• Kölschgänger
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CCAA - Köln

CCAA - Colonia Claudia Ara Agrippinensium - Köln - Kölle
Wie es war und wie es ist.
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  • Ursulaplatz

    3. september 2017, Tyskland ⋅ ☀️ 18 °C

    Der Ursulaplatz, in dessen Mitte sich die Kirche St. Ursula befindet ist heute mein Ziel. Errichtet wurde St. Ursula etwa 1135 auf einem römischen Gräberfeld.

    Wenn wir einmal an ihr hochschauen, sehen wir bereits die erste Besonderheit. Diesen Kirchturm ziert nicht wie üblich ein Hahn oder ein Wetterfähnchen, sondern eine Krone. Ursula war nämlich eine Königstochter, die aber keinen allzu großen Drang spürte den für sie ausgesuchten Sohn des englischen Königs zu ehelichen. Eine göttliche Eingebung half ihr das zu verhindern, indem sie vom Königssohn verlangte sich taufen zu lassen und ihr eine dreijährige Frist bis zur Hochzeit zu gewähren, damit sie auf Pilgerreise gehen konnte.

    Gesagt, getan. So machte sie sich mit 10 weiteren Jungfrauen auf die Reise gen Rom. Zu jeder der Jungfrauen sollten sich 1000 weitere jungfräuliche Damen gesellen. Auf der Durchreise in Köln erschien ihr dann ein Engel, der ihr auftrug, auf der Rückreise erneut nach Köln zu kommen, da es ihre Bestimmung sei den Märtyrertod zu erleiden. Auf dem Rückweg wurden die Jungfrauen vor den Toren Kölns von Attila und seinen Hunnen niedergemetzelt. Nur Ursula wurde verschont, da Attila sie ehelichen wollte. Als Ursula dies ablehnte, wurde auch sie getötet und die Prophezeiung damit erfüllt. So kam Köln an diese riesige Menge an Reliquien.

    Bis 1802 war St. Ursula ein Kloster, wurde aber dann aufgehoben und ist seit 1804 Pfarrkirche. Übrigens wurden 1802 alle Klöster in Köln im Rahmen der Säkularisierung (Verweltlichung ) aufgehoben und meist einer Gemeinde zugeteilt. Unbedingt anschauen müssen wir uns die Goldene Kammer. Diese begehbare Reliqienkammer ist bis zur Decke mit Gebeinen und Knöchelchen gefüllt, dazu noch jede Menge Reliqienbüsten. Sie wurde 2005 eröffnet. Unbedingt anschauen.

    Nach dem Besuch der Kirche habe ich jetzt ein wenig Durst. Hier am Ursulaplatz bietet sich ein leckeres Kölsch im Brauhaus zur Schreckenskammer an.

    Deshalb euch einen schönen Tag und mir ein oder zwei leckere Kölsch.

    Ronald
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  • Schokoladenmädchen

    30. august 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 24 °C

    Köln und seine Details. Viele kleine Denkmäler finden sich in den Straßen. Ich meine, Du, Stollwerck-Mädchen bist ein besonderes.
    Sepp Hürten erschafft Dich und 1990 wirst Du an Deinem Platz aufgestellt. Die Produktionsstätte der Firma Stollwerck ist zu diesem Zeitpunkt in Köln längst verloren.
    Tausende von Dir verpacken ein Jahrhundert zuvor in diesem Viertel in langen Schichten, zwölf Stunden am Tag und mehr, Schokolade. Eine Arbeit für Damen. Männerhände sind zu grob. Nur die feinen Händen von Euch Stollwerck-Mädchen sind geeignet für die feinen Pralinés. Findet das Unternehmen seinerzeit.
    Danach ist Euer Tagwerk nicht geschafft. Derbe Hausarbeit wartet auch auf die feinen Hände. Namenlose Mühen jeden Tag schaffen ein Arbeiterviertel, dass wir heute als Ur-Kölsch sehr schätzen, das unter allen Vierteln Kölns dem bewunderten Paris am nächsten kommt. Der Schweiß vergangener Tage ist längst verflogen, ersetzt durch den modernen Flair eines alten Arbeiter-Stadtteils.
    Eine Künstlerin, Uschi Huber, gibt Dir liebevoll den Namen "Gerda", wie er seinerzeit oft vorkommt. Aus der Anonymität hilft Dir das nicht. Aber, ich finde, er zollt ein wenig von dem Respekt, den jede von Euch verdient. Jede einzelne von Euch hat daran mitgewirkt - aber selbstverständlich unwissentlich -, dass die Südstadt das ist, was sie heute ist.
    Und so stehe ich ab und an vor dieser Skulptur und versuche mir vorzustellen, wie Dein Leben damals ist. Kein Jahrhundert her und doch aus einer fernen Welt.

    Michael
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  • Die Kirche St. Gregorius im Elend

    13. august 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 19 °C

    Da steht sie, unweit der Severinsbrücke in der Südstadt. St. Gregorius im Elend, auch Elendskirche genannt. Der Name im Elend entstand aus dem früheren Namen des Katharinengäßchens. Dieses hieß früher „Om Elend“. Die Kirche hatte eine besondere Stellung, denn auf dem Elendskirchhof wurden die heimatlosen und nicht katholischen Leute begraben. Diese durften damals noch nicht auf einem Pfarrkirchhof beerdigt werden.

    Es war also der Friedhof der „akatholischen Toten“. Protestanten wurden später dann auf dem Geusenfriedhof beerdigt, aber darüber habe ich ja bereits berichtet. Die Kirche wird bis heute für katholische Gottesdienste nationaler Minderheiten genutzt, womit sie ihrer Tradition treu geblieben ist. Das Eingangsgitter stand übrigens früher am Kölner Rathaus. Außerdem ist sie die einzige private Kirche Kölns, da sie der Familie de Groote gehört. Und das schon seit 1678.

    Übrigens,wenn wir aus dem Haupttor treten, liegt links die Achternstraße. Der große Kölner Liedermacher Willi Ostermann hat einen sehr bekannten Song geschrieben, dessen Inhalt sich hier abgespielt hat. Denn hier war die Wohnung seiner Schwiegereltern und diese hießen „Palm“. Ich denke jeder Kölner kennt dieses Lied. „Kut erop! Kut erop! Kut erop! Bei Palms do es de Pief verstopp….“ und so weiter.

    Aber das nur so nebenbei. Gönnt euch ab und an mal einen Abstecher in unsere Veedel. Es gibt überall etwas zu entdecken.

    Ronald
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  • Die Ulrepforte in der Südstadt

    5. august 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 16 °C

    Die „Ülepooz“, wie der Kölner sagt, hatte keine große Bedeutung für den Verkehr und war deshalb das kleinste der Stadttore. Auch dieses Tor wurde im 13. Jahrhundert während des Baus der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Mit einer Breite von vier Metern war es der schmalste Durchgang der Kölner Stadttore. Den Namen hat es von den „Ulnern“ (Töpfer), die ihr Handwerk hier ausübten. Wegen der Brandgefahr mussten sie in unbewohnte, eher bäuerliche Bereiche ausweichen.

    In der Nacht zum 15. Oktober 1268 war die Ulrepforte Schauplatz einer blutigen Auseinandersetzung. Der zuvor aus Köln geflohene Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg hatte vor, gegen die Overstolzen seine Macht zurückzuerobern. Hilfe hatte er dabei von der, ebenfalls aus der Stadt vertriebenen, Familie der „Weisen“.

    Einer Sage nach wurde ein Schuster mit Namen Havenit, der direkt an der Mauer wohnte, mit 25 Mark bestochen, um einen Tunnel zu graben, durch den ein unbemerktes Eindringen in die Stadt möglich war.
    Allerdings flog der Plan auf und die Eindringlinge konnten getötet, in die Flucht geschlagen oder gefangen genommen werden. Tatsächlich wurde bei Bauarbeiten, welche die Prinzengarde in Auftrag gegeben haben, ein nachträglich zugeschütteter Durchgang entdeckt. Ob dieser etwas mit der Schlacht an der Ulrepforte zu tun hatte, ist allerdings nicht bestätigt.

    Ab 1450 wurde dieses eher unwichtige Stadttor zugemauert und der Turm zur Windmühle umgebaut. Im Gegensatz zu Wassermühlen, die im Falle einer Belagerung anfällig waren, da die Belagerer den Kölnern das Wasser abgraben konnten, waren Windmühlen sicher. Und so konnte hier die wichtige Versorgung durch Mahlen des Korns aufrechterhalten werden. Im 19. Jahrhundert wurde an der Ulrepforte immer wieder angebaut und diese verstärkt. So gab es 1900 hier sogar eine Gastwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die roten Funken die Ulrepforte gepachtet. Im östlichen der beiden Wehrtürme sind heute die Vereinsräume der blauen Funken zu finden.

    Ronald
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  • Das Severinstor

    30. juni 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 19 °C

    Die am Chlodwigplatz gelegene Torburg hat ihren Namen von der Pfarrei St. Severinus. Das Severinstor oder „Vringspooz”, wie sie auf Kölsch genannt wird, ist eine der Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer.
    Im 13. Jahrhundert errichtet, diente sie der Verteidigung des Toreingangs, und war gleichzeitig ein wichtiger Standpunkt zur Sicherung einiger Klöster und der Straße in Richtung Bonn.
    Nachdem 1881 die Stadtmauer eingerissen wurde, verlor die Torburg ihre Funktion und beherbergte lange Zeit verschiedene Museen. Heute kann man sich in der Torburg trauen lassen und verschiedene Räumlichkeiten können für private Feiern gemietet werden. Traditionell wird hier jedes Jahr die Geschichte von Jan und Jriet aufgeführt.

    Ronald
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  • Bottmühle

    28. juni 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 20 °C

    Hey, Bottmühle, ich finde, Du gibst Rätsel auf. Ein wenig verwunschen wirkst Du schon. Du stehst da, bedrängt von vierstöckigen Häusern der verschiedenen Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts, umringt von mächtigen Bäumen, nahe dem Verlauf unserer alten Stadtmauer. Du gehörst nicht zu Mauer und nicht zu der Stadt, die Dich jetzt umringt. Wer bist Du, der Du den Cafés heute Schatten spendet und mit Deinen Bäumen ein gemütliches Flair verleihst? Psst… Ich habe von Leuten gehört, die Dich für die Weckschnapp halten.
    Neugierig bin ich und schlage nach. Alessandro Pasqualini schafft Dein Fundament 1552. Eine Plattform für Geschützanlagen sollst Du sein, wenn wir angegriffen werden, auf der Position zwischen Bayenturm und Severinstor. Aha!
    Gut, das Schießpulver ist längst etabliert. Städte werden in dieser Zeit mit Kanonen angegriffen, nicht mehr mit Triboken und Wandeltürmen. Aber so weit hinter der Mauer? Haben wir nicht ein Reichweitenproblem?
    Alsbald beschließt man, dass es im Belagerungsfall sinnvoll ist, Korn mahlen zu können, um Brot essen zu können. Peter von Gleuel errichtet 1588 eine hölzerne Bockwindmühle auf Deiner Plattform. So eine, die man komplett in Windrichtung drehen kann. Diese wird 90 Jahre später, also 1678, durch eine steinerne ersetzt. Seitdem siehst Du also so oder ähnlich aus.
    Gut, Korn wird heute anders gemahlen. Auch Deine Aufgaben verändern sich mit der Zeit. Du beherbergst zurzeit eine Jugendgruppe. Ich weiß, dass Kurse in Dir gehalten werden. War selbst schon da.
    Mit der Gastronomie hast Du nie geliebäugelt? Deine Kollegen machen es Dir doch vor und ich sehe nicht, dass Du es nicht auch könntest. Wie gesagt, ich finde, Du spendest ein gemütliches Flair.
    Aber eines weiß ich noch nicht. Wo kommt die Silbe "Bott" her? Im kölschen oder rheinischen haben wir das Adjektiv "bott" für "plump" und "ungeschickt". Das passt nicht. Kann es sein, dass da etwas verloren gegangen ist?
    Wer weiß , wo das Wort oder die Silbe herkommt?

    Michael

    -

    Hey, Bottmüll, ich finge, Do giss Rödsele op. E bessche verwunsche wirkst Do ald. Do steihs do, bedrängk vun veerstöckige Hüüscher us de verschiede Johrzehnte vum letzte Johrhundert, ömringk vun staatse Bäum, noh an der aal Stadtmuur. Do gehöös nit bei der Muur un nit bei der Stadt, die Dich jetz ömringk. Wä bes Do, dä Do de Cafés hügg Schatte spends un met Dinge Bäum e gemödlich Flair verleihs? Pss… Ich han vun Lück gehürt, die Dich für de Weckschnapp halde.
    Neugeerig ben ich un schlonn noh. Alessandro Pasqualini schaff Ding Fundament 1552. En Plattform för Geschötze solls Do sin, wann mer aangegreffe weede, op der Position zwesche Bayetoon un Vringspooz. Aha!
    God, et Scheeßpolver es längs etabliert. Städt weede zo dä Zigg met Kanone aangegreffe, nit mih met Triboke und Wandeltürm. Ävver su wigg hinger der Murr? Recke die dann esu wigg?
    Baal beschleeß mer, dat et em Belagerungsfall jet wäät es, Koon mohle zo künne, för Brud esse zu künne. Der Peter vun Gleuel trick 1588 en hölze Bockwindmüll op Dinger Plattform huh. Esu ein, die mer komplett en Windrichtung drihe kann. Die weed 90 Johr späder, dämnoh 1678, durch ein us Stein ersetz. Zickdäm sühs Do alsu esu oder su ähnlich us.
    God, Koon weed hück anders gemohle. Och Ding Aufgab verändert sich met der Zigg. Do beherbergs zorzigg e Jugendschmölzche. Ich weiß, dat Lihrgäng en Dir gehalde weede. Wor selvs ald do.
    An en Weetschaff häs Do nie gedaach? Dinge Kollege maache et Dir doch vör un ich sinn nit, dat Do dat nit künns. Wie gesaht, ich finge, do schaffs e gemödlich Flair.
    Ävver dat eine weiß ich noch nit. Wo kütt die Silv "Bott" her? Em kölsche ov rheinische han mer dat Adjektiv "bott" för "plump" un "ungescheck". Dat pass nit. Kann et sin, dat da jet verlore gegange es?
    Wä weiß, wo dat Wood ov die Silv herkütt?

    Mechel
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  • Durch den Rheinauhafen zum Bayenturm

    25. juni 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute gönne ich mir einen kleinen Spaziergang durch den Rheinauhafen. Los geht es an der Drehbrücke neben dem Malakoffturm. Auf der anderen Straßenseite liegt St. Maria Lyskirchen. Heute kann man sagen "auf der anderen Straßenseite", denn hier sah es früher ganz anders aus. Es gab eine kleine vorgelagerte Insel, eine Werth. Diese war wirklich klein und wurde deshalb nur das Werthchen genannt. Die Insel erstreckte sich etwa vom Bayenturm, zu dem ich gleich noch spazieren werde, bis kurz vor St. Maria Lyskirchen. Im 13. Jahrhundert taucht die Insel in Aufzeichnungen erstmals auf, damals als Hinrichtungsstätte. Später wurde sie von Fischern und Schiffsbauern genutzt, im 19. Jahrhundert dann in einen Park umgewandelt.

    Spannend die Geschichte unserer Stadt. Überall kann ich eintauchen in das alte Köln, es braucht nur ein wenig Phantasie. Nun gehe ich gemütlich weiter und lasse den Rheinauhafen auf mich wirken. Schokoladenmuseum, Olympiamuseum. Alte Kräne und Lagerhäuser. Die Kranhäuser, natürlich. Nach einiger Zeit taucht rechts ein imposanter Turm auf, der Bayenturm.

    Der Bayenturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm, der um 1220 als Teil der acht Kilometer langen Stadtbefestigung entstand. Er war der südliche Eckturm der Stadtmauer, die Köln 700 Jahre lang umschloss. Mit seinen 35 Metern Höhe und 2,50 Meter dicken Mauern ist er schon sehr imposant anzuschauen. Ebenfalls konnte von hier aus der „Treidelbetrieb“ (das Ziehen der Kähne stromaufwärts durch Pferde) überwacht werden. Dem Turm vorgelagert war eine Schleuse, durch die der Graben vor der Stadtmauer geflutet wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Turm erheblich beschädigt und fristete lange Zeit sein Dasein als Ruine. Erst 1987 wurde er wieder aufgebaut, eigentlich unglaublich.

    Heute ist er Sitz der von Alice Schwarzer initiierten gemeinnützigen Stiftung „Frauen Media Turm“. Im Turm befindet sich auch ihr Büro und die Redaktion der Zeitschrift „Emma“. Eine alte Kölner Weisheit sagt „Wer den Turm hat, hat die Macht“. Ein prima Streitthema für gesellige Runden in unseren schönen Brauhäusern und Gasthäusern in der nahen Südstadt finde ich. Stimmung garantiert.

    Ronald
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  • Kölsch trinken - aber wo? ( Teil 3 )

    25. juni 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 20 °C

    Auch heute bin ich unterwegs, um euch ein paar feine Lokale vorzustellen. Los geht es direkt am Hauptbahnhof. Hier liegt das Brauhaus Gaffel am Dom im traditionsreichen Deichmannhaus. Dieses hat übrigens nichts mit der Schuhfirma zu tun, sondern Deichmann war Besitzer einer eigenen Bank und 1870 Mitbegründer der Deutschen Bank. Außer gut Essen und Trinken, Gaffel natürlich, besteht hier auch die Möglichkeit, das "Zappes Diplom" abzulegen und zu einem perfekten Kölsch- Zapfer zu werden. Eine kurzweilige und launige Geschichte.

    Weiter geht es im Ursulaviertel unweit des Hauptbahnhofs. Direkt neben St. Ursula befindet sich das Brauhaus zur Schreckenskammer. Erstmals 1442 urkundlich erwähnt. Hier gibt es ein eigenes Kölsch, das im Lohnbrauverfahren bei der Dom Brauerei gebraut wird. Dieses Kölsch wird nach hauseigenem Rezept gebraut und ohne Kohlensäure abgefüllt. Bei schönem Wetter könnt ihr auch im hübschen Biergarten sitzen. Achtung, separater Eingang.
    Aber wie kommt man zu so einem Namen? Nun, das ursprüngliche Brauhaus stand in der Johannisstraße und genau gegenüber befand sich eine Eisenbahner – Lehranstalt. Die Lehranstalt hatte aber nicht genug Räumlichkeiten und deshalb wurden die Prüfungen in den Räumen des Brauhauses abgehalten. Irgendwann kam einmal ein Prüfer und suchte diese Räumlichkeiten mit dem Satz, “Na, wo ist denn nun die Schreckenskammer“.
    Eine andere Erklärung ist, dass die Verurteilten auf dem Weg in die Weckschnapp ( ihr erinnert euch sicher ) im Brauhaus ihre Henkersmahlzeit bekamen. Das Kölsch schmeckt jedenfalls hervorragend. Nicht wundern, wenn der Boden sehr sandig ist. Dieser alte Dielenboden wird meist mit Sand gereinigt. Früher wurde Sägemehl benutzt. Heute ist das aber aus Brandschutzgründen verboten.

    Eine sehr außergewöhnliche Location habe ich in Ehrenfeld gefunden. Hier befindet sich Kölns kleinstes Brauhaus, die „Braustelle“. In dieser gemütlichen und freundlichen Brauerei wird an acht Zapfhähnen gezapft. Neben den vier Klassikern Helios, Helios-Weizen, Ehrenfelder Alt und Pink Panther gibt es weitere vier Spezialitäten im Wechsel. Außerdem bietet die Braustelle auch Brauereiführungen, Brauseminare und moderierte Verkostungen verschiedener Biere an. Die Christian- straße 2 ist also auf jeden Fall eine Adresse, die man sich merken sollte.

    Und zum Schluss für heute noch ein Laden, der in meiner Auflistung einfach nicht fehlen darf. Ein paar Meter vom Neumarkt entfernt erreichen wir das Gasthaus „Bei dr Tant“, eine alte Traditionskneipe, in der Gaffel Kölsch gezapft wird. Natürlich vom Fass. Ob im Sommer auf der Terrasse, an der hufeisenförmigen Theke oder im Oberstübchen. Egal, hier fühlt man sich wohl. Ein paar Kölsch und “jet zo müffele” (wie der Kölner sagt) und schon vergeht die Zeit wie im Fluge. Früher konnte man vom ersten Stock direkt hinunter schauen, aber mittlerweile ist die Decke geschlossen. Den Namen hat die Kneipe von Maria Kremer, die nach dem Krieg das Gebäude unter großen Mühen wieder aufbauen ließ. Für die Kinder hatte sie immer eine Zuckerstange übrig und wurde von den Menschen liebevoll „de Tant“ gerufen. Nur ein paar Schritte vom hektischen Neumarkt entfernt liegt dieses kleine Paradies.

    Das waren wieder einmal einige unserer kleinen kölschen Paradiese. Schaut einfach mal vorbei wenn ihr in der Nähe seid.

    Viel Spaß dabei wünscht euch

    Ronald.
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  • Der Volksgarten

    10. juni 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 20 °C

    Eigentlich sollte er im Gebiet des Rathenauplatzes angelegt werden. Da es aber nicht genügend Grundstücke zu kaufen gab wurde das heutige Gebiet genommen.

    Bereits seit 1890 existiert der etwa 15 Hektar große Volksgarten und ist damit einer der ältesten Parkanlagen Kölns, entstanden auf dem Gelände des ehemaligen Fort IV. Dieses Fort wurde in der Zeit von 1816-1825 erbaut. Damit wurden zum ersten Mal Teile der alten Festungsanlagen in einen Park integriert. Ganz gut gelungen, finde ich. Am Rand des Volksgartens und direkt in Nachbarschaft zu den letzten Resten dieses Forts liegt ein kleiner, aber wunderschöner Rosengarten.

    Dazu gibt es im Park einen Weiher mit Tretbootverleih. Mitten in diesem Weiher schießt eine Wasserfontäne rund 15 Meter in die Höhe. Seit den 1980er Jahren wird der Park als Liegewiese und Grillplatz genutzt. Bei schönem Wetter besuchen täglich bis zu 10.000 Menschen den Volksgarten.

    Mitten im Garten, wunderschön neben dem kleinen See gelegen, befindet sich der Heller‘s Biergarten mit rund 600 Sitzplätzen. Kein Straßenlärm stört, herrlich. Ausgeschenkt wird süffiges Heller‘s. Nebenan kann man Böötchen fahren.
    Am Südende des Parks fällt ein kleines rotes Holzhaus ins Auge. Hier handelt es sich um „Haus Gotland“, ein Geschenk des schwedischen Staates an die Stadt Köln nach dem Krieg, um hier einen Kindergarten einzurichten.
    Manchmal sitze im Volksgarten und genieße die Ruhe. Unweit der Südstadt wo das Leben pulsiert. Und genau das mag ich so an unserer Stadt. Köln hat einen Grüngürtel. Einzigartig. Durch seine Lage gibt es immer wieder die Möglichkeit unweit des hektischen Treibens zur Ruhe zu kommen. So wie heute, hier, mitten im Park. Und doch mitten in der Stadt.
    Eine gute Zeit wünscht euch

    Ronald
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  • Die historische Senfmühle in Köln

    31. maj 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute werde ich mir mal unsere Senfmühle anschauen. Da wollte ich schon lange mal hin. Ich liebe Senf. Ich stehe nun direkt vor dem Schaufenster der historischen Senfmühle. An manchen Tagen steigt einem der Senfgeruch auch bereits in die Nase. Die historische Kölner Senfmühle ist über 200 Jahre alt und damit eine der ältesten in Europa. Sie wurde 2009 wieder in Betrieb genommen. Hier kann ich die altertümliche Herstellungsweise in seiner vollen Bandbreite bewundern. Pro Tag werden etwa 360 kg feinster Gourmetsenf in neun verschiedenen Geschmacksrichtungen von süß über mittelscharf bis scharf hergestellt. Hierzu werden alte Rezepte aus dem 15. Jahrhundert und aus dem Jahr 1820 verwendet, wie es dem Baujahr der Senfmühle entspricht. Ich nehme mir ein wenig Zeit und nutze die Gelegenheit, dem Senfmüller bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Mehrere Führungen täglich geben dazu reichlich Gelegenheit. Und natürlich habe ich den Senf auch probiert, denn der Senf ist von höchster Stelle prämiert worden. Hier wird Klasse statt Masse geboten. In vielen Kölner Metzgereien und Gasthäusern wird dieser Senf verköstigt. Das war sehr spannend und unterhaltsam. Schön das wir so etwas in Köln haben.

    Ronald
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  • Kölsch trinken - aber wo? ( Teil 2)

    16. maj 2017, Tyskland ⋅ ☀️ 24 °C

    Diese Frage stellt sich in unserer Stadt eigentlich nicht. Ein leckeres Kölsch zu bekommen ist in Köln denkbar einfach. Ich war diesmal im Kunibertsviertel und am Eigelstein unterwegs und habe hier ein paar Tipps für euch.
    Gut versteckt im Kunibertsveedel eröffnete im Jahr 2000 das Brauhaus Max Stark. Dieses sehr angenehme Ecklokal besitzt längst Kultstatus. 1998 abgerissen und im originalen Stil wieder aufgebaut, zapft man hier seitdem Päffgen Kölsch. Natürlich frisch aus dem Fass. Einziger Nachteil, man darf nicht zu spät kommen, denn der Laden ist nicht so groß und füllt sich abends schnell.

    In unmittelbarer Nähe zur Eigelstein–Torburg, früher ein wichtiger Teil der alten römischen Heerstraße, die durchs komplette Rheinland führte, befindet sich das schöne Brauhaus “Em Kölsche Boor” mit seiner über 250 Jahre alten Tradition. Namentlich erwähnt wurde es bereits vor der Zeit der französischen Revolution. Damit ist es eines der ältesten Brauhäuser Kölns. Ausgeschenkt wird Gaffel Kölsch - die Brauerei ist ja nicht weit weg. Sehr gut finde ich auch, dass hier der Senf unserer Kölner Senfmühle benutzt und verkauft wird. So gehört sich das. Wer nicht aus Kölle kommt, sollte sich unbedingt das „Kontörchen“ in der Mitte des Brauhauses ansehen. Ein schönes Stück kölscher Brauhaus Tradition. Wo ich gerade vom Essen spreche. Hier im Eigelsteinveedel lebte früher auch ein unvergessenes Kölsches Original, das einem immer einfällt, wenn man vom Essen spricht. Die Rede ist von Johann Arnold Klütsch. Den Kölnern besser bekannt als „Fressklötsch“. Sein Appetit war überall in Köln bekannt und er sorgte immer wieder für unglaubliche Anekdoten. So hat er einmal beim Entladen eines Holländischen Frachters geholfen und als Lohn ein großes Rad Käse erhalten. Als er in die Stadt wollte, forderte man ihn auf, die fällige Steuer für den Käse zu zahlen. Dies tat er nicht. Stattdessen setzte er sich hin und vertilgte das komplette Rad Käse vor den Augen des Offiziellen und stolzierte danach hämisch grinsend an den Wachen vorbei durch das Stadttor.

    Mal kein Traditions–Gasthaus, aber trotzdem prima, das Anno Pief. Entstanden aus einer normalen Wohnung, nachdem der Stavenhof, so heißt die Straße, seinen Ruf als Rotlichtgasse eingebüßt hatte. Hier im Stavenhof arbeiteten früher die sogenannten „Kleingeld–Prostituierten“, sprich die älteren Damen des horizontalen Gewerbes, die aus den lukrativen Bezirken verdrängt wurden. Hier ist es die Straße, die für die Tradition zuständig ist. Millowitsch drehte hier seine „Klefisch“ Krimis und Jürgen Zeltinger besang den Stüverhoff. Eine normale Kneipe ist es aber natürlich trotzdem nicht. Im hinteren Bereich des Raumes sitzt man auf Kirchenbänken. Hier „denkt“ man Kölsch.
    Zurück auf der Straße Eigelstein sehen wir gegenüber in 20 Metern bereits das Weinhaus Vogel.

    Das Weinhaus Vogel ist ein sehr angenehmes Wein- und Bierhaus mit gemütlich rustikalem Ambiente. Urig schön. Wenn man hier im Biergarten sitzt, fällt es schwer sich vorzustellen, dass es nur rund 700 Meter bis zum Hauptbahnhof sind. Früher wurde viel Wein getrunken, auch in Köln. Aus dieser alten Tradition stammt noch der Name. Wie in vielen Brauhäusern war es auch üblich Schnaps zu brennen. Auch dafür stand das Weinhaus Vogel. Und ein kleiner Tipp von mir, probiert einmal das eigene, etwas stärker eingebraute „Hopfenblut“. Es lohnt sich, am besten im urigen Thekenraum.

    Am Eigelstein 115 steht das schmalste Haus in Köln. Es hat eine Breite von nur 2,56 Metern. Dafür hat es eine Länge von rund 30 Metern. Wenn ihr genau hinseht, werdet ihr feststellen, dass die Außenmauern der Nachbarhäuser für dieses kuriose Haus die Innenwände sind. Die oberen Etagen sind nur über eine Freitreppe im Hinterhof zu erreichen. Würdet ihr hier wohnen wollen?

    Das waren ein paar Tipps aus dem Bereich hinter dem Hauptbahnhof. Viel Spaß beim ausprobieren.

    Euer Ronald
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  • Kölsch trinken – aber wo?

    15. maj 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 22 °C

    Hi liebe Kölschgänger-Freunde. In unserem Namen findet ihr das Wort „Kölsch“. Dies kann auf unsere Sprache und auf unser Bier gemünzt sein, oder beides. Jedenfalls erinnert unser Name mich regelmäßig daran, dass ich Durst habe. Und mir wurde schon früher gesagt ich solle darauf achten genug zu trinken. Also kehre ich schon mal in der einen oder/und anderen Lokalität ein und komme dem Rat nach.

    Einige meiner liebgewonnenen Lokalitäten möchte ich euch heute kurz vorstellen. Jede hat ihr ganz eigenes Flair und genau diese Abwechslung finde ich so schön.

    Das Brauhaus im roten Ochsen, nur ein paar Meter von der Altstadt entfernt. Dieses Brauhaus kann auf eine lange Tradition zurückschauen, die bis ins Jahr 1798 zurückreicht. Leider wurde 1916 der Braubetrieb eingestellt und das Traditionshaus von dieser Zeit an als Gasthaus weitergeführt. Hier besteht die Möglichkeit, ein leckeres Reissdorf zu süffeln, natürlich vom Fass gezapft.

    Die Ubierschänke. Die wohl traditionsreichste Kneipe in der Südstadt, urig und typisch Kölsch. Und da in urigen Kneipen immer alles etwas anders ist, gibt es hier auch ein eigenes Bier, nämlich Böll Bier. Benannt wurde das Bier nach dem Szenewirt Clemens Böll, der nur wenige Schritte von hier das Chlodwig Eck betrieben hat.
    Neben Kölsch könnt ihr hier je nach Saison auch Maibock, helles oder den roten Bengel trinken. Diese Biere werden in der Sünner Brauerei im Lohnbrauverfahren unter Aufsicht nach eigener Rezeptur gebraut. Da es in kleinen Brauchargen hergestellt wird, kann auf großindustrielle Stabilisierungsmethoden verzichtet werden und wir bekommen ein absolut natürliches Bier. Auch Konzerte finden hier regelmäßig statt.

    Direkt am Rand des Trude Herr Parks steht das Bürgerhaus Stollwerk. Bei schönem Wetter lohnt es sich, ein wenig im Biergarten Platz zu nehmen und die Ruhe zu genießen. Immerhin sind wir gerade mal 2000 Meter vom Dom und der hektischen Betriebsamkeit dort entfernt und bekommen hier das Gefühl, irgendwo weit weg von der City zu sein.

    Das Früh im Veedel, mitten im Herzen der Südstadt und eine der ältesten Gaststätten Kölns. Früher war hier eine Brennerei beheimatet, wie man an der Fassade immer noch erkennen kann. Seit 1979 wird hier Früh–Kölsch gezapft. Im „Invalidendom“, wie er bei Insidern heißt, kann man immer noch die historische Destille bewundern, die hier früher im Einsatz war. Das Essen ist typisch kölsch und das urige Flair lädt zum Verweilen ein.

    Das Alte Brauhaus. An diesem Ort entstand 1894 die Brauerei Reissdorf, von Heinrich Reissdorf gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg befand sich hier die Flaschenfüllanlage. Nachdem der Platz aber zu eng wurde und in Rodenkirchen ein neues Werk entstanden war, wurde 2010 an alter Stelle wieder ein Brauhaus errichtet.
    Diese Tradition setzt das Brauhaus fort, da hier natürlich Reissdorf gezapft wird. Hier, mitten in der Südstadt und im Schatten der Severinstorburg, lässt es sich gut aushalten. Bei schönem Wetter können die Glastüren geöffnet werden. So sitzt man dann direkt an der Straße und bekommt auch noch etwas vom Leben im Veedel mit.

    So, das waren einige schöne Anlaufstellen um sich ein süffiges Kölsch durch den Kopf gehen zu lassen. Nächste Woche habe ich noch ein paar angenehme Tränken für euch. Bis dahin eine gute Zeit und Prost wünscht euch

    Ronald.
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  • St. Kunibert

    3. maj 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 11 °C

    Hallo meine Lieben. Heute möchte ich euch animieren mal St. Kunibert zu besuchen. Den Besuch könnt ihr ganz wunderbar mit einem Spaziergang am Rhein verbinden.
    Wenn ihr euch von der Altstadt in Richtung Zoobrücke bewegt kommt ihr automatisch an St. Kunibert vorbei. Ihr braucht nur einmal die Straße überqueren und steht fast schon vor dem Eingangsportal.

    Der Heilige Kunibert, um 600 geboren und später Bischof von Köln, stiftete damals an dieser Stelle eine Kirche, in der er auch bestattet wurde. Ca. 1210 wurde dann mit dem Bau von St. Kunibert begonnen. Damit ist sie die jüngste der großen romanischen Kirchen in Köln.

    Die Kirche wurde im Laufe der Zeit immer wieder verändert und ausgebaut und im 2.Weltkrieg stark zerstört. Hier wurden die Kriegsschäden sehr spät komplett beseitigt, denn erst 1993 wurde St. Kunibert vollständig wiedereröffnet. Beim Aufbau wurden allerdings starke Veränderungen vorgenommen, so dass die Kirche heute anders aussieht als vor der Zerstörung. Sehr bekannt ist die Legende vom Kunibertspütz, einem Brunnenschacht. Dieser Legende nach befand sich auf dem Grund des Schachts eine Art Paradies, in dem Kinder spielten und von der Jungfrau Maria gefüttert wurden.

    Nach Ansicht dieser Kölner Legende wurden die Kinder also nicht vom Storch gebracht, sondern entsprangen dem Kunibertspütz. Bis ins 19. Jahrhundert war es Brauch, dass Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch Wasser aus diesem Brunnen tranken. Sehr schön ist auch die Orgel, die eher untypisch ebenerdig untergebracht ist und die schon sehr beeindruckend aussieht.

    Viel Spaß beim Besuch und euch eine gute Zeit wünscht euch

    Ronald.
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  • Ein Krokodil auf dem Rhein

    22. april 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 8 °C

    Erinnert ihr euch auch ab und zu an Abenteuer eurer Kindheit? Es sind ebenso schöne wie auch wertvolle Erinnerungen. Ich durfte früher auf einem alten Aalkutter mitfahren. Nur ein paar hundert Meter den Rhein rauf und runter. Es ist ewig her und die Aalkutter sind längst Geschichte. Aber an guten Tagen, wenn ich am Rhein spazieren gehe, kommen die Erinnerungen zurück. Sie zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht und für ein paar kostbare Augenblicke bin ich wieder Kind und sehe den Rhein wieder mit Kinderaugen. Das ist schön.

    Nun, auch Ihr habt die Möglichkeit euren Kleinen eine Freude zu Bereiten. In Zündorf an der Groov könnt ihr mit einem kleinen Boot, dem Krokodil auf die andere Rheinseite nach Weiß übersetzen. Kinder im Alter bis 6 Jahren fahren für 1 Euro. Das ist ein wirklich bezahlbarer Spaß.

    Ihr könnt sogar ein kleines Abenteuer daraus machen. Es gibt eine kleine weiße Tafel die man herunterklappen muss, und einen extra Sitzplatz damit der Kapitän auf dem Schiff auch sieht das da jemand wartet. Was glaubt ihr welche Gefühle bei einem Kind aufkommen wenn es alle Vorbereitungen getroffen hat und sich das Boot drüben auf der anderen Seite dann in Bewegung setzt. Zappelig wird es sein. Aufgeregt.

    Für Kinder ist der Strom noch viel größer und wenn ein Schiff vorbei kommt, das Krokodil ein wenig in den Wellen liegt und das kleine Schiff anfängt leicht zu schaukeln ist die Aufregung bei euren Liebsten groß.

    Gönnt euren Lieben und auch euch selbst dieses Erlebnis.

    Kleiner Tipp. Am Abend vorher schon mal sagen was ihr machen wollt und dann eine kleine Geschichte erzählen. Die vom Wal, der sich mal in den Rhein verirrt hat bietet sich da an.

    Viel Spaß wünscht euch

    Ronald
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  • St. Maria Lyskirchen

    10. april 2017, Tyskland ⋅ ⛅ 12 °C

    Was für ein herrliches Wetter heute. Zeit mal wieder einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ich schaue mir heute mal diese kleine Kirche kurz hinter der Altstadt an. Kann ich wunderbar mit einem Spaziergang am Rhein verbinden und hinterher vielleicht noch auf ein Kölsch im Biergarten am Malakoffturm, der liegt genau gegenüber der Kirche. Aber erst einen kleinen Abstecher zu dieser kleinen Kirche. Da bin ich schon zigmal vorbeigekommen auf meinen Spaziergängen am Rhein entlang, aber irgendwie habe ich diese Kirche nicht so richtig wahrgenommen. Zeit das zu ändern.

    St. Maria Lyskirchen ist die kleinste der zwölf großen romanischen Basiliken, entstand etwa um 1220. Besonders schön sind die Gewölbefresken über dem Eingang. Diese wurden ab 1879 wieder freigelegt und sind größtenteils erhalten geblieben. Hatte irgendwo einmal aufgeschnappt das die Leute oft von der "Schifferkirche" reden und damit diese Kirche gemeint ist. Hier wird die spätgotische Schiffermadonna verehrt, deshalb dieser Name. Eigentlich ist dies ja auch gar nicht so abwegig, bedenkt man die unmittelbare Nähe zum Rhein. Und früher war der Rhein noch etwas näher.

    Heute kommt einem diese Ecke ein wenig verschlafen vor, aber früher war hier die Holzwerft. Bau - und Brennholz wurde hier entladen und gehandelt. Daran erinnert der Name des benachbarten Platzes, der Holzmarkt. Straßennamen verraten oft etwas über die Vergangenheit der Umgebung, meine Kollegin Annegret stellt euch ja aus diesem Grund wöchentlich einen Straßennamen vor. Aber zurück zur Kirche.

    Bei genauer Betrachtung stelle ich fest das diese Kirche nur einen Turm hat. Der geplante linke Turm hat nur zwei Geschosse, und da Lyskirchen immer nur Pfarrkirche war und deshalb einfach zu wenig Geld zur Verfügung stand, wurde er nie fertig gestellt.

    An der Westfassade sind einige Hochwassermarkierungen zu erkennen, eine ist aus dem Jahr 1784, als Köln von einem schlimmen Hochwasser mit Eisgang heimgesucht wurde.

    Neben der Kirche geht es einige Treppenstufen hoch und ich befinde mich auf dem ehemaligen Kirchhof. Er ist heute eine kleine Grünanlage im Schatten der Kirche. Hier fehlt jetzt nur eine hübsche Bank um die Anlage in Ruhe genießen zu können.

    Sicherlich gibt es über diese Kirche noch viel mehr zu berichten, so gibt es eine wunderbare Legende, aber davon berichte ich euch ein andermal. Auch die Geschichte der Madonna werde ich dann erzählen. Für einen ersten Eindruck auf diesem Spaziergang soll es aber erst einmal reichen. Jetzt gehe ich rüber in den Biergarten und genieße das Wetter und den Blick auf den Rhein.

    Oder vielleicht doch erst gegenüber ins Senfmuseum? Hier weht schon der Geruch von frischem Senf herüber.

    Viel Spaß beim entdecken wünscht euch

    Ronald
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  • Flora / Botanischer Garten

    4. april 2017, Tyskland ⋅ ☀️ 14 °C

    Hallo ihr Lieben, jetzt ist es endlich langsam so weit. Alles beginnt zu sprießen und zu blühen. Zeit mal wieder einen kleinen Abstecher in die Flora zu machen. Ich bin ja immer wieder überrascht, wie viele Kölner noch nie in der Flora waren oder zumindest seit Jahren nicht mehr. Dabei ist die Flora meiner Meinung nach ein Muss, denn mit ihrer Vielfalt gehört sie zweifellos zu den schönsten Anlagen im ganzen Land. Aber Moment, in Kölle sagen wir immer noch Flora und vergessen meist den Botanischen Garten. Beide Gärten sind so ineinander verwachsen das sie eigentlich gar nicht mehr getrennt werden können.

    Sie sind natürlich zu unterschiedlichen Zeiten angelegt worden, die Flora bereits um 1862 und der Botanische Garten um 1912. Und sie wurden auch aus ganz unterschiedlichen Gründen angelegt. Während der Botanische Garten eher die Aufgabe eines Lehrgartens übernahm, wurde die Flora als botanischer Zier- und Lustgarten angelegt. Da fällt mir doch ein das ich unbedingt nachschlagen wollte welche Funktion ein Lustgarten eigentlich hatte, hört sich ja schon interessant an. ;)

    Das Areal ist ja schon riesig, alle paar Meter ist etwas schönes zu sehen, so fällt es mir schwer jetzt etwas herauszuheben. Die Anlage ist einfach zu beeindruckend. Sehr schön sind jedenfalls die Schaugewächshäuser, das Alpinum und auch der Bauerngarten.

    Eigentlich muss man alle paar Wochen hin, den je nach Jahreszeit ändert sich das Bild wieder und jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz.

    Erwähnen muss ich aber das wunderschöne Gartenlokal "Dank Augusta". Hier bei einer Tasse Kaffee zu sitzen ist wie ein kleiner Urlaub. Die Anlage ist einfach ein Traum. Ihr solltet in nächster Zeit unbedingt mal einen Spaziergang in die Flora einplanen. Dä, erwischt, ich sage auch immer nur Flora, alte Gewohnheiten.

    Aber egal wie man die Anlage auch nennt, sie ist ein absolutes Highlight in unserer Stadt.

    Ronald
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  • Blücherpark

    28. marts 2017, Tyskland ⋅ ☀️ 17 °C

    Hallo liebe Kölschgänger Freunde, das Wetter wird schöner und damit steigt auch die Lust ein paar Spaziergänge in unseren Parks zu unternehmen. Deshalb möchte ich heute den Blücherpark vorstellen.

    Dieser Park liegt im Bereich Neuehrenfeld bis Bilderstöckchen und hat eine ganze Menge zu bieten. Neben Pavillons, einer sehr hübschen Kleingartenanlage, einem Fußballplatz, dem obligatorischem Spielplatz und natürlich dem Mittelpunkt des Parks, den Kahnweiher. Hier können wir sogar Böötchen fahren. Mit etwas Glück begegnen wir den Schwänen, einen sehr schönen Biergarten gibt es außerdem. Auf einer Erhöhung gibt es einen kleinen Blumengarten zu bestaunen der von Steinlöwen bewacht wird.

    Der Blücherpark entstand von 1911 - 1913 und zeichnet sich durch seine streng geometrisch gegliederte Form aus und erinnert ein wenig an typische Parks der Barockzeit, als Prunk und Protz in Mode war. Im Park immer wieder zu sehen sind die Halbkugeln aus Stein. Direkt neben dem Weiher ist ein kleiner aber sehr hübscher Blumengarten angelegt. Die Steinlöwen an den Treppenanlagen wurden extra für den Park gefertigt, was für die Kölner Parks eher untypisch ist. Besonders schön ist die Ecke am Nordende im Frühjahr, wenn die Schwäne im Schilf ihre Nester bauen. Dies ist vom erhöhten Übergang zwischen Weiher und Blumengarten aus gut zu beobachten.

    So richtig ruhig ist es hier allerdings nie, denn direkt neben dem Park verläuft die A57, allerdings gewöhnt man sich sehr schnell an die "Nebengeräusche". Es lohnt sich auf jeden Fall einmal durch den Blücherpark zu spazieren, selbst wenn man nicht in unmittelbarer Nähe des Parks wohnt.

    Viel Spaß beim entdecken dieser Parkanlage und eine gute Zeit wünscht euch Ronald.

    Ronald

    Adresse: Parkgürtel, 50823 Köln
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    Start på rejsen
    6. april 2019