Norway
Steinhågen

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6 travelers at this place:

  • Day4

    Bleik reloaded...

    July 5 in Norway ⋅ ⛅ 10 °C

    Oder auch: der Tag der Walsafari bzw. für einige von uns der Tag der Walkotzafari
    Heute wurde ein von mir lang gehegter Wunsch war: eine Begegnung mit Walen ganz nah dran.
    Die Wettervorhersage war gut, so dass wir gestern Plätze reserviert haben…denn die Walsafari Crew fährt nicht bei jedem Wetter raus. Das Nordmeer ist wild und rauh und nicht mit dem vergleichbar, was wir so kennen. Heute Nacht brieste es ordentlich auf, so dass sich draußen ordentlich Wellen aufgebaut haben, unsere Tour wurde kurzerhand um fast 2 Stunden nach hinten verschoben, in der Hoffnung, dass sich die Dünung draußen etwas beruhigt……sagen wir mal so, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die vorhergesagten 4 Windstärken waren korrekt, nicht korrekt vorhergesagt waren die 1,5 Meter Welle. Es waren eher 6 Meter, optimistisch abgerundet🤢. Ich dachte, wir wären mit gutem Frühstück (Spiegelei mit Speck, gekocht von Torsten mit unschlagbarer Aussicht), Superpep Kaugummi und den guten alten Seasicknessarmbändern vorbereitet, aber unmittelbar nach der Hafenmole war Schluß mit Kuschelkurs. Die Parole „1 Hand fürs Schiff, 1 Hand für den Mann“ wurde erstaunlich oft beim Securitybriefing erwähnt und schon ging die Achterbahnfahrt los. Es hat genau 20 Minuten gedauert bis der Erste gekotzt hat - und das war Anton. Daraufhin waren beim Rest der Gäste die Schleusen offen und nicht nur das Meer ging ab.
    Das Schiff ist trotzdem mit 20kn Vollspeed durch die Wellen geschossen und die Freudesjuchzer wurden von Minute zu Minute weniger. Dank Sonar-Ortung hat die Crew eine 100% Erfolgsquote, so dass wir nach etwa 1 Stunde auf eine Gruppe Orcas getroffen sind, die im wahren Leben noch viel beeindruckender waren, als auf den Fotos. Zum Glück waren auch meine Jungs kurzzeitig abgelenkt und konnten das Naturschauspiel ohne störende Kotztüte vorm Gesicht genießen - bis Kapitän Helge einen Pottwal geortet hatte und den Hebel auf den Tisch legte. Nach 20 weiteren Minuten durch die Dünung war er dann da...majestätisch schön hat sich ein etwa 20m langer Pottwal vom Blas bis zur Fluke gezeigt und zumindest Julius und ich werden diesen Moment wohl nie vergessen, Torsten und Anton saßen in trauter Zweisamkeit auf einer Bank und haben geschaut, wer mehr Tüten vollbekommt und dabei leider Glen (so hieß der Wal, zu erkennen an der individuellen Fluke) verpasst.
    Dann ging es zurück, da Pottwale bis zu 2 Stunden abtauchen können und wir uns über einem Unterwassercanyon mit etwa 800 Meter Tiefe befanden. Helge hatte wohl auch Mitleid mit seinen Gästen, von den etwa 35 Leuten haben nur 5 durchgehalten und eine furztrockene Schweizerin, deren Familie ebenfalls total ausgefallen war, grinste mir beim Verlassen des Bootes nur zu und sagte: „Das sind doch alles Weicheier“ - wo sie Recht hat…
    Nun sind wir wieder in Bleik, die Herren erholen sich von den Strapazen (jeder auf seine Weise: Torsten schläft und die Jungs spielen Fußball), ich hab die Flecken aus den Jacken entfernt und sitze beim Sundowner um 18 Uhr allein am weißen Strand und freue mich über unser tolles Leben……irgendwo geht die Sonne ja jetzt bestimmt gerade unter - hier ja erst in 6 Stunden! Cheers!
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  • Day25

    The crazy Scotsman

    June 7, 2017 in Norway ⋅ ☀️ 14 °C

    Bevor wir starten, kurbeln wir die Tromsøer Wirtschaft noch ein wenig an: Friseurbesuch ist fällig. Das Schöne an solch krisensicheren Geschäften (wie auch Apotheken) ist, dass es sie überall auf der Welt in Hülle und Fülle gibt. Bei mir kann man da zum Glück wenig falsch machen - Mario ist mit dem Ergebnis weniger zufrieden. Statt "Spitzen schneiden" hat er Strähnchen bekommen ;-)
    Ich fahre nochmal zum Motorradhändler, um die Kette nachspannen zu lassen. Es wird sich rührend um mich gekümmert. Das Beste ist, dass ich hier (wie auch in Finnland) sofort dran komme. Zu Hause dauert es oft Wochen, bis man mal einen Termin bekommt. Die Kette ist schon ziemlich am Ende - werde sie wohl in Östersund tauschen lassen. Immerhin habe ich noch ne Wäsche für das Motorrad bekommen und nebenbei erfahren, dass unter den 70.000 Einwohnern 10.000 Biker sind. Ist ne ordentliche Quote, wenn man bedenkt, dass sie effektiv nur 5 Monate im Jahr fahren können.

    Bevor wir die Stadt verlassen, fahren wir noch durch die 3 unterirdischen Kreisverkehre - hat man ja schließlich auch nicht alle Tage.
    Heute haben wir reichlich Zeit für Sightseeing, denn die Fähre auf die Vesterålen geht erst um 19 Uhr.
    Wir sehen kleine Buchten mit Sandstränden, hohe Berge und tolle Aussichtspunkte.

    Die Fähre ist nicht größer als die anderen Fähren, die sonst in Norwegen unterwegs sind, unterscheidet sich aber in zwei Punkten: das Fahrzeugdeck ist komplett eingehaust und wir müssen die Maschinen verzurren (lassen). Im Salon liegen schon die Spucktüten bereit. "Juhu, endlich mal Seegang" freue ich mich, werde aber bitter enttäuscht.
    Das die knapp 2-stündige Überfahrt nicht langweilig wird, verdanken wir zwei Outdoor-Fans aus Baden-Württemberg, die mit schwedischem Mietwagen und vergessenem Zelt ;-) unterwegs sind.
    Die Nordspitze der Vesterålen ist für seine hohe Walpopulation bekannt - mit diesem Wissen ausgestattet, versuchen wir uns kurz vor Ankunft im Whale-watching. Wir glauben, welche zu erkennen. Es könnten aber auch Steine oder amerikanische Touristen sein. So richtig sicher sind wir uns nicht. Da wir die Wahl haben, entscheiden wir uns für den Wal.

    In unserer Unterkunft treffen wir auf einen schottischen Biker. Wir verabreden uns auf der Terrasse zum Plaudern. Seine Stories sind echt abenteuerlich: illegal nach Russland bei -25 Grad eingereist, durch Indien mit einer Royal Enfield, die Panamerican komplett gefahren und ne Menge mehr. Irgendwannn frage ich ihn, was er denn arbeiten würde, dass er so viel Zeit für die ganzen Touren hat. "Lokführer bei Arriva" ist die Antwort. Er hat dort 22 Wochen(!) Urlaub im Jahr und somit genügend Zeit für seine Abenteuer. Wenn er dann mal auf der Arbeit ist, hat er auch eine Menge Spaß, weil die Kollegen sich ständig irgendwelche Streiche spielen.
    Ich liebe britischen Humor.
    Bei Youtube ist er unter "adventurescot" zu finden.
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You might also know this place by the following names:

Steinhågen, Steinhagen

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