Barbara Birkholz

Joined August 2018Living in: Stendal, Deutschland
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  • Day10

    Gelandet in Deutschland

    May 6 in Ethiopia

    Schneller Flug, gute Landung. Frühstück bei Mc Donnalds. So deutsch!
    So viele Eindrücke, Aufgaben, Ideen, die wir mit nach Hause genommen haben. Es braucht Zeit, alles zu verarbeiten, neue, starke Sponsoren zu finden. Immerhin brauchen wir 30000 € mehr für den Brunnen und wir wollen nachdrücklich um Investitionen in die Schulgebäude bitten. Das ist genug Arbeit für die nächsten Monate.
    Jetzt aber bereiten wir den Besuch von Firomi vor, der einen Sprachkurs in Stendal absolvieren wird.
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  • Day9

    Ende eines Abenteuers

    May 5 in Ethiopia ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Sonntagmorgen startete entspannt mit der Abfahrt gegen 9.00 Uhr. Das bedeutet natürlich nicht, dass es so weiterging. Zuerst gab es Kaffee im Altstadtviertel, dann ging es zum Textilmarkt. Tücher, Kleider, Schals (gefühlt 100 Stück, die Detlev eingesackt hat), Armbänder und Einkaufsbeutel. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Lunch gab's in der Pizzeria, zum Glück mit WC, wenn auch sehr eng, aber irgendwann erwischt es jeden mal.
    In der Stadt war Sonntagstrubel, die orthodoxe Kirche feierte laut und lang. Die Kirchen geschmückt in den afrikanischen Nationalfarben, auch die Straßen. Brot wurde an Vorbeifahrende verteilt. Die Menschen waren alle in hellen Farben gekleidet. Ein sehr freundliches Straßenbild. Überall tauchten bunt schillernde Sonnenschirme in dem Getümmel auf. Scheinbar auch ein Tag zum Heiraten. In meinem Leben habe ich noch nie so viele Bräute an einem Tag gesehen. Ein rückwärts fahrendes Auto auf der Hauptstraße veranlasste Abebe zum Ausweichen, was nicht half, das andere Auto touchierte uns hinten. Streit und Ärger. Aber Abebe blieb ruhig.
    Der nächste Weg führte uns auf den Entoto in ca. 3000m Höhe. Der Blick auf das fast dunstfreie Addis Abeba ist sehr beeindruckend. Dort oben war schon im 16. Jh. Sitz der Könige von Shoa. Menelik ließ dort seine erste Kirche erbauen.
    Wir suchten noch nach Messern und Verpackungsfolie. Addis ist groß und Abebe kennt gefühlt alles und jeden. Dabei entdeckten wir immer noch einen weiteren Markt. Zum Schluss fanden wir noch einen kleinen Marktplatz. Dort wurden die letzten kleinen Mitbringsel eingekauft. Beim Einsteigen ins Auto fehlte dann ein Handy. O-Ton: "Nicht schon wieder!" Also zurück zum Markt und ohne Erfolg. Im Hotel angerufen und suchen lassen. Nichts! Dann intuitiv schaute Detlev mit der Taschenlampe im Auto nach und, sieh da, da lag es. Die Freude war bei allen groß.
    Der Abschied am Flughafen war herzlich. Wir hatten eine intensive, spannende und erlebnisreiche Woche mit Abebe, das schmiedet zusammen,
    Aber, wir sehen uns wieder!
    Der Flughafen war voll, 1. Kontrolle: Schuhe aus und durch, Einchecken, 2. Kontrolle: Pass und Befragung und endlich durch. Denkste! 3. Kontrolle: zum Terminal 15, bitte Schuhe aus. Überall Schlangen ohne Ende. Dafür ruhiger Flug mit gutem Komfort.
    Auf Wiedersehen Afrika!😥🙋‍
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  • Day8

    Mit Crazy Abebe durch das crazy Addis

    May 4 in Ethiopia ⋅ 🌙 24 °C

    8.30 Uhr Abfahrt zum Einkaufen auf gefühlt 5 verschiedenen Märkten in Addis. Afrikanisch sollte man immer mindestens 15 Minuten Karenzzeit einplanen. Computerrechnung, Schulbücher für die 7./8. Klassen, Chemikalien haben wir, Farben und Lehrertische müssen wir nachorganisieren. Die restliche Zeit bis 18.30 Uhr haben wir den großen Merkato (Markt) besucht. Mir fehlen die Worte um dieses Treiben zu beschreiben. Das ist nicht nur Handeln, das ist Leben auf und mit dem Markt. Es wird gearbeitet, gelötet, geschweißt, geflochten, genäht, transportiert, gebaut, gebetet ... Es riecht nach Kräutern und Gewürzen, Esel laufen zwischen den Autos herum, Menschen reden, spielen und sitzen einfach nur da.
    Der Silberpiazza, eine der ältesten Händlestraßen in Addis, war das letzte Einkaufsziel des Tages. Ohrringe und Oberhemden wurden gekauft, leider eine gute Sonnenbrille versetzt. Obwohl wir 10 Min. später nachfragten, war es zu spät.
    Den letzten Abend verbrachten wir im Folklorerestaurant mit Buffet und Schautanz. Da ist man nur noch sprachlos. Aber Friedemann war auch echt Klasse auf der Bühne.
    Jetzt Koffer packen und schlafen in den letzten Tag hinein.
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  • Day7

    Zurück in die Hauptstadt

    May 3 in Ethiopia ⋅ ☀️ 26 °C

    Noch bevor wir zum Frühstück gingen, war Abebe schon mit einem Hinterrad zugange, ausbauen, in der Stadt reparieren lassen, einbauen. Die Zeit reichte, um das Frühstück (trockenes Brot, Kaffee, Rührei und Marmelade) zu uns zu nehmen.
    Ich war übrigens nicht die einzige gewesen mit Riesenkakerlaken-Begegnung, aber wir haben es sie alle überlebt.
    Auf dem Weg zurück machten wir Halt bei den Karaju Oromi. Das ist ein Nomadenvolk, das in der Awashregion unterwegs ist. Arme Menschen mit viel Stolz. Abebe musste sich erst als Oromi outen, bevor sie uns akzeptierten und in ihr Dorf ließen. Das bestand aus ca. 6 rechteckigen Häusern und ca. 50 m weiter standen noch vielleicht 5 Rundhütten. Es war gerade der Wasserwagen da, also pures Volksgetümmel, das wir dann mit Süßigkeiten, Stiften und Spielzeug noch aufmischten. Hübsche Menschen mit dezentem Perlenschmuck, neugierige Kinder und wieder diese Freundlichkeit und Offenheit gegenüber den Ferengi, wie die Ausländer hier genannt werden, kein Betteln nach Geld!
    In Adama machten wir dann Halt in der "Fleischerei", wo traditionell rohes Fleisch vom Zebu (Buckelrind) serviert wird. Bernd und Abebe haben den Fleischteller mit rohen Stücken bestellt und genossen, uns alle haben sie ein kleines Stück kosten lassen. Ich muss sagen, es schmeckte sehr buttrig, war zart und frisch. Wir bekamen dann die gebratenen Strücke in einem speziellen Tischgrill serviert, super lecker.
    Kaffee gab es in einem Hotel mit Spa und Pool, den unsere Kleinen (Elli, Kiell und Friedemann) ganz schnell in Beschlag nahmen. Das gefiel augenscheinlich der einen oder anderen jungen Frau, die das Geschehen vom Rand betrachteten. Kjell musste sogar für ein Selfi herhalten.
    Nun sind wir wieder in Addis, können langsam runterfahren und morgen den Rest für die Schule erledigen. Hört sich einfach an, aber wir sind hier in Äthiopien!
    Zum Abendessen führte uns Abebe in eine Kunstgalerie mit Pizzeria. Schöne Bilder, leckeres Essen.
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  • Day6

    Eine recht lange Fahrt (gute 6 Stunden) brachte uns heute ohne größeren Stopp nach Awash. Nach dem gestrigen Zeitdesaster wollten wir nicht riskieren auch heute wieder irgendwo zu spät zu sein. Trotzdem gab es wunderschöne Aussichten und Eindrücke.

    Kurz vor Anbruch der Dämmerung brachen wir in den Awash-Nationalpark auf, um Antilopen zu finden. Immerhin hat er eine Größe von 756 km2, da sollte man pfündig werden.

    Der Ranger, der uns begleitete, meinte, wir hätten Glück. Winzige, hüpfende, rehähnliche Tiere, Gazellen, Oryxantilopen, ein Warzenschwein, eine Riesenschildkröte, diverse Vögel, Krokodile, den Awashfall und den dazugehörigen Cannion, ein afrikanischer Sonnenuntergang-das alles in einem sauberen, gepflegten Park-ist schon eine prägende Erfahrung. Dass ein paar Nomadenstämme ihre Kuhherden durch den Park führen auf der Suche nach Futter ist nicht gern gesehen. Das würde die Tiere des Parks stören. Und da ist es wieder das Problem: Überleben des Menschen und die Opfer, die das fordert.
    Bei einer Suppen-/Spagettirunde ließen wir den Abend ausklingen.
    Ich werde sicher nicht wirklich ruhig schlafen, nachdem ich schon eine Riesenkakerlake erschlagen lassen musste. Auf jeden Fall nutze ich heute das Moskitonetz, wenngleich es sehr unprofessionel angebracht ist. Morgen weiß ich, wie es war.
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  • Day5

    Landeskunde aktiv

    May 1 in Ethiopia

    Heute touren wir herum.
    Zufuß begonnen und ebenso beendet. Ein kleiner Spaßziergang führte uns in das dörfliche Agena. Sehr bereitwillig durften wir uns in den Häusern und Gärten der Bewohner umsehen. Alle Gehöfte hatten Wasser auf dem Hof. Eine Familie bot uns selbstgebrannten Schnaps an. Die Freundlichkeit und Offenheit der einfachen Menschen beeindruckt mich immer wieder. Ihr Stolz auf das, was sie haben, ihre Hütte, ihr Hof, ihr Garten, die Fähigkeit sich tagtäglich selbst versorgen zu können sind bewundernswert. Das sollte man sich immer wieder einmal vor Augen halten, wenn irgendwo auf hohem Niveau gejammert wird.
    Die Fahrt führte uns dann auf den Mount Gurage. Mit 3700 m schon ganz schön hoch. Der Ausblick war auch beeindruckend. Wilder Thymian und Oregano sorgten für aromatische Düfte. Der nächste Stopp brachte uns einen Marktbesuch. Kaffeekannen waren der Renner. Für lautes Gelächter bei den afrikanischen Frauen sorgte unsere Bitte, uns zu zeigen, wie die verschiedenen Töpfe in der Glut des häuslichen Feuers benutzt werden.
    In Ziway wollten wir eigentlich nur Lunch einnehmen, das dauerte aber so lange, dass wir beschlossen, hier auch Quartier aufzuschlagen.
    Das brachte dann den Abendspaziergang an den See. Birdwatching war angesagt. Der Anblick der toten und sterbenden Pferde, die auf der Wiese am See lagen, war schon belastend. Aber, wenn der Mensch morgens aufwacht und versucht sein Überleben zu sichern, wie soll er dann für die Tiere sorgen können, selbst wenn er selbst sie bei der Arbeit zu Tode geschunden hat.
    Ausklang des Tages wie gewohnt bei netten Gesprächen und immer auf der Suche nach ein bisschen Internet.😂(das ist ein Insider)
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  • Day4

    Schafamu wartet (2)

    April 30 in Ethiopia

    Nun ist er doch wieder da, der este Artikel.
    Ja , mit dem Geologen und 2 voll gepackten Autos machten wir uns gegen 8:30 Uhr auf den Weg nach Shafamu. Zwischendurch haben wir Welkite gekreuzt , ein paar ganz typisch Souvenire aus dieser Region gekauft, die aus einem speziellen, ganz feinem Gras hergestellt werden, das es nur hier gibt und kamen dann schon recht bald ins Schwitzen, als wir von der asphaltierten Straße abbiegen mussten . Es hatte doch nicht unerheblich geregnet, so dass der immer noch nicht ausgebaut Weg uns in einige schwierige Situationen brachte . Aber Abebe ist einfach ein guter Fahrer und wir konnten bis an die Schule im Auto bleiben, dort jedoch war genau an der Stelle, wo das Eingangstor ist, eine so große Lunke im Boden, daß selbst die schnell herbeigebrachten Steine und Stöcker ein Steckenbleiben nicht verhindern konnten . Also gingen wir diese letzten Meter zu Fuß, während alle anderen darum bemüht waren, den Wagen wieder in die Spur zu bringen.
    In der Schule begrüßten uns etwa 300 Schüler und 13 Lehrer. Nach den Osterfeierlichkeiten waren noch nicht alle wieder zurückgekommen. Während Detlev, Friedemann, Bernd und die Mädchen draußen sportlich unterwegs waren, bereiteten wir anderen die Verteilung der Sachen vor. Das klappte ausgezeichnet. Zum ersten Mal seit unseren Besuchen in der Schule wurden wir bewirtet mit Käse und Injera und einem starken Kaffee.
    Der bauliche Zustand der Schule bewegt uns dazu, neue Möglichkeiten der Unterstützung im Land zu suchen. Auch der Brunnen übersteigt mit 40.000 € unsere Möglichkeiten. Es ergeben sich also viele neue Ansätze und Notwendigkeiten.
    Kjell hat sich übrigens super geschlagen, als er bei einem traditionellen Tanzgesang mitgemacht hat.
    Diese Nacht verbringen wir in Agena, bevor es morgen für 2 Tage Landeskunde gibt.
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