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Talein-Bergauf

Ziemlich genau 3 Wochen Nordnorwegen:
Abflug von München am 28.05.2022
Ankunft Tromsö und anfangs rüber in die Lyngener Alpen.
Alles weitere ergibt sich...
Rückflug von Bodö nach München.
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  • WehrmachtsArtelleriestellung Senjehesten

    9. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 6 °C

    Heute haben wir unter anderem im Südwesten der Insel Senja die alte Wehrmachtsstellung Senjehesten bei Skrolsvik angesteuert. Der Ort wird nicht instand gehalten und für die Touristenbeschau gepflegt. Wie ich finde, verleiht das diesem historischen Ort um so mehr Charakter.

    So stehen dort 4 gewaltige Kanonen zum Schiffsbeschuss mit einer Reichweite von 22 Km seit 80 Jahren geduldig an Ort und Stelle. Ene der Kanonen läßt sich ungehindert aus dem Inneren ihrer Schützenanlage begutachten.
    Der Sitz vor dem Ausguck auf die offene See hinaus, lässt sich heute noch einnehmen. Die 2 in den Betonwänden eingelassenen Vertiefungen lassen den einst bereitgestellten Munitionsbedarf vermuten.

    Die Stahlpritschn der Mannschaftsbaracke sind noch niet- und nagelfest im Beton verankert.
    Eine Untertunnelung des kupierten Küstengeländes ist nach wie vor begehbar und durch die Schießscharten hindurch, lässt sich auf's Wasser luren.

    Die gesamte Verteidigungsanlage ist gesamtheitlich durchdacht und unscheinbar in das Gelände eingebracht.
    Der Hafen Skrolsvik wurde zur Selbstersorgung seinerzeit eigens von Deutschen angelegt.

    Durch ihre in Nord-Norwegen errichteten Stellungen war die Wehrmacht in der Lage, den Schiffsverkehr nach Westen und Norden von Narvik aus zu kontrollieren.

    Zu Ende des Krieges existierten an die 300 solcher Küstenbatterien. Der überwiegende Teil davon befand sich im Norden des Landes.

    Wir hatten bei unserem Rundgang durch die Anlage Glück mit dem derzeit launischen Wetter. Es war trocken und die Sonne schien.
    Nach 2 Stunden fuhren wir wieder weiter. Ich schwer beeindruckt, Veronika dankbar für die gebotene Gassigelegenheit.
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  • Weiterfahrt in den Norden von Senja

    9. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 6 °C

    Nachdem wir das Fort Skrolsvik besichtigt hatten, fuhren wir ein Stück weit auf dem Herweg erneut an der Südküste Senja's entlang, ehe wir ins Inselinnere einscherten.
    Mit ein paar Meter Höhengewinn änderte sich einmal mehr das Landschaftsbild.
    Von jetzt auf gleich fanden wir uns neuerdings in der Bergwelt wieder.

    Die Temperaturen vielen um einige Grad Celsius. Hatten die Stunden an der Küste uns noch jede Menge Sonne vergönnt, so mussten wir nun wieder mit Bewölkung und Regen vorlieb nehmen.

    Der von uns ins Visier genommene Norden der Insel besteht aus 5 Halbinseln, die, aus der Vogelperspektive betrachtet, wie Finger einer Hand ins Meer hinaus ragen.

    Bereits im Norden von Senja angelangt, steuerten wir im Rahmen unserer Sightseeing-Tour die nordwestlichste Halbinsel mit ihrem prachtvollen und ausladenden Sandstrand an. Wie für uns bestellt, tat sich der Himmel an diesem Tage letztmals auf und die Sonne erstrahlte die malerische Szenerie.
    Kurze Zeit später und etwas weiter östlich, es hatte wieder zugezogen, lichteten wir die Silhouette der Teufelszähne ab, die auf der 2. Halbinsel verortet sind. Das mittlerweile wieder vorherrschende grau in grau steht den Teufelszähnen ähnlich gut zu Gesicht, wie der Sonnenschein an dem kürzlich verlassenen Sandstrand.

    Da es unsere Absicht war, tags darauf den Berg Hesten zu besteigen, von dem aus der markante und weithin sichtbare Segla aus unmittelbarer Nähe zu begutachten ist, nahmen wir den mittleren "Landfinger" ins Visier.
    Auf diesem nämlich, befinden sich die Erhebungen Hesten und Segla.

    Einen Strich durch die Rechnung allerdings, machte uns eine Straßensperre auf den letzten wenigen Kilometern.
    Vermutlich hat Steinschlag die Weiterfahrt vereitelt. Auch an anderen Streckenabschnitten waren diverse Straßenausbesserungsarbeiten im Gange.
    Zur Zielerreichung wären wir dazu gezwungen gewesen, den gesamten Weg über die Insel zurück und die Ostküste entlang, wieder hinauf zu fahren. Das hätte ca. 2 Std. Fahrt in Anspruch genommen. Am nächsten Tag hätten wir diese Strecke im Sinne unserer gesamten Reiseplanung komplett retour fahren müssen.

    Da es bereits spät war und das Wetter ekelhafte Züge angenommen hatte, viel die Wahl spontan auf ein nahegelegenes Hotel.
    So nächtigten wir letztlich im Mefjord Brygge in Mefjordvaer. Das Hotel liegt direkt am Fjordufer gegenüber derjenigen Halbinsel, auf der sich Hesten und Segla befinden. Wir hatten somit immerhin einen unverstellten Blick auf die beiden Berge.

    Da es seit geraumer Zeit bei starkem Wind und frischen 4°Grad stark regnete, genossen wir unsere Hotelbetten umso mehr und waren froh, kein Zelt aufschlagen zu müssen.
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  • Hotelkomfort und Überfahrt nach Andøya

    10. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 7 °C

    Wir erwachten in ungewohntem Luxus. Eine wohlgemerkt gute Matratze unter dem Buckel, ein eigenes Bad vor der Schnauze.
    Vor verlassen des Hotel Mefjord Brygge labten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet, das dem Vagabundenherz keinen Wunsch offen ließ:
    Orangensaft, frisches Brot, Müsli, Lachs und mehr.
    Da wir die Fähre von Senja hinüber auf die Insel Andøya um 11 Uhr erwischen wollten und knapp dran waren, fehlte für den vollumfänglichen Genuß leider die Gemütlichkeit.

    Nach einer Autofahrt von 1 Stunde erreichten wir den Fährhafen Gyllefjord im Westen von Senja.
    Von dort aus setzten wir nach Andenes, eine Kleinstadt im Norden Andøyas, über. Nach 1 Std. und 40 Minuten waren wir auf dem nördlichsten Eiland der Inselgruppe der Vesteralen angelangt.
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  • Übernachtung unweit von Sommarøy

    10. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 6 °C

    Wenige Fahrminuten von Sommarøy im Nordwesten von Kvaløya haben wir in Ufernähe und unweit der Straße unser Zelt aufgeschlagen.
    Der Platz war windgeschützt und es fand sich für das abendliche Lagerfeuer auch ausreichend Holz.
    Während Veronika für das Abendmahl Gemüse schnippelte, würzte und mit Zielbezug herum wurschtelte, zog ich allerlei Brennbares aus den Büschen. Als das Feuer einige Zeit ordentlich brannte, wurde der Teflontopf bemüht.
    Tags darauf ging es via Fähre von Brensholmen nach Botnhamn auf Senja.
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  • Impressionen vom Andenes-Campingplatz

    11. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach unserer Walsafari kamen wir erst um halb 2 in der Nacht zurück zu unserem Zelt auf dem Andenes Campingplatz im Norden von Andøya.
    Bis in den Vormittag hinein schien die Sonne, die das Zelt derart aufgeheizt hatte, dass wir erstmals schwitzend aufwachten.

    Die Wetterlage änderte sich jedoch alsbald und Wind und Regen standen einmal mehr auf dem Programm.

    Der Andenes Campingplatz ist wahrlich schön gelegen. Direkt am Meer mit Sandstrand.
    Der Campingplatz ist klein und mutet spartanisch an, bietet jedoch alles, was es braucht: Strom, Duschen, Waschmaschinenraum. Zu zweit hatten wir 20 Euro bezahlt.

    Zudem verfügt der Campingplatz über einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche. Darin frühstückten wir ausgiebig, kochten etwas vor und verbrachten den Nachmittag, um das nächste Reiseziel auszukartln.

    Erst am Abend setzten wir uns wieder in Bewegung und fuhren nach Süden.
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  • Wanderung auf den Matind

    11. juni 2022, Norge ⋅ 🌧 8 °C

    Auf Andøya haben wir das gute Wetterfenster genutzt und den 408 Meter hohen Matind bestiegen.
    Der Berg fällt zum Meer hin steil ab, sein weitläufiger und sanfter Rücken lässt sich jedoch problemlos begehen.
    Gleich zu Beginn der Tour gewinnt man über einen Pfad durch und über Blockgestein schnell und merklich an Höhe. Im Anschluss zieht sich der Weg in moderatem Auf und Ab über eine weitläufige Hochebene dahin und alsbald marschiert man sehenden Auges auf den Gipfel zu. Final geht es nochmal ein paar Meter hinauf.
    Oben angekommen, sieht man auf's offene Meer und erhält Tiefblicke auf die hiesige Küstenregion. Insbesondere fällt der nahe gelegene Stavestranda in der Høyvika-Bucht südlich des Matind ins Auge.
    Die Høyvika-Bucht ist nur zu Fuß oder per Boot zu erreichen.
    Den Gipfel haben wir nach 1,5 Std. erreicht. Insgesamt hatten wir 7,5 KM zurückgelegt. Incl. aller Gegenanstiege kamen 470 HM zusammen.

    Nach unserer Wanderung fuhren wir den Andenes-Campingplatz an und stellten unser Zelt auf, ehe es auf Walsafari ging.
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  • Von Andenes Camping nach Langøya

    12. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach unserer Walsafari kamen wir erst um halb 2 in der Nacht zurück zu unserem Zelt auf dem Andenes Campingplatz.
    Bis in den Vormittag hinein schien die Sonne, die das Zelt derart aufgeheizt hatte, dass wir erstmals schwitzend aufwachten.
    Die Wetterlage änderte sich jedoch alsbald und Wind und Regen standen einmal mehr auf dem Programm.
    Der Campingplatz verfügt über einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche. Darin frühstückten wir ausgiebig und verbrachten den Nachmittag, um das nächste Reiseziel auszukartln.

    Abends setzten wir uns dann wieder in Bewegung und fuhren die gesamte Ostküste von Andøya entlang südwärts. Über eine Brücke gelangten wir auf die größte Insel der Vesteralen: Hinnøya. Dort wollten wir an einem aussichtsreichen Punkt direkt am Fjord nächtigen. Da der Platz jedoch bereits mit 2 Fahrzeugen belegt war, fuhren wir unvermittelt weiter.
    An einem Parkplatz ließen wir die Hunde raus. Ein paar hundert Meter gegangen, ist eine schöne, an einem Bach gelegene Freifläche erreicht, die wie so viele Orte, zum Zelten einladen.
    Wir fuhren noch ein Stück weiter entlang der Küste Hinnøyas, ehe wir die Insel Langøya, westlich von Hinnøya erreichten.
    In der Kleinstadt Sortland kauften wir noch kurz vor 23 Uhr im Supermarkt Xtra ein paar Dinge ein.
    Wenig später verließen wir die Hauptstraße und peilten einen Wanderparplatz an. Dort schlugen wir unser Zelt auf. Ein einsames und ruhiges Plätzchen.

    Wir schliefen lange und überdauerten so die morgendlichen Regenschauer.
    Bis in den Nachmittag hinein verweilten wir an diesem Ort. Gegen Mittag als wir bereits am Frühstücken waren fanden sich auch ein paar Spaziergänger ein, um abseits des Wassers ihre Runden zu drehen.
    Erst um 16 Uhr setzten wir unsere Reise in den Süden fort.
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  • Spannende Tour um den Tanipa

    12. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach einer weiteren Nacht im Zelt fuhren wir von Langøya aus auf die südlichste Insel der Vesteralen: Hadseløya.
    Diese liegt bereits in Schlagdistanz zu den benachbarten Lofoten.
    Eine Rundumfahrt entlang der Küste beträgt ziemlich genau 42 Kilometer. Ein willkommener Anlass für den dort jährlich stattfindenden Hadsel-Marathon. Einen Lauf um die Insel hatten wir uns zwar gespart, aber dennoch eine interessante Alternative zur Leibesertüchtigung ins Visier genommen:
    Einen spannenden und teils luftigen Steig um den westlich der Insel gelegenen Tanipa herum.
    Zu Anfangs steigt man problemlos einen Bergrücken hinauf, an dessen Ende man den Finnsaeterkollen erklimmt.
    Letzterer kann auch für sich genommen als kurzweilige Wanderung in Auf-und Abstieg ins Auge gefasst werden und bietet bereits eine schöne Aussicht auf Teile der Lofoten und über das Meer hinweg. Eine gute Stunde haben wir bis dorthin benötigt.
    Im Weiteren führt der Bergpfad über einen schmaler werdenden Kamm auf den imposanten Tanipa zu. Diesen umgeht man in seiner meerseitigen und abschüssigen Flanke.
    Auf diesem Wegabschnitt sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich, um die Tief- und Weitblicke genießen zu können. Die Besteigung des Tanipa selbst ist eine Klettertour. Unser Rückweg hat uns hinterhalb des passierten Tanipa über Blockgestein und ein ab und an in die Irre führendes Pfadgeflecht zurück zum Auto geleitet.

    Am Auto zurückgekommen, trafen wir einen älteren Norweger aus Bodø der in der Gegend schon sein ganzes Leben lang Urlaub macht und sich dementsprechend gut auskennt.
    Dieser fragte uns, wie wir auf die Tour gekommen seien, da diese vornehmlich von Einheimischen begangen wird. Zudem erzählte er uns, dass die hiesigen Bergflanken die sich heutzutage sehr grün und pflanzenreich präsentieren, vor einigen Jahrzehnten noch, weitgehend frei von Baumbestand waren. Dies lag daran, dass man die Schafe seinerzeit ausschließlich in den Küstennahen Niederungen hielt und die oberen Hänge konsequent abgesenst wurden. Damit wurden auch aufkommende Baumkeimlinge rasiert.
    Mittlerweile überlässt man den Grasbeschnitt den Schafen auch in den höher gelegenen Arealen. Da diese die Baumkeimlinge jedoch stehen lassen, konnte sich der Baumbestand in der Folge frei entfalten.

    Im Anschluss an unsere Tour blieben wir für eine Nacht auf der Insel Hadseløya und haben unser Zelt auf einem Parkplatz, der insbesondere im Winter von Langläufern frequentiert wird, aufgeschlagen.
    In unmittelbarer Nähe zogen Kühe ihre Bahnen. Das Glockengebimmel entsandte uns mit Heimatgefühlen in den Schlaf.
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  • Rundfjellet-Überschreitung

    14. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 11 °C

    Vom Campingplatz Sildpollnes hat mich Veronika die rund 5KM zum Ausgangspunkt für eine nordseitige Ersteigung des Rundfjellet kutschiert.

    Unscheinbar und unbeschildert führen die ersten Meter durch sumpfig-batziges Terrain.
    Nach kurzem schlängelt sich der Pfad einen Bergrücken hinauf und man gewinnt schnell an Höhe. Auf rund 300 HM lehnt sich das mittlerweile trockene Gelände zurück.

    Ohne merklichen Höhengewinn geht es für kurze Zeit auf den nächsten Aufschwung zu. Dieser führt dann bereits durch kargen Hochgebirgsfels. 2 kleine Schneefelder habe ich zu queren. Nach dem überwundenen Steilstück erreiche ich ein grasbewachsenes Hochplateau. Der finale Anstieg führt mich von dort aus über grobes Blockgestein zum Gipfel. In diesem Bereich sind aufgebarrte "Stoamanderl" eine große Hilfe. Am höchsten Punkt auf rund 800 Metern, steht ein aus Steinen aufgeschlichteter Turm.

    Vom Rundfjellet aus hat man ein fantastisches Panorama über die ihn umgebende und imposante Bergwelt hinweg sowie das offene Meer. Der Genuß dieses Weitblicks stellt jedoch gewisse Voraussetzungen an die vorherrschenden Sichtverhältnisse.
    Der Gipfel aber, war an diesem Tage permanent von einer undurchdringlichen Wolkendecke umspült. Da auch ein stures hindurchstarren keine Löcher ins zähe Grau boren wollte, musste ich das Kapitel Aussicht zu den Akten legen und erfreute mich stattdessen am mystischen Flair der Szenerie.

    Nach seiner Besteigung kann man den Rundfjellet einerseits auf dem Herweg absteigen. Andererseits bietet sich eine Überschreitung an, falls man nicht darauf angewiesen ist, zum Startpunkt retour zu gelangen. Da ich ja zum Ausgangspunkt gefahren worden bin und somit kein Auto stehen gelassen hatte, war ich nicht darauf angewiesen.

    Es führt ein deutlicher Pfad vom Gipfel aus weiter in südlicher Richtung entlang des felsigen Grates. Während das Gelände zur Rechten kompromisslos abfällt, verläuft der Weg in der sanften Flanke linksseitig weiter.

    Für mich endet der Weg wie gewohnt in dieser Höhe, im Schnee. Zu diesem Zeitpunkt sah ich rein gar nichts. Die Mixtour aus Wolkenteppich und Schneewüste ergab einen klassischen Whiteout. In Ermangelung an Geländekenntnis haderte ich für geraume Zeit.
    Glücklicher Weise rissen die Wolken etwas später soweit auf, als dass ich das gesamte Abstiegsgelände grob überblicken und gar bis hinab auf den Vatterfjorden sehen konnte. Diesen wollte ich erreichen.

    Anfänglich zögernden Schrittes, gewann ich bald Zutrauen in den Untergrund. Die Schneedecke war stabil und ohne tiefes Einsinken beschreitbar. Die großen, aus dem weiten Weiß herausragenden Felsen waren gut zu umschiffen. Erst im unteren Geländeteil waren wieder "Stoamanderl" zu sehen. Allmählich hatte ich dann auch wieder festen Untergrund erreicht. Auf diesem ging es erst auf einem Felsrücken in gleichbleibender Höhe dahin, ehe sich der Pfad in einigem Zickzack bergab schlängelte. Den Vatterfjorden hat man dabei als Ziel fest im Blick.
    Unten angekommen, findet man sich in den landesüblichen Feuchtgebieten wieder und der Weg verliert sich das ein oder andere Mal im Sumpf.

    Alles in allem sind Orientierungsinn und eine Karte in diesem Gelände und bei diesen Bedingungen dringend angeraten. Der nordseitige Aufstieg stellt bei entsprechendem Orientierungsvermögen geringere Anforderungen in Sachen Wegfindung, wenngleich auch hierbei der Weg nicht immer gleich klar ist.

    Insgesamt kommen bei dieser Überschreitungsvariante rund 1000 HM und 12 KM zusammen. Es handelt sich um eine ernst zu nehmende, alpine Tour, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.

    Die Straße erreicht, hätte ich noch 8 KM zum Campingplatz Sildpollnet zu laufen gehabt.
    Aber die liebe Veronika hat mich natürlich abgeholt😊
    Wer sein Auto am Ausgangspunkt abgestellt hat, darf sich über rund 13 KM zusätzlichen Straßenhatscher freuen.
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  • Wikingermuseum in Bøstad

    15. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 9 °C

    Auf unserer Fahrt über die Lofoten haben wir das Wikingermuseum in Bøstad besucht. Dort brachten Ausgrabungen in den 80er Jahren einige historische Erkenntnisse und Fundstücke zu Tage.
    Auf Basis eines Grundrisses wurde ein fürstliches Langhaus nachgebaut, das begangen werden kann. Auch die darin zur Schau gestellten Requisiten wie Helme, Bögen und Schwerter dürfen angefasst und im Rahmen heutiger Gesetze genutzt werden.
    So ließ ich mich von meiner Schildmaid mit Helm und Waffe ablichten.
    Das Haus soll im 5. oder 6. Jahrhundert erbaut und im 9. oder 10. Jahrhundert wieder aufgegeben worden sein.
    Zudem waren dort rund hundert Höfe einst angesiedelt.
    Ebenfalls existiert ein originalgetreuer Nachbau eines Wikingerschiffes, das in Oslo ausgestellt ist. Eine etwas kleinere Ausgabe befindet sich in Børdnes. Wir kamen in den Genuß, damit fahren zu dürfen. Der Bootsmann, Fischer von Beruf, und seine Crew nutzen für die Fahrt nur das Segel und den Wind.
    Darüber hinaus durften wir uns auch im Bogenschießen und im Axtwurf versuchen.
    Des Weiteren zeigt ein Schmid nach damaliger Anwendung seine Fertigkeiten in der Herstellung von Schmuckstücken.
    Lustiger Weise handelt es sich bei diesem in heurigem Sommer um einen "echten Norweger" vom Chiemsee. So konnte in heimischer Mundart kommuniziert werden und kein Fach- und Füllwort ging in der Übersetzung unter.😊
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  • Markus der Wikinger

    15. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 10 °C

    Für einen kurzen Moment hegte ich den Gedanken, die Geschichte neu zu schreiben und mich als heroischer Wikingerfürst niederzulassen und Angst und Schrecken zu verbreiten.
    Veronika jedoch Zerstörte meine Illusion davon, dass ich einen finsteren und erschreckenden Eindruck erwecken würde. Zudem wäre das Wikingerdasein ohnehin nichts für mich, da es mir auf Dauer zu kalt und windig sein würde.
    So verwarf ich mein Vorhaben wieder. Aber man wird ja mal spinnen dürfen😅
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  • Moskenes Camping - so viele Menschen

    15. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 10 °C

    Im Westen der Lofoten ist es wirklich eng. Freiflächen bzw. Gelände zum Zelten sind äußerst rar.
    Auch die Brennholzversorgung eines Lagerfeuers bereitet in Ermangelung an Baumbestand Probleme.

    Während wir in den nordöstlichen Weiten jederzeit ein einsames Plätzchen gefunden hätten und haben, blieb uns nur der gut besuchte Campingplatz. Diesen hatten wir uns für die letzten beiden gemeinsamen Nächte vorgenommen. Er war rege besucht, so viele Menschen kamen nach den letzten Wochen direkt einem Kulturschock gleich.
    Ich möchte ja nicht wissen, wie es in der Hochsaison auf den Lofoten zugeht.

    Für einen Aufpreis von 100 Kronen haben wir uns eine der Feuerhütten gemietet und gemütlich Lachs, Gemüse und Brot gegrillt...

    Die Sanitäranlagen waren top in Schuss. Derart neu oder saniert, haben wir sie auf unserer Reise nirgends vorgefunden.
    Wer jedoch eine ausgiebige Dusche über sich ergehen lassen möchte, darf sich nicht zu blöd sein, mit ständigem Vor- und Zurückwippen den an der kurzen Leine gehaltenen "Wasser-marsch-Knopf" zu betätigen.
    Ich erwischte zu anfangs eine Duschkabine mit einer Wasserlaufzeit pro Knopfdruck von 2 Sekunden und wechselte alsbald in die Nachbarkabine. Dort betrug das jeweilige Wasserintervall sagenhafte 5 Sekunden.
    Meiner Geduld, wenn es um warmes Wasser geht, sei Dank, habe ich sehr lange geduscht🛀
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  • Alles hat ein Ende nur die Wurst hat 2

    17. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 8 °C

    Für mich endet heute meine wunderbare Reise durch den Norden Norwegens. Pünktlich um 7.00 Uhr hat die Fähre in Moskenes nach Bodö abgelegt. Von dort aus wechsle ich von Schiffsverkehr zu Luftverkehr.

    Wenn auch die einzelnen Tage oft unter dem Eindruck standen, schnell vergangen zu sein, so kam mir die gesamte Reise doch lange vor. Im Gegensatz zu so manch zäher Lebensphase jedoch, im ausschließlich positiven Sinne.
    Sind die vergangenen 3 Wochen doch allzu reich an bleibenden Eindrücken und vielen schönen Erlebnissen und Momenten...

    Von der abfahrenden Fähre aus sieht man sowohl auf den Hafen als auch den örtlichen Campingplatz.
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  • Ankunft in Bodö

    17. juni 2022, Norge ⋅ ☁️ 10 °C

    Nun bin ich in Bodö angekommen.
    Mein Flug nach Oslo ist für 14:55 Uhr terminiert.
    Somit bleibt noch ein wenig Zeit.
    In Bodö befindet sich das Bremnesfort, eine ehemalige Artelleriestellung der Wehrmacht, 13 KM vom Flughafen entfernt. Laut Homepage hat das dortige Museum allerdings nur an 2 Tagen in der Woche geöffnet, Dienstag und Sonntag oder auf Anfrage. So muss ich mir wenigstens nicht den Kopf zerbrechen, ob die Zeit dafür reicht oder nicht.
    Ich gehe stark davon aus, dass ich die Zeit einfach in Bodö verbummeln werde.

    Apropos Bodö:
    Da die Stadt im 2. Weltkrieg massiv durch Luftangriffe zerstört worden ist, bietet sie leider so gut wie keine historischen Gebäude und wurde nach dem Krieg de facto komplett neu erbaut. Dem Zeitgeist entsprechend, freilich wesentlich nüchterner und pragmatischer.
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  • Ankunft in Oslo

    17. juni 2022, Norge ⋅ ⛅ 13 °C

    Soeben bin ich in Oslo gelandet.
    Das erste mal, dass ich mich für den Ausstieg in vorderster Reihe platziert habe. Für gewöhnlich bleibe ich gemütlich sitzen, bis das Gros den Flieger verlassen hat.
    Und just in diesem Moment gab es technische Probleme mit dem Auslass bzw. Tür.
    Letztlich gingen die Schotten dann doch auf.
    Im Hinblick auf meinen Anschlußflug nach Kopenhagen mit terminierter Abflugzeit um 17.15 hatte ich mich schon darauf gefreut, ohne Wartezeit einfach in den Flieger zu hüpfen.

    Doch nun stehe ich wieder herum...
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  • Abflug von Kopenhagen nach München

    17. juni 2022, Danmark ⋅ ☁️ 18 °C

    Nun geht es von Kopenhagen aus Heim nach München.
    Bei der Lufthansa gilt Maskenpflicht. Da ich meine sinniger Weise ins Aufgabegepäck verräumt hatte, kam ich nun das erste Mal in meinem Leben in die Verlegenheit, eine gegen Geld beziehen zu müssen. Da die hier nur im 10er-Pack zu beziehen sind, bin ich dementsprechend stolzer Besitzer von 10 Masken. Die reichen mir aber dafür auch für den Rest meines Lebens.Læs mere

  • Ich daheim, Gepäck noch auf Reisen.

    18. juni 2022, Tyskland ⋅ ☀️ 27 °C

    Geschlagene 17 Std. waren vergangen vom ablegen der Fähre in Moskenes, bis ich vor meiner Haustür stand.
    3 Flüge mit dem langwierigen rein und raus, dabei umspült von Menschenmassen, haben mich zermürbt.
    Einfach nur noch heim wollend, musste ich dann erfolglos an der Gepäckausgabe nachsitzen und wartete vergebens auf meinen Rucksack.
    Wahrscheinlich war ihm auch alles zu viel und er ist in Oslo oder Kopenhagen ausgebüchst.
    In München jedenfalls, ist er nicht angekommen, wie mir die Dame an der Gepäcknachverfolgung der Lufthansa verriet.
    Man wird mich informieren, sobald mein Krempel die Lust verspürt, zurückzukommen, aber das kann dauern.
    Schaung ma moi dann seng mas scho.

    Vermisstenanzeige:

    Vermisst wird ein 55+10 Liter Backpacker-Rucksack, Kampfgewicht 17-20 Kilo. Durch eine entbehrungsreiche Norwegenreise dürfte er aktuell stark abgenommen haben. Er macht ab und an einen zerstreuten und unsortierten Eindruck, ist menschenscheu und hängt gerne abseits der Hotspots herum.
    Nähern Sie sich ihm vorsichtig und nicht in Gruppen und vermeiden Sie in seiner Gegenwart hektische Bewegungen.
    Einmal aufgeschreckt und in die Enge getrieben könnte er mit schmutziger Unterwäsche um sich schmeißen.
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    Slut på rejsen
    17. juni 2022