• Peggy Pöschke
  • Sebastian Pöschke
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Canada/USA Sommer 2025

Roadtrip durch Kanada und USA 09.07.2025 - 02.08.2015 Läs mer
  • Resans start
    9 juli 2025

    Vancouver

    9 juli 2025, Kanada ⋅ ☁️ 21 °C

    Ich mag Anreisetage. Endlich startet der ersehnte Urlaub, es geht los, der Moment auf den man lange hinarbeitet. Zum Flughafen fahren, Koffer aufgeben, auf‘s Boarding warten. Dann der Start, für mich aufgrund meiner Flugangst immer der schlimmste Moment. Aber sobald der überwunden ist und es keine Turbulenzen gibt, lenkt der Kopf wieder auf die Vorfreude und das was die nächsten Wochen auf uns zukommen wird.
    Der Flug heute ist lang. Frankfurt nach Vancouver sind knapp 10 Stunden. Da wir aber im Tag quasi zurückreisen, wird es auch nicht dunkel, sodass ein erstes kleines Highlight nach der Hälfte der Strecke das Überfliegen von Grönland ist. Ich bin fasziniert wie schön eine arschkalte und lebensfeindliche Umgebung von oben aussehen kann.
    Nach weiteren 5 Stunden die wir benötigen um Kanada zu überqueren (gar nichtmal so klein das Land) und ausreichend Disneyfilmen landen wir ca 16 Uhr Ortszeit in Kanada. In Deutschland ist es da schon nach Mitternacht. Wir sind seit 7 Uhr morgens auf den Beinen, schlafen im Flieger war wie immer recht erfolglos, also heißt es jetzt wach bleiben und dem Jetlag keine Chance geben.
    Einreise und Mietwagen sind super schnell abgehakt. Wir kämpfen uns durch den Feierabendverkehr zum Hotel und bekommen einen ersten Eindruck von Vancouver. Joa, ne große Stadt halt, haut jetzt erstmal keinen von uns vom Hocker. Der Blick auf die in Wattewolken eingewickelten Berge auf der anderen Seite der English Bay macht da schon deutlich mehr Bock auf den nächsten Tag. Vancouver Island ist das Ziel. Wir planen noch die Route für den nächsten Tag, buchen die Fähre und geben dann nach fast 24 Stunden auf den Beinen auf.
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  • Vancouver Island

    10–12 juli 2025, Kanada ⋅ ☀️ 17 °C

    Um 5.30 Uhr ist die Nacht vorbei. Nicht weil wir Stress oder Zeitdruck haben, nein, der Jetlag hat einfach nur gekickt. Wir nutzen die unverhoffte Zeit und machen uns früh auf den Weg durch ein noch sehr verschlafenes Vancouver zum Fähranleger Twawwassen nach Vancouver Island. Während der 1,5 stündigen Überfahrt bekommen wir einen ersten Eindruck der Natur hier. Schären, Berge, Seen und viel Grün erinnern heftig an Skandinavien, das kann ja eigentlich nur ein gutes Omen sein. Die Laune steigt demnach immer weiter mit der Sonne um die Wette.
    Angekommen auf der Insel entscheiden wir uns für eine Route vom Süden die Ostküste hoch in Richtung Campbell River im Norden, wo auch unser Airbnb für die nächsten 2 Nächte liegt.
    Wir schlendern durch Victoria, die größte Stadt der Insel, genießen das hippe Feeling der Stadt, bevor es dann aber doch recht zügig weitergeht. Sehr früh müssen wir aber feststellen, dass wir nicht alles schaffen werden was wir uns zu optimistisch vorgenommen haben. Zu schön ist jeder Blick auf die Berge links und das Meer rechts von uns. Zu sehr hält uns jeder Stopp nach jeder Kurve auf, weil der Ausblick so atemberaubend ist.
    Den Malahat Skywalk mit dem 360 Grad Ausblick müssen wir aufgrund vorangeschrittener Zeit schweren Herzens überspringen. Wir entscheiden uns dafür für einen Abstecher nach Duncan und in die zweitgrößte Stadt der Insel Nanaimo und finden dort ein hübsches, sehr stylisches Restaurant direkt auf der Pier.
    Den Wasserfall in Parksville müssen wir gezwungenermaßen auch auslassen, da wir eine halbe Stunde zu spät dort ankommen. Das Highlight soll aber von vornherein der Cathedral Grove sein, ein Wald mit gigantischen Douglasien. Für mich sind diese Mammutbäume eine Premiere und wir sind beide fasziniert und unfassbar beeindruckt was die Natur so alles kann. Wir wandeln noch etwas auf Oma Helmis Spuren, die diese Reise noch mit Mitte 80 unternommen hat und finden den berühmten Baum, der mit ihr ein Foto machen durfte.
    Gegen halb 9 abends erreichen wir dann unser Apartment und sitzen nun mit Maple Keksen und traumhaften Blick auf‘s Meer auf der Veranda, voller Vorfreude auf den morgigen Tag.
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  • Vancouver Island - Tofino

    11 juli 2025, Kanada ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Sonne über dem Pazifik gibt alles und wir genießen den Morgen auf der Terrasse in unserem Apartment bevor wir uns auf den Weg zur Westküste nach Tofino machen. Das kleine Dorf ist nur über den Pacific Rim Nationalpark erreichbar, der uns immer wieder dazu veranlasst anzuhalten um die grandiosen Aussichten auf Seen, Flüsse und Berge zu genießen. In Tofino angekommen steigen wir direkt auf‘s Boot, das uns dem heutigen Ziel näher bringen soll: Grauwale. Diese genießen ihren Sommer in unzähliger Menge vor der Küste Kanadas und so dauert es nicht lange bis sich „Dairy Cow“ zeigt. Ja, die Einheimischen haben allen ortsansässigen Walen lustige Namen gegeben. Grauwale sind in echt tatsächlich riesig und machen sich anfangs durch Luftstöße bemerkbar. Recht schnell taucht unser neuer Freund aber auch auf und zeigt uns seinen imposanten Rücken und die riesige Schwanzflosse. Ein Wahnsinnserlebnis, das sich mehrfach wiederholt. Wir sind so ergriffen und gefangen im Moment, dass wir teilweise vergessen Fotos von diesem Spektakel zu machen. Auf dem Weg zurück in den Hafen begrüßt uns noch eine Sippe Seeotter, die uns neugierig nachschaut und ihren Feierabend genießt.
    Bevor wir uns wieder durch den Pacific Rim auf den Rückweg machen, schauen wir noch den Surfern am Long Beach zu, halten das erste Mal überhaupt unsere Hand in den Pazifik und machen noch einen Abstecher zum kleinen Ort Ucluelet (indianisch Yuułuʔiłʔatḥ).
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  • Vancouver

    12 juli 2025, Kanada ⋅ ☁️ 25 °C

    Schon wieder beginnt für uns der Tag heute sehr früh. Wir fahren nach Nanaimo um dort die Fähre zurück nach Vancouver zu nehmen. In Vancouver angekommen spazieren wir Downtown durch die Stadt vom Canada Place bis Gastown, einem hippen Viertel mit schönen Restaurants und Bars.
    Eine Free Walking Tour brechen wir aus Gründen von extremer Langeweile recht früh ab. Es bleibt uns ein Rätsel wie man die eigene Stadt so monoton und uninteressant totquatschen kann. Stattdessen veranstalten wir unsere eigene Challenge und bringen uns die interessanten Facts einfach selber bei. An dieser Stelle sei jedem Leser die App „Questo“ empfohlen.
    Neben einem Abendspaziergang im Stanley Park muss natürlich auch ein kurzer Abstecher zum BC Place drin sein - immerhin Heimstätte des lokalen Fußballclubs Vancouver Whitecaps und Austragungsort der Fußball WM 2026. Was eine riesige Schüssel mitten in der Stadt!
    Wir beziehen unsere heutige Unterkunft in einem Wohnviertel von Richmond, ein umgebautes Haus, privat als Hotel betrieben und keine 10 Minuten vom Flughafen entfernt, denn leider wird das Kapitel Kanada morgen schon wieder beendet. Vorerst. Wir kommen wieder, soviel steht fest.
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  • San Francisco

    13–16 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ⛅ 18 °C

    Es ist wieder Anreisetag. Die Routine läuft. Zum Flughafen fahren, Koffer aufgeben, Sicherheitskontrolle, Passkontrolle. Nur diesmal überwiegt statt Aufregung und Neugier mehr der Abschiedsschmerz. Kanada hat uns einfach gefangen. Die Tage hier waren wieder großartig, am Ende aber dann doch viel zu kurz. Bedeutet im Umkehrschluss aber auch, nächstes Jahr wieder, geht halt nix dran vorbei.
    Ein letztes Mal gönne ich mir meinen Tim Hortons Cold Brew Coffee am Gate, dann geht’s auch schon in den Flieger.
    In San Francisco angekommen gibt’s erstmal nen Kälteschock. Frostige 18 Grad und ein sehr kühler Wind erwarten uns. Unser Gepäck ist allerdings komplett auf Temperaturen von 20 Grad aufwärts ausgerichtet. Im Apartment wird daher erstmal alles an langen Klamotten zusammen getragen was zu finden ist. Tatsächlich ist die Ausbeute sehr klein. Ich habe einen einzigen Hoodie dabei, den ich eigentlich nur für den langen Flug eingeplant habe. Allerdings muss ich beim Auspacken feststellen, dass dieser einem kleinen Shampoo Desaster in meinem Koffer zum Opfer gefallen ist.
    Mir bleibt also nichts anderes übrig, als mich in einer ersten Amtshandlung in diesem Land um einen neuen Pulli zu kümmern, der mich durch die kommenden Tage im schattigen San Francisco bringen soll.
    Wir machen daher einen ersten Abstecher ins Zentrum, shoppen ein paar Dinge, überfressen uns maßlos in der Cheesecake Factory und versuchen im Land und vor allem in dieser Stadt soweit anzukommen.
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  • San Francisco

    14 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 15 °C

    Unser erster Eindruck der Stadt bei Ankunft gestern war kalt und windig. Der zweite isses auch. Der Pulli aus dem Supermarkt, den ich gestern gezwungenermaßen kaufen musste, wird für den heutigen Tag der beste Einkauf meines Lebens.
    Die Sonne scheint zwar, aber der Wind ist eisig.
    Wir starten früh Richtung Pier, denn wir haben einen Platz auf der Fähre nach Alcatraz gebucht. Die Überfahrt geht fix, sodass wir nun die nächsten drei Stunden auf den Spuren Al Capone‘s und anderen schweren Jungs wandeln. Wir erhalten Einblick in den Alltag und in die Zellen der Insassen, erfahren einiges über die 14 (alle nicht erfolgreichen) Fluchtversuche und stellen fest, dass die Insel mittlerweile nur noch von Tausenden von Vögeln bewohnt ist, die die von 1934 bis 1963 betriebene Gefängnisinsel nun weitgehend in Beschlag genommen haben.
    Leider machte uns Karl the fog einen Strich durch die Rechnung und ließ einfach mal die Golden Gate Bridge verschwinden. Dieser Programmpunkt muss nun also noch warten.
    Am belebten Pier 39 finden wir noch die berühmte Robbenkolonnie bzw das was im Sommer davon übrig ist, genau genommen sind es nur 6. Der Rest (bis zu 2000 können es im Frühjahr sein) ist in den Sommermonaten weitergezogen, um den Nachwuchs groß zu ziehen und kehrt erst Ende Juli zurück.
    Wir gönnen uns dort ein überteuertes Grilled Cheese Sandwich, sowie Mac&Cheese und schlendern die Pier entlang bis wir ein kleines Museum mit antiken Spielautomaten finden. Nach ein paar Runden Airhockey, Flipper, Tetris und einem Car Racing im typischen Arcade-Automaten der 90iger (das ich natürlich gewinne), machen wir noch den To Do-Haken an einer Fahrt mit dem berühmten Cable Car, bevor wir am Ende des Tages doch etwas durchgefroren ins Bett fallen.
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  • San Francisco

    15 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ⛅ 15 °C

    Unser letzter Tag in San Francisco startet mit einer Walking Tour, die uns sehr kurzweilig die Stadt, ihre Eigenheiten und Geschichte näher bringt. Vom Union Square über Chinatown bis in den Financial District werden wir von Vicky lebhaft und sehr informativ durch die Stadt geführt. Dabei begegnen uns immer wieder die weißen Waymo Cars - selbstfahrende Taxis ohne Fahrer. Sehr gewöhnungsbedürftiger Anblick…
    Nach einem kleinen Snack am Ferry Port Food Markt, spazieren wir durch den Salesforce Park, ein schön angelegtes Stück Grün etwa 30 m über Straßenniveau, ähnlich der High Line in New York. Anschließend geht es zum klassischen San Francisco Fotomotiv - der Strand an der Golden Gate Bridge. Wie auch schon gestern - als die Brücke fast verschwunden schien - hüllte „Karl the fog“ - wie der klassische Nebel über der San Francisco Bay hier genannt wird - das Wahrzeichen in ein mystisches Bild. Hindert uns allerdings nicht daran, das obligatorische Tourifoto mit Brücke zu knipsen.
    Wir trainieren noch etwas die Waden in dem wir zur berühmten Lombard Street ca. 20 Stockwerke zu Fuß nach oben gehen, nur um festzustellen, dass dort alles mit Touristen überfüllt ist und die Straße an sich bei weitem nicht so beeindruckend ist wie auf den Hochglanz Fotos in den Reisekatalogen. Egal, auch hier können wir den To Do-Haken setzen.
    Nach einem abschließenden Dim Sun Dinner in Chinatown (die älteste chinesische Gemeinde in den USA) und einem letzten Abstecher zur City Hall beenden wir das Kapitel San Francisco.
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  • San Jose

    16–17 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 25 °C

    Ab heute beginnt unser US Roadtrip. Wir holen unseren Mietwagen ab und sagen Adios zu San Francisco. Der erste Stopp ist mit San José quasi um die Ecke, also nehmen wir uns sehr viel Zeit um die Küstenstraße Highway 1 abzufahren. Hinter jeder Kurve und an jeder Klippe halten wir für das tolle Panorama an und genießen die wunderschöne Aussicht an solch abenteuerlichen Spots wie den Devils Walk Slide oder die Sharktooth Glove. Auch ein paar schöne Strände kommen uns entgegen, an denen es aber zum Baden ein wenig zu windig ist (und der Pazifik auf Grund der Temperatur auch eher nur zum Surfen einlädt).
    Am Nachmittag erreichen wir dann unser Hotel in Santa Clara, lassen uns noch von den Lebensmittelpreisen im Supermarkt erschlagen und gönnen uns nach einem Taco Bell am Abend das MLS Spiel der San José Earthquakes gegen Dallas FC im PayPal Park, das uns ein ausgeglichenes 2:2 beschert.
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  • Highway 1

    17 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute geht es nun los in Richtung Süden, erste Destination: Los Angeles. Der Weg ist das Ziel, also kommt es auch auf die richtige Route an. Nachdem uns die Küstenstraße Highway 1 bereits ab San Francisco begeistert hat, liegt es nahe diese weiter zu nutzen um landabwärts zu reisen. Und was soll ich sagen: Highway 1 zeigt sich mit absolut traumhaften Ausblicken von seiner allerbesten Seite. Während wir den ersten Teil ab Monterey wegen einer Erdrutschsperrung noch umfahren müssen, entpuppt sich das allerdings als Glücksfall, denn so müssen wir den Weg durch die Berge nehmen und folgen der super engen und sehr abenteuerlichen Nacimiento-Ferguson Road. Wir genießen das Panorama aus ca 800 m Höhe und bewundern fasziniert den Blick auf den Pazifik noch über den Wolken, die weit am Horizont zu sehen sind. Über dem Tal kreisen die Adler deren Rufe das einzige ist was wir hören. Es ist ein unfassbar überwältigender Moment, Karl May hätte es nicht besser schreiben können. Doch L.A. ist noch weit, also reißen wir uns irgendwann doch los und ziehen weiter. Unten an der Küste stoppen wir aber weiterhin alle paar Meter vor Glück und Begeisterung wie schön diese Welt einfach ist.
    Neben atemberaubenden View Points, an denen wir einfach nur dem Meeresrauschen zuhören, beobachten wir auch eine Herde See Elefanten, die ihren Tag am Strand genießen.
    Über die Promenade von Santa Barbara und die Strände von Malibu fahren wir mit Sonnenuntergang über die Berge und stilecht mit Sunrise Avenue‘s „Hollywood Hills“ im Ohr in Hollywood ein. Wir lassen den Tag mit einem Spaziergang über den Walk of Fame am Hollywood Boulevard ausklingen und blicken erwartungsvoll auf die nächsten Tage in L.A.
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  • Los Angeles

    18 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 24 °C

    Bei der gestrigen Einfahrt in LA schlägt unser Auto plötzlich Alarm, irgendwas mit dem Öl läuft schief. Da wir beide so gar keine Ahnung von Autos haben, fährt Sebastian also am Morgen direkt als erstes und unter Einsatz seines Lebens die kaputte Karre zur Autovermietung und tauscht den Wagen gegen ein weniger kaputtes und deutlich bedienungsfreundlicheres Gefährt ein.
    Im Anschluss machen wir uns dann auf den Weg zu unserem heutigen Programmpunkt, die Universal Studios Hollywood. Irgendwie ist dieses Konstrukt schwer zu beschreiben. Eigentlich ist es ein Vergnügungspark auf Basis erfolgreicher Universal Produktionen, andererseits werden aber auf dem Gelände nebenbei gleichzeitig Filme und Serien gedreht. Alles etwas surreal.
    Für mich gehen hier allerdings meine Teenagerträume in Erfüllung. Wir bekommen eine ausführliche Studio Tour durch die Filmgeschichte des Universalimperiums. Es geht einmal komplett durch verschiedene Original Filmsets und wir bekommen das erste Mal Gänsehaut als wir vor der berühmten Hill Valley Uhr stehen - die im übrigen noch immer 22:04 Uhr anzeigt. Genau dort hing Doc Brown am großen Uhrzeiger und hat Marty McFly zurück in die Zukunft geschickt. Irre!
    Im weiteren Verlauf erleben wir einen beeindruckenden King Kong vs T-Rex Kampf, überstehen ein Erdbeben in der U-Bahn von San Francisco samt Sturzflut, statten Norman Bates in seinem Motel einen Besuch ab und begegnen auf Amity Island dem weißen Hai, der bedrohlich nah neben uns auftaucht.
    Im Anschluss erlebe ich dann mein nächstes Highlight. Der Jurassic World Ride lässt mein Dino-Mädchenherz komplett explodieren. Es ist alles wie im Traum. Die Dilophosaurier bespritzen einfach alles und jeden der vorbei kommt, die kleinen Compsognathus Saurier streiten sich um liegengebliebenes Futter, die Raptoren sind aus dem Gehege ausgebrochen, ebenso wie der Indominus Rex. Und alle begegnen sich zum Finale mit dem T-Rex direkt über unseren Köpfen, bevor uns der Mosasaurus einmal komplett bis zur Unterhose nass spritzt.
    Gut dass es aktuell 27 Grad hat. Wir trocknen also schnell, nur um bei der Waterworld Stunt Show nochmal einen drauf gesetzt zu bekommen und wieder klitschnass werden.
    Die Stunts, Explosionen und vor allem das Wasserflugzeug das zwischenzeitlich direkt auf uns zuhält und nur einen Bruchteil vor uns zum Stehen kommt, sind allerdings wahnsinnig beeindruckend und machen irre Spaß.
    Nach einem Besuch in Harry Potter’s Welt, (inklusive meiner allerersten Butterbeer Erfahrung) und in Springfield bei Krusty Burger und Moe’s Taverne, reicht es dann aber auch.
    Wir cruisen noch etwas durch LA, gönnen uns den wohl besten Smashburger der Stadt und genießen den Sonnenuntergang am Santa Monica Pier. Über Venice Beach, Beverly Hills und dem legendären Rodeo Drive beenden wir den Tag in der Levain Bakery mit den weltbesten Cookies.
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  • Los Angeles

    20 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 23 °C

    Und auch unser zweiter Tag in der Stadt der Engel steht ganz im Zeichen von TV und Film, mein Teenager-Ich verlangt einfach danach. Nach Universal gestern steht heute nun ein Besuch der Warner Bros Studios auf dem Programm. Im Fahrstuhl begrüßen uns bereits die Looney Tunes und in einem kurzen Film zur Einführung werden wir ein wenig auf das vorbereitet was uns in den nächsten Stunden erwartet. Wir cruisen mit einem Golf-Kart durch die Kulissen und erkunden verschiedene Drehorte auch zu Fuß.
    Wir durchqueren also den sogenannten Dschungel, in dem schon der T-Rex Dr. Ian Malcolm im Jeep verfolgte, sitzen auf der Friends Couch vor exakt DEM Brunnen in dem die Helden meiner Jugend den besten Vorspann der Welt getanzt haben und spazieren durch die Straßen und Fassaden, an denen Filme und Serien wie Batman, Big Bang Theory, Two and a half Men, Der letzte Samurai, Emergency Room oder Casablanca gedreht wurden. Beim Erkunden der hochkomplexen Studios wird uns erklärt, dass in sämtlichen Serien und Filmen im Grunde absolut gar nichts echt ist, angefangen von Ortschaften über Gebäude und kleinen Details, eigentlich ist alles richtig gut gemachter Fake. Zum Schluss lernen wir noch etwas über Kulissen, Kostüme und Sounds, bevor ich im Souvenirshop mal wieder komplett eskaliere.
    Glücklich verlassen wir die Studios und setzen noch den Erledigt-Haken an den weltberühmten Hollywood Schriftzug inklusive einer kurzen Tour durch die Hollywood Hills. Ist nicht spektakulär, muss man aber halt gemacht haben wenn man schonmal hier ist.
    Am Nachmittag versuchen wir uns etwas an Downtown LA, allerdings stellt sich diese Ecke als extrem langweilig raus, also suchen wir uns ein wenig außerhalb einen original mexikanischen Foodmarkt, probieren uns dort durch Köstlichkeiten wie Birria Tacos und Machetes und gönnen uns zum Abschluss des Tages das „El Trafico“ wie das Derby zwischen Los Angeles FC und LA Galaxy genannt wird. Mit Hugo Lloris und Marco Reus erkennen wir zudem zwei alte Bekannte (und wir wissen ja dass Fosu-Mensah Meister ist und Marco Reus nicht).
    Womit wir allerdings gar nicht gerechnet haben und was uns komplett wegbläst, ist die absolut geniale, extrem südamerikanisch angehauchte Stimmung im Block von LAFC. Durchgehende rhythmische Gesänge mit ca 8 Trommeln und abwechslungsreiche Gesänge. Hat das Spaß gemacht!
    Das Spiel war überdem mit einem 3:3 (Ausgleich Galaxy in der Nachspielzeit) und rote Karte aufgrund Rudelbildung sowie Provokationen der Spieler auch super unterhaltsam und kurzweilig.
    Kurz vor Mitternacht verabschieden wir uns noch vom Hollywood Boulevard, der an einem Samstag Abend durchaus Reeperbahn Vibes hat, nur mit weniger Rotlicht dafür aber mehr Rumgeprolle in aufgemotzten und abgedrehten Karren.
    Bye Bye Hollywood Hills…
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  • Laughlin

    20–21 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 41 °C

    Wir statten uns am Morgen mit ausreichend Wasser für die Fahrt aus und machen uns auf den weiteren Reiseweg ins Landesinnere.
    Bereits nach dem zweiten Halt will ich das klimatisierte Auto eigentlich schon gar nicht mehr verlassen und frage mich ernsthaft wie man auf den völlig bescheuerten Gedanken kommt im Hochsommer einen Roadtrip durch die Wüste zu machen. Grandiose Idee.
    Die pralle Sonne ist noch nichtmal das große Problem, es ist eher die unfassbare heiße Luft die meinen Kreislauf gut herausfordert. Ich versuche mich also daran zu gewöhnen ständig zu trinken und im Lauf des Tages komme ich immer besser mit den Temperaturen bis zu 44 Grad klar.
    Unser erster Stopp ist eine Bottle Tree Ranch, deren Besitzer den kompletten Aussenbereich mit tausenden Flaschen „verschönert“ hat. Sieht merkwürdig aus, ist es irgendwie auch. Aber irgendwie auch witzig.
    In Barstow machen wir noch eine Pause in einem zum Theme Food Park umgebauten alten Bahnhof, bevor wir die alte Silberminenstadt in Calico besichtigen, die im 19. Jahrhundert noch bewohnt wurde und in der Silber und Erz abgebaut wurde. Wir schlendern durch den Ort, der mittlerweile eine Geisterstadt ist, schauen uns die Mine an lernen dass die Stadt seit 1907 aufgegeben ist und dass hier teilweise bis zu 1.500 Menschen lebten - mitten in der Wüste.
    Den Rest der Strecke bringen wir ohne weitere Pause hinter uns, denn (so ehrlich muss man sein) Wüste ist schon ziemlich eintönig und langweilig - auch wenn es teilweise über die legendäre Route 66 geht. Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Stopp in Laughlin. Wir essen eine Kleinigkeit, schlendern am Colorado River entlang, treffen einen Waschbären beim Abendessen und springen letztlich in den Pool, um dann noch mit dem Sonnenuntergang am Horizont bereits einen ersten Eindruck davon zu bekommen, was uns auf unserem morgigen Trip zum Grand Canyon erwartet.
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  • Grand Canyon

    21 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 24 °C

    Der Tag beginnt 6 Uhr morgens, denn wir haben einen Termin und ca 2,5 Stunden Fahrt vor uns. Im Grand Canyon angekommen ist unser Ziel der kleine Valle Airport, auf dem eine De Havilland auf uns wartet. Das ist ein super kleines Flugzeug in das nur 15 Personen reinpassen plus zwei Piloten. Um ehrlich zu sein war das hier meine Idee bzw mein letztjähriges Weihnachtsgeschenk, als ich aber realisiere wie klein dieses Flugzeug wirklich ist, rollt eine riesige Panikattacke auf mich zu. Anfangs kann ich mir nichts vorstellen was mich dort reinkriegen soll. Bis Abflug bleiben allerdings noch 40 Minuten die ich nutzen kann, um mich zumindest soweit in den Griff zu bekommen, dass ich freiwillig einsteige und mich meinem Schicksal ergebe.
    Aber auch wenn ich den Rundflug nicht komplett genießen kann, muss ich doch zugeben, dass der Blick von oben auf den Grand Canyon absolut atemberaubend ist. Auf dem ca einstündigen Rundflug auf ca 9000 Fuß erleben wir die Schönheit eines der 7 Naturwunder hautnah. Was ein krasses und immer noch schwer zu greifendes Erlebnis. Sebastian ist glücklich und ich am Ende irgendwie auch.
    Später wandern wir noch über den Rim Trail und den Black Angel Trail und schauen uns das Spektakel noch vom Boden aus an. Wie unfassbar schön Steine sein können!
    Begleitet von sehr zutraulichen Eichhörnchen können wir uns gar nicht satt sehen an dieser Naturschönheit. Die Fotos, die wir zuhauf knipsen, geben nicht im Ansatz die überwältigende Tiefe dieses Naturwunders wieder.
    Am Abend gönnen wir uns lecker Tacos und einen Spaziergang in Williams, Arizona, dem letzten Ort der Route 66, der noch an die aktive Straße angeschlossen war.
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  • Horseshoe Bend

    22–23 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ⛅ 33 °C

    Wir brechen unsere Zelte in Williams, südlich vom Grand Canyon, ab und starten den heutigen Tag direkt mit einem kleinen Highlight. In einem Nationalpark außerhalb der Stadt sehen wir unseren ersten Bären und beobachten in Sicherheit aus dem Auto, wie er sich in der Morgensonne wälzt und zu unserem Glück noch keinen Gedanken an Frühstück verschwendet.
    Auf dem Weg nach Page, unserem heutigen Ziel, umrunden wir einmal den Grand Canyon. Klingt easy, sind aber mal eben knapp 3 h Fahrtzeit, die uns aber die Durchfahrt durch das Navajo Reservat beschert. Die Berge links und rechts der Straße erheben sich in einer wunderschönen roten Farbe und auf einem riesigen Plateau inmitten des Reservats tauchen wir (mal wieder) ein in die Welt der Dinosaurier. Hier finden wir 200 Millionen Jahre alte Fußabdrücke, sowohl von einem T-Rex als auch von verschiedenen Raptoren und zudem ein paar fossile, versteinerte Eier und einen Riesenhaufen versteinerte Dinoscheiße.
    Und natürlich nehmen wir auch wieder alle Aussichtspunkte und Viewpoints mit, die unseren Weg kreuzen. Diese Landschaft ist aber auch einfach zu schön. Das Highlight unseres heutigen Tages, der Horseshoe Bend, liegt quasi direkt vor der Tür unseres Motels. Der Colorado River schlängelt sich hier einmal um den Canyon und beschert uns ein fantastisches Bild, das viel zu schön ist um tatsächlich echt zu sein.
    Wir genießen diesen einmaligen Blick und verfolgen kopfschüttelnd einige asiatische Touristen, die im Wettbewerb um das beste Foto fast über die Klippe stürzen.
    Unseren Abend lassen wir im Ort Page bei einem mongolischen Barbecue ausklingen und haben dabei noch einen traumhaften Blick, wie die untergehende Sonne hinter den Bergen verschwindet.
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  • Antelope Canyon

    23 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 28 °C

    Der heutige Tag steht ganz im Fokus eines unserer Urlaubshighlights. Aus diesem Grund verdient der Antelope Canyon seinen eigenen Eintrag.
    Es gibt zwei Touren die man buchen kann bzw muss, denn eine Besichtigung ohne Guide ist nicht möglich. Die Upper Tour ist ebenerdig und bei Hobbyfotografen für die Lichtspots berühmt. Wir entscheiden uns aber für die Lower Antelope Tour. Dafür klettern wir 25 Meter in den Canyon und quetschen uns durch teils enge Felsspalten. Was wir in den 1,5 Stunden zu sehen bekommen ist gar nicht in Worte zu fassen, so dass hier einfach nur die Bilder für sich sprechen sollen.
    Ich mache locker über 200 Fotos, da hinter jedem der krass geformten Steinformationen durch den Lichteinfall ein wunderschönes neues Motiv entsteht.
    Nebenbei erfahren wir dass der Antelope Canyon früher Teil des Navajo Reservats war und durchaus auch das ein oder andere Mal im Jahr geflutet wird. Am Ende bleibt aber ein Wahnsinnseindruck und die Gewissheit, dass wir soeben ein unglaublich schönes Stück Natur erleben durften.
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  • Zion Nationalpark

    23 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 29 °C

    Auf unserem weiteren Weg nach Las Vegas und mit den fantastischen Eindrücken des Antelope Canyon im Kopf steht uns nun noch eine Entscheidung bezüglich der Route bevor. Fahren wir den durchaus weiteren und längeren Umweg über den Bryce Canyon, der uns von verschiedenen Personen ans Herz gelegt wurde und allgemein als noch schöner beschrieben wird als der Grand Canyon oder nehmen wir den weniger umständlichen Weg über den Zion Nationalpark. Am Ende nimmt uns der voran geschrittene Tag die Entscheidung ab, denn der Umweg über den Bryce Canyon bedeutet nochmal ca 3 Std. oben drauf auf den jetzt schon 4 Stunden dauernden Weg nach Vegas. Wir stellen wieder mal fest wie riesig dieses Land doch ist und wie leicht man die Distanzen auf Google Maps unterschätzt. Gewinner ist daher der Zion Nationalpark in Utah, der uns nur 20 Extraminuten oben drauf packt. Zumindest in der Theorie. Auf Grund der vielen „Halt mal an, das sieht cool aus“, dauert es am Ende doch ein wenig bis wir hier durch sind. Aussicht und Fotos entschädigen mehr als ausreichend und wir sind mal wieder fasziniert wie schön Steine sein können und wie schnell sich hier die Landschaft innerhalb einer Stunde Autofahrt komplett ändert.
    Den Rest der Strecke ziehen wir dann durch einschließlich einer kleinen Shopping Eskalation im Outlet in Vegas. Wir beziehen das Bellagio - unser bescheidenes Domizil für die nächsten zwei Nächte und schließen den Tag mit einem Spaziergang über den weltberühmten Vegas Strip ab.
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  • Las Vegas

    24 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 32 °C

    „Vegas Baby!“ Um aus einem bekannten Film zu zitieren. Der Tag im 31. Stock des Bellagio startet für Sebastian recht früh, denn wenn schon ein Hotel mit Pool, dann wird dieser um 8 Uhr auch genutzt. Ich bin um diese Uhrzeit naturgemäß weniger fit und genieße das super bequeme Queen-Bett einfach etwas länger. Anschließend trennen sich unsere Wege, zumindest für den Vormittag. Sebastian entscheidet sich für eine Walking Tour durch die Casinos mit spannenden und interessanten Hintergrundinfos. Der Guide ist selbst als professioneller Pokerspieler vor 16 Jahren nach Vegas gekommen und so ist es möglich Zugang und Einblicke in verschiedene Lounge Bereiche des Aria oder MGM zu erhalten, in die Touris auf normalem Weg eigentlich nicht reinkommen. Daraus resultierend folgt auch ein Insider Tipp, der uns eine kostenlose Fahrt auf dem High Roller Riesenrad beschert. Wir erleben die Stadt dadurch auch von oben und bekommen einen Blick auf die Vororte und die Wüste, die die komplette Stadt umgibt.
    Während Sebastian also auf den Spuren der Stadtgeschichte ist, überlege ich mir Vegas einfach mal auf eigene Faust zu erkunden. Ich schnappe mir also meine Klamotten und das erstbeste Shirt und mache mich auf den Weg. Dass ich mir über die Auswahl meiner Kleidung etwas mehr Gedanken hätte machen müssen, weiß ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Ich schlendere den Strip einmal auf und ab, schau mir den MGM Grand Komplex an, der wie eine eigene Stadt in der Stadt daher kommt und entdecke dort eine Ausstellung für deren Besuch ich mich entscheide, da ich noch etwas Zeit bis zum vereinbarten Treffpunkt mit Sebastian habe. In der Warteschlange stehend werde ich nach einigen Minuten von einem Mitarbeiter und zwei düster schauenden Polizisten mit Pistole im Anschlag angesprochen und sehr nachdrücklich darauf hingewiesen mit ihnen mitzukommen. Etwas perplex und die Situation nicht richtig einschätzend werde ich also von den Herren in einen Verhörraum abgeführt und stelle so nach und nach fest, dass die Lage irgendwie ernster ist, als ich sie am Anfang noch nehme. Man macht mir sehr eindrücklich klar, dass ich mit dem Shirt das ich trage in den Augen der Polizisten nach deren Worten „gegen das Gesetz“ verstoße. Ich mache anfangs noch Scherze und versuche das etwas sarkastisch auszudiskutieren, merke aber schnell, dass die Spassgrenze bei den Cops extrem begrenzt ist. Also gehe ich dazu über meine Klappe zu halten und einige mich nach 10 Minuten mit den Herren darauf, dass Shirt auf links zu drehen. Mit einigen deutlichen Worten, dass ich mit ernsthaften Konsequenzen rechnen muss, wenn ich mich nicht an die Abmachung halte und dem Gefühl, dass ich hier im völlig falschen Film bin, darf ich wieder gehen und die Ausstellung besuchen. Ein Foto mit dem ominösen Shirt ist in den Bildern des Tages zu finden. Jeder darf sich hier selbst ein Urteil bilden, wie lächerlich das alles einfach ist.
    Nachdem wir am Nachmittag noch das obligatorische Foto vor dem „Welcome to Vegas“ Schild abgehakt haben, springen wir nochmal in den Pool und besuchen nach einem Dinner bei Bubba Gump Shrimps noch die extrem unterhaltsame Cirque du Soleil Show „Mad Apple“ im New York Casino.
    Wir verlassen Vegas natürlich nicht bevor wir nicht zumindest einmal Geld in einen Automaten geworfen und diverse Knöpfe gedrückt haben. Da Poker und Roulette aufgrund der astronomischen Summen ausscheidet, die zum Einstieg auf den Tisch gelegt werden müssen, stehen wir also am Ende des Tages vor einem Spielautomaten, den wir nicht verstehen und werden Vegas mit einem Gewinn von 22 Cent verlassen. Sinn und Faszination des ganzen Vegas-Hypes gehen an uns völlig vorbei.
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  • Sequoia Nationalpark

    26 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir nutzen den gestrigen Abreisetag noch um weitere Besorgungen in einem zweiten Outlet in Vegas zu erledigen und sind quasi den Rest des Tages unterwegs zu unserem nächsten Reiseziel, dem Sequoia Nationalpark.
    Wir checken also unsere Route für heute und starten hochmotiviert unser Abenteuer im nächsten Nationalpark, der sich mal wieder völlig komplett von den anderen unterscheidet. Wir hatten bisher Wasser, Wald und Steine in allen Ausführungen und Farben. Dazu bisherige Begegnungen mit Eichhörnchen, Waschbären, Bären, Elchkühen, Grauwalen und See Elefanten. Ein Mix der heute erweitert wird durch unfassbar niedliche Streifenhörnchen in kleiner und etwas größerer Ausführung.
    Der Sequoia kommt also mit einem Mix aus allem daher und packt noch Berge mit Aussicht und krasse Mammutbäume obendrauf.
    Die Einfahrt in den Park startet mit Stromschnellen, dem Blick auf den Morro Rock und führt uns über den Tunnel Rock weiter zum Giant Tree Forest. Dort finden wir den Giant Sherman Tree - vom Volumen her der aktuell größte Baum der Welt. Wir unternehmen hier unsere erste Wanderung durch den Wald, bestaunen fasziniert die weit über 2000 - 3000 Jahre alten Bäume und erklimmen über einen steilen abenteuerlichen Aufstieg den Morro Rock auf 2000 m. Die Anstrengungen werden belohnt mit einem unglaublichen 360 Grad Ausblick über den kompletten Nationalpark und wir entscheiden uns den Tag mit einer weiteren Wanderung zum Tunnel Log abzuschließen - einem im Dezember 1937 gefallenen Giant Tree, der die Straße blockiert und in den ein Loch geschnitten wurde, damit Autos weiterhin durchfahren können, anstatt den Baum einfach von der Straße zu räumen.
    Am Ende des Tages gönnen wir unseren Füßen das Massagebad im Jacuzzi des Motels und schließen den Tag mit mega leckeren Burritos ab.
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  • Yosemite - Wawona

    27 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir verlassen Three Rivers und den Sequoia Nationalpark und machen uns auf den weiteren Weg nach Oakhurst, ein kleines Örtchen direkt am Südeingang zum Yosemite Nationalpark. Der Yosemite ist der drittälteste Nationalpark der USA und unser Ziel für den morgigen Tag. Trotz einer klassischen typisch amerikanischen Bagel Pause in Fresno kommen wir recht früh an, daher entscheiden wir uns bereits heute den Park etwas zu erkunden, zumindest den südlichen Teil.
    Wir gewinnen einen ersten Eindruck und finden noch die Zeit für eine erste kleinere Wanderung zu einem kleinen Fluss mit Hängebrücke. Am Ende laufe ich den kompletten Weg nass bis auf die Unterhose zurück da ich es mir nicht nehmen lassen wollte barfuß durch den Fluss zu laufen. Beim nächsten Mal werde ich daran denken, dass Steine in einem Fluss durchaus glatt und rutschig sein können.
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  • Yosemite Valley / Glacier Point

    28 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Dame am Yosemite Info Center hat uns vorgewarnt. Es wird sehr voll im Park und wir müssen extrem früh da sein um einen der begehrten Parkplätze im Zentrum des Parks zu ergattern. Wir sind gezwungen trotz Eintrittskarte noch einen zusätzlichen Slot für die Einfahrt zu buchen, da wir alternativ nur 6 Uhr morgens einfahren dürften. Wir starten also 7.30 Uhr um die sehr hohe Wartezeit in den Yosemite Park zu umgehen. Ob wir nun wirklich früh genug dran waren oder ob es diese Wartezeit montags morgens gar nicht gibt, werden wir nie erfahren. Jedenfalls kommen wir ohne Stau und sehr zügig bis ins Zentrum des Parks und starten unseren Tag gegen 9 Uhr mit einem Picknick Frühstück in der Sonne des Yosemite Valley. Unsere erste Wanderung am heutigen Tag führt uns zum Lower Yosemite Fall, ein Wasserfall der im Sommer nicht sonderlich viel Wasser trägt, so dass man wunderbar auf den Felsen im Flussbett herumklettern kann. Genau mein Ding!
    Weiter geht es über Cooks Meadow zur Superintendents Bridge, die uns einen wunderschönen Ausblick auf die das Tal umgebenden Berge beschert. Wir machen eine kurze Mittagspause im Yosemite Village und entscheiden uns für die nächste kleine Wanderung zum Bridalveil Wasserfall, der das gleiche Sommerschicksal des Wassermangels aufweist, so dass die eh schon wenigen Wassermassen in einem verrückten Schauspiel im freien Fall teilweise in einer feinen Gischt verschwinden.
    Mit einem weiteren Zwischenstopp und einer fantastischen Aussicht am Tunnel View fahren wir zu unserem letzten Wanderpfad auf den Glacier Point auf knapp 2.200 m Höhe. Der Ausblick auf das Tal von dort mit dem Half Dome (den prägnantesten Berg im Yosemite) und die Nevada und Vernall Wasserfälle (die auch wirklich nach Wasserfällen aussehen) ist traumhaft und atemberaubend.
    Etliche Eichhörnchen und Streifenhörnchen leisten uns Gesellschaft, während wir einfach nur auf dem Felsen sitzen und die Aussicht ins Tal genießen.
    Schweren Herzens reißen wir uns von diesem schönen Ort aber schlussendlich los und lassen den Tag fast schon klassisch mit Pool und Taco Bell ausklingen.
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  • Yosemite - Tioga Pass

    29–31 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 17 °C

    Für heute gilt mal wieder: Der Weg ist das Ziel. Wir verlassen also morgens unser Motel in Oakhurst und steuern in Richtung unseres nächsten Ziels, dem Lake Tahoe. Natürlich nicht ohne mir noch im 7Eleven einen Liter frisch aufgebrühten Kaffee für $2,50 zu holen. Hier ist eben alles etwas überdimensioniert.
    Wir entscheiden uns erneut für die Strecke durch den Yosemite Park, allerdings über einen anderen Eingang und fahren den Umweg über den Tioga Pass. Diese Route ist allerdings ein Volltreffer. Schon die Strecke zum Nationalpark hin führt uns entlang eines super idyllischen Flussbettes und der Tioga Pass im Park selbst ist ein absoluter Traum.
    Wir fahren am Olmstedt Point bis auf 3.000 m Höhe und haben aus 4.5 Meilen einen fantastischen Blick in Richtung Valley und auf den Half Dome Berg.
    Über ein Teleskop beobachten wir fasziniert die Kletterer, die den Aufstieg auf den Half Dome wagen und stoppen im Anschluss noch am Lake Tanaya, einem glasklaren Bergsee. Den Rest der Strecke ziehen wir über typische Wild West Dörfer mit unzähligen Rinderherden und Rodeoplätzen bis zu unserem Ziel South Lake Tahoe durch und genießen dort Jacuzzi und den Sonnenuntergang.
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  • Sacramento

    31 juli 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 34 °C

    Nach der Auszeit am Lake Tahoe führt uns die weitere Route in die kalifornische Hauptstadt Sacramento. Ursprünglich ein letzter Zwischenstopp auf dem Weg zur Küste und als Ausklang unseres Roadtrips gedacht, überrascht und diese Stadt heftig mit einer Kulisse wie aus dem 19. Jahrhundert in Old Sacramento und ebenso mit dem Flair in Downtown.
    Wir nächtigen im Delta King, einem Dampfschiff, das bis 1940 als Haupttransportmittel zwischen Sacramento und San Francisco diente und in den 80ern als Hotel restauriert wurde und direkt vor Old Sacramento auf dem Sacramento River liegt. Den Rest unseres Anreisetags nutzen wir um diese extrem coole Altstadt zu erkunden, die bis ins kleinste Detail wie in einem alten amerikanischen Western daher kommt. Die Gebäude beinhalten kleine Restaurants, Läden, Coffeeshops oder Saloons. Und auch der neuere Teil der Stadt überrascht uns und ist schicker als erwartet. Wir spazieren durch Downtown, schauen am Capitol vorbei, in dem schon Arnold Schwarzenegger residierte, absolvieren ganz westernstyle ein paar Schießübungen und lernen schließlich während einer Underground Tour, dass die Stadt - im Goldrausch des 19. Jhd gegründet - in den Jahren 1850 - 1870 einmal komplett um 4-5 m angehoben wurde, da sie jedes Jahr aufgrund von Hochwasser wochenlang überflutet war. Teile dieses alten Straßenniveaus und die unteren Teile der alten Gebäude kann man heute noch sehen.
    Sacramento gehört definitiv zu den Überraschungen dieses Urlaubs und ist auf jedenfall eine Empfehlung wert.
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  • Gualala

    1 augusti 2025, Förenta staterna ⋅ 🌬 21 °C

    Unser letzter Tag soll uns noch einmal zurück an die Pazifikküste führen, genauer gesagt nach Gualala, im Mendocino County gelegen direkt am Highway 1. MEIN liebster Highway 1!
    So gestaltet sich nun auch die Fahrt dorthin und wir halten öfter als uns lieb ist an, um zu genießen und zu sehen wie sich die Wellen des Pazifik an den Felsen brechen. Am letzten Abend sitzen wir dann mit amerikanischer BBQ Pizza am Gualala Bluff Trail, beobachten wie die Kormorane im Flußdelta ebenfalls ihr Abendessen fischen und genießen den Sonnenuntergang, während wir dabei die letzten 3,5 Wochen reflektieren. Leider ist es diesmal kein farbenfroher Sonnenuntergang, sondern eher ein Untergang hinter der Wolken- und Nebelbank, die mystisch über dem Pazifik liegt. Trotzdem schön.
    Der nächste Morgen ist Abreisetag. Mögen wir nicht, muss aber trotzdem sein. Also früh raus und am liebsten Highway ab der Küste zurück nach San Francisco. Der Nebel hat sich über die Nacht verdichtet, sodass wir einen völlig neuen verzauberten Blick auf diese wunderschöne Küstenstraße bekommen. Zeitweise fahren wir sogar über den Wolken.
    Wir geben der Golden Gate Bridge noch eine letzte Chance, aber auch diesmal versinkt sie wieder komplett im Nebel. Dann eben nicht.
    Mach’s gut du fantastische Westküste, ich hoffe wir sehen uns wieder!
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  • Resans slut
    2 augusti 2025