• Aaron Winkler
  • Aaron Winkler

Ein Jahr Europa

Ich nehme mir ein Jahr Zeit und fahre mit meinem Van über 40.000 km durch ganz Europa. Leia mais
  • Napoli

    17 de novembro de 2022, Itália ⋅ ⛅ 19 °C

    Mein heutiges Ziel ist Neapel, die drittgrößte Stadt Italiens. Ihr zwielichtiger Ruf versetzt mich zu Beginn ein wenig in Sorge um die Sicherheit meines geparkten Autos, aber schließlich war es doch kein Problem.
    Auch wenn ich mich in den letzten Wochen bereits an den dynamischen Verkehr gewöhnen konnte, nimmt die Turbulenz hier noch einmal neue Ausmaße an. Generell scheint das Chaos die gesamte Stadt zu beherrschen und es fällt mir oft schwer zu verstehen, wie sie offensichtlich trotzdem funktionieren kann. Die ohnehin engen Straßen sind überfüllt mit Passanten, allen möglichen Verkaufsständen und Fahrzeugen, die gemeinsam eine intensive Geräuschkulisse erzeugen.
    Das Stadtbild ist sehr heterogen und so liegen sozialschwache, baufällige Viertel direkt neben schicken Einkaufsstraßen, die wiederum in historische Stadtteile übergehen. Diese bieten eine große Fülle an Sehenswürdigkeiten, wie prunkvolle Kirchen, noble Palazzi und schöne Stadtplätze in unterschiedlichen Größen.
    Ich gönne mir eine Pause in der Pizzeria Brandi, die ich sich damit rühmt, dass hier 1889 die Pizza Margherita erfunden wurde. Auch wenn das nicht ganz stimmt, ist es trotzdem ein tolles Erlebnis, an diesem traditionsreichen Ort bei der Entstehung meiner Pizza hautnah dabei zu sein.
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  • Barrea & Scanno

    18 de novembro de 2022, Itália ⋅ ⛅ 14 °C

    Nachdem ich die kampanische Küstenregion ausgiebig erkundet habe, fahre ich heute weiter in Richtung Norden bis in die Region Abruzzen, die vom gleichnamigen Teilgebirge des Apennin geprägt wird.
    Gleich am südlichen Anfang entdecke ich das hübsche Dorf Barrea, das vor einer tollen Kulisse aus grünlich schimmerndem See und hohen Berggipfeln liegt. Ich begnen nur wenigen Bewohnern und genieße die Ruhe als Ausgleich zum gestrigen Trubel in Neapel.
    In den vergangenen Wochen habe ich den Herbst kaum wahrgenommen, dafür ist er in dieser Höhe ist schon relativ weit fortgeschritten und überzieht die Landschaft mit leuchtenden, aber teilweise auch dunklen Farben.
    Nach wenigen Kilometern mache ich einen weiteren Halt in Scanno, das zwar etwas größer, aber ebenso beschaulich ist. Ich probiere einige lokale Gebäckspezialitäten und lasse mich von den urigen Natursteinhäusern und kleinen Gassen verzaubern.
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  • Sulmona & Pacentro

    19 de novembro de 2022, Itália ⋅ 🌧 14 °C

    Ich will den verregneten Tag heute nicht ungenutzt lassen und versuche die halbwegs trockenen Regenpausen abzupassen, um zwei weitere Ortschaften zu besuchen.
    Kurz nachdem ich meinen Stellplatz verlassen habe, passiere ich einen kleinen Stausee, der ein wunderschönes Farbspiel aus seinem intensiven Blau und den Rot- und Gelbtönen des Herbstlaubes an seinem Ufer zeigt.
    Wenig später erreiche ich die Kleinstadt Sulmona und finde heraus, dass hier die Herstellung von gezuckerten Mandeln, dem sogenannten Confetti, eine lange Tradition hat und dieser sogar zu kunstvollen Blumen arrangiert werden.
    Durch ihre Lage im Tal wird die Stadt von hohen Bergen umringt und vor deren wolkenverhangenen, dunklen Hänge zeichnen sich die hellen Fassaden der schönen Innenstadt sehr deutlich ab.
    Nur ein paar Kilometer entfernt, aber etwas höher gelegen, erreiche ich das malerische Dorf Pacentro. Trotz des schlechten Wetters, schafft der helle Naturstein auf dem Boden und an den Fassaden auch hier einen freundlichen Eindruck zu vermitteln.
    Auf einem Aussichtspunkt kann ich zwar die Schönheit der umliegenden Berglandschaft unter den Wolken nur erahnen, aber zumindest für einen kurzen Augenblick bricht die Sonne durch und taucht die Szene in ein glanzvolles Licht.
    Ein Stück weiter im Norden finde ich am Ufer des kleinen Flusses Tirino endlich wieder mal einen idyllischen Stellplatz mitten in der Natur.
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  • L'Aquila & Rocca Calascio

    20 de novembro de 2022, Itália ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach einem sonnigen Morgen auf dem schönen Stellplatz am Fluss, zieht es sich leider wieder zu und an meinem ersten Ziel, der mittelalterlichen Burgruine Rocca Calascio auf knapp 1.500 Metern, bin ich von Wolken umgeben. Statt einem weiten Ausblick, bietet sich mir eine mystische Stimmung, denn meine Sicht reicht nur wenige Meter weit und aus dem nasskalten Dunst tauchen immer mehr Reste der ehemaligen Befestigungsanlage auf.
    Anschließend fahre ich wieder hinab ins Tal und besuche die die Hauptstadt der Region, L'Aquila. Sie wurde 2009 von einem Erdbeben schwer beschädigt und das historischen Zentrum wirkt noch immer relativ verlassen und wie eine große Baustelle. Einige schöne Palazzi und Kirchen gibt es dennoch zu sehen und der hübsche Domplatz ist dank der Marktstände etwas belebter.
    Ein ganzes Stück weiter im Westen finde ich am Ufer des Stausees Lago del Salto einen ruhigen Stellplatz mit tollem Ausblick auf die herbstlichen Berge. Ärgerlicherweise bleibe ich beim Wenden in der aufgeweichten Wiese stecken und muss die Nacht in unangenehmer Schräglage verbringen. Am nächsten Tag suche ich direkt nach Hilfe und treffe am nahegelegenen Bootsanleger auf eine Gruppe junger Italiener, die gerne bereit sind mir zu helfen. Nach dem der erste Versuch mit einem 4x4 Pick-up gescheitert ist, können sie mich schließlich mit ihrem Traktor befreien. Ich bin wieder einmal sehr dankbar für die freundliche Hilfsbereitschaft und habe daraus eine weitere Lektion gelernt.
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  • Tivoli - Villa d'Este

    23 de novembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 15 °C

    Mit der Villa d'Este in Tivoli besuche ich heute einen weiteren Ort, der schon lange auf meiner Wunschliste steht.
    Sie stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und ist berühmt für ihren italienischen Renaissancegarten, der zahlreiche einzigartige Wasserspiele enthält. Leider wurde das Wasser witterungsbedingt abgestellt und so müssen sie lediglich durch meine Vorstellungenskraft gespeist werden.
    Der Garten ist trotzdem eine wahre Augenweide, denn die Terrassen und Hänge erzeugen in Verbindung mit der Bepflanzung und den Sichtachsen ein spannendes Ensemble. Die skulpturalen Brunnen und Fontänen sowie zahllose interessante Details geben jedem Gartenraum einen eigenen Charakter.
    Die Räume mit flächendeckenden Fresken im Inneren des Palazzo sind zwar ebenso aufwendig gestaltet, aber spielen nur eine Nebenrolle.
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  • Roma & Vaticano

    24 de novembro de 2022, Cidade do Vaticano ⋅ ☀️ 18 °C

    Von meinem letzten Besuch vor sieben Jahren habe ich noch sehr positive Erinnerungen an die italienische Hauptstadt und so nehme ich mir zwei Tage Zeit um sie erneut zu erkunden.
    Vom ersten Moment an bin ich von ihrer erhabenen Schönheit und der schier endlosen Fülle an bedeutenden Orten und Bauwerken aus sämtlichen Epochen fasziniert. Besondere Bewunderung schenke ich den vielen großen Plätzen, deren Ästhetik kaum zu übertreffen ist.
    Aber auch darüber hinaus bietet mir die Stadt wunderschöne und abwechslungsreiche Facetten, die vom riesigen Park der Villa Borghese, über die zahlreichen breiten Prachtstraßen, die antiken Ausgrabungsstätten, der vatikanische Enklave, bis zu den schmalen Gassen mit gemütlichen Geschäften reichen.
    Mit mir sind reichlich andere Touristen unterwegs, aber mit Ausnahme einiger Brennpunkte verteilen sich die Menschenmengen auf ein angenehmes Maß und die Stadt schafft es scheinbar mühelos davon völlig unbeeindruckt zu bleiben.
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  • Cascate del Mulino & Montalcino

    26 de novembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 13 °C

    Mein Weg führt mich weiter in Richtung Norden und mit einem Zwischenstopp in Viterbo erreichte ich gestern einen schönen Stellplatz direkt am Ufer des großen Bolsena Sees.
    Von hier ist es nicht weit bis in die Toskana, in der ich entlang der kurvenreichen Straßen von traumhaften Ausblicken auf idyllische Landschaften verzaubert werde.
    In der Nähe von Saturina erreiche mein erstes Ziel, die malerischen Thermalquellen Cascate del Mulino. Hier sprudelt 37° C warmes, schwefelhaltiges Wasser aus dem Boden und mehrere flache Becken bieten die Möglichkeit für ein entspanndes und angebliche heilsames Bad. Der Ort wird ganzjährig gut besucht, aber durch die Nebensaison bin ich heute fast ausschließlich von Einheimischen umgeben.
    Weiter nördlich komme ich in die hübsche Kleinstadt Montalcino, die für ihren Spitzenwein Brunello bekannt ist. Die Altstadt ist fast menschenleer, aber bietet neben zahlreichen Feinkostgeschäften auch beschauliche Gassen und tolle Weitblicke in das umliegende Val d'Orcia.
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  • Siena

    27 de novembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 12 °C

    Die letzte Nacht verbrachte ich ebenfalls im wunderschönen Val d'Orcia und da ich meinen Stellplatz bei Monticchiello erst im Dunkeln erreicht habe, werde ich heute morgen von einem herrlichen Rundumblick überrascht.
    Auch auf der weiteren Fahrt halte ich immer wieder an, denn in dieser Gegend der Toskana ist die Landschaft besonders schön und gleicht einem riesigen Gemälde.
    Ich erreiche schließlich Siena, an das ich noch ein paar schöne Erinnerungen von meinem lange zurückliegenden Besuch habe. Sie drehen sich vorallem um das berühmte Pferderennen Palio und ich habe sogar das große Glück, einen Umzug der vorangegangen Sieger aus nächster Nähe erleben zu können. Vor der Kulisse des ohnehin schon beeindruckenden Piazza del Campo erzeugen Fahnen, Trommeln und Gesang einen echten Gänsehautmoment.
    Zusätzlich bietet die Stadt viele sehenswerte Gebäude im gotischen Stil und hübsche Gassen, die von gut erhaltenen Ziegelsteinbauten gesäumt werden. An vielen Häusern finden sich Hinweise auf die jeweiligen Contrada und machen den starken Lokalpatriotismus deutlich sichtbar.
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  • San Gimignano

    27 de novembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 10 °C

    Einige Kilometer weiter im Norden komme ich in die Kleinstadt San Gimignano, die für die relative hohe Zahl noch erhaltener Geschlechtertürme bekannt ist. Diese bis zu 54 Meter hohen Bauwerke dienten einst sowohl Wohn- als auch Verteidigungszwecken für reiche Familie und dominieren den mittelalterlichen Stadtkern. Der beschauliche Ort ist eine der Hauptattraktionen der Toskana und wird auch heute gut besucht. Entlang der ansehnlichen Plätze und Gassen tummeln sich kleine, gehobene Geschäfte, die vorallem lokale Spezialitäten, Weine und Lederwaren verkaufen und sich teilweise schwer voneinander unterscheiden lassen.
    Das Umland ist auch hier sehr idyllisch und wird von Weinbergen, Olivenhainen und teils schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund geprägt.
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  • Firenze

    28 de novembro de 2022, Itália ⋅ ☁️ 11 °C

    Heute besuche ich Florenz, die Hauptstadt der Toskana und Wiege der Renaissance.
    In kaum einer anderen Stadt lässt sich der Reichtum früher Zeiten so gut ablesen wie hier. Am besten zu erkennen ist das am Piazza del Duomo, der mit Baptisterium, Campanile und Kathedrale, von gleich drei beeindruckenden Bauten und ihren aufwendigen Fassaden aus mehrfarbigem Marmor geprägt wird. Zudem sind die Palazzi teils erdrückend riesig und durch ihr markantes Quadermauerwerk erhalten sie einen burgähnlichen Charakter. Außerdem findet man neben bedeutenden Museen auch im öffentlichen Raum zahlreiche bewundernswerte Kunstwerke.
    Mir einiger Überraschungen stelle ich fest, dass es auch hier einen Weihnachtsmarkt mit abwechslungsreichen Ständen und sogar Glühweinausschank gibt. Nach Einbruch der Dunkelheit entedecke ich noch eine weitere Facette der Stadt, denn die Straßen werden nun durch verschiedenste Weihnachtsbeleuchtungen illuminiert.
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  • Pisa & Lucca

    30 de novembro de 2022, Itália ⋅ ⛅ 12 °C

    Der gestrige Tag war ziemlich kühl und verregnet, sodass ich mich nach einer wärmeren Alternative umgesehen habe und schließlich in Italiens größtem Wellnesskomplex gelandet bin. In der schönen Anlage namens Asmana konnte ich neben den warmen Pools auch wohltuende Zeremonien im Hamam und der Sauna genießen.
    Heute ist mein erstes Ziel Lucca, dessen Altstadt von einer komplett erhaltenen Mauer eingeschlossen ist. Sie ist inzwischen begrünt und bietet einen schönen, leicht erhöhten Spazierweg, der mir erste Einblicke in die Stadt ermöglicht. Hier ist relativ wenig los und es geht sehr gemächlich zu, wodurch ich ebenfalls in aller Ruhe durch die charmanten Gassen und über die hübschen Plätze schlendern kann. Dabei begegnen mir mir immer wieder markante Türme die zu Kirchen oder Palazzi gehören.
    Kurz vor Sonnenuntergang fahre ich weiter in das wenige Kilometer entfernte Pisa und komme genau zur rechten Zeit, um nicht nur den berühmten schiefen Turm, sondern auch die prachtvolle Altstadt und den Arno in einem wunderschönen Farbenspiel anzutreffen. Kurz darauf erzeugen ein großer, reich geschmückter Baum und die schöne Beleuchtung der Straßen eine festliche Atmosphäre, die von zahlreichen Passanten belebt wird.
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  • Cap Corse

    3 de dezembro de 2022, França ⋅ 🌧 14 °C

    Passend zum Monatswechsel, habe ich vorgestern die Fähre von Livorno nach Bastia genommen und bin nach 4,5 Stunden auf Korsika angekommen. Ich hatte Glück, gleich einen tollen Stellplatz direkt neben einem langen Sandstrand bei Lucciana zu finden.
    Bei wechselhaftem Wetter erkundete ich gestern und heute den nördlichen Zipfel der Insel, das Cap Corse. Der Kontrast zu den letzten Tagen in Italien könnte kaum größer sein, denn hier erwarten mich kleine, verschlafene Dörfer am Meer und in den Bergen dahinter. Die zerklüftete Küste hält zahlreiche schöne Strände und Buchten bereit und besonders fasziniert bin ich vom einzigartigen Zusammenspiel der Grüntöne des Schiefers, der Vegetation und des Wassers.
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  • Wanderung Monte Tolu

    4 de dezembro de 2022, França ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einer langen Pause vom Wandern, möchte ich heute das tolle Wetter nutzen und die unmittelbar hinter dem schmalen Küstenstreifen beginnenden Berge erkunden.
    So fahre ich ein Stück landeinwärts, bis ich auf etwa 1.100 Metern den Pass Bocca di a Battaglia erreiche. Hier beginnt ein relativ flacher Gratwanderweg, der bis auf ein paar anspruchsvolle Stellen, einfach zu begehen ist und mich am Anfang an Kühen und Pferden vorbeiführt.
    Nach Norden blickend, bietet sich mir ein herrlicher Weitblick über die Region Balagna bis zum Mittelmeer. Auf der anderen Seite erheben sich die über 2.500 Meter hohen, schneebedeckten Gipfel des Monte Cinto Massifs.
    Die letzte Kletterpassage bis zum Gipfel des Monte Tolu lasse ich heute aus und gehe auf dem selben Weg zurück. Mittlerweile hat es sich auch zugezogen und ohne die angnehem wärmende Sonne, reicht meine leichte Bekleidung vom Beginn der Wanderung nicht mehr aus.
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  • Wanderung Calanche de Piana

    6 de dezembro de 2022, França ⋅ ☀️ 18 °C

    Nachdem ich gestern entlang der Westküste nach Süden gefahren bin und dabei weitere sehr schöne Abschnitte entdeckt habe, hält sie heute eine besondere Überraschung für mich bereit. Zwischen den Dörfern Porto und Piana treffe ich auf die bizarren Felsformationen der Calanche, die mich bereits aus dem Auto heraus begeistern.
    Auf einer kurzen Wanderung, mitten durch die stark verwitterte Felslandschaft aus rotem Granit, folge ich dem ehemaligen Pfad der Maultiere und genieße atemberaubende Ausblicke auf den Golf von Porto bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen. Lediglich in den schattigen Passagen durch die Kiefernwälder muss ich etwas mehr Kleidung anlegen.
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  • Ajaccio

    7 de dezembro de 2022, França ⋅ ☀️ 18 °C

    Ich besuche heute Ajaccio, die Hauptstadt der Insel und Geburtsort von Napoleon Bonaparte. Er ist mit mehreren Statuen und Museen noch immer sehr präsent in der Stadt. Allerdings wird ihr Erscheinungsbild eher von der langen italienischen Vergangenheit bestimmt und die farbenfrohen Fassaden und zahlreichen Palmen kommen mir nur allzu bekannt vor.
    Das Wetter ist immer noch sehr angenehm und ich genieße es, einer der wenigen Fremden zu sein und mich in das alltägliche Treiben der Einheimischen zu mischen.
    Weiter südlich finde ich einen tollen Stellplatz neben einem schönen, naturnahen Strand bei Olmeto.
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  • Sartène

    9 de dezembro de 2022, França ⋅ ☁️ 16 °C

    Gestern verbrachte ich einen entspannten Tag mit herrlichem Wetter am Strand bei Olmeto und fahre heute ein paar Kilometer ins Landesinnere, um Sartène zu besuchen. Sie wird auch als die korsischste aller Städte bezeichnet und unterscheidet sich deutlich von den Orten, die ich bisher hier gesehen habe. Es fehlen die bunten Fassaden, denn die Häuser bestehen zum größten Teil aus groben Granitblöcken und heben sich kaum vom wolkenverhangenen Himmel ab. Die schmalen Gassen und kleinen Plätze sind wenig belebt, auch weil viele Geschäfte geschlossen sind. So braucht es einiges an Vorstellungskraft, um dem etwas tristen Bild ein wenig Charme abzugewinnen.
    Am südlichen Ende der Insel ist das Wetter zum Glück besser und an meinem schönen Stellplatz bei Bonifacio kann ich noch ein wenig die Sonne genießen.
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  • Bonifacio

    11 de dezembro de 2022, França ⋅ 🌬 14 °C

    Wie es der Zufall will, traf ich am Stellplatz den 60 jährigen Berliner Roman, der ebenfalls allein unterwegs ist und wir verbrachten gestern eine schöne Zeit am sonnigen Strand.
    Heute fahre ich in das nahe gelegene Bonifacio und werde von seiner spektakulären Lage, unmittelbar an den bis zu 80 Meter hohen Klippen aus Kalk- und Sandstein, beeindruckt. An deren Fuß breitet sich ein großer Schaumteppich aus, denn das stürmische Wetter bringt das Meer in Aufruhr.
    Im Inneren der beschaulichen Stadt geht es deutlich ruhiger zu, aber auf dem kleinen Weihnachtsmarkt tummeln sich zahlreiche Einheimische und genießen die lokalen Spezialitäten von Bratwürsten, über Gebäck, bis hin zu Austern.
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  • Wanderung Aiguilles de Bavella

    12 de dezembro de 2022, França ⋅ ☀️ 4 °C

    Die vielfältige Berglandschaft der Insel zieht mich erneut magisch an und so unternehme ich heute eine etwa 12 Kilometer lange Wanderung durch die Nadeln von Bavella, die in ihrer Form an die Dolomiten erinnern.
    Der Aufstieg beginnt am Col de Bavella auf etwa 1.200 Metern, ist sehr anspruchsvoll, führt über viele Felsbrocken mitten durch die Granittürme und enthält sogar eine kettengesicherte Kletterpassage. An einigen Stellen kommt erschwerend hinzu, dass der Fels überfroren und glatt ist, denn hier oben herrschen Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Die Gebilde aus Eis sind zwar sehr schön anzusehen, aber ich habe ein mulmiges Gefühl, als die über mir hängenden Eiszapfen beginnen herbzufallen und bin froh diesen Abschnitt schnell und unbeschadet hinter mir zu lassen.
    Am höchsten Punkt, dem Bocca Pargulu auf knapp 1.700 Metern, kann ich einen atemberaubenden Rundumblick genießen, während ein starker und eisiger Wind an mir zerrt.
    Der deutlich einfachere Rückweg zieht sich extrem in die Länge und ich muss mich sehr beeilen, um vor Einbruch der Dunkelheit wieder am Auto zu sein. Er ist zum Glück sehr gut markiert und so finde ich auch im letzten Licht der Dämmerung sicher zurück und treffe zum Schluss noch auf zwei junge Mufflons.
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  • Wanderung Supramonte

    19 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 12 °C

    Vor drei Tagen habe ich Korsika verlassen und bin mit der Fähre nach Palau auf Sardinien gefahren. Zu Beginn der kurzweiligen Überfahrt mit reichlich Seegang konnte ich noch einen tollen Blick auf die Steilküste von Bonifacio werfen.
    Angekommen auf der zweitgrößten Insel des Mittelmeeres verbringe ich ein paar ruhige Tage auf abgelegenen Stellplatz an der Küste und kann sogar zahlreiche Flamingos in freier Natur beobachten.
    Heute fahre ich in das Supramonte Gebirge, das an der zentralen Ostküste der Insel liegt und unternehme hier wieder eine sehr schöne, etwa 10 Kilometer lange Wanderung. Nach dem ersten Anstieg, der unkompliziert ist und über Schotterstraßen führt, erreiche ich eine karge Hochebene aus Kalkstein. Von hier an verliert sich der Weg und den Aufstieg zum Punta Corrasi muss ich mir selbst erarbeiten und dabei über viele Felsen kraxeln. Auf dem höchsten Punkt des Gebirges, bei 1.463 Metern, bietet sich mir ein phänomenaler Weitblick in alle Richtungen und verdeutlicht mir noch einmal den Unterschied zu Korsikas Landschaft. Der abwechslungsreiche Rückweg führt mich unter anderem durch uralte Steineichenwälder und vorbei an kleinen Rindern, die inmitten der Felsen grasen.
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  • Capo Carbonara

    21 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 18 °C

    Im südöstlichen Zipfel der Insel finde ich einen ruhigen Stellplatz mit toller Aussicht und erkunde von hier aus das Capo Carbonara. Bei der Umrundung der Landzunge entdecke ich mehrere kleine Felsbuchten, aber auch größere Sandstrände, die allesamt in wunderschönen Blautönen erstrahlen. Neben modernen Leuchttürmen und historischen Verteidigungstürmen treffe ich auch wieder freilebende Flamingos und interessante Felsformationen.Leia mais

  • Cagliari

    22 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 18 °C

    Meine nächste Station ist die Inselhauptstadt Cagliari, die mich mit tollem Wetter und typisch italienischem Flair empfängt.
    Die kleine und ruhige Altstadt liegt auf einem Hügel und an mehreren Stellen bieten sich schöne Ausblicke über die Stadt bis zum Meer. In den unterhalb gelegenen Fußgängerzonen spielt sich das eigentliche Leben ab und vor den farbenfrohen Fassaden schlendern die Einheimischen über den kleinen Weihnachtsmarkt.
    Zudem kann ich zahlreiche hübsche Parkanlagen sowie die Überreste antiker Bauten entdecken.
    Im Anschluss fahre auf einer schönen Küstenstraße weiter nach Südwesten und finde bei Teulada einen ruhigen Platz direkt am Wasser.
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  • Sardiniens Westküste

    24 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 20 °C

    In den Tagen um Weihnachten erkunde ich die Westküste der Insel und entdecke dabei abwechslungsreiche und wunderschöne Küstenabschnitte sowie die hübschen Kleinstädte Iglesias, Oristano und Bosa, die jeweils ihren ganz eigenen Charme haben. Oft bin ich fast allein auf den Straßen unterwegs und bin froh, dass zumindest noch einige Lokale geöffnet haben und ich etwas zum Mittag bekomme.
    Die meiste Zeit verbringe ich an einem ruhigen Stellplatz an der Costa Verde, genieße das traumhafte Wetter und bekomme ab und zu Besuch von sehr netten Einheimischen, die mir frohe Weihnachten wünschen.
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  • Alghero

    29 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 17 °C

    Mein nächstes Ziel ist die Küstenstadt Alghero im Nordosten der Insel. Hier erwarten mich wieder die typischen schmalen Gassen mit farbenfrohen Häusern sowie eine gut erhaltene Befestigungsanlage aus massiven Mauern und Türmen. Nach den beinahe leer gefegten Innenstädten der letzten Tage, ist es schön hier wieder das bunte Leben spielen zu sehen und mich unter die entspannten Einheimischen mischen zu können.
    Von der Stadtmauer aus kann ich am Horizont bereits die imposant aus dem Meer ragende Klippen sehen, die ich im Anschluss besuche. Am sogenannten Capo Caccia erheben sich die beeindruckenden Kalksteinfelsen bis zu 180 Metern Höhe und stürzen fast senkrecht in die Wellen.
    Noch ein Stück weiter im Norden finde ich einen abgelegen Stellplatz, der auf der kleinen Landzunge La Banderetta liegt. Hier wird die schroffe Küste von der untergehenden Sonne in ein goldenes Licht getaucht und der scharfkantige Schiefer kommt besonders gut zur Geltung.
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  • Sassari

    30 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Küste von La Banderetta fasziniert mich auch heute morgen wieder und da es mit dem Angeln in der starken Brandung nicht klappt, beobachte und fotografiere ich das Farbenspiel des Meeres.
    Später besuche ich Sassari, die zweitgrößte Stadt Sardiniens. Sie ist deutlich urbaner geprägt als das beschauliche Alghero und präsentiert sich mit großzügigen Plätzen und zahlreichen Prachtbauten. An einigen Stellen stören moderne Gebäude das Stadtbild, aber die kleinen Wohnhäuser und kiesgepflasterten Gassen im Altstadtkern erzeugen eine lebenswerte Atmosphäre.
    Meinen Stellplatz finde ich an der Nordküste bei La Ciaccia und die leicht erhöhte Lage ermöglicht mir einen schönen Ausblick auf das Meer.
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  • Radtour Castelsardo

    31 de dezembro de 2022, Itália ⋅ ☀️ 18 °C

    Am letzten Tag des Jahres unternehme ich nach einer längeren Pause mal wieder eine Radtour.
    Von meinem Stellplatz bei La Ciaccia führt sie mich zuerst entlang der Küste bis zum malerischen Städtchen Castelsardo. Gleich zu Beginn geht es über sehr anspruchsvolle und steile Schotterpisten bergauf und -ab, aber im weiteren Verlauf sind die Streckenverhältnisse zum Glück deutlich angenehmer.
    Eine wenig befahrene Schnellstraße bringt mich mit einer konstanten Steigung ein Stück landeinwärts und die gewonnene Höhe ermöglicht mir schöne Weitblick ins bergige Hinterland.
    Vorbei an Weideflächen und Artischockenfeldern geht es wieder hinab bis ins Tal des Flusses Coghinas und zu einer Lagune an dessen Mündung ins Mittelmeer. Auf dem Weg dorthin mache ich in einem kleinen Café Halt und neben einer Stärkung kann ich auch die Gesellschaft einer kleinen Gruppe angeheiterter Einheimischer genießen. Sie sind sehr freundlich und spendieren mir sogar ein Glas Weißwein, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen.
    Das soll aber auch schon die einzige kleine Feierlichkeit für heute gewesen sein, denn die Silvesternacht verbringe ich dieses Jahr schlafend.
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