Ein Viertel Jahr raus. Ein Viertel Jahr nicht auf Arbeit gehen, kein Geld und nicht Zuhause sein. Es ist Zeit Kraft zu tanken, Neues zu sehen, zu lernen, neue Denkweisen und Kulturen kennen zu lernen und vielleicht zu mir zu finden um neu zu starten.
  • Abel tasman here I come!

    January 13 in New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C

    Tag 1:
    Marahau zur Watering Cove (5 Zelte oder 10 Personen)
    11 km, 4 Stunden

    Gegen elf habe ich mein Auto geparkt, meine Buchung fürs Wassertaxi für Samstag und morgen früh nochmal gecheckt und endlich meinen ziemlich schweren Rucksack auf dem Rücken und starte ins Abenteuer.
    Den Abel Tasman Nationalpark wollte ich seit meinem Besuch im letzten Jahr schon laufen und hatte ihn als mein erstes Abenteuer mit dem Rucksack, meine erste Mehrtageswanderung und Probe, ob ich wirklich eine solche Wanderung schaffen kann genommen. Ich freue mich sehr darauf, bin aber auch ganz schön gespannt und ziemlich ängstlich, ob ich es wirklich packen werde.
    Luke, mein Couchsurfinghost hat mir am Morgen nochmal mit zugesprochen, viel Freude gewünscht, mir mein Bett bei ihm nach meiner Wanderung nochmal angeboten und mir gesagt, dass ich garantiert begeistert wiederkommen werde und mehr Hikes laufen wollen werde! Mal sehen ob er recht behält.

    Schon nach hundert Metern weiß ich, dass es absolut nicht leicht werden wird, der Rucksack mir Probleme bereiten wird und ich frage mich, ob ich mir das wirklich gut überlegt habe.
    Der Rucksack fängt an mir schmerzen am Hüftknochen zu bereiten und ich versuche immer wieder die Hüfte zu entlasten und das Gewicht mehr auf die Schultern zu nehmen, aber auch das geht nicht sehr lange.

    Ich begegne vielen Leuten mit denen ich einen kleinen Plausch halte, die tlw. meine Verzweiflung sehen, mir Mut zusprechen, Glück wünschen, Freude wünschen und mir den Tipp geben, dass ich mein Gepäck auch mit dem Wassertaxi schicken kann und ohne Rucksack laufen kann. Das macht mir Mut, sich wenn es nicht mein Wunsch ist und ich gerne die Strecke ohne diese Hilfe schaffen wollen würde.

    Nach knapp drei Stunden begegne ich Fabrizio, einem Argentinier, der auch seine erste Mehrtageswanderung macht und auch er kämpft ganz schön mit seinem Gepäck und der Strecke.
    Er hat ein Bett in der Hut on der Anchorage Bay gebucht, aber wir beide wollen unbedingt schwimmen gehen und so entscheidet er, erstmal mit in meine Bucht zu kommen, bevor er am Abend rüber zur Anchorage Bay, zu der ich am nächsten Morgen laufen muss, geht.
    Der Weg zur kleinen wunderschönen Bucht ist sehr steil und nur ein kleiner Pfad. Er sagt mir bereits auf dem weg nach unten, dass er mich später, wenn er wieder hoch muss, hassen wird!
    Unten angekommen ist er aber auch ganz verliebt in die kleine Bucht, den tollen Strand und die Aussicht auf Adele Island.
    Völlig fertig lassen wir die Rucksäcke fallen, ich schmeiße mein Zelt auf die Stelle, wo ich es später gerne stehen hätte, ziehe meine Badesachen an und wir springen ins Wasser. Das Meer ist so klar und traumhaft nach der anstrengenden Tour.

    Morgen möchte ich mich mit Audrey und Tanguy treffen, welche mit dem Kayak seit gestern unterwegs sind. Sie haben mir am Morgen ein Foto mit dem Titel "Überraschung" geschickt, von einer Dose, die Sie in einem Busch neben dem Schild, versteckt haben.
    Vom Wasser aus kann ich genau das Schild und den Busch sehen, erzähle aufgeregt Fabri davon und renne aus dem Wasser.
    Leute sitzen neben dem Busch, doch das ist mir egal. Ich renne hin, schleiche wie eine Verrückte um den Busch herum und finde in der Mitte eine Dose Havanna dry Ginger Ale! Ich schreie vor Freude laut auf, renne glücklich zurück zu Fabri, wir stellen die Dose ins Wasser und genießen sie mit Crackern und sher zufrieden unter dem Motto "We did it!!!" am Strand.
    Als ich zurück zu meinem Rucksack komme, frage ich was hier passiert ist! Viele meiner Sachen liegen um meinen Rucksack herum verteilt, das Essen ist draußen, meine Klamotten, die Waschtasche. Ein Sachet meines Cappuccinopulvers ist offen, meine Gummibärchentütchen sind leer und die Tüte in der mein Kohlrabi ist, hat seltsame Spuren. Ein anderer Camper kommt zu mir und klärt mich auf, dass die Wekas, sehr freche Vögel hier waren und falls ich etwas grünes vermisse, weiß ich, dass sie damit im Busch verschwunden sind.
    Also, alles einräumen, unbedingt den Rucksack immer, wirklich immer verschlossen halten und aufmerksam sein!
    Fabrizio wurde nur eine Tomate gestohlen, ansonsten ist er gut davon gekommen.

    Nach einer kleinen Erkundungstour am Strand und Abendbrot bin ich glücklich und zufrieden.
    Fabrizio mag meine kleine Bucht für die kommende Nacht und ich erzähle ihm, dass die Anchorage Bay nicht annähernd so schön ist.
    Er beschließt mit hier zu bleiben und wir bauen sein Zelt auf. Wir trinken am Abend noch einen Tee, lauschen den Grillen und Wellen und verschwinden zeitig im Zelt. Später schauen wir nochmal raus und beobachten die Sterne, die Segelboote, wie sie sich in den Wellen bewegen und die Wekas, die noch immer ums Zelt herum schleichen.
    Der Boden ist so hart und nur auf einer Isomatte zus schlafen ist echt Horror! Eine Nacht in der wir häufig wach sind, uns beschweren, dass wir nicht schlafen können und feststellen, dass wir für diese Strapazen auch noch Geld bezahlen (nur 15$, und das für eine Nacht in einer wunderschönen einsamen Bucht mit nur drei anderen Zelten auf der anderen Seite, also eigentlich ein Traum!😉)! Man haben wir ein hartes Leben!!! 😂
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  • Südinsel, da bin ich wieder!!!

    January 12 in New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Um sechs Aufstehen, Auto bereit machen, Zähne putzen und auf zur Fähre. Um sieben wird eingecheckt und in der Schlange beim Warten zum Boarding für den Tag fertig gemacht und gefrühstückt. Nochmal den Ausblick auf Wellington genießen, die Morgensonne im Wasser glitzern sehen und verabschieden von der Nordinsel.
    Es ist wieder windig und kühl oben auf dem Deck, aber ich lasse es mir nicht nehmen, eine ganze Weile draußen zu stehen und die Landschaft anzuschauen, bis wir aufs offene Meer fahren. Ab dann wirds etwas schaukelig, aber noch ertragbar. Ich versuche ein bisschen zu schlafen, wie fast jeder hier und verpasse leider die schönen Fjorde und garantiert auch die Delfine im Marlborough Sound.
    Nach einem Nap in Havelock fahre ich weiter nach Nelson, werde im OP-Shop auf der Suche nach Funktions-Shirts fündig und fahre dann nach Motueka zu meinem heutigen Couchsurfinghost. Luke und ich halten einen Plausch, ich esse Abendbrot und fange an meinen Rucksack für den nächsten Morgen zu packen. Es geht in den Abel Tasman, mein Wunsch soll in Erfüllung gehen und xjh wage mich nun das erste Mal an eine Mehrtageswanderung heran. Freudig und auch ängstlich aufgeregt, ob ich das schaffen kann, die Strecke zu laufen mit dem schweren Rucksack, alles für vier Tage dabei, und ob ich körperlich wirklich fit genug bin. Durch Zufall und ganz viel Glück, treffe ich am zweiten Tag meine französischen Freunde Audrey und Taungy im Abel Tasman. Die beiden machen die Kayak- und Wandertour, starten einen Tag eher als ich und ich versuche durch wandern und eine kleine Wassertaxifahrt aufzuholen.
    Luke hilft mir letztendlich, alle benötigten Utensilien wie Klamotten, Schlafsack, Zelt, Isomatte und Versorgung in meinen Rucksack zu packen und mir ein gutes und vorbereitetes Gefühl zu geben.
    Ein gutes erste Couchsurfingerlebnis alleine, ich fühle mich wohl und sicher und selbst der scheue Kater Forest schaut auf einen kurzen Kuschler bei mir vorbei.
    Eine letzte Nacht in einem großen weichen Bett, bevor es morgen raus ins Abenteuer geht.
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  • Zeit für die Südinsel

    January 11, Tasman Sea ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach dreieinhalb Monaten auf der Nordinsel, also zweieinhalb Monate länger als geplant, einer wunderschönen Reise für zehn Wochen und tollen restlichen Zeit in Hastings in der Eco Lodge und Arbeiten auf dem Weingut geht es nun zurück auf die Südinsel.
    Ich habe ein Jobangebot als Aupair in Auckland und wenn alles klappt und sich das bisherige Aupair nicht unentscheidet und länger bleibt, soll ich Ende Februar meinen Job dort antreten. Also muss ich meine Reise die for Februar, März geplant war, eher starten. Mit weniger Geld als geplant, dafür mehr im Sommer, leider aber auch noch in der Ferienzeit, was alles etwas schwieriger machen kann.
    Morgens um vier starten wir, mein mexikanischer Mitfahrer, der zur Paragliding Competition in Hastings war und ich, nach Wellington, damit er rechtzeitig halb neun am Flughafen ankommt um nach Queenstown zu fliegen. Er bietet mir an, mit mir einen Paraglidingflug zu machen, wenn ich in Queenstown bin. Das wäre traumhaft, denn ein Paraglidingflug war die ganze Zeit mein Wunsch für Neuseeland.
    Das Possum, neben den drei Katzen, ein weiteres Haustier in der Lodge, verabschiedet sich am Morgen auch noch von mir und sitzt ganz nah im Pflaumenbaum und schaut zu mir herüber. Die letzten Nächte haben wir uns öfter gesehen und John, der Besitzer der Lodge und ich, haben es Felli getauft. John wollte wissen was Fur, sprich Fell, auf deutsch heißt und nun hat es seinen Namen.
    Es liebt die Pflaumen im Baum nachts zu naschen und zu schmatzen, zu fauchen oder direkt neben meinem Auto auf dem Baum zu sitzen.

    Also, pünktlich erreichen wir den Flughafen, verabschieden uns und ich fahre hinter zur Scorching Bay, wo ich zwei Nächte übernachtet habe, als ich auf die Nordinsel kam. Dort treffe ich nach knapp zwei Wochen Jack von der Lodge wieder und wir frühstücken am Wasser . Später gehen wir ins Te Papa Museum, Essen Mittag draußen in der Sonne und fahren in eine Bucht um ein Mittagsschläfchen im Auto zu machen. Da meine normalerweise in Wellington genutzte Dusche auf einem Sportplatz untypischerweise geschlossen ist, muss ich nun am Strand kalt duschen und Haare waschen. Aber es macht wieder wach. Auf dem Freedomcamp kochen Jack und ich gemeinsam, essen schön Abendbrot und beschließen nochmal zum Mount Victoria Lookout hoch zu fahren. So voll war es noch nie als ich dort war, wie an diesem Abend. Wir laufen noch eine Runde, mittlerweile im Dunklen, durch den Park und Wald, hoch zum Sendemast und ich schätze an diesem Tag sehr, die ehrlichen und tiefen Gespräche mit Jack.
    Es tut gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht, dass man sich mal alleine fühlt oder verloren und nicht zu wissen wo man hin soll, was als nächstes kommt oder was die richtige Entscheidung ist, aber es wird vorbei gehen, das steht fest.
    Wir schauen noch einen Film im Auto und dann heißt es Gute Nacht, morgen früh geht's zeitig raus und ab auf die Fähre nach Picton.
    Ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich nun an so vielen Plätzen liebe Menschen kenne und man sich wieder sieht.
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  • Abschiedsdinner mit der Eco Lodge Family

    January 9 in New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach knapp einem Monat in der Eco Lodge, gemeinsamem Weihnachten feiern, Silvester mit Lucy und Julian und vielen schönen Momenten gemeinsam, wünsche ich mir ein gemeinsames Abendessen zusammen. Ein Abschiedsessen für John und Seppe, die, morgen zum Festival und anschließendem Wander- und Floßurlaub starten und auch für mich.
    Ich freue mich so sehr, dass sich jeder der Gruppe daran beteiligt und gegen 7 mit einem tollen Gericht am langen Tisch im Wald an der Außenküche einfindet. Eine schönes Buffet ist entstanden und jeder staunt über die tollen Gerichte.
    Es gibt Curry, eine große Schüssel Sushi (richtig lecker und es muss nicht immer gerollt sein), Gemüseauflauf, Maiskolben, ein wunderschöner Salat mit Blütendeko und ich habe Vanillepudding mit Erdbeeren und eine Sangria gemacht. Wir sitzen den schön zusammen, schlemmen, trinken, lachen und irgendwann fängt jemand an meine Haare zu flechten. Ein paar Minuten später stehen Shiori, eine neue Bewohnerin und Seppe um mich herum, und flechten fleißig Zöpfe. Wie im Ferienlager ist es manchmal bei uns. Und genau deswegen liebe ich die Gemeinschaft und das Leben in der Eco Lodge sehr. So viele liebe Menschen, Lachen, gemeinsam essen, in der Küche treffen oder auf dem weg zur Toilette, Sorgen miteinander teilen, über Jobangebote nachdenken und abwägen ob man es machen soll oder nicht, oder einfach auch mal der Gitarrenmusik von jemandem lauschen, andere Kulturen kennenlernen oder die spanischen Gespräche der lateinamerikanischen und spanischen Gruppe um mich herum, in meinem Auto hören, das ist Leben in der Lodge.
    Ich werde es vermissen!
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  • Putangirua Pinnacles

    October 5, 2020 in New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C

    Auf dem Freedom-Campingplatz spricht mich am Morgen das Pärchen vom Leuchtturm an.
    Paul aus NZ und Grace aus Singapur. Sie sind seit sechs Jahren verheiratet und nun ein paar Wochen mit ihrem tollen Wohnwagen, welcher höher als andere und geländetauglicher ist, da er fürs australische Outback gebaut wurde, unterwegs. Sie wollen heute auch zu den Pinnacles und sagen, dass ich nicht alleine gehen soll und ich mich ihnen gerne anschließen kann, wenn ich möchte. Sie schenkt mir zwei Blümchen und gemeinsam starten wir, nach einem kurzen Strandspaziergang zum DOC-Camp an den nahegelegenen Pinnacles.
    Wir parken die Autos, machen alles zurecht zum Campen und starten zu den Pinnacles. Wir laufen das Flussbett entlang, müssen den Bach überqueren, und erreichen die faszinierenden Felsformationen, in denen einige Szenen von "Herr der Ringe" gedreht wurden.
    Am Nachmittag wasche ich mich im Fluss, trinke Tee mit Paul und Grace und sie laden mich zum Chicken Tikka Massala essen ein, welches Grace zuhause gekocht und eingefroren mitgenommen hat. Wir trinken gemeinsam Wein, erzählen noch lange und gehen recht spät ins Bett. Sie sind so herzlich, besorgt und einfach ganz tolle Menschen und ich bin abermals dankbar, solch eine tolle Begegnung erfahren zu dürfen.
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  • Cape Palliser

    October 4, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach dem Frühstück, Duschen und, Wäsche waschen und alles ins Auto packen, geht's los zum Cape Palliser, südlichsten Punkt der Nordinsel. Es geht kurvig bergauf, bergab durch grüne Wälder mit Blick ins Tal und weiter übers Land zum Leuchtturm. Viele Stufen muss ich erklimmen um oben am Leuchtturm fast weggepustet zu werden. Ein Pärchen welches mir auf der Treppe begegnet warnt mich bereits, dass ich mich gut festhalten muss. Sie behalten Recht. Der Ausblick auf die Küste und Meer ist schön und eine Weile bin ich ganz alleine dort. Ich beschließe auf dem Freedom-Camp zu übernachten und befürchte, dort allein zu sein. Zum Glück bestätigt sich meine Befürchtung nicht und wir sind insgesamt sechs Fahrzeuge, welche die Nacht direkt am Meer verbringen. Das Pärchen vom Leuchtturm winkt mir zu, als ich am kleinen Strand entlang spaziere.
    Ich komme mit meiner Nachbarin ins Gespräch und wir sitzen eine ganze Weile zusammen draußen, erzählen und sie gibt mir zwei Eier fürs Abendbrot, akzeptiert nicht, dass ich nur ein Ei nehmen möchte und sagt, dass ich ja nicht einfach nur Brot essen kann!
    Sie ist Lehrerin, hat ihren Job verloren, spielt Gitarre, schreibt eigene Lieder und hat ihren Freund nach gemeinsamem Reisestart nach Hause geschickt, weil es ihr zu anstrengend war mit ihm. Sie genießt das alleine Reisen, ihre Freiheit, Zeit einteilen wie sie möchte, Menschen kennenlernen und das einfache Camperleben. Summer ist eine richtige Frohnatur und ihr Name passt zu ihr! Diese Begegnung lässt doch die Befürchtungen und Ängste, alleine zu sein, kleiner werden und ich gehe nach einem traumhaften Sonnenuntergang hinter den Bergen der Südinsel, glücklich ins Bett um dem Meeresrauschen zu lauschen.
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  • Naturschutz und fish&chips

    October 3, 2020 in New Zealand ⋅ 🌬 14 °C

    Wir schlafen aus, stellen fest, dass heute Tag der deutschen Einheit ist, frühstücken gemeinsam und mittags geht's von Jörgs Haus aus, noch ein kleines Stückchen weiter bergauf, zur Windturbine. Ein einzelnes Windrad, welches auf dem Berg steht und gut für Strom sorgt. Die Technik der Turbine wurde vor einigen Jahren tatsächlich auch mal aus Deutschland hier her geschippert. Gut windig ist es hier wiedermal, muss ich mir nun doch langsam Gedanken machen, ob Jörg noch nicht doch los werden möchte, wenn er noch nun schon zum zweiten Mal zu einem sooo windigen Ort bringt!? Ha, vorgesorgt, Steine in die Taschen gepackt!!! Der obligatorische Spruch wenn man mich an windigen Orten sieht!

    Anschließend fahren wir in ein kleines verstecktes Fleckchen Erde, welches wie ein kleines grünes Paradies zwischen Häusern in einer Senke liegt. Die Mutter von Jörgs Kumpel hat dieses Land vor vielen Jahren mit anderen Menschen zusammen gekauft und nun versuchen sie mit Hilfe von Freiwilligen, Freunden und auch Wwoofern, dieses schöne Stück Land zu pflegen, nicht einheimische Pflanzen zu reduzieren und einheimische Pflanzen zu Pflanzen und zu vermehren.
    Ich arbeite mit der fast 80 jährigen Mutter von Jörgs Freund zusammen. Wir reißen das riesige, wuchernde Gewächs heraus, welches sich wie Unkraut breit macht, reißen Gras ab, welches um die jungen Pflanzen wächst und legen diese Pflanzenreste um den jungen Stamm herum, um die Feuchtigkeit so lange wie möglich am Pflänzchen zu halten und vor zu viel Sonneneinstrahlung zu schützen. Eine sehr liebe Gruppe und sehr liebe Gespräche am Ende der Arbeit. Zur Belohnung holen Jörg und ich uns Fish&Chips und fahren an eine kleine Bucht zum Essen. Die Möwen fressen uns bald auf und unter Dauerbeobachtung müssen wir unsere Pommes essen. Zum. Sonnenuntergang fahren wir an einen tollen Strand. Ein schöner Tag mit Jörg, mit lieben Menschen und schönen Gesprächen geht zuende. Ich bin immer wieder begeistert von Jörgs Gastfreundschaft und dass es menschlich so schön passt. Wahnsinn, dass ich das Glück hatte, ihn zu treffen!
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  • Te papa Museum und Wellington bei Nacht

    October 2, 2020 in New Zealand ⋅ 🌬 14 °C

    Am Morgen starte ich nach dem Verabschieden von Josh ins te papa Naturkundemuseum. Ein Museum über vier Etagen mit Erklärung der Naturphänomene, Entstehung der Insel und auch einer großen Kunstausstellung.
    Nachdem ich zwei Tage lang mit einem Inder Kontakt habe der vor gab, mit mir reisen zu wollen und mir zuvor Wellington ein bisschen zeigen zu wollen, allerdings immer fragt, ob ich alleine komme, breche ich diesen seltsamen und für mich nicht gut und sicher anfühlenden Kontakt ab und beschließe, lieber allein zu sein, als in dieser seltsamen Situation.
    Ich fahre auf den Freedom Campingplatz, der direkt, sehr idyllisch, an einer großen Kreuzung unterhalb des Flughafens gelegen ist. Da das Wetter sich heute nicht mehr ganz so von seiner besten Seite zeigt, sondern nun den typischen Wellington-Wind präsentiert, es dazu noch recht kühl und grau werden lässt, sieht es mit Kontakte knüpfen wahrlich schlecht aus. Stattdessen sitzt jeder mit geschlossener Tür in seinem Camper und versucht ja nicht zu oft raus zu gehen.
    Das erste mal nun fühle ich mich richtig einsam und habe riesige Angst davor, dass es nun ein regelmäßiges Gefühl werden wird.
    Mein Lichtblick und zweiter Reiseengel soll aber nicht lange auf sich warten lassen:
    Auf meinen Post bei Facebook, dass ich evt einen Reisepartner oder liebe Menschen für einen Kaffee, Tipps oder sogar um vielleicht auch mit meinem Auto in deren Garten übernachten zu dürfen, meldet sich Jörg.
    Jörg ist 42, lebt seit 9 Jahren in Neuseeland und arbeitet im Umweltschutz.
    Wir treffen uns am Abend, er kocht was nettes für uns und er fährt mit mir zum Mount Victoria Aussichtspunkt auf einem Berg an der Küste Wellingtons. Bei der Treppe hinauf zur Aussichtsplattform ist nur jede dritte Stufe beleuchtet und es ist so gefährlich, dass wir beschließen, dass dieses ein wirklicher Punkt zum melden beim Beschwerdeamt ist. Auf dem Weg zurück zu seiner Wohnung und dem Blick rüber von unserem Berg zum Mount Victoria stellen wir fest, dass es bestimmt mit Absicht so beleuchtet ist und die Treppe wie "Die Treppe zum Himmel" wirkt. Kunst hin oder her, dieses starke Licht und das nach vorn gerichtet und nicht an die Stufe selbst, ist sowas von unschlau gewählt, dass auch das Aussehen von weiter weg nicht für diese Gefahr entschädigt!
    Jörg bietet mir an, im momentan ungenutzten Kinderzimmer seiner Mädchen zu schlafen und so verbringe ich eine Nacht in der unteren Etage eines Doppelstockbettes.
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  • Sightseeing in Wellington

    October 1, 2020 in New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Nach schlafen bis um neun, einem Kaffee ans Bett und einem entspannten Vormittag mache ich mich auf in die Stadt. Parkplätze sind so schwer zu finden oder sooo teuer, dass ich mich nach über einer Stunde suchen entscheide, etwas außerhalb, an der Oriental Parade zu parken und am Wasser entlang in die Stadt zu laufen. Ich schlendere die Waterfront entlang, sehe die Museen, den Hafen, das Ministerium, aufgrund seines Aussehens auch "Bienenstock" genannt und beschließe, eine Fahrt mit der Standseilbahn zu machen, eines von wellingtons Wahrzeichen. Für 9$ hin und zurück, geht es steil bergauf. Oben angekommen genieße ich den Ausblick und laufe eine Runde durch den schönen, am Berg gelegenen botanischen Garten.
    Nach der Abfahrt geht's zurück zum Auto, anschließend Treffen mit Josh, welcher mir seine geheime Duschmöglichkeit auf einen Sportplatz zeigt, heiße Dusche und gemeinsames Abendbrot zurück in der Skorching Bay. In dieser Bucht mit kleinem Strand kann man nachts wahnsinnig schön die Wellen rauschen hören, obwohl es keine großen Wellen dort gibt und es eigentlich eher ruhig dort ist. Aber es klingt wie am großen Strand und die Wellen sind sooo beruhigend zum einschlafen.
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