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Outdoor-🐥auf Radtour nach 🏠

Ein Abenteuer von Outdoorvogel mit offenem Ende Weiterlesen
  • Tag 25 Zamora 49km

    19. April 2025 in Spanien ⋅ ⛅ 4 °C

    Nach einer etwas holprigen Nacht, da mein obiger Bewohner einen unruhigen Schlaf hatte und zwei Tenöre ihr Bestes von sich gaben ohne ihr Wissen, startete ich in den Tag mit einem sehr schönen Sonnenaufgang. Am Abend und in der Nacht hatte es stark geregnet weswegen die Wege nicht wirklich befahrbar waren. Ich wechselte deswegen wieder schnell auf meine geliebte N630. Ich blieb jedoch nicht alleine, am
    Horizont tauchten recht bald die ersten Wanderer auf die auch die Via de la Plata mieden. So begegnete ich noch einmal einem Teil der gestrigen Truppe. Mit Markus quatsche ich noch kurz. Er war sogar aus dem Schlafsaal samt Matratze über die Nacht ausgezogen. Er meinte nur, noch eine Nacht ohne Schlaf würde er nicht aushalten. Und weiter ging es für mich Richtung Zamora. Das Schöne daran war, die Route war überwiegend flach, das Unschöne hingegen war der Seitenwind. Dies war auch der Grund weswegen ich entschied in Zamora zu übernachten, trotz Ankunft um kurz nach 12:00, wo eine Weiterfahrt locker möglich gewesen wäre. Mit Regen der noch Vorausgesagt wurde, sicherlich eine weise Entscheidung. 😉
    So schloss ich mein Rad vor der Herberge ab, denn Einlass war erst um 15:00. ich zingelte etwas durch die Stadt und wartete dann am
    Eingang. Und wer kam da, ein weiteres bekanntes Gesicht aus Salamanca kam angelaufen. Wir quatschten etwas und der Herbergsvater kam kurz. Wir durften unsere Sachen in den Eingang stellen und konnte so noch einmal losziehen und unsere üblichen Doings wie einkaufen erledigen. Die Stadt hat mich an sich nicht so in den Bann gezogen wie andere, aber so konnte ich die Zeit in meiner Unterkunft zum Lesen nutzen.

    Radler Grüße 🤗
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  • Tag 26 Alija 82,4Km

    19. April 2025 in Spanien ⋅ ☁️ 5 °C

    Ostern begann mit einem Sonnenaufgang auf dem Balkon von unserem Zimmer. Wir verabschiedeten uns von Raphael, unserem Herbergsvater. Zwei weitere
    Radler aus Spanien hatten meine Packgeschwindigkeit. Einer musste ja der Letzte sein. 😉 Nur als Info, ich war die Erste gestern im Hostel. 😁
    Durch die Stadt musste ich anders fahren als mein Navi anzeigte, denn es war mal wieder eine Prozession im Gange. Etwas schaute ich noch zu aber ich hatte schließlich die Kilometer noch vor mir. Dem ein oder anderen Wanderer begegnete ich wieder. Auch dem Bundeslandnachbarn. Ihn konnte ich sofort anhand seiner Knall-Rosa Schuhfarbe wiedererkennen. ☺️ Vorbei an schönen Feldern, Brücken ging es nach Benavente. Dort wollte ich für eine Nacht bleiben. Die Herberge war allerdings zu, weswegen ein anderer Plan her musste. Es ging leicht nach Westen, was hieß das Gegenwind auf mich zukommen würde. Ich entschied mich allerdings noch 20km weiter zu radeln. Sollte es keinen Platz mehr geben, würde ich mein Zelt irgendwo platzieren. Soweit kam es nicht. Nur zu dritt waren wir. Mit Marek aus Tschechien und einem Franzosen teilte ich die Unterkunft für 8€ pro Person. Ich lief noch etwas durch das Dorf und konnte sogar an Ostern in der Tankstelle einkaufen. Dort hielten sich viele Spanier auf, die gemeinsam den Ostersonntag feierten.

    Oster-Grüße 🥚 🐰
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  • Tag 27 Astorga 47,7km

    21. April 2025 in Spanien ⋅ ☁️ 4 °C

    Marek, aus Tschechien hatte ich am Morgen noch gesehen. Wir verabschiedeten uns und los ging es für ihn auf den Camino. Ich ließ mir etwas mehr Zeit und fuhr erst kurz vor 9Uhr los. Es ging über Feldwege. Einmal etwas zu sehr Feld für meinen Geschmack, aber zum Glück blieb es bei dem einen Mal. 😁 Mein Ziel hatte ich wie immer offen gelassen. Passende Unterkünfte hatte ich ausgemacht, aber als ich Astorga von weitem
    sah wusste ich dass dies mein heutiges Ziel sein würde. Es schon recht ansehnlich aus!
    Über die Webseite https://www.gronze.com/ konnte man alle Caminos finden und was dazu notwendig war zu wissen, allerdings auf Spanisch. Aber es gibt auch viele Apps die kostenlos sind. Für mich war immer wichtig ob ich mit dem Rad auch anreisen darf. Bis jetzt hatte ich immer Herbergen gefunden.
    Die Herberge in Astorga ist die Größte in der ich bis jetzt war, entsprechend gibt es hier viele Nationalitäten. Hinzukommt noch dass sich hier der französische Camino und der Camino de la Plata sich treffen, wodurch die Anzahl der Pilger natürlich auch steigt. So nah werde ich auf meiner Reise Santiago de Compostela nicht mehr kommen, von nun an wird nach Osten geradelt, denn der April ist bald vorbei welcher für Spanien gedacht war.

    Grüße aus Astorga ☀️
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  • Tag 29 Carrión de los Condes 74,8km

    23. April 2025 in Spanien ⋅ ☀️ 3 °C

    Ein Highlight an dem Tag war, dass ich an Diethmar geraten bin. Ich sah von weitem einen älteren Wanderer. Auf der einen Straßenseite stand sein Rucksack und er saß gegenüber auf der Leitplanke. Ich dachte ich frag ihn mal ob alles in Ordnung war. Die typischen Fragen wurde gestellt und so war schnell klar, dass wir aus derselben Ecke kamen. Er aus Nehren nur ca. 30min von mir entfernt. Er wartete auf den Bus. Dabei stellt man seinen Rucksack auf die Seite bei der der Bus angefahren kommt und er sammelt einen dann ein. Das Ticket hatte er schon online gekauft, wie er mir stolz erzählte. ☺️ Es ging auch nicht lange und er wurde eingesammelt und zu seiner Destination gebracht. Seine Frau war etwas weiter vorne und würde auch noch aufgepickt werden. Die Welt ist ab und an eben ein Dorf 😁
    In meiner Herberge war viel los. Sie kochten für alle was immer sehr schön ist wenn die Runde zusammen kommt. Dabei lernte ich Alex kennen. Auf die Frage wohin er kommt sagt er etwas leiser als üblich sein Geburtsland. Er ist aus Russland angereist gekommen. Später trafen wir uns noch durch Zufall oder nicht vor der Albergue und liefen gemeinsam eine Runde. Ich fragte ihn so einiges und er war recht bedrückt was sein Land anging. Es war eine interessante Unterhaltung die ich so schnell nicht vergessen werden würde. Ich tauschte mit ihm noch meine Kontaktdaten aus und wer weiß vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja mal wieder.

    Nachbarschafts Grüße 🖖
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  • Tag 30 Tardajos 75,8km

    24. April 2025 in Spanien ⋅ ⛅ 10 °C

    Der Morgen ging mit dem Kennenlernen des Gepäck-Sammel-Taxis los. So schnell wie er gekommen war, war er auch schon wieder unterwegs. Die Wanderer wollen ja auch schließlich rechtzeitig ihr Gepäck an Ort und Stelle vorfinden. 😉 Durch Nebel ging es an unzähligen Pilgern vorbei. Der Camino Frances war ein Wander-Highway. Durch meine entgegengesetzte Fahrtrichtung durfte ich sie ständig grüßen. Es war zwar recht schön aber irgendwann war es dann auch einmal mir zu viel. Deswegen war ich auch schön andere Wege zu fahren. Vorbei ging es auch am Kloster San Anton de Castrojeriz, durch welches eine Straße führte was einem wirklich sehr absurd vorbei und gleichzeitig irgendwie cool. 😁 Mein Plan war es danach in die Herberge zu gehen, mein Problem war jedoch dass ich genau einen Euro zu wenig hatte für die Unterkunft, so ging es zur Nächsten auf Spenden Basis. Dort durfte ich Maria kennenlernen, es hat eben alles seinen Sinn. Sie meinte wenn ich wollte dürfe ich einen Artikel für die Camino Zeitung, welche alle zwei Monate erscheint, schreiben. Gesagt getan wir tauschten E-Mail-Adresse aus und ich würde mich bei ihr melden sobald ich wieder zu Hause war.

    Grüße aus dem kleinen Seelen-Dorf Tardajos
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  • Tag 31 Burgos 10,6km

    25. April 2025 in Spanien ⋅ 🌩️ 10 °C

    Es wurde bis jetzt der kürzestes Tag auf dem Rad. Wahrscheinlich bin ich tatsächlich mit meinem Zweirad mehr gelaufen als gefahren. 😁 Ich hatte am Tag zuvor schon diese Jacke über dem Rucksack hängen sehen. Personen dieser Art find ich ja immer interessant. So sollte es sein dass ich ihn heute wieder sah. Ich nutzte meine Gelegenheit und sprach ihn an. Er ist Raul und seit 18Jahren auf dem Camino unterwegs. Er hat die Zeichen bekommen, dass er sich auf den Weg machen soll und so kam es. Er hatte im Leben viel erlebt. Fünf Jungs hat er und eine Tochter. Selbst hatte er schon so viele unterschiedliche Jobs gehabt. Vom Gymnasium war er geflogen weil er auffällig war. Von der Hauptschule ging es über verschiedene Wege bis zum Abitur wo er dann später auch studierte. Einen Beruf hat er auch gelernt, welcher er nie ausgeübt hat. Es war interessant ihm zuzuhören und so blieb ich in Burgos. Die Stadt gefiel mir auch. Es wäre schade gewesen einfach weiter zu fahren und meine Oberschenkel waren wahrscheinlich auch dankbar für die Pause. Zu erst ging es durch den Arco de Santa María, der ehemalige Stadttor-Bogen, welcher schon sehr imposant war. Von dort liefen wir direkt auf die Kathedrale von Burgos (Catedral de Santa María) zu, welche ein UNESCO-Weltkulturerbe ist. Das Castillo de Burgos besuchte ich später auch noch, eine alte Burgruine mit Aussicht über die Stadt. So landete ich in der größten Albergue seit ich auf dem Camino unterwegs war. 120 Betten, alles war top organisiert und sauber aber so kam eben nichts heimeliges auf. Gut fande ich es aber dennoch diese Erfahrung gemacht zu haben. In die Bib ging es für mich mal wieder. Zu spät sah ich leider den Spiegel, sonst hätte ich den noch etwas gelesen. Die Atmosphäre gefiel mir aber sehr dort. Ich lief etwas durch die Stadt und telefonierte dabei. Wie angekündigt kamen die dunklen Wolken auf. Ich schaffte es gerade noch trocken in meinen gewünschten Dönerladen. Auf diesen freute ich mich schon seit einiger Zeit! Er war zwar nicht wie nach Deutscher Art, aber für die Monate auf die ich auf ihn verzichten musste ein Träumchen. 😁

    Döner Grüße 😁
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  • Tag 32 Miranda 84,4km

    26. April 2025 in Spanien ⋅ ☁️ 8 °C

    Morgens durch die Straßen zu fahren ohne eine Menschenmenge und in einer Stille, hat schon etwas magisches! So radelt ich los, mal wieder als einer der Letzten verließ ich die Albergue. Vorbei ging es durch Felder und kleine Bergdörfer. Auch wenn es mehr Höhenmeter bedeutete, so war es echt schön diese etwas andere Welt kennenzulernen. Ein älterer Herr hielt mir seinen beiden Fäusten das Lenkrad fest und zeigte mir beide Daumen. Ein echt nette Geste was er von meiner Tour hielt. ☺️
    Mein Ziel war an sich Pancorbo, allerdings musste man sich angeblich dort anmelden. Durch den Pilger der auf mich zu kam erfuhr ich davon. Dies war mir schon etwas suspekt und als er mir dann erzählt hatte wie toll die letzte Unterkunft war, war dafür mich beschlossene Sache, dass ich noch weitere 16km fahren würde. Vor allem da es so gut wie nach unten ging. 😉
    Die Herberge war ein kleines Häuschen mitten in der Stadt. Im Gästebuch schrieb ein Gast, er hätte sich wie auf einer Insel gefühlt. Ich denke dies brach genau das Gefühl zum Ausdruck wenn man dort unterkam. Der Herbergsvater war auch wieder eine Sorte Mensch die die Freundlichkeit ausstrahlte. Und so fühlte ich mich, auch wenn ich alleine war sehr wohl.
    Im Kühlschrank befanden sich Eier und noch etwas Weißwein. Der Wein war mir egal aber die Eier hatten etwas. Nur wie kochen wenn es nur eine Mikrowelle gab. Ich hatte ja einen Gaskocher aber es musste doch auch in der Mikro irgendwie klappen. Gesagt, getan, ChatGPT hatte mal wieder eine Lösung auf meine Frage. Und so verrührte ich zwei Eier, stellte die Schüssel in die Mikro und darauf kam ein Teller. Zwischendurch immer mal wieder umrühren und voila ein perfektes Rührei. Mit den Leckereien die ich zwischendurch eingekauft hatte, ein traumhaftes Abendessen. ☺️

    Grüße aus Miranda 🤗
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  • Tag 33 Dulantzi 53,2km

    26. April 2025 in Spanien ⋅ ☀️ 13 °C

    Durch den kleinen Schlitz am Fenster konnte ich sehen, dass alles nass war und es noch regnete. 😢 An sich sollte ich spätestens um 8:30 aus meine Unterkunft sein. Da es aber Sonntag war und ich nicht glaubte dass ich rausgeworfen werde, blieb ich letztendlich bis 9:30. Heute standen die Meisten Höhenmetern an. Gespannt war ich 🙈 Im Endeffekt klappte es besser als gedacht. Im kleinsten Gang ging es nach oben ohne dass meine Muskeln streikten. 🍾
    Auf meinem Weg bekam ich einen weiteren Daumen nach oben von einem Autofahrer, wenn ich den von gestern mitzähle. Auch wenn die Spanier überwiegend Grußfaul sind, ist dies eine nette Geste. Meine Strecke reduzierte ich aber dennoch. Von geplanten 70km ging ich auf 53km runter. Ich hatte ja am Vortag 16km mehr gemacht und ließ meine Oberschenkel ein Wörtchen mitreden. ☺️ Die Herberge meinem eigentlich Ziel nahm keine Fahrräder auf. Sie sah auf den Bildern auch nicht so ansehnlich aus. So war mein Ziel auch klar. Die Herbergsmutter war sehr sympathisch und warf für mich gleich die Heizung an. Es dauerte nicht lange und es wurde mollig warm. Durch das Dörfchen schlenderte ich nach der obligatorischen Dusche. Es hatte sogar ein Bäcker auf. Wiederstehen konnte ich nicht und so gab es ein weiteres süßes Stückchen. Alleine blieb ich jedoch nicht in meiner Unterkunft. Es kam später noch ein Spanier hinzu, der fröhlich spanische Lieder trällerte, während er seine Wäsche im Waschbecken im Bad wusch. 😁 War soweit ganz nett 😁

    Süße Grüße 😉🎂
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  • Tag 34 Beasain 64,1km

    28. April 2025 in Spanien ⋅ ☀️ 12 °C

    Im Nebel ging es am Morgen auf die Straße, aber nicht lange. An Zwergponys radelte ich vorbei die ich etwas mit Gras fütterte, sowie einen schön schlammigen Weg. Komoot und Google führten mich beiden direkt hinein. Ich sah aus wie ein Dreckspatz. Zum Schluss musste ich mich noch an einem Auto mit Hänger vorbeiquetschen, dabei ging es schön durch Brenneseln. 🥴 Zum Glück gab es immer wieder Wasserstellen, wo es einmal eine Komplettwäsche meiner Schuhe und Beine gab. Beasein, mein heutiges Ziel erreichte ich fast ausgeruht, nachdem ich fast 20km nach unten rollen durfte. An den Temperatur merkt ich auch sofort, dass ich nich mehr auf den üblichen 800Hm war. Wie lange ich auf den 160Hm bleiben werde bin ich mal gespannt. Durch die Stadt ging es kurz nach einem Erholungsschlaf. Erstaunt war ich über die große Menschen Menge bzw. das bunte Treiben. Interessanter wurde es allerdings in der Albergue, wo zwei Italiener, Mauricio und sein Freund noch am Abend eintrudelten, die richtig Leben ins Häuschen brachten. Wir sangen noch italienische alte Klassiker, wobei die Zwei ihre Zweite Flasche Rotwein köpften.Weiterlesen

  • Tag 35 Höhenmeter 🙈🙃 47,43km

    29. April 2025 in Spanien ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Italiener wackelten noch etwas lädiert am Morgen los. Lustig waren sie aber auf jeden Fall! Die meiste Zeit ging es flach voran. Vor San Sebastian gab es zwei Herberge die in Frage kamen. Die Erste die ich anfuhr, als ich vor ihr stand, fand ich jetzt nicht so ansprechend. Bei der Zweiten wusste ich aber, dass es steil nach oben gehen und ein Kampf werden würde. Die Aussicht lockte mich aber dennoch. So radelte ich weiter, auch aufgrund der frühen Uhrzeit. Unten kaufte ich noch ein, denn oben würde es sicherlich keine Möglichkeit geben. Es ging nach oben und dies eeeecht steil!!! Ich schob und hielt immer wieder inne anders wäre es nicht gegangen. Kurz bevor ich oben war, kam auch die Verantwortliche für die Herberge. Sie drehte um und wartete zwischendurch im Auto. Voll toll!!! Hätte ich auch gerne gemacht. 😂 Sie war aber echt so lieb und half mir noch kurz bevor ich oben war noch ein Stück mit. Da war ich schon echt am Ende. Der Ausblick aufs Meer und die Stadt San Sebastian hatten sich aber sowas von gelohnt und ich wusste ja, dass ich am nächsten Tag die ganze Strecke wieder nach unten rollen durfte. 🍾
    In meine Unterkunft war ich ganz alleine. Dort fühlte ich mich zum ersten Mal irgendwie fehl am Platz und bei der Größe der Gebäudes eher verloren. Am Tag zuvor war die Strompanne in Spanien und Portugal, welche irgendwie Auswirkungen auf die Elektrik des Gebäudes bzw. auf die Beleuchtung hatte. Manche Lichtschalter funktionierten andere wiederum nicht. Eine Logik konnte ich nicht finden, dazu Mal auch alle Sicherungen drin waren.
    Ich schnappte meinen ganzen Kram samt Essen und setzten mich in den Fensterrahmen im ersten Stock der echt gigantisch schön breit war. Irgendwie hatte er genau meine Breite 😁 Mit Blick direkt auf Sonnenuntergang ging der Tag für mich zu Ende.

    Grüße aus der Höhe ☺️
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  • Tag 36 Irun 36,8km

    30. April 2025 in Spanien ⋅ ☀️ 17 °C

    So anstrengend es gestern war, so schön war es heute einfach den ganzen Weg nach unten rollen zu können. Es ging zu erst nach San Sebastian, was ich von meiner Albergue aus der Ferne schon gesehen hatte. Bis dorthin und in der Stadt hatte es top Radwege und sie selbst konnte sich definitiv auch sehen lassen. Es herrschte ein reges Treiben. Alle bereiteten sich so wie es aussah für den morgigen Feiertag vor. Fässer wurden durch die Gegend geschoben. Eine Sackkarre voller gefrorener Ferkel fuhr an mir vorbei, ich musste zwei mal schauen ob ich es richtig gesehen hatte. Der Marktplatz stand mit 7,5Tonnern voll. Ich genoss das Treiben und den Blick aufs Meer 🥰 Leider war auf meinen Weg nach Irun ein Stück an einer nicht so tollen Hauptstraße entlang. So schön die Radwege waren, aber die Städten sind nicht sonderlich gut verbunden. Es gab leider Streckenmäßig keine Alternative. Aber es ging alles gut. In die Herberge durften wir erst um 16:00. Ein Italiener war schon da, der echt nett war. Leider verstand ich nicht alles. Er sprach öfters auf mich ein. Teils konnte ich ihn aber zum Glück verstehen. Ich ging einkaufen und besorgte ein paar Eis, die ich später an die Ankömmlinge verteilte. Etwas Trail Magic zum Schluss. ☺️

    Letzten Grüße aus Spanien 🇪🇸
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  • Tag 37 Judith und Kai 79,5km

    1. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☀️ 17 °C

    Von Irun ging es sehr schnell über die Grenze nach Frankreich, entlang am Meer. Und was fällt einem sofort auf? Es ist wahnsinnig wie der unterschied zwischen den Spaniern und den Franzosen bezüglich des Grüßens sofort auffällt. Wo bei den Franzosen echt so gut wie alle einen freundlich wahrnehmen, so katastrophal ist es bei den Spaniern. Mir konnte bis jetzt keiner den Grund nennen aber die Zeit die ich dort verbrachte habe war es extrem auffällig. Ich kam mir echt wie ein Außerirdischer vor! Da war mir Frankreich deutlich lieber.
    Richtig schön war es am Meer entlang radeln zu können, auch wenn der Tourismus hier natürlich extrem bemerkbar ist. Nach einer Weile radelte ein Pärchen hinter mir her. Irgendwann kamen wir ins Gespräch. Kai und Judith aus Deutschland, die seit über drei Jahren mit dem Fahrrad durch Europa radeln. Die Zwei fand ich natürlich gleich spannend! Wie ich es liebe Menschen kennenzulernen die nicht nach der Norm leben. Wir radelten eine ganz Weile zusammen und aßen gemeinsam zu Mittag bevor sich unsere Wege leider wieder trennten. Die Telefonnummer wurden aber noch ausgetauscht.
    Ich suchte noch lange nach einem Zeltplatz. Entsprechend platt war ich als ich im Zelt lag. Die vielen Verbotsschilder machen es einem nicht gerade leicht.

    Grüße aus Frankreich 🤗
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  • Tag 38 Im Garten 81,7km

    2. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 18 °C

    Einmal am Meer frühstücken – das sollte ich zumindest einmal schaffen.
    Für den Nachmittag waren Regenwolken angesagt, aber das Frühstück sollte noch im Trockenen klappen. Also radelte ich ans Meer, schnappte mir eine Bank und beobachtete Surfer, wie sie die Wellen jagten. Hier kam richtiges Urlaubsfeeling auf! ☀️

    Bei einem kurzen Versorgungseinkauf wurde ich auf die vielen Aufkleber auf meinen Radtaschen angesprochen. Ich wurde für meine Reise beglückwünscht. Weiter ging es entlang des Meeres. Aufgrund einer Baustelle musste ich leider wieder zum Schieben übergehen – durch den vielen Sand war es nicht möglich zu fahren. Zum Glück war das Stück nicht allzu lang, und ich konnte bald wieder auf befestigten Wegen fahren.

    Meine Bekanntschaft aus dem Supermarkt begegnete mir noch einmal kurz – ihre Reise würde in Bordeaux enden.

    Leider lag der Wetterbericht nicht falsch. Der Regen kam, wie ich beim Überprüfen der Wetterlage über WetterOnline feststellen durfte. Neben mir hielt sogar ein Polizeiauto, um mir mitzuteilen, dass bald ein Gewitter mit Blitz angekündigt sei. Aus dem Unwetter wurde zum Glück nur ein Schauer, den ich unter einem Vordach neben einem Spielplatz im Trockenen abwarten konnte.

    Nach einer Stunde ging es für mich weiter – jetzt aber auf leeren Radwegen. 🍾
    Es war natürlich deutlich angenehmer, der Einzige auf der Radstrecke zu sein, im Vergleich zu den sonst belebten Wegen. Es hatte etwas Schönes! Die Sonne kam noch einmal heraus, und überall glitzerte es.

    Wildschweine durchkreuzten meine Nachtlager-Pläne an einem See. Der Boden war überall aufgewühlt – die lieben Tierchen hatten offenbar viele Eicheln gefunden. So suchte ich mir einen Ort, an dem ich mich sicher fühlte. Ich fragte bei einem Ferienhäuschen nach, wo gerade gefeiert wurde. Das Grundstück war groß, und man meinte, ich würde dort bestimmt ein Plätzchen finden. Ich fragte also, und das war überhaupt kein Problem. Ich durfte tatsächlich sogar noch duschen – das hatte ich wirklich nicht erwartet und freute mich umso mehr!

    Ich unterhielt mich ein wenig mit dem Gastgeber, bekam noch etwas zu trinken, und danach huschte ich ins Zelt, aß noch etwas zu Abend und schlief seelenruhig ein.

    Wildschweinsichere Grüße 😁
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  • Tag 39 Pessac 92,4km

    3. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☀️ 14 °C

    Patsch nass war mein Zelt. Warum auch immer 🙃 Ich vermute das liebe Meer. Wat soll’s, für was hab ich ein kleines Handtuch. Recht früh war ich wach und radelte in das Dorf auf der Suche nach meinem Frühstück. Fündig würde ich recht schnell und der Einkaufsladen waren genau gegenüber für meinen obligatorischen Liter Milch. 😁 Auch wenn ich gestern noch einige Kilometer hinter mich gebracht hatte, so hatte ich immer noch eine gute Strecke vor mir und ich musste spätestens um 18:30 da sein, denn meine Gastgeber waren am Abend nicht zu Hause, so musste ich die Kilometer hinter mich bringen. Zu meinem Erstaunen lief es echt super. Die meiste Zeit wars es flach und teils verlief die Route auch auf gut geteerten Wegen wo ich es echt Lauf lassen konnte. Eigentlich wollte ich meine Cousine auf diesem Abschnitt treffen, denn sie war auf dem Weg nach Spanien über Bordeaux. Jedoch hatten sie sich etwas verschätzt und zudem kam ihnen noch ein Stau in die Quere. So wurde daraus leider nichts. Zu meinem Glück traf ich jedoch früher bei meinen Gastgebern, Jeanne und François ein. Jeanne war alleine da und zeigte mir gleich alles. Von Haus über mein Reich bis zum Kühlschrank, was ich davon lies essen soll. So lieb! Danach ging es unter die Dusche und ich legte mein Zelt in den Garten zum trocknen. In der Zeit kam auch schon François. Ein Franzose mit einem echt super trockenen Humor. Die Zwei hatten leider dann nicht mehr viel Zeit. So war ich alleine und machte es mir in meinem kurzen, neuen zu Hause bequem.

    Erholsame Grüße 🧘
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  • Tag 40 Bordeaux 34,2km

    4. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem Frühstück wurde ich noch eingeladen mir ein Vesper für meine Tour durch Bordeaux zu richten. Wie daheim! So richtete ich mir mein Lunchpaket inkl. halben Coirssant und Pudding-Schnecke. 🥰 In die Waschmaschine durfte ich auch meine Sachen packen! Mit François fuhr ich dann zuerst noch auf den Markt, wo er jeden Sonntag für die Woche etwas Gemüse, Käse, Brot und sonstige Leckereien kauft. Dabei wurde mir angekommen dass ich gerne noch eine Nacht bleiben könnte wenn ich wollte. Dies nahm ich sehr gerne an. So konnte ich einen Tag Bordeaux erkunden und den anderen zum Ausruhen und dem lieben Internet nutzen.
    Tipps wonach überall hinradeln sollte hatte ich natürlich zuvor bekommen. So ging es in den städtischen Garten zum Mittagessen, über die Schiffsbrücke zum ehemaligen Zollamt bzw. Wasser-Spiegel uvm. An einem Flohmarkt kam ich zufällig auch noch vorbei, viel spannendes zu bieten hatte. Mein Rad war aber schon beladen genug weswegen es beim anschauen blieb. So ging es noch eine Weile durch die Stadt bis ich genügend von der Menschenmenge hatte. Zurück half François mir noch meinen Ständer etwas zu stabilisieren. Hoffentlich half es etwas 🧐 Meine Wäsche war wieder sauber und als kleines Dankeschön bereitete ich für das Abendessen eine Pudding zu.
    Ein weiterer schöner Tag geht zu Ende!

    Stabilisierte Grüße 😉
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  • Tag 41 Haustag

    5. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute war ein Haustag um gewisse Dinge wie FindPenguins nachzuarbeiten, weswegen es eher ruhig und eher etwas gefräßig war. 😉 Zwischendurch hatte ich noch ein Konzertfeelingden Jeanne übte auf ihrer Querflöte, was sich wirklich sehr schön anhörte.
    Seit Langem hatte ich mal wieder Linsen!!! Zum Abendessen gab es von mir einen Kaiserschmarren, davor Lauchtörtchen und leckerer Blauschimmelkäse von meinen zwei lieben Gastgebern.
    Leben wie Gott in Frankreich 😉

    Köstliche Grüße ☺️
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  • Tag 42 Richtung Dordogne 69,7km

    6. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute hieß es sich von Jeanne und Francois zu verabschieden. Wahnsinnig freundlich waren die Zwei. Eine Nacht war geplant und drei wurden daraus. François begleitet mich am Morgen noch ein gutes Stück, bevor es für mich alleine wieder weiter ging.
    Mein Wunsch war es, entlang der Dordogne zu radeln. Auf dem Weg legte ich eine kurze Pause ein. Ein Herrchen mit seinem Vierbeiner lief vorbei. So kamen wir ins Gespräch und schwups waren wir bei China. Er war fast in all denselben Städten in denen ich auch war. So klein kann die Welt sein. Über St. Emilion kam ich wie mir empfohlen wurde. Ein süßes kleines, touristisches Dörfchen, welcher überall Weinläden hat, der gehobeneren Getränke. 😉
    Mein Nachtlager schlug ich dann früher als gewöhnlich auf, aber der schöne Platz in den Reben hatte seinen Reiz und so hatte ich auch noch etwas Zeit eine Doku auf ARTE zu schauen.

    Traubenreiche Grüße 🤗
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  • Tag 43 Friedhof 88,9km

    7. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☀️ 9 °C

    Von meinem idyllischen Schlafplatz ging es nach Bergerac, dabei kreuzte ich mal wieder einer der Jakobswege. Durch Bergerac selbst lief auch einer. Hier wurde mir wieder viel Glück gewünscht, was ich zu Beginn nicht verstand. Erst als ich mit einem Kaffee Besitzer unterhielt, der sobald er in Rente ist mit dem Rad nach Santiago radeln möchte, verstand ich warum. 😁 Er zeigte mir auch einer der Wegweiser. Meine Muschel am Fahrradlenker ließen die Menschen glauben dass ich nach Spanien radeln würde.
    An sich fand ich die Stadt ganz nett aber wieso so viele diese richtig wunderschön fanden, konnte ich nicht nachvollziehen. Für mich ging es weiter entlang der Dordogne, wo ich neben einem Friedhof mein Schlafplatz fand.

    Ruhige Grüße 🧘
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  • Tag 44 Ein Bootsfahrt 53,1km

    8. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 14 °C

    Mein Plan, meine Haare zu waschen, im Internet zu surfen und meine Sachen in der Bibliothek zu laden, schlug leider fehl. Ich hatte den Feiertag, den 8. Mai vergessen. Weswegen natürlich auch die Bibliothek geschlossen war. So musste ich etwas improvisieren. Jedoch klappte es recht gut, meine Haare wuschig in einer öffentlichen Toilette, die echt sauber war. Und etwas lud ich mein Navigationsgerät und meine power Bank ganz nach Christine Thürmer in einer Kirche. Dies erledigte ich bequem während meiner Mittagspause, damit ich natürlich keine Zeit zum Radfahren verlor.
    Mein Highlight an dem Tag war die Überquerung der Dordogne mit einem kleinen Boot. Mein Glück hatte ich mal wieder eingepackt, denn genau heute war der erste Tag, an dem die Saison eröffnet wurde. Ich war tatsächlich die erste, die den Fluss mit einem Fahrrad in der Saison überquerte . Ein toller kostenloser Service. Der mir einen Umweg von 15 km ersparte. Zwischendurch unterhielt ich mich noch an einem Touri-Städtchen mit einem deutschen Ehepaar die hier für drei Woche Urlaub machen. Durch die beschloss ich dann nach Sarlat zu radeln. Sie waren nun zum dritten Mal Personen die meinten ich müsse dorthin. Somit war es beschlossene Sache, dass ich in den Norden fahren würde Richtung Limoges. Nach Domme ging es heute nicht mehr. Die Höhenmeter sparte ich mir für morgen.
    Obwohl alle am feiern waren fand ich eine Frau die aus dem Fenster schaute. Sie fragte ich ob ich mein Zelt in den Garten stellen dürfte. Somit hatte ich mein Nachtlager gefunden.

    Garten-Grüße 🏡♉️
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  • Tag 45 Domme, Sarlat,… 74,8km

    9. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 8 °C

    Alles war vom Nebel recht nass aber Dank meinen Handtücher konnte ich das Meiste einigermaßen trocken bekommen. Das erste Ziel war Domme. Erst dachte ich das kann ja heiter werden bei dem Nebel aber kaum war ich losgeradelt zeigte sich schon etwas die Sonne. Nach einem kleinen Spießrutenlauf auf der Suche nach einer Toilette, zum Glück gibt es Rathäuser, ging es den Berg nach oben. Morgensport! Oben scheinte die Sonne und nach einem Frühstück auf der Parkbank, schlenderte ich durch das Touri-Dörfchen.
    Es ist ein wunderschön erhaltenes Bastidendorf hoch über dem Fluss Dordogne. Umgeben von Stadtmauern bietet es nicht nur enge Gassen und historische Stadttore mit Templer-Graffiti, sondern auch einen traumhaften Blick ins Tal. Unter dem Ort versteckt sich sogar eine Tropfsteinhöhle! Diese ließ ich allerdings aus, bepackt wie ich war.
    Mit dem Rad bin ich am Zusammenfluss von Vézère und Dordogne vorbeigekommen – ein wunderschöner Ort bei Limeuil. Zwei Flüsse, die sich ruhig vereinen, umgeben von sanften Hügeln und viel Grün. Einfach schön! Nun hieß es sich von der Dordogne zu verabschieden! Es geht Richtung Norden.
    Am Nachmittag bin ich mit schließlich dem Rad durch die Gassen von Sarlat gerollt – und es fühlte sich wirklich an wie eine Filmkulisse. Kein Wunder, dass hier schon Filme wie Les Misérables oder Jeanne d’Arc gedreht wurden. Die goldenen Fassaden, das Kopfsteinpflaster und das besondere Licht verleihen der Altstadt eine fast magische Atmosphäre. Einfach treiben lassen und staunen – genau mein Ding. ☺️
    Am Abend war es etwas eine Schlafplatzsuche, bis eine ältere Dame mit ihrem typisch französischen Auto in die Hofeinfahrt fuhr. Dies nutze ich gleich! Voila, so hatte ich meinen traumhaften Schlafplatz unter der Brücke mit fließendem Wasser, dem Hof-Bach neben meinem Zelt. Komplett sauber und trocken von der Abendsonne ging es in meinen Schlafsack!

    Historische Grüße 😁
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  • Tag 46 WarmeShowers 52,9km

    10. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 11 °C

    Mit Sonne auf meinem Zelt und einen lieben Guten Morgen Gruß ging es in den Tag. Hier wurden definitiv ab jetzt Höhenmeter gemacht. Von Timing her aber genau richtig. Durch das sanfte steigern meiner Kondition war ich darauf vorbereitet auch längere Strecken im Sattel zu bleiben. Und es hat wunderbar geklappt! Ab und an ging es mit Schlangenlinien nach oben aber dies war voll ok. 😎
    Heute hatte ich ein Ziel, und zwar hatte ich einen WarmeShowers Platz ca. 30km vor Limoges. Ich hatte wieder richtig Glück! Ein eigenes Zimmer bekam ich und die erholsame Dusche folgte darauf ☺️ Super lecker hatte Cathy auch noch gekocht! Vier nette Gäste schauten uns auch beim Essen zu 😁 Cathy hat vier Hühner die wirklich alle sehr hübsch sind. Sie bekommen immer die Reste der Mahlzeiten, weswegen sie sobald sich jemand an den Tisch setzt, sich auf der Fensterbank niederlassen und auf ihren Happen warten.
    Im Dorf war wegen des 8.Mai auch der Rummel vor Ort. Dort ging es noch hin war wirklich echt noch lustig war. Wir spielten dieses typische Münz-Einwurf-Spiel, was sich sehr lange zog aber auch echt unterhaltsam war!
    Danach schlenderten wir wieder zurück und geradewegs in die Koje!

    Rummelige Grüße 😎😉😁
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  • Tag 47 Ruhetag

    11. Mai 2025 in Frankreich ⋅ 🌧 15 °C

    Heute war überwiegend Regen angesagt und mein WarmeShower-Platz gefiel mir auch sodass ich einfach ein Ruhetag einlegte. Zudem hatte ich auch noch viel im Internet zu erledigen, sodass ich es ganz angenehm fand pausieren zu können. Die Liebe in andere Leben eintauchen zu können habe ich immer noch nicht verloren. So bekam ich auch dieses meiner Gastgeber mit. Sonntags gab es mehrere leckere Gänge und später wurde dem Familie-Hobby nachgegangen, dem schauen von Radrennen. Die Hühner waren dabei die meiste Zeit treuer Begleiter vor dem Fenster. 😁 Später spielen wir gemeinsam noch eine Runde. In Frankreich stehen die kommende Woche die Abitur-Prüfungen an und Heloïse (Momo, Spitzname) die Tochter von Cathy darf hier durch. Sie hatte schon kräftig gelernt weswegen sie auch noch ein paar Runden mitspielte. Damit es aber nicht zu spät für sie wurde aßen wir recht früh zu Abend. Während des Kochens blätterte ich Cathys eigenes Kochbuch durch und fotografierte ein paar Leckereien. Mit Spagetti-Carbonara, Salat, Käse und Rabarberkuchen mit selbst gemachtem Joghurt wurden wir dann verwöhnt. Der Ruhetag hätte nicht angenehmer sein können.

    Verwöhnte Grüße 🤗☺️
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  • Tag 48 Limoges 71,9km

    12. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ☁️ 11 °C

    Den Versuch mein Backup meines Handys zu machen gab ich auf. Zwischendurch ging die Haustüre auf und ich bekam von meinem Gastgeber ein paar Socken entgegengeworfen ! Ein Geschenk mit dem Logo von seinem Fahrradladen. So lieb! Natürlich wurden diese gleich angezogen! 🥰 Ich kam erst um die Mittagszeit los. Cathy kam gerade heim als ich ready war. Ich drücke sie noch einmal und fuhr dann zu Thierry, zum Laden vor. Hier durfte ich noch meine Nadel auf seiner Landkarte verewigen und natürlich wurde auch noch ein Foto von mir gemacht.
    Ich kam erstaunlich gut voran. Die meiste Zeit ging es auch eher abwärts. In Limoges angekommen fuhr ich etwas kreuz und quer durch die Stadt um einen Eindruck von ihr zu bekommen. Bei einem Botanischen Garten der kostenlos war machte ich meine Mittagspause. Durch Zufall fuhr ich dann noch an der Uni Bib vorbei wo ich Dank eines Studenten W-LAN bekam. Leider reichte es auch nicht aus um mein Backup zu machen aber ein paar andere Doings konnte ich noch schnell erledigen.
    Die Stadt an sich war im Zentrum ganz ansehnlich, aber nicht so hübsch wie ich es erwartet hätte. Ich fuhr auch noch zum Bahnhof wie Cathy es mir empfohlen hatte und rollte dann auf dem Fahrradweg weiter.
    Als ich am verlassen der Stadt war fragte ich noch bei einem Haus ob sie meine Wasserflasche auffüllen würden. Natürlich wurde ich befragt und bekam sogar noch Bananen geschenkt. Mehrfach wurde ich auch gefragt ob ich nicht noch was anderes benötigten würde. Dankend lehnte ich ab und radelte nach der netten Unterhaltung nach einer Weile weiter. Lange fand ich nichts. Bei einer Frau die gerade dabei war ihren Sohn an der Haustüre abzutrocknen, versuchte ich mein Glück. Ich dachte aber im Vorhinein dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit nichts werden würde. Sie hatte einen Zaun ums Haus und der Garten war total kahl, bis auf Rasen, was eher nicht auf öffentliche Persönlichkeiten hinwiese. Ich sollte Recht behalten und radelte weiter. Mitten zwischen Feldern stand dann ein Hof. Ich hoffte und hörte beim langsam vorbeifahren auf Geräusche, als würde jemand unter dem Traktor liegen. Ich fuhr in die Auffahrt und tadaaaa. Ich hatte Glück! In die Scheune durfte ich mich legen! Ich bekam gezeigt wo ich Wasser bekommen könnte und sogar ein Stromkabel, was bis zum Scheunentor reichte wurde mir hingelegt. Sylvain hieß mein freundlicher Gastgeber. Ich Schloss die Scheunentore nachdem ich den Sonnenuntergang angeschaut hatte und war mehr als zufrieden mit meinem Quartier!

    Scheunen Grüße ✋
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  • Tag 49 Gewitterwolken 68,7km

    13. Mai 2025 in Frankreich ⋅ ⛅ 14 °C

    Es spielt bei reisen ohne festem Dach einfach immer eine Rolle, das liebe Wetter. Die Wettervorhersage sagte nichts Gutes voraus, aber bis es soweit sein sollte hatte ich noch etwas Luft. Lediglich ein Einkaufsladen wollte sich nicht auftun. In der Regel ergab sich immer was nur heute musste ich etwas geduldiger sein als sonst. In einem kleinen Dorf hatte ich dann doch Glück. Es gab einen kleinen Markt mit vier Ständen. Meine Milch bekam ich nicht aber Baguette und ein Schokoladencroissant. Die heutige Route ging überwiegend über ländliche Gegenden, was einfach was sehr schönes war zu sehen dass es solche abgeschiedenen Orte doch auch ganz nah zu meinem Heimatland noch gab. In Bénévent-l’Abbaye legte ich dann eine länger Pause ein. Es ist eine charmante Gemeinde im Département Creuse in der Region Nouvelle-Aquitaine im Zentrum Frankreichs. Der Ort ist reich an Geschichte, kulturellem Erbe und landschaftlicher Schönheit und hat wirklich viel zu bieten. Laut meinem Wetterradar zogen die Regenwolken so vorbei, dass wenn ich hier etwas Zeit verbringen würde, trocken weiter radeln konnte. Es gab einen E.Leclerc wo ich mich erst einmal eindeckte. Die Bib war auch ums Eck aber leider zu. Eine Bank hatten sie dennoch vor der Tür, wo ich mich auch nieder ließ bevor ich in den alten Stadtteil radelte. Eine riesige Jakobs-Muschel kreuzte dabei einmal wieder meinen Weg, welche in die Straße eingearbeitet war. Etwas Zeit verbrachte ich noch im Kräutergarten bevor ich wieder losradelte. Zwischendurch wurde ich wieder angehubt. Ich nahm an dass es sich um einen einheimischen gehandelt haben muss, der sicherlich meinte er müsse mir irgendwie mitteilen dass ich nicht auf dem Jakobsweg sei. Für viele etwas verwirrend mit meiner Muschel am Lenker. Mein Nachtlager befand sich heute seit langem mal wieder auf einem Feld, versteckt hinter einer Hecke, ich niemanden draussen vorfand.

    Trockene Grüße
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