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- Gün 1
- 14 Mart 2025 Cuma
- ☁️ 7 °C
- Yükseklik: 431 m
İsviçreAvenches46°53’5” N 7°2’27” E
Es geht los!

Abends 8 Uhr!
Im rasenden Stahlross meines Arbeitgebers sitze ich, auf direktem Kurs Richtung Kerzers, wo Claudia zusteigen wird, und danach gehts weiter weiter nach Bern. Ziel: der Flughafen Zürich. Dort wartet das futuristische Capsule Hotel auf uns, ein Schlafplatz wie aus einem Science-Fiction-Film.
Der Tag? Ein wilder Tanz zwischen To-Do-Listen und Chaos. Erst Wäscheberge bezwingen, dann die Nägel im Studio auf Hochglanz polieren lassen, Katzenfutter jagen, Koffer packen, dabei schnell etwas essen und die Katzen mit Streicheleinheiten bestechen. Zwischendurch zehnmal panisch kontrollieren, ob der Pass und alle Papiere auch wirklich im Gepäck ist. Krönender Abschluss: den Hausschlüssel aus den Tiefen des Rucksacks fischen – ein Abenteuer für sich.
Pünktlichkeit? Ein Traum. Karma hatte andere Pläne, und so hetze ich verspätet Richtung Bahnhof. Doch jetzt sitze ich endlich im Zug und freue mich auf Claudia. Alles andere? Schnee von gestern!
Nach dem Umstieg in Bern gleiten wir mit dem IC Richtung Zürich, der wie ein sanfter Fluss durch die Landschaft zieht. Die Ruhe im Zug ist ansteckend – erst reden wir leise, dann verstummen auch wir. Die Augen fallen uns immer wieder zu, bis nach 1,5 Stunden Fahrt der Zürcher Hauptbahnhof erreicht ist. Doch das Schicksal hat Humor: Unser Anschlusszug ist weg. Also warten wir auf den nächsten und landen 45 Minuten später am Flughafen.
Dort beginnt das Abenteuer: Das Capsule Hotel spielt Verstecken mit uns. Wegweiser führen uns durch ein Labyrinth aus Etagen und Liften – kreuz und quer, wie in einem Escape Room. Nach zehn Minuten finden wir es endlich und jubeln erleichtert.
Beim Check-in ins Damenabteil wird es kurios: Mein Zugangscode wird von der Tür wie ein ungebetener Gast abgelehnt – rot, rot, rot! Claudia versucht es, doch auch sie wird ignoriert. Plötzlich, wie durch Zauberei, öffnet sich die Tür. Wir lachen ratlos und erklimmen endlich die Leiter zur Kapsel. Der Code klappt sofort – Halleluja! Jetzt heißt es: Abflug ins Land der Träume!Okumaya devam et
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- Gün 2–3
- 15 Mart 2025 19:50 - 16 Mart 2025
- 1 gece
- 🌙 4 °C
- Yükseklik: 23 m
İngiltereOlympic Village51°32’48” N 0°0’30” W
Ankunft in London

Ich springe aus meiner Kapsel wie ein Astronaut, der auf einem neuen Planeten landet – nur dass ich im Pyjama bin und der Planet der Flughafen ist. Während ich durch den Gang watschele, starren mich die Leute an, als wäre ich ein seltenes Tier im Zoo. Claudia folgt mir schweigend, wie ein Ninja, der sich durch die Schatten bewegt. Im Duschraum verwandeln wir uns in zwei frisch gebackene Kekse – knusprig außen, weich innen und bereit für den Tag.
Nach einem Frühstück, das eher einem Notfallpaket für Überlebenskünstler ähnelt, stürmen wir zur Gepäcküberprüfung. Claudia wird wieder einmal gründlich untersucht, als wäre sie ein wertvolles Kunstwerk, das auf Echtheit geprüft wird. Die Passkontrolle ist der nächste Hürdenlauf, den wir mit der Geschwindigkeit von Sprintern meistern. Mit der Metro geht es zum Gate E, das sich am Ende der Welt zu befinden scheint – ein Marathonlauf, bei dem wir uns wie zwei übermüdete Läufer fühlen, die endlich die Ziellinie erreichen.
Um 8 Uhr sitzen wir in der Abflugshalle, entspannt wie zwei Faultiere in einem Baum. Doch dann entdecke ich das Vakuum am Gate – nur ein Pärchen ist da. Ich witzle, wir fliegen vielleicht in einem Privatjet ab, aber wo zum Teufel ist eigentlich unser Flugzeug? Claudia lacht und offenbart: “Dort hinten, wir sitzen am falschen Gate!” Ich bin perplex – wie ein Flugzeug, das in die falsche Richtung startet und plötzlich feststellt, dass es auf dem falschen Flughafen ist. “Ja und warum sitzen wir dann hier?”, frage ich. “Weil du einfach Platz genommen hast, wie ein Eroberer, der ein neues Land entdeckt hat”, antwortet sie mit einem Lachen.
Wir sind die Pioniere im Flugzeug, die ersten, die das Land erobern. Wir installieren uns wie zwei Könige auf ihren Thronen und beobachten das Spektakel, während die anderen Passagiere einsteigen. Der Pilot meldet sich über das Mikrofon und spricht von Gepäck, das noch auf der Suche nach seinem Platz im Frachtraum ist. Wir warten, weil die Flugfreigabe noch nicht erteilt wurde, und warten weiter, weil auf der Piste ein Stau herrscht. Endlich, Halleluja, heben wir ab! Huiiii, was für ein atemberaubendes Gefühl!
Wir verschlafen den Flug und landen eine Stunde später in London. Ab zum Bahnhof – unsere Spezialität. Nach Japan ist uns nichts mehr unheimlich. Wir sind die Meister der Bahnhöfe, die Navigatorn der Gleise. Kein Stau, kein Gedränge kann uns erschüttern. Wir sind die unerschütterlichen Reisenden, die durch nichts zu stoppen sind.
Ich frage Dr. Google und folge den Schildern wie ein Detektiv auf der Spur. Zielgerichtet erreichen wir den Zug nach St. Pancras International – ein perfekter Coup! Der Billetkauf ist kinderleicht: Revolut-Karte auf die Schranke legen, grün, und durch. Wir fühlen uns wie Helden, die den öffentlichen Nahverkehr erobert haben.
In St. Pancras steigen wir in den Hochgeschwindigkeitszug ein, fahren eine Station und steigen wieder aus – ein Blitzbesuch, der uns direkt zum Hotel bringt. Unser Zimmer ist ein Apartment mit einer Küche, so groß wie ein Bahnhof-Wartezimmer, und bietet eine atemberaubende Aussicht. Da wir schier verhungern, stürmen wir in die Mall und landen in einem malaysischen Restaurant. Das Essen ist vorzüglich, obwohl es uns fast den Atem raubt – anscheinend haben die Köche eine andere Vorstellung von “nicht scharf”. Aber lecker ist es mmmhhh…
Müde, aber nicht besiegt, kaufen wir noch schnell Brot, Joghurt, Porridge und Früchte ein und begeben uns zurück ins Hotel. Um 20 Uhr schläft Claudia bereits wie ein Bär, während ich mich in die englische Sprache vertiefe, meinen Blog schreibe und mein Porridge mit Genuss verzehre. Es ist ein friedlicher Abend, bei dem ich mich in die Welt der Wörter zurückziehe, während Claudia in der Welt der Träume verschwindet. Der Tag war lang, aber die Nacht ist still – ein perfekter Abschluss für ein Abenteuer in London. Wir freuen uns auf morgen.Okumaya devam et
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- Gün 3–5
- 16 Mart 2025 21:33 - 18 Mart 2025
- 2 gece
- ☁️ 5 °C
- Yükseklik: 17 m
İngiltereOlympic Village51°32’49” N 0°0’30” W
Vom Regent Park und der Madame Tussaud

Guten Morgen, UK! Die Sonne schmettert ihr Strahlen-Solo wie ein euphorischer Trompeter, der beschlossen hat, den Tag mit einer Fanfare zu beginnen. Ein Kaffee so kräftig wie ein olympischer Startschuss katapultiert uns aus der Morgenmüdigkeit, während die Dusche das Badezimmer in einen tropischen Monsun verwandelt. Bereit für das Abenteuer, schwingen wir uns in die urbane Strömung aus Bahn, Metro und Bus – echte Kapitäne im Großstadtdschungel. Nach nur 35 Minuten legen wir im Regent’s Park an, wo der Wind uns mit der Strenge eines Taktstocks um die Ohren pfeift. Doch keine Sorge, die Schönheit des Parks breitet sich wie ein samtener Mantel um uns aus und macht jeden Windstoß wett.
Der Regent’s Park ist ein echtes Kronjuwel Londons – auch wenn die Rosen in Queen Mary’s Gardens noch Winterschlaf halten. Doch wo die Blüten fehlen, blüht unsere Fantasie. Wir stellen uns vor, wie bald über 12.000 Rosen in allen Farben leuchten, wie ein kunstvoll gewebter Teppich der Natur. Die Avenue Gardens beeindrucken trotzdem mit ihrer perfekten Komposition – als hätte ein Maler mit einem Faible für Symmetrie den Pinsel geschwungen. Sportler sprinten, Hunde wedeln, Jogger ziehen ihre Bahnen – und wir? Wir lassen uns einfach treiben, genießen das bunte Treiben und klopfen uns selbst auf die Schulter: Wer so intensiv staunt, betreibt schließlich auch eine Art Ausdauersport!
Nach so viel visueller Pracht gönnen wir uns ein kulinarisches Highlight. Ob herzhafter Brunch oder süße Verführung – wir verwöhnen uns, als gäbe es kein Morgen. Schließlich brauchen wir Energie für unser nächstes Treffen: Madame Tussaud erwartet uns. Und was könnte besser zu einem Tag voller Fantasie passen als ein Rendezvous mit den Wachsfiguren der Weltgeschichte?
Da sind wir nun – mitten im Scheinwerferlicht von Madame Tussauds, wo Realität und Illusion verschwimmen wie Zucker in heißem Tee. Unsere Reise durch die Welt der Berühmtheiten beginnt mit einem strahlenden Lächeln von Brad Pitt. Ein kurzer Moment der Bewunderung, dann zieht es uns weiter zu Dwayne "The Rock" Johnson, dessen Muskeln so imposant sind, dass selbst die Wachsfigur Kraft ausstrahlt.
Und der Winner is… tadaaa – wir selbst! Claudia nutzt die Gelegenheit, hält ihre Dankesrede mit Inbrunst und Leidenschaft, als stünde sie auf der Oscar-Bühne. Das imaginäre Publikum tobt, der Applaus hallt durch die Hallen – ein Gänsehautmoment! Ich hingegen nutze die Chance für einen Schlagabtausch mit The Rock, schließlich will ich wissen, ob er auch in Wachsform schlagfertig ist.
Weiter geht’s zu Angelina Jolie, mit der wir uns über Weltrettung und gute Posen austauschen, bevor wir Lady Gaga einen stilvollen Luftkuss zuhauchen – natürlich mit einem dramatischen Augenaufschlag. Dann ruft der Rhythmus! Ein Tänzchen darf nicht fehlen, und während wir elegant über den Boden gleiten, scheint uns Rihanna neugierig zu mustern.
Zum krönenden Abschluss stehen wir vor James Bond – dem Gentleman voller Geheimnisse. Wir lassen uns ein paar Tricks der Majestät zuflüstern, die wir natürlich sofort in unserem eigenen Abenteuer anwenden wollen. Doch das große Highlight wartet: E.T. nach Hause bringen. Claudia ist Feuer und Flamme, ruft: "Ja, ich will dich nach Hause bringen!" Sie schwingt sich auf das Rad und düst los, als würde sie den Mond überholen. Ihre Energie ist so strahlend, dass selbst der Mond neidisch wird. Sie lacht und radelt, die Freiheit in jeder Faser.
Ich hingegen werde abgelenkt von einem Bollywoodstar, der mit nacktem Oberkörper und einem Blick, der jede Frostbeule zum Schmelzen bringt, an mir vorbeimarschiert. Uhlala! Doch das Interesse ist schnell verflogen, als Claudia von ihrem Radtrip zurückkommt und uns auf die Bühne führt. Es wird gesungen, um die Wette, lautstark, falsch und hemmungslos – das Publikum flippt aus, als ob wir gerade den Eurovision Song Contest gewonnen hätten.
Nach einer kurzen Erholungspause – naja, eine Pause, die so kurz war wie der Atem eines Sprinter – übe ich mich im Boxkampf. Ergebnis: Ich liege blitzschnell auf dem Boden. Tja, der Kampf "Mann gegen Frau" war ziemlich einseitig. Aber keine Sorge, wir kämpfen tapfer weiter für das Frauenrecht, was die Menge noch mehr anfeuert.
All das bleibt natürlich nicht unbemerkt, und die königliche Familie ist so beeindruckt, dass sie uns zu Tee und anschließend zur Gala einlädt. Fantastisch! Und als ob der Tag noch nicht magisch genug wäre, treffen wir auf David Bowie und Elton John, mit denen wir ausgelassen herumtoben und das Leben feiern.
Doch der Spaß hat einen kleinen Dämpfer: Wir werden entführt! Im düsteren Kerker wartet Jack the Ripper auf uns. Aber keine Sorge, mit ein bisschen Mut und ein paar schnellen Moves entkommen wir im letzten Moment – phu, das war knapp! Wir steigen ins Taxi und lassen uns durch die pulsierende Stadt kutschieren. Auf der Fahrt treffen wir Hulk, Spiderman und Co. und kämpfen gemeinsam um die Rettung der Welt.
Doch dann landen wir, wie könnte es anders sein, als Gefangene bei Jabba the Hutt. Aber keine Panik – Han Solo kommt uns zur Rettung, als wäre er unser persönlicher Held.
Was für ein Tag! Was für ein Abenteuer! Wir sind erschöpft, aber glücklich, und schon jetzt gespannt auf den nächsten Tag – wer weiß, welche verrückten Erlebnisse uns da erwarten!Okumaya devam et
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- Gün 4–7
- 17 Mart 2025 11:37 - 20 Mart 2025
- 3 gece
- ☁️ 7 °C
- Yükseklik: 6 m
İngiltereChiswick Eyot51°29’20” N 0°13’54” W
Fehlende Zugstickets, Herzbeben und Tee

Gestern noch die Meister des ÖV, heute die Könige des Schwarzfahrens. Wir marschierten in Stratford Int. wie in ein Abenteuer, ohne Ticket, aber mit dem Mut der Verzweifelten.
Alles beginnt in Stratford International: Statt brav ein Ticket zu lösen, spazieren wir einfach durch den Metroeingang, nichtsahnend wie zwei Touristen im Tarifdschungel. Erst unten, bei den Gleisen, platzt Claudia der Geistesblitz: „Ähm … wir sind an keiner Schranke vorbei, oder?“ Stille. Nachdenkliche Blicke. Dann meine gewagte Analyse: „Lass uns einfach einsteigen. Vielleicht gibt’s im Zug ja einen Automaten.“
Der Zug fährt ein, wir steigen ein – und finden: keinen Automaten, kein Ticketentwerter, aber dafür goldene Logenplätze ganz vorne mit Blick auf die Gleise. Perfekt! Wir lassen alle Sorgen hinter uns, jubeln wie Kinder und tun so, als würden wir den Zug selbst steuern. Wer braucht schon ein Ticket, wenn man den Lokführer mimt?
In West Ham steigen wir um, diesmal in der Hoffnung auf Schranken – aber auch hier: kein Ticketkauf in Sicht. Na gut, jetzt sind wir schon so weit gekommen, also weiter im Abenteuer. Nächster Halt: Big Ben.
Doch dann beim Ausgang der Endgegner: die Schranke. Kein Ticket, keine Ausrede, keine Chance – oder doch? Ich greife zum letzten Ass im Ärmel: mein Handy. Kontaktloser Zahlknopf. Ein kurzes Piepen, die Schranke öffnet sich wie von Zauberhand. Ich grinse, drehe mich zu Claudia und zucke mit den Schultern. Man muss nur wissen, wann man modern zahlt … oder einfach ein bisschen Glück haben.
Kaum treten wir aus der Underground in die Upground, bleibt uns erst mal die Luft weg – und ein ungläubiges „Wow“ hängt in der Luft. Vor uns, in all seiner Pracht, thront der Big Ben.
Phu, was für ein Monument! Ein britisches Kultsymbol, das seit 1859 über London wacht, als wäre es der offizielle Zeitwächter des Königreichs. Technisch gesehen ist Big Ben ja nur der Name der Glocke – ein 13-Tonnen-Koloss, der im Herzen des Elizabeth Towers schlägt. Aber wen interessieren schon technische Details, wenn man vor diesem neugotischen Meisterwerk steht?
Und dann die Nachrichten: Erst kürzlich hat ein Mann den Turm erklommen, eine palästinensische Flagge geschwenkt und wurde prompt verhaftet. Tja, einige gehen eben wortwörtlich hoch hinaus, um sich Gehör zu verschaffen.
Neben Big Ben erhebt sich das Westminster-Gebäude, nicht minder beeindruckend, ein steinernes Zeugnis britischer Macht und Geschichte. Wir spazieren zuerst zur Brücke, zücken unsere Kameras – und stellen fest: Entweder ist Big Ben schief, oder das Nebengebäude. Beides gleichzeitig gerade abzulichten? Unmöglich. Ein Architekturmysterium, das nur unsere Handykameras enthüllen.
Dann bummeln wir Richtung Westminster Abbey weiter, staunen, starren, lassen uns treiben. Denn manche Wahrzeichen muss man nicht nur sehen – man muss sie erleben.
Das Lustige an London? Ampeln sind hier reine Deko-Elemente. Eine Art urbane Weihnachtsbeleuchtung, die das Stadtbild schmückt, aber absolut niemanden interessiert.
Während in anderen Ländern Menschen brav auf Grün warten, spielen die Londoner ihr eigenes Straßenroulette. Links schauen, rechts schauen – und hopp, rüber geht’s! Rot? Orange? Völlig egal. Die Straße gehört dem Mutigsten.
Selbst Italiener würden hier ehrfürchtig nicken. In Rom gibt es Chaos, ja – aber in London? Hier wirkt es fast so, als hätten die Fußgänger einen geheimen, unsichtbaren Vertrag mit den Autos: „Wir tun so, als wären wir vorsichtig – und ihr tut so, als würdet ihr bremsen.“ Ein System, das auf gegenseitigem Vertrauen (und vielleicht ein bisschen Wahnsinn) basiert.
Nach unserem Besuch in Westminster zieht es uns weiter zum Buckingham Palace. Doch anstatt den royalen Glanz direkt anzusteuern, wählen wir die malerische Route durch den St. James’s Park. Ein kleiner Spaziergang im Grünen – was soll da schon passieren?
Kurz vor dem Eingang durchschneidet plötzlich ein Heulen die Luft. Polizeisirenen. Drei Autos rasen heran, quietschende Reifen, Blaulichter zucken. Bevor wir auch nur einen klaren Gedanken fassen können, halten sie direkt vor und neben uns. Ich grinse noch und scherze über unseren vergessenen Billettkauf – bis plötzlich sämtliche Türen aufreißen und eine Horde Polizisten aus den Wagen springt.
Und sie stürmen direkt auf uns zu.
„Stop it! Don’t move!“ brüllt einer aus der Ferne. Reflexartig erstarren wir, atmen nicht, bewegen uns nicht – zwei menschliche Salzsäulen inmitten eines britischen Actionfilms. Mein Puls rast. Schweiß bricht aus. Habe ich etwas verbrochen? Oder etwa Claudia? War das Ticket-Dilemma doch ein Staatsvergehen?!
Doch dann rauscht die ganze Polizeieinheit einfach an uns vorbei. Direkt vor uns wird ein junger Mann zu Boden gerungen, Handschellen klicken. Unser Atem setzt sich langsam wieder in Bewegung, wir werfen uns einen panischen Blick zu – und dann sind wir weg. Ab in den Park. So schnell wie möglich.
Wer hätte gedacht, dass der Weg zum Buckingham Palace so viel Adrenalin mit sich bringt?
Kate haben wir tatsächlich gesehen – wenn auch nur aus der Ferne. Ein kurzer Blick, ein elegantes Winken unsererseits, und schon war sie wieder verschwunden. Tja, der Nachmittagstee mit der Prinzessin fällt wohl ins Wasser. Schade eigentlich, wäre bestimmt nett gewesen, aber Geschäfte gehen nun mal vor. Wir nehmen es mit britischer Gelassenheit:
Also knipsen wir noch ein paar Erinnerungsfotos vom Buckingham Palace und dem Victoria Memorial, bevor wir weiterziehen Richtung Piccadilly Circus.
Dort angekommen, stehen wir mitten im Londoner Trubel. Neonreklamen blinken, Menschenmassen wuseln durcheinander, und irgendwo dazwischen thront der berühmte Shaftesbury Memorial Fountain – der übrigens gar nicht Eros zeigt, sondern seinen weniger bekannten Bruder Anteros. Ein Detail, das sich hartnäckig in jedem Reiseführer falsch hält.
Piccadilly Circus ist das Londoner Pendant zum Times Square – nur mit mehr britischer Eleganz und weniger überdimensionalen Hotdog-Werbungen. Umgeben von Theatern, Geschäften und historischen Fassaden, spüren wir die Energie der Stadt.
Mittag gibt’s im „Happy“ – und der Name ist Programm. Zufrieden und satt schlendern wir später ins L’ETO, wo wir uns gegen 16 Uhr einen edlen Pfirsich-Holunder-Tee und ein himmlisches Beeren-Ricotta-Törtchen gönnen. Ein süßer Abschluss für einen ereignisreichen Tag.
Mit neuem Energielevel geht’s schließlich zurück ins Hotel – diesmal mit Ticket. Man muss sein Glück ja nicht zweimal herausfordern.Okumaya devam et
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- Gün 5–9
- 18 Mart 2025 22:23 - 22 Mart 2025
- 4 gece
- 🌙 3 °C
- Yükseklik: 49 m
İngiltereOxford51°44’51” N 1°15’49” W
Oxford und die Entenkonferenz

Bye-bye, London – Oxford, wir kommen! In nur 57 Minuten schleudert uns die GWR-Gesellschaft in eine völlig neue Welt. Die Stadtlandschaft verabschiedet sich leise aus dem Fenster, als würde sie winken, während grüne Wiesen und Reiterhöfe die Bühne betreten. Offensichtlich sind wir in eine Rosamunde-Pilcher-Verfilmung geraten – fehlt nur noch, dass Colin Firth in Reitstiefeln neben dem Zug hergaloppiert.
Der Zug selbst? Ein blitzsauberer, bequemer Pfeil auf Schienen, der durch die Landschaft schnellt – schneller als unsere Erschöpfung nach drei London-Tagen uns überrollt hat. Wir sitzen da wie zwei Schluck Wasser in der Kurve, starren schweigend aus dem Fenster und lassen uns von der vorbeiziehenden Idylle berieseln. Ein Blick, ein Nicken – einstimmige Entscheidung: Heute wird gechillt.
Dann, Oxford. Der Zug stoppt, wir schauen aus dem Fenster … und runzeln synchron die Stirn. Das soll der Bahnhof sein? Statt eines imposanten Empfangsgebäudes erwartet uns ein alter Bahnhof, der sich offenbar seit Queen Victorias Zeiten nicht viel Mühe gegeben hat. Claudia und ich tauschen einen ungläubigen Blick – wir hatten uns eher eine Kathedrale aus Stahl und Glas vorgestellt, nicht dieses charmante Überbleibsel aus der Ära "Das-muss-so". Aber gut, Erwartungen sind wie englisches Wetter: Man sollte sich nicht zu sehr auf sie verlassen - doch bekanntlich sind es gerade die Überraschungen, die die besten Geschichten schreiben.
Erstmal Essen – denn mit leerem Magen lässt sich die Wartezeit auf unsere Unterkunft noch schlechter ertragen. Das nächstbeste Restaurant muss herhalten, und ein Poulet-Wrap mit Salat wird unser Rettungsanker. Lecker und zweckmäßig – genau das, was wir brauchen, um die nächsten eineinhalb Stunden nicht einfach nur ins Leere zu starren.
Um Viertel vor zwei machen wir uns auf den Weg. 15 Minuten vom Bahnhof zur Unterkunft – klingt machbar. Der Weg führt uns erst an der Straße entlang, dann über die Themse und schließlich auf einen kleinen Pfad, der uns von der Hektik weg und direkt ins Postkartenidyll katapultiert. Wow. Hier wohnen? Sofort. Dieses Quartier ist ein Traum, eingerahmt vom Grandpont Nature Park, der sich mit seiner malerischen Kulisse an die Themse schmiegt, als wäre er einem Reiseführer entsprungen. Kaum zu glauben, dass hier mal ein Gaswerk stand – heute zwitschern Vögel, kleine Säugetiere huschen durch das Grün, und die Luft riecht nach Natur statt nach Industriegeschichte.
Unsere Unterkunft zu finden, gestaltet sich als kleine Schnitzeljagd – ein bisschen Umherirren, ein paar hilfesuchende Fragen, und schließlich stehen wir vor unserem Ziel: ein schmuckes kleines Zimmer, das uns mit offenen Armen (oder eher: frischer Bettwäsche) empfängt. Müde lassen wir uns aufs Bett fallen – ich entscheide mich für einen kurzen Powernap, während Claudia direkt ins Reich der Träume abtaucht und sich für mindestens drei Stunden von dieser Welt abmeldet. Verdient.
Während Claudia noch heldenhaft mit Feen, Fabeltieren und epischen Schicksalen ringt, beschließe ich, mein eigenes Abenteuer zu erleben – die Expedition „Park erkunden“. Mit entschlossenem Schritt und einer Prise Neugier tauche ich in diese grüne Fantasiewelt ein.
Am Ufer treffe ich auf das gefiederte Volk: Enten, Gänse, Schwäne – ein wahres Parlament des Schnabeladels. Es wird geschnattert, diskutiert und gemeckert, als stünde eine Weltkonferenz an. Worum es geht? Keine Ahnung, aber der Ton reicht von geselligem Smalltalk bis hin zu empörtem Gezeter. Zwei Enten haben es offenbar auf mich abgesehen. Sie folgen mir heimlich, doch jedes Mal, wenn ich mich umdrehe, drehen sie sich demonstrativ weg – als hätten sie nie auch nur an mich gedacht. Ein klassisches Spionage-Manöver.
Das Schauspiel zieht sich hin, bis ich genug habe und mich hinknie, um den Dialog auf Augenhöhe zu bringen. „Na, ihr zwei, was gibt’s Neues in der Entenwelt?“ Eine lebhafte Diskussion entbrennt. Ich frage mich ernsthaft, wer hier den größeren Vogel hat – der Mensch, der mit Enten redet, oder die Enten, die mir frech widersprechen. Als Beweis für diese absurde Szene zücke ich die Kamera – doch plötzlich herrscht betretenes Schweigen. Beide Enten blicken unschuldig in die Ferne, als wären sie gar nicht da. „Ach, kommt schon! Gerade eben wart ihr noch die großen Redenschwinger!“ Doch meine Beschwerden prallen an ihnen ab wie Wasser an ihrem Gefieder.
Ich gebe den Befehl zum Weitermarschieren, und siehe da – meine geflügelten Begleiter setzen sich wieder in Bewegung. Doch dann geschieht der Verrat: Eine Frau betritt die Wiese und beginnt, Brot zu verteilen. In Sekundenbruchteilen ist mein Enten-Fanclub Geschichte. Watschelnd und flatternd eilen sie zur neuen, offensichtlich wichtigeren Bekanntschaft. „Na klasse! So viel zu Treue und Loyalität!“ rufe ich ihnen hinterher. Brot schlägt Bindung – ich wurde eiskalt für ein paar Krümel sitzen gelassen.
Mit gespieltem Groll schnaube ich und ziehe weiter. Der Wind ist kühl, doch die Sonne wärmt mein Gesicht. Wenigstens auf die kann man sich verlassen.
Kaum zurück im Studio, erwacht Claudia wie ein Phönix aus der Asche – oder besser gesagt, wie ein Turnschuh, der gerade frisch aus der Waschmaschine kommt: sauber, energiegeladen und bereit für neue Abenteuer. Der Magen knurrt lauter als ein hungriger Löwe in der Savanne, also machen wir uns auf in die Stadt, um eine Oase der Kulinarik zu finden.
Unsere Rettung? Das Restaurant Mowglie – ein indisches Juwel, das nicht einfach nur ein Restaurant ist, sondern ein Erlebnis. Tausende funkelnde Lämpchen begrüßen uns wie ein Sternenhimmel in einer lauen Sommernacht. Die Stühle? Fehlanzeige! Stattdessen schaukeln wir uns gemütlich durch das Essen – wortwörtlich. Ein bisschen wie Tarzan, aber mit mehr Stil und weniger Lianen.
Das Essen? Ein wahres Feuerwerk der Aromen! Jedes Gericht eine Symphonie aus Gewürzen, die unsere Geschmacksknospen tanzen lässt. Zufrieden, satt und glücklich verlassen wir diesen galaktischen Ort – bereit, ins Bett zu fallen wie ein Stein in einen stillen See.Okumaya devam et
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- Gün 6–11
- 19 Mart 2025 11:42 - 24 Mart 2025
- 5 gece
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İngiltereOxford51°44’51” N 1°15’49” W
Oxford - City: Eine Liebeserklärung

Oxford City: Eine Liebeserklärung mit britischem Augenzwinkern
Willkommen in Oxford – der Stadt, die aussieht, als hätte ein Architekt mit einer Vorliebe für Türme, Tradition und theatralische Pracht ein mittelalterliches Märchenbuch in Stein gemeißelt.
Hier trifft akademische Brillanz auf britische Exzentrik, und das Ganze wird serviert mit einer ordentlichen Portion Kopfsteinpflaster, gotischen Türmen und einer Atmosphäre, in der man sich unweigerlich klüger fühlt – selbst wenn man nur ziellos durch die Gassen schlendert.
Oxford ist nicht einfach nur eine Stadt. Sie ist eine Kulisse für große Ideen, skurrile Geschichten und gelegentliche Fahrradunfälle. Eine Mischung aus Hogwarts ohne Zauberstäbe, Cambridge mit weniger Arroganz und einer Theaterbühne, auf der sich Generationen von Denkern, Träumern und vergesslichen Touristen verirren.
Oxford trägt den poetischen Beinamen „City of Dreaming Spires“ – ein Ausdruck, der so romantisch klingt, dass man vermuten könnte, er wurde bei Kerzenschein und einer Überdosis Rotwein ersonnen. Und ja, die Türme träumen hier tatsächlich – oder lassen zumindest jeden Besucher mit offenem Mund staunen. Sie ragen in den Himmel, als wollten sie beweisen, dass Bildung wortwörtlich Höhenflüge ermöglicht.
Das Stadtbild ist eine Mischung aus gotischer Dramatik, barocker Prahlerei und viktorianischer Verspieltheit. Jedes Gebäude erzählt eine Geschichte, manche mit gravierten Inschriften, andere mit unzähligen Tauben, die ihre ganz eigene Interpretation von Kunst hinterlassen.
Unser Abenteuer beginnt mit einem Besuch der Bodleian Library, jener ehrwürdigen Bücherkathedrale, in der das Wissen der Jahrhunderte ruht – und mit ihm wahrscheinlich auch einige Studierende nach einer durchzechten Nacht. Leider sind die Tickets ausverkauft, also bleibt uns nur ein ehrfürchtiger Blick von außen. Eine Schande, denn wir hätten zu gerne herausgefunden, ob die Bücher dort wirklich so alt sind, dass sie noch Staub aus dem Mittelalter atmen.
Leicht enttäuscht, aber mit unerschütterlicher Abenteuerlust, spazieren wir weiter zur Bridge of Sighs. Nein, nicht die venezianische Variante, sondern Oxfords eigene Version. Sie sieht aus wie die perfekte Kulisse für eine romantische Filmszene – in Wahrheit ist sie jedoch hauptsächlich eine praktische Abkürzung für gehetzte Studenten, die sich von einer Vorlesung zur nächsten schleppen. Wenn hier geseufzt wird, dann eher aus Panik vor Prüfungen als aus poetischer Melancholie.
Ein Besuch in Oxford wäre nicht komplett ohne einen Abstecher ins legendäre Eagle and Child – jenes Pub, in dem J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis ihre Fantasiewelten erschufen. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie sie hier saßen, über sprechende Löwen und abenteuerlustige Hobbits diskutierten und sich vielleicht sogar stritten, ob ein Zauberstab oder ein magischer Ring die bessere Wahl wäre.
Apropos magische Welten: Oxford ist auch die Heimat von Alice im Wunderland. Genau hier hat Lewis Carroll das berühmte Kaninchenloch erfunden – ein Konzept, das sich vermutlich auch viele Erstsemester wünschen, wenn sie in ihren ersten Prüfungen sitzen.
Oxford ohne seine Colleges ist wie eine Teekanne ohne heißes Wasser – man kann es versuchen, aber der Zauber fehlt einfach. Die prächtige Christ Church ist dabei nicht nur ein akademisches Schwergewicht, sondern auch eine Pilgerstätte für Harry-Potter-Fans. Hier wurde die berühmte Treppe gefilmt, auf der Professor McGonagall einst ihre frischgebackenen Zauberschüler begrüßte – was zur Folge hat, dass Touristen in ehrfürchtigem Schweigen verharren, in der Hoffnung, dass Dumbledore höchstpersönlich um die Ecke biegt. Spoiler: Er tut es leider nicht.
Nicht weniger imposant thront das Clarendon Building, das mit seiner majestätischen Architektur so selbstbewusst dasteht, als würde es sich für den Nabel der akademischen Welt halten – was es für viele Gelehrte vermutlich auch ist. Und dann gibt es da noch das Oxford Castle & Prison, das beweist, dass die Stadt nicht nur Genies hervorgebracht hat, sondern auch eine Vergangenheit mit etwas zwielichtigeren Bewohnern hatte. Heute ist das ehemalige Gefängnis ein Hotel, das seinen rustikalen Charme beibehalten hat – Gitterstäbe inklusive. Begeistert rufe ich Claudia zu: „Wir hätten hier eine Zelle reservieren sollen, das wäre doch mal ein Abenteuer!“ Die Begeisterung hält genau so lange, bis wir erfahren, dass eine Nacht hier stolze CHF 200 kostet – eine Summe, die unser Budget schneller sprengen würde als ein unvorsichtiger Alchemist sein Labor.
Stattdessen entscheiden wir uns für eine alternative Besichtigung und schleichen uns – sagen wir mal inoffiziell – ins Hotel, um einen Blick auf die erhaltene Architektur zu werfen. Während Claudia vorsichtig durch die Flure tapst, als könne sie jederzeit von einem Wärter aus dem 18. Jahrhundert erwischt werden, stürze ich mich voller Begeisterung ins Entdeckerfieber.
Wieder draußen entdecken wir den hübschen Gefängnisgarten – allerdings abgesperrt und nur gegen Eintritt zugänglich. Empört über diese kapitalistische Dreistigkeit verzichten wir trotzig auf das bezahlte Grün und begnügen uns mit der kostenlosen Aussicht. Wenigstens der Souvenirshop kostet keinen Eintritt – ein kleiner Trost.
Auf unserem Weg durch Oxford begegnen uns überall Studenten, die entweder in tiefsinnige philosophische Debatten vertieft sind oder verzweifelt versuchen, ihre Fahrräder unfallfrei durch die schmalen Gassen zu steuern – ein Balanceakt, der hier vermutlich als inoffizielle Disziplin der Hochschulaufnahmeprüfung gilt.
Oxford ist nicht nur eine Stadt, sondern ein Zustand – irgendwo zwischen intellektuellem Höhenflug und leichtem Wahnsinn. Kein Wunder, dass große Geister sie geliebt haben:
Oscar Wilde sagte einst: „Oxford bleibt das Schönste in England.“ Und wenn jemand wie Wilde das behauptet, der einen Hang zu dramatischen Superlativen hatte, muss etwas dran sein.
W.B. Yeats nannte Oxford „eine Oper“. Und tatsächlich: Die Stadt fühlt sich manchmal wie ein großes Theaterstück an – mit Professoren als Regisseuren, Studenten als Schauspielern und Touristen als staunendem Publikum.
Lewis Carroll hätte wahrscheinlich gesagt, dass Oxford eine Art Wunderland ist – und er hätte nicht Unrecht gehabt.
Oxford ist nicht einfach nur eine Stadt – Oxford ist eine geschichtsträchtige Wundertüte, die irgendwo zwischen akademischer Hochkultur, literarischer Magie und leicht chaotischem Fahrradverkehr balanciert. Eine Bühne, auf der brillante Köpfe philosophieren, während verwirrte Touristen, wie Claudia und ich, verzweifelt versuchen, den richtigen Eingang zu einem der 39 Colleges zu finden. Eine Kulisse, in der sich Jahrhunderte alte Weisheiten mit modernen Missgeschicken mischen – sei es ein Professor, der in seiner Robe würdevoll durch die Straßen schreitet, oder ein Erstsemester, der im selben Moment spektakulär mit seinem Fahrrad an einem Kopfsteinpflasterstein scheitert.
Ob wir ehrfürchtig vor den ehrwürdigen Bibliotheken standen, in den Fußstapfen großer Denker wandelten oder einfach nur über die Eigenheiten dieser Stadt schmunzelten – Oxford hat uns verzaubert, verwirrt und bestens unterhalten. Kurzum: Wir sind begeistert. Und vielleicht ein kleines bisschen klüger. Oder zumindest überzeugt, dass wir es sind.
Und wenn wir am Ende doch einmal seufzen, dann liegt das wahrscheinlich nicht an der Bridge of Sighs, sondern an der Tatsache, dass wir Oxford eigentlich gar nicht mehr verlassen möchten.Okumaya devam et
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- Gün 7–13
- 20 Mart 2025 12:57 - 26 Mart 2025
- 6 gece
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İngiltereBristol Castle51°27’20” N 2°35’15” W
Bristol ! Charmant-chaotisch

Wir verabschieden uns von Oxford, steigen in den Zug und landen in der “Blackbox-Klasse” – ganz hinten, ohne Fenster, mit der Aussicht auf… nichts. Claudia schmunzelt: „Irgendwie fühlt es sich an wie im Flugzeug!“ Ich grinse: „Ja, nur dass wir rückwärts fliegen – vielleicht der erste Flug mit eingebautem Rückspulknopf!“ Wir lachen, während unsere „Blackbox-Klasse“ den Zug in eine etwas verrückte, aber ziemlich lustige Airline verwandelt.
Während die Welt draußen vorbeizieht, gleiten wir sanft ins Reich der Träume. Die Reise ist weniger eine Fahrt als ein Powernap auf Schienen.
In Bristol angekommen, begrüßt uns der Bahnhof Temple Meads wie ein alter Herr, der sich trotz seiner ehrwürdigen Geschichte in einem Midlife-Crisis-Umbau befindet. Baustellenzäune säumen den Weg, als hätte der Bahnhof beschlossen, sich selbst neu zu erfinden – allerdings ohne klaren Plan. Die Architektur ist beeindruckend, wenn man sie durch die Zäune erspähen kann, doch die Umgebung wirkt eher wie ein grauer Vorhang vor dem eigentlichen Theaterstück.
Vor dem Bahnhof holen wir Google Maps als digitalen Pfadfinder hervor. Der Weg zum Hotel Leonardo ist kurz – nur 600 Meter trennen uns von unserer Unterkunft. Als wir ankommen, betreten wir eine andere Welt: Die Hotellerie empfängt uns mit einem Lächeln und einer Überraschung – unser Zimmer ist schon bereit!
Nach Tagen in winterlicher Kälte überrascht uns Bristol mit einer Sonnenoffensive. Wir schwitzen und tauschen die dicken Pullis gegen leichtere Klamotten. Willkommen im Wechselbad der Gefühle – oder besser gesagt: der Temperaturen!
Wir machten uns auf den Weg in die Stadt, wie zwei Abenteurer, die in ein unbekanntes Territorium eintauchen. Die Straßen überquerten wir mit der Nonchalance echter Engländer, die Ampeln ignorierend, als wären sie nur Dekoration. Das Gewühl empfängt uns, und wir fragen uns: Donnerstag – hat hier niemand Arbeit? Die Bristoler scheinen kollektiv beschlossen zu haben, die seltene Sonne und Wärme zu feiern. Wer will schon in einem Büro sitzen, wenn die Natur ein Fest veranstaltet?
Im Castle Park entfaltet sich ein lebendiges Kaleidoskop: Menschen in Bikinis und Shorts wie Strandurlauber, Kinder mit strahlenden Gesichtern, verliebte Paare Hand in Hand und Senioren mit ihren treuen Hunden. Unsere Blicke schweifen über das bunte Treiben – und Baustellen. Sie sind überall wie moderne Kunstwerke der Unvollkommenheit. Ein Stirnrunzeln schleicht sich ein, doch es wird von einem ehrfürchtigen Blick auf die Burgruine geglättet. Ein majestätischer Anblick, der uns kurz in die Vergangenheit entführt.
Beim Näherkommen zeigt sich jedoch die Realität: Renovierungsarbeiten. Die Burg wirkt wie ein alter Krieger, der seine Rüstung flicken lässt. Mit einem Seufzen zücken wir dennoch die Kamera – ein Tribut an die Geschichte. Bristol Castle war einst eine mächtige Festung, Zeuge von Anarchie und Bürgerkriegen, bevor Oliver Cromwell sie dem Erdboden gleichmachte. Heute sind ihre Überreste ein Denkmal für vergangene Zeiten, eingebettet im Castle Park – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart miteinander flirten.
Vor einer Stadt-Karte bleiben wir stehen, als wären wir Archäologen, die ein antikes Artefakt entschlüsseln wollen. Ein älterer Herr nähert sich mit einem wissenden Lächeln und fragt: „Do you need help?“ Wir erklären ihm, dass wir den Weg in die Old Town suchen. Mit einem schelmischen Grinsen beginnt er seine Erklärung: „Alles, was ihr hier seht, liegt direkt vor euch.“ Dann verschwindet er hinter die Karte, wie ein Zauberer hinter seinem Vorhang, und ruft: „Und hier seht ihr die andere Seite der Stadt. Für die Altstadt müsst ihr darunter laufen.“ Beim Verschwinden schauen wir ihm verblüfft nach – Nanu, was ist denn jetzt los?
Die Karte wird plötzlich zu einem magischen Artefakt, das die Stadt in zwei Ebenen teilt, wie ein Spiegel, der Geheimnisse enthüllt. Wir stehen da, fasziniert, als hätten wir gerade einen Zaubertrick gesehen. Mit einem warmen Lächeln bedanken wir uns bei dem hilfsbereiten bereits verschwundenen Herrn und machen uns zielstrebig auf den Weg. Die Altstadt liegt vor uns wie ein Schatz unter einer dünnen Schicht Staub verborgen – bereit, entdeckt zu werden.
Jeder Schritt durch diese historischen Straßen ist ein Spaziergang durch die Zeit, voller Begeisterung und Entdeckungen. Der St. Nicholas Market und die malerischen Christmas Steps sind besonders sehenswert. Die Atmosphäre ist elektrisierend, und wir fühlen uns wie in einem lebendigen Kunstwerk, das uns mit jedem Blick mehr von sich preisgibt. Die Altstadt ist ein Kompass, der uns die Richtung zeigt, wenn wir verloren sind – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart Hand in Hand gehen.
Die Sonne taucht die Altstadt in warmes Licht, während wir draußen sitzen und unser Mittagessen genießen. Um uns herum das fröhliche Stimmengewirr der Einheimischen, die uns mit einer Herzlichkeit begegnen, die ansteckend ist. Es fühlt sich an, als wären wir keine Fremden, sondern alte Freunde, die nach langer Zeit wieder willkommen geheißen werden. Bristol ist keine Stadt, die einen nur empfängt – sie nimmt einen in den Arm, drückt einen an ihr Herz und sagt: „Schön, dass du da bist.“
Nach dem Essen machen wir uns auf den Weg ins Zentrum – und landen mitten in einem wilden Ballett aus doppelstöckigen Bussen. Sie drängen sich durch die Straßen, bremsen, beschleunigen, schlängeln sich umeinander wie Tänzer in einem chaotischen, aber perfekt einstudierten Stück. Die Stadt pulsiert, atmet, lebt. Wir huschen über die Straße, als würden wir zwischen Wellen hindurchtauchen, und folgen dem Fluss, der uns wie ein alter, verlässlicher Freund zur Pero’s Bridge führt. Mit ihren markanten Hörnern sieht sie aus wie das Tor zu einer anderen Welt – oder wie eine stählerne Wache, die uns mit erhobenen Ohren neugierig mustert. Claudia ist völlig hin und weg von den unzähligen Schlössern, die verliebte Paare an der Brücke hinterlassen haben – für sie ein Symbol ewiger Liebe, pure Romantik zum Anfassen. Ich hingegen kann nicht anders, als an das stetig wachsende Gewicht zu denken und mir vorzustellen, wie die Brücke eines Tages unter all der Liebe in die Knie geht. Ich lache über ihre rosa Brille und witzle: „Stell dir vor, in ein paar Jahren gibt’s hier statt einer Brücke nur noch einen gigantischen Schlosshaufen! Dann brauchen wir einen Schlüsselbagger, um da wieder durchzukommen.“
Claudia verdreht die Augen. „Ach, sei doch nicht so ein Statik-Romantiker! Manchmal muss Liebe einfach ein bisschen überladen sein.“
Wir lachen, während die Stadt uns mit ihrer kreativen Energie umarmt. Vielleicht ist es genau das, was die Liebe braucht – ein bisschen Wahnsinn, ein bisschen Schwerelosigkeit und ganz sicher keine Gewichtsberechnung.
Auf dem Weg zum Millennium Square begleiten uns Baustellen – als hätte die Stadt beschlossen, sich mitten in unserem Besuch einer Schönheitskur zu unterziehen. Sie sind wie unfertige Kunstwerke, rohe Skizzen einer Zukunft, die gerade Form annimmt. Wir lachen über ihre allgegenwärtige Präsenz – sie folgen uns wie ein unermüdlicher Tanzpartner, manchmal chaotisch, manchmal überraschend elegant, aber immer voller Energie.
Schließlich stehen wir auf dem Millennium Square, umgeben von moderner Architektur, großen Bildschirmen und quirligem Leben. Die Vergangenheit schimmert in den alten Steinen, während die Zukunft sich in den spiegelnden Glasfassaden bricht. Menschen aus aller Welt beleben den Platz, ihre Stimmen vermischen sich zu einem internationalen Soundtrack, der Bristol so einzigartig macht. Und mitten in diesem aufregenden Durcheinander spüren wir es: diesen Funken, der überspringt, dieses Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Nicht nur Besucher, sondern ein Pinselstrich im lebendigen Gemälde dieser Stadt.
Am Millennium Square bekommen wir ein kostenloses Kaffeegetränk – und ich muss sagen, der Kaffee schmeckt immer gleich viel besser, wenn er nichts kostet! Wir setzen uns in die Sonne, als wären wir die VIPs des Jahrhunderts, und lassen die Szene an uns vorbeiziehen.
Vor uns spritzen die Kinder durch die Wasserbecken, als gäbe es kein Morgen – ihr Lachen klingt wie ein fröhliches Plätschern. Wir hingegen stehen etwas abseits, als wären wir die stolzen Wächter der „Team Kuscheldecke“-Fraktion. Die Wassertemperatur? Für uns zu kühl, wir lassen das Abenteuer den Mutigen! Doch dann stoßen wir plötzlich auf wahre Legenden – Gary Grant und William Penn! Naja, zumindest ihre Statuen. Der berühmte Schauspieler, der an diesem Ort in Bronze gegossen wurde, schaut uns mit einem schelmischen Lächeln an, als wollte er sagen: „Kommt schon, Leute, ein bisschen mehr Charme, und ihr würdet das Wasser lieben!
Die Szene ist wie ein Instagram-Post, den man nicht mal bearbeiten muss: Sonne, Lachen, und der Kaffee in der Hand – fast zu perfekt, um wahr zu sein. Ein Moment, der uns daran erinnert, dass es die kleinen Dinge sind, die das Leben schön machen – wie der Gratis-Kaffee, den wir uns gerade gönnen, die Sonne, die uns brutzelt, und das bunte Treiben um uns herum. Und wer weiß, vielleicht ist unser Kaffee ja sogar von Oatly? In Bristol gibt’s gerade so viele kostenlose Kaffees, wir könnten fast die Kaffeesafari des Jahrhunderts starten!
Nach einer gefühlten Ewigkeit marschieren wir Richtung Fluss und weiter zum Lloyds Amphitheater. Aber statt einer ruhigen Landschaft erwartet uns der unaufhörliche Tanz der Baustellen. Ehrlich gesagt, ich fange langsam an zu glauben, dass die ganze Stadt einfach in einer riesigen Renovierungswelle steckt – als hätte jemand beschlossen, Bristol in einen gigantischen Bausatz zu verwandeln. Überall wird gewerkelt: Hier wird ein Wohnhaus hochgezogen, dort eine Brücke renoviert, und da drüben? Da bekommt der nächste Kran seine zehnte Aufzugfahrt für den Tag. Es ist, als würde die Stadt sich selbst in einen modernen Turm aus Ziegeln und Stahl verwandeln, und wir sind die neugierigen Bauleiter, die versuchen, irgendwo noch ein Stück freie Sicht zu ergattern!
Am Amphitheater angekommen, bleiben wir staunend stehen. Hatten wir uns doch ein Relikt aus vergangenem Jahrhundert erträumt, erblicken wir stattdessen ein neuzeitliches... modernes Etwas. Es sieht eher aus wie eine architektonische Mutante aus Stahl und Glas, die irgendwie das Erbe der alten Welt mit einem Schuss futuristischer Ambition vermischt. Ganz ehrlich, ich hätte mit einer antiken Kulisse gerechnet, aber stattdessen fühlen wir uns, als wären wir in einer Architektur-Ausstellung aus dem Jahr 2050 gelandet.
Das Lloyds Amphitheatre ist ein lebendiger Hotspot direkt am Harbourside – ein gigantischer Magnet für bis zu 10.000 Menschen, der ständig vor Energie sprüht. Hier geht’s richtig rund: Konzerte, Festivals, und kulturelle Highlights wie Grillstock, VegFest und die Bristol Summer Series bieten das ganze Jahr über Unterhaltung. Trotzdem bleibt ein kleines Gefühl der Enttäuschung – irgendwie fehlt die Nostalgie, der Hauch von Geschichte, den wir uns erhofft hatten.
Unter dem Namen Canons Marsh Amphitheatre ist der Ort besonders für große Veranstaltungen wie das Bristol Sounds Festival bekannt. Egal, ob du ein Musikfan oder Kulturbegeisterter bist, hier ist immer etwas los – mitten im pulsierenden Leben des Hafens.
Bristol scheint im Wandel zu sein – das Moderne drängt sich in den Vordergrund, während das Alte langsam in den Schatten tritt. Gläserne Neubauten ragen dort in den Himmel, wo einst Backsteinromantik das Stadtbild prägte. Stylische Bars und hippe Restaurants sprießen wie Pilze aus dem Boden und lassen traditionelle Pubs und altehrwürdige Läden verblassen. Es ist, als würde die Stadt einen ständigen Erneuerungsprozess durchlaufen – ein Mix aus Fortschritt und Wehmut, Innovation und Nostalgie. Viele Städte befinden sich im Wandel, doch in Bristol sticht es uns besonders ins Auge. Veränderung ist nichts Ungewöhnliches, aber hier geschieht sie mit beeindruckender Geschwindigkeit.Okumaya devam et
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- Gün 8–15
- 21 Mart 2025 11:30 - 28 Mart 2025
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İngiltereBristol51°27’13” N 2°35’1” W
Bath - Prinzen & Musikern

Heute nehmen wir das Leben im Schongang und entscheiden uns für einen gemütlichen Abstecher nach Bath – eine Stadt, die aussieht, als hätte sie ein Architekt mit einem Hang zu Bilderbuch-Romantik entworfen. Am Bahnhof lösen wir ein Ticket, springen in den Zug und kaum haben wir uns hingesetzt, spuckt er uns auch schon in Bath wieder aus. Zehn Minuten Fahrt – schneller als ein Toast, der aus dem Toaster springt.
Kaum setzen wir unsere ersten Schritte, werden wir von der Kulisse überwältigt. Die georgianischen Häuser reihen sich wie elegante Tänzerinnen aneinander, charmante Cafés und stylische Boutiquen locken uns auf Abwege. Widerstand? Zwecklos! Unser Stadtrundgang beginnt also – wenig überraschend – in den Shoppingläden. Wir probieren Hüte, bewundern schräge Schaufensterdekorationen und lassen uns zu jeder Art von Unsinn hinreißen. Kurz gesagt: Wir haben Spaß.
Plötzlich stehen wir wie vom Schicksal gelenkt vor der Bath Abbey. Die gewaltige gotische Kirche schaut uns streng an, als wollte sie sagen: „Staunen ist hier Pflicht!“ Und das tun wir auch. Direkt davor spielt ein Violinist ein ergreifendes Solo – sein Bogen tanzt über die Saiten, die Töne schweben durch die Luft, und für einen Moment ist die Welt einfach nur Musik. Wir setzen uns auf eine Bank, atmen tief durch und genießen den Moment.
Doch dann meldet sich ein anderes, ebenso mächtiges Organ: der Magen. Ohne Plan, aber mit Appetit marschieren wir los und landen prompt vor Baths berühmtestem Wahrzeichen – den Römischen Bädern. Heiße Quellen, antike Ruinen und Geschichte, die aus den Mauern dampft. Beeindruckend!
Da uns die Atmosphäre ohnehin schon in eine andere Zeit versetzt hat, lassen wir uns in einem Restaurant gegenüber nieder. Während wir genüsslich unser Essen verputzen, sorgt diesmal ein Straßenmusiker mit E-Gitarre für die Hintergrundmusik. Klassik war eben gerade – jetzt ist Rock dran. Wir lehnen uns zurück, schieben den letzten Bissen in den Mund und grinsen zufrieden. Das Leben ist herrlich.
Nach einem üppigen Mahl lassen wir uns treiben wie Blätter im Wind – ziellos, aber seltsam zufrieden. Unsere Füße tragen uns zur Victoria Art Gallery, wo wir einen kurzen Stopp einlegen. Drinnen stolpern wir über eine Sammlung von Kunstwerken, die irgendwo zwischen „genial“ und „was zur Hölle?“ schwanken. Ein paar Bilder entlocken uns ein unkontrolliertes Kichern, andere lassen uns rätseln, ob der Künstler vielleicht einfach nur sein Pinselwasser verschüttet hat.
Doch genug der Kunst – weiter geht’s zum Guildhall Market! Schon beim ersten Schritt hinein fühlt es sich weniger nach einem Markt und mehr nach einem lebendigen Basar aus 1001 Nacht an. Überall türmt sich ein schillerndes Sammelsurium aus Krimskrams, von dem man nicht wusste, dass man ihn braucht, aber plötzlich unbedingt haben will. Dieser Markt ist der älteste überdachte in Bath – seit über 800 Jahren gibt es ihn schon. Und ganz ehrlich? Manche Läden hier drinnen könnten tatsächlich noch aus der Gründungszeit stammen. Claudia grinst und murmelt: „Hoffentlich verkaufen die nicht immer noch denselben Kram wie damals.“
Mit vollen Köpfen schlendern wir weiter zur Pulteney Bridge – ein echter Hingucker und so charmant altmodisch, dass sie locker als britische Cousine der Ponte Vecchio durchgehen könnte. 1774 erbaut, mit kleinen Läden auf beiden Seiten, erinnert sie uns an die berühmten Brücken in Florenz oder Venedig. Klassizistische Architektur, elegante Giebel, schicke Pilaster – fast zu edel, um nur eine schnöde Brücke zu sein. Die winzigen Cafés, die sich hier aneinanderreihen, lassen uns verzückt die Hände ringen. Ein Kaffee mit Blick auf den Fluss?
Da unser Koffeinbedarf bereits gedeckt ist, lassen wir die charmanten Cafés links liegen und marschieren weiter in den City Parade Garden. Ein „Garten“ ist das allerdings nur dem Namen nach – in Wahrheit erwartet uns ein typisch englischer Park, akkurat gepflegt, mit einladenden Wegen und einer Atmosphäre, die selbst die hektischste Großstadtseele zur Ruhe zwingt.
Doch von Ruhe keine Spur, denn unser Spaziergang gerät zur wahren Promi-Parade der Vergangenheit. Zuerst begegnen wir dem Angel of Peace, einer Statue, die Claudia völlig aus der Fassung bringt – nicht etwa wegen ihres Friedenssymbols, sondern weil dieser Engel weiblich ist. Offenbar war die himmlische Gleichberechtigung damals schon weiter als so mancher Vorstand heute.
Weiter geht’s zu Wolfgang Amadeus Mozart, der einen leicht deprimierten Eindruck macht – kein Wunder, ihm fehlt der Bogen, und ohne den kann man schlecht Violine spielen. Vielleicht hat ihn ein besonders ehrgeiziger Souvenirjäger als Andenken mitgenommen?
Dann stehen wir plötzlich vor Prinz Bladud und seinem Schwein. Äh … ja. Prinz? Klar. Schwein? Warum nicht. Wer auch immer dieser Bladud war – ob er das Schwein als Haustier hielt oder es vielleicht sein Berater war, bleibt uns ein Rätsel. Aber ein Prinz bleibt ein Prinz, ob mit oder ohne royale Sau an seiner Seite.
Nach so vielen historischen Begegnungen brauchen wir dringend eine Pause. Wir lassen uns auf einer Bank nieder, atmen tief durch und genießen für einen Moment einfach nur die Szenerie – ohne Engel, ohne Prinzen, ohne Musiker. Nur wir, die Natur und die Erkenntnis: Geschichte kann verdammt unterhaltsam sein.
Nun, das Rätsel um Prinz Bladud ist gelöst – und was für eine Geschichte das ist! Der neunte König der Briten, und bekannt für zwei bemerkenswert unterschiedliche Errungenschaften:
1. Er und seine Schweine entdeckten die heilenden Thermalquellen von Bath. Offenbar litt der gute Bladud an einer fiesen Hautkrankheit und wurde – ganz klassisch – in die Wildnis verbannt. Dort stellte er fest, dass seine Schweine, die sich begeistert in den warmen Schlammpfützen suhlten, plötzlich die reinste Babypopoglätte entwickelten. Das brachte ihn auf die Idee, es selbst zu versuchen – und siehe da, auch er wurde geheilt.
2. Er baute sich Flügel und versuchte zu fliegen. Warum? Wer weiß. Vielleicht wollte er einfach noch eine Spur berühmter werden. Leider endete sein Höhenflug abrupt, als er spektakulär abstürzte und sich das Genick brach. Ein wahrhaft königlicher Abgang!
Fazit: Ein König, der durch Schweineheilung und selbstgebastelte Flugversuche in die Geschichte einging – das ist mal eine Royal Story mit Höhen und Tiefen.
Auf unserem Weg zum Bahnhof stolpern wir noch über einen echten Methusalem der Botanik – den Giant Plane Tree. Seit 1793 steht er hier, hat Könige, Revolutionen und wahrscheinlich unzählige Tauben überlebt. Seine Äste strecken sich majestätisch gen Himmel, als würde er sagen: „Ihr kommt und geht – ich bleibe.“
Man kann sich kaum vorstellen, was dieser Baum im Laufe der Jahrhunderte alles gesehen hat. Vielleicht hat er heimlich Liebende unter seinem Blätterdach versteckt, müde Reisende beschattet oder gelangweilt dabei zugesehen, wie wieder ein Tourist ein Foto mit ihm macht. Hätte er eine Stimme, würde er uns vielleicht mit Geschichten über alte Zeiten unterhalten – oder einfach nur müde seufzen und weiter wachsen.
Egal, ob man Bäume mag oder nicht – dieser hier verdient Respekt. Wir nicken ihm anerkennend und ehrfürchtig zu und setzen unseren Weg fort.
Fazit: Bath ist wie ein verstecktes Juwel, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Es ist ein Ort, der nicht nur mit seiner Schönheit verzaubert, sondern auch die Seele in einen Zustand der Ruhe versetzt. Wir hatten jede Menge Spaß und sind begeistert von all den Schätzen, die diese Stadt zu bieten hat!Okumaya devam et
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- Gün 9–17
- 22 Mart 2025 18:53 - 30 Mart 2025
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İngiltereBournemouth Pier50°43’2” N 1°52’40” W
Eine irrwitzige Zugsfahrt

6:15 Uhr, und Claudias Wecker reißt uns mit der Feinfühligkeit eines startenden Düsenjets aus dem Schlaf. Was zum…? Das kann doch unmöglich schon 8 Uhr sein! Mit der Eleganz eines verkaterten Faultiers blinzele ich in die Dunkelheit, schiele zur Uhr – 6:05. Hä? Ist die Zeitmaschine kaputt? Ich greife zum Handy – 6:05. Zweites Auge auf. Hirn hochfahren. Erkenntnis trifft mich wie ein nasser Waschlappen: Wir wurden zwei Stunden zu früh aus dem Schlaf geprügelt.
„Warum um alles in der Welt klingelt dein Wecker um 6:05?!“, knurre ich. Claudia schießt hoch, als hätte jemand eine Maus in ihr Bett geworfen, murmelt eine entschuldigung und stoppt den akustischen Angriff. Was hat sie bitte um diese unchristliche Uhrzeit vor? Geheimverhandlungen mit der UNO? Ein heimliches Rendez-vous mit James Bond oder ein konspiratives Treffen mit der Morgenmuffel-Gewerkschaft? Mir egal – ich verkrieche mich zurück unter mein Duvet, schotte mich von der feindlichen Außenwelt ab…
…nur um zehn Minuten später wieder von demselben Höllenapparat aus meinen Träumen gerissen zu werden. Diesmal reicht’s. Ich ziehe mir das Kissen über den Kopf und erkläre offiziell: Die Welt kann mich mal. Zumindest noch für ein paar Minuten.
Aus den großzügig eingeplanten zwei Stunden Schönheitsschlaf wurde eine klägliche Stunde – eindeutig zu wenig, um als halbwegs funktionierendes Mitglied der Gesellschaft durchzugehen. Mit der Eleganz eines schlaftrunkenen Pinguins tapse ich unter die Dusche. Doch siehe da, das warme Wasser wirkt wie ein Reset-Knopf für meine Laune: Erst grummelig wie ein Gewitter, dann langsam aufklarend, bis ich schließlich einsehen muss – was soll’s? Schlaf wird überbewertet. Zur Not penn ich im Zug. Oder halt irgendwann im nächsten Leben.
Claudia hat inzwischen Kaffee gemacht – ein wahrer Rettungsanker für meine müden Lebensgeister. Ein paar Schlucke später bin ich wieder auf Empfang, die Welt ist nicht mehr ganz so grau, und – Überraschung – ich verwandle mich zurück in den hellsten Sonnenschein.
Mein Koffer ist gepackt. Naja, fast. Er weigert sich standhaft zu schließen. Mit der Strategie „Draufsitzen, Pressen, Stöhnen und Beten“ schaffe ich es aber, das widerspenstige Ding zu bändigen. Halleluja, ein Triumph der Physik! Bauchtasche umgeschnallt, Rucksack geschultert – und zack, der Packesel ist bereit für den Marsch.
Etwas zu früh machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof – besser so, denn man weiß ja nie, welche unerwarteten Abenteuer das Reisen bereithält. Unterwegs decken wir uns im Sainsbury’s mit Frühstück ein, damit wir die nächsten Stunden Zugfahrt nicht mit knurrenden Mägen überstehen müssen. Habe ich schon erwähnt das wir quer durchs Land nach Bournemouth fahren wollen?unser nächstes Ziel: das Meer!
Am Bahnhof marschiert Claudia mutig zum Schalter, bereit, sich in die wilde Welt der englischen Ticketkäufe zu stürzen. Sie gräbt ihr bestes Schulenglisch aus den Tiefen ihres Gedächtnisses hervor und kehrt wenig später strahlend mit einem Ticket in der Hand zurück. Doch dann fällt ein Wort, das meine Stirn in tiefe Sorgenfalten legt: „andere Strecke“. Badabum. Andere Strecke?! Mein inneres Warnsystem schrillt lauter als ihr Wecker heute Morgen. Ich schnappe mir das Ticket, inspiziere es mit Argusaugen – und siehe da: Das ist nicht der Ort, wo wir hinwollen.
„Doch, doch!“, beharrt Claudia. Sie ist felsenfest überzeugt, das richtige Ticket ergattert zu haben. Ich aber traue lieber Dr. Google als ihrer neuen Berufung als Ticketagentin – und siehe da, die auf ihrem Ticket vermerkten Stationen haben so viel mit unserer Route zu tun wie ein Pinguin mit einer Wüstensafari.
Also zieht Claudia mit leicht genervtem Gesichtsausdruck erneut zum Schalter, während ich meinen neuen Job als Kofferhüter übernehme. Mit meiner Freifahrkarte sitze ich hier ganz entspannt, bestens gewappnet für die Gepäckbewachung. Am Schalter entbrennt unterdessen eine lebhafte Diskussion – so lebhaft, dass ich kurz vergesse, meine Gepäckhüter-Mission ernst zu nehmen. Worte fliegen hin und her, es wird erklärt, gestikuliert, diskutiert – und schließlich kehrt Claudia mit einem Sparticket triumphierend zurück. Sie ist und bleibt die Heldin des Tages!
Doch das Schicksal liebt die kleine Dramatik: Unser ursprünglich geplanter Zug wird kurzfristig umdisponiert. Da Claudia nun stolze Besitzerin eines Sparticket ist, nehmen wir also einfach den, der 20 Minuten später fährt.
Ab zum Bahnsteig 7! Wir stürzen uns ins Getümmel wie zwei Helden in einer epischen Quest. Lift runter, Lift rauf, eine elegante Kurve nach links, geschickt weichen wir Passanten und orientierungslosen Touristen aus, liefern uns ein verbissenes Drängel-Duell mit einem Kinderwagen um den letzten Platz im Aufzug – und schließlich erreichen wir unser Ziel: Bahnsteig 7. Oder zumindest das, was wir dafür halten.
Erschöpft lassen wir uns auf eine Bank plumpsen, werfen wortlos Blicke in die Menge und genießen den Moment der Stille. Vor uns steht ein Zug nach London, bereit zur Abfahrt. Dann betritt ein Bahnangestellter mit leuchtend gelber Warnweste die Bühne. „Wollt ihr nicht einsteigen?“ fragt er freundlich.
Synchron schütteln wir den Kopf. „Nein, wir möchten nach Southampton Central.“
Seine Stirn legt sich in Falten. „Southampton? Dann seid ihr hier falsch.“
Ich glotze ihn an, dann Claudia, dann das Schild über uns. Mein Blick bleibt an einer großen, unscheinbaren 8 hängen. Zeitgleich mit dem hilfsbereiten Bahnangestellten, der eifrig auf seinem Handy nachgesehen hat, rufe ich aus: „Ja himmel nochmal, wir sitzen ja auf Bahnsteig 8, nicht 7!“
Er nickt geduldig. „Euer Zug fährt da vorne. Selbe Perron aber von Gleis 7.“
Aha! Wir Detektive des öffentlichen Verkehrs haben also übersehen, dass dieser Bahnsteig zwei Gleise hat: Gleis 7 vorne, Gleis 8 hinten. Hätte der junge Mann nichts gesagt, würden wir wohl immer noch hier sitzen und auf einen Zug warten, der nie kommt.
Mit einem peinlich berührten, aber dankbaren Lächeln schultern wir unser Gepäck und ziehen um zu Gleis 7 – diesmal wirklich. Hoffentlich.
Da sitzen wir also wieder, geduldig wie zwei Steinstatuen, und warten auf unseren Zug. Die Zeit vergeht quälend langsam, bis mein Blick zufällig auf die vorbeifahrenden Züge fällt. Irgendwas stimmt hier nicht. Moment mal – die haben ja gar keinen Stromabnehmer!
Sofort mache ich Claudia auf meine weltbewegende Entdeckung aufmerksam. Sie runzelt die Stirn, betrachtet die Züge genauer und stellt überrascht fest: „Stimmt! Die fahren ja ohne Bügel!“ Das Rätselraten beginnt. Wenn nicht mit Strom, womit dann? Kerosin wie Flugzeuge? Eher unwahrscheinlich – ein Zug mit Turbinenantrieb wäre wohl eher was für einen Science-Fiction-Film. Bleibt also nur Diesel. Oder Magie.
Doch das reicht uns nicht. Wir müssen es wissen! Also konsultieren wir erst den allwissenden Dr. Google, der uns aber mit irrelevanten Artikeln zuspammt, statt eine klare Antwort zu liefern. In unserer Not wenden wir uns an das ultimative Orakel: ChatGPT. Und siehe da, endlich erhalten wir eine plausible Erklärung:
England hat eine ganz eigene Philosophie, wenn es um Züge geht: Während in anderen Ländern alles fein säuberlich unter Strom steht, rollen hier vielerorts (10%) noch echte Dieseldinos durch die Landschaft. Besonders auf Strecken, die noch nicht mit schicken Oberleitungen gesegnet wurden, setzt man auf robuste Dieseltriebwagen (Diesel Multiple Units, DMUs) oder clevere Zwitterwesen, die sowohl mit Strom als auch mit Diesel fahren können – die sogenannten Bi-Mode-Züge. Die Spritvernichter der britischen Schienenwelt:
Klassische Dieseltriebwagen (DMUs) – die Unermüdlichen
Diese verlässlichen Arbeitstiere tuckern vor allem durch ländliche Gegenden und auf Strecken, die bisher vom großen Elektrifizierungs-Segen verschont blieben.
Beispiele: Class 150, Class 156, Class 170 (Turbostar) – klingt wie ein Kampfroboter, ist aber nur ein Zug. Da viele britische Strecken – besonders im wilden Südwesten und im nordischen Nirgendwo – immer noch nicht elektrifiziert sind, brummen diese Dieselmaschinen weiterhin munter durchs Land. Aber keine Sorge: Man hat erkannt, dass die Zukunft grüner sein sollte und plant fleißig mit Alternativen wie Wasserstoff- oder Batteriezügen.
Falls ihr also einen Zug ohne Stromabnehmer erspäht, keine Panik! Der fährt nicht mit Magie oder Muskelkraft, sondern schlicht mit gutem alten Diesel – oder ist ein Bi-Mode-Zug, der gerade inkognito unterwegs ist.
Während wir noch über unser frisch erworbenes Bahn-Wissen philosophieren, füllt sich der Bahnsteig allmählich. Ich werfe einen Blick auf die Anzeigetafel – und runzle die Stirn. Der Zug hat… nur zwei Waggons? Wirklich? Das muss ein Tippfehler sein.
Doch um 10:20 Uhr fährt er tatsächlich ein. Ein Minizug. Zwei Waggons. Ich blinzele ungläubig. Claudia auch. Gut, dann eben Kuschel-Express statt Schnellzug. Hauptsache, er bringt uns ans Ziel!
Wir quetschen uns in den Kuschelexpress – und mit uns gefühlt die halbe Bevölkerung Südenglands. Ein wilder Kampf um die begehrten Sitzplätze entbrennt, Ellenbogen werden gezückt, Koffer strategisch platziert. Doch wir sind Profis im öffentlichen Nahverkehr und sichern uns erfolgreich zwei Plätze nebeneinander – ein Triumph, der fast nach einer Siegesfanfare verlangt.
Kaum sitzend, mustere ich den Zug und fühle mich in eine andere Zeit katapultiert. Die Aufteilung erinnert mich verdächtig an die „Nina“ in der Schweiz: rechts sechs Sitze, links vier, dazu eng gestuhlt, als hätte man versucht, möglichst viele Sardinen in eine Dose zu quetschen. Beinfreiheit? Ein seltenes Luxusgut.
Der Zug – oder besser gesagt, die zwei Waggons, die sich hier als vollwertiger Zug ausgeben – ist bis zum Bersten gefüllt. Es ist ein skurriles Gefühl: eine Mischung aus Nostalgie und Moderne. Die Türen schließen, ein sanftes Ruckeln geht durch die Wagen, dann setzt sich unser Mini-Zug in Bewegung.
Und dann dieser Geruch – Diesel. Ein unverkennbares Aroma, das sofort klarmacht: Hier fährt keine schicke Elektroflunder, sondern ein echter Oldie. Und das zu Recht, denn dieser Dieseltriebwagen stammt aus den Jahren 1989 und 1992. Eine Zeit, in der Schlaghosen noch nicht wieder in Mode waren und Handys noch Antennen hatten.
Während wir so durch die Landschaft tuckern, kann ich mir das Bild nicht verkneifen: Es fühlt sich an, als würden zwei Waggons ganz allein durch die Gegend spazieren – ein kleiner, aber tapferer Zug auf großer Mission. Charmant? Absolut. Effizient? Naja. Aber hey, Hauptsache, wir kommen an!
Im Zug entfaltet sich ein wahres Schauspiel britischer Eigenarten. Die Engländer, besonders die älteren Damen und Herren, sind wahre Meister der Unterhaltung – unbeabsichtigt, versteht sich. Gegenüber von uns sitzt eine Dame, die ausstrahlt, als wäre sie kürzlich aus einem Filmset der „Teatime Dynasty“ entsprungen. Ihre Kleidung ist modern, aber ihr Blick, dieser stolze, würdige Blick, könnte direkt aus der viktorianischen Ära stammen. In aller Ruhe schaut sie sich die Welt an, während sie, fast majestätisch, ab und zu ihre Nägel feilt – als ob sie dabei das Schicksal des britischen Empire neu schmiedet.
Neben ihr ein älterer Herr, der in seiner Melone, mit Schirm und charmantem Lächeln, völlig unbeeindruckt von allem um ihn herum die Zeitung liest. Ganz der Inbegriff des englischen Understatements. Dahinter? Ein junger Mann, der sich in ein Gespräch mit seiner Freundin vertieft, als ob sie die einzige Person auf der Welt wären.
Doch das wahre Drama entfaltet sich weiter hinten im Zug. Ein tapferer, vielleicht sogar ein bisschen verbitterter, Herr kämpft gegen ein klappriges Fenster, das sich einfach nicht entscheiden kann, ob es offen oder zu bleiben soll. Es ist ein Duell der Extraklasse – Fenster zu, Fenster auf, Fenster zu, Fenster auf – und das über 30 Minuten! Es ist eine unglaubliche Show von Geduld und Hartnäckigkeit. Das ganze Abteil ist inzwischen in den Kampf involviert und feiert jeden Sieg des Fensters mit einem kollektiven Schmunzeln. Ein großes Gelächter entbrennt, als der tapfere Herr einen letzten, siegreichen Ruck an der Kurbel macht und das Fenster endlich bezwingt.
Inmitten dieser Szene aus britischer Lebenskunst wird weiter getrunken, gelesen, die Haare gebürstet – was von den älteren Generationen mit einem erzieherischen Stirnrunzeln beobachtet wird. I love it. Wir sind im Wagon des englischen Lebens angekommen – eine wunderbare Mischung aus Komik, Charme und purer Geduld.
Die Zugsfahrt ist alles andere als ein langweiliger Spaziergang durch die Lande. Entweder sind wir völlig fasziniert von der wilden, grünen Schönheit der britischen Landschaft oder wir schmunzeln über die Eigenheiten unserer Mitreisenden – oder auch beides. So vergeht die Zeit wie im Flug, und plötzlich sind wir schon schneller in Southampton, als wir „Full English Breakfast“ sagen können.
Nun heißt es umsteigen – die Devise lautet „Schneller, weiter, besser“, also nichts wie ab nach Bournemouth. Unsere Wahl fällt auf die schnellere Verbindung, und zack – sind wir nun nicht mehr im schicken GWR (Great Western Railway), sondern im SWR (South Western Railway). Dieser Zug ist ein echter Trendsetter: modern, fast leer und geräumig. Perfekt, um die Füße zu strecken und uns mit einem australischen Paar zu unterhalten, das uns beim Plaudern glatt die halbe Strecke verkürzt.
Tatsächlich kommen wir schneller an als erwartet – fast zu schnell, als dass wir uns richtig in den modernen Komfort des SWR-Zuges eingefunden haben. Aber was soll's, das Abenteuer geht weiter!
Juhuu, wir sind am Meer angekommen! Die Wellen rauschen, der Duft der salzigen Luft liegt in der Nase, und wir freuen uns riesig auf ein paar entspannte Tage hier!Okumaya devam et
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- Gün 10–18
- 23 Mart 2025 11:19 - 31 Mart 2025
- 8 gece
- ☁️ 14 °C
- Yükseklik: 19 m
İngiltereBournemouth International Centre50°43’1” N 1°52’39” W
Bournemount - Ausbruchsplan e. Pipmatz

Seit gestern sind wir in Bournemouth, und die Stadt begrüßt uns mit Meeresluft, Möwengekreische und einem Hauch von viktorianischer Eleganz. Goldene Sandstrände, beeindruckende Architektur und eine lebendige Kulturszene – all das soll Bournemouth bieten. Klingt traumhaft, oder? Wir wollen das selbst herausfinden. Vor allem wollen wir uns ein paar Tage lang dem süßen Nichtstun am Meer hingeben, Füße im Sand, Gedanken im Wind.
Doch bevor wir uns aufmachen, um Bournemouths Schönheiten zu erkunden, müssen wir eine kleine Hürde meistern: den Safe in unserem Hotelzimmer. Er und wir – eine Beziehung voller Missverständnisse.
Unser Hotel hat Charakter, das muss man ihm lassen. Ein gewisses britisches Understatement, das irgendwo zwischen „charmant altmodisch“ und „hat schon bessere Tage gesehen“ pendelt. Der Safe? Nun, nennen wir ihn ein Relikt aus einer Zeit, als Technik noch Geduld verlangte. Während moderne Safes mit Codes und Fingerabdrücken arbeiten, scheint unserer eher auf spirituelle Eingebung zu warten. Egal, welchen Knopf wir drücken oder welche Zahlen wir eingeben – er bleibt stur wie ein britischer Gentleman, der sich bei Regen keinen Schirm aufspannt.
Nach mehreren gescheiterten Versuchen und einem ernsthaften Gespräch mit dem Metallkasten, das uns beiden nicht weiterhalf, geben wir auf.
Ich greife zum Telefon, drücke die 0 und warte auf den erlösenden Piepston. Nichts. Keine Reaktion. Keine Verbindung. Nur bedrückende Stille, als hätte das Telefon beschlossen, heute einfach nicht zu arbeiten.
Vielleicht war ich zu vorsichtig. Ich drücke erneut. Immer noch nichts. Ich hämmere auf die Tasten, mit der Entschlossenheit eines Detektivromans, in dem der Protagonist kurz davor ist, eine Verschwörung aufzudecken. Doch das Telefon bleibt stumm wie ein Zeuge, der vor Gericht plötzlich nichts mehr weiß.
Vielleicht ist es ja ein Bluetooth-Gerät, das sich heimlich und magisch mit der Rezeption verbindet? Vielleicht braucht es Telepathie? Ich versuche es mit purem Willen, starre das Ding an, als könnte ich es allein durch Gedanken zur Kooperation zwingen. Aber tot bleibt tot.
Schließlich gebe ich auf. Vielleicht ist es kein Telefon, sondern eine nostalgische Deko, die hier einfach nur herumsteht, um den historischen Charme des Hotels zu unterstreichen. Ich lege den Hörer zurück und beschließe, die klassische Methode zu wählen: Laufen.
Claudia grinst, nickt mir zu und übernimmt die Mission „Rezeption“. Vier Stockwerke runter, fünf Minuten später vier wieder rauf. Sie betritt das Zimmer mit der Entschlossenheit eines Feldkommandanten und verkündet: „Er kommt in fünf Minuten.“
Wir warten.
Fünf Minuten vergehen. Niemand klopft.
Nach weiteren fünf Minuten verschränkt Claudia die Arme, hebt eine Augenbraue und erklärt mit der Bestimmtheit eines Generals, der den Sturmangriff befiehlt: „Ich hole ihn!“ Wieder marschiert sie los. Vier Stockwerke runter. Und siehe da – drei Minuten später kehrt sie zurück, diesmal mit dem Rezeptionisten im Schlepptau.
Er beugt sich über den Safe, drückt Knöpfe, murmelt etwas, das entweder eine technische Analyse oder ein stilles Gebet sein könnte. Mit viel gutem Zureden und vermutlich einer Prise Magie geht das Ding endlich zu. Ob wir es jemals wieder aufkriegen? Nun, das wird die Zukunft – oder besser gesagt, unser Abreisetag in drei Tagen – zeigen.
Dann kommt das Telefon zur Sprache. Der Rezeptionist sieht mich an, als hätte ich ihm gerade erzählt, dass der Fernseher nur Schwarz-Weiß zeigt, weil er beleidigt ist. „Oh“, sagt er, gefolgt von einem schnellen, „Da kümmert sich nachmittags jemand drum.“
Nachmittag kommt. Nachmittag geht. Wir kehren ins Zimmer zurück – und das Telefon? Tot wie eh und je. Keine Überraschung mehr. Mit einem kurzen Schulterzucken verfrachten wir es endgültig in die Schublade. Soll es dort seine wohlverdiente Ruhe genießen. Es hat seinen Frieden, wir haben unseren.
Jetzt aber wirklich: Bournemouth wartet! Die Sonne scheint, als hätte sie einen Vertrag mit dem Tourismusbüro von Bournemouth, und wir wollen das Beste daraus machen.
Unser Weg führt uns in die Lower Gardens, eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt. Ein Park, wie aus dem Bilderbuch: Blumen, gepflegte Wege und diese entspannte Stimmung, als hätte ganz Bournemouth beschlossen, heute einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Wir schlendern vorbei am Pavilion Dance, wo Kultur und Bewegung sich treffen, und landen schließlich im Rescue Aviary von Cooper Thompson – einer kleinen Vogelrettungsstation, die ihren gefiederten Bewohnern eine zweite Chance gibt.
Dort beobachten wir fasziniert einen Halsbandsittich, der offensichtlich seinen großen Ausbruchsplan verfolgt. Mit voller Hingabe scharrt er ein Loch in den Boden, hebt immer wieder den Kopf und mustert sein Werk kritisch – ganz so, als würde er berechnen, wie viele Zentimeter ihn noch von der Freiheit trennen. Seine Zielstrebigkeit ist beeindruckend. Ein Vogel mit Visionen!
Während er unermüdlich weitergräbt, schauen wir uns fragend an. Sollten wir ihm eine Schaufel besorgen? Vielleicht einen kleinen Helm und eine Bauleuchte? Oder belassen wir es dabei, ihm leise viel Erfolg zu wünschen? Wir entscheiden uns für Letzteres – schließlich soll man wilde Träume nicht zähmen, sondern bewundern.
Nach unserem kleinen Abenteuer im Vogelknast von Bournemouth – wo ein rebellischer Sittich gerade seinen großen Gefängnisausbruch plante – setzen wir unseren Weg fort und landen in der Shopping Arcade.
Der Name klingt erst mal nach einer riesigen Konsumkathedrale, doch die Realität ist etwas bescheidener. Einkaufszentrum? Nun ja, sagen wir eher: eine charmante, überdachte Gasse mit rund zehn Läden, die sich in einem Mix aus großen Namen und kleinen, unabhängigen Geschäften präsentieren. Ein bisschen wie eine Pralinenschachtel – du weißt nie genau, was du bekommst, aber irgendwie ist alles nett anzusehen.
Die viktorianische Architektur ist definitiv das Highlight der Arkade, und man kann sich gut vorstellen, wie hier einst elegante Damen in langen Röcken flanierten, während Herren mit Zylinder über den neuesten Teegeschmack fachsimpelten. Heutzutage hat sich der Glanz allerdings etwas gelegt. Die Zeit hat an der Arkade genagt – ein bisschen wie ein Teenager an einem Kaugummi, der langsam seinen Geschmack verliert. Noch immer schön, aber mit einem Hauch von Patina und dem leichten Gefühl, dass ein paar Pinselstriche hier und da nicht schaden würden.
Trotzdem hat der Ort Charme – alt, ein bisschen müde, aber voller Geschichten. Und wenn man genau hinsieht, kann man zwischen den Schaufenstern noch einen Hauch des alten Glanzes entdecken.
Der Buchladen zieht uns magisch an – wie ein Sog aus Papier, Geschichten und diesem ganz speziellen Geruch nach gedrucktem Wissen. Kaum betreten wir ihn, sind wir mittendrin in der Welt der Buchstaben, umgeben von Romanen, Sachbüchern und einer stillen Ehrfurcht, die selbst die lautesten Touristen für einen Moment verstummen lässt.
Wir stöbern, blättern, verlieren uns zwischen den Seiten. Die Zeit? Unwichtig. Bücherläden haben dieses seltsame Phänomen, dass sie Minuten verschlucken, ohne dass man es merkt.
Nach einer Weile fällt meine Wahl auf ein Sachbuch: „Common Errors in English“ – ein Wink des Schicksals oder einfach nur eine freundliche Erinnerung, dass auch die englische Sprache ihre Tücken hat. Claudia hingegen hat höhere Ziele. Sie greift sich ein Buch über König Charles und seine Geheimnisse. Die Monarchie aus nächster Nähe – wer kann da schon widerstehen?
Mit unseren neuen Errungenschaften unter dem Arm verlassen wir den Laden, lachend über unsere äußerst unterschiedlichen Interessen. Ich lerne die richtigen Worte, Claudia kommt dem König näher – ein fairer Deal. Wir tauchen wieder in die Gassen ein, bereit für das nächste kleine Abenteuer.
Wir schlendern also weiter und kommen an der St. Peters Church vorbei, eine dieser ehrwürdigen Kirchen, die einem fast ein bisschen ehrfürchtig machen. Dann biegen wir in eine Straße ein, die uns sofort den Eindruck vermittelt, als hätte jemand das „Who’s Who der Fastfood-Welt“ eingeladen. Ein Fastfoodladen reiht sich an den nächsten, wie Perlen auf einer Kette – und zwar aus allen Ecken der Welt: Amerikanisch, mexikanisch, indisch, chinesisch, koreanisch, kanadisch, italienisch – hier gibt’s wirklich alles, was der Geschmack so hergibt. Und wir? Wir staunen wie zwei Kinder vor einem Süßigkeitenladen, weil wir sowas noch nie gesehen haben. Es ist ein kulinarisches Weltreise-Tasting, das einem Fastfood-Fan die Tränen in die Augen treiben würde. Doch wir laufen weiter.
Am Lansdowne Roundabout entscheiden wir uns dann, weiter Richtung „Meer zu gehen. Der Poole College wird gerade von einem Baugerüst eingehüllt – keine Panik, es wird saniert! Dafür gibt’s dann das Roundhouse Hotel zu bestaunen, das sich stolz inmitten der Straßen wölbt wie ein stiller Riese, der so tut, als ob er es nie anders gewollt hätte.
In kürzester Zeit erreichen wir den East Cliff Railway, und – warum nicht? – steigen in den East Cliff Zig-Zag. Ein grande Abstieg zum Meer, der uns wie ein gut gewählter Wein mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Hier wird jeder Schritt zum Genuss, jeder Blick ein bisschen besser, bis wir schließlich die großartige Aussicht auf das weite Meer und den Küstenstreifen genießen können.
Am Meer angekommen, gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen auf einer Terrasse mit so viel Meeresblick, dass man fast das Gefühl hat, das Meer würde uns direkt ins Glas gießen. 15 Uhr? Pfft, wer sagt denn, dass es für ein Mittagessen eine festgelegte Zeit gibt? Wir sind schließlich in Urlaub, da darf die Zeit mal ein bisschen aus dem Takt geraten.
Nachdem wir unseren kulinarischen Gaumenschmaus genossen haben, schlendern wir noch ein Stück am Strand entlang, als wären wir die Protagonisten eines Gedichts, das vom Wind in den Wellen geschrieben wird. Wir lassen uns von der sanften Umarmung der Wellen beruhigen, die uns wie eine persönliche Wellnessbehandlung in flüssiger Form entspannen.
Doch die Idylle wird plötzlich gestört – ein Unwetter zieht auf wie der unangekündigte Gast auf einer Party, der alle Lichter ausschaltet. Die Sonne zieht sich zurück, die Wolken sind wie ein aufgebrachter Streitschlichter, der alles verdunkelt. Es wird dunkel, und plötzlich geht alles ganz schnell – wir eilen zurück ins Hotel, als würden wir das einzige Boot auf dem wütenden Ozean erreichen wollen.
Trotz des plötzlich aufziehenden Sturms können wir sagen: Es war ein toller Tag. Die Sonne, das Meer, der Strand – all das hat uns einfach gutgetan. Am Abend lassen wir den Tag gemütlich ausklingen, bei einem leichten Abendessen und ein paar letzten Blicken auf das Meer, das nun in der Ferne leise rauscht. Die Wellen sind zwar nicht mehr da, aber die Ruhe, die dieser Tag uns gebracht hat, bleibt.Okumaya devam et
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- Gün 11–20
- 24 Mart 2025 11:11 - 2 Nisan 2025
- 9 gece
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İngiltereBournemouth Pier50°42’57” N 1°52’38” W
Bournemount - tierische Sache

Der Himmel trägt heute sein tristes Grau wie ein schlecht gelaunter Ozean, also tauchen wir ab – ins Oceanarium von Bournemouth. Direkt am Pier gelegen, ist es eine schillernde Unterwasserwelt mit über 1.000 Meeresbewohnern. Besonders spektakulär: der gläserne Tunnel, in dem Haie und eine majestätische Schildkröte über unsere Köpfe gleiten, während Otter, Pinguine und bunte Fische für Unterhaltung sorgen.
Gleich im ersten Aquarium schwimmen wahre Giganten. Meine Augen weiten sich, als ich einem Pacu begegne – einem südamerikanischen Süßwasserfisch mit erschreckend menschenähnlichen Zähnen. Ein Fisch mit Beißerchen? Das klingt nach einer Horrorstory für Vegetarier! Aber es kommt noch besser: Im selben Becken tummelt sich ein roter Piranha, ein Tigerwels und ein Chinesischer Paddelfisch. Eine bunt gemischte WG aus aller Welt – als hätte Mutter Natur beschlossen, ein internationales Treffen im Wasser abzuhalten.
Ob das gut geht, so viele internationale Fischarten in einer WG? Hoffentlich gibt’s keinen Futterneid! Wir ziehen weiter zum nächsten Becken, wo uns eine Truppe kleinerer Piranhas begrüßt – die Art von Fisch, bei der man instinktiv die Hände hinterm Rücken verschränkt. Klein, aber oho! Faszinierend sind sie trotzdem.
Kaum drehen wir uns um, erspähen wir einen Rochen. Einer liegt gemütlich wie ein Teppich auf dem Boden, während der andere elegant seine Runden zieht – und das immer wieder direkt an mir vorbei. Perfekt für ein Foto von unten! Zumindest in der Theorie, denn der Rochen sieht das anders. Kaum richte ich die Kamera aus, dreht er beleidigt ab. Gut, dann eben nicht – ich werde mich von einem Fisch doch nicht bloßstellen lassen!
Ich versuche es noch ein paar Mal, aber irgendwann muss ich einsehen: Der Rochen hat entweder keine Lust oder eine persönliche Vendetta gegen meine Kamera. Verflixt nochmal, dann halt nicht! Vielleicht habe ich bei den Ottern mehr Glück.
Es ist Fütterungszeit, und die Tierpflegerin verteilt das Essen strategisch im Gehege. Wir stehen gespannt da – eine Horde Kleinkinder und wir, vereint in unserer Erwartung. Auf drei geht’s los. Die Tür öffnet sich, und die Otter schießen heraus wie kleine pelzige Raketen. Flink, clever und mit nur einem Ziel: Fisch! Das Gemüse? Bleibt demonstrativ links liegen.
Ein Foto zu machen? Fast so aussichtsreich wie der Versuch, einem Flummi in der Waschmaschine zu folgen. Diese kleinen Wirbelwinde haben Wichtigeres zu tun, als für die Kamera zu posieren. Also lehnen wir uns zurück und genießen einfach die Show – zusammen mit den quietschvergnügten Kindern, die sich köstlich über das wilde Otter-Chaos amüsieren.
Es fühlt sich an wie eine Live-Show im Fernsehen – spannend, lustig und durchgehend unterhaltsam. Wir könnten den Ottern ewig zusehen, wie sie herumflitzen, tauchen und sich gegenseitig überlisten, aber irgendwann wird es Zeit, weiterzuziehen.
Unser nächster Stopp: die indische Weichschildkröte. Und die hat ein Feature, um das ich sie ernsthaft beneide – eine röhrenförmige Nase, mit der sie unter Wasser bleiben und trotzdem atmen kann. Wie cool ist das denn? Stell dir vor, wir könnten beim Schwimmen einfach weiteratmen, ohne wie ein Seehund zwischendurch auftauchen zu müssen. Praktisch, oder?
Während ich noch über die evolutionäre Ungerechtigkeit nachdenke, dreht sich die Schildkröte gemütlich im Wasser und lässt sich bereitwillig fotografieren. Endlich mal ein vernünftiges Tier mit Sinn für Social Media!
Claudia wartet geduldig, während ich meine Fotos schieße – ein wahrer Akt der Freundschaft, wenn man bedenkt, dass ich manchmal länger brauche als ein Faultier beim Sprinttraining. Kaum ist das erledigt, zieht es sie weiter zum nächsten Highlight: die Pinguine!
An Land wirken sie wie kleine Kellner in Frack und Flossen, die gerade erst laufen gelernt haben – ein bisschen tollpatschig, aber unfassbar charmant. Doch im Wasser? Zack, verwandeln sie sich in flinke Torpedos, die durch die Wellen sausen, als hätten sie heimlich einen Raketenantrieb eingebaut. Egal, ob an Land oder im Wasser – Pinguine sind einfach die perfekte Mischung aus Comedy-Show und Naturdoku.
Mir kommt da immer die Geschichte von Eckhard von Hierschhausen in den Sinn: „Bei einem Zoobesuch sah er einen Pinguin auf einem Felsen stehen und hielt ihn zunächst für eine “Fehlkonstruktion” – mit seinem dicken Bauch, kleinen Flügeln und scheinbar fehlenden Knien. Doch kaum tauchte der Pinguin ins Wasser ein, verwandelte sich sein Bild in das eines wahren Meereskünstlers: elegant, flink und in seinem Element wie ein heimlicher Wasserrakete.
Diese Anekdote erinnert uns daran, dass wir Menschen oft voreilig urteilen und dabei die wahren Stärken übersehen – und dass es manchmal einfach hilft, ins Wasser zu springen, um zu zeigen, was in uns steckt.“
Wie ein Paparazzo in seinem Element drücke ich den Auslöser, während ich im knipsenden Wettstreit mit den Pinguinen stehe. Einer hat es mir besonders angetan – er posiert wie ein gefeierter Star, der sich vor dem Blitzlichtgewitter nicht scheut und von allen Seiten abgelichtet werden will. Obwohl der fischige Gestank uns beiden die Nase rümpfen lässt, verweilen Claudia und ich eine ganze Weile inmitten dieser gefiederten Celebrities.
Für mich sind sie das absolute Highlight des Tages – doch für Claudia sind es ganz andere Stars: Die Quallen, die im Becken nebenan wie zarte Ballerinas ihre anmutigen Pas de Deux aufführen. Mit einer Grazie und Ruhe, die selbst den erfahrensten Tanzmeistern die Show stiehlt, schweben sie auf und ab, als würden sie in einer endlosen Choreografie aus Licht und Wasser schwingen.
Man stelle sich vor, fluoreszierende, transparente Wesen, die fast außerirdisch wirken – als wären sie geradewegs aus einer fernen Galaxie in unser Becken entschwunden. Diese Quallentiere tanzen nicht nur, sie verzaubern den Raum mit ihrer surrealen Eleganz, die jede Balletttänzerin vor Neid erblassen lässt. Es ist, als ob sie in einem eigens komponierten Unterwasserballett auftreten, das die Grenzen zwischen Realität und Traum mühelos verschwimmen lässt.
Ein paar Schritte weiter, in einem ganz anderen Becken, liegt es regungslos da – still, leise und mit der Gelassenheit eines altgedienten Auftragskillers: ein Krokodil. Seine Augen haben mich längst ins Visier genommen, fixieren jede meiner Bewegungen mit der Präzision eines Scharfschützen.
Neugierig knie ich mich hin, um auf Augenhöhe mit dieser urzeitlichen Bestie zu sein. Ein beeindruckendes Relikt aus einer anderen Ära, das reglos im Wasser lauert – oder einfach nur seine innere Ruhe genießt, schwer zu sagen. Beim genaueren Hinsehen entdecke ich, dass seine Beine locker im Wasser baumeln, als würde es sich gerade einen gemütlichen Wellnesstag gönnen. Entspannt? Vielleicht. Oder aber es überlegt gerade, ob es mich lieber als Hauptgang oder nur als kleinen Snack betrachten soll.
Fasziniert mustern wir uns gegenseitig – ein stilles Duell der Blicke, während ich mich frage, was wohl in seinem kleinen, aber garantiert nicht harmlosen Kopf vorgeht. Vielleicht analysiert es meine potenzielle Nährstoffdichte? Oder bewertet meine Überlebenschancen in freier Wildbahn?
Doch nach einer gründlichen Inspektion meinerseits scheint das Krokodil zu einer überraschenden Entscheidung zu kommen: Es schließt die Augen und döst seelenruhig ein. Na, wenn das mal kein Zeichen von Vertrauen ist! Oder pure Arroganz. So oder so, ich erkläre mich hiermit offiziell zum Krokodilflüsterer – zumindest bis es wieder aufwacht und entscheidet, ob ich nicht doch als Appetithäppchen tauge.
Wir stürzen uns in ein wahres Unterwasser-Kaleidoskop: Da zieht eine Riesenschildkröte ihre gemütliche Runde mit den Haien – als hätte sie sich in einem exklusiven Unterwasser-Samba eingeschrieben. Um sie herum in anderen Aquarien tummeln sich Krebse wie kleine Beatboxer, Tintenfische enthüllen ihre geheimnisvollen Tricks, und bunte sowie weniger bunte Fische präsentieren sich in einem schillernden Spektakel. Schalentiere und allerlei skurrile Wasserwesen runden diese bizarre, lebendige Party ab. Ein Ausflug, der uns nicht nur schallendes Gelächter beschert, sondern auch unser Wissen in spritzige Tiefen katapultiert hat.Okumaya devam et
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- Gün 12–22
- 25 Mart 2025 15:49 - 4 Nisan 2025
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İngiltereBournemouth Pier50°42’59” N 1°52’34” W
Bournemouth - Sand, Strand & Hoch hinaus

Nach dem Frühstück schwingen wir uns in die Abenteuerstiefel – na gut, Turnschuhe – schultern unseren treuen Rucksack voller Überlebensutensilien und machen uns kampfbereit. Der 11 km lange Strand liegt vor uns wie eine epische Quest, die nur wahre Helden bezwingen können. Die Sonne strahlt vom Himmel wie eine begeisterte Cheerleaderin, und wir lassen uns von ihrer guten Laune anstecken. Auf geht’s –Sand, Wellen und pure Abenteuerlust, wir kommen!
Mit der salzigen Brise im Rücken und dem beruhigenden Rauschen der Wellen als Soundtrack, nehmen wir Kurs auf den Durley Chine Beach. Der Sand knirscht unter unseren Sohlen wie ein gemütlicher Empfang, während wir an einer Parade bunter Badehäuschen vorbeiziehen, die sich wie eine Truppe gut gelaunter Bonbons in der Sonne präsentieren und fröhlich um die Wette strahlen. Das Meer blitzt und funkelt, als wäre es in einem Wettstreit mit den Häuschen um den Titel „Leuchtendstes Etwas des Tages“. Jeder Schritt fühlt sich an, als würde die Seele in ein luxuriöses Spa geschleust – wenn Spaziergänge am Meer eine Währung hätten, wären wir jetzt steinreich!
Weiter geht’s entlang der West Undercliff Promenade, einer eleganten Küstenstraße, die sich von der Bournemouth Pier bis nach Flaghead Chine in Poole zieht, wie ein langes Band aus blauem Samt.
Kaum betreten wir den Westcliff Garden, fühlen wir uns wie Zaungäste in einer exklusiven Baustellen-Lounge für Pflanzen. Die Natur? Offenbar auf Sabbatical oder im Tiefschlaf. Der legendäre Westcliff Lift? Macht Urlaub. Derzeit außer Betrieb, vermutlich Opfer eines früheren Erdrutsches, der ähnliche Anlagen in der Region lahmgelegt hat. Der Hang? Sieht aus, als hätte er eine lange Nacht hinter sich. Und die Postkarten-Idylle? Photoshop sei Dank! Aber hey, das Meer ist immer noch da – und das braucht keine Generalüberholung.
Wir treffen auf eine ganze Hundekarawane – da ist alles dabei: kleine Flitzer, die wie überdrehte Staubsauger durch die Gegend wuseln, große, majestätische Wuffis, die stolz wie Königslöwen an uns vorbeimarschieren, dicke Wälzer, die eher das „Chillen am Strand“-Vibe versprühen, und dann die zarten, dünnen Fellnasen, die mit der Geschwindigkeit eines Blitzes an uns vorbeirauschen. Wir begegnen hechelnden Energiebündeln, die kurz davor sind, sich selbst in den Wahnsinn zu hetzen, und hochmotivierten Vierbeinern, die jedem Ball hinterherjagen, als ob es der letzte auf Erden wäre. Daneben gibt’s die entspannten Hundepilger, die ihren Spaziergang wie einen Zen-Moment genießen, und dann noch die wahren Hundesportler, die bei der „Oh-my-God-Ich-bin-für-einen-Marathon-trainiert“-Olympiade locker den Goldpokal abräumen würden. Ein wahrer Tierzoo, in dem jeder Hund sein eigenes kleines Abenteuer lebt!
Und natürlich die Hundebesitzer – der eine kämpft verzweifelt mit der Leine, als ob er ein wildes Krokodil bändigen müsste, während der andere seinen Hund wie einen persönlichen Fitness-Coach anfeuert. Da gibt’s die, die ihren Hund fast wie einen Baby-Bodyguard behandeln und ihm jedes Bedürfnis von den Augen ablesen, und dann die, die so tun, als wären sie die coolen Hunde-Eltern, die „ach, der macht das schon“ sagen, während ihr Hund die Straße entlang wie ein Tornado tobt. Einige plaudern mit uns, als wären wir alte Freunde, andere haben den Blick des Hundesportlers, der die Konkurrenz im Auge behält. Und dann gibt’s noch die, die einfach froh sind, dass ihr Hund sie heute nicht über den Haufen rennt. Ein bunter Haufen an zwei- und vierbeinigen Abenteurern, jeder mit seinem eigenen Plan, aber alle gemeinsam auf einer wilden Mission.
Neben den Fellnasen gibt es auch die Mamis, die ihre kleinen Kidis wie kostbare Sammlerstücke spazierenfahren oder im Sand mit ihnen spielen, als wäre der Strand ihr persönlicher Spielplatz. Dann haben wir die Kategorie „Girlies and Boys“, die auf ihren Laufrädern durch die Menge flitzen, als wären sie auf einem wilden Rennen, und dabei geschickt die Sandhügel als Sprungschanzen nutzen während ihre Momis halb vor Sorge ohnmächtig werden.. Und natürlich gibt es noch die kleinen Sandakrobaten, die sich mit der Hingabe von Archäologen im Sand eingraben, als ob sie nach einem Schatz suchen – oder, noch besser, andere mit einer Freudenexplosion von Sand bewerfen, als wären sie in einem wilden Wüstenschlacht-Spiel. Einige sind sogar so mutig, dass sie versuchen, den Sand selbst zu probieren – vermutlich auf der Suche nach dem „Geschmack des Ozeans“!
Und natürlich kommen die Familienväter und Großmütter nicht zu kurz – die einen stolz mit dem Blick des „ich hab alles unter Kontrolle“-Daddys, die anderen in ihrem besten „Ich hab den Enkel in der Hand, und jetzt kommt der Sandkasten-Spaß“-Modus. Während die Väter versuchen, die kleinen Ungeheuer auf ihren Rädern zu bändigen oder als „Sandburg-Architekten“ in Erscheinung zu treten, lassen sich die Großmütter gemütlich nieder, als ob der Sandstrand ihre ganz persönliche Wellness-Oase wäre, und verteilen dabei weise Ratschläge, die genauso oft wie der Wind im Sand verwehen. Ein echtes Familienensemble, bei dem jeder seinen Platz hat und keiner zu kurz kommt!
Unser Weg führt uns weiter gen Alum Chine Beach, als würden wir einem goldenen Faden folgen, der uns immer weiter entlang der Promenade zum Branksome Chine Beach zieht. Und natürlich zieren auch hier wieder diese charmanten Strandhäuschen den Weg – dieses Mal im etwas anderen Stil, aber genauso fotogen wie ihre Kollegen am Anfang.
Wir werden begleitet von Senioren, die sich in Grüppchen wie eine gut geölte Reisegruppe durch den Sand bewegen – schließlich müssen auch sie mal raus, und der Strand ist der perfekte Ort für eine Auszeit. Und dann gibt es da noch die Radfahrer, die sich wie Tarnkappenagenten von vorne und hinten an uns heranpirschen. Es ist ein echtes Abenteuer, die Promenade zu erobern, ohne von einem Fahrrad überholt zu werden – ein bisschen wie ein Verkehrsspiel für Erwachsene!
Die Aussicht bleibt weiterhin ein wahres Meisterwerk der Natur. Wir seufzen, lassen uns von der Schönheit einlullen und schwelgen in der warmen Sonne, als hätten wir die göttliche Fünf-Sterne-Behandlung gebucht. Die Wärme umhüllt uns wie eine flauschige Decke, und der Sonnenstrahl ist fast ein kleiner Sonnenkuss. Dass England tatsächlich einen solch traumhaften Strand zu bieten hat, war uns bis jetzt ein gut gehütetes Geheimnis – wer hätte gedacht, dass das Land der Teekultur auch noch mit solchen Tropen-Gefühlen um die Ecke kommt?
Nach einer Stunde und einer halben abenteuerlicher Wanderung erreichen wir schließlich Flaghead Chine – unser ganz persönlicher VIP-Eingang zu den Sandbänken, als hätten wir ein Ticket für den exklusivsten Naturclub in der Gegend. Ein kurzer Schlenker zur anderen Seite der Insel, wir überqueren die Shore Rd, und zack – da sind wir, auf der Sandbank! Doch dann passiert das Unvorhergesehene. Claudia und ich verziehen gleichzeitig die Gesichter, als hätten wir gerade in eine Zitrone gebissen. „Igitt!“ Ein übler Gestank nach verfaultem Fisch zieht uns fast die Luft aus den Lungen. Das Meer hat sich auf dieser Seite der Insel zurückgezogen und hinterlässt eine übelriechende Algenpfütze, die uns das sonst so charmante Paradies schnell vergessen lässt. Aus „wow, das ist schön“ wurde ruckzuck „huch, das ist ja wirklich unangenehm!“
Nö, da haben wir jetzt wirklich keine Lust drauf. Wir drehen uns kurzerhand um, als wären wir auf einer Flucht vor der fischigen Apokalypse, und marschieren zurück in unser wahres Paradies. Im Rockwater gönnen wir uns ein Mittagessen, das so gut ist, dass wir fast vergessen, dass die Algen uns eben noch fast den Atem geraubt haben. Danach machen wir uns wieder auf den Weg nach Bournemouth, wo wir uns auf der Terrasse des Bournemouth Piers niederlassen, als hätten wir das Meer gerade als unseren persönlichen Club für die Seele gebucht. Ein Café in der Hand, Sonne im Gesicht – das ist der wahre Luxus!
Bevor wir uns ins Hotel zurück schleichen, beschließen wir, noch ein kleines Abenteuer zu wagen – das Riesenrad. Morgens hatte es noch Pause wegen Reparaturen, aber jetzt sind wir optimistisch, dass die Kabinen uns nicht nur hoch hinaus, sondern auch wieder sicher auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Mutig wie ein Abenteuer-Scout steige ich ein – hab ich schon erwähnt, dass ich unter Höhenangst leide? Na, egal! Die Gondel setzt sich in Bewegung und schaukelt uns langsam in die Lüfte. Oben angekommen bleibt sie stehen, und plötzlich entfaltet sich vor uns ein Panorama, das uns fast den Atem raubt – ganz Bournemouth, der Hafen und der Strand, alles in einem perfekten, fast kitschigen Blick. Unglaublich. Doch dann setzt die Gondel ihren langsamen Abstieg fort, und obwohl mein Magen schon auf Stand-by-Modus geschaltet hat, wird mir langsam ganz anders. Und dann passiert’s – sie hält nicht an! Wir dürfen nicht raus, und der ganze Spaß beginnt von vorne.
Also, ab zur zweiten Runde! Wieder nach oben, wieder das atemberaubende Panorama genießen, und dann – endlich – wieder runter, mit einer Erleichterung, als hätten wir den Mount Everest bestiegen und wären heil zurück. Doch was passiert? Die Gondel hält nicht an und dreht die dritte Runde ein! Dasselbe Spiel, derselbe Spaß. Irgendwann fangen wir an, zu witzeln, ob der Betreiber uns vielleicht vergessen hat – wir waren ja schließlich die einzigen Verrückten an Bord. Und wie viele Runden noch kommen, fragen wir uns? Nach Runde drei startet Runde vier. Hilfe, lasst uns raus! Wir steigen wieder, hoch und runter, als wären wir in einer Karussell-Schleife gefangen, die keinen Halt kennt.
Endlich, nach der vierten Runde – Halleluja! – öffnet sich die Tür, und wir stürzen hinaus, als wären wir aus einem Mini-Knast befreit. Lachend und mit einem Hauch von Nervenkitzel, aber auch zutiefst erleichtert, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel.Okumaya devam et
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- 26 Mart 2025 15:57 - 6 Nisan 2025
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İngiltereWindsor Castle51°28’49” N 0°36’13” W
Charakteren - Mutprobe & Sprachlosigkeit

Unsere Zeit am Ärmelkanal schmilzt dahin wie ein Eis in der Mittagssonne – nächster Halt: Windsor. Doch bevor wir aufbrechen, wartet noch eine letzte Schlacht: die Mission Safe öffnen. Wird es wieder so ein Drama wie beim Verschließen?
Ich knie mich vor den offenen, antiken Holzschrank und tauche ein wie Lucy in Narnia – nur dass mich hinter der Rückwand kein magisches Reich erwartet, sondern ein festgenagelter Metallsafe mit dem Charme eines sturen Maultiers. Code eingegeben, ein Piepsen… aber die Tür bleibt zu. Zweiter Versuch, wieder ein Piepsen – der Griff rührt sich nicht. Ich fluche, Claudia lacht.
„Soll ich den Rezeptionisten holen?“, fragt sie grinsend. Ich murmele etwas Unverständliches aus den Untiefen des Schranks und starte einen weiteren Angriff. Doch der Safe bleibt unbeeindruckt. „Wenn du nicht aufmachst, verwandle ich dich in Altmetall!“, drohe ich finster. Dann tippe ich die Zahlen wie ein Kind, das eine Geheimzahl zum ersten Mal vorsichtig ausprobiert – jede Ziffer mit höchster Konzentration, die Rautetaste als krönender Abschluss.
Und siehe da: Klick. Die Tür schwingt auf. Wer braucht schon einen Rezeptionisten, wenn er mich hat? Claudia lacht. Unsere Wertsachen sind geborgen – Mission erfolgreich! Nun wartet die nächste Herausforderung: das epische Kofferschließen.
Drauflegen und hoffen, dass die Schwerkraft mitspielt – ein Ächzen, ein Ruck am Reißverschluss, ein paar Zentimeter gewonnen. Dann draufsetzen und wippen, als wäre der Koffer ein widerspenstiges Rodeopferd. Noch immer klafft eine Lücke. Also draufknien, den Deckel mit vollem Körpereinsatz bezwingen und den Reißverschluss mit der Präzision eines Tresorknackers schließen. Zack! Geschafft! Wir reißen die Arme hoch, lachen und jubeln – wieder einmal bewiesen: Im Verschließen übervoller Koffer sind wir wahre Meister.
Rucksack geschultert, Bauchtasche festgezurrt – bereit zum Abmarsch. Ein letzter tiefer Atemzug, dann geht’s Richtung Fahrstuhl.
Dieses Hotel hat Charakter – oder nennen wir es lieber eine ausgeprägte Eigenwilligkeit. Safes mit einer Sturheit wie ein trotziges Maultier, Telefone mit mehr Schweigegelübde als ein Mönch, Aufzüge mit eigener Agenda und ein WLAN, das sich verhält wie eine launische Diva: mal da, mal weg, aber nie, wenn man es braucht.
Der Lift fährt. Wohin? Überraschung! Hoch, runter, aber selten dorthin, wo wir hinwollen. Eine kleine Odyssee später spuckt er uns schließlich in der Lobby aus. Geschafft – zumindest dieses Level im Survival-Game Hotel Chaos.
Mittlerweile sind wir abgehärtet, winken dem Rezeptionisten ein entspanntes Adieu zu und marschieren los – quer durch den Park Richtung Busstation.
Vorbei am Gehege des rebellischen Sittichs, dessen Ausbruchversuch wir beim letzten Mal bestaunt haben. Ob er es wohl in die Freiheit geschafft hat? Wir drücken ihm die Daumen.
Der Bus rollt heran, wir springen rein und lassen uns Richtung Bahnhof Bournemouth kutschieren. Claudia besorgt das Ticket, und kaum blinzeln wir zweimal, sitzen wir schon im Cross-Country-Zug nach Reading – bereit für das nächste Kapitel unseres Reiseabenteuers.
Natürlich ist es wieder ein dieselbetriebener Veteran auf Schienen. Er ruckelt, er schaukelt – ein echter Kämpfer. Wie ein Marathonläufer, der seinen eigenen Rucksack voller Proviant schleppt: alles dabei, was er braucht, aber dafür etwas schwerfälliger unterwegs. Und wenn es bergauf geht? Oh ja, dann schnauft und keucht er, als würde er mit letzter Kraft die Ziellinie erreichen.
Einen Tee im Zug zu trinken? Eine echte Mutprobe! Wer nicht aufpasst, veranstaltet eine unfreiwillige Teedusche. Die Zugfahrt ist weniger eine elegante Schienenkreuzfahrt als vielmehr eine rustikale Traktorfahrt auf Schienen – mit ordentlich Charakter.
Von Bournemouth nach Reading geht’s durch die charmante Landschaft Südenglands, eine Szenerie wie aus einem britischen Bilderbuch. Kaum haben wir den geschäftigen Bahnhof hinter uns gelassen, rumpelt unser Dieselross durch das grüne Herz von Dorset und Hampshire. Sanfte Hügel rollen am Fenster vorbei, dichte Wälder winken, und auf den Feldern grasen Kühe, die das Zuggeruckel vermutlich weniger beeindruckt als uns.
Unterwegs tauchen malerische Dörfer auf, vollgepackt mit Cottages und Kirchtürmen, als hätte ein Landschaftsmaler sich hier künstlerisch ausgetobt. Die modernen CrossCountry-Züge versprechen große Fenster für beste Aussicht – doch bei diesem Schaukeln gleicht der Blick eher einer Kamerafahrt in einem Abenteuerfilm.
Drinnen herrscht eine entspannte Stimmung: Bequeme Sitze laden zum Zurücklehnen ein – oder zum Festklammern, je nach Streckenabschnitt. Geschäftsreisende kämpfen mit dem WLAN, das sich mal zeigt, mal in die digitale Versenkung verschwindet.
Kurz vor Reading verabschiedet sich die ländliche Idylle, und die urbane Kulisse übernimmt das Bühnenbild. Der moderne Bahnhof Reading markiert das Ziel unserer holprigen, aber dennoch charmanten Reise. Wer hier aussteigt, hat nicht nur eine neue Stadt erreicht, sondern auch eine kleine Achterbahnfahrt durch Englands schönste Ecken hinter sich.
Umsteigen, weiter nach Slough, nochmal umsteigen – eine kleine Reise nach dem Matroschka-Prinzip.
Kaum rollen wir in Slough ein, schaue ich mich um und denke: Oh Schreck! Hoffentlich sieht Windsor freundlicher aus als das hier. Denn Slough ist … nun ja, sagen wir mal, es hat den Charme eines grauen Büroschrankes an einem Montagmorgen. Bitte, Windsor, enttäusch mich nicht!
Bei der Einfahrt nach Windsor hebt sich der Vorhang zu einer königlichen Inszenierung – ein Anblick, der selbst einen eingefleischten Bahnreisenden kurz sprachlos macht. Der Zug rollt gemächlich seinem Ziel entgegen, während draußen eine Kulisse auftaucht, die aussieht, als hätte ein Historienmaler sie mit besonders viel Liebe zum Detail geschaffen. Wir sind hin und weg.
Zwischen sattgrünen Wiesen und ehrwürdigen Backsteinhäusern blitzt Windsor Castle hervor, seine Türme recken sich in den Himmel, als wollten sie sagen: Na endlich, ihr seid da! Die Themse schlängelt sich anmutig durch die Landschaft, während Schwäne über das Wasser gleiten, als hätten sie eine exklusive Einladung zum Empfang.
Der Bahnhof? Klein, charmant – aber mit Stil. Ein echter Oldtimer mit Klasse, der es nicht nötig hat, sich aufzuspielen. Mit einem letzten, fast theatralischen Ruckeln kommt der Zug zum Stillstand, die Türen öffnen sich – und für einen kurzen Moment könnte man schwören, die Queen persönlich würde am Bahnsteig warten, um uns zu begrüßen.Okumaya devam et
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- Gün 14–26
- 27 Mart 2025 12:35 - 8 Nisan 2025
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İngiltereWindsor & Eton Central Railway Station51°28’59” N 0°36’49” W
Windsor - Royale Einsichten

Heute steht ein königlicher Feldversuch auf dem Programm: Wir, das einfache Volk, wagen uns in die heiligen Hallen von Kate und William, um den Geheimnissen der royalen Schaltzentrale auf die Spur zu kommen.
Doch bevor wir uns dem Glanz und Gloria nähern dürfen, heißt es erst mal: Sicherheitscheck deluxe! Ganz wie am Flughafen – nur mit weniger Urlaubsfeeling. Rucksäcke und Jacken aufs Laufband, das Handy bekommt seinen eigenen VIP-Platz in der Plastikwanne, und wir marschieren durch den Metalldetektor wie durch ein Portal in eine andere Welt. Kein Alarm, keine Probleme – der Weg zum Palast ist frei! Auf geht’s in die royale Realität!
Mit königlichem Schritt durchqueren wir das Tor und tauchen ein in den Jubilee Garden – das Wohnzimmer der Reichen und Schönen, nur ohne Couchtisch. Der Rasen? Ein grüner Teppich so akkurat gestutzt, dass selbst ein Lineal vor Neid erblassen würde. Betreten verboten? Selbstverständlich! Schließlich sollen die Spuren der Monarchie nicht von unseren profanen Fußabdrücken entweiht werden.
Während wir ehrfürchtig das Schloss bestaunen – eine Festung, die sich nicht lumpen lässt – wird uns klar: Hier schuften rund 200 Menschen, um den Pomp am Laufen zu halten. Kein Wunder, bei dieser Quadratmeterzahl würde selbst ein Staubkorn mit einem GPS-Tracker ausgestattet werden.
Nun ein kleiner Exkurs in die royale Steinmetzkunst: Einst war hier nur die Siedlung Windlesore – klingt ein bisschen nach einem verschlafenen Hobbit-Dorf. Doch Wilhelm der Eroberer dachte sich: „Da geht mehr!“ und zimmerte hier eine Burg hin. Holz war nett, aber Stein war besser – so wurde das Windsor Castle im 11. Jahrhundert festgezurrt. Heinrich II. und Heinrich III. schraubten fleißig daran herum, bis es eine Festung war, die jedem Feind die Knie schlottern ließ.
Doch was wäre eine Burg ohne eine Stadt drumherum? Windsor wuchs, bekam eine Charta, die den Bürgern Rechte und den Händlern Gilden bescherte, und wurde zum Hotspot für Märkte und Messen. Im 16. Jahrhundert drehte Windsor dann richtig auf – die St. Georgs-Kapelle wurde fertiggestellt (nachdem sie gut 50 Jahre in der „Machen wir später“-Schublade lag), und die Stadt boomte.
Natürlich blieb auch das Drama nicht aus: Im Bürgerkrieg 1642 wurde Windsor von Parlamentstruppen gekapert, die Royalisten versuchten es zurückzuerobern, doch die Burg blieb fest in den Händen der Rebellen. Aber Windsor wäre nicht Windsor, wenn es sich nicht wieder aufgerappelt hätte. Die Einwohnerzahlen wuchsen, und auch wenn die Industrielle Revolution Windsor fast übersehen hätte, kam 1849 immerhin eine Eisenbahnverbindung nach London – praktisch für die Pendler und, na klar, die Touristen, die bis heute in Scharen hierher strömen. Und während wir all das verarbeiten, bleibt eine Frage offen: Wie schafft man es, in so einem Schloss nicht ständig sein Zimmer zu verlegen?
Wir erreichen das St. George’s Gate – doch statt uns in königlicher Manier hineinzuwinken, bleibt es verschlossen wie ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Also bleibt uns nur die altbewährte Methode: Nase ans Gitter pressen und durch die Stäbe linsen wie neugierige Spione auf geheimer Mission.
Und siehe da! Hoch zu Ross thront King Charles II höchstpersönlich – als Statue, versteht sich. Ein wahrer Ritter der Extraklasse, der hier in Stein gemeißelt Wache hält. Dahinter erspähen wir einen Teil des Palastes, den „Estate Entrance“, quasi die royale Haustür für Menschen mit einem sehr beeindruckenden Türschlüssel.
Wir könnten schwören, dass die Mauern hier Geschichten flüstern – doch leider bleibt es bei einem stummen Blick durch die Gitterstäbe. Tja, der Adel bleibt eben unter sich!
Also weiter im königlichen Wanderschritt! Vorbei am King Henry Tower, wo man fast meint, der alte Heinrich höchstpersönlich könnte jeden Moment aus einem Fenster brüllen, weil ihm irgendetwas nicht passt. Dann passieren wir den Saxons Tower – eine steinerne Zeitkapsel, die wohl mehr Geschichte gesehen hat als so mancher Geschichtslehrer.
Unser Ziel? Die majestätische Kirche, die da steht wie eine königliche Großmutter: erhaben, ehrwürdig und mit einer Aura, die einem unmissverständlich klarmacht, dass hier seit Jahrhunderten große Dinge geschehen. Also Rücken gerade, respektvollen Blick aufsetzen – wir betreten heiligen Boden!
Die St. George’s Chapel – ein Bauwerk, das so beeindruckend ist, dass selbst unsere Kinnladen ehrfürchtig in den unteren Burghof plumpsen. Innen wie außen ein Meisterwerk, das uns sprachlos um die Wette staunen lässt.
Obwohl sie offiziell nur als Kapelle durchgeht, ist sie mit ihren 72 Metern länger als manch eine Kathedrale – ein echtes Understatement in Stein. Aus hellem Sandstein gemeißelt, thront sie im späten Perpendicular Style und beweist, dass gotische Architektur hier auf ihrem absoluten Höhepunkt angekommen ist.
Die großen Fenster werfen Lichtspiele, als würde das Gebäude selbst mit den Sonnenstrahlen jonglieren. Die Strebebögen sind so reich verziert, dass man meinen könnte, ein besonders kunstvoller Architekt hätte hier sein Meisterstück abgeliefert. Das Dach? Clever versteckt! Stattdessen thronen auf der Brüstung Wappentiere aus den Häusern Lancaster und York – ein regelrechter Zoo aus Falken, Hirschen und Drachen, die hier auf ewig Wache halten.
In der Mitte das ausgeprägte Querhaus, das wie ein architektonischer Dirigent Hauptschiff und Chorraum in perfektem Gleichklang hält. Sieben Joche auf jeder Seite, dazu niedrige Seitenschiffe, und im Osten die ehemalige Lady Chapel mit polygonalem Abschluss – ein Raum, der einst für private Andachten gedacht war, aber heute einfach nur königlich erhaben wirkt.
Kurz gesagt: Wenn Mauern Geschichten erzählen könnten, dann wäre St. George’s Chapel ein Geschichtsbuch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Beim Betreten der St. George’s Chapel fühlt man sich fast wie in einem gigantischen Lichtdom – die großen Fenster lassen so viel Helligkeit herein, dass selbst der düsterste Regentag hier kaum eine Chance hat. Doch es ist nicht nur das Licht, das uns beeindruckt, sondern auch das spektakuläre Fächergewölbe, das sich über uns ausbreitet wie ein kunstvoll gefalteter Spitzendeckchen-Himmel aus Stein.
Ein echter Hingucker ist das Chorgestühl der Ritter des Hosenbandordens – aus edler Eiche geschnitzt und so prachtvoll, dass selbst königliche Hinterteile hier äußerst würdevoll Platz nehmen. Über den Sitzen wehen die Banner der aktuellen Mitglieder, während über 700 Wappenschilde vergangener Ritter die Wände schmücken – eine Art Ahnen-Galerie in XXL, die zeigt, dass hier seit Jahrhunderten Geschichte geschrieben wird.
Und dann das Westfenster: Mit über 9 Metern Höhe und Breite gehört es zu den größten Buntglasfenstern Großbritanniens. Ein wahrer Farborkan, der sich über die Kapelle ergießt – und das Beste daran? Viele der 75 Glasmalereien stammen noch aus dem frühen 16. Jahrhundert, ein echtes Renaissance-Instagram für die Ewigkeit.
Doch es bleibt nicht nur bei kunstvoller Verzierung – die Kapelle ist auch die letzte Ruhestätte für zehn Könige und zahlreiche Mitglieder des Hochadels. Besonders prunkvoll: das Grabdenkmal von Prinzessin Charlotte, erschaffen von Matthew Cotes Wyatt – ein steinernes Meisterwerk in der Urswick Chapel.
Bei Prinzessin Charlottes Grab sind wir länger stehengeblieben, weil uns ihre Lebenszahl so fasziniert hat – ein viel zu kurzes Leben, das trotzdem tiefe Spuren hinterlassen hat. Doch kaum hatten wir uns in ehrfürchtige Gedanken vertieft, tauchte eine kirchliche Ordnungshüterin auf, die offenbar den heiligen Turbo eingelegt hatte. Mit strengem Blick und scharfem Tonfall wurden wir angewiesen, gefälligst weiterzulaufen.
Nicht mal in Ruhe kann man eine Prinzessin würdigen, ohne eine Strafpredigt zu kassieren! Fast hätten wir erwartet, dass sie uns noch einen Bußzettel fürs zu lange Gedenken ausstellt. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit einem letzten respektvollen Blick von Charlotte zu verabschieden und im vorgegebenen Takt weiterzuziehen – denn wer hier zu lange verweilt, bekommt schneller eine Rüge als ein Amen in der Kirche.
Und dann wäre da noch die Albert Memorial Chapel – ein neugotisches Feuerwerk aus Marmor, Mosaiken, Skulpturen und Glasmalereien. Wer hier nicht staunt, hat vermutlich die Augen zu.
Nachdem wir in der königlichen VIP-Ruhezone gerade noch so dem Tempoverbot entkommen sind, setzen wir unseren Spaziergang fort – diesmal mit etwas mehr Schwung, bevor uns noch jemand mit einem „Pilgern ja, pausieren nein!“ weiterjagt. Unser nächstes Ziel: das Normans Gate.
Kaum angekommen, bleibt uns nur eines – staunen! Denn vor uns ragt der mächtige Round Tower auf, ein steinernes Bollwerk mit der Ausstrahlung eines mittelalterlichen Türstehers. Breit, wuchtig und so stabil, dass er vermutlich selbst einem Drachenangriff nur mit einem gelangweilten Schulterzucken begegnen würde. Einmal drum herumzulaufen, ist gefühlt eine halbe Schlossbesichtigung für sich – ein königliches Fitnesstraining inklusive.
Man könnte fast meinen, der Turm mustert uns kritisch – schließlich hat er in seiner langen Geschichte schon so einige Gestalten im Blick gehabt, von Rittern bis hin zu neugierigen Touristen mit Kameras im Anschlag. Doch keine Sorge, wir sind in friedlicher Mission unterwegs und werfen respektvoll einen Blick nach oben, bevor wir unseren Weg fortsetzen.
Das heutige Windsor Castle schmiegt sich noch immer um die gute alte Motte – nein, nicht die flatternde Nachteule, sondern einen künstlichen Erdhügel, auf dem Wilhelm der Eroberer einst die erste Version der Burg aus Holz gezimmert hat. Heute steht an dieser Stelle der imposante Round Tower – quasi das steinerne Sixpack der Anlage und unübersehbares Wahrzeichen.
Aber Moment mal – „rund“? Nun ja, zumindest so rund wie ein mittelalterlicher Versuch, einen Kreis zu zeichnen. Der Turm hat seine eigene Vorstellung von Geometrie, was ihn aber nur noch sympathischer macht.
Die gesamte Schlossanlage folgt noch immer der alten Verteidigungslogik: Sicherheit geht vor! Der Round Tower sitzt wie ein steinerner Schiedsrichter in der Mitte und trennt Windsor Castle in zwei klar definierte Bereiche. Im unteren Hof thront die ehrwürdige St. George’s Chapel, wo Andacht gehalten und Geschichte geschrieben wurde. Im oberen Hof hingegen befinden sich die königlichen Privatgemächer sowie die prunkvollen Staatsräume, in denen Diplomatie betrieben und sicher auch der ein oder andere Teekeks elegant zerbröselt wurde.
Heute ist der Round Tower nicht nur ein imposantes Fotomotiv, sondern auch das königliche Gedächtnis in Stein. Hinter seinen dicken Mauern schlummert das Royal Archive – eine Schatzkammer voller historischer Dokumente, persönlicher Papiere von Monarchen und bedeutender Staatsakten.
Man könnte sagen, der Turm ist so etwas wie das Tagebuch der britischen Monarchie – nur mit deutlich besserem Datenschutz. Hier lagern Briefe, die einst über Kriege, Bündnisse und royale Skandale entschieden haben. Vielleicht verbirgt sich irgendwo zwischen den alten Pergamenten sogar ein königlicher Einkaufszettel oder ein wütender Notizzettel von Heinrich VIII. mit dem Inhalt: „Lass das mit den Ehefrauen, Heinrich!“
Kurz gesagt: Wer hier Akteneinsicht bekommt, liest nicht nur Geschichte, sondern britische Königsgeschichte – mit all ihren Glanzmomenten, Intrigen und handschriftlichen Fußnoten der Mächtigen.
Als nächstes geht’s ins legendäre Puppenhaus von Queen Mary – und nein, das ist nicht das kleine Ding, mit dem wir als Kinder gespielt haben. Ihre Version ist ein Miniaturpalast, der so detailverliebt ist, dass selbst Architekten Staunen. Mit funktionierender Elektrik, fließendem Wasser und einer Bibliothek mit winzigen Büchern von echten Autoren, ist es mehr Buckingham Palace für Puppen als ein Spielzeug. Fotografieren? Leider verboten. Also bleibt mir nur, mit Worten zu beschreiben, wie gigantisch klein und exquisit es war. Glaubt mir, es war größer als der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Puppenhaus und einem royal-approved Miniaturwunder.
Es ist 1:12 groß, wurde nicht zum Spielen gebaut, sondern als Kunstwerk. In der Garage stehen Miniatur-Modelle von Rolls-Royce und Daimler, von den Firmen selbst beigesteuert oder von Profis gebaut. Das Modellhaus, das 1924 auf der British Empire Exhibition gezeigt wurde, ist heute ein Highlight von Windsor Castle.
Selbst die Toilettenspülungen funktionieren – und Schriftsteller wie Kipling verfassten Texte für die Miniaturbibliothek. Stilistisch der Belle Époque zuzuordnen, ist dieses Puppenhaus ein royales Miniaturwunder, das weit mehr ist als ein Kinderspielzeug – ein wahres Meisterwerk der Miniaturkunst.
Wir schlendern durch die ehrwürdigen Hallen und stellen uns vor, wie es wohl zur Zeit der Queen gewesen sein muss. Die State Apartments in Windsor sind ein Paradebeispiel für Ruhm und Macht – ein wahres Palast-Deluxe. Seit Jahrhunderten werden diese Räume für offizielle Anlässe und das Empfang von hochkarätigen Gästen genutzt. Sobald man diese Hallen betritt, spürt man förmlich den Hauch von Geschichte und den Geschmack der verschiedenen Epochen, der in den Wänden hängt wie der Duft von teurem Parfüm.
Kronleuchter so groß wie die Wolkenkratzer in New York, Möbel, die vermutlich mehr wert sind als mein ganzes Leben, und Kunstwerke von Van Dyck und Rembrandt – hier wurde jeder Winkel für die Ewigkeit poliert. Die Decken sehen aus, als wären sie von Engeln persönlich bemalt, die Kamine könnten problemlos ein Dutzend Drachentöter wärmen, und die Wände sind so reich verziert, dass sie selbst den Staub in Edelsteinform verwandeln würden.
Einige Räume sind düster, fast schon unheimlich – als ob in ihnen die Geister vergangener Monarchen lauern. Andere wiederum sind so hell und freundlich, dass man fast eine Sonnenbrille braucht. Wir haben uns kurz gefragt, wie es wohl wäre, mit einer Kinderschar hier zu wohnen. Bei so vielen Räumen würde man wohl ständig „Verstecken spielen“ oder ein Megaphon brauchen, um die Kleinen zum Abendessen zu rufen. Und bei Tisch? Da bräuchte man wahrscheinlich einen Lautsprecher, um sich über den acht Meter langen Tisch hinweg zu verständigen – der Raum ist größer als die meisten Bahnhofshallen.
Hier zu wohnen? Klar, für ein paar Tage könnte man sich schon mal wie eine Prinzessin fühlen – ein bisschen Glanz und Glamour schnuppern, das wär’ schon cool. Aber für immer? Da würden selbst wir beiden, Claudia und ich, schnell feststellen, dass das eher ein Märchen ist als die Realität. Die Preise für royale Residenzen sind wirklich nicht von dieser Welt. Der Buckingham-Palast, die Londoner Hauptresidenz und der Arbeitsplatz der Queen, kostet einem „normalen“ Mieter stolze 3,2 Millionen Franken pro Monat. Wer es lieber etwas exklusiver möchte und im St. James’s Palace residieren will, muss mit 2,1 Millionen Franken im Monat rechnen. Schloss Windsor, das noch etwas royaler und historischer daherkommt, schlägt immerhin mit 1,6 Millionen Franken zu Buche.
Im Vergleich dazu wirken die bescheideneren Unterkünfte fast wie ein Schnäppchen: Frogmore Cottage, das mit 21.700 Franken monatlich immer noch teuer ist, und das Nottingham Cottage, das Prinz Harry einst im Kensington Palast bewohnte, für gerade mal 8.900 Franken im Monat – fast wie ein Mietpreis in einer gehobenen Stadtwohnung. Wenn das keine royalen Schnäppchen sind!
Im Schloss wohnen und arbeiten nicht nur die königlichen Familienmitglieder, sondern auch eine bunte Truppe an Mitarbeitern, die dafür sorgen, dass der Palast nicht nur royal aussieht, sondern auch royales Chaos verhindert wird. Dazu gehört das nominelle Oberhaupt der Schlossgemeinschaft – der Konstabler und Gouverneur von Windsor, der dafür sorgt, dass niemand zu viele Selfies im königlichen Garten macht. Der Dekan von Windsor und die Kanoniker führen das College of St. George, während die Militärritter von Windsor sicherstellen, dass der Palast nicht von unerwünschten Drachenangriffen geplagt wird. Und dann gibt es noch den Superintendenten von Windsor Castle und seine Crew, die mit der Verantwortung betraut sind, dass alles von den Korridoren bis zum königlichen Silberbesteck glänzt und funktioniert. Kurz gesagt: Ein Team, das mehr Koordination braucht als eine olympische Staffel.
Wir lassen die Royals ruhig weiterhin in ihren goldenen Palästen regieren und kehren zurück in unsere bescheidene Welt, in der die „Prunkräume“ eher aus einem gemütlichen Sofa und einem gut gefüllten Kühlschrank bestehen. Schließlich haben wir ja auch unser eigenes kleines Königreich – wenn auch ohne Kronen, dafür mit einer viel besseren Aussicht auf Freiheit.Okumaya devam et
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- Gün 15–28
- 28 Mart 2025 10:34 - 10 Nisan 2025
- 13 gece
- ☁️ 13 °C
- Yükseklik: 26 m
İngiltereWindsor & Eton Central Railway Station51°28’59” N 0°36’33” W
St. Pankras - kleiner Kulturschock

Unser Studio in Windsor ist der absolute Jackpot – so schön, dass ich am liebsten direkt meinen Namen ans Klingelschild tackern würde. Würde man mir die Schlüssel in die Hand drücken, ich würd nicht mal mit der Wimper zucken. Aber solche Angebote gibt’s wohl nur zwischen zwei Buchdeckeln, also packen wir unsere sieben Sachen und marschieren Richtung Bahnhof. Dort fangen wir noch ein paar letzte, königswürdige Erinnerungsmomente mit der Kamera ein, bevor unser Zug nach Slough einfährt – punktgenau, als hätte er auf uns gewartet. Und dann heißt es: "Goodbye, Windsor!" Ein letzter sehnsüchtiger Blick zurück, ein leises Schniefen – hach, es war einfach märchenhaft!
In Slough wiederholt sich das altbewährte Spiel: 5 Minuten Zeit – sportlich! Besonders, wenn der Lift strategisch ans Ende des Perrons verbannt wurde. Wer sich das ausgedacht hat, war vermutlich passionierter Bummelzug-Fan. Also hechten wir mit Sack und Pack zum Fahrstuhl, steigen ein und beten, dass er nach oben fährt. Er tut uns den Gefallen. Oben angekommen, sprinten wir über die Passerelle, stürzen uns in den nächsten Lift – hoffnungsvoll drückend, dass er abwärts fährt. Und siehe da, er bewegt sich! Punktlandung: 2 Minuten vor Zugseintritt stehen wir auf Gleis 5. Der Zug kommt, wir springen rein – ein wahres Uhrwerk!
In Farringdon raus, nächster Zug Richtung St. Pancras. Blöderweise müssen wir den ganzen Bahnhof durchqueren. Gerade als wir ankommen – zack, fährt uns der Zug vor der Nase weg. Aber Fortuna ist auf unserer Seite: Keine zwei Minuten später rollt der nächste ein. Rein da, 10 Minuten später sind wir in St. Pancras. Dort erwartet uns die steilste, längste Rolltreppe unseres Lebens – gefühlt reicht sie bis in die Stratosphäre. Fünf Minuten später stehen wir vor dem Bahnhof und staunen: Google hatte uns eine 90-Minuten-Fahrt prophezeit, doch wir haben’s in 60 geschafft. Tja, Profis eben!
Kaum treten wir aus dem Bahnhof, schlägt die Realität zu wie ein nasser Waschlappen ins Gesicht. Es ist laut, es ist schmutzig, und der Charmefaktor liegt irgendwo zwischen Baustelle und Endzeitfilm. Die Leute? Eher im Survival-Modus als in Plauderlaune – Rücksicht wird hier offenbar nicht großgeschrieben. Aber da unser Eurostar nach Paris morgen früh wartet, bleibt uns nichts anderes übrig, als hier unser Nachtlager aufzuschlagen.
Also stürzen wir uns ins Getümmel, kämpfen uns durch einen reißenden Strom aus Menschen und hupendem Verkehr. Ich schwöre, Windsor war ein königliches Märchen, aber das hier? Das fühlt sich an wie der wilde Westen – nur ohne Pferde, aber mit doppelt so vielen Hitzköpfen. Puh!
Wir schlagen uns tapfer bis zum Hotel durch, checken ein und verstauen unser Gepäck – schließlich sind wir mal wieder viel zu früh dran, als hätten wir einen Geheimauftrag in Sachen Pünktlichkeit. Dann geht’s ab in die Stadt.
Der Bezirk? Nun ja, sagen wir mal so: Er hat den Charme einer grauen Betonwüste nach Feierabend. Sehenswürdigkeiten? Fehlanzeige. Spannung? Nur, wenn man auf Mülltonnen-Tetris und gehetzte Pendler steht. Also Plan B: zurück zum Bahnhof – dort gibt’s zumindest interessante Skulpturen und Läden die von uns begutachtet werden können.
St. Pancras ist hier die unangefochtene Schönheit – der Supermodel-Bahnhof unter den grauen Mäusen. Wir stehen da, staunen und müssen zugeben: Gegen dieses architektonische Meisterwerk kann unser heimischer Bahnhof Bern direkt die Koffer packen. Kein Vergleich – während Bern eher funktionale Tristesse ausstrahlt, ist St. Pancras eine regelrechte Kathedrale des Verkehrs, ein Tempel aus viktorianischem Backstein und Glas-Stahl-Eleganz.
Seit seiner Eröffnung 1868 hat er so manche Zugpfeife gehört, doch nach einer aufwendigen Restaurierung im 21. Jahrhundert glänzt er mehr denn je. Hier startet der Eurostar Richtung Paris, Brüssel und Amsterdam – kurz gesagt: Wer aus London flieht, tut es mit Stil.
Doch St. Pancras kann mehr als nur Züge abfertigen. Zwischen den historischen Hallen warten schicke Boutiquen, charmante Cafés und eine Champagner-Bar, die so lang ist, dass man sich fast ein Bahnticket dafür kaufen müsste. Und für alle Harry-Potter-Fans: Der Bahnhof liegt quasi Tür an Tür mit King's Cross – also in direkter Nachbarschaft zum legendären Gleis 9¾.
Fazit: St. Pancras ist nicht nur ein Bahnhof, sondern ein Wahrzeichen mit Wow-Faktor – Geschichte, Eleganz und Reiselust unter einem Dach.
Wir durchstreifen die heiligen Hallen von St. Pancras auf der Suche nach einem Restaurant – doch entweder sind die Preise so astronomisch, dass wir einen Kredit bräuchten, oder das Konzept „Restaurant“ existiert hier einfach nicht. Also wagen wir uns hinaus in die Straßen rund um den Bahnhof, in der Hoffnung auf eine kulinarische Rettung. Leider finden wir nur eine endlose Parade an Fast-Food-Läden, die alle nach Frittierfett und schneller Abfertigung schreien.
Schließlich landen wir bei KFC – ein Foodladen mit null Charme, null Sitzplätzen und null Toiletten. Hier geht’s zu wie am Fließband: Essen raus, Kunde rein, Kunde raus – fertig. Immerhin gibt’s eine Reisbowl mit Chicken, und sagen wir mal so: Wir haben schon Schlimmeres gegessen, aber auch deutlich Besseres. Unser Dinner im Stehen hat auf jeden Fall Festival-Charakter, nur ohne die gute Musik.
Nach dieser kulinarischen Notlösung bleibt noch ein Problem: die Toilette. Wir machen uns auf die Suche und werden ganz hinten im Bahnhof (wir sind wieder zurück) fündig – wer es eilig hat, hat hier definitiv verloren. Danach wollen wir nur noch eins: Kaffee. Also ab zu Starbucks, wo wir uns niederlassen und auf die Uhr starren. Eineinhalb Stunden sind irgendwie totzuschlagen, bevor wir endlich unser Zimmer beziehen können. Nun gut, wir haben schon weniger glamouröse Wartezeiten überlebt!
Um die Zeit totzuschlagen, fangen wir an, die Menschen zu beobachten – und schnell kommen wir zu der Erkenntnis, dass dieser Bahnhof ein Sammelsurium der seltsamsten und skurrilsten Gestalten ist. Da ist zum Beispiel ein Veteranen-Obdachloser, der mit einer Decke über der Schulter und alten, geflickten Klamotten wie ein wandelnder Geschichtsbuch-Charakter durch die Halle torkelt, um nach ein paar Münzen zu betteln. Irgendetwas an diesem Bild trifft mich mitten ins Herz, also beschließe ich, ihm meine letzten 10 Pfund (umgerechnet etwa 11 Franken) zu geben.
Claudia schiebt mir noch ihr Kleingeld zu, und ich mache mich auf den Weg, ihm entgegen. Als ich ihm das Geld in den Becher lege, den er in der Hand hält, starrt er mich zunächst völlig baff an, als hätte er gerade einen Geist gesehen. Dann blinzelt er, schaut nochmal verwirrt und bedankt sich in einem Überschwang, als hätte ich ihm gerade einen Lottogewinn überreicht. In diesem Moment sehe ich, wie eine einzelne Träne über seine Wange rollt, und irgendwie trifft mich das mehr, als es sollte. Ein Gefühl von Ergriffenheit mischt sich mit einer leisen Traurigkeit – da steht er, und in seiner Welt ist mein kleines Geschenk vielleicht der größte Moment des Tages.
Die Zeit vergeht wie im Flug, und wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel – beide brauchen jetzt dringend ein bisschen Ruhe und einen Moment für sich. In unseren Köpfen ist das Zimmer die letzte Oase der Stille, die uns noch bleibt. Es liegt im 2. Stock, also ab zum Lift. Wir drücken den Knopf und hoffen, dass dieser uns nicht in den Keller oder irgendwo hinführt, wo wir nicht hinwollen. Der Aufzug rumpelt, und wir klammern uns beide am Geländer fest. Claudia wirft einen Blick auf unsere Koffer und meint mit einem Augenzwinkern: „Solange wir morgen da raus sind, ist’s egal – wir haben ja alles Nötige dabei.“ Ich lache und sage: „Ja, und Proviant haben wir auch!“
Der Fahrstuhl ächzt und quietscht, fährt hoch, die Türen öffnen sich, und wir stolpern fast hinaus. 201-209 – lese ich auf dem Schild. Aber wo ist 214? Wir suchen und entdecken eine Tür, die irgendwie versteckt aussieht. Als wir sie öffnen, stehen wir in einem Treppenhaus – und eine halbe Etage tiefer entdecken wir plötzlich 210-219. Aha, interessant! Wir schleppen unsere Koffer die Treppe runter und finden schließlich unsere Nummer: 214. Die Karte antippen, die Tür geht auf, und was uns erwartet, ist ein Zimmer, das uns ganz plötzlich nach Japan versetzt.
Es ist so klein, dass wir uns fast gegenseitig auf den Füßen stehen, um überhaupt Platz zu finden. Wir grinsen. Das Zimmer hat ein Dachfenster, aber kein normales Fenster – und die Decke ist so hoch, dass wir keine Aussicht, dafür aber eine perfekte Sicht auf den Sternenhimmel haben. Ein echter „Lol“-Moment, oder besser gesagt: „Sternenfeeling“ statt Aussicht!
Wir machen es uns bequem – jede auf ihre Art und Weise – und genießen die wohlverdiente Ruhe. Doch plötzlich durchbricht der Feueralarm unser kleines Paradies mit einem schrillen, nervtötenden Ton. Wir starren uns an, als wäre das der unerwartete Gast, den niemand eingeladen hat, und fragen uns, wie zum Teufel man dieses Ding wieder zum Schweigen bringt. Aber bevor wir in Panik ausbrechen können, verstummt das Alarmgeräusch nach einer gefühlten Ewigkeit.
Mit einem Achselzucken, als ob nichts gewesen wäre, setzen wir uns wieder hin und fahren fort, als hätten wir nicht gerade beinahe einen Herzinfarkt bekommen. Wir hoffen nur, dass dieses Ding nicht mitten in der Nacht wieder losbricht – das wäre der perfekte Auftakt zu einem Albtraum. Ruhe, was auch immer das bedeutet – wir machen einfach weiter, als wären wir nie unterbrochen worden!Okumaya devam et
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- 29 Mart 2025 Cumartesi 07:56
- ☁️ 8 °C
- Yükseklik: 463 m
İsviçreMutterzieh46°52’35” N 7°2’33” E
Eine Odysee mit Gladiatoreneffekt

Werte Reisegemeinde,
unser Hotel in St. Pancras hatte genau eine Mission: Uns vor einem zusätzlichen Anfahrtsweg zum Eurostar-Check-in zu bewahren. Es sollte so nah wie möglich am Bahnhof liegen. Aus diesem Grund fiel unsere Wahl bei Booking.com auf das Kings Cross Express Inn – ein charmantes kleines Hotel, das sich in unserem Fall als eine Art Überraschungsei herausstellte: klein, aber mit unerwartetem Innenleben.
Wie bereits in meinem Blog angekündigt, war unser Zimmer von der Sorte „minimalistisch mit Dachluke“, wobei Letztere eher als Dekoration denn als tatsächliches Fenster diente – zu hoch, um hindurchzusehen, zu fest verschlossen, um sie zu öffnen. Die Größe des Zimmers? Egal. Hauptsache ruhig und sauber. Immerhin war es nach innen gerichtet, sodass wir den Straßenlärm nur mutmaßen konnten – schließlich fehlte uns der Blick nach draußen.
Da London bekanntlich selten mit tropischen Nächten aufwartet, stellten wir die Heizung auf 21 Grad. Die Lüftung dachte sich jedoch: „Challenge accepted!“ und blies weiter fröhlich vor sich hin. Das Thermometer zeigte später stolze 23 Grad an – gemessen vermutlich irgendwo zwischen Heizkessel und Sonnenkern, aber sicher nicht in unserem Zimmer.
Ein zweites Duvet? Eine kühne Anfrage! Die Antwort: „Dieses Zimmer beinhaltet, was es beinhaltet.“ Eine schöne Art zu sagen: „Viel Glück.“ Man wollte „sehen, was sich machen lässt“ – wir warten bis heute auf dieses Wunder.
Und dann die Akustik! Sobald die Nacht sich über London legte, erwachte unser Zimmer zum Leben: Es rauschte von irgendwoher, die Lüftung säuselte unermüdlich, ein Quietschen hier, ein Knarzen dort – als hätte das Hotel eine Geisterversammlung einberufen.
Die Dachluke? Ein weiteres Meisterwerk. Ohne Verdunkelungsmöglichkeit diente sie als inoffizielle Festbeleuchtung. Das Resultat: eine kostenlose Mondschein-Illumination in der Nacht und eine 5-Uhr-Morgenstrahlung, die uns zuverlässig weckte – frischer als wir es zu dieser Zeit jemals sein wollten.
Fazit: Wer schon immer das Erlebnis einer hell erleuchteten Klangkulisse im Schlafmodus testen wollte – hier gibt’s die Gelegenheit!
Eigentlich hätten wir bis sechs Uhr schlafen können – doch unser Hotelzimmer hatte offensichtlich ein Eigenleben und ganz andere Pläne. Nebenan kämpften unsere Nachbarn offenbar mit denselben Herausforderungen, und als wäre das nicht genug, schaltete sich plötzlich ein Feueralarm in einen Zimmer ein, der die gesamte Etage in Rekordzeit aus den Betten katapultierte. (Die Wände sind aus Papier)
Ächzend rolle ich mich aus dem Bett und schleppe mich ins winzige Bad – entworfen für Menschen mit Modelmaßen und ohne Platzangst. Noch halb im Tiefschlaf stelle ich mich unter die Dusche. Immerhin: Sie funktioniert. Zumindest bis zu dem Moment, in dem ich sie abstellen will – und stattdessen von oben mit einer eiskalten Wasserfontäne überrascht werde. Ich japste, mache einen panischen Satz zurück und drehe hektisch am Knopf. Falsch. Die Brause übernimmt die Kontrolle und setzt mich erneut unter Wasser.
Ein neuer Versuch. Wieder kaltes Wasser von oben. Dasselbe Spiel. Wer hier gewinnt? Ganz klar: Die Dusche. Endlich gelingt es mir, das vermaledeite Ding abzustellen. Tropfnass wie ein begossener Pudel stehe ich da – mit triefenden Haaren, die ich eigentlich gar nicht waschen wollte. Dumm nur, dass in diesem Hotel ein Föhn offenbar als Luxusgut gilt.
Ich überlasse das Bad Claudia – in der naiven Hoffnung, dass sie das besser hinbekommt. Wunschdenken. Hat sie nicht.
Nach der Schlacht mit der Dusche – nass, aber immerhin siegreich – treten wir den kurzen Marsch zum Bahnhof an. Einer der wenigen Vorzüge unseres Hotels: Es liegt so nah an St. Pancras, dass selbst ein Morgenmuffel den Weg findet.
Da der Eurostar-Check-in eher einem Flughafen gleicht, wurde uns geraten, mindestens anderthalb Stunden vorher da zu sein. Also stehen wir um 7:30 Uhr startklar in der Warteschlange – müde, aber motiviert.
Erste Hürde: die Gepäckkontrolle. Koffer, Jacke, Rucksack, Bauchtasche, Handy – alles aufs Band. Ich überlege kurz, ob ich mich selbst noch drauflege, entscheide mich dann aber doch für den Gang durch den Detektor.
Claudia? Ach, das übliche Ritual. Kaum betritt sie die Sicherheitskontrolle, scheinen die Scanner aufzuleuchten wie ein Weihnachtsbaum. Routiniert wird sie zur Seite gewunken – vermutlich haben die Sicherheitskräfte intern schon eine Bingo-Karte mit ihrem Namen drauf. Manche Leute strahlen eben natürliche Autorität aus, Claudia hingegen eher die unfreiwillige Aura einer international gesuchten Schmugglerin.
Ich warte – was bleibt mir auch anderes übrig? Kopfschüttelnd grinse ich vor mich hin, während Claudia ihr alljährliches VIP-Programm beim Sicherheitscheck genießt. Schließlich taucht sie um die Ecke auf, bereit für die nächste Runde: die englische Passkontrolle. Hier geht’s flott – ein kurzer Blick, ein Nicken, durchgewunken.
Doch dann kommt die französische Passkontrolle, und die hat ihren ganz eigenen Charme. Das Prozedere: Pass auf den Scanner legen, warten, Tür öffnet sich – theoretisch. Ich schiebe meinen Koffer brav bis zur Markierung, halte an, grinse in die Kamera, mein Koffer nicht – und werde gescannt. Frankreich schaut mich streng an und sagt: Non.
Also gut, zweiter Versuch ohne grinsen. Und siehe da – die Tore öffnen sich gnädig, als hätte ich eben eine geheime Prüfung bestanden. Ich bin durch!
Nun ist Claudia dran. Frankreich bleibt konsequent. Schon der Passscanner verweigert ihr die Gunst des Einlasses und blinkt rot wie eine Ampel in der Rushhour. Statt durch die Schleuse zu spazieren, wird sie freundlich, aber bestimmt an einen Schalter verwiesen. Ich hingegen tue, was ich mittlerweile am besten kann: mich setzen, grinsen – und warten.
Nach 15 Minuten taucht Claudia endlich auf. Ich grinse sie an und frage: „Na, Spezialbehandlung genossen?“ Sie lacht und winkt ab: „Ach, ich glaub, der Scanner hat einfach einen schlechten Tag.“ Nun gut, Hauptsache, wir sind durch.
Jetzt heißt es: warten. Müde lassen wir uns auf die Stühle sinken und beobachten das Geschehen um uns herum. Die Halle füllt sich langsam mit Passagieren – ein bunter Mix aus Reisenden nach Belgien, Frankreich und der Schweiz. Hier ein gähnender Geschäftsreisender mit Laptop, dort eine Familie, die sich bereits um die Sitzordnung im Zug streitet.
Endlich, Punkt 9 Uhr, öffnet sich das Tor, unser Gate wird angezeigt, und die Menge setzt sich in Bewegung. Wir laufen zur Rolltreppe, die uns nach oben auf das Bahnperron bringt. Das Ritual erinnert stark an einen Flughafen – nur mit dem kleinen Unterschied, dass hier nicht ein paar Hundert, sondern gleich Tausende von Menschen auf ihre Fahrt hoffen.
Ich blicke skeptisch auf die riesige Menschenmenge. Passen da überhaupt alle rein? Doch keine Sorge – der Eurostar fährt mit stolzen 18 Wagen. Also genug Platz für alle, die sich in dieses geordnete Chaos gestürzt haben.
Wir finden unseren Wagen 18, Plätze 43 und 44, werfen unser Gepäck in die Ablage und machen es uns gemütlich. Mission „Eurostar Boarding“ erfolgreich abgeschlossen.
Pünktlich setzt sich der blaue Blitz in Bewegung. Wir fahren Rückwärts. Aber egal – Hauptsache, er fährt. Dann tauchen wir in den Tunnel ein, rauschen unter dem Ärmelkanal hindurch und tauchen 20 Minuten später in Frankreich wieder auf. Spektakulär? Eher nicht. Keine Fanfaren, keine Unterwasserpanoramen, nicht mal ein Hai, der winkt.
Claudia verpasst das Highlight komplett – sie schlummert friedlich vor sich hin. Ich halte noch kurz tapfer die Augen offen, stelle aber fest, dass es außer Dunkelheit wenig zu bestaunen gibt. Also folge ich ihrem Beispiel und verabschiede mich ins Reich der Träume.
Drei Stunden später rollen wir endlich in Paris Gare du Nord ein. Jetzt heißt es: Koffer schnappen, Rucksack schultern, Bauchtasche festzurren und raus aus dem Zug. Unser nächster Zug, der TGV, fährt vom Gare de Lyon – und wir haben genau 1 Stunde und 20 Minuten Zeit, um dorthin zu kommen.
Paris. Ich hasse Paris.
Wir entscheiden uns für den RER. Klingt einfach? Pustekuchen. In London läuft man einfach durch die Schranken, zahlt mit dem Handy ganz easy, in Paris gleicht das Ticketkaufen einem Rätselspiel mit verstecktem Endgegner. Also reihen wir uns brav in die Schlange vor dem Ticketshop ein und warten. Und warten. Und warten. Endlich sind wir dran. Ich frage gezielt nach der schnellsten Verbindung – die Antwort: RER B bis Châtelet – Les Halles, dort umsteigen auf RER A bis Gare de Lyon. Klingt machbar. Also los!
Was uns dann erwartet, ist weniger ein Bahnhof als mehr eine Arena. Menschenmassen drängen sich wie bei einem Gladiatorenkampf, und wir kämpfen uns mitten hindurch – Survival of the Fittest, live aus dem Pariser Untergrund. Es wird geschrien, geschimpft, gedrängelt und durchgeboxt. Wir haben keine andere Wahl, als mitzumachen, und starten unseren eigenen Kampfmodus. Wer bremst, verliert.
Am Perron B angekommen, erwartet uns bereits eine menschliche Wand – alle mit demselben Ziel: Rein in diesen Zug, koste es, was es wolle. Wir verziehen das Gesicht und spannen uns an wie Pfeilbögen, bereit zum Sprung ins Getümmel.
Dann rollt die Metro ein. Ganze vier Wagen. Vier?! Paris, ernsthaft? Es folgt ein epischer Kampf um jeden Quadratzentimeter. Wir erkämpfen uns einen Stehplatz auf der Plattform und kleben nun wie Fliegen an der gegenüberliegenden Tür. Von hier aus haben wir beste Sicht auf das Spektakel: Immer mehr Menschen quetschen sich hinein, als gäbe es eine geheime Wette, wie viele Personen in eine einzige Metro passen.
Der Lärm ist ohrenbetäubend – Geschrei, Genörgel, Diskussionen in mindestens fünf Sprachen. Doch die Metro fährt nicht ab. Die Türen bleiben offen, der Sekundenzeiger auf der Bahnhofsuhr tickt unerbittlich weiter. 13:30 Uhr. Unser TGV fährt um 14:20. Die Anspannung steigt.
Noch immer wird gedrängelt, geschoben, geflucht. Reisende, die wie wir ihren Anschlusszug oder den Flug erwischen müssen, werden zunehmend nervöser. Dann, nach endlosen 15 Minuten, geschieht das Wunder: Die Türen schließen sich. Die Metro setzt sich in Bewegung. Das Gefühl? Eine Sardine in der Büchse – nur dass die Büchse wackelt, laut ist und nach Parfüm, Schweiß und Verzweiflung riecht.
In Châtelet verwandeln wir uns erneut in Gladiatoren. Zusammen mit hundert anderen wollen wir als Erste aus der Metro. Hier gibt es keine Gnade – Ellbogen, Knie und Füße kommen in den direkten Einsatz. Ein wahres Survival-Training. Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich Paris hasse?
Gott sei Dank liegt unser Anschlusszug direkt gegenüber. Doch das Schicksal hat Humor: Die gesamte Meute, die eben noch mit uns ausgestiegen ist, stürzt sich nun wieder in denselben Zug. Ein Déjà-vu der besonders schweißtreibenden Art.
Mit letzter Kraft erkämpfen wir uns unseren Platz – ein weiteres Kapitel in unserer Odyssee durch den Pariser Nahverkehr. Um 13:55 Uhr erreichen wir Gare de Lyon. Fix und fertig. Aber immerhin am Leben.
Wir müssen zur Halle 2 und setzen unsere Reise im Eiltempo fort. Endlich angekommen, stehen wir vor der großen Abfahrtstafel und erkennen, dass wir – mal wieder – zu früh dran sind. Das Gate bleibt ein ungelöstes Rätsel. Also heißt es warten.
Bald sind wir umgeben von hunderten von Reisenden, die genauso gespannt auf die Abfahrtstafel starren, als würde dort gleich die Gewinnnummer der Lotterie gezogen werden. Man könnte meinen, jeder wartet auf sein persönliches Lotto-Bingo.
Endlich spuckt die Abfahrtstafel das ersehnte Gate aus, und alle Reisenden stürzen sich wie ein einziger Schwarm auf Gate 15. Die Tickets werden gescannt, und wir dürfen rein. Ein Glückspilz versucht, sich mit Schwarzfahren durchzuschummeln – doch wird sofort wie ein ungebetener Gast wieder rausgeworfen.
Wir machen uns auf den Weg zu Wagen 15, Plätze 94 und 95. Oben? Da fällt uns endlich der Groschen: Der Zug ist zweistöckig! Wow, hätten wir das gewusst! TGV in der Luxusversion, sozusagen. Also wieder die Koffer die enge Treppe hinauf und einen Platz im Obergeschoss erkämpfen.
Platz gefunden, Koffer abgestellt, und wir genießen endlich eine kleine Pause von den Schlachten des Tages. Doch nicht lange – kurz vor Abfahrt schwingt eine Frau mit zwei Kindern vorbei, ein Baby und ein Zweijähriger, und setzt sich genau gegenüber. Oh, das nenne ich mal Glück!
Kaum sitzen sie, beginnt der Junge auch schon zu quengeln. Ich werfe einen Blick auf Claudia, und wir seufzen beide gleichzeitig – das wird wohl ein langer Trip. Doch zu unserer Überraschung kümmern sich die Eltern erstaunlich gut um ihre Sprösslinge, was uns eine überraschend friedliche Fahrt beschert. Wer hätte das gedacht?
Um 17:30 Uhr erreichen wir Basel und steigen um in den superchicen ICE, der von Berlin nach Interlaken düst. Ein kurzer Halt in Bern, wo wir dann in die weniger glamouröse Karosserie „Nina“ umsteigen – ein Sprung ins Alltagsleben, aber immerhin geht’s nach Hause. Um 20:00 Uhr bin ich dann endlich da. Mission erfüllt.
Fazit: Ein Abenteuer für die Bücher – ein bunter Mix aus Gladiatorenkämpfen im Pariser Untergrund, unerwarteten Babysittern und dem Gefühl, 500 Kilometer durch Europa zu rennen. Aber hey, wer braucht schon eine ruhige Reise, wenn man stattdessen eine unvergessliche Zeit hat? Und ja, wir haben es nun mal ausprobiert, aber das nächste Mal? Da nehme ich doch lieber das Flugzeug!Okumaya devam et
GezginPour aller où?