Eine Rundreise rund um die Ostsee
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  • Day29

    Tag 29 — Oslo/Hirtshals

    May 21 in Denmark ⋅ 🌧 11 °C

    Auf ging es in den letzen Tag unserer Rundreise…
    Da wir heute noch zur Stabkirche nach Heddal wollten ging es wieder früh hoch. Wir packten also unsere Sachen waren die ersten am Frühstücksbüffet und sind da gut gestärkt Richtung Heddal. Der kleine Ort liegt gut 1,5 Stunden westlich von Oslo, also nicht ganz in Richtung Kristiansand das eigentliche Ziel unseres heutigen Tages. Dort angekommen sind wir gleich ins dortige Café um die Tickets und Souvenirs zu kaufen. Wir mussten uns leider ein wenig sputen da wir um 14:00 Uhr spätestens an der Fähre sein mussten. Trotzdem haben wir uns im Kellergeschoss das kleine Museum über die Geschichte der Stabkirche und ihren Aufbau angesehen, bevor es dann rüber in die Kirche ging.
    Erste Teile der Kirche wurden wahrscheinlich im 12. Jhd erbaut, eine Runeninschrift am Südportal weißt auf die Weihung der Kirche am 25.10.1242 hin. Gebaut wurde sie der Sage nach vom Troll Finn und ist mit ihren 20m Länge und 26m Höhe die größte in Norgwegen und wahrscheinlich auch auf der Welt. Es gab ungefähr 750 dieser Art von Kirchen in Europa und in den USA aber originale die heute noch stehen nur noch 30 und 28 davon in Norwegen. Die restlichen wurden zum Beispiel in den Pestjahren verbrannt oder anders zerstört oder sind original getreue Nachbauten so auch in Deutschland die St. Nikolai Kirche in Kücknitz bei Lübeck. Diese ist aber eine stark vereinfachtes Beispiel der Stabkirchen.
    Wichtigsten Merkmal der Kirchen ist ihr Aufbau, sie sind zum einen komplett aus Holz und ihr Grundgerüst besteht aus aufrecht stehenden Pfählen an den das Haus „aufgehängt“ wird.
    Zurück zu Heddal sie Besitz zu dem noch einen Laubengang der ihre 4 Portale vor dem Teufel und anderen bösen Gestalten schützt. Deswegen sind die vier Eingänge, je nach Funktion, mehr oder weniger reich geschmückt.
    Das Westportal, der heutige Haupteingang, wurde am wenigsten genutzt ist aber am Reichsten verziert. Hier schützen viele Schnitzereien und ein Gewimmel von Schlangen und Drachen die Taufkinder, da diese ja noch nicht getauft waren und der Teufel noch Macht über sie hatte.
    Das Nordportal war den Frauen vorbehalten, hier sind viele Pflanzenverzierungen und im allgemeinen ist ein weicherer Ausdruck zu erkennen.
    Das Südportal ist für die Männer, hier sind dann wieder ineinander verschlungene Schlangen und Drachen aber nicht in Anzahl und Maße wie im Westportal.
    Die Priester haben ihren Eingang auch auf der Südseite, ihr Eingang ist mit Verzierung aus Bilder der Bibel geschmückt. Aber auch Teufelsflammen um den Priester zu zeigen das er klar und deutlich Gottes Wort verbreitet soll und keine andere Lehren.
    Im Kirchenraum selbst sind reich verzierte Wände und ein Altar der auch komplett aus Holz ist. Rechts von ihm steht der weltbekannte Bischofsstuhl aus dem 12. Jhd.

    Alles in allen sehr beeindruckend und schön aber leider mussten wir weiter um unsere Überfahrt nach Dänemark zu schaffen. Natürlich haben wir es pünktlich geschafft, und haben die Einfahrt des neuen Katamarans noch gesehen. Auf das Schiff passen 1200 Personen und 404 PKW‘s und ist damit doppelt so groß wie das Vorgängerschiff. Auf dem Boot selbst gibt es alles was das Herz begehrt auch ein Duty-Free Shop. Da wir noch etliche norwegische Kronen hatten haben wir das gleich genutzt sie in dänische Kronen umzutauschen 😊. Wir waren ja noch die norwegischen Preise gewohnt, da Fjordline eine dänische Gesellschaft ist und auch keine Steuern anfallen hat das shoppen auch Spaß gemacht 😊.

    Na knapp über 2 Stunden sind wir in Hirtshals angekommen und sind gleich zu Christian und Britta in die Nähe von Bindslev gefahren. Die haben uns auch schon auf ihren kleinen Pferdehof erwartet und uns den alten Pferde u. Kuhstall hergerichtet. Hier hatte Christian anfangs gewohnt bis er das Haupthaus fertig hatte und er mit Britta, die aus Flensburg kommt, dort eingezogen ist. Nach ausführlichen Rundgang ums Gehöft und Wohnung haben wir den Grill angeschmissen und den Abend genossen

    Fazit: hier endet somit der „offizielle“ Teil unserer Reise rund um die Ostsee, wir werden hier ein paar Tage verbringen bevor es dann in einer Woche wieder zurück nach Hause geht.
    Wir sind selbst immer noch von den Eindrücken überwältigt und werden die nächsten Tage nutzen um diese zu verarbeiten. Viele Orte werden jetzt aber schon in Erinnerung bleiben. Zum Beispiel hat Vilnius uns beide total überrascht, anfangs stand sie gar nicht auf dem Plan aber wir waren sehr froh dort zu sein. Tallinn und Helsinki hat uns auch sehr gut gefallen, da spielen wir schon mit dem Gedanken dort nochmals hin zu fahren. Finnland war mit seiner Wildnis und Weite manchmal anstrengend aber auch wunderschön und ein Winterurlaub in Inari steht auch auf der Wunschliste. Das Nordkapp, der eigentliche Ideengeber zur Reise, war traumhaft und wunderschön. Und Norwegen im Gänze war wie immer traumhaft, was die Natur hier geschaffen hat ist einfach der Wahnsinn. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen zum einen auf unserer alle zwei Jahre stattfindende „Studienreise“ und natürlich um noch ein paar Ziele zu erreichen die wir leider nicht schaffen konnten. Zum Beispiel wurmt und immer noch ein wenig das die Trollstige geschlossen waren und immer noch sind. Auch Oslo und Schweden wird noch ein Ziel sein. Und es ist ja auch schön das man weitere Ziele hat… 😊

    Ich hoffe es hat euch allen gefallen, wir verabschieden uns und machen erstmal Urlaub
    😅

    Schöne Grüße Niels und Sebastian

    Die Reise in Zahlen

    - 8257 km reine Fahrleistung in 127,5 Stunden
    (Luftlinie Paris-Peking)
    - 500 Liter Benzin
    - 350 km Überfahrten mit Fähren
    - 250 km gewandert
    - ca. 50 Souveniermagnete
    - 28 Tage
    - 8 Länder
    - 5 Dosen Kaugummis
    - 3 Tüten Gummibären (nur ich 🙈😇)
    - 1 „abgebrannte“ Kreditkarte 😅😉
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    Kerstin Hillbrecht

    betr.Kreditkarte-richtig gebrannt oder alle?Schöne entspannte Tage in Dänemark.

    .Sebastian

    Nein natürlich nicht aber sie wurde merklich warm mit der Zeit 😉. danke 😊

    Juliane Hillbrecht

    Och nöö, "schon" vorbei??! 😉 Ich freue mich auf den nächsten Reisebericht in zwei Jahren.

    .Sebastian

    Ja leider 🥲 aber so langsam freut man sich auf zu Hause 😅. mal sehen wo es als nächstes hin geht 😅

     
  • Day28

    Tag 28 — Oslo

    May 20 in Norway ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach den nun schon gewohnten tollen und leckeren Frühstück😅 ging es gestärkt in den Tag. Der erste Zwischenstopp sollte an der Olympiaschanze Holmenkollbakken eingelegt werden. Da sie ein wenig außerhalb von Oslo liegt ging es mit Bus, Tram und Metro in gut ner Dreiviertelstunde dort hin. Die älteste Sprunganlage der Welt wurde 2008 grundlegend erneuert und ist jetzt am höchsten Punkt 60m hoch. Drum herum ist auch noch das Biathlongelände, ein Museum und natürlich ein Café und Souvenirs. Beim Eintreffen auf dem Gelände sind uns gleich die an einer Zipline rutschenden Personen aufgefallen. Natürlich war klar das wir da auch runter wollten. Also ging es gleich zum Eingang des Sprungturms mit Museum wo uns der Herr hinterm Theresen gleich bremste. Für die Zipline muss man sich außerhalb der Öffnungszeiten online anmelden, innerhalb geht es nicht obwohl sich die Leute oben langweilten 😡. Trotzdem sind wir durch das Museum was sich natürlich vorrangig mit dem Wintersport beschäftigt und sind dann mit dem Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform des Sprungturms. Von hier hat man eine wunderschöne Aussicht über Oslo und den Oslofjord. Unten wieder angekommen sind wir dann wenigsten in den Skisimulator, hier wird ein Sprung von der Schanze simuliert und ein Abfahrtslauf. Wir wurden ordentlich durch geschüttelt so das wir einen kleinen Einblick des Skifahrers bekamen.
    Nach kurzen Besuch an der Holmenkollen-Kapelle sind wir über die Bahnen der Biathleten wider zurück zur Metro. Der nächste Stopp sollte im Skulpturenpark „Vigelandsanlegget“ eingelegt werden. Im Herzen des Stadtparks stehen 212 Statuen die den Kreislauf des Lebens symbolisieren sollen. Am höchsten Punkt des Parkes steht ein 17m hoher Monolith der Phasen der menschlichen Entwicklung, vom Embryo bis zum Greis, darstellt. Nach dem wir ein wenig durch den Park gewandert sind haben wir uns im dortigen Café ein Stärkung gegönnt und sind weiter, jetzt zu Fuß, zum Königlichen Schloß.
    Oslo, die unter dem dänischen König Christian IV. 300 Jahre lang Christiania hieß, war nicht immer Hauptstadt von Norwegen. Erst König Håkon V. machte , damals noch Oslo, 1299 zur Hauptstadt. Erst 1924, 20 Jahre nach Norwegens Unabhängigkeit, hieß Oslo wieder Oslo und es wurde auch zwischenzeitlich mit dem Bau des monumentalen Rathauses begonnen.
    Dort sollte es auch als nächstes hingehen, nach 35 Jahren Bauzeit wurde es 1950 eröffnet und gilt als Symbolwerk der Unabhängigkeit. Im Erdgeschoss liegt eine riesengroße Empfangshalle die für Empfänge und Reden der Stadtparlamentarier genutzt wir, selbst Barack Obama war schon hier. Im ersten Stock sind mehrer Zimmer mit 4-5 Meter hohen Decken die alle künstlerisch bemalt sind so wie auch die Wände. Die Räume werden als Sitzungssäle oder auch für Hochzeiten genutzt. Ich kann ja von mir behaupten das ich schon ein paar Rathäuser in Deutschland gesehen habe, aber so was eindrucksvolles haben ich in Deutschland noch nicht gesehen.

    Weiter ging es Richtung Hafen laut Niels, meinem Oslo Guide, hat sich hier in den letzten 20 Jahren ordentlich was verändert. Kleine Gebäude sind 10 Geschossigen modernen Häusern gewichen mit wellenartigen Museen und kleinen Strandparks und natürlich einem überfüllten Restaurant nach dem anderen. Auch wieder sehr eindrucksvoll und schön.
    Jetzt ging es weiter zum nächsten und letzten Ziel unseres Oslotages, zur Festung Akershus. Die Ende des 13.Jhd erbaute Festung liegt direkt am Hafen wird heute noch militärisch genutzt. Trotzdem kann man fast alle Bauten besichtigen und ein Museum besuchen.
    Da uns langsam der Magen knurrte, ging es zurück zum Hotel und wir haben bei Muschelsuppe und Hirschmedaillons Abschied von Oslo genommen und dabei ein wenig über die letzten 4 Wochen geplaudert. Morgen gehts früh hoch damit wir unseren Besuch an der Stabkirche in Heddal noch beenden können. Dann gehts weiter nach Kristiansand zum nagelneuen und sehr schnellen Katamaran von Fjordline. Die alte Fähre hat knapp 3,5 Stunden für die Strecke gebraucht und sie hieß damals schon Schnellfähre. Der Katamaran schafft die Strecke in 2,5 Stunden, wir sind gespannt 😊.

    Fazit: uns war klar das wir nur einen kleinen Überblick von Oslo bekommen, aber der war schon echt schön. Wir kommen auf jeden Fall wieder und dann ein wenig länger 😊.

    P.S. Schöne Grüße an den deutschen ÖPNV, vielleicht mal ein paar Ideen aus Oslo hohlen 😉.
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    Johannes Korporal

    Es ist schon ein imposantes Bauwerk diese Schanze.

    .Sebastian

    Ja das ist sie, von oben bekommt man dann auch ein kleines Gefühl von dem was die Skispringer da machen 😊

    Dann ruht euch mal richtig aus und plant die nächste Tour. Schön das das ich dabei sein durfte, 👫😎 [Jürgen]

    .Sebastian

    Ja mal sehen was für Ideen kommen 😅

     
  • Day27

    Tag 27 — Odda/Oslo

    May 19 in Norway ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach einer erholsamen Nacht und guten Frühstück haben wir uns wieder auf gemacht. Es sollte heute mit Zwischenstopps nach Oslo gehen, die Hauptstadt Norwegens.

    Nach dem gestrigen tollen Wetter zum Abend erwartet uns heute morgen wieder dunkle Wolken und Regen, das sollte sich aber noch ein paar mal ändern an dem Tag 😅.

    Den ersten Zwischenstopp machten wir am Låtefossen einen Zwillingswasserfall der hinter einer Steinbrücke sich wieder vereint und dann unter lauten Getöse unter der Brücke weiter fließt.
    Nach kurzen Aufenthalt ging es weiter Richtung Oslo, mit dem gewohnten Bild. Es folgten lange Tunnel, kurvenreiche Straßen und Höhe Gebirge. Wir durchquerten heuten komplett das norwegische Gebirge „Skanden“ das sich komplett von Süden nach Norden durchzieht. So sind wir auf knapp 1050 Höhenmetern gekommen und wir hatten wieder Schnee und 2-3 grad Außentemperatur.
    Niels hat immer wieder im Reiseführer geschmökert, bis er meinte ich solle mal links abbiegen. Nach einen kleinen Umweg ging es zur Talstation in 1150m des Gaustatoppen. Der größte Berg der Region Telemark in der wir uns gerade befinden. Hier kam der Touristenverband Anfang der 60er Jahre auf die Idee, man könne doch durch den Berg einen Tunnel bauen und eine Seilbahn im Berg fahren lassen. Da gerade kalter Krieg zwischen Ost und West herrschte fand das das Militär auch und kam
    dem Touristenverband zuvor und bauten und sprengten sich durch den Berg. Nach dem kalten Krieg lag das Gelände erst brach und wurde dann 2010, nach Sanierungsarbeiten und einem Abkommen mit den Streitktäften, an den Tourismusverband übergehen. Heute ist es ein beliebter Wintersportort und Wanderort im Sommer. Es gibt zwei Möglichkeiten auf den Berg zu kommen entweder 2 Stunden wandern oder halt mit der Bahn. Da wir ja noch weiter wollten haben wir uns für die Bahn entschieden 😉. Die Originale Bahn aus den 60er geht erst horizontal 850m in den Berg und dann in einer zweiten Bahn 1050m weit , bei39 Grad Steigung, auf 1800m Höhe über den Meeresspiegel. Oben angekommen hat man einen schönen Blick, auch mit Wolken, über Norwegen. Bei klaren Wetter soll man etwa 1/6 Norwegens sehen können. Natürlich gibt es auch ein Café hier oben also haben wir uns von dem schweren Aufstieg ausgeruht und die leckere Waffel mit Kaffee genossen. Auf der Abfahrt waren wir mit dem Bahnführer alleine, so konnte wir ihn ein wenig über die Technik und der heutigen Funktion des Berges plaudern. Auf der Spitze ist immer noch die Technik des Militärs verbaut welches aber nicht mehr genutzt wird, da Satellitentechnik und ähnliches heute effizienter sind. Deswegen sind große Funkantennen dort verbaut um den Handyempfang zu verbessern oder auch den Behördenfunk (Polizei usw). Laut Abkommen ist dies keine militärische Einrichtung mehr, aber unser Bahnführer musste dabei auch ein wenig schmunzeln 😉.

    Weiter ging es nach Oslo, nach ner guten Stunde Fahrt kam auch langsam die Sonne raus ubdxes wurde merklich wärmer. So das wir an unserem nächsten Zwischenstopp Sonnenschein und blauen Himmel hatten 😅. Wir sind in Heddal angekommen, in dem kleinen Örtchen steht die größte Stabkirche Norwegens und wahrscheinlich auch der ganzen Welt. Leider haben wir auf dem Berg ein wenig getrödelt so das wir jetzt ne gute halbe Stunde zu spät waren und wir nicht mehr rein durften. Also schossen wir nur ein paar Fotos und sind weiter Richtung Oslo. Wir haben uns aber entschieden Samstag auf dem Weg nach Kristiansand hier nochmal halt zu machen, also gibt es Samstag dazu ein Bericht 😅.

    Nun kamen wir Oslo immer näher, da Niels hier schon ein paar mal war, meinte er in Drammen wir müssen noch zur „Spiralen“. Drammen ist ein 100000 Einwohner Stadt 20 km vor Oslo, die sich zum 150 jährigen bestehen ihres Stadtrecht (1961) ein besonderes Geschenk gemacht hat. Ein findiger Straßenbauingeniur hatte die Idee in einem Berg eine Straße zu bauen die Spiralförmig knapp 2 km den Berg hoch geht. Wohlgemerkt nicht außen sondern in den den Berg, aus Granit 🤯. Er ist natürlich der größte Spiraltunnel der Welt und hat sonst keine besondere Funktion als zum Parkplatz zu führen. Hier steht ein Café und es starten wieder ein paar Wanderwege 😅.
    Nachdem wir die Aussicht genossen haben sind wir dann endlich im Hotel in Oslo angekommen.

    Fazit: die Fahrt hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn es nur knapp 330 km waren sind wir gefühlt durch ganz Norwegen gefahren. Wir hatten kleine Pässe, lange Tunnel und große Schneewüsten und dann natürlich wieder die Autobahnen von Oslo. Unsere drei Zwischenstopps sind auch sehr zur Nachahmung empfohlen 😅

    Morgen, unseren letzen kompletten Tag in Norwegen, machen wir dann Oslo unsicher 😀
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    Kerstin Hillbrecht

    War aber ein sehr spannender Tag

    .Sebastian

    Ja das war er, wieder sehr viel gesehen 😊

     
  • Day26

    Tag 26 — Bergen/Odda

    May 18 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Heute sollte es nach Odda gehen, einen kleinem Ort am Sørfjords ein Seitenarm des Hardangerfjords. Odda ist die heimliche Hauptstadt der Region Hardanger und unter anderem bekannt für den Gletcher „Folgefonna“ der hier auf gut 1300-1400m liegt. Ein Seitenarm des Gletschers, der Buarbreen, schiebt sich bis ins Tal auf knapp 620m runter und bricht dort an einer Kante ab. Da wollten wir heute hin, um es vorweg zu nehmen wir haben es nicht ganz geschafft. Leider haben uns die Gegebenheiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber fangen wir von vorne an 😅.

    Nach guten reichhaltigen Frühstück ging es bei Ewa in Bergen wieder los. Odda ist nicht so weit entfernt von Bergen und der Aufstieg zum Gletscher dauert auch nur knapp 2,5 Stunden so konnten wir es ruhig angehen lassen. Die Straße durch die Hardangerregion ließ eh keine Eile zu. Meist war sie nur einspurig und schlängelte sich zwischen Fjord und Berg entlang so hatten wir aber immer schön Aussicht auf das türkise Wasser des Fjords. Wir mussten auch wieder lange Tunnel von 10 und 11,5 km Länge durchqueren und kamen zur Mittagszeit auf dem Parkplatz an. Hier auf knapp 200m hat ein Bauer seine Rinderfarm und stellt ein wenig Grundstück als Parkplatz zur Verfügung. Da auch viele Camper da standen ist es wohl auch möglich dort eine Nacht zu verbringen und man wacht dann morgens mit dem Ausblick zur Gletcherabbruchkante auf 😊. Leider fing es immer mehr an zu regnen sodass wir unsere Klamotten ein wenig wechseln mussten. Dann ging der Aufstieg los, entlang des reißenden Abfluss des Gletchers. Am Anfang versperrte uns noch kurz ein Rind den Aufstieg ließ uns dann aber gewähren. Zuerst ging es durch dichten Birkenwald auf dem ein Pfad zu erkennen war, aber auch hier wurden große Steine mit einem roten „T“ markiert. Was sich später nicht als schlechte Idee rausstellte 😅. So langsam gingen die Bäume zurück und es wurden immer mehr Steine über die wir wandern mussten. Bis dann auch die ersten Brücken über die Schmelzwasserabflüsse kamen. Die Steine wurden größer und die Abflüsse auch, teilweise ging es dann durch das Wasser über herausguckende Steine, dann auch nur über mannshohe Felsbrocken. An steilen Felswände wurden Taue angebracht mit deren Hilfe man sich hochziehen konnte. Nach gut einer Stunde und 200 Höhenmetern kam der erste Knackpunkt. Ein reißender Fluß bahnte sich den Weg runter ins Tal und wir waren uns nicht ganz einig ob die Brücke mal durch einen Steinschlag zu Bruch ging oder eine neue gebaut wird. Für die Geschichte ging sie natürlich zu Bruch 😉. Da gerade welche von oben kamen mussten wir kurz warten und konnten zusehen wie sie über den Fluss gingen. Da auch ein wenig Schnee über dem Fluss war konnte man nicht genau wissen wo dieser fest war und wo nicht. Zum Glück konnte man die Fußstapfen sehen und wir konnten mit ein wenig hangeln und klettern die Passage überwinden. Weiter ging es über größer werdende Felsbrocken, immer länger werdende Taue und der Regen war leider immer noch da. Wir sind jetzt schon ziemlich dicht an der Abbruchkante des Gletschers den man jetzt ziemlich gut sehen konnte und man hatte trotz des Wetters eine gute Sicht ins Tal. Neben uns floss immer noch in rauschenden Stromschnellen der Hauptabfluss des Gletschers. Der letzte Teil unserer „Wanderung“ ging dann wieder über eine Felswand mit 20-30m langen Tauen bis wir an einen großen Schneedecke ankamen unter der ein Fluss lang lief. Hier und da sah man schon ein paar eingebrochene Fußstapfen so das wir entschieden haben nicht weiter zu gehen. So mussten wir knapp 50m unter dem Gletscher aufgeben und konnten nur die Aussicht auf Gletscher und Tal genießen 😌. Nach kurzer Verschnaufpause und Stärkung ging es wieder zurück ins Tal. Nach gut 3,5 Stunden sind wir dort durchgeweicht und erschöpft angekommen, und so langsam kam die Sonne wieder raus 🙄. Um aus unseren Klamotten zu kommen sind wir dann gleich in unsere Unterkunft. Airbnb hatte uns heute in das Untergeschoss von Solrun & Kim Åge mit ihren drei Kindern und Katzen geführt. Das Haus steht direkt am Fuße eines Berges davor verläuft die malerische R13 und dann gleich der Fjord. Von dem Häuschen hat man also eine Wahnsinns Aussicht auf Fjord und Berge und da der Himmel wieder blau wurde war die Sicht einfach eindrucksvoll 😊. Nach und nach haben wir fast jeden aus der Familie kennengelernt und wir haben uns in trockene Klamotten gesteckt und haben bei Kaffee und Kekse die Aussicht von der Terrasse genossen 😊. Zum Abend hatte uns Solrun das Gästehaus ein Dorf weiter empfohlen. Das sehr alte Haus liegt ein wenig unterhalb der Kirche und hat ein thailändische und norwegische Küche 😅. Wir haben uns beide für die Hovlander Lammsteaks entschieden und haben der gegenüberliegenden Firmenfeier gelauscht 😅.

    Fazit: Die Besteigung des Gletschers sollte noch mal ein Höhepunkt zum Schluss unserer Reise werden, war sie auch. Es ist natürlich schade das wir es nicht ganz hoch geschafft haben aber das Motto unseres Roadtrip‘s war immer „ Der weg ist das Ziel“ und der war heute echt beeindruckend.

    Morgen gehts zum letzen Ziel unserer Reise, nach Oslo. Wir haben ganz gut gewirtschaftet so erwartet uns morgen das Thon Hotel direkt in der City. Wir bleiben hier zwei Nächte bevor es dann mit dem neuen Katamaran von Fjordline in 2,5 Stunden über den Skagerrak geht 😊.
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    Jens Hillbrecht

    Da ist doch bestimmt 🐟 🐟 drin. 😉

    .Sebastian

    Bestimmt 😅

    Kerstin Hillbrecht

    Was bedeutet denn nun"T"--- Taue?

    .Sebastian

    Ta lang 😅ne keine Ahnung vielleicht auch nur ein Bergsteigerzeichen

    .Sebastian

    das T steht für den norwegischen Touristenverband. Gerade rausgefunden auf 1830m Höhe😊

     
  • Day25

    Tag 25 — Bergen

    May 17 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach den drei Salutschüssen ging es bei uns auch los in die Innenstadt von Bergen. Da wir ein wenig außerhalb wohnen ging es mal wieder mit der Tram „Bybanen“ in die Stadt. Wir wollten erst mit dem Bus dorthin weil die Haltestelle hier in der Nähe ist, aber Ewa hatte uns davon abgeraten. Durch den Feiertag sind viele Straßen gesperrt und man kommt mit dem Zug weiter rein. Also sind wir die 15min bis zur Bahnhaltestelle gelaufen und waren ne knappe Dreiviertelstunde später mit in der City. Anfangs war der Zug ziemlich leer aber füllte sich immer mehr, aber es war nichts zu dem wie voll es abend’s war 😅. Angekommen sind wir in der Nähe des Stadtsees wo auch der Festplatz ist. Hier standen Abertausenden Menschen meist in bunten Trachten oder Anzügen und warteten auf den großen Umzug. Der Umzug schlängelt sich um die ganze Innenstadt und wird von Vereinen, Studentenverbindungen, Schulen und vielen mehr abgehalten. Viele präsentieren ihr geübtes und zeigen was sie können. Als der Umzug beendet war gingen wir weiter durch die Menschenmenge. Bergen ist zweitgrößte Stadt Norwegens und hat knapp 280000 Einwohner und die waren auch alle unterwegs. Uns erzählte ein Norweger später das er auch überrascht über die Massen ist, aber der letzte Nationalfeiertag wurde 2019 gefeiert und deswegen sind es wohl ein paar mehr als sonst 😊. Wir sind weiter Richtung Hafen und haben uns an den Streetfood Pavillons ein wenig umgesehen. Von süßen bis herzhaften gab es hier für jedermann so das wir auch fündig wurden. Unsere Entscheidung gestern essen zu gehen stellte sich als gut Idee heraus. Die Restaurants und Bars platzen aus alles Nähten und es waren lange Schlangen an den Eingängen. Wir sind dann weiter zu den Bryggen, dadurch das alle Straßen rund um das Hafenbecken geschlossen war hat sich die Menschenmenge ein wenig verlaufen. Wir hofften bei den Bryggen einen Platz zu finden um mal in Ruhe ein Platz zu finden in auch mal was kühles erfrischendes zu trinken 😅. Nach kurzen Rundgang auf den Jahrmarkt sind wir dann zurück in die kleinen Gassen der Stadt und haben endlich unseren Platz in der Sonne mit bar gefunden. Hier haben wir ein wenig verweilt und den treiben zugesehen. So langsam leerten sich dann die Straßen wie auch die jungen Männer 😅. Also ging es gemächlich zurück zur Tram was wohl einige dachten. Die erste ließen wir ausfallen in der Hoffnung das die nächste leerer ist. Dem war nicht so also haben wir uns reingepresst und von hinten haben dann auch noch welche gedrückt. Man fühlte sich so ein wenig an die Videos aus Chinas Straßenbahn erinnert 😅. Da man nun eh sehr eng mit jeden war kamen zur Ablenkung Gespräche auf 😅. Die Bergener kannten ihre Tram so voll auch nicht. Zum Abend gab es dann Elch aus der Pfanne 😅😋

    Fazit: Bergen ist einer der schönsten Städte auf unserer Tour gewesen das wir nun auch noch soviel Glück hatten das wir zum Nationalfeiertag hier waren hat uns sehr gefreut. Die Norwegen gelten ja eher als ruhig und besonnen aber an dem Tag drehen sie richtig auf. Schön war’s und für jeden zu empfehlen 😊

    Morgen gehts in die Nähe von Odda. Odda ist ein kleiner Ort in der Nähe des Buarbreen. Wir wollen versuchen den Gletscher zu erreichen, wissen aber noch nicht ob es klappt.
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    Kerstin Hillbrecht

    -Bergen ist eine tolle Stadt🤗

    .Sebastian

    Jaaaa 😍

    Schön geschrieben, als wäre man selbst dabei gewesen. 👫😎 [Jürgen]

    .Sebastian

    Danke ☺️

     
  • Day24

    Tag 24 — Førde/Bergen

    May 16 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Wer mal in Norwegen unterwegs ist und ein Hotel sucht, ist bei der Norwegischen Kette Hotel Thon ganz gut aufgehoben. Das Frühstücksbüffet, heute morgen, hat keine Wünsche übrig gelassen und wir haben uns ordentlich gestärkt auf den Weg nach Bergen gemacht.

    Wieder mal ging es durch etliche Tunnel von 200m bis 4,6 km und schönen Passagen am Fjord entlang. Bis wir zur Mittagszeit in Bergen eingetroffen sind. Da morgen ja Feiertag ist haben wir heute unser Touristenprogramm schon erledigt. So ging es als erstes mit der Fløibane auf den 320m hohen Berg Fløyen hoch. Die 1918 eröffnete Bergbahn bringt einen bei bis zu 26% Steigung in gut 5 Minuten auf die Spitze des Berges. Von hier hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt Bergen und den Hafen mit seinen umliegenden Schären. Der Berg wird hauptsächlich als Naherholungsgebiet genutzt auch haben mehre Wanderwege hier ihren Startpunkt. Wir haben aber mehr das kulinarische Angebot hier oben genutzt und haben uns bei Zimtschnecke und Kaffee die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen😊. Ja heute morgen hat uns seit ner gefühlten Ewigkeit die Sonne angelacht und wir kommen auch langsam an deutsche Temperaturen ran, es waren zeitweise 19 grad 🌞 😊.
    Als nächstes ging es wieder runter in die Stadt, auf direkten Weg in das historische Hanseviertel Bryggen. Das UNESCO Weltkulturerbe liegt direkt an der Hafenbucht Vågan und der Name bedeutet übersetzt etwa Ladungsbrücke oder auch Tyskebryggen - Deutsche Brücken. Die am Ende des 11. Jhd gegründete Stadt war nie Mitglied der Hanse wurde aber für diese so wichtig, das sie 1343 die ersten Kontore hier errichtete. Da Kontore kein Mitglied der Hanse werden durften unterstanden die Kontore anfangs der Hansestadt Lübeck bis sie 20 Jahre später dem Hansetag unterstanden. Die Speicher sind komplett aus Holz, trotzdem sind sie Verhältnismäßig selten abgebrannt. Während die Stadt Bergen oft abgebrannt ist sind die Speicher nur 11 mal abgebrannt, wohl gemerkt in knapp 700 Jahren. Hatte den einfachen Hintergrund das die Hanse natürlich ein Interesse daran hatte das ihre Waren nicht abbrennen und so wurden harte Regel erlassen um ein anbrennen zu verhindern.

    Nach ein wenig stöbern in den Gassen und Geschäften der Bryggen ging es noch kurz zur Marienkirche oder auch deutschen Kirche. Die zur gleichen Zeit wie die Kontore der Bryggen gebaute Kirche, wurde hauptsächlich von den deutsche Kaufleuten der Hanse genutzt. Selbst die Predigt wurden bis Ende des 19. Jhd in deutsch von deutschen Pastoren gehalten.

    Danach ging es weiter zur Festung Bergenhus. Sie wurde im 12. jhd errichtet und wurde bis in den zweiten Weltkrieg immer wieder erweitert. Auch heute sind hier noch militärische Einrichtungen beherbergt aber man kann die komplette Festung betreten und die großen Wiesen werden von der Bevölkerung zum entspannen genutzt.

    Weiter ging es auf die andere Seite der Bucht. Durch den morgigen Feiertag sind überall schon Buden und Fahrgeschäfte aufgebaut, auch platzt der Hafen aus allen Nähten durch die großen Jachten. Wir sind aber weiter durch kleine bunte Straßen übern den Markt bis zur Johanneskirche. Sie thront über einer lange Steintreppe entlang über den Markt. Die Kirche liegt sehr ruhig und weit ab vom Trubel des Hafens und man hat eine tolle Aussicht auf den Markt.
    Weiter ging es zurück zum Hafen, entlang am Fischmarkt an riesigen Krabben und großen Fischen auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant für uns. Da die Chance auf ein Restaurantbesuch für uns morgen sehr schwierig stehen, geht es halt heute ins Restaurant. Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen haben ging es mit dem Auto weiter Richtung Süden. Nicht ohne einen Abstecher an unseren ersten Stabkirche, der Stabkirche Fantoft. Die Stabkirche wurde in Fortun gebaut und sollte dort, weil sie laut Gesetz zu klein war, einer größeren weichen. Also kaufte der Bergener Konsul Fredrik Georg Gade die Kirche ließ sie abbauen und auf seinem Grundstück im Wald von Bergen wieder aufbauen.
    Da wir noch zur größten Stabkirche wollen, gibt es mehr Infos bei der nächsten Stabkirche.

    So ich muss Schluss machen die ersten Salutschüsse wurden gerade geschossen und Niels ist beim Frühstück bei 😅.

    Einen schönen Grunnlovsdag (Verfassungstag) 🇳🇴🌞🎉🥳🍾
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    Martina Klopp

    Toll, in Bergen kann man prima heiraten...

    Jens Hillbrecht

    Nicht nur heiraten, man kann auch achöne Tage dort genießen. Gerade um diese Zeit, es wird nie richtig dunkel.

    .Sebastian

    Wir haben seit knapp 3 Wochen nicht mehr die Sterne gesehen 😅 langsam wird’s mal wieder Zeit 😅