• Sina Sen
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Indien - Goa - Retreat - Solo

A 11-day adventure by Sina Read more
  • Trip start
    February 18, 2026

    Mein mutiger Sprung. Alleine. Lets Go 🛫

    February 18 in Germany ⋅ ☁️ 3 °C

    Es ist 20:50Uhr und das Gate am Frankfurter Flughafen schließt. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich bin etwas nervös, aber entschlossen. 😌
    Vor ein paar Wochen steckte ich psychisch im Tief, habe spontan im Nachtdienst diesen Urlaub gebucht, nachdem ich beschlossen habe nicht mehr auf irgendetwas oder irgendjemanden zu warten, sondern mal was für mich zu tun, ganz unabhängig von allem anderen. Eine Entscheidung für mich, für's Heilen und meine Zukunft. Mein erster Langstreckenflug alleine. Ein Riesenschritt für diejenige, die vor zwei Jahren kaum alleine Zug fahren wollte 😅!
    Meine Mädels in Deutschland sind ganz stolz auf mich und das gibt mir zusätzlichen Rückenwind. Ich weiß, ich kann jederzeit zuhause anrufen und es ist immer jemand für mich da! 🥰
    Die Reise mit einem Zwischenstopp in Mumbai nach Goa ist lang (14h), aber ich fliege nicht weg von etwas, sondern zu mir selbst. Es überkam mich dennoch diese Mischung aus Stolz und Zuversicht, aber auch dem leisen Gedanken: Was, wenn ich mir gerade zu viel zumute?

    Ich weiß nicht, was mich erwartet, aber ich weiß, dass ich nicht ohne Grund hier sitze.
    Jetzt heißt es aber erstmal: Anschnallen, Handy auf Flugmodus und ankommen. 🤍
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  • Ankunft: Erst laut, dann leise

    February 19 in India ⋅ ☀️ 35 °C

    Indien empfängt mich sanfter als gedacht.
    Es ist zwar sofort da, aber überhaupt nicht negativ und damit anders als ich es erwartet hatte. Die Menschen sind sehr freundlich und überhaupt nicht aufdringlich (bis jetzt), dennoch ist es heiß und chaotisch auf den Straßen..🥵
    Kaum aus dem Flugzeug raus kam mir die feuchte Hitze entgegen, knapp 30grad und dichte Luft, die sich fast schwer anfühlt. Es riecht nach Gewürzen, Abgasen, Tee uuuuuund…Curry 😂. Mein Körper ist müde vom Flug und gleichzeitig war da dieses hell-Wachsein, weil ich alleine reise.

    Draußen wartete bereits mein vorab gebuchter Taxifahrer. Jetzt ging es noch tiefer ins Landesinnere zur Dudhsagar Plantation. 🌴
    Und auf dieser Fahrt passierte etwas. Mit jedem Kilometer wurde es grüner und verwildeter. Der Verkehr war immernoch chaotisch, aber der Dschungel wurde dichter, mein Atem langsamer und ich immer ruhiger (vermutlich auch, weil ich echt erschöpft bin). Ich merkte, wie mein Körper endlich aufhörte, Alarm zu schlagen. Ich fühlte mich relativ sicher. Überall liefen Kühe frei rum, Affen sprangen von der Straße ins grüne, Hunde überquerten die Straßen und überall waren Frauen mit ihren bunten Gewändern. Was auch sehr bunt ist sind die Häuserfassaden hier. In knalligen Farben wie pink, gelb, rot, orange als gäbe es einen insgeheimen Wettbewerb. 🧡
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  • Der erste Abend 🐾🦉🐆🐊

    February 19 in India ⋅ 🌙 24 °C

    In der Plantation gab es heute kein Programm. Kein „müssen“.
    Ich checkte ein, duschte, schaute mir die Anlage an, machte Bilder und hörte den Tieren von meiner Terasse aus zu. Affen springen hier von Baum zu Baum und die Geräuschkulisse ist Wahnsinn. Man hört so viele verschiedene Tiere, kann sie aber kaum voneinander unterscheiden. Einziges Manko: die Stechmücken. Aber zum Glück hab ich mein Spray dabei! 🦟

    Um 20uhr gab es zu Abend eine gemischte vegetarische Platte mit Brot und Reis (leider nicht soooo lecker 6,5/10). Beim Essen lernte ich eine deutsche Mitte 40 jährige Frau aus Nürnberg kennen, die 2 Monate lang eine Rundreise alleine durch Indien macht.
    Ganz spontan entschlossen wir, da sie morgen weiterreist, noch eine Nachtsafari zu machen. Schnell einen Guide über die Unterkunft organisiert, umgezogen und dann ging es auch schon los. Wir fuhren viel in einem Jeep rum und machten auch eine relativ lange Nachtwanderung. Tatsächlich bekamen wir einen Geparden, eine Schildkröte, exotische nachtaktive Vögel, einen Hirsch, ein Krokodil, Wildschweine, einen Hasen, Katzen, Kühe, einen Frosch und kleine Fische zu Gesicht. Zwar nicht ganz so abgefahren wie wir es uns vorgestellt hatten, aber dennoch eine super tolle und aufregende Erfahrung 🤗 sehr spannend waren auch die Gespräche über den Hinduismus 🕉️
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  • Pure nature and BBQ (1)

    February 20 in India ⋅ ☀️ 29 °C

    Als ich heute Morgen aufgewacht bin brauchte ich ein paar Sekunden, um zu begreifen, wo ich bin. Kein Straßenlärm, keine Stimmen, kein Hupen oder der Postbote. Stattdessen Vogelstimmen und der Bauernhof der Unterkunft.
    Mein Körper ist noch schwer, aber immer weniger angespannt.
    Um 09:15uhr frühstückte ich (Rührei, Dosa, Obst) und ging anschließend im Naturpool, also ohne Chlor, schwimmen. Ich hatte den Pool ganz für mich alleine und sah dabei Schmetterlinge, Libellen, Palmen und Vögel, die sich in den Bäumen und Pflanzen bewegten. Ein Traum 🥹

    Um 17uhr hatte ich eine Verabredung zur Gerwürzplantagen- und Bauernhofsbesichtigung. Es war sehr interessant und ich konnte viel Neues für mich mitnehmen. Ich habe mich buchstäblich durch die gesamte Flora der Unterkunft durchprobiert. 😋🌱🪴

    Fun Fact: Studien zeigen, dass Zeit in tropischer Natur den Cortisolspiegel senkt, also das Stresshormon.
    Ich merke das nicht in großen Erkenntnissen, sondern in Kleinigkeiten: ruhigere Gedanken, tieferer Atem, weniger inneres Ziehen und kein lauter Kopf, wobei meine Gedanken trotzdem auch mal abschweifen 😃
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  • Pure nature and BBQ (2)

    February 20 in India ⋅ 🌙 25 °C

    Der Tag ging unfassbar schnell rum, aber ich lasse mich null davon beeinflussen und mach ganz entspannt 😌 Zum ersten Mal seit Langem habe ich nicht das Gefühl, irgendwohin zu müssen. Nichts leisten zu sollen. Vor Allem Nichts erklären zu müssen!! Es tut gut, dass ich einfach SEIN kann.

    Abends wurden wir zum Grillen eingeladen, da eine Familienangehörige der Unterkunft, die ihre Ferien hier verbracht hatte, die Oase um wieder arbeiten zu gehen, verlassen musste. Wir machten ein Lagerfeuer, erzählten, aßen und genossen die gemeinsame Zeit bis wir müde, aber glücklich uns in unsere Häuschen verkrochen. Das Essen war sehr lecker und ich esse hier sogar ganz typisch indisch mit der Hand 🤗

    Heute kam ein Papa mit seiner 18-jährigen Tochter neu in die Unterkunft. Sie sind bereits 10 Tage in Indien unterwegs und haben noch 3 Wochen vor sich. 🥹 Finde es wirklich richtig toll, wenn Eltern und Kinder offen dafür sind gemeinsam fern zu reisen. Das bindet, stärkt und schafft unvergesslich tolle und intensive Momente. Dennoch bin ich absolut glücklich und vollkommen zufrieden hier diese Reise alleine angetreten zu haben. 🫶🏼

    Der 2. Tag ist rum und Leute ich sag euch eins: Springt ins kalte Wasser, bucht euch euer Traumziel und fliegt einfach hin. Denkt nicht zulange darüber nach, das macht ihr doch auch so schon. Ihr habt nur das eine Leben und jetzt einen gesunden Körper! Macht was draus, hört auf euer Herz und lebt euer Leben. Es ist viel zu kostbar, um auf etwas oder jemanden zu warten. Es gibt nichts wovor man Angst haben müsste, denn zurück kann man jederzeit.
    Wenn ich es hier hin geschafft habe, dann schaffst Du das auch! ❤️

    Lieb euch, Gute Nacht 🌙
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  • Dudhsagar Waterfall – was für ein Tag!🌊✨

    February 21 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Der Wecker klingelte heute um 08:30uhr. Frühstück gab’s entspannt um 09 Uhr, bevor ich abgeholt und zu einer Sammelstelle gebracht wurde, denn ich hatte heute etwas vor! Dort wurden wir zu siebt zusammengewürfelt und dann ging’s im Jeep Richtung Dudhsagar Waterfalls.
    Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis für sich: ruckelnder, staubiger Boden, keine geteerten Straßen, bewusst naturbelassen, um so viel Ursprünglichkeit wie möglich zu erhalten im Linksverkehr. Ich liebe diesen Gedanken.
    Und dann..Tiere!!! 🥹 Ich sah eine Brown Hawk-Owl (Brown Boobook), einen Grey Hornbill, Wasserbüffel, Affen, die sich völlig unbeeindruckt von uns durch die Bäume schwangen. Diese Artenvielfalt ist einfach magisch.

    Vom Parkplatz aus begann der Fußmarsch zum Wasserfall. Und Leute: ich war SOO dankbar für meine festen Schuhe! 🙏🏼 Während andere in Schlappen vorsichtig über Steine und Wurzeln balancierten, stapfte ich relativ souverän durch das Gelände. Der Weg: naturbelassen, steinig, manchmal rutschig, aber genau das machte es aus. Kein Asphalt, keine künstliche Begradigung. Man läuft hier wirklich noch durch Natur. Was mich besonders positiv überrascht hat: Plastik ist komplett verboten und es wird streng kontrolliert. Taschen werden überprüft, Müll rigoros unterbunden. Ein so wertvoller Schutz für diesen besonderen Ort. 💚

    Und dann stand ich da vor diesem gewaltigen, milchig herabstürzenden Wasser. Und kurz darauf: mitten IM Wasser.
    Ich schwamm im Becken der Dudhsagar Waterfalls, umgeben von riesigen Felsen und großen Fischen, die neben mir ihre Bahnen zogen. 1,5 Stunden pures Glück. Ich war und das meine ich genau so der glücklichste Mensch in diesem Moment.
    Ein junger indischer Mann wollte unbedingt mein „Freund“ sein und mit mir schwimmen gehen und Bilder machen 😅, aber ich schloss mich kurzerhand einer russischen Frauengruppe an.

    Zurück an der Sammelstelle wartete schon Samir, mein Fahrer vom Morgen. Und statt einfach nur zurückzufahren, verbrachten wir den restlichen Tag zusammen, ganz privat, in unserem eigenen Tempo auf einer Tages-Safari. Wir entdeckten exotische Vögel, Rehe, Wasserschildkröten, verschiedene Affenarten, Frösche… Und dann sagte man uns: „Um 18 Uhr kommen die Bisons an diese Wasserstelle.“ Und wisst ihr was? PUNKT 18Uhr kam eine riesige Bisonfamilie. Groß und klein. Kraftvoll, ruhig, majestätisch. Samir und ich schauten uns an..beide mit diesem stillen, dankbaren Lächeln. Es war, als hätte die Natur uns zum Abschluss noch einmal gezeigt: Geduld lohnt sich. Vertrauen auch.

    Zwischendurch bat ich ihn, mich dorthin zu bringen, wo Einheimische essen, kein Touristenspot. Und genau das bekam ich. Ich war die einzige Weiße. Und die einzige Frau. 😅 Aber Leute… dieses Essen? 11/10!!! 🔥 So authentisch, so würzig, sooo lecker. Das Ganze hatte lediglich 4€ gekostet, obwohl der halbe Tisch gedeckt war! Ich saß da, aß, beobachtete und war überglücklich.

    Heute war einer dieser Tage, an denen ich spüre, warum ich losgegangen bin.
Nicht nur, um Orte zu sehen. Sondern um mich selbst zu fühlen. Um Dankbarkeit zu lernen. Um Vertrauen zu stärken. Um zu erkennen, wie wenig man eigentlich braucht, um unfassbar glücklich zu sein.
    Natur. Begegnungen. Echtes Essen. Echtes Leben. Ich bin müde. Glücklich. Und zutiefst dankbar. 🤍

    Fun Fact: Dudhsagar bedeutet „Milchmeer“, benannt nach einem der höchsten Wasserfälle Indiens (über 320 Meter), dessen Wasser wie weiße Milch über die Felsen stürzt.
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  • Mein indisches Yoga-Paradies 🌴🏡

    February 22 in India ⋅ ☀️ 32 °C

    Namaste aus meinem Bett✨😌🙏🏼

    Heute hieß es Tapetenwechsel und erstmal wieder Ankommen..äußerlich im Norden Goas, innerlich bei mir.
    Mit einem lachenden und einem kleinen weinenden Auge habe ich nach 2h Autofahrt mein neues Zuhause für die nächsten sechs Tage bezogen und was soll ich sagen: Die Realität fühlt sich tatsächlich etwas anders an als die Bilder in meinem Kopf.

    Die Fahrt vom Dschungel im Süden bis hierher nach Mandrem an die Küste war nämlich weniger ein dramatischer Szenenwechsel als gedacht. Wir sind durch das Landesinnere gefahren, und ehrlich gesagt: Es ist immer noch alles sattgrün. Kaum ein Unterschied spürbar. Goa bleibt Goa: üppig, lebendig, naturverbunden. 🌴

    Bei der Ankunft musste ich etwas schmunzeln. Kein intensiver Räucherstäbchenduft, der mich empfängt. Keine spirituelle Wolke, die über allem schwebt. Es ist vielmehr schlicht, ruhig, fast unspektakulär. Ab und zu sieht man Mandalas, hier und da kleine Hinweise auf Achtsamkeit, aber diese „extreme Spiritualität in der Luft“, die ich vielleicht erwartet habe? Die ist (noch) ganz leise. Und vielleicht ist genau das ehrlicher. Ich bin ja auch erst heute angekommen. 😌

    Samir, mein Fahrer und Safari-Guide der letzten Tage, hat mich hergebracht. Unsere Gespräche sind inzwischen ganz selbstverständlich geworden. Mal tiefgründig, mal leicht, oft über die Natur und das Leben an sich. Manche Begegnungen auf Reisen haben eine besondere Wärme. Still, vertraut und genau richtig so, wie sie sind. ✨

    Hier hängen überall Schilder, dass man leise sprechen soll, die Schuhe ausziehen soll und achtsam sein. Man hört Vögel, Wind in den Bäumen, im Hintergrund läuft ganz leise sanfte indische Musik und ab und zu ein entferntes Hupen von Autos oder Motorrädern. Keine Dauerbeschallung, kein Trubel, eher ein sanftes Hintergrundrauschen des Lebens.

    Mein „Ferienhaus“ entpuppte sich als kleines, sehr einfaches Apartment mit dem Nötigsten. Kein Luxus, kein Schnickschnack. Aber weißt du was? Mehr brauche ich gerade auch nicht. Ich bin ja hier, um mich zu erden. Um runterzukommen. Und dafür ist Einfachheit vielleicht die ehrlichste Bühne.

    Morgen startet offiziell das Yoga- und Meditations-Retreat, doch heute durfte ich einfach nur sein. Auf meiner Veranda sitzend, die warme, feuchte Luft atmend und mich fragen, was das Universum hier wohl für mich bereithält.✨

    Beim Spaziergang durch die Gegend und später am Strand sah ich die ersten braungebrannten Hippies mit Dreads. Während ich ewig lief bemerkte ich, wie gut dieser sanfte Übergang tut..noch nicht ganz im Retreat-Modus, sondern genau dazwischen. Zum ersten Mal in meinem Leben laufe ich alleine an einem Strand entlang und es fühlt sich super an. Manchmal muss ich sogar lächeln, weil es sich so gut anfühlt. Der Ozean ist übrigens warm, klar und sauber. 🌊🐚

    Ich bin neugierig auf die Seelen, die ich hier treffen werde, auf stille Blicke im Meditationsraum, ehrliche Gespräche bei Sonnenuntergang und ja, auch auf die legendären Hippies und Freigeister, von denen man immer hört, wenn es um Goa geht 😃🫶🏼. Bis jetzt war allerdings jeder nur für sich und von einer Gruppe spüre ich noch nichts.

    Jetzt lasse ich den Abend ruhig ausklingen, voller Dankbarkeit und Vorfreude, und spüre ganz deutlich: Diese sechs Tage werden etwas in mir bewegen.

    Gute Nacht aus meinem kleinen Yoga-Paradies 🌙💛
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  • Ashram-Start im Preksha Yoga Ashram

    February 23 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Die Welt hier im Preksha Yoga Ashram ist eine echte Oase, ein Ort, an dem die Zeit einem anderen Rhythmus folgt.
    Dabei fing alles ziemlich „echt“ an: Die Nacht war eine kleine Herausforderung. Die Klimaanlage hatte ich aus Sorgen vor einer Erkältung ausgelassen und dafür ordentlich geschwitzt, während ein einsamer Moskito trotz Fliegengitter meinte, mir die ganze Nacht Geschichten erzählen zu müssen. 🦟
    Als um 06:00 Uhr der Wecker klingelte und draußen ein kurzer Tropenregen niederging, war ich erst einmal... müde. Doch ab 07:00 Uhr änderte sich alles. Unter der Anleitung unserer Lehrerin tauchten wir ein in Asanas und Pranayama für ganze zwei Stunden. 🧘🏻‍♀️🙏🏼 Bei einer Willkommenszeremonie stellten sich alle 3 Lehrer vor und wir bekamen alle einen roten Punkt auf die Stirn 🔴

    Ein kleiner Ausflug in die Philosophie, da wir hier auch Philosophie Unterricht haben: Yoga ist weit mehr ist als nur Gymnastik. Das Wort stammt vom Sanskrit-Begriff Yuj ab, was so viel wie „Vereinen“ bedeutet. Es geht um die Verbindung von Körper, Geist und Seele. 🕉️ Ursprünglich vor über 5.000 Jahren in Indien entstanden, war es früher eine rein meditative Praxis.

    Heute sind wir hier im Ashram eine bunte Gruppe von Frauen und Männern aus der ganzen Welt. Interessanterweise sind viele hier über 40.. Was mich berührt: Egal aus welchem Land wir kommen, viele Themen sind gleich. Überforderung. Erwartungsdruck. Alte Wunden. Trauma. Der Wunsch, endlich bei sich anzukommen. Diese Gespräche fühlen sich ehrlich an, ungefiltert und ohne Masken.

    Kulinarisch essen wir hier „sattvisch“.
    In der indischen Philosophie steht Sattva für Reinheit und Harmonie. 🍛 Das Essen ist leicht, vegetarisch, kaum gewürzt aber unglaublich nahrhaft. Die frischen Linsen Reis und das Gemüse wärmen einen von innen auf eine ganz sanfte Art. 😋

    Eigentlich war mein Plan für heute: Rückzug. Keine neuen Kontakte, nur ich und meine Matte. Doch dann passierte das Leben. ✨ Ich traf Andrea (26) aus Mexiko. Sie fiel mir sofort auf, und ich ergriff die Chance, ihr einfach zu sagen, wie hübsch sie ist. Nach einem kurzen Kennenlernen sind wir dann zusammen in die Stadt geschlendert, haben ein Eis gegessen und festgestellt, dass wir einige Gemeinsamkeiten teilen und beide zum ersten Mal alleine reisen. Und als wäre das nicht alles, legte sie mir später Tarrot Karten aus und um 22uhr schlichen wir uns verbotener Weise zum Feiern aus dem Retreat. Wir fuhren mit dem Taxi zu einer Goa/Psytrance Party am Strand. Nun hatte ich sie endlich: Räucherstäbchen, Hippies, Feuertänzer und barfußlaufende Freigeister. Wir tanzten barfuß im Sand, bis in die Morgenstunden und für einige Stunden hatte ich wirklich an nichts gedacht. Es hat unfassbar gut getan! Total unerwartet und ohne Plan haben wir somit in meinen 29. Geburtstag reingefeiert 🥳 .

    Jetzt ist es 07uhr und ich schließe meine Äuglein, denn heute geht es weiter mit dem Ashram Tag 2 🥱💤
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  • Wenn das Universum „Ja“ sagt

    February 24 in India ⋅ 🌙 28 °C

    Es war mein Geburstag, der 24. Februar, und was soll ich sagen? Mein 29. Lebensjahr hätte nicht schöner beginnen können. Wenn man loslässt, füllt das Universum die Hände – das habe ich gestern in jeder Sekunde gespürt. 🌌

    Nach der wilden Nacht am Strand habe ich erstmal bis 12:00 Uhr geschlafen (was für ein Luxus!) und pünktlich zum gewohnten Mittagessen meine Lebensgeister geweckt. Beim Essen wurde ich von einem Paar gefragt, ob ich mit zum Strand möchte.
    Was folgte, war pure Magie: Schwimmen im warmen Meer, Sonne auf der Haut und Gespräche, die so tief gingen, dass sie mein Weltbild sanft ins Wanken brachten. Es wurde zugehört, umarmt und es wurden Fragen gestellt, die ich mir selbst nie getraut hätte zu fragen. 💭❤️ Ich habe in diesem Moment realisiert: Ich habe alles, was ich brauche. Sonne, Wasser, gute Energie. 🥹

    Wusstest du? In der indischen Philosophie gibt es den Begriff Santosha -> die Praxis der Genügsamkeit und Dankbarkeit. Gestern war ich pure Dankbarkeit.

    Nach einer wunderbar erdenden Yoga-Runde und dem Abendessen dachte ich schon, der Tag sei perfekt. Aber der Ashram hatte noch ein Ass im Ärmel: Plötzlich standen alle Lehrer und Gäste da, sangen für mich und überreichten mir eine Schokoladen-Walnuss-Torte, auf der mit Sahne mein Name stand. 🥺🍫 Mein Herz ist fast übergelaufen vor Rührung.

    Abends wartete das nächste Abenteuer. Der Licht- und Tontechniker der Psytrance-Party vom Vorabend holte mich ab. In Indien zu einem Fremden ins Auto steigen? Kurz war ich unsicher. Aber dann kickte dieses neue Selbstbewusstsein: Ich verdiene nur das Beste und dieser Tag war bereits so voller Licht, dass ich keine Angst hatte. ✨

    Wir tauchten ein in das Nachtleben von Arambol: Wir schlenderten durch die bunten indischen Märkte 🛍️, tranken frische grüne Smoothies und liefen barfuß kilometerweit die Küste entlang mit dem Sand zwischen den Zehen. Wir endeten in einem kleinen Café an der Promenade. Bei Mocktails, Rauch und tiefen Gesprächen über Energien, Frequenzen und Spiritualität verflog die Zeit. Gegen 01:00 Uhr kehrte ich zurück in meine kleine Ashram-Oase.

    Ich bin überglücklich, unendlich dankbar und kann mit Gewissheit sagen: Das war einer der tiefsten und schönsten Geburtstage meiner 29 Jahre. 🧡🙏🏼 Das Leben ist schön, wenn man sich traut, es zu leben.
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  • Zwischen Muskelkater, Magie & Menschen 🌅

    February 25 in India ⋅ ☀️ 32 °C

    Gestern war einer dieser Tage, die nicht perfekt geplant, aber perfekt gefühlt waren.
    Ich habe tatsächlich das Frühstück verschlafen und damit auch direkt die morgendliche Yoga-Session. 🫠
    Um 12:30 Uhr saßen wir wie immer gemeinsam beim Mittagessen. Allein dieses Ritual gibt dem Tag eine ruhige Struktur.

    Nach dem Essen ließ ich mir beide Arme bis zum Ellenbogen mit Henna bemalen. Es dauerte ewig und ist nicht ganz so filigran geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber vielleicht geht es genau darum: Nicht alles ist perfekt, und trotzdem ist es schön. Während das Henna trocknete, lief der Philosophie-Part, den ich dadurch auch verpasst habe. Und wisst ihr was? Auch kein Weltuntergang. Dieses Retreat lehrt mich gerade, dass ich nichts „muss“.😌

    Um 17:45 Uhr versammelten sich alle, die wollten, und wir liefen gemeinsam auf einen Hügel. Von dort aus beobachteten wir den Sonnenuntergang über Goa. 🌅
    Und ich weiß, solche Worte werden oft benutzt, aber es war magisch. Diese Farben. Diese Stille. Dieses gemeinsame Atmen. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich noch nie etwas romantischeres für mich selbst getan hatte. Dabei bekommt man immer gepredigt, dass man an erster Stelle sich selbst lieben soll und macht dann aber doch etwas romantisches für jemand anderen..denk mal drüber nach 🤔😉

    Goa hat eine ganz eigene Energie.✨Ich kann es nicht anders sagen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viele Tage hintereinander so glücklich und zufrieden war. So angekommen.🫶🏼
    Hier treffe ich Menschen, mit denen ich unfassbar tiefe Gespräche führe. Zum ersten Mal fühle ich mich nicht „anders“. Ich fühle mich verstanden. Menschen hören zu, wirklich. Niemand zieht die Augenbrauen hoch, wenn ich von meinen Träumen erzähle oder davon, wie ich leben möchte. Niemand belächelt meine Gedanken.
    Die Energie hier ist weich und gleichzeitig kraftvoll. Und sie überwältigt mich, weil ich niemals erwartet hätte, mich in Indien einmal so zu fühlen. 🧘🏻‍♀️🕉️

    Am Abend gab es dann noch eine gemeinsame Yoga-Session. Und ich sage euch: Muskelkater + Hitze + tägliches Yoga = Herausfordernd! 🥵 Mein Körper spürt jede einzelne Einheit inzwischen sehr deutlich. Es fiel mir schwerer als sonst, aber ich habe mein Bestes gegeben. Und genau darum geht es doch. Nicht perfekt sein. Sondern präsent sein. Auch wenn ich nicht jeden Programmpunkt mitnehme, bin ich stolz auf mich. Auf meine Entscheidungen. Darauf, dass ich hier bin. Ich mache das alles für mich. Ein Retreat darf schließlich auch „recharging“ sein, nicht nur durchziehen.

    Das Abendessen ließ ich ausfallen, denn ich war mit Sukhee (dem Licht- und Tontechniker) verabredet. Wir fuhren nach Arambol, schlenderten durch kleine Läden, kauften Souvenirs, aßen Samosa, Biryani, und Raita, tranken Masala Chai und spielten Skyjo. 😋 Unsere Verbindung ist etwas Besonderes. Und ich bin überzeugt: Kein Mensch tritt zufällig in dein Leben.

    Um 03:30 Uhr lag ich schließlich im Bett. Nach einem FaceTime-Anruf nach Deutschland fielen mir dann auch sofort die Augen zu. Müde. Glücklich. Voll. ❤️
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  • Die Nacht strahlt heller als der Morgen🌜

    February 26 in India ⋅ ☀️ 32 °C

    Eigentlich hätte mein Tag um 6:00 Uhr am Strand beginnen sollen. Yoga Beach Session. Tief durchatmen, während die Sonne langsam über dem Meer aufgeht. 🌅
    Tja… ich habe schonwieder verschlafen. 🫠
    Aber anstatt mich darüber zu ärgern, habe ich einfach akzeptiert: Es sollte heute wohl anders sein. Und so wurde es ein Yin-Yoga-Morgen.

    Für alle, die Yin Yoga nicht kennen: Während Hatha Yoga (was ich eigentlich liebe 🤍) eher aktiv ist, mit fließenden Bewegungen, Kraft, Balance und bewusster Atmung, ist Yin Yoga das komplette Gegenteil. Yin bedeutet im chinesischen Konzept von Yin & Yang das „Weiche“, „Empfangende“, „Ruhige“. Die Asanas werden mehrere Minuten gehalten – teilweise 3 bis 5 Minuten oder sogar länger. Kein Muskelanspannen. Kein „Durchziehen“. Stattdessen: Loslassen. Schwerkraft wirken lassen. In die Tiefe sinken. 🧘🏻‍♀️Yin Yoga wirkt nicht primär auf die Muskeln, sondern auf das tieferliegende Bindegewebe, Faszien, Sehnen & Gelenke. Es ist fast wie eine Meditation im Liegen oder Sitzen, denn wenn du mehrere Minuten in einer Position bleibst, kannst du dich nicht ablenken. Du begegnest dir selbst. Und ich muss sagen: Es war mega, Yoga mal so meditativ zu erleben. Ganz still.
    Aber… mein Herz schlägt doch ein kleines bisschen mehr für Hatha Yoga. Ich mag die Dynamik, die Kraft, das aktive Spüren meines Körpers. 💫

    Was allerdings bleibt: Die Lehrer hier sind einfach großartig. Egal ob Yin, Hatha oder eine schweißtreibende Einheit, bei der ich innerlich fluche, jede Session hat etwas. Manchmal ist es pure Leichtigkeit, manchmal einfach nur anstrengend. Aber immer gut.
    Donnerstag bedeutet im Ashram übrigens Specials! 🌿✨Besonderes Essen, kleine Highlights über den Tag verteilt. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Mini-Feiertag im Retreat-Alltag.

    Heute habe ich tatsächlich ernsthaft darüber nachgedacht, meine Reise zu verlängern. Ich müsste erst am 9. März wieder arbeiten. Ein Teil von mir wollte bleiben. Weiterziehen. Definitiv in Indien bleiben. Aber nach vielem Hin und Her habe ich entschieden: Ich trete meine Heimreise wie geplant an. Und allein diese Entscheidung hat sich erwachsen und klar angefühlt. Manchmal ist Bleiben leicht, aber Gehen richtig.

    Das Abendessen war nicht nur unfassbar lecker, sondern auch wunderschön angerichtet. So viel Liebe im Detail. (Siehe Bilder 😍) Hier wird selbst Essen zu einer kleinen Zeremonie.

    Und dann folgte eine Mantra-Session. 🕉️
    Was sind Mantras eigentlich?
    Ein Mantra ist eine sich wiederholende Silbe, ein Wort oder ein Satz – meist aus dem Sanskrit. Das bekannteste ist wahrscheinlich „Om“. Durch das wiederholte Singen oder Rezitieren entsteht eine Art meditativer Zustand. Der Geist bekommt einen Anker. Die Vibration der Stimme wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Studien zeigen, dass rhythmisches Chanten den Vagusnerv stimulieren kann, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist. 💛Aber abseits aller Wissenschaft: Es fühlt sich einfach verbindend an. Wenn 20 Stimmen gemeinsam den gleichen Klang tragen, entsteht etwas, das man schwer erklären kann. Es geht nicht darum, schön zu singen. Es geht darum, präsent zu sein. Gemeinsam zu schwingen.

    Abends sind wir dann noch zusammen raus, haben Live-Musik gehört, Kleinigkeiten gegessen und etwas getrunken. Ganz ungezwungen. Ganz leicht. 🎶

    Und dann… der Rückweg. Dunkelheit. Strand.
    Wir bleiben stehen. Schauen nach oben.
    Und für einen Moment bleibt uns allen der Atem weg. Der Mond und die Sterne waren so klar, so hell, wie ich es schon ewig nicht mehr gesehen habe. Kein Stadtlicht. Kein Lärm. Nur Himmel. 🌙✨
    Es war atemberaubend. Wirklich. Diese Art von Schönheit, die dich ganz still macht.

    Heute habe ich wieder gemerkt:
    Nicht jeder verpasste Sonnenaufgang ist ein Verlust, denn manchmal wartet dafür ein noch größerer Zauber in der Nacht. 💫
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  • Zurück zum Anfang und doch ganz woanders

    February 27 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Mit dem Frühaufstehen habe ich offiziell abgeschlossen. Zumindest für dieses Retreat. 😅 Auch heute habe ich es nicht zur Morgen-Session geschafft. Und wisst ihr was? Es ist okay, denn um 10:00 Uhr wartete etwas ganz Besonderes auf mich: eine 1-stündige Deep-Tissue-Ganzkörpermassage. 💆🏻‍♀️
    Die hatte ich mir ganz bewusst für meinen Check-out-Tag aufgehoben. Als Abschluss und als nachträgliches Geschenk an mich selbst 🎂✨

    Deep Tissue bedeutet übrigens, dass gezielt in die tieferen Muskelschichten gearbeitet wird. Langsame, intensive Bewegungen, die Verspannungen lösen und selbst die letzten sechs Tage Yoga aus dem Körper „herauskneten“. 😄 Es tat teilweise echt weh, aber auf diese befreiende Art.

    Um 11:00 Uhr checkte ich aus. Der Abschied vom Ashram fiel mir wirklich nicht leicht. Sechs Tage klingen nicht lang, aber wenn man jeden Tag gemeinsam isst, praktiziert, lacht, schwitzt, philosophiert und still wird, entsteht Verbindung. 🕉️🤍

    Samir holte mich ab, und wir machten uns auf den über zwei Stunden langen Weg vom Norden zurück in den südlichen Dschungel.
    Genau dieselbe Strecke war ich vor einer Woche schon gefahren. Damals neugierig, vielleicht ein bisschen angespannt, voller Erwartungen.
    Und heute? Mit einem ruhigen Lächeln im Gesicht. 😊 Ich habe die Landschaft mit ganz anderen Augen betrachtet. Die kleinen Dörfer. Die bunten Häuser. Frauen in leuchtenden Saris am Straßenrand. Palmen, die sich im Wind wiegen. Kühe, die seelenruhig mitten auf der Straße stehen. Ich saß einfach da, habe geschaut und gemerkt: Ich komme wieder. Ganz sicher. Dieses Gefühl ist klar. 💛 Auf dem Weg hielten wir an, um Biryani zu essen. Danach schlenderten wir noch über einen kleinen Markt, probierten indische Süßspeisen und ließen uns treiben.
    Ohne auf die Uhr zu schauen kamen wir irgendwann an. Zurück in der Dudhsagar Plantation 🌿

    Dort, wo meine Reise begonnen hat, endet sie nun auch wieder. Und irgendwie fühlt sich das richtig an. Ein Kreis, der sich schließt.
    Am Abend spielten wir noch einige Runden Skyjo, tranken frischen Zitronengrastee und streiften durch den Garten der Unterkunft. Für mich wurden noch einige exotische Schätze „geerntet“: Zimtblätter, ein paar Sternfrüchte, Kokosnüsse und noch vieles mehr. 🥥🌱 Es fühlt sich besonders an, ein Stück dieses Landes mit nach Hause zu nehmen, nicht nur im Herzen, sondern auch im Koffer.

    Heute ging es für mich ungewöhnlich früh ins Bett: gegen 22:00 Uhr, denn um 03:00 Uhr klingelt mein Wecker. Ein letzter früher Morgen. Ein letzter Atemzug tropische Nachtluft und dann beginnt die Heimreise.
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  • Wieder zuhause 🇮🇳🛫🛬🇩🇪

    February 28 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Ich bin zurück in Deutschland und gleichzeitig fühlt sich alles noch ein bisschen nach Indien an. ✨

    Um 03:00 Uhr klingelte mein Wecker. Dieser eine Ton, der viel zu früh kommt und doch alles einläutet.
Um 03:30 Uhr wurde ich abgeholt. Ein letzter nächtlicher Blick auf Goa. 🌴🌙
    Es ging wieder zum Flughafen in Dabolim, der alte Militärflughafen von Goa.
    
Um 07:00 Uhr hob mein Flieger pünktlich Richtung Mumbai ab. ✈️
    In Dabolim Airport begann also offiziell die Heimreise und ein paar Stunden später saß ich schon am riesigen, geschäftigen Chhatrapati Shivaji Maharaj International Airport. Vier Stunden Aufenthalt. Zeit zum Beobachten. Zeit zum Realisieren.
    Natürlich wollte ich mir noch etwas typisch Indisches gönnen. Mein Plan: ein letztes Mal heimische Samosa. 😋 Doch dann kam ein Mitarbeiter auf mich zu und meinte: „You should try Vada Pav. A speciality of Mumbai“
    Vada Pav? Noch nie gehört.
    Aber ich habe ihm vertraut. Ich war offen und genau das liebe ich am Reisen: diese kleinen ungeplanten Momente. Vada Pav ist übrigens so etwas wie indisches Streetfood aus Mumbai -> ein frittiertes, leicht scharfes Kartoffelbällchen im Brötchen, mit Chutneys und Gewürzen. Klingt simpel. War aber absolut genial. 🤤 Ich war SO begeistert und einfach nur froh, dass ich mich habe ansprechen lassen. Dass ich nicht stur bei meinem Plan geblieben bin. Wieder eine kleine Erinnerung daran, wie schön es ist, offen für Neues zu sein. 🤗

    Um 13 Uhr ging dann mein Flug nach Frankfurt. Der Langstreckenflug war anstrengend. Viel Sitzen. Wenig Schlaf. Dieses seltsame Zeitgefühl irgendwo über den Wolken. Aber alles lief reibungslos. Keine Turbulenzen im Außen, nur ganz viel Bewegung im Innen.

    Und wisst ihr, was ich euch noch erzählen muss?
    Ich hatte vor der Reise so einen richtig unangenehmen, völlig unbegründeten Kopf-Bammel. Ich dachte ernsthaft: „Oh Gott, hoffentlich sitze ich im Flieger nicht neben Indern, die jedes Klischee erfüllen.“ Laut, kein Gefühl für Privatsphäre, intensive Gerüche.. Mein Kopf hatte da ein ganz eigenes Drehbuch geschrieben. Und dann? Nichts davon ist eingetreten. Gar nichts! Stattdessen entspannte, freundliche Menschen, respektvoll, ruhig, völlig unaufgeregt.
    Auf dem Rückflug saß neben mir ein deutsches, älteres Ehepaar. Maximale Distanz zwischen den Armlehnen. Diese sehr deutsche Zurückhaltung. Diese unsichtbare Grenze, die man bloß nicht überschreitet. Dazu unfassbar schlechte Flachwitze und plötzlich denke ich mir: Ich hätte jetzt so gern Inder neben mir. Wie verrückt ist das bitte?
    Dieses sehr korrekte, strukturierte, gradlinige finde ich wirklich bewundernswert. Es schafft Ordnung, Verlässlichkeit, Sicherheit, aber ich merke gerade, wie sehr ich mich nach dieser anderen Energie sehne, nach dem Lockereren, wärmeren, lauteren vielleicht sogar, nach diesem „Ach, wir rücken halt ein bisschen zusammen, passt schon“.
    Mir wird bewusst: Ich fühle mich in dieser entspannten, leicht chaotischen Art außerhalb Europas oft wohler. Nicht, weil es besser ist, sondern, weil es sich für mich lebendiger anfühlt. Echter, näher und trotzdem weiß ich natürlich, dass beides seine Vor- und Nachteile hat. Ordnung gibt Halt. Chaos gibt Freiheit!
    Vielleicht geht es am Ende genau darum: sich aus beiden Welten das mitzunehmen, was sich richtig anfühlt.
    Und mein Kopf? Der hat auf diesem Flug auf jeden Fall einiges dazugelernt
    Und jetzt? Jetzt liege ich hier, im Bett in Deutschland und ich weiß: Ich werde Indien vermissen. 🇮🇳🤍
    Die Wärme, das Chaos, die Gewürze in der Luft, die Kühe auf der Straße, die Tiere überall, die Menschen, die Gespräche, die Spiritualität, die dort einfach Alltag ist. 🕉️
    Indien hat mich nicht nur beeindruckt. Es hat mich berührt und während ich hier im Dunkeln liege, mit Jetlag und einem Herzen voller Erinnerungen, weiß ich ganz sicher:
Das war kein Abschied für immer.
    Nur ein „Bis bald“. ✨ Ich bin alleine hin, unsicher, lauter Kopf, angespanntem Körper. Jetzt flog ich zurück, 29 Jahre alt, stärker, klarer im Kopf, geerdeter, stolz, dankbar und voller Energie.
    Danke, Goa. Und danke an mich selbst, dass ich diesen Schritt gewagt habe.

    Namaste 🙏🏼
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    Trip end
    February 28, 2026