeden Monat zum Vollmond werden deshalb zusätzlich Nachtwanderungen angeboten. Ebenfalls interessant zu beobachten ist wie auch ältere Herrschaften es verstehen, vor dieser außergewöhnlichen Kulisse zu Posen und Arme, Kopf und Hüften zu verdrehen um Instagramtaugliche Fotos zu schießen. Ich beschränke mich auf die Natur. Am Eingang gibt es ein Museum der verschiedene fossile Überreste der im Park gefundenen Dinosaurier zeigt. Alles drin im Preis. Ein interessanter und unvergesslicher Tag. Ein Ort der das gleiche Level hat wie z. B. der Perito Moreno Gletscher. Daumen hoch.Okumaya devam et
Talampaya Canyon
11 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ⛅ 20 °C
Nach zig Abstürzen und Neuinstallationen funktioniert die App endlich wieder.
Circa achtzig Kilometer nördlich von "Valle de la Luna" liegt der Talampaya Nationalpark mit dem Talampaya Canyon. Die Entdeckung von Tier- und Pflanzenfossilien zeigen wie es hier vor 225 Millionen Jahren war, als Reptilien die Besitzer dieser Gebiete waren. Auch dieser Park gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Und auch hier lässt man den unbedarften Touri nicht allein mit seiner Grillausrüstung durch die Gegend heizen und die Umwelt verschandeln. Dafür werden verschiedene Exkursionen angeboten. Ich habe noch etwas Zeit und verstaue mein gesamtes Gepäck in einem Schließfach und nutze auch hier die Möglichkeit zum campen und baue mein Zelt auf. Es ist soweit. Vollgepackt mit 5 Personen, einem Tourguide und dem Fahrer geht es in einem großen 4x4 Truck zu den vor 60 Millionen Jahren entstandenen Gebirgsformationen aus verdichtetem Ton und Sandstein mit einem sichtbaren Eisenoxidgehalt das für die rötliche Färbung der bis zu 150 m bis 200 m hohen Wände verantwortlich ist. Erinnerungen an Arizona werden wach. Unsere kleine Gruppe hat etwas familiäres und so versucht man auch mich in den Erklärungen mit einzubeziehen. Der Guide kennt ein paar Worte auf deutsch. Zusammen mit meinem Vokabular und einigen englischen Schrifttafeln verstehe auch ich worum es geht. Die Kombination aus Wassererosion und Wind hat Tag für Tag verschiedene Silhouetten geformt, und das menschliche Auge versucht es mit den Dingen zu vergleichen, die es kennt. Eine Felsformation heißt "Schwiegermutter". Brüllendes Gelächter. Oder "Mönch", Schweineköpfe, Turm. Oder "Beso" - Kuss, eines der wichtigen 100 Wörter die ich mittlerweile kenne. Bei einem Rundgang sind sogenannte "Petroglyphen" zu sehen. Felsmalereien. Und bisher wurden noch nicht alle entziffert. Überraschung. Bei der Rückkehr gibt es Wein, Whisky, Wodka, Wasser mit Zitrone, Suppe, Brot, Nüsse, Rosinen und unglaublich leckere Olivenfrucht auf einem Tisch serviert. Ich campe heute. Weiter geht es zum "Botanischen Garten". Zu den Felsformationen gehört auch der "Schornstein". Eine Rille in der Wand. Und der Guide demonstriert den Echoeffekt der hier möglich ist. Ein Besuch der "Kathedrale" und weiter zum "Mönch". Sie sind einige der Haupdarsteller dieser imposanten Erscheinungen. Zum Abschluß ein Spaziergang durch den Shimpa Canyon mit abschließendem Champagnerempfang. Die Tour kostet 10000 Pesos. 3500 der Eintritt und 1000 das Campen. Daumen hoch. Absolut Empfehlenswert. Und so genieße ich den Sonnenuntergang und den sternenklaren Himmel der in dieser Gegend extrem klar ist bei einem Glas Wein. Und mitten in der Idylle passiert es. Die "Rolling Stones" gehen auf Tournee. Kalter Schweiß, Hitzeschübe und Übelkeit. Ich schaffe es ins Zelt auf die Matratze und versuch eine Position zu finden mit den geringsten Schmerzen. Kein Puma der mich am Beim aus dem Zelt zieht und keine kreisenden Geier. Aber auch keine Schmerztabletten, die sind samt Gepäck im Schließfach und das Gebäude mittlerweile geschlossen. Irgendwann haben die "Stones" ihr Etappenziel erreicht und ich meine Ruhe.Okumaya devam et
Talampaya II
11 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ⛅ 22 °C
Cuesta de Miranda
12 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 26 °C
Die Schmerzen sind weg und die Abreise lässt sich in aller Ruhe vorbereiten. Das Zelt ist durch die Luftfeuchtigkeit in der Nacht noch etwas nass aber die Sonne trocknet schnell. Einziges Etappenziel ist Villa Union, denn dort ist die nächste Tankstelle. Alles andere nach Bauchgefühl. Die Strecke dorthin ist wenig aufregend aber durch den schneebedeckten Gipfel dennoch ein Hingucker. An der Tankstelle gibt es eine Internetverbindung und es ist Zeit zu schauen wohin es geht. Die Ruta Cuarenta, Ruta 40. Zwischenstopp beim "Regionales del Oeste", dort gibt es einen Stempel für den Pasaporta der Ruta 40. Und die Strecke wird mit zunehmenden Kilometer abwechslungsreicher, kurviger und schöner. Besonders die Strecke "Cuesta de Miranda" ist eine Augenweide. Überall kann man Kakteen stehen sehen. Rote Felsen. Erinnert mich an die Tonfarbenen Blumentöppe von Zuhause, dort wirken sie Langweilig und werden angepinselt. Und hier kann man sich nicht satt sehen an der Farbe und den Reliefs in den Steinschichten. 100 KM weiter nochmal ein Kaffeepäuschen an einer Tanke. Mal schauen wo wir die Nacht verbringe. Juan spricht uns an. Er fährt selber Motorrad und war früher Tourguide. Ja, Blue sorgt mal wieder für Aufmerksamkeit. Er hat noch ein paar Reisetipps. Paar Kilometer weiter gibt es eine größere Ortschaft und die Auswahl an Unterkünften ist zahlreicher. Ich frag mal im Hotel El Cautillo. So recht lässt sich der Eingang nicht finden. Nur 2 Schlosser machen eine Tür in eine große Schiebetür. Sie informieren die Eigentümerin. Preis und Zimmer passen. Nur Blue muss noch sicher parken können. Die neue Tür ist etwas zu schmal damit Blue mit Koffern durchfahren kann. Es wird gemessen umd festgestellt, es passt nicht. Nein, jedesmal Koffer an- und abbauen ist mir zu aufwendig. Kein Problem, das große Tor aufgeschoben und Blue rein. Nur das Schließen der Schiebertür ist genauso aufwendig. Später bekomme ich Nachricht. Problem gelöst. Es wurde tatsächlich die Tür verbreitert, damit Blue durchpasst. Fantastisch. Nochmal in den Ort und dann brauch ich Schlaf.Okumaya devam et

GezginHoi Dieter und es geht noch immer weiter oder ist dies schon der Nachhauseweg 🤔 wieviel km hast du schon gefahren. Wohin der Weg auch führt alles gute und Ich genieße noch immer dein Reiseblog. 👏

GezginMoin Andre. Nein es geht weiter nördlich. Erstmal werde ich den Nordwesten hier genießen, hoch bis JuJuy. Und dann entscheide ich wie es weitergeht. Aber Plan ist hoch bis Kolumbien. Es ist Winter und kaum Regenfälle. Bis jetzt sind es 22.000 KM. Danke für deine Nachricht und das der Blog dir immer noch gefällt.👍
Chilecito - Cable Carril
13 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 25 °C
Ich bin in Chilecito. Ehrlich gesagt, der Ort ist mir unbekannt. Bei der Einfahrt in diese Stadt gibt es eine Touristikinformtion und ein paar Tipps wo es welche Sehenswürdigkeiten und schöne Plätze ausserhalb der Stadt, gibt. Und irgendwie spielt die Materialseilbahn "Cable Carril" eine zentrale Rolle. Als auch noch Gisela, die Hotelbesitzerin vom "La Mejicana" schwärmt und von deutscher Ingieneurkunst spricht, werden meine Ohren hellhörig und lang und spitz wie bei Spock. Faszinierend. Die Materialkabelbahn besteht aus 9 Stationen. Eine ist im Ort und dort gibt es ein Museum. Mein erster Weg heute Vormittag führt dorthin. Diese Anlage wurde 1903 erbaut und Dezember 1904 fertiggestellt. Ohne Frage, ein monumentales Jahrhundertwerk im wahrsten Sinne des Wortes. Die Anlage ist fast 120 Jahre alt und in einem sehr gutem Zustand. Kein Wunder, man gab eine Funktionsgarantie von sage und schreibe 100 JAHRE !!! Und tatsächlich, bis 2004 kamen die Deutschen und die Anlage funktionierte bis dahin. Nein, ich werde hier nicht schreiben was alles nicht mehr funktioniert in Deutschland. Die 35 km lange Seilbahn führte mit Steigungen von bis zu 45° über unwegsames, bergiges Gelände und überwand dabei einen Höhenunterschied von 3528 m, der bis heute nicht übertroffen wurde. Sie war mit 35 KM die längste Seilbahn der Welt. Eine britische Gesellschaft übernahm die Famatina-Gruben, in der Gold, Silber und Erze gefördert wurden, da die Regierung Argentinien Schulden bei den Briten hatte. Zusätzliche Bedingung war, dass diese eine Verbindung von Chilecito zum Grubenbezirk schaffe. Die Firma Bleichert aus Leipzig wurde beauftragt, nach deutscher Bauart diese Anlage zu erstellen. Auch logistisch eine Meisterleistung, schließlich waren bis zu 1400 Bauarbeiter, in diesem unwegsamen Gelände, an dem Bau beteiligt. Benötigt wurden 6 Dampfantriebsmaschinen, verbaut wurden an jeder Station ein Antrieb. Die höchste Stütze misst 50 m. Bereits nach 22 Jahren wurde die Förderung eingestellt. Gänsehaut. Ich mach mich auf zu Station 2. Diese ist leicht zu erreichen. Aber einer der " Rolling Stones" hat den Tourbus verpasst, und rumpelt im Rollstuhl hinterher. Mir geht es nicht gut. Bevor die Beschwerden schlimmer werden geht es ins Hotel und ins Bett. Schmerzmittel und ich steh heute nicht mehr auf.Okumaya devam et
Chilecito - Estacion 3
14 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 21 °C
Ich bin Beschwerdefrei und immer noch neugierig. Deshalb wird der Aufenthalt verlängert. "La Mejicana" die Mine in Famatina steht auf meinem Plan. Auf den Weg dorthin ein Abstecher zu den "Ruinas de Capayan". Ein indigenes Volk welches ausgerottet wude. Nur halbherzig wird auf diese historische Stätte hingewiesen. In Famatina führt mich Maps sonst wo hin. Aber nicht zur Mine. Es gibt ein Touristikcenter. Das hilft. Die letzten Kilometer zur Mine sollen etwas schwierig sein. Schauen wir mal. Es ist bereits nach Mittag. Schon die ersten Kilometer sind nicht einfach. Und zur Mine sind es 40 KM. Auch zum Canyon sind es 25. Nach knapp 12 KM drehe ich um. Es ist mir zu aufwendig und jetzt schon anstrengend. Ich fahr zurück nach Chilocito. Auch hier gibt es eine Christus Statue. Hat einen tollen Überblick über die Stadt. Vielleicht schaffe ich es doch noch zur Estacion 3 der Cable Carrir. Also los. Auch hier ist der Weg nicht einfach aber nicht so lang. Zur Abwechslung geht es mal durch einen tieferen Wasserfurt. Etwas mehr als Stiefelschafthöhe tief. Hier gibt es eine Station der Touristik. Und noch ca. 15 min Fußweg den Berg hoch. Eigentlich schon zu spät. Ich möchte nicht im dunkeln den Weg und durch das Wasser fahren. Ich geh dennoch zur Station. Und es ist wirklich unglaublich. Einmal der Blick über das Tal. Und die Kesselanlage und der Dampfmotor. Selbst das Brennholz soll 100 Jahre alt sein. Und hier in der "Abgeschiedenheit" treffe ich das Schweizer Pärchen wieder. Die dritte Begegnung. Erst auf der Fähre nach Puerto Natales. Dann beim Wandern in Ushuaia. Und jetzt hier. Unfassbar. Sie haben noch ein weiteres Paar aus der Schweiz dabei. Ich mache mich auf den Rückweg, denn es wird bald dunkel. Schade, gerne hätte ich an diesem Ort eine längere Zeit verbracht. Zumindest durchquere ich den kleinen Fluss im hellen. Und dies Monument deutscher Bauart sollte als Beispiel für manches andere stehen. Ich gönne mir ein Essen in der Stadt. Morgen wird es weitergehen.Okumaya devam et
El Shincal de Quimivil
15 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 24 °C
Der heutige Weg ist einfach Richtung Norden ohne ein Tagesziel. Einfach Ruta 40 auf einer perfekt asphaltierten Straße. Sonnenschein und treiben lassen. Bei KM-Stand 4000 ein Erinnerungsfoto. Kurz vor Belen werde ich auf eine Ärchäologische Stätte aufmerksam. "El Shincal de Quimivil". Daneben ist ein kleines Restaurant und ich treffe Peter aus England. Er ist letztes Jahr in Georgia gestartet. Wir unterhalten uns intensiv und freuen uns über diese Begegnung. Er war heute schon in dieser Archäologischen Stätte gewesen. Ich gönn mir Kaffee und süßes Gebäck und gebe dem Tag noch eine kulturelle Note. Dies ist eine historische Stätte der Inkas. Es wurde zwischen 1457 und 1536 von den Inkas erbaut und bewohnt. Und hat in Größe und Geschichte eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der einstigen Hauptstadt der Inkas Cuzco in Peru. Ebenfalls wurden in der unmittelbaren Umgebung die Überreste des alten Capac Ñan (Inka-Trail ) entdeckt. Auch eine zeremonielle Plattform mit einem Steinsitz , die über neun Stufen zu erreichen ist, das sogenannte "Ushnu", gibt es zu sehen. So wie zwei Hügel mit den Treppen zum Himmel um den Sonnenkult zu praktizieren. Das Museum beinhaltet mehrere Fundstücke. Ja, und hier sehe ich auch endlich die Flip-Flops der damaligen Zeit, in denen die Inkas über die Anden gelatscht sind. Der Ort verdankt seinem Namen einem kleinen Baum, dem Shinqui. Nach soviel Input fahre ich mit Blue bis nach Belen und nehme mir dort ein Zimmer, nachdem ich den Besitzer von 8000 Pesos auf 5000 herunter gehandelt habe.Okumaya devam et
El Peñón
16 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☁️ 13 °C
Ist ja alles schön und nett entspannt über die Ruta 40 zu fahren. Aber ich brauche Abwechslung. Also geht es in die Berge. In El Eje verlassen wir die Ruta 40 über die RP 36 zur RP 43. Und ja, auch wenn die Straße nicht perfekt ist, so ist es doch abwechslungsreicher zu fahren. Ich hole mir Infos aus einem Touristikcenter, welches gerade an der Straße ist. Ihm gefällt meine Übersetzerapp und ich zeig ihm wo er sie runterladen kann. 30 KM Baustelle mit Schotterpiste lockern die Fahrt nochmals auf. Zum ersten Mal sehe ich Vicuñas, neben den Guanacos die zweite wilde südamerikanische Kamelart, die in dieser Gegend weit verbreitet ist. Es sind Verwandte der Lamas. Wir erreichen Höhen bis ca. 4000 m. Es wird merklich kälter und richtig windig. Patagonien lässt grüssen. Und ich sehe 2 Fahrradfahrer die eine Pause machen. Man grüßt sich. Wow Jungs, da habt ihr euch aber was vorgenommen bei dem Wind. Bei der Ortseinfahrt von El Peron werde ich von Touristikguides in Empfang genommen. Hier gibt es den Park Campo de Piedra Pomez. Ob ich dorthin möchte? Ich hatte davon gelesen aber mit dem Motorrad istdieser alles andere als einfach zu erreichen. Ich nehme trotzdem eine Eintrittskarte. Ich halte im Ort und bin noch unentschlossen. Noch 60 KM fahren, tanken und zurückkommen? In dem Moment treffe ich Sebastian aus Buenos Aires. Auch mit dem Motorrad unterwegs. Er will auch in den Park, zusammen wäre es sicherer. Gute Idee. Und es gibt im Ort auch Privatpersonen die Benzin verkaufen. So kann ich sicherheitshalber nochmals tanken. Ohne seine Hilfe hätte ich es nicht gewußt und gefunden. Wir teilen uns die Unterkunft in einer Hospedaje. Für die Tour im Park baue ich auch die Seitentaschen ab. Und Blue bekommt noch etwas Pflege. Ein 4x4 Truck hält. Die beiden Radfahrer haben sich mitnehmen lassen. Martijn und Tim aus Holland. Auch sie bleiben in der Hospedaje. Wir verstehen uns sehr gut und gehen zusammen Essen. Morgen beginnt das Abenteuer im Park.Okumaya devam et
Campo de Piedra Pomez
17 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ 🌬 12 °C
Wir vier frühstücken gemeinsam und kurz darauf geht es zum Park. Martijn und Tim haben sich einen Fahrer gemietet, denn es wird heute wieder windig. Sebastian hat sich nach den Gegebenheiten und Strecke erkundigt. Und die erste Etappe zu den aussergewöhnlichen Steinformationen hat es in sich. Paris - Dakar lässt grüssen. Eine Dünenlandschaft. Stellenweise tiefer, loser Sand. Die Räder buddeln sich fast bis zum Stillstand ein. Staubfahnen und Sandfontänen. Mein Vorderreifen taugt in diesem Gelände nicht, kaum Führung. Aber wir finden einen Weg. Diese Gegend ist wirklich überwältigend und merkwürdig. Sie ist unbewohnt, still und windig. Jahrtausende der Erosion haben diese Felsen hier geformt. Es ist wie von einem anderen Planeten. Rosa, ockerfarben und gelbe Reliefs und alles Bimsstein. Ein Ergebnis der vulkanischen Aktivität von vor Tausenden von Jahren. Der Wind wird stärker und wir verlassen dieses Feld der Steine. Obwohl der Aufenthalt noch Stunden dauern könnte. Nächstes Ziel ist die Diamond Lagune. Sie befindet sich am Fuße des Galán-Vulkans und ist eine Zuflucht für Enten und Flamingos. Der Weg dorthin ist jetzt nicht mehr von tiefem Sand geprägt. Ein prächtiges Farbenspiel. Der Aufenthalt ist ein Genuss. Der Rückweg wird einfacher. Alleine hätte ich diese Fahrt sicherlich nicht riskiert. So ist es ein unvergessliches Erlebnis. Und wieder bin ich an einem faszinierenden Ort von dem kaum jemand spricht. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Personen. Am Abend wird gegrillt. Asado. Und für den nächsten Tag planen wir eine gemeinsame Unternehmung.Okumaya devam et
Campo de Piedra Pomez II
17 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ 🌬 16 °C
Es waren so viele schöne Impressionen. Hier noch ein paar Bilder.

GezginHallo Dieter was für ein super Tag für dich das nennt man wohl Abenteuer danke für die atemberaubenden Bilder so kann es weitergehen erhol dich und bis bald
Cerro Galán
18 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 8 °C
Nach dem Ausflug gestern, gab es noch eine Reinigung für Blue und für heute einen freien Tag. Wir haben uns einen 4x4 Truck mit Fahrer gemietet. Es geht zum Vulkan Cerro Galán. Wer sich nun wie ich vorstellt, man kraxelt einen Berg hoch und schaut in den Schlund des Vulkans und sieht versteinerte Lava und hofft irgendwo eine kleine rotglühende Glut zu sehen? Weit gefehlt. Hier ist der größte Krater der Welt, nein falsch, genaugenommen eine Caldera, mit einem Durchmesser von 34 KM. In ihm erblüht eine wunderschöne und einzigartige Landschaft mit Lagunen, Salzseen, Fauna, Flora, Schnee und Andenflamingos! Am südlichen Ende befinden sich die heißen Quellen von La Cocha und im Norden die von Agua Caliente. Der Zugang liegt auf 4900 m.ü.M. Die Spitze misst über 5900 m. Die sauerstoffarme Luft macht sich bemerkbar. Immerhin sind es fast 5000 m. Und die Landschaft ist so riesig. Man kann sich darin verfahren. Gut dass wir einen Fahrer haben. Aber auch er kann nich verhindern, dass wir zweimal innerhalb von 30 Minuten einen Plattfuß haben. Zum Glück ist noch ein Truck in der Nähe der ein Notrad besorgen kann. Vicunas, unberührte Natur. Oder wie Martijn sagt, nicht von dieser Welt. Recht hat er. Wieder ein Tag mit unglaublichen Impressionen. Bevor wir nochmals gemeinsam ins Restaurant gehen steht ein Unterkunftswechsel an. Unsere Zimmer waren bereits wieder vermietet. Sebastian und ich lassen das Gros unseres Gepäckes dennoch in diesem Hostel. Morgen geht die Reise weiter.Okumaya devam et

GezginHallo Dieter was für Bilder wenn man glaubt das es keine Steigerung gibt dann geht immer noch mehr so ein Glück für dich also bis zur nächsten Steigerung

GezginMoin. Es sind unendliche Weiten faszinierende Landschaften und traumhaft schöne Foto Aufnahmen 👍👍und du hautnah dabei .Wahnsinn 👏👏wir wünschen dir noch eine wunderschöne Weiterreise mit traumhaften Eindrücken. Auch wir freuen uns dass du diese Reise 🧳mit deiner Blue angetreten bist. 🍀🍀wir wünschen dir bei allem was du machst und erlebst viel Glück und vor allem Gesundheit. Wir schicken dir viele liebe Grüße aus der Heimat und freuen uns auf weitere Berichte und Fotos von deiner Reise. 👋🍀🍀🍀🍀

GezginVielen lieben Dank in die Heimat und für eure Unterstützung. Ohne dem wäre es nicht machbar gewesen. Es ist zeitweise atemberaubend. Man sieht nicht nur die Weite und das Ganze. Man spürt, fühlt und hört sie. Und ich bin wirklich überrascht warum man nicht mehr darüber weiß. Es gibt hier noch einiges zu sehen. 👌👌
Vulcano Galán
18 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ 🌬 4 °C
Weil es so unfassbar schön war, noch ein paar Bilder.
Legendär - Lady Blue
19 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 7 °C
Nach einem gemeinsamen Frühstück beginnen die Vorbereitungen zum Aufbruch. Unser Hauptgepäck und Blue sind beim anderen Hostel. Wir verabschieden uns von Martijn und Tim. Sie sind ebenfalls in die selbe Richtung unterwegs. Endgültig verabschieden wir uns on the Road als wir die beiden bei einem Stopp treffen. Da Martijn aus Groningen kommt ist ein Wiedersehen nicht ausgeschlossen. Vielleicht auch schon vorher. Peru? Wer weiß.
Wie ein riesiger schwarzer Kohlehaufen erhebt sich der Vulkan Antofagasta in der Landschaft als wir auf dem Weg zum gleichnamigen Ort sind. Umher wirkt das pechschwarze Lava wie willkürlich zerbröselte und verstreute Kohle- bzw. Brikettstücke. Beim erreichen des Ortes stehen bereits die ersten Lamas zur Begrüßung Spalier. Tanken, Verpflegung und ein gutes Essen an der Plaza bevor es weitergeht. Ab hier endet der Asphalt. Die nächsten Tage nur noch Offroad und Ripio und ... Salzwüste in den Anden. Unser heutiges Ziel ist Antofalla. Die Salzwüste Salar de Antofalla liegt im berühmten Lithium-Dreieck. Chile, Argentinien und Bolivien bilden das „Lithium-Dreieck“ Südamerikas und verfügen zusammen über 75 % der weltweiten Lithiumreserven unter ihren Salzebenen. Diese Hochwüste und das Gebiet wird auch als Puna bezeichnet. Wir sind permanent in 3500 m Höhe. Heute schafft meine Blue sogar über 4600 m. Eine Nachricht in die Südamerika-WhatsApp Gruppe ist fällig. "Almost 4700 m Altitude, 32 years old technology. My "Lady Blue" did it. That's Transalp, that's Legend." Sie stottert nicht mal. Der Ort hat ca. 30 Einwohner. Und wir eine Unterkunft und ein traditionelles Essen aus dieser Region.Okumaya devam et

GezginHallo Dieter wo du jetzt bist kenne ich nur aus den Fernsehen über das dreiländereck mit den Vorkommnissen hältst du die Höhe genauso gut aus wie dein Moped oder ist die Luft nicht so dünn wie in mach anderen Gebirgen ? Weiter alles gute bei den nächsten Unternehmungen
Tolar Grande
20 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ 🌬 7 °C
Heute geht es nach Tolar Grande. Ca. 170 KM. Das erste Drittel ist eine Strecke die es in sich hat. Wenn jemand fragt: Wie ist die Strecke? Meine Antwort: Was willst du haben, es ist alles vorhanden, ausser Asphalt. Heute wird mehr Motorrad gearbeitet als gefahren. Und das in dieser Höhenlage. Vom Salar Antofalla geht es zum Lago Salar de Arizaro. Um den Berg Tebenquicho herum. Mitten im Nichts steht ein Haus, das anscheinend von einer älteren Frau bewohnt wird. Hier treffen wir auf eine 4x4 Exkursionsgruppe und nutzen die Zeit für eine Pause und einen Plausch. Das Mitteldrittel wird ab hier etwas einfacher. In der Nähe der Minen ragt der Cono de Arita aus der Salzwüste heraus. Der 200 m hohe Arita-Kegel ist eine fast konische Geoformation. Dieser natürliche Kegel gilt als der perfekteste der Welt. Über seinen Ursprung gibt es viele Unbekannte. Es wird auch als mögliches Inka-Zeremonienzentrum angesehen. Die Einfahrt in Tolar Grande ist ein Spalier aus natürlichen Salzbergen die rot gepudert sind. Verwehungen aus roter Tonerde färben die Gegend immer wieder in rot. Hier ist fast alles ausgebucht. Wir haben Glück und finden eine Unterkunft mit Restaurant. Und eine "Tankstelle". Wir müssen warten bis der Tankwart Feierabend hat und er seine private Tankstelle öffnet.Okumaya devam et

Gezgin
Aber hallo Dieter das kann es doch nicht sein. wo bist du gelandet auf dem Mond?? Das ist ja Abenteuer pur. Na dann gute Weiterreise!!! Aber irre Bilder! Liebe Grüsse👏 👍
Mars Mission
21 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 3 °C
Die letzte Etappe unserer Salzwüstenrallye führt uns ins 200 km entfernte San Antonio de los Cobres. Doch zunächst geht es aus dem Ort zu den türkisfarbenen Lagunen. Die Meeresaugen von Tolar. Das in diesen Augen enthaltene Wasser ist viermal salziger als das des Ozeans. Hier wurden Stromatolithen, Mikroorganismen, entdeckt die schon vor Milliarden von Jahren Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt haben und dafür sorgten, dass wir existieren. Also, die Flossen nicht ins Wasser halten auch wenn es juckt. Man kann die Kleinen eh nicht packen und die vertragen es nicht. Bis 1981 verkehrte 1x wöchentlich ein Personenzug zwischen Antofagasta (Pazifik, Chile) und Salta. Wir sehen Ruinen der einstigen Verbindung "Tren a las Nubes". "Zug in die Wolken", weil der Zug in seiner einst klassischen Variante von Salta zum Polvorilla-Viadukt oft über den Wolken fuhr. Und es bleibt atemberaubend. So könnte ich mir den Mars vorstellen. Alles in rot. Salar del Diabolo. Devil's Desert. Las Siete Curvas. Hier anhalten und Fotos machen. Um die Kurve und wieder Fotos. Der Wahnsinn. Und der fordert seinen Preis. Zeit. Die läuft uns davon. Und die "Straße" ist nicht der Highway. Zuletzt bleibt keine Zeit mehr für ein Stopp. Und die Straße durch die Berge wird teils sehr schmal. Abgrund inbegriffen. Hochkonzentriert geht es nach San Antonio. Geschafft. Vor der Dunkelheit angekommen. In diesem Hostel treffen wir auf Steve und seiner Frau die schon seit 2018 unterwegs sind. Hier in dieser Höhenlage muss man sein Essen frühzeitig bestellen. Das kochen dauert in der Höhe halt länger. Es gibt eine neue Variante der regionalen Küche.Okumaya devam et
Mars Mission II
21 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 9 °C
Auf dem Mars ist einiges los. Hier noch paar Bilder.
Abschied
22 Mayıs 2023, Arjantin ⋅ ☀️ 20 °C
Fast eine Woche sind Sebastian und ich durch Wüstensand, Anden und Berge und über Schotter und sonstige Straßenbeläge gefahren. Für mich war es natürlich sehr hilfreich. Wir haben alle Situationen erfolgreich gemeistert und konnten uns aufeinander verlassen. Doch heute heißt es mal wieder Abschied nehmen. Nach der gemeinsamen Zeit mit Achim diesmal von Sebastian. Doch zunächst fahren wir noch gemeinsam entspannt über Asphalt bis El Carril. Eine lohnenswerte Strecke die Landschaftlich wieder Abwechslung bietet. Berge und grün. Farbenspiel. Nach einem gemeinsamen Essen trennen sich unsere Wege. Er fährt nach Salta und ich möchte vorher noch nach Cachi und Cafayate. Da unsere Hauptrichtung nordwärts ist, ist eine späteres Wiedersehen nicht ausgeschlossen. Danke Sebastian. Buen Viaje.
Was so entspannt mit Asphalt anfing ändert sich dann wieder in Schotter. Staubig geht es durch die Berge. Und die müden Knochen werden nochmals durchgeschüttelt. Die letzten Meter bis Cachi wieder Asphalt. Irgendwie erfasst einem das Gefühl man habe sich verfahren. Alles fühlt sich an wie Mexico. Nicht nur die Kakteen, die mir mit erhobenen Stachelarmen zuwinken vermitteln dieses Gefühl. Es ist mal wieder spät geworden und diesmal bleibe ich in einem Hostel der etwas teueren Kategorie. Hier sind auch Biker die vorher ebenfalls in San Antonio waren. Dementsprechend gönne ich mir ein Essen in einem Weinlokal. Gulasch mit Spätzle als Tagesmenü. Wer kann da schon Nein sagen? Einheimisches Gulasch und Nudeln der etwas anderen Art mit einem Glas Wein. Haben wir uns verdient. Salud Blue.Okumaya devam et


































































































































































































































































































































































































































































































