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TimothesaGoesAsia

Un’avventura di 81 giorni di hesi & Timoo Leggi altro
  • Mit dem Nachtzug nach Agra

    12 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 29 °C

    Die 700 km Distanz zwischen Amritsar und Agra legen wir über Nacht zurück. Unser ewiglange Bummelzug, der gefühlt in jedem Dorf anhält braucht dafür insgesamt gut 12 Stunden. Wir haben die 2. Klasse mit AC (2A) gebucht. Hier ist der Aufbau im Wageninneren ähnlich, wie bei unserer ersten Zugfahrt in Usbekistan. Auch hier sind immer zwei Betten übereinander und gegenüber der Nische ist parallel zum Gang ein drittes Stockbett angeordnet. Vom Zugpersonal wird auch hier frische Bettwäsche ausgeteilt. Zusätzlich gibt es Vorhänge, um die Nischen voneinander etwas abzutrennen.
    Der Wagen ist ziemlich leer, so dass wir erstmal alleine sind in unserer Nische. Während ich erkältet (vermutlich von der AC der ersten Zugfahrt) und ziemlich schlapp einsteige und mich um 4 Uhr nachmittags direkt schlafen lege, ist Timo bei Reiseantritt noch fit. Unser vorbestelltes Abendessen - man kann sich bei der indischen Zuggesellschaft bei ausgewählten Restaurants an einigen Haltestellen Essen in den Zug liefern lassen - isst Timo ziemlich allein. Ich esse später noch etwas Reis. Was anderes kann ich nicht essen. Am nächsten Morgen ist der Wagen nicht mehr ganz so leer. Alle Betten sind in unserer Nische belegt. Während ich wieder ziemlich fit bin, konnte Timo mit heftigen Magen-Darm-Beschwerden kaum schlafen.
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  • Weltwunder Taj Mahal

    13 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 28 °C

    Das Taj Mahal, UNESCO Weltkulturerbe und eines der sieben neuen Weltwunder steht auch bei uns auf der Bucket List.

    Das aus weißem Marmor errichtete Mausoleum ließ der muslimische Großmogul Shah Jahan im 17. Jahrhundert zum Gedenken an seine große Liebe Mumtaz Mahal erbauen, welche bei der Geburt ihres 14. Kindes verstorben ist. Der Legende nach wollte er auf der gegenüberliegenden Flussseite für sich selbst ein spiegelbildliches Mausoleum ganz aus schwarzem Stein mit goldener Verbindungsbrücke errichten. Dazu kam es aber nie, da er wohl von seinem machtbesessenen Sohn, welcher zuvor seine älteren Brüder tötete, eingesperrt wurde.

    Die Symmetrie und die Größe des Taj Mahal sind echt beeindruckend. Wunderschönes Kunsthandwerk sind auch die in den Marmor eingelassenen bunten Steine, die eine filigrane florale Verzierung oder arabische Schriftzeichen bilden.

    Nach unserem Taj Mahal Besuch zur Mittagszeit geht's zurück zum Hotel, erstmal einchecken und ausruhen. Am späten Nachmittag geht's dann noch zum Aussichtspunkt auf der gegenüberliegenden Flussseite. Mehr Programm schaffen wir heute nicht.
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  • Baby Taj und Agra Fort

    14 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 27 °C

    Das Mousoleum I'timād-ud-Daulah, die Ruhestätte des Großvaters von Mumtaz Mahal, sieht ein wenig aus wie das Taj Mahal in Miniaturform, weshalb es liebevoll auch "Baby Taj" genannt wird.

    Das Agra Fort ist eine massive Festung, welche Ende des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Sie diente den Herrschern der verschiedenen Zeiten als Hauptresidenz.Leggi altro

  • Im AC Chair Car (CC) nach Jaipur

    14 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 30 °C

    Am Bahnhof angekommen, laufen wir am Steig mal wieder an das falsche Zugende. Kein Problem, wir haben genug Zeit eingeplant. Bei den ewig langen Zügen in Indien muss man locker 5 Minuten Laufzeit vom einen Ende zum Anderen berücksichtigen. Dafür bekommen wir noch ein paar Äffchen zu Gesicht, die sich in einem Wagon verirrt haben. Auch der Kuchen, den Timo gerade noch hatte, gehört jetzt einem Makaken. 🐒

    Nach einem kurzen Aufenthalt in Agra geht's für uns schon wieder weiter. Auch wenn wir nicht ganz fit waren, haben wir zumindest die wichtigsten Spots gesehen. Zudem hatten wir eine schöne Unterkunft, das Aman Homestay, mit gemütlicher Dachterrasse.
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  • Sightseeing in Jaipur

    15 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 27 °C

    Mit unserem TukTuk-Fahrer Ali, der uns gestern vom Bahnhof zum Hostel gebracht hat, vereinbaren wir eine TukTuk-Sightseeing-Tour durch Jaipur. Normalerweise erkunden wir eine Stadt gerne zu Fuß. Um uns noch ein wenig zu schonen, ist die TukTuk-Tour aber genau richtig. Alis sprücheklopfender Bruder Moja ist auch dabei. So machen wir uns zu viert auf den Weg.
    Noch ein schneller Schnappschuss am Tor zur rosa Stadt, ehe wir aus dem Zentrum raus fahren. Unser erstes Ziel ist das königliche Krematorium vergangener Zeiten Gaitore Ki Chhatriyan. Halbseitig von Bergen eingesäumt, ist unter jeder der vielen Kuppeln ein Mitglied des Königshaus eingeäschert. Schön ruhig und idyllisch hier. Ein paar Stufen den Berg hoch, haben wir zudem eine tolle Aussicht auf die Stadt. Weiter geht's zum Amber Fort. Die auf Halbhöhe gelegene Festung ist schön angelegt. Im labyrinthartigen Aufbau des Palastes mit den verschiedensten Botengängen und einem Tunnel zur nahegelegenen Verteidungsfestung kann man sich auch schnell Mal verirren. So hätten wir doch fast das Herzstück den Spiegelpalast "Sheesh Mahal" verpasst. Nach zwei weniger spektakulären Zwischenstopps und einem Mittagessen führen uns die zwei zum Elephant Village. Einen Elefanten hautnah zu erleben ist schon was ganz besonderes. Im Nachhinein bin ich mir aber nicht so sicher, ob es den Elefanten hier tatsächlich so gut geht, wie es uns versichert wurde. Ich kann es nur hoffen. Ein etwas ungutes Gefühl bleibt.
    Inzwischen ist es dunkel und wir sind erschöpft. Zu einem Stop am großteils unter Wasser gelegenen Palast Jal Malhal und der Albert Hall lassen wir uns dennoch gerne überreden.
    Leider lässt es Moja - der uns inzwischen ziemlich auf die Nerven geht - immer noch nicht gut sein. Er führt uns noch zu einem Textilhersteller, der angeblich zur Heimarbeit verpflichtende Wittwen, die Möglichkeit gibt, ein wenig Geld zu verdienen. Ob das so stimmt? - wohl doch eher Werbemasche. Immerhin bekommen wir hier die typisch verwendete Holzstempeltechnik präsentiert. Das ist interessant. Danach entwickelt sich das ganze zu einer reinen Verkaufsveranstaltung. Nach knapp einer halben Stunde - inzwischen ist es halb 9 - werden wir endlich zum Hostel gebracht.
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  • Mehndi - Indische Hennakunst

    15 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 29 °C

    Mehndi ist eine temporäre Hautverzierung von normalerweise Händen oder Beinen mit Hennafarben vom indischen Subkontinent. In der indischen Tradition wird Mehndi typischerweise bei hinduistischen Hochzeiten aber auch Festen wie Diwali angewendet.

    In Jaipur lasse ich meinen Handrücken von einer Hennakünstlerin, die ihren Shop vor dem Krematorium Gaitore Ki Chhatriyan aufgebaut hat, verzieren. Etwa eine Stunde nach der Malerei ist die Farbe eingetrocknet. Dann kommt Öl drauf und man kann die Hennareste abkratzen. Die darunter vorkommende oberste Hautschicht hat sich rot-braun verfärbt. Das Henna-Tattoo ist aber nicht dauerhaft, im Zuge der normalen Hauterneuerung verliert man die Farbpigmente. Das dauert wohl so zwei bis vier Wochen.
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  • Zweiter und letzter Tag in Jaipur

    16 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 30 °C

    Auf die Hektik einer indischen Stadt haben wir auch am zweiten Tag in Jaipur keine Lust, weshalb wir wieder etwas raus fahren. Wir starten mit der kleinen Wanderung "Hathni Kund". Von der Wanderung haben wir zwar mehr erwartet, aber immerhin ist es hier schön ruhig. Danach besichtigen wir noch das Nahargarh Fort und Jaigarh Fort, die sich hier in der Nähe befinden. Zweiters ist die Verteidigungsfestung des Palastes Amber Fort.
    Den Rest des Tages - inzwischen ist es auch schon nach 3 - entspannen wir auf der schönen Dachterrasse unseres Hostels der Hostelkette Moustache.

    Abgesehen von der Albert Hall haben wir von der geschichtsträchtigen Rosaroten Stadt, deren Basar zu den lebendigsten Handelsplätzen in ganz Asien zählt, leider nichts besichtigt. Wir waren einfach nicht in der Stimmung für so viel Trubel und Gewusel. Das nächste Mal dann, denn Jaipur ist berühmt für verschiedene Handwerkskunst, wie Handdrucke, Batiken, Patchwork, Stickereien und blaue Keramiken.
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  • First Class nach Sawai Madhopur

    17 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 24 °C

    In der First Class in Indien hat man eine abschließbare Kabine. Jeweils zwei Stockbetten sind hier untergebracht. Die seitlichen Betten parallel zum Gang gibt es nicht.

    Wir haben Glück. Etwa 12 Stunden vor Abfahrt werden unsere Waiting List Tickets bestätigt und wir können erste Klasse um 9:00 Uhr fahren, anstatt Sleeper - das ist hier die Holzklasse - um 6:00 Uhr früh. Beim Anblick der Menschenmenge, die sich in die Sleeper quetschen, sind wir echt froh darum.
    Wir beide sind zwar im gleichen Wagen, aber in verschiedenen Kabinen untergebracht. Timo hat einen Hund mit an Board, ich ein kleines Baby.
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  • Safari im Ranthambore Nationalpark

    18 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 19 °C

    Der Ranthambore-Nationalpark gehört zu den beliebtesten Nationalparks in Indien und empfängt über 90 000 Besucher im Jahr. Derzeit leben ungefähr 80 Tiger im Park, außerdem zahlreiche Axishirsche, Nilgauantilopen, Schakale, Panther und Dschungelkatzen sowie unzählige Vogelarten. Eingeteilt ist der Park in zehn Zonen. Die ersten fünf sind die Inneren Zonen, in denen die Chance auf Tigersichtung deutlich höher ist.

    Sawai Madhopur ist das Tor zum Ranthambore Nationalpark. Von hier starten wir zwei Jeepsafaris. Eine Nachmittags von 14:30 bis 18:00 Uhr in Zone 3, die andere am nächsten Morgen von 6:30 bis 10:00 Uhr in Zone 4. Der Nationalpark ist richtig schön angelegt und wahrscheinlich einer der wenigen komplett müllfreien Orte Indiens. Dank der Regenzeit von Juli bis September ist es noch ziemlich grün und dicht bewaldet. Wir sehen viele Pfauen und verschiedene Hirsche, ein paar indische Hanuman Languren (Affenart), zwei Wildschweine, eine Nilgauantilope, zwei einer anderen kleineren Antilopenart, ein paar Krokodile, zwei Echsen und viele verschiedene Vogelarten, u.a. einen Eisvogel und schwarze Störche. Das Glück einen Tiger zu sehen, hatten wir leider nicht.
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  • Weiter geht's nach Pushkar

    18 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 31 °C

    Die Züge haben oft lange Routen und sind dafür auch schon Mal 2 Tage am Stück unterwegs. Unser Zug heute hat seine Reise bereits gestern Nachmittag begonnen und kommt etwa anderthalb Stunden zu spät bei uns in Sawai Madhopur an. Die nächsten 4,5 Stunden - dieses Mal haben wir das seitliche Stockbett - sind wir an Board. Vom Endbahnhof Ajmer geht's dann noch mit einem Taxi in die Kleinstadt Pushkar.Leggi altro

  • Kamelsafari in Pushkar

    19 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 31 °C

    Zum Sonnenuntergang haben wir heute Abend eine Kamelsafari gebucht. Gegen halb 5 werden wir am Hotel abgeholt. Auf einer Honda Hero - dieses Modell machen gefühlt 90 % der Motorräder in Indien aus - fahren wir zu dritt zum Stadtrand. Hier warten schon die gesattelten Kamela auf uns. Gemeinsam mit unseren Kamelführern geht's in Schrittgeschwindigkeit in die überschaubare Wüste von Pushkar. Von den beiden erfahren wir, dass hier in zwei Wochen die Pushkar Mela - die größte Kamelmesse der Welt - stattfindet. Nach gut einer Stunde Kamelritt erreichen wir den Sunset-Point. Während wir den Sonnenuntergang verfolgen genießen wir noch einen Masala Chai. Dann geht's auf direktem Weg - inzwischen ist es auch schon dunkel - wieder zurück.

    Die Kamelsafari hat echt Spaß gemacht. Ganz so idyllisch, wie ich es mir vorgestellt habe, war der Wüstentripp aber leider nicht. Gerade am Anfang der Strecke begegnet uns sehr viel Müll. Sowohl Kleinmengen wild verstreut aber auch ganze Berge davon. Der immer präsente Müll gehört leider zu Indien. Außerdem werden Kamelsafaris - egal ob Ausritt oder mit Wagen - von den motorisierten Jepps und Quads verdrängt, die deutlich mehr Lärm und Müll mitbringen.
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  • Auf den Savitri Pahar zum Sonnenaufgang

    20 ottobre 2022, India ⋅ 🌙 20 °C

    Wir sind heute früh auf. Nach einer Stunde Fußmarsch und unzähligen Stufen erreichen wir um kurz vor 6 den Gipfel Savitri Pahar. Von hier genießen wir den Sonnenaufgang und schauen den Affen beim klettern zu.Leggi altro

  • Wir erkunden Pushkar

    20 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 30 °C

    Brahma, ist neben Vishnu und Shiva einer der drei wichtigen Hindu-Göttern. Obwohl Brahma der Schöpfer des Universums ist, steht der einzige Tempel der Brahma geweiht ist in Pushkar. Dieser Ort ist daher für Hindus heilig und eine Pilgerstätte.

    Nach der Überlieferung wurde Pushkar geboren, als der Schöpfergott Brahma eine Lotusblüte (pushpa), die er in seinen Händen (kar) hielt, fallen ließ. An den drei Stellen, wo die Lotusblätter zu Boden fielen, entsprang wundersamerweise mitten in der Wüste Wasser, das drei kleine blaue Seen bildete. Der Legende nach hat Brahma außerdem das wunderschöne einheimische Mädchen Gayatri geheiratet, da er eine Gehmahlin zur Vollendung eines Rituals benötigte und seine erste Frau Savitri unzulänglich war. Als Savitri davon erfuhr, eilte sie nach Pushkar und verfluchte Brahma, dass er nirgendwo sonst verehrt und Pushkar der einzige Ort sein würde, an dem es einen ihm gewidmeten Tempel geben würde.
    Heute liegen an den gegenüberliegenden Enden von Pushkar zwei Hügel mit jeweils einem Tempel. Der höhere ist Savitri gewidmet - hier waren wir für den Sonnenaufgang, während der kleinere Gayatri gewidmet ist.

    Diese und andere spannende Hintergrundgeschichten zu Pushkar, dem Hinduismus und der indischen Kultur im allgemeinen lernen wir von unserem Guide Manish (@ThePushkarRoute) bei einer empfehlenswerten Stadtführung kennen.
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  • Hier lässt es sich aushalten...

    21 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 24 °C

    Da Pushkar dem Schöpfergott Brahma geweiht ist, sind alle Speisen innerhalb der Stadtgrenzen streng vegetarisch: Fleisch, Eier und Alkohol sind verpönt – wobei uns zumindest Bier in fast jedem Lokal, abseits der Getränkekarte, angeboten wird. Außerdem ist die Kleinstadt auf viele Touristen, vor allem Israelis eingestellt. Warum genau so viele Israelis hierher kommen, habe ich noch nicht verstanden. Dank ihnen gibt es aber oftmals israelische Gerichte, wie Hummus oder Shakshuka auf der Speisekarte. In vielen Cafés und Restaurants gibt es aber auch noch weitere leckere Alternativen zur indischen Kost.

    Besonders gut gefallen uns hier auch unsere Unterkünfte. Sowohl das Inn Seventh Heaven im Zentrum als auch das Schwesterhotel DIA Homestay etwas außerhalb, haben Flair, schöne Zimmer, einladende Aufenthaltsbereiche, wahnsinnig hilfsbereites Personal und bieten tolle Ausblicke. Im Seventh Heaven steht außerdem ein schöner Massageraum bereit, indem wir uns eine ayurvedische Massage gönnen. Zum Frühstück gibt es auch endlich Mal was anderes als Marmeladentoast und Cornflakes als nicht-indische Frühstücksvariante.

    Restaurantempfehlungen:
    - The Sixth Sense im Seventh Heaven
    - Laura's Café mit tollem Seeblick
    - The Funkey Monkey
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  • Im AC ChairCar (CC) geht's nach Udaipur

    21 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 32 °C

    An unserem letzten Tag in Pushkar besuchen wir die Yogaschule Sanatanyog (@sanatanyog_) von Balmukund Ashram. Echt der Wahnsinn wie sich dieser Kerl verbiegen kann. Zwei Stunden Backbending Yoga später sind wir ziemlich platt aber glücklich. Auch wenn wir nicht alles perfekt hinbekommen haben, hat es richtig Spaß gemacht! Wir entspannen noch ein wenig im Café und in unserer Unterkunft, ehe wir die Weiterreise antreten. Von der Nachbarstadt Ajmer geht's mit dem Zug in fünf Stunden nach Udaipur.Leggi altro

  • Von Verkäufern und Souvenirs

    22 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 29 °C

    In Udaipurs Altstadt gibt es jede Menge kleine Läden die Kunsthandwerke verkaufen. Von Hippie-Kleidung über Maßschneidereien, Lederwaren und gemalten Kunstwerken ist alles dabei. Die Spezialität der Stadt ist dabei die Miniaturmalerei im Mewari-Stil auf Papier und Seide. Viele Handwerker hier haben diese Kunst von ihren Vorfahren erlernt, die Künstler für die Könige waren.

    Von den geschäftstüchtigen Verkäufern wird man häufig auf der Straße angesprochen und erstmal nach der Herkunft gefragt. Auf die Antwort wird meistens mit ein paar Fetzen deutsch reagiert. Mehr oder weniger raffiniert versuchen sie einen in das eigene Geschäft zu locken.
    Ziemlich raffiniert macht das ein junger Künstler, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Er erzählt uns, dass es in der Pinakothek in München demnächst eine Mewari-Kunstaustellung geben wird und auch Kunstwerke seiner Künstlerfamilie ausgestellt werden. Er würde dafür nach München reisen. Wahrscheinlich keine wahre Geschichte, aber egal. Er gibt uns noch ein paar nützliche Reisetipps, wie einen guten Spot für den Sonnenuntergang und informiert uns über die günstigere staatliche Bootstour. Da ich ohnehin in Udaipur eine Miniaturmalerei als Andenken mitnehmen möchte, kommen wir gerne in sein Geschäft und lassen uns von ihm den Herstellungsprozess erläutern:

    Traditionell werden für die Malereien Naturfarben sogenannte 'Stone Colours' verwendet, die aus Früchten, Blumen, Blättern und Steinen gewonnen werden. Zu feinem Pulver gemahlen und mit Wasser und natürlichem Gummi vermischt entsteht die Malfarbe. Die feinen Pinselstriche gelingen mit feinen Haarpinseln aus Eichhörnchenschwanzhaar. Dafür wird den hier heimischen Streifenhörnchen hin und wieder ein Haarschnitt verpasst. Die Motive sind meist königliche Ereignisse oder einzelne Tiere in einem zweidimensionalen perspektivischen Stil mit mehrfachen Bordüren.
    Häufig werden auch die drei für Rajasthan wichtigen Tiere: Kamel, Elefant und Pferd kombiniert. Das Kamel steht für Liebe und die Stadt Jaislamer, der Elefant für Glück und Jaipur und das Pferd für Stärke und Udaipur. Bei manchen Gemälden werden zudem noch der Pfau für Jodhpur, die Kuh für die heilige Stadt Pushkar und der Tiger für den Ranthambore Nationalpark ergänzt.
    Neben unserem Favoriten Ganesha auf Seide, dass uns beiden schon auf den ersten Blick richtig gut gefallen hat, kaufen wir noch eine Seidenmalerei mit den sechs Tieren. Denn alle sechs wichtigen Orte Rajasthans sind auf unserer Reiseroute - auch eine schöne Erinnerung.

    Immer noch im Kunstgeschäft steht schon der nächste Verkäufer parat. Der Onkel, der noch besser Deutsch spricht, hat sich zu uns gesellt und erzählt von seiner bekannten Schneiderei 'Sandouk'. Bei ihm könne man hochwertige Maßanzüge zu einem geringen Preis anfertigen lassen. Judi Dench, besser bekannt als 'M' aus James Bond und ihr Freund haben auch schon bei ihm, während der Dreharbeiten zu "The Best Exotic Marigold Hotel", eingekauft. - Udaipur war übrigens auch ein Drehort zu James Bonds "Octopussy". - Noch mehr shoppen wollen wir aber nicht und lehnen ab. Da wir in der Nachbarschaft nächtigen, sehen wir die beiden hin und wieder. Einmal erzählt der Onkel, dass die Touristenzahl nicht annähernd Vor-Corona-Niveau erreicht hat. Für uns gut, für die Verkäufer nicht.
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  • So viel Wasser und Paläste in Udaipur

    23 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 30 °C

    Udaipur, ehemals die Hauptstadt des Reichs Mewar, wurde im Jahr 1559 von Maharana Udai Singh II. gegründet. Dank der prunkvollen Residenzen und einem künstlich angelegten Seensystem im Herzen der Stadt lässt sich Udaipur ohne Zweifel als Stadt der Seen und Paläste bezeichnen.
    Der größte See im Zentrum ist der Pichhola-See, an den der Stadtpalast angrenzt. Im See selbst gibt es den Sommerpalast "Jag Niwas", der heute als Hotel "Lake Palace" genutzt wird, den Gartenpalast "Jag Mandir", der von steinernen Elefanten bewacht wird und noch ein kleine mit Säulen bebaute Insel.
    Hoch auf einem Berg 5 km westlich der Stadt steht zudem der „Monsunpalast“ Sajjangarh, der ursprünglich zur Observation der Monsunwolken genutzt werden sollte.
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  • Raus in die Natur - Bahubali Hills

    23 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 26 °C

    Etwa eine halbe Stunde außerhalb von Udaipur findet sich sagenhafte Natur. Die bergige Landschaft hier eignet sich bestimmt super zum Wandern.
    Zusammen mit Sarah, einer Belgierin, die wir schon in Delhi kennen gelernt haben, fahren wir zu den Bahubali hills am Badi Lake zum Sonnenuntergang. Vom Parkplatz, zu dem uns unserer TukTuk-Fahrer bringt sind es nur etwa 15 Minuten zu Fuß den Berg hoch.Leggi altro

  • Udaipur City

    24 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 28 °C

    Uns gefällt es in Udaipur. Die Seen, die schmalen verwinkelten Gassen, die Paläste - hier ist alles ziemlich kompakt und das meiste fußläufig erreichbar. Zudem gibt es viele schöne Cafés, von deren Dachterrassen wir gerne den Ausblick genießen. Beim Essen, egal zu welcher Tageszeit immer genug Zeit mitbringen. Es hat überall - auch wenn wir nur Tee bestellt haben - eine Weile gedauert...

    Unsere Restaurant-Empfehlungen:
    - Millets of Mewar
    Organisch, gesund und vor allem wahnsinnig lecker! Millet ist das englische Wort für Hirse. Das mineralstoffreiche und gesunde Getreide findet man hier in vielen Gerichten. Unsere Empfehlung: Malai kofta, Kadai paneer, Millet veg tikki und der Millet Pudding als Nachtisch. Mewari war uns selbst mit Joghurt zu scharf.

    - Boho Café
    Entspanntes Boho-Rooftop mit super Blick über den Pichhola-See. Es gibt leckeres continentales Frühstück und gute Mocktails. Continentale und indische Gerichte sahen gut aus, haben wir selber aber nicht gegessen

    - HelloBoho!
    Richtig toll eingerichtet und wahrscheinlich das höchste Gebäude der Stadt. Alleine für den Ausblick lohnt es sich. Es ist etwas schwer zu finden, da die ganz schmalen verwinkelten Gassen des ältesten Stadtteils in Google Maps nicht hinterlegt sind - einfach Leute auf der Straße nach dem richtigen Weg fragen!
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  • Happy Diwali

    24 ottobre 2022, India ⋅ 🌙 20 °C

    Diwali, das Lichterfest, ist eines der beliebtesten Feste im Hinduismus. Es ist so etwa wie Weihnachten und Silvester zusammen. Viele Inder haben diese Tage frei und verbringen die Zeit gemeinsam mit der Familie. Diwali bedeutet übersetzt: „die Reihen der erleuchteten Lampen“. Straßen, Geschäfte und Privathäuser werden mit Lichtern geschmückt. Viele Feuerwerkskörper werden während der Nacht in die Luft geschossen, wobei vor allem Kinder auch schon tagsüber die ersten Böller zünden.

    An Diwali wird nicht nur die äußere Welt erleuchtet, sondern auch die innere. Der Mensch soll sich erinnern, dass er ein göttlich erschaffenes Wesen ist. Es wird auch der Triumph des Lichts über die Dunkelheit, des Guten über das Böse, der Erkenntnis über die Unwissenheit gefeiert. Diwali steht für Neubeginn. Die Mythologie dahinter unterscheidet sich regional. In Nordindien wird an Divali der Gott Rama geehrt, der den Dämon Ravana im Kampf besiegt. Vielerorts wird zudem Lakshmi gedacht, der Göttin des inneren und äußeren Reichtums.

    In Udaipur sind die Straßen und Häuser mit Lichtern, Girlanden und Blumen geschmückt. Alles ist bunt und leuchtet. Bis zum späten Nachmittag ist noch geschäftiges Treiben in den Marktstraßen. Besonders gefragt sind heute Zuckerrohrstangen. Das Lieblingsessen von Lakshmi stellen die Menschen hier um ihr Haus herum auf, um Reichtum, Glück und Wohlstand zu erlangen.
    Den Abend verbringen wir im Hostel. Hier findet eine feierliche Zeremonie statt in deren Anschluss mit Trommeln und unzähligen Feuerwerkskörpern auf der Dachterrasse gefeiert wird.
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  • Mit dem Bus geht es weiter nach Jodhpur

    25 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 32 °C

    Von Udaipur gibt es keine Zugverbindung zu unserem nächsten Ziel, weshalb wir heute Bus fahren. Abfahrt ist schon um 6 Uhr in der Früh. Das ist echt früh, zumal wir gestern Diwali gefeiert haben - dafür sind wir zeitig in Jodhpur. Wir verschlafen die ganze Busfahrt und erreichen gegen 11 Uhr unsere Unterkunft.
    Hier frühstücken wir erstmal gemütlich und entspannen noch bis wir um 12 Uhr einchecken können.
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  • Mehrangarh Fort und Jaswant Thada

    25 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 33 °C

    Das majestätische Mehrangarh Fort ist die wohl eindruckvollste Festung von Rajasthan. Hoch oben auf einem gewaltigen Sandsteinsockel thronend bestimmt sie das Landschaftsbild. Mit den mächtigen Befestigungsmauern erwies sie sich als nahezu unverwundbar, weshalb die Stadt zu Mogulzeiten großen Reichtum durch den Handel ansammelte.
    In die Festung gelangt man durch das Jai Pol, das erste von sieben Verteidigungstoren des Forts, die in Schlangenlinien angeordnet sind. Das sechste der sieben Tore, das Loha Pol, weist eine scharfe Biegung und noch schärfere Eisennägel auf, um das Eindringen von Kriegselefanten zu verhindern. An der Torwand prangen die Handabdrücke der Witwen des Maharadschas Man Singh. In Befolgung des rajputischen Ehrenkodexes starben sie 1843 auf dem Verbrennungshaufen ihres Ehemannes – die letzte Massen-Sati von Frauen eines Marwari-Maharadschas.

    Vom Fort nur 500 Meter in nördliche Richtung entfernt, befindet sich der mit Säulen versehene Marmorbau Jaswant Thada, der Gedenkstätte für den populären Herrscher Jaswant Singh II. (1878–95), der Jodhpur von Banditen säuberte, Bewässerungssysteme anlegen ließ und die Wirtschaft ankurbelte.
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  • Jodhpur: schöne blaue Stadt

    26 ottobre 2022, India ⋅ ☀️ 30 °C

    Jodhpur, die blaue Stadt, hat ihren Beinamen erhalten, da viele Häuser in der Altstadt blau sind. Der blaue Anstrich war ursprünglich das Kennzeichen von hochkastiger Brahmanen und geht darauf zurück, dass der weißen Kalktünche Indigo beigemischt wurde, was als Schutz der Gebäude gegen Insekten und Sonneneinstrahlung im Sommer gedacht war.

    In Jodhpur haben wir schöne Spaziergänge vom Fort herunter in die Altstadt und vom Stadttor Chandpole ausgehend Richtung Fort laufend. Vielleicht liegt es auch an Diwali am Vortag, aber es ist viel ruhiger und wenig Verkehr hier.

    Unsere Empfehlungen:
    - Café Laalten - Entspannte Atmosphäre mit Dachterrasse
    - Restaurant Jhankar - Schönes Haveli mit ruhigem Restaurant im Innenhof
    - Neela House - Kleine Boutique am Uhrturm 'Ghanta Gar' neben dem nördlichen Tor Richtung Altstadt. Hier gibt's schöne bunte Sommerkleider.
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