• Felix Gonser
  • Felix Gonser

Flexis erste Alpenüberquerung

Et 27-dagers eventyr av Felix Les mer
  • Reisens start
    2. juli 2022

    Die Reise beginnt

    2. juli 2022, Østerrike ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute war der erste Tag meiner Alpenüberquerung. Nach einem zu kleinen Frühstück für stolze 14€ jedoch direkt an der Salzach, mit tollem Blick und guter Atmosphäre, ging es hinauf zur Burg. Durch Gärten, Wiesen und lange Zeit entlang des schönen Almkanals. Der Dopplersteig führte mich schließlich auf den Untersberg zum wunderschönen und herzlichen Zeppezauerhaus. Dort lernte ich auch Walter kennen, meine erste Bergbekanntschaft. Er war mit leichtem Gepäck auf dem Untersberg unterwegs, unsere Wege trennten sich nach wenigen Minuten da er deutlich schneller lief.
    Als ich nach langem Aufstieg oben ankam wartete er an der Sattelstelle mit bestem Ausblick schon auf mich. Wir verstanden uns gut und redeten über eine halbe Stunde zusammen.

    Hier auf dem Zeppezauerhaus gibt es Grandioses essen (drei Gänge) gutes Bier und Zitronensoda, sowie den wohl allerbesten Ausblick auf Salzburg und die flache Umgebung hinter uns.

    So geht mein erster Wandertag mit einem unvergesslichen Sonnenuntergang zu Ende.

    Morgen geht es mit meinen neuen Bekanntschaften Tom und Dirk weiter Richtung Mittelmeer.
    Les mer

  • The sleeping Goat

    3. juli 2022, Tyskland ⋅ ☀️ 28 °C

    Unterkunft an Tag zwei!!! jetzt teste ich also auch mal diese App, danke an Tom der mich auf find Penguins aufmerksam gemacht hat.

    Hier bei der schlafenden Goas gibt es hervorragendes essen sowie gutes Bier und Zitronensoda, die nach einem anstrengenden Abstieg vom zeppezauer und später Störhaus gerne willkommen sind.Les mer

  • Neue Freunde

    3. juli 2022, Tyskland ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach einer ersten Hüttenacht im Zeppezauerhaus geht es hinauf zum ersten Gipfel meiner Tour, wobei ich jetzt schon fast sagen sollte UNSERER Tour. Gestern Abend lernte ich schon meine heutigen Begleiter Tom und Dirk kennen.
    Danach ging es steinig zuerst bergab und dann bergauf bis uns schließlich ein Weg durch die Latschenkiefernfelder auf dem hochpalton des Untersberg die Richtung weißt.
    Nach kurzem halt am nächsten Gipfelkreuz, wunderbaren Blick auf das umliegende Tal und die kommenden Berge,
    sowie Mittagsrast mit Kasspressknödel und Sauerkraut auf dem Störhaus, geht es stetig hinunter Richtung Berchtesgaden.
    Trotzdem die letzten 2 Stunden Abstieg auf breiten Schotterwegen nicht gerade fußschohnend waren kam ich ausgelaugt dann doch in meinem Hotel an.
    Mehr liebe zum Detail hätte dieses Haus nicht ausgehalten, genauso gut war auch das Essen und die Zitronensoda auf der Sonnenterasse des Sleeping Goat hotels.
    Ein erfolgreicher Tag geht zu Ende.
    Les mer

  • Rollmops zum Frühstück

    4. juli 2022, Tyskland ⋅ 🌧 13 °C

    Ich verlasse meine Traumunterkunft um 07⁴⁰ nur schweren Herzens, um mich bei einer etwas unterhalb gelegenen Tankstelle meinem Rollmops Brötchen und dem paar Landjäger zum Frühstück hinzugeben.
    Nach wenigen Minuten Fußweg treffe ich wieder auf Dirk und Tom am abgemachten Treffpunkt.
    Entlang der Ramsauer Ache führt uns ein Weg bis zum Königssee.
    Schnell weg von den ankommenden Touristenmassen geht es hinauf über den Malerwinkel und einigen im Wanderführer ausgeschriebenen offtrails stets hinauf zur Königsbachalm, an der wir uns zuerst einen Kuchen und eine Zitronensoda gönnen.
    Wie nicht anders zu erwarten geht es weiter hinauf, bis uns letztendlich das Carl-von-Stahl-Haus mit warmer Dusche und Bier willkommen heißt.
    Nach netter Unterhaltung am Tisch und einem 3 Gänge Menü sind wir bereit für den morgigen Tag. Das gesamte Lager 10 (der Adlerhorst) ist heute Nacht uns Salzburg Triest Wanderern gegönnt.
    Les mer

  • Steinbock Taxi 🚕

    5. juli 2022, Tyskland ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach regnerischer aber Mückenfreier Nacht, geht es gut gestärkt hinauf auf den in Wolken verhangenen Schneibstein.
    Nach rutschigem und steinigem Aufstieg stehen in unmittelbarer Nähe vor uns mehrere Steinböcke mit ihren barchtvollen Hörnern.
    Da dass reiten auf den oben genannten nicht den Richtlinien des Nationalparks entspricht, beschließen wir zu Fuß weiter bergab zu gehen, bis uns etwas vom Nebel befreit der Seeleinsee einen Blick auftut.
    Mit dem See im Rücken steigen wir weitere 100 Hm hinauf zum Hochgschirr Sattel, von dort aus haben wir einen freien Blick auf Deutschlands höchsten Wasserfall.
    Der Abstieg ist zehrend und durch den einsetzenden Regen nich gerade angenehmer.
    Unten an einem Abzwieg angekommen warten die restlichen 4 km mit ihren Höhenmetern und Aussichten auf Obersee und Königssee auf uns.
    Dann ist es auch nichtmehr weit bis zu unserem heutigen Etappenziel, der Wasseralm.
    Zwar ohne Dusche jedoch mit Suppe und Weinschorle im Bauch, geht es nun in das recht enge Lager zu bette.
    Landschaftlich war es ein sehr schöner Tag trotz Nebel und Regen.
    Les mer

  • Linseneintopf ohne Würstel

    6. juli 2022, Tyskland ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute startete unser Tag beim Müsli-Frühstück und Kaffee auf der Wasseralm.
    Nach reichlicher Stärkung, packten wir unsere Rucksäcke, holten die Schuhe aus dem Trockenraum und gingen hinein in den Wald Richtung Halsköpfel. Immer wieder konnten unsere Blicke über Teile des Königssees schweifen. Der Untergrund war steinig und zum Teil ausgesetzt.
    Weiter ging es vorbei an Schwarzensee und Grünsee stehts hinauf auf teils nassen aber immer großen Stufen aus Holz und Stein.
    Die ersten Kräfte auf der Strecke gelassen kamen wir nach etlichen Höhenmetern am Kärlingerhaus an, dort genehmigten wir uns eine Linsensuppe mit Brot sowie ein Radler als Mittagsstärkung.
    Mit schon vier Stunden in den Knochen gingen wir also die nächsten drei Stunden Fußmarsch hinauf zur Ingolstädter-Hütte, unserem heutigen Etappenziel an.
    Auf diesem erschwerlichen aber traumhaft schönen Steinweg begegneten uns heute viele Murmeltiere, die trotz unserer Beobachtung ungehindert weiter spazierten.
    Kurz vor der Ingolstädter-Hütte überquerten wir auch unser erstes Schneefeld, geschätzte: sage und schreibe sieben Meter Länge.
    Vorbei an ein paar vereinzelten Schafen und wir sind angekommen.
    Das Essen hier auf dem Haus ist köstlich. Jedoch dürfen die Protionen nach sieben Stunden Wanderung mit 1250hm im Auf sowie 530 hm im Absteig etwas größer sein.
    Jedoch möchte ich mich keineswegs beschweren. Es geht für mich schon wieder ein wundervoller Tag mit meinen Wegbegleitern
    Tom und Dirk zu ende, danke euch beiden für den tollen Tag und die gute Gesellschaft, die nicht nur Sicherheit sondern auch Spaß schenkt.
    Les mer

  • Vom Stein in die Stadt

    7. juli 2022, Østerrike ⋅ 🌧 14 °C

    Nach Orangensaft aus dem Krug, startet unser Tag inmitten des Steinernen meers.
    Drei Stunden stehen uns bis zur Mittagsrast beim Riemannshaus bevor. Über steinige Wege aber traumhafte Aussichten auf die Fellswellen, kommen wir schließlich am Riemannhaus an und gesellen uns in die warm eingesetzte Gaststube zu Kakao mit rum und einem herlich duftenden Germknödel, währen vor dem Fenster der Regen einsetzt.
    Gesättigt und aufgewärmt stülpen wir unsere Regenjacken über und machen uns an die 1500m Absteig bis ins Tal.
    Glitschiger Fells und der andauernde Regen machen den langen Abstieg nicht gerade einfacher.

    Da ich nicht in Maria Alm nächtige, sondern weiter bis nach Saalfelden muss, trennen sich meine Wege eine Stunde vor Maria Alm von Dirk und Tom.

    Erneuter Aufstieg im immer noch währenden Regen ließen meine Laune etwas trüben.

    Nach weiteren 1,5 Stunden und etlichen Höhen und Tiefenmeter über schmale Waldtrails, lichtete dich der Wald und ich war im Saalfelden angekommen.

    Angekommen im Hotel zur Hindenburg wollte ich mir dass Begrüßungsgetränk erstmal entgehen lassen. Zuerst war duschen und Wäsche waschen angesagt.

    Nach häuslicher Einrichtung im Zimmer war ich bereit für Gyros und Bier beim Griechen nebenan.
    Les mer

  • Zwischen Heidelbeer und Schieferwegen

    8. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 12 °C

    Aufgestanden und kaiserlich gefrühstückt im Hotell zur Hindenburg. Völlig überfordert vom reichhaltigen Buffet.

    Als der Regen gegen 08:15 Uhr aufhörte führte mich mein Weg zur nebenliegenden
    Apotheke, in welcher ich meine Blasenpflaster Vorräte auffüllte.

    Weiter vorran nach Maria Alm, um kurzentschlossen Tom zu treffen, heute gehen wir gemeinsam richtung Statzerhaus.
    Mein Weg soll mich später bis zur Grießbachalm führen, wie sich nachher heraus stellt mit viel Abstieg aber lohnenswert.

    Zuerst führte uns der Weg über breite Forstweege immer berg an.
    Später über schmale Trails, links und rechts vom uns die Heidelbeersträucher in der Mitte Matschiger, wurzliger, Schieferner Weg.

    Oben auf dem ersten Gipfel des Kamms angekommen lichteten sich die Wolken, wir haben beste Aussicht nach Zell am See sowie Maria Alm und Umgebung.

    Wir schreiten weiter von Kamm zu Kamm und kommen letztlich am Statzerhaus an, 1500m in die Höhe, haben wir heute in den Beinen.

    Im Statzerhaus, dem eigentlichen Etappenziel saß Dirk schon am Tisch.
    Nach kurzer Besprechung des morgigen Tages stieg ich meine 530hm hinab zur Greißbachalm. Hier sitze ich jetzt bei Bier und Zitronensoda und warte neben Ziehharmonika Musik von der Wirtin höchstpersönlich, auf die Kässpatzen zum Abendessen.
    Les mer

  • Extra Höhenmeter gefällig?

    9. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 19 °C

    Gestartet von der Grießbachalm.
    500hm aufgestiegen um am abgemachten Treffpunkt Tom und Dirk zu empfangen.
    Da ich noch Zeit über hatte startete ich die Drohne und filmte das hiesige Bergpanorama.
    Vom Schneibstein aus steigen wir nach Taxenbach ab, dort treffen wir auf Armin und Justus, als Wanderfreunde von Tom begleiten sie uns ab heute. Justus bleibt nur ein paar Tage, Armin bis nach Triest.

    Unsere Route führt uns gemeinsam durch die Kitzlochklamm und weiter nach Rauris unserem heutigen Etappenziel.

    Vom guten Abendessen bekommen wir beinahe nicht genug, zuerst der Zwiebelrostbraten dann die Würstel mit Senf und Kren, dann die Sachertorte und zum Abschluss noch einmal Würstel.. dann ist Zeit fürs Bett.
    Les mer

  • Verregnet durchs Tal

    10. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 6 °C

    Gestartet sind wir heute in Rauris der Himmel ist den ganzen Tag bedeckt.
    Wir wandern bei ab und an Regen durch das Raurisertal. Am ende des heutigen Wandertags stand uns ein Aufsteig aufs Schutzhaus Neubau bevor.

    Der Hüttenwirt hier ist sehr gesellig und zapft sich nebenher auch gern etwas Bier, wie ich schon erkennen konnte.

    Zwar verstehen wir bei seinem kräftigen Österreichischen Dialekt nur die Hälfte von dem was er spricht, jedoch ist es ganz amüsant was er erzählt.

    Als wir im Zimmer uns fürs schlafen fertig machen, war unsere Lautstärke wohl etwas unangebracht für die Ohren der Personen im Nebenraum, folglich klopfte es an der Zimmertür und wir wurden von einer verschlafenen Dame freundlich darauf hingewiesen, dass es Menschen gibt die gerne schlafen möchten.
    Wir entschuldigten uns und gingen lachend ins Bett.
    Les mer

  • Von Scharte zu Scharte

    11. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 10 °C

    Unser Tag heute beginnt am Schutzhaus Neubau.

    Im Nebel steigen wir auf die Fraganter Scharte auf. Die Sicht hier oben ist auf 20m begrenzt.

    Kurz vor dem Abstieg zu einem Hochwasserspeicher See lichtet sich der Nebel, plötzlich herrscht strahlender Sonnenschein.

    Nach einer Wurst mit Pommes als Mittagsverpflegung geht es weiter an mehreren Seen vorbei. Wir steigen auf zur Saustellscharte und letztlich wieder ab zum Fraganter Schutzhaus.
    Les mer

  • An die Substanz

    12. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 20 °C

    Erst die Besteigung des Sadnig dann geht's 2000m tiefer bis nach Stall, meine Knie waren gegen Ende am Grenzpunkt der Erschöpfung angekommen

    Zudem waren durch die Unwetter die Wanderwege gegen ende Meter hoch mit Bäumen und Reisig belegt, sodass ein normaler ungefährliche Abstieg nicht möglich war, ein Abenteuer für sich, dass noch einmal Kräfte raubte.Les mer

  • Ein beschwerlicher Aufsteig

    13. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 17 °C

    Unser Tag startet in Stall bei einem leckeren Frühstück im Gasthof Dorfschenke.
    Dirk und ich sind noch immer sehr geschafft vom gestrigen Absteig, die 2000hm nach unten stecken uns noch immer in den Knochen, meien Knie schmerzen noch immer recht stark.

    Zu unserem Glück steht heute ein 4,5 stündiger Aufstieg bevor. Sehr Kräftezehrend jedoch unbedenklich für die Knie.

    Wir laufen über nasse Wege die eher einem Flussbett gleichen, durch sehr sehr grüne Wälder, vorbei an Almen und später an zwei wundervollen Seen an denen wir unsere heißen Fußsohlen abkühlen und die Beine waschen. Hier springen selbst die Fische aus dem Wasser. Vielleicht auch wegen unseren gut riechenden Füßen die gerade das Wasser verpesten... wer weiß.

    Auf den Schildern hier oben wird vor aufgebrachten Weidetieren gewarnt, die von Wölfen aufgeschreckt sein könnten, nicht etwa vorm Wolf persönlich, sondern vor den AUFGEBRACHTEN WEIDETIEREN !!! sehr beruhigend.

    Nach letztem Anstieg auf einen Grad sehen wir die Hugo Gerbers Hütte bereits, jedoch dauert es noch ca. eine Stunde bis wir sie endlich erreichen. Es war ein heißer sehr sonniger Tag, leider heute Abend ohne Duschmöglichkeit. Jedoch mit gutem essen in einer verdammt urigen Hütte.

    Die Aussicht hier oben ist der Wahnsinn, man kann stundenlang vor der Hütte sitzen und in der Ferne die nächste Gebribsgruppe beobachten ohne sich satt zu sehen. Alles ist still hier oben, Ruhe und Entspannung nach einem sehr anstrengenden Tag pur.
    Les mer

  • Belgische Biere

    15. juli 2022, Østerrike ⋅ 🌧 20 °C

    Übernachtet in der Feldnerhütte auf 2182m
    Heute sind wir wieder zu viert, Dirk, Tom, Armin und ich gehen gemeinsam über die zwei Seen, vorbei an der Emberger Alm nach Greifenburg. Auf besagter Alm genießen wir den uns empfohlenen besten Apfelstrudel von Österreich, mein geschätzter 75. Apfelstrudel der letzten 15 Tage. Gut war er allemal.

    Zwischenzeitlich wurde die Almbar schon besucht, kurzer Radler stopp und Rolf trafen wir auch kurz vor dem letzten Absteig nach Greifenburg.

    Heute übernachten Dirk und ich in einem wunderbaren Liebesnest im Gasthaus Wulz.
    Davor gab es aber jedoch eine Einführung in die Welt der Belgischen Craft Biere.
    Hier im Gastaus Wulz dem Haus der 1000 Biere. Da Dirk in Belgien Lebt hatte ich heute meine private Bierverkostung.

    Das drei Gänge Menü für günstige 15€ ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen.
    Les mer

  • Der Tag des Abscheids

    16. juli 2022, Østerrike ⋅ ⛅ 25 °C

    Zuerst ein unglaublich steiler Aufsteig, teilweise 50% Steigung durch den Wald oben schweißgebadet angekommen.

    Jetzt geht es 20km leicht nach unten immer am Fluss Gössering entlang.

    Alte Ruinen schmücken im ersten Waldabschnitt den Wegesrand. Später geht es durch Ortschaften und über Wiesen.

    Übernachten werde ich heute im Hotel Schloss Lerchenhof, genau so wie der Name so auch der Preis für die Übernachtung, jedoch war das Zimmer auch recht in Ordnung, das Frühstück das ich mitbezahlt habe werde ich morgen früh nicht wahrnehmen können da ich um 6 Uhr bereits Loslaufen werde.

    Aber zuerst verabschieden mich Tom, Dirk und Armin noch herzlich in einem Italieneischen Restaurant, nach einem 15 minütigen Fußmarsch in meinen Barfußschuhen bin ich bei Ihnen, in der Stadmitte von Hermagor.
    Ab morgen werde ich Tom und Armin leider nichtmehr sehen, unser letzter Abend geht zuende.
    Nach Grappa und Bier trete ich morgen meine Doppeletappe nach Italien an.

    Im strömenden Regen komme ich Nachts trotz Regenjacke, nach meinen 15 minütigen Rückmarsch im Hotelzimmer an. Vor dem schlafengehen müssen zuerst noch die Schuhe und die Hose zum trockenen vorbereitet werden.
    Les mer

  • Zwei Wege an einem

    17. juli 2022, Italia ⋅ ☀️ 25 °C

    Gestartet im Nebel, ewig führt mich ein breiter Schotterweg entlang der Gail, trübes Wetter über mir die tiefhängende Wolkendecke.
    Nun der Aufstieg, ohne Musik auf den Ohren wäre ich jetzt noch nicht oben.

    Ich war schnell unterwegs da ich wusste was noch vor mir lag, im Stechschritt und mit den Stöcken als Hilfe, bewältigte ich die 1550hm auf 24km Strecke und angegebenen 8h in
    5h 20min. Ein Kinderspiel.... fast.
    Kurz auf der Dolizina Alm eine Verperplatte verspeist, mit der Wirtin auf deutsch über die Wanderung gesprochen und weiter gings.

    Hinab zum Rifugio Nordio Deffar und wieder 500hm rauf zur Feistritzer Alm. Die Menschenmassen dort gekonnt ignoriert schnell ein Foto geschossen und runter nach Tarvisio. Natürlich zog sich der Absteig und ich war auch bald 10 Stunden unterwegs.
    Meine Monsteretappe nahm aber bald ein Ende. Im Hotel in Tarvisio konnte ich gleich auf mein Zimmer, der allabendliche Ablauf wollte abgespult werden Wäsche waschen, Felix waschen, ausruhen, essen gehen, dies zum Glück im Hotel, gute Pizza ohne weit laufen zu müssen. Mein Hotelzimmer im natürlich letzten 3. Stock wurde stets zu Fuß erreicht. Meinen Prinzipien musste ich treu bleiben, keine Beförderungsmittel ( auch kein Aufzug) in den ganzen vier Wochen.

    Heute Ziel erreicht.

    38km
    2000hm
    2000tm
    Les mer

  • Verlassen durch Italien

    18. juli 2022, Italia ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach dem gestrigen zerstörungs Gewaltmarsch, ging ich heute morgen alles etwas entspannter an.
    Aufstehen um 07:30, Frühstück um 08:30 und danach der Gang zur Aphotheke, wenn man den Eingang nur finden würde! Dies gestaltete sich als nicht so einfach wie anfangs gedacht, nachdem ich eine Runde um den Block gelaufen war, sah ich das grüne Apothekenschild schon aufleuchten, komischerweise direkt neben dem Hoteleingang den ich gerade verlassen hatte.
    Schnell noch die Voltaren-Crem gekauft und los richtung Stadtmitte von Tarvisio. Vorbei an der Piazza Unitá und rauf auf den ersten Radweg. Nach ca 2km schön ausgebautem Asphalt Radweg wohlgemerkt mit mittelstreifen und bestens gepflegt, ging es hinunter in eine Schlucht. Auf Holzpfaden und Wegen vorbei an Wasser und Fels, durch einen kurzen Tunnel, dann wieder über steile Stiege in Serpentinen nach oben. Dort angekommen ragt eine Soldatenstatue vor mir in die Höhe, sie ist das Denkmal für die gefallenen der Napoleanischen Kriege.

    Weiter also auf dem Radweg, gefühlte 10km, Hitze von oben und harter Asphalt unter den Wanderstiefeln.

    Nach kurzem Aufstieg über eine Straße ging es durch Mischwald zum unteren Weißenfelser See als ich durch die Bäume das türkis klare Wasser sah war ich von seinem Anblick fast wie geblendet.

    Immer entlang des sehr schönen unteren und kurz danach des nicht so schönen oberen Sees kam ich am ende an einem gut besuchten touristischen Kiosk an.
    Mehrere Kinder mit Wassereis in der Hand lockten mich ebenfalls in das stark frequentierte Hüttchen. Getrieben von meiner Lust auf kaltes, zuckriges Eis bekam ich nach kurzer italienischer Diskussion über 2€ oder 2,50€ meinen Long John Lemon in der Tüte.
    Glücklich und eisleckend spazierte ich richtung Einstieg des Aufstiegs zur Riffugio Nordio Deffar.

    Währen des schweißtreibenden Aufstiegs plagten mich immer wieder die Gedanken wie blöd man sein muss sich solche Qualen immer und immer wieder anzutun.

    Jetzt, oben sitzend, die gewaltigen Bergmassive im Rücken, eine Pasta aglio e olio im Bauch, ein zartes Gulasch vor mir und das zweite Bier im Schädel, widerfahren mir die Gedanken, dass die heutige Etappe recht angenehm war, wenig Strecke und fast keine Absteige.

    Wie schnell sich die Ansichten nur ändern können.

    Morgen geht es mit meiner neuen Bekanntschaft Caro nach Slovenien, hinein in den Triglav Nationalpark. Aber dazu später mehr...
    Les mer