• Patrick Sp
Apr – May 2025

Südkorea und Japan

Es geht nach Osten, ins Land der aufgehenden Sonne. Ich werde versuchen täglich zu berichten und ein passendes Haiku (meist von ChatGPT) zu dichten. Read more
  • Trip start
    April 20, 2025

    Warten auf Godot

    April 20 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    Mit der Deutschen Bahn habe ich es tatsächlich mal ganz gut an den Frankfurter Flughafen geschafft. Hier ein kurzes (von ChatGPT verfasstes) Haiku dazu:

    «Zug rauscht durch das Land,
    Koffer tanzen im Gang leicht –
    Frankfurt naht im Wind.»

    Aktuell warte ich noch vor der Sicherheitskontrolle, da diese erst um 19:30 aufmacht. Dem geneigten Leser fällt bestimmt auf, dass bereits 19:33 ist. Von japanischer Pünktlichkeit ist in Frankfurt also noch keine Spur...

    Nächster Halt Abu Dhabi zum Umstieg in den Flieger nach Seoul.
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  • Angekommen

    April 21 in South Korea ⋅ 🌫 12 °C

    Nach ca. 18h Reise endlich in Seoul, bzw. Incheon angekommen. Da der Zug so spät nicht mehr in die Stadt reinfährt, übernachte ich am Flughafen. Morgen soll es leider regnen. Werde wohl auf Indoor Aktivitäten umplanen müssen 🥲

    «Seoul empfängt mich still,
    müder Blick, die Luft ist schwer –
    Regen naht mit Grau.»
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  • Regen auf mein Haupt

    April 22 in South Korea ⋅ 🌙 17 °C

    Zunächst ging es vom Airport Hotel in die Stadt ins richtige Hostel. Leider war die Wettervorschau korrekt und es regnete wie aus Kübeln. Und da ich so früh am Hostel war, konnte ich auch noch nicht einchecken; meinen Backpack durfte ich aber zurücklassen, sodass ich mich direkt ins Wasser... Ähm... Natürlich in die Stadt stürzen konnte.

    Zunächst alten traditionellen Hanoks (Häuser), Dank dem Regen auch praktisch menschenleer. Da es dann aber tatsächlich immer stärker regnete, wich ich auf einen Markt aus, in dem es von Essen über Playmobil bis hin zu Motoröl alles gab. Ich konnte zwar nicht lesen was ich gegessen habe (Google hat es mir mit Taekwondo übersetzt) aber es hat geschmeckt 😋
    Bisschen Kultur darf natürlich auch nicht fehlen, deshalb ging es anschließend in eine Mall. Aber little Twist: in der Mitte eine schöne große Bücherei. Vorbei am Jahr 2012 mit dem Gangnam Style flanierte ich mit meinem knallgelben Schirm die Straße entlang bis ich ein kleines Restaurant mit englischer Karte fand. Dort gab es dann Bimpipap mit Bolgogi (ja die englische Karte hat nicht so viel gebracht 😂)

    Zum Schluss noch das Haiku des Tages

    «Sprühregen fällt sacht,
    Marktduft mischt sich mit Beton –
    Gangnam tanzt im Takt.»
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  • Seoul besticht mit Sonne

    April 23 in South Korea ⋅ 🌙 15 °C

    Ein wunderprächtiger Tag startete heute mit einem leckeren frisch gemixten Mangosaft. Zu Fuß ging es dann zu verschiedenen Palästen und Tempeln, hoch und wieder runter zum Seoul Tower und weite Strecken durch kleine Gässchen und Sträßchen. Insgesamt 27km bei knapp 37.000 Schritten, meine Beine merken es aber auch...

    Zu Mittag gab es super leckeres Korean Fried Chicken mit allerlei Beilagen. Zwischendurch mal einen saftigen Cookie und zu Abend eine deftige Ramen Suppe.

    «Tonkatsu im Licht,
    Schritte füllen Seouls Gassen –
    klarer Blick vom Turm.»
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  • Nordkorea ganz nah

    April 24 in South Korea ⋅ 🌬 11 °C

    Um 6 Uhr (!) ging es heute morgen langsam los Richtung Grenze zu Nordkorea (wobei es defacto keine Grenze ist, da der Krieg nur unterbrochen ist), es handelt sich um die DMZ (Demilitarised Zone). Und dazu gehört eine Passkontrolle und ständige Überwachung. Bilder Richtung Nordkorea dürfen auch nicht gemacht werden und selbst die Bewohner der DMZ haben eine Ausgangssperre in der Nacht. Vor einigen Monaten hat NK eine Bahntrasse in die Luft gesprengt, weshalb aktuell wieder etwas Spannung herrscht. Außerdem ist der Bereich noch weit vermient, spontane Spaziergänge könnten einen daher dem Papst wieder ganz nah bringen.

    Die Aussicht auf dieses versperrte Land sind gleichzeitig faszinierend und schauerhaft. Wenn man bedenkt, dass in nur wenigen Kilometern die Menschen an Hunger sterben... Es herrscht auch das Gerücht, dass man in Pjöngjang (Hauptstadt) keine Vögel mehr zwitschern hört...

    Außerdem ging es noch in einen der Tunnel die von Nordkorea gegraben wurden um Südkorea zu infiltrieren.

    Mittlerweile bin ich wieder am Flughafen von Seoul um morgen weiter nach Japan zu fliegen. Kawai!

    «Stille an der Grenz’,
    Bulgogi wärmt den Abschied –
    Morgen ruft Japan.»
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  • Konnichiwa Hiroshima

    April 26 in Japan ⋅ 🌙 8 °C

    Früh am Morgen ging es mit einem holprigen Flug nach Japan, endlich! Und kaum hatte ich Fuß in das Land der aufgehenden Sonne gesetzt, da wusste ich es schon. Es wird großartig. Ich bin zwar erst seit knapp 14 Stunden hier, aber ich bin begeistert!

    Alles fing mit einer super organisierten Immigration an, so schnell ging das noch nie ohne vorher ein Visum zu haben (und selbst dann). Jeder Einzelne auf dem Weg war hilfsbereit um geradewegs jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, sozusagen.

    Dann fuhr ein pünktlicher Bus uns in die erste japanische Stadt. Und natürlich kamen wir auch pünktlich an. Fix den JR Railpass abgeholt und schon ging es zum Hostel. In Seoul war es eher grauenhaft (Schnarchen, dreckig, unpersönlich). Aber hier: bäääm! Super nette Rezeptionistin, direkt alles erklärt, konnte meinen Backpack bis zum Check-in ablegen und die Stadt erkunden. Vorneweg: dafür dass das ein Hostel ist, schreit es nach Sternen. Ein ganzes Amenitie Kit (inkl. Pyjama, Zahnbürste, Haarbürste, Waschlappen, Feuchttüchlein, und Slippers) vorhanden. Die Klos: ein warmes Träumchen. Der Sitz ist vorgeheizt, und das Wasser auch. Man betätigt nur einen Knopf und fühlt sich (im wahrsten Sinne des Wortes) frisch geduscht. Die Duschen ausgestattet mit 2 verschiedenen Duschgels und Shampoos, Conditioner und Gesichtswasser. Haargel, Harsprühzeug, usw usw. Das habe ich auf all meinen bisherigen Reisen so noch *NIE* erlebt! Ihr merkt, ich bin begeistert.

    In der Stadt ging es zu allererst zum 7-11, dem Konbini (Convenience Store) weshalb ich eigentlich hier bin - Spaß. Direkt mal ein Erdbeer Sandwich und frischen Smoothie gegönnt. Weiter ging es zum Friedenspark und dem nahegelegenen traurigen "Wahrzeichen" der Stadt, dem nach dem Atomschlag stehen gebliebenen Ausstellungsraum. Hier musste meine Begeisterung dem Entsetzen weichen, das in echt vor Augen zu haben. Auch das angeschlossene Museum mit Berichten ist mehr als nur eindrücklich. Die Stimmung war gedrückt, und obwohl es proppe voll war, hätte man eine Stecknadel fallen hören. Jeder Mensch dieser Erde sollte mal hier vorbei kommen. Insb. ganz besondere narzisstische Persönlichkeiten die ganz oben an der Macht stehen in einigen Ländern... Peace is always an option!

    Weiter ging es zum Hiroshima Castle und einem nahegelegenen Park. Hier kehrte wieder Ruhe und Frieden ein und an manchen Stellen fühlte man sich wie in einem Ghibli Film. Spätnachmittags gab es dann ein traditionelles Okonomiyaki (dünner Pfannkuchen mit Kohl, Mungobohnen, Speck, Ei und einer speziellen Soße). Wird direkt vor einem zubereitet und man isst noch von der heißen Platte 😇 Anschließend machte ich mich noch auf zum Hafen um den Sonnenuntergang zu bewundern. Als ein großes Kreuzfahrtschiff vorbeifuhr kam eine alte Dame vorbei zum Fotos machen. Mit ziemlich gutem Englisch unterhielten wir uns dann über Kreuzfahrten, merkten beide, dass sie uns sehr Spaß machen, wir aber die Menschenmassen nicht so mögen 😂

    Zurück im Hostel wollte ich eigentlich ins Bett, traf dann aber noch einen Franzosen und einen Belgier zum quatschen und nochmal kurz einen Spaziergang machen um das Phänomen der betrunken Salaryman zu bewundern, und ja so richtig Sturz besoffen.

    «Hiroshimas Schweigen,
    Okonomiyaki glüht –
    Lachen bei Nachtwind.»
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  • Miyajima rauf und runter

    April 26 in Japan ⋅ 🌙 14 °C

    Heute ging es zum schwebenden Tori (das sind die Eingänge zu Schreinen). Dieses befindet sich vor der Insel Miyajima im Wasser, zumindest bei Flut, weshalb ich schon um kurz nach 8 vor Ort sein musste (so langsam habe ich Schlafmangel 😂). Aber diese Szenerie ist episch! Auch der dazugehörige Schrein steht im Wasser, und mit dem Rot auf Blau ergibt das wunderbare Bilder. Da ich so früh dort war, war es auch noch sehr ruhig und nur wenige Touris waren unterwegs. Anschließend bin ich durch das Dörfchen geschlendert, habe Rehe beobachtet und mich dann entschieden mit der Seilbahn den Berg etwas hinauf zu fahren. Ich dachte die Seilbahn würde mich ganz nach oben bringen aber nö, 1h Wanderung in der fast-schon-Hitze stand noch bevor. Unterwegs habe ich mir noch was zu trinken besorgt. Es sah aus wie Eistee stellte sich aber als Gerstengetränk raus. Und ich sag euch, wenn man was süßes fruchtiges erwartet, war das ziemlich eklig 🥲
    Aber oben angekommen, unterwegs noch ein paar weitere Schreine mit sehr schönen Postkartenmotiven gesehen und dann der Ausblick: fantastisch!
    Dann düngte mich aber ein kleines Hüngerli, weshalb ich mich wieder auf den Abstieg begab. Eine Spezialität sind Austern. Und ja Mama, ich esse sehr ungern Austern bzw. gar nicht, aber bei anderen Kulturen macht man eine Ausnahme. Und tatsächlich war die gebackene Auster mit Knobi nicht schlecht und die frittierten waren auch was ganz besonderes!
    Danach ging es noch durch die mittlerweile überfüllte Hauptstraße. Das waren mir aber zu viele Menschen, daher abgebogen und auf Erkundungstour begeben. Auf einmal total ruhig und gemächlich. Ein Eis gab es dann auch noch. Und dann musste ich mich schon langsam auf den Rückweg machen. Ich entschloss mich die Strecke mit der Straßenbahn zurückzufahren, einfach um noch paar Eindrücke zu sammeln, war aber so müde, dass ich kurzzeitig weggenickt bin 😅 es hat aber auch so schön geschaukelt.

    Morgen geht es weiter nach Nara 😍

    «Miyajima ruft,
    Austern, Berg und stilles Tor –
    Straßenbahn summt leis.»
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  • Shinkansen so schnell wie der Blitz

    April 27 in Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute stand das erste Mal Shinkansen fahren auf dem Plan. Einmal von Hiroshima nach Himeji und dann weiter nach Shin-Osaka. Da beides nur relativ kurze Strecken waren habe ich auf ein klassisches Ekiben (das Bento für den Zug) verzichtet. Da kommt dann von Kyoto nach Tokyo 😜 also auch das Shinkansen fahren ist einzigartig. Ganz davon abgesehen, dass die Japaner die Uhrzeiten nicht nur als potentielle Empfehlungen für Abfahrten sehen... Die Kollegen der Deutschen Bahn könnten ja mal ein Praktikum hier machen. Würde dafür auch Japanisch lernen und als kostenloser Übersetzer arbeiten.......

    In Himeji angekommen ging es direkt zum Castle das einem viel Freude mit vielen Treppen schenkte. Aber der Ausblick von oben und die angegliederten Gärten waren jeden Schritt wert. Und hey, meine Schuhe scheinen nicht ganz so schlecht zu sein, keine Blasen bisher ✌🏼

    Weiter ging es dann nach Osaka. Aktuell findet hier die Expo 2025 statt. Da man ja sonst nicht mal eben auf ne Expo kann, habe ich mir kurzer Hand ein Ticket gekauft und bin dort ein wenig rumgeschlendert. Natürlich den Deutschen und Französischen Pavillon besucht und noch einige weitere. Da dies nur ein Zwischenstopp sein sollte, ging es dann auch zum Endziel weiter: Nara. Die Stadt mit dem Rehpark, in dem sich die Rehe vor einem Verbeugen für einen Keks. So die Theorie 😜 ich werde morgen mehr berichten können.

    Zum Abendessen gab es noch ein hervorragendes Kaarage Set (Ramen mit frittiertem Hühnchen dazu). Ich bin so satt.

    «Shinkansen fliegt leicht,
    weiße Burg, Expo erblüht –
    Ramen duftet warm.»
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  • Rehe und Hochhäuser

    April 28 in Japan ⋅ 🌙 12 °C

    Auf ging es früh in den Tag um möglichst wenig andere Touristen an den Hotspots zu haben. Daher wanderte ich direkt tief in den Nara Wald hinein zu einem wunderschönen und mystischen Schrein. Wer schon Ghibli Filme gesehen: genauso war es hier! Ich wartete nur auf einen Tunnel um am anderen Ende von Chihiro begrüßt zu werden!
    Da sich langsam auch andere Touristen anschlichen, wanderte ich weiter zu den most-famous Nara Rehen. Die, die sich verbeugen. Und sie taten es! Die die sich um mich scharrten, waren allerdings noch Anfänger, und verdrehten teilweise den Kopf. Im Nachhinein aber besser so, die "alten Hasen" unter den verbeugenden Rehen wurden auch gerne mal ein bisschen aggressiv, wenn sie nicht direkt was zu futtern bekommen haben. Meine schauten mich nur drollig an 😇 aber das war schon eine sehr coole experience!
    Leider fing es dann an zu Tröpfeln was sich schnell zu einem taifunartigen Schauer entwickelte. Ich flüchtete ins Hotel zurück und machte erstmal ein Nickerchen. Als ich aufwachte, prasselte der Regen weiterhin aufs Dach; den Rest des Tages im Zimmer zu hocken kam aber nicht in Frage, dafür gibt es hier viel zu viel zu sehen! Daher schnell den Regenradar gecheckt und tatsächlich sollte es in Osaka nicht regnen. Dank meinen JR West Pass kann ich mit der Bahn 'kostenlos' rüber fahren. Gesagt getan, ich saß im Local Express nach Osaka.
    Ich verließ die Bahn etwas südlich des Zentrums um noch ein paar schöne Bilder zu machen und schlenderte dann Richtung Dotonbori. Unterwegs gab es noch ein sehr leckeres Abendessen, ich weiß allerdings nicht genau wie ich es beschreiben soll. Eine Art Eier Reis mit Hühnchen, Frühlingszwiebeln und Kimchi. Hühnchen ist hier immer unglaublich zart und saftig!
    In Dotonbori angekommen kam ich aus dem Staunen kaum raus. Das ist eine japanische Großstadt wie aus dem Bilderbuch: knallig, voll und ultra lecker riechend!
    Zum Schluss habe ich noch einen Geheimtipp ausgenutzt um einen schönen Abendblick über Osaka zu haben. Bevor es mit einem der letzten Züge nach Nara zurück ging.

    «Rehe in Nara,
    Schreine flüstern alte Zeit –
    Osaka tost, würzt.»
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  • Auf nach Kyoto

    April 29 in Japan ⋅ 🌙 10 °C

    Heute Morgen ging es mit dem Miyakoji Rapid nach Kyoto. Dort angekommen legte ich erstmal meinen Backpack im Hotel ab und machte mich dann auf in den Nord-Westen der Stadt.

    Dort angekommen passierte es zum ersten Mal: ich stieg in den falschen Bus. Es dämmerte mir, als keiner der anderen 6 Touris an dieser Gott verlassenen Haltestelle einstiegen und sich im Bus wirklich ausschließlich Japaner befanden. Aber es war ein Happy Little Accident, wie es Bob Ross sagen würde. Schlussendlich landete ich in einem kleinen abgelegenen Bergdörfchen inmitten einer wunderhübschen Landschaft. Ein kleiner Fluss zog hindurch und ich spazierte gemächlich durch das ebenso ruhige Dorf. Der Weg zum ersten Schrein/Tempel führte mich durch einen Tunnel in dem es spuken soll. Ich hatte eher das Gefühl die bereits früher erwähnte Chihiro am Ende zu treffen 😇
    So wanderte ich weiter Richtung Kyoto, hatte schöne Tempel zum besichtigen und kam schlussendlich an einem Bambuswald raus. Dort in der Nähe gab es noch ein leckeres Mittagessen aus Buchweizennudeln (Soba) mit Rind. Als Nachtisch gab es unterwegs noch ein Erdbeer-Crème-Brûlée-Crêpe 😋

    Zunächst einmal checkte ich dann im Hotel ein. Und überlegte dann, ob ich noch nach Osaka fahren wollte oder was anderes unternehmen. Da es aber schon relativ spät war, und ich mehr Zeit für Osaka bräuchte, entschloss ich mich zum Fushimi Inari-Taisha Schrein zu fahren, in der Hoffnung, dass die meisten Touris schon weg waren (Spoiler, waren sie nicht...). Aber trotzdem gab es auch hier beeindruckendes und schönes zu bewundern. Noch dem Sonnenuntergang zugeschaut und dann ab Futter fangen. Im wahrsten Sinne, es ging zu einem Sushi Belt. Und mein Gott, ich werde in Deutschland nie wieder Sushi essen können, und zu einem Preis, unschlagbar! Darf ich einfach hier bleiben?

    «Kyotos Pfade grün,
    tausend Tore still im Licht –
    Sushi zieht vorbei.»
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  • Schreine und Sento

    April 30 in Japan ⋅ 🌙 15 °C

    Heute ging es zu Fuß durch Kyoto. Sehr früh am Morgen, um den Tourimassen aus dem Weg zu gehen machte ich mich auf. Zunächst in Richtung Gion wo ich ein paar schöne Motive fand. Da es noch sehr früh war, hatten die Tempel und Schreine leider noch nicht auf, weshalb ich mir erstmal ein leckeres Frühstück suchen musste 😜 ein Himbeer Croissant, und selbst das können sie!
    Dann konnte ich mir ein paar schöne Tempel anschauen, einer davon mit 1000 Statuen. Da es sich um ein sehr heiligen Bereich handelte, gab es keine Fotos. Aber auch der angeschlossene Garten war echt nicht zu verachten. Weiter flanierte ich durch die Stadt. Vorbei an Bambus Wäldern, alten Schreinen, Katzen und noch mehr Schreinen.

    Dann düngte mich ein leichtes Hüngerli, und die Antwort darauf waren fantastische Gyoza! Mit vollem Magen ging es erstmal zurück zum Hotel da ich mir überlegt hatte Nachmittags noch Osaka zu fahren um mir die Burg anzuschauen. Da es dann aber schon kurz nach 4 war, als ich dort ankam, war es fast schon zu spät (ich bin im Zug eingeschlafen und am Flughafen aufgewacht 😅).

    Und da meine Beine nach den insgesamt 190km zu Fuß in den letzten Tagen doch so langsam müde wurden war es Zeit für ein Onsen, bzw. in diesem Fall ein Sento. Das sind die traditionellen Bäder. Erste sind mit Thermalwasserbetrieben, zweitere mit "künstlich" erhitzen Wasser. Kein Unterschied, man kann dort super entspannen und fühlt sich wie neugeboren!

    Dann kam wieder das Hüngerli. Diesmal war es so groß, dass ich vergessen habe meine Takoyaki zu fotografieren 😂

    «Kyotos Schreine glänz’n,
    Gyoza, Dampf, dann Onsen-Ruh –
    Takoyaki glüht.»
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  • Einmal ins Abenteuerland

    May 1 in Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute stand ein eher Kontra-Japanisches Programm auf der Tagesordnung: die Universal Studios Osaka. Da mir mittlerweile viele Mitreisende (bzw. Entgegenreisende) und weitere empfohlen haben die Universal Studios zu besuchen (insb. für den kleinen Harry Potter Fan in mir), habe ich dorthin einen Abstecher gemacht.

    Ich muss sagen, jeder der ein Harry Potter Fan ist muss da mal hin. Die Fahrten im Themenbereich versetzen einen nach Hogwarts und Hogsmeade und sind den Abstecher auf jeden Fall wert! Dazu kam dann noch die Nintendo World mit Mario, Luigi und Ko. Bäm direkt in die Kindheit zuruckgebeamt. Sonst auch so tolle Achterbahnen wie im Europapark, aber wie sonst auch in Japan, deutlich besser organisiert. Mir kam glaube ich auch zu Gute, dass parallel die Expo läuft, die aktuell mehr Besucher anzieht. Ich konnte jede Achterbahn fahren, musste nur selten lange anstehen und konnte eine sogar direkt noch einmal fahren 😇

    Zum Abschluss schlenderte ich nochmals durch Osaka, gönnte mir ein weiteres Onsen und liege jetzt glücklich im Bett.

    Morgen geht es zu einem weiteren Highlight: Fuji-san.

    «Zauber in der Hitze,
    Harry fliegt durch Osakas Glanz –
    Onsen, Sushi, Ruh.»
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  • Travel Day

    May 2 in Japan ⋅ ☁️ 10 °C

    Von Kyoto ging es mit dem Nozomi Shinkansen zunächst nach Tokyo. Unterwegs gab es lecker Ekiben im Zug. In Tokyo angekommen, direkt Backpack abgegeben und wieder ab in einen anderen Zug Richtung Mt. Fuji.

    Leider habe ich ihn bislang noch nicht gesehen: es regnet schon den ganzen Tag. Aber morgen soll es sich bessern. Die Daumen sind gedrückt.

    «Zug durch Regenflut,
    Ekiben still, Fuji fehlt –
    Sushi tropft bei Nacht.»
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  • Auftritt Fuji-san

    May 4 in Japan ⋅ ☁️ 19 °C

    Um 4:30 klingelte der Wecker, denn der Sonnenaufgang ist für 4:52 geplant. Alle meine Daumen waren gedrückt, dass sich das Regenwetter verzogen hat, groß waren die Erwartungen. Und bääääm: Fuji-san enttäuscht nicht. Der leicht Rosa Schimmer über dem schneebedeckten Gipfel: einzigartig, atemberaubend, Gänsehaut pur. Da machen auch die 10°C nichts mehr aus. Einfach nur bewundern!

    Weiter ging es durch die Stadt, auf der Suche nach schönen Ausblicken auf den Fuji. Und um noch ein bisschen Niveau zu schaffen ging es auf einen 30 minütigen steilen Aufstieg zu einem Tori und einer Pagode. Jeder Schweißtropfen war es wert!

    Irgendwann ging dann mein Limited Express zurück nach Tokyo (leider ohne Sitzplatz). Hier erwartete mich erstmal die Herausforderung mein Gepäck wiederzufinden, der Tokyoter Bahnhof ist halt einfach riesig mit einer nicht zu unterschätzenden Menschenmasse... Schlussendlich gelang mir es aber und ich machte mich auf ins Hostel. Von dort ging es zunächst zum Asakusa Schrein (leider maximal überlaufen) und dann weiter zum Skytree. Von dort schlenderte ich durch die Sträßchen bis zum Hokusai Museum mit der Großen Welle. Danach suchte ich meinen Weg durch Ginza, und eigentlich noch eine Jeans kaufen wie mir gerade auffällt.

    Abends noch nach Shibuya zur berühmten Kreuzung. Auch hier wieder eine Masse an Menschen, das kann man sich nicht vorstellen.

    «Fujis Licht erwacht,
    Zug trägt mich in Strom aus Glanz –
    Shibuya pulsiert.»
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  • New York, Rio, Tokyo

    May 4 in Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute ging es Kreuz und quer durch die Mega-Metropole Tokyo. Zu Beginn ein leckeres Frühstück, bestehend aus kleinen Gebäcken und dann los in den Ueno Park. Hier und dort schöne Tempel und kleine Schreine und ein cooles Naturkundemuseum.

    Weiter ging es Richtung Kaiser Palast mit angeschlossenen Gärten. Den Kaiser habe ich leider nicht getroffen. Mit meinen mehr als eingeschränkten Japanisch-Kenntnissen wäre auch die Konversation sicherlich schwer geworden 😜 auf dem Weg fand dann noch ein kleines Street Food Festival statt.

    Dann wollte ich eigentlich noch auf eine Aussichtsplattform, diese hatte aber leider wegen Renovierung geschlossen. Daher ging es weiter Richtung Shinjuku durch ein etwas älteres Viertel mit abertausenden kleinen Grill-Ständen. Der Geruch war intensiv, aber einem ist das Wasser im Mund zusammengelaufen. Noch fix eine frische Jeans gekauft und schon ging es weiter Richtung Tokyo Tower, einem der Wahrzeichen der Stadt. Und schon war es 21 Uhr und ich machte mich zurück auf den Heimweg. Mittlerweile habe ich eine Blase am Kleinzeh ✌🏼

    «Tokyo im Blätterspiel,
    Kaiser schweigt, Park atmet still –
    Omoide glüht.»
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  • Noch mehr Schreine und Aussichten

    May 6 in Japan ⋅ 🌧 16 °C

    Es ging los Richtung Shinjuku da ich von dort südwärts Richtung Shibuya spazieren wollte. In einem Mega Don Quijote habe ich mir dann noch ein Hanko (Stempel) mit meinem Namen anfertigen lassen und ein paar Salted Caramel Kit Kat gekauft.

    Dann ging es zum Meji Schrein. Zufällig war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte eine Art Priester Prozession beobachten. Thrilling. Insbesondere da die ganzen Touristen auf die Seite verscheucht wurden und so wunderbare Bilder entstanden 😜 vor Ort ging es dann noch durch einen Garten bevor es weiter gehen Süden bis Shibuya. Dort noch ein wenig geschlemmt bevor es weiter in Richtung Roppongi Hills ging. Dort hatte ich ein Ticket zum Tokyo City View. Einer Aussichtsplattform auf 250m mit einem fast 360° Panorama. Ich war früher als gedacht dort, musste daher ein wenig ausharren bis zum Sonnenuntergang, aber ganz ehrlich, es gibt so viel zu sehen (u.a. konnte man in der Ferne auch den Fuji erahnen), da wurde es einem nicht langweilig. Der kleine Photograph in mir hatte dann noch die Schnapsidee ein Zeitraffer vom nächtlichen Erwachen der Stadt zu machen. Dies bedeutete aber auch mein Handy 2h ans Fenster zu stellen und aufpassen zu müssen, dass keiner der Touristen es anstößt oder gar wegmoppst. Aber es lief alles gut. Da ich dort rumstand wurde ich schnell zum Photographen für andere und viele quatschen mich an, wie lange ich denn schon hier stehe für die Aufnahmen. Aber es hat sich gelohnt 🙃

    «Schreine, Priester zieh’n,
    Parks verharren, Stadt pulsiert –
    Roppongi im Licht.»
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  • Last Night

    May 6 in Japan ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute brach der letzte Tag in Tokyo und damit für mich auch in Japan an. Morgen geht es erst nochmal nach Seoul und dann gen Heimat. Noch ist der Bericht also noch nicht zu Ende.

    Da es heute den ganzen Tag geregnet (faszinierend übrigens, es regnete durchschnittlich alle 5 Tage) flanierte ich gemächlich durch Museen und Ausstellungen. Einen kleinen Shibuya Besuch konnte ich jedoch nicht ausschlagen um noch einmal das Pochen zu spüren. Das Team Lab Borderless war eine gigantische immersive Ausstellung. Und da ich weiß, dass es 2 gibt und ich mir eines besucht habe, muss ich wohl oder übel nochmal nach Tokyo! 😇

    «Letzter Abend naht,
    Licht fließt durch die Kunst im Grau –
    Regen, stilles Sushi.»
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  • Langer Zwischenstand

    May 7 in Japan ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute morgen ging es um 8:55 nach Seoul. Und seit 11 Uhr sitze bzw. laufe ich jetzt am Flughafen rum (also bereits 9 Stunden). Leider kann ich das Gepäck auch erst in 2h abgeben. Und der Flug geht erst in 5 Stunden. Sicherlich fragt sich jetzt die geneigte Leserschaft, weshalb der Idiot so früh schon wieder nach Seoul geflogen ist: Weil er schiss hatte, dass Murphys Law greift und der Flug sich verspätet, ausfällt oder in der nicht Taifun Zeit, ein Taifun über Japan hinwegfegt. Daher kenne ich jetzt den Seouler Flughafen in- und auswendig.

    Außerdem kann ich berichten, dass man mit einem Gepäckwagen ca. 15 Minuten einmal rund um Terminal 1 und ca. 1900 Schritte braucht.

    Ich habe die erste Staffel von LOL UK mittlerweile durch, sitze wieder bei Sherlock Holmes und lade abwechselnd meine Kopfhörer und mein Handy.

    Beim Abschied aus Japan gab es noch ein sehr putziges Winken des Bodenpersonals. Herzallerliebst! Und ich durfte nochmal den Fuji sehen.

    «Abschied fällt so schwer,
    Japan bleibt im Herzen stark –
    Seoul wacht, ich warte.»
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  • Das Gepäckband

    May 8 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach einem sehr ruhigen Flug von Seoul nach Abu Dhabi auf dem ich 8 von 9 Stunden geschlafen habe, durfte ich auch den Flughafen Abu Dhabi kennen lernen, denn hier hatte ich auch nochmals knapp 8 Stunden Aufenthalt. Noch kurz geduscht und dann ging es weiter.

    Auch der zweite Flug war sehr entspannt und mit ein paar Filmen ging er schnell rum. Überraschenderweise kam mein Gepäck sehr sehr früh dieses Mal. Aber, die Deutsche Bahn. Sonst immer 5 Minuten verspätet. Heute pünktlich und sie fährt mir vor der Nase weg. Nächster Zug in 1,5 Stunden, dieser hat natürlich schon Verspätung und ist mit einem Umstieg der auch verspätet ist. Deshalb sitze ich jetzt in einem Bus von Frankfurt nach Darmstadt. Dann von Darmstadt nach Heidelberg. Und dann von Heidelberg nach Karlsruhe. Ich. Könnte. Kotzen. Ich fahre NIE WIEDER MIT DER DEUTSCHEN BAHN ZU EINEM DEUTSCHEN FLUGHAFEN. ICH. BIN. ES. LEID.

    Aber trotzdem, es war mir wie immer eine Freude. Ich danke für's mitlesen und mitreisen, und freue mich schon aufs nächste Mal.

    Bis dann. Bis zur nächsten Reise. Take care and bye bye.

    4D Update: die Bahn in der ich sitze, stink nach menschlichen Hinterlassenschaften. In Japan würde sich jetzt wenigstens jemand entschuldigen. Bzw. es wäre gar nicht so weit gekommen.

    «Zug kommt nie zur Zeit,
    Klo verstopft, die Luft steht schwer –
    Deutschland rollt nicht mehr.»
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    Trip end
    May 8, 2025