August - September 2018
  • Day24

    Zurück in die Gegenwart

    September 7, 2018 in the Netherlands ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Flug war wirklich angenehm und kurzweiliger als der Hinflug! Geschlafen habe ich leider nicht, da es einfach zu spannend war, auf dem linken Femsterplatz am der gesamten Ostküste Nordamerikas entlangzufliegen und den Sonnenuntergang zu sehen! Über Großbritannien ist die Sonne dann auch schon wieder aufgegangen!
    Das Flugzeugessen wurde auf Kuba geladen, das heißt es gab eine kubanische Interpretation europäischen Essens (Nudelsalat und Tiramisu, aber doch wieder Omelett zum Frühstück).
    Um 8h unserer Zeit (2h Ortszeit Havanna) sind wir dann im kalten Amsterdam gelandet, wo ich doch etwas geschockt war. Toiletten mit automatischer Spülung, amerikanische Läden, strenge Sicherheitskontrollen, die ganze Technik; das hatten wir über die letzten drei Wochen vergessen...
    Nach nur einer guten Stunde Umsteigezeit sind wir mit einem kleinen Flieger nach Zürich geflogen, haben völlig fertig unser Gepäck gefunden und wurden zu unserem Parkplatz gefahren. Nach Hause ging es dann ohne lange Pause, aber seit langer Zeit wieder einmal mit Anschnallen, wobei ich doch noch zwei Stunden Schlaf bekommen habe...
    Jetzt muss man sich erst wieder an ganz andere Lebensumstände gewöhnen. Die letzten drei Wochen sind wir nur mit einem großen Rucksack unterwegs gewesen, trotzdem haben wir in deutlich größerem Luxus gelebt als die allermeisten Kubaner. Die erste Woche musste man erstmal im Land ankommen, aber die restliche Zeit ist super schnell vergangen! Wir wurden (außer in Santa Clara, bei der Frau mit der Zahn-OP) immer sehr herzlich in den Casas willkommen geheißen und haben von unseren beiden Tuck-Tuck-Fahrern und dem amerikanischen Vermieter in Varadero einiges über die kubanischen Verhältnisse erfahren. Deswegen gab's dann auch einige ideologische Diskussionen...;) Ohne Zweifel ist das Land keine echte Demokratie und es gibt nur zensiertes Internet, keine wirkliche Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit und auch der Begriff "Mangelwirtschaft" erscheint recht passend, wenn man vergeblich nach Taschentüchern sucht. Auf dem einzigen erhältlichen Trinkwasser (naja im Luxusrestaurant gab es sogar mal italienisches...) steht ironischerweise "N*1 en Cuba", aber wieso braucht man mehr als eine Sorte Wasser? Meiner Meinung nach sind die Menschen hier zufrieden mit dem was sie haben und versuchen, zusammen das Beste aus ihren Umständen zu machen! Unter den Kubanern herrscht sehr große Zusammenarbeit und die Vernetzung ist so gut, dass man ohne Probleme von einem Casabesitzer weitere Unterkünfte und Taxis vermittelt bekommt. Und ich habe den ganzen Luxus und Überfluss, der mit der Sauberkeit am Flughafen in Havanna schon wieder begonnen hat, nicht vermisst!
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  • Day23

    Tschüss Kuba!

    September 6, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute hieß es ein letztes Mal Guten Morgen in Kuba! Ein letztes kubanisches Frühstück und dann sind wir noch einmal mit alten amerikanischen Schlitten in die Stadt bis zum Place de la Revolucion gefahren. Von dort zu Fuß zum Hotel Habana Libre, leider haben wir dort erfahren, dass man nur abends in die oberste Etage fahren darf...
    Also wurden im benachbarten Laden Einkäufe gemacht; Rum und Zigarren, so viel wie durch den Zoll geht (obwohl wir die schweizer Einreisebestimmungen gar nicht nachgeschlagen haben...)! Neben dem Hotel gibt es Kubas bekanntestes Eis, dort wurden wir sofort angehalten und gefragt, ob wir in CUC oder in CUP bezahlen und entsprechend eingeteilt. Hier werden sogar manche Eissorten den Kubanern vorbehalten!
    Mittags hat uns nochmal ein öffentlicher Bus mit zur Casa genommen, wo wir dann noch kurz duschen konnten und eine Riesenavokado, die ganzen restlichen matschigen Bananen und eine ganze Menge konsumieren mussten.
    Nach einer unbequemen Taxifahrt (mal wieder zu viert auf einer Bank, angeschnallt haben wir uns sowieso nie) zum Flughafen José Marti, der doch ein ganzes Stück außerhalb der Stadt liegt! Jetzt hatten wir noch drei Flaschen Wasser übrig, die wir einem Verkäufer in einem Souvenirgeschäft geschenkt haben, der etwas verwirrt reagierte. Beim Check-In wurden unsere Passfotos wieder genau mit einem aktuellen Foto verglichen, wobei Julies Pony nicht akzeptiert wurde:)! Durch die Kontrolle mussten alle barfuß, aber die Beamten waren ähnlich unaufmerksam wie beim Hinflug und haben unsere zwei restlichen Wasserflaschen nicht einbehalten...
    Am Terminal konnten wir dann alle noch unsere aufgesparte Wlan-Zeit aufbrauchen und sind deswegen erst kurz vor Abflug um 16.40h an Bord gegangen. Das Flugzeug ist deutlich moderner und angenehmer als beim Hinflug, jetzt sind wir nach einer Stunde Flug über Florida und ich genieße die Aussicht von meinem Fensterplatz!
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  • Day21

    Havanna intense

    September 4, 2018, Caribbean Sea ⋅ 🌬 29 °C

    Wieder wurden wir heute morgen von dem Polizisten vor unserer Haustür kontrolliert. Zuerst in den Park zum Wlan, um jetzt wirklich unsere Flugzeugplätze zu reservieren (30h vorher)! Dort hat ein Franzose, der nach einem halben Jahr Reise durch Kuba jetzt Musik in Havanna studiert, gerade telefoniert und ich war etwas verwundert, weil sich sein Spanisch sehr französisch angehört hat, ich ihn aber so gar nicht verstanden habe... Irgendwann hat dann der Check-In geklappt und wir konnten uns endlich auf den Weg in die Stadt machen. Das war allerdings auch schwierig, da die Busse hier alle wirklich überfüllt sind und Taxis für neun Leute auch selten sind. Wir sind dann am Meer aus dem Bus für 0,40CUC pro Person ausgestiegen und in die Innenstadt gelaufen. Auf dem Weg sind wir an einer Schulkantine vorbeigekommen, in der aus riesigen Töpfen Reis geschöpft wird, und durften Fotos von den Grundschülern machen. Dort haben wir uns geteilt, da ein Teil von uns ins Museo de la Revolution wollte. Im Museum ist wirklich alles ausgestellt, was man noch als Überbleibsel von sämtlichen Revolutionshelden finden konnte (eine Jacke von Fidel, Schuhe von Che,...) und eigentlich kann alles als staatliche Propaganda gesehen werden, aber es war trotzdem interessant, so die ganze Geschichte noch einmal durchgehen zu können!
    Getroffen haben wir uns dann auf dem Hotel Central, um etwas zu trinken, aber da die Preise sehr hoch waren, sind wir wieder durch Habana Vieja gelaufen, um den Erwachsenen in einer berühmten Kneipe (da war Hemingway auch mal...) ihren obligatorischen Mojito zu ermöglichen.
    Abends sind wir müde vom langen Tag in der Stadt mit einem wirklichen schönen orangenen Taxi zurück zur Casa gefahren und dort im benachberten Restaurant essen gegangen, wobei wir vier nette Privatkellner hatten, da die Restaurants hier fast immer leer sind! Dann noch die Sachen weitestgehend packen und das letzte Mal auf Kuba ins Bett gehen!
    Morgen Vormittag werden wir noch in der Stadt rumlaufen, wir wollen auf das Hotel Habana Libre, um noch einmal einen guten Ausblick auf die Stadt zu haben. Und danach geht's zum Flughafen, von wo wir um 16.40h ins Flugzeug nach Amsterdam steigen!
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  • Day20

    Unterwegs in Havanna

    September 3, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 28 °C

    Den Morgen haben wir nach einer für mich eher schlaflosen Nacht gemütlich angelassen, sodass wir erst um 10.30h aus dem Haus gekommen sind... Gerade durch die Tür will ein Polizist alle unsere Ausweise sehen. Zusammen mit den Aufzeichnungen der Casa-Besitzer wird also rund um die Uhr registriert, wo wir gerade sind!
    Mit dem Touristenbus sind wir am beeindruckenden Memorial von José Marti auf einem ziemlich sozialistischen Platz ins Zentrum bis zum Parque Central gefahren und haben dort das Capitol angeschaut. In der Stadt, in der man wirklich schöne alte Häuser findet, werden gerade alle wichtigen Gebäude von außen restauriert und renoviert, da nächsten Jahr der 500. Stadtgeburtstag ist. Durch eine touristische Einkaufsstraße sind wir mit vielen Stops in Souvenirläden zum Meer gelaufen und waren danach in der Kathedrale, in der wir bunte Tücher über unsere zu kurzen Hosen ziehen mussten! Nach dem ersten kubanischen Eis sind wir vom Place Vieja zum Hafen gegangen, wo wir dem bisher einzigen Obsthändler in ganz Havana Frühlingszwiebeln, Bananen und eine Riesenavokado abgekauft haben. Dort haben wir auch einen Supermarkt gefunden und beschlossen, heute selbst in der Casa zu kochen, wobei wir uns aufgrund der Mangelwirtschaft lediglich zwischen kurzen oder langen Nudeln entscheiden mussten. Wieder am Haus haben wir dann Nudeln mit Tomatensause gekocht und haben uns jetzt noch auf die Suche nach einer Wlan-Location, von denen es hier erstaunlicherweise echt wenige gibt, gemacht, um unsere Plätze im Flugzeug zu reservieren!
    Heute hatten die Museen leider geschlossen, weil Montag arbeitsfreier Tag ist, an dem dann auch die Straßenlaternen nur teilweise funktionieren. Also stehen für morgen noch das Museo de la Revolucion und eventuell das Nationalmuseum auf unserer Liste.
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  • Day19

    Weiter Richtung Heimat

    September 2, 2018, Caribbean Sea ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute haben wir göeich morgens das Busproblem gelöst und haben jetzt doch einen Platz in geplantem Bus für heute Abend! Leider sind Hanni und Len seit der letzten Viazul-Fahrt krank und müssen im Bett bleiben.
    Morgens waren wir wieder am Meer, das heute wirklich hohe Wellen und sehr starke Strömung hatte, sodass man, nachdem man im Wasser war, erstmal die Handtücher suchen musste! Als die Sonne zu stwrk wurde, haben wir den Kranken am Haus Gesellschaft geleistet und unsere Sachen gepackt. Nachmittags wurden alle Touristenshops abkeklappert, nur leider haben wir noch keine brauchbaren Postkarten zu einem angemessenen Preis gefunden!
    In Varadero hat man sich eigentlich eher wie in Italien als im Kuba der letzten zwei Wochen gefühlt, wobei wir die zwei Tage Pause auch gebraucht haben und ich es genossen habe noch einmal an einem schönen Sandstrand im Meer baden zu können!
    Die nächsten zwei Tage werden wir uns noch
    Viel gemacht haben wir heute nicht; den Rest der Zeit haben wir am Haus rumgebracht, bis wir recht früh zum Viazul-Bahnhof aufgebrochen sind. Von dort ging's in vergleichsweise schnellen drei Stunden durch den Urwald und Mantanzas nach in die Hauptstadt. Echt komiscres Gefühl, nach zweieinhalb Wochen wieder an den Viazul-Bahnhof zurückzukehren, wo wir uns schon recht gut auskennen... Aus ist dem Bus konnte man fast nicht aussteigen, da man von allen Seiten angequatscht wird, ob man ein Taxi oder eine Casa particular braucht! Nach Diskussionen mit drei inoffiziellen Taxen durch den Stadtpark ins Botschafter- und Villenviertel, zu unserer chicken Casa bei der Haushälterin einer Amerikanerin...
    Die nächsten zwei Tage werden wir uns noch die Stadt anschauen, vielleicht noch einmal baden und hoffentlich das Museum zur kubanischen Revolutionsgeschichte besuchen!
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  • Day18

    Entdeckungstour in Varadero

    September 1, 2018, Caribbean Sea ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute war endlich wieder Ausschlafen bis 9h angesagt! Nach Justis Geburtstagsfrühstück hat unser Gastgeber über die Situatuon auf Kuba erzählt und wir hatten interessanten Deeptalk bezüglich internationaler und Weltpolitik...
    Vormittags sind wir zum nahen Strand gegangen, wobei es ein paar mal angefangen hat richtig zu schütten! Auch war es dort recht belebt, da die Kubaner gerade ihr letztes Ferienwochenende genießen!
    Als die Sonne zu stark für unsere europäische Haut wurde, sind wir wieder zur Casa zurück und haben dort erstmal Siesta gemacht... Wir wollten noch etwas von Varadero sehen, also sind wir später mit einem Hop-on-Hop-off-Bus die ganze Halbinsel an überdimensionierten Hotels vorbei bis ans Ende zum Hafen gefahren. Dort im Wlan eingeloggt mussten wir feststellen, dass unser Viazul für morgen nach Havanna gecancelt wurde und so sind wir wieder zurückgefahren, um das noch zu klären... Wir haben uns aber etwas mit der Zeit verschätzt, denn es gab wieder das typische kubanische Abendessen. Unser Vermieter meinte, er könne ein Taxi collectivo für uns bestellen und auch einen besseren Preis aushandeln und wir würden das morgen Früh besprechen.
    Am Abend waren wir noch am Strand, wo wir laute Musik vernommen haben. Wir wollten zu dem Ort, wo diese Musik gespielt wurde, wobei wir durch einen Freizeitpark(!) durchgelaufen sind und schließlich an einer riesigen Freiluftdisco mit lauter Touristen angekommen sind. Daran merkt man diese ganz andere Atmosphäre hier. Man findet nur wenig typisch kubanisches auf dieser Halbinsel und alles ist auf reiche Touristen abgestimmt!
    Hier ist alles voller Sand, also geht's jetzt sandig ins Bett!
    Morgen können wir wahrscheinlich nochmal an den Strand (ein letztes Mal im Meer baden für diesen Urlaub) und dann fahren wir, wer weiß wie, nach Havanna, um uns bis zum Rückflug am Mittwoch die Stadt anzuschauen!
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  • Day17

    Back to Europe

    August 31, 2018 in Cuba ⋅ ☁️ 29 °C

    Diesmal hat der Bus nachts nur um 1h und um 4h gehalten, um die excellenten Viazulkols ohne Türe, Klobrille, Spülung, Klopapier, Wasser oder Hygiene für 1CUC an eine überflüssige Arbeitskraft aufsuchen zu können. Geschlafen habe ich insgesamt wahrscheinlich rund vier Stunden, wobei Len und ich uns frierend bei konstanten 18 Grad in den Schlafsäcken auf die zwei Sitze gelegt haben.
    Um 8h in Santa Clara wurde es spannend; können wir im Bus bis Varadero sitzen bleiben oder nicht? Nach und nach haben wir unsere Plätze freigemacht, als die anderen Fahrgäste aufgebracht waren "No, it's not possible" und wir für unsere 15 Stunden Busfahrt bemitleidet wurden. Teils vorne beim Fahrer, teils auf dem Gang oder zu dritt auf zwei Sitzen haben wir also auch die 3h bis Varadero überlebt. Jetzt haben wir beide langen Viazul-Fahrten hinter uns! Mit dem Taxi zur Casa bei einem englischsprechenden(!) Vermieter, die diesmal kleinräumig ist und wir auch verteilt auf zwei benachberten Häusern schlafen.
    Dann erstmal um 12h in einem Café frühstücken und dann hab ich mich endlich ins Bett gelegt und direkt drei Stunden geschlafen...
    Nachmittags wurde noch im Meer (mittlerweile Atlantik) gebadet; hier ist der Sandstrand schön und die Wellen genau richtig! Der Ort ist doch sehr touristisch und es wimmelt hier nur so von Eurpäern, was uns ans Ende der Ferien erinnert, da wir uns jetzt schon auf dem Heimweg befinden... Auch im Restaurant, wo wir uns mit einem netten Amerikaner ausgetauscht haben, gab es lauter Dinge, die wir seit zwei Wochen nicht gesehen haben, sogar Sushi, aber es war auch entsprechend teuer...
    Ehrlich gesagt vermisse ich schon jetzt den einfacheren Lebensstil der letzten zwei Wochen. Man merkt, dass man auch gut ohne diesen ganzen westlichen Überfluss, den wir hier wieder erleben, klar kommt!
    Jetzt nochmal Schlaf aufholen und morgen hat Justi dann Geburtstag, vielleicht gehen wir deswegen zum Schnorcheln an ein Korallenriff!
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  • Day16

    Taxito

    August 30, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 30 °C

    Wie soll's auch anders sein, heute haben wir uns ein letztes Mal mit unseren privaten Taxifahrern auf den Weg gemacht! Ziel war diesmal der angeblich einsame Liebslingsstrand von Juán hier an der Südküste Kubas... Naja nach einer halben Stunde erfrischendem Fahrtwind und zwei leeren Buchten, kamen wir an einer von Kubanern und Kiosks überfüllten Badebucht an... Zwar haben die beiden Taxler sofort klar gemacht, dass wir nicht wie vorgestern belästigt werden wollen, aber unseren Vorschlag, an einen der leeren Strände zu fahren, haben sie auch nicht abgelehnt.
    Wir waren anfangs ganz alleine in der Bucht und es war nicht leicht bei den hohen Wellen und den Steinen ins Wasser zu gehen! Leider hat sich Hanni im Wasser am Finger verletzt, also sind sie und Inge mit dem einen Fahrer zu einer Ärztin gefahren, die erst geweckt werden musste, um den Seeigelstich zu diagnostizieren! Später sind wir dann an einer anderen Stelle ins Wasser, wo man auch schwimmen konnte, wobei die Strömungen immens waren! Nach einem netten Gespräch über deutschen Schnee mit den Fahrern, die ansonsten in ihren Tuck-Tucks geschlafen haben, haben diese auch noch Tom Seeigelstacheln aus dem Fuß gezogen.
    Da sind uns vier Tage zuverlässig (und ab dem zweiten Tag auch pünktlich) durch die Gegend kutschiert haben, haben wir Juán und José auf ein Mittagessen eingeladen. Dabei hat es richtig geschüttet, aber wir haben uns (wieder auf einem Gemisch von Spanisch, Englisch und Deutsch) über die Verhältnisse auf Kuba unterhalten. Man merkt schon, dass einiges nicht gerecht funktioniert; Juán ist eigentlich Lehrer aber verdient mit Taxifahren deutlich mehr Geld und auch die propagierte Vereinheitlichung der zwei Währungen ist nicht realistisch...
    Am Haus haben sich alle noch vom Salzwasser befreit und wir haben Proviant (kostbares Sprudelwasser und Dampfnudeln, was sonst?!) gekauft. Um 18.30h wurden wir von unseren taxifahrenden Freunden abgeholt, um uns noch auf ein Bier in einem von wenigen kubanischen "Hofbräuhäusern" einzuladen! Dann ging's auch schon zum Viazul-Bahnhof, wo wir mit dem Busfahrer verhandelt haben, sodass wir morgen nicht teuer per Taxi collectivo von Santa Clara nach Varadero fahren müssen, sondern im Bus (wenn auch auf dem Gang, weil keine Plätze mehr frei sind) sitzen bleiben können! Jetzt haben wir noch 15h Busfahrt vor uns, wobei in Santiago nicht viele Leute eingestiegen sind. Diesmal habe ich alles zum Anziehen dabei, was ich finden konnte!
    Morgen Mittag kommen wir dann in Varadero an, wo wir vermutlich erstmal einen Kulturschock erleben werden, denn der Ort ist mit Abstand der touristischste und europäischste Fleck auf der Insel...Aber nach dieser langen Busfahrt brauchen wir erstmal Ruhe am Strand, bevor wir uns am Ende der Reise noch Havanna amschauen!
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  • Day15

    Per Taxi um Santiago

    August 29, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir haben gestern beschlossen, heute nochmal mit den zwei Tuck-Tucks und den selben Fahrern unterwegs zu sein. Es ging eine gute halbe Stunde in die Sierra Maestra, zur bekanntesten Kirche Kubas, der Basilika el Cobre. Wir mussten trotz der heutigen Hitze lange Klamotten anziehen und sind mitten in der Messe dort angekommen, also haben wir dieser zugehört. Nach weiteren fünf Minuten Fahrt waren wir am Fuß eines Aussichtspunkts, von wo aus wir pünktlich zur Mittagshitze mit einem Einheimischen die Treppen zu einer Kupfermine hoch- und durch einen Felstunnel durchgelaifen sind. Am Gipfel, von dem aus man den gesamten Gebirgsstock und einen verlockend aussehenden See, der allerdings voller Quecksilber ist, sehen konnte, stand dann ein Kunstwerk aus alten Tierknochen...
    Mittags waren wir zurück am Haus, haben Dampfnudeln (die einzigen von der laut Hanni kubanischen "Mangelwirtschaft" produzierten Semmeln für 1Peso=4ct pro Stück) und Avokado gegessen und einige Runden Schafkopf gespielt. Die Erwachsenen sind irgendwann heimlich vor unserer Musik mit anscheinend viel zu starkem Bass und Gegröle geflüchtet, sodass wir uns später auf den Weg dirch die Stadt gemacht haben, um sie bald auf dem Weg zum Bacardi-Museum zu finden. Zusammen haben wir noch eine berühmte Treppe mit Blick durch die Gassen angeschaut.
    Eigentlich wären die Taxifahrer nochmal vorbeigekommen, um zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man Haiti sieht, zu fahren, aber leider hat es angefangen zu schütten, sodass wir abgesagt haben...
    Morgen geht's wieder mit unseren Privat-Tuck-Tucks an einen angeblich einsamen Geheimtipp-Strand, um ein letztes Mal im Karibischen Meer zu baden. Dann können wir hier hoffentlich noch duschen, bevor wir um 19h in unseren geliebten Viazul steigen, in dem wir wieder nach Santa Clara zurückfahren und dort pünktlich zum Frühstück im Cafe Central ankommen!
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  • Day14

    Tourist bleibt Tourist

    August 28, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 29 °C

    In der Früh standen wieder die beiden Tuck-Tucks vor der Tür und es ging los durch die Stadt, wobei wir öfters Kurven fahren mussten, um die steilen Straßem hochzukommen. Zuerst haben wir ein Museumnahe der Sierra Meastra, das den Revolutionären bei ihrem ersten Versuch 1953 als Versteck gedient hat, besucht. Wieder hieß es auf spanisch die Geschichte zu verstehen, aber es war wirklich spannend zu hören, wie der erste Revolutionsanlauf ablief und warum er scheiterte (weil die uniformierten Revolutionäre daran erkannt wurden, dass sie keine richtigen Soldatenschuhe hatten). Danach ging's ins Vallee de la Prehistoria, wo es einen Nachbau von Jurassic Park gibt. Kurz gesagt stehen überall Dinosaurier und Mammuts in der Landschaft und mittendrin findet sich etwas ironischer Weise ein riesiger Mensch...
    Eigentlich wollten wir in ein picsine naturell, welches dann leider geschlossen hatte. Also sind wir zum nächsten Strand gefahren, wo uns von Kubanern ein Sonnenschirm mit Tisch angedreht wurde. Die Wellen und die Meeresströmungen waren sehr stark, deswegen durfte man nur in Stehtiefe ins Wasser, wobei Touristen hier sowieso immer die einzigen sind, die wirklich im Meer schwimmen! Am Ende hatten wir eine heiße Diskussion mit einem Einheimischen, warum sie von uns insgesamt 30CUC verlangt haben, wo Kubaner gar nichts oder nur ein paar Pesos zahlen...
    Nachmittags sind wir endlich zum Friseur in Santiago gegangen! Len, Justi und ich haben uns die Haare schneiden lassen, wobei Mathias gegen seinen Willen auch seinen Bart verlor... Meine Haare wurden auch erst mit kaltem Wasser gewaschen, wobei ich die "Plastiktüte", die als Umhang fungierte selbst halten durfte... Das Schneiden war dann irgendwie mit einem Schnitt erledigt... Für drei kleine Kubaner, die mit uns beim Friseur warteten und die hier so oft gesehenen blondierten Frisuren tragen, waren unsere hellen Haare und blauen Augeneine Attraktion!
    Abends machen wir hier nicht mehr wirklich viel, weil die Hitze einen noch immer platt macht! Morgen geht's wieder mit den Tuck-Tucks zu einer Basilika in die Berge.
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