Conakry - Hotel Central
17. november 2024, Guinea ⋅ ⛅ 28 °C
Der Flug von Frankfurt nach Casablanca war komfortabel. Der Flug von Casablanca nach Conakry war erträglich aber verspätet.
Bei der Einreise bekamen wir „nur“ einen Stempel in den Reisepass. Da der Drucker gerade nicht geht, um die obligatorischen Visa-Aufkleber zu drucken, sollen wir 10 Uhr wieder zum Flughafen kommen. 😏
Gegen 2 Uhr war klar, dass das Gepäck von mir und zwei Mitreisenden leider nicht angekommen ist. Wir gingen zur Reklamation. Uns wurde nach langem Warten mitgeteilt, dass unser Gepäck wohl am Montag mit der Maschine nachkommt.
Der Wahnsinn nimmt leider kein Ende. 🙃
4 Uhr ins Bett. 4:15 klopft es an der Tür. Ich müsse in ein anderes Zimmer umziehen. Waaas ?? 😮
Man hat mir das falsche Zimmer gegeben. Ich würde ein Einzelzimmer bekommen. Dieses hier sei teurer. Ich verwies darauf, dass das Zimmer zwei getrennt stehende Betten hat, von dem ich eines ja nun ohnehin schon benutzt habe. Auch im Bad hätte ich bereits ein Handtuch genutzt.
Ein Umzug wäre doch rein ökonomisch völliger Unsinn, da ich ja ohnehin nur eine Nacht würde hierbleiben. Es nützte nichts.
Also zog ich um. Und stand nun vor einem Doppelbett mit durchgehendem Laken und durchgehender Decke. Es sollte so sein. Der Hotelangestellte dankte für meine Unterstützung und ging 🤷🤦
4:30 komme ich zur Ruhe. 5 Uhr und 5:30 ruft der Muezzin… 😳
Für 8 Uhr war das Frühstück angesetzt. Das Restaurant befindet sich in der siebenten Etage. Es gab gebratenen Reis, gekochte Eier, Rührkuchen, Melone und Pfefferminztee.
Alles was das Herz begehrt.
Leider funktionierte meine Zimmerkarte für die 308 nicht mehr. Nach mehrmaligem hoch und runter von Etage zur Rezeption stellt sich heraus, dass ich ins falsche Zimmer Einlass begehrte. Aber wie soll man auch nicht durcheinander kommen, wenn man Mitten in der Nach vom Zimmer 208 ins Zimmer 302 verschleppt wird? 🙃Læs mere
Conakry - Stadtbesichtigung
17. november 2024, Guinea ⋅ ☁️ 29 °C
Juchhe, ich bin in Guinea 🇬🇳
Der abenteuerlichen Ankunft weit nach Mitternacht ohne Gepäck und Übernachtung samt Zimmerwechsel 4 Uhr im Hotel Central folgte ein Spaziergang durch die Innenstadt - wenn sie das ist, was wir zu sehen bekamen.
In der kleinen Kathedrale fand gerade ein Gottesdienst statt. Trotz es Sonntag ist, fanden sich nicht mehr als vielleicht 40 Personen im Inneren.
Wir kamen an der Straße des 1. März 1960 vorbei, auf welcher bei Protesten gegen den korrupten Präsidenten einst etliche Menschen im Kugelhagel der Militärs verletzt oder getötet wurden.
Die Menschen begegneten uns reserviert aber freundlich. Da es Sonntag ist, wirkte die Stadt zunächst schläfrig und wenig geschäftig.
Wesentlich imposanter als die Kathedrale war die Faysal-Moschee, die größte Moschee des Landes, die ca. 1.000 Gläubigen Platz zum Gebet geben soll - oben den Frauen, unten den Männern.
Ich umrundete die Moschee zweimal, hinein ging ich wie üblich nicht.
Wegen des provisorischen Visums mussten wir noch einmal zum Flughafen, wo wir schlussendlich und nach längerem Warten die Visa-Aufkleber bekamen. Bei unserer nächtlichen Einreise hatte der Aufkleber-Drucker nicht funktioniert, so dass wir nur einen Einreise-Stempel bekamen. Nun haben wir beides.
Durch das Extra-Programm, welches uns bis ca. 12 Uhr aufhielt, verpassten wir den Fischerhafen Boulbinet und das Nationalmuseum. Letzteres ist laut Aussage unseres Reiseleiters Mahamadou aber ohnehin geschlossen.Læs mere
Von Conakry nach Kindia
17. november 2024, Guinea ⋅ ⛅ 31 °C
Ich teile einen Jeep mit Andrea und Steffen aus der Nähe von Gera. Unser weißhaariger und -bärtiger Fahrer heißt Ahmadou.
Das bezahlen mit großen Noten birgt so seine Tücken. 1 € sind 9.000 Francs Guinées.
Eine Flasche 1,5 Liter Wasser und eine 0,5 Liter Wasserflasche kosten zusammen 9.000 Francs
Mit 20.000 Francs Scheinen ist die Verkäuferin schon mangels Wechselgeld überfordert.
Am Ortsrand oder irgendwo entlang der Straße mit ihrem inzwischen trubeligem Markttreiben von fliegenden Händlern zwischen endlos aneinandergereihten Ständen und Buden trafen wir den Bruder von Ahmadou. Ihm übergaben wir die Gepäckabschnitte, damit er heute Nacht das Gepäck am Flughafen annimmt und mittels Kurier zu uns bringen lässt. Auf unsere Kosten versteht sich. Die Rückerstattung ist dann Verhandlungssache mit Diamir bzw. meiner Versicherung.
Ansonsten sieht alles am Straßenrand so aus, wie es eben aussieht in Afrika. Bunt, geschäftig, faszinierend, schmutzig, strahlend, freundlich, traurig und irgendwie vertraut.
Auf dem Weg nach Kindia besuchten wir einen durchaus ansehnlichen Wasserfall.Læs mere
Kindia - Dalaba
18. november 2024, Guinea ⋅ ☀️ 26 °C
Eine Nacht unter dem Moskitonetz brachte ausreichend Schlaf in den Körper und das Frühstück ausreichend Energie. Auf geht es. Zuerst streiften wir durch den Markt von Kindia. Die Bereitschaft, sich fotografieren zu lassen, war weniger ausgeprägt als die Bereitschaft zu lächeln.
Mahmoud kaufte Cola-Nüsse und erzählte von deren Bedeutung in Westafrika. Cola-Nüsse sind ein symbolisches Geschenk von hohem Wert, obgleich der materielle Wert eher gering ist. Eine Hand voll von vielleicht einem halben Duzend Nüssen kostet 5 Francs und kann genügen, Sympathie vorausgesetzt, vom Dorfchef ein Grundstück zugesprochen zu bekommen, auf dem man ein Haus bauen darf.
In einer Schnitzerei erwarb ich für 20 € eine Schnitzerei „Frau hebt Frau.“
Der Wasserfall des Tages war durchaus spektakulär und hatte eine Fallhöhe von vielleicht 50 Metern.
Leider bekamen wir auch die Information, dass unser Gepäck noch nicht in Conakry angekommen ist. Damit tritt nun unter allen Umständen ein Versicherungsfall ein, wonach ich nach 24 Stunden Gepäckverspätung Notkäufe bis zu 500 € geltend machen kann.
Am Bafing Stausee legten wir eine kurze Rast ein. Ich beobachtete frei laufende Rinder und wunderte mich erneut, dass es hier keine Leoparden gibt, während wir in Deutschland vor Wölfen nicht mehr sicher sind.
Irgendwann streikte einer der drei Jeeps, weswegen alles auf zwei Fahrzeuge umgepackt werden musste. 2 Fahrer, 1 Reiseleiter, 8 Touristen samt Gepäck.
Die Unterkunft überraschte dafür mit einem sehenswerten Pool.Læs mere
Dalaba - Pita - Ainguel
19. november 2024, Guinea ⋅ ⛅ 21 °C
Eigentlich war Pita nur als Abzweig zu den Wasserfällen gedacht, doch aufgrund der Gepäcksituation wurde es ein Einkaufsbummel im Gassenlabyrinth des örtlichen Marktes. Nach langem Suchen und unter tatkräftiger Mithilfe der Gruppe erstand ich ein Paar Sandalen, 3 Unterhosen und 2 Paar Socken.
Später erreichte uns dann die Nachricht, dass nur mein Gepäck gefunden werden konnte. Für 250 € soll es morgen per Kurier nachgesandt werden.
Über eine abenteuerliche Piste erreichten wir das Peilh-Dorf Ainguel, die natürliche Steinbrücke Pont de Dieu und nach einem längeren Spaziergang die hiesigen Wasserfälle.
Letztere stellten die bisher in Guinea gesehenen Wasserfälle deutlich in den Schatten.Læs mere
Dalaba - Mamou - Niger - Kissidougou
20. november 2024, Guinea ⋅ ☀️ 32 °C
In Mamou wurden meine Reisetasche und ich wieder vereint. Die 250 € Taxi-Kosten werde ich bei der Versicherung einfordern.
Zugleich verabschiedeten wir unseren Fahrer Diarra alias Sorri samt seiner Schrottkarre und begrüßten einen neuen Fahrer samt Rennkarre.
Ich drücke Sorri die Daumen, dass er es ohne noch einmal liegen zu bleiben zurück nach Mali schafft.
Ansonsten machten wir Straße und wippten mit und in unseren Geländewagen über bröckelnde Asphalt-Pfade, Straßen-Boller zur Geschwindigkeitsreduzierung, Schlaglöcher und Sandpisten. Der rostfarbene Staub des sandig-lehmigen Bodens färbt alle Pflanzen rechts und links der Straße in ein rotes Mars-Kostüm. Man könnte Zweifel bekommen, ob die Blätter unter dieser Dreckschicht überhaupt noch in der Lage sind, Photosynthese zu betreiben.
Sorgen bereitet uns der Schlusswagen, dessen Motor zunehmende Leistungsdefizite aufweist
Ein anderes Übel sind die unzähligen Polizeikontrollen und mit Sicherheit unzulässigen Schmiergeldforderungen an unseren Reiseleiter - es grenzt bisweilen an Wegelagerei.
Der ultimative Höhepunkt der Tagestour war die Überquerung des Niger zu Fuß auf einer Stahlbrücke. Nachdem Mündungsland Nigeria besuchte ich somit binnen eines Jahres auch das Land, in welchem der Niger entspringt.
Auf der anderen Seite des Flusses ändern sich die Straßenverhältnisse abrupt - zum Besseren.
Die Schaukelei und Wackelei wird zu einer recht angenehmen Fahrt.
Es scheint auch, dass hier ein anderes Volk oder ein anderer Stamm lebt. Die Dörfer wirken strukturierter im Geflecht aus modernen Vierkanthäusern und traditionellen Rundhütten und doch geschäftiger in ihrem Nebeneinander aus dörflichen und städtischen Gewerben.
Der wahre Grund liegt aber wohl im Politischen. Der jeweilige Präsident begünstigt diejenigen Gebiete, welche ihn unterstützt haben und benachteiligt jene der Opposition. Wir haben ganz offensichtlich eine Präfektur mit Präsidentenbonus erreicht.
Nach einer insgesamt über zehnstündigen Fahrt erreichten wir gegen 20:30 Uhr das Hotel Savannah in Kissidougou. Das Abendessen war üppig, nur die Dusche funktionierte leider nicht.Læs mere
Kissidougou - N‘zerekoré
21. november 2024, Guinea ⋅ ☀️ 26 °C
Gut gelaunt und ungeduscht starten wir nach einem reichhaltigen Frühstück in Richtung Dschungel.
Auf dem Weg begegnen uns in fast allen Dörfern festlich gekleidete Menschen. Der örtliche Gouverneur oder vielleicht doch der Präsident organisiert eine Campagne, ein Festival mit Gratis-Getränken und -Speisen, um den Hiesigen Gutes zu tun oder sie zur Unterstützung zu bewegen. Viele tragen die Landesfahne mit sich. 🇬🇳
In Macenta wollte Mahamoud eigentlich nur Geld tauschen, währenddessen sich die Gruppe verteilte. Doch leider ging dem ein oder anderen das penetrante Fotografieren und Fotografiertwerden zu weit. Wie Pistolen von Verkehrspolizisten richteten sich Kameraobjektive auf jeden interessant aussehenden Fußgänger oder Mopedfahrer. Daran störten sich offenbar (zurecht) einige Passanten und beschwerten sich bei der Polizei. Diese nahm die ganze Truppe mit aufs Revier, wo wir schmorten und unser Reiseleiter sich seiner und unserer Haut im Büro des örtlichen Kommandanten erwehren musste.
Wieder auf freiem Fuß ging es zu einem Reservat, in welchem offenbar auch Waldelefanten anzutreffen wären - allerdings nicht auf dem Weg, den wir nutzten. Es war ein Spaziergang mit Klettereinlagen im Regenwald. Schön aber unspektakulär.
Nach einer neuerlichen Nachtfahrt erreichten wir 20:30 das Hotel Le Prince. Die verschimmelten Zimmer wurden nach Reklamation auch mit Toilettenpapier, Handtuch und Bettdecke ausgestattet. Geht doch 🤪Læs mere
N‘zerekoré - Bossou - Lola
22. november 2024, Guinea ⋅ ☀️ 27 °C
Heute sitze ich im Führungsfahrzeug und bekomme einen sehr ärgerlichen Mahamoud mit, der gerade erfährt, dass der Maskentanz nicht stattfindet.
Auf zum Schimpansen-Trecking.
Die hiesige Population soll besonders intelligent sein und Werkzeuge nutzen. Auf die Frage, wie groß denn die Gruppe sei, die wir gleich besuchen wollen, bekamen wir zur Antwort 4.
Auf einer fast vierstündigen Wanderung durch das grüne Dickicht fanden wir außer wenigen Insekten keine Tiere - und erst recht keine Schimpansen.
In Lola sammelte ich roten Sand für meine Sammlung. Am Ortsrand von N’zerekoré kaufte ich auf einem Schnitzerei-Markt einen Aschenbecher. Es ist nicht so, dass nicht genügend schöne Sachen da wären. Aber einerseits weiß ich nicht für wen ich was mitbringen und andererseits wie ich es transportieren sollte.
Morgen werden wir diese Sandpiste in Richtung Liberia wieder nutzen.Læs mere
N’zerekoré - Ganta
23. november 2024, Guinea ⋅ ⛅ 22 °C
Zum Frühstück gab es wieder ein Rührei und einen Korb geschnittenes Baguette pro Person. Mir genügte das. Nach Butter wagte ich gar nicht zu fragen. Ein anderer Mitreisender war weniger vorsichtig und fragte nach Marmelade. Das schien die durchaus freundliche Küchenfachkraft weder auf Englisch noch auf Französisch einordnen zu können. Als Alternative wurde Mayonnaise offeriert, was aber keinen besonderen Anklang fand.
Die Abreise verzögerte sich noch um eine Stunde, da das mittlere Fahrzeug noch in der Werkstatt und der Bus mit dem verspäteten Gepäck noch nicht angekommen war.
Gegen 9 Uhr fuhren wir zum Ethnografischen Museum in N‘zerekoré. Leider war es dem Museumsdirektor wie schon gestern Abend nicht möglich, das Museum für uns zu öffnen.
Unverrichteter Dinge mussten wir unsere Fahrt in Richtung Liberia fortsetzen.
Kaum, dass wir losgefahren sind, fing das Frontauto an zu streiken, so dass wir im Stop and Go Modus weiterfahren mussten - geht , geht nicht, geht, geht nicht.
Leider reichte auch für Dagmar und Ludger die Zeit hier nicht aus, um das Gepäck in Empfang zu nehmen. Der Busfahrer war telefonisch nicht erreichbar, so dass niemand sagen konnte , ob und wann das Gepäck in N’zerekoré ankommt.
An einer Tankstelle ließen wir das Stop and Go-Auto reparieren und setzten unsere letzten Francs in Getränke um. Nach etwa einer Stunde ging es gegen 12 Uhr weiter:
Die Piste war unbefestigt, so dass man bisweilen das vorausfahrende und in einer Staubwolke eingehüllte Auto kaum so. Doch plötzlich war das vor uns fahrende Auto samt Staubwolke verschwunden. Das mittlere Konvoi-Fahrzeug war von der Straße abgekommen und eine Böschung gerauscht.
Verletzt wurde zum Glück niemand. Ein vorbeifahrender Laster zog die Karre wieder auf die Straße.
Ich saß im dritten Wagen, an dem die Reise aber auch schon deutliche Spuren hinterlassen hat.
Wir entschieden uns, die Reise mit zwei Fahrzeugen fortzusetzen.
Der Grenzübergang zog sich dann endlose 3 Stunden hin. Eine halbe unkomplizierte Stunde in Guinea und zweieinhalb nervenaufreibende in Liberia.
Im ersten Büro mussten wir unsere Pässe abgeben, Beruf, Arbeitgeber und den Bildungsabschluss nennen. Alle sonstigen Angaben wurden handschriftlich aus dem Pass übernommen. Dann bekamen wir unseren Reisepass gestempelt zurück.
Wir gingen zehn Meter weiter auf dem Flur, gaben unsere Pässe erneut ab. Jeder wurde einzeln nach Beruf, Arbeitgeber und zusätzlich der Telefonnummer befragt. Alles wurde mit Hand gemeinsam mit allen anderen Angaben wiederum in einer Liste dokumentiert.
Wir waren nun der irrigen Meinung fertig zu sein und wurden nach weiteren zehn Metern desselben Gebäudes vom Zoll gestoppt. Wiederum mussten wir unsere Pässe abgeben. Neuerlich mussten der Reiseleiter und die Fahrer alle Unterlagen und Ausweise vorlegen.
Beide Fahrzeuge wurden zu einer Halle beordert, wo die Fahrzeuge und unser gesamtes Gepäck inspiziert wurden. Jede Tasche einzeln, jedes einzelne Kleidungsstück.
Am Ende der Prozedur bekamen die Fahrer, Mahamoud und wir die Dokumente ausgehändigt und konnten fahren.
Exakt zehn Meter weiter wurden wir vor dem Tor angehalten. Eine weitere wichtige Persönlichkeit fragte die Fahrer nach den Papieren und motzte sogleich „licence not good“. Da standen wir wieder, während die „Not good licences“ gemeinsam mit den Fahrzeugpapieren geprüft wurden. Irgendwann war auch das überstanden und wir konnten fahren.
10 Minuten waren wir unterwegs, als uns eine Militärsperre stoppte. Der Reiseleiter und die beiden Fahrer wurden mitgenommen. Gegen Nachweis welcher Legitimation auch immer öffnete sich nach ca. 15 Minuten das Tor.
Nach 30 Minuten wurden wir wieder gestoppt und kontrolliert. Dieses Mal wird unser Fahrer direkt auf Französisch aufgefordert, „eine milde Gabe“ zu geben. „Wir sind mit allem zufrieden, was Du uns gibst.“
Unser Fahrer verwies darauf, dass der Boss im ersten Auto das Geld und er nichts bei sich hätte. Ohne Almosen ging es weiter.
18:50 Straßensperre. Reisepässe bitte. Liberia Immigration Service.
19:10 weiter.
Gepäck im Le Prince angekommen. Wenn das Unfallauto repariert ist, würde es zum Hotel fahren und die Koffer abholen. Was für eine Wendung der Geschichte.
19:55 Halt in Ganta. Panne an Fahrzeug 1 und Gelegenheit Luft auf die Reifen von Fahrzeugen 2 zu pumpen . Wir haben beschlossen, nicht bis Monrovia zu fahren, weil wir dort erst nach Mitternacht ankommen würden.
20:15 Uhr: das Auto springt nicht mehr an. Wir müssen hierbleiben.
Um die Ecke eine Sensation. Hotel. Saubere Zimmer. WLAN. Ein Traum.
Nachtrag: Wenige Tage nach unserer Rückkehr nach Deutschland ereignete sich im Stadion von N'zerekor'e, welches wir besuchten, als wir auf den Museumsdirektor warteten, ein Unglück. Im Zuge einer Massenpanik während eines Fußballspiels starben über 150 Menschen.Læs mere
Ganta - Monrovia
24. november 2024, Liberia ⋅ ☀️ 30 °C
Und es gibt wirklich Wunder. Das Auto, welches gestern noch in die Böschung geknallt ist und welches wir unbenutzbar in Guinea zurücklassen mussten, erreichte heute 10 Uhr das Hotel in Liberia und hatte nach 8 tägiger Odyssee durch ganz Guinea tatsächlich die beiden vermissten Gepäckstücke dabei. Was für eine Freude.
Gegen 11 Uhr starteten wir hoffnungsvoll in Richtung Monrovia. Nach weniger als einem Kilometer wurden wir beim nächsten Immigration Service gestoppt. Alle mussten wieder aussteigen und die Pässe abgeben, damit neuerlich eine Liste handschriftlich befüllt werden konnte.
„Gepäckkontrolle, alle Koffer aus den Fahrzeugen mit Mali-Kennzeichen öffnen!“
„Wer ist der Boss der Gruppe?“ „Mahamadou!“
Auf einmal kam die Ansage, dass das Gepäck doch nicht kontrolliert wird. Warum? Mahamadou: „Weil ich bezahlt habe!“
Verdammt. Als wir bereits wieder im Auto saßen, wurden unsere Pässe neuerlich eingesammelt. Sie wollen noch mehr Bakschisch erpressen, bevor sie uns weiterfahren lassen. Eine solche Gelegenheit - acht Touristen aus Europa - wollte man sich offenbar nicht entgehen lassen. Also schmorten wir im wahrsten Sinne des Wortes unter der Sonne Afrikas in unseren Fahrzeugen bis wir endlich nach einer Stunde gegen 12:15 Uhr weiterfahren konnten. Ohne zu zahlen.
13:05 Uhr wurden wir neuerlich von einer über die Straße gespannten Kette gestoppt und mussten wieder die Pässe abgeben. So richtig ging es mal wieder nicht voran.
Da unser etatmäßiges Frontfahrzeug, welches unser erstes Frontfahrzeug nach vier Tagen wegen eines Defekts ersetzte und dafür eigens aus Mali kam, in einer Werkstatt repariert wurde, fuhren wir inzwischen mit einem Mietwagen mit liberischem Kennzeichen an der Spitze.
Das Fahrzeug sah im Vergleich zu den beiden anderen schlachterprobten Karren modern aus. Doch während unseres Polizeistopps mussten wir notgedrungen doch wieder umpacken und uns in zwei Fahrzeuge quetschen, weil der neue liberianische Mietwagen Öl verlor und nicht weiterfahren konnte. Die neue Herausforderung bestand aber nun darin, zwei weitere Koffer unterzubringen, die es bis zum
Vortag noch nicht gab.
Tatsächlich hatten wir zu Beginn der Reise das Ziel, Land, Natur, Kultur, Geschichte und Leute kennenzulernen. Irgendwann verrückten die Schwerpunkte in Richtung durch- und irgendwie heil im nächsten Nachtquartier anzukommen.
14:45 Uhr passierte dann das Unfassbare. Wir näherten uns der nächsten Straßensperre. Es wurde ja auch wieder Zeit. Langsam rollten wir der Absperrkette entgegen. Der Polizist trat aus dem Schatten der Verandaüberdachung hervor und… ließ die Kette zu Boden sinken, damit wir darüber hinwegfahren konnten. Eine Stunde später war an einem Kontrollpunkt neben keiner Kontrolle noch nicht einmal eine Kette… Es geht doch.
Wir erreichten Gbarnga und gerieten in einen Volksfesttrubel. Es gab Musik und Vuvuzela-Krach. Offensichtlich feierten Schüler ihren Schulabschluss und patrouillierten in Autos und auf Mopeds in blaue Talare gehüllt und mit Magistermützen auf dem Kopf durch die Straßen.
Die Stimmung der Passanten war uns gegenüber gemischt von einigen freundlichen Reaktionen über mehrheitlich gleichgültige Mienen bis hin zu ablehnenden Gesten. Einige gaben uns durch Handzeichen deutlich zu verstehen, dass wir verschwinden sollten und hier nichts zu suchen hätten.
Wir erreichten eine Kautschuk-Plantage.
Mit 12.000 ha ist es DIE Kautschuk-Plantage des Landes und eine der größten Westafrikas.
Bridgestone bzw. ehemals Firestone begründete einst die Kautschukproduktion in Liberia und ist bis heute zugleich der größte Pächter und der größte Abnehmer. Erst kürzlich wurde der Pachtvertrag für weitere 99 Jahre verlängert.
Das Problem der neokolonialen Struktur ist die geringe Fertigungstiefe. Der gewonnene Saft wird in Latex-Ballen gepresst und für die Reifenproduktion nach Übersee verschifft.
8.000 Menschen arbeiten hier. Der Verdienst ist gering, weswegen es hin und wieder zu Streiks kommt.
Die Arbeitskämpfe haben aber nicht nur höhere Löhne zum Ziel sondern auch den Einsatz für die Schaffung einer Folgeverarbeitung der Rohstoffe, damit noch mehr Menschen hier im Land Arbeit finden können
Interessant ist der Pflanz- und Ernte-Zyklus. Nach der Pflanzung wächst der Baum ca. 5 Jahre, ehe er das erst Mal angezapft wird. Geerntet wird bis zum 10. Lebensjahr, dann wird der Baum entfernt und nach einer Zeit der Bodenregeneration durch einen neuen ersetzt.
Die am Stamm hängenden Töpfchen sind in 3 bis 4 Tagen voll der kostbaren Flüssigkeit, wenn neu und frisch angeschnitten wird.
Wenn es eine Woche und länger dauert, bis der Topf sich füllt, wird ein neuer Schnitt weiter oben am Stamm gesetzt.
Am Abend erreichten wir Monrovia und bezogen Quartier im Maryland Guesthouse mit sauberen Zimmern und WLAN 🙃Læs mere
Monrovia
25. november 2024, Liberia ⋅ ⛅ 27 °C
Wir starteten den Tag mit dem Besuch des Nationalmuseums von Liberia, welches sich im früheren Parlamentsgebäude befindet.
In Liberia gibt es 16 ethnische Gruppen. Das dominante Volk sind die Kpelle im Landesinneren.
Die Portugiesen waren 1461 die ersten Europäer an der Küste, welche sie Costa da Pimienta (Pfefferküste) nannten.
1847 wurde die Unabhängigkeit Liberias deklariert. Die Führung der neuen Nation wurde mehr oder weniger exklusiv von Amerika-Liberianern übernommen, früheren frei geborenen und befreiten Sklaven der USA, welche in Liberia seit 1822 siedelten.
1980 attackierte Master Sergeant Doe vom Volk der Krahn mit seinen Leuten den letzten True Whig Party President von Liberia und exekutierte sein Kabinett, welches man nackt an den Strand verschleppt hatte. Damit endete nach 133 Jahren die Vorherrschaft der Amerika-Liberianer über die einheimischen Völker. Diese wollten sich von der Unterdrückung befreien - und es machte für sie keinen Unterschied, ob sie von weißen oder schwarzen Amerikanern bevormundet wurden.
Nach dem Besuch des Museums unternahmen wir einen Spaziergang durch die Hauptstraße, passierten den früheren Sitz des Präsidenten und die 1822 gegründete Methodistische Kirche. Der Straßenmarkt breitete sich anschließend mit all dem Durcheinander an den verschiedensten Waren beiderseits der Straße aus. Man beäugte uns, begegnete uns aber reserviert bis freundlich.
Bei der Gelegenheit wollten wir unsere Wasservorräte auffüllen.
Wasserflaschen werden hier nicht einzeln verkauft und große 1 oder 1,5-Liter-Flaschen gibt es ohnehin nicht. „Okay... Wieviel kostet dieses Pack von acht 0,6 Liter-Flaschen?“ „2 US Dollar.“ „Gut. Nehm ich.“
Über eine Brücke erreichten wir Providence Island, wo 1822 die ersten 88 Siedler landeten. Die Begegnung verlief damals tatsächlich weder romantisch noch friedlich, wird heute aber gern so verklärt. Als Zeichen der Freundschaft ist es noch immer üblich, einen Baum zu fällen. Davor gab man sich einst die Hand und begründete das neue Bündnis. Die Reste des inzwischen sehr morschen Baumes liegen noch immer dort.
Gegen 11 Uhr brachen wir in Richtung Sierra Leone auf und wuselten uns durch den miefenden Hauptstadt-Verkehr. Überall roch es nach Benzin. Kein Wunder, dass es verboten ist, auf öffentlichen Plätzen und Straßen zu rauchen. Man hat wohl Sorge, dass die Petrochemische Bombe sonst irgendwann einmal in die Luft geht und die halbe Stadt wegsprengt 😏
Der Stadt zu entkommen, schien andererseits unmöglich. Ständig steckten wir eingeklemmt zwischen Mopeds, Tuktuks und anderen Autos fest oder wurden wegen einer Straßensperrung bis zur absoluten Orientierungslosigkeit umgeleitet. Es dauerte daher auch nicht lange, bis unsere Fahrzeuge getrennt wurden und sich irgendwie allen durchschlagen mussten.
Inmitten eines undurchdringlichen Blechkarren-Strudels gab es einen Schlag. Unser Wagen hatte ein Tuktuk gerammt und einen ordentlichen Blechschaden fabriziert. Um uns herum entstand sogleich Gezeter. In diesem Moment anzuhalten und auszusteigen, hätte zu gewaltigen Verwicklungen geführt und mit Sicherheit viel Zeit und Geld geraubt. Unser Fahrer blieb cool, machte eine abweisende Handbewegung und fuhr, während wir sicherheitshalber mal die Fenster schlossen, weiter. Als auch der letzte Verfolger nicht mehr folgen konnte, gerieten wir in eine Polizeikontrolle. Verdammt, das könnte nun zu unabsehbaren Streitigkeiten führen, wenn nun auch noch das Blechschaden-Tuktuk aufschließt. Die Fahrzeugpapiere wurden kontrolliert. Gut. Irgendwas Blödes musste ja noch kommen. „Wo ist der Feuerlöscher?“
„Hinten im Kofferraum.“ „Da vorne rechts ran!“
Wie weit genau vorne blieb zunächst ungeklärt.
Da unser Polizei-Feuerlöscher-Kontrolleur schon wieder mit einem anderen Fahrzeug beschäftigt war, kein Blechschaden-Tuktuk und kein Fahrzeug zu sehen war, mit dem man uns hätte ernsthaft verfolgen können, fuhren wir mit zunehmender Geschwindigkeit rechts immer weiter nach vorne. Dann waren wir weg und ließen die letzte Brücke von Monrovia hinter uns.
Neuerlich rauschten wir flott über die Straßen nach Westen, wurden aber nach 15 Minuten wieder gestoppt und ohne Kontrolle der Fahrzeugpapiere gleich nach dem Feuerlöscher gefragt. Upps. Hatte der erste Posten den zweiten Posten informiert? Unser Fahrer zeigte den gewünschten Feuerlöscher. „This is to small. It‘s only for small cars.“ Der Fahrer wurde mitgenommen und kam nach 5 Minuten wieder zurück. Mit einem neuen Feuerlöscher derselben Größe. Nun hatten wir dank des gut funktionierenden Feuerlöscher-Vertriebsmodells zwei Kleine, die gemeinsam wohl einen Großen ergeben.
Seit dem Wasserkauf bzw. kurz vor dem Zusammenstoß mit dem Tuktuk hatten wir keinen Kontakt mehr zum ersten Fahrzeug und zu Mahamadou. Unser Fahrer, der nur Französisch spricht, war genervt und wurde sauer. Seit zwei Stunden waren wir nun schon getrennt. Warum warteten die nicht auf uns? Wir fuhren immer schneller und schneller in der Hoffnung, das andere Fahrzeug einzuholen. Zum Glück hatte Dagmar die blendende Idee, nach einer Kreuzung unseren Standort zu prüfen und bedeutete dem Fahrer, dass wir hätten wohl eben in Kle abbiegen sollen.
Ich versuchte, nacheinander - zunächst erfolglos - die Telefonnummern anzurufen, die ich von unserer Gruppe bereits eingespeichert hatte und erreichte tatsächlich Andrea im anderen Fahrzeug . „Wo seid ihr?“
„Wir warten in Monrovia hinter der letzten Brücke auf Euch.“ „Fahrt weiter. Wir warten auf Euch in Kle.“
Gegen 14 Uhr waren wir wieder vereint.
Etwa 15 Uhr erreichten wir die Grenze von Liberia.
Der erste Posten begnügte sich damit, die Pässe zu kontrollieren, während wir im Auto sitzen bleiben durften. Das war ja auszuhalten.
Nach kurzer Weiterfahrt mussten wir dann aber doch raus und uns am Ausreisestempelschalter anstellen. Der freundliche Beamte ließ nach kurzer Wartezeit unsere Pässe einsammeln und gab uns zu verstehen, dass wir uns setzen sollten, während er seine Arbeit verrichtet. Donnerwetter. Nach 15 Minuten war alles überstanden und wir verabschiedeten uns von ihm und seiner aus dem Nachbarzimmer mit blendend weißen Zähnen lächelnden Kollegin.
Nach 50 Metern wurden wir von fliegenden Geldwechslern umringt, die uns einen Kurs von 1 : 23 anboten, der durchaus dem offiziellen Tauschwert entsprach. Für 20 € bekam ich 460 Leones.
So ganz ohne doppelten Boden geht es aber auch bei der Ausreise nicht. Wie Küken der Glucke folgten wir Mahamadou 100 m über die Straße zur Stempelkontrollstelle , wo eine gemütliche und unkomplizierte Uniformierte lässig durch die Seiten der Pässe blätterte, um uns diese emotionslos unvermittelt wort- und grußlos zurückzugeben. Damit waren wir aber immer noch nicht fertig.
Bedenkt man, dass ein Visum für Liberia nur mit gültiger Gelbfieber-Impfung erhältlich ist und ich auf der Botschaft Liberias in Berlin diese ebenso hinterlegen musste wie bei der Einreise nach Liberia kürzlich von Guinea kommend, würde man sich doch sehr wundern, wie ich es bis hierher ohne Impfausweis hätte geschafft haben können. Doch ein gut gekleideter und gut gelaunter Kontrolleur im pinkfarbenen Hemd fragte uns nach dem „Yellow Paper“, unserem Impfausweis.
Und welche Impfung wollte er sehen? Gar keine. Ihm genügte, dass wir einen Impfausweis hatten.
Er hätte auch leer sein können 🙃
Die Einreise nach Sierra Leone verlief dagegen ohne besondere Vorkommnisse und ist nicht der Rede wert.Læs mere
Sierra Leone
25. november 2024, Sierra Leone ⋅ ☁️ 29 °C
Die Einreise nach Sierra Leone gegen 16 Uhr war einfach, die Straßen waren in einem hervorragenden Zustand, die Stimmung war gut und die Fahrzeuge rauschten zügig dahin. Was sollte da schon noch schief gehen? Die Pechsträhnen aus Guinea und Liberia waren zu Ende… dachten wir…
Krawumm - da standen wir wieder. Es war ca. 17 Uhr. Das Frontfahrzeug unseres Zweier-Konvois streikte. Das dritte Fahrzeug steht derweil noch weit weg im Norden Liberias in der Werkstatt. Mit einem Jeep wird’s schwierig.
Zufällig standen wir zu Füßen eines Dorfes.
Während die beiden Fahrer unter der geöffneten Motorhaube nach der Ursache suchten, warum das Fahrzeug auf einmal stehen blieb, erkundeten wir das Umfeld.
Vom Berg herab beäugte uns ein neugieriger Blick, dann waren es viele neugierige Blicke, zum Schluss war das ganze Dorf auf den Beinen.
Wir gingen den Berg hinauf und den Leuten entgegen und waren rasch mittendrin statt nur dabei. Das Dorf war sauber und gepflegt. Die Lehmhäuser waren gut in Schuss. Eines wurde gerade gebaut. Die Menschen waren geschäftig, stampften Mais, spalteten Holz, wuschen, kochten oder zeigten sich Tücher, die sie gerade vom Markt geholt und nun zu begutachten hatten. Für einen kurzen Moment drehte sich aber alles um die Spontanbesucher, die offenbar eine willkommene Unterhaltung boten.
Das Auto ließ sich nicht reparieren. Mahamadou beschloss, dass das zweite Auto weiterfahren, die erste Gruppe zum Ziel bringen und die anderen später nachholen sollte.
Die drei Pechvögel ohne Koffer am Anfang der Reise - Dagmar, Ludger und ich - saßen im fahrenden Wagen. Das sollte sich als großer Glücksfall erweisen. Wir schafften die Fahrt über eine unbefestigte und unbeleuchtete Lehmpiste mit zahlreichen Schlaglöchern bis zum Dorf Kambama gegenüber Tiwai Island gerade noch bei Tageslicht. Wir wurden freundlich begrüßt. Die Taschen wurden von Einheimischen geschultert und aufs Boot gebracht. Mittlerweile war es 18:30 Uhr und die Dämmerung brach herein.
Die anderen würden auf alle Fälle erst im Dunkel hier ankommen. Im Boot saßen nun vier Touristen (rechts und links an der Bordwand mit dem Rücken zum dahinfließenden Moa River) samt Gepäck (in der Mitte) und drei Trägern.
Hoffnungsvoll stieß man uns mit vereinten Kräften (nackte Kinder, die gerade vom Baden aus dem Wasser gestiegen waren, ließen sich die Gaudi nicht entgehen, ebenfalls kräftig mit zu schieben) vom Ufer weg und auf den Fluss. Leider sprang der Motor nicht an. Einer der Begleiter griff das einzige Paddel und bugsierte uns zurück ans Ufer. Um das Boot ohne Motor über den etwa 50 m breiten Fluss zu bringen, hätten wir alle ein Paddel gebraucht. Zum Glück kam unser Bootsführer nach einiger Zeit mit dem richtigen Werkzeug zurück, so dass wir mit stotterndem, leicht schwächelndem aber funktionierendem Motor mit der Strömung nach Tiwai Island übersetzen konnten. Es war inzwischen stockdunkel. Meine Taschenlampe hatte bereits in Guinea den Geist aufgegeben. Zum Glück hatte ich noch eine Stirnlampe dabei. Aber ausgerechnet in diesem ungünstigsten aller denkbaren Fälle, verweigerte auch sie urplötzlich die Gefolgschaft. Dank der Taschenlampe von Dagmars Smartphone (mein iPhone hatte nur noch 20% Batterieladung) erreichten wir nach zehnminütiger Nachtwanderung unsere beleuchtete Unterkunft. Wir bezogen je ein Zimmer und fanden uns alsbald wieder zum Abendessen ein, um Reis mit Hühnerfleisch in einer scharfen aber sehr leckeren Soße zu verspeisen. Was wohl aus den anderen geworden ist? Inzwischen hatte es auch ein wenig zu regnen angefangen.
Etwa 21 Uhr knackte es im Gebüsch. Im Gefolge einer Taschenlampe stapfte der Rest der Truppe ins Lager. Angespannt, ausgezehrt und apathisch aggressiv - ich weiß, dass das ein Widerspruch ist, aber es wirkte so 😳
Hinter ihnen lag ein 45 minütiger Fußmarsch durch das Dickicht von Tiwai Island. Das Motorboot war nicht mehr fahrbereit, weswegen sie hintereinander sitzend in schmalen Langbooten ans andere Ufer gepaddelt wurden. Aber nicht zur Anlegestelle nahe unserer Unterkunft, das wäre nur mit Motorunterstützung möglich gewesen, sondern einfach an die erste Anlegestelle, an der man an Land gehen konnte.
„Und was war mit dem Auto?“ Die Anspannung war geradezu beängstigend, bevor uns die Antwort unter großer Selbstbeherrschung zuteil wurde. „Glaubt Ihr nicht. Der war Tank war leer.“
„Das kannst Du keinem Menschen erzählen, dass man für eine solche Reise auch noch 5.000 € bezahlt.“Læs mere
Tiwai Island - morgendliche Pirsch
26. november 2024, Sierra Leone ⋅ ☁️ 27 °C
Die Insel Tiwai liegt inmitten des Flusses Moa, der sie von Norden nach Süden fließend im Osten und Westen umschließt und somit ein geschütztes Refugium für Tiere und Pflanzen erschuf.
Das 12 Quadratkilometer große, weltweit bedeutendste Affenschutzgebiet von Tiwai Island bietet elf Primatenarten Schutz und Pflege, darunter auch die als gefährdet eingestuften Diana-Meerkatzen, drei verschiedene Colobus-Arten und Schimpansen.
Doch wie bei den anderen beiden Trekking-Touren konnte die Realität den Erwartungen nicht folgen.
7 Uhr starteten wir zur morgendlichen Pirsch. Der erwachte Wald empfing uns mit einem Orchester voller Geräusche. Vögel fiepten, piepten, schrien, gurrten, tröteten, tuteten und riefen einander Lockendes und Warnendes zu. Insekten und Kröten halfen der musikalischen Untermalung auf ihre Weise. Ein Yellow-casqued Hornbill - den wir nicht sahen - schlug raschelnd mit den Flügeln und fabrizierte einen ventilatorähnlichen Sound, wie ein Propellerflugzeug vor dem Start.
Nur die Affen fehlten.
Zuerst hörte man das Springen in den Ästen, das Rascheln im Laub der Baumkronen und das Knacken der Zweige, die dem Treiben nicht standhalten konnten. Dann folgten die Blätter, die gemeinsam mit den gebrochenen Zweigen und den gerüttelten Früchten herunterfielen und wie beim Staubwischen aus den oberen Regalen weggefegt wurden und als Unrat zu Boden rieselten. Unser ortskundiger Führer sagte, dass es sich um Colobus-Affen handelte. Drei mal bekamen wir sie entfernt auf der dreistündigen Wanderung zu Gesicht. Ohne Fernglas oder Teleobjektiv war aber nur wenig zu erkennen und schon gar nichts zu fotografieren. Ein paar mal sah ich sie springen. Wenn aber einer auf einem Ast saß, um sich zu kratzen oder zu wachen oder zu dösen, dann war außer einem grauschwarzen Klumpen kaum eine Kontur, geschweige denn ein Gesicht erkennbar.
So wendete ich mich schließlich dem Nahbereich zu und besah mir die Welt der Pflanzen und Pilze, die nicht weglaufen konnten, der getarnten Insekten, die nicht weglaufen wollten und jener beweglichen Lebewesen, die zwar ständig unterwegs waren, aber aufgrund ihrer Größe dennoch im Nahbereich um mich herumschwirrten oder zu meinen Füßen exerzierten. Während die Schmetterlinge in scheinbar planlosen Streifzügen hin und her durch die Luft schwirrten, marschierten die Termiten als geordnete Kolonnen rasselnder und klappernder Transporteure über den Waldboden einem Ritterheer in Rüstung ähnlich. Als ich ihre Abfangjäger aber auf meinen Schuhen erblickte schoss ich bis zum Blutverlust im Kopf aus der Hocke nach oben und klopfte und trampelte wie wild die Armee der kleinen Rüstungsritter wieder von meiner Kleidung, bevor sie unter dieselbe gelangen und Schaden anrichten konnten.
Als ich nach der Pirsch am Frühstückstisch saß, machten mich die anderen darauf aufmerksam, dass ich wohl einen neuen Freund oder eine neue Freundin hätte. Ein gelber Schmetterling verwechselte mich offenbar ob meines gelbleuchtenden Hemdes mit einem Artgenossen, flog um mich herum und ließ sich auf mir nieder. Wahrscheinlich spielt auch bei den Schmetterlingen bei der Partnerwahl die Größe eine Rolle. 😉Læs mere
Bootsfahrt auf dem Moa River
26. november 2024, Sierra Leone ⋅ ☁️ 31 °C
Der morgendlichen Pirsch folgte ein spätes Frühstück gegen 10:30 Uhr mit Ei, gebackenen Bananenscheiben und Pfannkuchen.
Ohne weitere Aktivitäten war das Sortieren von Sachen, Notizen und Gedanken eine willkommene Pause. Das Mittagessen 13:30 Uhr aus Couscous, Kohlgemüse und gebratenen Hühnchen hätte es nicht wirklich gebraucht - aber wo es schon mal da war….
Das Nachmittagskoma überbrückte ich mit Reise-Notizen, etwas Literatur, einem kleinen Spaziergang und einem kurzen Nickerchen im Stuhl.
16:00 Uhr startete eine Bootstour entlang der Insel und vorbei am gegenüberliegenden Ufer.
Im Programm waren Zwergflusspferde und Krokodile angekündigt. Die Erfahrung aus Waldelefanten- und Schimpansen-Treckings lehrte uns allerdings, dass wir wieder leer ausgehen werden und wenig erwarten sollten. Und in der Tat sahen wir am Ufer von Tiwai Island lediglich drei Ibisse schimpfend davon fliegen, als wir ihren Standbaum passierten.
Auf der anderen Uferseite hatten wir mehr Glück. Drei Affen kletterten in einem entfernten aber relativ gut einsehbaren Baum durch das spärlich beblätterte Geäst.
Irgendjemand muss denen mal beibringen, dass sie sich außerhalb des Affenschutzgebietes befinden und gefälligst auf die Insel umziehen sollen. Die Fahrt auf dem Boot mit funktionierendem Motor war ansonsten ob der schönen Natur aber durchaus lohnenswert.
Zum Abschluss des Ausflugs sollten wir im Dorf Kambama einer folkloristischen Tanzdarbietung beiwohnen. Leider, so wurden wir vom Bootsführer aufgeklärt, sei gerade der Bürgermeister verstorben, weswegen eine dreitägige traditionelle Trauer einzuhalten sei.
Wann genau „gerade“ war, konnten wir nicht herausfinden. Gestern war bei unserer Ankunft jedenfalls weder was davon zu spüren noch zu hören. Mahamadou zahlte uns die 90 Leones (ca. 4 €) sogar aus, welche die Tanzvorführung pro Person gekostet hätte. Ihm war es unangenehm, dass schon wieder was aus dem Programm ausgefallen war. Anschließend hieß es wieder zu pausieren, ehe es 19:00 Uhr Abendessen mit Hühnerfleisch in leckerer Gewürzsoße gemeinsam mit gekochten Kartoffeln und Bananen gab.
20:30 Uhr kam Bobo vom anderen Ufer aus Kambama für die anstehende Nachtwanderung herübergetuckert. Zum Glück etwas zu spät.
Kaum, dass wir starten wollten, brachen die Wolken entzwei und ließen ihre Massen von wütendem Donner begleitet auf den Regenwald prasseln und die Wege in einem Augenblick zu Bächen mutieren. Bobo lächelte und sagte „Let‘s wait 5 minutes“. Wir warteten nicht, gaben ihm das Geld und wünschten ihm eine gute Heimfahrt.Læs mere
Tiwai Island - Tokeh
27. november 2024, Sierra Leone ⋅ ⛅ 25 °C
Auf nach Westen. Nach dem Frühstück tuckerten wir etwa 8:30 Uhr mit dem Motorboot, 12 Insassen und dem gesamten Gepäck über den Fluss nach Kambama. Der Regen hatte die Luft gereinigt, die Oberfläche des Moa war glatt und glänzte in der Morgensonne. Die leicht wippenden Palmwedel und schaukelnden Äste der ufernahen Bäume, deren Wurzeln bereits weit in den träge strömenden Fluss hineinragten, spiegelten sich fotogerecht im Wasser.
Die Stimmung eines afrikanischen Dschungels in den Momenten, da rings herum nur Natur und keine menschliche Spur zu sehen ist, sind erhebend.
Den menschlichen Spuren folgten wir nach unserer Anlandung in zwei Fahrzeugen auf der bereits bekannten Sand-Lehm-Piste, die bereits getrocknet und nur von wenigen Pfützen garniert war. Die glänzenden oder dunkel im hellen Boden eingeschlossenen Pfützen waren eine hilfreiche Markierung der Schlaglöcher, denen wir ohne Wasser weniger gut ausweichen konnten, da wir sie zu spät gesehen hatten.
Wieder auf der asphaltierten Hauptstraße unterwegs, erreichten wir 10:30 Uhr die erste Polizeikontrolle, die irgendwelche fehlenden Papiere beanstandete und eine Gebühr von 100 Leones kassierte.
10:55 Uhr stoppte uns die nächste Polizeikontrolle. Diesmal standen gleich drei Lametta- und Medaillen-Dekorierte Spalier, um unsere Pässe zu inspizieren. Obgleich den Reisepass in Händen die Frage „Where do you come from?“ unsinnig war, antworteten wir wahrheitsgemäß „Germany“.
Dies wurde vom Fragesteller mit einem zünftig-zackigen „Welcome.“ quittiert, worauf sich die anderen beiden mit Hand zum Gruß an die Mütze ausgerichtet mit einem weiteren „Welcome!“ anschlossen und uns abfahren ließen.
11:10 erreichten wir eine kleine Reifenreparatur-Werkstatt, wo einerseits unser neues Mietfahrzeug auf uns wartete und zum anderen Luft getankt werden konnte. Am Ende gab es ein längeres Gezeter, da unser Fahrer nur den Reifen hinten rechts aufgepumpt haben wollte, der Pumper seinem Boss aber gesagt hat, dass er überall den Schlauch angelegt hätte. Dieses wäre bei den auf der Fahrbahn stehenden Reifen schon von der Länge des Schlauches gar nicht möglich gewesen, doch am Ende einigte man sich mit einem wütenden Mahamadou auf einen Preis für die begehrte und teure Luft aus Sierra Leone.
12:05 Uhr hielt unser Fahrer plötzlich an, um mit dem Radkreuz die Muttern der Reifen nachzuziehen. Vielleicht hatte die Sierra Leone Luft die Muttern gelockert? Als alles wieder fest war, ging es weiter?
Allerorten finden sich fliegende Händler, die ihre Waren loszuwerden hoffen - vielfach vergeblich. Es ist bedrückend, dieses Heer an Wandersleuten zu sehen, die ihre Waren in Händen und auf dem Kopf tragen, schultern, buckeln und irgendwie von einem zum anderen bugsieren, in der immer wiederkehrenden und zumeist enttäuschten Hoffnung, eine Tasche, ein Paar Schuhe, eine Decke, eine Flasche Limonade, eine geschälte Orange oder eine Handvoll Cola-Nüsse an den Mann bringen zu können. Ich kaufte für 20 Leones zwei Beutel Bananenchips.
12.30 Uhr kam der nächste Police Stop. Eine neben dem Auto mitlaufende Frau bot mir durchs Fenster frisch gelegte Eier an. Ich lehnte dankend ab. Ohne zu halten rollten wir am freundlichen Kontrollpersonal langsam vorbei.
Ohne weitere Polizeiontrollen erreichten wir 14:30 Uhr einen völlig neuartigen Kontrollpunkt, an welchem unser Fahrer 10 Leones einem Mann in orangener Weste durch das Fenster in dessen Amtsstube reichte. Mit einer Autobahn-Mautstelle hatte ich nun beim allerbesten Willen nicht gerechnet 😄
14:55 Uhr wurden wir wie alle anderen Fahrzeuge auf der Autobahn (!) an einer Polizeikontrolle gestoppt, konnten aber langsam weiterfahren, während Frauen nebenherlaufend Obst und Nüsse zu verkaufen suchten.
15:10 Uhr passierten wir die nächste Mautstelle und bezahlten wieder 10 Leones. Wofür auch immer.
15:25 Uhr stoppte uns die Sicherheitstechnische Polizeikontrolle in Waterloo (!), die an unserem schwer von der Rundreise gezeichneten Fahrzeug irgendwas fand und dafür vom genervten Mahamadou eine Strafgebühr einforderte.
Gegen 16:45 Uhr erreichten wir das Paradies.
Nach dieser Tour kommt einem ein vernünftiges Strandhotel am Meer wie purer Luxus vor.Læs mere
Strand und Meer
28. november 2024, Sierra Leone ⋅ ☀️ 26 °C
Nach dem Frühstück verließen wir Tokeh in Richtung Freetown.
Zuvor genossen wir aber noch einmal die Strände vorm Hotel und in der Umgebung, schauten den Fischerbooten nach, die hinausfuhren, und genossen die Ruhe vor dem Trubel, der uns in der Hauptstadt noch erwarten sollte.Læs mere
Schimpansen-Aufzuchtstation
28. november 2024, Sierra Leone ⋅ ☀️ 27 °C
Wenn wir schon in der freien Natur keine Schimpansen zu Gesicht bekommen haben, dann sollte es in der Aufzuchtstation aber klappen.
Leider sind sowohl die Wilderei als auch das Verschleppen und Missbrauchen von Affenjungen als Haustiere ein anhaltendes Übel.
Befreite Tiere haben im „Tacugama Chimpanzee Sanctury“ die Chance auf ein neues Leben in einer behüteten, wenn auch eingeschränkten Freiheit
Die Station hat drei Gehege unterschiedlicher Größe für die Jungtiere von 1 bis 7 Jahren, die Heranwachsenden von 8 bis 15 Jahren und die Erwachsenen ab 16 Jahren.
Im Kindergarten üben die Kleinen, in der Gruppe zurechtzukommen, prägen ein soziales Verhalten aus und bereiten sich in spielerischen Ringkämpfen auf die späteren Rangkämpfe vor.
Das Gehege ist gut überschau- und einsehbar. Es gibt so gut wie keine Büsche oder Bäume, welche die Sicht verdecken. Dafür finden sich allerlei Klettergerüste, Taue, Reifen, Bälle und Spielsachen, mit denen man sich austoben kann.
Es bilden sich Freundschaften heraus. Kumpels hängen zusammen und beschützen sich. Jungtiere kreischen und buhlen um die Aufmerksamkeit der Älteren.
Daneben findet sich ein weitläufiges Areal für die Heranwachsenden und Halbstarken, in dem sich bereits viele Bäume und Büsche befinden, von denen sich die Tiere selbst versorgen können. Die an allen Gehegen aufgezogenen Netze sind bei der Hooligan-Gruppe besonders angebracht. Die Schimpansen sind in dem Alter bereits recht stark und besonders aggressiv. Kaum waren wir in Sichtweite flogen auch schon die Steine. Die zum Teil faustgroßen Brocken erreichen eine ordentliche Geschwindigkeit, wenn man sie mit sprichwörtlichen Affenarmen und passabler Diskuswurftechnik durch die Luft schleudert. Da hieß es, aufpassen und Kopf einziehen, da die Netze nicht alles abzufangen in der Lage sind.
Ab 13 Jahren werden Schimpansen geschlechtsreif und bilden verstärkte Rangordnungen heraus. In dieser Waisenanstalt, die keine Auswilderungen vorsieht, ist die Fortpflanzung nicht erwünscht, wenngleich es trotz menschlicher Verhütung bisweilen dazu kommt.
Das größte Gebiet mit stattlichen Bäumen und reichlich Buschwerk beanspruchen die Erwachsenen für sich, die sich weitestgehend selbst versorgen. Wir hatten großes Glück und sahen gleich drei von ihnen in einem Baum herumkraxeln. Das älteste Tier der Gruppe ist 34 Jahre alt. Dieses Männchen war früher einmal der Boss der Gruppe. Inzwischen hat aber ein 21jähriger das Kommando übernommen.Læs mere
Freetown
28. november 2024, Sierra Leone ⋅ ☀️ 29 °C
So ganz ohne Panne ging natürlich auch der heutige Tag nicht dahin. Unser Allrad-Geländewagen kam eine etwas steilere Straße nicht hoch. Auch als wir Insassen das Auto verlassen hatten und ich mit vier Halbstarken von hinten nachschob, schaffte es die Karre nicht auf die obere Straßenkreuzung, musste zurückrollen und einen anderen Weg nehmen.
Im kleinen Nationalmuseum beschauten wir uns die bescheidene Auswahl an Exponaten und ließen die fast unverständlichen englischen Ausführungen des Museumsführers über uns ergehen.
Ein kleiner Bummel um den Cotton-Tree zum Kunsthandwerk-Markt rundete den Ausflug in die Innenstadt ab und vermittelte uns einen kleinen Eindruck vom Alltag in Freetown.
21 Uhr brachen wir auf zum Schnellboothafen, wo wir uns von Mahamadou und den Fahrern verabschiedeten. 22:30 Uhr ging es per Speedboot zum Flughafen auf der anderen Seite der Bucht.
Der für 3:00 in der Nacht angekündigte Flug verschob sich wegen Verspätung auf 4:00 Uhr.
Aber irgendwie konnte auf dieser Reise ja auch nicht einfach mal was nach Plan verlaufen.Læs mere

































































































































































































































































































Rejsende😅
RejsendeHab es schon 3 mal gelesen,einfach Klasse!😂😂🤭