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Island 2026

Un’avventura di 15 giorni di Matti2501 Leggi altro
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    🇮🇸 Mýrdalshreppur, Island
  • Kajak im Gletschersee - Wanderung zum Gletscher

    15 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 6 °C

    Um 10 Uhr ging es für uns mit einer geführten Kajaktour in die Gletscherlagune Jökulsárlón. Vier Kajaks, zwei Guides und rund 4 Grad, aber trocken – perfekte Bedingungen für ein sehr besonderes Erlebnis.

    Jökulsárlón gilt als die größte Gletscherlagune Islands. Sie entstand erst vor wenigen Jahrzehnten, als sich der Gletscher Breiðamerkurjökull (Teil des Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas) durch das Abschmelzen zurückzog. Der Gletscher verliert aktuell im Schnitt rund 100–200 Meter Länge pro Jahr.

    Zwischen uns trieben riesige Eisbrocken im Wasser. Das Besondere: Das Wasser ist eine Mischung aus Süß- und Salzwasser, da die Lagune über kurze Kanäle mit dem Atlantik verbunden ist. Dadurch kippen die Eisblöcke, drehen sich und bleiben lange sichtbar, bevor sie weiter Richtung Meer treiben. Genau diese Eisstücke landen später am Diamond Beach, wo sie wie Glas auf dem schwarzen Lavasand liegen.

    Die Guides erklärten uns auch, dass die Situation in der Lagune ständig anders ist – täglich brechen neue Eisstücke ab, andere verschwinden wieder im Meer. Kein Tag sieht hier gleich aus.

    Nach der Tour wollten wir noch zur Gletscherzunge laufen, stellten aber nach rund 10 Kilometern fest, wie gewaltig die Dimensionen sind – der Gletscher wirkt viel näher, als er tatsächlich ist. Bei diesem Walk sahen wir Seehunde aus ziemlicher Nähe: manche verspielt, die meisten eher verschlafen.

    Am Nachmittag fuhren wir noch weiter westlich zum Gletscher Skaftafellsjökull, einem Ausläufer des Vatnajökull im Nationalpark Vatnajökull-Nationalpark. Dieser Gletscher liegt deutlich steiler und man kommt näher an die Eisfront heran – noch wuchtiger und unmittelbarer als Jökulsárlónk.
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  • Spot: Laerkjahus Farm Holidays

    14 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 9 °C

    Am Abend erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Sie liegt gefühlt mitten im Nirgendwo – direkt an der Ringstraße, umgeben von Bergen, weiten Wiesen und unweit des großen Gletschergebiets im Süden Islands.

    Direkt nebenan befindet sich eine Horsefarm, ansonsten gibt es nur wenige Gehöfte in der Umgebung.

    Die Unterkunft ist bislang die modernste unserer Reise, was man vom äußeren Anblick nicht erwartet. Beton- und Industriestil innen, hochwertige Ausstattung und eine tolle Dusche, allerdings mieser Wasserdruck.

    Nach vielen Hostels, Jurten und Schlaffässern (was alles toll war) fühlt sich diese Ferienwohnung fast schon luxuriös an.

    Von hier aus wollen wir in den kommenden Tagen das Gletschergebiet erkunden. Morgen steht bereits früh am Morgen unsere Kajaktour auf dem Programm …
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  • Stop: Vestrahorn/Batmanfelsen + Höfn

    14 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute ging es weiter Richtung Süden zum großen Gletschergebiet Islands. Beim Aufwachen wurde allerdings schnell klar, dass das Kaiserwetter vom Vortag nur ein kurzes Gastspiel gewesen war. Die Wolken hingen wieder tief in den Bergen. Hätten wir die Landschaft nicht am Abend zuvor gesehen, hätten wir kaum geglaubt, dass sich hinter den Wolken schneebedeckte Gipfel und beeindruckende Bergketten verbergen.

    Unser erster Stopp sollte das berühmte Vestrahorn sein. Der markante Berg erhebt sich bis auf knapp 1.800 Meter und zählt zu den meistfotografierten Motiven Islands. Die Bilder im Internet sind spektakulär. Leider sahen wir davon fast nichts. Der Berg steckte komplett in den Wolken und wir konnten gerade einmal die unteren paar hundert Meter erkennen. Also blieb es bei einem kurzen Stopp.

    Weiter ging es nach Höfn. Dort versorgten wir uns im Netto-Supermarkt mit Lebensmitteln für die nächsten beiden Tage, da wir in einer Unterkunft ohne Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe übernachten würden. Anschließend gönnten wir uns noch ein Mittagessen in einem Fischrestaurant. Wie so oft in Island: hervorragende Qualität und sehr lecker.

    In Höfn entdeckte ich außerdem den Islandpullover, den ich schon die ganze Reise über ins Auge gefasst hatte. Als wir vor dem Geschäft standen, stellte sich allerdings heraus, dass sonntags geschlossen war. Unter den Öffnungszeiten hing jedoch ein Schild mit einer Telefonnummer und dem Hinweis, man könne außerhalb der Öffnungszeiten anrufen. Also versuchten wir unser Glück. Die Besitzerin Erla sagte, sie sei in fünf Minuten da – und tatsächlich stand sie fünf Minuten später vor dem Laden, schloss auf und verkaufte mir den Pullover, natürlich aus kratziger Schafwolle!

    Danach wollte ich unbedingt das WM-Spiel Deutschland gegen Curaçao sehen. Nach etwas Herumfragen fanden wir das einzige Café im Ort mit einem Fernseher. Fünf Minuten vor Anpfiff war dieser noch ausgeschaltet. Nach meiner freundlichen Nachfrage wurde der riesige Bildschirm eingeschaltet und nach und nach füllte sich das Café mit etwa 40 bis 50 Gästen, darunter auch viele deutsche Touristen.

    Trotz der sieben Tore gab es keinen Jubel, kein Klatschen und kaum Reaktionen. Fußball-WM-Fieber war hier weder bei den Isländern noch bei den deutschen Urlaubern zu spüren!?
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  • Spot: Djúpivogur: Barrel

    13 giugno, Islanda ⋅ ⛅ 9 °C

    Als wir in Djúpivogur ankamen, stand zunächst die wichtigste Frage des Abends an: Wo bekommen wir noch etwas zu essen? Der einzige Supermarkt im Ort hatte samstags um 17 Uhr geschlossen und wir waren zu spät dran. Also gab es kurzerhand Fish & Chips – keine schlechte Alternative, auch gut gemacht!

    Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz in einem der kleinen Schlaffässer. Insgesamt gibt es dort nur fünf dieser Holzfässer, jeweils mit drei Betten ausgestattet. Alles war hervorragend organisiert. Da wir keine Bettwäsche dabeihatten, konnten wir unkompliziert ein Wäschepaket buchen. Die Bettwäsche darin war allerdings bereits bezogen (wie praktisch!!!), die Sanitäranlagen modern und sehr gepflegt.

    Der Campingplatz hinterließ insgesamt einen ausgesprochen professionellen Eindruck und lag an einem fantastischen Standort. Von dort blickt man auf das Wasser, die umliegenden Berge und die weite Landschaft der Ostfjorde.

    Auch der Ort selbst hat uns sofort gefallen. Obwohl Djúpivogur klein und charmant. Es gibt zwei Cafés, ein Hotel, einen Pub und einen kleinen Hafen. Alles wirkt entspannt und angenehm unaufgeregt.

    Für uns war es eigentlich nur als Zwischenstopp geplant – am Ende hätten wir uns gut vorstellen können, noch etwas länger zu bleiben.
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  • On Road: Küstenstraße

    13 giugno, Islanda ⋅ ⛅ 7 °C

    Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir gegen 14 Uhr von Seyðisfjörður auf.

    Zunächst ging es wieder über die Passstraße hinaus aus dem Fjord – diesmal allerdings bei perfektem Wetter. Und erst jetzt verstanden wir, warum diese Strecke als eine der schönsten Passstraßen Europas gilt. Der Pass erreicht knapp 620 Meter Höhe und war selbst im Sommer noch von Schneefeldern umgeben. Bei blauem Himmel und klarer Sicht bot sich ein spektakulärer Blick über die Berge und hinunter in den Fjord.

    Anschließend folgten wir der Küstenstraße Richtung Djúpivogur. Eigentlich ein Umweg, aber einer, der jeden zusätzlichen Kilometer wert war. Die Straße schlängelte sich entlang der Küste, vorbei an grünen Wiesen, schroffen Bergen und unzähligen Ausblicken auf den Atlantik.

    Wir machten mehrere Stopps: oben im Schnee, an einer wilden Küstenklippe und an einem einsamen Strand, der eher an Neuseeland als an Island erinnerte. Kurz überlegten wir sogar zu baden, verwarfen die Idee aber schnell – trotz Sonnenschein war es dafür deutlich zu kalt.

    Besonders beeindruckend war, dass die Fahrt selbst das eigentliche Highlight des Tages war. In Island ist Autofahren fast immer ein Erlebnis, aber dieses Teilstück war noch einmal etwas Besonderes. Die Landschaft wechselte ständig und wurde nie langweilig. Selbst Noah ließ das Handy längere Zeit in der Tasche, was wohl das größte Kompliment ist, das man einer Straße machen kann.

    Zum krönenden Abschluss sahen wir dann auch noch unsere ersten Rentiere. Anders als viele vermuten, leben die einzigen wilden Rentiere Islands ausschließlich im Osten der Insel. Ein perfekter Abschluss für eine ohnehin fantastische Fahrt.
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  • Wandern im Fjord (Bergtour bei Kaiserwetter)

    13 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 7 °C

    Zum ersten Mal auf unserer Reise wurden wir morgens von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nach zwei Tagen mit tief hängenden Wolken über dem Fjord war der Himmel plötzlich wolkenlos blau. Das Wetter hätte kaum besser sein können.

    Zum Frühstück ging es erneut in unsere Lieblingsbäckerei. Noah hatte inzwischen schon Kontakt mit dem ungarischen Besitzer geschlossen. (Und ich sollte vor der nächsten Reise unbedingt einen richtig guten Englischkurs machen.) Das Frühstück Tnua Melt war wieder hervorragend, und beim Verabschieden bekamen wir den Tipp, doch noch eine Wanderung in die Berge oberhalb des Fjords zu machen.

    Kurzerhand änderten wir unsere Pläne. Statt direkt weiterzufahren, schnürten wir nach dem Frühstück gegen 10 Uhr die Wanderschuhe.

    Die Entscheidung war goldrichtig. Der Weg führte vorbei an Wasserfällen, grünen Wiesen und unzähligen Schafen. Mit jedem Höhenmeter wurde der Blick über den Fjord spektakulärer. Die Dimensionen dieser Landschaft lassen sich kaum beschreiben – man kann sich einfach nicht sattsehen.

    Vom Meeresspiegel stiegen wir auf etwa 600 Meter Höhe auf. Der Berg über dem Ort erreicht rund 1.100 Meter, sodass wir ungefähr die Hälfte seiner Höhe erklommen. Mehr war an diesem Tag gar nicht nötig, denn die Aussicht war bereits überwältigend.

    Eine spontane Entscheidung, die sich als einer der schönsten Momente unseres Aufenthalts herausstellte.
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  • Food im Fjord (grandios)

    12 giugno, Islanda ⋅ 🌫 6 °C

    In unserem kleinen Ort hat uns auch die Gastronomie überrascht – gleich mehrere Restaurants auf sehr hohem Niveau, mitten in einer kleinen Ortschaft.

    Am ersten Abend waren wir in einem Restaurant, in dem ich eine außergewöhnlich gute Pizza mit Gorgonzola, Birne und Walnüssen gegessen habe. Dazu gab es für die anderen Gerichte ein durchweg hochwertiges Menü: Lachs mit Heilbutt-Schaum als Vorspeise, anschließend Lamm mit Gemüse und zum Abschluss eine feine Dessertcreme mit Kuchen. Ein wirklich starker Auftakt.

    Für den nächsten Abend hatten wir direkt reserviert – im wohl bekanntesten Sushi-Restaurant Islands, wie es zumindest im Netz und bei Bewertungen heißt.

    Wir bekamen Plätze direkt an der Bar. Dort sitzt man direkt beim Chefkoch, der alles frisch zubereitet – und man weiß vorher nicht genau, was man bekommt. Man vertraut im Prinzip komplett auf seine Auswahl und Zusammenstellung. Dieses Konzept wird dort „Omakase“ genannt: der Koch entscheidet, was serviert wird. Und Omakase grundsätzlich nicht mehr in der aktuellen Karte steht, hat der Chef es für uns trotzdem organisiert.

    Mit ruhiger Präzision und extrem scharfen Messern bereitete er alles direkt vor uns zu. Besonders schön war, dass er uns auch Gerichte abseits der Karte zusammenstellte.

    Noah kam mit ihm ins Gespräch, während uns das Essen serviert wurde: frischer roher Fisch, eine Grillplatte, Misosuppe und weitere kleine Speisen. Alles perfekt abgestimmt und auf sehr hohem Niveau zubereitet.

    Ein Abend, der sich weniger wie ein Restaurantbesuch und mehr wie ein intensives kulinarisches Erlebnis direkt am Tresen angefühlt hat. 10/10 Punkt
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  • Walk im Fjord (20 km)

    12 giugno, Islanda ⋅ 🌫 7 °C

    An unserem Tag im Fjord wollten wir eigentlich eine größere Bergwanderung machen. Das Wetter spielte allerdings nicht wirklich mit: keine Sonne, aber immerhin auch kein Regen. Also entschieden wir uns für eine Tour entlang des Fjordufers statt in die Berge.

    Die Strecke führte in Richtung einer markanten Landspitze am Fjord und wieder zurück – insgesamt über 20 Kilometer. Die Landschaft war trotzdem beeindruckend: ruhige Wasserflächen und immer wieder kleine Schafherden direkt am Weg.

    Ein unerwartetes Highlight (oder eher Nebeneffekt) waren die Seevögel. Besonders Möwen wurden stellenweise sehr aufdringlich. Als wir einen Schokoriegel auspackten, wurde es plötzlich ernst: mehrere Vögel kreisten ungewöhnlich nah über unseren Köpfen, offenbar in der Hoffnung auf Nahrung. Ein bisschen unheimlich war das schon.

    Nach der langen, frischen Tour waren wir entsprechend durchgekühlt. Die perfekte Lösung: die Sauna im Hostel. Warm, ruhig und genau das Gegenteil von Wind, Fjord und Möwen. Ein sehr gelungener Abschluss des Tages.
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  • Spot: Seydisfördur: Hafaldan HI Hostel

    11 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 9 °C

    Die Fahrt in die Ostfjorde wurde erneut zur Herausforderung. Über die Passstraße ging es durch dichten Nebel, oder besser gesagt: durch tief hängende Wolken. Die Sicht lag teilweise bei kaum zehn Metern, sodass links und rechts der Straße nur zu erahnen war, was sich dort verbirgt.

    Dabei gilt diese Strecke eigentlich als eine der schönsten Passstraßen Europas – mit spektakulären Ausblicken hinunter in die Fjorde. Für uns blieb davon an diesem Tag allerdings nicht viel sichtbar. Erst auf den letzten Metern hinab in den Ort sahen wir die Schönheit der
    Natur.

    Unser Ziel war ein kleiner Ort in den Ostfjorden mit rund 500 Einwohnern. Überraschend ist hier die Infrastruktur: Neben Schule, Schwimmbad, Kino, Krankenhaus und mehreren Restaurants gibt es sogar eine sehr gute Bäckerei. Auch Kreuzfahrtschiffe legen gelegentlich hier an – wenn auch eher kleinere.

    Unsere Unterkunft war ein umgebautes ehemaliges Krankenhaus, heute ein Hostel. Innen gab es eine große Gemeinschaftsküche, eine Sauna (welche ich genutzt habe) und einfache, aber funktionale Zimmer. Alles war unkompliziert und sehr gesellig. Wir blieben für zwei
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  • Stop: Studlagil Canyon

    11 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 12 °C

    Ein Stück abseits der Ringstraße machten wir einen Abstecher zum Stuðlagil Canyon. Auslöser waren beeindruckende Bilder, die wir vorher gesehen hatten – türkisfarbenes Wasser zwischen perfekt geformten Basaltsäulen.

    Vor Ort lief es dann allerdings nicht ganz nach Plan. Wir fuhren von der Westseite an den Canyon heran, die sich als deutlich weniger spektakulär erwies. Der Blick in die Schlucht war zwar vorhanden, aber nicht vergleichbar mit den bekannten Perspektiven von der Ostseite.

    Erst dort entfaltet der Stuðlagil seine volle Wirkung: eine enge Schlucht mit hunderten sechseckigen Basaltsäulen, die durch langsames Abkühlen von Lava entstanden sind. Durch die Veränderung des Flussverlaufs des Jökulsá á Dal ist der Canyon erst in den letzten Jahrzehnten überhaupt sichtbar geworden – zuvor war er komplett unter Wasser verborgen.

    Ein Wechsel auf die Ostseite wäre möglich gewesen, hätte aber einen Umweg von rund 16 Kilometern auf unbefestigter Strecke bedeutet. Dafür fehlte uns am Ende die Zeit, und so blieb nur die „halbe Version“ dieses Naturwunders.

    Grundsätzlich ist der Eintritt an den meisten Sehenswürdigkeiten in Island kostenlos. Viele Orte sind frei zugänglich und sehr gut gepflegt. Teilweise werden jedoch Parkgebühren erhoben, meist umgerechnet etwa 6 Euro pro Fahrzeug.
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  • Spot: Dettifoss + Sellfoss

    11 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 8 °C

    Auf dem Weg in die Ostfjorde machten wir Halt an zwei der beeindruckendsten Wasserfälle Islands: Dettifoss und Selfoss.

    Zuerst ging es zum Dettifoss. Schon von weitem hörten wir das Donnern des Wassers. Vor Ort wurde schnell klar, warum dieser Wasserfall so berühmt ist. Mit rund 100 Metern Breite und 45 Metern Fallhöhe gilt der Dettifoss als der wasserreichste Wasserfall Europas. Die gewaltigen Wassermassen stürzen mit unglaublicher Kraft in die Schlucht darunter. Fotos können die Wucht und das Dröhnen kaum einfangen.

    Nur wenige hundert Meter flussaufwärts liegt der deutlich kleinere Selfoss. Der Weg dorthin allein lohnt sich schon. Immer wieder hat man spektakuläre Ausblicke auf den Fluss und die Schlucht. Der Selfoss ist weniger gewaltig, dafür aber besonders schön. Das Wasser verteilt sich über eine breite Felskante und stürzt an vielen Stellen gleichzeitig in die Tiefe.

    Besonders beeindruckend war es, direkt an der Kante zu stehen und zu beobachten, wie sich der Fluss seinen Weg in die Schlucht bahnt. Zwei Wasserfälle, nur wenige Gehminuten voneinander entfernt – und doch völlig unterschiedlich.
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  • Spot: Hólssel Hólsfjöllum

    10–11 giu, Islanda ⋅ 🌧 6 °C

    Auf halber Strecke zwischen Akureyri und den Ostfjorden legten wir einen Übernachtungsstopp ein – irgendwo im Nirgendwo, umgeben von nichts als Natur und Weite.

    Die Unterkunft war eine positive Überraschung. Moderne Ausstattung, bequeme Betten, ein schönes Badezimmer und alles in einem tadellosen Zustand. Nach den vielen Eindrücken des Tages genau der richtige Ort, um etwas zur Ruhe zu kommen.

    Zum Abendessen gab es unsere bewährte Island-Kombination aus Skyr, Knäckebrot und ein paar Vorräten aus dem Supermarkt. Einfach, aber völlig ausreichend.

    Den Abend ließen wir mit einer Runde unseres aktuellen Lieblingsspiels HIVE ausklingen. Am besten lässt es sich als eine Mischung aus Strategie und Geschwindigkeit beschreiben – quasi Schach auf Speed. Die perfekte Beschäftigung, bevor es am nächsten Tag weiter Richtung Ostfjorde ging.
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  • Stop: Fish & Chips (besser geht nicht!)

    10 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach einem langen Tag mit vielen Stopps und deutlich zu wenig Essen meldete sich irgendwann der Hunger. Und zwar nicht nur ein bisschen.

    Zum Glück entdeckten wir einen kleinen Fish-&-Chips-Kiosk, der sich ausschließlich auf dieses Gericht spezialisiert hat. Der Laden wurde 2026 sogar ausgezeichnet – und nach unserem Besuch wussten wir warum.

    Jeder von uns bestellte eine große Portion. Statt der üblichen kleinen Fischstücke, die man oft kennt, lagen hier zwei riesige Filets auf dem Teller. Frisch, saftig und von hervorragender Qualität. Dazu perfekte Pommes. Einfach großartig.

    Eigentlich wollten wir danach nur noch kurz im Supermarkt einkaufen und weiterfahren. Doch als wir wieder herauskamen, war die Entscheidung schnell gefallen: Wir brauchten noch mehr davon.

    Also zurück zum Kiosk und gemeinsam eine dritte Portion bestellt. Der Besitzer schaute zunächst etwas überrascht, feierte unsere Rückkehr dann aber sichtbar.

    Drei Portionen Fish & Chips für zwei Personen innerhalb kurzer Zeit. Nicht geplant, aber absolut legendär.
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  • Stop: Hverir - Geothermalgebiet

    10 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 11 °C

    Nur wenige Kilometer vom Höhlensee entfernt liegt das Geothermalgebiet Hverir – und vermutlich kommt man einem fremden Planeten in Island nirgendwo näher.

    Schon beim Aussteigen schlägt einem der intensive Schwefelgeruch entgegen. Überall dampft und blubbert die Erde. Graue Schlammtöpfe wirken wie riesige Farbeimer, in denen ständig etwas vor sich hin köchelt. Der Boden leuchtet je nach Mineralien in Grau, Weiß, Gelb, Orange und Rot. Teilweise fühlten wir uns eher wie auf dem Mars als auf der Erde.

    Die Landschaft ist das Ergebnis der enormen geothermischen Aktivität unter Island. Direkt unter der Oberfläche erhitzt Magma Wasser und Gase, die dann an zahlreichen Stellen austreten.

    Neben dem Geothermalgebiet bestiegen wir einen der umliegenden Berge. Der Aufstieg war durchaus anspruchsvoll, wurde aber mit einem spektakulären Ausblick belohnt. Oben waren kaum Menschen unterwegs. Von dort konnten wir die gesamte Landschaft überblicken: dampfende Erdspalten, bunte Mineralfelder und die weite Vulkanlandschaft rund um den Mývatn.

    Einer der beeindruckendsten Orte unserer Reise – nicht unbedingt schön im klassischen Sinn, aber absolut einzigartig.
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  • Stop: Grjotagja - Höhlensee

    10 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 10 °C

    Nur wenige Minuten vom Mývatn entfernt liegt Grjótagjá, eine kleine Lavahöhle mit einem türkisfarbenen Höhlensee. Von außen wirkt der Ort eher unscheinbar, doch sobald man in die Höhle hinabsteigt, eröffnet sich ein faszinierender Anblick.

    Das Wasser ist kristallklar und leuchtet in beeindruckenden Blau- und Türkistönen. Baden ist heute nicht mehr erlaubt beziehungsweise nicht empfehlenswert, da die Wassertemperatur durch geothermische Aktivität stark schwanken kann.

    Das eigentlich Besondere ist jedoch die Lage. Grjótagjá befindet sich direkt in der vulkanischen Riftzone Islands – dort, wo die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften. Der sichtbare Felsspalt ist Teil einer geologischen Bruchzone, die sich quer durch ganz Island zieht und jedes Jahr um einige Zentimeter weiter auseinander bewegt.

    An kaum einem anderen Ort wird so greifbar, dass Island geologisch ständig in Bewegung ist. Man steht buchstäblich zwischen zwei Kontinenten.
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  • Stop: Mývatn - Mückensee

    10 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 11 °C

    Der nächste Stopp führte uns an den Mývatn, den berühmten „Mückensee“. Und der Name ist tatsächlich Programm.

    Schon beim Aussteigen sahen wir Menschen mit Netzen vor dem Gesicht und mussten zunächst schmunzeln. Wenige Minuten später wussten wir warum. Zwar gibt es in Island kaum stechende Mücken, dafür aber riesige Schwärme kleiner Fliegen. Und mit riesig meinen wir wirklich riesig. Besonders an den dunklen Lavasteinen, die sich in der Sonne erwärmen, schwirrten tausende dieser kleinen Nervensägen durch die Luft.

    Davon abgesehen ist die Landschaft rund um den See beeindruckend. Mývatn entstand vor rund 2.300 Jahren durch gewaltige Vulkanausbrüche und zählt heute zu den bekanntesten Naturgebieten Islands. Die vielen kleinen Inseln und bizarre Lavaformationen verleihen dem See eine fast mystische Atmosphäre.

    Wir machten den Bird Trail und konnten zahlreiche Vogelarten beobachten. Mývatn gilt als eines der wichtigsten Brutgebiete für Wasservögel in Europa. Dazu kamen die allgegenwärtigen Schafe mit ihren Lämmern.
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  • Stop: Godafoss - Wasserfall

    10 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 10 °C

    Auf dem Weg weiter Richtung Osten machten wir einen Stopp am Goðafoss, welcher direkt an der Ringstraße liegt. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten unserer Reise war hier einiges los. Auch Reisebusse brachten Besucher teils von Kreuzfahrtschiffen heran.

    Trotzdem war der Wasserfall beeindruckend. Der Goðafoss ist etwa 12 Meter hoch und rund 160 Meter breit. Nicht seine Höhe macht ihn besonders, sondern seine Form. Das Wasser stürzt hufeisenförmig in das Becken darunter und erzeugt eine beeindruckende Kulisse.

    Der Name bedeutet übersetzt „Wasserfall der Götter“. Einer alten Sage zufolge wurden hier um das Jahr 1000 die letzten Götterstatuen der nordischen Religion ins Wasser geworfen, nachdem Island das Christentum angenommen hatte.

    Wir gingen bis dicht an die Kante heran und waren beeindruckt von den Wassermassen und der Kraft des Flusses.

    Goðafoss zählt für viele zu den schönsten Wasserfällen Islands.
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  • Stop: WhaleWatching

    9 giugno, Islanda ⋅ ☁️ 10 °C

    Da wir zwei Nächte in der Jurte gebucht hatten, wollten wir die Zeit nutzen und hatten bereits vor der Reise eine Whale-Watching-Tour gebucht.

    Mit dem Boot ging es hinaus auf den Fjord bis fast ans Meer. Die Landschaft war beeindruckend, die Wale ließen jedoch zunächst auf sich warten. Nach etwa anderthalb Stunden hatten wir lediglich Zwergwale kurz zu Gesicht bekommen.

    Dann wurde die Geduld belohnt: Innerhalb kurzer Zeit entdeckten wir insgesamt drei Buckelwale. Die Tiere waren auf Nahrungssuche und tauchten immer wieder in Nähe des Bootes auf. Besonders beeindruckend war der Anblick ihrer weißen Bauchflossen und der gewaltigen Schwanzfluken, die beim Abtauchen aus dem Wasser ragten.

    Buckelwale können bis zu 15 Meter lang und etwa 30 Tonnen schwer werden. Trotz ihrer Größe bewegen sie sich erstaunlich elegant durchs Wasser.

    Am Ende war nicht nur die Walbeobachtung selbst ein Erlebnis, sondern die gesamte Bootstour durch die beeindruckende Fjordlandschaft. Ein Ausflug, der uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
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  • Food in Akureyi

    8 giugno, Islanda ⋅ ⛅ 7 °C

    Am ersten Abend in Akureyi gönnten wir uns unser erstes Restaurantessen der Reise. Auf den Tisch kam traditionelles isländisches Flatbrauð (Fladenbrot), einmal mit Rinder-Carpaccio und einmal mit Entenbrust belegt. Am Abend kamen wir in Akureyi an und gingen im Ort lecker essen – langsam gewöhnt man sich an die Preise. Und da die Supermarkt preise auch entsprechend sind, empfindet man den Restaurantbesuch nicht mehr so erschreckend.

    Am nächsten Abend wurde selbst gegrillt. Im Bonus-Supermarkt deckten wir uns mit isländischem Lammfleisch ein. Die Preise waren überraschend fair und so landete reichlich Grilllamm im Einkaufskorb. Noah übernahm die Zubereitung und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: perfekt gegrillt, zart und geschmacklich hervorragend. Großartig!

    Ansonsten blieb unsere Ernährung recht pragmatisch. Zum Frühstück und für zwischendurch standen meist Skyr, Granola und Knäckebrot auf dem Speiseplan. Einfach, praktisch und genau das Richtige für lange Tage unterwegs.

    Island hat kulinarisch sicher
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  • Spot: Akureyri: Yurt

    8 giugno, Islanda ⋅ ⛅ 10 °C

    Am Abend erreichten wir Akureyi, die zweitgrößte isländische Stadt, direkt am Fjord. Wir mussten über den Fjord auf die östliche Seite, wo unsere Unterkunft lag: eine Jurte mitten auf einer großen Wiese. Insgesamt standen dort drei Jurten mit jeweils viel Abstand voneinander, rund 100 Meter auseinander. Wir waren allerdings komplett allein.

    Der erste Eindruck war „Oh was ist das?“ Innen gab es Strom, aber kein fließendes Wasser und keine Heizung im klassischen Sinn. Geheizt wurde mit einem Holzofen, den wir selbst befeuern mussten – ein kleines Abenteuer für sich. Warmes Wasser oder Dusche gab es nicht, die Toilette lag etwa 50 Meter hangabwärts. Alternativ hätte man im Ort ein Schwimmbad zum Duschen nutzen können, was wir aber nicht gemacht haben.

    Ein Gasgrill stand bereit, alles funktionierte über Codeschlösser, und wir hatten einen freien Blick über die Landschaft und den Fjord.

    Das eigentliche Highlight war der Sonnenuntergang – und eigentlich der Umstand, dass es kaum wirklich dunkel wurde. Selbst gegen Mitternacht blieb es noch hell, und um 23 Uhr stand die Sonne noch über dem Horizont. Erst gegen etwa 0:30 Uhr wurde es langsam dämmrig.

    Ein sehr besondere Ort – gleichzeitig einer der eindrucksvollsten Spots der Reise.
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  • Stop: Natur & Jimny & Viking

    8 giugno, Islanda ⋅ ⛅ 6 °C

    Kurzer Stopp unterwegs – und zwei Dinge, die uns direkt aufgefallen sind: Benzin und Bier.

    Der Kraftstoff ist in Island überraschend „entspannt“ bepreist. Super liegt bei umgerechnet knapp unter bzw. um die 1,50 € pro Liter Super. Getankt wurde generell ohne Personal nur mit Kreditkarte und in Alleinregie.

    Ganz anders sieht es beim Bier aus. Im normalen Supermarkt gibt es nur sehr leichtes Bier mit rund 2,25 % Alkohol, oft in Dosen. „Richtiges“ Bier mit etwa 5 % bekommt man ausschließlich in speziellen staatlichen Läden. Auch dort: alles in Dosen und deutlich teurer. Für eine normale Dose Bier zahlt man schnell um die 3 € oder mehr.

    Unterm Strich: Tanken fühlt sich billig an, Bier trinken eher wie ein Luxusprodukt. Island sortiert seine Prioritäten offenbar.
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