• Michaela Dech-Stadter
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Immer rechts der Atlantik

Una aventura de 135 días de Michaela & Patrick Leer más
  • Österreich - Schnitzel

    29 de septiembre de 2023, Austria ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir machen einen Stop auf der Heimreise. Nepomuk hat scheinbar Bedenken wegen der einseitigen (Mangel)ernährung mit den Nudeln und hat sich ein Schnitzel bestellt. Das kann er jetzt fast nicht mehr ab- und erwarten. Da hilft auch der heimlich verputzte Kekszoo von Bahlsen und das Calippo zwischendurch nicht mehr. Wir hoffen, dass der Junge erst daheim kotzen muss. Planmäßig geben wir ihn gegen 19 Uhr bei seinen Eltern ab 😄.
    Unser Restaurant ist in Villach, nur 5 Minuten von der Autobahn entfernt und es hat auf Google sehr gute Bewertungen. Man scheint auf Bier und Schnitzel spezialisiert zu sein - das ist jedenfalls eine gute Kombination.
    Patrick wollte zuerst eigentlich ins Autobahnrestaurant Eisentratten, um dort ein Kindheitstrauma zu überwinden. Auf dem Heimweg von Jugoslawien hat Familie S. dort einmal zum Pinkeln angehalten. Das war der Punkt, an dem Nonno den Widerstand gegen das Anhalten aufgeben musste. Selbst gekotzt wurde damals während der Fahrt. Also natürlich aus dem Auto heraus. Die Spuren waren aber am Auto noch lange sichtbar , weil Nonno nicht so der leidenschaftliche Autopfleger ist. Er wartet eher auf Regen, der macht ein Auto dann schon sauber.
    Aber zurück nach Eisentratten: die Gaststätte wurde damals vom Wirt von Patricks Lieblingsitaliener in Pullach übernommen. Der hatte die beste Pizza überhaupt und Patrick sucht diese Pizza bis heute. Gut, auf Reisen der Familie S. war Pizza eben kein Thema ( Ihr erinnert Euch: Katzelmacher, Auto, Kniescheibe usw) und deswegen wollte Patrick heute doch endlich sein Glück probieren. Aber Google und Micky haben ihn überzeugt, dass Eisentratten eine blöde Idee ist.
    Also war Patrick wieder nicht in Eisentratten und bleibt auf der Suche nach der perfekten Pizza 🍕.
    Jetzt ist hier erstmal wieder nichts los. Wir starten am 09.10.23 nach England. Da schreiben wir wieder. Bleibt alle gesund und freut Euch des Lebens - es ist schön - auch ohne die perfekte Pizza.
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  • Abfahrt mit Hindernissen

    13 de octubre de 2023, Luxemburgo ⋅ ☁️ 19 °C

    Freunde der gepflegten Unterhaltung - wir sind wieder unterwegs. Deutlich verspätet, aber das können wir erklären . Erst war Anna krank, dann wollten wir Paul wiedersehen und die Sonne Kroatiens genießen, dann war ja auch noch Wiesn und der Nonno hatte Geburtstag, der Markus hat uns zur Wahl gegen die AFD Schwachmaten aufgerufen und dann wurde Micky krank. Rubel die Katz , so schnell sind 4 Wochen rum.
    Aber es war toll in München zu sein und unsere Lieben alle wiederzusehen.
    Heute morgen war es dann aber endlich soweit , wir starten um 10:30 Uhr in Richtung Luxemburg. Der Verkehr ist zäh und wir sind nicht sehr fix unterwegs. Trotzdem werden wir übermütig und überlegen, ob wir es vielleicht heute sogar bis nach Calais schaffen. Zur Erinnerung: wir wollen nach England 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿. Und während wir noch überlegen , ob wir das mit Luxemburg lassen und direkt nach Calais fahren, fällt Patrick ein, dass er ein wichtiges Medikament in München vergessen hat. Wir sind gerade an Ulm vorbeigefahren. Verdammte Axt, was machen wir. Ein Rezept für das Medikament würden wir sicher irgendwie bekommen, aber es bedeutet auf jeden Fall Aufwand das zu organisieren. Und der Ausgang ist offen. Am sichersten wäre es, nach München zurückzufahren und es zu holen. Zurück ? Nach dieser holprigen Abfahrt ?
    Moment , wir haben ja einen jungen Mitbewohner daheim, der aktuell physisch und psychisch vollkommen unterfordert ist. Japs, wir reden von Paul. Die große Überraschung - wir erreichen ihn telefonisch auf Anhieb und unser Lieblingssohn zögert keine Sekunde und sagt : "Klar bringe ich Euch das Zeug".
    Paul organisiert sich noch schnell einen Mitfahrer, dann macht der Ausflug sogar noch Spaß, und kommt zu uns.
    Das dauert zwar 2 Stunden, aber es erspart uns die Rückfahrt. Wir sind unendlich dankbar und vertreiben uns die Zeit mit einem Besuch im Nike Shop, wo Micky ihr 72 zigstes Paar Turnschuhe kauft. Die sind aber wirklich auch ganz anders, als die anderen 71 und sie sind gnadenlos reduziert auf 50 Euro. Da kann man einfach nicht nein sagen. 😎.
    Nach Nike waschen wir noch den Bulli und warten dann am vereinbarten Treffpunkt bei McDoof.
    Wir trinken mit Paul und Kathi noch einen Kaffee und machen uns dann deutlich verspätet auf den Weg nach Luxemburg. Calais muss noch warten.
    Der Verkehr wird noch hässlich und im Stau vor Pforzheim haben wir dann fast einen Toilettenzwischenfall oder vielmehr einen Zwischenfall mangels Toilette. Aber auch das meistern wir in letzter Sekunde und wir freuen uns einfach, dass wir wieder auf Achse sind.
    Abendessen gibt es nur noch in Form von Analogkäsechilliirgendwas bei Mc Dreck und hier entsteht auch das einzige Foto des Tages.
    Wir kommen um 21 Uhr in Luxemburg an und haben ein schönes Hotelzimmer. Der Check-In verläuft friedlich - das ist nicht selbstverständlich, weil Patrick seine Kreditkarte "als Sicherheit" hinterlegen soll. Das ist ein schwieriges Thema für Patrick, aber scheinbar stimmt die Müdigkeit und die Freude, dass es endlich weitergeht, ihn milde . Die Kreditkarte darf hinterlegt werden und der Mann der Rezeption ist wirklich extrem freundlich und hilfsbereit. Micky leitet daraus im Lift sofort einen neue Regel ab: ab jetzt darf Patrick sich erst beim Verlassen des Hotels aufregen, die Mitarbeiter höflich beleidigen, zurechtweisen, ankacken. Mal sehen, ob wir diese Regel wirklich durchhalten 😎
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  • Belgien - wieder nur der Länderpunkt

    14 de octubre de 2023, Bélgica ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir fahren durch Belgien und haben auf einmal unglaubliche Lust auf Pommes 🍟.
    Vermutlich ist das auch eines der Vorurteile, dass die Belgier den ganzen Tag nur Pommes futtern. Wir können es leider nicht überprüfen, weil an der Autobahn keine einzige Pommesbude war . Und mehr als die Autobahn sehen wir von Belgien heute leider nicht. Nachdem wir aber so viel Gutes von Belgien gehört haben, nehmen wir uns vor in naher Zukunft einmal einen Kurztrip nach Belgien zu starten ....mit ordentlich Pommes zwischendurchLeer más

  • Luxemburg, Nord-Pas-de-Calais, Bexhill

    14 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ☀️ 14 °C

    Eigentlich sind wir nur über Luxemburg gefahren, weil wir den Länderpunkt holen wollten. Aber heute morgen hat uns dann das Großherzogtum ein bisserl leid getan und deswegen haben wir uns dann doch noch zu einem kleinen Stadtspaziergang entschlossen - trotz Schwächelalarm bei Patrick….(Männerschnupfen, aber ganz, gaaanz schlimm…!)
    Und was soll ich sagen, Luxemburg ist wirklich wunderschön!
    Die Stadt teilt sich auf in die Altstadt (Grund), die sich im Tal an der Alzette entlangschlängelt und in die Oberstadt, wo der Chemin de la Corniche verläuft, ein echter Panoramarundgang.
    Aus gutem Grund haben wir uns vorgenommen, in jeder Kirche, die wir besichtigen, eine Kerze für den Frieden anzuzünden. Die Kathedrale unserer lieben Frau ist der Anfang. Und wir haben gleich zwei Kerzen genommen, weil es im Moment so scheisse läuft….
    Im Gegensatz zu Skandinavien, sind hier die Kirchen übrigens wieder bis 18.00 Uhr geöffnet…..
    Wir haben dann also Luxemburg hinter uns gelassen und sind Richtung Calais aufgebrochen, oder besser in die Region Nord-Pas-de-Calais….. das ist da, wo die Schtie‘s wohnen….
    Philippe Abrams wird ja in diesem Klassiker französischer Filmkunst in diese Region strafversetzt und fährt gaaaaanz laaaaangsam Richtung Bergue….😂Jetzt wissen wir endlich warum er im Auto weint…😜
    Wir sind ganz schnell gefahren und kamen auch nach fast 7 Stunden in Calais am Terminal an.
    Das ist schon beeindruckend….dieser Europatunnel….The Shuttle….und auch beeindruckend teuer…344 Euro einfach…! Patrick- unser Schatzmeister- musste kurz in die Tüte atmen, hat dann aber ohne weiteres Murren die Kreditkarte hingehalten.
    Das Einfahren in den Zug hat mich dann bisserl an den Film Italien Job erinnert, weil wir so seitlich reingefahren sind…Patrick hat den Bulli da besonders in die Kurve gelegt….😜
    Dann ging es los und genau 35 Minuten später waren wir dann in England.
    Nun hieß es Konzentration:LINKSVERKEHR!
    Kein Problem für Patrick. Als Berufskraftfahrer kann er sich auf jede Situation im Straßenverkehr blitzschnell einstellen.
    Jetzt sind wir in Bexhill, direkt am Meer. Micky hat extra ein Zimmer mit View gewählt.
    Wenn sie morgen früh ihre linke Wange ganz platt an die rechte untere Ecke des Fensters drückt, kann sie vielleicht das Wasser sehen- wenn es gerade da ist…😂
    Ach ja und ganz zum Schluss noch ein Foto von Mickys Schnäppchenturnschuhen sind die nicht schön….?😍
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  • Tokio muss leer sein

    15 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ☁️ 6 °C

    Wir starten heute morgen in Cooden Beach mit einem - Überraschung- Strandspaziergang.
    Es ist morgens frische 6 Grad kalt, aber die Sonne scheint volle Lotte und das veranlasst ein paar mutige Engländerinnen schwimmen zu gehen. Maximalrespekt an dieser Stelle.
    Unser erstes echtes Ziel ist Hastings, da brauchen wir mit dem Auto ca 20 Minuten hin, wir finden auch direkt einen Parkplatz, was mit dem Bulli samt Heckträger nicht selbstverständlich ist.
    Hastings hat eine süße Altstadt und natürlich einen riiiiiesssigen Pier. Im Sommer gehts hier vermutlich ordentlich ab, heute sind wir fast alleine. Es ist noch zu kalt, um jetzt Eis in der Sonne zu essen.
    Mit dem West Hill Lift gehts dann auf die Anhöhe über der Stadt und wir haben einen wunderbaren Blick über die Uferpromenade.
    Hastings war aber heute nur der Auftakt, wir wollen zum Beachy Head und den sieben Schwestern, einer steilen Felsenküste.
    Natürlich kostet der Parkplatz etwas und - wir sind nicht mehr in Skandinavien - man kann nur mit Münzen bezahlen. Alternativ gehts auch per App, die Versorgung mit schnellem Internet ist genauso gut, wie die englische Nationalmannschaft im Elfmeterschießen. Irgendwie schaffen wir es dennoch und wir machen uns auf zu einer kurzen Wanderung. Der Blick ist atemberaubend. Man kommt sich vor wie in einem Rosamunde Pilcher Roman, die spielen doch immer im Süden Englands 🤭.
    Frau Pilcher ist aber von einer Sekunde auf die andere weg, als wir die Horden von Japanern sehen, die allen Warnschildern zum Trotz direkt an der Klippenkante stehen und irgendwelche Fotos für Instagram und TikTok machen. Frauen mit Pornoschlauchbootlippen und Röcken, die eher Gürteln ähneln, scheinen momentan auf Social Media das Maß aller Dinge zu sein. In ganz natürlicher Pose vor einem Kreidefelsen. Die Männer sehen übrigens aus, wie diese Comichelden aus Japan. Die haben alle so Schlabberhosen an. Jetzt wäre sicher ein guter Zeitpunkt, Tokio zu besuchen. Die Tokioter sind ja alle hier in Beachy Head - inclusive Godzilla.
    Die Felsen sind aber trotz der japanischen Invasion wirklich beeindruckend. Wir schauen sie von oben an und gehen dann noch an den Strand um von unten nach oben zu sehen. Sieht aus jeder Perspektive wirklich gut aus.
    Unser nächster und letzter Stop für heute ist Brighton. Brigthon by sea - erinnert Ihr Euch an Eure Englischschulbücher? Da waren Herr und Frau Smith immer für eine cup of tea in Brighton. Brighton by sea. Japs , die Stadt gibts wirklich. Sie hat auch immerhin 300.000 Einwohner. Der Tee der Familie Smith sah immer so gediegen aus. Tatsächlich ist Brighton eher bisserl abgerockt. Aber das ist ganz England ja. Das kommt davon, wenn man einfach so aus Europa abhaut. Schämt Euch 😁.
    Patrick wurde ja ein Männerschnupfen unterstellt, tatsächlich ist er aber wirklich krank, also machen wir einen kurzen Stop im Hotel, ruhen uns aus und gehen dann nur noch zum Abendessen und auf dem Weg dorthin noch über den Brighton Pier. Hastings hatte schon einen Riesenpier, aber Brighton hat da wirklich mal einen rausgelassen. In Sachen Pier steht's klar 1:0 für Brighton. Das ist kein Pier, sondern eine Kleinstadt mit Vergnügungspark auf Stelzen. Und wenn Dich im Casino auf dem Pier keiner bescheisst, machen das die Möwen kurz danach auf dem Pier.
    Wir freuen uns auf morgen- da werden wir noch mehr von Brighton sehen und uns dann in Richtung Lulworth Cove machen.
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  • Taj Mahal in Brighton und Eis für Hunde

    16 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ 🌬 13 °C

    Heute Morgen sind wir in unserem klitzekleinen Zimmerchen aufgewacht (und wenn ich klitzeklein schreibe, meine ich das so…..das Klo war aus Platzgründen in der Dusche - kein Witz!) und haben draußen sogar ein wenig Sonne gesehen. So wie gestern geplant, wollten wir noch ein bisserl durch Brighton schlendern, bevor wir uns auf den Weg nach Lulworth Cove machen.
    Patrick hat sich noch schnell eine Ibu eingeworfen und dann konnte es auch schon losgehen. Wir sind dann direkt in den angesagten Stadtteil North Laine gelaufen, mit seinen vegetarischen Cafés, Vintage Klamotten- und Schmuckläden. Und mittendrin Taj Mahal ….😃 Das ist angesichts der englischen Vergangenheit zwar leicht erklärbar, aber dennoch ein wenig verrückt….Dann hat Micky noch ihren Freund Freddy getroffen und einen Kaffee bekommen. Der Weiterfahrt nach Portsmouth stand nun nichts mehr im Wege….😜
    Portsmouth ist - was wir nicht wussten - der größte Stützpunkt der Royal Navi. Deswegen rückblickend auch kein Wunder, dass plötzlich eine Fregatte an uns vorbeifuhr. Ich glaube nicht, dass wir schon mal ein Kriegsschiff gesehen haben, dass noch fahren kann….😜. Wir waren ein wenig beeindruckt….So sieht das also aus, wenn das Militär mit ausreichen Geld versorgt wird…..🙈
    Blöderweise erspähte Patrick am Horizont ein Hoovercraft…. (Micky weiß gar nicht wie er das gesehen hat…ist ja sonst blind wie ein Grottenolm) Wir mussten warten, bis es anlegte und dann auch wieder, bis es ablegte. Danach hat Micky noch eine kurze Einführung ins Thema Hoovercraft bekommen….Again what learned….😂
    Wir sind dann wieder ins Auto gestiegen und haben entschieden, dass wir ohne Southhampton zu besuchen, direkt nach Lulworth Cove fahren. Der Männerschnupfen von Patrick wird eine echte Männergrippe und Patrick kann nur noch Autofahren, aber sonst nix mehr. Beziehungsweise könnte er Autofahren, wenn die Engländer fahren und nicht am Kreisverkehr anstehen würden. Alle 2-5 Kilometer ein sogenannter Roundabout, der den Verkehr eher behindert als ihn fließen lässt…Das ist wirklich zermürbend. Trotzdem sind wir irgendwann in Lulworth Cove angekommen.
    Patrick hat sich dann erst einmal kurz hingelegt und ausgeruht.
    Unser Hotel, die Lulworth Lodge, ist einfach entzückend. We love it!
    Von hier aus gehen wir vor dem Abendessen noch an die Lulworth Cove und können nur staunen. Leider ist es zu windig, um die Drohne fliegen lassen….
    Auf dem Rückweg zum Hotel, kamen wir dann tatsächlich an einer Eisdiele vorbei, die auch Eis für Hunde verkauft….ist doch gemein, wenn nur Frauchen oder Herrchen ein Eis bekommen….😂
    Den Abend lassen wir dann noch mit einem Essen in unserem Hotel ausklingen und was soll ich sagen, die Engländer können doch kochen!
    Bevor wir morgen über Weymouth und Lyme Regis nach Exmouth fahren, wandern wir noch kurz über den South West Coast Path zu Durdle Door. Wir hoffen auf gutes Wetter.
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  • Triple A

    17 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ 🌬 15 °C

    Wir wachen in unserem putzigen Hotelzimmer sehr früh auf. Das Bett war toll, das Zimmer ist sauber und ausreichend groß- alles toll, nur die Lüftungsanlage, die irgendwie in der Nähe unseres Zimmers ist, hören wir die ganze Nacht und deswegen starten wir heute ein wenig früher in den Tag.
    Nach einem guten Frühstück, wandern wir eine gute Stunde zur Durdle Door. Das ist eine natürliche Felsbrücke an der Jurassic Coast. Der Weg geht über eine Anhöhe und er bietet wieder unglaubliche Aussichten auf das Meer, die schroffen Felsen und die Strände dazwischen. Der Wind peitscht das Meer 🌊 auf und weht die leichten Asiaten einfach weg. Vielleicht haben wir deswegen heute wenige Japaner und mehr Amerikaner gesehen. Der normale Amerikaner ist ja eher windsicher 😁.
    An der Beach gehen auch ein paar Mutige schwimmen und trauen sich sogar unter der Brücke durchzuschwimmen. Das ist wirklich mutig, weil die Wellen hoch sind und ein kurzer Aussetzer vermutlich am Felsen endet. Es geht alles gut, die Schwimmer sehen auch so aus, als ob sie das öfter machen würden.
    Wir reißen uns irgendwann los und fahren nach Weymouth. Wir bekommen an der Strandpromenade einen Parkplatz und gehen in Richtung Stadtmitte. Die Brandung ist schon ganz ordentlich. Es ist Ebbe und nur deswegen bekommen wir keine nassen Füße. Dafür haben wir dauernd Sand im Gesicht, den der Wind vom Strand in der ganzen Stadt verteilt. Selbst beim Abendessen haben wir Stunden später noch auf Sandkörner gebissen. In Weymouth hat man mit dem Strand, das Beste gesehen. Das ist ein Sommerbadeurlaubsort. Im Herbst ist hier wenig los. Und bei diesem Wind bleiben sogar die Einheimischen im Haus. Zu viel Sand ist in der Luft.
    Patrick nutzt den leeren Barbershop, um sich rasieren und sich eine mützenfreundliche Frisur verpassen zu lassen. Wieder einmal wird klar, dass ein Türke unter "kurz" etwas anderes versteht, als ein Münchner Versicherungsangestellter ....🙃. Wächst aber ja nach.
    Wir verlassen Weymouth und fahren nach Lyme Regis. Auf der Fahrt überlegen wir noch, ob sich der Abstecher lohnt. Er lohnt sich.
    Das Städtchen hat natürlich einen Riesenstrand, viele Shops für seine zahlungswilligen Touristen, das dreckigste Klo bisher in England, die verdammt nochmal engste Zufahrtstrassse, nette Cafés , einen wunderbar gepflegten Park und einen Supermarkt. Der Blick ist wieder einmal sensationell - also der Blick am und aufs Wasser, nicht der Blick in den Supermarkt.
    Unser finales Ziel heute ist Torquay. Warum wissen wir selbst nicht mehr so genau. Dort war die Hotelsituation auf Booking irgendwie recht gut. Wir kommen an und stellen fest: unser Hotelfavorit sieht eher abgeranzelt aus. Aber ganz in der Nähe ist noch ein Hotel und laut Booking sind noch Zimmer frei. Auf dem Parkplatz kommt uns ein Mann entgegen und fragt, ob er helfen kann. Kann er, wir wollen ein Zimmer für heute Nacht. Das Hotel sei aber bereits geschlossen und er ist auf dem Weg zum Abendessen. Kurze freundliche Konversation und er sperrt nochmals auf, gibt uns unser Zimmer , einen Restauranttipp und geht dann erst essen. Das machen wir auch und wir gehen ins älteste Pub des Ortes , das Hole in the wall. Und wie immer : Micky hat die große Fischauswahl und weil Patrick nichts isst, was besser schwimmen kann als er ( und er ist kein guter Schwimmer) , kann er sich zwischen Hühnerarsch mit Schneegestöber oder einem Burger entscheiden. Es wird wieder der Burger. Er ist ganz gut. Der von Nico ist deutlich besser , aber satt macht der Torquayburger auch. Micky s Fisch ist sensationell gut. Wir sind irgendwie beide heute Abend sehr zufrieden mit dem Tag. Wieder haben wir über 18.000 Schritte gemacht. Wir sind beide noch krank und deswegen vollkommen erschöpft . Hier nicht draußen herumzulaufen ist aber einfach keine Option. Es ist einfach absolutely amazing, atemberaubend.
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  • Ihr Tisch ist leider noch nicht fertig

    18 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute Morgen sind wir in unserem Hotel aufgewacht und es hat zum ersten Mal, seitdem wir hier in England sind, geregnet.
    Wir waren übrigens die einzigen Gäste. Das ist fast ein bisserl unheimlich….mussten an Psycho denken…haben deswegen lieber nicht geduscht…..😜
    Das Frühstück war dann auch ein wenig skurril…damit wir uns nicht so einsam fühlen waren die anderen Tische auch vollständig gedeckt….
    Unser nächstes Ziel war Exeter. Das haben wir gestern nicht mehr geschafft und obwohl es einen Umweg in Richtung Plymouth bedeutete, sind wir dorthin gefahren.
    Die Parklpatzsuche gestaltete sich etwas schwierig und zum Glück konnte Micky mit ihrem geschulten Auge einen Parkplatz klar machen, bevor Patrick die Nerven verlor und und den Besuch Exeters in Frage stellen konnte. Das.War.Ganz.Knapp!!!!!!!!
    Schließlich waren wir auch schon in der Innenstadt und Patrick wollte unbedingt eine neue Mütze. Hintergrund ist die Tatsache, dass er seine Mütze zu Hause vergessen hat und sich Mickys Zweitmütze ausleihen musste, die eigentlich pink und zum Glück eine Wendemütze ist. Patrick findet, die Mütze steht ihm nicht…Micky findet: ist doch egal, interessiert eh keinen…😜
    Patrick hat sich dann doch eine Mütze gekauft. Micky ist dann eingefallen, dass sie ihre Schuhe zu Hause vergessen hat….😂
    Nach diesen ganzen organisatorischen Dingen, sind wir dann zur Kathedrale St Peter gelaufen. Die Kathedrale wird gerade renoviert, was nicht dazu geführt hat, dass man weniger Eintritt bezahlen musste. Ist ja auch logisch…es werden ja schließlich für uns Besucher 10 Millionen Pfund in die Renovierung gesteckt, damit wir bald ein noch schöneres Besichtigungserlebnis haben. Also wir Besucher, sind die eigentlichen Profiteure.
    Und damit das Ganze eine noch bisserl kapitalistischere Note bekommt, muss man hier in Exeter auch nicht draußen mühsam einen Starbucks suchen, sondern bekommt gleich hier in der Kirche einen fair gehandelten und CO2-armen Kaffee to go.
    Wir haben dann noch die Kerzen für den Frieden angezündet und sind ohne Kaffee abgezogen.
    Anschließend wollten wir noch zum Quay, weil wir gelesen haben, dass das sehr schön sein soll.
    Als wir dort waren, hat leider fieser Regen eingesetzt und wir wollten nur noch schnellstmöglich ins Auto….
    Zum Glück hatten wir ohnehin für den heutigen Nachmittag eine kurze Auszeit von der Auszeit in Boringdon Hall Hotel & Spa geplant. Sind ja beide noch bisserl krank und wollten früh ins Hotel und uns ein wenig ausruhen. Dampfbad, vielleicht eine kleine Massage, entspannen.
    An der Rezeption hat dann die junge Dame Patrick erklärt was er müssen muss und die Stimmung war im Keller. Er musste dann noch 50 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, obwohl wir das Zimmer bereits im Voraus bezahlt hatten und schließlich waren die Anwendungen im Spa bis einschließlich Sonntag ausgebucht…..Patrick und Boringdon Hall werden keine Freunde mehr….😂
    Wir haben uns dann in die Bademäntel geschmissen und sind ins Dampfbad gegangen…Ganzkörperinhalieren….
    Im Anschluss dann das Abendessen. Unser Tisch war leider noch nicht frei, deswegen sollten wir an der Bar noch einen Drink bestellen.
    Ich wollte ein local beer und bekam ein San Miguel….da stimmt was nicht….😜
    Als wir an den Platz geführt wurden, war die Hälfte der Tische unbesetzt.
    Patrick hat dann publikumswirksam unter den Tischen nachgeschaut, wo die ganzen Gäste denn hin verschwunden sind. Die Kellnerin konnte es ihm auch nicht erklären…🙈
    Micky weiß nicht, ob die Portionen deswegen so klein waren, aber es war wirklich mühsam, satt zu werden.
    Morgen schauen wir uns Plymouth an, fahren dann die Küste entlang bis Fowey und über einen kurzen Stopp beim Eden Project nach Newquay.
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  • Do you have any allergies?

    19 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ⛅ 14 °C

    Wir könnten uns wirklich wegschmeißen: egal, ob wir im Hotel einchecken oder ins Restaurant gehen - wir werden gefragt, ob wir Allergien haben. Bis jetzt haben wir das immer verneint, heute hat Patrick sich beim Abendessen den Spaß gemacht und ein paar Allergien aufgezählt 😁. Das wurde zur Kenntnis genommen, eine weitere medizinische Beratung blieb aus und wir haben, trotz diverser Allergien, normal bestellen können. Mal sehen, ob wir morgen noch eine kompliziertere Allergie finden, zB gegen Pizza. Wir gehen übrigens zum Italiener ....
    Unser Tag war wieder einmal der Wahnsinn . Gestartet sind wir in Plymouth. Die Stadt ist mittelgroß, im Zentrum ziemlich hektisch und die Parkplatzsuche durchaus ein Problem. Unser Bus passt gerade so unter der Höhenkontrolle hindurch. Aber ein cm Luft reicht halt auch aus🙃.
    Wir gehen zum Hafen und frühstücken Englisch. Bleibt einem ja auch nichts anderes übrig. Das Essen ist und bleibt eine Herausforderung hier .
    In Plymouth ist alles "Drake". Die Straßen heißen hier so, Parkhäuser ( unter 2 M Einfahrtshöhe), Plätze, Pubs usw. Warum? Na weil der alte Francis Drake von Plymouth aus, mal die Spanier sauber verprügelt hat. Der Gedenkplatz am Wasser mit Drakestatue und Leuchtturm gefällt uns wirklich gut. Wir sitzen wie zwei Rentner auf einem Bankerl und schauen aufs Wasser 🙃.
    Das nächste Ziel ist die Whitsandbay. Die Anreise ist wirklich abenteuerlich. Auf dieser Straße darf Dir niemand entgegenkommen (passiert aber später noch). Die Straße wird breiter und schlängelt sich oberhalb der beeindruckenden Whitsandbay auf den Felsen entlang. Wir staunen und halten am ersten Parkplatz an. Der Weg nach unten zum Strand ist abenteuerlich. Es gibt keine Sicherung und die Steine sind tw wirklich rutschig. Unten angekommen, sind wir nur noch am Staunen. Wie schön kann Natur eigentlich sein? Es ist natürlich windig, die Brandung drischt auf den Sandstrand ein und der liegt einfach mal dick und breit auf einer Länge von ca 10 Kilometern vor uns. Das ist Wahnsinn hier. Einziger Nachteil von einem Sandstrand unterhalb einer Felsküste : der Weg nach oben 😂.
    Es sind heute wieder über 15.000 Schritte, wir sind richtig müde am Abend.
    Wir steuern unser Hotel in Newquay an, wo wir zwei Nächte bleiben werden. Das Hotel liegt direkt an der Fistralbeach - unser erster Sandstrand in England, der nicht am Ärmelkanal liegt. Hier kommen jetzt schon echte Atlantikwellen an und deswegen sind abends um 18 Uhr immer noch mind 250 Surfer im Wasser. Am Strand stehen nur VW Busse und in jedem liegen mind 12 boards und ein bis zwei erschöpfte oder besoffene Surfer. Unser Hotel liegt etwas oberhalb der beach und wir blicken genau auf das Surfspektakel. Wir fühlen uns jung und dynamisch. Diese Surfer um einen herum, geben einem so ein beschwingtes Gefühl. Das endet allerdings jäh, als wir sehen, dass in unserm Hotel überwiegend Rentner wohnen und gerade in der Lobby das Bingo für abends aufgebaut wird. Direkt schmerzt Patricks Hüfte wieder. 😃😃😃. Die Surfergefühle sind also den Rentnergefühlen gewichen ....
    Und was war jetzt mit dem Gegenverkehr heute noch ? Ihr ahnt es sicher - wir hatten heute eine Feindberührung mit einem entgegenkommenden Auto. Unser rechter Außenspiegel hat umgeklappt , das Glas ist herausgesprungen und der Spiegel hat seine drei Bauteile geöffnet. Unser Gegner hat nicht einmal angehalten. Der wusste , dass er Dreck am Stecken hat. Wir können das Glas wieder einsetzen und den Spiegel zu 90 Prozent wieder zusammenstecken. Das ist die Hauptsache - die Weiterfahrt ist nicht beeinträchtigt. Und unserem Unfallgegner sei gesagt : wir verfluchen Dich und wünschen Dir lebenslang englisches Brot zur Strafe . Morgens , mittags , abends .....
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  • Dogs are welcome

    20 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ 🌧 13 °C

    Eigentlich hatten wir uns überlegt heute Surfunterricht zu nehmen. Aber als wir heute morgen aus dem Fenster blickten, rollten meterhohe Wellen auf uns zu….diejenigen, die da schon im Wasser waren um zu surfen, konnten es ziemlich gut….Grundsätzlich zwar sportlich ausgesprochen talentiert (Micky bisserl mehr als Patrick) haben wir uns dann doch entschieden, lieber mit dem „Entdecken“ weiter zu machen…😜
    Unsere erste Station war Perranporth Beach. Sogar vom Parkplatz aus hatten wir eine wunderbare Aussicht über den Strand. Eigentlich wollten wir noch ein bisserl auf dem Sand laufen, der Regen hat uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Café Alcatraz war unsere Rettung. Hier sind Hunde willkommen….Am Anfang war es noch ganz ok. Rechts neben uns zwei süße Labradore, zwar bisserl gerochen, aber was soll’s…. Nach 20 Minuten sind wir geflüchtet. 10 nasse Menschen und 20 nasse Hunde auf 25 qm….
    Weiter ging’s zum Godrevy Beach. Auch hier hat uns der Regen eingeholt und wir konnten nicht viel rumlaufen. Trotzdem schön…aber wieder unfassbar viele Hunde. 25 Prozent aller englischen Haushalte haben mindestens einen Hund. In Deutschland sind es nicht mal 9 Prozent. Das merkt man!
    Nächster Stopp St.Yves….und die Sonne kam raus.
    Normalerweise wohl sehr überfüllt, war es heute ziemlich beschaulich. Wir sind durch die malerischen Gässchen gezogen, haben Cornish Pastrie gegessen und sind schließlich am Hafen gelandet, wo wegen Ebbe, die Schiffe auf Grund lagen. Das ist wie Weihnachten für Patrick…das musste er sich ganz genau ansehen.
    Nächster Stopp Lands End. Wir wussten schon, dass das sehr touristisch und eigentlich auch gar nicht so besonders ist, aber irgendwie trotzdem ein Muss, wenn man schon in der Nähe ist. Das Parken ist mit 7 Pfund viermal teurer als an allen anderen Parkplätzen Cornwalls und schwups, schon haben wir es bereut…. Patrick ein bisserl mehr als Micky..😜Aber weil es ja so teuer war, haben wir uns dann doch noch durch Sturm und Regen bis zur äußersten Kante vorgekämpft und Fotos gemacht. Und dann doch noch ein Lichtblick, eine kleine Ausstellung. Dazu muss man wissen, dass es in England ein geflügeltes Wort ist, zu sagen „from Lands End to John o‘Groats“. Das soll eine große Entfernung ausdrücken. Tatsächlich kann man diesen 1111 Meilen langen Land‘s End to John o‘Groats Walk pilgern.
    Das haben mehrere Menschen in unterschiedlicher Weise getan. Diese Geschichten, Weltrekorde und Bilder sind hier zu sehen.
    Micky hatte noch sehr viele Stationen auf ihrer To-See-Liste und hat Patrick durch ganz viele, sehr enge Straßen getrieben. In Lamora Cove hat Patrick gedacht, er muss den Bully ins Meer schmeißen, weil er da nicht mehr rauskommt. Und Micky gleich hinterher….Zum Glück hat er es nicht getan.
    Wir wollten ja noch zum St. Michaels Mount. Das ist das englische Pendant zum Mont Saint-Michel. Kennt nur Keiner…Leider fuhren wegen des Wetters schon früh die Fähren nicht mehr und somit konnten wir nur aus der Ferne staunen.
    Das Amphibienfahrzeug war dann noch ein echtes Patrick-Highlight….
    Völlig erschöpft sind wir dann wieder nach Newquay zurückgefahren. Sightseeing ist anstrengend!
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  • Bristol? Really?

    21 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ☁️ 9 °C

    Heute Nacht mussten wir die Fenster zumachen, weil der Sturm den Regen bis in unser Bett geweht hat. Es war wirklich richtig unbehaglich da draußen. Und heute früh waren, trotz ordentlich Brandung, auch erstmalig keine Surfer im Wasser. Also haben auch die Engländer eine Schmerzgrenze - nicht beim Essen, aber immerhin .
    Wir starten den Tag im Waschsalon. In direkter Nähe ist ein kleines Café mit sensationellem Cappuccino und genau den gönnen wir uns zwischen Waschen und Trocknen.
    Das eigentliche Ziel heute ist Stonehenge, das schließt aber schon um 15 Uhr, wir sind 270 Kilometer und zwei Waschmaschinen entfernt. Das wird also irgendwie knapp. Ein neuer Plan muss her und der sieht im ersten Entwurf so aus: wir fahren nach Bath und von dort aus morgen nach Stonehenge. Bath ist sehenswert und wir suchen dort ein Hotel. Das kostet ungefähr soviel wie die Tenne zum Streifwochende, also brauchen wir eine Alternative und die heißt Bristol. Sagt es Bristol nicht, aber wir sind nur aus Preisgründen hier -und wir wurden positiv überrascht. Dazu gleich mehr.
    Nachdem wir jetzt keinen Zeitdruck mehr haben, bleiben wir noch ein wenig in Newquay und kaufen eine Dryrobe. Das ist ein gefüttertes, wasserdichtes Zelt, das man sich gegen das englische Wetter überzieht. Und heute ist die Dryrobe DAS angesagte Kleidungsstück. Es regnet ohne Ende und der freundliche Sturm drückt den Regen von oben und von der Seite in jede offene Ritze - denkt Euch jetzt, was Ihr wollt 🤭.
    Trotzdem laufen wir durch die Stadt und finden wieder neue Strände und wunderbare Landschaften. Cornwall ist einfach schön 🥰.
    Gegen Mittag fahren wir nach Bristol und kommen am Nachmittag an. Wir lassen den Bulli stehen und machen uns auf den Weg in die Stadt.
    Erwartet haben wir nichts, gefunden haben wir eine aufgeweckte Stadt mit vielen gut gelaunten Menschen auf den Straßen. Das ist eine kleine ( sehr kleine ) Version von Kopenhagen. Sogar einen Radweg haben die hier, das ist für England eher ungewöhnlich.
    Die Kathedrale ist leider schon geschlossen , wir staunen einfach von außen .
    Am Wasser finden sich viele Bars und die Engländer starten hier gut gelaunt schon um 18 Uhr mit Drinks und Tanz in den Abend. Dabei trägt das Partyvolk maximal ein T-Shirt und wir sind mit unseren Mützen und Jacken sofort als Touristen erkennbar . Das ist jetzt nicht weiter schlimm, wir erkennen den gemeinen Engländer im Sommer in Italien ja auch sofort am Sonnenbrand und der aufgesprungenen Schweinebratenkruste am Nacken 🤭.
    Fazit der 3 Stunden in Bristol: wir entschuldigen uns aufrichtig dafür, dass wir uns hier nur aus finanziellen Gründen hin verlaufen haben . Bristol macht Spaß , ist hübsch und man kann hier sicher auch zwei spannende Tage verbringen. Und für Uli haben wir sogar noch eine Statue gefunden und fotografiert - leider war sie nicht nackig 🤔
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  • Das Bademanteltrauma

    22 de octubre de 2023, Gales ⋅ ⛅ 11 °C

    Wir sind in Wales, genauer gesagt in der Hauptstadt Cardiff, die mit fast 370.000 Einwohnern auch die größte Stadt Wales ist und befinden uns in einem Wellnesshotel.
    Warum diese Überschrift gewählt wurde und was das mit der Art des Hotels zu tun hat, dazu später mehr….😂😂😂
    Heute war ein großartiger Entdeckertag. Zunächst haben wir unser Hotel in Bristol verlassen um über die Clifton Suspension Bridge zu fahren. Sie ist das Wahrzeichen von Bristol. Wir haben dann noch einen kleinen Park gefunden, von wo aus man eine sehr schöne Sicht auf die Brücke und den Fluss Avon hat. Micky hat dann noch einen Kaffe und ein Croissant bekommen und schon konnten wir Richtung Stonehenge aufbrechen…
    Unser gebuchter Slot war um 11.30 Uhr und die Ankunftszeit war um 12.08 Uhr. Micky war schon bisserl nervös. Sie macht ja nicht so gerne so Verbotenes…😜Die gute Nachricht ist, wir durften rein. Allerdings mussten wir uns trotz prebooking noch einmal anstellen ( das ist eine Kernkompetenz der Briten…die stehen ganz super an!) und - ja kein Scherz- unser online-Ticket ausdrucken lassen….Da ist noch Luft nach oben!
    Das Ticket endlich in Händen, haben wir die Ausstellung geschwänzt und sind direkt Richtung Stonehenge gelaufen. 30 Minuten später waren wir mit ca. 300 anderen Personen an diesem mystischen Ort….Wir wollen gar nicht wissen, wie es hier in der High Season aussieht…🙈
    Es ist schon sehr beeindruckend, dass dieser „Tempel“ , ursprünglich zur Ahnenverehrung , 2.500 vor Christus errichtet wurde- ohne jegliche Maschinen, haben die Erbauer offensichtlich einfach die Hebelkraft genutzt, um die bis zu 40 Tonnen schwere Steine aufzustellen.
    Es ist doch schön zu sehen, wozu die Menschheit in der Lage ist….das lässt uns hoffen!
    Wir sind dann mit dem Bus zurückgefahren, haben uns eine vegetarische Pastry geteilt und sind Richtung Bath aufgebrochen.
    Schon zwei Parkplätze vergeblich angefahren wollte Patrick wohl schon aufgeben, da haben wir dann doch einen Platz für unseren Bully gefunden…in einem Cricket Club. Wusstet Ihr übrigens, dass das die weltweit von den meisten Menschen betriebene Sportart ist? Und warum? Wird u.a. in Indien gespielt…1,4 Milliarden Einwohner…..Das hat Micky heute alles gelernt - auf dem Weg vom Parkhaus zur Innenstadt von Bath…😃( und wann es olympisch wird übrigens auch …2028)
    Wir haben gehört, dass Bath sehr schön sein soll, aber wie schön es wirklich ist, hat uns umgehauen.
    Gegründet wurde Bath von den Römern um 70 nach Christus als eine Art großes Spa. Die Thermalquellen waren schon vorher da, aber einige prunkvollen Gebäuden aus dem gelblich schimmernden Bath Stone sind ebenfalls aus dieser Zeit. Später entdeckte Königin Elisabeth, die I. Bath und machte es zu einem Kurort für die gehobene Gesellschaft. Hier entstanden die georgianischen Gebäude wie z. Bsp. das Royal Crescent.
    Nach 13.000 Schritten waren wir froh wieder mit dem Auto weiterfahren zu können.
    Nächster Halt Cardiff. Wir haben eingecheckt, haben unsere Sachen aufs Zimmer gebracht und uns auf den Weg zum Abendessen gemacht.
    Ganz untypisch für Micky haben wir den Lift genommen. Im vierten Stock hält er noch mal an und zwei Leute steigen ein.
    Micky wusste gar nicht, wo sie hinschauen sollte. Ein ausgesprochen großlaibiger Mann (300 kg…schwör!) mit auseinanderklaffendem Bademantel und eine großlaibige Frau stiegen in den Aufzug und Micky hatte sofort Angst, dass der Lift überladen sein könnte.
    Während sie noch mit ihren Ängsten beschäftigt war, fing Patrick an zu kommunizieren.
    Patrick hat tatsächlich gefragt, ob der Bademantel vom Hotel ist , weil er so schön grün ist………..
    Daraufhin lachte der Mann, der Bademantel klaffte aufgrund der Bewegung weiter auf (🙈) und er sagte, dass der vom Hotel ihm nicht passen würde (Überraschung!) und die Frau sagte dann noch, dass er nicht mal ihr passen würde…..Darüber haben wir dann gemeinsam höflich gelacht und Micky war froh, dass sich der Lift im Erdgeschoss wieder öffnete - zum einen weil sie wirklich Angst wegen Überladung hatte und zum anderen, weil sie wirklich dringend laut und unhöflich lachen musste.
    Das hat sie dann gemeinsam mit Patrick getan, der diese Frage nur gestellt hat, weil er so ein Bademanteltrauma hat.Immer sind ihm die Ärmel zu kurz und der Mantel endet knapp unterhalb des Bauchnabels. Er hat sich einfach gefreut über die Vorstellung, mal selbst so einen riesigen grünen Bademantel in einem Wellnesshotel vorzufinden.
    Aber so geht das Bademanteltrauma nun weiter….
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  • Von Starnberg nach Berlin

    23 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ☁️ 11 °C

    Cardiff hat ein Castle oder zumindest Überreste davon. Das ist unser erster Sightseeingpunkt heute früh. Übernachtet haben wir an den alten docks, in die inzwischen ein kleines Kulturzentrum gebaut wurde. Hier findet man Museen, Restaurants und ein paar kleine Geschäfte. In die Stadt sind es 5 Kilometer, wir nehmen ein Uber und der sehr schweigsame Fahrer lässt uns direkt vor dem Castle raus. Nach dem Castle schlendern wir durch die Innenstadt. Hier trifft Tradition auf Moderne. Tatsächlich fügen sich Neubauten wirklich gut in die alte Bestandsbebauung ein. Besonders schön sind die kleinen Arcaden, die die beiden Hauptstraßen verbinden. In den Arcaden finden sich nur lokale Geschäfte. Die großen Ketten sind hier nicht vertreten. Das ist schön.
    Trotzdem wollen wir nochmals an die Docks und dort am Wasser entlang laufen. Es muss dort einen tollen Spazierweg geben. Also rufen wir wieder ein Uber und heute macht Micky einmal die ungeschickte Kommunikation , nachdem Patrick ja gestern das Bademantelkommunikationsdisaster gestartet hatte. Sie fragt den Uberfahrer , wo der Weg ist. Der Fahrer hatte einen nicht auszusprechenden Namen, war superfreundlich und sprach leider eine Mischung aus Afrikaans, Walisisch und Englisch. Jetzt holt sich jeder einmal eine Banane, steckt sich eine Hälfte in die linke Backentasche und die andere Hälfte in die rechte Backentasche. Dann sprecht Ihr bitte folgenden Satz: "is ei ferry butifol path, staaaat tirection pannah end sen ask sohmpotty" .
    Genau so hat es der Uberfahrer gesagt. Nicht einmal, sondern 34x , dann waren wir endlich angekommen. Den Spazierweg haben wir übrigens nicht gefunden 😁.
    Egal, wir verlassen Cardiff und machen uns auf den Weg nach Birmingham. Und das liebe Freunde, das sollte man nicht machen.
    Birmingham ist die zweitgrößte Stadt Englands und schafft es im europäischen Crime Index auf Platz 6 . Wenn man hier durch die Innenstadt geht, fühlt sich das an, als ob man in Berlin am NKZ wäre. Berlin ist übrigens in diesem Ranking nicht unter den TOP 10!
    Wir erleben also gerade einen Schock, wir kommen aus Cornwall , Bristol und Cardiff und kommen hier her. Das fühlt sich an, als ob wir von Starnberg nach Berlin gefahren wären.
    Wir laufen natürlich trotzdem durch die Innenstadt und besuchen sogar noch schnell die Kathedrale, die eigentlich schon zu ist, aber der Pfarrer hat wohl vergessen abzusperren, als er - was wissen wir - im Hinterzimmer irgendwas geraucht oder vernascht hat. Jedenfalls müssen wir gehen, als wir gerade die Kerzen suchen, die wir ja in jeder Kirche anzünden wollten. Die Kathedrale ist leider gerade in einer Renovierung, sie ist von außen und innen eingerüstet.
    Wir suchen ein Restaurant, leider gibt es nur Fastfoodketten und Subway, Burger King, Greggs usw sind so gar nicht unser Ding. Inzwischen ist es 19:30 Uhr und die Stadt leert sich, sie wird jetzt offensichtlich von der Nachtschicht übernommen und die sieht nicht so super vertrauenswürdig aus. Wir beschließen, ins Hotel zurückzulaufen, auf den Weg noch ein bisschen Käse zu kaufen und damit und einem Schnulzenfilm im Zimmer den Abend zu verbringen.
    Die Filmauswahl ist einseitig, jeder macht Vorschläge und Micky entscheidet dann in einem russischdemokratischen Verfahren, was wir ansehen.
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  • Ja, ist denn heut schon Weihnachten?

    24 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ⛅ 9 °C

    Nachdem wir gestern nicht so viel von Birmingham gesehen haben, wollten wir der Stadt heute noch einmal eine Chance geben und haben gegoogelt „Sehenswertes in Birmingham“. Als erste Antwort kam „Gas Street Basin“. Also haben wir das so in Google Maps eingegeben und sind 35 Minuten in den Westen der Stadt gelaufen, ohne genau zu wissen was uns da erwartet.
    Prompt laufen wir dann an einem Chriskindlmarkt vorbei, der am 2. November öffnet (!) und wohl nur aus deutschen Buden besteht….kein Witz! Überhaupt ist hier Weihnachten ein ganz großes Thema. In jedem Restaurant liegt bereits das Weihnachtmenü aus und man soll reservieren….Ganz zu schweigen von der Weihnachtsdekoration, die schon überall hängt. Für uns zu früh…sind ja auch noch im Sommerurlaub😜
    Schließlich standen wir dann am Gas Street Bassin und dachten das, was der Brite so gerne versonnen ausruft: amazing!
    Im 17. Jahrhundert begannen die Bauarbeiten am Kanalsystem im Birmingham, ursprünglich um Kohle aus den Minen in Worsley nach Manchester zu transportieren.
    Zur Blütezeit umfasste das Kanalsystem 272 km. Mit der Eisenbahn verloren die Kanäle an Bedeutung und verfielen. Zum Glück hat man sich in den 80er Jahren auf die geschichtliche Bedeutung des Kanalsystems besonnen und entschieden, das Potential auszuschöpfen und den ehemaligen Schandfleck zu restaurieren.
    Heute ist die Gegend eine perfekte Mischung aus Industriekultur und Ausgehviertel, aus Denkmalschutz und Moderne. Für Micky der schönste Ort in Birmingham!
    Nachdem unser Parkticket um 12.30 Uhr bereits ablief, mussten wir uns langsam Richtung Auto begeben. Micky will ja nichts Verbotenes machen und illegal parken….
    Wir sind also rechtzeitig bei unserem Bully und nun geht es Richtung Liverpool. Kaum eine halbe Stunde gefahren, sind wir müde.
    Wir fahren auf einen Truckerparkplatz, kippen die Lehnen zurück und schlafen erst einmal.
    Patrick schläft besonders gut auf dem Kissen mit meinen Stammtischmädels drauf…😜
    Nach 25 Minuten sind wir wieder wach und fahren weiter.
    Dann kommen wir nach Liverpool, und das erste was uns auffällt, ist: extrem viel Verkehr!
    Patrick ist schon so gut drin im Linksverkehr, dass Micky nicht weiß, ob er sich jemals in der Heimat wieder zurechtfindet.
    Wir finden unser Hotel und auch einen Parkplatz in der Nähe für den Bully und checken ein. Diesmal ganz ohne deposit…Patrick ist glücklich!
    Micky ist leider immer noch krank, hustet ohne Ende und Patrick geht noch einmal los, um Medikamente aus dem Auto zu holen. Rausgehen scheint heute keine Option mehr zu sein.
    Aber der Blick aus dem Hotelzimmer und eine IBU lassen den Entdeckergeist bei Micky zurückkehren.
    Wir gehen zu den Albert Docks, spazieren ein bisschen herum und blicken auf den Fluss Mersey. Sehr schön hier!
    Das Abendessen bei einem gemütlichen Italiener ist dann der krönende Abschluss dieses Tages, wenngleich Patrick gezwungen wurde 13,5 % Trinkgeld zu geben….😜
    Morgen gehts weiter…wir wandeln auf den Spuren der Beatles…
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  • Prayed and displayed

    25 de octubre de 2023, Inglaterra ⋅ ☁️ 12 °C

    Liverpool ist toll. Es gibt hier so viel zu sehen. Wo sollen wir anfangen?
    Für einen ersten Überblick nehmen wir an so einer supertouristischen Hop on hop off Bus Tour teil.
    Der Bus fährt uns einmal quer durch die Stadt, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es scheint die Sonne, der Bus ist oben offen, das sieht nach Sommerurlaub aus, ist es aber nicht. Es hat frische 6 Grad und der Nebel zieht vom River Mersey langsam in die Stadt. Die erste Station ist die Beatlesstatue. Die wurde 2015, 50 Jahre nach dem letzten Auftritt der Beatles in Liverpool, aufgestellt. Hier ist komplette Beatlemania, kein Wunder - kamen die 4 doch aus Liverpool und haben hier im Cavernclub ihre Weltkarriere gestartet. Wir sind später natürlich auch noch im Beatlesmuseum gewesen. Auch das war ganz sehenswert, aber das haben die Stockholmer mit dem ABBA Museum noch cooler gemacht.
    Das Wahrzeichen der Stadt ist der Liver-Bird, eine Kreuzung von Adler und Kormoran. Der Liver- Bird findet sich nicht nur im bekannten Logo des F.C. Liverpool, sondern auch auf dem Royal Liver Building, einem der Wahrzeichen der Stadt. Es wurde 1911 fertiggebaut und war eines der ersten Hochhäuser in Großbritannien.
    Liverpool wurde bereits 1207 gegründet , so richtig alte Gebäude und Sehenswürdigkeiten finden sich hier aber tatsächlich nicht. Liverpool war ewig lange vollkommen unbedeutend und wuchs nur sehr langsam. Erst im 19. Jahrhundert wurde Liverpool wegen seines Hafens wichtig und rasch wurden 40 Prozent des Welthandels hier abgewickelt.
    Im zweiten Weltkrieg wurde Liverpool schwer getroffen, die "bombed out church" erinnert noch sehr eindrucksvoll an die Schrecken des Krieges - man hat sie nie wieder aufgebaut, sondern nach dem Treffer mit einer Brandbombe einfach stehen lassen. Liverpool verliert laufen Einwohner , es ist unattraktiv hier zu leben. Der wirtschaftliche Niedergang verursacht bis 1985 ein Schrumpfen der Bevölkerung auf bis zu 460.000 Menschen. Vor dem Krieg lebten hier noch 850.000 Einwohner.
    Anfang der Neunzigerjahre setzt man auch auf Tourismus und bis heute legen zwischen Mai und Oktober bis zu 125 Kreuzfahrtschiffe hier an.
    Und zu sehen gibt es eben Einiges. Kathedralen scheinen es den Einwohnern überhaupt angetan zu haben. Es gibt derer gleich zwei. Beide sind auffällig. Die Liverpool Metropolitan Cathedral ist dabei besonders gewöhnungsbedürftig. Man nennt sie hier auch Wigwam. Schaut Euch das Bild an und Ihr versteht es. Unter der Kathedrale gibt es zudem ein Parkhaus. In England kostet wirklich jeder Parkplatz Geld, egal wie abgelegen er ist. Damit auch wirklich jeder bezahlt, stehen dort immer Schilder "paid and displayed?", also hast Du bezahlt und das Ticket sichtbar in die Scheibe gelegt ? An der Kirche nennt man das dann eben "prayed and displayed?".
    Wir laufen bis 16 Uhr wieder 15.000 Schritte und brauchen eine kurze Pause im Hotel. Heute Abend suchen wir uns wieder einen Italiener und gehen so der englischen Küche aus dem Weg. 🍔🤭. Morgen früh geht es dann nach Manchester, wir treffen Anna und Paul am Flughafen und sie begleiten uns für ein paar Tage durch Schottland.
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  • Keinbademanteltrauma

    26 de octubre de 2023, Escocia ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute Morgen schreckt Micky aus dem Tiefschlaf auf, weil sie geträumt hat, dass jemand laut an ihre Hotelzimmertür klopft. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit stellt sie fest, dass nicht an ihre Tür geklopft wird und dass es erst 5.00 Uhr ist. Schnell wird Patrick geweckt und auf den Weg geschickt, den Ruhestörer zu identifizieren und anschließend zur Rechenschaft zu ziehen. So geht Patrick selbstbewusst - natürlich nur in Unterhosen bekleidet - nach draußen und ruft - leicht erbost - in den Gang hinaus….“Hey, whats wrong“….Ein nicht sehr selbstbewusster Nackter, der mit Mühe versucht seine Unbedecktheit zu bedecken, erklärt ihm mit weinerlicher Stimme, dass er sich ausgesperrt hat. Seine Freundin, die sich im Zimmer befindet, hat ihn trotz Amokklopfen nicht gehört. ….Patrick hat Mitleid und ruft für ihn bei der Rezeption an. Natürlich stellt sich die Frage, wie es zu dieser Situation gekommen sein mag. Patrick ist sich sicher, dass der Ausgesperrte noch Schaum in den Haaren hatte. Und wir sind uns auch sicher, dass die Freundin die Türe nicht öffnen wollte…….🙈
    Nach diesem Keinbademanteltrauma war an Schlafen natürlich nicht mehr zu denken…wir haben sehr viel gelacht!
    So schlimm war das nicht, weil ja heute unsere Kids zu uns gekommen sind. Wir mussten unser Hotel in Liverpool bereits früh verlassen, um die Kids rechtzeitig am Flughafen in Manchester abzuholen. Es hat alles gut geklappt, der Flug kam rechtzeitig an und wir haben Anna und Paul auch auf diesem unübersichtlichen Flughafen tatsächlich gefunden. Weiter ging es nach Glasgow!
    Paul hat für diesen 12 tägigen Urlaub in Schottland zwei Dreiviertel-Sommerhosen, ein Sweatshirt und keine Jacke mitgenommen. Dazu ein paar Sneakers und nur 4 Unterhosen, weil die anderen in der Wäsche waren. Socken hat er keine dabei, weil er keine gefunden hat. So einfach…..😂
    Nachdem es hier 10 Grad hat und wahrscheinlich weiter im Norden noch kälter wird, hat Paul nun schon vor Weihnachten zu Weihnachten (😜) eine warme Jacke bekommen, 6 Unterhosen, 6 warme Socken, eine Jeans, eine Mütze und ein Sweatshirt bei H&M.
    Wir waren also in Glasgow erst einmal shoppen…..und morgen gehen wir das alles erst einmal waschen. Alles wie daheim…😜
    Wir sind dann zum Abendessen in einen Ramenladen gegangen. Micky und Patrick mussten warmen Sake trinken….Ihgittttttt!
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  • Schnitzeljagd

    27 de octubre de 2023, Escocia ⋅ ☁️ 11 °C

    Karin hat uns in Kopenhagen ja den Tipp mit der Schnitzeljagd gegeben und die haben wir auch inzwischen in ein paar Städten gemacht - heute war also Glasgow dran. Wir starten in der Innenstadt und übermütig wie Micky nun einmal ist, beantworten wir direkt die erste Frage falsch . Natürlich geht die Schnitzeljagd trotzdem weiter, aber wir können keine fehlerfreie Runde mehr abliefern und das wiederum stört Patrick. Paul ist überhaupt nur mittelmäßig interessiert und Anna ist direkt im Jagdfieber. Später rennt sie wie ein kleines Kind über den George Square, um die richtige Statue zu finden, die uns das nächste Rätsel freischalten wird. Es ist frisch draußen , aber trocken. Also legen wir heute wieder 15.000 Schritte zurück und haben großen Spaß, Glasgow zu entdecken. Und die Stadt macht auch wirklich Spaß.
    Hier finden sich viele alte Gebäude und dazwischen wieder Neubauten und direkt nebenan in bester Innenstadtlage vollkommen verwahrloste Häuser. Man fragt sich schon, was da los ist. Ein Blick ins Schaufenster eines Immobilienmaklers zeigt: die Immobilienpreise hier sind niedrig. Man kann in Premiumlage eine schöne Wohnung für 200.000 Pfund kaufen. Scheinbar lohnt sich dann ab einem gewissen Punkt eben eine Renovierung nicht mehr. Wir überlegen , ob wir nach dieser Recherche die Reise nach Glasgow von der Steuer absetzen können. Immerhin informiert sich Micky ja gerade über potentielle neue Geschäftsbereiche.....
    Glasgow war übrigens vor nicht gar zu langer Zeit die Mörderhauptstadt Europas. Das haben wir Gott sei Dank erst gestern Abend gelesen, als wir wieder im Hotel waren. Wobei, wir haben ja auch Birmingham überstanden, also werden wir auch das hier packen. Und tatsächlich hat Glasgow aufgeräumt. Nicht den Müll, hier sieht es wirklich aus, wie auf der Wiesn um 23:00Uhr, also wenn die normalen Besucher alle weg sind (und nur noch die Aufgetakelten beim Käfer rumhängen) und man den Dreck am Boden sehen kann. Heute ist Glasgow durchschnittlich kriminell und auf jeden Fall eine Reise wert.
    Unsere Schnitzeljagd haben wir übrigens mit 85 Prozent richtiger Antworten beim ersten Lösungsversuch gut zu Ende gebracht.
    Paul hat uns beim Spaziergang durch die Stadt, dann noch ein paar schlaue Referate gehalten und nahezu ununterbrochen geredet. Der Junge muss wirklich später mal beim Radio arbeiten. Oder als Stadionsprecher - irgend etwas mit viel reden.
    Am Abend gab es dann noch Pizza beim Italiener und eine Uberheimfahrt mit einer Geschichte über gestohlenes Erbe , schlimme Rechtsanwälte, traurige Beerdigungen und ein paar Vorurteile über diverse Ethnien. Wer uns die erzählt hat? Na der Uberfahrer natürlich. Er hat alles in den 6 Minuten Fahrt untergebracht . Der Tag war schön, wir sind müde und freuen uns auf morgen.
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  • Auf dem Weg nach Glencoe

    28 de octubre de 2023, Escocia ⋅ ☁️ 9 °C

    Unser Morgen in Glasgow beginnt so mittel. Micky ist jetzt wirklich richtig krank und nach kurzer Rücksprache mit Ihrer Leibärztin (😜) muss sie jetzt Antibiotikum nehmen. Trotzdem entschließen wir uns in die Highlands zu fahren. Vorher müssen wir jedoch noch waschen. Die erste angefahrene Launderette ist Micky zu dreckig, deswegen fahren wir zur zweiten Option. Die 24h Launderette Revolution. Warum das eine Revolution ist, merken wir, als wir dort sind: Ein Waschsalon an der Tankstelle.
    Um es mit Patricks Worten zu sagen: wie geil ist das denn!
    Wir stopften unsere Wäsche in zwei Maschinen und warteten. 30 Minuten Waschen und 30 Minuten Trocknen. Leider sieht man da auch Dinge, die man nicht sehen will. Zum Beispiel Menschen, die in ausgewiesenen Menschenwaschmaschinen illegalerweise Hundekörbchen waschen…..😩So ist das auf Reisen…das Abenteuer hat seinen Hygienepreis…
    Patrick hat beim Ausleeren der Maschine fast nichts (😤)auf den dreckigen Boden geworfen, aber nur weil Anna ihm geholfen hat. Im Bus haben wir dann alles schön zusammengelegt und verstaut. Jetzt ging es los nach Glencoe. Nach etwas über einer Stunde stolpern wir zufällig in das „The real Food Café“ in Tyndram. Dort soll es die weltbesten Fish&Chips geben…und so ist es. Patrick und Paul haben aber keine Sinne frei für diese kulinarischen Genüsse, weil es läuft ja …..was wohl? Fußball! Micky und Anna probieren sich dafür durch die homemade scottisch lemonade und freuen sich.😎Wir fahren dann weiter und hören „heute im Stadion“ und erst als die Bayern uneinholbar in Führung liegen, können Paul und Patrick die Landschaft auch bewundern.
    Ein absoluter Wahnsinn! Karg, mystisch, weit!
    Schließlich kommen wir am Ballachulish Hotel am Loch Linnhe an. Der Loch Linnhe ist kein See, sondern eine Meeresbucht in den Highlands, nahe der Westküste Schottlands. Das Hotel erinnert ein bisserl an Harry Potter und wir sind verzaubert. Wir reservieren auch gleich für das Abendessen im Restaurant. Micky legt sich erst mal ins Bett und schläft ein bisschen. So kann sie auch um 19.15 Uhr mit zum Essen gehen.
    Wir treten ein und stoßen auf eine Menschenschlange. Hier warten alle, um „geseated“ zu werden. Auch wir. Nach 15 Minuten bringt uns die freundliche Kellnerin zu einem Tisch im Off….außerhalb des eigentlichen Restaurants. Micky hat die Stühle nicht fotografiert, aber das macht sie Morgen zum Frühstück. Jeder für sich ein kleines Biotop.…….🙈 Hier wird dann auch nach weiteren 15 Minuten unsere Bestellung aufgenommen. Wir wechseln dann zumindest den Tisch (und die Stühle), weil wir nicht weiter am Katzenbankerl sitzen wollen. Unser Essen kommt auch schon nach knapp unter einer Stunde, unsere Getränke kommen nie. Egal, wir hatten dann eh schon keinen Durst mehr…😜
    Morgen geht es weiter auf die Isle of Skye.
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  • Loch Lochy

    29 de octubre de 2023, Escocia ⋅ 🌬 9 °C

    In Schottland gibt es über 31.000 Lochs. Das sind stehende Binnengewässer und manchmal auch schmale Meeresbuchten. Wir fahren gefühlt von Loch zu Loch und können im Navi den jeweiligen Lochnamen sehen. Das bekannteste Loch kennt vermutlich fast jeder Mensch. Es ist Loch Ness. Es gibt auch ein Loch Anna und ein Loch Patrick, ein Loch Micky gibt es nicht und wenn man Loch Paul googelt, wird man auf die website eines Bestatters in Traunstein weitergeleitet.
    Der lustigste Name , der uns heute angezeigt wurde, war das Loch Lochy - so eine schöne Alliteration auf den jeweils ersten 4 Buchstaben 🤭.
    Unser Frühstück begann mit Blick auf das Loch Leven (auch eine Alliteration!). Aber auch nur, weil wir uns freundlich gegen den Tisch im abgeranzelten Saal des Hotels Ballachulish zur Wehr setzen. Die Diskussion mit dem Hotelmitarbeiter können wir locker führen, weil es sich um ein Selbstbedienungsbuffet handelt. Man darf ja niemals , wirklich niemals, dem Menschen blöd kommen, der einem später das Essen bringen soll. Den Finger in die Suppe zu halten ist vermutlich die schwächste Rache am unangenehmen Gast😁🤭. Unser ausgehandelter Tisch bietet wirklich einen schönen Blick, leider klebt er vor Dreck - das passt zum Hotel Ballachulish. Hier ist schon der Neubau 75 Jahre alt und auch damals letztmalig gründlich gereinigt worden. Wir hoffen auf ein gutes Immunsystem und längere Betten im nächsten Hotel.
    Wir verlassen das Haus nach dem Frühstück und fahren an der Küste entlang nach Fort William. Micky ist leider inzwischen richtig krank , eigentlich war sie noch gar nie so richtig fit seit 4 Wochen. Also parken wir Micky und den Bus mit schöner Aussicht und Standheizung am Hafen und machen einen Spaziergang durch Fort William. Das geht fix und ist jetzt nicht sooooo atemberaubend. Warum wir dann trotzdem hier geblieben sind ? Wir müssen ein bisschen Zeit von der Uhr nehmen, weil wir um 15:21 Uhr am Viadukt von Glenfinnan sein wollen. Genau dann überquert der Zug heute, angetrieben von einer alten Dampflok , das Viadukt. Ihr kennt das Viadukt und den Zug ggf aus den Harry Potter Filmen. Dort ist das der Hogwarts Express.
    Wir kommen mit einem Puffer von einer Stunde am Parkplatz an, Micky kämpft sich noch bis zum Viadukt mit, den Aufstieg auf den Berg, um den Zug von oben zu sehen, schafft sie leider nicht und geht wieder zum Bulli.
    Wir diskutieren noch, ob wir den Berg links oder rechts vom Viadukt nehmen, weil wir den Zug natürlich von vorne sehen wollen. Es ist trotz der erwarteten Ankunftszeit um 15:21 Uhr noch die Vormittagsfahrt, also muss man auf den rechten Berg um den Zug von vorne sehen. Wir klettern über Steine und durch Matsch, bis Paul mit seinen hochalpinen Stan Smith Sneaker ausrutscht und im Dreck landet. Aber - großen Respekt - bei seiner Körperbeherrschung wird er überraschend nur ein wenig dreckig. Patrick wäre in dieser Matschpfütze ertrunken.
    Während wir warten, finden wir im Netz den Fahrplan des Zuges und stellen erleichtert fest: wir stehen auf der richtigen Seite für ein Foto von vorne - wenn der Zug nicht vorgestern das letzte Mal gefahren wäre . Die nächste Fahrt findet am 02.04.2024 statt. Paul geht zum Auto und zieht sich um. Patrick und Anna warten noch 30 Minuten. Vielleicht stimmt der Fahrplan ja nicht und der Zug hat nur Verspätung. Es kann ja sein, dass die GDL auch hier streikt oder die Deutsche Bahn die Strecke inzwischen betreibt. Oder das zumindest ein anderer Zug kommt. Irgendwie kann das doch jetzt nicht sein. Wir wollen das einfach nicht glauben , dass das nicht klappen soll. Normalerweise stehen an dieser Stelle wohl bis zu 200 Menschen, wir sind heute alleine. Verdammte Axt - da kommt kein Zug. Wir steigen ab und freuen uns auf das warme Auto.
    Dort erfahren wir, dass auch die Fähre , die uns auf die Isle of Skye bringen sollte , nicht fährt. Wir müssen also zurück und einen Umweg fahren und die einzige Brücke nehmen.
    Das hat zur Folge, dass wir erst um 19 Uhr in Portree im Hotel eintreffen. Und es ist dunkel. Richtig dunkel. So dunkel, dass man wirklich gar nichts mehr sehen kann. Autofahren ist jetzt spaßbefreit und von jedem entgegenkommenden Auto werden wir angeblendet. Die Engländer denken nämlich , dass wir mit Fernlicht fahren. Machen wir aber nicht , wir haben halt ein normales Auto, bei dem das Licht nach vorne rechts geht und damit fahren wir auf der falschen Seite, so dass wir den Gegenverkehr natürlich blenden müssen .
    Unser Hotel ist das Bracken Hide Hotel. Das sind kleine Häuschen, die am Hang stehen und wohl einen schönen Blick auf Portree ermöglichen. Das Ganze ist etwas spartanisch , dafür unverschämt teuer und ob es sich lohnt , sagen wir Euch morgen. Heute war es zu dunkel , um noch irgendetwas zu sehen.
    Wir stecken Micky ins Bett und holen im Ort Pizza. Die essen wir zusammen im Bett und schauen dabei "Trio mit 4 Fäusten" . Familienabend bei Stadters 🤭.
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  • La Isla Bonita

    30 de octubre de 2023, Escocia ⋅ ⛅ 7 °C

    Heute Morgen wachen wir in unserem kleinen Hüttchen auf und staunen über diese tolle Aussicht. Nach einem Frühstücksbuffet, dass alle Wünsche offen lässt ( labbrige Croissants vom Vortag, Marmelade und Naturjoghurt) machen wir uns auf den Weg zu den Fairy Pools. Die Isle of Skye oder auch schottisch-gälisch An t-Eilean Sgitheanach oder deutsch Insel des Nebels macht heute ihrem Namen keine Ehre. Das Wetter ist sensationell. Der Weg zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der inneren Hebriden ist an sich schon sehenswert. Wir halten alle 10 Minuten an, springen aus dem Auto und staunen. Nur Micky macht da nicht mit. Springen kann sie im Moment nicht, sie staunt aus dem Bully raus….Bei den Fairy Pools angekommen wird Micky von der Truppe im Auto zurückgelassen, sie darf sich nicht anstrengen. Anna, Paul und Patrick wandern los und freuen sich auf großartige Bilder. Am Ende haben sie ähnliche Wasserläufe schon in den Alpen gesehen und sind nur mittelbegeistert. Für Micky ist das gut, weil so hat sie nicht so wahnsinnig viel verpasst. Schön ist, dass man hier umsonst aufs Klo gehen kann, das ist in UK nicht selbstverständlich. Der nächste Stopp ist Dunvegan Castle. Das ist natürlich seit gestern geschlossen, wir fahren trotzdem hin, weil sich Patrick sicher ist, dass wir da schon reinkommen. Wir kommen nicht rein. Das Tor ist verschlossen. Patrick fährt dann einfach eine Straße entlang, auf der man nicht mit großen Autos fahren sollte und nach einigen Ausweichmanövern und Fastkarambolagen kommen wir ans Wasser. Es ist so schön hier, dass Patrick trotz Wind die Drohne rausholt und Paul und Anna sogar ihr Handy im Bus vergessen….( neee, das passiert nie….😜) und : wir können sogar das Schloss sehen!😜
    Abendessen heute wieder beim Italiener, weil wir nach dem Frühstück das Vertrauen in die kulinarischen Fähigkeiten unseres Hotels verloren haben.
    Ein wirklich schöner Tag geht zu Ende und wir freuen uns schon auf Morgen.
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  • Nessi

    31 de octubre de 2023, Escocia ⋅ ☁️ 5 °C

    Was gibt es zu erzählen ? Die Nacht war bei den Kindern sehr kalt, weil die Heizung ausgefallen ist. Wir hatten heute tagsüber in den Highlands manchmal nur 3 Grad. Die Schotten haben heute die Straße gesalzen, damit es kein Glatteis gibt. Unsere Kinder waren heute morgen ungewöhnlich ruhig. Vielleicht waren sie noch steifgefroren. 🤭.
    Unser Weg führt uns nochmals vorbei an unglaublichen Landschaften und ewig vielen Lochs, bis wir beim bekanntesten Loch ankommen - dem Loch Ness. Wir müssen uns entscheiden, wo wir Nessi suchen wollen . In Drumnadrochit wurde 1934 das legendäre Foto von Nessi aufgenommen, das den ganzen Hype ausgelöst hat. Dort ist auch ein Nessi visitor center. Die Alternative ist Fort Augustus, das ganz im Süden von Loch Ness ist. Hier ist er Blick wohl schöner. Wir entscheiden uns für Fort Augustus, zumal wir heute auch noch nach Edinburgh wollen und die Fahrt südlich um Loch Ness verkürzt die Fahrzeit um 45 Minuten.
    Der Weg von Fort Augustus nach Edinburgh führt quer durch die Highlands und durch den Cairngorms National Park. Seht Euch die Bilder an. Es ist einfach wunderschön in Schottland. Wer noch nicht hier war - komm her. Das muss man gesehen haben. Vergesst aber keinesfalls eine dicke Jacke und die Mütze. Ohne die beiden Kleidungsstücke kann ein Nichtschotte definitiv nicht überleben.
    Morgen schauen wir uns Edinburgh an und entscheiden dann am Donnerstag Morgen, was wir weiter machen.
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  • Festung am Hügelhang

    1 de noviembre de 2023, Escocia ⋅ 🌙 7 °C

    Schon als wir gestern Abend in die Stadt Edinburgh hineingefahren sind, haben wir sofort gesehen, wie schön es hier ist. Leider haben wir heute mit dem Wetter kein Glück, es regnet und ist windig. Wir verlassen dennoch um 10.30 Uhr das Hotel, um einen schönen Ort zum Frühstücken zu suchen. Wir finden - real scottish - Le Petit Café . Dort gibt es das ein gutes Pain au chocolat und wir fühlen uns sofort heimisch. Anna will unbedingt eine Whiskey-Distillerie besichtigen, deswegen buchen wir die Holyrood Distillery. Der Uber holt uns direkt vor dem Café ab, damit wir nicht wegschwimmen und bringt uns direkt vor die Tür der Distillery. Die Tour ist dann eher enttäuschend. Ein junges Unternehmen, seit vier Jahren am Markt, aber hochinnovativ….so der Tenor. Warum dieses Unternehmen so innovativ ist, haben wir leider nicht verstanden…Die sprechen aber auch echt ein krasses Englisch, diese Schotten….😂 Der Holyrood- Whisky schmeckt uns nicht, aber Paul will unbedingt einen Whisky mit nach Hause nehmen. Deswegen also rein in den nächsten Spirituosenladen und beraten lassen….natürlich auf der Royal Mile, der Flaniermeile in Edinburgh.
    Und wer berät uns? Ein Franzose! Der kennt sich gut aus, wir probieren und riechen und am Schluss entscheidet Micky. Und wie hat sie den Whiskey für Paul ausgewählt? Natürlich nach der Optik. So eine schöne Flasche!!!!!
    Und dann will Patrick noch einen Schottenrock kaufen, er hat ja schließlich echt gute Beine…Wir gehen in den nächsten Laden und lassen uns beraten. Wir wählen ein einfarbiges Modell.
    Wir haben Hunger und entscheiden uns für Pastries. Aber keinesfalls mit Haggies….gefüllter Schafsmagen? Das sollen Andere essen!
    Leider ist Micky immer noch sehr angeschlagen, deswegen wählen wir heute zur Stadtbesichtigung wieder die Hop On/Hop Off - Tour. Wir fahren dann eine Stunde durch das verregnete Edinburgh und steigen wegen des Wetters nirgends aus.
    Und wir laufen auch nicht auf den Arthurs Seat - den Kegel eines erloschenen Vulkans mitten in der Stadt - hinauf, weil das einfach zu anstrengend wäre. Aber von der Spitze dieses 250 Meter hohen Berges soll man einen unglaublichen Blick bis zur Nordsee haben. Wir sehen den Berg von unten, genauso wie die Festung am Hügelhang „Dùn Èidean“, die Edinburgh seinen Namen gegeben hat und auch auf einem erloschenen Vulkan thront.
    Nach der Bustour sind wir total durchgefroren und wollen nur noch ins Hotel.
    Wir müssen uns sehr motivieren, um das Hotel für das Abendessen noch einmal zu verlassen. Patrick will heute unbedingt in einem Pub essen. Wir recherchieren und gehen in das Last Drop am Grassmarket. Das Essen ist mittel, aber die Stimmung ist gut und wir freuen uns, dass wir noch einmal rausgegangen sind.
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  • Letzter Halt Leeds

    2 de noviembre de 2023, Inglaterra ⋅ ☁️ 9 °C

    Wir fahren am Tag nach dem unheilvollen Fussballabend von Edinburgh nach Leeds. Mit einer verspäteten Abfahrt von 6 Minuten - das ist jetzt eher ein Insider , aber wer gestern Abend ARD geschaut hat, weiß was passiert ist.
    England wurde in den letzten Wochen von mehreren Stürmen heimgesucht. In den letzten Tagen hat es hier deswegen auch unglaublich viel geregnet. Von Edinburgh nach Leeds gibt es keine Autobahn. Man nimmt eine Art Landstraße , die mal besser ausgebaut ist und mal eher einem Feldweg gleicht. Auf den Feldwegteilen stand heute das Wasser wirklich hartnäckig, wir haben versucht, die Situation in Film und Farbe festzuhalten. Schnell wären wir auf diesen Straßen ohnehin nicht gefahren, aber der Fahrbahnzustand zwingt uns teilweise auf bessere Schrittgeschwindigkeit herunter.
    Tatsächlich kommen wir an eine Brücke, die wir fast nicht passieren können, weil wir eigentlich 300 Kilo zu schwer sind und auch
    zu breit. Aber nachdem unsere Spiegel oberhalb der Begrenzungspfosten sind, fahren wir trotzdem drüber und halten die Luft an, als wir auf der Brücke sind.
    Warum fahren wir nach Leeds? Unser eigentliches Ziel ist Brüssel . Wir wollen einfach total gerne nach Europa zurück. Wir wollen eine Steckdose im Bad, wir wollen überhaupt endlich wieder mal eine Steckdose haben, die wir ohne Adapter benutzen können. Wir wollen zwei Bettdecken und nicht eine große Decke, wir wollen auf der richtigen Seite Auto fahren, wir wollen einen Salat, überhaupt etwas essen, was nicht gelebt hat, bevor es auf den Teller kam oder frittiert ist, wir wollen einfach wieder zurück in unser Europa. Versteht uns nicht falsch. Es war großartig in England und Schottland, aber jetzt ist mal wieder gut. Und weil es von Edinburgh nach Brüssel für einen Tag etwas zu weit ist, stoppen wir in Leeds. Wir kommen leider erst gegen 16 Uhr hier an und natürlich regnet es. Daher beschränkt sich das Sightseeing auf überdachte Bereiche von Einkaufszentren. Wir stellen aber fest, dass Leeds an sich durchaus etwas zu bieten hätte. Die Stadt wurde von den Nazis im Krieg mehrfach bombardiert, die alte Innenstadt ist trotzdem gut erhalten. Nach dem Krieg ging es mit der Industriestadt stetig bergab. Die Arbeitslosigkeit stieg in schwindelerregende Höhen und erst als Leeds am Boden lag, hat man sich auf andere Geschäftszweige, außerhalb der Schwerindustrie, besonnen. Man investiert in Bildung und baut einen nennenswerten Dienstleistungssektor auf. Heute hat der Großraum Leeds über 700.000 Einwohner und steht wirtschaftlich gut da. Und das sieht man eben auch.
    Wir laufen durch das Victoria Square, als Paul den Drang nach einer (neuen) Frisur verspürt. Das wollen wir auf jeden Fall unterstützen und deswegen gehen die Männer einen Barber suchen und finden ihn auch. Paul bekommt eine Frisur und Patrick eine Rasur.
    Zu Abend essen wir beim Italiener im Hotel. Er sieht schön aus , kochen kann er ein wenig, für das Gebotene ist er zu teuer und natürlich gilt auch hier: Tip unter 10 Prozent ist unerwünscht. Auf der Rechnung findet sich also die landestypische Servicegebühr von immerhin 12,5 Prozent. Diese Trinkgeldauswüchse nerven unheimlich. Es wird ja immer gesagt, dass die Angestellten das Trinkgeld brauchen, weil sie zu wenig Gehalt bekämen. Ganz ehrlich - was können wir denn dafür, dass sich der Arbeitgeber vor einer fairen Bezahlung drückt? Versteht uns nicht falsch, wir geben durchaus Trinkgeld - dann, wenn man uns einen zumindest sehr guten Service bietet. Aber wir lassen uns ungern zwingen und in UK findet sich inzwischen auch in einem SB Restaurant die Forderung nach Tip auf dem Kreditkartenleser und das stört - zumindest uns.
    Das Motto für morgen ist : "drehende Räder um nullneunhundert" . Wir müssen pünktlich am Eurotunnel ankommen, um im gebuchten Slot mitzukommen. Durch den Sturm fahren momentan die meisten Fähren nicht und die Züge durch den Tunnel sind ausgebucht. Wir haben gestern Abend minütlich steigende Preise festgestellt und dann noch fix gebucht. Heute konnte man ohne Vorbuchung schon gar nicht mehr mitfahren.
    Übrigens ist Leeds bereits voll im Weihnachtsfieber. Und da gehört scheinbar eine Apred Ski Partyhütte im Einkaufszentrum dazu . Sachen gibts ......
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