• Henry Kettwig
  • Henry Kettwig

Work and Travel in Australien

Petualangan 175-sehari oleh Henry Baca selengkapnya
  • Mount Agung Teil 1

    18 Juni 2017, Indonesia ⋅ ⛅ 24 °C

    Bevor ich beim Einstieg einsetze, will ich ein paar Fakten über den Mount Agung darlegen. Eigentlich heißt der Berg Gunung Agung und ist mit 3142 Metern der höchste Berg Balis und einer der fünft höchsten Berge Indonesiens. Es ist ein aktiver Vulkan, welcher zuletzt im Jahre 1964 das letzte Mal ausgebrochen ist. Er wird im Hinduismus als Zentrum der Welt angesehen und gilt als heilig.

    Kommen wir nun zur Besteigung und dazu, dass ich froh bin nur noch darüber schreiben zu müssen. Vorab, es war anstrengender als gedacht und ich hatte mich als gut trainiert eingeschätzt.

    Wir waren zum Glück vor der größeren Gruppe auf dem „Weg“ und konnten die ersten Meter schnell hinter uns bringen. Ich hatte die Stirnlampe von Marc, welche ich verpasst hatte wieder zu geben. Ich hatte sie eigentlich für den Mount Batur bekommen. An dieser Stelle dicke Entschuldigung und du bekommst sie wieder :) Ich war meinen Guide dicht auf den Versen und er legte ein gutes Tempo vor. Ich dachte mir, ok wann würde er wohl schwächeln. Jedoch weit gefehlt, wie sich später heraus stellen sollte. Leider sprach er nur sehr dürftig Englisch, sodass sich die Kommunikation auf das nötigste beschränkte, was aus meiner Sicht sehr schade war, denn wir würden eine lange Zeit miteinander verbringen. Kann man nicht ändern und konnte ich mir nicht heraussuchen und freundlich war er ja. Wir gingen also schnellen Schrittes voran und die Steigung nahm immer mehr zu. Der Boden wechselte zwischen staubigen Untergrund, rutschigen und feuchter Erde, sowie loses Geröll. Immer mal wieder galt es größere Stufen zu überwinden, welche durch die Wurzeln der Bäume gegeben war. Manche reichten mir bis zur Mitte meines Oberschenkels. Ein paar Lianen oder Seile für schwierige Stellen ließen wir liegen, hier schwor ich auf meine Wanderschuhe, welche sich vollkommen auszahlten und Gold wert waren. Die anfängliche Kälte wisch durch den schnellen Schritt und gelegentlichen Kletterabschnitten, welche von der Häufigkeit einen progressiven Anstieg hatten. Unser erste Pause machten wir an einem kleinen Schrein, an welchen der Guide Räucherstäbchen anzündete und eine Opfergabe darlegte. Bis hier hin war es kein Problem und ich war optimistisch eingestellt, welches die restliche Strecke anging. Wir konnten bereits durch das Blätterdach auf Balis Lichtermeer schauen. Der Sternenhimmel über uns stand dem jedoch im nichts nach, wobei dieser immer noch nicht an den Sternenhimmel heran reicht, welchen ich von der Segeltour mit Josh gesehen hatte.

    Die Rucksäcke waren wieder auf dem Rücken und ich war froh wieder weiter zu gehen, da der nasse Rücken ziemlich schnell auskühlte. Diese Gefühl wisch jedoch innerhalb kürzester Zeit, als es wieder ans Klettern ging. Die Höhenmeter sollten auf irgendeine Art überwunden werden und wir wollte ja zum Gipfel. Ich dachte das wir die Ersten waren aber wir holten auf dem nächsten Abschnitt eine Gruppe ein. Zuerst sah ich nur Lichter in der Dunkelheit, später war es eine größere Gruppe, welche uns freundlicher Weise vorbei ließ. Meine Strinlampe wurde übrigens schwächer und schwächer, zum Glück hatte der Guide eine weitere dabei. Seit dem Einstieg wurde mir immer klarer, warum ein Guide für diese Tour benötigt und Pflicht ist. Wenn ich es allein probiert hätte, wäre der „Weg“ für mich sicherlich nicht als dieser ersichtlich gewesen. Ich wäre wahrscheinlich umgedreht, da ich mir zu unsicher gewesen wäre. Zudem gab es zwei Kreuzungen, wo ich nicht gewusst hätte, welche Richtung die Richtige gewesen wäre. Zu guter Letzt, wäre ich wahrscheinlich mit dem Handy als Taschenlampe durch die Gegend gestürzt. Man soll es nicht glauben aber der kommende Weg war so gefährlich, dass ich froh war einen Guide zu haben, welcher notfalls Hilfe holen könnte. Unser Tempo war immer noch schnell und mein Guide, welcher Kutuk hieß, musste immer wieder kurz warten, bis ich aufgeschlossen hatte. Unsere zweite Pause stand bevor und ich hatte einen ersten Eindruck, was es heißt den Mount Agung zu besteigen. Ich trank ein wenig mein Wasser, der Guide reichte mir zudem einen Riegel. Eigentlich war mir etwas schlecht und ich hatte auch das Gefühl den Riegel nicht herunter zu bekommen aber mein Körper hat den schneller aufgenommen als ich dachte. Es wurde nun zunehmend steiler und die Baumgrenze kam langsam in Sicht. Selbst der Guide war nicht mehr vor dem Geröll gefreit und rutschte ein paar mal, wie ich auch weg. Kutuk hatte jedoch wie vorher seinen Rhythmus, welcher durch mich immer wieder unterbrochen wurde. Mein einstiger schneller Schritt wisch einen langsamen, unsicheren Laufstil, welcher an den sehr steilen Passagen in den Vierfüßlergang überging. Ich musste immer wieder kurze Pausen einlegen und neue Kraft sammeln, zudem wurde mir etwas schwindelig. Keine Ahnung, ob es an dem fallenden Sauerstoffgehalt oder an der Anstrengung lag, wahrscheinlich beides. Jedenfalls war ich heilfroh als wir einen windgeschützten Platz erreichten. Trotzdem wurde mir schnell kalt und auch Kutuk zog sich eine lange Hose und seine Jacke an. Ich hatte nur einen Pullover mit, welchen ich als Reserve für den Gipfel eingesteckt hatte. Also setzte ich mich auf den Boden, zog meine Knie zu mir, umschloss diese mit meinen Armen und versuchte ein wenig zu Ruhen. Ich fragte Kutuk noch, ob wir ein Feuer machen könnte, was er verneinte. Ich weiß nicht, ob er es nicht verstanden hatte, jedenfalls sah er mich frieren und zündete doch eins an. Ein paar Reste vom letzten Feuer waren vorhanden aber mit Feuerholz sah es nicht gut aus. Somit verbrannten wir die Rester und Stroh welches hier herum lag. Die Pause sollte ein wenig länger dauern, da wir ziemlich gut in der Zeit waren und es nicht mehr weit zum Gipfel sein würde. Wir hatten gegen drei Uhr den „Rastplatz“ erreicht und blieben etwas über 40 Minuten dort. Zwischendurch hatte ich mich so gut erholt und aufgewärmt, dass ich weiter bergauf nach Feuerholz suchte und auf einen alten Holzzaun stieß. Es war nur ein Teil von einem Zaun, als ich diesen den Berg hinunter brachte, meinte er nur, dass dieser zum Tempel gehörte, also brachte ich diesen schnell wieder an Ort und stelle zurück :D Ich ging ein wenig weiter und fand doch ein paar Äste und brach welche vom Baum ab. Ich musste mich aber vorsehen, da manche Dornen hatten. Mit diesen Teilerfolg versuchten wir das Feuer am Leben zu erhalten, was nicht einfach war. Als die nassen Äste getrocknet waren und zu brennen anfingen, gab er das Zeichen für den letzten Teil des Aufstiegs. Ich fragte nach einer viertel Stunde mehr aber nein, es ging weiter. Tschüss Feuer :(

    Wir kamen aus dem Blätterdach heraus aber der Weg wurde keines Falls besser. Der Weg wechselte zwischen erstarrten Lavagestein, vom Regen ausgewaschene Pfade, bis hin zu Geröllwegen, welche dem Hochlaufen einer Düne gleich kamen. Wenn ich mal nicht im Vierfüßlergang unterwegs war, machte ich Kaffeebohnenschritte ;D Der Aufstieg brachte mich an meine Grenzen und der letzte Abschnitt war zum großen Teil Willenskraft. Aber nach ein paar kleineren Gipfel und einen kleinen Weg entlang des Grades erreichten wir endlich, noch in vollkommener Dunkelheit den Gipfel. Kutuk gratulierte mir und ich verschwand in der Position, welche ich bei dem Lagerfeuer eingenommen hatte. Es war ziemlich beeindruckend Bali als Lichtermeer unter sich und gleichzeitig sein Ziel erreicht zu haben.Noch war die restliche Umgebung in Dunkelheit gehüllt aber das sollte sich bald ändern. Mit Pausen hatten wir fünfeinhalb Stunden für den Aufstieg gebraucht was flink gewesen ist. Kutuk hatte übrigens zum großen Teil, seinen Laufstil beibehalten, Hut ab davor.

    Ich schaute zum Horizont und dieser wurde immer heller. Ich stellte meine Gopro schnell auf und startete meinen Zeitraffer. Der Horizont kleidete sich nun in helle Blau- und Rottöne. Auch der Himmel hinter uns wurde in diverse Farben getaucht. Wir begonnen die ersten Fotos zu schießen und siehe da, eine weitere kleine Gruppe erreichte den Gipfel. Es war der Guide, welcher mich am Ausgangspunkt angesprochen hatte. Dieser mit zwei Mädels leisteten uns nun Gesellschaft. Ich kam mit den drein ins Gespräch und sie waren in Rahmen eines Programms auf den Gipfel gestiegen, welches die Kultur auf Bali näher bringen soll. Übrigens versuchte ich mit meiner Digicam ein paar Fotos zu machen. Leider konnte ich das Touchdisplay nicht mehr bedienen und den Blitz ausstellen, deswegen musste mein Handy herhalten. Die Sonne nahm nun immer mehr den Horizont ein und erleuchtet das Gelände um uns herum. Es war sehr eindrucksvoll und ein toller Erlebnis. Der Krater welcher sich vor uns eröffnete war riesig und wir standen direkt am Rand. In der Ferne konnte wir einen Berg auf Lombok sehen und rings herum natürlich Bali, welches vom Meer begrenzt wurde. Gut sichtbar war ebenfalls der Mount Batur, mit dem davor liegende See, welcher in einem größeren Krater lag und ziemlich winzig erschien. Somit hatten die Leute auf den Mount Batur heute mehr Glück als ich. Wir quatschten, genossen den Ausblick, schossen Fotos und waren einfach fasziniert. Der Guide von den zwei Mädels hatte zudem Kaffee dabei, was eine Wohltat war. Die Sonne hatte bereits den Himmel erobert, da kam ein weiterer einsamer Wanderer auf den Gipfel, welcher erschöpft aber glücklich zu Boden fiel. Da mein Guide zum Aufbruch drängte machten wir schnell noch ein paar Fotos. Ich verabschiedete mich von allen und dem Mann, welchen ich gerade erst Hallo gesagt hatte sagte ich, dass ich wieder herunter muss. Dieser entgegnete nur, das er sich sicher war, dass ich ein guter Mann bin und wünschte mir alles Gute.
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  • Mount Agung Teil 2

    18 Juni 2017, Indonesia ⋅ ☁️ 49 °C

    Auf dem Rückweg schoss ich nun viele Fotos und was mir auf dem Hinweg durch die Dunkelheit verborgen blieb war atemberaubend, Das Tempo was wir hinzu an den Tag (Nacht) gelegt hatten, gingen wir nun herunter. Auch hier dachte ich mir, gelobt seien meine Wanderschuhe. Ich war ja vorher schon gern über Felsen geklettert aber das war eine andere Hausnummer. Jedoch so viel vorab, wir beide rutschten zwar ein paar mal aber der Abstieg blieb ohne Sturz. Teilweise gab es Passagen, die wir herunter rannten und unsere Geschwindigkeit und die Trägheit unserer Masse am nächsten Stein abfingen. Die unter uns liegende Ebene kam nur stückweise näher und wir erreichten unsere Lagerfeuerstelle. Nur war diese nicht verlassen. Da schlief eine Frau namens Hanna aus den USA. Sie hatte den Aufstieg nicht geschafft und war somit zurück geblieben und hatte sich um das Lagerfeuer gelegt. Eine Gruppe hatten wir bereits vom Gipfel aus nach unten überholt. Die Gruppe saß übrigens bei einen anderen Lagerfeuer beieinander und hatte es ebenfalls nicht geschafft. Wir machten eine kleine Pause, ehe wir weitergingen. Da mein Guide kein Englisch sprach, redete ich mit Hanna und reichte ihr ein Snack, welchen ich von Kutuk bekommen hatte. Ein paar Minuten später ging es wieder weiter.

    Konzentration hoch halten und nicht auf den letzten Metern verletzen. Wir machten wieder Meter um Meter aber die Ebene vor uns lag immer noch in weiter ferne. Wir erreichten die Baumgrenze, welches den Weg nicht leichter gestaltete. Überhaupt fragte ich mich, wenn ich den Weg vorher gesehen hätte, ob ich diesen überhaupt gegangen wäre. Und ich stellte wiedermal fest, in der Dunkelheit kommen Abstände weniger lang vor. Ein ganzes Stück lag hinter uns und wir erreichten wieder eine Gruppe mir ihren Guide. Kutuk gab das Zeichen zur Pause und ich kam mit den anderen ins Gespräch. Diese gratulierten mir zum Aufstieg, denn sie hatten es alle leider nicht geschafft. Als ich sagte, dass es ziemlich hart war und ich dachte das ich gut trainiert bin, erwiderten sie das Gleiche für sich selbst. Sie waren ebenfalls im Rahmen des Programms unterwegs und wir tauschten uns ein wenig aus. Ich erzählte ihnen von meinen Erfahrungen von Bali und gab ihnen ein paar Hinweise auf den Weg. Leider sind die Tage in dem Programm ziemlich straff aber manche bleiben darüber hinaus etwas länger. Mein Guide drängte wiedermal zum Aufbruch und nach kurzer Verabschiedung ging es weiter.

    Ich dachte mir nur auf dem Letzten Abschnitt, wann sind wir denn endlich da und meine Oberschenkel brannten. Kurz vor Schluss kam uns ein Guide entgegen und beglückwünscht mich zum Aufstieg. Er meinte auch, dass wir ziemlich schnell gewesen seien. Wir erreichten nach zwei und einer dreiviertel Stunde den Ausgangspunkt. Wir wurden übrigens von zwei Kläffenden Hunden empfangen. Dabei merkte ich, dass ignorieren und weitergehen die beste Lösung ist. Ich schuldete den Guide ja noch die restlichen 300.000 Rupiah was angesichts der Umstände gerechtfertigt ist aber auch für balinesische? Sie hatten es jedenfalls nicht vergessen und plötzlich sollte ich für den Parkplatz ebenfalls eine Gebühr bezahlen. Nach einer kleinen Diskussion kam heraus, dass es sich eher um eine Spende handeln sollte und ich gab ihm die Hälfte der „Parkgebühr“.

    Mein Guide sollte mich nun zum Geldautomaten begleiten, so war es bei der Ankunft vor dem Aufstieg ausgemacht gewesen. Nun hieß es, ich solle allein diesen finden und mein Guide hätte einen anderen Job, welchen er nachgehen müsste. Daraufhin weigerte ich mich, denn der nächste Geldautomat sollte 20 Fahrminuten weit entfernt liegen und ich hatte immer noch nicht die Frage mit meinem Benzin geklärt. Es gab in der Nähe einen Automaten aber dieser akzeptierten kein Visa Karten. Also diskutierten sie ein wenig in ihrer Sprache und letztendlich fuhren wir zum Besakih Tempel, welcher mein nächstes Ziel sein sollte. Dort traf ich den Boss, welcher mich gestern abgefangen hatte. Ich hatte ja immer noch Hoffnung, dass ihnen der Aufwand zu hoch sei und von mir einen geringeren Restbetrag fordern würden aber weit gefehlt. Stattdessen bekam der Guide den Auftrag mich zum nächsten Geldautomaten mitzunehmen. Also erlebte ich die Straßen Balis als Sozius, wobei mir das nicht so lieb war. Er fuhr jedoch ordentlich und ich konnte mein Geld abheben. Als wir wieder beim Besakih Tempel waren zahlte ich den Rest und bekam in schlechten Englisch eine Frage gestellt „What is with I?“. Nach einmal nachfragen fragte ich, ob er Geld haben möchte. Dies bejahte er, welches ich nach den Gesamtpreis von 800.000 Rupiah ein wenig frech fand. Er war nett und hatte mir geholfen aber sprach kein richtiges Wort Englisch, verweigerte sich, mich wie ausgemacht zum Geldautomaten zu bringen und musste angeblich einen anderen Job nachgehen und nun wollte er Trinkgeld haben. Ich muss zugeben der Guide war gerechtfertigt aber mehr konnte er nicht bieten.

    Nun stand ich vor dem Besakih Tempel, den bedeutendsten von ganz Bali. Eigentlich hatte ich mich auf dem Weg hochzu bereits davon verabschiedet aber ich fühlte mich nicht müde, weswegen ich diesen unbedingt sehen wollte. Er ist Stück für Stück entstanden und umfasst mehr als 50 Tempel, welche überwiegend private Tempel sind. Den Eintritt mit 60.000 Rupiah fand ich angemessen, da wusste ich nicht, dass man den Muttertempel nicht betreten darf. Stattdessen ging es nur einmal um diesen herum und in ein paar private konnte man eintreten. Ich finde es ja in Ordnung, das es ihr heiligster Tempel ist und das dort die Touristen nichts zu suchen haben. Sie sollen in Ruhe ihren Glauben nachgehen aber für eine Runde drumherum 60.000 Rupiah? Ich bekam kostenlos einen Guide gestellt aber auch nur mit der Ansage, dass ich doch Trinkgeld geben sollte. Dieser erklärte mir die Tempel, die Bauweise und Entstehungszeit, sowie die Symbolik, wie was in welcher Art gebaut wurde. Zugegeben jeden Stufe schmerzte in meinen Oberschenkel aber es war durchaus verkraftbar, da ich nicht wieder den Berg zur Spitze erklimmen musste. Der Guide zeigte mir weiter viele schöne Aussichten über die Tempellandschaft und nach Nachfragen auch ein paar Bilder an manchen Tempeln. Dann kam ein Kind zu mir, welche Postkarten verkaufen wollte. Zur Überraschung konnte es auf Deutsch erklären, wie viel Euro es seien und das die Postkarten meiner Familie gefallen würden. Wenig später, wir hatten die Runde fast abgeschlossen, kam ein weiteres Kind auf ich zu und fragte mit Postkarten in der Hand, wo ich herkommen würde. Als ich mit einer Gegenfrage antwortete, fragte sie mich in verschiedenen Sprachen, wegen den Postkarten. Es war wirklich schwer hart zu bleiben aber es war ohnehin mein teuerster Tag auf Bali.

    Nun war mein Programm wirklich abgespult und ich nun zurück auf meinem Roller. Die Besitzerin des Ladens vor mir pries ihre Sachen an aber in den Moment brauchte ich nur Benzin, welches sie nicht hatte. Als ich verneinte, machte sie mich auf das Parkverbot aufmerksam und dass ich doch was kaufen solle. Ich stieg auf meinen Roller und fuhr weg. Auf dem Weg war zwar keine Tankstelle aber hier gibt es immer wieder Läden, welche in abgefüllten Flaschen Benzin verkaufen. Diese entspricht natürlich nicht der Qualität an der Tankstelle aber es brachte mich später eben zu dieser.

    Auf meinem Weg stoppte ich an einer gewaltigen Übersicht über den See und den Mount Batur, welchen ich in der Dunkelheit nicht sehen konnte. Zudem waren dort ein paar Läden angesiedelt, wo ich mir in Form von Früchten wie Maracuja, Mangostane und Mandarinen Vitamine mitnahm. Danach noch kurz beim Supermarkt was süßes geholt und ich war froh wieder in der Villa zu sein. Ich verschwand gleich in meinem Zimmer, nahm als erstes eine Dusche, aß eine Kleinigkeit und vermutete gleich in den Tiefschlaf zu fallen. Aber nein, eher wälzte ich mich von einer Seite auf die Nächste und wenn es hochkommt hatte ich nur eine Stunde geschlafen. Ich klappte folglich den Laptop wieder auf und schnitt ein paar Fotos vom letzten Schnorchel heraus. Weiter pflegte ich meine Seite und schrieb Bericht. Ich schaute mir auch eine Doku an und später aß ich eine riesige Portion gebratenen Reis mit Gemüse. Dazu gab es einen Cocktail, welchen ich nach diesem Tag brauchte. Zu meiner Überraschung überstand ich ein Telefonat mit Jacky (wegen der Müdigkeit ;) ) und konnte erst gegen elf Uhr abends meine Augen zu machen.
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  • Berichte, Massage und Füße hoch

    19 Juni 2017, Indonesia ⋅ 🌬 24 °C

    Bereits gestern hatte ich mir gedacht, heute machst du einen ruhigen und genießt deinen letzten Tag in der Villa. Agus, der Fahrer von der Villa hatte ich für das Motocross fahren bereits gestern so gut wie abgesagt. Zum Einen wäre es sicherlich für meine Beine besser und zum Anderen habe ich hier keine Schutzausrüstung und die Gefahr sich dabei zu verletzen zu war mir zu groß. Deswegen lieber einen entspannten Tag. Zu meiner Überraschung war ich bereits halb acht wieder munter, keine Ahnung warum mein Körper nicht nach mehr Erholung fordert. Bevor ich aufstand checkte ich gemütlich mein Handy und klappte den Laptop auf, ehe es Bananen Pancake zum Frühstück gab.

    Danach nahm ich meinen Fruchtshake und meinen Kaffee mit zu einem gemütlichen Stuhl mit einem kleinen Tisch und schrieb meinen Bericht, von meiner Abreise aus Gili Meno. Es war schön einfach entspannt dazusitzen, den Tag Revue passiere zu lassen und alles nieder zu schreiben. Wenig später tauchte plötzlich Agus auf, welcher gerade neue Gäste hergebracht hatte. Wir quatschten eine Weile und ich erzählte ihn von dem Aufstieg und meinen Erfahrungen. Er meinte nur, wenn ich wieder nach Bali kommen sollte, dann würde er mich gern wieder empfangen und mit mir gemeinsam den Berg erneut erklimmen. Ich hatte bereits den Zeitraffer vom Sonnenaufgang fertig und hatte diesen ihm gezeigt. Leider ist meine Linse von der Gopro etwas dreckig gewesen, was mich im Nachhinein ärgert aber nicht mehr zu ändern ist. Ich entgegnete ihn nur, dass ich nicht wüsste, ob ich dort noch einmal hinauf will. Wir kamen auch auf das Motorrad fahren zu sprechen und zeigte ihm ein Video vom Sachsenring. Ich erklärte ihn auch, dass ich deswegen auch gerne Motocross probieren würde, um sicherer um die Strecke zu kommen. Wir kamen auch auf den Preis für den Mount Agung zu sprechen. Zu meiner Überraschung meinte er auch, dass er als Einheimischer 750.000 Rupiah zahlen müsste. Trotzdem finde ich das Preisniveau etwas zu hoch für balinesische Verhältnisse. Gut, das war ja abgehakt :) Wir kamen auf unsere weitere Tagesplanung zu sprechen und als ich ihm sagte, dass ich meine Beine heute nur noch hochlege und mit einer Massage liebäugele, konnte er mir für die Villa eine Masseuse organisieren. Da ich heute flexible in meiner Zeitplanung war, ließ ich ihn machen und hatte für 17 Uhr eine Termin. Er musste danach wieder Gäste durch die Gegend chauffieren und ich widmete mich meinen Bericht. Ich schrieb den Tag zu Ende und überlegte nun, was ich mit den restlichen Tag anfangen sollte.

    Ich entschied mich auf den Roller zu steigen, denn ich brauchte ein wenig Bargeld, für die morgige Bezahlung der Unterkunft. Ich fuhr an Dörfern und Reisfeldern vorbei und was mir gefällt sind die einfachen aber erstaunlich gut gebauten Drachen. Manche waren bereits hoch oben am Himmel, andere gerade dabei, sie in die Luft zu bekommen. Auch die Größen variierten stark. Das Gesamtbild, die Reisfelder mit den vielen Drachen und fröhlichen Gesichtern war schön anzusehen. Nach einer Weile erreichte ich den Bankautomaten und kaufte im Laden daneben eine Tüte Chips.

    Der Tag ist heute sehr bewölkt aber ab und zu kommt doch die Sonne heraus. Als ich wieder da war, hatte ich anderthalb Stunden bis zur Massage und die nutzte ich am Pool bei einer Kokusnuss. Gestern hatte ich bereits nach einer gefragt, ging aber leer aus, da sie keine mehr hatten und vertrösteten mich auf heute. Nachdem ich jedoch die Kokusnuss heute bestellt hatte, dauerte es ziemlich lange, bis diese kam. Ich glaube sie hatten sich aufgemacht und extra eine gekauft. Bei meinem zweiten Aufenthalt sind mir zwar auch ein paar Makel aufgefallen aber wie sich die Belegschaft kümmert und hilfsbereit ist, gefällt mir sehr. Mit Musik in den Ohren lag ich am Pool und ließ die Seele baumeln. Nach einer Erfrischung, nochmal trocknen lassen und ab unter die Dusche.

    Es klopfte an meiner Tür und meine Massage konnte beginnen. Diese bekam ich übrigens in den kleinen Pavillon neben dem Pool. Eine Stunde knetete sie mich durch, wobei sie mit den Füßen anfing und ich dachte, hhmmm ok wirklich die richtige Entscheidung? :D Meine Waden und Oberschenkel waren ja durch die gestrige Besteigung gut beansprucht gewesen. Um so glücklicher war ich, als der Rücken dran war. Sie machte es wirklich gut und es war wie eine Kombination aus den beiden vorangegangen Massagen. Es war stark und mit System.

    Ich bedankte mich für die Massage und quatschte mit ihr ein wenig. Danach sollte es Abendbrot geben aber ich war mir nicht sicher was. Sie hatten ein Menü im Angebot, was traditionelles Essen versprach, da ich den Tag nicht viel gemacht hatte, hielt sich mein Hunger in Grenzen. Deswegen gab es eine Suppe und einen Cocktail. Nun folgte mein Bericht von dem Aufstieg, an welchen ich eine ganze Weile sitzen sollte. Es folgte ein weiterer Cocktail und eine Dame aus der Belegschaft verabschiedete sich in den wohl verdienten Feierabend. Weiter bekam ich meine Wäsche frisch gewaschen gereicht und ich glaube jetzt muss ich nicht mehr waschen, bis ich wieder komm. Also wie lange wird es noch dauern? Vor allem wann wird meine Reise enden..... bald :/

    Ich schrieb den heutigen Bericht bei einem Bier und verabschiedete mich danach zeitnah ins Bett, denn Morgen reise ich in den Süden von Bali.
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  • Auf nach Kuta

    20 Juni 2017, Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Von der einsamen idyllisch gelegenen Villa ins chaotische touristische Kuta. Genau das war der heutige Plan aber auch nur, damit der Flughafen nicht so fern ist. Ich werde dort nur zweieinhalb Tage bleiben, also durchaus verkraftbar.

    Ich wachte vor dem Wecker auf und nutzte die Zeit für eine Dusche und packte meine Sachen zusammen. Danach gab es Frühstück und ich beglich meine Rechnung. Etwas später als gedacht trat ich mit meinem Rucksack auf den Rücken die Fahrt nach Padangbai an, wo ich den Roller abgeben musste. Die Hausdame bot mir noch einen Regencape an aber ich war guter Dinge, dieses heute nicht mehr zu benötigen. Ich verabschiedete mich und diesmal sollte ich nicht nochmal kommen.

    Die Fahrt dauerte eine Stunde und gerade als ich auf der Hauptstraße ankam fing es wirklich an zu regnen und nicht nur ein paar Tropfen :/ Ich versuchte mich unter einem Baum unterzustellen, was ein wenig half aber mich nicht davor schützte komplett nass zu werden. Irgendwann entschloss ich mich weiter zu fahren und kam wenig später aus den Wolken heraus. Was mir heute auffällt ist die hohe Polizeipräsenz. Einmal hatte ich mein Handy in der Hand, wegen der Navigation. Ich versuchte nur lässig meinen Arm auf mein Bein zu legen und fuhr mit einer Hand am Lenker und hoffte sie würden mich nicht herausziehen. Glück gehabt, denn ich konnte ohne Probleme meinen Weg fortsetzen.

    Ich erreichte Padangbai und fuhr am Hafen entlang. Auch hier waren ungewöhnlich viele Polizisten stationiert. Den Roller konnte ich ohne Probleme abgeben und bekam auch gleich meinen deutschen Personalausweis wieder. Dabei sah ich ein paar Reisepässe, also ein paar Touristen gehen das Risiko wohl ein. Der Mann, welcher den Roller entgegen genommen hatte, fragte mich wo ich hin wollte. Er war auch Taxifahrer und den Preis für meine nächste Strecke kannte ich bereits durch Uber. Er wollte natürlich mehr haben. Nachdem ich jedoch hartnäckig blieb und bereit war zu gehen willigte er ein. Ich war zum Schluss zwar auch ein wenig hochgegangen aber es war verkraftbar. Zum Glück wusste er nicht, dass das nächste Fahrzeug über Uber erst in einer dreiviertel Stunde kommen sollte. Er holte sein Fahrzeug, in welches ich kurze Zeit später meine Sachen verstaute. Uns stand eine etwas längere Fahrt bevor und diesmal hatte ich einen erwischt, welcher sich auf Englisch verständigen konnte. So stand einem Gespräch nichts mehr im Wege und die Zeit lief schneller als gedacht..

    Wegen dem großen Polizeiaufgebot war ich ein wenig neugierig und fragte ihn deswegen. Zur Zeit ist Ramadan und viele Muslime kehren nach Hause zurück. Diese Zeit wird zudem vermehrt für terroristische Aktivitäten genutzt, welches geschichtliche/ religiöse Hintergründe hat. Deswegen werden die Hauptknotenpunkte und touristische Zentren umso mehr von der Polizei überwacht.

    Weiter kamen wir auf Uber zu sprechen. Es muss wohl so sein, dass die Uberfahrer natürlich den Taxifahrern den Job streitig machen. Deswegen dürfen die Fahrer die Leute an manchen Punkten raus lassen aber nicht abholen. Gelegentliche Schlägereien kommen wohl unter den Taxi- und Uberfahrern vor.

    Er erzählte von ein paar Festivals, welche sie in Bali veranstalten, sei es Musik, Drachen oder Tempelfeste.

    Wir kamen auch auf die Polizei selbst zu sprechen. Demnach sind die Einheimischen selbst auch nicht vor der Polizei gefreit. Er wurde auch schon paar mal angehalten und wenn man nicht ein paar Scheine herüber wachsen lässt, schauen diese wohl genauer hin. Ich hatte demnach viel Glück gehabt als sie mich zweimal gestoppt hatten.

    Wir kamen gut voran, er schlängelte sich immer an den Ampeln ein wenig nach vorn und konnte so sich eine gute Position für den nächsten Abschnitt sichern. Dieses Prinzip funktionierte so lange, bis wir auf die Höhe von Denpasar kamen und der Verkehr um ein vielfaches zunahm. Heute sah ich jedoch keinen Unfall und bis jetzt bin ich auch verschont geblieben. Wir brauchten für das letzte kurze Stück eine gefühlte Ewigkeit aber kamen sicher an.

    Nach der Bezahlung des Fahrers wackelte ich zur Rezeption und checkte ein, wobei ich erst gegen zwei Uhr ins Zimmer konnte. Also galt es zwei Stunden zu überbrücken, da meine Unterkunft über ein Restaurant verfügt, nutzte ich dieses gleich, las meine letzten zwei Berichte Korrektur und begann bereits den Heutigen. Zwischendurch gab es etwas zu Essen und zu Trinken, wobei dies nicht die Wucht war.

    Ich war nun in meinem Zimmer, welches sehr groß ist. Das Bett ist riesig. Ich packte ein wenig mein Zeug aus und legte mich danach hin, da es mir die Augen ein wenig zu zog. Nach ein einer Stunde hatte ich wieder neue Kraft getankt und wollte heute wenigstens den Strand begutachten. Ich musste an vielen Läden und Touristeninformationen vorbei. Das Lustige, die nennen sich alle Touristeninformation und sind eher so etwas wie kleine Travelagents. Ich kam also vor zum Strand und der war riesig aber auch sehr belebt. Eine Liege nach der Anderen. Surfschule an Surfschule im Wasser und kein Wunder, dass dies auch als Malle von Australien bezeichnet wird. Ich ging am Strand lang und immer wieder riefen mir die Ladenbesitzer von den Strandbars zu, dass ich doch zu ihnen kommen solle. Ich lief ein ganzes Stück ehe ich umdrehte und in entgegengesetzter Richtung zum Einkaufszentrum laufen wollte. Auf dem Weg sprachen mich nun auch Surflehrer an, wobei ich gleich mal auslotete, wie viel ein Hardboard für ein Tag kostet. Ich erreichte das Einkaufszentrum, welches ich erst nach einer Taschenkontrolle betreten durfte. Die Polizeipräsenz war wieder sehr stark. Bei jedem Auto, welches zum Einkaufszentrum fuhr, wurde der Unterboden auf Auffälligkeiten abgesucht. Ich schlenderte durch die Läden und hatte eigentlich nur ein Ziel. Ich wollte vielleicht eine Badehose günstig ergattern. Gleich im ersten Laden fand ich eine aber entschied mich weiter zu gehen. Selbst H&M war vertreten, jedoch konnte man hier kein Schnäppchen erwarten. Ich verlor schnell die Lust und entschied mich für den Nachhauseweg. Auf diesen ging ich bei Quiksilver vorbei aber die Preise waren echt hoch.

    Ich war noch einmal Essen, wieder in dem Restaurant von meiner Unterkunft aber mit ähnlichen Resultat, wie bei meinem ersten Besuch. Vielleicht sollte ich das nächste Mal woanders lang gehen. Den Abend wollte ich noch einen Film schauen, stattdessen blieb ich bei einer neuen Serie hängen. Und wie ist es, wenn man eine Folge schaut,..... man will wissen wie es weiter geht. Da das Internet von meiner Unterkunft dafür zu schlecht war, nutzte ich das Datenvolumen von meinem Handy. Dieses sollte die Nacht auslaufen, somit war Mitternacht die Leitung gekappt und ich konnte schlafen gehen.
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  • Kuta taugt mir nichts

    21 Juni 2017, Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Meine Augen gingen auf und so richtig aus dem Bett wollte ich mich nicht erheben. Stattdessen lud ich zwei Beiträge hoch und schaute eine weitere Serie (Das Internet war nicht so überlastet, wie gestern Abend). Danach verschwand ich zum Frühstück, wo es zu meiner Überraschung ein leckeres Omelett gab.

    Ich konnte mich nicht wirklich entscheiden, was ich mit den Tag und den danach so machen will. Normalerweise war die Idee heute einen Roller zu leihen und morgen das Surfbrett. Jedoch war ich nicht so für den Stadtverkehr zu haben und entschied mich für einen ruhigen Vormittag im Hotel. Ich versuchte eine weitere Serie zu schauen, wobei dies zunehmend schlechter wurde. Deswegen sollte es abermals ins Shoppingcenter gehen, um die Badehosen zu probieren, welche ich gesehen hatte. Ich lief wieder die Straße entlang und wurde in diverse Läden eingeladen, Massageübersichten wurden mir in die Hände gedrückt und Travelagents warfen immer wieder ein paar Worte hinterher. Irgendwann reagierte ich nicht mehr, da ich auch keine Lust mehr hatte. Im Shoppingcenter selbst fand ich den besagten Laden recht schnell aber als ich die Badehosen probierte, war der Schnitt echt blöd, sodass ich mich dagegen entschied und nach einer kleinen Runde, eine andere Straße mit nicht so vielen Geschäften zurück ging. Ich wurde ein paar mal gefragt, ob ich nicht mit den Roller irgendwohin gebracht werden wollte aber ich war froh mal ein paar Schritte draußen zu laufen. Das Wetter war heute übrigens mehr als bewölkt und die Wellen sahen auch schlecht aus, somit war dies keine Option. Auf dem Weg zur Unterkunft wollte ich mir vielleicht eine neue Simkarte holen, um wieder online zu sein und wieder ein Hotspot für meinen Laptop zu legen. Da könnte ich heute einen Serientag machen :D Jedoch waren mir die Preise zu teuer, sodass dies wohl nicht klappt.

    In der Unterkunft lud ich mir dann die App von meinem Telefonanbieter herunter und wollte schauen, wie teuer die möglichen Pakete waren. Zufällig war ein günstiges dabei, sodass ich jetzt doch wieder gutes Internet hatte und gleich mal zwei Serien schaute. Danach brauchte ich ein wenig Auslastung und ging 8,5 Kilometer am Strand rennen. Dieser war sehr belebt. Ein paar Surfer hatten sich zusammen gefunden, ebenfalls sah ich ein paar jugendliche Gruppen, welche Fussball spielten. Andere saßen am Strand, schossen Fotos, genossen die Zeit bei einem Drink oder spielten im Wasser. Ich lief in Richtung des Flughafens, welcher direkt am Meer liegt und man viele Flugzeuge aus der Nähe beobachten kann. Ich Kam an einen Wasserpark und einer Hochzeit vorbei und langsam meldeten sich meine Oberschenkel und Waden wieder, welche sich noch nicht vollständig vom Mount Agung erholt hatten.

    Zurück in der Unterkunft kam ich ein wenig herunter und erfrischte mich kurz im Pool. Danach gab es ein Serie vor dem Abendbrot, welches ich abermals im Restaurant von meiner Unterkunft aß. Ich lerne es wohl nie :) denn das Essen war wieder nicht der Hammer. Der Drink war aber lecker. Dieser bestand aus einer Drachenfrucht, Joghurt und Orangensaft.

    Ich holte mir für den letzten Abend was zu trinken und schaute bis in den Abend Serien, bis mein Datenvolumen bereits ab diesem Abend verbraucht war :D
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  • Machs gut Bali

    22 Juni 2017, Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Schon der Morgen war ein wenig produktiver als mein gestriger Tag :) Vor dem Frühstück kümmerte ich mich um meine Unterkunft in Cairns. Es wird wieder ins Northern Greenhouse gehen, wo ich schon beim ersten Aufenthalt war. Dort gibt es kostenloses Frühstück aber vor allem kostenlose Tagesaktivitäten, mal sehen, ob ich da was machen kann, was ich noch nicht gemacht habe. Weiter kümmerte ich mich um meine Simkarten. Zum einen lud ich meine australische Nummer auf und meine indonesische bekam ebenfalls Datenvolumen aufgespielt. Irgendwie taugt mir Kuta nicht so viel und bin hier nicht motiviert viel zu machen. Deswegen waren am Vormittag ein paar Serien fällig.

    Ganz ohne irgendwas zu unternehmen ging es jedoch auch nicht. Ich ging mit meinen Badesachen zum Strand herunter und wollte mit einem Surfbrett mich in die Wellen stürzen. Das war allerdings ein wenig blöd gelaufen. Als ich den Strand erreichte war das Wasser soweit zurück gegangen, dass kaum Wellen entstanden. Deswegen suchte man vergebens nach Surfern im Wasser. Ich schaute mir es ein wenig an und wurde gleich von einem auf Surfstunden angesprochen aber die würden dir wahrscheinlich bei glatter Wasseroberfläche eine Stunde verkaufen wollen. Ich meinte das die Bedingungen schlecht wären und ging den Strand entlang Richtung Flughafen, in der Hoffnung, dass sich die Wellen bessern würden. Ein paar Surfer probierten sich aber das waren wirklich sehr kleine Wellen und wahrscheinlich eher Anfängerstunden. Ok, dann war es schön sich mal die Beine vertreten zu haben. Ich schaute noch, ob vielleicht ein paar Volleyball spielten aber das Feld war verlassen, somit ging es zurück zur Unterkunft.

    Mit einem Eis schaute ich die nächste Serie und nutzte wenig später den Pool vom Hotel, ehe ich mich fertig machte und ein letztes Mal in Bali essen ging. Es gab sehr typisch, gebratene Nudeln mit einem Spiegelei und zwei Hächnchenspießen in Erdnusssoße. Dazu trank ich einen balinesischen Cider. Nachdem ich Geld geholt und die Unterkunft bezahlt hatte, ging ich ein wenig herum um mein letztes Kleingeld an den Mann zu bringen. Herausgekommen sind zwei Armbänder mit Haifischzähnen, welche mir ganz gut gefallen hatten.

    Zurück in der Unterkunft packte ich langsam meine Sachen und telefonierte mit Jacky. Meine letzte Etappe neigt sich mit der heutigen Abreise aus Bali dem Ende und es wird langsam Zeit wieder den Heimweg anzutreten. Man denkt immer mehr darüber nach und denkt immer mehr an die Menschen, welche man zu Hause eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hat. Gleichzeitig schaut man wehmütig auf die tolle vergangene Zeit zurück. Es sind also gemischte Gefühle, mit denen ich erst mal nach Cairns aufbrechen werde.

    Mein Flug zurück in den Norden Australiens geht Heute, oder besser Morgen 01.10 Uhr in der Früh. Kurz vor zehn Uhr war ich jedoch fertig und checkte aus. Ich wollte die restliche Zeit am Flughafen nutzen, um entweder Berichte zu schreiben oder Serien zu schauen. So waren jedenfalls meine Vorstellungen. Ich bestellte mein Uber und der erste Fahrer kam und kam nicht. Das ging so lange, bis ich mich entschied den Fahrer zu wechseln, weswegen ich eine strafe zu zahlen hatte. Leider versuchte ich noch drei weitere Fahrer und die Zeit rannte langsam davon. Ich setzte mir ein Ultimatum. Kurz vor elf Uhr abends entschied ich mich dann für das normale Taxi und war ein wenig enttäuscht, dass Uber in Bali nicht so richtig funktioniert. Das Problem, ich hatte kein indonesisches Bargeld mehr einstecken. Der nächste Taxifahrer hielt und auf die Frage der Bezahlung mit Karte schüttelte er nur seinen Kopf hin und her. Allerdings nahm er auch Dollar und ich hatte australische Dollar einstecken. Somit hatte ich nun endlich mein Taxi und dieses sollte mich rechtzeitig zum Flughafen bringen.

    Der Taxifahrer erzählte mir verschiedene Alltagsstories aus seinem Leben auf der Straße. Er meint, die Russen wäre ziemlich schlimm auf Bali, da hat er schon viele schlechte Erfahrungen gemacht. Sie würden einfach aussteigen und nicht bezahlen. Einmal sollen wohl drei bei ihm eingestiegen sein und wollten zu einem Restaurant, weil dieses geschlossen hatte ging es wieder zurück und sie machten den Taxifahrer für das geschlossene Lokal verantwortlich, weswegen sie das Taxi nicht bezahlten. Einmal fühlte sich eine Dame von ihm beleidigt, stieg aus und wollte, dass er sich bei ihr entschuldigt. Er soll, wenn überrascht es auch viele besoffene Gäste haben und es ist wohl schon paar mal so gewesen, dass ein Kumpel sein anderen Kumpel ins Taxi verfrachtet hatte und dann abgehauen sei. Der Taxifahrer wusste natürlich nicht wo der nun auf der Rückbank schlafende hin musste. So wurde mein Weg zum Flughafen mit diversen Geschichten gepflastert und die Zeit verging schneller als gedacht.

    Am Flughafen selbst konnte ich schnell einchecken, einzig die Kontrolle des Personalausweises bei der Immigration war ein wenig überfüllt. Danach machte ich mich zu meinen Gate und verbrauchte mein restliches Datenvolumen. Dreiviertel eins war ich ein wenig verwundert, dass noch keine Aktivitäten in Richtung Boarding liefen und ging sicherheitshalber zur Informationstafel. Siehe da, sie hatten das Gate geändert und ich musste ein paar Meter zurück legen. Dort angekommen, begannen sie gerade erst die Leute erneut zu prüfen und etwas später konnten wir ins Flugzeug.
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  • Drittes Mal Cairns :)

    23 Juni 2017, Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    Ich hatte den mittleren Platz in einer dreier Reihe. Das Gute, der linke blieb frei und ich freute mich über ein wenig mehr Platz. Rechter Hand nahm eine Frau aus Chicago Platz, wir quatschten eine Weile, ehe ich versuchte auf den vier stündigen Flug etwas Schlaf zu finden. Selbst mit den einen Sitz mehr gestaltete es sich schwierig die richtige Position einzunehmen, somit wälzte ich mich viel von der einen auf die andere Seite. Schließlich war ich froh, als langsam der Sonnenaufgang durch die kleinen Fenster zu sehen war und es nicht mehr weit war.

    Ich hatte mein Gepäck wieder und die Sicherheitskontrollen lagen hinter mir. Mit Uber ging es ins Zentrum nach Cairns, da ich in mein Hostel erst später wieder einchecken konnte. Somit Frühstückte ich bei Mc Donalds, total gesund :) Ich verbracht dort ein wenig Zeit, trank gemütlich meinen Kaffee und kam jedoch nicht wie gewollt zum Schreiben von Berichten. Stattdessen schnappt ich mein Zeug und ging doch schon eher zum Hostel. Dort konnte ich nicht ins Zimmer, check in war erst gegen elf Uhr aber ich konnte den Gemeinschaftsbereich nutzen. Im Zusammenhang mit dem Internet schaute ich so ein paar weitere Folgen und überbrückte so die Zeit.

    Pünktlich um elf Uhr ging es ins Zimmer, welches vier Leute etwas spät verließen. Nur einer aus Südkorea blieb drin. Ich entschied mich nach meiner Ankunft einkaufen zu gehen, da es nun mein drittes Mal hier ist, weiß ich wo alles ist und ich freue mich schon wieder in Australien zu sein. Ich fühlte mich echt wohl, als ich den großen Supermarkt betritt. Ich hatte wieder eine große Auswahl, man kannte alle Produkte und die Preise, man wurde nicht immer angesprochen, dass man doch dies und das kaufen soll und irgendwie gefiel mir auch die Musik, welche über die Lautsprecher zu hören war. Was ich damit sagen will, Bali war Abenteuer und es war schön dort gewesen zu sein und ein ganz anderes Leben zu sehen und kennenzulernen aber drei Wochen sind mir da genug gewesen.

    Leider spielte das Wetter nicht so mit, sodass ich nach dem Einkaufen ein paar weitere Serien schaute und erst gegen Nachmittag zum Laufen aufbrach. Während des Tages hatte ich Nicolien geschrieben, denn ich hatte sie mit zwei anderen in Port Macquarie kennen gelernt und sie hatte Bilder von Cairns bei Facebook online gestellt. Es war ihr letzter Abend in Cairns und sie wollte mir einer Gruppe weg gehen. Deswegen machte ich mich zu spätere Stunde mit zwei Weinflaschen auf zum Hostel von den Beiden. Juliet kannte ich auch noch von Port Macquarie und sie ist unerwartet die gesamte Distanz bis nach Cairns zusammen gereist. Bei den Beiden hat es einfach gepasst. Das Lustige, die Beiden hatte sich in Port Macquarie gefunden, wo ich sie kennen gelernt hatte. Jetzt sind sie die gesamte Zeit zusammen unterwegs gewesen und in Cairns treffen wir uns alle wieder, was gleichzeitig der Ort ist, wo sich die Wege wieder trennen werden. Nicolien muss zurück in die Niederlande, ich nach Deutschland und Juliet wird für ein paar weitere Monate in Australien bleiben. Wie die Zeit rennt und vergeht aber was ich alles erlebt habe ist unbeschreiblich. Ich muss zugeben, dass ich mich immer mehr damit auseinandersetze, was den Rückflug und alles das umfasst, wenn ich wieder in Deutschland bin. Es ist gar nicht so einfach und ich will mir zur Zeit den langen Rückflug nicht wirklich ausmalen, wie dieser sein wird.

    Mein Zimmer ist ein wenig voller geworden, wir sind nun zu fünft und fast voll. Eine aus Kanada und komplett frisch mit den Flugzeug eingetroffen, welche gerade die Phase durchmacht, welche ich in Brisbane hatte. Constantine aus Mainz, welcher demnächst seine Reise ebenfalls beendet und wie ich das Gefühl habe Australien nicht so für sich gewinnen konnte, wie ich. Als letzte im Bunde, Marlene, welche in Brisbane für ein Semester studiert hatte und nun noch die restliche Zeit ihres Visums für das Reisen nutzt.

    Ich legte mich nochmal hin, da ich die vorangegangene Nacht durch den Flug kaum geschlafen hatte. Jedoch wollte ich den Abend mit Juliet und Nicolien nicht verpassen, womit ich wieder da einsetze, wo ich mit den zwei Weinflaschen auf dem Weg zu den Beiden war. Es war schön beide nach etwa drei Monaten wieder zu sehen und wir hatte alle viel zu berichten. Leider konnten wir uns nur über einen kleinen Teil austauschen, da es zeitlich gar nicht möglich gewesen wäre. Außer den Beiden befand sich eine größere Gruppe dort, welche zusammen tranken und zeitnah zu Gilligans, dem Partyhostel aufbrechen sollten. Wir hingegen leerten eine Weinflasche und machten danach schnell in einen anderen Club. Wir mussten ein wenig schneller dort sein, da wir den kostenlosen Eintritt nutzen wollten. Leider verpassten wir diesen um etwa drei Minuten. Wir bekamen jedoch einen Rabatt, weswegen es nicht ganz so teuer war. Wir gingen eine Treppe nach oben und die Musik hallte uns bereits entgegen. Wir verbrachten einen tollen Abend und hatten viel Spaß. Tanzen, Quatschen, Trinken, Entspannen und dies in der perfekten Mischung. Gegen drei Uhr ging es erst wieder zurück. Ich war dann auch bettfertig und schaffte die Beiden nur noch zu ihren Hostel und ging schließlich zu meinem.
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  • Cairns anders als erwartet

    24 Juni 2017, Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Etwas später erwachte ich heute und verpasste somit das kostenlose Frühstück, welches mich weniger störte. Dieses ist nicht sehr besonders und werde ich die nächsten Tage noch nutzen. Stattdessen startete ich mit einen Pizzabrötchen und eine Mango in den Tag. Ich hatte meinen Laptop dabei, jedoch saß Sandy aus Kanada alleine und ich leistete ihr Gesellschaft. Ich versuchte ihr ein paar Tipps für den Anfang zu geben, um den Einstieg ein wenig zu erleichtern. Später gesellte sich Constantin dazu.

    Irgendwann verabschiedete ich mich aus der Runde, denn ich wollte noch Nicolien verabschieden, welche heute nach Sydney fliegt und danach die Heimreise in die Niederlande antritt. Sie hatte nur kurz Zeit, sodass wir uns ein wenig austauschten und uns alles Gute wünschten. Bald bin ich derjenige, welcher auf Wiedersehen sagen muss. Der Abschied der Beiden war weit aus schwieriger, da sie sich sehr aneinander gewöhnt hatten und wie sie selber meinten, sich wie Schwestern gefühlt hatten. Die bittere Pille im Backpackerleben.

    Ich schlenderte anschließend über die Promenade. Das Wetter war wieder sehr bescheiden, ziemlich bewölkt und gelegentlich kam ein Nieselregen von oben und verpasste mir einen kleine Dusche. Vor der Lagune befand sich ein Markt, da ich mir etwas aus Australien mitbringen wollte, suchte ich nach was aber ich hatte keine Idee was es werden könnte. Letztendlich lief es darauf hinaus, das ich mir eine Uhr holte und ein Armband. Bei der Uhr lasse ich vielleicht die australische Zeit später eingestellt :P Danach ging es langsam zurück ins Hostel, wo ich ein wenig müde ein paar weitere Serien schaute, da ich mich für nichts anderes Motivieren konnte. Der eigentliche Plan Volleyball zu spielen, hatte sich mit dem Wetter erledigt.

    Irgendwann hatte ich genug von der Serien, der Akku neigte sich dem Ende und ich ging mit Constantin zu Dominus. Ich schaffte lediglich die Halbe Pizza und verstaute die restliche später im Kühlschrank. Ich unterhielt mich eine ganze Weile mit Constantin, wir hatten durchaus interessante Gesprächsthemen. Er kann sich alles ziemlich leicht merken und saugt somit Wissen wie ein Schwamm auf. Solche Menschen kann man schon ein Stück beneiden. Irgendwann verabschiedete ich mich, denn ich wollte noch ein paar Sachen klären. Leuten antworten und vielleicht anrufen. Deswegen ging es nach draußen, wo ich ein wenig durch die Stadt schlenderte und Cairns am Samstagabend mit einen Kaffee erkundete. Ich genoss es allein durch die Straßen zu laufen und viele Gruppen zu beobachten, wie diese gerade unterwegs zu den Clubs waren oder sich in Restaurants zu treffen. Ich wollte mich mit Juliet ebenfalls treffen, welche jedoch heute keine Zeit gehabt hatte. Durch Zufall stieß ich auf den Night Market von Cairns und nutzte die Gelegenheit und sah mir alles an, was sie dort anboten. Ich holte mir noch einen Adapter für meine Gopro, welcher leider kaputt gegangen war und ein Band für eine Kette.

    Der Markt lag hinter mir und ich war wieder im Hostel. Ich telefonierte mit Jacky und danach öffnete ich mir eine Flasche Wein und schaute abermals Serien. Ist echt schlimm und auch der Grund, weswegen ich es gern vermeide neue Serien anzufangen :) Nach der x-ten ging es ins Zimmer, wo alle bereits schliefen.
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  • Endlich gutes Wetter

    25 Juni 2017, Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Man mag es kaum glauben aber es sind bereits zwei Tage wieder in Cairns vergangen und mein Abreisedatum rückt näher, was mich innerlich ein wenig schreien lässt. Zum Frühstück gab es heute nur einen Apfel, da die Kelloggs von dem kostenlosen Frühstück bereits alle waren. Ich tauschte mich mit Sandy aus. Für sie war es die letzte Chance das Work and Travel Visa zu nutzen, denn sie ist bereits 31 Jahre alt.

    Irgendwann verabschiedete ich mich und wollte ein wenig meine Berichte wieder auf aktuellen Stand bringen und ein paar organisatorische Dinge erledigen. Nur meldete sich Juliet, welche aktuell nach einem Job sucht schneller als gedacht und wir trafen uns an der Lagune auf einen Kaffee. Dort quatschten wir eine lange Zeit, da sich bis jetzt nicht wirklich die Gelegenheit geboten hatte ausführlich über unsere Erlebnisse zu reden. Wir schickten Nicolien noch ein Foto und irgendwann musste ich meinem Zeug nachgehen und Juliet ebenfalls ihre Jobsuche weiterführen. Heute ist mal wieder richtig schönes Wetter. Viel Sonne und nur wenig Wolken und warm ist es auch. Ich hatte noch ein dünnes Langarmshirt von heute Morgen an. Da ich mich nicht eingecremt hatte, war es Segen und Fluch zugleich.

    Auf dem Rückweg holte ich mir eine kleine Energiezufuhr und schrieb nach einer Folge endlich meine letzten Berichte. Das Internet war jedoch zu schlecht, sodass ich keinen hochladen konnte.

    Den weiteren Nachmittag vertrieb ich mir im Hostel und wechselte zwischen den Gemeinschaftsraum und meinem Zimmer. Ich musste auch noch etwas für meinen nächsten Job erledigen. So verging die Zeit recht schnell und durch das gute Wetter stand der Abendgestaltung Volleyball nichts mehr im Wege. Constantin wollte ins Gilligins aber das war der erste Tag, wo ich abends Volleyball spielen konnte, somit war dies klar. Auf meinem Weg sammelte ich Juliet ein, sodass wir die letzten Meter zu zweit zurück legten. Ich war ein wenig überrascht, denn von den drei Feldern waren gerade mal eines besetzt. Juliet hatte das letzte Mal vor ein paar Jahren einen Volleyball in der Hand gehabt, normalerweise spielt sie Fußball. Deswegen schnappte ich mir einen Volleyball von der Seite und wir machten ein paar Übungen. Irgendwann wollte der Besitzer des Balls los, sodass wir keinen mehr hatten und eine kleine Pause machten. Wir wurden schon ein paar Mal gefragt, ob wir nicht mitspielen wollen aber Juliet traute es sich nicht wirklich zu. Wir machten stattdessen ein paar Handstandübungen im Sand. Schlussendlich ging ich aber zum Volleyballfeld und spielte mit den anderen drei Spiele.

    Cairns lag nun im Dunkeln, ist aber ziemlich schön beleuchtet. Als ich Sie darauf ansprach, ob sie dies schon mal gesehen hatte, verneinte sie. Sie schuldete mir ohnehin noch einen Kaffee, sodass es mit diesen durch die bunt beleuchteten Straßen ging. Wir liefen an der Lagune entlnag zum Hafen und zurück zur Fußgängerpassage. So ging ein schöner Abend dem Ende zu und es ist schön über die verschiedenen Orte nochmal zu reden, welche wir getrennt voneinander bereist hatten. Es war für mich eine gute Möglichkeit meine Reise zu reflektieren, welches mich wieder ein wenig wehmütig werden lässt. Ich schaffte Juliet zum Hostel zurück und sah bis in die Nacht hinein ein weitere Folgen meiner neuen Serie.
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  • Die Tage verstreichen :(

    26 Juni 2017, Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich schlief wiedermal sehr lange, da mich in Cairns nicht wirklich etwas trieb. So verpasste ich das kostenlose Frühstück ein weiteres Mal und aß stattdessen eine viertel Melone. Ich vertrieb mir am Vormittag die Zeit und ging dann bei guten Wetter gegen 12 Uhr vor zur Lagune. Ich ließ die Seele baumeln, sonnte mich, kühlte mich ab und hatte viel Zeit über meine letzten Monate nach zu denken. Ich versuchte teilweise meine Reiseroute gedanklich vorbeifliegen zu lassen und schweifte immer wieder ab. Ich schaute entspannt zum Himmel, beobachtete die Wolken, wie diese langsam vorbei schwebten.

    Von der Lagune hatte ich genug und ich war wieder im Hostel gelandet. Ich vertrödelte ein wenig meine Zeit und das Wetter wurde zunehmend schlechter. Ich entschied mich die Gelegenheit zu nutzen und zog meine Laufsachen an. Es ging diesmal deutlich einfacher und die etwas kühleren Temperaturen trugen dazu bei. Ich wollte nur entspannt eine Runde laufen, weswegen mir sechs Kilometer heute genug waren. Zudem hatte ich mich mit Constantin fürs Abendessen bei Dominus verabredet. Ich hatte selbst keinen Hunger, sodass ich nur etwas zu trinken kaufte und wir gemütlich über diverse Themen redeten.

    Die Zeit rannte ein wenig und ich wollte eigentlich zum Volleyball. Nur war ich, vermutlich wegen der Sonne und dem Lauf so müde, dass ich im Bett fast einschlief. Also ließ ich diese sportliche Aktion aus, denn die restliche Abendgestaltung stand schon fest. Ich wollte mich mit Juliet treffen und Nicolien, welche Morgen zurück in die Niederlanden fliegt mit einen Skypeanruf überraschen. Juliet hatte heute den gesamten Tag dazu verwendet, einen Job zu finden und wie es scheint ist sie fündig geworden. Nur musste sie eine Bewerbung schreiben, welche sie versehentlich löschte und wieder neu beginnen musste. Den Anruf konnten wir erst machen, wenn sie fertig werden würde, so war jedenfalls die Zielstellung. Die Zeit vertrieb ich mir ein wenig im Zimmer, Constantin verlässt morgen Cairns und packte nebenbei sein Zeug.

    Irgendwann war es so weit und ich ging zuvor zum Bottelshop und wollte eine Flasche Wein holen. Auf dem Weg quatschte mich ein Franzose in schlechten Englisch an und wollte wissen, wo er was zu trinken herbekommen würde. Da wir den selben Weg hatten, nahm ich ihn kurzer Hand mit und wir liefen den restlichen Weg zusammen. Er ist noch nicht so lange in Australien und sein Englisch ist echt... sagen wir mal es war schwierig sich über die einfachen Sachen zu unterhalten. Es endete damit, dass ich das Übersetzungsprogramm auf dem Handy öffnete und vom englischen ins französische übersetzte. Wir hatten nun unseren Wein und er hatte einen ähnlichen Rückweg. Ich versuchte mit ihm weiter zu kommunizieren und er gab sich auch Mühe aber der Anfang wird für ihn wohl etwas schwerer. Er meinte auch, dass er irgendwas um die Null Punkte in Englisch gehabt hatte.

    Unsere Wege trennten sich und ich lief weiter zu Juliet, denn sie hatte Skype auf ihrem Taplet. Dort angekommen mussten wir uns ein wenig beeilen, denn Nicolien wollte nicht so spät wegen Morgen ins Bett und sie war zudem schon müde. Letztendlich konnten wir sie gegen zehn Uhr abends anrufen und quatschten mit ihr glaube ich eine Stunde. Danach musste sie wirklich ins Bett und ich trank mit Juliet nur noch die Weinflasche aus.

    Als ich wieder im Hostel war, aß ich Abendbrot, da ich bis dahin nichts gegessen hatte. Danach legte ich mich auf die Couch und machte optimistisch eine Folge an, welche ich nur noch zur Hälfte mitbekam. Deswegen räumte ich schnell das Zeug weg und ging schlafen.
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  • Fernweh, wobei man noch nicht weg ist

    27 Juni 2017, Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Der letzte Tag meiner fünfeinhalbmonatigen Reise brach an, welches sich in meinen Gefühlen widerspiegelte. Die wirklich großartige, mit vielen Ereignissen gespickte Zeit, in welcher ich so viel erlebt und meine eigenen Erfahrungen gemacht hatte, ist so gut wie zu Ende. Nicht zu vergessen die vielen tollen Menschen, welche ich währenddessen kennengelernt und mich teilweise begleitet hatten und das Abenteuer zu diesem gemacht haben was es jetzt war. Ehrlich gesagt will und würde ich gern mein Abenteuer weiter leben, jedoch ist es nicht immer so einfach. Deswegen fühlte ich mich ein wenig machtlos, zu wissen Morgen geht es auf jeden Fall wieder zurück nach Deutschland und verlasse Australien, welches eine lange Zeit meine Heimat war.

    Heute früh machte ich mir selbst was zu Essen und quatschte ein wenig mit Sandy. Sie weiß gerade nicht so richtig was sie machen soll, da sie keinen guten Job findet. Sie spielt schon mit dem Gedanken nach Bali zu fliegen. Nach unseren Gespräch aß ich mein restliches Frühstück bei einer Serie und machte mich fertig, um ein paar Wege zu erledigen. Ich kündigte mein Bankkonto und schlenderte danach durch die Souvenirshops, fand aber nicht wirklich etwas. Für mich selbst ging es in das Einkaufszentrum von Cairns, denn ich brauchte ein neues Cap. Ich bekam fast das Gleiche wie dass, welches ich mir am Anfang meiner Reise geholt hatte. Ich schlenderte ein wenig weiter fand aber nichts mehr. Der Himmel war nun ein wenig klarer und statt die Zeit weiter mit den Laufwegen zu verschwenden, ging ich mit Badesachen zur Lagune und erinnerte mich mit Musik in meinen Ohren an die tolle Zeit und wollte nicht daran denken wie es wieder zu Hause wird.

    Ich lag eine ganze Weile und eigentlich wollte ich mich mit Kameli treffen, welcher erst 15:30Uhr mit seinen Vorlesungen fertig sein sollte. Irgendwie hat es dann nicht wirklich hingehauen, sodass ich direkt zum Hostel zurück bin und angefangen hatte meine Berichte zu schreiben. Kameli hatte sich doch noch gemeldet und wollte zum Volleyball, welches 17:30 Uhr beginnen sollte. Ich hatte Zeit und das Wetter passte auch, ich musste nur noch mein Bus nach Leipzig buchen. Dies gestaltete sich ein wenig schwierig, denn als es um die Bezahlung ging, wollte Paypal eine Überprüfung meines Accounts, der Code wurde an meine deutsche Nummer gesendet. Leider war gerade die australische Aktiv und ich hatte einen Hotspot für meinen Laptop laufen. Deswegen musste ich die Verbindung unterbrechen, weswegen der Bezahlvorgang nich klappte. Danach wollte paypal nicht mehr wirklich funktionieren, sodass ich letztendlich die Kredikarte nahm. Da das Internet heute ohnehin langsam war, verschlang die einfache Buchung viel Zeit und es lohnte sich nicht mehr wirklich zum Volleyball zu gehen, da ich heute Abend mit Juliet verabredet war. Also entschied ich mich gemütlich mein Zeug zu packen und mich fertig zu machen. Ich redete kurz mit Jacky und danach war die Zeit bereits ran.

    Ich schlenderte erst allein an der Promenade entlang, ehe ich Juliet abholte, da ich etwas früh dran war. Da es mein letzter Abend war, konnte ich frei entscheiden und da mir ein paar Souvenirs fehlten, gingen wir mit einem Kaffee über den Night Market und durchstöberten sämtliche Stände. Was bringt man aus Australien mit, die Frage konnte ich nicht wirklich beantworten, bis wir ein paar Boomerränge sahen. Nicolien hatte Juliet zur Folge auch welche gekauft, sodass wir nun darauf geeicht waren. Wir wurden zwar fündig aber waren mit der Auswahl nicht zufrieden, sodass wir Morgen diese Suche fortsetzen würden. Der Programmpunkt war also abgehackt. Als nächstes wollte ich irgendwo gemütlich einen Cocktail trinken gehen und wir gingen von einer Bar zur anderen aber 17 Dollar wollte ich dafür nicht ausgeben. Die Zeit war bereits derart fortgeschritten, dass manche Lokale die Stühle hoch stellten und schlossen. Letztendlich landeten wir in einem irischen Pup und tranken einen Cider. Wir redeten über unsere Highlights an der Ostküste und bekamen ein wenig Fernweh zu manchen Orten. Juliet hat ein weiteres halbes Jahr Zeit und kann viele Orte erneut bereisen, für mich war es einfach schön die Erfahrungen über die Orte auszutauschen und sich erneut an die tolle Zeit zu erinnern. Nicolien war währenddessen in China gelandet und meldete sich bei Juliet. Wir versuchten kurz über Whatsapp zu telefonieren, was nicht wirklich klappte. Deswegen ging es in den Gemeinschaftsbereich meines Hostels, welches gerade mal fünf Minuten entfernt lag und Skypten mit ihr. Wir hatten Zeit und Sie hatte einen vierstündigen Aufenthalt, weswegen wir etwas länger quatschten. Juliet und ich tranken nebenbei einen Wein und verbrachten so einen gemütlichen Abend zu dritt. Da wir beide Yamba ziemlich gemocht hatten, schauten wir ein paar Videos an, welche ich bis jetzt nicht geschnitten hatte und schwelgten ein wenig in Erinnerungen.

    Wir wurden langsam müde und Juliet verabschiedete sich, ich dagegen machte eine weitere Folge meiner Serie an und ging danach gegen zwei Uhr ins Bett.
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  • Mach es gut Australien, ich vermiss Dich

    28 Juni 2017, Australia ⋅ ⛅ 27 °C

    Mein Abreisetag war nun angebrochen und hierfür musste ich mir den Wecker stellen. Bis zum ersten Flug von Cairns nach Brisbane hatte ich zwar Zeit aber um zehn Uhr musste ich das Zimmer verlassen haben. Deswegen ging es um halb neun aus den Federn und frühstückte gemütlich. Ich unterhielt mich mit Sandy eine ganze Weile, als sie weg war, wurde ich von einer Norwegerin angesprochen, mit welcher ich jedoch nur kurz reden konnte, da ich langsam mich fertig machen musste.

    Letztendlich war ich eine halbe Stunde später draußen, was nicht weiter schlimm war. Meine Sachen lagerte ich im Hostel zwischen und machte mich auf zur Lagune, wo ich mich Juliet für die zweite Runde auf der Suche nach den Souvenirs verabredet hatte. Sie war jedoch gerade erst aufgestanden, weswegen ich mir einen großen leckeren Smoothie holte und diesen vor der Lagune genoss. Ich lief ihr dann ein wenig entgegen und trafen uns auf der Hälfte des Weges. Wir suchten nach den Souvenirläden, wo auch Nicolien ihre Sachen gekauft hatten, zum Schluss waren wir aber in jeden drin gewesen. Ich bekam was ich wollte, unter anderen habe ich mir eine tolle Figur für mich geholt.

    Nachdem wir alles hatten, begleitete ich Juliet zurück zum Hostel, denn sie musste sich weiter auf die Suche nach einen Job machen. Es sieht in Cairns echt schwierig aus aber wenn sie weiter so dran bleibt, muss es demnächst mal klappen. Wir verabschiedeten uns, schossen ein letztes Foto und ich muss sagen mir geht es heute besser als gestern. Vielleicht weil ich nicht mehr auf den Tag warte, ich hatte eh die Tage zuvor das Gefühl etwas gehemmt zu sein, weswegen ich auch nicht mehr viel unternommen hatte.

    Als ich in meinen Hostel war, hatte ich ein wenig Zeit und schaute eine Folge, ehe ich mir über Uber ein Fahrzeug bestellte, welches mich schnell zum Flughafen brachte. Beim Einchecken oder bei der Sicherheitskontrolle gab es keine Probleme, sodass der erste Teil meiner Rückreise bald starten konnte. Ich nutzte ein wenig die Zeit und schrieb Berichte, bis die Zeit soweit fortgeschritten war und ich mich von Cairns verabschieden musste. Ich hatte ein Fensterplatz und konnte somit alles von oben beobachten. Ich flog entlang der Ostküste, welche ich nun so gut kannte und ich musste an die tolle Zeit denken. Es war ein wenig hart, denn diese sehr große Distanz raste vor meinen Augen vorbei und ich konnte nur dasitzen. Zunehmend wurde es wolkiger, welches mir den Ausblick zum Glück versperrte und ich versuchte auf andere Gedanken zu kommen. Es wurde später und somit erlebte ich einen schönen Ausklang mit einem Sonnenuntergang über den Wolken. Wir landeten nun in Brisbane, wo ich das Terminal zu den internationalen Flügen wechseln musste. Der Shuttelbus brachte mich schnell dahin, wobei ich nun drei Stunden auf meinen Anschlussflug warten musste. Es ging wieder durch die Sicherheitskontrolle, wo ich zuvor meine Karte ausfüllen musste, welche Angaben zu der Ausreise beinhaltete. Ich ging gleich zu meinem Gate und schlenderte auf dem Weg durch viele Läden. Schließlich setzte ich mich in einen bequeme Sitzecke klappte den Laptop auf und vertrieb mir die Zeit mit einer Serie und auf Youtube. Nebenbei schnurpste ich meine Möhren und versuchte mir die Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen.

    Mein Zeug war im Rucksack, denn langsam stellten sich alle in einer Schlange auf und wir konnten in der große Maschine platz nehmen. Das war nun der Zeitpunkt, um für eine lange Zeit Tschüss zu sagen. Ich bin noch nicht mal weg und würde gern weiter dieses schöne Land bereisen, viele weitere Erfahrungen sammeln und viele tolle Leute kennen lernen. Ich hatte schon überlegt, das Jahr voll zu machen, was leider aus verschiedenen Gründen nicht möglich war. Jede schöne Zeit endet nun mal und es kommen Neue, jedoch brauch ich Zeit die vergangenen fünfeinhalb Monate zu verarbeiten. Ich wäre gern bei Tag über Australien geflogen, um einfach soviel wie möglich von oben zu sehen und einzusaugen aber wir starteten bereits in der Nacht, sodass man nur ein paar Lichter sah, welche zeitnah in der Dunkelheit verschwanden.
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  • Zurück in Deutschland :/

    29 Juni 2017, Jerman ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich saß am Fenster und schaute trotzdem ab und zu raus, wohl wissend, dass ich nicht weiter sehen würde. Also durchstöberte ich meine Mediathek. Auf meinen 14 stündigen Pflug hatte ich wohl genügend Zeit alles mal durchzuschauen. Es gab diverse Filme, Musik, Radiokanäle oder Spiele. Ich fing ein Film an, zum Glück überwältige mich zeitnah die Müdigkeit. Überhaupt schlief ich viele Male, was die Zeit erheblich verkürzte. Zwischendurch gab es zweimal Essen und eine kleine Tüte Popcorn. Ich schaute die Schöne und das Beast auf Englisch mit Untertiteln und es war wie eine Kontrolle, wie meine Englischkenntnisse denn so entwickelt hatten. Ich muss sagen, diese sind bedeutend besser geworden und ich hoffe das ich wieder in der Heimat dran bleibe. Ich will vielleicht einen Kurs machen und somit auch für den Arbeitsmarkt etwas vorlegen kann. Weiter will ich in Zukunft mehr englische Filme und Serien schauen. Mit dem Film klappte es schon ganz gut. Ich checkte zwischendurch immer wieder unsere Route und Standpunkt und sah das Flugzeug mehrere Mal über den roten Kontinent schweben. Deswegen war ich etwas froh, als wir bei Tageslicht den Flughafen in Abu Dhabi erreichten. Ich war natürlich auch glücklich mich ein wenig bewegen zu können. Der Aufenthalt hier war nur etwa zweieinhalb Stunden, welche jedoch schnell vergingen.

    Der vorherige Flug war mit Ethiad und nun ging es mit Airberlin weiter. Bei den beiden Flügen davor hatte ich mich online am Fenster eingecheckt, was bei der kommenden Maschine leider nicht möglich gewesen ist. Jedoch bekam ich wieder einen und nicht nur das, der Platz neben mir blieb frei, sodass ich in den engeren Sitzreihen mehr Platz hatte, welches mir sehr entgegen kam. Auch hier gab es wieder einen Mulimediaeinheit, mit Filmen, Spielen und Musik. Ich schaute zwei Filme, einen auf Deutsch und einen auf Englisch ohne Untertitel. Ich verstehe nicht alles, aber vieles kann man sich zusammen Reimen. Auch auf dem Flug gab es zweimal Essen und wir kamen Deutschland immer näher. Der Pilot erwähnte bereits, dass das Wetter wohl nicht das Beste sein sollte aber was uns eigentliche erwarten sollte, verschwieg er.

    Das Flugzeug landete sicher und die Landeplan konnten wir erst spät sehen, da die Wolken sehr tief hingen. Mit ein wenig Zeitdruck ging es aus dem Flieger, denn in einer Stunde sollte bereits mein Bus nach Leipzig gehen. Noch entspannt wartete ich somit am Band auf meinen Rucksack. Zum Einen kam das Band erst spät ins Rollen und zum Anderen als es dann in Bewegung war, nahm keiner sein Gepäck herunter. Das Band wurde statt leerer zu werden immer voller, sodass für neue Gepäckstücke kein Platz mehr war. Wie ich ahnte, hatte sie versehentlich das Gepäck aus dem falschen Flugzeug auf unser Band drauf gepackt. Somit hieß es abwarten was passiert und die Zeit rückte näher. Es war 15 Uhr und in 20 Minuten sollte mein Bus abfahren, da kam endlich ein verantwortlicher, welcher uns das Band mit unseren Gepäck zeigte. Natürlich musste ich ein wenig warten, als ich meine Sachen beisammen hatte hieß es nun sehr schnell zur Bushaltestelle. Also sprintete ich dahin, um festzustellen, dass der Bus durch das Wetter Verspätung hatte. Besser so als anderes herum, denn sonst hätte ich diesen vielleicht verpasst. Es stand ein Bus von Flixbus an der Haltestelle aber das war nicht der Richtige. Etwas später kam dann ein Busfahrer und nahm uns mit zu dem Bus nach Leipzig.

    Auf der Busfahrt hörte ich Radio und bekam erst mal mit, was denn in Berlin los war. Der Pilot hatte ja nur von schlechten Wetter gesprochen aber eigentlich sind viele Teile Berlin unter Wasser und zum Teil war auch das Rollfeld auf den Berliner Flughafen unter Wasser und somit gesperrt. Da hatte ich wohl etwas Glück gehabt. Die Fahrt nach Leipzig zog sich jedoch durch das Unwetter in die Länge, da die A10 wegen Sturzbächen teilweise gesperrt war und wir diese Stellen umfahren mussten. Als wir wieder die Autobahn erreichten, war diese teilweise dicht. Irgendwie schafften wir es mit mehr als einer Stunde Verspätung doch nach Leipzig und ich konnte meine Schwester bald überraschen :)

    Markus wartete bereits unten an der Tür auf mich und ließ mich herein. Ich kam in die Wohnung und wie es sich gehört, stand Anne in der Küche :P (Spaß :)) Sie stand wirklich in der Küche und machte gerade etwas Hausarbeit, als ich hinter ihr stand und sie an stupste. Sie drehte sich um, blickte mehrere Male ungläubig zwischen Markus und mir hin und her, ehe wir uns in die Arme fielen. Die Überraschung war geglückt und wir verbrachten einen angenehmen Abend. Später komplettierte Jacky die Runde, welche emotionaler war als ich gedacht hätte. Nun waren wirklich alle Beisamen und ich freute mich auf die nächsten Tage in Leipzig, jedoch hatte ich sehr gemischte Gefühle. So richtig ankommen werde ich wohl erst später und es wird wohl eine Zeit lang brauchen.
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  • Danke für die schöne Zeit

    1 Juli 2017, Jerman ⋅ ⛅ 19 °C

    Kommen wir nun zu meinen letzten Beitrag. Es sind ein paar Tage vergangen und das Gefühl zurück zu wollen ist nicht gewichen. Ich bin wieder in Dresden und arbeite gerade meine Berichte auf und überspiele die gewaltige Datenmenge an Bildern und Videos. Die Berichte sind mit diesen dann vollständig aber für die Videos auf Youtube werde ich eine Weile brauchen.

    Ich will mich bei denen bedanken, welche sich die Zeit genommen hatten und immer wieder fleißig meine Berichte gelesen hatten auch wenn manchmal gesammelte Werke auf ein Mal online standen. Aber auch ich bin froh, mit diesem Bericht die gesamt Zeit durchgehalten zu haben, denn nicht immer war die Zeit dafür vorhanden oder hat es Spaß gemacht. Jedoch bleibt mir so einen wunderschöne Erinnerung.

    Einen großen Dank gilt auch Jacky, welche mich unterstützt und den Rücken in Dresden gestärkt hat. Weiter will ich mich bei meinen ganzen Reisebegleitern bedanken, welche die Zeit zu der gemacht haben, welche sie geworden ist. Ich habe viele sagen hören, es war die beste Zeit ihres Lebens, ich sage bis jetzt :)

    Nun brauche ich etwas Zeit mich einzuleben. Meine nächste Etappe wartet bereits mit dem nächsten Forschungsprojekt auf mich, welches mir viel abverlangen wird. Umso mehr genieße ich die freie Zeit, welche mir bis dahin bleibt und verabschiede mich hiermit.

    Vielen Dank :)
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    Akhir trip
    1 Juli 2017