• Hase und Ritter on tour
  • Hase und Ritter on tour

Westtürkei 2026

Von Izmir nach Bodrum mit dem Mietwagen - Ein Selbstversuch :-) Read more
  • Trip start
    May 9, 2026

    Nürnberg Flughafen

    May 9 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    Ja, wir sind schon wieder auf Tour… 😎
    Ab Nürnberg geht es heute, am Samstag Mittag mit Sun Express für eine Woche in die Türkei. Im Gegensatz zu uns, weiß der türkischstämmige Taxifahrer, der uns zum Flughafen bringt, dann sogar, von welchem Terminal Sun Express nach Izmir fliegt.

    Wir sind schon mal mit Sun Express gereist vor einigen Jahren, als wir zur Adria-Kreuzfahrt mit Aida von Frankfurt nach Venedig geflogen sind (wenn ein Flughafen schon Marco Polo heißt… 🫶). Damals hatten wir uns auf Null-Service eingestellt, waren aber trotzdem sehr erstaunt, denn kaum war der Vogel in der Luft, packten die Sun-Express-Vielflieger ihre Schnittchen aus 🤭. Wir sind ja lernfähig, zumindest ein bisschen 😉, also haben wir heute auch Schnittchen dabei, und kaum ist der Flieger in der Luft gibt’s erstmal eine Brotzeit.

    Die Reise in die Türkei ist eine Ausprobierreise. Wir waren bisher nur in Istanbul und im Rahmen einer Kreuzfahrt mal einen Tag in Alanya, mehr haben wir noch nicht gesehen von der Türkei. Eine klassische Studiengruppenreise geht aktuell für uns nicht, also wollen wir das mal ausprobieren mit Türkei und Mietwagen und so.

    Wir sind gespannt, was auf uns wartet.
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  • Kusadasi

    May 9 in Turkey ⋅ 🌙 19 °C

    Der Flug ist unaufgeregt, wir landen pünktlich in Izmir. Die Einreise und Passkontrolle ist erstaunlich schnell, auf unsere Koffer müssen wir ein bisschen länger warten, bis sie vom Band kommen.

    Am schwierigsten gestaltet sich die Mietwagenstation zu finden. Blöderweise gehen wir auf der Suche nach dem Domestic Airport einmal falsch raus, und wupps müssen wir wieder durch die Sicherheitskontrolle, um zur Mietwagenstation zu kommen 😵‍💫. Aber irgendwann haben wir auch das geschafft, die Mietwagenübergabe gemeistert und rollern aus dem Parkhaus.

    Mittlerweile ist es halb acht, und klar, dass wir die Stunde Fahrt nach Kusadasi im hellen nicht mehr schaffen. Funktioniert aber trotzdem problemlos. An einer Tankstelle decken wir uns noch mit Wasser ein, und dann haben wir unser Hotel auch schon gefunden, und den letzten Parkplatz in der Tiefgarage belegt 😅 (draußen an der Straße wäre auch nix mehr zu kriegen an einem Samstagabend in Kusadasi).

    Roomservice sei Dank müssen wir nur noch bis auf den Balkon, um mit Blick auf die nächtliche Marina zu essen. Und dann noch unter die Dusche…

    Wir haben keine Ahnung, welcher Fußballverein gestern Abend gewonnen hat - wir vermuten, Galatasaray Istanbul ist Meister geworden oder sowas -, um ca. 22:30 Uhr jedenfalls brach die Hölle los in Kusadasi. Bis weit nach Mitternacht rollte der Autocorso unter unserem Balkon… 😵‍💫
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  • Ein neuer Morgen mit Blick aufs Meer

    May 10 in Turkey ⋅ 🌙 16 °C

    Im Angesicht der nächtlichen Fußballfeier starten wir ein bisschen unausgeschlafen in den ersten Urlaubstag, dafür mit einem traumhaften Blick auf den Hafen. Ein (englisches) Kreuzfahrtschiff ist auch schon da.

    Vermutlich wäre es schlau gewesen, uns erstmal einen Tag zum Ankommen zu gönnen in Kusadasi. Dann wäre vielleicht auch der Plan mit möglichst früh starten in Ephesos aufgegangen.

    So gehen wir erstmal in aller Ruhe frühstücken, unter kätzischer Aufsicht. Der frisch gepresste Orangensaft ist der Hammer. Nach dem Frühstück geht’s kurz in den Ort, schließlich braucht es doch ein bisschen Bargeld.

    Und dann starten wir in Richtung „alte Steine“ und Ephesos - wir sind ja nicht zum Vergnügen hier… 😎
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  • Ephesos

    May 10 in Turkey ⋅ ☀️ 25 °C

    Das Bargeld benötigen wir aber auch schon, nach recht kurzer Fahrt erreichen wir die Schlange an der unteren Zufahrt für die archäologische Stätte von Ephesos, für 150 TRL dürfen wir (nach leichtem Versetzen eines Pylonen) einen Platz im Schatten eines Baumes einnehmen. Die Eintrittspreise werden gleich in € angeschrieben, nur Ephesos für Ausländer € 50, Kombi mit den Terrassenhäusern € 65. So fällt uns die Entscheidung leicht, gleich den Museumspass für die Ägäisregion für € 95 zu kaufen, gültig für eine Woche. Passt genau zu unseren Plänen!

    Die nächste Hürde wäre die Sicherheitskontrolle, doch an der kann man bequem vorbeigehen, schwieriger ist das Durchkämpfen durch die zur Mittagspause rausströmenden Reisegruppen. Mittlerweile ist es doch 12 Uhr geworden.

    Und dann geht es los, ein erster Blick auf die Reste der Hafenthermen, zu römischer Zeit war Ephesos nicht nur Hauptstadt der Provinz Asia, sondern eine bedeutende Hafenstadt, heute liegt die Küste doch etliche Kilometer entfernt. Die Verlandung inclusive der aufkommenden Seuchen war der Grund, die Stadt im 5. Jahrhundert zum wiederholten Male zu verlegen.

    Dann prächtige Marmorstrassen, ein schier gigantisches Theater, eines der größten mit Platz für 25.000 Menschen, ein Gang um die Handelsagora, ein prächtiges Tor, und schon stehen wir vor der berühmten Fassade der Celsus-Bibliothek aus dem 2. Jahrhundert.

    Noch begeisterter sind wir dann von den Hang- oder Terrassenhäusern, in den Hang gebauten Wohnhäusern der Oberschicht, die großartige Einblicke in die Bauweise geben, mit den schönsten Wandmalereien im Osten des Römischen Reiches, Mosaiken etc.

    Wir laufen noch bis zum oberen Ende mit schönen Ausblicken auf Ephesos, dann geht es den ganzen Weg wieder zurück. Es ist ordentlich warm, aber wir sind einfach nur hin und weg.

    Interessanterweise sind die Besucher größtenteils Einheimische, liegt das am Sonntag, oder ist die Region im Mai noch nicht so überlaufen von ausländischen Touristen?
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  • Artemision

    May 10 in Turkey ⋅ ☀️ 26 °C

    Als wir schließlich in Ephesos vom Parkplatz rollen, kommen wir noch an den letzten Überresten des ehemaligen Stadions vorbei. Natürlich müssen wir da nochmal kurz für einen Fotostopp anhalten.

    Was man natürlich auch nicht auslassen darf, ist der Blick auf die kläglichen Überreste des ehemaligen Artemis-Tempels.

    Der Tempel der Artemis in Ephesos oder kurz das Artemision von Ephesos soll von den mythischen Amazonen bzw. ihrer Königin gegründet worden sein und gehörte als größter Tempelbau seiner Zeit zu den „Sieben Weltwundern“ der Antike.

    Im Gegensatz zum Leuchtturm von Alexandria und dem Koloss von Rhodos sieht man hier wenigstens ein paar Überreste und kann sich die einstige Größe vorstellen.

    Ein paar hübsche Vögelchen gibt es hier auch… 🤭
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  • Stimmung am Meer

    May 10 in Turkey ⋅ ☀️ 21 °C

    Geschafft vom Tag voller Kultur und alter Steine beschließen wir für den Rest des Tages unser Hotelzimmer nicht mehr zu verlassen. Das Zimmer ist schön, die Aussicht grandios. Und die nächsten Tage werden bestimmt auch anstrengend. Wir bestellen uns also ein 2. Mal den Roomservice, sehen dem englischen Kreuzfahrtschiff beim Ablegen zu, dahinter liegt ein zweites, das ebenfalls in der Abendstimmung ablegt. Spannend zu sehen, dass es sich um die Celestyal Journey handelt, eines der Schiffe die vor kurzem aus dem Persischen Golf ausgebrochen sind. Sie hat den Weg durch den Suezkanal genommen und jetzt offensichtlich ihr Mittelmeerprogramm gestartet.

    Die Sonne versinkt im Meer, die Dämmerung senkt sich über den Hafen, der Ruf des Muezzins hallt durch die Nacht.

    Die 2. Nacht ist ruhiger als die erste, trotzdem so ein trubeliger Ferienort ist irgendwie immer laut.

    Am nächsten Morgen liegt schon ein neues Kreuzfahrtschiff im Hafen, ein Zweites kommt gerade, während wir unsere Sachen wieder zusammenpacken. Wir brechen heute auf zu neuen Ufern. Ob es uns nochmals nach Kusadasi verschlägt? Vielleicht auch mal per Schiff… 🤔
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  • Aphrodisias

    May 11 in Turkey ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute fahren wir durch das breite Flusstal des griechischen Maiandros, woher sich „mäandernd“ ableitet.
    Unser Zwischenstopp zu unserem heutigen Tagesziel führt uns nach Aphrodisias, Weltkulturerbe seit 2017 und keiner kennt es.

    Aphrodisias war eine antike Stadt, deren Name sich vom Aphrodite-Kult ableitet, der im zentralen Aphrodite-Tempel praktiziert wurde und im Hellenismus die wichtigste Kultstätte in Kleinasien darstellte.

    Die Überreste des heute noch sichtbaren Aphrodite-Tempels gehen auf das 1. Jahrhundert v. Chr. zurück (wobei schon früher ein Aphrodite-Tempel bestand). Unter Augustus und Hadrian wurde der Tempel weiter aus- und umgebaut, das Julisch-Claudische Kaiserhaus führte sich ja über Troja auf Aphrodite zurück 😉. Im 5. Jahrhundert wurde er in eine Kirche umgewandelt. Weitere Sehenswürdigkeiten von Aphrodisias sind das Tetrapylon, die Agora, das Theater, die Bäder des Hadrian, das Sebasteion und das Stadion.

    Das Stadion soll das besterhaltenste antike Stadion sein, das es gibt, für sagenhafte 30.000 Zuschauer. Ehrlich gesagt, ein wunderbarer Ort, an dem wir gerne verweilen.
    Eine Handvoll Individualtouristen und eine (natürlich deutsche) Reisegruppe, mehr ist nicht unterwegs zwischen den alten Steinen.

    Das zugehörige Museum ist heute leider geschlossen, vermutlich wegen Montag. Leider besteht das kulinarische Angebot des Museumshops nur aus Chips und abgepackten gefüllten Croissants, so dass wir hungrig wieder abfahren.
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  • Tikir House

    May 11 in Turkey ⋅ ☀️ 28 °C

    Ca. eine Stunde Fahrt weiter wartet unser Quartier für die nächsten 2 Nächte auf uns, das charmante Bed&Breakfast Haus Tikir. Unser Zimmer ist schön und geräumig. Das ganze Haus umschwärmt von Schwalben.

    Wir sind hungrig und wandern in den Ort zum Grill Tikir, wo wir ausgezeichnet essen und pappsatt irgendwann den Hang wieder runterrollen. Unser morgiges Ziel leuchtet schon verheißungsvoll in der Abendsonne…

    Hier singt zum Sonnenaufgang der Muezzin, sämtliche Hähne der Umgebung stimmen ein, zum Frühstück gibt es Eier von garantiert glücklichen Hühnern. Ist schon schön hier…
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  • Hierapolis + Pamukkale

    May 12 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Natürlich gehört unser heutiger Tag Hierapolis und Pamukkale. Unser Frühstückswirt ist so nett, uns den kurzen Weg hochzufahren, ob aus orientalischer Gastfreundschaft oder Aussicht auf Tip erschließt sich uns nicht. Ist auch egal, er freut sich über eine kleine Gabe für seine kleine Tochter, wir sind oben und können runterlaufen, unser Auto bleibt heute unbewegt.

    Die bayrische Schlösserkarte, äh, ach nein, der türkische Museumspass spart uns heute mindestens 30 Euro pro Nase (mit Museum sogar 40) und wir haben zumindest diese Ausgabe schon reingeguckt.

    Hierapolis, die heilige Stadt, war schon im Altertum für die warmen Quellen berühmt, deren Wasser unterhalb der Stadt die weißen Kalksinterterrassen von Pamukkale entstehen ließ. Hierapolis war seinerzeit ein Kurort, im ersten und zweiten Jahrhundert entstanden Thermalbäder, Brunnen, Theater und Tempel.

    Wir haben ja die letzten Tage schon echt viel alte griechisch/römische Steine gesehen, das Theater am Hang lockt aber verheißungsvoll mit einer schönen Aussicht, also kämpfen wir uns den Hang hoch und werden dafür belohnt.

    Als nächstes steuern wir das Plutonion an, einen Ort, wo es nicht nur heiße Quellen, sondern auch giftige Dämpfe geben soll. Der Eingang wird deswegen auch von Hades bewacht. Das Thermenmuseum zeigt Statuen und Grabkunst.

    Als nächstes widmen wir uns dem Kleopatra-Pool. Wir haben unsere Badesachen dabei und für ca. 12 Euro Eintritt kann man im Thermalwasser zwischen antiken Säulen baden (ohne Fotobeweis). Hasi fühlt sich auf der Marmorsäule gleich so nymphig, der Ritter meint, ein bisschen Antik würde ja passen. Bevor es noch schlimmer wird mit dem Sonnenstich, gehen wir wieder raus 😜.

    Weiter geht’s zum Höhepunkt, oder soll man lieber sagen, dem traurigen Teil? Pamukkale erhielt seinen Namen durch die Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind. Die Terrassen stehen zusammen mit Hierapolis auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

    Mit dem Welterbestatus wurde dem Tourismus Einhalt geboten: Hotels in der historischen Anlage wurden abgerissen, nur kleine Überreste, wie der Kleopatra-Pool sind übrig geblieben. Die eigentlichen Kalkterrassen dürfen nicht mehr betreten werden, nur ein einziger Weg führt hindurch, nach unten, der aber nur barfuß zurückgelegt werden darf.

    Die berühmten Fotos und Blicke, die man kennt, sucht man in Pamukkale nahezu vergebens, die meisten der Terrassen sind leer. Das Thermalwasser wird gezielt durchgeleitet, um gezielt zu renaturieren. Der Weg nach unten ist beschwerlich, die Frage, ob man Badeschuhe tragen darf, konnte man uns nicht beantworten.

    Die künstlichen Becken sind schon beeindruckend, der eigentliche Zauber aber packt uns nicht. Pamukkale wird ein einmaliges Erlebnis bleiben.

    Wie gut dass der Tikir Grill auf dem Heimweg liegt…
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  • Akhan-Karawanserei

    May 13 in Turkey ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute verlassen wir das schnuckelige Tikir Haus wieder. Ja, auch hier gäbe es sicherlich noch einiges mehr zu sehen, aber wir wollen weiter wieder Richtung Meer.

    Einen kurzen Besichtigungsstopp machen wir aber doch noch, bevor wir die Gegend um Pamukkale endgültig verlassen.

    Die Akhan-Karawanserei ist eine bedeutende seldschukische Steinkarawanserei aus dem 13. Jahrhundert (erbaut 1253-1254) an der ehemaligen Seidenstraße. Als wichtige historische Station im anatolischen Seldschuken-Reich diente sie Händlern auf der Strecke nach Konya als Unterkunft. Sie gilt als einer der letzten westlichen Stützpunkte auf der Handelsroute.

    Die restaurierte Anlage, im Türkischen als Akhan Kervansarayı bezeichnet, beherbergt heute ein Restaurant oder Hotel, da sind sich die Quellen nicht ganz einig.

    Die meist gutausgebaute Strecke führt uns durch Hügel und Wälder, eigentlich wildromantisch.

    Abgesehen von unserem
    Auto, das uns ständig irgendetwas erzählt, nicht nur phantasievolle Ermahnungen zum Tempolimit, welches in der Türkei gestaffelt für verschiedene Fahrzeugarten gilt und sich unser Peugeot anscheinend gerne mal als Lkw oder Bus definiert, sondern auch irgendetwas zum Reifendruck, was wir nicht so genau verstehen. Aber da wir sowieso mal tanken müssten, nutzen wir die Gelegenheit, uns nicht nur die Scheibe putzen zu lassen (sehr nötig…), sondern auch den Service an der Shell-Tankstelle zum Druck prüfen.
    Später erzählt uns der Wagen zweimal etwas panisches, was wir aber überhaupt nicht entschlüsseln können, verschwindet aber auch gleich wieder. Und um den Reifendruckhinweis zu beseitigen, müsste wohl ein Reset durchgeführt werden. Nachdem wir bislang nicht herausgefunden haben, wie man eine andere Sprache einstellt, können wir nur hoffen, dass der Druck und alles andere bis zur Rückgabe passt… 🤷🏻‍♂️
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  • D-Resort, Göcek

    May 13 in Turkey ⋅ ⛅ 24 °C

    Unser Ziel für heute ist Göcek, wo wir im D-Resort für die nächsten 2 Nächte ein Zimmer beziehen. Wir waren letztes Jahr in Kroatien schon mal in einem stylischen D-Resort, das in Göcek wird vermutlich unser letztes sein, fest in osteuropäischer Hand und irgendwie snobistisch.

    Als erstes schlagen wir uns in den Ort Göcek für ein sehr spätes Lunch, begleitet von frisch gepresstem Orangensaft😋.

    Was tun mit dem Rest des Tages? Der hoteleigene Strand ist ca. 1 km weit weg, man lässt sich mit dem Golfcart hinkarren. Wer, wie der Hase zu Fuß kommt, muß erstmal mithilfe der Zimmerkarte beweisen, dass er nicht nur ein Recht hat, die Tourihölle zu betreten und sondern auch ein Handtuch zu bekommen 🙄.

    Heute Abend ist nix mehr los, es ist bedeckt und das Wasser ist noch kalt, kein Ort also um lange zu verweilen.

    Abends steigt nebenan eine Party (man hatte uns beim Einchecken schon vorgewarnt, dass es lange und laut werden würde), irgendwie ziehen wir das wohl magisch an. 😵‍💫
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  • Xanthos

    May 14 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Unser heutiger Tagesausflug führt uns in die antike Stadt Xanthos, einst Hauptstadt des Lykischen Bundes. In Xanthos finden sich eine Reihe lykischer Denkmäler, Grabbauten, Pfeilergräber und Sarkophage, teilweise reich mit Reliefs und Skulpturen geschmückt. Xanthos gehört seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

    In das später entstandene römische Theater hat man die lykischen Grabmäler integriert, statt sie zu zerstören.

    Der bedeutendste aller Grabbauten in ganz Lykien ist das sogenannte Nereidenmonument aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Nach Zerstörung durch Erdbeben wurden seine Reste nach London gebracht und dort 1969 rekonstruiert und nun im British Museum ausgestellt. Hier vor Ort ist davon nix mehr zu sehen.

    Insgesamt ist es ein ausgesprochen eindrucksvoller Ort, an dem mit uns nur eine Handvoll Touristen unterwegs sind. Wir befinden uns hier ganz knapp außerhalb des Geltungsbereiches des ägäischen Museumspasses, müssen also ausnahmsweise mal Tickets kaufen, lustigerweise steht der Eintrittspreis mit € 3 angeschrieben (sogar günstiger als in unserem Reiseführer genannt), ist aber nur bar in TRL zu begleichen.
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  • Letoon

    May 14 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach dem ausgiebigen Besuch von Xanthos müssen wir natürlich auch noch zum Letoon, dem antiken Heiligtum der nahe gelegenen Stadt. Über acht Jahrhunderte wurden hier in 3 Tempeln Leto, Artemis und Apollon verehrt. Die Ruinen der Tempel und noch einige andere Bauten gehören gemeinsam mit den Überresten von Xanthos seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

    Hier, bei einer Quelle, verehrte man jenen Platz der griechischen Mythologie, an dem Leto auf der Flucht vor Hera ihre Kinder Artemis und Apollon in Lykien in heiligem Wasser wusch.

    Von den 3 Tempeln ist kaum etwas übrig, der Ort aber hat was…
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  • The Marmara

    May 15 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute verlassen wir Göcek wieder, unsere Reise neigt sich dem Ende entgegen, und auch wenn wir liebend gerne weiter fahren würden Richtung Osten an der lykischen Küste entlang, so müssen wir doch abdrehen gen Westen in Richtung Bodrum.

    Die Fahrt über türkische Landstraßen funktioniert wunderbar, die Strassen sind größtenteils gut ausgebaut, und viel Verkehr herrscht auch nicht. Der Blick auf das unglaubliche Blau der Ägäis ist zauberhaft.

    Unser Ziel für heute und unser Quartier für unsere letzte Nacht ist das The Marmara, was wir um die Mittagszeit erreichen.

    Oberhalb von Bodrum gelegen gibt’s einen fantastischen Blick auf Stadt, Hafen und Bucht, ein Träumchen.
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  • Mausoleum von Halikarnassos

    May 15 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Aber wir sind ja nicht zum Vergnügen hier, also gehts erstmal direkt mit einem Uber in die Stadt hinein. Unser erstes Ziel ist das Mausoleum von Halikarnassos. Das Maussolleion war das prachtvolle Grabmal des Maussolos (377–353 v. Chr.). Er war ein karischer Kleinkönig und persischer Statthalter in Halikarnassos, dem heutigen Bodrum. Sein Grabmal gehörte zu den „Sieben Weltwundern der Antike“, und sein Name lebt bis heute in den als Mausoleen bezeichneten Grabbauten fort.

    Heutzutage sieht man leider nicht mehr viel. Vermutlich durch ein Erdbeben im 12. Jahrhundert schwer beschädigt, blieb das Fundament des Mausoleums jedoch nahezu das gesamte Mittelalter hindurch erhalten. Den Todesstoß haben diesem antiken Weltwunder erst die Ritter des Johanniterordens verpasst, die die Mauern abgebrochen haben, um damit die Festung St. Peter zu bauen.

    Ein paar Friese und Bruchstücke von Statuen fanden zu der Zeit dann auch den Weg nach Europa, sie konnten wir uns im British Museum of London vor 4 Jahren schon mal anschauen.

    Von den Überresten des Mausoleums aus, machen wir uns auf in Richtung Hafen. Natürlich möchten wir uns die Festung St. Peter auch noch ansehen und so machen wir uns anschließend auf den Weg runter zum Hafen.
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  • Festung St. Peter

    May 15 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Kreuzritterburg St. Peter beherrscht den Hafen von Bodrum. Das von den Johannitern ab 1406 errichtete Kastell wurde auf Fundamenten einer byzantinischen Anlage erbaut. Für den Bau nutzte man auch Steine des Mausoleums, man erkennt sie an der grünen Färbung.

    Die Festung ist einmal alles: toller Aussichtspunkt, sehenswerte Burg aber auch sowas wie das Heimatmuseum von Bodrum: die alten Mauern beherbergen dazu noch das sehr sehenswerte Museum für Unterwasserarchäologie.

    Gezeigt werden neben Amphoren und antiker wie islamischer Glaskunst auch Überreste bzw. Rekonstruktionen eines byzantinischen Schiffs, das im Jahr 1026 gesunken war (beladen mit besagter Glasware, der bedeutendsten, die man jemals an islamischer gefunden hat) und eines Schiffswracks aus der Bronzezeit, dem Schiff von Uluburun, dem ältesten bekannten Fernhandelsschiff mit einer unfassbar reichen Ladung.

    Dazu Grabfunde der sogenannten „karischen Prinzessin“, vermutlich Königin Ada aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, Schwester des Maussolos.

    Ein sehr lohnenswertes Museum…

    Nach soviel Kultur suchen wir uns am Hafen von Bodrum noch was zu essen, bevor wir uns ein Taxi zurück zu unserem Hotel nehmen (per Uber war am Freitagabend nichts zu bekommen). Wir genießen die abendliche Aussicht auf Stadt und Hafen.
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  • Bodrum Flughafen

    May 16 in Turkey ⋅ ☁️ 19 °C

    Alles hat ein Ende und auch unsere Woche in der Türkei neigt sich dem Ende entgegen. Noch ein letztes Frühstück mit Aussicht auf der Terrasse des Marmara-Hotel, ein letztes besonders hübsches Exemplar der allgegenwärtigen Katzen, die in wirklich jedem Hotel ausgesprochen gutgenährt das Frühstücksbuffet begleiten, und dann heißt es auch schon Abschied nehmen.

    Die letzten 30 km bis zum Flughafen und dann müssen wir unseren Mietwagen auch schon wieder abgeben. Einmal gefunden läuft die Mietwagenrückgabe sehr entspannt (so irgendetwas wie „rental car return“ wäre hilfreich gewesen - aber ausländische Mietwagennutzer auf touristischen Pfaden sind hier fast schon exotisch 🤔). Natürlich haben wir jede Menge Zeitpuffer, aber die letzten türkischen Lira wollen verbraten werden, Check in, Sicherheitskontrolle, irgendwie vergeht die Zeit doch fix. Wir starten mit ein bisschen Verspätung gen Istanbul.

    Der Flug ist tatsächlich ein bisschen holpriger als gedacht, vermutlich weil wir auf der Strecke gen Norden nach Istanbul nicht so hoch fliegen, um dem ganzen Fernverkehr in dem momentanen Korridor nach Asien nicht in die Quere zu kommen.
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  • Istanbul Flughafen

    May 16 in Turkey ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir landen mit ein bisschen Verspätung in Istanbul, aber macht nix, auch hier haben wir ausreichend Zeitpuffer. Der Pilot hatte schon angekündigt, dass zu der Zeit in der Luft noch einige auf dem Boden dazukommen wird.
    Auf dem Flughafen waren wir in letzter Zeit ausreichend oft unterwegs, um zu wissen, dass die Wege weit sind. Letztendlich ist aber alles sehr entspannt, und dann gehen wir auch schon auf die letzte Etappe gen Heimat.
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