South Africa
Simondium

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Add to bucket listRemove from bucket list
Travelers at this place
    • Day12

      Kapstadt bzw. Paarl, wir kommen 😄

      December 24, 2021 in South Africa ⋅ ⛅ 26 °C

      Gestern waren wir eigentlich den ganzen Tag nur unterwegs, wir sind 17 Uhr aus Sansibar abgeflogen, hatten einen Zwischenstopp in Äthiopien Addis Abeba.
      Kurz dazu: sehr gute Airline, die uns sogar für die 12 Stunden Transit ein Hotel gaben 👍, aber beim Essen sind sie etwas „altmodisch“. Es gibt nur „Chicken or Beef“, also bucht früh genug vegetarisch 😉.
      Wir sind dann 14 Uhr in Kapstadt gelandet, erstmal Mietwagen geholt und waren dann einkaufen. Kapstadt ist gleich so viel anders. Ich musste mich erstmal wieder komplett umstellen. Alles ist so viel hektischer. 😅
      Das Apartment, welches wir über Weihnachten haben, ist einfach der Knaller. Mitten in den Weinbergen mit Pool und allem, was man braucht. 😍🥰 Abends waren wir noch richtig gut Essen. Jogi hatte sein erstes 300g Pfeffersteak für 12 Euro. Die Preise sind einfach verrückt. Die Flasche Wein für 7 Euro 🤣 kurz um: hier lässt es sich aushalten 😋

      #Apartment: La Bella Vita Studios
      #Restaurant: Cattle Baron
      Read more

    • Day13

      Merry Christmas

      December 25, 2021 in South Africa ⋅ ⛅ 29 °C

      Mich beschäftigte schon seit Tagen, wie wir eigentlich Weihnachten verbringen werden und ob es Traditonen in Südafrika gibt, welche wir miterleben können.
      Es ist auch irgendwie schon etwas komisch, wenn überall Weihnachtsmusik läuft, aber man 30 Grad hat. 🤣 Die Restaurants haben entweder zu oder nur zum Lunch geöffnet. Ich hatte zum Glück schon eins für den Lunch reserviert. 😅 Ansonsten feiert man wohl in Kapstadt am Strand mit Barbecue und in den Weinländern mit Picknick- was für eine schöne Tradition 🤩.
      Wir sind ziemlich früh wach gewesen und haben uns dann einfach schon mal auf den Weg gemacht und besuchten noch andere Weingüter bevor wir unseren Tisch hatten und hofften, noch einen Picknickkorb zu ergattern. 😋 Beim Weingut angekommen, hatten wir natürlich keine Chance - trotz meiner wunderschönen blauglitzernden Weihnachtsmütze 🤣. Wir durften aber auf der Terrasse dem Treiben zu schauen. Es ist echt toll gemacht und sollten wir wiederkommen, machen wir auch ein Picknick 🧺. Der Lunch war aber sehr schön und danach sind wir noch in den Pool gesprungen und haben abends eine Brotzeit gemacht.
      Wir wünschen allen frohe Weihnachten 🎄🎁
      Read more

      Traveler

      Schaut traumhaft aus! Trinkt und esst für mich mit! 😊

      12/26/21Reply
       
    • Day16

      Day 15 ~ Stellenbosch

      March 19 in South Africa ⋅ ☀️ 32 °C

      Check-out Tag. Nach dem Frühstück haben wir bezahlt und uns von den Gästen die wir kennen verabschiedet. Irgendwie fühlte es sich komisch an. Mit René und Andrew war es schön, fast familiär und sie haben auch bestätigt, dass sie uns ins Herz geschlossen haben. Das Heim nach 6 Tagen hiess es erst einmal verlassen. Stellenbosch.

      Aber erst einmal hiess es noch zwei Stationen in Kapstadt zu besichtigen: The Silo
      Hotel mit Museum und die bunten Häuser in Bo Kaap.

      Das Silo Hotel ist aufgebaut und
      das Zeitz Mocaa Modern African Art Museum eingemeisselt in einem alten Getreidesilo. Ein fantastisches Bauwerk, ein Genuss von Architektur. Im Zeitz Mocaa Museum gingen wir erst durch den Museums Shop und da sprang mir ein so toller Poncho ins Auge … der musste es sein, und mein Schatz hat ihn mir spendiert 🥰

      Danach haben wir uns Tickets für die Ausstellungen auf vier Ebenen geholt. Allein die mittlere Kathedrale von ausgefrästem Beton war beeindruckend. Mit dem Aufzug hochgefahren, wollten wir uns langsam durch die Gallerien hinunterarbeiten. Alle Afrikanischen Künstler haben in sich und für sich sehr anspruchsvoll die Afrikanische Taxonomie in verschiedenen Medien dargestellt. Über Kunst lässt sich streiten und vor allem eine Installation Performance Künstlerin war so eindrucksvoll nervig, dass wir ihre Gallerie kaum ertragen konnten.

      Ins Silo Hotel und Terrasse kamen wir leider ohne Reservierung nicht, also auf nach Bo Kaap.

      Was für süsse Strassen an steilen Höngen, mit kleinen Häuschen dicht and dicht, jedes in einer anderen Pastellfarbe. So charmant platziert mitten in Kapstadt.

      Dann gings nach Stellenbosch, eines der grössten Weinregionen am Kap. Wir fuhren erst direkt in den Ort und spazierten ein bisserl herum. Es waren 30 Grad, der wärmste Tag unserer Reise und die Hitze hing wie eine Glocke im Ort. Wir kamen an einer süsse Bar/Restaurantveranda vorbei, die nur so schrie nach uns: BERTHA.

      Ganz bezaubernd sassen wir im Schatten und genossen unseren leichten Lunch mit Bertha Weisswein. Wir liessen uns Zeit, für keines der 200++ Weingüter war mehr Zeit. Die meisten schliessen um 17 Uhr.

      Roland kaufte sich noch sein gewünschtes Straussen Portemonnaie und ich verspeiste den Vogel später zum Abendessen. 😜

      Roland hatte die Unterkunft in Stellenbosch gebucht. Als wir die Location ins Telefon Navi eingegeben haben, hiess es 30 Minuten Zeit. Oops, war das überhaupt noch Stellenbosch? Nein, war es nicht. Wir waren gespannt.

      Irgendwann fanden wir das alleinstehende Resort mit riesigem Golfplatz, platziert in Mitten eines Tals. Bergketten mit Weingütern umrahmten das sehr feudal aussehende Resort. Roland checkte uns ein und wir wurden mit Golfcart zu unserem Zimmer gefahren.

      Wir waren zwar weit ab vom Schuss, dafür in einer super gepflegten Anlage mit grosser Terrasse und ca. 40qm schön eingerichtetem Zimmer, mit Bad und Küche.

      Der Sonnenuntergang war nah und wir spazierten gemächlich über Brückchen und Wege durch die Anlage zum Hauptgebäude mit Restaurationen und Bar. Der Sonnenuntergang war bezaubernd und die Hügel waren in zartem rosa getaucht. Auf der Barterrasse unterhielten wir uns zu Drinks nett mit einem Südafrikanischen Pärchen, die uns wieder tolle Tips gegeben haben.

      Nach leckerem Dinner machten wir uns einen entspannten Abend mit leckerem Chardonnay/Pinot Noir … und haben neue Pläne geschmiedet für unsere letzten Tage. Alles erst Gedachte wurde wieder umgeschmissen 😂Das Bett lud ein zu einem frühen Schläfchen.
      Read more

    • Day17

      Day 16 ~ Stellenbosch

      March 20 in South Africa ⋅ ☀️ 31 °C

      Ausgeschlafen machten wir uns auf den Weg nach Stellenbosch zum Frühstück. Nun kamen wir unverhofft an dem Delaire Graff Estate vorbei, wo wir sowieso hinwollten. Da „wo man das Geld abgeschafft hat“, wurde es beschrieben, und „man könne innerhalb kürzester Zeit dort Millionen verbrennen“.

      Ein Tempel von edler und herausragender Dekadenz erwartet einen im Delaire Graff. Herr Laurence Graff, von Graff Diamonds, hat seine Vision erfüllt, dieses Kap Weingut zu Südafrika‘s beliebteste Kunst, Beherbungs- und Weindestination zu transformieren.

      Nachdem wir die Diamantenkollektion, das elegante Ambiente, die herausragende Kunst, den Weinkeller und schicke Boutique begutachtet hatten, war der Gedanke an Frühstück weg. Warum nicht gleich eine Weinprobe 😂.

      Weil wir so früh dran waren, 10Uhr, bekamen wir einen erstklassigen Platz mit Blick über die Weinberge. Wir entschieden uns für unterschiedliche 4er Weinproben und eine Gourmet Käseplatte. Unsere Weinkellnerin Jana hat uns jeden Wein mit Anekdoten beschrieben. Es war ein Genuss … und wir haben keine Millionen gelassen.

      Danach sind wir noch einmal nach Stellenbosch gefahren, und Roland zeigte mir die wunderschönen Gebäude der Universität, welche von 1800+ stammen. Es muss ein Traum sein dort studieren zu dürfen.

      Auf ging es noch ein paar Wein Estates zu besuchen, auch ohne zu trinken. Es war ein heisser 32Grad Tag und die Sonne brannte.

      Im Warwick Estate verweilten wir ein bisschen. Eine tolle Familiendestination. Grosse Tische im Schatten unter Bäumen waren gefüllt mit lachenden Menschen, und Kinder tollten in einem kleinen Brunnen. Es war ein fröhliches Ambiente.

      Weiter ging es auf viele Empfehlungen ins Babylonstoren. Der Parkplatz war brechen voll. Uns erwartete ein ganz anderes Weingut. Man bezahlte Eintritt und bekam eine Karte des Weinguts und seines Garten. Also nicht nur Wein?

      Nein, es war mehr als Wein, der Garten hatte alles, von Limettenbäumen, Kürbissen, Olivenbäumen, Salat, Kakteen, auch Fische wurden gezüchtet. Es war riesig. Es war ein typisch Südafrikanisches Ambiente und weiss getünchte Häuser. Es gab Delikatessen in verschiedensten „Stallungen“, klimatisiert und man konnte sich mit Köstlichkeiten für zu Hause oder einem Picknick eindecken.

      In der „Barn“, einem der Restaurants tranken wir einen überteuerten Wein, nur weil aus Düsen ein Wassernebel heraus sprühte, der so wunderbar erfrischend war.

      Wir kauften ein paar Delikatessen und entschieden einen Brot, Käse und Weinabend auf unserer Terrasse zu haben. Kein Restaurant und mehr vor die Tür gehen. Ein entspannter Abend tat gut… denn morgen geht’s weiter in neue Gefilde.
      Read more

    • Day18

      Day 17 ~ Franschoek & Hermanos

      March 21 in South Africa ⋅ ☀️ 33 °C

      Es war wieder Check-out Tag. Wir haben uns auf den Weg gemacht nach Franschoek, eines der ältesten Siedlungen in Südafrika. Franschoek wurde von französischen Hugenotten in 1688 als Landwirtschaftsort gegründet. Es heisst das ca. 5 französiche Familien die Stadt und seine Weingüter dominieren. Es war wieder ein heißer Tag von circa 33° und wir suchten erst mal nach einem Restaurant zum Frühstück.

      Nach leckerem Essen, sind wir durch die Hauptstraße spaziert, und haben uns ein paar Geschäfte angeschaut, hauptsächlich um der Hitze zu entgehen und uns in Klimaanlage abzukühlen. Danach haben wir uns aufgemacht, zu einem Weingut, empfohlen worden von einer lieben Freundin aus Frankfurt. Das Grande Provence ist auch ein Platz der Kunst, mit sehr vielen Skulpturen im Garten und Ausstellung in einer separaten Gallerie.

      Wir haben eine Weinprobe von 3 verschiedenen Weißweinen und 3 Rotweinen verkostet und waren leider diesmal nicht von der Qualität begeistert. Trotzdem war das Ambiente in dem Garten wunderbar und wir hatten auch ein paar reizende Gespräche mit einem Deutschen, der vor 18 Jahren nach Südafrika ausgewandert ist.

      Dann gings los in Richtung Hermanos über den Franschoek Pass. Die Landschaft über die Berge und Täler war wieder atemberaubend, die Strecke absolut herrlich.

      Irgendwann kamen wir dann wieder an den Atlantischen Ozean, dem False Bay, der mit circa 60 km Durchmesser vom Kap der Guten Hoffnung bis Betty‘s Bay reichte. Wir haben auf der Strecke wieder mehrmals angehalten weil die Ausblicke von den Bergen und dem Meer uns absolut in den Bann gezogen haben.

      Hinter dem Ort Kleinmond sahen wir über Kilometer links und rechts von der Strasse die Zerstörung eines Feuers. Der Brand war im Januar 2022 in dieser Gegend und hat 4500 Hektar verbrannt. Wir haben beide so etwas noch nie gesehen. Bemerkenswert war, dass in Mitten der verkohlten Bäume anscheinend die Häuser beschützt worden sind. 200 Feuerwehrleute haben über 4 Tage das Feuer bekämpft.

      In Hermanos angekommen hat uns Google Maps zu unserer Unterkunft geführt. Die angewiesene Abzweigung hat uns mitten in ein Township geführt, was uns erst einmal sehr schockiert hat. Bisher hatten wir die Townships nur von der Ferne gesehen. Sie waren immer sehr gut erkennbar: meistens einen Berg hinauf, in der Sonne glitzerndes Blech von Hütten die ganz eng aneinander standen. Diesmal schienen wir ganz nah, auf der Strasse, die uns am Rand und auch durch das Township führte.

      Auf Google Maps war die Lodge nur um die Ecke, und wir waren schon sehr zu Beginn bestürzt über die Lage. Bei der Ankunft in der Whale Rock Luxury Lodge, sicher hinter einem grossen Tor und Mauer, wurden wir freundlich empfangen, und zogen in unser gepflegtes und geräumiges Zimmer mit einer süssen Terrasse.

      Die Temperatur war komplett anders. Es war circa 10° kühler und wir haben uns sofort umgezogen um vor die Tür zu gehen und den Ort ein bisschen kennen zu lernen. 500m vor den Restaurants haben wir am Wasser geparkt, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Auf der felsige Küste sprangen wir ein bisschen herum, fotografierten die Landschaft und auch uns spielerisch herumtänzelnd.

      Auf der Suche nach etwas zu Essen entschieden wir uns für ein kleines schnuckeliges Restaurant „The Pear Tree“. Roland versuchte zum gefühlt 100sten Mal in den 3 Wochen einen Cuba Libre zu bestellen, einen Servicemitarbeiter zu bekehren und anzulernen ihm einen Rum Cola zu machen. Es war jedes Mal herrlich lustig, und Roland visualisierte sich als Skulptur „Der, der den Cuba Libre nach Afrika gebracht hat“. 😂

      Reizende Bedienung und ein leckeres Essen weiter, spazierten wir durch den Ort, auf der Suche nach einer Absacker Bar. Die uns empfohlene Kneipe hatte ein paar traurig reinschauende Karikaturen, also machten wir uns wieder altersgerecht auf unseren Balkon. 😆

      Mit Erschrecken stellten wir später fest, dass wir in schlechtes Wetter gefahren sind. Nach 2 1/2 Wochen Strahlewetter, konnten wir nur Bewölkung die nächsten zwei Tage erwarten. Aber mal schauen wie es sich entwickelt. Wir mussten Lachen. Ausserdem sagt man von Kapstadt und Umgebung dass es vier Jahreszeiten an einem Tag geben kann. Wir sind in guter Hoffnung ins Bett gegangen.
      Read more

    • Day38

      Ebike ride last stop Boschendal winery

      October 27 in South Africa ⋅ ⛅ 24 °C

      A beautiful ebike ride through the mountains ending at Boschendal winery. Some fun trails and gorgeous scenery along the way. Not great bikes but they did the job on most of it. Some of it was extremely bumpy on the hardtail! The other poor lady had never been on a mountain bike and fell off a couple of times. I don't think she enjoyed it as much.Read more

    • Day389

      Pascale scheisst Tauben ... ähh schiesst

      February 9, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 30 °C

      Wie schon für die Reise von Mandalay nach Goa, bietet die versammelte Zivilluftfahrt auch von Mumbai nach Kapstadt keinen Direktflug. Pfeifen. Wir betreten darum Boden in Abu Dhabi und Johannesburg. Ausserdem markiert diese Weiterreise einen neuen Rekord, denn sie beginnt mit dem verhassten Wecker um ein Uhr dreissig in der Früh. Unglaublich. Ich bin mir gar nicht sicher, ob noch „Heute“ oder schon „Morgen“ ist. Ich bin mir hingegen ganz sicher, dass ich in beiden Welten hundemüde und ziemlich pissed bin. Aber egal, vierundzwanzig Stunden später stehen wir in Kapstadt am Gepäckband. Und eine weitere Stunde später in unserem Airbnb in Green Point. Es geht um nichts Geringeres als Hochzeitsvorbereitungen. Und nach Wochen voller asiatischem Essen freuen wir uns auch einfach wieder auf Wein und Fleisch am Stück. Grosse Stücke. Tipps zu Südafrika haben wir auch viele erhalten, darunter ein umfangreiches Mail von Sues Tante Renate. Und ich zitiere: „Herzliche Grüsse auch an Pascale, ich bin gespannt was er dazu schreibt.“ Hm, da gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu schreiben. Klar, „Pascal“ mit dem Präfix „Turbo“ ist eine etwas veraltete Programmiersprache. Und „Pascal“ mit dem Suffix „e“ ... ist ein Mädchen. Aber sonst? Sonst weiss ich gerade nicht was schreiben. So oder so, ein herzliches Dankeschön für die vielen wertvollen Tipps! Renato.

      Robyn und Simon haben wir auf unserem Cruise durch die Galapagos Inseln kennen und lieben gelernt. Er aus Schweden, sie aus Südafrika und beide ziemlich genau auf unserer Wellenlänge. Folglich traf man sich zuerst in Bogota und dann in und um Medellin nochmals. Und da sich die beiden eben erst verlobt hatten und - nach eigenen Aussagen - ein paar der schönsten Tage ihrer Reise mit uns verbrachten, schafften wir es unverhofft als „special guests from Switzerland“ auf die Gästeliste dieser Vermählung. Die Tage in Capetown dienen der Vorbereitung und der Junggesellen/innen-Abschiede. Den Anfang machen die Mädels und während Sue - mittlerweile dunkelblond und daher beinahe wieder Single - on Tour ist, beschäftige ich mich mit Shopping. Die funktionale Wanderkleidung aus meinem Rucksack eignet sich nicht für eine noble Hochzeit bei über dreissig Grad. Hat man mir erklärt. Also gut. Und da heute Mädelstag ist, lasse ich mich ausnahmsweise zu mädchenhaftem Shopping hinreissen. Soll heissen, ich kaufe nicht die ersten Teile die mir gefallen und total gut stehen, sondern ich „schaue weiter“, denn ich könnte ja noch „etwas Besseres“ finden. Resultat? Vier Stunden anstelle von fünfzehn Minuten unterwegs und in der Einkaufstüte steckt trotzdem das allererste Outfit. Ich hab schon wieder tierisch Durst. Verdammte Zeitverschwendung.

      Die Bachelor-Party tags darauf startet um halb Elf. Der Treffpunkt ist eine Bäckerei und ausser Simon kenne ich erst einen der Typen. Der Dress-Code besagt Khaki-Shorts, weisses Hemd und wenn möglich eine Kopfbedeckung. Das macht es etwas einfacher. Stelle mich also einfach zu den zwei Typen in Khaki-Shorts und weissen Shirts und beginne mit Smalltalk. Die zwei Arschgeigen geben sich allerdings äusserst ablehnend und für die bereits leicht genervte Frage, woher sie denn das Brautpaar kennen würden, ernte ich nichts als ratlose Blicke. Man wisse weder etwas von einer Hochzeit noch von einer Bachelor-Party. Ups, nicht Teil der Gruppe? Und tschüss. Guter Start in den Tag, der sich in der Folge dank der für solche Anlässe typischen Routine „Saufen, Fressen, Fun, Repeat“ prächtig entwickelt. Kurz vor dem ernsthaften Betrinken, steht noch Tontauben-Schiessen mit Shotgun auf dem Programm. Da freuen sich die ganzen Wikinger und Grosswildjäger wie kleine Kinder. Der Pazifist in mir will kotzen. Der Narzisst in mir lässt das aber nicht zu. Schliesslich ist das ein Wettkampf. Nach der ersten Runde nennt man mich - wie schon in der Schweiz - „Mr 50%“. Hier hat das aber wenig bis nichts mit der samstäglichen Jagd nach Coop’s Topware zum halben Preis zu tun, sondern mit der erfolgreichen Jagd auf fliegende Tonscheiben. Fünfzig Prozent bedeutet Platz Eins. Und ein äusserst schmerzender Oberarm. Schau Foto. Endlich zahlt sich die Sniper-Ausbildung der Schweizer Armee aus. Stimmt natürlich nicht, ich war ein harmloser, pazifistischer Lastwagenfahrer mit miserablen Sehwerten, der Kollegen zum obligatorischen Schiessen schickte. Trotzdem steigere ich in Runde Zwei die Trefferquote auf knapp über fünfzig Prozent und die Verfärbung des Oberarms auf blau/schwarz. Das bedeutet Gesamtsieg. Mit Abstand. Und siebzehn traurige Wikinger. Verdammte Holzfäller.

      Wir haben uns im Vorfeld - und auf Anraten von CIA-Ben - Trevor Noah’s Buch „Born A Crime“ besorgt. Als Hörbuch. Selber lesen ist ja total Nineties ... Das Buch gibt interessante Einblicke in die Zeit der Apartheid, zu welcher es ein Kind einer Schwarzafrikanerin und eines Schweizers gar nicht hätte geben dürfen. Aufgewachsen in Johannesburg, ist Trevor heute einer der erfolgreichsten Comedians und Host der amerikanischen Today Show. Ich komme also in diversen Gesprächen nicht darum herum, das Thema Apartheid anzusprechen. Auch wenn ich ehrlich gesagt das Gefühl habe, dass dies hier eines dieser Tabus ist, welches man erst nach Wochen des Kennenlernens und in kleinem, privaten Rahmen diskutiert. Wenn überhaupt. Aber was kümmern mich Konventionen und Tabus? Ich bin jetzt hier und es interessiert mich. Wirklich. Insbesondere wenn wir in Südafrika eine Hochzeit in fast ausschliesslich weisser und offensichtlich hervorragend situierter Gesellschaft feiern. Und zu meinem eigenen Überraschen, schien niemand wirklich angepisst ob der Fragen. Immerhin. Die konkreten post-Apartheid Probleme verstehe ich dennoch nur im Ansatz, konkrete Lösungen für die nach wie vor massiv gespaltene Gesellschaft Südafrikas noch weniger. Man hört in Gesprächen regelmässig die Begriffe der „do haves“ und „don’t haves“ und die damit verbundene Herausforderung, den Wohlstand gerechter zu verteilen. Wie so oft scheinen Korruption und fehlende Bildung die grössten Hürden. Und auch wenn man diese Probleme in den Griff bekommen sollte, wird es noch viele Generationen brauchen, bis sich diese ehemalige und wohl beispiellose Trennung von Rassen und folglich Wohlstand allmählich verwäscht. Bis es so weit ist, wird hier in Boschendal fleissig geheiratet. Ganz in weiss. Logisch.

      Die Zeremonie ist schlicht und doch kraftvoll. Der Emo in mir kämpft schon bei den Heiratsschwüren mit der Fassung und findet den Höhepunkt seiner Zerbrechlichkeit bei der Rede des Brautvaters, als dieser neben diversen Gästen noch dieses „very special Swiss couple“ erwähnt, das noch immer auf Reisen ist und wohl vieles richtig macht im Leben. Das ausgesprochene Geburtsglück, das uns alle hier verbindet, bleibt auch bei dieser Gelegenheit unerwähnt. Egal, die Tränen kümmert das wenig und ich behalte meine Sonnenbrille noch etwas an. Total cool eben. Die Location hier in Boschendal ist wirklich wunderschön. Der Hochzeitsbrauch, dass auch Gäste im Laufe des Abends gewisse Unterhaltungsblöcke darbieten, scheint hier aber nicht bekannt. Es gibt also lediglich Ansprachen der Familie und des Bräutigams. Mir reicht das nicht und mit ernster Miene überzeuge ich Ramy - ein in New York wohnhafter Kanadier mit persischen Wurzeln - davon, dass unser Tisch nach der Hochzeitstorte einen Showblock zu füllen hat. Er glaubt mir. Ich schlage vor, er singt. Zu meiner Überraschung gefällt ihm die Idee. Irgendwie. Die Torte ist längst vergessen, als die Küche um Mitternacht und dann gegen ein Uhr nochmals Bretter voller Pizza-Slices serviert. Ich bin soo glücklich. Wahnsinn. Quasi der Höhepunkt der ganzen Festivitäten. Und um zwei Uhr schlägt dann tatsächlich noch Ramys Stunde, den die eingepflanzte Idee von Frank Sinatra nicht mehr losgelassen hat. Lediglich acht Leute feiern noch, aber das ist sein Moment. Wie sich herausstellt und das Video beweist, ist der kleine Perser Karaoke-Profi und seine 2am-Version von Franky’s My Way ziemlich beeindruckend. Vielleicht werde ich nach unserer Rückkehr also Talents-Scout. Vielleicht aber auch nicht.
      Read more

      Traveler

      Das sind wieder sehr schöne Fotos und erinnert mich an unsere Zeit in SA vor 3 Jahren. Genießt es. Das ist perfekt für eine Hochzeit 😊

      2/14/19Reply

      Ein

      2/18/19Reply
      Sue and Pasci

      Hm, „Ein“ schönes Mädchen und "etwas" daneben?

      2/18/19Reply
      Traveler

      Hmmmmm 😋, pizza als mitternachtssnack... ganz nach eusem gschmack 😂🙈🍕

      2/21/19Reply
       
    • Day10

      Babylonstoren

      December 30, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 28 °C

      After an interesting nights sleep where Taryn spent much time opening and closing windows while the rest of us were trying to sleep the kids headed out with Gaga to the park while mom and dad had a quiet breakfast.

      Post breakfast we headed off to Stellies and Babylonstoren, a wine farm that is more of a chill out eat and relax kind of place. Everything sold on the farm is grown on the farm. Loads of meats, cheeses and fruits. Apparently they make wine but we didn’t see any. The Reaturant has a 45 minute waiting time and the kids were hangry so we went to the ‘pop-up’ salad bar. Basically they did prepackaged salads, juices and small boxes of grapes. Nathan had a whole box of grapes by himself. It was nice and quiet and pleasant and much more enjoyable than the restaurant. #win

      By then everyone was tired, hot and over it. So we made our way back to the car and home to see Paige who was coming for dinner.
      Read more

      Traveler

      Lekker - you're doing all sorts of things!

      1/2/20Reply
       
    • Day17

      Weingüter in Franschhoek

      March 7, 2020 in South Africa ⋅ ☀️ 34 °C

      Heute ging unsere Reise Richtung Franschhoek, zuerst machten wir Halt am letzten Gefängnisaufenthalt von Nelson Mandela, auch heute befinden sich dort noch Gefangene. Eine Führung wäre möglich gewesen, jedoch nur mit Anmeldung. Dann halt weiter ins nächste Weingut La Motte, sehr schön gelegen mit Museum vom Erstbesitzer Anton Rupert. Dort wird die Geschichte seiner Familie und des Weingutes dargestellt und einige seiner vielen Gemälden. In Franschhoek waren wir dann auf dem Samstagsmarkt mit vielen schönen Ständen, Bildern, Schmuck, Taschen, Hüten, Kleidern, Kunst und Essen. Nach einem Bummel durch die Stadt mit vielen Galerien und Restaurants , besuchten wir das Hugenottendenkmal, beeindruckend. Zu Mittag ging es dann zum Restaurant Roca auf dem Weingut Dieu Dinne. Einige Hektar groß und mit irren Blick ins Tal. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang fuhren wir dann zum Sundowner auf den Golfplatz des Pearl Valley.Read more

    • Day6

      Wine Country

      June 28, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 14 °C

      We left the house at 11 and drove first to Stellenbosch (about 45 minutes away). Stellenbosch is the oldest city in South Africa - founded by the Dutch in 1670. The streets are beautiful with all white washed buildings and oak tree lined streets. It is now a university town.
      Next we drove to Franschhoek (French Corner) town in the midst of wine country. We had a delicious lunch at Cafe Bon Bon in the La Petite Dauphin. (I had a pumpkin and sage pasta). We were honored by the presence of the resident rooster, Hendrik. What a treat! Beautiful wine farm, even in 'winter'.
      We stopped at another winery - Mont Rochelle (owned by Richard Branson). Ken got a red wine sampling.
      And then we went to one more winery known as Spice Root for chocolate tasting. We tasted about 12 different types of chocolate. Now that's my kind of tasting!
      We drove an hour home. It is interesting that nearly 90% of the vehicles here are white given the high summer heat.
      We had a light dinner of cold cuts, cheese, and breads and, of course, more chocolate (purchased earlier in the day) for dessert. Watched some tv and then to bed. 😊 Nice day!
      Read more

      G O

      Stellenbosch is so beautiful! So glad you got to see it. Keep up that intake of wine, cheese and chocolate. Millions of French people can't be wrong! 🤣

      6/30/17Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Simondium

    Join us:

    FindPenguins for iOSFindPenguins for Android