• El viaje de los ratones
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Weltreise

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  • Zauberhafte Unterwasserwelten

    5 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 27 °C

    Den bereits letzten Tag auf Santa Cruz nutzten wir, um die nächstgelegene Insel Santa Fe zu erkunden - beziehungsweise deren wässrige Umgebung, denn betreten kann man diese nicht.
    Hierfür buchten wir zum ersten Mal seit Beginn unserer Reise eine Tagestour und brachen früh morgens vom Pier auf.
    Zunächst brachte ein Wassertaxi uns und acht andere Entdecker auf das kleine Motorboot, wo bereits unser Guide, ein Koch und der Kapitän auf uns warteten. Alle drei schienen begeistert zu sein, von dem, was sie taten und es versprach ein Tag voller neuer Wunder von Galapagos zu werden.
    Wir düsten los und etwa eine Stunde schaukelten wir auf den Wellen, bevor die Insel Santa Fe vor uns auftauchte.
    Hier drosselte der Kapitän das Tempo, damit wir die Klippen, die vor uns aufragten, näher betrachten konnten. Hier wimmelte es vor Galapagos Möwen, Seelöwen, Krebsen und Blaufußtölpeln!
    Bereits hier kamen wir aus dem Stauen kaum heraus, doch es sollte noch gigantischer werden!
    Zum ersten Mal in unserem Leben konnten Jonathan und ich die tropische Unterwasserwelt beim Schnorcheln in Augenschein nehmen. Wir sprangen in das zugegebenermaßen sehr kühle Nass - im Gegensatz zu den anderen dachten wir, dass wir keine Neoprenanzüge bräuchten - und waren wie in einer anderen Welt. Fische aller Farben schwammen um und unter uns und zogen in Schwärmen an uns vorbei, ganz so als wären wir ein Teil ihrer faszinierenden Welt. Wir hätten ihnen ewig zuschauen können! Glücklicherweise holte uns jedoch das Boot, bevor unsere Gliedmaßen ganz abgefroren waren, ab und wir fuhren eine Bucht weiter. Hier konnten wir im türkisblauen Wasser den Kopf einer Wasserschildkröte entdecken, der immer wieder auf der Oberfläche zum Atmen auftauchte. Die erste von vielen, die wir am heutigen Tage noch sehen sollten.
    Noch nicht ganz aufgewärmt waren unsere Körper, als wir wieder die Schnorchelbrillen aufsetzten und zum zweiten Mal in den Pazifik sprangen.
    Es waren gerade ein paar Minuten vergangen, die wir in den Welt der Fische verbrachten, als unser Guide aufgeregt rief, dass wir zu ihm schwimmen sollten. Unter ihm schwammen gerade zwei Weißspitzenriffhaie.
    Auch die chilenische Großfamilie, mit denen wir den Tag verbrachten, machte sich auf den Weg. Da sie alle nicht schwimmen konnten, nahmen sie hierfür einen Rettungsring zu Hilfe. Sehr mutig, wenn man bedenkt, wieviele Meter unter ihnen lagen.
    Da waren wir nun und sahen den Haien zu, wie sie unter uns ihre Kreise zogen. Und anstatt uns zu fürchten - zumindest waren es zwei Meter lange Tiere - waren wir wieder mal einfach: fasziniert.
    Die Kälte ließ uns irgendwann wieder aus dem Wasser kommen und Jonathan und ich wärmten uns ein wenig, indem wir uns vorne auf den Bug des Bootes legten. Nach einer Weile rief uns der Kapitän zu, dass es nun wieder Richtung Santa Cruz gehen sollte und ob wir vorne bleiben wollten, es könnte allerdings ein wenig windig werden. Und wie wir wollten! So saßen wir dort, vor uns nichts als der weite Ozean und genossen den wilden Ritt, die Hände an die Reling geklammert.
    Wieder vor Santa Cruz legten wir an einer einsamen Bucht an und aßen das frisch zubereitete Mahl mit frisch gefangenen Fisch von der Crew, während wir uns noch in den Sonne hatten wärmen lassen. Wir ließen es uns schmecken und kosteten zum ersten Mal Kochbananenchips. Nach dem Essen verbrachten wir noch einige Zeit am Strand und an der Bucht, bevor es an der Zeit war, wieder in den Hafen zurückzukehren.
    Während wir die Strecke zurücklegten, sahen wir noch, wie ein Abschiedsgeschenk dieses wunderbaren Tages, Meeresschildkröten, die an der Oberfläche schwammen und unser Kapitän machte immer wieder Pause, damit wir diese ruhigen Riesen beobachten konnten.
    Mit diesem Highlight im Gepäck sagten wir Santa Cruz am folgenden Morgen Adé, denn die zweite Insel unseres Programms, San Cristóbal, wartete auf uns, die wir nach zweieinviertelstündiger Schnellbootfahrt (ohne Übelkeit, zumindest bei uns) gegen 9:30 Uhr erreichten.
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  • San Cristobal - Strände und Seelöwen

    11 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 27 °C

    San Cristobal begrüßte uns mit einer riesigen Seelöwenkolonien direkt am Stadtstand. Überall lagen Seekühe, während sich die Seelöwen aufregten und dabei über alles und jeden watschelten.
    Die Tage vergingen auch hier wie im Fluge: wir gingen schnorcheln, schwimmen und wandern. Im Gegensatz zu Santa Cruz ist San Cristobal nicht so erschlossen und außer der Stadt Puerto Baquerizo Moreno (die gleichzeitig die Hauptstadt des Galapagosinseln ist) gibt es lediglich zwei Dörfer, die sich entlang der Straße ins Hochland befinden. Der Rest der Insel lässt sich nur per Boot erkunden.
    Eines der Highlights der Tage auf der Insel war eine mehrstündige Wanderung zu einem Strand, den wir für eine ganze Weile für uns hatten. Wir saßen einfach nur da, schauten auf die Wellen und bemerkten immer wieder Köpfe von Meerschildkröten, die zum Atmen auftauchten. Von der langen Wanderung in der Hitze trug Josephin allerdings einen Sonnenstich davon, sodass wir den folgenden Tag lieber im kühlen Hochland verbrachten, anstatt wie eigentlich geplant mit dem Boot zum Léon Dormido - einem Fels nahe der Insel, wo man an guten Tagen bis zu vier Haiarten sehen kann - zum Schnorcheln zu fahren.
    Im Hochland befindet sich der größte Süßwassersee der Inseln und es ist ein faszinierendes Schauspiel, die Fegattvögel zu beobachten, die hier zum Säubern ihrer vom Salzwasser verkrusteten Flügel ins Wasser eintauchen.
    Mittags aßen wir tagtäglich im „Luckys“, einem kleinen Restaurant, dessen Besitzer es geschafft hatte, sowohl Touristen als auch Einheimische an seinen Tischen zusammenzubringen. Hier gab es als Menü eine Suppe vorweg, Reis mit Bohnen und Salat oder Fisch und einen frischen Saft.
    Leider setzten wir am letzten Tag nicht auf altbewährtes und wollten abends vorne am Pier ein romantisches Abendessen mit Sicht auf die untergehende Sonne verspeisen. Doch die gigantische Sicht half nicht über das schlechte (und teure) Essen und die widerwärtigen Cocktails hinweg und die wahrhaftig sich nach Erbrechen anhörenden Geräusche der Seelöwenbabys taten ihr übrigens, dass Jonathan schlecht wurde.
    So ging der letzte Abend auf Galapagos vorüber.
    Am nächsten Morgen mussten wir uns schon auf den Weg zum Flughafen machen, der nur einen Steinwurf von der Stadt entfernt liegt und der Flieger trug uns voller Erinnerungen im Herzen auf das Festland Ecuadors.
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  • Quito - Zurück auf dem Festland

    14 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 18 °C

    Von der Ruhe der Galapagosinseln kommend, überforderte uns die Hektik der Hauptstadt Ecuadors zunächst. Dabei sah sie von dem Flieger so idyllisch aus: eingebettet in grüne Berge und Schluchten.
    Die Taxifahrt vom Flughafen in das historische Zentrum Quitos führte über Brücken hoch hinein in das Verkehrschaos. Wir waren froh, den Weg überlebt zu haben und fanden uns vor einer der schönsten Unterkünfte wieder, die wir auf unserer Reise beziehen durften. Ein vor kurzen von einem Hotel in ein Hostel umgewandeltes Gebäude im kolonialen Stil. Wir bezogen ein Viererzimmer mit zwei anderen Deutschen und freuten uns über die Kleinigkeiten, die das Hostel als reiseerprobt auswiesen: Schließfächer, Ablagemöglichkeiten und Vorhänge vor dem Bett und ein großer Garten zum Entspannen. Einziges Manko: keine Küche.
    Also machten wir uns auf den Weg nach etwas Essbarem und merkten schnell, dass wir aus der Puste waren und das Herz hämmerte. Die Höhe von 2800 Metern hinterließ ihre Spuren.
    Zudem wurden wir - wie auch in den nächsten Tagen - ordentlich mit „wohlriechendem“ Sprühschaum eingesprüht, sowohl von anderen Passanten als auch - sehr dreist - aus vorbeifahrenden Autos heraus. Die hiesige Faschingstradition.
    Die nächsten drei Tage nutzten wir, um unsere weitere Reise zu planen, die Stadt ein wenig zu erkunden und machten einen Ausflug zu dem in der Nähe von Quito gelegenen Örtchen Mitad del Mundo - der Mitte der Welt.
    Hier verläuft - angeblich - genau der Äquator (in Wirklichkeit ist es ein 5km breiter Streifen, da die Linie aufgrund der Erdrotation schwankt). Vor Ort sind einige touristische Attraktionen: ein großer Platz, auf dem Tanzaufführungen stattfinden, ein Schokoladenmuseum, ein hoher Aussichtsturm und natürlich die aufgezeichnete Linie des Äquators.
    Quito selbst gefiel uns sehr - zumindest das, was wir sahen - aber wir waren erschrocken von den vielen arbeitenden Kindern. Bisher hatten wir nur Kinder gesehen, die an Wochenenden im Familienbetrieb mithalfen, doch hier waren viele schon im frühen Alter damit beschäftigt, Schuhe zu putzen und zu betteln. Da es so viele waren, wussten wir nicht, wie wir damit umgehen sollten und fühlten uns sehr unwohl. Auch die Armut stach hier deutlich ins Auge.
    Nach drei Nächten in der Großstadt verabschiedeten wir uns wieder in Richtung Mindo und damit in die Natur.
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  • Mindo - Willkommen im Nebelwald

    20 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 26 °C

    Die folgende Woche verbrachten wir in Mindo, einem Örtchen etwa 1000 Höhenmeter unter Quito und im Nebelwald gelegen. Schon bei der Ankunft fühlten wir uns direkt wohl: die Ruhe und Natur hatten uns wieder.
    Gleich am ersten Abend fuhren wir mit anderen mit einem Taxi in den Nebelwald, um ihn im Dunkeln zu erkunden. Am Rande einer sehr matschigen Straße wartete unser Guide auf uns, ein vor zwei Jahren hierher ausgewanderter Kanadier.
    Wir sprangen über eine Pfütze und hinein ging es in die Wildnis. Nur mit dem Licht unserer Taschenlampen liefen wir einen Pfad entlang. Immer wieder blieben wir stehen, um das zu bestaunen, was Nic uns zeigte (wir selber sahen außer sehr vielen und sehr hohen Pflanzen nichts).
    Wir gingen vorbei an verschiedensten Froscharten, Motten, Schmetterlingen, Skorpionen, Grashüpfern und Spinnen. Um uns herum nichts als das Dunkel und die Geräusche des Waldes.
    Als wir bereits auf dem Rückweg waren, wies er uns an, unsere Taschenlampen auszuschalten. Nur er ließ seine an. Wir waren an der Stelle angekommen, wo Nic zuvor Bananen ausgelegt hatte. Nun schwirrte es um uns herum und einige Fledermäuse versuchten, die Leckerbissen zu ergattern.
    Die nächsten Tage verbrachten wir hauptsächlich damit, uns unsere auf der Reise verloren gegangenen Kilos wieder anzufuttern. In der „Gourmet Avenue“ reiht sich ein Bistro ans nächste und wir konnten von Crêpes, Quinoa-Burgern, frischen Säften und frisch gebackenem Brot deutscher Art (!!!) mit Suppe gar nicht genug bekommen. Dazu gab es das ein oder andere Schach- und Scrabblespiel. Wie kann man auch seine Tage besser füllen, wenn es pünktlich um zwölf Uhr mittags anfängt zu regnen und bis zum Abend nicht wieder aufhört?
    Trotzdem nutzten wir natürlich die Morgen, um Ausflüge zu machen. So fuhren wir mit einer Gondel über ein Tal im Nebelwald, um auf der anderen Seite zu verschiedenen Wasserfällen zu wandern. Nass bis auf die Unterwäsche waren wir jedoch, als wir erst am Nachmittag wieder in die Stadt zurückfuhren.
    Am letzten Tag besuchten wir ein deutsch-ecuadorianisches Paar, das mit seinen Töchtern etwas oberhalb von Mindo auf einem riesigen Grundstück lebt. Hier durften wir - gegen ein kleines Entgelt - umher spazieren und Fauna und Flora bestaunen. Schlussendlich saßen wir noch bei ihnen auf der Terrasse, schlürften frischen Zitronengrasstee und beobachteten Unmengen von Kolibris, die aus aufgehängten Behältern Zuckerwasser tranken. Was für ein Schauspiel!
    So ging am nächsten Tag eine wunderschöne Zeit vorüber. Doch wir waren auch froh, wieder den Bus nach Quito zu besteigen, denn unsere Kleidung hatte nach der Woche mit Regengüssen und des Nicht-Trocknens einen sehr eigenartigen Geruch angenommen...

    Quizfrage, die uns Nic während unserer Nachtwanderung am lebenden Objekt erklärte:
    Warum fliegen Motten immer zum Licht? — Wer weiß es?
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  • Baños - Hoch hinaus

    23 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 18 °C

    Baños ist die bekannteste Abenteuerstadt des Landes, es häuft sich ein Hostel neben dem anderen und es wird mit Angeboten wie Rafting, Bungeejumping und anderen Adrenalinkicks für Erwachsene geworben.
    Wir hatten jedoch auch von einer fantastischen Natur und schönen Wander- und Fahrradstrecken gehört, weshalb wir hierherkamen.
    So schnürten wir gleich am ersten Morgen unsere Wanderschuhe und gingen hinauf in die Berge, die die Stadt umsäumten. Wir kamen jedoch nicht sehr weit, da blockierten zwei Pferde den Wanderpfad. Wir nutzten eine Lücke und huschten an ihnen vorbei.
    Immer höher und höher kamen wir und es bot sich uns eine wunderschöne Aussicht auf die unter uns liegende Stadt und die grünen Berge. Wir liefen vorbei an Avocadobäumen, bunten Blumen und singenden Vögeln.
    Nach einer Weile kamen wir bei einer Statue von Maria an, die über die Stadt wachte. Anstatt die Treppe wieder hinab zu klettern, entschieden wir uns dafür weiter hinauf zu wandern. Wir hatten von einer Schaukel gehört, von dem man hoch oben auf der Spitze des Berges über den Abgrund schwingen konnte. Jedoch wurde je höher wir kamen die Luft immer knapper und uns ging langsam die Puste aus. Als wir schon kurz davor waren umzukehren, teilte sich der Weg vor uns entzwei und wir wählten, anstatt weiter hinauf zu krakseln, nun die flachere Variante. Ein Stück Holz lag im Weg, doch wir dachten uns nichts dabei. Weiter und weiter liefen wir, bis uns plötzlich das laute Bellen mehrerer Hunde einhalten ließ.
    Das Bellen wurde lauter und lauter und kam immer näher. Wir nahmen die Beine in die Hand und rannten so schnell wir konnten, wieder zurück in die Richtung aus der wir gekommen waren. Anscheinend hatten wir soeben privaten Grund betreten.
    Als wir wieder an der Kreuzung angekommen waren, setzten wir uns erstmal hin, um zu verschnaufen. Mittlerweile waren wir ganz schön fertig, sodass wir nun endlich den Rückweg antraten.
    Am nächsten Tag fuhren wir dann, da wir die Anstrengungen noch in den Beinen merkten, mit dem Bus zum „Casa del Arbol“, dem Baumhaus, hoch in den Bergen, an dem die Schaukel befestigt ist. Ein touristischer Magnet und das am meisten geinstagrammte Motiv Ecuadors. Wir bezahlten den geringen Eintritt und betraten den Vergnügungspark für Erwachsene. Auf dem Gelände verteilt waren insgesamt vier Schaukeln, eine Seilrutsche und zwei Balken zum Balancieren. Von überall hörten wir Schreie und Gelächter.
    Auch wir ließen es uns nicht nehmen und schaukelten und rutschten mit großer Freude. Leider war es sehr bewölkt und anstatt der Berge und des Vulkans, die man eigentlich hätte sehen sollen, war um uns herum eine weiße Wand. Aber auch dies hatte etwas mystisches.
    Nach viel Spaß und vielen Fotos nahmen wir den Bus zurück ins Tal und freuten uns über die Wärme, da die Höhe uns hatte frösteln lassen.
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  • Baños - Ruta de las Cascadas

    24 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Strecke von Baños nach Puyo, die den Spitznamen „Ruta de las Cascadas“ (Straße der Wasserfälle) trägt, da man an mehr als einem Duzend Wasserfälle vorbeikommt, lässt sich prima mit dem Fahrrad als Tagestour erkunden. Abschüssig, mit einigen kurzen Steigungen dazwischen, wird sie von den meisten Radlern bis zum Pailón del Diablo, einem tosenden Wasserfall, genommen.
    Wir liehen uns am Morgen bei einem der unzähligen in der Stadt verteilten Tourenanbietern zwei recht neue und robust aussehende Räder und ließen uns bergab in Richtung Ortsausgang rollen. Auch wir wollten bis zum Pailón del Diablo fahren.
    Die Straße schlängelt sich an einer Schlucht entlang und bietet herrliche Panoramablicke hinab auf das Wasser eines kleinen Flusses und das begrünte Bergmassiv, das sich auf der gegenüberliegenden Seite auftürmt. Zwischendurch verschwindet sie in Tunneln, die wir als Radler auf einer Nebenstrecke umfuhren. Immer wieder zeigten sich kleine und mittlere Wasserfälle, mal etwas versteckt zwischen Bäumen und Felsen, mal auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht, mal ganz nah, sodass wir das kühle Nass abbekamen. Sehr willkommen, bei den angenehmen Temperaturen des Tages.
    Zwischendrin stoppten wir an einer Seilrutsche, die über die Schlucht führt und beobachteten, wie Wagemutige in Gurte geschnallt wurden und auf die andere Seite rutschten. Nach dieser Aufregung genehmigten wir uns eine mit Käse gefüllte Kochbanane von einem Straßenstand und setzten gestärkt unsere Tour fort.
    Nach einigen stärker abfallenden und sehr schnellen Streckenabschnitten kamen wir an unserem Tagesziel an, beobachteten Einheimische beim Baden in einem Fluss, suchten den Anfang des Wanderweges und schlossen dort unsere Räder an.
    Bis zum Pailón del Diablo war es ein gut halbstündiger Fußweg durch das Grün der Natur. Davor entrichteten wir den Eintritt zur Aussichtsplattform und gingen auf Tuchfühlung mit den herabstürzenden Wassermassen. Ein optionaler Teil des Weges führte uns kriechend an der Felswand entlang und plötzlich standen wir genau hinter dem Wasserfall, der uns in seinen Massen tränkte.
    Ein wenig durchnässt wanderten wir über eine Hängebrücke wieder zurück und hörten von einem Weg, den Wasserfall von der gegenüberliegenden Seite anzusehen. Dafür fuhren wir mit dem Rad einmal durch das Dorf, wo ein zweiter Weg beginnt und wanderten auch auf diesem bis zum Wasserfall.
    Da es nun schon kurz vor fünf war, die Sonne bereits um halb sieben dem Mond den Himmel überlässt, und der Weg zurück doch sehr steil ist, entschieden wir uns für eine Rückfahrt mit dem Kleinlaster, der im Dorf auf Fahrgäste wartet und auf den Transport von Drahteseln spezialisiert ist.
    Wir warteten etwa zwanzig Minuten, bis sich genügend Reisende gefunden hatten und die wilde Fahrt auf der Ladefläche durch die Tunnel begann.
    Zurück in Baños gaben wir die Räder ab und suchten uns ein schickes Restaurant, um am Abend gebührend auf Alfreds Geburtstag anzustoßen und damit den Tag zu beschließen.
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  • Von Affen, Regenwald und Papipollo

    28 Şubat 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach unserem Trip auf der Straße der Wasserfälle führte uns die Busfahrt am nächsten Morgen unter anderem an eben jenen Stätten vorbei, die wir am Vortag mit dem Rad bereits besucht hatten.
    Am Abend vor unserer Abreise aus Baños entschieden wir uns, die komplette Straße der Wasserfälle mit dem Bus zu fahren. Zielort sollte Puyo sein, eine Stadt am Rande des Regenwaldes.
    Doch bevor wir die sich ändernde Vegetation der Landschaft aus dem Busfenster heraus bestaunten, wollten wir noch das besuchen, wofür Baños wortwörtlich steht. Den Ort meiner Morgentoilette meine ich damit weniger, als vielmehr unseren Gang zu einem der Thermalbäder, die ihre Hitze zum Erwärmen der unterschiedlich temperierten Becken direkt aus der Erdwärme bezieht.
    Bevor wir Zugang zu den Becken erhielten, mussten wir die obligatorischen Badekappen leihen, die das Wasser vor Kopfhaaren, nicht jedoch vor anderweitiger Verschmutzung schützt, die Josephin das Erlebnis etwas trübte. Denn nicht nur wir, und insbesondere ich alte Frostbeule, hatten nach dem Bad im etwas kühleren Nass vor, das ganz warme Becken mit herrlichem Panoramablick auf die Berge zu besuchen. Auch viele ältere Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen zog es dorthin.
    Dazu eine Randinformation zum Bäderbetrieb: Das eisenhaltige, schlammfarbene Wasser, das die Becken füllt, wird lediglich einmal am Tag gewechselt. Eine Reinigung mit Chlor unter Gästebetrieb findet nicht statt, sodass ein natürliches Badegefühl entsteht.
    Bedauerlicherweise hatten wir es versäumt, wie ursprünglich geplant, um 6 Uhr das Bad zu besuchen, und so einerseits dem Gästeansturm zu entgehen und andererseits den Sonnenaufgang zu beobachten. Dafür war es einfach zu früh am Tag. Wir machten uns erst gegen 11 Uhr auf. Das Wasser wird, wie gesagt, nur ein Mal gewechselt. Um 16 Uhr.
    Nicht, dass es nicht schön wäre, generationsübergreifendes Publikum im Bade zu wissen, das warme Becken jedoch war voll mit Greisen jenseits der 70, wenn nicht sogar 80. Und uns.
    Ich möchte niemandem etwas unterstellen, aber der Geruch erinnerte uns eindeutig an Dinge, die wir nicht mit Badespaß assoziierten. Neben Eisen war da noch eindeutig... naja.
    Mit diesem Erlebnis im Gepäck kehrten wir wieder um und dem Bus entgegen.
    Netterweise fuhr uns die Betreiberin der Unterkunft, in der wir genächtigt hatten, mit unserem Gepäck und den drei Kindern in einem älteren, sehr kleinen, aber dennoch funktionierenden Auto zum Busbahnhof. Ihr Sohn schien die stehende Fahrt am Fenster sehr zu genießen.

    Während der Fahrt nach Puyo unterhielt ich mich mit meinem ecuadorianischen Sitznachbarn, neben dem ich im vollen Bus Platz genommen hatte, der aus mir meine gesammelten Spanischkenntnisse herauskitzelte. Er befragte mich zu Deutschland, unserer Reise und meinem Beruf. Netterweise gab er mir ein paar Tips, wo man in Puyo besser nicht zu später Stunde herumspaziert, erzählte über sich, seine Familie und einen Freund beim Militär. Da er Geduld mitgebracht und ausreichend gestikuliert hatte, reichte mein Spanisch überraschenderweise also doch für ein wenig Konversation!

    Puyo erwartete uns nass, denn just als wir aus dem Bus ausgestiegen und auf dem Weg zu unserem Hotel waren, fing es an zu regnen. Dort angekommen, zeigte man uns unser Zimmer, welches wir bezogen und uns anschließend schnell aufmachten, etwas Essbares zu finden. Das nahegelegene vegetarische Restaurant, das der Herr am Empfang uns empfahl, hatte am Sonntag natürlich geschlossen, und auch sonst fanden wir auf dem Weg in die Innenstadt nichts, was entweder geöffnet war oder unseren Ansprüchen für den Abend genügte. Vom Hunger getrieben verliefen wir uns auf dem Rückweg in Richtung Hotel, aus dessen Fenster wir zuvor ein Werbeplakat für einen Dönerladen gesehen hatten (was uns bisher noch nicht über den Weg gelaufen war) und liefen mehrmals orientierungslos im Kreis.
    Die gewähnte Rettung durch einen Döner zerschlug sich, da die gefundenen Straßenstände leider ausschließlich Fleisch servierten.
    Wir endeten in einer Bäckerei, in der wir vier Labbelbrötchen erstanden und mit Gurke und Tomate aus einem Obstladen belegten, den wir unweit des Hotels fanden.
    Nach diesem kulinarischen Hochgenuss ging es schlafen, um die lange Suche zu verdauen.

    Tags darauf nahmen wir ein Taxi, das uns zu einer Auffangstation für Wildtiere stadtauswärts brachte. Hiervon hatten wir im Hotel gelesen und wurden nun mit einer spanischsprachigen Familiengruppe von einem Franzosen auf Englisch durch das Reservat geführt. Er erklärte ein paar Fakten zu den Schlangen und Affen, ehe wir uns selbst auf eigene Faust ein Bild von den Tieren machen konnten und auf dem Areal umherwandelten. Zu sehen gab es neben den verschiedenen Arten von Affen und Schlangen auch Schuldkröten, Stachelschweine, Nasenbären, Vögel und sogar Fische.
    Zwar sind die Wege durch Zäune von den Tieren getrennt, jedoch würde dieser Umstand wohl kaum die Affen davon abhalten, rüberzuklettern und das Weite zu suchen, wenn sie das wollten.
    Bei den dort lebenden Tieren handelt es sich um verwundete oder ehemals domestizierte Tiere, die durch Behörden befreit und der Station übergeben wurden.
    Die Gewöhnung an die Menschen und die Tatsache, dass sie weiterhin von den Freiwilligen vor Ort gefüttert werden, schmälert wohl ihr Interesse, tiefer in den Urwald vorzudringen.
    Auf dem Weg zurück zur nächstgrößeren Straße, um von dort eine Transportmöglichkeit ausfindig zu machen, wurden wir vom eingangs erwähnten Franzosen gefragt, ob er uns bis Puyo mitnehmen könne, denn er führe selbst nun dorthin. Diese Einladung nahmen wir dankend an.
    Ein wenig wortkarg, eine Zigarre rauchend, kamen wir Puyo immer näher. Die Frage, warum er in Ecuador gelandet sei, beantwortete er mit der Liebe zu Puyo. Nirgendwo sonst habe er einen so schönen Flecken Erde gefunden. Im Reservat lebt und arbeitet er nun schon seit 16 Jahren und sei vollkommen darin aufgegangen und glücklich. Wie recht er dabei hat: Die Landschaft, die Vegetation und die Tiere haben wir bisher nirgendwo beeindruckender erleben können.
    Außerdem berichtete er, dass die Arbeit im Reservat vor etwa fünf Jahren richtig an Fahrt aufgenommen habe, seit die Behörden den illegalen Schmuggel von Wildtieren und deren Teilen konsequent verfolgt und ahndet.
    Nach einem kurzen Abschiedsgruß wurden wir in der Stadt abgesetzt und fanden diesmal auf Anhieb den Weg zurück zum Hotel. Dort schnappten wir unsere Sachen und starteten in Richtung Riobamba.
    Am Busbahnhof Puyos angekommen, schlug uns Schreierei entgegen. Verschiedenste Verkäufer versuchten, ihre Bustickets an den Mann zu bringen. „Riobamba, Riobamba, Riobamba“ schien uns ein gutes Angebot zu sein. Etwas verwirrt bahnten wir uns den Weg, immer dem Geschrei entgegen. Nach Ausstellung des Fahrscheins und nachdem ein paar Dollar den Besitzer gewechselt hatten, wurde uns versichert, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Sie seien sowieso die einzige Gesellschaft, die nach Riobamba, Riobamba, Riobamba führe.

    Die direkte Busfahrt nach Riobamba, Riobamba, Riobamba gestaltete sich äußerst angenehm: Beim Zwischenstopp am Busbahnhof in Baños wurden uns das Mittagessen in Form von weißem Mais, Kartoffeln und Tomatensalat mit Zwiebel (un dollarito) hereingereicht und irgendwo auf der Strecke fand ein frisches, noch warmes Bananenbrot (un dollarito) erst den Weg in unseren Besitz und dann in unsere Mägen.
    Benebelt von der sich dank ausgeschalteter Klimaanlage langsam stauender Hitze kamen wir an.
    In Riobamba ließ mich eine Taxifahrerin erröten, als ich nach dem Preis fragte und sie ihrer Antwort ein „mi corazon“ anhängte. Für zwei Dollar brachte sie uns sicher und wohlbehalten zu unserem Hostel. Habe ich also auch schon die Ecuadorianerinnen im Sack.

    Wir nutzten Riobamba als Ausgangsstation für einen Ausflug in ein nahe gelegenes Dorf, wo ein Handwerksmarkt stattfinden sollte. Nach einem stattlichen Fußmarsch durch die Stadt zur Bushaltestelle quetschten wir uns zwischen Schulkindern in den Bus. Nach etwa 30 Minuten angekommen, mussten wir feststellen, dass ich die zeitliche Lage des Marktes in der Woche missinterpretiert hatte und dieser eigentlich nur Sonntags stattfand. Das Markttreiben beschränkte sich auf eine Handvoll Stände, und auch das Dorf selbst bot außer Papipollo (Anmerkung: Broiler mit Pommes, gefühltes Nationalgericht) nicht sonderlich viel.
    Zum Dank für unseren Wagemut wurden wir von nachmittäglichem Regen verwöhnt, der uns in seinen Ergüssen tränkte. Dies gab uns genug Gelegenheit, unter einem Vordach vom Regen geschützt den Müllmännern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Anders als in Deutschland ist an jedem Müllwagen ein Lautsprecher montiert, der die vor ihm befindliche Straße mit unterschiedlichster Musik beschallt. In unserem Fall handelte es sich um ein klassisches Klavierkonzert. Welches Stück uns zum besten gegeben wurde, konnten wir leider nicht identifizieren.
    Jedenfalls ist diese Musik für die Bewohner der Stadt, und insbesondere der Straße, in der die Musik sehr laut ist, Zeichen, den Männern die Tonnen in die Hand zu drücken, wenn sie langsam vorbeirollen. Schlecht für den, der nicht zuhause ist.
    Die Szenerie erinnerte mich unweigerlich an eine der letzten Szenen aus dem James Bond-Film Skyfall, den ich erst kürzlich im Flugzeug sah. Glücklicherweise wurde aber nur Müll abtransportiert und kein Haus gesprengt, sonst hätten wir besser die Beine in die Hand genommen, als daneben zu stehen und zu schauen.

    Auf dem Rückweg kamen wir in Riobamba an einem Markt vorbei (diesmal etwas größer und mit Lebensmitteln), wo wir kurzerhand einkauften. Neben wunderbar reichhaltiger Auswahl an Obst und Gemüse (paradiesisch!) versuchten wir lose Nudeln zu erwerben. Die Verkaufsdame am Stand schien jedoch einen seltenen Dialekt zu sprechen, denn kein Wort dessen, was wir sagten, verstand sie und kein Wort dessen, was sie sagte, verstanden wir. Schlussendlich kamen wir doch mit Händen und Füßen zu dem, was wir wollten, auch wenn sie uns statt ein paar Händen eine Packung Nudeln reichte.
    Wir teilten uns noch einen frischen Saft (sehr zu empfehlen!) und stiefelten zum Hostel ein paar Straßen weiter.

    Nach Cuenca ging’s am folgenden Tag mit einem Bus in sehr gutem Zustand, was wir bisher eher aus Chile gewöhnt waren. Der gute Zustand des Gefährts verlieh dem Fahrer mutmaßlich den Gedanken der Unverwundbarkeit. Nach gefühlten tausend Vater-Unser und tausend Ave-Maria kamen wir dann doch ohne bleibende Schäden nach einer waghalsigen Fahrt durch die Anden an unserem Ziel an.
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  • Alausí - Zugfahrt am Nariz del Diablo

    1 Mart 2018, Ekvador ⋅ ☀️ 32 °C

    Von Riobamba fuhren wir weiter nach Alausí, um einen Teil der Zugstrecke zu erkunden, die Martin bereits vor Jahrzehnten befahren hatte. Mittlerweile waren einige Streckenabschnitte von Quito nach Guayaquil durch Erdrutsche und -beben unpassierbar geworden und so war es uns nur möglich, die Teilstrecke von Alausí zum Nariz del Diablo und wieder zurück zu fahren.
    Gegen Nachmittag kamen wir in Alausí, einem beschaulichen Städtchen in den Anden, an. Wir checkten im Hostel ein und kauften die Zugfahrkarten für den nächsten Morgen.
    Den Rest des Tages erkundeten wir die Stadt, liefen zu der Jesus-Statue und spielten „Wer bin ich“.
    In aller Hergottsfrühe standen wir auf, sodass wir bereits um kurz vor acht (!) am Bahnhof den Zug besteigen konnten. Hier wurde uns mal wieder bewusst, warum wir so gerne individuell reisen und von Touren und touristischen Höhepunkten Abstand halten.
    Da der Preis für den Zug 30 USD beträgt, können sich die wenigsten Ecuadorianer und Ecuadorianerinnen die Fahrt leisten und somit waren plötzlich statt Spanisch, Amerikanisch und Deutsch die vorherrschenden Sprachen.
    Als jedoch die Fahrt begann, war alles um uns herum vergessen. Viel zu gigantisch war dafür das Panorama, das sich uns aus dem Zugfenster bot.
    Die Strecke von Alausí nach Sibambe führt die Nariz del Diablo (Teufelsnase) herunter, eine 765 Meter hohe steile Felsklippe. Im Jahre 1902 erdachten sich die Bauingenieure ein schlaues Verfahren aus, um dieses Monstrum zu bezwingen - in den Fels wurde eine Zickzackroute gehauen (viele Arbeiter verloren dabei ihr Leben). Der Zug fährt ein Stück nach Norden, wechselt das Gleis, fährt nach Süden und so weiter. So wird nach und nach die Felsklippe erklommen.
    Nach etwa einer Stunde Fahrt kamen wir in Sibambe an und wurden von den BewohnerInnen des Dorfes mit einem Tanz begrüßt. Für uns war es jedoch keine große Freude, den lustlosen Tanzenden zuzusehen - typische Touristenattraktion eben. Während die anderen zuschauten und sich die Bäuche im Café vollschlugen, sahen wir uns lieber weiter die Landschaft an und verloren uns in dem Grün.
    Schon bald bestiegen wir wieder den Zug und fuhren zurück nach Alausí, diesmal in einem wesentlich schnelleren Tempo.
    Wieder angekommen, holten wir unsere sieben Sachen, fuhren zunächst mit dem Taxi an die Panamericana und von dort aus weiter auf der kurvenreichen Straße vorbei an schneebedeckten Gipfeln nach Cuenca.
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  • Ingapirca - Inkastätte in den Anden

    2 Mart 2018, Ekvador ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute früh sind wir von Cuenca nach Ingapirca, wo sich die größte Inkastätte Ecuadors befindet, aufgebrochen.
    Nach einer zweieinhalb stündigen waghalsigen Busfahrt durch die Anden, erreichten wir das kleine Örtchen Ingapirca. Von dort aus war die Stätte fußläufig zu erreichen. Diese durfte nur anhand einer Führung erkundet werden und so kamen wir in den Genuss einer englischsprachigen Privatführung, da außer uns keine ausländischen Gäste vor Ort waren.
    Hier erfuhren wir, dass die Stätte zunächst von den Cañari erbaut worden war. Als die Inca kamen, bekämpften sich die beiden Völker bis sie schließlich Frieden schlossen und beide das Gebiet der Stätte besiedelten. So steht hier unter anderem auch ein Sonnentempel der Inca.
    Der Frieden hielt jedoch nicht lange und schon drei Jahrzehnte später nahmen die Spanier den Komplex für sich ein.
    Mit unserem Guide tauschten wir uns jedoch vor allem über das Wichtigste kulturelle Gut aus: Essen. Er fragte uns nach deutschen Früchten und Essen und erzählte uns, was wir noch alles von der großartigen ecuadorianischen Küche probieren sollten.
    Nach der Tour gingen wir einen Rundweg in der grünen Kulisse der Anden, wo wir an einem in Fels geschlagenen Gesicht eines Inca und vielen Kühen vorbeikamen.
    Abschließend aßen wir noch zum ersten Mal Mote Pillo, weißer Mais mit Ei und tranken dazu Chicha, bevor wir uns stehend im Bus bei rasanter Fahrt wieder auf den Heimweg nach Cuenca machten.
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  • Vilcabamba - Zelten und Natur pur

    5 Mart 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 19 °C

    Die darauffolgende Woche verbrachten wir in Vilcabamba, einem kleinen Städtchen in den Anden im Süden Ecuadors.
    Mit der Tatsache, dass hier überdurchschnittlich viele hundertjährige Menschen leben sollen, hat es die Stadt zu einer kleiner Berühmtheit geschafft. Sonderlich viele ältere Herrschaften fielen uns hier nicht ins Auge. Dafür jedoch, neben einer unglaublichen Fauna und Flora des Tals, sehr viele Reisende und auch englisch sprachige vor Ort lebende Menschen. Englisch hatte mittlerweile sogar spanisch als erste Geschäftssprache in Vilcabamba abgelöst. Zu unserem Glück lockte es auch einige Franzosen hierher, die eine Bäckerei mit fantastischem Brot eröffnet hatten.
    Wir ließen uns ein Stück außerhalb der Stadt im Rumi-Wilco-Naturschutzgebiet nieder. Dort gab es neben wunderschöner Natur und vielen Wanderwegen um diese zu erkunden, einige Holzhütten und einen Campingplatz.
    Hier waren wir für (fast) die gesamte Zeit die einzigen Zelter und unsere Zweisamkeit wurde nur von gelegentlichen Besuchen von Alicia und Orlando unterbrochen, den argentinischen Besitzern des Areals, die uns auf besondere Vogelarten oder entlaufende Pferde aufmerksam machten.
    Eigentlich gab es kaum einen Grund den Campingplatz zu verlassen. Schon morgens wurden wir von den Gesängen der Vögel geweckt und öffneten wir das Zelt präsentierten sich Pflanzen, Eichhörnchen (braune, nicht rote), Vögel und Schmetterlinge in den schillerndsten Farben. Viel Zeit des Tages verbrachten wir in den Hängematten, um das Spektakel zu beobachten.
    Ab und zu machten wir uns jedoch auch auf, um die weitere Gegend zu erkunden und entdeckten so unter anderem den Nationalpark „Podocarpus“, der uns noch länger begleiten sollte.
    Okumaya devam et

  • Parque Nacional Podocarpus - Hochland

    12 Mart 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 23 °C

    Von Vilcabamba fuhren wir zurück nach Loja, eine Stadt, die wir bis jetzt nur von der Durchreise kannten.
    Hier mieteten wir uns, da wir über Airbnb ein Schnäppchen gemacht hatten, in einem Boutiquehotel ein, das mit Kunst an den Wänden und einer sauberen Küche glänzte. Zudem kamen wir in den Luxus der Suite, da die restlichen Zimmer ausgebucht waren und fühlten uns wie zwei Götter in Ecuador.
    Von hier aus erkundeten wir die Stadt, deren Altstadt sehr hübsch ist und kosteten viele ecuadorianische Leckerbissen. Außerdem fanden wir hier in dem Hotel einen Ort, wo wir uns mal wieder richtig auskurieren konnten.
    So starteten wir nach zwei Tagen der Ruhe einen weiteren Anlauf, den Nationalpark „Podocarpus“ zu erkunden. Bereits von Vilcabamba hatten wir an seinen Toren eine Wanderung begonnen. Allerdings starteten wir erst am Nachmittag und der eigentliche Nationalpark beginnt erst 8 Kilometer ab der Straße, wo uns der Bus herausließ.
    Dieses Mal waren wir also schlauer, schnürten unsere Wanderschuhe früher und ließen uns von einem Taxifahrer bis an die Hütte bringen, an dem die Wanderwege starten.
    Der Nationalpark „Podocarpus“ ist Ecuadors Nationalpark mit der höchsten Biodiversität und eines der artenreichsten Gebiete der Erde; so leben hier unter anderem Brillenbären und Tapire. Diese bekamen wir jedoch nicht zu Gesicht, stattdessen aber Vögel, Schmetterlinge und vor allem die großartige Natur des Bergregenwaldes.
    Der Nationalpark umfasst Höhenunterschiede von 900 Meter im Flachland bis zu 3600m im Hochland und beherbergt die Fauna und Flora des Amazonas-Regenwaldes, des Pazifischen Flachlandes, der Anden und den feuchten Übergangsgebieten, vor allem Nebelwald.
    Unser Besuch machte Lust auf mehr und so fuhren wir am nächsten Tag weiter hinunter Richtung Amazonas nach Zamora, um einen weiteren der drei für Besucher zugänglichen Eingänge in den Nationalpark „Podocarpus“ zu erkunden.
    Okumaya devam et

  • Parque Nacional Podocarpus - Tiefland

    14 Mart 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 30 °C

    Von Loja aus fuhren wir für zwei Tage nach Zamora. Dorthin ging es mal wieder mit einer sehr abenteuerlichen Busfahrt, an die wir uns jedoch langsam gewöhnten.
    In Zamora angekommen, schien es, als wären wir die einzigen Touristen vor Ort und dies gefiel uns ausgesprochen gut. Nichts war schön hergerichtet und es gab keine speziellen „internationalen“ Restaurants, die Burger und Pizza servierten.
    Als wir auf der Suche nach unserem Hotel durch die Stadt spazierten, merkten wir deutlich die höheren Temperaturen des Tieflandes. Circa sechzig Kilometer waren wir von Loja entfernt und es schien eine ganz andere Welt zu sein.
    Nach der Reise waren wir zunächst platt und fielen in unsere Betten. Aufgeweckt wurden wir ein wenig später von einer lieblichen Melodie, die die Müllabfuhr ankündigte.
    Dies war unser Zeichen aufzustehen und wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem. An der mit vielen Familien belebten Promenade am Fluss der Stadt fanden wir eine kleine Parilla und mit viel Überzeugungskraft konnten wir sie dazu bringen, uns anstatt gegrilltem Fleisch, Reis mit Bohnen, Patacones und Salat zu servieren. Sehr lecker! Mit gefüllten Mägen liefen wir noch ein wenig am Fluss entlang und legten uns bald schlafen, um am Morgen fit für die Erkundung des Nationalparks zu sein.
    So fuhren wir früh am nächsten Tag, nach einer etwas lauten, aber trotzdem geruhsamen Nacht, mit einem Taxi in den Park. Der Fahrer vertraute dabei für unseren Geschmack ein wenig zu sehr auf die heilige Maria und raste auf der sandigen Piste mit einem steilen Gefälle auf linker Seite Richtung Fluss, als gäbe es kein Morgen mehr. Unsere Gebete wurden zum Glück erhört und er brachte uns ohne Gegenverkehr, dem wir nicht hätten ausweichen können, zum Eingang des Parks. Dort verabredeten wir uns mit ihm auf fünf Uhr am Nachmittag für die Rückfahrt.
    Dann ging es hinein in das Grün, es wucherte um, über und unter uns und viele der Bäume waren mit mehreren Orchideenarten besetzt. Auch hörten wir die Gesänge vieler Vögel, konnten jedoch keinen von ihnen erblicken.
    An der Hütte angekommen, schrieben wir uns ins Register ein und sahen unzähligen von Schmetterlingen zu, die vor der Hütte auf dem Boden saßen. Wir rissen uns von ihrem Anblick los und entschieden uns für einen Wanderweg, der uns auf einen der Gipfel bringen sollte.
    Bald kamen wir jedoch an eine Weggabelung und liefen zunächst den kurzen Weg zu einem Wasserfall. Wir erfrischten uns im kühlen Nass und aßen ein paar Kekse und Bananen, bevor wir uns weiter an den Anstieg wagten.
    Mittlerweile erfreuten uns auch die Vögel mit ihrem Anblick und von den bunt gefiederten Gesellen konnten wir gar nicht genug bekommen. Doch bald merkten wir die Höhenmeter ordentlich in den Muskeln, da half auch der 74-jährige Franzose nicht weiter, der uns lächelnd, aber verschwitzt mit freiem Oberkörper entgegen kam. Wir kämpften uns weiter und irgendwie erreichten wir den Gipfel. Von hier oben bot sich eine fantastische Aussicht auf den Park, die Bäume und den Fluss. Dafür hatte sich die Anstrengung mehr als gelohnt!
    Als wir erschöpft wieder aus dem Nationalpark herauskamen, gerade zur rechten Zeit, stand zum Glück auch bald unser Taxi an Ort und Stelle und wir fuhren im halsbrecherischen Tempo zurück nach Zamora.
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  • Macará - Grenzübertritt nach Peru

    15 Mart 2018, Ekvador ⋅ ⛅ 28 °C

    Keiner großen Erwähnung wert, verbrachten wir hier eine Nacht in einem günstigen Hotel der Stadt auf der Durchreise von Loja nach Piura. Da wir uns gegen eine nächtliche Direktfahrt entschieden hatten (unser Leben ist uns lieb), verlief unsere Reise in zwei getrennten Stücken.
    Die Nacht war unruhig, wie wir es schon gewöhnt waren, und das fensterlose Zimmer erdrückte uns mit seiner Hitze. Die Sehnsucht nach Ruhe war mal wieder größer denn je.
    Okumaya devam et

  • Piura - Willkommen in Peru

    16 Mart 2018, Peru ⋅ 🌧 20 °C

    Der Grenzübertritt nach Peru gestaltete sich äußerst unspektakulär. An einem Container, in dem auf ecuadorianischer Seite der Grenzposten eingerichtet ist, mussten wir den Bus verlassen und unsere Pässe stempeln lassen. Der Bus fuhr samt Gepäck über die Brücke des Grenzflusses. Dort wurde scheinbar stichprobenartig das Reisegut inspiziert. Da wir aber weder Bananen einschmuggeln, noch blinde Passagiere über die Grenze bringen wollten, blieb unser Gepäck unbeanstandet.
    Zu Fuß ging es auf die peruanische Seite, wo wir einen weiteren Stempel für unsere Sammlung erhielten, nachdem wir zu den Details unserer Reise befragt und meine neuere Ausgabe des deutschen Passes mal wieder argwöhnisch beäugt wurde.
    Die weitere Fahrt gen Piura, einer Großstadt in der Wüste im Norden Perus, wurde fast unerträglich heiß. Das Fehlen der Klimaanlage wiegte uns immer wieder in einen kurzen Schlaf und während der wachen Phasen schauten wir hinaus auf das Land, das am Fenster vorbeizog.
    In dieser lebensfeindlichen Gegend fuhr der Bus an Häusern am Straßenrand vorbei, die in ihrer Masse ganze Städte bildeten. Der Unrat, in dem die Kinder spielten, die baufälligen Hütten und der Zustand der Fahrzeuge zeugten von der Armut der Menschen, die hier leben.
    Piura präsentierte sich bei unserer Ankunft nicht viel anders. Auf staubigen Straßen rollten wir in die Stadt hinein zum Busbahnhof. Während des Aussteigens zerrten die Fahrer von Motorrikschas an uns, um ihre Dienste anzubieten, was wir jedoch ausschlugen. Das Hostal, das der Reiseführer vorschlug, befand sich nur 10 Gehminuten vom Ankunftspunkt entfernt und so gingen wir - allen Sicherheitswarnungen zum Trotz - zu Fuß weiter.
    Mit all dem Gepäck fühlten wir uns ein wenig unsicher auf den Straßen Piuras, erreichten besagtes Hostal jedoch ohne von Hunden gefressen oder Räubern überfallen zu werden und auch verdurstet waren wir bei 35 Grad in der prallen Sonne nicht.
    Das Zimmer ließen wir uns zeigen, entschieden uns aber schnell gegen Deckenventilator und Fenster zum Innenhof (man lernt ja im Laufe der Zeit dazu), was uns in die missliche Lage brachte, auf den letzten Tipp des Reiseführers vertrauen zu müssen („ideal für anspruchslose Traveller“). Die Ankündigung bewahrheitete sich: Der Preis für das Zimmer fiel, und mit ihm sämtliche Schönheit, Sauber- und Gemütlichkeit.
    Etwas ratlos verließen wir die Unterkunft mit Gepäck, denn dort wollten wir auch nicht bleiben. Aus der Not heraus betraten wir die Lobby der Hotels, an dem wir auf dem Weg vorbeigekommen waren und wurden bei der Rezeptionistin vorstellig, die uns versehentlich erst den Preis für Peruaner nannte. Dieser sprengte unser Budget, doch nach Abzug der Steuern war es nun doch eine Überlegung wert. Wir quartierten uns vorerst für eine Nacht ein.
    Da uns Piura bisher noch nicht überzeugt hatte, gingen wir nach Ablage des Gepäcks auf Entdeckungstour und fanden zu unserem Erstaunen einige Blocks weiter einen hübschen Plaza de Armas, den Hauptplatz mit netter Fußgängerzone und noch verwunderlicher, vegetarischem Restaurant. Der Laden war erstaunlicherweise recht voll und sowohl Qualität als auch Preis ließen uns noch einige Male während unseres Aufenthaltes dorthin zurückkehren.
    Die geplante Fahrt zu einem bedeutenden Kunsthandwerksmarkt der Region am folgenden Tag zerschlug sich leider, da wir keine passenden Transportmittel fanden, die uns die acht Kilometer stadtauswärts hätten bringen können. Zwar wurde auf bestehende Sammeltaxilinien verwiesen, diese stellten sich für uns jedoch als nicht existent heraus. In all dem Gewirr auf der Straße zwischen hupenden Autos, Bussen, Motorrädern und LKW konnten wir an keiner der Windschutzscheiben einen auf unsere Bedürfnisse passenden Zielanzeiger finden.
    Die folgenden zwei Tage verbrachten wir mit der weiteren Planung und einem ausgedehnten Bummel in den klimatisierten Kaufhäusern und Läden der Stadt sowie am Abend in den Straßen, in denen wir kleine Leckereien an Ständen erstehen konnten.
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  • Lima - Wiedersehen mit Freunden

    26 Mart 2018, Peru ⋅ ⛅ 21 °C

    Von Piura flogen wir mit dem Flugzeug nach Lima, um dort noch ein wenig Zeit mit Paula, meiner peruanischen Gastschwester, zu verbringen.
    Mit dem Taxi fuhren wir zu dem direkt in der Stadt gelegenen Flughafen Piuras, vor dessen Toren wir allerdings noch eine Weile warten mussten, da sie erst um sechs Uhr morgens öffneten. Der vermeintlich zweit betriebsamste Flughafen Perus stellte sich als eine kleine Wartehalle mit Landebahn heraus.
    Der Flug verging schnell und in Lima waren wir froh, mit einem Flughafenbus in die Stadt fahren zu können, da die Taxifahrer mal wieder an uns zerrten. Den ersten Abend verbrachten wir in Miraflores, einem der reichen und sehr touristischen Stadtviertel Limas. Wir picknickten im Park und genossen die Aussicht auf den Pazifik.
    Am nächsten Mittag trafen wir uns mit Paula zum Essen. Sie holte uns vom Hostel ab, wo wir uns nach acht Jahren wieder in die Arme fielen. Mit von der Partie war Kemberly, ihre beste Freundin und Mitbewohnerin, die ich bereits von früher kannte.
    Sie führten uns in ein veganes Restaurant in der Nähe (mmmmh lecker!) und wir erkundeten gemeinsam die Stadt. Abends trafen wir uns noch mit ihren Tanten, unter anderem Otilia, die in Lüneburg wohnt und den Kontakt zwischen uns vermittelt hat, im Parque del amor. Danach trennten sich unsere Wege für das Erste, davor wurden wir jedoch eingeladen, die nächsten Tage in ihrer Wohnung zu verbringen. So schliefen wir noch eine letzte Nacht in unserem Hostel, bevor wir am nächsten Morgen in den Stadtteil Surco umzogen.
    Paula holte uns wieder ab, da sie einen Termin in der Nähe hatte und wir fuhren gemeinsam mit dem Bus in die Wohnung, in der ich mit 16 Jahren meine erste Nacht in Peru verbracht hatte. Mittlerweile war aus der Geschäftswohnung des Vaters José jedoch die WG von Paula, ihrem Bruder Jota und Kemberly geworden.
    Die nächsten Tage spazierten wir mit Paula, Jota, Kemberly und Cintha, einer weiteren Freundin aus Ayacucho, durch Lima, waren in einem Geschichtsmuseum, den Katakomben und lernten viele Ecken Limas abseits der touristischen Pfade kennen. Das historische Zentrum war jedoch ein gefährliches Gebiet, das wir uns erst am Wochenende anschauen konnten. Der Präsident Perus war wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten und im Zentrum fanden Demonstrationen statt.
    Unsere Spaziergänge waren begleitet von unglaublich gutem Essen, da Paula, die sich mittlerweile vegan ernährte, uns immer wieder anhielt, auf Märkten, in Restaurants und an Straßenständen diese und jene peruanische Delikatesse zu probieren. So konnte Joni endlich all das und noch viel mehr probieren, wovon ich ihm seit Jahren vorschwärmte: Mora con arroz con leche, Chicha morada, Cheviche de champiñones,...
    Zudem entführte uns Jota in die Bars von Lima und Jonathan und er probierten sich durch die Happy Hours und Pisco Sours der Stadt.
    So wurde uns der Abschied aus Südamerika nicht leicht gemacht, von all den lieben Menschen (und den leckeren Früchten) und wir standen am 26. März mit mehr als einem weinenden Auge am Flughafen.
    Peru, du siehst uns wieder und das nächste Mal länger!
    Okumaya devam et

  • Ankommen auf der Partyinsel

    27 Mart 2018, Dominik Cumhuriyeti ⋅ ⛅ 26 °C

    Der fünfstündige Flug von Lima nach Punta Cana verging schnell, jedoch stellte sich die Suche nach einer Unterkunft im Vorfeld als etwas schwieriger heraus. Zwar hatten wir schon bald ein Surfcamp für die zweite Woche gefunden, doch wussten wir nicht, wohin mit uns in der Zeit davor.
    Nach ewigem Durchforsten des Internets fanden wir schließlich neben unzähligen Resorts ein (!) Hostel in Punta Cana, in dem wir die erste Nacht verbringen konnten.
    Nach der Ankunft am Flughafen von Punta Cana, der mit einem mit Palmblättern bedeckten Dach aufwartet und dem Abholen unseres Gepäcks ging es hinaus in die Hitze der Karibik. Noch bevor wir richtig draußen waren, riefen, rissen und zerrten die verschiedensten Taxifahrer an uns. Um eine Transportoption hatten wir uns im Vorfeld nicht gekümmert, so war uns nicht bekannt, ob und wo ein öffentlicher Bus abfahren würde.
    Im ersten Verkaufsgespräch auf dem Flughafenvorplatz wurden uns horrende Preise für die Fahrt zum acht Kilometer entfernten Hostel genannt. Fehlende Barreserven stellten eine gute Verhandlungsbasis dar, denn mehr zu geben, als wir hatten, war sowieso nicht möglich. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns auf etwas mehr als die Hälfte des Startpreises und fühlen uns wie zwei Trophäen, die vom Meistbietenden am Rest, der leer ausgegangen war, vorbeigeführt wurden.
    Auf der Fahrt kamen wir an riesigen Bettenbunkern vorbei, ein Resort am nächsten. Mit dem Fahrer unterhielten wir uns und bekamen ein paar Tipps zu weniger touristischen und schöneren Plätzen auf der Insel. Außerdem stellte er uns die Frage, warum Europäer erst so spät Kinder bekamen. Sie würden immer arbeiten und so das Schönste verpassen. Er selbst habe eine Tochter, die sein größtes Glück sei.
    Angekommen am Hostel liefen wir drei Stockwerke hinauf, um hinein zu gelangen und kamen in eine Oase der Gemütlichkeit. Wir richteten uns in zwei Betten des 10er Schlafsaals ein und konnten aus dem Fenster Resort über Resort erblicken. Auch wenn das Hostel sehr schön war, wollten wir hier keine Nacht länger bleiben.
    Wir gingen hinaus, um den Strand zu erkunden, der zu unserer Verwunderung fast menschenleer und wunderschön war. Genau so, wie man ihn sich in der Karibik vorstellte: weißer Sandstrand, Palmen, türkises Meer und kleine Boote, die darauf schipperten.
    Der Hunger trieb uns schließlich zurück in die Stadt und gerade aus Peru kommend, waren wir von den Preisen geschockt.
    Nach dem Essen wollten wir, müde wie wir vom Flug und dem frühen Aufstehen nun mal waren, einfach nur ins Bett fallen, doch unsere Zimmergenossen hatten andere Pläne.
    Gemeinsam mit einem Reisenden aus Chile und einem Urlauber aus Deutschland suchten wir eben jenen Strand auf, den wir Stunden zuvor bereits besichtigt hatten. In der Abenddämmerung setzten wir uns in den Sand und lauschten den Klängen des Meeres und der Ukulele, die mit von der Partie war. Karibik-Feeling pur!
    Die Nacht war laut, da unser Hostel über keine Fenster verfügte (wie fast alle Häuser in der Dominikanischen Republik) und die Clubs direkt auf der anderen Straßenseite waren. Dank der Ohrstöpsel, die mir Nika in weiser Voraussicht vor der Abreise geschenkt hatte und der Müdigkeit, war uns trotzdem eine schlafreiche Nacht gegönnt.
    Okumaya devam et

  • Von Touristenhochburgen zu Traumstränden

    1 Nisan 2018, Dominik Cumhuriyeti ⋅ ⛅ 26 °C

    Unser Zimmergenosse aus Chile war bereits seit zwei Monaten in der Dominikanischen Republik und empfahl uns zwei der schönsten Strände, die er gesehen hatte. Da seine Beschreibung mit der des Taxifahrers übereinstimmte und in den Norden der Insel führte, machten wir uns am nächsten Tag auf in Richtung der Halbinsel Samaná. Das Verkehrssystem der Dominikanischen Republik war für uns allerdings noch nicht ganz durchschaubar, weshalb wir zunächst nur bis Santo Domingo, der Hauptstadt, fuhren.
    Hier besichtigten wir das historische Zentrum „Zona colonial“ und tranken Coco loco und Limettensaft mit Crushed Ice und Minze. Außerdem kaufte sich Joni Kontaktlinsen, um beim Surfen endlich auch die Wellen zu sehen, bevor er von ihnen überrollt wird.
    Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus weiter nach Samaná, der Hauptstadt der Halbinsel Samaná. Hier fanden wir noch ein kleines, günstiges Hotel. Ein Glück, denn unsere vorherigen Recherchen hatten nichts ergeben und wir waren auf gut Glück hierher gefahren. Den Abend beschlossen wir mit einem Spaziergang an der Hafenpromenade und gegrillten Auberginen mit Pommes an ebendieser.
    Die Nacht war von lauten Motorengeräuschen der Motorräder, die das hiesige Lieblingsgefährt waren und lauter Musik geprägt, die das Osterwochenende ankündigten.

    Tags darauf kostete es Josephin viel Überzeugungsarbeit, Jonathan die Vorteile der sogenannten „Guaguas” darzulegen. Dabei handelt es sich um äußerst preiswerte Minibusse oder Autos, die bis zur Belastungsgrenze mit Mensch und Gepäck beladen sind. Ein solches brachte uns schlussendlich nach Las Galeras, einem kleinen Küstenstädtchen im Norden der Halbinsel, wo wir eine nette Unterkunft unweit des Traumstrandes bezogen, den uns der Chilene vom ersten Abend genannt hatte. Leider war der Großteil der Bananen, Mangos und Avocados, die sonst im Garten wuchsen, bei der letzten Hurrikansaison weggepustet worden.
    Auf den Tipp von Mel hin, dem Betreiber der Unterkunft und gebürtigen Engländer, gingen wir zum Strand und genossen herrlich über Feuer gebratenen frischen Fisch gekocht in einer kleinen blauen Wellblechhütte und Kokosnusswasser. Welch delikates Mittagessen mit traumhaftem Blick über das Meer!
    Kulinarisch konnten wir uns dank eigener Küche endlich wieder selbst versorgen. Inspiriert von der einheimischen und südamerikanischen Küche stieg Jonathan in seinem Rang zum Patacones-Meister auf und war nicht mehr vom Gemüsestand mit Kochbananen wegzubekommen.
    Außerdem verwöhnten uns die hiesigen Obstsorten mit purer Erfrischung, die wir im Mixer zu leckeren Säften verarbeiteten. Eines der Dinge, die wir definitiv vermissen werden.
    Unsere Tage verbrachten wir mit Spaziergängen über unwegsames Gelände hin zu einsamen Stränden, genossen die Sonne und das Meer, kochten, aßen und tranken und spannten auf dem Balkon bei einer Partie Schach aus. Sogar die „Samana Santa“ konnten wir in unserer Unterkunft einigermaßen unbeschadet überstehen. Im Gegensatz zu Deutschland wird in der Dominikanischen Republik Ostern lautstark und mit viel Alkohol gefeiert, auch Karfreitag bildet dabei keine Ausnahme.
    Viel zu schwer fiel der Abschied, nicht zuletzt wegen Mel, der ein hervorragender Gastgeber war und uns jeden Wunsch erfüllen konnte (einfach fragen, sollten wir etwas brauchen. Gäbe es das nicht zu kaufen, so würde er es irgendwo klauen). Wenn also jemand eine Unterkunft in der Dominikanischen Republik suchen sollte: die kleinen Appartements der „Green Garden Villa“ können wir definitiv empfehlen!

    Das Surfcamp in Cabarete rief und wir brachen wieder auf. Hineingestopft und gestapelt im Guagua ging es mit offener Schiebetür nach Samaná, wo wir den Bus in Richtung Cabarete bestiegen. Jonathan erlitt unterwegs eine leichte Panikattacke, als im kleinen Bus zwischen die Sitzreihen Bretter zum darauf sitzen geklemmt wurden, um jede auch nur so kleine Lücke bestmöglich zu belegen. Hätten wir vor unserem Ziel aussteigen wollen, es wäre misslungen.
    Okumaya devam et

  • Surfen und dominikanische Tattoos

    6 Nisan 2018, Dominik Cumhuriyeti ⋅ ⛅ 28 °C

    In Cabarete angekommen vermissten wir zunächst die Ruhe Las Galeras‘. Ein Souvenirshop reihte sich an den nächsten, Restaurants gab es in Hülle und Fülle und die Luft roch nach den Abgasen der Motorräder, deren Fahrer uns zuriefen, ob wir nicht mit ihnen fahren wollen.
    Glücklicherweise lag unser Hostel ein wenig außerhalb und wir bezogen eine Holzhütte auf Pfählen, das Tarzan House.

    In den nächsten Tagen lernten wir nach anfänglicher Ablehnung die Vorzüge Cabaretes kennen und so gefiel uns die Stadt immer besser.
    Morgens fuhren wir zum Playa Encuentros, der etwa neun Kilometer außerhalb der Stadt liegt.
    Am ersten Tag wagten wir uns auf ein Mototaxi, nachdem wir uns einen einigermaßen vertrauenserweckenden Fahrer ausgesucht hatten, der uns entgegen kam und seine Dienste offerierte. Nach kurzer, aber harter Verhandlung einigten wir uns auf einen annehmbaren Preis. Darin enthalten war ebenso ein sogenanntes dominikanisches Tattoo, das sich nach kurzem Überlegen gerne an Josephin abtrat. Sie stieg auf und verbrannte sich just in einer schwungvollen Bewegung ihren rechten Unterschenkel am glühend heißen Auspuff. Nach dem schmerzhaften Aufsitzen ging die wilde Fahrt los — erst innerorts, dann außerhalb. Bei einer gefühlten Spitzengeschwindigkeit jenseits der 100 Kilometern pro Stunde, die in Wahrheit nur 65 war, wurden unsere Haare durchgewirbelt. Da Helme bekanntlich alleine durch ihr Gewicht den Benzinverbrauch erhöhen, wird generell und von jedem darauf verzichtet und so mussten diesmal wir auf die Gottesmutter Maria vertrauen, während das Motorrad am Straßenrand neben Autos und anderen Motorrädern vorbeischoss und hupte.
    Irgendwann ging es rechts ab in einen Weg, der zum Strand führte und die Geschwindigkeit wurde geringer. Wir näherten uns einigen Hütten, an denen Surfbretter verliehen werden und stiegen ab.
    Da waren wir nun endlich wieder, nach fast dreimonatiger Abstinenz vom Wellenreiten. Es fühlte sich großartig an, wieder auf dem Board zu sein!
    In den nächsten Tagen wählten wir jedoch anstatt des Mototaxis doch lieber den Shuttlebus vom Hostel oder ein Guagua, das uns für einen Apfel und ein Ei fast bis zum Strand brachte.
    Das Wellenreiten gelang uns immer besser, auch wenn wir am zweiten Tag unsere Muskeln ordentlich spürten. Die Wellen am Surfspot waren ausgezeichnet für Einsteiger geeignet, dementsprechend voll war es am Anfang des Tages, weswegen wir unseren Start etwas nach hinten verschoben.

    Zum krönenden Abschluss machten wir noch eine Führung durch das Gebiet einer in Cabarete ansässigen Gemeinschaft mit. Auf geschütztem Grund liegen ein paar unterirdisch durch ein Seesystem verbundene Höhlen, von denen drei zu besichtigen sind. Unser Führer Philippe aus England erklärte zudem interessante Dinge über die umgebende Flora.
    Die Besichtigung der ersten Höhle erforderte einen Abstieg von etwa 25 Meter. Unten angekommen, blickten wir auf ein fünf mal fünf Meter großes und drei Meter tiefes Wasserloch von fast reiner Qualität, in das wir unsere sonnenerhitzten Körper tauchen durften. Eine wahre Wohltat war ebenfalls die absolute Stille. Philippe meinte, es sei der einzige Ort der Nordküste ohne Lärm von Motorrädern, Lautsprechergeschrei und hupenden Autos.
    Höhle Nummer zwei wartete mit Stalaktiten und Stalagmiten auf und hier und da ließen sich damit Tiere oder Gesichter assoziieren.
    Auch Nummer drei, bestehend aus einem großen Wasserloch, lud zum Plantschen und hineinspringen ein.
    Nach eineinhalb Stunden kamen wir wieder am Empfangshäuschen an, beendeten die Tour und tags darauf auch unsere Zeit in Cabarete.
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  • Ahoi, ihr Landratten!

    26 Nisan 2018, Almanya ⋅ ⛅ 10 °C

    Zurück in Santo Domingo, für eine Übernachtung auf dem Weg nach La Romana, durchstreiften wir erneut die Zona Colonial, die Altstadt, und genehmigten uns einen Coco Loco. Aus püriertem Fruchtfleisch einiger grüner Kokosnüsse, Kondensmilch, Zucker und Rum entsteht so ein köstlicher Cocktail.
    Mit der nötigen Bettschwere begaben wir uns ins Bett. Am folgenden Tag bewahrheitete sich die ab und an gehörte Warnung, es gebe nicht immer fließendes Wasser, denn eben dieses fehlte leider, als wir uns im Bad für den Tag fertig machen wollten.
    So fuhren eben ungeduscht in Richtung unseres neuen Domizils für die nächsten 19 Tage - die Aida Luna. Gewohnt chaotisch war die Fahrt, doch kamen wir gegen Mittag am Hafen von La Romana an. Vor Ort überkamen uns Zweifel, ob wir die richtige Entscheidung getroffen hatten: mit dem Betreten des Hafengeländes hatte sich bereits eine Parallelwelt aufgetan. Überall deutschsprachige Menschen in „höheren“ Altersklassen und am Meckern. Was hatten wir uns da bloß eingebrockt!
    Aber das Schiff war nun mal gebucht und so nahmen wir all unseren Mut zusammen und betraten das schwimmende Resort. Die angebotenen kostenlosen Cocktails stimmten uns milder und unsere Kabine tat ihr Übriges, da wir uns dank des Fensters mit Meerblick nicht allzu eingesperrt fühlten.
    Die nächsten drei Tage waren Landgänge in Martinique, Guadeloupe und Antigua angesagt und so konnten wir langsam Abschied von der Karibik nehmen (und Rum und Zigarren einkaufen).
    Die folgenden fünf Seetage verbrachten wir weitestgehend unter Dreck und nutzen die Zeit, um uns ordentlich auszukurieren. Gar kein so unpassender Augenblick, um krank zu werden... In den Momenten, in denen wir es trotzdem nach oben schafften, machten wir eine merkwürdige Entdeckung: fliegende Fische sprangen immer wieder neben dem Schiff mitten im Atlantik her.
    Ein aufkommender Sturm führte zu einer Kursänderung. Ein weiterer Seetag kam hinzu und unser nächster Halt sollte, anstelle der Azoren und A Coruña in Spanien, Madeira sein. Nicht weiter tragisch fanden wir, dort waren wir schließlich auch noch nie.
    Die Blumeninsel verzauberte uns so gleich und wir merkten deutlich, dass wir Festland-Europa näher kamen. Plötzlich hatten wir nach dem Überqueren einer Straße nicht länger das Gefühl eine Nahtoderfahrung durchlebt zu haben.
    Der schönste Moment der Tages sollte uns jedoch erst nach dem Ablegen des Schiffes wiederfahren: ein Schwarm Delfine begleitete uns! Ganz und gar kitschig schwammen und sprangen sie im Rot der untergehenden Sonne.
    In den folgenden Seetagen wurde die Luft kühler und das Wasser wandelte sich von strahlendem Blau zu Grau. Dies führte dazu, dass wir unsere neuen Lieblingsorte an Board fanden. Gegen Abend huschten wir in Bademänteln an Deck, wo sich bei Regen und Wind niemand befand, hüpften in den Pool, bis uns die Luft frieren ließ und liefen von dort in die Sauna. Hier ließen wir unsere eisigen Körper mit Blick auf den wilden Ozean aufwärmen.
    Danach folgten drei Landgänge und in Windeseile verging die Zeit. Le Harvre, Dover und Amsterdam kamen und gingen und wir mit ohne wirklich etwas von ihnen gesehen zu haben.
    Einen weiteren Seetag brauchten wir noch für die Umrundung Dänemarks bis wir am 26.4. in Kiel anlandeten nach einem halben Jahr wieder deutschen Boden unter den Füßen hatten. Ohne Passkontrolle gingen wir hinaus und fühlten uns ein wenig fremd in dieser vertrauten Umgebung, als wir von Lisa in die Arme geschlossen wurden.
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  • Breslau - zurück auf der Straße

    25 Mayıs 2018, Polonya ⋅ ⛅ 22 °C

    Back on the road!

    Nach unserer Ankunft in Deutschland verbrachten wir einige Zeit in Bürstadt, auf der kulturellen Landpartie im Wendland und in Einhaus, ehe wir wieder dem Ruf der Straße folgten.
    Lange Überlegungen und einiges Hin und Her brauchte es für eine neue Routenfindung. Es standen drei Möglichkeiten zur Auswahl: Skandinavien, Baltikum oder Balkan. Schlussendlich entschieden wir uns für Option vier, nämlich erst einmal nach Polen zu reisen, um uns die Optionen Baltikum und Balkan offen zu lassen.
    Einen Bus buchten wir uns von Lübeck nach Breslau, wo wir nach acht Stunden Fahrt gegen Nachmittag bei Nieselregen eintrafen, was sich aber im Laufe unseres Aufenthaltes in satten Sonnenschein verwandeln sollte.
    Wir bezogen unser Doppelzimmer in einem zugegebenermaßen heruntergekommenen Haus im Herzen der Stadt am Hauptplatz. Der äußere Schein bestätigte sich nicht, eine moderne Wohnung erwartete uns.
    Draußen bestaunten wir eine wunderschöne Altstadt und ich war überrascht, gerade in Polen auf eine wunderbar große und zudem leckere Auswahl an veganen Restaurants zu stoßen. So ließen wir die architektonischen und kulinarischen Eindrücke auf uns wirken und bummelten an Kirchen und kleinen Gässchen vorbei, ließen uns auf Bänken in den verschiedenen Grünanlagen nieder, liefen über den Markt in der Markthalle und einen Jahrmarkt in der Altstadt.
    Nach zwei Nächten bestiegen wir einen Zug und nahmen Kurs auf Krakau.
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