Indonesia
East Kalimantan

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7 travelers at this place

  • Day50

    Indonesische Gastfreundschaft

    October 24, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 25 °C

    Am nöchsten morgen wieder zurück mit dem Ces in Muara Muntai hieß es für mich einen ganzen Tag überbrücken ohne eine Bleibe. Denn ich wollte um 5 das Mahakam-Flussschiff nach Melak erwischen, was eigentlich die entgegengesetzte Richtung ist, wo ich eigentlich hin will, aber mir wurde gesagt, dasselbe Schiff dreht dann in Melak um und fährt zurück nach Samarinda. In Muara Muntai wäre es dann erst wieder um 12 Uhr nachts. Und lieber wollte ich sieben Stunden länger auf dem Schiff bleiben und dort schlafen können als in Muara Muntai die Zeit totzuschlagen ohne Unterkunft und mitten in der Nacht zur Bootsanlegestelle zu kommen. Ich durfte netterweise meinen Rucksack bei der Unterkunft von vor zwei Tagen unterstellen und meine Wäsche, die ich in der Dusche in Tanjung Isuy gewaschen hatte, breitete ich auf einem Brett am Hafen zum Trocknen aus. Und so spazierte ich los über die holzstege des Dorfes, hielt mal hier mal dort an und erzählte meine Geschichte, bekam Wasser und Obst und spazierte weiter. Ich erfuhr, dass am frühen Nachmittag ein Fußballspiel im Ort stattfinden würde, weswegen alle schon ganz aufgeregt waren, und beschloss es mir anzuschauen, nachdem ich mich mit Proviant für die Schiffsfahrt eingedeckt hatte. Dort angekommen wurde ich wie ein Ehrengast behandelt, saß in vorderster Reihe, bekam eine Snackbox mit Gebäck, wurde dann sogar zusammen mit den Generälen und Clubpräsidenten zu den offiziellen Fotos mit den Spielern aufs Feld gebeten und hatte sogar die Ehre als einer von fünf als symbolischen Akt einen Ball zu kicken. Sehe schon die Schlagzeile im lokalen Dorfblatt: "Zu den diesjährigen Meisterschaften hat uns sogar ein Gast aus dem Fußballstaat Deutschland beehrt". Leider fing das Spiel nach hundert Reden wichtiger Leute (gottseidank musste ich keine halten) sehr spät an, sodass ich nach ein paar Spielminuten gehen musste, um meine Wäsche einzusammeln und zur Bootsanlegestelle am anderen Ende der Stadt zu gehen. Ich bat einen vorbeifahrenden Jungen mich mit seinem Roller dorthin zu bringen, der fragte sich durch die Stadt nach dem richtigen Ort, sichtlich aufgeregt, trug mir dann noch einen Rucksack zum Wasser und entschuldigte sich vielmals für sein schlechtes Englisch. Dabei war es eigentlich an mir mich zu entschuldigen, da er viel weiter fahren musste als er eigentlich vorhatte und so auch noch in den Regen kam. An der Schiffssanlegestelle - eigentlich ein Fischereibetrieb, der das Schiff immer mit Fisch be- und entlädt. Wurde ich herzlich von der Fischereimannschaft in Empfang genommen, bekam Mangga asam (unreife, saure Mango, die man in Salz und Chili tunkt), Wassermelone (als sie merkten, wie gern ich Melone mag, gaben sie mir eine ganze für die Schiffahrt mit) und schließlich noch Hähnchen Sate und konnte die Männer beim Abwiegen und Verpacken von lebendigem Fisch beobachten. Als das Schiff schließlich kam, stellte sich heraus, dass es weiterfährt und gar nicht in Melak umkehrt und ich in Melak in ein anderes am Morgen umsteigen müsste. Da verließ ich das Schiff wieder und stand da ohne Unterkunft, ohne Plan, mit der Aussicht 7 Stunden im Dunklen auf das Schiff nach Samarinda zu warten. Doch die Fischereimannschaft war so lieb und bot mir sofort an, in der Fischereihütte, die wie sich herausstellte auch ein Paar und eine vierköpfige Familie beherbergte, zu schlafen, bis das Schiff kam. Als es ans Waschen ging und ich mich selten blöd anstellte, weil ich keinen Plan hatte, wie ich mich in dem kleinen Spalt in den Brettern neben den Fischbecken im Fluss waschen sollte, half mir eine der Frauen wie einem kleinen Kind Schritt für Schritt. Sie bedeutete mir, mich in dem Toiletten-Holzverschlag einen Sarong anzuziehen, den sie mir gab und schließlich auch zuband, weil ich es nicht hinbekam, mich dann auf die Bretter zu setzen und mit einem Eimer flusswasser über mich zu schütten und mich mit einem Schwamm abzuschrubben - und währenddessen darauf zu achten, dass der Sarong ja nicht zu viel Haut entblößte! Wir hatten einen Heidenspaß! Schließlich sah ich mit dem Paar auf der Matratze in seinem Zimmer indonesische Soaps an, bevor wir zu dritt einschliefen. Das Schiff kam schließlich um 01:30 und ich freute mich auf 15 Stunden Mahakamflussfahrt. Zuerst schlief ich noch ein paar Stunden auf einer Matratze vom monotonen Schiffsgebrumme und Geschunkel begleitet, bis ich von den Moscheegesängen geweckt wurde, dann beobachtete ich auf einer kleinen Veranda am vorderen Ende den Sonnenaufgang und den morgendlichen Nebel.Read more

  • Day46

    Balikpapan: Primärwald und Malaienbären

    October 20, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

    In Balikpapan gestaltete sich die Hotelsuche morgens um 4 etwas schwierig, da alle bezahlbaren Unterkünfte ausgebucht schienen. Gottseidank war mein Taxifahrer geduldig und kutschierte mich von Hotel zu Hotel. Schließlich fand ich jedoch ein ganz ordentliches, wenn man die Kakerlaken außer Acht lässt. Nach zwei Stunden Schlaf machte ich mich auf den Weg via zwei Angkot-linien und schließlich das letzte Stück per Anhalter (ein Truck mit Bauerabeitern und dann ein Rollerfahrer) zum Waldschutzgebiet um den Fluss Sungai Wain, das noch Primärwald enthält und Malaienbären, Orang Utans und Nasenbären beherbergt. Leider sah ich keine, als ich mit einem Jungen, der dort Waldkunde studiert, zwei Stunden durch wunderschönen Urwald wanderte. Oft ging es auf dünnen Bambusbrücken über sumpfige Flüsse und er erwähnte ganz beiläufig, ich solle aufpassen, dort lebten viele Krokodile - während ich über den Fluss balancierte! Habe aber alles heile überlebt :) Danach besuchte ich das Sun Bear Sanctuary, wo ich Malaienbären aus nächster Nähe beobachten konnte. Dort traf ich zum ersten mal seit meiner Ankunft in Kalimantan auf Weiße: eine Familie mit drei Kindern. Auf der Rückfahrt mit dem Bus bezahlte schon wieder eine Frau für mich - mich verblüfft die Großzügigkeit immer wieder!Read more

  • Day48

    Langbootfahrt & Dayak-Dörfer

    October 22, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 33 °C

    Heute war ein besonders ereignisreicher und toller Tag! Ich hoffe ich vergesse nichts, während ich das hier schreibe. Nach einer leckeren Portion Lontong ging es mit meinem Guide um sieben Uhr morgens mit einem Langboot den Mahakam entlang Richtung See. In Tanjur, einem schwimmenden Dorf, mussten wir in ein kleineres Langboot umsteigen, da der "See", der nun in der Trockenzeit mehr ein Fluss-Rinnsal ist, nur wenige Zentimeter tief ist. Bei der Gelegenheit lernte ich die Familie des Guides kennen, die mich mit einer sehr herzlichen Geste verabschiedete, bei der eine Hand des anderen zwischen beide Hände genommen wird und danach die Hände zum Herzen oder zum Mund. Diese Geste habe ich schon öfter hier gesehen und finde sie sehr berührend. Viele Gesten und Mimiken sind hier anders, langsam weiß ich sie aber zu deuten. Zum Beispiel bedeutet eine abwinkende Handbewegung hier eine herwinkende, also so viel wie "komm her!". Auch kann ich mich bereits gut auf Indonesisch verständigen und ganze Konversationen führen. Ich bin froh, dass ich Kalimantan am Schluss gemacht habe, da ich ohne Indonesischkenntnisse hier aufgeschmissen wäre. Die Fortbewegung, Organisation von Touren und die Belegung von Unterkünften wäre ohne nicht möglich. Leider hat hier jede Provinz, teilweise sogar jedes Dorf seine eigene Sprache, sodass ich bei manchen älteren Leuten mit meinen Bahasa-kenntnissen nicht weit komme. Die meisten beherrschen sie aber. In einem kleinen Langboot ging es also vorbei an den wildesten Fischerei-Geräten und Sumpflandschaften nach Tanjung Isuy. Den hier heimischen Süßwasser-Delphin haben wir leider nicht gesichtete, dafür etliche verschiedene Vogelarten. In Tanjung Isuy bezog ich das zu einer Unterkunft umfunktionierte traditionelle Dayak-Langhaus des Ortes und machte mich dann mit einem Guide auf einem Motorroller auf den Weg vorbei an riesigen Palmölplantagen zu mehreren traditionellen Dayak-Dörfern, unter anderem Mancong, mit ihren von mehreren Familien bewohnten Langhäusern, ihren typischen Holzschnitzereien und auffälligen Gräbern. In einem konnte ich einen Medizinmann beim Chanten beobachten, in einem anderen einen älteren Mann beim Schnitzen. Alle waren sehe herzlich und erzählten mir allerhand Geschichten, die ich nicht verstand. Mein Guide wartete jeweils geduldig auf mich, ließ kein interessantes Haus aus, wählte nette Warungs für Pausen aus - und weigerte sich am Schluss des 5-stündigen Trips die vereinbarte Vergütung anzunehmen! Übrigens konnte ich heute die teuren Vogelnester aus nächster Nähe betrachten und erfuhr, dass ein Kilo für umgerechnet 650 Euro verkauft wird (was hier ein Vermögen ist!) und dann noch teurer ins Ausland. Auch hier auf der Veranda meiner Unterkunft werde ich vom künstlichen Vogelgezwitscher beschallt. Ist eigentlich ganz nett. :)Read more

  • Day51

    Samarinda

    October 25, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    Samarinda ist wahnsinnig heiß, es liegt fast genau am Äquator. Schwitzend machte ich mich also auf die Suche nach einem Hotel und konnte gottseidank mein Gepäck in einer Touristeninformationsstelle abstellen und dort auch via WiFi ein Hotel suchen, mein Visum für Vietnam beantragen und meinen Flug nach Jakarta buchen. Da ich nämlich feststellte dass der Visumantrag drei Tage dauert, beschloss ich noch ein oder zwei Nächte in Jakarta zu verbringen, da ich dort eh einen Transit auf dem Weg nach Hanoi hätte. Ich fand ein sauberes Hotel mit einer unmöglich unfreundlichen alten Besitzerin und war froh einmal wieder eine normale Toilette und Dusche (wenn auch mit kaltem wasser) zu haben. An die üblichen Hocktoiletten mit Wassereimer zum Spülen hatte ich mich ja schon gewohnt, aber die zwei Bretter, auf die man sich stellt und in den Fluss pinkelt - wie es in Muara Muntai der Fall ist -, sind nochmal eine andere Geschichte. Ich machte mich auf den Weg zur Bootsanlegestelle, um auf die andere Seite des Mahakams nach Sebarong überzusetzen. Dort spazierte ich durch die kleinen Gassen und sah mir die Sarong-Webereien an (Samarinda ist bekannt für seine hochwertigen Seiden-Sarongs). Schätze in diesen Stadtteil kommen noch weniger Touristen, überall hieß es aufgeregt "Bule, Bule!!" und jeder wollte mit mir quatschen und mit mir Fotos machen. Als ich in einem Warung einen Tee trank, wurde mir die Belagerung wirklich zu viel, wie die Ameisen kam die ganze Nachbarschaft. Ich wollte einfach nur in Ruhe einen Tee trinken. Aber alle waren wie immer super herzlich und ich musste weder für den Tee noch für mein Essen später in einem anderen Warung zahlen. Auf der einen Seite sind alle so großzügig, auf der anderen Seite muss ich, wenn ich etwas kaufe oder ein Transportmittel nutze, immer feilschen, weil mir in erster Linie immer ein doppelt so hoher Preis wie allen anderen genannt wird. Aber da haben sie nicht mit mir gerechnet ;) Am nächsten Morgen ging es auf den Pasar Pagi, den Morgenmarkt, wo ich wieder von einer Gruppe auf Frühstück eingeladen wurde (Bubur, eine Art Reispudding, den man mit zerupftem Hühchenfleisch und nach Nelken schmeckender Sauce isst), einen Hahn halten durfte, und natürlich mit jedem fleißig Fotos machen. Neben frischem Fisch, lebendigen Hühnern, Obst und Gemüse findet man dort auch Hühnerfüße, Schweineköpfe und Rinderlunge. Ich deckte mich mit frischen Früchten für die vierstündige Fahrt nach Balikpapan zum Flughafen ein, spazierte noch am Hafen entlang und machte mich dann auf den Weg zum Busbahnhof. Übrigens ist mir aufgefallen, dass es sehr viele dicke Leute in Kalimantan gibt, mehr als auf Flores. Generell essen die Indonesier gefühlt den ganzen Tag vor sich hin und trinken Unmengen an pappsüßen Säften und Shakes. Wenn ich Kaffee oder Tee bestelle, muss ich immer dazu sagen "sedikit gula" (wenig Zucker) und selbst dann bekomme ich fast einen Zuckerschock. Ich bin allerdings ein Riesenfan von den verschiedenen süßen Leckereien, die es hier gibt - hauptsächlich aus Kokosnuss/-milch und Reis/-mehl bestehend - in allen Formen und Variationen: gedämpft im Bananenblatt, wie kleine Pfannkuchen gebraten, aufgerollt mit Kokosraspelfüllung, geleeartig und mit Blättern grün gefärbt, als Germknödel-ähnlicher gefüllter Hefekloß, und und und...Read more

  • Day2

    Balikpapan

    October 21, 2006 in Indonesia ⋅ ⛅ 25 °C

    Zwei Stunden später befanden wir uns schon in Balikpapan, „Der“ Metropole in Ost-Kalimantan. Bei der Einreise muss man ein „Visa on Arrival“ für 25,-US$ kaufen.
    Nach den Einreiseformalitäten ging es weiter an das Nationale Flugterminal.

You might also know this place by the following names:

Provinsi Kalimantan Timur, Kalimantan Timur, East Kalimantan, كالمنتان الشرقية, Itä-Kalimantan, Kalimantan oriental, 東カリマンタン州, Øst-Kalimantan, Oost-Kalimantan, Aust-Kalimantan, Borneo Wschodnie, Kalimantan Wétan, จังหวัดกาลีมันตันตะวันออก, Đông Kalimantan, 東加里曼丹省

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