Chile
Chorrillos

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4 travelers at this place:

  • Day17

    Erste Eindrücke: Atacama Wüste

    April 2 in Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    Ich bin sprachlos! Die nächsten Tage werde ich in San Pedro de Atacama verbringen und von dort aus die trockenste Wüste der Welt erkunden.
    Eigentlich wollte ich gestern meinen Tag nutzen und mein Reisetagebuch weiterschreiben (nicht dieses sondern ein ganz klassisches Büchlein), aber ich musste einfach den ganzen Flug von Santiago de Chile bis Calama aus dem Fenster schauen. Die zwei Stunden Flug gingen viel zu schnell rum. Ich hatte den 18 Uhr Flug gebucht, obwohl ich schon um 12 Uhr gelandet war. Aber er war einfach so viel günstiger als alle anderen Flüge... Es war das beste was ich machen konnte, da es der schönste Flug meines Lebens wurde. Ich hatte mir einen Sitzplatz auf der rechten Seite gebucht, da auf dieser Seite die Anden zu sehen sein müssten. Ich hatte allerdings nicht bedacht, dass zwischen 18-20 Uhr - also genau in meiner Flugzeit - die Sonne untergeht! Die Sicht war total klar, die Anden gestochen scharf zu sehen und als wir über die Wüste flogen wurde alles in tausend verschiedene rosa-blau Farben getaucht: die wunderschönste und zugleich kitschigste Aussicht, die ich je hatte.

    Ich blieb eine Nacht in Calama und fuhr am nächsten Morgen mit einem normalen Bus für 4€ nach San Pedro de Atacama (die Buse vom Flughafen kosten übrigens 24 €!). Auch die Busfahrt war so beeindruckend, dass ich einfach 2 Stunden aus dem Fenster schaute: so viele Farben!!!
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  • Day366

    Ein Jahr auf Reisen

    February 6 in Chile ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute vor einem Jahr hiess es Tschüss Schweiz- Hallo Welt😃

    In den vergangenen 365 Tagen waren wir:

    - in 19 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten unterwegs

    - haben 25 mal ein Flugzeug geboarded

    - in 107 verschiedenen Unterkünften und auf 47 Campingplätzen übernachtet, zudem je 2 Nächte im Flugzeug, Bus und Zug und 3 Nächte auf dem Schiff verbracht

    - haben insgesamt über 96'000 Kilometer (Luftlinie) zurückgelegt, davon 21'835 km mit dem Auto

    - laut findpenguins haben wir bis jetzt 9 % der Welt gesehen, haben 2,4 mal die Erde umrundet und sind 0,3 mal bis zum Mond gereist😄

    - CHF 53 in Manuels 6 Coiffeurbesuche investiert

    - für CHF 41 neue Sonnenbrillen für Leandra gekauft (sie verliert sie andauernd und bekommt deshalb nur günstige Modelle)

    - CHF 236 dafür ausgegeben, dass unsere Wäsche wieder sauber ist

    - CHF 6794 für Essen und Getränke in Restaurants bezahlt (während unseren 6 Monaten in Asien haben wir kein einziges Mal selber gekocht🙊)

    Vielfach werden wir gefragt, welches Land uns denn am besten gefallen hat bis jetzt. Da alle Länder ihre Sonnen- und Schattenseiten haben, ist diese Frage sehr schwierig zu beantworten. Und trotzdem fängt unsere Antwort immer wieder mit Japan an. Dieses Land hat uns irgendwie mit seiner Kultur, den zurückhaltenden/scheuen aber sehr liebenswerten Japanern und nicht zuletzt mit der für uns besten Küche der Welt beeindruckt. Natürlich war es auch Manuela zu verdanken, dass wir Land und Leute durch ihre Kontakte, noch besser kennenlernten und eine wunderbare Reisebegleiterin hatten.
    Aber natürlich haben uns alle Länder fasziniert. Sei es durch den Schlamm in die abgelegenen Dörfer Myanmars zu wandern, auf der chinesischen Mauer zu stehen oder durch die einsame Wüste Namibias zu fahren.

    Aber die Reise bringt einem auch näher, wie Glück wir hatten, in einem der reichsten Länder der Welt geboren worden zu sein. In einem Land, in dem es keine korrupte Regierung gibt, in dem die Luft rein ist und man das Wasser aus dem Wasserhahn problemlos trinken kann. Je weiter wir reisen, desto mehr wird uns bewusst, wie klein unsere Schweiz doch ist. In der Schweiz überlegt man sich lange, ob man jetzt eine einstündige Fahrt auf sich nimmt. In vielen Ländern ist die Distanz zum nächsten Supermarkt, zur Tankstelle oder einem Spital noch länger.

    Natürlich vermissen wir unsere Familie und Freunde. Wie auch manchmal eine Bratwurst, Röschti, Ghackets und Hörnli, ... (hier muss ich aufhören, ansonsten wird die Liste seehr lang😂). Wir wären ab und zu auch froh, in unserem eigenen Bett zu schlafen oder ein sauberes Badezimmer zu benutzen.
    Aber das Reisen hat einfach zu viele Vorteile. Die Freiheit zum Beispiel: wir stehen am Morgen auf und entscheiden, was wir machen, wohin wir gehen,... so konnten wir die Route so planen, dass wir immer in den warmen Jahreszeiten reisen (abgesehen vom Norden Japans und Patagonien hiess das, immer Temperaturen über 20 Grad). Man lernt viele neue Kulturen kennen, trifft spannende Leute, probiert neue Gerichte. Ich glaube, wir müssen euch nicht erklären, weshalb wir so lang am reisen sind.

    Eigentlich war ja nur ein Jahr Weltreise geplant, jedoch ist es uns noch nicht langweilig geworden. Es gibt noch viele Ziele auf unserer Wunschliste und das Geld ist uns auch noch nicht ausgegangen. Wir werden also noch eine Weile unterwegs sein.

    Übrigens wer sich fragt was aus unseren Bekanntschaften geworden ist: In Indonesien ist im Mai 2018 der kleine Ukasha Arya Satya Rileyandra auf die Welt gekommen. Der Sohn von Desi und Hendra, die uns ganz spontan zu sich nach Hause zum Essen eingeladen haben. Im September haben sich Saki und Yuki in Japan das Ja-Wort gegeben und auch bei ihnen ist bereits Nachwuchs unterwegs. Und seit kurzem wächst auch auf den Philippinen ein Babybauch heran, Gaze und MC, die wir ebenfalls in Indonesien kennenlernten, erwarten Nachwuchs. Mit Tshewang unserem Guide aus Bhutan haben wir lange mitgefiebert und sind ihm moralisch zur Seite gestanden beim ganzen Visaprozess für Australien. Es hat sich bisher leider noch nicht gelohnt, das erste Visum wurde abgelehnt.

    Immer wieder kommt es zu spannend Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Reisenden. Beispielsweise haben wir in Namibia direkt neben zwei Nidwaldner gecampt. Was für ein Zufall, gibt es doch nur 40'000 auf der ganzen Welt! Ausserdem hat Leandra in Südafrika nochmals eine Nidwaldnerin, die sie aus der Schulzeit kennt, getroffen. Auch sie haben ihr Auto bei einem Aussichtspunkt gleich neben unserem parkiert.
    Wie ihr sehen könnt: die Welt ist wirklich klein🌍
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  • Day368

    Zwei Gringos unterwegs Teil 2

    February 8 in Chile ⋅ 🌧 21 °C

    Bei unserem Zwischenstopp in Caldera haben wir erfahren, dass in der trockensten Wüste der Welt - der Atacama Wüste - zur Zeit sehr viel Regen fällt, zu viel Regen genauer gesagt. San Pedro de Atacama sei zur Zeit überschwemmt und Touristen wurden aus der Stadt evakuiert. Dieses Mal ging unser Plan nicht auf, denn wir sind extra möglichst schnell Richtung San Pedro gefahren, um viel Zeit in dieser Region zu verbringen. Eigentlich erstreckt sich die Atacama Wüste über 1'200 km, aber die Hauptattraktionen mit Lagunen, Geysiren, Mondlandschaften,... befinden sich alle rund um San Pedro. Naja, man kann nicht immer Glück haben mit dem Wetter.🤷‍♀️

    Wir machten uns trotzdem auf den Weg Richtung Norden. Wir besuchten den Pan de Azucar Nationalpark, bevor es weiter nach Antofagasta ging. Die Küstenstadt ist der letzte Stopp, bevor es Richtung San Pedro geht. Zwischenzeitlich war die Situation mit dem Wasser wieder besser und es seien bereits wieder einige Attraktionen geöffnet. Also haben wir beschlossen ein Cabaña in Calama, eine Stunde von San Pedro zu mieten. Am Vorabend unserer Fahrt dorthin, haben wir jedoch gelesen, dass auch Calama nicht unverschont blieb vom Unwetter und ein grosser Teil der Stadt seit 3 Tagen ohne Wasser auskommen muss. Die Vermieter meinten jedoch, es sei alles in Ordnung und so machten wir uns auf den Weg. Vorsichtshalber kauften wir genügend Lebensmittel und Wasser und tankten das Auto nochmals voll (man weiss ja nie).

    In Calama angekommen, konnten wir nichts spezielles feststellen, wir hatten Wasser, die Strassen waren in gutem Zustand und auch der Strom funktionierte bis auf einen etwa 3-stündigen Ausfall. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach San Pedro de Atacama. Die Strasse, die vor ein paar Tagen noch geschlossen war, fanden wir in einem guten Zustand vor (ab und zu ein bisschen getrockneter Schlamm auf der Strasse). Der Grossteil der Attraktionen war dann aber doch gesperrt, also machten wir uns auf zum Valle de la Luna, das geöffnet war, jedoch hatten die Angestellten gerade Mittagspause. Also beschlossen wir, zuerst mal die Lage bei den Lagunen abzuchecken. Der Weg dorthin war kein Problem, doch 1 km vor der Lagune kam dann das Cerrado-Schild. Hätten sie auch weiter vorne anschreiben können.. die Motobikes vor uns probierten, trotzdem zur Lagune zu kommen, doch der Weg war einfach zu schlammig. Wir bemerkten, dass langsam dunkle Wolken am Himmel aufzogen und so machten wir uns schnellstmöglich auf den Rückweg. Das Valle de la Luna konnten wir für heute vergessen. Für den Aussichtspunkt sollte die Zeit bis zum Einsetzen des Regens aber noch reichen. Die Aussicht auf die Mondlandschaft war sehr eindrücklich, aber noch eindrücklicher war die Gewitterfront, die jetzt von allen Seiten kam. Als Leandra die Haare zu Berge standen und bei anderen Touristen die Hände zu knirschen begannen, wussten wir das wir langsam ins Auto müssen.

    Durch die Gewitterfront fuhren wir zurück nach Calama. Dort war das Wetter zwar noch besser, aber nicht lange. Vor dem Schlafengehen verteilten wir die Kochtöpfe, da mittlerweile das Wasser durchs Dach tropfte. An diesem Abend fielen 12,6 mm Regen. Hört sich nicht nach wirklich viel Regen an, ist aber in Calama was normalerweise in zwei Jahren vom Himmel fällt!😳

    Am nächsten Morgen ging es nochmals nach San Pedro, um das Valle de Luna zu besuchen. Doch als wir dort waren, hiess es wiederum Cerrado und zwar heute für alle Attraktionen. So machten wir uns auf ins Städtchen, um einen Kaffee zu trinken (wer ist nicht auch schon mal kurz von Basel nach Zürich gefahren, um eine Kaffee zu trinken😂). In der Stadt wimmelte es nur so von Touristen, da alles geschlossen war. Nach einem Spaziergang durch die schlammigen Strassen und dem Kaffee machten wir uns wieder auf den Rückweg. Mittlerweilen hat die Polizei die Einfahrt in die Stadt gesperrt und liess wahrscheinlich nur noch Leute rein, die wirklich rein mussten.

    Kurz nach unsere Rückkehr nach Calama war die Lage etwas angespannter. Nun war auch der chilenische Präsident Piñera in der Stadt, um sich die Lage anzuschauen. Kurz nachdem er den Katastrophenzustand verkündet hat, konnten wir am Fernseh live mitverfolgen wie eine Brücke zwischen Calama und Chuquicamata einstürzte. Nun waren auch wir ein bisschen angespannt und verfolgten die Ereignisse am TV. Auch wir hatten jetzt seit mehreren Stunden kein Wasser mehr. Am frühen Abend wurden ca. 150 Leute vom Norden Calamas evakuiert, denn es wurden erneute Regenfälle erwartet und man wusste, dass die Flüsse dieses Mal die Wassermassen nicht mehr halten würden. Um 12 Uhr nachts setzte der Regen wieder heftig ein, was es schwierig machte zu schlafen. Am nächsten Morgen rechneten wir mit dem Schlimmsten aber so wie es in den Nachrichten aussah, ist die Nacht ruhig und ohne grösseren Zwischenfälle verlaufen.

    Nun hiess es für uns wieder zurück nach Antofagasta zu gehen, da es nicht viel Sinn machte, noch länger in der Region zu bleiben. Weiter nördlich konnten wir auch nicht, da dort die Überschwemmungen noch viel schlimmer sind. Während es im sonst staubtrockenen Norden immer häufiger zu Überschwemmungen kommt, steigen die Temperaturen im Süden immer mehr an. Zur Zeit gibt es dort schlimme Waldbrände. Hier ist der Klimawandel deutlich zu spüren..😕
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Chorrillos

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