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Weltreise die Zweite

Unsere 2. Weltreise :) Läs mer
  • An der US-Grenze entlang 🇺🇸

    29 april 2025, Kanada ⋅ ☀️ 17 °C

    Am frühen Morgen werden wir an unserem schönen Flußcamp von lautem Dröhnen geweckt. Direkt am Camp verläuft eine Holzfällerstraße und alle paar Minuten donnert ein voll beladener LKW über die Schotterpiste und wirbelt dabei ordentlich Staub auf.

    Wir wollen eh nicht lange bleiben. Wir finden unter der Brücke am Fluss noch einen Geocache und machen uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg.

    Heute werden wir noch mal eine ganze Ecke fahren. Die interessanten Gebiete kommen wieder etwas weiter östlich in Richtung der Nationalparks.

    In Princeton freuen wir uns zunächst über kostenlose, heiße Duschen am örtlichen Sportplatz. Hier tanken wir auch gleich noch mal voll. Im Supermarkt müssen wir uns neues Eis für die Kühltruhe besorgen, denn irgendetwas milchiges ist uns wohl am Vortag ausgelaufen und wir mussten die Kühltruhe komplett reinigen 😑

    Heute fahren wir durch viele kleine Städte, bergauf und bergab und dabei immer wieder knapp an der USA vorbei. Wir suchen uns zur Auflockerung ein paar interessante Geocaches heraus und nehmen den einen oder anderen Travelbug dabei mit. 🐞

    Wir fahren heute bis Christina Lake. Hier biegen wir in den Wald ab und suchen uns einfach eine abgelegene Sackgasse an einem stillgelegten Forstweg, um dort zu übernachten. Die Straße ist sehr rau, aber das Auto macht alles mit.

    Als wir unser Bett fertig machen wollen, wartet der nächste Super-Gau auf uns. Vor unseren Augen platzt die Luftmatratze und ein riesengroßes Stück Gummi fliegt uns um die Ohren 😂 Die zweite auf dieser Reise… Na dann gute Nacht! 💤
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  • Matratzenlos…

    30 april 2025, Kanada ⋅ ☀️ 12 °C

    Noch am Abend haben wir improvisiert und eine weitere Decke unter unserem Schlafgemach ausgebreitet. Zusammen mit der Dämmmatte, die wir ja eh noch hatten, hat es tatsächlich auch ohne Luftmatratze gut funktioniert.
    Wer braucht schon Luft in der Luftmatratze? Luxusprobleme… Wir haben jedenfalls erstaunlich gut geschlafen.

    Tatsächlich hat es auch Vorteile: Die Luftmatratze war recht hoch und das Heck vom Auto dadurch im Inneren ziemlich eng geworden. Nun haben wir wieder mehr Platz und können gemütlich an der offenen Kofferraumklappe sitzen und Kaffee trinken ☕️

    Nach dem Frühstück geht es auf die Wanderung des Upstream-Trails, etwa 5km mit vielen Geocaches.

    Wir prügeln das Auto wieder die holprige Waldpiste hinunter zurück auf den Highway und tanken im naheliegenden Ort Christina Lake nochmal günstig voll.

    Danach verlassen wir die Grenzregion zur USA nach Norden weg und fahren ins kanadische Inland. Die Straße führt uns wieder durch Bergland und über 1.500m hoch. Das Thermometer fällt und wir halten bei einem Haufen Restschnee an um eifrig die Kühlbox voll zu schaufeln. Kostenloses Eis 🧊

    Auf dem Weg halten wir heute öfters an um die tolle Aussicht auf die Seen und Schluchten zu genießen oder ein paar Geocaches abzuklappern.

    Wir fahren zum nächsten offiziellen Camp am Box Lake. Heute waren es knapp 220km, das reicht. Am Sonntag wollen wir wieder in Calgary sein.
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  • Revelstoke und Glacier Nationalpark

    1 maj 2025, Kanada ⋅ ☁️ 10 °C

    Auch die zweite Nacht ohne Luftmatratze haben wir gut überstanden und beschlossen, auch keine neue mehr zu kaufen. Wir sind schließlich keine Woche mehr in Kanada.

    Den morgendlichen Kaffe genießen wir mit Blick auf den See und dem Frühnebel, wie er langsam über das Wasser gleitet.

    Wir fahren in die nächste Stadt- Nakusp.
    Die Stadt liegt am riesigen Columbia River und hat sogar einen Strand - zum Schwimmen ist es trotz Sonnenschein aber noch viel zu kalt.
    Aron geht eine Runde laufen. Anschließend können wir am städtischen Campingplatz für 5$ pro Person die heißen Duschen nutzen - das tut gut 😌

    Nach 40km erreichen wir den Ort Galena, hier unterbricht der, an dieser Stelle 4km breite Columbia River, den Highway. Eine Brücke gibt es nicht, sondern eine kostenlose Fähre ⛴️. Das Boot fährt einmal die Stunde. Die Wartezeit nutzen wir für unser Frühstück. Die Überfahrt dauert nicht lange.

    Bei Revelstoke besuchen wir im Mount Ravelstoke Nationalpark die alte Ski-Sprungschanze, einst errichtet von skandinavischen Immigranten und benannt nach Nels Nelson, der hier 1920 einen Rekord aufgestellt hat. Die Anlage war bis in die 70er in Betrieb. Heute erinnert eine Installation an die Schanze, bei der man in die Stiefel von Nels steigen kann, um selbst einmal das Adlergefühl mit dem Abgrund unter einem selbst zu bekommen.

    Die Reise geht weiter durch den Glacier Nationalpark, den wir auf der Pass-Straße in 1535m komplett durchfahren. Die Berge und Wanderwege sind noch in Schnee und Eis gehüllt, deshalb ist hier momentan noch nichts zugänglich.

    Wir sind nun auch wieder in der östlicheren Zeitzone und wieder eine Stunde weiter. Zu Deutschland haben wir nun 8 Stunden Differenz.

    Bevor wir den Nationalpark verlassen, füllen wir wieder unsere Kühltruhe mit frischem, alpinen Schnee nach :)
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  • Bluewater Creek Camp

    1 maj 2025, Kanada ⋅ ☁️ 8 °C

    Am Abend suchen wir uns ein kostenloses Camp am Bluewater Creek. Die Anfahrt über die Gravelroad ist extrem staubig.

    Wir stehen nur vom breiten Kiesbett getrennt, direkt am reißenden Strom. Die Nacht wird sternenklar und kalt. Für das wärmende Lagerfeuer nutzen wir angeschwemmtes Treibholz.

    Am Morgen ist alles überfroren und wir freuen uns, dass wir am Abend zuvor schon so viel Feuerholz gesammelt haben, damit wir das Feuer direkt wieder entfachen können. 🔥
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  • Yoho Nationalpark

    2 maj 2025, Kanada ⋅ ☀️ 13 °C

    Kurz hinter „Golden“ beginnt der Yoho Nationalpark. Tolle, verschneite Berglandschaften säumen das Bild.

    Wir kommen für knapp 20$ auf dem Monarch Campground unter, dem einzigen Campingplatz im Nationalpark.

    In unmittelbarer Nähe ist die „Natural Bridge“, ein aus Fels bestehender Brückenbogen, durch die das Wasser des Emerald Rivers rauscht.

    Weiter geht es zum Emerald Lake, der inzwischen aufgetaut ist und herrlich tiefblaues Wasser führt. Die Wanderung drumherum hat eine Länge von etwas über 5km, wobei wir auf der Schattenseite des Berges wieder durch tiefen Schnee stapfen müssen. Auch ist hier ein kleiner Teil des Sees noch gefroren.

    Trotz des Schnees bewegen wir uns heute im Tshirt, denn die Sonne hat schon richtig viel Kraft ☀️ Endlich!

    Am nächsten Morgen sind es wieder nur 3 Grad 🥶 Nachdem der warme Kaffee und aufgetaut hat, gehen wir zum nahegelegenen Train Loop Viewpoint. Hin und zurück sind es 5km.
    Von diesem Aussichtspunkt kann man zusehen, wie sich die unglaublich langen Güterzüge über eine Spirale im Berginneren in die Höhe bemühen. Der Bergausgang liegt dabei gleich über dem Bergeingang. Trotz, das die Spirale im Inneren eine Wegstrecke von über 1km hat, sieht man den Zug gleichzeitig hinein und hinausfahren.
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  • Eine letzte Nacht im Banff

    3 maj 2025, Kanada ⋅ ⛅ 14 °C

    Es geht weiter in Richtung Calgary. Noch vor Ende des Yoho Nationalparks überqueren die Staatsgrenze zu Alberta.

    Aber noch ist der Roadtrip nicht zu Ende. Wir verbringen eine letzte Nacht im Banff Nationalpark.

    In Ermangelung von Alternativen landen wir wieder auf dem gleichen Campground wie vor 2 Wochen. Er ähnelt, außer der schönen Aussicht, eher einem Parkplatz. Die Duschen sind offiziell außer Betrieb. In der Behindertentoilette gibt es aber eine. Wir humpeln ein wenig und ziehen ein Bein nach 🤕 und machen es einfach - der Versuchung konnten wir nicht widerstehen.! 🚿

    Im Banff besuchen wir noch das kleine History-Museum zur Geschichte der Parkentstehung und gehen anschließend auf die 11km Wanderung zum Sundance-Canyon. In den letzten 2 Wochen hat sich im Park der Frühling ausgebreitet. An vielen Ecken ist der Schnee geschmolzen und es ist heute auch wieder ein toller, warmer Tag. An manchen Ecken liegt hier oben aber noch Schnee und es ist glatt auf den vereisten Steintreppen. Die Wanderung können wir aber komplett nur im Tshirt begehen. ☀️
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  • Auto startet nicht… 🙄

    4 maj 2025, Kanada ⋅ ☁️ 0 °C

    Es ist früh am Morgen im Banff Nationalpark, die Sonne ist eben aufgegangen. Wir stehen auf dem Campingplatz und kriechen etwas verknittert und müde aus dem Heck unseres Autos. In der Nacht ist die Temperatur wieder auf 0 Grad gefallen und alles trägt einen leichten weißen Schleier über sich.

    Wir kochen Kaffee und fangen an das Auto aufzuräumen und etwas sauber zu machen. Dies war unsere letzte Nacht „auf der Straße“ und heute soll es nach Calgary zurückgehen. Dort bleiben wir noch eine Nacht in einer AirBnB Unterkunft - am Tag drauf geben wir dann den Leihwagen ab und werden zum Flughafen fahren.

    Was soll jetzt noch schiefgehen?

    Als wir los wollen, springt das Auto nicht an… Am letzten Tag! Typisch! Der Zünder dreht und versucht es für ganze 2 Sekunden, dann nur noch wildes, unverständliches Klackern der Elektronik. Nichts geht mehr, das Cockpit-Display erlischt in stille Dunkelheit. Toll!
    Der Frost der letzten Nacht wird die Batterie leergesaugt haben. 🪫

    Wir haben natürlich nichts dabei. Unser Jumpstarter aus Australien hat uns in Thailand leider auf ominöse Weise verlassen und im Auto selbst ist keinerlei Ausrüstung für diesen Fall. Wir schauen uns um und entdecken fast nur andere Leihwagen, Wohnmobile hauptsächlich. Die werden auch nichts dabei haben.

    Dann ist er aber doch da, der eine Kanadier, in der äußersten Ecke des Campgrounds. Voll ausgestattet zögert er keine Sekunde nach unserer Bitte. Er drückt Aron das Starthilfekabel in die Hand und fährt kurzerhand seinen großen Chevy Pickup um die Ecke, direkt vor unsere Motorhaube. Rot an rot und schwarz an schwarz und zack, das Auto startet und wird nun natürlich auch erst einmal nicht mehr ausgemacht 😅

    Die anstehende Fahrt nach Calgary von knapp 2 Stunden sollte auch reichen um, der Batterie wieder genug Eigenleben zu verleihen.
    Wir atmen etwas auf!

    Der Verleiher des Autos wird natürlich informiert und er würde auch eine neue Batterie vorbeibringen. Ansonsten hätten wir auch Anspruch auf eine Roadside-Assistance, also einer Pannenhilfe. Aber bis so jemand in den Nationalpark rauskommt… das dauert! Wir sind froh, es so gelöst zu haben.
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  • Zurück in Calgary

    5 maj 2025, Kanada ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir fahren die letzten 2 Stunden nach Calgary zurück. Hier hat unsere Kanadareise angefangen, hier wird sie auch enden. Leider! Der Roadtrip war wirklich einmalig. Kanadas Wälder, die Nationalparks, die Wanderungen durch die Berge im Schnee sind wirklich unglaublich schön. Wir werden sicherlich noch einmal wiederkommen. Von Kanada, dem weltweit zweitgrößten Land, haben wir in den 3 Wochen schließlich auch nur einen sehr kleinen Teil gesehen.

    In Calgary angekommen werfen wir bei Walmart zunächst erst einmal die kläglichen Überreste der Luftmatratze auf den Reklamationstresen - mal wieder! Die Servicemitarbeiterin schaut nur nüchtern drauf - scheint nicht sonderlich überrascht. Unser Geld bekommen wir leider nicht zurück, da wir die Originalverpackung nicht mehr haben. Aber wir bekommen eine neue Luftmatratze, in Originalverpackung. Finde den Fehler… 😅

    Etwas dreist, geben wir die nun originalverpackte LuMa im nächsten Walmart um die Ecke zurück 💴 Die dazu passende Luftpumpe geben wir auch gleich mit. Hier haben wir die Originalverpackung aufbewahrt. Fühlt sich irgendwie komisch an, schließlich haben wir die Luftpumpe auch wochenlang benutzt - aber was solls. Wir mussten ja auch einige Tage sozusagen auf dem Boden schlafen…

    Wir machen noch einen Abstecher bei Allan, unserem AirBnB-Host von vor 3 Wochen. Wir bringen ihm neben einigen neuen Reisegeschichten vor allem das geliehene Bärenspray zurück, was wir zum Glück nicht benutzen mussten. Vielen Dank nochmals 😀

    Um die Ecke ist ein Thrift-Store, ein Secondhand-Laden, in dem wir etwas Kochgeschirr und die große warme Decke zurück in den Kreislauf des Wiederverwendens geben.

    Die neue Unterkunft für die letzte Nacht im Norden Calgary’s ist auch schnell erreicht. Ein Neubaugebiet, etwas abseits, aber zweckmäßig. Die Hygiene ist leider unter aller Sau, wir lassen nachputzen. Selbst ein Pizzakarton war noch im Zimmer. Die Bewertung von uns wird entsprechend ausfallen. 👎

    Hier machen wir nun noch das Auto etwas sauber, entsorgen ein paar Dinge, Schuhe und verschlissene Kleidung und packen unsere Rucksäcke. Wir bewegen uns noch eine große Runde um den Park und freuen uns anschließend auf eine heiße Dusche. Zum Abendessen gibt es eine Tüte Maggi Restefix mit allerlei Überbleibseln aus 3 Wochen Roadtrip. Wir freuen uns aufs Bett.
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  • Abflug 🛫

    5 maj 2025, Kanada ⋅ ☀️ 13 °C

    Die Nacht war leider nicht so toll, das kanadische Holzhaus ist hellhörig wie eine Bahnhofshalle und die anderen Gäste, oder auch die indische Familie denen der Laden hier gehört, sind bis 2.00h morgens nicht zur Ruhe gekommen.

    Der Wecker klingelt um 6.00h.
    Zu unserer Überraschung müssen wir die Gemeinschaftsküche um diese Zeit bereits mit zwei Anderen teilen. Aber nicht so wie man denken würde. Im offenen Wohnzimmer nebenan schlafen zwei der Familienmitglieder. Wir versuchen leise zu sein, aber irgendwie hört hier auch unser Verständnis auf. Uns ist es egal, ob wir die wecken! Wir zahlen immerhin 70$ für die Nacht und haben schon ein dreckiges Zimmer bekommen. Nur der Mangel an Alternativen hat uns bleiben lassen.

    Ansonsten kommen wir aber zügig voran und schaffen schließlich die schweren Rucksäcke ins Auto. Ein kurzes Stoßgebet später wissen wir auch: die Autobatterie hat die Nacht überstanden!

    Kurz darauf treffen wir uns mit dem Autobesitzer, die Rückgabe des 4Runners ist schnell erledigt und wir bestellen uns ein Uber-Taxi zum Flughafen.

    Die Gepäckfreigrenze für unseren Flug liegt bei 23Kg, bzw 50 amerikanischen Pfund. Die nutzen wir heute einfach mal gnadenlos aus 😅 Wir haben doch noch so einiges an Lebensmitteln übrig gehabt und wollten es nicht wegwerfen. Scheint aber alles zu passen. Wir hätten sogar noch 600gr mehr mitnehmen können.

    Die Immigration zur USA 🇺🇸 , unserem nächstem Ziel, wird hier direkt vor Abflug noch in Kanada erledigt. Die Zollbeamtin stellt uns diesmal ungewöhnlich viele Fragen zu unserem Aufenthalt, aber wir sind auf alles vorbereitet. Wir haben einen Weiterflug gebucht und können glaubhaft nachweisen, dass wir uns trotz Dauerreisens selbst versorgen können, versichert und ausreichend liquide sind und dem amerikanischen Steuerzahler nicht auf der Tasche liegen werden. Das kennen wir aber auch schon aus anderen Ländern wie zum Beispiel Australien 🇦🇺.
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  • Kansas City 🇺🇸

    5 maj 2025, Förenta staterna ⋅ 🌙 16 °C

    Nach einem diesmal etwas ruhigeren Flug landen wir endlich in Kansas City, Missouri.
    Es ist bereits 23.00h und wir haben fast 1.5 Stunden Verspätung.

    Unser Gepäck wartet bereits auf uns, denn es ist bereits mit einem früheren Flieger angekommen. Als wir die Schutzhüllen aufmachen, flattert Aron ein Zettelchen aus dem Inneren entgegen. Bereits in Calgary wurde sein Rucksack offenbar geöffnet und durchsucht.

    Der leere Gaskocher (nur der Kocheraufsatz!) wurde als Gefahrgut eingestuft und entfernt. Der Umkarton und das passende Transportsäckchen waren offenbar auch gefährlich - alles fehlt. Keine Telefonnummer, keine Kontaktmöglichkeit. Wer gibt uns jetzt das Geld zurück? Toll… Egal, kümmern wir uns später drum.

    Draußen wartet Jason auf uns! Er hält ein Transparent in der Luft, so finden wir ihn schnell. Die Wiedersehensfreude ist groß. Zuletzt waren wir vor 3 Jahren hier und waren zusammen auf einem Campingtrip in Colorado. 🇺🇸

    Am Auto treffen wir auch Jessica und; es hat sich einiges verändert; den Sohn Waylon! Er ist jetzt knapp 18 Monate alt und schläft zu dieser Zeit natürlich schon.

    Wir haben uns viel zu erzählen, so wird die Heimfahrt von knapp 250km recht kurzweilig. Auf dem Weg halten wir noch bei Whataburger und gönnen uns seit langem mal wieder amerikanischen Fastfood 🍔.

    Gegen 4.00h morgens fallen wir schließlich ins Bett 😅
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  • Autosuche an der Route 66

    12 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 25 °C

    Jessica und Jason haben wir vor 4 Jahren kennengelernt, ein zufälliges Gespräch an einem Rastplatz in Colorado. Die beiden waren damals auf einem Campingtrip. Heute besuchen wir sie zum dritten Mal.

    Harper, zuletzt noch treuer Begleiter 🐾 und auch mit auf unserem gemeinsamen Campingtrip in 2021, hat die Familie leider verlassen. Ihren Platz hat Hondo eingenommen, ein Schäferhund-Mischling. Chance ist nun der Ältere von beiden Hunden.

    2022 gab es auch menschlichen Nachwuchs und der kleine Waylon stellt inzwischen alles auf den Kopf. Wir lernen ihn nun auch endlich kennen.

    Während wir hier sind, können wir in dem geräumigen Wohntrailer im Garten übernachten.

    Wir liegen hier übrigens direkt an der berühmten Route 66 und Galena war eine Inspiration für die „Cars“ Filme, was hier gut für den Tourismus aufbereitet wurde.

    Wir wollen uns hier in der südöstlichsten Ecke Kansas nun ein Auto suchen und diesmal den östlichen Teil der USA erkunden. Es soll ein kleiner Van werden, in dem wir auch schlafen können.

    Im Internet ist überraschend wenig zu finden, so klappern wir die örtlichen Händler im Joplin/Missouri ab. Anders als in Deutschland werden hier auch sehr alte Fahrzeuge angeboten, was gut für uns passt.

    Überraschend schnell werden wir fündig und nehmen für umgerechnet etwa 3.000€ einen 98er GMC Safari mit nach Hause 🚙
    Ein paar Dinge müssen wir noch am Motor und Fahrwerk machen und checken, dass alles fit für einen Roadtrip ist. Darum kümmern wir uns in den nächsten Tagen.

    Wir fahren komplett ohne Kennzeichen und Versicherung beim Händler vom Hof, etwas ungewohnt. Falls wir angehalten werden, sollen wir einfach den Kaufvertrag vorzeigen. Als nächstes geht es aber direkt zur Versicherung, die uns beide, dank Jasons Hilfe, problemlos versichert. Auch die Zulassung ist in Kansas, dank unserer Freunde, denkbar einfach.
    Ein kurzer Stop bei der Polizei gibt uns eine schriftliche Bestätigung, dass das Fahrzeug nicht gestohlen ist und schon geht es weiter zum County-Office, wo wir den Van zulassen können. Wir verlassen das Büro mit temporären Kennzeichen aus Papier. Das echte Kennzeichen bekommen wir später zugeschickt.
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  • Reparaturen

    13 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ⛅ 29 °C

    Es gibt einiges am Van zu tun.

    Neben einigen kleineren Reparaturen an Fahrwerk, Karosserie und Motor wollen wir ihn vor allem mit einem Bettgestell ausstatten und Vorhänge anbringen.

    Zuerst kümmern wir uns aber um die Reparaturen:

    Im Motorraum wechseln wir die Brems- und die Kühlflüssigkeit und checken alles andere, was sichtbar ist. Ein neuer Luftfilter ist schnell gewechselt.

    Am Fahrwerk ist der Querstabilisator gebrochen, den wir online bestellen und dann selber wechseln, was uns einen Tag und ordentlich Schweiß kostet.

    Eine Roststelle unterhalb der Fahrertür konservieren wir erst einmal.

    Die Rückspiegel-Gläser links und rechts sind beide lose. Zweikomponentenkleber hält sie nun wieder fest.

    Das (Kasetten-) Radio 😅, Cruise Control und die Zigarettenanzünder funktionieren wieder, nachdem wir einfach ein paar Sicherungen getauscht haben.

    Zu guter Letzt werden noch die Reifen rotiert und der Kraftstofffilter gewechselt. ✅ Das sollte hoffentlich alles sein 😬

    Nach getaner Arbeit gönnen wir uns ein Abendessen beim Mexikaner 🇲🇽
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  • Autokino

    18 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 19 °C

    Es geht ins Autokino. Im Nachbarstaat Missouri gibt es noch immer das Route 66 Drive-In Theatre von 1949. Zu einer Zeit, als Autoradios noch nicht der Standard in einem Automobil war, wurden an Pfählen kleine Lautsprecher angebracht, damit die Besucher in ihrem Auto den Film auch hören konnten. Die Pfähle gibt es auch heute noch, nur die Lautsprecher nicht mehr. Von 1985 bis 1998 war das Kino geschlossen, wurde dann aber liebevoll restauriert und wiedereröffnet.

    Jedes Wochenende werden Abends gleich 2 Filme hintereinander gezeigt. Heute ist Klassikerabend und so sehen wir erst Dirty Dancing, gefolgt von Grease 🎶 Dazwischen versorgen wir uns mit Softdrinks und salzigem Popcorn 🍿
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  • Ausbau des Vans

    18 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 22 °C

    Für unseren Roadtrip wollen wir den Safari selbst ausbauen. Es soll aber nicht so aufwendig und auch möglichst günstig sein, schließlich werden wir den Van nur etwa 2 Monate nutzen und anschließend wieder verkaufen.

    Deshalb werden wir die Sitzreihen aus dem Heck auch aufbewahren, damit der Campervan wieder in einen Familienvan zurückverwandelt werden kann.

    Nachdem die Sitze ausgebaut sind, müssen wir erstmal feststellen, das der Teppich im hinteren Bereich nass ist. Vermutlich liegt es daran, das die Heckklappe etwas wiederwillig schließt und beim Händler vielleicht versehentlich ein Stück offen stand. Es ist gutes Wetter, so lösen wir den Teppich an, klappen ihn um und lassen ihn ein paar Tage durchtrocknen 👍

    Im Home Depot, einer großen Baumarktkette, bekommen wir alles was wir brauchen um einen Bettrahmen zu bauen. Der hintere Teil soll fest sein, der vordere aber zum Einschieben, damit wir tagsüber mehr Platz im Van haben. Wir bestellen uns über das Internet eine Schaumstoffmatratze, die wir dann auch entsprechend zurechtschneiden müssen. Mal sehen, wie das klappt. Unter dem Bett ist dann reichlich Stauraum.

    An den Heckklappen bauen wir uns 2 Klapptische zum Kochen ein.
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  • Letzte Arbeiten am Van

    21 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 21 °C

    Die letzten Arbeiten am Van stehen an:

    Für Privatsphäre kaufen wir im Walmart einfache, aber blickdichte Vorhänge, die wir anpassen und dann rundum mit einer Schnur und Haken an den Fenstern aufhängen. Lara war dafür zwei ganze Tage am Nähen 🧵. 😅

    Die Matratze wird nun auch mit einem großen Brotmesser zurechtgeschnitten, so dass wir ein großes „L“ für den Hauptteil des Bettes haben und ein kleines Quadrat, welches dann den Einschubteil abdeckt, wenn wir abends das Bett zur vollen Größe ausfahren. So haben wir tagsüber etwas mehr Platz im Inneren und nutzen das Quadrat als Kissen. Als Bezug für das Kissen passt übrigens ein Spannbettlaken für ein Babybett 😅

    Als nächstes kommen noch Moskitonetze an die Ausstellfenster, damit wir auch nachts die Fenster offen lassen können.

    Inzwischen ist auch endlich unser permanentes KFZ-Kennzeichen in der Post, welches wir nun mit dem provisorischen aus Papier austauschen.
    Da man in Kansas nur hinten am Auto ein Kennzeichen braucht, haben wir uns für vorne einfach ein Anderes aus dem Internet bestellt, was wir später auch als Souvenir mitnehmen werden 🤩🐧 Pingu lässt grüßen 🐧

    Unter dem Bettkasten haben wir nun reichlich Stauraum, für den wir im Walmart einfache Plastikkisten kaufen.

    Die Kühlbox, für 25$ bei Walmart erstanden, findet zwischen Fahrer- und Beifahrersitz Platz.
    Einen kleinen Butan-Gaskocher bekommen wir für 30$

    Den Wasserkanister, einen kleinen Klapptisch und 2 Campingstühle bekommen wir von Jessica & Jason geliehen.
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  • 🌪️ Tornadowarnung 🌪️

    22 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 23 °C

    Die Wettervorhersage für den nächsten Tag prophezeit nichts Gutes: ein riesiges Sturmtief wird durch Kansas und die umliegenden Staaten ziehen. Die mögliche Bildung von Tornados ist extrem hoch. 🌪️
    Auweia….🤯

    Da das Wetter erst nachmittags schlechter werden soll, sind wir alle schon früh auf den Beinen.
    Neben ein paar Besorgungen im nächsten Walmart (es werden aber keine überdimensionalen Vorräte angelegt), können wir zumindest noch das alte Reserverad unseres Vans durch ein neueres austauschen.
    Mehr ist heute leider nicht drin. Der Sturm macht uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung, da wir fast einen ganzen Tag verlieren und kaum am Auto arbeiten können.

    Am frühen Nachmittag wird es von Minute zu Minute immer stürmischer und der Himmel zieht sich immer mehr zu.
    Kurz bevor es zu tröpfeln anfängt, kommt Jason auf die Idee, die neue Abdeckung für seinen Toyota Tundra draußen zusammen zu bauen. Was für ein Timing.
    Den nahenden Sturm im Nacken, versuchen wir alle so gut es geht zu helfen. Leider erfolglos. Das Donnern des Unwetters kommt immer näher, sodass wir nur noch alles wieder einpacken und im Schuppen verstauen.

    Wir ziehen uns ins trockene Haus zurück und werden bis in die späten Abendstunden dort bleiben, den Tagesrucksack mit den wichtigsten Sachen haben wir mal vorsorglich griffbereit stehen. Man weiß ja nie.

    Kontinuierlich wird die Wetterlage im Fernsehen überprüft. Selbst über das Handy bekommen wir beinahe stündlich Wettermeldungen.
    Wir befinden uns im sogenannten „Tornado Watch-Status“. Das bedeutet, dass die mögliche Bildung von Tornados in unserer Gegend sehr hoch ist, aber noch keine gesichtet wurden.
    Falls sich die Wetterlage verschlechtert, ändert sich der Status von „Tornado Watch“ auf „Tornado Warning“. In dem Fall ertönt auch die Sirene im Ort und jeder muss sich innerhalb der nächsten 15 Minuten im eigenen Keller oder in der naheliegenden Schule in Sicherheit bringen, denn dann wurde entweder eine Rotation am Himmel oder gar schon ein Tornado mit Touchdown gesichtet.
    Ein wenig mulmig ist uns schon zumute.
    Wir versuchen uns mit Filmen und lustigen Gesprächen abzulenken, was auch soweit gut klappt. Dennoch sind wir in Alarmbereitschaft.

    Außer beinahe sintflutartigen Regengüssen und heftigen Gewittern, werden wir aber glücklicherweise vom Schlimmsten verschont bleiben, denn der Sturm zieht schneisenähnlich um Galena herum. In einigen weiter entfernten Countys in Kansas, Oklahoma und Missouri waren aber gleich mehrere Tornados aktiv, die Menschen dort kamen aber glimpflich davon.

    Die Stadt St. Louis in Missouri hatte weniger Glück. Dort hat ein Tornado der Stärke F3 weitreichende Schäden angerichtet, bei denen mehrere Menschen aufgrund menschlichen Versagens ihr Leben verloren. Die Warnsirene wurde nicht ausgelöst.

    Wir sind jedenfalls froh, dass wir dieses Unwetter ohne Tornado überstanden haben und hoffen, dass es das erste und letzte Mal war.
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  • Es geht los, erste Nacht bei Salem

    24 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach knapp zweieinhalb Wochen geht es endlich los. Von Galena starten wir nach Osten und sind nach wenigen Metern an der Staatsgrenze zu Missouri. In Joplin geht es dann zunächst noch schnell in den Walmart und zu Aldi, Vorräte auffüllen und Eis für die Kühltruhe besorgen.

    Es wird heute, wie auch die letzten Tage, viel regnen. Große Sturmfronten schieben sich durch den mittleren Westen der USA und so schauen wir lieber noch mal ganz genau auf den Wetterradar, um den Verlauf des Sturmes besser abzuschätzen. Unsere Route müssen wir etwas anpassen.

    Es geht über die Interstate 44 nach Osten durch Springfield, Lebanon und Rolla in Missouri. Hier fahren wir ab und besuchen in der Nähe von Salem die Indian Trail Conservation Area. Bei der gewaltsamen Umsiedelung der Cherokee Indianer aus ihren Ursprüngen in Georgia in den Jahren 1837-1838, wurden viele durch dieses Areal im Zentrum Missouris getrieben. Etliche tausend Indianer fanden damals den Tod. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel daran.

    Bei einem Spaziergang in einer kurzen Regenpause finden wir einen nahegelegenen Aussichtsturm. Der Aufstieg ist sehr wackelig und so bleibt Lara lieber unten. Die Aussicht von oben ist toll und rundherum findet sich nur Wald.

    Man darf hier auch kostenlos campen.
    Wir freuen uns auf ein erstes Abendessen und auf die erste Nacht im Van. Noch ist alles irgendwie chaotisch und nicht am richtigen Platz - aber das findet sich die Tage.

    In der Nacht wird es viel regnen… 🌧️
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  • St. Louis

    25 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir fahren über St. Louis. Schon von weitem
    sieht man das Wahrzeichen der Stadt, den Gateway Arch - einen hohen Bogen, der am Flussufer des Mississippi emporragt.

    Der Mississippi trennt hier die Bundesstaaten Missouri und Illinois, bevor es über die Brücke geht, tanken wir noch voll, denn in Missouri ist es billiger. Wir zahlen umgerechnet etwa 0,67€ pro Liter Normalbenzin ⛽️

    Am anderen Ufer, in Illinois biegen wir direkt ab, um wieder zum Mississippi zu kommen. Hier hat man den besten Blick auf den Gateway Arch. Wir müssen durch ein altes, heruntergekommenes Industriegebiet, eine komische Gegend - wir sind froh, als wir wieder dort weg sind.
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  • Coles Creek - Illinois

    25 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 18 °C

    Insgesamt schaffen wir heute knapp 300km. Für die kommende Nacht reservieren wir uns einen Stellplatz auf dem Coles Creek Campground am Carlyle Reservoir. Dort soll das Wetter wieder etwas besser sein und wir wollen eine heiße Dusche 🚿

    Trotz, dass dieses Wochenende Memorial Day ist, ein Tag an dem den Verstorbenen gedacht wird und fast jeder Amerikaner campen geht, bekommen wir noch einen schönen Platz am See. Glück gehabt. Die Nacht kostet 25$.

    Wir nutzen die Gelegenheit und bringen auch endlich mal etwas mehr Ordnung ins Auto. Alle Kisten werden umgeräumt bis alles einen einigermaßen logischen Platz hat.

    Das Abendessen gibt es am Lagerfeuer. 🔥
    Wir freuen uns schon wieder aufs Bett, denn die Matratze ist wirklich toll. Es war gut, das wir an dieser Stelle nicht gespart haben.

    Am nächsten Morgen lässt sich auch endlich die Sonne blicken und wir nutzen die Regenpause zum Laufen 🏃‍♀️.
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  • Garden of the Gods

    27 maj 2025, Förenta staterna

    Nächster Stop ist nach rund 130 Meilen, also 210km der Shawnee National Forest.

    Für 10$ kann man hier campen. Neben dem „Long-drop“ bzw. „Outhouse“ 🚻 bekommt man hier auch Trinkwasser. Die Registrierung erfolgt über einen Umschlag mit Bargeld. 💵

    Ganz in der Nähe ist der „Garden of the Gods“, also der Garten der Götter - ein außergewöhnliches Felsplateau, von dem man den Wald und die schöne Wildnis überblicken kann. Tolle Felsformationen! Früher einmal war dies alles unter Wasser, wir stehen also im „Meer“.

    Da die Wanderung nur sehr kurz ist, hängen wir noch den Indian Point Trail hinten dran, der immerhin 7km misst und uns durch den Wald führt.

    Einen Geocache nehmen wir natürlich auch noch mit. Hierbei entdecken wir noch eine tolle Höhle und uns läuft ein Reh über den Weg.
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  • Übernachtung am Staudamm

    28 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 16 °C

    Die Tagesetappe von 270km bringt uns heute zunächst über die Grenze zum nächsten Bundesstaat - Kentucky.
    Weiter geht es bis zum Staudamm am Nolan River Lake. Man konnte sich wohl nicht entscheiden, ob es ein Fluß oder ein See ist, daher der Name… 🙄

    Atemberaubend strömt das Wasser hier durch den Damm. Campen darf man hier aber leider nicht, vermutlich weil es logischerweise in der Überflutungszone liegt. Schade, denn es gibt Toiletten und überdachte Tische und Bänke.

    Da wir aber am nächsten Morgen recht früh im nahegelegenen Nationalpark sein wollen und außerhalb campen wollen, finden wir auf der anderen, oberen Seite des Wasserdamms einen großen Parkplatz. Hier ist es nicht unbedingt erlaubt zu campen, aber es gibt auch keine Verbotsschilder.

    Wir bereiten unser Abendessen also einfach unten am Damm zu und fahren später in der Dunkelheit einfach in die hinterste Ecke des Parkplatzes.
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  • Mammoth Cave NP

    28 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 19 °C

    Die Nacht auf dem Parkplatz war ruhig und keiner hat uns vertrieben. Wir stehen direkt mit dem Sonnenaufgang auf und fahren wieder runter zum Staudamm. Hier gibt es erstmal Kaffee. ☕️

    Für 10 Uhr haben wir uns für eine geführte Tour im Mammoth Cave Nationalpark angemeldet. Eigentlich sind Touren nicht so unseres, aber ohne eine Tour kommt man in diesem Nationalpark leider nicht zu den Highlights.

    Der Park liegt noch etwa eine halbe Stunde entfernt. Auf dem Weg erledigen wir noch unseren ersten Geocache in Kentucky. Für die USA gibt es für jeden Bundesstaat ein Abzeichen. ✅

    Da wir überpünktlich im Nationalpark sind, hat Lara uns noch 2 kurze Trails herausgesucht, die wir vorher ablaufen. Die Wege führen uns an großen Sinkholes vorbei. Hier hat sich die Natur bzw. Wasser einen Weg tief in die Erde gesucht und tiefe Krater hinterlassen. An anderer Stelle sieht man einen Fluß, der hier unterirdisch weiterfließt.

    Um 10 Uhr startet schließlich die „Domes and Dripstones Tour“.

    Die Mammoth Höhlen sind mit einer Länge von 420 Meilen das weltweit längste Höhlensystem und erstreckt sich über einen weiten Teil des Nationalparks und im Umland Kentuckys. Tatsächlich begehbar ist nur ein kleiner Teil.

    Mit einem Bus, eigentlich ein typischer amerikanischer Schulbus, nur in Nationalpark-Grün anstatt Gelb, werden wir zum Eingang der Höhle gefahren.

    Über enge Treppen geht es nun knapp 100m in die Tiefe hinunter. Dabei müssen wir uns immer wieder mal durch engere Passagen winden und aufpassen, das man sich nicht den Kopf stößt. In den Höhlen sind viele Crickets, also Grillen 🦗
    Aber auch die eine oder andere Spinne huscht umher. Fledermäuse bekommen wir heute nicht zu Gesicht. Endemisch sind hier einige Höhlenfischarten, die es also sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Die sehen wir heute leider auch nicht.

    Die Höhlen bestehen komplett aus Kalkstein.

    Nach nur wenigen Metern im Untergrund stoppt die Tour und wir sitzen auf Holzbänken und bekommen einiges zur Geschichte und Erforschung der Höhlen erzählt.

    Bei der Führung sind sehr viele Leute dabei, ca 80 Personen. Entsprechend ist es die ganze Zeit recht laut und unruhig, was einem doch etwas die Atmosphäre kaputt macht. Wir erfahren, dass es heute noch ein ruhiger Tag ist, das die Gruppen bis zu 130 Personen groß sein können. Naja…

    Nach dem Vortrag geht es ein paar Minuten weiter durch die Höhlen vorbei an tiefen Löchern, die sich im Laufe der Jahre durch Wasserläufe in den Fels gefressen haben. Auch Stalaktiten und Stalagmiten bekommen wir zu sehen, bevor es wieder einen Vortrag gibt.

    Es ist alles recht unterhaltsam und gut gemacht, aber irgendwie hätten wir uns lieber etwas mehr im Untergrund bewegt und mehr von den Höhlen gesehen, als die halbe Zeit auf Holzbänken zu sitzen.

    Am Ende sind wir in knapp 1 Stunde gerade einmal 600m weit gekommen, bevor wir an einer anderen Stelle wieder ans Tageslicht kommen und mit dem Bus wieder zum Besucherzentrum gefahren werden.

    Von den angekündigten 2 Stunden waren wir netto nur 1 Stunde in der Höhle und sind etwas enttäuscht. Es mag auch daran liegen, dass wir bereits einige Höhlen auf der Welt gesehen haben und diese meist alleine erkunden durften. Das geht hier halt nur über eine Tour, was der Nationalpark sich auch gut bezahlen lässt.
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  • Kentucky Fried Cachen 🍗🗃️

    28 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 23 °C

    Zur Mittagszeit verlassen wir den Mammoth Cave Nationalpark bereits wieder und lenken unseren Safari-Van weiter durch Kentucky.

    Mitten im Staat erreichen wir nun auch die US-Ost-Zeitzone. Der Unterschied zu Deutschland beträgt nun nur noch 6 Stunden.

    Fast durch Zufall fahren wir am Geburtsort der Kentucky Fried Chicken 🍗 Fastfood-Kette vorbei. Hier war die alte Tankstelle, die Cornell Sanders zunächst betrieben hat, bevor er anfing Hühnchen zu frittieren.

    Natürlich steht hier heute auch eine KFC Filiale und man kann neben den berühmten Hühnerteil-Eimern auch diverses Merchandising erstehen, z.B. T-shirts mit dem Spruch „I ate where it all began“. Wir belassen es bei einem Eimer und fragen nach einer Anstecknadel für Arons Hut, die wir netterweise umsonst bekommen 😀

    Auf dem Gelände befindet sich auch ein Geocache, aber nichts spektakuläres, mitgenommen haben wir den natürlich trotzdem.
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  • Wir bringen das Auto an seine Grenzen

    29 maj 2025, Förenta staterna ⋅ ☀️ 19 °C

    Mit gut gefülltem Magen, KFC war heute wirklich sehr lecker 😋🍗, fahren wir auf der Suche nach einem Schlafplatz in den Kentenia State Forest.

    Die Straße windet sich auf über 800 Höhenmeter und es geht immer wieder steil rauf und runter. Wir müssen uns wohl etwas umstellen, denn der Safari ist tatsächlich für den Highway gebaut und dies ist nicht sein Zuhause.

    Nach einigen Anstiegen fängt zunächst das Automatikgetriebe/Kupplung an zu riechen, wir gönnen uns und dem Auto oben auf dem Berg eine Pause. Als es später wieder runtergeht, bringen wir die Bremsen ordentlich zum Glühen, so dass bereits Rauch aufsteigt. Bevor hier etwas verglast, machen wir halt eine weitere Pause. So ein GMC Safari ist halt kein Nissan Patrol und Berge sind definitiv nicht seins…. Wir werden es wohl ruhiger angehen müssen.

    Auf knapp 850m und einer rund 10km langen einspurigen und teils nebligen Straße über einen Bergkamm finden wir ein verlassenes altes Jagdcamp, mit Aussicht auf das Tal. Hier bleiben wir die Nacht.
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