Bolivia
Oruro

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Top 10 Travel Destinations Oruro

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49 travelers at this place

  • Day117

    Oruro - Karneval

    March 3, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Vor etwa einer Woche sind wir auf die Idee gekommen, wir könnten nach Oruro an den Karneval gehen. Respektive haben wir in einem Restaurant gegessen und der Besitzer hat uns vom grössten Karneval Boliviens vorgeschwärmt. Die Situation auf booking.com, wo wir eigentlich immer unsere Unterkünfte buchen, sieht düster aus. Noch ein Hotel hat Zimmer frei für 1000$ für zwei Nächte. Die haben den Preis gerade mal ver-10-facht. Oruro hat ausser dem jährlichen Karneval nicht viel zu bieten aber dieses eine Mal im Jahr platzt die Stadt aus allen Nähten. Meine Hoffnung war schon fast gestorben, als ich auf Air BnB eine Unterkunft für 15$ pro Nacht pro Person gefunden habe. Sofort gebucht! Osmar der Gastgeber meldet sich wenig später und gibt uns weitere Tipps.
    Am 1. März ist es soweit und wir kommen im 3700 Meter hohen Oruro an. Osmar holt uns vom Busterminal ab und bringt uns in die Unterkunft. Ein einfaches Zimmer mit zwei quitschenden Betten, dreckigem Boden und einem Geruch als wäre etwas frisch lackiert worden. Das Gemeinschaftsbad hat gerade kein Wasser aber sollte morgen wieder kommen. Osmar selber wohnt nicht hier, die Unterkunft war von seiner Grossmutter und das ist das erste Mal, dass er drei Zimmer vermietet, nur für den Karneval. Am Abend um 22 Uhr treffen wir uns mit Osmar und 10 weiteren Touristen, welche ebenfalls durch Osmar eine Unterkunft gefunden haben, am Ort, wo der Umzug morgen beginnen wird. Die ganze Strasse verwandelt sich in eine riesige Openairparty. Obwohl Strasse ist nicht ganz korrekt, eigentlich sind hier die Zuggleise. Doch für den Karneval werden diese jeweils kurz über-betoniert.
    Auf jeden Fall wird getrunken, gegessen, gemalt, gehandelt und Sitzplätze für den Umzug werden verkauft. Osmar vermittelt uns die Sitze eines Freundes von ihm, wo wir auf der Tribüne einen Zweitagespass für knapp 50 Franken kaufen.
    Um etwa 1 Uhr morgens kommen wir an der Plaza an, wo der Umzug dann enden wird.
    Dani und ich verabschieden uns und kehren zur Unterkunft zurück.
    Am 2. März steht der grosse Umzug an. Er beginnt um 8 Uhr morgens und dauert bis um ca 3 Uhr in der Nacht(!). Wir sind ab 10 Uhr anwesend und geniessen das Spektakel. Diese Farben, diese Masken, diese Kostüme, diese Musik, diese Stimmung... Nicht erstaunlich dass dieser Carneval zu den 10 besten der Welt gehört. Ein pures Feuerwerk für Augen und Ohren. Am späteren Nachmittag machen wir eine Siesta & Essenspause und kehren dann wieder zum Geschen zurück. Da dieser Umzug zu Ehren der Virgen Socavon (Jungfrau der Bergwerkstollen) veranstaltet wird, wird tagsüber kein Alkohol getrunken. Doch ab 19 Uhr ist dieser erlaubt und so verwandeln sich die Zuschauer mehr und mehr in ein Partyfolk und verdecken die Sicht. Dani und ich haben genug gesehen für heute und gehen um 21 Uhr nach Hause.
    Am 3. März treten alle Gruppen nochmals auf aber in umgekehrter Reihenfolge. Um 9 Uhr klingelt der Wecker. Auch unser Zimmernachbar aus Chile, Pablo ist schon auf. Soeben hat er von einem Cousin von Osmar (wohnt in unserem Air BnB) erfahren, dass Osmar in der Nacht auf Samstag gestorben ist. Wir sind geschockt! Eben noch waren wir am Freitag mit ihm unterwegs und er hat sich so gut um uns gekümmert. Was genau passiert ist, weiss man noch nicht. Pablo kehrte Freitag Nacht etwa um 3 Uhr zurück und Osmar muss zu diesem Zeitpunkt extrem betrunken gewesen sein, er habe dann noch bolivianische Freunde getroffen..
    Nachdem wir die Nachricht etwas verdaut haben, gehen wir erneut zum Karneval. Nicht mehr ganz so spannend wie gestern. Die Energie scheint den einen Gruppen etwas verloren gegangen zu sein - auch nicht erstaunlich, wenn sie vermutlich die letzte Nacht kaum geschlafen haben. Auch die grossen, wunderschönen Masken, sind nur noch selten zu sehen, wurden in den meisten Fällen durch Hüte ersetzt.
    Nach dem Mittag kommt das befreundete Paar von Osmar; Boris und Rita auf uns zu, welche uns die Plätze verkauft haben. Sie haben eine traurige Nachricht für uns, welche wir ja bereits vernommen haben. Sie fragen uns aus über Freitag Nacht, weil bis jetzt noch nicht bekannt ist, mit wem er anschliessend unterwegs war. Sie erzählen uns, dass man ihn am Samstag Morgen auf einem Tribünen Sitzplatz gefunden habe. Er sah aus als habe er geschlafen, bis dann jemand merkte, dass er wohl für immer eingeschlafen ist. Vermutlich konnte sein Herz die Alkoholmenge nicht verarbeiten.
    Sie erklären uns noch einiges zum Karneval, wie das so läuft. Boris scheint irgendwie an Dani Gefallen gefunden zu haben. Ständig gibt es einen Handshake und er würde uns später ein Abendessen kochen (was natürlich nicht zustande gekommen ist).
    Am späteren Abend, als wir eigenrlich schon heim gehen wollen, überredet er uns, noch zu bleiben. Er stellt uns all seine Freunde und Freundinnen vor. Zwei Freundinnen sind begeistert, Schweizer kennenzulernen und möchten auch gleich ein Selfie mit uns machen. Wir bleiben noch eine Weile, trinken noch ein Bierchen und tanzen zu der Musik. Boris erwähnt immer und immer wieder, wie er uns mag, wie er zwar mit Osmar einen Freund verloren hat, er ihm dafür zwei neue Freunde gebracht hat. Zudem seien wir seine ersten ausländischen Freunde.
    Allgemein sieht man kaum Gringos (wie hier alle Nicht-Südamerikaner genannt werden). Von den über 300'000 Besucher sind die Mehrheit Einheimische oder bolivianische Touristen.
    Wie verlassen Oruro am folgenden Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Karneval war definitiv ein Highlight und wer die Chance hat, irgendwann einmal zu Karnevalszeit in Bolivien zu sein, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.
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  • Day149

    Fahrt von La Paz nach Sucre

    August 17, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 14 °C

    Als Julio dann endlich fertig repariert und gewaschen war, konnten wir losfahren. Es war zwar schon kurz nach 15.00 Uhr, aber wir wollten heute noch ein paar Stunden fahren. So verließen wir La Paz in Richtung Sucre, der Hauptstadt Boliviens. Zunächst mussten wir uns über den Vorort El Alto wieder auf über 4.200 Meter hochschrauben. Es ging zum Teil über sehr steile Strassen. Oben angekommen fuhren wir dann wieder auf der Hochebene. Wir wollten noch bis Oruro, einer Stadt auf 3.700 Metern und mit knapp 300.000 Einwohnern, kommen. Dort kamen wir dann auch gegen 20.00 Uhr an, brauchten aber fast 1 Stunde in der Stadt, bis wir bei unserem Stellplatz ankamen. Überall war ein offener Markt und buntes Treiben auf den Straßen, so dass ein Durchkommen gar nicht möglich war. Wir waren gezwungen, abweichend vom Navi, andere Wege zu fahren. Dann kam noch ein Umzug mit kostümierten Menschen und Blasmusik des Weges und es ging eine halbe Stunde gar nichts mehr voran. Endlich kamen wir dann an. Wir hatten uns für einen öffentlichen Parkplatz mitten in der Stadt als Stellplatz entschieden, da wir mal wieder mitten im Geschehen sein wollten. Und so kam es auch. Gleich bei der Ankunft spielte eine Blaskapelle auf dem Platz. Die hielten da einfach eine Probe ab.

    Am nächsten Morgen ging es weiter. Zunächst versammelte sich eine Hundertschaft von Polizisten und ging dann los. Dann hörten wir Musik und Gesänge im Bulli. Draußen auf dem Platz waren Obdachlose und Arme versammelt, die animiert von einer Sozialarbeiterin zu religiösen Liedern sangen und tanzten. Richtig gelebte Sozialarbeit. Wir waren begeistert. Als wir losfahren wollten kam auch die Sozialarbeiterin auf uns zu und erklärte uns das Projekt. Es ginge darum, den Leuten Hoffnung zu geben und Selbstwertgefühl, damit sie wieder ins normale Leben zurückfinden können. Jeden Samstag bekommen die Leute Unterstützung, auch in Form von Mahlzeiten. Wir unterstützen dann spontan das Ganze mit einem Geldbeitrag und sie bat uns mit den Leuten zu sprechen. Die waren so dankbar und umarmten uns aus Freude. Eines der Highlights unserer Reise und ein Moment, den wir nicht vergessen werden.

    Wir brachen dann gegen 11.00 Uhr nach Sucre auf und die Fahrt ging weiter auf der Hocheebene, die diesmal zum Teil mit Schluchten durchzogen war. Wir sahen auch wieder viele freilaufende Alpacas und Lamas. Die Anden dazu im Hintergrund und blauer Himmel. Es war einfach perfekt und die Fahrt verging wie im Flug. Um 21:00 Uhr kamen wir in Sucre auf dem Campingplatz an.
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  • Day94

    Von 0 auf 4250 Meter über Meer

    May 14, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 10 °C

    Pünktlich verliess unser Bus das Terminal in Arica und wir fuhren los in Richtung Bolivien. Der Bus fährt nach La Paz lässt uns aber am Grenzort Tambo Quebrada aussteigen. Den unser Ziel ist der Sajama Nationalpark, welcher gleich an der Grenze zu Chile liegt. Als wir am Grenzort ankamen, sagte man uns, dass von hier aus kein Bus ins kleine Dorf Sajama fahren würde. Unser Buschauffeur nahm uns noch mit bis Sajama Cruz und das war dann irgendwo im Nirgendwo. Also standen wir da an der Kreuzung und weit und breit nichts als Natur und die verlassene Strasse. Als wir uns gerade überlegen wollten wie wir nun zu unserem Hostal gelangen sollen, kam ein kleiner Bus, voll mit Einheimischen, stoppte und nahm uns gleich mit. Innerhalb von nur vier Stunden fuhren wir vom Meeresspiegel auf 4250 m ü. M. Das war ganz schön viel für unsere Körper und das bekamen wir dann in der Nacht auch zu spüren (Höhenkrankheit lässt grüssen). Trotz nächtlichem Kopfweh und Übelkeit ging es uns am morgen soweit gut, dass wir eine Wanderung zum See Huayna Khota unternehmen konnten. Der Weg führte zwar nur geradeaus, aber die Höhe und der starke Gegenwind auf dem Rückweg machten den Spaziergang qualvoll. Am nächsten Morgen hiess es früh aufstehen, den der einzige Bus von Sajama nach Patacamaya fährt um 6 Uhr. Nach einer gefühlten Ewigkeit (wir halb durchgefroren) kam dann der Minibus. Innerhalb weniger Minuten war dieser rappelvoll und so fuhren wir schlotternd los nach Patacamaya.Read more

  • Day271

    Bus kaputt

    May 24, 2019 in Bolivia ⋅ 🌙 1 °C

    Busfahrten in Südamerika sind immer ein Abenteuer. Selbst wenn man sich die 1 Klasse der mittleren Preis-Liga leisten kann.

    An den Busbahnhöfen ruft der Chor der Anschreier Preise, Zeiten und Ziele. Dann müssen Säckeweise Kartoffeln und was sonst noch verladen werden...

    Wenn man dann endlich sitzt, kommt der Scheiß Board-Film. Diesmal zum 100ten was aus der "Fast and Furious" Reihe diese HIRNRISSIGE SCHEISSE. Wenn ein 3 Jähriger mit Spielzeugautos spielt hat das mehr Handlung....

    Und nachts um 3 sitzen wir wieder irgendwo in der Pampa fest. Seit über einer Stunde steht der Bus ohne Licht, ohne Begründung ohne Fenster, die man aufmachen kann.

    Die Luft war schon schlecht und wird in unserem, dem unteren Busabteil nicht besser.
    Informationen zur Situation gibt es kleine. Wie immer. Die Tür wird auch nicht aufgemacht.

    Eingesperrt wie Schlachtvieh schmoren wir im eigenen Saft und atmen die Ausdünstungen von 20 Personen.

    Ich hab die Schnauze gestrichen voll. Dass was kaputt geht kann ja mal sein. Wie man hier mit solchen Situationen umgeht ist langsam unerträglich.

    Niemand entschuldigt sich. Niemand spricht mit uns. Niemand bemüht sich die Situation angenehmer zu machen.

    Und noch schlimmer NIEMAND von den 60 Leuten im Bus macht sein Maul auf. Diese ewige "ist halt so Einstellung" halt ich nicht mehr aus. Ich der "Touri" muss wieder ran umd mich nimmt dank Akzent und Fehlern wieder keiner ernst.

    Probleme muss man lösen. Mit den betroffen Menschen muss man kommunizieren. Kurz- und mittelfristig Lösung kann man finden, wenn man möchte. Es ist doch nicht so schwer ! Inkompetente Saubande.

    Schade, dass keine Spanier oder Argentinier im Bus sind. Die können die Sprache gut genug zum richtig Krawall machen und sind ähnlich (un)geduldig wie ich. Die sagen dann manchmal was ich gerne sagen würde.
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  • Day79

    71. Peru - Llamas plus

    November 9, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 52 °F

    The animals of the Peruvian highlands include llamas, mountain goats, sheep, alpacas and vicunas.

    Do you know the difference between an alpaca and a llama?

    Ears: Alpaca short, Llama long
    Weight: Alpacas 150 lbs, Llamas up to 400
    Face: Alpacas smooshed in, Llamas long
    Hair: Alpacas have finer fiber and more colorsRead more

  • Day58

    Into a part of Bolivia

    November 26, 2017 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    We continued following the track on the gps. At some places, there were trenches dug across the gravel road. We couldn't figure out the reason for it and why would anyone dig it across the road. We managed to go across them by diverting off the road and continued further. Suddenly, we saw a small tower with a board indicating Bolivia and there was a fence just beyond. We realized we had passed into a small section of Bolivia on the road and the fence was the entry back to Chile. We had not seen any board indicating our entry into Bolivia. Most probably, the trenches had been made to stop the entry from this side. Now we were worried what would happen if there was a customs/immigration check on the other side. We drove on, anyways.Read more

  • Day714

    Sajama National Park

    April 30, 2018 in Bolivia ⋅ ☀️ 10 °C

    On the second attempt we got our jerrycans filled halfway between gringo rate and local rate, and drove across the high altiplano to almost the Chilean border, never dipping below 3,800m. All the time we could see 2 amazing snow covered volcano cones and the beast of Sajama Mountain rising up to 6,500m although it was topped in clouds.

    We parked up by a small river and set up, before noticing the ground didn't drain very well so wisely moved a hundred metres back up the road. We were in a wide plain and in every direction there were awesome peaks. The sunset between the 2 volcanoes was quite unlike anything I've ever seen before. When I let the dog out last thing at night the sky was crystal clear and we could see every peak and possibly the brightest milky way ever.

    The morning was chilly, and we set a new record low inside the van of just under 5c, but we were snug under our duvet, llama blanket (and sleeping bag for the first time). It was still super clear and the whole scene looked really different in the morning light. Fortunately it soon warmed up, thanks to the altitude, and we set off on our bikes to find the geysers. They themselves weren't so impressive, but they fed into a river and we made ourselves an amazing hot tub where we whiled away most of the day.
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  • Day56

    Sajama Nationalpark

    January 10, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    Zusammen mit Beto, Pablo und Ampi verbrachte ich drei wunderbare Tage im Sajama Nationalpark, eines der schönsten Fleckchen Erde das ich ich bis jetzt gesehen habe.
    An Tag eins bestiegen wir den ersten Aussichtspunkt und gewöhnten uns an die Höhe.
    An Tag zwei stiegen Beto und ich dann auf 5070 m, wobei wir zwei Lagunen, einen unglaublichen Ausblick, Schnee und verschiedene Tiere sahen und uns am Ende mit einem langen Bad in den von Geysieren gespeisten Thermalbecken belohnten.
    Tag drei war dann leider verregnet, doch schafften wir es trotzdem auf einen weiteren Aussichtspunkt und konnten bei einem freundlichen Bewohner Schutz vor Regen und Hagel finden.
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  • Day85

    Sajama national park

    February 8 in Bolivia ⋅ ☁️ 9 °C

    It took us nothing else than 2 days to reach this tiny village lost in the middle of a national park! We stayed here 4nights, walking around, dipping in natural thermal baths and saving a baby llama!

  • Day33

    Sajama Nationalpark

    November 2, 2016 in Bolivia ⋅ ⛅ 30 °C

    Unsere Fahrt geht Richtung chilenischer Grenze zum Sajama Nationalpark. Die Fahrt überrascht wieder mit einer unvergleichlichen Landschaft. Pre Inka Gräber säumen den Weg und wären überall sonst eine Touristenattraktion. Der Sajama ist ein Vulkan und mit 6554 m der höchste Berg Boliviens.
    Unser Berg liegt ebenfalls im Nationalpark. Wir wollen uns morgen am Acotango versuchen.
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You might also know this place by the following names:

Departamento de Oruro, Oruro

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