South Africa
Port St Johns

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9 travelers at this place:

  • Day111

    Silvester an der Wild Coast

    December 31, 2018 in South Africa ⋅ ⛅ 28 °C

    5...4...3...2...1...HAPPY NEW YEAR!

    Genau eine Stunde vor dem deutschen Jahreswechsel hüpfen wir wie die Wilden um das größte Lagerfeuer, das ich je gesehen habe (bei uns wäre das ein Funken) und feiern Silvester mit einer Horde lustiger Südafrikaner.
    Wir sind an der Wild Coast, einem sehr rauhen und unberührten Küstenabschnitt. Leere Strände, grüne Hügel, zerklüftete Steilklippen, bizarre Felsen, die vom türkisfarbenen indischen Ozean umspült werden, einzelne Xhosa-Dörfer mit ihren kunterbunten runden Häusern (rondavels) und ganz viel Weite.
    Mitten in dieser idyllischen Landschaft, am Hang zweier Hügel, die einen V-artigen Ausblick auf das Meer eröffnen, liegt die kleine Oase „The Kraal“.
    „If you’re fuckin’ stoned, you can fuckin stare at the V for hours hey!” Der total verrückte Besitzer Dillion lebt seit 21 Jahren an diesem abgelegenen Ort. Zuvor war er jahrelang auf Weltreise, um dann zu erkennen, dass die Wild Coast „the best fuckin’ place in the world” ist.

    Diese Gegend hat tatsächlich etwas magisches. Wir wohnen in einem traditionellen rondavel, das Rauschen des Meeres begleitet uns bis in unsere Träume. Strom gibt es nur notfallmässig von der Batterie, das Klo wird mit Regenwasser gespült und auf meinem Handy steht: Kein Netz.
    Dillion‘s eigenbrödlerische Art, seine Offenheit, seine Direktheit, seine Unberechenbarkeit und die etlichen abgefahrenen Geschichten, die er, wahr oder erfunden, unter Verwendung unzähliger „fuckin’ fucked und fuck“ wild gestikulierend von sich gibt, machen ihn zu einem dieser interessant-verrückten Menschen, die man nach einer Reise wohl kaum vergisst. Rau wie der Ozean, an und mit dem er lebt. Bei ihm trifft es den Nagel auf den Kopf: Harte Schale, weicher Kern. Total liebevoll kümmert er sich um die wenigen Gäste, die gerade da sind und schafft eine „Home far away from home“-Atmosphäre.
    In dieser Abgeschiedenheit entwickeln die anderen Gäste, sechs Südafrikaner, und wir schnell ein Gemeinschaftsgefühl. Wir gehen zusammen an Strand, wir teilen uns das Outdoorbad und wir kochen gemeinsam. Zum Beispiel eine Art Gulasch (mit Ochsenschwanz), das stundenlang im traditionellen gusseisernen Topf über offenen Feuer gekocht wird. Sie berichten, dass fast jeder Südafrikaner so einen „Potije“ zuhause hat. Und natürlich einen Braai, wie sie ihre Grillstellen nennen.
    Voller Leidenschaft kocht Dillion in seiner Outdoor-Küche (mit Blick auf das V) ein bombastisches Silvestermenü für uns. Im Steinofen gegrillter Fisch (natürlich hat er ihn selbst geschossen mit seiner Speer Gun), Gemüsepfanne und Reis. Während wir ihm helfen, Gemüse zu schnippeln, frage ich ihn aus über die Kultur der Xhosa. „Don’t you fuckin distract me!! I can’t fuckin’ focus on two things.” Herrlich. Dillion‘s gleichzeitige Ruppig- und Liebenswürdigkeit.

    Als die glutrote Abendsonne hinter den Hügeln am Horizont versinkt, macht sich ein Sternenhimmel der ganz besonderen Art auf. Vor lauter Sternenstaub ist der schwarze Nachthimmel kaum mehr zu sehen.
    Im Schein dieses gigantischen Anblickes tauschen wir uns über unser Leben aus.
    Alle sechs kommen aus Johannesburg und staunen darüber, wie behütet wir wohnen. Sie können es nicht glauben, dass ich noch nie etwas vom „Panic-Button“ gehört habe: In fast allen Zimmern ihrer Häuser ist ein Knopf installiert, über den man die „armed response“, eine private Sicherheitspolizei rufen kann, wenn (trotz der meterhohen stacheldrahtumwobenen Mauern) eingebrochen wird. Sie berichten von den verschiedensten Überfällen und Einbrüchen und davon, dass die Polizei sich um den Fall oft nur kümmert, wenn man das nötige Kleingeld bietet. Was momentan wohl auch sehr häufig passiert, ist, dass weiße Farmer umgebracht werden.
    Die zwei Mädels Paige und Michelle finden es schade, dass sie dazu erzogen wurden, immer in „Hab Acht“-Stellung zu sein und sie beneiden unsere freie, unvoreingenommene und unängstliche Art zu reisen. Öffentliche Verkehrsmittel würden sie in ihrem Land niemals nehmen.
    Paige erzählt, dass ihre Eltern ein schickes Haus in einem Vorort von Durban haben. Da sie die ständig lauernde Gefahr und die Korruption jedoch nicht mehr aushalten wollen, schmieden sie momentan den Plan nach Portugal auszuwandern. Paige selbst will eventuell nach Italien ziehen. Michelle und ihr Freund wohnen seit mehreren Jahren schon in Asien. Mit feuchten Augen schwärmt sie davon, in welch bildschönem Land sie aufgewachsen sei und gleichzeitig könne sie sich aber nicht vorstellen, hier ihre Kinder aufzuziehen. Ihr Bruder wohnt in Australien, ihr Cousin in Kanada. So sind viele südafrikanische Familien in der Welt zerstreut, weil sie für sich und ihre Nachkommen keine Zukunft in ihrem Land sehen.

    Solche Begegnungen machen mir mehr denn je bewusst, in was für einer Zuckerwatte-Welt ich in Haisterkirch aufgewachsen bin und ich verspüre eine tiefe Dankbarkeit dafür.

    Ich genieße die Mittage am menschenleeren, dafür kuhvollen Strand. Aber es ist nicht immer alles so paradiesisch, wie es sich anhört. Von wegen am Strand liegen und lesen. Es windet so kräftig, dass man nach kürzester Zeit wie ein verendeter Kameltreiber in der Wüste aussieht. Allgemein hat das Wetter seit einiger Zeit wohl vergessen, dass ich auf Endless Summer Tour bin, denn die Wolken hängen oft ganz tief und es regnet viel.

    Ich stehe auf, scanne das Meer nach meinem Surferboy ab und kann ihn erst nicht finden. Er ist der einzige Mensch im Wasser. Plötzlich entdecke ich ihn und mit ihm ein riesiges Rudel Delphine. Felix liegt auf seinem Surfbrett und ist umringt von diesen wundervollen Kreaturen.
    Als wäre das nicht genug, springt auch noch direkt neben ihm ein Delphin hoch in die Luft, dreht sich um seine eigene Achse und plumpst rückwärts wieder ins Wasser. Wie kitschig! Felix ist in seinem Element. In seinem nächsten Leben wird er bestimmt ein Delphin.

    Nach ein paar Tagen verlassen wir diese Oase und kämpfen uns mit unserer Blechkiste die schlammigen, mit Schlaglöchern übersäten Holperstraßen richtung Coffe Bay vor.

    Auf zu neuen Abenteuern.
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  • Day206

    Port St. Johns

    March 29 in South Africa ⋅ ⛅ 26 °C

    Die letzte Station der Reise war für uns Port St. Johns. Dabei handelt es sich um einen kleinen Küstenort an der Wildcoast, etwas nördlicher von Coffee Bay (Siehe Blogeintrag „Testing the African Soil – Coffee Bay“). Die Fahrt dahin war ziemlich anstrengend. Ursprünglich wollte ich irgendwo auf halber Strecke mit einer meiner Mitfahrerinnen tauschen, allerdings überraschte uns die Dunkelheit an einer unpassenden Stelle, irgendwo im Nichts. Keiner wollte aussteigen, daher fuhr ich weiter die Landstraße entlang. Leider verschlechterte sich der Straßenzustand kontinuerlich und als ob das bei Dunkelheit nicht schon schlimm genug gewesen wäre, war die Straße extrem schmal und jedes zweite uns entgegenkommende Fahrzeug hatte sein Fernlicht an. So ging es einige Zeit weiter, bis plötzlich, zu allem Überfluss, auch noch ein starker Nebel einsetzte. Zum Glück wurde der Verkehr dafür etwas weniger. Nichts desto trotz waren diese zwei Stunden, die ich bei Dunkelheit fahren musste das anstrengendste und schwierigste Fahrerlebnis, das ich bisher hatte.

    Wie dem auch sei, eine Drei Fragezeichen- und eine Gemischtes Hack Folge später kamen wir im Backpacker („Crazy Monkeys“ Backpacker), in Port St. Johns an. Es war das erste Backpacker, in dem außer uns kein einziger anderer Tourist, aber dafür sehr viele Einwohner waren, die der Performance einer Tanzgruppe junger Mädchen zuschaute, die alte Traditionstänze vorführte. Es war extrem laut und ziemlich anstrengend, weshalb ich mich schnell mit einem Bier, zum Entspannen nach der langen Autofahrt, in unser Zimmer zurückzog und schlafen ging.

    Ursprünglich war geplant gewesen, erst am nächsten Tag hier anzukommen, denn eigentlich wollten wir noch in einem Ort zwischen Durban und Port St. Johns übernachten, der für sein Baumhaushotel bekannt war. Allerdings hatten einige das viele Reisen und insbesonders das tägliche Kofferpacken satt, weshalb in der Gruppe abgestimmt wurde, ob man diesen Stopp nicht überspringen und stattdessen mal zwei Nächte am Stück in St. Johns verbringen wollte. Es fand sich eine Mehrheit und so blieben wir länger. Rückblickend muss ich jedoch sagen, dass sich Port St. Johns nicht gelohnt hat und man lieber nach Coffee Bay hätte fahren, beziehungsweise zumindest nur eine Nacht dort hätte verbringen sollen, denn der Ort an sich war in meinen Augen sehr langweilig, der Weg zum Strand lang und das Wasser eine trübe Suppe. Außerdem fand am letzten Abend eine große Feier im Backpacker statt, vor der allgemein die Befürchtung war, dass sie uns jeglichen Schlaf rauben würde. Am Ende war es jedoch ruhiger als erwartet.

    Den Tag über verbrachten wir fast komplett im Hostel und am nächsten Tag ging es dann, nach dem Frühstück, am späten Vormittag zurück Nachhause.

    Die letzte Strecke fuhr Anne und diese dauerte noch einmal etwa sechs Stunden. Den größten Teil der Fahrt über lauschten wir dem Hörspiel „Illuminati“ von Dan Brown.

    Damit ist die Reise auch schon wieder vorbei und insgesamt muss ich sagen: es war klasse und ich bin sehr froh, die Reise gemacht zu haben. Nicht nur, dass ich alle großen Städte des Landes innerhalb von zweieinhalb Wochen gesehen habe, nein ich konnte auch alle Big Five beobachten, habe spannende Natur- und Safarierlebnisse gehabt, habe mich den höchsten Bungeesprung von einer Brücke getraut, bin durch uralte Tropfsteinhöhlen geklettert und und und. Die letzten beiden Stationen haben mich in der Gänze zwar nicht überzeugt, dafür war der Rest mehr als beeindruckend. Daumen hoch Südafrika.
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  • Day16

    Transfert vers Port St Johns

    August 8, 2016 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C

    Journée de transfert vers Port St Johns.
    En passant par la région d origine de .Mandela et les travaux routiers. Pour arriver dans un lodge hippie chic à Port St Johns.

You might also know this place by the following names:

Port St Johns

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