• Nora Gerber
  • Michael Klaiber
julio 2023

Auf dem Jakobsweg

¡Buen Camino! Leer más
  • Inicio del viaje
    10 de julio de 2023

    Essentials

    9 de julio de 2023, Suiza ⋅ ☀️ 35 °C

    "Hämmer jetzt alles?" - "Jo ich glaubs scho!"

  • León

    11 de julio de 2023, España ⋅ 🌙 21 °C

    León - unser Ausgangspunkt für den Camino. Mit dem Zug sind wir durch die weite kastilische Einöde gefahren, durch spärlich zivilisierte Landschaften, vereinzelte landwirtschaftliche Betriebe, die unter der sengenden Sonne einen ewigen Sommerschlaf schlummern. Angekommen in León hat es leider nur noch für einen Aussenblick auf die prächtig beleuchtete Kathedrale gereicht, dafür aber für ein pane con iberico und ein kühles Bier. Morgen bzw. heute geht es los!Leer más

  • León - San Martin del Camino (24,5km)

    11 de julio de 2023, España ⋅ ⛅ 31 °C

    Es war noch nicht 12 Uhr mittags, schon hatten wir das ursprüngliche Tagesziel Villadangos erreicht - die ersten 20km standen zu Buche. Obwohl die dortige Herberge einen schlichten aber netten Eindruck machte, entschieden wir uns zum Glück - dank Noras App - für den 4km weitgelegenen Ort San Martin del Camino. Hier haben wir sogar einen Swimmingpool!
    Der Camino verlief stets entlang der Autobahn N-120, wir liefen vorbei an Gewerbehallen und Tankstellen, eben an Orten, die man normalerweise nur im Zeitraffer aus dem Autofenster an sich vorbeiziehen sieht. Gerade deshalb hatte diese etwas unrühmliche Strecke seinen Reiz, es schärfte den Blick für das Unscheinbare.
    Wir sind fleissig am Stempel sammeln, unsere Pilgerausweise wurden heute durch drei weitere ergänzt. Noch bedeutend mehr war die Anzahl der "¡Buen Camino!", die uns auf unserem bisherigen Weg gewünscht wurden. Nun lassen wir den Tag in unserer kleinen idyllischen Albergue mit Pool ausklingen.
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  • San Martin del Camino - Astorga (26,8km)

    12 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 26 °C

    Bis nach Astorga sind es ja eigentlich keine 26,8km, aber die Extrameilen, welche wir aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit büssen mussten, fielen am Schluss ziemlich ins Gewicht. So haben wir mit letzten Kräften Astorga erreicht und uns dank Noras Pilger-App wieder für eine wunderschöne Herberge entschieden, die überdies noch von einer jungen Schweizerin geführt wird. Wie entspannend ist es doch, sich nach einer anstrengenden Reise in seiner Muttersprache verständigen zu können!
    So einfach war es allerdings nicht der ganze Weg. Als sich in Hospital de Órbigo José, ein Einheimischer mit Fahrrad, zu uns gesellte und ein gutes Stück mit uns mitlief (das Fahrrad stossend), bewies Nora all ihre Spanischkenntnisse und übersetzte Josés Weisheiten ins Deutsche. José wünschte uns, dass der Wind uns bis nach Santiago tragen, der Regen all unsere Sorgen abwischen und die Sonne uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern möge, was letzten Endes alles von Gott bewerkstelligt werde. Auch ende der Camino nicht etwa in Santiago oder in Finisterre, sondern nie. Der Weg gehe immer weiter!
    Trotz müden Beinen schlenderten wir noch ein wenig durch Astorga und besichtigten die spätgotische Kathedrale mit ihrem faszinierenden Hauptportal! Nun freuen wir uns auf das Abendessen in der Herberge, es gibt Spaghetti Bolognese.
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  • Astorga - Rabanal del Camino (21,4km)

    13 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 23 °C

    Die meisten unserer treuen Weggefährten, die wir bisher auf dem Camino kennengelernt haben,  zog es noch einige Kilometer weiter nach Foncebadón, was angesichts der sehr beschwerlichen Etappe, die uns morgen bevorsteht, sinnvoll gewesen wäre. Was uns aber in Rabanal del Camino haltmachen liess? - das prächtige Refugio Gaucelmo, welches direkt hinter einer alten Tempelritter-Kirche liegt (und sogar Erwähnung im Wikipedia-Eintrag zu Rabanal del Camino findet). Diese Herberge, geführt von einer englischen Jakobsbruderschaft namens Confraternity of Saint James, ist die älteste Herberge zwischen Astorga und Ponferrada! Tom, Richard und Lizz nahmen uns warmherzig in Empfang und luden uns um 16.45 Uhr zur obligaten Tea-Time im schönen Garten der Herberge ein. Danach ging es zur Vesper mit den Benediktinermönchen, die zur Erzabtei St. Ottilien in Bayern gehören. Die Andacht bestand aus einem gregorianischen Gesang und Lesungen in verschiedenen Sprachen; Michael hielt die deutsche.
    Die Wanderung führte uns heute aus dem Städtchen Astorga hinaus und auf meist einsamen Landstrassen durch die Maragateria hoch zu dem auf 1150 Metern liegenden Dörfchen Rabanal del Camino. Von hier aus geht es morgen hoch zum Cruz de Hierro und dann - vermutlich der schwierigste Abschnitt unserer gesamten Reise - 900 Meter runter nach Molinaseca. Wir sind gespannt!
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  • Rabanal del Camino - Molinaseca (25,1km)

    14 de julio de 2023, España ⋅ ⛅ 25 °C

    Noch ganz beglückt von der Gastfreundschaft, die uns in Rabanal entgegengebracht wurde, zogen wir bei Sonnenaufgang stets leicht bergauf durch wunderschöne, offene Ginster-, Heide- und Weidelandschaft, vorbei an Viehtränken, kleinen Kätzchen und unzähligen Schmetterlingen in verschiedensten Farben. Das erste Zwischenziel war das Cruz de Hierro, welches auf 1'500 m den höchsten Wegpunkt des Camino bildet. Gemäss der Tradition wirft jeder Pilger einen Stein, den er entweder bereits von zuhause mitgebracht oder unterwegs aufgesammelt hat, auf den grossen Haufen unter dem Kreuz, was wir natürlich auch taten. Da wir zum Glück sorgenfrei unterwegs sind, war es für uns nicht mehr als ein Fotosujet. Für viele Pilger aber ist es ein wichtiger Wegpunkt, um Verstorbenen zu gedenken, was wir anhand der Emotionalität einiger Pilger merkten.
    Danach ging es bergab, bergab, bergab. Und die Sonne brannte, brannte, brannte. Der Abstieg schien nie zu enden, bis wir in der Ferne endlich die Dächer von Molinaseca sahen. Angekommen, überquerten wir die romanische Pilgerbrücke über dem Rio Meruelo und betraten ein schönes und lebendiges Dorf, in dem wir nun den Abend bei Bier und Quesadilla geniessen.
    Ps.: Bei einer kurzen Rast im hübschen Bergdörfchen El Acebo assen wir einen fantastischen Rüeblikuchen.
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  • Molinaseca-Villafranca d. Bierzo (32km)

    15 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 19 °C

    32 Kilometer bzw. 50'000 Schritte - unsere längste Tagesetappe auf dem Camino, wohlgemerkt nach dem steilen Abstieg von gestern. Auf den ersten zwei Dritteln war diese Etappe öde! Durch die Schwerindustriestadt Ponferrada, Landstrassen-Latscherei bis hin zum maroden Unort Camponaraya, welcher an Lieblosigkeit nicht zu übertreffen war, mussten wir diese Pflichtaufgabe über uns ergehen lassen. Dementsprechend freuten wir uns sehr, als uns der Weg endlich durch die Weinberge des Bierzo führte. Während wir hunderte von grünen Weinreben durchstreiften, stiess auf den letzten Kilometern Kathy zu uns, eine Amerikanerin aus Iowa, die überglücklich war, mit uns das letzte Stück beschreiten zu können, da ihre Kräfte langsam zur Neige gingen. So kamen wir zu dritt in Villafranca an und bezogen einmal mehr eine wunderschöne Herberge namens Leo.
    Bei unserem täglichen Cerveza auf dem Plaza Major trafen wir auf viele bekannte Gesichter: auf den Kroaten mit der dänischen Freundin; das ältere dänische Paar; Marius aus dem Ruhrgebiet und Lisa aus Konstanz; die Amerikaner aus Oregon und auf Kathy mit ihrer Tochter (welche in Villafranca zu ihr gestossen ist und ihre Mutter bis nach Santiago begleiten wird). Das ist eben das schöne am Pilgern: man geht den Camino alleine - trifft aber jeden Abend auf die gleichen Menschen, mit denen man sich über das Erlebte austauschen kann.
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  • Villafranca - Vega de Valcarce (16,9km)

    16 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 21 °C

    Ohne Frühstück im Magen zogen wir los, in der Hoffnung, bald einen Kaffee und ein Gebäck zu uns nehmen zu können. Doch weit gefehlt. Der Camino führte uns rasch aus Villafranca heraus ins schattige Valcarce-Tal entlang der Landstrasse, welches von der Sonne erst zu einem späteren Zeitpunkt beschienen wird. Der Wind blies uns eisig um die Ohren, es war bitterkalt! Und ob wir schon wanderten im finsteren Tal, fürchteten wir kein Unglück, denn wir wussten: irgendwann wird der erste Kaffee uns erfreuen. Und tatsächlich: nach 9 km erreichten wir Trabadelo, wo wir in einem Café endlich frühstücken und uns an der Sonne aufwärmen konnten. Unsere Weggefährten nutzten diese Gelegenheit ebenfalls. Ein paar Dörfer weiter, führte uns die bisher kürzeste Strecke in das Örtchen Vega de Valcarce, wo wir in einer schönen Herberge namens 'El Paso' eincheckten und Bekanntschaft mit Maria machten, einer netten Wienerin. Nach einem Einkauf im kleinen Supermarkt werden wir uns nun eine feine Pasta kochen und uns ein Glas Rotwein gönnen!Leer más

  • Vega de Valcarce - Fonfria (23,8km)

    17 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach fast der Hälfte unseres gesamten Weges, welcher durch die Region Castilla y León führte, passierten wir heute den Grenzstein nach Galicia. Bis dorthin stand uns ein steiler Aufstieg bevor: Knapp 700 Höhenmeter waren durch verwunschene Wälder zu bewältigen, bis wir die Nebelschwaden endlich hinter uns liessen und in ein kleines, von der Sonne geküsstes Dörfchen gelangten. Dort zmörgelten wir. Einen Tisch links von uns sass Dennis aus Lippstadt, den wir gestern in unserer Herberge kennengelernt haben und von dem wir schwer beeindruckt sind. Der Grund: Dennis läuft am Tag ca. 56 km und ist drauf und dran, den ganzen (!) Camino Frances (900 km) in 16 Tagen zu absolvieren. Und das leicht bepackt (siehe Fotos).
    Ein paar Kilometer weiter erreichten wir das mystische Dörfchen O Cebreiro, ein Highlight auf dem Camino. Die Häuser sind ganz aus Bruchsteinen gebaut, Pallozas genannt. Kelt-iberische, mit Stroh gedeckte Rundhäuser. So sind sie dem Klima angepasst, sie ducken sich gewissermassen vor dem Wind.
    Obwohl dieses schöne Dörfchen unser Tagesziel war, entschieden wir uns aufgrund der frühen Ankunft (bereits um 11 Uhr) weiterzuziehen und bis Fonfria zu wandern. Ein Bauerndörfchen mit einer schönen Herberge namens 'A Reboleira', wo wir heute übernachten werden.
    Morgen geht es ausnahmsweise weiter mit dem Fahrrad, da Nora seit dem ersten Tag zwei grosse Blasen plagen und diese ein wenig abheilen müssen. So sind wir trotzdem unterwegs und erleben eine Tagesetappe des Camino einmal auf eine andere Art!
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  • Fonfria - Sarria (Fahrrad)

    18 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute erreichten wir nach einer rasanten Talfahrt mit den Fahrrädern die von vielen Pilgern gefürchtete Stadt Sarria. Sie ist deshalb gefürchtet, weil sie die letzte Stadt vor dem Kilometerstein 100 ist und somit von vielen Touri-Pilgern als Ausgangspunkt genommen wird. Denn wer die letzten 100 km bis Santiago zu Fuss pilgert, erhält dort die begehrte Compostela. Schon vor Tagen wurden uns Menschenmassen in Sarria prophezeit, dass man die Stadt wenn möglich meiden und grosse Umwege um sie machen sollte, dass die Herbergen rappelvoll seien und es schwierig werden würde, einen Schlafplatz zu finden. Dem war nicht so. Die Massen sind ausgeblieben, eine Herberge haben wir problemlos gefunden, todo bien! Heute haben wir es gemütlich genommen und Kraft getankt für die letzten hundert Kilometer. Morgen geht es nach Portomarin. Buenas noches y hasta mañana!Leer más

  • Sarria - Portomarin (23,4km)

    19 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 25 °C

    "Geht in der Kraft, die euch gegeben ist, geht leichtfüssig, geht zart" - so schwebten wir über dem Camino bis nach Portomarin bei angenehm bewölktem Himmel, spürbar erholt von gestern. Wir passierten unter alten Eichen den besagten Kilometerstein 100 und dies - oh Schreck - mit hunderten jungfräulichen Peregrinos, die (also doch) in Sarria ihre Reise antraten. Ob spanische Schulklassen oder paraguaianische Reisegruppen, allesamt in gleichen Shirts uniformiert und die Flagge ihres Landes über dem Rucksack tragend, uns blieb nichts erspart.
    Signifikant für diesen Weg sind aber nicht nur neue Pilger, sondern auch Hórreos, typisch galicische Getreidespeicher, welche die bäuerliche Kulturlandschaft prägen. Ihre Funktion bestimmt die Form: Einerseits sorgen die seitlichen Schlitze für eine gute Durchlüftung (was aufgrund des häufigen Regens und der hohen Luftfeuchtigkeit in Galizien wichtig ist); andererseits werden dadurch Vögel und Nagetiere ferngehalten.
    Einige Kilometer später sahen wir in der Ferne unser Ziel Portomarin, über dessen moderne Häuser wir zunächst etwas erstaunt waren. Doch unser Reiseführer brachte Licht ins Dunkeln: Das ursprüngliche Portomarin wurde in den 1950er-Jahren im Zuge eines von Franco betriebenen Stausee-Projekts geflutet. Die ehemalige romanische Templerkirche aber (früher San Juán de Jerusalén, heute San Nicolás), wurde Stein für Stein abgetragen und oberhalb des Stausees wieder aufgebaut. Da steht sie nun wie ein Monolith, mit Zinnen bewehrt. Ohne Glockenturm, dafür mit Glockengeläut blechern und kratzend aus Lautsprechern.
    Wir haben uns auch kulinarisch weitergebildet und uns an den galicischen Pulpo, also Oktopus, herangewagt. Er schmeckte hervorragend! Ab morgen sind es nur noch vier Tagesetappen bis Santiago - unglaublich wie die Zeit vergeht...
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  • Portomarin - Palas de Rei (25,3km)

    20 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 19 °C

    Für heute einmal unspektakulär. Frühmorgens zogen wir los und liefen das erste Mal bei Dunkelheit. Wiesen, Felder und kleine Bauerndörfer wechselten sich ab; die erste Einkehrmöglichkeit für Kaffee kam erst nach stattlichen acht Kilometern - eine Durststrecke im wahrsten Sinne des Wortes.
    Die Wanderung war schon fortgeschritten, da machten wir eine neue galicische Entdeckung: Cruzeiros. Schlanke, granitene, oft mit Flechten bewachsene und dadurch sehr keltisch wirkende mittelalterliche Wegkreuze. Häufig zeigen sie auf einer Seite Marienszenen und auf der anderen den Gekreuzigten.
    Und sonst? Nothing to see in Palas de Rei. Ausser der 19.00 Uhr-Messe in der Ortskirche, die wir besuchten. Und sehr erwähnenswert das gemütliche Beisammensein mit unseren lieben kroatischen Freunden aus Aachen, Marika und Enisj!
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  • Palas de Rei - Arzúa (28,7km)

    21 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 22 °C

    Herbergen sind ja so eine Sache. Es gibt kaum eine Nacht, die nicht von sonoren Schnarchsinfonien durchdrungen wird. Die einen stecken dies gut weg (Nora); die anderen quälen sich, wälzen sich und zählen die Stunden (Michael). Aus diesem Grund startete der Tag mit Müdigkeit, was angesichts der vielen Kilometer, die heute zu bewältigen waren, nicht gerade verheissungsvoll war. Daher bedurfte es in Melide einer Wegstärkung, genauer gesagt Pulpo gallego. Zusammen mit Pimientos de Padrón, - das sind kleine grüne Paprikas, die mit grobem Meersalz bestreut sind -, köstlich!
    Gestärkt zogen wir weiter auf mit Eukalpytusbäumen flankierten Wegen, die uns einen angenehm frischen Geruch bescherten. Es roch nach Menthol. Wieder einmal waren wir beeindruckt von den verschiedenen Wäldern und Vegetationen, die Galizien zu bieten hat. Sogar ein Sumpfgebiet war mit dabei!
    Da der letzte Aufstieg nach Arzúa nochmals unsere Muskeln beanspruchte, füllten wir die leeren Proteinspeicher mit einer Plata de Queso. Hoffentlich bleibt die kommende Nacht schnarchfrei.
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  • Arzúa - A Rúa (18,9km)

    22 de julio de 2023, España ⋅ ⛅ 22 °C

    Im Grunde wandern wir ja schon die ganze Zeit mit dem Ziel, Santiago zu erreichen. Doch die heutige Wanderung bzw. die heutige Haltestelle steht ganz im Zeichen des morgigen Tages. Vielleicht gerade weil der heutige Tag nicht viel Erwähnenswertes hervorbrachte, steigt unsere Vorfreude auf morgen umso mehr: morgen werden wir Santiago erreichen! Und wir werden Santiago nicht etwa im Normalzustand antreffen, nein, denn prompt finden zu dieser Zeit die jährlichen Festivitäten zu Ehren des Apostels statt, mit dem grossen Apostelfeuer als Höhepunkt am Abend des 24. Juli. Der Zufall will es also, dass wir Santiago in Ekstase erleben. 20'000 Menschen auf dem Praza do Obradoiro vor der Kathedrale.
    So sitzen wir nun neben unserer Herberge in A Rúa und lauschen einem krähenden Hahn in weiter Ferne, den grasenden Schafen unmittelbar vor uns und dem raschelnden Maisfeld, das sich sanft im Wind bewegt. Das nennt man dann wohl die Ruhe vor dem Sturm.
    PS: Angehängt sind Fotos von unseren lieben Freunden, mit denen wir mittaggegessen haben.
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  • A Rúa - Santiago de Compostela (21,4km)

    23 de julio de 2023, España ⋅ ☁️ 21 °C

    Domina Honoratam Gerber et Dominus Michaelem Klaiber id fecerunt! Santiago perventum est! Kurz nach 12 Uhr erreichten wir den Praza do Obradoiro und erblickten die barocke Westfassade der Kathedrale von Santiago de Compostela. Das grosse Ziel nach 315 Kilometern Pilgern, es ist erreicht!
    Nach einem kurzen Innehalten vor der Kathedrale und gegenseitigem Gratulieren mit Bekannten sind wir schnurstracks zum Pilgerbüro gelaufen, um unsere wohlverdiente Compostela abzuholen. Zu unserem Erstaunen mussten wir gerade mal drei Minuten anstehen (mit Nümmerchen ziehen wie bei der Post). Schön ist sie, die Compostela, und alles auf Latein!
    Unser Hotel liegt direkt im Zentrum, wenige hundert Meter vom Praza entfernt. Nach etlichen Nächten in grossen Schlafsälen tut es gut, endlich wieder einmal Privatsphäre zu haben.
    Nun lassen wir den ersten Abend in Santiago ausklingen und sind gespannt darauf, was der morgige Tag bringen wird.
    Doch noch ist unsere Reise nicht zu Ende... Also bleibt dran, übermorgen nehmen wir euch mit bis ans Ende der Welt!
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  • Olveiroa - Cee (19,5km)

    25 de julio de 2023, España ⋅ ☀️ 20 °C

    Raus aus der Stadt, rauf auf den Camino! Mit dem Bus flüchteten wir vom pulsierenden, reizüberflutenden Santiago nach Olveiroa und trafen einen Camino an, wie wir ihn von unseren Anfangstagen her kannten: beinahe menschenleer und deshalb so wunderschön.
    Auf geschotterten Höhenwegen liefen wir vorbei an Stausee und Windrädern, stärkten uns zwischendurch in einer abgelegenen Bar (O Casteliño, die einzige Bar auf fast 15 km!) und passierten einen wahrhaftigen Kraftort, die Capilla da Nosa Señora das Neves, mit einer von Pilgern errichteten Gedenkstätte.
    Und da war es endlich! Laut unserem Reiseführer noch berührender als der Anblick von Santiagos grandioser Kathedrale: das Meer! Wie eindrücklich diese Weite sein kann!
    Nach einem steilen Abstieg erreichten wir bald das kleine Küstenstädtchen Cee, wo wir heute in der schönen Pensión Beiramar nächtigen werden. Morgen bestreiten wir unsere allerletzte Etappe zum Kap Finisterre.
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  • Cee - Finisterre (14,5km)

    26 de julio de 2023, España ⋅ 🌬 20 °C

    Das Ende der Welt! Keine maritime Einöde - sondern ein lebendiges Aussteigerdörfchen für viele, die hier einen Neuanfang gefunden haben. Der Weg endet ja schliesslich nie, wie uns José zu Beginn unserer Reise lehrte. Nun verstehen wir, was er damit meinte!
    Nach einem 25-minütigen Spaziergang vom Örtchen Finisterre sind wir vorhin beim Kap Finisterre angekommen und der Anblick des Océano Atlántico, der sich vor uns in seiner ganzen Pracht präsentiert, ist wirklich unbeschreiblich! Wir haben nun definitiv unser Ziel erreicht.
    Morgen geht es zurück nach Santiago, wo wir noch einmal nächtigen, bevor wir dann am 28. unsere Heimreise antreten werden. Wir von Daily Camino News bedanken uns herzlich fürs Dabeisein und geben zurück ins Studio. ¡Hasta la próxima!
    Nora und Michi
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    Fin del viaje
    28 de julio de 2023