März - Mai 2019
  • Day44

    Reise nach Pokhara

    May 13, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 32 °C

    Nach unserem gemütlichen Nepal-Start mit Erholungscharakter schalteten wir heute einen Gang hoch: Das heutige Ziel war, in die Stadt Pokhara zu gelangen, die 200 Kilometer weiter westlich in Nepal liegt. Wer beizeiten in Pokhara sein will, muss in Kathmandu früh aufstehen, denn das unwegsame Gelände und die teilweise prekären Strassenverhältnisse Nepals kosten einen Reisebus gut 7 Stunden für die 200 Kilometer. Um knapp 7 Uhr morgens fuhren wir deshalb auch in unserem vorab gebuchten "Super Deluxe Bus" los, der sich als ganz normaler, aber doch schon eher betagter Reisebus herausstellte. Man mag sich nicht ausdenken, welch lotteriges Gefährt wohl der ebenfalls verfügbare "Deluxe Bus" gewesen wäre - wohl knapp besser als der supergünstige öffentliche Bus, wo man anscheinend realistischerweise damit rechnen kann, die Fahrt mit einer Ziege auf dem Schoss zu verbringen.

    Was der Bus an versprochenem Komfort schuldig blieb, machte die Landschaft auf der Fahrt wieder wett: Über unzählige Haarnadelkurven schlängelte sich der Bus steile Berghänge hinunter und reissenden Flüssen entlang. Vom grün bewaldeten Hügelland rund um Kathmandu gelangten wir in die gut 600 Meter tiefer gelegene Ebene rund um Pokhara. Hier ist es feuchter und heisser als in Kathmandu, was wir beim Aussteigen in Pokhara unmittelbar bemerkten.

    Nach der Ankunft am Busbahnhof in Pokhara ging unser heutiges Abenteuer aber erst richtig los. Da wir uns nach x Wochen in Hotels und Restaurants danach sehnten, einmal selbst europäisch zu kochen, hatten wir uns entschieden, in Pokhara in einer Ferienwohnung mit eigener Küche zu nächtigen. Dafür mussten wir allerdings auf Seenähe verzichten und uns mit einem gar nicht touristischen Wohnquartier zufrieden geben, worauf uns unser Taxifahrer auch gleich verwundert hinwies. Desweiteren hatte er auch noch nie von unserem Ferienwohnungshaus gehört und setzte uns einfach irgendwo in der groben Umgebung ab. Tatsächlich schien an dem Ort, wo Google Maps unser Hotel verortete, auch nur eine eingezäunte Brache zu sein. Wie um dramatisch zu unterstreichen, dass wir allein und verloren waren, begann es in just jenem Moment, wie aus Kübeln zu giessen...

    Wir flüchteten unter das Vordach eines Anwohners und fragten ihn, ob er für uns die Kontaktperson bei der Ferienwohnung anrufen könne. Der Anwohner bellte etwas in Nepali in sein Telefon und teilte uns schliesslich mit, dass uns der Check-in verweigert werde, weil unsere Buchung untergegangen sei und die Wohnungen schon alle besetzt seien. Stattdessen sollen wir doch ins OYO-Hotel gleich gegenüber gehen. Weil uns die ganze Sache eigenartig vorkam (wir hatten eine Buchungsbestätigung der Wohnung) und wir nicht auf eine Küche verzichten wollten, nahmen wir schliesslich selbst Kontakt auf - erst per Telefon, wo wir kein Wort verstanden, dann schliesslich per SMS. Nach einigem Hin und Her und der Erwähnung meines vollen Namens und der Booking.com-Reservationsnummer hiess es dann plötzlich, dass unsere Buchung sehr wohl existiere und wir gerne kommen könnten. Blieb noch die Frage, wo sich das gute Appartment befand. An unserem Standort abholen wollte uns der Besitzer der Ferienwohnung nicht, weil es regnete...

    Schliesslich fanden wir die Ferienwohnung in einem obskuren Seitenarm einer Parallelstrasse, in dem wir uns mit unseren grossen Taschen über Riesenpfützen hinwegsetzen mussten. Als wir schliesslich tropfnass in unserer Wohnung (mit Küche!) standen, blieben viele Fragen offen: Hatte die Tatsache, dass der Anwohner beim OYO-Hotel arbeitete, dazu geführt, dass er uns die Aussage des Ferienwohnungsbesitzers falsch wiedergab? Dazu passte allerdings nicht, dass wir vom Ferienwohnungsbesitzer selbst erst eine Absage und dann eine Zusage bekommen hatten. Wieso plötzlich dieser Wechsel? Wir liessen diese Frage erstmal offen und fragten uns stattdessen, was wir mit unserer hart verdienten Küche nun anstellen sollen.

    Aus kulinarischem Heimweh entschieden wir schliesslich, zu versuchen, die notwendigen Zutaten für Käsespätzle anzuschaffen. Ich hätte an dieser Stelle gerne erwähnt, dass Ines sich nach diesem Gericht sehnte ("Man kann die Schwäbin aus Schwaben herausholen, aber niemals Schwaben aus der Schwäbin"), aber in Tat und Wahrheit war es ich, der den Vorschlag brachte. Nach einigem Suchen fanden wir tatsächlich alle nötigen Zutaten - inklusive feinem Yak-Käse! - und machten uns sogleich ans Werk. Die eher spärlich eingerichtete Küche verlangte uns einiges an Findigkeit (Wie misst man 500g Mehl ohne Waage ab?) und Handarbeit (fertige Spätzle mit Gabel aus dem Wasser fischen) ab. Der Kraftakt lohnte sich aber: Ganz neutral gesagt schmeckten unsere nepalesischen Yakkäse-Spätzle ausgezeichnet! Vom Kochen waren wir allerdings so geschafft, dass wir uns bereits wieder freuen, morgen im Restaurant zu essen...
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  • Day42

    Kathmandu: Durbar Square & Pashupatinath

    May 11, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 29 °C

    Auch die vergangenen zwei Tage in Kathmandu verbrachten wir mit eher bescheidenem Sightseeing. Ein wichtiger Grund dafür ist Ines' etwas fragiler Gesundheitszustand, den wir nicht noch unnötig gefährden wollen, bevor es bald auf Bergwanderungen geht. Gestern früh wagte sich das zerbrechliche Geschöpf aber doch aus dem schützenden Umfeld des Hotelzimmers und blinzelte in die nepalesische Morgensonne - allerdings nur, weil ein ganz besonderes Objekt des Begehrens lockte: Ich zeigte Ines die Bäckerei, in der ich am Tag davor deutsches Brot für sie gefunden hatte und die spontan zu ihrem Lieblingsort in Südasien mutierte. Es brauchte wohl zwei Monate fern der Heimat, um in Ines die Liebe für Brot zu erwecken!

    Nach einem kurzen Eintauchen in die Welt der Wanderartikelläden Kathmandus (wir haben die Materialanforderungen wohl doch etwas unterschätzt!) kehrte Ines in ihr Refugium zurück, während ich mich der nepalesischen Tourismusbürokratie widmete. Wer in Nepal wandert, braucht stets eine allgemeine Wanderbewilligung (TIMS) und eine spezielle Zulassung des Gebiets, in dem man wandert (für uns Annapurna) . Diese Registrierungen dienen offiziell dazu, den Behörden einen Überblick über die unzähligen Wanderer zu geben, die in den Bergen herumwandeln. Angesichts der gesalzenen Preise dieser Zulassungen (20$ für TIMS, 30$ für den Nationalpark) drängt sich allerdings der Verdacht auf, dass der Einnahmeaspekt dieser Vorgaben nicht zuletzt kommt. Das wäre auch halb so schlimm, wenn das Beantragen dieser Zulassungen schnell und unkompliziert möglich wäre. In Tat und Wahrheit musste ich allerdings erst Passfotos und Passkopien organisieren, dann das nepalesische Tourismusministerium aufsuchen, nur um dort zu erfahren, dass das TIMS-Büro trotz anderslautenden Angaben im Internet geschlossen hatte. Das Büro für die Annapurna-Bescheinigung war immerhin von einem mürrischen Beamten besetzt, der mich zwei Formulare ausfüllen liess, schliesslich unsere Passfotos an einen Zettel tackerte und mir dafür dann 60$ abknöpfte. Wer liebt sie nicht, die gute Bürokratie?

    Auf meinem Fussweg vom Tourismusministerium zurück erreichte ich mit einem kleinen Umweg den Durbar-Platz, einen zentralen, von Pagoden besetzten Platz in Kathmandu. Ich machte einige Fotos, um Ines später auch an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen, und machte mich dann auf den Heimweg. Zurück im Hotel konnte ich Ines dazu überreden, unweit unseres Hotels mit mir Hot Pot essen zu gehen. Dieses chinesische Gericht ist der Ursprung unseres Fondue chinoise und besteht aus zwei Suppen (eine scharf, die andere schärfer), in denen man nach eigenem Gusto Fleisch, Gemüse und Nudeln kochen kann. Meinem Eindruck nach belebte die Schärfe die Lebensgeister von Ines durchaus!

    Auch heute war Ines noch nicht fit genug für Sightseeing, weswegen ich wiederum alleine durch die Stadt zum Pashupatinath fuhr. Auch in Nepal ist der Hinduismus die mit Abstand grösste Religion, was sich an Grösse und Popularität dieses hinduistischen Tempelkomplexes zeigt. Der Pashupatinath dient allerdings nicht nur als Stätte eines bedeutenden Tempels (den man als Nicht-Hindu nicht besuchen darf), sondern auch als eine Art Freiluft-Krematorium: Am Fluss, der den Tempelkomplex durchzieht, verbrennen Hindus ihre kürzlich verschiedenen Verwandten. Ich war von der ganzen verrauchten Szenerie so beeindruckt, dass ich mich erst nicht traute, ein Foto zu machen - aus Angst, pietätslos zu sein. Als allerdings kurz darauf drei Schausteller mit Gesichtsbemalung um mich herumtanzten und mich zu einem überteuerten Foto überredeten, schien es mir ganz, als sei dies doch kein Ort der respektvollen Besinnlichkeit.

    Leider war auch der "heilige" Fluss dreckig und zugemüllt, was allerdings ganz gut zum Sauberkeitszustand von Kathmandu passt. Zwar ist das Abfallproblem hier nicht ganz so schlimm wie in Indien, die Luftverschmutzung aber umso schlimmer. Da die Stadt im Tal liegt, im Verkehr erstickt und grösstenteils mit Kohle heizt, liegt der Luftqualitätsindex hier bei 171, während in heimischen Breitengraden Werte von 20 bis 30 normal sind. Auf die Schnelle fand ich keine andere Stadt auf der Welt mit höherem Wert... Anders gesagt: Wir freuen uns auf Stille und unberührte Natur in den Bergen!
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  • Day41

    Kathmandu: Swayambhunath Stupa

    May 10, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 28 °C

    An unserem ersten Tag in Nepal konnten wir ein Frühstück geniessen, das erstmals seit Langem nicht aus der srilankischen Triade von Toast, Omelett und Curry bestand. Eine wahre Wohltat! Danach musste ich mich leider erst einmal alleine auf den Weg machen, um Kathmandu zu erkunden, da sich Ines im Moment nicht gut fühlt und im Hotelzimmer bleiben musste.

    Die ersten Eindrücke von den Strassen Kathmandus machten mir vor allem die Unterschiede zu Indien bewusst: Zwar sind die Strassen auch laut und voll, aber alles (Häuser, Strassen, Verkehr) scheint im Vergleich zu Indien wie eine Nummer kleiner und ist deswegen weniger erdrückend. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl hier. Ausserdem ist Nepal kulturell deutlich vielfältiger: Chinesische und tibetische Menschen, Schriftzeichen und Läden sind prominenter Bestandteil des Stadtbildes.

    Ich fühlte mich an meine Zeit in China erinnert und fand auch tatsächlich ein Restaurant, das eines meiner Lieblingsessen aus China anbot, das ich ausserhalb von China noch nie gesehen hatte: geschmorte, von Hand gezogene Nudeln (炒拉面). Meine bettlägerige Freundin versorgte ich mit (echtem!) Brot aus einer nahegelegenen Bäckerei, deren Bäcker von Deutschen ausgebildet wurden. Der passende Name: Pumpernickel Bakery. Den Tipp hatten wir von einem schwäbischen Pärchen am Frühstücksbuffet bekommen. Angesichts der Herkunft eigenartig, dass beim Tipp nicht miterwähnt wurde, dass das Brot nicht nur köstlich, sondern auch preiswert war!

    Nachdem Ines dem Vernehmen nach ihr leckerstes Essen seit Anbeginn der Zeit zu sich genommen hatte, machte ich mich auf einen ausgedehnten Stadtspaziergang. Dieser Spaziergang führte mich aus unserem Viertel (Thamel, von Restaurants und Läden geprägt) durch verschiedenste Wohnquartiere bis an den Fuss eines Hügels im Westen der Stadt. Von da aus führten 300 Treppenstufen (alte Bekannte!) zur Swayambhunath Stupa hoch. Von diesem Tempel, im typischen Stil des Himalaya-Buddhismus gebaut, hat man eine tolle Sicht auf das Häusermeer von Kathmandu, jedenfalls soweit es Smog und Staub über der Stadt es zulassen.

    Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Hügel ging es durch den Staub und die Hitze Kathmandus (mit gegen 30°C erstaunlich warm für eine Stadt auf 1400 m. ü. M.!) zurück zum Hotel. Dort gratulierte ich meinem Vater zum Geburtstag, der heute 57 wird (Happy Birthday, Papi!), und kehrte schliesslich ins Hotelzimmer zurück - selbstverständlich mit einer zweiten Ladung Brot, die mit leuchtenden Augen empfangen wurde!
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  • Day39

    Reise nach Nepal

    May 8, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 34 °C

    Nach vier Tage der fast vollständigen Immobilität am Strand standen die vergangenen zwei Tage ganz im Zeichen des Unterwegs-Seins. Erst ging es in Sri Lanka per Auto einmal quer über die ganze Insel, von Nilaveli im Nordosten bis nach Colombo im Südwesten. Unser Fahrer wollte dabei die Auswirkungen von Polarwind auf sonnenverwöhnte Touristen prüfen - anders gesagt belüftete uns die Klimaanlage im Auto 5.5 Stunden lang permanent und intensiv, sodass wir am Ende durchgefroren aus dem Auto stiegen.

    Nach einer kurzen Nacht in einem eher trostlosen Flughafenhotel ging es heute Morgen auf die zweite Etappe unserer Verschiebung, deren Ziel unser drittes Reiseland Nepal war. Nach sage und schreibe 5 Sicherheitschecks am Flughafen Colombo (jedoch eher nach dem Motto Quantität vor Qualität organisiert) bestiegen wir um 8 Uhr früh unser menschenleeres Flugzeug, das uns - zu höchstens einem Fünftel der Kapazität besetzt - erst einmal nach Delhi brachte.

    Zum Flughafen Delhi gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass wir ihn gerne schnell wieder verliessen, weil in Delhi selbst der Flughafen etwas vom lauten Strassengetümmel der Stadt hat. Auf unserem Flug nach Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, mussten wir zwar mit einem vollen Flugzeug vorlieb nehmen, wurden aber mit ersten Blicken auf die Giganten des Himalaya entschädigt.

    In Kathmandu schliesslich nahmen wir uns den Abend zur Entspannung "frei" und blieben im Hotelzimmer, um morgen voll ausgeruht unsere Erkundungstour durch das vielversprechende Nepal zu starten.
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    Wir wünschen euch auch in Nepal eine gute Zeit. Hebed Sorg! Liebe Grüsse Olivia und Leo

    5/10/19Reply
     
  • Day38

    Schnorchelausflug nach Pigeon Island

    May 7, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 31 °C

    Erst kürzlich hatten wir uns noch gedacht, wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man ständig unterwegs ist und von Attraktion zu Attraktion eilt. Damals wussten wir noch nicht, dass die Zeit noch viel schneller vergeht, wenn man nichts tut! Diese Erfahrung machten wir hier in Nilaveli, wo wir heute bereits unsere letzte Nacht verbringen.

    "Frühstück, Strand, Zimmerpause, Lesen, Abendessen" hat sich in den vergangenen Tagen schon als Routine eingebrannt, die wir wohl noch gut ein paar Tage mit grösstem Genuss aufrechterhalten könnten. Da allerdings die Abreise wie ein Damokles-Schwert über uns hängt und wir unbedingt noch die Unterwasserwelt von Sri Lankas Ostküste sehen wollten, brachen wir heute aus unserer Routine aus und gingen morgens statt zum Strand auf einen Schnorchelausflug nach Pigeon Island.

    Über einen Anbieter in der Nähe unseres Hotels organisierten wir diesen Ausflug, bei dem wir erst mit Neoprenanzug ausgestattet und dann per Boot auf die etwas vor der Küste gelegene "Taubeninsel" übergesetzt wurden. Tauben waren dort allerdings keine zu sehen, stattdessen Riffhaie (versetzten uns im ersten Moment einen Schock!), Meeresschildkröten (grösser als man denkt!) und Fische (in allen Formen und Farben!). Schade nur, dass unser mittelmässig motivierter Guide uns relativ schnell über das Riff scheuchte und wir keine Möglichkeit hatten, Tiere und Insel zu fotografieren.

    Schade auch, dass wir morgen das schöne Nilaveli bereits verlassen müssen. Allerdings tröstet es doch relativ gut drüber hinweg, dass unsere nächste Station der Flughafen in Colombo ist. Von dort geht nämlich unser Flug nach Nepal, jenes Land, auf das wir uns schon die ganze Reise über freuen!
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  • Day36

    Strandtag in Nilaveli

    May 5, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach den sehr ereignisreichen Tagen der letzten Wochen lassen wir unsere Zeit in Sri Lanka nun mit einigen Strandtagen zu Ende gehen. Unser Hotel ist wie geschaffen dafür: Da es an der touristisch wenig erschlossenen srilankischen Ostküste liegt, sind an dem kilometerlangen Strand keine anderen Hotels zu sehen. Andere Badegäste stammen nur aus unserem Hotel und sind aufgrund der bescheidenen fünf Zimmer unseres Hotels in nicht allzu grosser Zahl vorhanden.

    Die Kleinheit des Hotels macht sich auch darin bemerkbar, dass das Hotel seine Küchenaktivität ganz nach unseren Wünschen richtet. Das heisst konkret, dass man morgens um 10 Uhr gefragt wird, was man zu Abend essen will und ob man gedenkt, am speziellen srilankischen Motto-Abend im Hotel teilzunehmen. Mit zu wenig Teilnehmern würde die Sache abgeblasen. 30 Minuten nach dem Frühstück eine eher unerwartete Frage!

    Abgesehen von überrumpelnden Fragen und dem Besuch eines Pelikans war unser erster Tag hier aber entspannend ereignislos - keine Treppenstufen, keine alten Gemäuer, keine Fahrt zur nächsten Stadt. Die sengende Sommerhitze lässt es kaum zu, dass man etwas anderes tut als am Strand zu liegen, und selbst das wird um die Mittagszeit herum unangenehm. Wir widmeten uns umso aufmerksamer unseren Büchern, dem gelegentlichen Bad im Meer und dem Krabben-Curry, das es schliesslich zum Abendessen gab. Unsere Entscheidung von 10 Uhr morgens bereuten wir nicht!
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  • Day35

    Von der Ruinenstadt ins Paradies

    May 4, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 29 °C

    Den gestrigen Tag in Kandy verbrachten wir damit, herauszufinden, was wir eigentlich von unserer Hotelrezeptionistin aus Colombo schon wussten: Kandy ist nichts Spezielles. Die etwas grössere Stadt bietet einen Tempel (dem wir wegen Tempelüberdrüssigkeit fernblieben), einen künstlichen See (von einer Pufferzone umgeben, in der es Vogelkot regnet) und jede Menge Verkehr (fast schon indische Verhältnisse!). Wir genossen noch einmal das Schönste in Kandy, nämlich den Blick auf die grünen Hügel der Stadt aus unserem Hotelzimmer, und verliessen die Stadt dann relativ bald.

    Unser Ziel an diesem Tag war die Ruinenstadt Sigiriya weiter im Norden. Diese Fahrt führte uns nun definitiv aus dem srilankischen Hochland hinaus in grünes, dicht bewaldetes und deutlich tropischeres Flachland. Das Klima lässt es zu, dass hier vielfältige Arten von Gewürzpflanzen wachsen: Vanillebäume, Kakaopflanzen, Kardamom, Kurkuma, Pfeffer, Ingwer und vieles Weitere. All diese Pflanzen wurden uns in einem Gewürzgarten präsentiert, in dem unser Fahrer einen Zwischenstopp einlegte. Ein srilankischer Junge führte uns fachmännisch durch den Garten - auf Deutsch! Wir waren so beeindruckt, dass wir uns beim anschliessenden Besuch des Gartenshops mit Gewürzprodukten leicht selbst vergassen und kräftig zuschlugen...

    Am Abend kamen wir dann in Sigiriya an, wo es in der Nacht rund um unser Hotelzimmer so intensiv raschelte, dass wir kurz meinten, ein Elefant (der in dieser Region wild vorkommt) statte uns einen nächtlichen Besuch ab. In Tat und Wahrheit dürften die Urheber des Geräuschs aber eher kleineres Getier wie Affen oder Ratten gewesen sein. Affen waren es auf jeden Fall, die uns heute Morgen verdutzt anguckten, als wir uns um 7 Uhr von unserem Hotelzimmer auf den Weg zur Ruinenstadt machten.

    In Sigiriya regierte im 5. Jahrhundert der zentral-srilankische König, der in seiner Extravaganz einen Palast oben auf einem 200 Meter hohen Felsen bauen liess und den Felsen als Löwen dekorierte. Daher auch der heutige Namen des Felsens: Lion's Rock. Rund um den Felsen befindet sich ein Park mit weiteren Ruinen, den man für den bescheidenen Preis von 30 US-Dollar betreten (betreten, nicht kaufen) kann.

    Inbegriffen im Parkeintritt ist die Möglichkeit, auf den Lion's Rock hochzusteigen. Trotz unserer ernüchternden Bergsteiger-Erfahrung am Adam's Peak nahmen wir die 200 Höhemeter unter die Beine, die immer noch vom Muskelkater unserer Regen-und-Nebel-Wanderung schmerzten. Bei deutlich besserem Wetter als bei unserer letzten Bergbesteigung stiegen wir die Treppenstufen hinauf und wurden dieses Mal auch wirklich mit einem Gipfel belohnt, von dem aus man eine Aussicht hatte - ein Novum! Indes war der Gipfel selbst eher ernüchternd, da von den "Ruinen" ausser Grundmauern nichts mehr übrig ist, aber darüber sahen wir einmal grosszügig hinweg. One step at a time.

    Nachdem wir den majestätischen Lion's Rock wiederheruntergestiegen waren (Jede Treppenstufe - au! - eine wahre Wohltat - aua! - für unseren Muskel- - au! - kater) und ihn zum letzten Mal bestaunt hatten, setzten wir uns abermals ins Auto und liessen uns nach Nilaveli an der Ostküste der Insel kutschieren. Hier wollen wir nicht nur unseren Muskelkater, sondern auch unsere Gemüter kurieren und zwar mit dem allgemein anerkannten Heilmittel namens "4 Tage in einem wirklich schönen Strandhotel".

    Unser Hotel hat uns mit unserem Design-Zimmer, dem menschenleeren Strand und einem Abendessen direkt am Meer schon die ersten wohltuenden Pflaster verpasst. Besser noch, dass das Hotel auch versucht, die Wunden zu heilen, welche der von 1963 bis 2015 tobende Bürgerkrieg hier hinterlassen hat. Im Bürgerkrieg standen sich die singhalesische Mehrheit und die tamilische Minderheit gegenüber, wobei Letztere für einen eigenen tamilischen Staat im Norden des Landes kämpften, wo wir uns derzeit auch befinden. Viele der Auseinandersetzungen (und der Kriegsverbrechen, die von beiden Seiten verübt wurden) geschahen in einfachen Fischerdörfern wie Nilaveli, in denen viele Menschen deswegen oft keine Ausbildung genossen haben und bis heute nicht richtig ins Arbeitsleben kommen. In unserem Hotel werden junge Tamilen aus dem Dorf deswegen zu Hotelfachleuten ausgebildet, um die Nachwirkungen eines Konflikts zu heilen, die bei der ganzen Strandidylle ganz leicht übersehen werden...
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    Ist DIE in eurem Zimmer? 👀🙈

    5/4/19Reply
    Ines und Simon

    Nein, an der Tür zum Zimmer. Also das dich das jetzt stören wundert mich. Zu unseren stetigen Mitbewohnern gehören Ameisen, Eidechsen, fliegendes Getier und ab und an auch die ein oder andere kleine Kakerlake. Die stören mich aber alle nicht, solange das Zimmer sauber ist :D

    5/7/19Reply
    Ines und Simon

    Wir haben uns beide voll gefreut über die neue Bekanntschaft. :D

    5/7/19Reply
     
  • Day33

    Adam's Peak & Reise nach Kandy

    May 2, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 19 °C

    Kaum hatte ich den Footprint von gestern geschrieben, ging der nächste Tag auch schon wieder los. Um 2 Uhr klingelte der Wecker und läutetete den Wandertag ein. Um kurz vor 3 Uhr marschierten wir los, den Blick bergauf gerichtet, um noch vor Sonnenaufgang um 6 Uhr den Gipfel des Adam's Peak zu erklimmen. Frohen Mutes und voller Vorfreude auf den gemäss Reiseführer wunderschönen Ausblick vom freistehenden Adam's Peak wagten wir unsere ersten, forschen Schritte in die Dunkelheit.

    Der Frohmut erhielt jedoch bald einen herben Dämpfer: Die Polizeikontrolle und die Einsamkeit auf dem Wanderweg, der eigentlich schon frühmorgens sehr belebt sein sollte, liessen uns zwar kurz an der Richtigkeit unseres Vorhaben zweifeln, beirrten uns aber nicht lange. Von ganz anderem Kaliber waren die stürmischen Regenschauer, die plötzlich einsetzten: Nach weniger als einer Minute im Regen, auf dem Weg zu einem Unterstand, waren wir schon bis auf die Knochen durchnässt. Die Lektion, die jedem Kind wandernder Eltern eingebläut wird ("In den Bergen muss man IMMER eine Regenjacke dabei haben!") hatten wir konsequent missachtet. So mussten wir erst einmal abwarten, bis der Regen unserem Vorhaben wohlgesonnener wurde - nachts um 4 Uhr, frierend und nass, am Hang. Ich hoffe, wir lernen dazu!

    Allerdings meisterten wir auch diesen Stein, der uns Petrus in den Weg legte. Damit blieben aber immer noch die 1'000 Höhenmeter, verteilt auf 5'500 Treppenstufen, bis zum Gipfel. Der Aufstieg verlangte uns einiges ab, insbesondere Ines, die wohl demnächst öfter zum Höhentraining nach Scuol kommen muss. Zusammen mit srilankischen Mitwanderern (jeden Alters, aber alle konsequent mit Flip-Flop) bezwangen wir die nicht enden wollende Treppe.

    Pünktlich zum Sonnenaufgang um 5:54 gelangten wir am Gipfel an. Auf jeden Fall sollte um die Zeit ein Sonnenaufgang stattgefunden haben - bezeugen können wir das nicht, denn der gesamte Gipfel des Adam's Peak war von dichtem, grauen Nebel umhüllt. Viel mehr als den buddhistischen Tempel auf dem Gipfel und die Gesichter unserer Mitwanderer, die ebenso enttäuscht waren wie unsere, sahen wir an unserem Zielort nicht. War uns Petrus beim Aufstieg noch entgegengekommen, zeigte er sich auf dem Gipfel definitiv von seiner fiesen Seite.

    Wir redeten uns ein, dass der Aufstieg trotzdem eine spannende Herausforderung gewesen sei, und begannen sogleich mit dem Abstieg, da uns auf dem zügigen Gipfel ja nicht viel festhielt. 5'500 Treppenstufen abwärts - unsere Knie werden uns morgen erzählen, was sie davon halten. Unsere Augen auf jeden Fall genossen die grüne Landschaft, die sich beim Abstieg langsam aus dem Nebel schälte. Als wir schliesslich ins Hotel zurückgekehrt waren, bedeutete dies nur eine kleine Frühstückspause, bevor wir schon wieder aus dem Bergdorf Nallathanniya abreisten. Da es ausser dem Adam's Peak da nichts zu tun gab, nahmen wir denselben Lotterbus nach Hatton, mit dem wir gekommen waren, und danach den Zug in die grössere Stadt Kandy.

    Am Busbahnhof in Nallathanniya versuchte uns ein Taxifahrer davon zu überzeugen, dass um 10 Uhr gar kein Bus nach Hatton fuhr, sondern erst um 11:45, und wir darum mit ihm fahren sollten. Da wir von unserem Gasthaus versichert bekommen hatten, dass um 10 ein Bus fuhr, entlockte uns die mittlerweile altbekannte srilankische Verkaufstaktik nur ein müdes Lächeln - das sich schliesslich auch in ein schadenfrohes Grinsen wandelte, als unser "inexistenter" Bus knapp eine Minute nach der Behauptung des Taxifahrers in den Busbahnhof einfuhr.

    Die Landschaft auf unserer zweiten Zugfahrt in Sri Lanka unterschied sich leicht von der Landschaft, die wir gestern auf unserer ersten Fahrt gesehen hatten: Sie war weniger bergig, weniger bewaldet, mehr von Grasland und breiteren Talböden geprägt. Doch auch diese Zugfahrt war wunderbar idyllisch und bewies uns einmal mehr, dass Sri Lanka nicht zu Unrecht für seine landschaftliche Schönheit bekannt ist. Der einzige Unterbruch der Idylle geschah, als der ganze Zugwagen plötzlich wegen eines verwaisten Koffers in Aufregung geriet. Wir hatten vergessen, dass Ines' Koffer in der Atmosphäre der hellen Alarmbereitschaft, in welcher Sri Lanka immer noch steckt, leicht als potenzielle Bombe gesehen werden könnte...

    Nach knapp 5 Stunden Wanderung und 6 Stunden im Transit kamen wir schliesslich in Kandy an. Ich machte mich noch auf die Suche nach einem Abendessen, während Ines (zugegebenermassen plausibel!) schlussfolgerte, dass der Tag nun lang genug gewesen war und unser Zimmer nicht mehr unbedingt verlassen werden musste. Die lauten und belebten Strassen von Kandy, die sich penentrant bemerkbar machen Vogelschwärme über der Stadt und eine Portion mittelmässiger Spaghetti Bolognese (in einem Anflug von kulinarischem Heimweh bestellt) gaben auch mir den Rest. Was für ein Tag!
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    Ihr seid mit eurer Erfahrung nicht die ersten. Jeder stand schon mal nass, kalt und frierend auf dem Berg und dachte an seine Eltern, die sagten dass man IMMER......😂 Tina und Eduard

    5/3/19Reply
    Rebecca Rau

    Oh je, das klingt aufjedenfall nach einer Geschichte an die ihr euch erinnert 😂😂😂

    5/3/19Reply
     
  • Day32

    Zugreise zum Adam's Peak

    May 1, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 24 °C

    Nachdem wir im letzten Monat (ja, wir sind jetzt schon mehr als einen Monat unterwegs!) das indische Eisenbahnwesen tüchtig ausgekundschaftet hatten, stand heute unsere Premiere in einem srilankischen Zug an. Da wir über die letzten Wochen doch ein bisschen dazugelernt haben, hatten wir in Ella strategisch geschickt ein Hotel gebucht, das nur gut 200 Meter vom Bahnhof entfernt war. Da allerdings die 200 Meter fast gänzlich aus steilem Aufstieg bestanden, gestaltete sich der Spaziergang zum Bahnhof (inkl. Ines' tonnenschwerem Rollkoffer) doch weniger als entspannt als erwartet...

    Entspannter als erwartet war hingegen die Bahnhofsatmosphäre: Während in Indien die Bahnhöfe riesige Gewimmel von Reisenden, Trägern, Verkäufern und manchmal auch Affen sind, erinnerte der kleine, schnucklige Bahnhof in Ella eher an eine Kinderattraktion im Ravensburger Spieleland. Anders als in Indien werden Billette hier auch grösstenteils unmittelbar vor der Fahrt verkauft - doch anders als befürchtet bedeutete auch dies weder Rummel noch langes Schlangestehen.

    Der vielversprechende Start in das indische Eisenbahnerlebnis setzte sich fort: Da wir uns den Luxus eines nummerierten Sitzplatzes gegönnt hatten (zum dreifachen Preis, also horrenden 2 Euro!), durften wir die vier Stunden Fahrt in einem eigenen Abteil verbringen. All diese Annehmlichkeiten verblassen allerdings neben dem Highlight der Zugreise, nämlich der Strecke.

    Die Strecke von Ella nach Hatton, die wir fuhren, gilt als Filetstück Sri Lankas - und unserer Meinung nach zurecht! Vor dem Zugfenster sah man abwechslungsweise Wände aus dschungelartiger Vegetation, die höher waren als der Zug, Lichtungen im Wald mit leuchtend grünen Teeplantagen, majestätische Panoramen über kilometerbreite Täler und die Hochebenen des Horton-Plains-Nationalpark, auf 1800 Metern über Meer gelegen. Ich nehme alle spöttischen Bemerkungen bezüglich Ravensburger Spieleland zurück - Züge in Sri Lanka sind der Glacier Express des indischen Ozeans!

    So malerisch und meditativ die Zugfahrt nach Hatton gewesen war, so abenteuerlich wurde die anschliessende Busfahrt zu unserem eigentlichen Ziel, dem Dorf Nallathanniya am Fusse des Adam's Peak. In einem Bus, dessen Alter man anhand seines ohrenbetäubenden Geklappers hören konnte, kurvten wir eine Stunde lang enge Bergstrassen hinauf, stets einen knappen Meter vom Abgrund entfernt. Wohl um das ganze Erlebnis nicht zu öde werden zu lassen, begann es zusätzlich strömend zu regnen. Das Alter des Busses wurde dabei noch einmal durch die Wasserdurchlässigkeit der Karosserie bestätigt. Sind die Züge in Sri Lanka wie der Glacier Express, entsprechen die Busse wohl der Deutschen Bahn!

    Schliesslich kamen wir durchnässt - unklar ob von Regenwasser oder Angstschweiss - in Nallathanniya an. Von hier aus besteigen wir morgen den Adam's Peak, der für alle in Sri Lanka vertretenen Religionen einen bedeutenden Pilgerort darstellt. Glücklicherweise ist die Pilgersaison derzeit aber vorbei, sodass wir morgen nicht Schlange stehen müssen, wenn wir mitten in der Nacht loswandern, um bei Sonnenaufgang beim Gipfel zu sein.
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  • Day31

    Ella

    April 30, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 27 °C

    Unsere Reise entlang der srilankischen Südküste hatten wir gestern mit dem Finale furioso der Yala-Safari abgeschlossen. Heute war der Plan, mit einem Bus ins zentrale Hochland in die Stadt Ella zu fahren. Unsere Reception riet uns, den Bus um 8:30 anzupeilen. Das hatten wir auch vor, kamen allerdings etwas später von unserem reichhaltigen Frühstück los als gedacht und eilten unter Zeitdruck zum Busbahnhof in Tissamaharama. Dann erst die grosse Erleichterung: Es war erst 8:25! Dann die grosse Ernüchterung: Abfahrt des Busses war nicht 8:30, sondern 8:20! Unser Tuk-tuk-Fahrer bot sogleich seine Dienste als Taxifahrer an - zu einem überraschend vernünftigen Preis. Das Angebot des Privatchauffeurs müssten wir dann wohl oder übel annehmen. Wir Ärmsten!

    Bevor Mais (so oder so ähnlich lautete der Name unseres Fahrers) uns bei sich zuhause vom Tuktuk in ein Auto umsteigen liess, lud er uns in sein Haus ein, wo er uns eine frische Kokosnuss reichte. In einem Versuch, die Kokosmilch elegant von der Nuss in ein Glas umzuleeren, kleisterte Ines den Stubenboden mit Kokosmilch voll. Undank ist der Welten Lohn! Mais und seine Mama nahmen uns die Tollpatschigkeit aber nicht (sichtlich) übel, sondern scheuchten uns nur plötzlich überraschend schnell zum Auto...

    Die Fahrt selbst war durch Sri Lankas immergrüne Landschaft geprägt, die zusehends hügeliger wurde, bis sie schliesslich gänzlich von fast senkrecht ansteigenden Bergen geprägt war, von denen Wasserfälle stürzten. Eine Landschaft wie von einem anderen Planeten, ungeheuer eindrücklich!

    Von der Berglandschaft inspiriert machten wir uns bald nach der Ankunft auf unsere erste Kurzwanderung in Sri Lanka. Ziel war die Nine Arches Bridge, ein Eisenbahnviadukt und Nummer-1-Postkartensujet Sri Lankas. Die srilankische Eisenbahn, die sich von der Küste ins Hochland hochschlängelt, überquert hier in einer Höhe von 25 Metern eine Schlucht. Um das Viadukt zu Fuss zu überqueren, bietet sich ein kurzer Abstieg über einen Dschungelweg an. Dieser sah im Internet so harmlos aus, dass ich Ines im Vorhinein beschwichtigt hatte, dass sie die Flip-Flops anlassen könnte. Mea culpa: Leider war der Weg doch steiler, rutschiger und steiniger als gedacht. Ines meisterte die Hindernisse jedoch meisterhaft. Ohne Zweifel wird Ines auch das Himalaya in Flip-Flops besteigen können!

    Wir bestaunten für einige Zeit das Viadukt, die mystische Landschaft und den Wagemut indischer Touristen, die ohne Anstalten auf der Brüstung des Viadukts herumspazierten, und stiegen dann wieder nach den Hügel hinauf, zurück nach Ella. Dort genossen wir ein wohlverdientes frühes Abendessen. Zum Abschluss des Tages spazierten wir noch in Ella herum, das nur aus Restaurant, Hotels und einem Bahnhof zu bestehen scheint. Von ebendiesem Bahnhof starten wir morgen unsere erste Zugreise in Sri Lanka!
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    Leo Scherrer

    Schon 1 Monat unterwegs. Wieder einmal vielen Dank für die interessanten und amüsanten Berichte. Gruss Leo

    4/30/19Reply

    Endlich kurze Hosen 👖😘

    4/30/19Reply

    Olivia

    4/30/19Reply