A 8-day adventure by Hase und Ritter on tour
  • Day1

    Luxor

    February 20, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 27 °C

    Ein langgehegter Traum und die bange Frage: Sollen wir wirklich?
    Kurzfristig gebucht und dann gibt es kein Zurück mehr: Hase und Ritter fliegen tatsächlich mit Egypt Air nach Kairo... :-)

    Das nächtliche Kairo von oben ist eindrucksvoll, von den Pyramiden sehen wir im Dunkeln aber leider nichts. Nach kurzem Zwischenstopp in Kairo gehts weiter nach Luxor, wo wir für eine Nacht Quartier im Old Winter Palace beziehen. Mit Blick auf den nächtlichen Nil und die thebanischen Hügel genießen wir zu später Stunde noch Sandwiches und fallen müde aber voller Vorfreude ins Bett.

    Der nächste Morgen beginnt mit Blick auf den Nil recht früh. Uns bleibt wenig Zeit, den britischen Charme des OldWinter Palace zu genießen, denn nach dem Frühstück heißt es schon wieder auschecken...
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  • Day2

    El-Karnak

    February 21, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 29 °C

    Das erste Ziel des Tages: Der Karnak-Tempel!
    Es ist 8 Uhr morgens, und das erste Mal zeigt sich die gute Wahl des Reisetermins: Wir sind ganz alleine... :-)

    Der Tempel von Karnak ist Amun-Re geweiht, dem König der ägyptischen Götter. Begonnen bereits 2100 v. Chr. wurde er von vielen Pharaonen verschönert und erweitert.

    Die Morgensonne taucht den leeren Tempel in ein fast magisches Licht, während wir durch eine kurze Sphingen-Allee auf den ersten Pylon zugehen. Wie alle ägyptischen Tempel ist auch der von Karnak geradlinig angelegt und man erhält bereits am Eingang einen Blick in Richtung des Allerheiligsten.

    Außer den Tempelwächtern, sowohl den steinernen als auch den echten, begleiten uns nur noch ein paar tierische Gesellen durch die heiligen Mauern. Und hin und wieder posiert auch mal einer malerisch auf dem Kopf einer Sphinx... :-)
    Der 1.Pylon wurde nie ganz fertig gestellt, man sieht noch die Baurampe.

    Hinter dem 1. Pylon liegt der sogenannte erste große Hof. Der rechts gelegene Tempel von Ramses III., dessen Eingang von zwei Statuen des Pharaos flankiert wird, lag ursprünglich außerhalb des Amun-Tempels und wurde erst durch den Bau des 1. Pylons in den Tempel integriert.
    Vor dem 2. Pylon steht eine Kolossalstatue von Ramses II., mit seiner Tochter Intanat zu seinen Füßen. Die einzeln stehende Säule erinnert an Pharao Taharqa.
    Die Königsstatue auf der rechten Seite des Eingangs ist trotz deutlicher Königskartusche unter dem Bauchnabel angeblich nicht mehr zu identifizieren. Im alten Ägypten war es üblich Königskartuschen posthum zu verändern, und an den jeweils amtierenden Pharao anzupassen. Manche wurden wohl einmal zu oft geändert... :-)

    Und dann stehen wir mittendrin und ganz klein in der berühmten Säulenhalle von Karnak und staunen über die steinerne Pracht.

    Ganz allein wandeln wir zwischen den mächtigen Säulen, es gibt tatsächlich ein Echo, wenn man ruft.
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  • Day2

    Karnak-Tempel

    February 21, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 29 °C

    Hinter jeder Säule bieten sich neue großartige An- und Ausblicke...

    Nach der Säulenhalle wartet bereits der nächste Höhepunkt auf uns: 23 m hoch und aus Rosengranit aus Assuan ist der Obelisk gefertigt, den Königin Hatschepsut hier aufstellen ließ...

    Der heilige See diente einerseits als Wasserreservoir hatte aber andererseits auch kultische Bedeutung.

    Hier findet sich die Spitze eines weiteren Obilisken der Hatschepsut und ein Skarabäus, den man siebenmal gegen den Uhrzeigersinn umrunden muss, damit er Glück bringt.

    Viele Pharaonen haben im Tempel von Karnak ihre Spuren hinterlassen. So begegnet uns Ramses II. und als sitzende Statue auch Thutmosis III., der Neffe und Stiefsohn Hatschepsuts.

    Die Farbreste in der Sternchen-Decke des zentralen Heiligtums und einige verblasste Reliefs lassen erahnen, wie farbenprächtig der Tempel von Karnak einst gewesen sein mag.

    Die überlebensgroßen Reliefs begeistern uns. Der falkenköpfige Gott Horus, Thot mit dem Ibis-Kopf und die löwenköpfige Göttin Sechmet werden uns in den nächsten Tagen noch häufiger begegnen und uns immer wieder aufs Neue verzaubern.

    Einige der neueren Pylonen des Karnak-Tempels werden derzeit sorgfältig abgetragen. Im 9. Pylon z. B. wurden zehntausende Reliefblöcke von Amenophis IV., besser bekannt als Echnaton, "recycelt".

    Über eine Stunde sind wir ganz alleine im Karnak-Tempel, und erst als wir schon langsam wieder gen Ausgang wandern, trudeln nach uns die ersten auch ziemlich übersichtlichen Touristengruppen ein.
    Alles in allem: Ein unglaublich schöner Auftakt... :-)
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  • Day2

    Tal der Könige

    February 21, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 28 °C

    Unsere nächste Station heute ist gleich der nächste Höhepunkt:
    Das Tal der Könige!

    Im Tal der Könige, genauer gesagt in den Gräbern im Tal der Könige herrscht wegen der Wandmalereien ein Fotografierverbot. Aus diesem Grund gibts vom Tal der Könige nur dieses eine Foto von außen, auf dem der pyramidenförmige Berg Horn zu sehen ist. Da Pharao eine Pyramidenform braucht um zu den himmlischen Göttern aufzusteigen, fiel die Wahl auf dieses Tal.

    Wir besichtigen die farbenprächtigen und teilweise wunderschön restaurierten Gräber der Pharaonen Ramses IV., Ramses IX. und Ramses III. Die Wände der Gräber sind mit zahlreichen Szenen des Totenbuchs ausgeschmückt, und erzählen von der Reise des Pharaos durch die 12stündige Nacht, wo er zahlreiche Prüfungen zu bestehen hat. Am Ende der Nacht folgt eine Art jüngstes Gericht, wo das Herz des Pharaos gegen eine Feder aufgewogen wird. Ist das Herz rein, so kann der verstorbene Pharao gemeinsam mit dem Sonnengott Re am nächsten Morgen wieder auferstehen (oder wie unser Reiseleiter Ahmed so schön sagte: "Isch hab' nix gemacht!")

    Als letztes besuchen wir noch das Grab des Tutanchamun, eigentlich das kleinste und unspektakulärste der Gräber im Tal der Könige. Durch seine Entdeckungsgeschichte aber, und die Bilder der prächtigen Grabbeigaben im Kopf, ist es sicher einer der großartigsten Momente dieser Reise, wo Hase und Ritter ganz alleine in diesem berühmtesten aller Gräber stehen...
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  • Day2

    Hatschepsut-Tempel

    February 21, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach dem Tal der Könige gehts weiter zum Totentempel der Hatschepsut, 1475 v. Chr. erbaut. Von dem daneben liegenden Tempel des Mentuhotop II., der 700 Jahre früher entstand, ist kaum noch etwas zu sehen.

    Das Grab des Architekten liegt neben dem Tempel in der Felswand. Der Weg zum Tempel war einst gesäumt von Weihrauch-Bäumen aus Punt.

    Horus bewacht den Eingang zur unteren Terrasse, die obere Terrasse wird dominiert von überlebensgroßen Statuen der Hatschepsut in Gestalt des Jenseitsherrschers Osiris. Farbreste lassen erahnen, wie prächtig auch dieser Tempel einst bemalt gewesen sein muss.

    Auf der ersten Ebene befindet sich ein Tempel, welcher der kuhköpfigen Göttin Hathor geweiht ist. Der Kopf der Hathor mit Kuhohren lächelt eindrucksvoll von den Säulen. Auf den Wandreliefs zeigt sich Hathor als Kuh und Horus als Falke.

    Auf der unteren Galerie waren einst prächtige Wandgemälde. Die eine Seite, die die Geburtslegende der Hatschepsut zeigt, ist derzeit leider nicht zugänglich. Die andere Seite zeigt die Expedition in das sagenhafte Land Punt. Leider sind die Reliefs teilweise mehr zu erahnen als zu erkennen.

    Mittlerweile ist Mittagszeit, die heißeste Zeit des Tages, und es ist ziemlich heiß hier im Deir el Bahri vorm Tempel der Hatschepsut. Und so wird auch das kleinste Stückchen Schatten ausgenutzt... :-)
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  • Day2

    Memnon-Kolosse

    February 21, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 29 °C

    Letzter Besichtigungsstopp für heute: Die Memnon-Kolosse.
    18 m hoch sind die berühmten Torwächter, die einst den Totentempel von Amenophis III., dem Vater von Echnaton, bewachten. Schon zu griechischer Zeit waren die Memnon-Kolosse eine Touristenattraktion.
    Auf dem Gelände des ehemaligen Totentempels finden zur Zeit immer noch systematische Ausgrabungen statt, und man kann gespannt sein, was diese noch zu Tage fördern.

    Vom ausgedehnten Vormittagsprogramm mittlerweile ziemlich geschafft beschränken wir uns auf den Fotostopp und machen uns dann auf, zur nächsten Etappe des Tages...

    Das Ramesseum, den Totentempel von Ramses II., sehen wir nur im Vorbeifahren.
    Ebenso einige typische Straßenimpressionen - Eselskarren werden wir in den nächsten Tagen noch einige sehen...
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  • Day2

    Esna

    February 21, 2014 in Egypt ⋅ ☀️ 29 °C

    Am frühen Nachmittag gehen wir dann in Esna an Bord einer Dahabeya. Die Yakouta ist ein orientalischer Traum und wird unsere Heimat für die nächsten Tage sein... Ein ausgezeichnetes Mittagessen und eine Dusche später richten wir uns in unserer Kabine häuslich ein.

    Eigentlich für 12 Passagiere ausgelegt, fährt die Yakouta tatsächlich nur für uns alleine...

    Langsam gleitet das Segelschiff dahin und die Wüste zieht am Ufer an uns vorbei.
    Und über uns sind Wildgänse auf dem Weg nach Norden... :-)
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  • Day3

    Auf dem Nil

    February 22, 2014 in Egypt ⋅ 🌙 8 °C

    Unser erster Morgen auf der Yakouta. Nach dem überaus eindrucksvollen aber auch sehr anstrengenden Tag gestern haben wir ausgesprochen gut geschlafen. Der Morgendunst liegt noch über dem Nil und wir genießen den ersten Kaffee auf dem Sonnendeck.

    Es ist Zuckerrohrernte, und überall am Ufer wird kräftig geerntet und verladen und transportiert. Und trotz grüner Landschaft werden hier natürlich Kamele als Lasttiere verwendet.

    Der Nil bietet einen reichen Fischbestand. Zahlreiche Fischer säumen das Ufer oder sind mit dem Boot unterwegs.
    Auch für zahlreiche Vögel bietet der Nil Nahrung und Lebensraum. Der weiße Kuhreiher begegnet uns recht häufig.

    Der Eselskarren ist im Niltal tatsächlich noch ein recht gebräuchliches Forbewegungsmittel.

    Die Landschaft, immer noch im Morgendunst, präsentiert sich rechts und links des Nils als schmaler grüner Landstrich, und dahinter beginnt direkt die Wüste.
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  • Day3

    Edfu

    February 22, 2014 in Egypt ⋅ ⛅ 31 °C

    Am Nachmittag erreichen wir Edfu. Mit einer Kutsche fahren wir zu dem ca. 1 km westlich des Nils gelegenen Horus-Tempel. Der Tempel von Edfu wurde erst 57 v. Chr. fertiggestellt, ist also im Vergleich noch relativ "jung", und gilt als der besterhaltenste Tempel Ägyptens.
    Der falkenköpfige Gott Horus ist überlebensgroß allgegenwärtig.

    Im Allerheiligsten, das früher nur Pharao und die entsprechenden Hohepriester betreten durften, findet sich ein Nachbau der heiligen Barke, mit der einst Horus an Feiertagen von den Priestern aus dem Tempel getragen wurde.

    Bei den Reliefs findet sich auch eine Erklärung der ägyptischen Zahlen. Am meisten hat uns der "Millionär" beeindruckt... :-)

    Der Tempel ist mit einer hohen Mauer umgeben und über und über mit riesigen Reliefs geschmückt. Teilweise sind die Reliefs einem Bildersturm zum Opfer gefallen, an höher gelegenen Stellen aber immer noch gut erhalten.
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  • Day4

    Auf dem Nil

    February 23, 2014 in Egypt ⋅ ⛅ 20 °C

    Ein fauler Sonntag liegt vor uns. Während die Einen noch in den Federn liegen, werden am Ufer schon die Kühe gemolken. In Ermangelung von Schatten sitzt der Bauer dazu unter seiner Kuh.... :-)

    Während die Dahabeya die Segel setzt, machen wir es uns auf dem Sonnendeck gemütlich und genießen die Sonne und den Whirlpool im Schatten der Segel.

    Und so segeln wir tatsächlich den Nil hinauf - naja, nicht ganz, ein bißchen Unterstützung haben wir doch von unserem Schlepper -, und lassen die herrliche, uns so unwirklich vorkommende Nillandschaft an uns vorüberziehen.

    Und natürlich sind wir nicht die einzige Dahabeya unter Segeln. Heute scheint der Wind perfekt zu sein, denn außer uns sind noch ein paar andere Dahabeyas und Feluken unterwegs, unter anderm die Samira, deren 2 Passagiere wir bereits kennengelernt haben.

    Am Nachmittag sehen wir den Zug, der durch die Wüste von Assuan nach Luxor fährt, und der ursprünglich auch für unsere Rückreise nach Luxor geplant war.

    Außerdem begegnet uns die Sudan, ein alter Nildampfer, der einige Berühmtheit erlangt hat, weil auf ihm einst Agatha Christies "Tod auf dem Nil" verfilmt wurde.

    In der Mittagshitze wird es uns zu heiß auf dem Sonnendeck und wir suchen uns ein Plätzchen im Schatten zum Lesen.
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