Chile
Antofagasta

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252 travelers at this place:

  • Day103

    San Pedro de Atacama - Hallo Wüste!

    February 17 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    So ganz einfach macht es uns San Pedro auch diesesmal nicht! 14 Stunden soll die Fahrt mit dem Bus von Uyuni hierher dauern🙈 Das möchten wir uns nicht antun. So entscheiden wir uns für den etwas teureren dafür direkteren Weg und buchen zwei Plätze in einem Jeep, der Touris nach San Pedro zurückbringt, die die Uyuni Tour von dort aus machten und nun zurückfahren. Dies bedingt jedoch erneut eine Übernachtung in villa mar, dafür viel weniger Fahrzeit und Essen inklusive:-). Die Fahrt beginnt ganz gut, bis jedoch nach etwa 2 Stunden das Licht den Geist aufgibt. Es ist langsam dunkel und wir haben erst etwa die Hälfte hinter uns. Das kann ja heiter werden. Zudem regnet es auch noch. Wir sehen schwarz als der Fahrer aussteigt, die Motorhaube öffnet und sich als Mechaniker versucht. Doch wenig später ist das Problem tatsächlich gelöst und die Fahrt kann mit Licht weitergehen. Am nächsten Morgen fahren wir bereits um 4h30 los, um die Grenze zu einer guten Zeit zu erreichen, schliesslich öffnen die ein bisschen wie sie wollen. Die Fahrt ist wunderschön, die Landschaft schneeweiss und der Sonnenaufgang zwischen den weissen Bergen lädt einem zu frühmorgendlichen Tagträumen ein.
    Nachdem an der Grenze umgerechnet zwei Franken für den Ausreisestempel entrichtet wurden und die schikanierende Einreisebehörde in Chile uns reingelassen haben, kommen wir wenig später endlich im lang ersehnten San Pedro der Atacama an, das Tor zur Wüste.

    Die Regenfälle in den letzten Wochen haben grossen Schaden angerichtet. Häuser sind eingestürzt, Strassen unpassierbar und 6 Menschenleben fielen dem Unwetter zum Opfer. Aus diesem Grund sind bei unserer Ankunft erst zwei Touren offen, doch fast täglich öffnen weitere und so können wir doch noch aus dem vollen schöpfen. Zudem meint es die Sonne mehr als gut mit uns und wir haben Top Wetter mit 20-35 Grad, kaum Wolken und keinem einzigen Regentropfen.
    Die Hauptstrasse in diesem Wüstendorf ist voller Agenturen, die alle etwa die gleichen Touren im Angebot haben. Wir haben uns auf folgende begeben:

    *Geysires El Tatio*
    Die drittbekanntesten Geysire der Welt befinden sich 90 Kilometer von San Pedro entfernt. Nichts für Langschläfer! Morgens um 5 beginnt die Tour, da der Dampf der Fontänen frühmorgens am besten zu sehen ist. Eindrücklich, wie sie überall in die Höhe ragen. Minus 2 Grad kalt sei es. Zum Glück bin ich für die kalten Temperaturen ausgerüstet und ziehe fast alle warmen Kleider an, die ich habe. Nun gibt es hier ebenfalls warmes Thermalwasser. Zäck zäck und Dani ist im Wasser. Bei mir braucht es ein bisschen mehr Überwindung, alle meine Schichten auszuziehen. Aber man kommt wohl nie wieder hierher also möchte man sich ja nichts entgehen lassen. Als ich schon halbwegs umgezogen war ruft mir Dani zu, dass es vielleicht ein bisschen kalt sei für mich. Ja toll! Janu jetzt gibt es kein Rückzieher mehr, nichts wie rein. Und tatsächlich, wie ein heisses Bad, dass schon seit zwei Stunden ausgekühlt ist. Immer wieder kommen sehr heisse Quellen, die wir zu ergattern versuchen doch lang halten es wir hier drin nicht aus. Anschliessend besuchen wir ein ausgestorbenes Städtchen, wo man einen Lama Spiess degustieren kann.

    *Tour astronomico*
    Endlich stehen die Sterne wortwörtlich gut am Himmel für eine Sterneguck-Tour. Schon lange habe ich darauf gewartet und dass es genau am 14. Februar so weit ist, ist doch umso romantischer.
    Die Tour war nun drei Wochen nicht im Angebot, wegen zu vielen Wolken und seit gestern nun wieder möglich. Um 22h45 fahren wir für etwa 15 Minuten raus aus dem Städtchen bis wir einen dunkeln Ort finden. Bereits fünf Teleskope sind aufgebaut für unsere Gruppe, bestehend aus etwa 20 Tourteilnehmer. Doch nun geht es nur noch abwärts. Der etwa 40 minütige eintönige Monolog über die Sterne erinnert an eine langweilige Schulstunde wo man sich konzentrieren muss, nicht einzuschlafen. Durch die Blicke durch das Teleskop sind die Sterne immer noch nur Punkte, nur etwas Grössere. Planeten sind keine zu sehen, da der Mond zu hell leuchtet und auch ein Foto mit den Sternen (was eigentlich bei all diesen Touren inklusive ist) ist deshalb sinnlos. Einzig der Mond durch das Teleskop anzuschauen ist cool, da man die Oberfläche zu Gesicht bekommt. Zum Glück bleibt diese Tour aber die einzige Enttäuschung währen unseres Aufenthalts.

    *Valle de la Luna / Mondtal*
    Es gibt verschiedene Theorien, wie das Mondtal zu seinem Namen kam. Meine bevorzugte ist, dass es hier etwas aussieht wie auf dem Mond. Durch die Regenfälle in den letzten Wochen hat sich Salz an der Oberfläche festgesetzt, was das ganze umso atemberaubender macht.

    *Laguna Cejar*
    San pedro meinte es gut mit uns in den letzten Tagen. Noch auf der valle de la luna Tour erfahren wir, dass die Laguna cejar nun ebenfalls wieder offen ist. Da das nette münchner Pärchen, das wir auf der valle de la luna Tour getroffen haben, die Tour auch gebucht hat, sprinten wir sofort ins Büro und erledigen die Formalitäten für die Tour am nächsten Nachmittag.
    Der erste Stopp mit Badespass in der besagten Lagune war die Tour schon wert. Baden wie im toten Meer mit 40% Salzgehalt, fast menschenleer und mit einem wunderschönen Andenpanorama. Ein Traum. Nach 30min müssen wir, wegen den vielen Mineralien im Wasser, wieder raus und duschen. Weiter geht es mit einer Lagune in der sich Mikroorganismen, die für unsere Ozonschicht verantwortlich sind, befinden. Nach einer Disskussion über die Entstehung des Menschen und nicht wirklich interessanter Umgebung gibt es Zvieri. Pisco Sour für die Meisten, für mich (Dani) Wein und Snacks. Eine zweite Weinflasche wird geöffnet die wir nun zu fünft trinken. Im angetrunkenen Zustand geht es weiter zu den Ojos del Mar (Meeresaugen). Zwei kreisförmige Löcher voll mit Wasser mitten in der Wüste. Mit einem Kopfsprung geht das etwas kühlere Badevergnügen weiter. Die jolenden Brasilianer in unserer Gruppe sind nun ein wenig abgekühlt und so endet die Tour mit einem Grinsen im Gesicht.

    *Sandboarden im valle de la muerte*
    Noch bevor die Tour beginnt, wird uns eine Überraschung angekündet! Da die Strasse im Todestal drin noch nicht wieder komplett offen ist, erwartet uns einen Kilometer Fussmarsch hin und zurück zu den Dünen. Klingt easy aber mit Snowboard (ja die Bretter sind die gleichen wie im Schnee), Snowboardschuhen, Helm, Rucksack ist das doch wieder einmal eine eher sportliche Abwechslung.
    An den Dünen angekommen wird ein Sessel- oder Bügellift schmerzlich vermisst, so geht es die
    140m jedesmal zu Fuss hoch. Doch die atemberaubende Landschaft und die Fahrt herunter entschädigen - es ist absolut geil! Die unerfahrenen in unserer Gruppe halten zuerst Unterricht, Dani, ich und noch drei weitere geübte Snowboarder können gleich loslegen. Mir gelingen sogar Kurven, Dani rast steckengerade runter wie ein Profi. Ein Heidenspass. Nach etwa 7 mal rauf und runter gehen dir Kräfte langsam aus und wir machen uns ready für den Fussmarsch zurück.
    Da es nicht sehr weit ist zurück ins Dorf, spazieren Dani und ich zurück. Nur finden wir die Brücke über den Fluss nicht, vermutlich hat sie der Regen zerstört. So heisst es Schuhe aus und hoffen, dass es nicht zu tief ist:-)

    *Mueso del Meteorito*
    Hier in der Wüste wurden schon einige Meteoriten gefunden. Nicht dass hier mehr geben würde als sonst irgendwo aber sie sind halt einfacher zu finden. Wie unterscheidet man nun einen Meteorit von einem Erdstein? Am besten hilft ein Magnet weiter, denn die meisten Meteoriten sind magnetisch. Natürlich gibt es auch Ausnahmen aber das wäre nun zu komplex.
    Cool ist, dass wir mehrere echte Meteoriten anfassen dürfen.

    Somit verabschieden wir uns von der Wüste und von Chile und fahren diesmal mit dem Bus zurück nach Uyuni, Bolivien. Unsere zwei Fahrer stecken wir in die Kategorie "Spassdis". Die Wartezeit beim Grenzübergang wird mit einem Bier überbrückt, ob das wohl der Grund ist, dass der Bus abfährt bevor alle Gäste wieder drin sind? Ein aufmerksamer Passagier weist die Fahrer daraufhin, dass wohl noch zwei fehlen. Aus den zwei wurden dann etwa 10 und zum Glück kommen wir heil in Uyuni an - diesmal ein Zwischenstopp - um am nächsten Morgen nach Potosi zu gelangen, die Statt mit dem reichen Berg.
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  • Day73

    San Pedro de Atacama

    February 22 in Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    De Atacama, de droogste woestijn ter wereld, ziet er… droog uit. Zand en stenen voor zover je kan kijken. We kunnen het ons moeilijk inbeelden dat hier vorige week wegverzakkingen waren door de hevige regenval. Daar is niks meer van te zien.

    De eerste “grote” stad die we tegenkomen is Calama, op 100 kilometer van San Pedro. In de verte verschijnen enkele enorme besneeuwde bergtoppen. Het zijn vulkanen van rond de 6000 meter hoogte die de natuurlijke grens met Bolivia vormen. Een indrukwekkend zicht.

    We zitten ondertussen zelf op 2400 meter hoogte. Een groot verschil met Antofagasta, dat op zeeniveau ligt. De meeste bezienswaardigheden rond San Pedro liggen nog een stuk hoger. We zullen het dus rustig aan moeten doen om geen last te krijgen van hoogteziekte.

    Wanneer we aankomen is het nog een stuk heter dan in Antofagasta. Ik heb me net ingesmeerd en heb het gevoel dat de zon recht door mijn vel brandt. We vinden al snel een hotel in de buurt en gaan dan op verkenning door het centrum van het dorp. De straten zijn stofferige zandwegels met bars en restaurants langs beide kanten. En ook enorm veel touragentschappen. Minstens 50 organisaties bieden uitstapjes aan naar Valle de la Luna, Salar de Uyuni, de Tatio geisers en nog veel meer.

    We lopen op goed geluk een 5-tal agentschappen binnen om wat te vergelijken. Uiteindelijk boeken we 2 tours: naar Valle de la Luna en naar de Tatio geisers.
    Op de tour naar Valle de la Luna zijn we verre van alleen. Bijna alle agentschappen vertrekken tegelijkertijd en duwen honderden toeristen samen in minibusjes. Wij zijn de enige niet-Spaanstaligen in onze groep maar leggen uit aan gids Leandro dat het wel zal lukken om alles te verstaan.

    Een halfuur later worden we gedropt aan de eerste stop, Mina Victoria. Leandro legt uit dat dit vroeger een mijn was. Door de hevige regenval vorige week, zijn de rotsen bijna helemaal bedekt door een witte laag zout. Aangezien het hier maar zelden regent, hebben we dus geluk dat we dit fenomeen kunnen zien. De roze en bruine rotsen met hun vreemde vormen zijn heel fotogeniek. Alleen jammer dat er zóveel toeristen rondlopen. Het is moeilijk om een foto te trekken zonder mensen of minibusjes erop.

    Na de Mina doen we een wandeling langs een rots die “het amfitheater” genoemd wordt. Daarna beklimmen we een duin, half zand en half rots, van waar we een prachtig uitzicht hebben op de hele omgeving. Als afsluiter verlaten we het park om naar de zonsondergang te kijken aan mirador Coyote.

    Voor ons bezoek aan de Tatio geisers worden we al om 5 uur ’s morgens opgehaald. Het is eerst 1u30 rijden, waarbij we stijgen van 2400 naar 4300 meter boven zeeniveau. Zo hoog zijn we nog nooit eerder geweest. We voelen het direct aan onze ademhaling. Het is nog donker en ook ferm koud: -2°C.

    De 80 geisers die hier verspreid liggen, zorgen voor sluiers van hete stoom. Een mooi en mysterieus zicht. Na Yellowstone en een geiserveld in Rusland, is dit het grootste ter wereld. We wandelen langs pruttelende en spuitende bronnen van verschillende groottes terwijl gids Adrian ons uitleg geeft. Hij spreekt goed Engels en kan zeer enthousiast vertellen. Een plezier om naar te luisteren.

    Na anderhalf uur komt de zon op en voelen we direct de warmte op ons gezicht. Chauffeur Israël stalt het ontbijt uit voor ons en daarna krijgen we een uurtje vrije tijd. Er is de optie om te zwemmen in een heetwaterbron, helaas hebben we onze zwemkledij niet bij. Alhoewel, zo gezellig ziet het er niet uit. Het water raakt al snel overbevolkt door de hordes toeristen die hier rondgeleid worden.

    We stappen terug in de minibus en rijden verder richting het dorpje Machuca. Nu het licht is, kunnen we genieten van de omgeving. Op de achtergrond zien we weer vele vulkanen zoals de Licancabur, de Lascar en de actieve Putana. De heuvels en vlaktes op de voorgrond hebben alle kleuren van de regenboog. Van paars over groen, geel, oranje en rood. We maken meerdere stops om dieren te spotten: flamingo’s, lama’s, vicuña’s, een vos die tot vlakbij ons voertuig komt… We zien ook enkele viscacha’s, vreemde kleine knaagdieren die lijken op een konijn met een lange staart.

    Onze laatste stop is een indrukwekkende canyon waar we een hele reeks zotte foto’s nemen met de hulp van Adrian.

    Na San Pedro gaan we noodgedwongen een dagje naar Calama om Vé haar Chileense migratiekaart te vernieuwen. Die raakte ze kwijt bij de diefstal van haar rugzak en zonder die kaart kan ze het land niet verlaten. Na lang wachten krijgen we een nieuw exemplaar te pakken en kunnen we doorreizen naar Argentinië.

    Deze keer niet 1, maar 2 filmpjes die de sfeer in en rond San Pedro weergeven:

    https://photos.app.goo.gl/3k1cpXYmEXVBVcS49
    https://photos.app.goo.gl/Hv5a6c4L3JeoiseC6
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  • Day78

    Kosten Chili

    February 27 in Chile ⋅ ⛅ 20 °C

    We hadden niet verwacht dat Chili zo duur zou zijn. Wel nog altijd goedkoper dan Europa of Nieuw-Zeeland, maar toch niet van de poes. Op de 77 dagen dat we hier waren, gaven we gemiddeld €96 per dag uit. Een stuk boven ons budget van €80 per dag.

    Door de diefstal van onze rugzak liepen onze kosten nog wat hoger op maar dat hebben we hier niet in rekening gebracht.

    Overnachtingen waren onze grootste kost. Hostels, hospedajes en cabañas kostten ons gemiddeld €30 per nacht. Meestal was dit voor een eenvoudige privékamer met gedeelde badkamer. We sliepen ook 10 nachten in onze tent, wat uiteraard een stuk goedkoper was. In Torres del Paine moesten we 1 nacht in een refuge boeken aangezien de camping al volzet was. €120 voor 2 bedden op een gedeelde kamer was het gevolg.

    Qua eten gaven we ongeveer €30 per dag uit. In Patagonië gingen we bijna elke dag 1 keer uit eten, behalve op onze trektochten. Hogerop probeerden we vaker zelf te koken in onze hostels. Winkelen in de supermarkt is een stuk goedkoper dan bij ons in België.

    We verplaatsten ons altijd met het openbaar vervoer, wat vrij goedkoop is. Meestal 1 à 2 euro per uur op de bus, soms iets meer.

    Het afhalen van cash is in Chili beperkt tot €260 per keer. Per afhaling betaal je €6 aan transactiekosten en daarbij komt nog eens €5 voor onze bank in België. In veel hotels, touragentschappen en kleinere restaurants kan je enkel cash betalen, of men rekent je extra aan als je met een kaart wil betalen. Doordat we zo lang in Chili bleven, zagen we uiteindelijk €250 in rook opgaan aan bankkosten.

    Activiteiten kosten veel geld, al proberen we steeds zoveel mogelijk zelf te doen. In Patagonië was vooral Torres del Paine heel duur qua inkom en vervoer. Verder waren mijn trailrun, onze raftingtour en onze 2-daagse in het termencomplex van Peumayen dure uitstappen.

    Een extraatje in vergelijking met andere landen, is dat we in Chili heel wat kleren kochten. Na 6 maanden reizen hadden de meeste kousen, broeken en onderbroeken het begeven. Daarnaast schaften we nog een camelbag en nieuwe trail- en sportschoenen aan. Dat kostte ons in totaal ongeveer €400.
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  • Day103

    Chile - unglaublich...lang..und schmal

    February 17 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Insgesamt haben wir wohl etwa 3 Wochen in Chile verbracht. Was mich fasziniert ist der Umriss dieses Landes und die Vielseitigkeit! Es zieht sich über 4000 km in die Länge und ist im Schnitt 180 km breit. Das Land ist auf alle Seiten abgeschirmt vom Rest der Welt - im Norden die Wüste, im Osten die Anden Bergkette, im Süden und im Westen das Meer. Dies erklärt vielleicht die mühsamen Grenzübergänge, man möchte keine neuen Krankehiten, Bakterien, Insekten etc ins Land bringen. Chile hat keine besondere Küche auch wenn wir oft lecker gegessen haben. Burger, Pommes, Pizza und Pasta stand oft auf der Menükarte. Die Chilenen sind ein freundliches Volk und es geht ihnen verhältnismässig gut. Wir haben auch immer wieder Einheimische getroffen, die ihr eigenes Land bereisen.
    Ihr spanisch ist nicht immer ganz einfach zu verstehen. Sie verschlingen die Wörter und verwenden teils eigene Ausdrücke.
    Fussball gehört zu Chile wie die Strassenhunde. Sie gehören niemandem und allen. Teils haben sie sogar Hundehäuschen, die für sie aufgebaut wurden. Sie sind friedlich und begleiten einem gerne mal auf einem Spaziergang.
    Erdbeben sind für die Einheimischen kein Grund zur Unruhe. Man soll sie geniessen wenn sie kommen und erst rennen, wenn die Einheimischen rennen. Jederzeit könnte das nächste kommen und vieles zerstören aber die Devise heisst Ruhe bewahren. Aufgrund der tektonischen Platten die hier ab und zu aufeinanderstossen bebt die Erde nicht selten. Sogar ein Drink wird Terremoto (Erdbeben) benannt. Er ist so süss, dass man den Alkohol kaum merkt. Trinkt man genügend davon und steht auf, hat man das Gefühl die Erde bebt.
    Die Wüste, die Bergen, die Vulkane und die Stadt der Grafitis werden uns noch lange in toller Erinnerung bleiben. Chile ist auf jedenfall ein cooles Reiseland, wo es vieles zu entdecken gibt! Adios Chile.
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  • Day62

    Durch die Atacama

    January 30 in Chile ⋅ ☁️ 18 °C

    San Pedro de Atacama ist eigentlich ein kleines Oasendorf. Wären da nicht die Touristen. Einheimische sieht man hier nicht so viele. Touristen aus aller Herren Länder bevölkern die wenigen Gassen zwischen den flachen alten einstöckigen Lehmhäusern. Längst sind diese entweder in Büros umfunktioniert worden, in denen Geländewagenfahrten zu den umliegenden Attraktionen verkauft werden, Restaurants, Bars oder Geschäfte. Jeder Meter scheint genutzt um etwas zu verdienen. Und die Touristen sind zahlreich.
    Ich habe mir aber den Magen verdorben und mache am nächsten Tag Pause.
    Am frühen Abend beginnt ein Gewitter mit starkem Regen. Der Strom fällt wie gestern auch schon aus.
    Später kommt die Verwalterin der Cabanas mit einem Neuen und weist uns darauf hin, daß die Straßen wegen des Regens bereits gesperrt sind und morgen eventuell niemand herein oder heraus kann aus San Pedro. Für diesen Fall könnten wir noch bleiben, meint sie.
    San Pedro ist dunkel, die Restaurants verdienen heute nichts.
    2012 waren die Regenfälle so stark, daß eines der Oasendörfer unbewohnbar wurde.
    Aber am nächsten Morgen dann doch Entwarnung. Wir sind nicht eingeschlossen, die Straße wurde morgens wieder geöffnet.
    Ich fahre nach Calama, eine Stadt ohne Touristen.
    Holger und Arnd fahren Richtung Bolivien.
    Wie man hereinfährt so geht es auch hinaus. Sind wir von den Anden kommend über 4800 m gekommen, geht es jetzt auf über 3500 m hinauf. San Pedro liegt mit 2400 m praktisch am tiefsten Punkt. Deshalb sind auch die Zufahrtstraßen bei extremen Regenfällen schnell überschwemmt.
    Auch bei dieser für die Atacama sicher nicht alltäglichen Wettersituation beeindruckt die schier unendliche Weite dieser Wüstenlandschaft.
    Holger und Arnd werde ich wieder treffen, ich hoffe dann ein neues Federbein zu haben.
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  • Day151

    Chuquicamata

    January 9 in Chile ⋅ 🌬 20 °C

    Hallo! Da sind wir wieder :-)

    Die Grenze zu Chile liegt sozusagen in einem Nirgendwo - und wir wollten uns schon die 70 Bolivianos sparen, die uns die Agentur, mit der wir die 3-Tagestour auf und um den Salar de Uyuni gemacht haben, extra berechnet hat um bis nach San Pedro zu kommen. Wir wollten sehen, wie wir an der Grenze alleine weiter kommen, so wie wir das an anderen Grenzen auch gemacht haben. Was für ein Glück, dass wir das NICHT SO gemacht haben! Wir hätten hier schön blöd gestanden, im Nichts und ohne eine Möglichkeit weiter zu kommen! Wir fahren mit einem Kleinbus vom bolivianischen Grenzposten aus in das chilenische Grenzgebäude - und zack, geht hinter uns das Rolltor zu! Wir werden alle völlig auf den Kopf gestellt: alle Rucksäcke und Koffer müssen geöffnet werden und wir werden gefilzt. Hier lassen die Chilenen nicht mit sich spaßen! Wir müssen sogar unseren Leinsamen und den getrockneten Mais abgeben!... Es sollen keine Früchte, kein Obst und andere Dinge eingeführt werden, die der Natur Chiles gefährlich werden könnten. Nach einer halben Stunde öffnet sich das Tor vor uns und dann geht es bergab - 3000m tiefer nach San Pedro de Atacama - in eine völlig andere Welt!

    San Petro - es ist heiß, es ist staubig, es ist ein Ort voller Touristen und wir glauben, er existiert nur noch für diese! Nicht desto trotz ist es sehr schön hier. Wie haben wir es vermisst: kein Müll und gute Ideen! Hier hat man die interessanten alten Lehmhäuser alle erhalten und zu interessanten Cafés, Restaurants, Geschäften und allerlei kleinen Läden umgebaut. Hier sind sogar die Dächer aus Lehm, faszinierend.

    Wir haben unser Zelt auf einem netten Zeltplatz unweit des Ortkernes aufgestellt und wollen für 3 Tage hier bleiben um die Umgebung etwas kennen zu lernen und haben uns überlegt, ach wäre das toll, in das weltweit größte und modernste Observatorium ALMA, 30km östlich des Ortes zu fahren. Ist hier doch der Sternenhimmel so klar wie nirgendwo sonst in der Welt... Und schon holt uns der Tourismus wieder ein... 3 Monate im Voraus muss man die Eintrittskarten reservieren. Also wieder nichts für uns Individualreisende!

    Also mieten wir uns Fahrräder und fahren am Nordrand des 'Salar de Atacama' entlang zum 'Valle de la Luna', dem Mondtal. Eine faszinierende Landschaft inmitten der Wüste. Wir denken, die umliegenden Berge wären aus Fels! Nix da - die Überraschung ist groß! Bei einer Wanderung durch eine kleine Schlucht und ein kleines Höhlensystem stellen wir fest, dass hier unsere Umgebung völlig aus von Sand bedecktem Salz besteht. Es ist ein sehr anstrengender Tag, über eine Schotter- und Sandpiste vorbei an alten verlassenen Minen und riesigen Sanddünen. Unsere Anstrengungen belohnen wir uns in der Abenddämmerung mit einem beeindruckenden Blick auf das Schattenspiel der umliegenden Berge und einem tollen Sonnenuntergang, bevor wir mit Stirnlampen bewaffnet zu unserem noch 12 km entfernten Zeltplatz zurück radeln.

    Wir wollen am 12. Januar in Antofagasta, einer Stadt an der chilenischen Pazifikküste sein, um von dort in den tiefen Süden Chiles, sozusagen dem Sommer hinterher zu fliegen! Also machen wir uns auf, um mit einem Zwischenstopp in Chuquicamata, einer bedeutenden Bergbaustadt, an die Küste zu fahren. Und diesmal sind wir schnell! Wir wollen uns beim Betreiber der größten Kupfermine der Welt, Codelco, in Chuquicamata zu einer kostenlosen Besichtigungstour anmelden und schreiben denen als Individualtouristen ganze 2 Tage vorher eine Mail. Siehe da, die Antwort kommt prompt mit einer Absage. Alle Plätze seien voll. Wir würden jedoch auf einer Warteliste stehen...! Einen Versuch ist es Wert, denken wir uns und nehmen den nächsten Bus nach Calama, hechten durch die Stadt und kommen mit dem Stadtbus gerade pünktlich, als ein Mitarbeiter die Liste der Nachrücker vorliest. Wir sind dabei :-) bekommen umgehend einen Helm und eine Warnweste und los geht es.

    Wir können es noch kaum fassen, als wir durch die Tore der heute völlig verlassenen Arbeiterstadt Chuquicamata fahren. Denn die Stadt wurde bereits vor 11 Jahren verlassen und die Arbeiter nach Calama umgesiedelt, da viele von ihnen in Minennähe krank wurden. Es erinnert uns etwas an die Hahn Airbase in den 90er Jahren. Dennoch ist alles erstaunlich gut erhalten und man könnte meinen, dass die Arbeiter mit Familien erst gestern die Stadt verlassen hätten. So hängen die Schilder noch an den Geschäften, Werbung in den Schaufenstern, Gardinen in den Fenstern und am Hauptplatz steht ein geschmückter Christbaum, aber die Straßen sind leer. Keine Autos und keine Menschen. Die ehemaligen Einwohner sind jedoch so sehr mit ihrem 'Chuqui' verbunden, dass sie sich noch immer alljährlich an Weihnachten auf dem Dorfplatz treffen - daher auch die noch so "frische" Weihnachtsdeko. Wir können ein wenig umherlaufen, doch leider sind die Gebäude alle verschlossen. Was haben uns die Kneipen, das Theater, oder so manch' Wohnhaus von innen interessiert...
    ... Bevor es jedoch in den tiefsten Tagebau der Welt geht, fahren wir vorbei an vielen technischen Anlagen und eben an riesigen Becken, in denen leuchtend blaue Chemikalien gelagert sind. Ja, da zeigen sich die negativen Seiten des Kupferabbaus, denn das Kupfer wird eben mit Unmengen Chemikalien aus dem Stein gelöst! Naja, ist Chile doch der größte Kupferexporteur der Welt und so profitieren wir zu Hause eben auch sehr von diesen Minen mit deren Umweltsünden.

    Abraumhalden so hoch wie Berge, die halbe Stadt würde einfach zu geschüttet, eine enorm tiefe Schlucht und hausgroße Lastwagen – das sind nur einige Beispiele für die unglaublichen Dimensionen der Mine von Chuquicamata (alias „Chuqui“). Wir starren in den atemberaubenden Abgrund des in den Wüstenboden geschürften Loches.

    Die Mine mit ihren 20 000 Arbeitern erzeugt eine permanente Staubfahne, die in der wolkenlosen Wüste über viele Kilometer sichtbar ist. Die elliptische Grube misst 'nur' 8 Quadratkilometer, ist dafür aber unglaubliche 1250 m tief und wir fahren ein gutes Stück hinunter. An uns fahren die mit über 100 Tonnen Gestein beladenen Lastwagen vorbei, von denen es 90 Stück geben soll. Riesig diese Maschinen im Stückwert von 5 Millionen US-Doller! Kann man doch kaum mit den Händen an die Radnarbe der Reifen greifen. Heute ist der Tagebau aufgrund der Tiefe wohl kaum mehr zu händeln und so ist es das letzte Jahr, in dem der Tagebau in Betrieb ist. Man geht künftig Untertage!

    Ein interessanter Ausflug nach Chuquicamata! Wir fahren weiter nach Antofagasta. Dort wollen wir noch einige Besorgungen für Patagonien (hier ist es viel günstiger als im tiefen Süden, so denken wir zumindest) machen und noch unsere in San Pedro geschriebenen Karten zur Post bringen. Als uns die gute Dame am Postschalter nur riesige, die halbe Postkarte bedeckende Briefmarken mit einem weit höheren Betrag als notwendig verkaufen will, hilft uns ein Mann aus Bremen. Er kann, da er vor 30 Jahren hierhin ausgewandert ist, mit einem perfekten Spanisch die Angelegenheit klären und, wir möchten es kaum glauben, er lädt uns für den Abend zu einem BBQ zu sich nach Hause ein :-) Erst nachts um 1 Uhr fallen wir noch einmal ins Bett, bevor wir uns von Antofagasta verabschieden.

    Wir nehmen ein Taxi zum 26 km entfernten Flughafen, da es kurioserweise keine Busverbindungen gibt. Unser Taxifahrer ist stolz auf seine Stadt und möchte uns unbedingt das Tor von Antofagasta zeigen, da man nie wirklich in Antofagasta gewesen sei, wenn man nicht einmal dort gewesen wäre. Und so macht er mit uns noch eine kleine kostenlose Sightseeingtour zur natürlichen Steinbrücke an der Küste. Vielen Dank...!

    Und kurz darauf sitzen wir im Flieger an die Südspitze Amerikas...

    Hasta luego
    Ariane & Marco
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  • Day390

    San Pedro de Atacama

    March 2 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Zurück von den Osterinseln flogen wir von Santiago (nach einer Nacht am Flughafen) direkt weiter nach Calama, von wo es mit dem Bus nach San Pedro de Atacama ging. Wer sich jetzt wundert, warum wir schonwieder in den Norden Chile’s reisten - hier die Antwort: Bei unserem ersten Besuch waren sämtliche Sehenswürdigkeiten, auf Grund der starken Regenfälle, geschlossen und wir konnten uns nichts ansehen. Ein weiterer Grund ist, dass wir von San Pedro aus nach Bolivien aufbrechen wollen.

    Bei diesem Besuch hatten wir mehr Wetterglück und verbrachten 2 sonnige Tage im Wüstenort. In der ersten Nacht haben wir uns kurzfristig entschlossen, eine Sternentour zu unternehmen. Die Atacamawüste gilt als einer der besten Orte weltweit, um Sterne zu beobachten. Die Voraussetzungen waren auch in dieser Nacht top. Durch die verschiedene Teleskope, welche uns die Guides immer neu einstellten, konnten wir jünger und ältere Sterne/Sternbilder sehen und ganze Galaxien erforschen.🤩 Ok, sagen wir, wir haben die Galaxien gesehen.😅 Leider ist zu dieser Jahreszeit nur ein Teil der Milchstrasse (der Arm des Orion) zu sehen, doch der ist genau so beeindruckend.

    Der nächste Tag war reserviert für das Valle de la Luna - das Mondtal. Es handelt sich hier um ein Gebiet, dass der Oberfläche des Mondes am nächsten kommt. Sogar die NASA testete einst ihre Mondfahrzeuge hier. Gerne hätten wir das Gebiet mit dem Fahrrad erkundet, um so viel Freiheiten wie möglich zu haben. Für einmal ging unser Plan aber nicht auf, die nette Dame vom Verleih sagte uns, dass der Einlass mit dem Fahrrad nur bis 13:00 Uhr möglich ist. Es war schon 15:00 Uhr. Etwas entäuscht buchten wir halt eine geführte Tour für diesen Abend durch das Mondtal, es war die einzige übrigbleibende Möglichkeit. Manu wollte das Tal unbedingt sehen. Die Tour war dann auch sehr interessant und die Mondlandschaft echt beeindruckend. Der einzige Wehrmutstropfen war, dass wir mit gefühlten Tausend anderen Touristen zur gleichen Zeit unterwegs waren. Eigentlich gar nicht unser Ding, aber Hey, man kann nicht immer Glück haben. 🤷‍♂
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  • Day66

    Warten in Calama

    February 3 in Chile ⋅ ⛅ 22 °C

    Calama, 2300 m hoch gelegen am Westrand der Anden ist keine kleine, aber auch keine große Stadt. Zu sehen gibt es nicht viel und dementsprechend gibt es auch kaum Touristen. Hier ist die größte Kupfermine der Welt. Hotel und Preisniveau ist eher Business orientiert. In den 6 Tagen habe ich zumindest ein Stammcafé gefunden und mehrfach die Innenstadt mit den typischen alten wenig ansprechenden Häusern durchforstet. Man sieht manches, was einem sonst entgeht.
    Die vielen Friseursalons, oft belagert und mit Wartezeit. Zum Frisör geht man offenbar häufig, sieht man auch. Ich war aber trotzdem nicht drin, auch wenn es nicht schaden würde.
    Und wieder die allgegenwärtigen Straßenhunde, gefühlt in manchen Orten mehr als Einwohner habe ich von meinem Stammcafé beobachtet. Sie werden überall toleriert, gelegentlich gestreichelt und nie vetrieben. In den Städten stehen überall abgeschnittene Wasserkanister mit Wasser. Sie werden gefüttert, abgemagerte Hunde findet man praktisch nie. Heute legte sich einer vor einen von zwei Ausgängen des Einkaufszentrums. Hier gehen ununterbrochen Leute hinaus. Niemand vertrieb den Hund. Alle gingen durch die zweite Türe. Wer den ganz relaxten Hund nicht rechtzeitig sah, ging mit seinem Einkaufswagen wieder rückwärts und zur anderen Türe. Eine Frau kam heraus und streichelte ihn, niemand störte sich an ihm. Meine Kaffeezeit war abgelaufen, der Hund lag noch immer da.
    Zwischendurch habe ich noch Bilder gesichert, gewaschen und meinen linken undichten Gabelsimmering gewechselt. Also war die Wartezeit auch für was gut
    Morgen früh werde ich nach Santiago fliegen und abends zurück. Nicht teurer als mit dem komfortablen Schlafbus, der dafür knapp 20 Stunden braucht.
    Dann sollte das Warten ein Ende haben.
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  • Day37

    Ein "Valle de la Luna"...

    December 7, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 26 °C

    Gibt es nicht nur in La Paz sondern auch in Chile 🇨🇱. Dieses ist eine deutlich größere Wüstenlandschaft. Die Fotos können weder die Weite dieser Landschaft noch die 35-40 Grad während meines Besuches wiedergeben...

  • Day35

    San Pedro de Atacama

    December 5, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    ...ist mein erstes Ziel in Chile...ein absoluter Kulturschock: ein kleines, sehr gepflegtes Städtchen - die Altstadt ist pittoresk und die Neustadt wirkt eher wie in Spanien und hat nichts von dem Dreck und Chaos aus Bolivien oder Peru. Das Pro-Kopf GDP liegt in Chile 6x (!!!) höher als in Bolivien und die Preise sind auch mindestens 3x so hoch wie im Nachbarland. Gleichzeitig ist alles gepflegt und ordentlich: Gemüse am Markt wird wie in Europa aus großen Plastikboxen verkauft...und nicht wie in Bolivien auf Decken gestapelt...Read more

You might also know this place by the following names:

Antofagasta

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