• A und E on the way
  • A und E on the way

WELTREISE A+E on the way

Un’avventura a tempo indeterminato di A und E on the way Leggi altro
  • …ein Restaurant zum Schlafen

    31 marzo 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 20 °C

    Montag, 31.03.2025
    Wir verabschieden uns von der netten vietnamesischen Familie aus dem Homestay, fahren die Dorfstraße entlang, und decken uns auf dem Markt noch mit Proviant ein.
    Dann ein wenig Bundesstrasse nicht so stark befahren ist sie heute ,die weitere Strecke am Meer entlang,durch die grünen Reisfelder.Es regnet wieder vermehrt,aber sehr moderat. Heute überqueren wir wieder 2 Flüsse über lange Brücken.
    Unsere Mittagspause machen wir bei einem Kulturzentrum mit Klo und neugierigen Jungs die ihre Englischkenntnisse ausgegraben haben und ca.2-3 Sätze mit uns sprechen. Wir wundern uns, das sie im Alter von ca. 12 noch nicht mehr Englisch gelernt haben.
    Unser Nachtlager ist diesmal was besonderes. Ein verlassenes Restaurant am Strand mit teilweise durchlöchertem Dach. Wir beschließen, im noch am besten erhaltenen Teil, der Küche unser Lager aufzuschlagen. Hier gibt es sogar noch eine geflieste Küchen- Arbeitsplatte,auf der sich unser Abendessen hervorragend zubereiten läßt. Das Zelt wird mit Mauersteinen an den Ecken beschwert, das Tarp an den Leerverrohrungen die an den Wänden entlang laufen.
    So liegen wir im Trockenen, als es in der Nacht wieder zu nieseln anfängt.
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  • Nacht im Casurina-Wäldchen

    2 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 19 °C

    Dienstag, 01.04.2025

    Wir haben erstaunlich gut geschlafen, es regnete durchs Dach unser Zeltboden war etwas nass. Aber wir blieben weitgehend verschont vom Regen.
    Danach geht es die Uferstraße entlang, durch kleine Dörfer an der Küste. Der Asphalt ist teilweise gebrochen und so ist kein so schnelles Vorankommen möglich, Es geht an vielen Friedhöfen vorbei, deren Architektur mir teilweise sehr pompös erscheinen.
    Alex gehts heute körperlich nicht so gut, noch immer etwas kraftlos und ein wenig schwummrig, Pille mit Paracetamol und Ibuprofen, zusammen fast 600mg.
    Wir kamen um 7h los, Frühstück bei einem Kulturvereinshaus im Dorf.Hier haben wir uns unter die seitliche Überdachung gesetzt. So konnten wir von der Straße her nicht so gut gesehen werden und in Ruhe frühstücken.
    Mittagessen in einer verlassenen Schule,
    Heute sind wir kein einziges Mal die große Straße mit den Lkws gefahren, viele kleine Dörfer, überall Menschen, die uns mit „Hallo“ grüßen.
    Unseren Nachtplatz finden wir neben einem Friedhof zwischen Küstenstraße und Meer, inmitten von jungen Casurinabäumen, etwas abgeschirmt von der Straße.
    Es gibt Bohnen,Salat und den Rest vom Reis, und übriges Brot.
    Alex geht es besser, er braucht keine Tabletten mehr.
    Er muss noch ein paar Mails und Anrufe tätigen, um für eine Baubewilligung alle positiven Eigentümer- Stimmen zu bekommen.
    Ich fühle mich im Zelt in der Natur wohler als in einer Bruchbude, das Meer brandet an den Strand. Und morgen lt. Bericht hoffentlich kein Regen mehr.
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  • Kreative Handwerker!

    2 aprile 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 21 °C

    Mittwoch,02.04.2025

    Heute wachen wir später auf, kommen um 7h weg. Gefrühstückt wird direkt im Dorf, neben einem Supermarkt, bei dem wir uns vorher mit Obst eingedeckt haben. Hier dürfen wir auch alle unsere technischen Gerätschaften mit Strom laden.
    Dann gehts weiter, wir fahren heuten ausschließliche Nebenstraßen, Küstenstraße, durch kleine Dörfer, sehen das aufgewühlte Meer abern nicht.
    Ganz viele Friedhöfe mit punkvollen Grabstätten säumen unseren Weg.
    Mittagsrast an einem Tempel mit schönen Mosaiken, aus Geschirr und Flaschen, Die vietnamesischen Handwerker sind sehr kreativ.
    Gestern abend machte ich noch die Route für heute und morgen. Morgen wird hart, unser erster Paß, 724 m hoch, 7 km Auffahrt stehen an.
    Gegen Abend passieren wir noch eine Brücke, viel Dschungelwald links den Hang hinauf, und Reisfelder vor dem Meer, viel zu nass zum Zelten.
    Aber bei einer alten Schule die verlassen ist, geht ein Weg vorbei, ein Fluss fliest hier auch, und in einem kleinen Waldstück findet sich ein ebenes Plätzchen zwischen den Bäumen. Wir räumen noch die vielen Steine weg, kochen und stellen dann das Zelt auf. Abwaschen gehe heute ich im Fluss. Hurra, viel Wasser!
    Leider ist unser Internet miserabel.
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  • …über den Hai Van Pass!

    3 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 21 °C

    Donnerstag,03.04.2025

    …über den Paß

    Wir haben einigermaßen gut geschlafen. In der Früh weckt uns das Gegacker der Hühner,die schon im Wald unterwegs sind, um ihr Frühstück aus dem Boden zu scharren.
    Wir packen alles zusammen und um 7:30 kommen wir heute los. Es geht gleich mal mit einem kleinen Anstieg los. Nach ca. 7 Kilometer machen wir diesmal schon Frühstückspause bei einem sehr desolaten Gemeindehaus.
    Gerade als wir uns auf die Stufen setzen, kommt ein Mopedfahrer, stellt sein Gefährt neben das Haus, sperrt das Schloss auf und wir hören es drin herrumrumoren.
    Alex kann noch das wichtige Mail losschicken, das gestern nicht durchging.
    Dann geht es weiter auf der großen Straße. Plötzlich ein Tunnel, ca. 350 m lang, Wir werden aufgehalten, dürfen nicht weiter fahren, nur für Mopedfahrer,Pkws und Lkws. Für Radlfahrer und Fußgänger verboten.
    Der Mann vom Tunnel - Sicherheitspersonal sagt wir müssen den langen Umweg fahren. Ich hab überhaupt keine Lust umzudrehen! Ich reg mich voll auf, deute auf die Mopedfahrer. Alex sagt zu mir: „ Fahr los“: Und wir beide fahren, treten wie irre in die Pedale, sind fast so schnell wie die Mopedfahrer. Ich hab fast keine Puste mehr, als ich den Tunnelausgang erreiche. Alex ist hinter mir. Wir haben den Tunnel geschafft.
    Da kommt plötzlich ein Moped mit dem Mann vom Tunnelpersonal mit einem Fahrer. Wir starten gleich wieder los, als wir sie näher kommen sehen. Sprinten davon mit unseren schweren Rädern.
    Plötzlich bleiben sie stehen, drehen um und verfolgen uns nicht länger.
    Wir fahren weiter, eine irrel lange Gerade in einer Ebene. Da schon wieder ein Tunnel. Und schon wieder Sicherheitspersonal. Der steht mitten auf der Straße, hat schon auf uns gewartet. Ok, nun geben wir W.O. Wir nehmen die kleine Paßstraße, statt dem Tunnel, ein kleiner Vorgeschmack auf den großen Hai Van Pass mit seinen 734 hm.
    Dann noch einen See umrunden und es geht unerbittlich bergauf. Es sind ca. 10 km, mit ca.8% Steigung. Es beginnt schon am Fuße des Passes leicht zu nieseln. Das bleibt auch so, bis wir fast ganz oben sind. Wir brauchen ca. 2,5 Std, mit 30 Minuten Mittagspause unter der Regenpelarine am Straßenrand, 3 kleine Pausen dazwischen. Kurz bevor wir den Peak erreichen, haben wir dichten Nebel! Wir erreichen froh und geschafft den Sattel. Gönnen uns vorher noch einen heißen Tee und Pringels in einem Imbiss. Dann geht es nur mehr bergab bis Da Nang.
    Für mich ist das Schönste am Rauffahren, das Runterdüsen. Wir haben uns oben noch das nasse Zeug umgezogen und sind nun trocken und warm eingepackt für den Downhill.
    In der Stadt angekommen, ist es gleich mal 6° wärmer, also alles wieder ausziehen.
    Nun geht es in die beiden Outdoorgeschäfte der Stadt, Gaskartuschen einkaufen.
    Ich lasse im 2. Geschäft leider meine Radlhandschuhe liegen.
    Einkaufen muss auch noch sein. Eine nette Vietnamesin auf dem Motorroller fährt uns vor, und so erreichen wir den Lotte Mart.
    Dann gehts ins Hotel, wir kochen uns Spagetti mit Sauce und Salat und essen noch ein wenig Durianfrucht, die wir am Straßenrand erstanden haben.
    Jetzt sind wir aber schön geschlaucht. Richtig streichfähig. Nach dem Duschen nur mehr ins Bett. Schreiben und dann Schlafen.
    Ach ja, morgen holen wir dann noch meine Handschuhe und einen tollen Adapter für die Kartusche im Outdoorgeschäft ab.
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  • Wir, Hoi An,und das Glück

    6 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Freitag, 04.04.2025 bis Montag, 07.04.2025

    Wir lassen es heute gemütlich angehen, frühstücken noch in unserem großen Zimmer, danach noch ins Radlgeschäft, Handschuhe abholen und doch noch ein paar wichtige Kleinutensilien fürs Campen erstanden.
    Dann haben wir noch ca. 25 km nach Hoi An. Das ist eine tolle Altstadt mit niedrigen alten Häusern an einem Fluss. Wir haben dort für 2 Nächte gebucht.
    Unterwegs besorgen wir noch Essen. Die erste Anfahrt zum Hotel geht leider in die Hose. Wir haben uns eine falsche Adresse eingegeben. Und ich merke, ich muss oft aufs WC, und es brennt. Was ich eigentlich zuerst auf die Bergauffahrt auf den Pass zurückgeführt habe, entpuppt sich nun als Harnwegsinfekt.
    Wir kommen zu unserem schönen Hotel, mit Badewanne im Zimmer. Ich will in die Apotheke, doch Alex meint ich soll gleich ins Krankenhaus gehen, das nur 400 m entfernt liegt.
    Dort komme ich sofort dran, mein Blut und Urin wird untersucht, und ich habe einen schweren Harnwegsinfekt ausgefaßt. Sogar mit Blut im Urin. Ich soll eine Nacht da bleiben, und bekomme gleich mal Antibiotika intravenös.
    Ich habe auch eine nette Bettnachbarin aus Holland, die seit 4 Tagen hier liegt, und Spritzen gegen ihren äußerst schmerzhaften Ischias bekommt.
    Die Ärzte sind äußerst kompetent, können gut Englisch, und auch die Schwestern sind sehr lieb und können sehr gut Spritzen verabreichen und Zugänge legen. Es tut fast nicht weh.
    So verbringe ich die erste Nacht im Spital statt in unserem schönen Hotelzimmer.
    Das Frühstück ist dürftig, und nachdem mich der Arzt um 7h schon besucht hat,ich noch einmal an den Tropf gehängt werde für meine 2. Portion Antibiotika, darf ich mit Arztbrief und Antibiotikatabletten für 5 Tage nach Hause gehen.
    Dort wartet Alex mit einem guten Frühstück auf mich. Ich bin ziemlich schwindlig von den Tabletten, und leg mich ins Bett.
    Am nächsten Tag fühle ich mich besser und mache um 7h früh mit meinem Rad eine Ausfahrt in die Altstadt. Ich kann tolle Fotos machen und die Atmosphäre in den noch nicht überlaufenen Straßen begeistert mich.
    Am Markt kaufe ich etwas Obst ein. Hier ist schon sehr viel los und viele Einheimische sind unterwegs. Dann gehts wieder zurück, es gibt gutes Frühstück, meine Tabletten danach und ausruhen ins Bett.
    Am Sonntag wollen wir ins vegane Restaurant essen gehen. Alex sucht sein Geldbörserl und findet es nicht. 2 Stunden lang durchsuchen wir das ganze Zimmer, räumen alles aus und wieder ein, drehen jedes Teil um. Es bleibt verschwunden. Ans Abendessen ist nicht mehr zu denken, die Lust darauf ist uns vergangen. So machen wir uns auf den Weg, um auf der Straße,die zum Supermarkt führt, wo Alex das letzte Mal mit der Visakarte aus dem Börserl bezahlt hat, jeden Shop abzuklappern und auch dort nochmals zu fragen. Und wir haben unglaubliches Glück! Eine Hotelangestellte, die ich auf meiner Suche frage verneint zuerst, kommt aber nach 5 Minuten mir nachgelaufen, und zeigt mir ein WhatsApp mit dem Foto von Alex Geldbörserl mit unserer Visitenkarte drauf. Ihr Chef hat sie auf der Straße gefunden und es all seinen Angestellten geschickt. Und sie hat uns auf Grund des Fotos erkannt.
    Wir sind total happy,und holen das Börserl in einem Eckgeschäft von ihrem Chef direkt ab. Dieser verweigert den Finderlohn, den Alex ihm geben will. Wir kehren nochmals zu der netten Angestellten zurück, wollen ihr den Finderlohn geben, doch auch sie will ihn nicht annehmen. Wir sind immer noch geflasht von so viel Ehrlichkeit,und Fremdenfreundlichkeit und machen noch ein Erinnerungsfoto mit 3 total glücklichen Menschen!
    Wir kehren zum Hotel zurück, wollen noch eine Nacht verlängern, und erfahren, daß wir das können, aber 2 Stock höher umziehen müssen. Auch gut.
    Zur Feier des Tages gehe ich noch zum Friseur und lasse mir die Haare ein wenig schneiden. Jetzt sind sie nicht mehr so struppig und fühlen sich wieder gesund an.

    Wir essen zu Abend und lassen den Tag chillig ausklingen.
    Am nächsten Morgen ziehen wir also einen Stock höher. Dafür werden wir heute Abend essen gehen ins vegane Restaurant.
    Mhhh, wir haben sehr gut gegessen. Während Alex sich noch in die Badewanne schmeisst, gönne ich mir einen Kosmetiksalon und danach noch eine Massage.
    Herrlich!
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  • …endlich wieder unterwegs!

    8 aprile 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Dienstag,08.04.2025

    Wir kommen erst spät los, es ist schon 8:00. Beim nahegelegenen Supermarkt Moonmilk,übrigens sehr gut sortiert, decken wir uns nochmals ein. Es ist fast 9:30, als wir schon ziemlich hungrig an einem kleinen See halt machen und dort frühstücken.
    Die Sonne heizt heut herunter, ich fahre mit kurzer Hose und langen Ärmeln wegen dem Sonnenschutz. Alex lang lang. Meinem Harnwegsinfekt gehts besser,Schmerzen sind weg, und auch die Antibiotika vertrage ich nun besser.
    Die ca. 75 km heute waren eigentlich sehr nett, da die Lkws weggefallen sind.
    2 Mal mussten wir mit dem Rad die Fähre benutzen, da wir ganz nah an der Küste entlangfahren und diverse Wasserarme im Meer enden. Viele runde Boote, typisch vietnamesisch fallen mir ins Auge.
    Bei einem Kulturhaus essen wir wieder mal zu Mittag. Es ist ca. 14h. Um 15h gehts weiter, wegen der Fährtransporte kommen wir erst gegen 17 h an unserem angepeilten Endpunkt an. Wunderschön hier, Blaues Meer, und eine kurze Abkühlung geht sich auch noch aus. Wir werden ziemlich sandig, da uns die Brandung samt Sand auf den Strand ausspuckt. Jetzt gehts noch den Hügel hoch, auf die gefundene Wiese zum Zeltaufstellen. Die Sterne leuchten, der Mond ist hell genug, und sogar ein paar Leuchtkäfer sind unterwegs.
    Heute werden wir gut schlafen, die Brandung unter uns, wir oben auf der Anhöhe.
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  • … keep on riding Vietnam‘s coastline

    9 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 28 °C

    Mittwoch, 09.04.2025

    Unser Zelt ist heute außen waschelnass. Kondenswasser aus dem Meer. Um 6:00 sind wir abfahrbereit. Der Sonnenaufgang über dem Meer ist atemberaubend schön!
    Es geht die Küstenstraße am Meer entlang. Wir haben uns heute auch wieder ca. 73 km vorgenommen.
    Heute meiden wir die große Straße, und ein paar Brückenüberfahrten sind auch wieder dabei. Ich sehe viele runde Boote. Diese werden von den Fischern selbst gebaut , bestehen aus geflochtenen Matten eines Baumes oder Grases und werden mit Polyester wasserfest gemacht.
    Während wir so durch die Dörfer fahren, hören wir immer wieder laute Musik. Die Vietnamesen lieben Karaoke. Und an jeder Ecke kann man sie singen hören. Sie singen laut,falsch und grauenhaftigst. Und die Musikboxen sind größer als ihre Eingangstüren. Diese haben sie davor aufgestellt, um alle vorbeifahrenden Menschen mit ihrem Gesang zu beschallen.
    Um 9h machen wir Frühstückspause, sitzen im Schatten eines neu gebauten WC-Häuschens, direkt an einem kleinen Bacherl und sehen über die herrlich grünen Reisfelder, die in den schönsten Grüntönen leuchten.
    Nachmittags kommen wir an einer riesigen Statue einer indischen Göttin vorbei, die gerade in Bau ist. Wir schätzen sie ca. 70 m hoch, noch dazu steht sie auf einem Hügel und blickt auf die Brücke und den Fluss. Wir machen im Park vor der Brücke unser Mittags-Dinner und können direkt an den vielen Wasserentnahmehähnen im Park unseren Kopf abkühlen und unser Geschirr abwaschen. Herrlich, endlich nicht Wasser sparen müssen.
    Wir radeln weiter,über die Brücke und noch bevor ich von der Brücke runterfahre bemerke ich, daß mein Hinterreifen schon wieder einen Patschen aufgerissen hat.
    Noch direkt auf der Brücke ist mein Lieblings-Service-Mann zur Stelle und wir können gemeinsam einen neuen Schlauch einpflegen. Weiter gehts durch viele Dörfer, und viele Reisfelder. Es ist schon fast 17 h, als wir inmitten von Reisfeldern einen kleinen Wald mit höheren Bäumen sehen. Ein kleiner Weg führt durchs Reisfeld, total schmal, und links und rechts steht der Reis im Wasser. Und auch wir beide müssen in den Schlamm reinsteigen. Der Weg zum Wald ist durch eine Wasserrinne unterbrochen, durch die wir die Räder durchschieben müssen. Endlich, einen Platz unter den Bäumen gefunden, egal, dass die Schuhe gatschig sind und stinken.
    Heute bin ich so müd, dass Schreiben für mich nicht mehr drin ist.
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  • … ein Tag mit vielen Features

    10 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 29 °C

    Donnerstag, 10.04.2025

    Wir kommen heute um ca. 6:45 h aus unserem Wäldchen wieder auf die Straße. Haben es sogar geschafft,unsere Räder auf dem schmalen Damm zwischen den Reisfeldern so zu bugsieren, dass wir nicht ins Wasser steigen mussten.
    Wir haben die Räder leichter gemacht und unseren Rucksack auf den Rücken genommen. Vormittags gehts durch Dörfer, und das ist wirklich nett.
    Um ca. 8:30 haben wir schon riesigen Hunger, und da wir die große Fernstraße erreicht haben, besuchen wir unsere Lieblings-Tankstelle. Diese ist ausgestattet mit Herren und DamenWC, einer ganzen Reihe Waschbecken und Duschen!. Wir können unsere Powerbanks dort laden, während wir beide eine Dusche nehmen und unser Frühstück im Schatten des Gebäudes zubereiten und hungrig verspeisen.
    Beim Verlassen der Tankstelle sehen wir einen LKW-Fahrer, der gerade seine Reifen dort wäscht. Das ist die Gelegenheit, und so bekommen unsere dreckigen Drahteseln, die schon höchst notwendige Reinigung.
    Heute ist es wieder sehr heiß und wir sind froh, unseren Reis-Strohhut über unserem Radlhelm als Schattenspender zu haben.
    Das Platzlfinden fürs Mittags-Dinner gestaltet sich wieder mal nicht einfach. Kein Platz, überall Leute. Da, zwischen den Gräbern ein schmaler Weg und dahinter eine Wiese mit schattenspendendem Baum.
    Doch die Ruhe ist trügerisch! Plötzlich taucht ein sichtlich leicht geistig behinderter älterer Mann auf, welcher um uns herumspringt, unsere Picknickplane zurechtzupft und ganz viel immer die gleichen Töne von sich gibt. Alex Diva ist auch leicht angespannt, hat schon einen Mordshunger und will in Ruhe Reis kochen.
    Irgendwie gelingt es uns, einfach unser Essen herzurichten ohne viel Notiz und noch mehr Aufmerksamkeit auf uns zu richten. Da wir ihn nicht beachten, läßt er uns bald in Ruhe Essen zubereiten und als wir zu Essen beginnen, hat er sich bereits getrollt.
    Ja, keine so leichte Situation.
    Danach gehts noch 23 km weiter bis wir die Meeresküste endlich erreichen. Nun muss noch ein Schlafplatz her. Den finden wir in einer Sackgasse, diese endet an einem schönen Strand, natürlich mit Karaoke-Bar und tollen Sängern, die uns heute in den Schlaf singen werden.
    Davor gibts noch ein abkühlendes Bad im Meer, Temperatur ca. 19-20°, Zeltaufstellen im Sand, was auch eine kleine Herausforderung ist. Heute haben wir beide Räder zum Spannen des Tarps auf jeder Seite benutzt.
    Plötzlich, während wir alles herrichten, dringt beißender Rauch zu uns herrüber.
    Ich geh nachschauen, sehe wie jemand Feuer gemacht hat und dann wieder verschwindet.
    Ich lösche den Gluthaufen mit Sand. So! Jetzt können wir ohne Rauchgasvergiftung unser Zelt am Strand beziehen.
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  • Sand und Wind

    11 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Freitag, 11.04.2025

    Wir sind um 5:00 munter. Noch ist es dunkel, während Alex unseren morgendlichen Grüntee zubereitet, sitze ich im Zelt und lege all unsere Utensilien zusammen.
    Meist ist es dann schon gut hell. Wir kämpfen uns mit unseren schwer bepackten Rädern durch den Sand zurück auf die Straße.
    Gleich frühmorgens gehts durch liebliche Dörfer in Strandnähe, mit viel Grün und dazwischen Reisfelder. Es ist wundervoll, hier entspannt früh morgens durchzuradeln. Ein paar kleine Anstiege haben wir auch zu bewältigen.
    Aber inzwischen haben sich unsere Oberschenkel darauf eingestellt.
    Heute sind wir halb in Dörfern und halb auf etwas dichter befahrenen Straßen unterwegs.
    In diesem zentralen Teil von Vietnam gibt es definitiv keinen Tourismus und wir haben eine gute Perspektive auf die Lebensweise der Menschen hier.
    Die Frauen, meist weniger die Männer arbeiten in den Reisfeldern, wo sie Unkraut entfernen. Wir passieren grüne Felder mit Chilli-Stauden, und sehen danach wie diese überall wo es ebene Flächen gibt getrocknet werden.
    In einem Fischerdorf fuhren wir zurück auf die größere Hauptstraße und auf dem 3 m breiten Gehsteig wurden silberne Fischchen getrocknet. Beim Vorbeifahren zieht einem der Fischgeruch in die Nase.
    Auch Reis wird überall getrocknet, kann sogar sein, daß es nur mehr einen Fahrbahnstreifen gibt, weil am anderen die Planen mit dem zu trocknen aufgestreuten Reis platziert sind. Ab und an sehen wir die Leute mit Schubern den Reis umschichten.
    Unser Mittagsdinner haben wir um ca. 14h auf einem Friedhof eingenommen. Es war der einzige Platz, der mit einem großen Grabmal, das sich gerade in Bau befand, genug Schatten warf. Jedoch war ein stärker Wind aufgekommen, der uns den Sand des Friedhofs in unseren Salat,in unseren Reis mit Bohnen und in unsere Kleidung blies.
    Eine gute Kombination, wenn sich die Vaseline mit dem Sand in der Radhose zur Peelingpaste vermischt.

    Am späteren Nachmittag, auf einem langen Abschnitt an einer breiten Küstenstraße, die sehr wenig befahren war, hatten wir mit starkem Gegenwind mit bis zu 34 km/h zu kämpfen. Stellenweise hatte ich das Gefühl ich fahre grad mal 3 km/h. Da kann ich nur mein Hirn ausschalten, mir motivierende Musik wie ABBA oder so einschalten und einfach nur treten.
    Genau auf dieser Straße zweigte eine kleine Sandstraße ins Gelände ab und diesen nutzten wir sofort. Hier fanden wir zwischen jungen Casurina-Bäumen einen ebenen,sandigen Schlafplatz.
    Alex hatte noch 3 Wasserflaschen gekauft, und eine verwendeten wir nun zum Duschen. Wir füllten das Wasser in meine Radflasche um und hatten so einen perfekten Duschstrahl, mit dem wir die Peelingmaske entfernen und uns mal richtig fein duschen konnten. Alex teilt immer ganz lieb mit mir, er einen halben Liter Wasser und ich bekomme einen Liter.
    So erfrischt schliefen wir nach dem anstrengenden Tag bald ein.
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  • Ruhetag in Quy Nhon

    12 aprile 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 32 °C

    Samstag und Sonntag ,12. und 13.04.2025

    Heute haben wir ca. 52 km nach Quy Nhon, unser Appartment wartet dort schon auf uns, und deshalb sind wir sehr motiviert, als wir frühmorgens von unserem Zeltplatz starten.
    Heute ist die Strecke sehr abwechslungsreich. Kleine Hügel mit moderaten Downhills wechseln sich ab. Frühstück gibt es im Schatten eines großen Baumes neben einer alten Grabstätte. Während wir dort sitzen, kommt sogar jemand, säubert die Stufen, zündet Räucherstäbchen an und leert in 2 leere kleine Schalen Wasser ein und stellt das schöne Wassergefäß daneben ab.
    Das sind schon sehr eigene Rituale für die Verstorbenen.
    Um ca. 12h erreichen wir die Stadt Quy Nhon, klappern noch 3 Radlgeschäfte ab, da Alex noch neue Radhandschuhe braucht, die kein Loch am Handrücken aufweisen, wo er einen Sonnenbrand bekommen kann. Wir finden die richtigen Handschuhe für meinen Schatz.
    Wir heben Geld beim ATM ab, und verfallen im Coop-Mart in einen Kaufrausch.
    Nudeln,Sugo,Nüsse,Pringels, Obst, Joghurt,Gemüse, Wasser, das alles brauchen wir für unsere kurze Ruhepause im gemieteten Apartment.
    Jetzt noch ein kaltes, prickelndes Soda in die Kehle gezischt und voller Freude fahren wir schwer bepackt die letzten Meter bis ins Hotel.
    Unser Apartment ist phenomenal, 70m2 mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern,Wohnzimmer, Küche, kleinem Balkon mit Waschmaschine für 2 Tage um €20!
    Im 10. Stock mit Meeresaussicht läßt es sich hier gut chillen und erholen.
    Alex bestellt noch ein paar wichtige Sachen zur Mama nach Hause, die wir hier nicht bekommen.
    Waltraud ist inzwischen Profi, was das Verschicken von Waren ins Ausland betrifft und wir sind sehr,sehr dankbar, dass sie das so wahnsinnig sorgfältig,weitsichtig verpackt und an uns versendet.
    Auch unsere 30-tägigen Visas für Kambodscha hat Alex schon beantragt.
    So ruhen wir uns aus und sind morgen wieder „On the road again“
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  • …mein Material leidet!

    14 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 28 °C

    Montag, 14.04.2025

    Wir holen unsere Räder aus der Garage und los gehts. Heute befahren wir die gut frequentierte Hauptroute. Auch ein paar Bergauf-Anstiege haben wir wieder zu bewältigen.
    Nach einer Abfahrt bemerke ich wieder mal einen Patschen im Hinterrad. Gemeinsam bauen wir die Räder aus, tauschen den vermeintlich kaputten Schlauch gegen einen geflickten aus. Und dann gehts weiter. Bei einer Radlreparatur-Werkstatt am Wegesrand fragen wir nach einem neuen Schlauch für meine Reifendimension. Tatsächlich hat er einen. Er ist zwar dünner als meiner, aber auch ein 28“. Besser vielleicht als gar kein Schlauch, also nehmen wir in mit. Auch Pickzeug hat er, das kaufen wir ebenfalls. Wir suchen uns einen Frühstücksplatz mit Schatten.Dann packe ich das Rad wieder auf und da stellt sich heraus, dass nun auch aus diesem Schlauch die Luft ausgeht. Mein Hinterradl hat schon wieder einen Platten! Himmel! Ich hab jetzt nur mehr einen geflickten Schlauch, einen kaputten,ungeflickten Schlauch.

    Gott sei Dank ist uns gegenüber eine Werkstatt für irgendwelche Maschinen.Ich bitte den Besitzer um ein großes Schaffel mit Wasser, damit wir die 3 Schläuche die wir noch haben kontrollieren können, wo sich die Löcher befinden. Alex findet in 2 Schläuchen die Löcher, kann sie reparieren. Ein Schlauch ist total ok.
    Wir wechseln auch Schlauch und Mantel vom Vorderrad auf das Hinterrad. Denn der Mantel ist inzwischen auch schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden.
    Denn Gepäck und Kilometeranzahl machen sich am Hinterrad nun sichtlich bemerkbar.
    Wir bestellen auch gleich noch 2 neue Mäntel mit passenden Schläuchen per Amazon zu Alex Mama, damit sie diese wieder an uns schicken kann. Denn hier in Vietnam ist meine Dimension nicht wirklich zu bekommen.

    Mit einem etwas mulmigen Gefühl, setzen wir uns wieder in die Sättel. Doch die Luft hält in den Reifen! Dennoch fahre ich verhalten, weiche spitzen Schottersteinen und Glassplittern auf der Straße nun noch achtsamer aus als vorher.

    Als es wieder Mittags-Dinner-Zeit ist, finden wir diesmal nur unmittelbar an der Straße einen schattigen Platz unter einer senkrechten kleinen Felswand. Da die Sonne fast senkrecht steht, ist es um diese Zeit schwer etwas Schatten zu finden.

    Zwei Stunden später finden wir in der Nähe eines Strandes in einem Casurina-Wald einen Schlafplatz. Eben, mit Gras. Die Zeltharinge halten gut, und das Tarp konnten wir sogar zwischen 2 Bäume spannen.
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  • … doch noch nicht auskuriert

    15 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 28 °C

    Dienstag,15.04.2025

    Um 1 Uhr nachts wache ich auf, danach noch 2 x und ich bemerke das meine Infektion wieder aufgeflammt ist. Ich rufe Lena in Wien an, bei ihr ist es ja erst 20h.
    Auf ihren Rat hinauf nehme ich ein Ibuprofen und kann so wenigstens noch bis 5h früh schlafen. Ich wache kurz nach Alex auf, und wir beschließen nochmals 4 Nächte uns auszuruhen und ein Appartment zu mieten, und ich werde in Tuy Hoa nochmals ins Spital gehen.
    Heute nehmen wir ausschließlich die Fernstraße. Wir machen Frühstückspause bei einer Tempelanlage, die mit einem netten Essplatz unter riesigen Bäumen, einem bewohnten Gebäude mit Hundewelpen und netter Besitzerin und einem WC bei und punkten kann.
    Herrlich, endlich mal wieder an einem Tisch sitzen und essen. Das gibts normalerweise nur in einem Appartment.

    Heute haben wir 37 km zu absolvieren bis Tuy Hoa, und während Alex für uns eincheckt und einkaufen geht, statte ich dem Spital einen Besuch ab.
    Da es ca. 12:30 ist muss ich in der Erstaufnahme eine Stunde warten, bis die Ordination um 13:30 aufsperrt.
    Ich werde dort sehr bevorzugt behandelt, komme überall fast gleich dran und alle sind unheimlich nett, begleiten mich zu jeder Untersuchung und warten dort auf mich.Ich bekomme nochmals einen Ultraschall und muß eine Urinprobe abgeben. Eine ganz liebe junge Ärztin erklärt mir dann meine Untersuchungsergebnisse.
    Ich hab noch ein wenig Blut im Urin, aber meine Werte sind um einiges besser als bei meiner 1. Erkrankung. So bekomme ich keine Antibiotika mehr. Eine Spülung, viel Trinken und Ruhe geben werden meinen Harnwegsinfekt in den nächsten Tagen heilen.

    So mache ich mich wieder auf ins Hotel, wo ich hungrig die beste Baguette von Vietnam mit Käse, harten Eiern und viel Gemüse als Dinner verspeise.
    Danach noch Wäsche waschen, meine Radlhose bekommt ein extra Treatment mit abgekochtem Wasser.
    Alex entspannt in der Badewanne mit herrlichem Ausblick aufs Meer vom 21. Stock aus. Ein sehr nettes, kompaktes Appartment.
    Also Ruhe geben und auskurieren. Viel Trinken, ist angesagt.
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  • Genesungs- und Arbeitstage in Tuy Hoa

    17 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Mittwoch, 16.04.2025 bis Freitag 18.04.2025

    Wir haben gechillt,geschlafen, gegessen und und ausgeruht.
    Das Visum für Kambodscha ist gestern per Mail eingetroffen.

    Und eine schlechte Nachricht ebenso. In den WhatsApp Foren poppte eine Information auf, das man mit dem eigenen Wagen nicht von Malaysia per Schiff nach Indonesien kommt. Wir können also nicht wie geplant von Kuala Lumpur mit der Fähre nach Sumatra fahren und dann weiter Island-Hopping machen.
    Wir müssen zuerst auf die geteilte Insel Bormeo verschiffen (Malaysia und Indonesien teilen sich diese Insel) und dort auf dem Landweg nach Indonesien gelangen. Dann uns weiter nach Sumatra verschiffen lassen.
    Das ist definitv ein Umweg. Haben heute bereits 5 verschiedene Schifffahrtsgesellschaften wegen eines Angebotes kontaktiert.

    Aber es gibt auch tolle Nachrichten aus der Heimat. Mein Sohn Leon ist mit den Zeller Eisbären in der Alps Hockey League Meister geworden. Sein Zwillingsbruder Lorenz hat ihn tatkräftig unterstützt und voller Emotionen seinen Sieg mitgefeiert.
    Da ist mir im fernen Vietnam mein Herz übergegangen, und ich wäre liebend gerne dabei gewesen!

    Ich hoffe das Beste und freu mich schon, daß es morgen wieder weitergeht.
    Es stehen wieder mal ein paar Höhenmeter an.
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  • Hitzeschlag?

    19 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 30 °C

    Samstag,19.04.2024

    Wir kommen um ca. 7h weg, lassen den riesigen Apartmentkomplex hinter uns. Wir passieren die Stadt, und dann geht es auch schon bergauf. Wahnsinn!
    Bei einem kleinen See unter Bäumen machen wir Frühstücksrast.
    Heute ist nochmals in der Mittagshitze ein Berg zu bewältigen. Trotz Abkühlung meines Kopfes bei jeder verfügbaren Quelle, es waren 2, glaub ich mein Herzschlag geht durch die Decke. Gefühlt hat es für mich 35°. Oben angekommen, bietet einzig ein Baum vor einer Kaserne Schatten. Den nehmen wir, und wir dürfen uns mit Erlaubnis eines Soldaten dort erholen. Mein Kopf ist überhitzt, von Sonne und Anstrengung. Leider merk ich, das ich Kopfweh bekomme.
    Gegen Abend finden wir zwischen Dörfern und Reisfeldern ein verlassenes Grundstück mit einem zerfallenen Haus. Von der Straße führt ein kleiner Pfad auf eine ungepflegte Wiese. Hier werden wir das Zelt aufbauen. Alex geht sich im nahen Flüsschen noch abkühlen,. Ich bin zu geschafft und werfe Kopfschmerztabletten ein. Es braucht eine ganze Weile, bis es mir bessern geht.
    Dann kann ich endlich einschlafen. In der Nacht sinkt die Temperatur nur auf 26°.
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  • …was für ein Tag!

    21 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 26 °C

    Sonntag, 20.04.2025

    Keine Kopfschmerzen mehr! Mitten in der Nacht hab ich noch einmal Ibuprofen eingeworfen. Hatte zuviel Sorge morgen immer noch nicht fit zu sein.
    Heute sind es wieder ca. 85 km. Wir fahren die große Straße, und plötzlich hab ich wieder einen Platten am vorderen Reifen. Und wir haben während unserer Ruhetage verabsäumt meine kaputten und geflickten Reifen nochmals zu kontrollieren. Das rächt sich jetzt. 2 x wechseln wir auf die geflickten, wieder ein Platten, dann nehmen wir den kleineren Schlauch, den wir noch erstanden haben. Wir müssen ihn so stark aufpumpen, daß er den Mantel auffüllt. Ich fahre genau 100 m, dann ein lauter Knall!
    Der ist auch hinüber.
    Wir suchen uns erneut einen Schattenplatz, dann bitte ich eine Vietnamesin um einen Eimer Wasser.
    Wir machen uns nochmals über die 3 Schläuche her. Kleben neue Flicken auf und überprüfen dann gleich nochmals die Dichtigkeit.
    Endlich! Jetzt hält er. Aber in der nächsten Stadt müssen neue Schläuche in genau meiner passenden Dimension her.
    Wir trennen uns in Cam Ranh. Während also Alex 6 Bikestores abklappert und endlich genau meine 2 neuen Schläuche findet, mache ich noch Vorratseinkauf.
    Vereinbarter Treffpunkt ist der Endpunkt unserer Bergfextour. Sollte jedoch vorher ein Schlafplatz auftauchen, rufen wir uns gegenseitig an.
    Ich fahre also schwerst bepackt los und suche vergeblich an 2 verschiedenen Stellen,wo ich glaubte einen Schlafplatz zu finden.
    Alex hat mich indes überholt, ist vor mir, als ich mich bei ihm melde. Shit! Hab ihn zu spät angerufen!
    Jetzt muss ich treten was das Zeug hält. Noch dazu geht es steil bergauf. Mit allem was ich eingekauft habe. Jesus! Ich bin zornig, schimpfe,trete, plage mich!
    Noch dazu zieht noch in der Dämmerung ein Campingplatz auf der anderen Straßenseite an mir vorbei, Alex hat ihn gesehen, aber gekonnt ignoriert.
    Zu guter Letzt, ist es dunkel, als ich Alex endlich erreiche. Er hat auf einem schmalen Bergaufpfad neben der Straße dann doch eine ebene Stelle gefunden.
    Ich bin so fertig!
    Genau an unserem Zeltplatz sind viele Steine und Schneckenhäuser, mit Kalkverschlusskappen, die sehen aus wie die Naxosaugen von meinem Papa, die er immer in Griechenland am Strand gesammelt hat. Ich steck sie ein, bin versöhnt mit dem Schlafplatz, wasche mich noch und versorge meinen brennenden Po.
    Und bin total happy, das Alex mir die 2 Schläuche besorgt hat.
    Auch Alex hat sich geplagt, konnte auf der anderen Seite Zeltplätze ausmachen, diese waren jedoch baulich durch Fahrbahnstreifentrennungen nicht zu erreichen.
    Und musste so viel weiter fahren als wir beabsichtigt hatten.
    Jetzt nur mehr schlafen. Morgen ist ein neuer Tag!
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  • …treten,treten,treten…..

    22 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

    Montag, 21.04.2025
    75,10 km
    Wir kommen schon früh weg. Einen Zupfer geht es noch bergauf, dann ein langer Downhill. Das ist das Beste am Bergauf-Fahren. Heute fahren wir nur Bundesstraße, aber es ist ok. Wir kommen gut voran. Gefrühstückt wird im Schatten eines Hauses. Und ich bin froh, das meine Packtaschen wieder leerer werden, und mein Rad leichter. Bei einer Tankstelle können wir eine Dusche nehmen. Endlich viel Wasser und Seife. Wobei der Effekt nach 5 Minuten Radfahren schon verpufft ist.
    Heute wir einige Wasserentnahmemöglichkeiten. Mal eine Toilette an den vielen Tankstellen entlang der Bundesstraße oder auch einen Schlauchanschluss bei einer Moschee. Man bekommt bei einem heißen Kopf schon einen richtigen Wasserschlauch-Such-Blick.

    Zur netten Abwechslung fallen einem dann auch an solchen Plätzen die kleinen süßen Hundewelpen ins Auge, die mit einem dünnen Faden bei der Tankstelle angebunden sind, damit sie keiner überfährt.
    Wir machen heute mehrmals Rast, besorgen uns gekühltes Wasser, manchmal bekommen wir sogar ein paar Eiswürfel in unsere Thermos.
    Das ist totaler Genuss so kaltes Wasser die dürstende Kehle hinunterzuschießen. Da macht Trinken ja richtig Spass. Da wir fast alles rausschwitzen, müssen wir natürlich auch ganz wenig piseln gehen.
    So geht es die große Straße dahin. Mittag gegessen haben wir nach ca. 50km, um ca. 13 h. Alex kocht hervorragendes Mungbohnencurry, und Reis war schon vorgekocht am Vortag. Dazu gab es frischen Salat. Ja, Hunger ist der beste Koch. Um 14:30 stehen wir wieder auf der Straße
    Dann noch ca. 2 Stunden die Straße entlangstrampeln, nach rechts ins Dörferl eingebogen und nach Schlafplatz ausschau gehalten. Diesmal wird Alex fündig.
    Eine steile Abfahrt führt zu einem ebenen Plätzchen neben einem Fluss. Für mich nicht sauber genug, für Alex super. Während er die Räder und das Gepäck den Abhang nach unten bringt, kaufe ich noch 3 Liter Wasser. Zum Kochen und Waschen.
    Während Alex im Fluss baden geht, telefoniere ich eine Stunde lang mit meiner lieben Mama in Wien und bin froh, das es WhatsApp Videocalls gibt.
    Dann noch Zelt aufstellen, und relaxen,und ach ja, mein Superschatzi macht noch schnell die Visas für Indonesien.
    Jetzt aber nur noch entspannen“
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  • Ausheilungszeit und neue Erkenntnisse

    22 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 28 °C

    Dienstag, 22.04.2025 bis Donnerstag, 24.04.2025

    Wir kommen wieder gut zeitig weg, fahren zurück auf die stark befahrene Bundesstraße.
    Nach ca. 1 Stunde merke ich, daß ich schon wieder beginne wund zu werden.
    Jedes Treten schmerzt.
    Alex klebt nochmals ein Compeed-Blasenpflaster bei mir. Leider nutzt das diesmal gar nichts.
    Gegen 12h mittags geht gar nichts mehr. An einem überdachten Vorplatz eines Hauses, auch hier ein Wasserhahn zum Hemd und Kopf nass machen, suchen wir in Booking.com nach einer Ausheil-Bleibe.
    In 5 km ein kleines Hotel,direkt am Meer. Alex schickt mich vorab los zum einchecken und geht ins Dörfchen noch in einen Supermarkt. Dort deckt er unseren Essensbedarf für die nächsten 2 Tage.

    Gegen 14.30 kommt er mit dem Essen. Wir kochen uns herrliche Spagetti Nr.5 mit selbstgemachten Tomatensugo und Salat. Ich habe inzwischen geduscht und meine Wunden versorgt.
    Wir sind aber nicht untätig an diesem Nachmittag. Liegen im Bett und erstellen eine
    Liste unserer persönlichen Gegenstände, die wir dem Transporteur für die Verschiffung Malaysia/Kuala Lumpur nach Malaysia/Kuching-Borneo noch aushändigen müssen.
    Das Zimmer ist nichts besonders, aber die Nacht für 2 Personen für € 10 ist total ok.
    Alex ist happy, und nutzt die Gelegenheit zum Schwimmen.
    Es gibt sogar Klimaanlage, die wir in der Nacht nutzen, da es keine Insektengitter gibt, und auf Grund der vielen Steckmücken die Fenster zulassen müssen.
    Der nächste Tag ist ein reiner Arbeitstag. Wir recherchieren diverse Möglichkeiten der Verschiffung, können noch ein paar neue Kontakte zu Schiffagents herausfinden, und anschreiben, stellen einen Plan auf wo wir wann sein werden.
    Dabei stellt sich auch heraus, das wir einen Stempel der Einreise auf unserem Carnet de Passage brauchen, den wir nicht bei der Einreise bekommen haben.
    Mist! Diesen können wir nur an der Einreise-Land-Grenze bekommen. So werden wir nach unserer Rückkehr 411 km zurück zur Grenze zurücklegen müssen, um uns diesen Stempel zu holen.
    Wir denken an dies ohne Kohbi zu machen, Alex fliegt um € 20 in einer Stunde hinauf, statt mit dem Bus 8h Fahrt zu absolvieren, mit dem Taxi vom Flughafen Kota Bharu an die Grenze, und dann hoffentlich mit Stempel im Carnet „same way retour“.
    Ich werde mit dem Van in Kuala Lumpur bleiben.
    Vor lauter Freude über die unkomplizierte Einreise, haben wir das ganz schön abgefuckt.
    Noch liegt alles in der Schwebe. Wir wollen eigentlich über Indonesien nach Australien einreisen. Wenn die Fähre aber nur ein leeres Auto mitnimmt, laut den Unkentönen, dann ist dies keine Option für uns.
    So hoffen wir, dass wir bald positive Nachrichten bekommen und dann unsere Entscheidung danach ausrichten können.
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  • …auf nach Ho Chi Minh City!

    25 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

    Freitag, 25.04.2025

    Wir kommen früh weg, so gegen 6:45. Heute wird es heiß, sehr heiß, 35°, gefühlte 41°. Und heute ist auch unsere Stimmung so ziemlich am Tiefpunkt.
    Momentan macht es keinen Spaß, es geht nur mehr darum, 80 km runterzuspulen.
    Die einzige Freude sind Frühstück und Linner, und das Platz suchen dafür stresst uns auch. Denn wir brauchen Gebäudeschatten, der Schatten eines Baumes ist bei dieser Sonne zu wenig.
    Das Gehupe auf der großen Straße zerrt manchmal extrem an meinen Nerven.
    Und wir sind richtig froh, das Alex unseren heutiger Schlafplatz, ein ungenutztes Grundstück mit Bäumen sich in einer Parallelstraße zur „Big Road“ findet. Er ist extra
    einen Umweg gefahren.
    Nun ist es leiser, das Gehupe ist weit entfernt, und die Grillen zirpen.
    … und ich bin heute einfach zu müde um viel zu schreiben.
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  • … 160 km to go!

    26 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

    Samstag,26.04.2025

    160 km to go

    Wir kamen schon um 6:30 heute früh aus unserem Zeltplatz. Die nahegelegene Kirche hatte uns schon um 4:35 mit vietnamesischen kirchlichen Gesängen aus der Dose aufgeweckt. Ich fühlte mich zurückversetzt nach Pakistan, mit den Gesängen des Imam.
    Die große Straße hatte uns wieder. Nach 30 km frühstückten wir am Straßenrand am Flussufer. Dazwischen fahren, treten und Hörbuch Hören, sonst drückt man das nicht durch. In einem zerfallenen Haus, ein Stück weg von der Straße haben wir um 15h zu Abend gegessen. Im Gebäudeschatten, versteht sich.
    Wir haben uns weitergekämpft, kaltes Wasser mit Eis gekauft, unsere Hemden nass gemacht, und unsere Köpfe in den Waschräumen diverser Tankstellen gekühlt.
    Dann ging schon das Schlafplatz suchen los. Heute war es nicht einfach. Wunderschöne Kautschukwäldchen, die Stämme in Reih und Glied, waren sehr einsichtig.
    Doch in einer kleinen Senke, mit wilden Stauden, fanden wir endlich ein nicht so einsichtiges Plätzchen.
    Alex hatte seine Zuversicht schon irgendwo zuvor auf den Waldpfaden durch die Gummibäume verloren.
    Wir stellten das Zelt auf, wuschen uns noch, und gerade als wir unser Zimmerchen bezogen, fielen die ersten Tropfen.
    Na, dann hoffen wir mal, das es nur ganz wenig regnet!
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  • Einzug in HCM-City

    27 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Sonntag, 27.04.2025 bis Dienstag 29. 04.2025

    68 km
    Ich habe nicht so gut geschlafen! Öfter in dieser Nacht fiel der Regen mal stärker mal schwächer vom Himmel. Aber welch ein Glück, wir blieben vollkommen trocken in unserem Zelt. Zeitig früh um 5:30 kommen wir aus der Kautschukplantage auf die Sandstraße heraus. Ich fahre schon mal vor, da erreicht mich 5 min später Alex am Telefon. Er hat seine Sonnenbrille im Wald beim Herausfahren verloren. Ich fahre nochmals zurück und wir suchen gemeinsam. Beim 2. Mal durchkämmen der Rückstrecke finde ich seine Brille. Er ist total happy, und ich auch. Es ist 6:00 als wir durch das kleine Dörfchen auf die „Big Road“ QL01 einbiegen.

    Heute schaffen wir schon vor dem Frühstück 40 km! Na, es geht fast durchwegs leicht bergab. Wir fliegen nur so dahin, und unsere Motivation Saigon heute zu erreichen gibt uns nochmals einen enormen Schub.
    Wir haben uns noch ein paar Fixpunkte eingeplant: Decatlon - Sportgeschäft: dort erstehen wir 4 Seitenspiegel für unsere Lenker. Nun sehen wir was hinter uns passiert - damit haben wir einen wichtigen Sicherheitsfaktor dazubekommen. Alex ersteht noch eine neue Sonnenbrille, denn die alte, heute morgen angebaute und wieder gefundene Brille hatte schon nur mehr einen Bügel und der war mit Tixo schon gefixt. Auch einen Outdoor-Laden besuchen wir. Ich erstehe um € 34 luftige Outdoorschuhe, und somit kann ich meine Gore-Tex Schuhe in denen ich bei 40° enorm geschwitzt habe nun ganz tief in den Rucksack räumen und meine Zecherln haben endlich Luft. Eine Gaskartusche und natürlich Karabiner müssen auch noch mit.
    Denn gehts noch ans Vorräte aufstocken im COOP-Laden. Schwer bepackt fahren wir in unser Appartment, wo es nach der Ankunft wie immer Spagetti mit Salat gibt. Für mich heute mal ausnahmsweise mit Parmesan. Herrlich.

    Am Montag, den 28.04. haben wir noch einen wichtigen Termin. Wir brauchen für das Australien - Visa eine medizinische Untersuchung. Und so haben wir im Raffels-Institut in HCM-City diese Untersuchung. Wir düsen die fast 4 km mit unseren Rädern durch die Stadt. Es ist ein richtiges Vergnügen, ohne das schwere Gepäck sich durch den quirrligen Verkehr zu schlängeln. Dort ist es richtig proffessionel, es gibt sogar Kaffee und was Süßes dazu, alles kostenlos. Alles läuft alles glatt, und so sind wir zum Linner wieder in unserem Appartment.
    Chillen ist angesagt, und ein neues Quartier suchen, denn noch immer ist unser Paket unterwegs. Wir packen alles für morgen schon zusammen.
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  • Umzug ins neue Appartment

    30 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 34 °C

    Dienstag, 29.04.2025

    Nach dem Frühstück gehts ins neue Quartier, ein kleines süßes Appartment, in einer ruhigen Seitenstraße. Vorher noch in einen Computershop, denn Alexanders Mouse hatte gestern ihren Geist aufgegeben. Mit einer neuen Funkmaus in der Tasche steueren wir auf einen riesigen Supermarkt zu, den Lotte - Mart. Hier ist es wie im Schlaraffenland, es gibt alles an Früchten und Gemüse, was man sich nur vorstellen kann, und vieles mehr. Auch eine Durian kaufen wir uns noch am Straßenrand. Schwerst bepackt kommen wir im neuen Appartment an. Die Besitzer sind sehr freundlich, helfen uns mit dem Gepäck und auch einen kleinen eiskalten Tee bekommen wir zur Begrüßung.
    Wir fühlen uns wirklich wohl im kleinen Appartment.
    Hier bleiben wir bis 02. 05. 2025
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  • Warten, Sightseeing und eine Entscheidun

    30 aprile 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 30 °C

    Dienstag, 29.04.2025 bis Sonntag, 04.05.2025

    Nach dem Frühstück gehts ins neue Quartier, ein kleines süßesng Appartment, in einer ruhigen Seitenstraße. Vorher noch in einen Computershop, denn Alexanders Mouse hatte gestern ihren Geist aufgegeben. Mit einer neuen Funkmaus in der Tasche steueren wir auf einen riesigen Supermarkt zu, den Lotte - Mart. Hier ist es wie im Schlaraffenland, es gibt alles an Früchten und Gemüse, was man sich nur vorstellen kann, und vieles mehr. Auch eine Durian kaufen wir uns noch am Straßenrand. Schwerst bepackt kommen wir im neuen Appartment an. Die Besitzer sind sehr freundlich, helfen uns mit dem Gepäck und auch einen kleinen eiskalten Tee bekommen wir zur Begrüßung.
    Wir fühlen uns wirklich wohl im kleinen Appartment.
    Am 30.04. hat Vietnam seinen 50. Wiedervereinigungstag! Es wird gross gefeiert! Überall Plakate, Fahnen, und patriotische Menschen. Danach gleich noch ein Feiertag, der Tag der Arbeit, auch in Vietnam, wieder ein Feiertag.
    Wir chillen, recherchieren unsere Verschiffungsvarianten, ein Tag Sightseeing, am 03.Mai Alexanders Geburtstag mit morgendlichen Banana-Pancakes und einen Veganen Burger und Pizza als Abendessen.
    Wir warten ja eigentlich auf unsere Postsendung von Alexanders Mama. Diese ist seit 28.04. in Hanoi, also ca. 1.500 km von uns entfernt. Und seit heute Abend(03.05.) wissen wir durch ein WhatsApp, Samstag Abend 19:00, das diese Sendung noch 7 - 10 Werktage brauchen wird, bis sie ins Hauptpostamt nach HCM-City kommt. Mist!!!!!
    So lange können und werden wir nicht warten!
    Wir wollen ja Anfang July von Bali nach Wien fliegen, und müssen mal mit dem Van dorthin verschiffen.
    Haltet uns mal die Daumen, dass das alles klappt!
    Alex hatte unser Appartment noch bis Montag gebucht. Wir konnten nun 1 Nacht vorher unsere Zelte hier abbrechen, und bekommen diese Nacht refundiert.
    Morgen geht es dann wieder los, Richtung kambodschanische Grenze, Moc Bai. Vorher noch zum Decatlon, neue Mäntel für meinen Fahrradreifen kaufen und 1 neuen Schlauch.
    Das Paket wird von uns nun vernachlässigt/nicht abgeholt. Und wir hoffen, dass es zurückgeschickt wird zum Absender.
    So also geht es morgen los! Wir sind sowas von bereit für CAMBODIA!
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  • … es geht Richtung Kambodscha

    4 maggio 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 29 °C

    Sonntag, 04.05.2025
    74 km

    Nachdem wir ausgecheckt hatten, und sogar noch 1 gebuchte und bezahlte Nacht im Appartment refundiert bekommen haben, gings um 8h los. 1 Stunde durch die Stadt, zum Decatlon die neuen Mäntel und 2 neu Schläuche kaufen. Wir haben diese dort dann gleich aufgezogen, gefrühstückt und für mich gabs seit langem wieder mal einen Kaffee beim Highland Coffee.
    Dann machten wir uns auf den Weg. Ein wenig ungewohnt mit den stabileren Mänteln, aber bald war meine Sicherheit wieder hergestellt.
    Irgendwo auf der Strecke, haben wir am Abend noch die letzten vietnamesischen Kröten für eine Unterlagsplane ausgegeben, in Blau/Orange. Da wir den geforderten Betrag nicht genau mehr zusammenkratzen konnten, haben wir alles gegeben was wir hatten, und bekamen die Plane etwas günstiger.

    Dann gings die große Straße mit viel Verkehr Richtung Grenzstädtchen Moc Bai.
    Ca. 24 km davor suchten wir einen Schlafplatz, und fanden diesen in einem überwuchterten Garten, welcher von einer kleinen Seitenstraße zwischen den Feldern ohne Zaun war. Ein kleiner Pfad führte hinein, bis zu einem Häuschen, verlassen ohne Fenster und Türen, aber mit Fliesenboden.
    Wir stellten das Zelt auf und beschwerten die Ecken mit großen Steinen aus dem Garten. Diese Nacht hatten wir also ein Dach über dem Kopf
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  • Kambodscha - MOC BAI

    5 maggio 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Montag, 05.05.2025
    75 km
    Wir kommen zeitig los, ich glaub es war 6h. Wir haben das Häuschen hinter uns gelassen und es ging an vielen, die Straße säumenden Geschäften vorbei. Alex wollte um 8h bei der Grenze sein. Das schafften wir auch, obwohl irgend was an meinem Reifen streifte und ich noch mehr Kraft aufwenden musste. Ich fiel immer weiter zurück, und nach einer „Motivationspredigt“ schaffte ich es irgendwie doch schneller zu werden, und so erreichten wir die Grenze 10 Minuten vor 8h.

    Genau 22 Minuten brauchten wir für die Grenzprozedur. Dann waren wir Cambodscha. Im Grenzstädtchen im Schatten noch nicht eröffneter Geschäfte haben wir dann gefrühstückt. So nun brauchten wir auch noch kambodschanische Riel. Der Atm im Städtchen spukte jedoch nur Dollar aus. So hoben wir mal Dollar ab.
    Und wechselten diese in einer Bank auf die kambodschanische Währung um.

    Dann gings weiter.
    Man muss sagen es war fast unmenschlich heiß, 35°, und gegen 14h zeigten sich Gewitterwolken am Himmel. Wir kauften vorher noch Proviant ein.
    Der Hunger meldete sich auch schon, und so entschieden wir uns für eine Wiese, etwas abseits von der großen Straße. Eine schlechte Entscheidung, wie sich noch herausstellte.
    Mitten unter dem Linner, fing es an zu schütten. Überall ran das Wasser heran, wir breiteten notdürftig die Regenpelarinen über uns.
    Wir wurden jedoch waschelnaß, und alles andere auch.
    Nicht gerade sehr entspannend. Aber was soll man machen? Da mussten wir durch.
    Als wir dann endlich abfuhren, war das Gewitter vorbei, und unser Magen gefüllt.
    So hielten wir die restlichen 25 km bis zu unserem Schlafplatz in einem Wäldchen zwischen Feldern noch durch.
    Wir stellten das Zelt auf, auch der Himmel war wieder voller dunkler Regenwolken. Diese jedoch verschonten uns in der Nacht und kein einziger Tropfen benetzte unser Tarp.
    Wir hatten auch einen neuen Deal.
    4h aufstehen um der Hitze besser zu entkommen und Mittags im Schatten eine längere Pause zu machen.
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  • Kambodscha Tag 2

    6 maggio 2025, Cambogia ⋅ ⛅ 34 °C

    Dienstag, 06.05.2025
    84 km
    Vom Regen verschont, wachten wir um 4h früh auf. Voll bepackt gings über die Dämme wieder der Straße zu. Da bemerkte ich wieder das Streifen des Reifens, das mich so gebremst hatte.
    Alex fixte das Problem in 20 Minuten mit Kabelbindern, uns so konnten wir um 5h40 uns auf die Straße begeben.
    Vorher kauften wir uns noch 2 Stk 1,5l Wasserflaschen.
    Gefrühstückt haben wir um 8:30 im Schatten auf einer Tankstelle, wo wir auch unsere Handys und Powerbanks aufladen konnten. Da hatten wir schon 30 km in den Füßen.
    Irgendwann bogen wir nach rechts ab, und der Verkehr wurde ruhiger, und die Gegend lieblicher. Wir sahen viele Wasserbüffel, und Rinderherden, kleine Dörfer, und freundliche Menschen.
    Ein wenig nach 12 h machten wir unsere lange Mittagspause im Schatten unter einem Pfahlbau. Alex kochte uns ein herrliches Curry mit rotem Reis, und ich machte Salat dazu. Da hatten wir schon 60 km.
    Um 15h gings weiter, es war spürbar schon weniger heiß.
    Nach ca. 24 km ging die Schlafplatzsuche wieder los.Wir bogen von der Hauptstraße in einen Feldweg, und schon nach kurzer Zeit wurden wir in einem Wäldchen fündig.
    Heute wirds nicht regnen!
    Todmüde, die letzten 3 Tage nachgeschrieben, lasse ich es nun sein und will nur noch regenerieren.
    Denn morgen gilt unser neuer Deal, 4h aufstehen!
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