• Sophie Bayard
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Sophies -Reise durch die- Welt

Unnärwägs. Les mer
  • Reisens start
    23. oktober 2022

    Playa del Carmen - ¡Bienvenido a Mexico!

    24. oktober 2022, Mexico ⋅ ⛅ 28 °C

    And so it begins! Mein Trip startete mit einer langen Reise mit Zug, Flugzeug und Bus - vom herbstlichen Wallis über Madrid und Cancún nach Playa del Carmen, einer kleinen Stadt an der warmen Karibikküste Mexikos.

    Einen kleinen Kulturschock hatte ich schon, als ich nach meiner Ankunft vom Busbahnhof in unser Hotel lief: Überall laute Musik, Clubs, betrunkene Touristen wohin das Auge reicht. Der Ballermann ist wohl nichts dagegen (vermute ich, war noch nie da :)).

    Umso grösser war die Freude, als ich dann endlich meine zwei Freundinnen in den Arm nehmen konnte, Chanti und Natha, die im Hotel auf mich warteten (sie sind schon seit einer Woche in Mexico).
    Den ersten Tag nahmen wir gemütlich, Besuch im Frieda Kahlo Museum und chillen im Rooftoppool. Und natürlich hatten wir uns seeehr viel zu erzählen... rätschu, dorfu, hängärtu, värzellu, rällu...
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  • Holbox - tropical vibes

    30. oktober 2022, Mexico ⋅ ☀️ 27 °C

    Mit hohen Erwartungen reisten wir weiter nach Holbox (wird Holbosch ausgesprochen), einer Insel im Norden von Yucatán. Wir wurden nicht enttäuscht! Weisse Sandstrände, super Essen und entspannte Inselatmosphäre. Was will man mehr?

    Der Regen verwandelte die Landstrassen dieses kleinen Städtchens in ein einziges Schlammfeld, was uns vor allem bei unserer Velotour zum Verhängnis wurde. 😅

    Bei einem Ausflug gingen wir Fischen, da hat doch glatt ein kleiner Hai bei mir angebissen! 🤯 Unser Fang wurde anschliessend direkt zu einem leckeren Ceviche verarbeitet.

    Ein Hightlight war sicher auch die nächtliche Kayaktour, bei der wir das Naturphänomen Biolumineszenz (Iluminati? 🤔) bestaunen konnten. Dabei leuchtet das Meer bei jeder Schwimmbewegung auf. "Da obina lüchtunt dStärna, hiä unnina lüchtä wiär" 🎶.

    Zum Schluss durfte auch ein bisschen Party nicht fehlen, man ist ja schliesslich noch keine 30. 😄 So verbrachten wir die letzte Nacht mit vielen anderen Backpackern tanzend am Strand.
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  • Isla Mujeres und Valladolid

    3. november 2022, Mexico ⋅ 🌧 25 °C

    Da wir noch nicht genug hatten vom Leben am Strand, gings weiter nach Isla Mujeres, die Insel der Frauen. Hier stiess auch Kerstin dazu, somit ist unser Reisegrüppli Santa Monika komplett und wir können endlich richtig jassen! 😉

    Auf der Insel machten wir einen Schnorchelausflug zum zweitgrössten Korallenriff der Welt! Die Unterwasserwelt faszinierte mit Fischen und Korallen in unterschiedlichsten Farben und Formen. 🐡🐠🐟

    Anfang November feiern die Mexikaner*innen den Día de muertos, an dem die Verstorbenen aus dem Reich der Toten zurückkommen. In Häusern und Geschäften werden Tische mit Opfergaben aufgestellt, sogenannte Ofrendas, die mit Blumen, Kerzen und Bilder der Verstorbenen geziert werden. Zudem stellen sie den Verstorbenen Esswaren auf die Ofrendas, die die Verstorbenen zu Lebzeiten besonders gern hatten.
    Da der Día de muertos eher ein fröhliches Fest ist, schminken und verkleiden sich die Leute und feiern den Anlass mit Gesang und Musik. 💃

    Am Donnerstag verliessen wir dann die Küste Richtung Festland, nach Valladolid. Ein schönes Städchen mit vielen bunten Häuschen und herzigen Restaurants.

    Sehenswert waren auch die zahlreichen Cenoten, die wir besuchten. Dabei handelt es sich um unterirdische Höhlen oder Löcher im Boden, die mit Grundwasser gefüllt sind. Für die Mayas waren die Cenoten auch ein Übergang in die Unterwelt.

    Um noch mehr über die Kultur, Religion und Politik der Mayas zu erfahren, besuchten wir Chichen Itza (von manchen auch Schnitzelinsla genannt 😁) eine bedeutende Mayastätte. Sie ist Unesco-Welterbe und zählt zu den sieben modernen Weltwunder.
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  • Mérida und San Cris

    10. november 2022, Mexico ⋅ ☀️ 16 °C

    Von Valladolid gings weiter nach Mérida, der Hauptstadt des Staats Yucatán. Mérida erlebten wir als pulsierende Stadt, wieder mit Häusern in allen Farben. In unserem Hostel besuchten wir gleich am ersten Abend einen Salsakurs. Das Gelernte konnten wir dann anschliessend direkt in einer Salsabar anwenden. 💃 Obwohl das Niveau hier schon sehr hoch war, hat es trotzdem Spass gemacht. 😊

    Unser letzter Stopp in Mexiko war San Cristóbal de las Casas, wo wir die letzten drei Nächte verbrachten. 17 Stunden dauerte die Busfahrt von Mérida nach San Cris. 😰 Hier war es bedeutend kühler, eine willkommene Abwechslung zu den 30 Grad in Yucatán.

    Zum ersten Mal lernten wir Mexiko von einer anderen Seite kennen: als wir im Hostel ankamen, riet man uns, sehr vorsichtig zu sein und das Zentrum auf keinen Fall zu verlassen. Grund dafür war die Verhaftung eines bekannten Leaders der Mafia. Dies führte zu vielen Aufständen und Ausschreitungen in gewissen Quartieren.

    Fazit nach drei Wochen Mexiko: Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, das Essen fantastisch und die Leute sehr hilfsbereit und viel pünktlicher und zuverlässiger als gedacht!

    Nun sitzen wir im Bus Richtung Guatemala.
    ¡Adiós México!
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  • Guatemala - San Juan am Atitlansee

    16. november 2022, Guatemala ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Reise nach Guatemala begann vielversprechend, endete jedoch in einer ewiglangen Fahrt in einem viel zu engen Bus ohne Klimaanlage auf holprigen Strassen und vielen Staus. Aus den versprochenen 10 Stunden wurden 15 Stunden Fahrzeit. Zum Glück haben wir die Fahrt mehr oder weniger gut überstanden - Itinerol sei Dank. 😅

    Am Atitlansee angekommen übernachteten wir eine Nacht in Panajachel, bevor wir am nächsten Tag mit dem Boot zu unserem Airbnb in San Juan mit dem schönen Namen "unbeflecktes Herz am Seeufer" 😄 fuhren. Immer wieder hatten wir unerwünschte Gäste in unserem Schlafzimmer, wie ein Skorpion, eine Raupe oder ein paar Riesenspinnen. Ansonsten genossen wir die Unterkunft sehr.

    San Juan la Laguna ist ein sehr malerisches Städtchen am See, mit viel Street Art, Kustgalerien und traditionellem Handwerk.
    Von dort aus machten wir viele schöne Wanderungen, zum Beispiel den Sunrise Indian Nose Hike oder den Vulkan San Pedro ⛰ auf 3000 m.ü.M. Die Natur hier ist wirklich atemberaubend und die Einheimischen sehr freundlich.

    Es macht auch Spass wieder ein bisschen Spanisch zu sprechen, obwohl das hier nur die Zweitsprache der Einheimischen ist, hauptsächlich wird hier im Mayadialekt Tz'utujil gesprochen.

    Heute geht unsere Reise weiter nach Antigua. 🤩
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  • Antigua - Flores y volcanos

    21. november 2022, Guatemala ⋅ 🌧 16 °C

    Antigua Guatemala ist ein kleines, von Vulkanen umgebenes Städtchen in der Nähe von Guatemala City. Zufällig fand während unseres Aufenthaltes das Festival de las Flores 💐 statt. Während zwei Tagen wurden die Häuser und Kirchen der Stadt mit frischen Blumen in allen Farben geschmückt und am Abend zogen die Leute mit einer Prozession durch die gepflasterten Strassen.
    In Antigua gibt es sehr viele Backpacker und coole Bars, die wir bei einem Pupcrawl kennenlernten.

    Vorgestern erlebten wir ein weiteres Highlight, das uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird: das Acatenango Trekking, bei dem man einen der aktivsten Vulkane der Welt sehen kann. 🌋 Dafür wanderten wir hoch auf 3700 Meter zum Basecamp, wo wir unsere schweren Rucksäcke (10kg 🥵, da wir das Wasser zum Kochen selbst mitnehmen mussten) ablegen durften. Anschliessend wanderten wir noch zu einem Aussichtspunkt, wo man den feuerspuckenden Vulkan aus nächster Nähe bestaunen konnte. Insgesamt wanderten wir an diesem Tag rund 2000 Höhenmeter rauf und ca. 800 runter. Trotzdem machten wir zurück im Basecamp kaum ein Auge zu, der Vulkan eruptierte nämlich ca. alle 15min. und das war jedes Mal seeehr laut.
    Trotz der Anstrengung und dem Muskelkater am nächsten Tag muss ich sagen, dass dieses Naturspektakel etwas vom Atemberaubendsten ist, das ich je gesehen habe. 😌

    Jetzt gehts zum Entspannen an den Strand. 😎
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  • El Paredón

    24. november 2022, Guatemala ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach dem strengen Trekking waren wir froh, ein paar Tage am Strand zu erliwwen. 😎 so bestand unser erster Tag am Pazifik aus Schlafen und Lesen am Pool. Muss auch mal sein!

    In El Paredón legen viele Schildkröten ihre Eier. Ein Verein vor Ort sammelt diese ein und lässt die Schildkröten in einem Gehege schlüpfen. Wir standen um 5.30 Uhr auf, um bei der Freilassung der Tortugas dabei zu sein. Das war ein tolles Erlebnis, den frischgeschlüpften Tierchen bei ihrem ersten Gang ins Meer zuzuschauen. Gleichzeitig konnten wir den wunderschönen Sonnenaufgang bestaunen.

    Bei einer Kayaktour durch die Mangroven sahen wir noch Wasserschildkröten, Pelikane und Vieraugenfische.

    Da uns in Antigua kurzfristig ein Hotel gecancelt wurde, erhielten wir einen Gutschein für eine Übernachtung. Diesen lösten wir für ein schickes Hotel in Guatemala City ein, inklusive Whirlpool auf der Dachterrasse 😍.

    Heute fliegen wir nach Panama City. ✈
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  • Ach wie schön ist Panama!

    29. november 2022, Panama ⋅ ⛅ 27 °C

    In Panama City wären wir gerne noch länger geblieben. Die Stadt gleicht so gar nicht den anderen zentralamerikanischen Städten, die wir bis jetzt besucht haben. Fährt man abends durch den neuen Teil, könnte man meinen, man sei in New York gelandet. 🌃
    Nicht so im alten Stadtteil Casco Viejo, wo wir unsere Unterkunft hatten. Hier hat es coole Bars und Restaurants sowie schöne Kolonialbauten.

    Nach 2 Tagen Panama City startete unser Inselhopping auf San Blas, das wir alle schon sehnsüchtig erwarteten. Während 4 Tagen besuchten wir in einer Gruppe von ca. 30 Backpackern verschiedene Inseln in der Karibik zwischen Panama und Kolumbien.

    Bewohnt werden die kleinen Inseln vom indigenen Stamm der Kuna. Die Kuna sind ein stolzes Volk mit vielen Traditionen und Bräuchen. Touristen sind willkommen, müssen sich aber an die Regeln der Kuna halten. Ausländer dürfen zum Beispiel keine Fische fangen oder Kokosnüsse von den Bäumen nehmen. Diese sind nämlich neben US-Dollar eine Währung der Kuna. 🥥 Jede Kokosnuss auf den Inseln hat somit einen Besitzer. All das lernten wir bei einem Besuch der Caledonia Island Community, wo uns die Kinder mit einem Willkommenstanz begrüssten.

    Ansonsten verbrachten wir die Tage an den traumhaften Stränden mit Beachvolleyball spielen, Schnorcheln und Kartenspielen, bevor wir am Mittwoch in Capurgana, Kolumbien, ankamen.

    Weiter geht's durch die Berge nach Medellín. 🚎
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  • Medellín und Guatapé

    9. desember 2022, Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Medellín empfanden wir als sehr aufregende Stadt mit vielen Gegensätzen. Während einer Tour durch die berühmt-berüchtigte Comuna 13, die früher als gefährlichste Gegend weltweit galt, erfuhren wir so einiges über die dunkle Vergangenheit dieser Millionenstadt. 🕵‍♀️

    Während den 80er und frühen 90er Jahren fungierte das Medellín-Kartell unter der Führung von Pablo Escobar als grösster Kokain-Exporteur der Welt. Attentate, Morde und Entführungen waren an der Tagesordnung.

    Inzwischen hat sich Medellín zu einer modernen Stadt entwickelt und wurde 2013 sogar als innovativste Stadt der Welt gekürt. Doch noch immer herrschen Bandenkriege in den Armen- und Drogenvierteln der Stadt. Der Unterschied zwischen diesen Stadtteilen und dem Villenviertel El Poblado sind frappant.

    Weiter gings nach Guatapé, zurück in die Natur.🌱 Der Ort ist vor allem für das bunte Städtchen und der La Piedra (där Gufär) bekannt, der in der schönen Landschaft hervorragt.

    Leider litt ich während unserem gesamten Aufenthalt in Guatapé an starken Halsschmerzen, weshalb ich nicht alle Aktivitäten mitmachen konnte. 🤒
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  • Trekking zur Ciudad Perdida

    16. desember 2022, Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Unser Reisegrüppli hat sich nochmals vergrössert, Kili und Luca (und ein ominöses Vettri 😉) sind in Cartagena zu uns gestossen. Zu sechst reisten wir weiter nach Santa Marta, wo Kili, Chanti, Kerstin und ich uns auf das Lost City Trekking begaben. Während vier Tagen wanderten wir durch den Tayrona-Nationalpark in der Sierra Nevada de Santa Marta und legten insgesamt ca. 46km zurück.

    Die Wanderung war anstrengend, da wir viele Höhenmeter zurücklegten, Flüsse überqueren mussten, teils durch schlammbedeckte Wege wateten und mit Mosquitos zu kämpfen hatten. 🥵 Der Aufwand hat sich jedoch definitiv gelohnt, wir waren mit einer sehr coolen Gruppe unterwegs und die Natur war atemberaubend!

    Unser Guide Edwin kannte die Gegend wie seine Westentasche und teilte mit uns sein Wissen über Fauna und Flora sowie über die indigenen Völker, die hier leben.
    Sein Vater war im Tayronapark Goldräuber, half später beim Wiederaufbau der archäologischen Stätte und war einer der ersten touristischen Guides. So bekam Edwin von klein auf viel über den Ort mit. Er sprach oft über den Konflikt zwischen Guerillas, Paramilitares, dem Kartell und den Eingeborenen. Zudem war er selbst in ein Kidnapping verwickelt, bei dem seine Turistengruppe bis zu 101 Tagen in Gefangenschaft bei den Guerillas waren.😱 Eine spannende Persönlichkeit, die eine wunderschöne Wanderung noch spezieller machte.
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  • Cartagena und Isla Grande

    19. desember 2022, Colombia ⋅ 🌙 27 °C

    Ups, da fehlt ja noch etwas. Nämlich mein Bericht zur letzten Woche in Kolumbien. 😅 Nach dem Trekking zur Ciudad Perdida fuhren wir quasi in einer Nacht- und Nebelaktion auf die Isla Grande. Hier genossen wir das karibische Inselfeeling in vollen Zügen. Wer kann schon von sich behaupten, seinen 30. Geburtstag am Strand unter Palmen verbracht zu haben? 😏

    Die letzten Nächte verbrachten wir noch in Cartagena, das sich als wahre Perle an der Karibikküste entpuppte. Schöne Cafés im Kolonialstil wechselten sich ab mit überfüllten Souvenirshops, in denen wir etwas (zu) viel Zeit verbrachten 😅. Das Hightlight zum Abschluss war sicher das Kurbad im Krater des Schlammvulkans Totumo. 🌋

    Vollgepackt mit schönen Erinnerungen verliessen wir schweren Herzens das schöne Kolumbien Richtung Schweiz, wo zChrischtchindli schon auf uns wartete. 🎄

    Bald geht's weiter mit Thailand 😎
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  • Bangkok und Ayutthaya

    6. januar 2023, Thailand ⋅ ☁️ 26 °C

    On the road again. 🎉 Oder besser gesagt on the plane. Von den nassen Temperaturen in der Schweiz gings über Dubai ins warme Bangkok. An der Weltmetropole gefielen uns besonders die imposanten Tempel und der feine Streetfood. Ausser die Skorpione, die waren nicht sehr schmackhaft 😜. In den meisten Strassen bemerkt man gar nicht, dass man sich in einer 9-Millionen-Stadt aufhält, da die Strassen nicht wirklich Grossstadtcharakter aufweisen. Das ändert sich, wenn man eine Rooftopbar im 40. Stock eines Hochhauses besucht. Die Skyline ist atemberaubend!

    Um dem erdrückenden Verkehr der Stadt zu entgehen, nahmen wir den Zug gen Norden nach Ayutthaya, der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs Siam. Heute beeindruckt Ayutthaya besonders mit den archäologischen Stätten und Palästen.

    Ob Thailand wirklich das Land des Lächelns ist, lässt sich nur schwer feststellen. Alle Thai tragen nämlich eine Maske, obwohl dies nicht vorgeschrieben ist. 😷
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  • Chiang Mai und Pai

    15. januar 2023, Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Mit dem Nachtzug ging es weiter in den Norden Thailands, nach Chiang Mai. Von hier aus machten wir ein zweitägiges Trekking in einem Nationalpark. Gemeinsam mit anderen Backpackern wanderten wir durch die schöne Natur, legten einen Teil der Strecke auf einem Bambusfloss zurück und übernachteten im Freien in einem Camp. Am Abend besuchten uns noch die Elefanten, die in der Gegend auf einer Farm wohnen. Ein wirklich tolles Erlebnis, die grossen Tiere zu füttern, zu streicheln und zu baden. 😎
    Zurück in Chiang Mai besuchten wir noch ein paar Tempel und den riesigen Night Market.

    Den Weg nach Pai wollten wir (oder besser gesagt wollte Yannick) per Motorrad 🛵 zurücklegen. Wir liehen uns zwei Roller und machten uns auf den Weg durch die Berge ins nordwestlich gelegene Pai. In einer der 762 (!) Kurven rutschte Yannick auf dem Kies aus. 😱 Ausser ein paar Schürfwunden und Prellungen ist ihm zum Glück nichts passiert. Es eilten auch gleich mehrere Leute zu Hilfe, um das Motorrad wieder aus der Böschung auf die Strasse zu heben. Yannick steckte das Ganze besser weg als ich und während dem Rest der Fahrt hatte ich ein mulmiges Gefühl. Erst am dritten Tag konnte ich das Vertrauen in mein Töffli zurückgewinnen und die Ausflüge rund um Pai trotzdem geniessen.

    Der gemütliche Vibe der kleinen Stadt hat uns sehr gut gefallen. Besonders die Livemusik in den Bars und das Nachtleben hat es uns angetan. 😊

    Aber auch die Umgebung von Pai hat viel zu bieten. Wir wanderten zum Pai Canyon und entspannten in den heissen Quellen, in denen man sogar sein eigenes Ei kochen kann 😅. Nicht zu vergessen sind die wunderschönen Sonnenuntergänge, die wir erleben durften. 😍
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  • Auf dem Mekong nach Luang Prabang

    22. januar 2023, Laos ⋅ ☀️ 30 °C

    Da die Thais nicht so gut Englisch können, kommt es immer wieder zu Missverständnissen. So landeten wir zum Beispiel einen Tag früher in Laos als geplant. 😅 Auf einer zweitägigen Bootsfahrt auf dem Mekongfluss trieben wir von der Grenze zu Thailand Richtung Luang Prabang. Am ersten Tag erhielten wir einen Sitzplatz zu vorderst im Boot mit einer fantastischen Aussicht, unterhaltsamen Sitznachbarn und angenehmem Fahrtwind. Am zweiten Tag pferchten sie dieselbe Anzahl Leute auf ein viel kleineres Boot ein. Für uns blieb nur ein kleiner Platz zuhinterst im Boot, direkt neben dem lauten und heisssen Motor. Die siebenstündige Fahrt zog sich deshalb seeehr in die Länge. 😵

    Luang Prabang war sicher bis jetzt ein Highlight unter den Städten. Wir fuhren mit dem Töffli durch die Gegend (diesmal zu zweit 😌), assen sehr leckere laotische Gerichte und genossen die entspannte Atmosphäre dieses grünen Städtchens. Der Kuang Si Wasserfall ist einer der schönsten Wasserfälle, den wir je gesehen haben. Er beeindruckt mit seinen mehrstufigen Pools und seinem ca. 60m hohen Hauptwasserfall.

    Nicht weit von Luang Prabang besuchten wir das Töpferdorf Ban Chan, wo uns der gesamte Prozess der Töpferindustrie gezeigt wurde und wir uns selber beim Töpfern beweisen konnten. 😁

    Die Kommunikation mit den Laot*innen erwies sich bis jetzt noch schwieriger als mit den Thai, aber langsam gewöhnen wir uns dran und versuchen uns mit Händen und Füssen zu verständigen.
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  • Mit Hochgeschwindigkeit durch Laos

    2. februar 2023, Laos ⋅ ☀️ 33 °C

    Sabaidee!🙏

    Unsere zweite Woche in Laos verbrachten wir in den Städten Vang Vieng und der Hauptstadt Vientiane.
    Die Chinesen haben 2021 eine Bahnstrecke eingeweiht, die von China bis nach Vientiane führt. Der Hochgeschwindigkeitszug ist Teil des Projekts "neue Seidenstrasse" über das Peking seinen Einfluss in Südostasien vergrössern will. Wir waren erstaunt über die Modernität des Zuges und vor allem über die Organisation. Man soll eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof sein, um einzuchecken. Gepäck und Pass werden genauso kontrolliert wie am Flughafen und die Sitzplätze sind nummeriert. Anstatt der sonstigen 5 Stunden mit dem Bus kamen wir in einer Stunde in Vang Vieng an. 🚝

    Vang Vieng kommt von der Stadt her zwar nicht an Luang Prabang ran, die Umgebung und die Natur sind dagegen traumhaft! Wir wanderten auf die steilen Berge hoch zu Aussichtspunkten, fuhren mit dem Kayak den Fluss hinunter und übten uns im Klettern. 🧗

    Weiter ging's wieder mit dem Zug Richtung Hauptstadt. In Vientiane hat uns vor allem das COPE Visitor Centre beeindruckt. COPE ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschen mit mobilitätsbedingten Behinderungen mit physischen Rehabilitationsdiensten (Prothesen usw.) hilft. Auf einer kleinen Fläche werden die Folgen des geheimen/vergessenen Krieges gezeigt, währenddessen die USA zwei Millionen Tonnen Sprengkörper auf Laos abwarf. Hinterlassen haben sie das am stärksten bombardierte Land der Welt und sehr viele Blindgänger, die noch im Land schlummern.

    Laos empfanden wir als sehr schönes Land mit einer wunderschönen Natur und sehr freundlichen Menschen. Wir hätten aber durchaus weniger (chinesische) Touristen und tiefere Preise erwartet. 😅
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  • Hanoi - Good morning Vietnam

    5. februar 2023, Vietnam ⋅ ☁️ 18 °C

    Mit einem lachenden und einem flennenden Auge 😉 verliessen wir das schöne Laos, um das nächste Land zu erkunden: Vietnam. Wir starteten in der Hauptstadt Hanoi. Was uns an Hanoi am ersten auffiel? MOTORRÄDER. Motorräder überall und an jeder Ecke. Sie versperren Trottoirs, Eingäge zu den Geschäften und jede noch so enge Gasse. Das ist aber auch schon der einzig negative Punkt an der lebendigen Stadt. Sie hat durchaus ihren Charme mit einer reichen Kultur und Einflüssen aus China und Frankreich.

    Anders als in Laos und Thailand, wo die Mehrheit Buddhisten sind, gehören die meisten Vietnamesen keiner Religion an. Es hat viele Tempel, die jedoch dem Taoismus oder dem Konfuzianismus gewidmet sind. Wie in Laos fallen uns auch hier die kleinen Altäre auf, die für die Ahnen in den Häusern aufgestellt werden.

    In der Train Street kann man alle paar Stunden den Zug beobachten, der mitten durch die enge Strasse fährt und dazu ein leckeres Egg Coffee geniessen. 🥚😍 Dieses wurde in den 1940er Jahren zu Zeiten des französischen Kolonialismus erfunden, da Milch ein rares Gut war und diese deshalb durch Eigelb ersetzt wurde. Schmeckt besser als es klingt! 😁

    Nach dem Trubel der Stadt zieht es uns weiter in die Berge. Wir reisten im feudalen Sleeping Bus in einer Zweierkabine noch weiter in den Norden. Die Aussicht war fantastisch und so vergingen die 6 Stunden Fahrt wie im Flug.
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  • Sapa - über den Dächern Indochinas

    10. februar 2023, Vietnam ⋅ ⛅ 14 °C

    Wir erwarteten ein verschlafenes und authentisches Städtchen in den Bergen Nordvietnams. Doch auch Sapa, 6 Stunden von Hanoi entfernt, ist komplett dem Tourismus verfallen. Wieder sind es chinesische Investoren, die hier in der hügeligen Landschaft enorme Hotelkomplexe für ihre Landsleute bauen lassen. 😵Da muss man schon die Bergdörfer ausserhalb von Sapa besuchen, um noch ein bisschen vom Leben der indigenen Stämme mitzubekommen, die hier leben. Einer davon sind die H'mong. Besonders die Frauen sind leicht an ihrer traditionellen Kleidung zu erkennen. Da zurzeit Trockenzeit herrscht, gibt es nicht viel zu tun für die H'mong-Frauen und sie versuchen selbstgemachten Schmuck oder Textilien auf den Strassen an die Touristen zu verkaufen. Manchmal sind sie uns auch - nicht ganz unaufdringlich - auf Wanderungen gefolgt, um uns etwas anzudrehen.

    Mit einer dieser H'Mong-Frauen und ihrem Ehemann bestiegen wir den höchsten Berg Indochinas, den Fansipan Mountain (fancy pants) auf 3100 m.ü.M. ⛰️ Die wunderschöne Aussicht und die faszinierende Tempelanlage auf dem Gipfel liessen uns die schlechte Organisation dieses zweitätigen Trekkings wieder vergessen 😅.

    In Sapa weilten wir in der besten Unterkunft, die wir bisher hatten. Die beiden Mitarbeiterinnen Areng und Rosie brachten sehr viel Freude in dieses Gasthaus, was den Aufenthalt sehr angenehm machte. Areng konnte auch sehr gut Englisch, so konnten wir uns ENDLICH mal richtig mit einer Einheimischen austauschen 😅.
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  • Die schöne Insel Cat Ba mussten wir uns zuerst einmal verdienen: der Sleeping Bus war nur halb so komfortabel wie derjenige nach Sapa und dauerte doppelt so lang. Es herrschte ein riesen Tumult im überfüllten Bus, sogar die Gänge zwischen den Sitzen waren voll mit Reisenden. Aus der Lüftung oberhalb meines Sitzes rann ständig Wasser raus und ich war fast die ganze Nacht damit beschäftigt, das Wasser mit einem Plastiksack aufzufangen 🙈.

    Erleichtert kamen wir auf der Insel Cat Ba an, die sehr ruhig und nicht so überrannt war wie andere Orte. Auf einer Boots- und Kayaktour konnten wir die unzähligen kleinen Kalksteininseln betrachten, die aus dem smaragdgrünen Wasser herausragen. Leider spielte das Wetter nicht so mit in dieser Woche, es war meist neblig und bewölkt. Der Nebel verlieh den Inseln dennoch eine mystische Atmosphäre.

    Auf der Suche nach Sonne reisten wir weiter südlich nach Tam Coc. Doch auch hier herrschten kühle Temperaturen und ich holte mir sogar eine kleine Erkältung ein. Eines Nachts besuchte uns wieder Mal ein unerwünschter Gast, diesmal eine Ratte 🐀, von Yannick auf den Namen "Ratzibohni" getauft.

    Ähnlich wie auf Cat Ba ragen auch in Tam Coc mächtige Kalksteinberge in die Höhe, diesmal nicht aus dem Meer, sondern zwischen malerischen Reisfeldern und stillen Flüssen. Die beeindruckende Landschaft diente 2017 als Filmset für den Kingkong-Film "Skull Island". 🦍

    In der Nähe von Tam Coc besuchten wir die Bai Dinh Pagode, die mit 539 ha grösste buddhistische Tempelanlage Vietnams. Wir waren fast die einzigen westlichen Touristen und eine Gruppe Männer wollten alle mit Yannick Fotos machen 😅.
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  • Hội An - Die Laternenstadt

    22. februar 2023, Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Eigentlich wollten wir mit dem Nachtzug weiter Richtung Süden. Da dieser aber ausgebucht war, mussten wir wieder auf den Nachtbus ausweichen. 😅 Ausser dass der Fahrer die ganze Nacht immer wieder hupte 🙉 - eine Hand muss in Vietnam immer auf der Hupe sein, sonst gibts eine Busse (kleiner Scherz, könnte man aber meinen) -, verlief die Nacht im Bus eigentlich ganz okay.

    Mildere Temperaturen und sogar ab und zu ein paar Sonnenstrahlen begrüssten uns in der Stadt Hoi An, die ca. im Zentrum Vietnams liegt. Bekannt ist Hoi An einerseits für seine Laternen, die der Altstadt abends eine magische Stimmung verleihen. Zweitens ist sie bekannt für gute und günstige Schneider. Das wollten wir ausprobieren und so liess ich mir einen Jumpsuit und Yannick sich einen Anzug massschneidern. Die Resultate können sich sehen lassen, denke ich 🙃.
    Bei einem Kochkurs lernten wir mehr über die vietnamesische Küche kennen. Wir kochten Frühlingsrollen, Banh xeo (vietnamesische Pancakes), Poulet mit Cashewnüssen und Fisch im Tontopf. 😋 Interessant fand ich, dass nicht nur mit den Essstäbchen gegessen wird, sondern auch gekocht. 🥢

    Zwei Tage verbrachten wir noch in Da Nang, etwa eine Stunde von Hoi An entfernt. Von dort aus besuchten wir "Sun World", ein riesiger Themenpark, zu dem man mit einem modernen Bähnli hinkommt. Hauptattraktion war die Golden Bridge, die von zwei Händen "getragen" wird. Leider machte uns der dichte Nebel einen grossen Strich durch die Rechnung, sodass wir die Attraktionen nur erahnen konnten 😅. Es war wieder mal faszinierend, was hier oben alles gebaut wurde. Ein Vergnügungspark mit Achterbahnen, einem Wachsmuseum, ein Labyrinth, Kinos, mehrere Schlösser, ein nachgebildetes französisches Dorf, Gärten, in denen französische Chansons liefen und dutzende Restaurants und Souvenirshops. Beeindruckend und gleichzeitig etwas verwirrend.. 😅
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  • Phu Quoc und Saigon - Ab in den Süden!

    28. februar 2023, Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C

    "Äs isch immär schön, wenn schön isch!" ☀️ Wir wollten endlich Strand und Sonne und entschieden uns deshalb, ein paar Städte auszulassen und direkt in den Süden auf die Insel Phu Quoc zu fliegen. Phu Quoc ist Vietnams grösste Insel und bekannt für weisse Sandstrände unter Palmen. Perfekt für ein paar Tage Erholung von Vietnams hektischen Städten. Unser Resort war ein kleines, ruhiges Paradies mit einer sehr netten Gastgeberin. Ein Highlight war der Starfish beach, an dem wir beim Schnorcheln ganz viele Seesterne sahen 😍.

    Zurück auf dem Festland, in der Millionenstadt Ho Chi Minh - oder Saigon, wie die Stadt von den Einheimischen noch genannt wird -, beschäftigten wir uns nochmals ausgiebig mit der Geschichte Vietnams im 20. Jahrhundert. Das Kriegsrestemuseum zeigt mit eindrücklichen Bildern die Kriegsverbrechen und Gräueltaten während des Indochina- und des Vietnamkriegs. Die Bilder und Geschichten waren nur schwer zu verdauen.

    Auf einem Ausflug zu den Cu Chi Tunnels lernten wir, wie sich Guerillakämpfer während des Vietnamkriegs organisierten. Sie versteckten sich in einem riesigen Tunnelsystem vor den Amerikanern, nur 2 Stunden von Saigon entfernt. Die Tunnels führen zum Teil bis zu 12m unter die Erde und sind an manchen Stellen nur 90cm hoch. Die Vietkong richteten hier Räume für strategische Meetings sowie Küchen, Spitäler und Schulen ein und es wurden sogar Babies in diesen unterirdischen Gängen geboren. 😱

    Saigon war unsere letzte Station in unserem 3-wöchigen Aufenthalt in Vietnam. Weiter geht's mit dem Bus in die Hauptstadt Kambodschas, nach Phnom Penh.
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  • Phnom Penh und Koh Rong

    2. mars 2023, Kambodsja ⋅ ☀️ 29 °C

    Von Phnom Penh waren wir positiv überrascht. Auf der schönen Promenade am Mekong kamen wir ins Gespräch mit einem 23-jährigen Mönch, der bereits die Hälfte seines Lebens im Kloster verbracht hat. Auf meine Frage, ob sie denn im Kloster auch Englischunterricht hätten - sein Englisch war erfrischend gut - antwortete er : "Oh no, I know everything from social media." 😅

    Weniger amüsant war der Besuch der Killing Fields in Phnom Penh. Unter dem Regime von Pol Pot Ende der 1970er Jahre exekutierten die Roten Khmer auf diesen Feldern rund 17'000 Menschen. Nach dem Fall der Diktatur 1979 fand man hier Massengräber von über 8000 Leichen, darunter auch viele Kinder und Babys. Heute sind die "killing fields" eine Gedenkstätte. Ein Audioguide führte uns durch die Felder und brachte uns die fürchterlichen Geschichten näher, die sich hier vor rund 40 Jahren ereigneten. In den grossen Massengräbern kamen manchmal Kleiderfetzen und auch Knochen zum Vorschein. Es dauerte eine Weile, bis wir diese Bilder und Geschichten verarbeiten konnten.

    Weil uns Phu Quoc so gut gefallen hat, wollten wir nochmals ans Meer. Auf der Insel Koh Rong fühlten wir uns abermals wie im Paradies und gönnten uns ein paar Tage Ruhe und Erholung.
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  • Siem Reap - Byebye Südostasien

    10. mars 2023, Kambodsja ⋅ ☀️ 31 °C

    Mit der Express Ferry fuhren wir zurück ans Festland, nach Sihanoukville. Die Stadt kam uns vor wie eine einzige Baustelle - Casinos, Malls und Wolkenkratzer werden hier zur Genüge aus dem Boden gestampft.

    Eine Freundin meiner Tante unterstützt in Sihanoukville Kinder und Jugendliche aus ärmlichen Verhältnissen, damit sie an die Privatschule gehen können und somit eine Aussicht auf eine bessere Zukunft erhalten. Sie organisierte für uns einen Besuch in der Schule sowie ein anschliessenes Mittagessen mit den Kindern. Der Austausch war sehr spannend und wir haben viel über das Bildungssystem in Kambodscha gelernt.

    Wir nahmen den Sleeping Bus nach Siem Reap, bereits unser letzter Stopp in Südostasien. 😢
    Hier besuchten wir den Angkor Wat Tempelkomplex, der mit einer Fläche von 2 km2 mehr als 200 Tempel vereint. Der Sonnenaufgang war einmalig. 😍 Wir besuchten noch zwei weitere Tempel, einer davon diente als Filmset von Tomb Raider. Besonders eindrucksvoll: Die imposanten Bäume, deren Wurzeln ganze Ruinen verschlingen.

    Am Abend fanden wir noch eine coole Bar in der Pub Street wo wir unsere letzte Nacht in Kambodscha ausgiebig feierten💃.

    Auch wenn uns die Leute, die Natur und vor allem das Essen in Südostasien fehlen werden, freuen wir uns doch sehr auf Nepal. 😎🇳🇵
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  • Namaste Kathmandu!

    12. mars 2023, Nepal ⋅ ☀️ 20 °C

    Namaste Kathmandu!
    Noch keine 24 Stunden in Nepal und schon wurde ich von einem Affen angegriffen 😱. Zum Glück hat er nur meinen Schuh erwischt, als er versuchte, mich zu beissen. Der "monkey temple" war auch die einzige Attraktion, die wir in Kathmandu besichtigten. Den Rest der Zeit bereiteten wir uns auf unser bevorstehendes Trekking vor. In 12 Tagen wollen wir einmal den achthöchsten Berg der Welt, den Manaslu umrunden. Die Wanderung beginnt auf 700 M. ü. M., höchster Punkt ist der Larke La Pass auf 5'100 Metern.

    Mögen die Götter uns beistehen! 🙏
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  • Manaslu Circuit Trek - Teil 1

    15. mars 2023, Nepal ⋅ ⛅ 6 °C

    Tag 1, Macha Kohla - Soti Kohla, 15km - Abenterliche Anfahrt

    Um Punkt 7 Uhr holte uns unser Guide Mim im Guesthouse in Kathmandu ab. Die Fahrt nach Sothi Kohla dauerte etwas länger als gedacht. Auf der engen Bergstrasse gab es immer wieder Stau und nach ein paar Stunden war es auch vorbei mit goudronierten Strassen. Der Fahrstil unseres Drivers lang irgendwo zwischen agressiv und gemeingefährlich. Zu Mittag assen wir zum ersten Mal Dal Baht, ein Gericht aus Reis, Linsen, Curry und Gemüse. 😋
    Anschliessend wanderten wir ca. 3 Stunden nach Macha Kolha auf einer sehr staubigen Strasse und lernten Mim besser kennen. Der Höhepunkt des ersten Tages war wahrscheinlich die Unterkunft. Mit einer eigenen Dusche und Spaghetti zum zNacht hätten wir nicht gerechnet.

    Tag 2, Macha Kohla - Jagat, 22km- "Nepali flat"
    Nach einer entspannten Nacht in unseren "Luxussuite" machten wir uns auf den Weg nach Jagat. Am tosenden Fluss entlang wanderten wir durch die Dörfer der "Gurung", ein buddhistischer Stamm, der hier heimisch ist. Von den grossen Bergen waren heute nur bereits die Spitzen zu sehen, links und rechts von uns stiegen mächtige Felswände empor, die das Deng Valley bilden. Der Weg ging zwar auf und ab, viele Höhenmeter legten wir jedoch nicht zurück - "nepali flat", meint Mim. Als wir nach ca. 6 Stunden Laufzeit Jagat erreichten, kamen uns 4 Männer entgegen, die einen Kranken auf einer Pritsche trugen. Unser Guide efklärte uns, dass sie bis nach Macha Kohla (also dort, wo wir an diesem Morgen gestartet waren) gehen müssen, damit ein Jeep ihn ins Krankenhaus fahren kann. Die geplante Strasse, die hier in Bau ist, wird wohl erst in ein paar Jahren befahrbar sein.

    Tag 3, Jagat - Deng, 23km - "äs värtaacht längs Telli"
    Die Speisekarten bisher sind so vielfältig wie in einem 4-Sterne-Hotel, von Müesli zum Frühstück bis Swiss Rösti zum zNacht kriegt man hier alles. Es ist immer dieselbe Speisekarte, nur der Preis steigt gleichzeitig mit den Höhenmetern. Am dritten Tag laufen wir weiter in dieses enge, unendlich scheinende Tal, unter uns der türkisfarbene Fluss Budi Gandaki. Die Strasse ist zu Ende, weiter führt nur der Maultierpfad ins Tal hinein. Die Landschaft wird immer schöner und abwechslungsreicher. Ein Teil erinnerte uns an Rohan aus Herr der Ringe 😍. Eine Gruppe Touristen kommt uns entgegen, sie konnten den Larke-Pass nicht überqueren wegen zu heftigem Schneefall. Sie müssen nun den gleichen Weg wieder zurück laufen. Ob es uns in 5 Tagen auch so ergehen wird? 🙈

    Tag 4, Deng - Namrung, 18km - "Tashi deleeeek!"
    Während in Nepal allgemein mit "Namaste" gegrüsst wird, begegnet man sich hier oben mit einem freundlichen "Tashi delek", einem tibetischen Glückwunsch. Der allmähliche Übergang von den Gurung zu den tibetischen Stämmen merken wir im Essen, in der Kleidung und im Lebensstil der Leute.
    Auf dem Weg nach Namrung durchquerten wir einen dichten Wald, wo wir auch den ersten Rhododendron blühen sahen. Wir trafen zwei nette Holländer am Mittag, erst die zweite Touristengruppe, die uns begegnet. Auf dem Weg sind wir meist allein, nur Bäuerinnen und Maultierkarawanen kreuzen ab und zu unseren Weg. Für 300 Rupien bot unsere Lodge eine heisse Dusche an. Was für eine Wohltat! ☺️ Am Abend schauten wir American Wrestling mit den Besitzern auf dem winzigen Fernseher im Dining Room. Wrestling sei in Nepal sehr beliebt, erklärt uns Mim, der all die Wrestler beim Namen kennt.

    Tag 5, Namrung - Lho, 10km - "Sind das Affjini?"
    Auf dem Weg nach Lho sahen wir nicht nur zum ersten Mal Yaks, sondern auch Nepalesische Languren! Den Affen mit dem weissen Kopf und dem schwarzen Gesicht scheinen die 3000 Höhenmeter nichts auszumachen.
    Die vielen Guest Houses auf dem Weg lassen erahnen, wie viel hier in der Hochsaison im September los ist.
    In Lho angekommen trafen wir wieder auf das Paar aus Holland. Da der Wetterbericht für die nächsten Tage nicht rosig aussah (und eine Bromance zwischen unseren Guides entstand 😅), schlug Mim vor, zusammen weiter zu reisen, das würde unsere Chancen auf die Passüberquerung erhöhen. So erweiterte sich unsere Gruppe und wir lernten uns alle beim Teetrinken am Feuer besser kennen.

    Tag 6, Lho - Sama Gaon, 7km, Manaslu, where are you?
    Auf der Strecke Lho - Sama Gaon sollte man eigentlich den Manaslu zum ersten Mal sehen. Das Wetter war jedoch zu schlecht und verwehrte uns den Blick auf den Gipfel. Zum zMittag gabs mein neues Leibgericht: Nepali Pizza: Chapatibrot mit Tomatensauce, Gemüse und Yakkäse 😋. Anschliessend besuchten wir den Birendra Tal, ein See unterhalb des Manaslu. Auch hier keine Chance, den Berg zu sehen... 😕
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  • Manaslu Circuit Trek - Teil 2

    21. mars 2023, Nepal ⋅ ☁️ -10 °C

    Tag 7, Sama Gaon - Samdo, 8km, "Am 7. Tage sollst du ruhn"
    Am Morgen hätte man die schönste Aussicht auf den Manalsu. Um 6 Uhr stiegen wir voller Hoffnung auf gutes Wetter aus dem Bett. Und da war er: Der Gipfel des 8. höchsten Bergs der Welt leuchtete zuerst orange, dann gelb und schliesslich erwärmte die Sonne das gesamte Tal. Den Morgen nutzten wir, um das nahegelegene Kloster zu besuchen, das gleichzeitig als eine Art Altersheim fungiert. Der verantwortliche Lama lud uns zuerst zum Tee trinken ein - tibetischer Tee, schmeckt nach Bouillon mit viel Butter drin 😣 - zeigte uns den Gebetstempel sowie die Bibliothek und gab uns eine Unterrichtsstunde in Meditation.
    Heute wäre eigentlich unser Akklimatisierungstag gewesen. Doch da wir uns ja den Holländern angeschlossen haben, und diese ihren Ruhetag schon hinter sich hatten, entschieden wir, unseren auszulassen und direkt weiter nach Samdo zu wandern.
    Am Abend, als wir alle um das Feuer in der kleinen Küche sassen, sprachen die Guides klare Worte: Würde es in dieser Nacht schneien, wäre eine Passüberquerung zu gefährlich und wir müssten umkehren.

    Tag 8, Samdo - Don't let it snow!
    Als wir am nächsten Morgen die Vorhänge zogen, war das Dorf in eine weiche Schneedecke gehüllt. Wir trafen uns zur Besprechung in der Küche. Für die Holländer und eine Gruppe Deutscher war der Fall klar: Sie wollten nichts riskieren und kehrten um. Da wir unseren Ruhetag ausgelassen hatten, entschieden wir uns, noch eine Nacht in Samdo zu bleiben und erst am nächsten Tag umzukehren. Es war eine gute Entscheidung, denn es schneite den ganzen Tag weiter. Nur ein 74-jähriger Mann und seine Tochter wanderten an diesem Tag weiter Richtung Pass, nach Darmasala. Wir verbrachten den Nachmittag mit Lesen, Schlafen und Tee trinken am Feuer.

    Tag 9, Samdo - Darmasala, 6km, Die Hoffnung stirbt zuletzt
    Das Wetter am nächten Morgen war wieder fantastisch und wir konnten endlich das schöne Bergpanorama betrachten. Unser Guide war optimistisch: Er hörte sich im Dorf um und ausser uns waren noch drei weitere Gruppen im Dorf, die heute Richtung Darmasala aufbrechen wollten. So wären wir eine genug grosse Gruppe, um Morgen den Pass zu überqueren. Es ging also doch weiter! 😍
    Der Weg nach Darmasala war wunderschön, die Sonne schien und die Berge zeigten sich von ihrer besten Seite. Das Atmen fiel schwerer als wir das Camp auf 4400m erreichten.

    Als die Sonne gegen 16 Uhr hinter den Wolken verschwand und wir uns es gerade in unserem Container unter den stinkenden Decken gemütlich machten, verkündete Mim, er gehe mit den anderen Guides auf eine Rettungsaktion. Unterhalb des Passes steckten zwei nepalesische Touristen seit einem Tag in einem Bivak fest. Die Höhenkrankeit habe sie erwischt und deshalb warteten sie im Bivak auf Hilfe. Da der Helikopter aber aufgrund des schlechten Wetters nicht fliegen konnte, mussten sie in der Kälte ausharren. Sie verbrannten all ihre Kleidung und ihre Rucksäcke aus Verzweiflung. Fünf Stunden später trafen die Guides mit dem halb erfrorenen Paar ein, die Frau wimmerte und der Mann konnte nicht mehr laufen. Mim meinte, wenn er und die anderen Guides sie nicht gerettet hätten, hätten sie die Nacht bestimmt nicht überlebt.

    Tag 10, Darmsala - Bimthang, 15km "Jam jam, let's go!"
    Am nächsten Morgen war nicht viel Zeit, um gemütlich Tee zu trinken. Um 5.30 Uhr zogen wir unsere Gräppini an und machten uns auf den Weg zum Pass. Der Aufstieg war für mich besonders zu Beginn schwierig, das Atmen fiel mir schwer und die Füsse spürte ich fast den ganzen Morgen nicht mehr. Als es wieder etwas flacher wurde, gewöhrte ich mich an die Höhe und es ging wieder schneller voran. Die Wanderung durch das endlos erscheindende Plateau zog sich ziemlich in die Länge aber die fantastische Aussicht auf die 7- und 8000er um uns herum, allen voran der mächtige Manaslu, machte diese wieder wett. Nach 4 Stunden war auch der letzte kleine Aufstieg geschafft und endlich erreichten wir den Larke La Pass auf 5100 Metern! 🤗 Wuhuu!
    Gipfelmunzi, Gipfelselfie und schon ging es weiter, hatten wir doch den Abstieg von 1500 Höhenmetern noch vor uns. Und dieser war alles andere als ein Zuckerschlecken. An die steilen Hänge durch den Schnee sollten sich meine Oberschenkel noch Tage später erinnern. Nach weiteren 3 Stunden erreichten wir unsere Lodge in Bimthang. Nach drei Tagen endlich wieder eine richtige Toilette 😍.
    Nach dem zNacht gingen wir direkt ins Bett und schliefen 11 Stunden durch 😅.

    Tag 11, Bimthang - Goa, 14km, "Gspirrsch eu di Bei?"
    Nach einer erholsamen Nacht wurden wir am nächsten Morgen mit einer fantastischen Aussicht auf den Manaslu belohnt. Wir wanderten runter nach Goa, wo wir unsere letzte Nacht verbrachten. An diesem Tag erlebten wir nochmals alles, was dieses Gebiet zu bieten hat: Die schöne Aussicht auf das Gebirge, tiefe Kiefernwälder, strahlender Rhododendron und reissende Flüsse.

    Tag 12, Goa - Tiliche, 4km, Byebye
    Etwas wehmütig schnürten wir unsere Wanderschuhe und assen ein letztes Mal Chapati mit Peanutbutter zum Frühstück 😋. Gerne wären wir noch weiter gewandert, denn die Fahrt im Jeep von Tiliche nach Pokhara war extrem lang und ungemütlich. Während der Fahrt telefonierte Mim mit dem Paar, das er gerettet hatte. Sie befinden sich im Spital mit einer Rauchvergiftung, sind aber ansonsten wohl auf.
    Am Abend angekommen freuten wir uns besonders auf unser eigenes Bad im Hostel und auf die kurzen Hosen 😁.
    Rückblickend war das Trekking für uns sowohl kulturell als auch sportlich eine wahre Bereicherung. 🙏
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