France
Plage du Port Vieux

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14 travelers at this place:

  • Day12

    Rocher de la Vierge

    May 31 in France ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute wollen wir einen Ausflug machen, um von dieser Gegend, bevor wir nach Portugal losstarten, noch etwas mehr gesehen zu haben als den Campingplatz. Human wacht vor allen anderen auf, nutzt die Zeit zum Frühstück machen und so schaffen wir es wirklich um kurz vor 10 Uhr im Auto zu sitzen.

    Wir wollen in das eine Stunde südlich liegende Biarritz und uns unteranderem den Rocher de la Vierge (Jungfrauenfelsen) anzuschauen und dort auch Mittag essen.

    Unterwegs fällt uns auf, dass Lizzy weiterhin wirklich häufig jammert und dass auch unsere Nasentropfen/Schmerzmittelbehandlung zwar Linderung verschafft aber keine dauerhafte Besserung. Sie hat das jetzt doch schon ein paar Tage und wir entscheiden, dass wir lieber vor dem Wochenende und vor der Weiterreise einen Kinderarzt aufsuchen sollten - zur Sicherheit. Wir waren schon oft in solchen Fällen mit beiden Kindern beim Arzt und haben die Ohren checken lassen. Es war nie etwas. Aber das Risiko wollen wir auch jetzt wieder nicht eingehen.

    Wir googeln einen Arzt in Biarritz. Aus irgendeinem Grund hat Barbara aber die Idee dort erst mal anzurufen (was sie hasst). Und tatsächlich, es geht ein Anrufbeantworter dran. Sie versteht nur das Wort fermé und eine Telefonnummer. Aber das reicht ja. Alle diese Ansagen sind gleich, der Arzt wird wohl zu haben. Also noch mal Google fragen. Ein weiterer Arzt ist in der Stadt Bayonne, durch die wir sowieso kommen. Die Telefonnummer bei Google stimmt dubioser Weise nicht, also bleibt uns nichts als gucken zu fahren.

    Wir landen quasi in der Fußgängerzone von Bayonne, die uns unter anderen Umständen echt gut gefallen hätte. Unter der angegeben Adresse finden wir einige Ärzte, aber nicht den gesuchten und auch leider keinen anderen passenden. Also fragen wir in der nahegelegenen Apotheke. Dort sagt man uns, dass Feiertag ist (klar Himmelfahrt... Mist) und wir so eine Notdienstnummer anrufen können (ob von uns jemand Französisch könne) und die geben uns dann einen kurzfristigen Termin bei einem Arzt. (Spannendes System, aber gerade schwierig für uns.) Die Alternative wäre die Notaufnahme des Krankenhauses. Nagut, dann lieber das.

    Wir steigen also wieder ins Auto. Leonas macht tapfer mit, ist aber langsam hungrig und auch etwas müde. Es ist Mittagsszeit. Aber wir wollen das hinter uns haben, so muss er mit Keksen und Banane Vorlieb nehmen.

    Im Krankenhaus angekommen stellen wir fest, dass das eine Kinderklinik hat. Dort werden wir echt gut aufgenommen. Hier sprechen längst nicht alle Englisch und wir sind froh, dass wir eine Übersetzer-App auf dem Handy haben. Nach dem Papierkram wird Lizzy komplett untersucht, gewogen, gemessen usw. Sie sind sehr vorsichtig mit ihr und nehmen die Sache sehr ernst.

    Das einzige was sie nicht verstehen können, ist dass wir Ibuprofen gegeben haben statt Paracetamol. Das macht man in Frankreich wohl bei Kindern GAR NICHT. Wir haben leider den Grund nicht ganz verstanden. Außerdem waren sie irritiert von den Nasentropfen. Das kennt man hier wohl auch nicht so.

    Leonas reißt sich echt zusammen, kann aber kaum noch kooperieren. Er macht sich Sorgen um seine kleine Schwester und will genau verstehen, was sie mit ihr machen. Immer wenn wir zu viel Englisch reden, wird er ganz zappelig und beruhigt sich sofort, wenn man ihm erklärt, was gerade gesagt wird.

    Am Ende der Untersuchung steht fest, dass Lizzy erkältet ist, etwas roten Hals, vor allem aber eine Mittelohrentzündung hat. Puh! Damit hatten wir jetzt doch irgendwie nicht gerechnet, obwohl wir wussten, dass man es manchen Kindern gar nicht unbedingt so sehr anmerkt.
    Wir sind wirklich froh über unsere Entscheidung hergekommen zu sein!
    Was noch toll ist: die Abrechnung erfolgt über Lizzys Krankenkassenkarte. Die wohl eine Europäische Karte ist und weswegen wir nur einen Eigenanteil von 20% haben, den wir noch zahlen müssen.

    Wir bekommen ein Rezept für Ohrentropfen, ein Antibiotikum und natürlich obligatorisch Paracetamol. In der Apotheke empfielt die Apothekerin sofort auch noch ein probiotisches Mittel zum Antibiotikum dazu. Das haben wir auch schon oft gehört aber noch nicht so in Deutschland erlebt. Das Mittel ist auch nicht so teuer. Also das ist wirklich alles gut gelaufen.

    Fertig untersucht und medikamentiert können wir nun endlich los nach Biarritz.

    Dort finden wir in der Nähe des Rocher de la Vierge keinen Parkplatz und parken einen ordentlichen Fußmarsch entfernt. Es ist inzwischen Nachmittag, echt warm geworden (im Schatten nur 22 Grad, aber in der Sonne ist es echt heiß.) Wir haben kein Mittag gegessen und Leonas hat nicht geschlafen. Man merkt ihm an wie durch er ist aber er ist nicht zum schlafen zu kriegen. Barbara funktioniert unter direkter Sonneneinstrahlung auch nur noch im Autopilot.

    Der Ort und besonders die Küste sind wirklich schön. Wir essen an der Rocher de la Vierge unsere Erdbeeren und wollen dann eigentlich unterwegs einfach eine Pizza kaufen, aber am Nachmittag ist hier mit Essen kaum was zu machen. Die Küchen machen frühestens um 17:00 Uhr wieder auf. Leonas ist ganz verzweifelt "warum gibt es kein Essen für mich?!" und so weichen wir auf Eis aus, um wenigstens die Laune zu heben.

    Dann wandern wir wieder zum Auto und halten unterwegs an einem großen Supermarkt, weil es dort oft auch so Imbiss-Stände gibt. Nur nicht in dem, an dem wir sind. So gibt es fertig gepackten Sandwich und für Leonas Wurst und Mangosaft. Ist heute nicht unsere Bestleistung in Ernährung, aber gut.

    Der Rückweg zieht sich ewig, die Straßen sind sehr voll. Eigentlich wollten wir noch irgendwo an einen Strand aber es ist ja alles später geworden und so fahren wir direkt zurück. Normalerweise schläft Leonas jetzt ein. Nach so einem Tag ohne Mittagsschlaf - idiotensicher. Aber nein, heute nicht! Wir sind selbst echt platt, Human extrem geschlaucht von der Gurkerei.
    Also Kind erstmal unter die Dusche, das macht er ganz gern, und dann ab zur Mini Disco. Fast hätten wir sie heute wegen der Duschorgie zeitlich verpasst, zum Glück wurde das Wasser plötzlich kalt...

    Human kümmert sich, während Barbara und Leonas um die Häuser ziehen, um Lizzy und die Medizin. Danach könnte sie schlafen, macht sie aber nicht. Also holen die beiden Leonas und Barbara von der Mini Disco ab und Leonas fährt noch eine Runde "Kassussell".

    Wo wir eh schon im Campingplatz Zentrum sind, überlegen wir jetzt doch noch einfach von dort eine Pizza mitzunehmen. Leonas verdurstet plötzlich fast und will unbedingt Wasser und danach Pommes (die er bisher eigentlich gar nicht so mochte). Allerdings geht alles sooooo langsam, dass wir abdrehen und doch schnell mit dem nun auch noch nach Wasser weinenden und total müden Kind schnell zurück zur Hütte pesen. Irgendwie haben wirs heute gar nicht mit dem Timing.

    Nach einem großen Glas Wasser und den Grillresten von gestern ist endlich alles gut. Einschlafen dauert jetzt nur noch Sekunden.

    Was für ein merkwürdiger Tag. Aber es geht allen (bald wieder) gut, und das ist doch das, was am allermeisten zählt.
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