• Manuel H
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Karibik + Mittelamerika

Et 119-dagers eventyr av Manuel H Les mer
  • Unterwegs in Saint-Pierre

    31. desember 2023, Martinique ⋅ ⛅ 28 °C

    Mein Tag ist diesmal wirklich (versprochen) schnell erzählt.
    Ich bin ohne Ziel oder Plan gestartet. Erst gemütlich bisschen was gefrühstückt und um 10:00 Uhr dann mal los, die Stadt oder das Dorf zu erkunden. Falls ich’s noch nicht erwähnt hab, die Stadt wurde 1902 durch einen Vulkanausbruch vollständig ausgelöscht. Es überlebten nur 3 Einwohner (Quelle: LonleyPlanet). Einige Ruinen aus dieser Zeit sind zu besichtigen.
    Ich bin einfach durch die Straßen gelaufen und habe gehofft, ich werde irgendetwas zu sehen bekommen. Dieser Plan hat auch funktioniert. Bis ca. 14:00 Uhr war ich unterwegs. Im Anschluss habe ich dann mit meinem Vermieter mit Händen, Füßen und Smartphone verhandelt, dass ich nicht schon morgen wieder weiterziehe, sondern noch zwei Nächte dranhängen kann. Jetzt war ich entspannter, dass das geklappt hat, da ich nun an einem Wochentag und nicht an einem Feiertag weiterreisen muss.
    Schnell nen Kaffee gemacht und einen ruhigen Nachmittag, bei bewölktem Himmel, im Zimmer verbracht. Später bin ich nochmal los, mir nen Rum für Silvester zu holen um mit mir selbst anstoßen zu können… und vorm „Kochen“ bin ich schnell, ein letztes Mal in diesem Jahr, ins Meer gehüpft.
    Der Abend war wieder recht ruhig. Auch auf den Straßen. Von Silvester keine Spur. Das blieb auch so… Um Mitternacht waren dann ein paar Böllerschüsse zu hören und ein kurzes „Happy New Year“-Geschrei von einem Boot. Nach einer Minute war alles vorbei.
    Ob evtl. vor 0:00 Uhr etwas passiert ist, kann ich nicht sagen, ich bin eingeschlafen… 🤷🏼‍♂️

    Ich wünsche allen ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2024!!! 🍀🕺🏻💃🏻🎉🌴
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  • Saint-Pierre Tag II

    1. januar 2024, Martinique ⋅ ☀️ 29 °C

    Bei mir war es heute ziemlich faul. Ich hab spät gefrühstückt und bin danach nochmal in mein Bett. Ich hab ja schließlich Urlaub und muss nicht von einer Sehenswürdigkeit zu nächsten rennen. So war’s dann auch. Nach ner kleinen Brotzeit ging’s gemütlich los. Einfach mal los schlendern… ohne wirkliches Ziel bin ich durch die Gassen gelaufen. Eine Sehenswürdigkeit wollt ich dann doch besuchen. Irgendeine Ruine, die der Vulkanausbruch 1902 übrig gelassen hat. War irgendwie ein grusliger Weg dahin, noch gruseliger war dann die Ruine selbst. Ich war ganz alleine auf dem Gelände. Was es früher war, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Alle Hinweisschilder sind auf französisch und im Internet findet man auch nur Infos auf französisch.
    Nach kurzem Besuch ging ich dann wieder zurück in die Stadt. Viel los ist in dem verschlafenen Dorf nicht. Ein paar Tagestouristen haben sich heute hier her verirrt.
    Zurück in meinem Häuschen angekommen, hab ich mich schnell umgezogen und bin dann noch ins Meer gehüpft. Die Aussicht ist einfach traumhaft. Während ich mich im Wasser treiben lasse, sehe ich auf den Vulkan Pelée, heute wolkenlos. Bevor es zum Abendessen geht, sitze ich noch am Strand und genieße die Stimmung und den Sonnenuntergang…
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  • Plantag und Erholung

    2. januar 2024, Martinique ⋅ ☀️ 27 °C

    Ein Tag ohne viele oder größere Ereignisse. Ohne besonderen Plan bin ich aufgestanden und hab in aller Ruhe den Tag begonnen. Richtig Auftrieb was zu unternehmen hatte ich nicht. So hab ich mich im Lauf des Vormittags mal an die weitere Planung der Reise gemacht.
    Ich wollte mir für ein paar Tage ein Auto mieten. Deshalb habe ich meine Unterkunft um weitere 5 Nächte verlängert. Beim Preis konnte ich auch nochmal bisschen was einsparen. Verständigung mit meinem Vermieter und seiner Mama wieder Hände, Füße, Internet… obwohl die Mama bisschen Englisch konnte, aber das reichte nicht, um ohne die anderen Hilfsmittel auszukommen.
    Ja… da bin ich jetzt bis Montag in Saint-Pierre. Am frühen Nachmittag konnte ich mich endlich aufraffen, das Haus zu verlassen. Im Internet hatte ich gesehen, dass eine vor Ort ansässige Autovermietung ab 04.01. relativ viele und auch vom Preis ganz gute Angebote hat. Da die Homepage aber nur auf französisch verfügbar war, bin ich direkt in das Büro gegangen. Die Verständigung war wieder nicht einfach. Die Wochentage konnte die Dame auf englisch, das war’s dann aber auch schon wieder. Und das Angebot das sie mir machen konnte, war viel mehr als ich ausgeben wollte. So bin ich ohne Auto wieder weiter. Eine zweite Autovermietung hatte ich am Ende des Dorfes gesehen. Da wollte ich mein Glück noch probieren. Aber diese hatte leider geschlossen. Ein bisschen frustriert, bin ich dann wieder nach Hause. Auf dem Weg dorthin, habe ich ein paar Busse gesehen, die in die Hauptstadt oder in die nähere Umgebung fahren. Das wird mir die nächsten Tage sicher den einen oder anderen Ausflug ermöglichen.
    Ach ja… und mit der Planung, wie’s nach Martinique weitergeht, weiß ich auch noch nicht 🤷🏼‍♂️ aber da fällt mir bestimmt noch was ein!!!
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  • Cascade de la Roxelane/Distillerie Depaz

    3. januar 2024, Martinique ⋅ ☀️ 28 °C

    Nachdem das mit einem Mietauto nicht geklappt hat, war meine Überlegung entweder mit dem Bus nach Fort-de-France zu fahren oder zu Fuß in die ca. 3,5 km entfernte Rumbrennerei Depaz zu gehen. Eine andere Alternative wäre noch gewesen, mich an die Bushaltestelle zu setzen und einfach den nächsten Bus nehmen, egal wohin er fährt…
    Es wurde dann der Spaziergang zur Brennerei. Auf der Karte sah ich, dass ganz in der Nähe ein Wasserfall sein soll. Den hab ich auch noch ins Programm aufgenommen. Aber lohnt er? In den Bildern seht ihr es dann.
    Um die Mittagszeit hab ich’s endlich geschafft, mich auf den Weg zu machen. Erst durchs ganze Dorf, dann durch Wohnsiedlungen und das letzte Stück auf der Landstraße. Alles natürlich in der prallen Sonne und bergauf. Teilweise mit tollem Blick auf den Vulkan Pelée oder aufs Meer. Vorbei an der Brennerei, ein kleines Stück noch auf der Straße und da hörte ich schon Geplätscher. Erstes Ziel also gleich erreicht. Kurzer Aufenthalt am Bach/Fluss und dann zurück zur Distillerie. Auf dem Gelände darf man sich alleine alles anschauen. Auch eine kostenlose Führung wird angeboten, diese hab ich aber nicht gemacht. Ich bin über das Gelände gelaufen, hab mir die Brennerei ein bisschen angeschaut, das Areal und bin dann noch zum Château gegangen.
    Vor meinem Rückweg hab ich mich im Schatten kurz ausgeruht. Zum Glück durfte ich jetzt alles bergab gehen. Die Sonne hatte kein Erbarmen mit mir…
    Bevor es zurück aufs Zimmer geht, musste ich noch fürs Abendessen gehen und Frühstück einkaufen. Kurz vor Saint-Pierre ist ein, zumindest von außen, großer Supermarkt. Da wollte ich alle meine Sachen einkaufen. Aber aus diesem Plan wurde nichts. Es gab so gut wie nichts. Kein Brot, kein Gemüse, kaum Obst,… Nudeln mit Soße und Müsli Riegel, das hab ich dann gekauft. Enttäuscht bin ich zum nächsten Supermarkt. Hier genau das gleiche Bild. Leere Regale. Hier hab ich dann aus Verzweiflung noch nen Joghurt und Getränke gekauft. Irgendetwas brauchte ich ja, da abends die meisten, wenn nicht alle, Restaurants geschlossen sind und ein Café zum Frühstücken habe ich auf meiner Reise bisher auch noch nicht gesehen.
    Zu Hause angekommen gab’s erstmal ein kühles Getränk.
    Später bin ich dann noch zum Sonnenuntergang an den Strand gegangen.
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  • Fort-de-France

    4. januar 2024, Martinique ⋅ ☀️ 30 °C

    Für ein paar Stunden Sightseeing bin ich nach Fort-de-France gefahren. Knapp ne Stunde mit dem Bus an der Küste entlang und schon war ich da.
    Der Unterschied zwischen Saint Pierre und Fort-de-France (FdF) ist sofort erkennbar/spürbar. Natürlich sind beide Städte nicht vergleichbar. Auf der einen Seite, die Hauptstadt und größte Stadt der Insel (FdF) und das Städtchen Saint Pierre. Gleich viel mehr Trubel, mehr Geschäfte, Restaurants, Cafés… ein ganz anderer Flair. Ohne einen Plan, was ich hier alles anschauen kann, ging ich einfach drauf los. Wollte mich einfach treiben lassen und schauen, was ich entdecken und erlebe. Gleich neben dem Busbahnhof (ist einfach ein großer Parkplatz, ohne Dach oder irgendetwas) bin ich durch ein schickes Viertel mit vielen Möglichkeiten zum Essen oder Kaffee trinken gekommen. Für mich war es aber noch zu früh fürs Mittagessen. Bin dann einfach weiter durch die Straßen und immer in die Richtung gelaufen, wo ich dachte, hier gibts was zu sehen. An der Kirche vorbei zum Stadtpark, dann ne kurze Pause am Park und weiter zur Bibliothek. Einen schnellen Blick in die Bücherei geworfen und zum Markt gegangen. Dieser war aber nicht so spektakulär, auch die Restaurants im Markt haben mich nicht angesprochen. An einem Imbiss hab ich mir dann ein Thunfisch-Panini und einen lokalen Saft (Prune de cythere - Goldapfel) gegönnt. Fragt mich nicht, nach was der Saft geschmeckt hat. Auf jeden Fall, nicht nach Apfel! Nach der kleinen Stärkung hab ich mich auf den Weg zum Fort St. Louis gemacht, leider keinen Eingang gefunden. Und beim Militär wollte ich nicht nachfragen. So blieb mir nur, das Fort von außen anzuschauen und mich noch bisschen am Strand auszuruhen.
    Mit dem Bus um 14:30 Uhr fuhr ich wieder zurück.
    In Saint Pierre angekommen hab ich noch das „Treiben“ am Markplatz beobachtet, bis neben mir ein Besoffener umgefallen ist. Ich wollte ihm helfen, aber er wollte dich nicht helfen lassen und wir haben uns auch nicht verstanden. Zum Glück kamen ein paar französisch sprechende Leute vorbei, die ihm dann geholfen haben.
    Ich hab mich dann langsam zurückgezogen und erkundigte mich noch bei der Touristeninformation, ob und wie ich zum Vulkan Pelée komme. Eine Möglichkeit mim Bus gibts und damit stand mein Plan für morgen auch. Da ich im Bus immer wieder eingeschlafen bin, hab ich mich zum Ausruhen gleich ins Bett gelegt. Bevor ich mir mein Abendessen warm gemacht hab, wollte ich noch kurz ins Meer. Irgendwie war’s mir aber zu kalt, so bin ich nur am Strand gesessen und hab den Sonnenuntergang beobachtet.
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  • Montagne Pelée/Morne Rouge

    5. januar 2024, Martinique ⋅ ☀️ 24 °C

    Geplant, getan… zumindest hatte ich den Vorsatz.
    Die Dame in der Touriinfo riet mir, früh zu starten. Sie suchte mir zwei Busverbindungen (7:18 oder 7:48 Uhr) raus. Nachdem ich ja immer so früh wach bin, verzichtete ich auf den Wecker. Na gut, falsche Entscheidung… um kurz vor halb acht, war ich dann wach. Also entschied ich mich, für den Bus um 8:18 Uhr. Ohne Kaffee und Frühstück ging’s zur Bushaltestelle. Nach drei Minuten kam auch schon der Bus. Mit mir ist noch eine Gruppe aus Deutschland eingestiegen. In Morne Rouge hab ich sie dann angesprochen. Von der Bushaltestelle bis zum Einstieg in den Rundweg waren es noch über 3 km, natürlich bergauf. Beim Einstieg angekommen, stand ein Schild mit der Route und der Dauer (4 Stunden). Ich dachte mir nur, ob ich den komplett mache, sehe ich dann… Der Pfad war ziemlich anstrengend…
    Nach meiner ersten Pause merkte ich meine Oberschenkel, aber ich wollte zumindest bis zu einer Aussicht kommen, bei der ich einen guten Blick über Martinique und bis nach Dominica habe.
    Langsam machte sich bemerkbar, dass ich nichts gegessen hatte. Ich aß zwei kleine Schokomüsliriegel. Die halfen leider nichts, im Gegenteil. Auf halber Strecke gab ich auf. Der Abstieg war soweit ok, nur die Strecke nach Morne Rouge fühlte sich ewig an. Endlich an der Bushaltestelle angekommen, dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin, schau ich mir das Dorf auch noch an. Und auch die 1,5-2 km waren eine nicht endende (gefühlte) Qual.
    Gut, dann war ich in der Stadt und zu sehen gab es eine Kirche, mehr nicht.
    Auf der Suche nach einem Restaurant oder Imbiss bin ich dann auch verzweifelt. Und im Supermarkt gab es zwar mehr wie in Saint Pierre, aber nichts, was mir jetzt im Moment helfen würde. So habe ich mich auf den Rückweg gemacht. In Saint Pierre bin ich dann zu nem Bäcker, der hatte zum Glück diverse Sandwiches zur Auswahl und auch ein Stück Kuchen. Zu Hause angekommen wurde erstmal gegessen und dann ausgeruht.
    Zum Sonnenuntergang bin ich noch kurz ins Meer gesprungen und habe mir zum Abendessen mal wieder Nudeln gekocht.
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  • Le Prêcheur

    6. januar 2024, Martinique ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach meinem gestrigen „Reinfall“, habe ich mir für heute etwas ruhigeres ausgesucht. Die Überlegung war: auf die Ostseite der Insel zu fahren oder im Westen bleiben und da einen schönen Strand zum Schnorcheln und Relaxen zu finden.
    Nachdem die Reise in den Osten ca. 3 Stunden gedauert hätte (Wartezeiten beim Umsteigen zwischen 30-60 Minuten), bin ich dann doch lieber im Westen geblieben. Die Fahrtzeit betrug nur 30 Minuten.
    Bevor es aber losgehen konnte, musste ich noch einkaufen gehen. Ich hatte ganz vergessen, dass heute vielleicht auch hier Feiertag ist. Ob oder ob nicht, keine Ahnung, der Supermarkt und die Bäckerei waren geöffnet, zum Glück!!
    Um die Mittagszeit fuhr mein Bus. Erster Plan war, bis zur Endhaltestelle nach Anse Belleville zu fahren. Für mich war Anse = Strand oder so was ähnliches. Auf der Fahrt bzw. kurz vor Le Prêcheur kamen mir Zweifel, ob ich wirklich so weit fahren will. Kurzfristig bin ich doch früher ausgestiegen und hab dadurch den Busfahrer leicht irritiert. Der sagte mir, dass das nicht mein Ziel sei… ich versuchte ihm verständlich zu machen, dass ich an einen Strand (französisch: Plage) will. Verstanden hat er’s nicht… (🤷🏼‍♂️ obwohl ich doch schon echt gut in der Aussprache bin 🤔)
    So, da stand ich nun am Dorfende von Le Prêcheur. Ein Strand war nicht wirklich zu sehen. Ich bin ein paar Meter weiter gegangen, da gab’s nen Aussichtspunkt. Aber ich hab da nicht interessantes entdecken können. Nach kurzem Aufenthalt und einem Blick auf meine App, bin ich in Richtung Dorfmitte gelaufen, hier sollte dann ein Strand kommen. Zuvor kam ich noch an einem Restaurant vorbei, Hunger hatte ich, Mittag war ja auch, nur die Bewertungen haben mich dann überzeugt, hier nicht einzukehren. Nach ein paar Meter sah ich dann einen Strand. Leider war es nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Kein Schatten und auch nicht besonders schön. Nun musste ich überlegen, wie mein Tag weitergehen soll. Der Bus zurück kommt in zwei Stunden. Hier, am nicht so tollen, dreckigen Plage die Zeit absitzen oder Richtung Saint Pierre spazieren. Da ich die letzten Tage nicht genug unterwegs war, bin ich Richtung Heimat gegangen. Wieder einmal alles in der prallen Sonne. Nach 1-1,5 km war ein kleines Schild am Straßenrand, das hier ein Restaurant sei. Das Restaurant war eher ein Imbissstand, aber mit netter Sitzgelegenheiten. Da ich noch genügend Zeit hatte, bestellte ich mir ein Bier und einen Fisch. Leider war es nicht das, was ich mir erhofft hatte. Geschmeckt hat’s recht fad und der Preis war dafür war… egal, ich hab Urlaub.
    Nach dem Essen musste ich nur noch 20 Minuten auf meinen Bus warten.
    Um 15:00 Uhr etwa, war ich dann wieder in Saint Pierre. Ne Stunde ausruhen und dann ging’s bei leichtem Regen an den Strand. Diesmal auch mit Taucherbrille und Schnorchel. Viel zu sehen gab’s nicht. Einen großen Fisch, der nicht besonders bunt oder auffällig war, und ein paar kleine gelbe Fische waren da.
    Nach einer guten Stunde war der Badeausflug beendet.
    Am Abend hab ich mir, nach dem Abendessen, noch einen Rum Depaz schmecken lassen.
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  • Letzter Tag Saint-Pierre

    7. januar 2024, Martinique ⋅ ⛅ 27 °C

    Der Tag sollte schnell erzählt sein. Mein letzter in Saint-Pierre. Es war mal wieder planen angesagt, aber diesmal nicht nur „naja, dann schau ma Mal“, sondern eine Planung für mehrere Wochen im Voraus. Bleibe i h noch ein paar Tage auf Martinique oder fahre ich am Dienstag weiter nach St. Lucia? Wie lange und wo bleibe ich dort, wie komme ich nach Grenada… ab jetzt benötige ich zur Einreise in ein neues Land immer ein Rück- oder Weiterreiseticket. Was mir das Leben nicht einfacher macht.
    Bis zum Mittag war ich somit gut beschäftigt. Hab mir viele Unterkünfte und Flüge angeschaut, um am Ende doch noch ein paar Tage auf Martinique zu bleiben. Morgen geht es in den Osten nach Tartane. Erstmal für drei Nächte. Wahrscheinlich nehme ich die Fähre am 12.01. nach St. Lucia.
    Nach erfolgreicher Buchung bin ich dann Richtung Marktplatz gelaufen und wollte mir etwas kostengünstiges zum Essen suchen. Viel geöffnet hatte heute nicht. Auch waren sehr wenig Tagestouristen unterwegs. In den geöffneten Restaurants in der Stadt-/Dorfmitte waren alle Plätze belegt. Ich wollte mich schon mit einem Apfel zufrieden geben, da fiel mir noch ein Lokal am Ortseingang ein. Da hab ich dann auch nen Platz und was zu essen bekommen. Wer jetzt noch sagt, die Wiesn is teuer… NEIN!!!! Die Wiesn ist dagegen fast ein Schnäppchen. Das Bier war, wie auf dem Oktoberfest, schlecht eingeschenkt und das Hähnchen ca. die Hälfte. Und beides teurer…
    Dafür hatte ich ne tolle Aussicht ;-)
    Mehr erlebt hab ich heute nicht. Abends war noch packen angesagt…
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  • Auf in den Osten/Tartane

    8.–11. jan. 2024, Martinique ⋅ 🌬 28 °C

    Es war wieder weiterreisen angesagt. Für 3 Nächte hab ich mir ein Apartment in Tartane gemietet.
    Abfahrt war 10:15 Uhr und die Fahrt, mit zweimal umsteigen, sollte 2-2,5 Stunden dauern. An meinem „Bezwinger Pelèe“ 🤷🏼‍♂️ vorbei, quer über die Insel bis zur Ostküste. Ging soweit auch alles gut, der erste Busfahrer sprach bisschen englisch und zeigte mir auch, an welcher Haltestelle es für mich weitergeht, nur beim zweiten Umsteigen hat mich der Busfahrer wohl falsch verstanden und mich zu früh aussteigen lassen und dann noch in die falsche Richtung geschickt. Naja, war nicht so schlimm. Hatte nen kleinen Fußmarsch von 15 Minuten. Dadurch auch ne Wartezeit von ca. 45 Minuten auf den nächsten Bus….
    Um 13:45 Uhr war ich dann beim Apartment. Von meinem Vermieter bis dahin noch nichts gehört, was den Schlüssel angeht. Sollte ein Self-Check-In sein. Zum Glück war die Putzfrau noch da und konnte mir so den Schlüssel übergeben. Nachdem ich mich kurz ausgeruht und mein Apartment begutachtet habe (toll, voll ausgestattet und durchdacht), bin ich los um die Umgebung zu erkunden. Mein erster Weg führte mich zum Strand, lt. Reiseführer einer der schönsten Strände von Martinique. Danach bin ich zu einem Aussichtspunkt „gewandert“ und zurück ins Apartment.
    Mit Hilfe des Internets versuchte ich einen Supermarkt und ein Restaurant in der Nähe zu finden. Naja, wie so oft, gar nicht so einfach…
    Ich hab dann alle Küchenschränke durchsucht und glücklicherweise ein paar essbare Sachen entdeckt und mir daraus ein Menü kreiert 😂
    Auf der Terrasse habe ich dann mein Abendmahl genossen und bin im Anschluss auf die Couch.
    Da bin ich auch sehr schnell eingeschlafen…
    Morgen wollte ich die Stadt erkunden und schauen, ob ich einen einfachen Wanderweg finde.
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  • Tartane und der Supermarkt

    9. januar 2024, Martinique ⋅ 🌬 27 °C

    Der Tag hat eigentlich ganz entspannt begonnen. Das Wetter hat mir das „Nichtaufstehen“ recht leicht gemacht. Es war bewölkt, windig und es hat immer wieder geregnet. Nach einem Kaffee und altem Baguette mit Mortadella, hab ich mir überlegt, dass ich mich zuerst auf die Suche nach einem Supermarkt (mein Vermieter meinte, es gibt einen) mache und später noch eine kleine Wanderung unternehme. Voller Vorfreude aufs Einkaufen bin ich losgezogen.
    Mit ein paar kurzen Zwischenstopps an diversen Stränden war ich relativ schnell am Ortsausgang. Von einem Supermarkt war nichts zu sehen. Ich bin dann noch ein Stück weiter gelaufen und wollte zu einem weiteren Strand. Meine Navigationsapp zeigte mir einen Weg, den es gar nicht gab.
    Auf dem Rückweg habe ich einen mir entgegenkommenden Mann gefragt, ob es einen Supermarkt gibt. Er verneinte und sagte, am Ortsausgang ist eine Tankstelle mit einem kleinen Shop. Der nächste Supermarkt sei in La Trinitè, ca. 20 Minuten mit dem Bus. Ich bin dann zur Tankstelle und wollte mal schauen, was die so in ihrem kleinen Laden haben. Gekauft habe ich nur ein Wasser. Die Preise waren gegenüber Saint Pierre 50-80% teurer und die Auswahl natürlich sehr gering. Jetzt hing meine Hoffnung, etwas bezahlbares zum Essen zu finden, an den Bäckereien, die ich auf meiner Tour durch Tartane gesehen hatte. Was ich noch sagen muss: die Restaurantdichte hier ist enorm. Auch, dass alle, naja, fast alle, geöffnet waren, hat mich schon sehr gewundert. Ich habe mich dann für einen Grillimbiss entschieden und hab mir da eine Wurst mit karibischem Gemüse bestellt. Der Preis war ok, nur die Wurst hätte wärmer sein können, war in der Mitte noch fast gefroren… aber alles kann man halt nicht haben.
    Bei der ersten Bäckerei hab ich mir dann ein Baguette, zwei Schokobrötchen und einen Flan gekauft. Das muss fürs Abendessen und Frühstück reichen. Instantkaffee und Tee hab ich noch.
    Etwas frustriert bin ich dann nach Hause und hab mich wieder mal mit der weiteren Planung auseinandergesetzt. Gebucht hab ich ein Hotel in Fort-de-France von Do. auf Fr. Da will/wollte ich eigentlich weiter nach St. Lucia. Bin aber noch am abklären, ob ich evtl. von Martinique direkt und günstig nach Grenada kommen kann.
    Den Abend hab ich in der Hängematte verbracht, bis mich die Mücken in mein Zimmer vertrieben haben.
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  • Ein Tag am Meer

    10. januar 2024, Martinique ⋅ 🌬 27 °C

    Eigentlich war der Plan für heute eine kurze Wanderung in der Nähe zu unternehmen. Diesen musste ich aber schon nach, wahrscheinlich waren es keine 200 Meter, wieder begraben. Die Straßen, die mir verschiedene Apps angezeigt haben, existierten nicht bzw. sahen aus wie eine Einfahrt. Zu Fuß zum Ausgangspunkt zu kommen, war mir zu gefährlich, da es nur eine enge Straße durch Zuckerrohrfelder gibt, die keinen Fußgängerweg hat.
    So bin ich dann am Strand gelandet und hab heute wirklich mal nix gemacht.
    Zum Mittagessen hatte ich noch Baguette und Wurst von gestern. Auch was Süßes war noch übrig…
    Und ich musste auch noch meine Fährüberfahrt und Unterkunft in St. Lucia buchen. Das hat mich auch wieder viel Zeit und Nerven gekostet. Alles hab ich immer noch nicht. Um einreisen zu dürfen, benötige ich einen Flug. Aktuell weiß ich noch nicht, wie lange ich bleiben möchte und wohin mich die Reise führt. Grenada oder Barbados? Da hab ich morgen genug Zeit, auf der Busfahrt nach Fort-de-France, darüber nachzudenken.
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  • Zurück nach Fort-de-France

    11.–12. jan. 2024, Martinique ⋅ ☀️ 29 °C

    Der Tag ist schnell erzählt. Es ging zurück nach Fort-de-France, da ich morgen weiter nach St. Lucia reise.
    Um 10:15 Uhr, 1,5 Stunden früher als eigentlich geplant, ging es mit dem Bus in Tartane los. Meine Überlegung war, lieber mehr Zeit in der Hauptstadt zu verbringen, als im Apartment die Zeit absitzen. Durchs Landesinnere ging meine Fahrt. Ohne größere Wartezeiten bin ich heute nach Fort-de-France gekommen. Um die Mittagszeit war ich dann am Zielort. Der Check-In in meinem Hotel sollte ab 15:00 Uhr möglich sein. Ich dachte mir, zumindest mein Gepäck könnte ich unterstellen. Aber nein, ich stand vor verschlossener Tür. Samt meines Gepäcks hab ich mich dann erstmal in den gegenüberliegenden Park gesetzt und bin dann später an einen Stadtstrand gegangen. Da saß ich dann bis 15:00 Uhr. Mein Plan, die gewonnen Zeit in der Stadt zu verbringen, scheiterte. Nachdem ich eingecheckt war, konnte ich dann endlich um 15:30 Uhr Richtung Stadt starten. Ich hatte bei meinem ersten Besuch in der Stadt ein nettes Café gesehen, da wollte ich hin. Hab’s auf Anhieb auch gefunden. Leider hatten die aber nur noch ein Stück Bananenkuchen. Ich bin weitergezogen und wollte noch irgendwo einen Kaffee und ein Stück Kuchen bekommen. Doch die Straßen leerten sich und kurz vor 16:00 Uhr machten die Läden, Cafés etc. dicht. Ich bin dann noch durch die Straßen geschlendert und hab mir den Sonnenuntergang angeschaut. Danach kurz aufs Zimmer und zum Essen. Bin gleich um die Ecke zum Pizza essen gegangen. Pizzeria kann man das nicht nennen. War eher ein Fast-Food-Laden. Zum ersten Mal, wenn ich mich richtig erinnere, bin ich im Dunkeln unterwegs gewesen. Hab mir am Park noch einen Espresso gegönnt, bevor ich noch ne kleine Runde in der Gegend gedreht habe. Neben meinem Hotel ist ein Restaurant/Bar mit Live Musik, so hatte ich zum Einschlafen noch ne gute Unterhaltung.

    PS: was Gutes hatte es dich, dass ich meine Sachen nicht im Hotel abstellen konnte. Ich hab meinen Flug von St. Lucia nach Grenada gebucht.
    PS II: leider sind ein paar Bilder nicht so gut geworden. Die hab ich ausm Bus raus gemacht…
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  • Auf nach St. Lucia / Soufriere

    12.–16. jan. 2024, Saint Lucia ⋅ 🌙 25 °C

    Es war mal wieder ein Reisetag angesagt. Von Martinique nach St. Lucia.
    In der Früh hab ich mich dann doch noch aus dem Hotel getraut, um mir ein kleines Frühstück zu holen. Warum getraut? Das mit dem Reinkommen war nicht so sicher, ob die Türe auch offen ist. Da müsste ich jetzt weiter ausholen, bin aber zu kaputt von dem heutigen Tag.
    Um 11:00 Uhr musste ich mein Zimmer räumen, bin dann aufm Weg zum Fährterminal am Strand vorbeigekommen und hab mich nochmal 10 Minuten ans Meer gesetzt. Dann zum Check-In ungefähr 45 Minuten angestanden, bis es endlich losging. Die Fähre sollte um 13:15 Uhr ablegen. 14:30 Uhr ging’s dann endlich los. Zum Glück konnte ich fast die ganze Fahrt über schlafen, da der Wellengang sich recht enorm war. 16:00 Uhr Ankunft und wieder warten, über 20 Minuten, dass wir aussteigen durften. Passkontrolle war schnell erledigt, der Zoll hingegen wollte sich irgendwie wichtig machen. Aber auch da bin ich schlussendlich heil rausgekommen. So, da war ich dann auf St. Lucia. Erstmal musste ich die Bushaltestelle finden. Der erste Eindruck war: schon ganz anders, als auf Martinique. Irgendwie viel chaotischer…
    Zur Bushaltestelle hatte ich dann eine persönliche Führerin. Ich glaube, die Dame hat allen irgendwie geholfen. Der Minibus war schon ziemlich voll, was ein gutes Zeichen ist, da die Reise dann gleich losgeht. Über Straßen, die eigentlich mehr Schlaglöcher sind, fuhren wir dann ca. 1 Stunde. Die Sonne ging schon unter und ich wollte eigentlich noch bei Tageslicht ankommen. Das klappte aber nicht mehr. Im Dunkeln musste ich mich auf die Suche nach der Unterkunft machen. Ohne Telefon und mobilen Daten gar nicht so einfach. Da ich mir bisher keine Prepaid Karte gekauft habe. Glücklicherweise haben mir die Leute, die noch unterwegs waren, super geholfen. Ein älterer Mann wusste erst nicht, wo meine Unterkunft ist, hat sich dann bei Leuten erkundigt und kam wieder zurück um mir zu sagen, wohin ich muss. Zwei Damen, die ich um Hilfe gebeten habe, riefen dann für mich im Guesthouse an. Nach ein paar Umwegen hab ich’s noch gefunden.
    Natürlich hatte der Supermarkt schon geschlossen und auch das Restaurant nebenan hatte zu. Auf meiner Suche bin ich an einem kleinen Grillstand vorbeigekommen, aber ich hatte keine Lust mehr, das Haus nochmals zu verlassen. So gab es zum Abendessen ein paar Kräcker. Einen kurzen Ratsch mit einem Mitbewohner hatte ich auch noch, bevor ich KO ins Bett bin.

    Meine Fotoausbeute ist heute ziemlich mau…

    Die Landschaft, die ich auf der Fahrt gesehen habe, war echt toll. Ich freu mich schon auf morgen!
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  • Vieux Fort

    13. januar 2024, Saint Lucia ⋅ 🌬 28 °C

    Heute war ich wieder mal recht früh wach. Aufraffen, um einkaufen zu gehen, konnte ich mich lange Zeit nicht. Ich musste unbedingt gehen, da ich überhaupt nichts essbares mehr hatte. Das Wetter hat mir das Ganze auch nicht leichter gemacht. Es war sehr windig und regnerisch. Als ich gegen 9:30 Uhr endlich „bereit“ war, ging’s los. Diesmal gab’s nen Supermarkt und der war auch nur 5 Gehminuten entfernt. Die Auswahl war auch ok und ich bin natürlich wieder reingefallen. So habe ich für vier, ganz normale Joghurts, 6,50€ bezahlt. Jedes Mal ist es das Gleiche. Der Preis ist immer für eine „Einheit“ angegeben. Beim Brot auf Dominica war’s genauso. Naja, vielleicht denk ich beim nächsten Einkauf dran. Aber auch sonst, war es kein günstiges Vergnügen. Für nichts besonderes bin ich fast ein Vermögen losgeworden.
    Zurück im Zimmer angekommen, kam wieder so eine Trägheit… um Mittag rum, bin ich los nach Soufriere und hab mich in den Bus nach Vieux Fort gesetzt. Gute 45 Minuten später war ich da. Eine sehr quirlige Stadt auf den ersten Eindruck. Nicht besonders schön, hatte so ein Industriestadt-Feeling. Im Reiseführer hatte ich gelesen, dass am Sandy Beach viele Kitesurfer sind. Ich machte mich also auf den Weg dorthin. Nach 20 Minuten durch die Sonne laufen, war ich dann da. Ein schöner Strand, ohne Schatten und auch von Kitesurfern war nichts zu sehen. Ich bin wieder umgedreht und zurück in die Stadt. Da einfach irgendwie durch die Straßen gelaufen. Von einem älteren und einem jüngeren Mann wurde ich fast zeitgleich angesprochen. Beide wollten wissen, ob alles in Ordnung ist, wo ich herkomme und wollten mir ein Bier bzw. Schnaps anbieten. Ich habe weder das eine noch das andere angenommen und bin dann zurück zum Bus und nach Soufriere gefahren. Da ich mir für morgen Soufriere und seine Umgebung vorgenommen habe, bin ich aufs Zimmer.
    Dort ne Kleinigkeit gegessen, mich aufs Bett gelegt und geschlafen.
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  • Diamond Botanical Garden+Fall/Beach

    14. januar 2024, Saint Lucia ⋅ ☀️ 28 °C

    Mein Bewegungs(zw)drang (😂)hat mich mittags auf die Reise geschickt. Erst wusste ich mal wieder nicht so genau, was ich machen soll. Am Ende wurde es dann der botanische Garten samt Wasserfall, ein kurzer Aufenthalt am Strand, dann noch ein bisschen in die Höhe, um auf die Stadt Soufriere und die beiden Pitons (Wahrzeichen von St. Lucia) zu schauen.
    Der botanische Garten ist relativ klein, aber sehr schön angelegt. Es gibt einen Rundweg, der u.a. am Diamond Fall vorbeikommt und auch am Wegesrand sind ziemlich viele Erklärungen zu Tieren und Pflanzen. Ich hab mir ziemlich Zeit gelassen und war nach einer knappen Stunde durch. Im Anschluss bin ich zum Soufriere Beach gegangen. Besonders viel hatte ich mir davon nicht erwartet. Es war recht viel los und aus den Bars kam laute Musik. War fast schon ein Party-Strand. Ich bin etwas weiter nach hinten und da war es dann von der Lautstärke ok. Leider gab es auch an diesem Strand keinen Schatten. So blieb ich ungefähr 20 Minuten, bis ich dann noch eine, am Anfang sehr steile, Straße zu einem Aussichtspunkt gegangen bin. Von dort aus hatte ich einen super Blick auf die Stadt und zum ersten Mal sah ich beide Pitons.
    Zurück zu Hause hab ich mir dann mein erstes Bier (Piton) auf und aus St. Lucia getrunken.
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  • Piton Waterfall

    15. januar 2024, Saint Lucia ⋅ 🌬 28 °C

    Meinen letzten Tag in Soufriere habe ich mit einer kleinen Wanderung zum Piton Wasserfall verbracht. Da das Wetter heute nicht besonders war, es war bewölkt und das kommt nicht so oft vor, bin ich auch erst gegen Mittag los. Mein Weg führte mich am Meer entlang, ich denke, anfänglich eher durch ein ärmeres Viertel von Soufriere, bis ich dann auf einem Trampelpfad Richtung Piton kam. Später wurde es dann eine Schotterstraße, da im nirgendwo ein schickes Anwesen stand. Nach ca. 30 Minuten zweigte ein Weg Richtung Meer ab. Ich bin kurz runter gegangen, fand aber keinen wirklichen Zugang zum Strand. Weiter auf meinem Weg zum Wasserfall wurde es ziemlich steil. Es waren aber nur noch ein paar hundert Meter. Nach gut einer Stunde gemütlichem Wandern war ich am Ziel. Am Kassenhäuschen saß ein Guide, der mich gestern angesprochen hatte, ob ich mit ihm irgendeine Tour machen will. Von Taxi über Wassertaxi und Wanderguide, er ist einfach alles. Nach nem kurzen Ratsch bin ich dann zum Wasserfall. Naja, ihr seht ja selbst auf den Bildern, dass es eher ein Wasserfällchen war. Als ich zu den Becken kam, waren noch zwei Pärchen da, die aber recht schnell gingen. So hatte ich die drei Becken und denn Wasserfall für mich alleine. Das Wasser kommt direkt von einer heißen Quelle in der Nähe. Daher war es angenehm warm. Ich hab mich ungefähr eine halbe Stunde dort aufgehalten und bin dann wieder zurück. Erst dachte ich, ich geh noch zu einem weiteren Wasserfall. Der Weg dorthin wäre alles über die Straße gewesen, so bin ich dann, mit einem kurzen Abstecher am Strand, wieder Richtung nach Hause gegangen. Auf dem Weg dorthin wurde ich von vielen Einheimischen angesprochen. Teilweise nett, teilweise ein bisschen komisch. Kurz bevor ich beim Apartment war, fing‘s zu regnen an. Nicht besonders stark, aber zum nass werden hat’s gereicht.
    Zur Belohnung, dass ich heute so fleißig gewandert bin 😂, bin ich noch nebenan ins Restaurant und hab mir nen Thunfisch gegönnt.
    Abends war wieder planen angesagt. Aktueller Stand: Grenada, Trinidad, Curacao, Panama, Costa Rica, Nicaragua
    Was es wirklich wird… ?
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  • Auf in die Hauptstadt Castries

    16.–18. jan. 2024, Saint Lucia ⋅ 🌬 28 °C

    Bevor ich mit dem heutigen Tag beginne, noch ein Nachtrag zu gestern… Zum ersten Mal habe ich Schweine am Strand gesehen. Beim Zurückkommen vom Wasserfall sind mir zwei recht große Schweine beim Fressen aufgefallen. Was ich auch cool gefunden habe, dass unter einer wackligen Holzkonstruktion ein Fernseher hing und einige Männer sich dort einen Film oder Serie angeschaut haben.

    Zu heute: sehr früh am Morgen haben Jasmin und ich die Flüge bzw. die Planung, wann wir uns treffen, erfolgreich erledigt.
    Danach bin ich noch faul im Bett liegen geblieben und hab dann so um 8:30 Uhr mein Zeug zusammengepackt, gefrühstückt und irgendwann nach 10:00 Uhr bin ich Richtung Bus losgelaufen. Ich hatte Glück, dass ich trocken am Bahnhof angekommen bin. Den ganzen Vormittag hat es immer wieder geschüttet.
    Nach 40 Minuten im Bus warten, ging die Fahrt dann endlich los. Heute hat die Fahrt etwas mehr als eine Stunde gedauert. In Castries angekommen, machte ich mich auf die Suche nach meinem Apartment. Vom Busbahnhof sollten es ca. 20 Minuten zu Fuß sein. Nach nur wenigen Metern wurde ich schon angesprochen. Ob ich ein Taxi brauche oder ob mein GPS nicht funktioniert… nach kurzem Smalltalk mit einem Verkäufer bin ich dann meinen Handy gefolgt. Anfangs war der Weg ja noch ok, je weiter ich aber kam, desto steiler wurde auch die Straße. Die knapp zwei Kilometer fühlten sich viel länger an. Mein Apartment bzw. das einzige rote Gartentor in dieser Gegend konnte ich noch nicht sehen. Da fragte mich ein Arbeiter, ob alles OK sei. Ich verneinte und hab ihm das Foto vom Gartentor gezeigt und gefragt, ob er es kennt. Klar kannte er es, er hat mich die Straße weiter geschickt, diesmal ging’s steil bergab. Nach gut 50 Meter war ich dann endlich am Ziel. Mim „Self Check In“ hat auch alles bestens geklappt, so bin ich nach kurzer Verschnaufpause wieder runter in die Stadt gegangen. Ohne wirkliches Ziel bin ich durch die Straßen geschlendert, über den Markt gelaufen und hab mir ne Kleinigkeit zum Essen gekauft. Später bin ich beim Verkäufer von vorhin vorbei und dachte mir, wenn er Obst verkauft, dann nehm ich was mit. Obst gab’s nicht, dafür aber verschiedene Smoothies. Ich hab mich für einen mit Kokos und, hab’s schon wieder vergessen mit was noch, entschieden. Kurzer Ratsch mit Walter und zum Abschied hat er mir noch ne Grapefruit geschenkt. Auch sonst waren die Leute heute sehr nett.
    Zum Abendessen war ich dann zu Hause. Ein Lieferservice brachte mir heute leckeren, gegrillten Fisch mit Reis und Salat. Die Vermieterin hatte mich heute Vormittag angeschrieben, ob ich etwas möchte. Ich hab dankend angenommen.
    Den restlichen Abend hab ich dann mit einem Glas Rum begonnen und bin recht früh ins Bett.
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  • Vigie Beach und Castries

    17. januar 2024, Saint Lucia ⋅ 🌬 28 °C

    Das Wetter hat mir meinen Plan ziemlich durcheinandergebracht. Gefühlt jede 15 Minuten hat es wie aus allen Eimern geschüttet. So war natürlich ein entspannter Tag am Strand nicht möglich. Ich hab mich dann doch getraut, dass Apartment zu verlassen. Zum Glück gab’s in meiner Unterkunft einen Regenschirm. Den sollte ich auch nach gut 10 Minuten brauchen. Kaum losgegangen, kam der nächste Schauer. Glücklicherweise war ich gerade in der Nähe von einem Supermarkt und konnte mich dort unterstellen. Gefühlte 15 Minuten später war der Regen nicht mehr so schlimm und ich setzte meinen Weg zum Strand fort. In diesem Moment kam meine Köchin und Essenslieferantin von gestern gerade ausm Supermarkt. Kurzer Smalltalk und weiter ging’s. Der Vigie Beach ist direkt neben einem Friedhof und dem Flughafen. Ca. 3 km lang und recht schön. Ein paar Strandbars, Hotelanlagen, aber auch Schatten und viel freie Fläche. Wie gesagt, leider war das Wetter heute für einen Strandtag zu schlecht. Ich bin dann ein bisschen am Strand entlang gelaufen und hab mich mit einem Hotel-Security unterhalten. Nach dem nächsten Regenschauer bin ich dann Richtung Stadt gelaufen. Walter hat mich schon von weitem erkannt und mich begrüßt. Auch hier ein kurzer Smalltalk und weiter ging’s. Zuerst hab ich mir mein Frühstück gekauft, die Verkäuferin hat mich auch gleich wieder erkannt, dann bin ich nochmal durch den Markt geschlendert und auf meinem Weg mir was zum Essen zu kaufen, fragte mich ein Straßenverkäufer, ob ich Zigaretten oder einen „Spice“ (das rote Getränk) haben möchte. Ich verneinte und ging weiter. Keine 50 Meter weiter, war meine Neugier doch zu groß und ich kehrte um. Was war das nur, das komische, rote Getränk. Als ich fragte, bot er mir an, den/das/der „Spice“ zu probieren. War ziemlich stark. Ich wollte wissen, was da alles drin ist. Es war Rum (ich durfte ihn pur probieren, ich glaube, 1000%iger Alkohol), Grenadine und 🤷🏼‍♂️… so im Nachhinein gar nicht mal so schlecht. Wir haben uns dann ca. 30 Minuten unterhalten, bis ich dann meinen letzten Programmpunkt für heute noch besucht habe. Ich war zwar gestern schon an der Kirche, aber aufgrund einer Trauerfeier wollte ich keine Fotos machen. Deshalb bin ich heute nochmal vorbei.
    Auch meinen zweiter Plan, den ich hatte, hab ich irgendwie nicht geschafft. Ich wollte bei den verschiedenen Imbissen bisschen local Food probieren.
    Am Abend habe ich dann wieder einmal geplant und schon meinen nächsten Flug gebucht. Morgen geht’s nach Grenada und am 30.01. fliege ich dann nach Trinidad. Wie lange ich da bleibe ist noch offen. Ich denke aber, max. eine Woche. Soll eigentlich nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Curacao sein…
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  • Über Barbados nach Grenada

    18.–30. jan. 2024, Grenada ⋅ 🌬 27 °C

    Ein fauler, aber auch irgendwie anstrengender Tag, neigt sich dem Ende entgegen. Es war wieder einmal reisen angesagt. Mit Propellermaschinen über Barbados nach Grenada.
    Um 5:30 Uhr lag ich wach im Bett und konnte nicht mehr einschlafen. Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf, leicht nervös war ich auch, aber einen Grund dafür gab es nicht. Um 8:00 Uhr bin ich aufgestanden, hab mir nen Kaffee gemacht und ein süßes Teilchen gegessen. Meine Sachen musste ich auch noch packen bzw. neu sortieren. Das war mit der Fähre schon einfacher. Da durfte im Handgepäck eigentlich immer alles mit an Bord. Jetzt war wieder überlegen angesagt, was muss in den großen Rucksack, was darf ins Handgepäck. Ich hatte auch noch so viele Reste: Tomaten, Grapefruit, Käse, div. Getränke und fürs Mittagessen hatte ich schon was bestellt. Bis auf den Käse hab ich alles irgendwie noch aufessen/-trinken können. Heute konnte mir das Essen nicht geliefert werden, ich sollte es selber abholen. Der Weg war nicht weit, aber steil bergauf und -ab war natürlich wieder angesagt. Völlig verschwitzt von 10 Minuten Bewegung, konnte ich mein Hühnchen mit Reis und Salat genießen. Im Anschluss noch schnell geduscht, abgespült und die Fenster geschlossen, dann ging’s zu Fuß zum Flughafen. Gute 20-25 Minuten war ich unterwegs, noch nen kurzen Abstecher zum Strand und dann zum Check In. Lief alles reibungslos ab und wir konnten 30 Minuten früher starten. In Barbados angekommen, machte ich mich erstmal auf die Suche zu meinem Anschlussflug. Was für ein Chaos an diesem Flughafen… Nachdem ich mein Gate dann endlich gefunden hatte, hieß es warten. Auch dieser Flug startete früher wie geplant. Kurz vor 18:00 Uhr landete ich auf Grenada. Mit meinem Vermieter hatte ich ausgemacht, dass er mich am Flughafen abholt. Ich sollte mich melden, wenn ich da bin. Einreiseformalitäten alle erledigt, Rucksack war auch schon da und raus ausm Flughafen… Mist, da war noch was. Ich musste ja noch schreiben, dass ich da bin. Zurück durfte ich nicht mehr und das Wi-Fi funktionierte außerhalb nicht mehr. Mir hat dann ein Flughafenmitarbeiter gesagt, dass es an der gegenüberliegenden Bar auch kostenloses Wi-Fi gibt. Nochmal Glück gehabt. Ich wartete dann ungefähr eine halbe Stunde, bis ich Antwort auf meine Nachricht bekommen habe. Ich dachte schon, ich verbringe die Nacht am Flughafen. Ich glaube Finch heißt er, kam dann mit seinem Jeep. Als er die Türen aufgemacht hat.. keine Ahnung… keine Türe hatte eine Verkleidung. Eigentlich auch egal, nur war der erste Eindruck, krass, wie schaut das dann zu Hause aus?!? Das Apartment ist relativ nah am Flughafen, mit dem Auto um die 5 Minuten. Die Fahrt kam mir ewig vor. Ich wusste nicht, ob er jetzt heim fährt oder wohin. Ich fragt ihn dann, wie wir das mim Bezahlen machen. Auf meiner Bestätigung stand, dass ich in US$ zahlen soll. Die bekomme ich aber an keinem Geldautomaten. EC$ hatte ich aber nicht genug. So sind wir dann noch in die nächste Stadt zum Geldautomaten gefahren. Leider war’s schon dunkel, sonst hätte ich schon nen ersten Eindruck gewinnen können.
    Finch sagte, wenn er Zeit hat, dann fährt er mich auf der Insel bisschen rum. Auch morgen möchte er mich abends zum Essen oder Weggehen mitnehmen. Ich find ihn bisher eigentlich nen recht coolen Gastgeber. Bin mal gespannt, wie das so wird.
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  • Faul sein und True Blue Viertel

    19. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 28 °C

    Erster Tag Grenada auch schon wieder rum… gemacht hab ich eigentlich nicht viel und doch einiges erlebt.
    Geschlafen hab ich, fast, wie ein Stein und für meine „neuen“ Verhältnisse auch richtig lange. 8:00 Uhr war ich wach. Kaum aufgewacht, hab ich eine Nachricht von meinem Vermieter bekommen, er wolle nur mal nachfragen, ob bei mir alles in Ordnung ist. Nachdem ich ja ohne Lebensmittel angereist bin und gestern natürlich auch nicht mehr einkaufen war, gab es zum Frühstück nur einen Kaffee. Ich konnte mich nicht aufraffen, die Umgebung zu erkunden und nach einem Café oder Supermarkt zu suchen. So lag ich bis ca. 11:30 Uhr nur faul in meinem Bett. Als ich’s dann endlich geschafft hatte, mich fertig zu machen, lief mir mein Vermieter über den Weg. Ich fragte gleich, ob es einen Supermarkt in der Nähe gibt. Er wollte wissen, ob ich gleich gehen will, wenn ja, soll ich mitkommen, er fährt zum Einkaufen. Was für ein Glück!!! 😊 Gefühlt waren wir ewig unterwegs, aber mehr als 3 km dürften es nicht gewesen sein. Nachm Einkaufen fuhr er mich dann auch wieder nach Hause. Auf dem Weg dorthin blieben wir bei einem Straßenverkäufer stehen und haben uns was typisch grenadinisches (gibts das Wort überhaupt oder wie nennt man das?), also landestypisches Essen mitgenommen. Was es genau war, kann ich nicht sagen. Kartoffeln oder Maniok, Kürbis, Hühnchen und 🤷🏼‍♂️, bisschen Spinat oder sowas war auch noch drin. Hat gut geschmeckt und ich hatte auch gleich noch ein Abendessen.
    Nach dem Essen musste ich mich erstmal ausruhen und aber auch einen Plan erstellen, was ich alles sehen möchte. Finch hat mir angeboten, wenn er nicht arbeiten muss, mein Taxi zu sein. Echt super!! Als ich mich dann auf den Weg nach True Blue machen wollte, hat es zu regnen begonnen. 15-20 Minuten später war der Regen dann vorbei und ich konnte los. Ich bin meiner App gefolgt und die führte mich durch, ich weiß nicht wie ich’s sagen soll, komisches Gebiet. Wege, die eigentlich keine sind, Straßen die nur aus Pfützen und Schlamm bestehen, über Privatgelände… irgendwann war ich dann wieder auf einer befestigten Straße und konnte so mein Ziel ganz gut erreichen. Ziel… ich wusste nicht, was mich da erwartet. In meiner App waren die Straßen einfach zu Ende. Die eine war dann wirklich einfach zu Ende. Ein Gebüsch war das Zeichen, dass es hier nicht weitergeht. In diesem Gebiet standen zum Teil tolle Villen mit super Ausblick. Auch die chinesische und finnische Botschaft ist in diesem Viertel. Die andere endete an einem Strand. Klein, aber sehr schön. Ich glaube nur, dass er nicht zum Baden geeignet ist. Sehr flach und viel „Grünzeug“ im Wasser.
    Für den Rückweg wählte ich eine andere Route, ich wollte nicht wieder über das private Gelände gehen. Die Strecke war noch schlimmer als der Hinweg. Teilweise nur Schotter, Schlamm und Pfützen. Aber ich hab’s gut nach Hause geschafft.
    Viel ist dann auch nicht mehr passiert. Ich hab mir noch mein Abendessen aufgewärmt und bin dann ins Bett.
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  • St. George‘s

    20. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 28 °C

    St. George‘s, die Hauptstadt von Grenada, habe ich heute besucht. Zwar nicht ganz so früh wie mir von Finch geraten wurde, aber immer noch zeitig genug. Auf dem Gewürzmarkt soll freitags und samstagmorgens am meisten los sein. Als ich mich gegen 8:45 Uhr auf den Weg zum Bus machen wollte, war Finch gerade im Hof. Er fragte mich, wo ich hin wolle. Nachdem er, lt. seiner Auskunft auch in die Hauptstadt wollte, nahm er mich mit. Auf der Fahrt haben wir dann meine weitere Planung besprochen und haben uns auf einen Sonderpreis für meinen Aufenthalt bei ihm geeinigt. Ich bleibe jetzt bis zum Abflug bei ihm. Erst wollte er 45 USD pro Nacht, zahlen muss ich jetzt 40 USD. Umgerechnet in XSD (ostkaribischer Dollar), sind es 1.070. Dann hat er noch auf 1.000 XSD abgerundet. Das war ein guter Deal!
    Angekommen in St. George‘s, fragte er mich, ob er mich wieder abholen soll, ich müsste nur anrufen. Ich habe dankend abgelehnt und gesagt, dass ich dann mim Bus heimfahre. Mein erster Weg war zum St. George’s Market Square. Ehrlich gesagt, hatte ich mir mehr davon versprochen. War nichts besonderes. Nachdem ich bisschen drübergeschlendert bin, bin ich weiter zum Fort George. Leider wird es derzeit restauriert und war deshalb geschlossen. Gegenüber war ein Aussichtspunkt mit einem tollen Blick über den Hafen. Mein Streifzug ging dann noch, mehr oder weniger planlos, durch die Straßen. Zum Ende bin ich dann noch im Hafen spaziert, hab ein Restaurant gesucht, das es nicht mehr gibt. Dafür hab ich mir dann im Schokoladenmuseum eine heiße Schokolade und einen Blueberry Cheesecake gegönnt. Bevor ich dann den Busbahnhof gesucht habe, bin ich noch schnell in einem Supermarkt gegangen. Die Rückfahrt hat super geklappt und ich konnte fast vor der Haustüre aussteigen.
    Den restlichen Nachmittag und Abend habe ich dann auf der Terrasse bzw. im Zimmer verbracht. Schon mal bisschen überlegt, was ich in Trinidad alles machen möchte und wie lange ich bleibe…
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  • Entspannungstag

    21. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 28 °C

    Heute war ein ganz ruhiger und entspannter Tag eingeplant. Zum Strand gehen, einfach nur abhängen und danach noch zum Geldautomaten, da ich gestern nicht genügend bekommen habe. Nachdem gestern Abend die Vermieterin das Geld haben wollte und ich sie vertrösten musste, hatten wir ausgemacht, dass sie das Geld heute bekommt.
    Ich glaube es war 9:00 Uhr, da hab ich mich so langsam mal aus dem Bett bewegt. Nen Kaffee gemacht, bisschen was zum Essen hergerichtet und in aller Ruhe gefrühstückt. Als ich’s mir gerade nochmal gemütlich machen wollte, klopfte es an der Tür. Ich solle doch jetzt bezahlen… Ich sagte, das gleiche wie gestern, ich muss noch zum Automaten, da ich gestern nicht genügend bekommen habe. Ich bot ihr Euro an, die sie natürlich nicht brauchen kann, die wollte USD. Aber woher soll ich die denn nehmen, wenn ich nicht mal den ostkaribischen Dollar habe. Mein Vorschlag war dann, dass ich jetzt sofort zum Geldautomaten gehe und sie in ca. 1 Stunde das Geld bekommt. Das war für sie ok. Finch war nicht da, den rief sie dann an, um zu sagen dass ich das Geld in einer Stunde habe. Dann wollte er vorbeikommen und mich fahren. Ich lehnte ab. Ich machte mich schnell fertig und ging dann los. Es sind ungefähr 20-25 Minuten zum Automaten. Ein paar Meter weiter ist ein Einkaufszentrum, da bin ich auch noch kurz vorbei und zum Glück hatten sie auf. So konnte ich mir noch Brot und sonstige Kleinigkeiten kaufen. Als ich zurück war, war niemand zu sehen. Wo die beiden genau wohnen, weiß ich auch nicht. Also saß ich völlig nass geschwitzt auf der Terrasse und habe gewartet, das ich meine Schulden los werde. Vergeblich… bis jetzt (21:00 Uhr). Am Nachmittag ist sie mal vorbeigegangen und hat mir zugewinkt. Das war’s aber auch.
    So hab ich meinen Tag ganz ruhig und entspannt, mehr oder weniger bequem, auf der Terrasse verbracht.
    Den Strandbesuch hol ich die nächsten Tage nach. Bisschen bin ich ja noch da…

    Das hab ich bis jetzt immer vergessen zu schreiben. Ich muss mich in meiner Anwesenheit um das Aquarium kümmern, also füttern.
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  • Relaxen + Grooms Beach

    22. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 27 °C

    Auch den heutigen Tag habe ich genutzt, mich zu entspannen. Erst war ich zu Hause, bevor ich mich dann am frühen Nachmittag auf den Weg zum Strand machte.
    Nach dem Frühstück konnte ich mich nicht dazu überreden, zum Bus zu gehen und irgendwohin zu fahren. So entschied ich mich, das nachzuholen, was ich gestern nicht gemacht habe. Aber auch dazu, musste ich meine Trägheit überwinden. So gegen 13:00 Uhr packte ich meine Badesachen und marschierte los. Meine App hätte mich nen schönen Umweg gehen lassen, aber als ich vormittags endlich zahlen durfte, hab ich die Vermieterin nach dem Weg gefragt und sie wusste natürlich einen besseren. Der aber auch ziemlich steil war. Nach gut 20/25 Minuten war ich dann da. Ein recht kleiner, aber sehr schöner Strand. Auch waren kaum Menschen da. Schatten gab es auch genügend. Hier soll man gut schnorcheln können, stand im Reiseführer, ich war ein wenig enttäuscht, aber ich traute mich auch nicht zu den Felsen, wo es sehr gut sein soll, da der Wellengang ein bisschen zu stark war. Ich bin zweimal zum Schnorcheln ins Wasser, wie gesagt, leider nichts besonderes.
    Eine lustige Szene war dann auch noch. Als ich so am Strand rumstand, kommt zielstrebig ein Einheimischer auf mich zu, erzählt mir irgendwas, dass er hier, an der Stelle wo ich stehe, aus den Bäumen Tische und Stühle machen möchte, fragt: Do you like my idea? Und geht ins Gebüsch und klettert in seinen Gummistiefel die Felswand hoch. Weg war er… 🤷🏼‍♂️😂
    Um 16:30 Uhr hab ich mich dann auf den Rückweg gemacht. Diesmal kam mir du’s Strecke überhaupt nicht weit vor. Ich denke, ich werde auf jeden Fall nochmal mein Glück beim Schnorcheln probieren.
    Abends war dann wieder spektakulär, Essen warm machen, bisschen am Handy spielen und früh schlafen…
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  • Concord Wasserfall

    23. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 27 °C

    Ein wenig erfolgreicher Tag geht zu Ende… In der Früh hatte ich die Wahl zwischen dem Unterwasser Skulpturen Park oder dem Concord Wasserfall. Nach einer kurzen Recherche hab ich mich für den Wasserfall entschieden. Kurz vor 11:00 Uhr ging’s los. Mit dem Bus Nr. 1 zuerst in die Hauptstadt und dann mit Bus Nr. 5 nach Concord. Nachdem die Straße an der Küste gesperrt ist, fuhr der Bus eine abenteuerliche Strecke bisschen im Landesinneren. Teilweise sehr steil und eng. Für mich sehr interessant, so sah ich außer Meer auch noch etwas von der schönen Landschaft. Nach einer guten halben Stunde war ich in Concord. Die Beschilderung zum Wasserfall war nicht zu übersehen. Auf einer recht guten Straße begann ich meine Wanderung durch eine sehr, sehr schöne Landschaft. Erst waren da noch ein paar Häuser, später aber nur noch sehr dünn besiedelt. An Ziegen, Kühen, Palmen, Kakaobäumen und Ananasbäumchen vorbei, kam ich meinem Ziel immer näher. Am Wasserfall angekommen, überlegte ich mir, noch zu zwei weiteren zu wandern. Die Entfernung war nur ca. 2 km. Am Wasserfall vorbei, um die Kurve rum und schon war die Straße zu Ende. Über eine Brücke ging’s dann in matschigem Gelände weiter. Nach nicht einmal 100 Metern musste ich einen Fluss durchqueren. Kaum auf der gegenüberliegenden Seite angekommen, hat es zum Regnen, nein, zum Schütten angefangen. Hier konnte ich mich unter einem Baum einigermaßen im Trockenen aufhalten und warten. Nach ungefähr 5 Minuten war der Regen auch schon wieder vorbei. Der Weg wurde aber dadurch natürlich nicht besser. Ca. 20 Minuten später, kam der nächste heftige Schauer. Hier half auch kein unterstellen mehr. Durch und durch nass konnte ich nach 10 Minuten weiter. Der Weg wurde immer schlimmer, teilweise kam mir das Wasser entgegen, der Matsch war knöcheltief und es war nur noch rutschig. Zum Teil war der Pfad nicht mehr zu erkennen. Ich bin noch weiter bis zur dritten Flussdurchquerung, zum Ziel waren es vielleicht noch 200 Meter, aber hier war für mich Schluss. Die Steine waren zu klitschig, das hätte ich wahrscheinlich nicht geschafft. So bin ich unvollendeter Dinge wieder umgedreht. Der Rückweg war ziemlich blöd zu gehen. Rutschig, viele Pfützen…
    Um wieder auf die normale Straße zu gelangen, musste ich nochmals über den Fluss kommen. Diesmal zog ich meine Schuhe aus, da ich weder meinem Schuhwerk, noch den Steinen traute. Zurück auf befestigtem Untergrund, setze ich meinen Heimweg fort. Besonders lange hat es nicht gedauert, dass es wieder geregnet hat. Diesmal noch stärker und mit Wind. Nicht dass ich mich irgendwo hätte unterstellen können… weit und breit kein geeigneter Baum oder ein verlassenes Haus. So blieb mir nichts übrig, als durch den Regen zu laufen. Auf halber Strecke kam mir ein Schuljunge mit Regenschirm entgegen, schaut mich mit großen Augen an und fragt mich: Why do you walk through the rain? Kurze Erklärung meinerseits, dann sagte er, ich solle mich doch bei ihm zu Hause unterstellen. Nachdem ich eh schon komplett nass war, lehnte ich dankend ab.
    An der Hauptstraße/Bushaltestelle angekommen, musste ich keine drei Minuten warten und ich konnte meinen Heimweg starten. Wieder über die Dörfer nach St. George‘s. Auch hier keine lange Wartezeit und die Fahrt ging los. Ich musste noch zum Einkaufen, so bin ich am Einkaufszentrum raus und mit einigen Litern Getränke dann ca. 25 Minuten nach Hause gegangen. Nach der Dusche erstmal ne Stunde geschlafen, bevor ich mir dann was zu essen warm gemacht habe und im Anschluss ins Bett bin.
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  • Strand und irgendwie doch nicht

    24. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 28 °C

    Ja… keine Ahnung, was ich heute erzählen soll. Erst hab ich einen richtig faulen Tag gehabt, bis ich mich dann am Nachmittag doch noch auf den Weg zum Strand gemacht hab. Ich dachte mir, gestern nass von oben, heute nass von unten… 🤔 kann man das so sagen?
    Zwei Smartphones, eine App, zwei Wege. Ich hab mich natürlich für den kürzeren entschieden. Und wie soll’s auch anders sein, natürlich wieder steile Anstiege, komische Straßen und Trampelpfade. Aber ich kam zumindest an. Oder vielleicht doch nicht so richtig? Mein Ziel war der Portici Beach. Unterwegs fragte ich sicherheitshalber auch nochmal nach, ob der Weg auch zum Strand führt. Ich bekam ein „Ja“ als Antwort, also ging ich weiter. Diesmal war es eine gute Straße, ohne Schlaglöcher oder sonstiges. Die Straße führte mich jedoch in die Hotelanlage La Luna. Das günstige Cottage gibt es dort ab 580 USD, teilweise mit eigenem Pool vor der Tür. Am Strand angekommen, alles ganz schick. Die Hotelbar direkt am Strand, SPA und Yoga Bereiche und irgendwie kein Weg zum Strand bzw. dahin, wo ich mich mit meinem verschwitzten Klamotten ausruhen und ins Wasser könnte. Die Leute auf ihren Liegen haben mich schon recht komisch angeschaut. Kurz ein paar Fotos gemacht und dann bin ich wieder gegangen. Das war er nun, der schöne, kleine Strand. Nichts für den Normalbürger. (Aber ich werde mein Glück nochmals mit dem längeren Weg versuchen…)
    Nachdem ich mit diesem Strand kein Glück hatte, war (fast) gleich nebenan der nächste. Zumindest habe ich ihn schon gesehen und lt. meiner App auch nicht weit zu gehen. Naja, theoretisch wäre ich schnell da gewesen, aber die erste angezeigte Möglichkeit war eine Privatstraße, die wollte ich nicht runtergehen. Die nächste Abzweigung zum Morne Rouge Beach sollte auch nicht so weit sein. Also weiter Richtung Strand. Aber auch dieser Weg war privat. Erst bin ich die steile Straße bergab, um auf halber Strecke festzustellen, dass ich keine Chance habe zum Strand zu kommen. Alles wieder hoch und weiter. Die Aussicht war schön, aber langsam zweifelte ich, ob ich den Eingang noch finde. Ich bin dann die gesamte Länge des Strandes abgelaufen und konnte irgendwann runter Richtung Meer gehen. Ich bin aber nicht gleich zum Strand gegangen, sondern wollte noch zu einem Aussichtspunkt in Morne Rouge, genannt „Quarantine Point“. Keine Ahnung was das ist. Ein Hundepark, ein Kinderspielplatz, ein Erholungsgebiet oder alles in einem? Zumindest war die Aussicht gut. Jetzt bin ich aber endlich zum Strand. War aber recht schnell sehr enttäuscht. Schon von oben hatte ich gesehen, dass ein mittleres Boot in der Bucht liegt. Es war die Rhum Runner II, ein Touriboot. Glücklicherweise sind die Leute gerade wieder an Bord gegangen und mit typischer, karibischer Musik abgefahren. Nicht nur deswegen hat mir der Strand nicht gefallen. Er ist soweit schon schön, aber einfach zu überlaufen. Sehr touristisch mit Hotelanlagen, div. Bars etc. Da gefällt mir der Grooms Beach schon viel besser. Ich hab mir nur kurz hingesetzt, die Leute ein bisschen beobachtet, bin den Strand abgelaufen und hab mich wieder auf den Rückweg gemacht. Ich hatte kein Verlangen, hier ins Wasser zu gehen. Auf dem Rückweg hab ich noch mit zwei Einheimischen gesprochen und war dann um 17:00 Uhr zu Hause.
    Morgen werde ich mich auf den Weg in den Norden machen, sollte ich nicht zu lange trödeln…
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