Spain
Monesterio

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12 travelers at this place:

  • Day18

    Almaden de la Plata - Monesterio 28.5.

    May 28, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Dreierlei habe ich heute überschritten.

    Erstens die 300km-Marke. Nicht, dass das von besonderer Bedeutung wäre, das nicht. Ist für mich nur so zur Orientierung. Man verliert sonst so ein bischen das Gefühl für die Entfernung, die man bereits gelaufen ist. Oder noch vor einem liegt. Ich stehe aktuell bei 330 km.

    Zweitens die Grenze zwischen Andalusien und der Extremadura. Der Grenzübergang bestand in drei Schritten über ein seichtes Bächlein.

    Drittens die Tageslaufleistung: Ich hatte sie mit 28 km angesetzt. Daraus wurden 34 km. Ungewollt 😎

    Der Tag heute bestand ursprünglich aus 2 Etappen. Die erste führte von Almaden über 14 km nach El Real de la Jara. Kam mir im Vorfeld etwas dürftig vor für einen ganzen Tag, deshalb wollte ich da heute nicht enden. Dass diese Etappe aber durchaus das Zeug zu einer vollwertigen Etappe hatte, spürte ich dann unterwegs 😁

    Es ging zum großen Teil wieder durch ein Naturschutzgebiet, und zu einem ebenso großen Teil ging es entweder stramm bergauf oder bergab. Auf felsigen Pfaden, die ein entspanntes Marschieren eher behinderten. War aber wirklich traumhaft schön.

    Unterwegs hatte ich viele Begegnungen mit diversen 4-Beinern. Die erste, als ich auf eine Herde Ziegen stieß, die mitten auf dem Weg waren. Die Hirtenhunde nicht fern und stürzten sich auch gleich in meine Richtung, als ich mich näherte. Hier bewährte sich wieder die Strategie, mit erhobenen Stöcken paar schnelle Schritte auf sie zuzugehen, und schon konnten sie nicht schnell genug kehrt machen.

    Ich marschierte weiter und stellte gleich fest, dass eine vorwitzige Ziege mir auf dem Fuß folgte und mich ständig anblökte. Ich grinste und ging weiter. Die Ziege aber auch. Und blökte und blökte. Ich dachte, will die mit nach Santiago? Aber auf dem Camino passieren die seltsamsten Dinge. Das ging bestimmt 5 Minuten so, die Ziege blieb hinter mir und blökte. Ungewöhnlich. Da dachte ich, will sie dir etwas sagen? Ich zog mein Handy, um schauen, ob ich noch auf dem richtigen Weg war, und siehe da: just dort, wo ich auf die Ziegenherde getroffen war, hätte ich links abbiegen müssen! Wäre mir die Ziege nicht hinterhergelaufen, ich wäre noch länger in die falsche Richtung gelaufen. Danke schön, liebe Ziege! 🤗

    Angekommen in El Real de la Jara habe ich mich im Supermarkt mit Fressalien und Getränken eingedeckt und kurz die Füße erholt. Dann ging es auf den zweiten Teil des Tages, der mich auf einen Campingplatz 14 km weiter und 6 km VOR Monesterio führen sollte. Der Campingplatz wurde in den höchsten Tönen im Wanderführer gelobt, mit Waschmaschine, Trockner und allerlei Annehmlichkeiten für kleine Münze mehr, also wollte ich da hin. Der Weg dorthin war eigentlich sehr komfortabel von der Piste her, aber ich spürte dann doch das Vormittagsprogramm mit dem ganzen Gekraxel deutlich.

    So kam ich dann irgendwann mit glühenden Füßen bei der Campinganlage an und siehe da: sie war geschlossen 🤤 ein Schlag ins Kontor. Da steuerte ein Campingbus aus Heidelberg vor die Anlage, an Bord ein deutsches Ehepaar mit kleinem Baby, die dort ebenfalls übernachten wollten. Er sprach glücklicherweise Spanisch, und als irgendwann ein Einheimischer vorbei fuhr, erfuhren wir, dass die Campinganlage geschlossen ist. So wie es darin aussah, war die meiner Meinung nach auch schon länger dicht.

    Aber egal, es half nix, ich wieder den Rucksack auf und den Gang nach Canossa, hier Monesterio, angetreten. Viel Spaß hatte ich auf den 6 km nicht. Im Ort im ersten Hotel eingecheckt, und siehe da, wer stand da in der Tür? Die Camperfamilie aus Heidelberg 😎 Wir mussten alle lachen.

    Jetzt sitze ich hier vor einer Bar in der Sonne, vor mir eine Cola mit Eis. Und habe meinen Blog geschrieben 🤓 Ausblick für morgen? Weniger Kilometer 😎
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  • Day10

    20km and still feeling good!

    May 1, 2018 in Spain ⋅ 🌧 8 °C

    Set out from Al Real in crisp cold weather. The skies are quite spectacular in this weather - cold air streams must be interesting the cloud patterns. Again, another beautiful day of walking, for the first half of the walk along a quiet gravel road with a perfect walking surface. We crossed a few pretty streams, some via concrete fords covered in a few inches of water. My guess is that these are normally dry. Again, made it into Monasterio just as the rain started to spit. Tonight I am staying at a parochial albergue, very well set up and spotlessly clean.

    Photos today - setting out past the castle at Al Real, early morning with Romy from Germany, another castle along the way - and pastoral scenes. Those sheep are in sheep paradise! Plus a shot of the albergue.
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  • Day132

    Almadén und Monesterio

    April 4, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    m Abend zuvor berichtete ein spanischer Pilger, dass die öffentliche Herberge in Monesterio geschlossen habe. Da sich die Pilgergemeinschaft wie ein Tross von Etappe zu Etappe schiebt bestand die Möglichkeit, dass man kein Bett mehr bekommt. Wer mich kennt weiß, dass ich bei dieser Androhung immer Panik schiebe. So habe ich dann über Booking.com ein Hostal in Monesterio ausfindig gemacht und gebucht. Sicher ist sicher und so konnte ich mir dann für die 37km Etappe auch Zeit für Pausen nehmen.

    Morgens aus dem Bett, das fällt mir nicht schwer. Auch ohne Frühstück kann ich los gehen. Aber ich brauche etwas Proviant und logischerweise Wasser. Und genau das ist unterwegs immer Mangelware. Denn die Landschaft ist kaum besiedelt und man kommt meist durch keine Ortschaft um etwas Wasser zu kaufen. Das bedeutet, man muss mindestens 2 Liter mitschleppen. Das Klima ist der Wahnsinn, abends recht kühl und tagsüber bekommt man eine Platte auf den Kopf gebrutzelt. Sonnencreme ist auch hier Pflicht. Ich habe genug verbrannte Pilger gesehen.

    Kurz vor dem verlassen von Almadén geht man an der kleinen Stierkampfarena vorbei. Sie ist (Gott sei dank) schon lange nicht mehr benutzt worden. Folgt man dem Weg, wird dieser wie ein Hohlweg aber nur dreisten, weil rechts und links am Weg meterhohe Kakteen stehen. Sieht etwas gruselig aus. Schon am Morgen bin ich von der Landschaft beeindruckt. Herzliches grün und zwitschernde Vögel. Dazwischen Rinder, ziehen, Schafe und die bekannten schwarzen Schweine. Alle friedlich beisammen. Da können wir Menschen uns ein Beispiel dran nehmen. Es liegt noch Tau auf den Bäumen und Gräsern und wenn die Sonne darauf scheint, glitzert es wie kleine Diamanten. Wunderschön. Der Weg ist gut, schlängelt sich sanft durch hüglige Landschaften. Kleine Bäche müssen überquert werden und an kleinen, nebelwallenden Seen kommt man auch vorbei. Hin und wieder muss ein Gatter auf- und später wieder zugemacht werden. Plötzlich steht eine große Herde von Schafen und Ziegen giert der Biegung. Erst kurz überlegt was ich nun mache. Aber am Rand gegangen und sie sind weniger panisch geworden. Dann begrüßte mich ein extrem lieber Hirtenhund. Den hätte ich wirklich sehr gerne mitgenommen. Bald erreichte ich El Real de la Jara. Denn es waren nur 14 km von Almadén und eine Etappe. Da es mir aber zu kurz war, habe ich die nächste noch dran gehangen. Ich ging also gegen 11:00 Uhr durch den mittlerweile recht lebhaften kleinen Ort. Alte Männer saßen bereits auf den Bänken und beobachteten das Treiben. Leider habe ich nicht daran gedacht mir Wasser zu kaufen. Bei diesem Ort liegt ein Castell. Sah recht mächtig aus, aber ich wollte weiter. Ich verliess den Ort und kam in einen herrlichen Wald aus Kork- und Steineichen. Dann sah ich eine andere Ruine und diese war bereits nicht mehr in der Provinz Andalusien, sondern der Extremadura - welche ich nun erreichte. Hier gilt eine andere Bezeichnung. Hässliche Metallblöcke mit grünem und gelben Strich. Sie symbolisieren den Originalweg (grün) und den Jakobsweg heute (gelb). Keine Ahnung warum die das so gemacht haben. Ich finde Muscheln und gelbe Pfeile super. Vorbei an grasenden Rindern und Ziegen, führte der recht breite Weg. Die Sonne stieg immer höher und da ich nun auch die Eichenwälder verließ, brannte sie ganz gut herab. Hier der noch einmal ein Hinweis zu Sonnencreme und Wasser. Letzteres ging mir bald aus und es war nicht angenehm. Ich folgte weiter dem Weg und erblickte weit hinten bereits den Pass in den Bergen zu Monesterio. Oh mein Gott - dachte ich, da musst du noch lang. Meine Pausenintervalle verkürzten sich und der Rücken schmerzte. Meist ging es sanft bergauf, aber manchmal auch kurzzeitig kräftig. Der Verlauf des Weges war sehr interessant. Er schlängelte sich über Kreisverkehre und einer Autobahnbrücke. Nicht ganz einfach mit dem Gepäck auf dem Rücken schnell über die Straße zu huschen. Die letzten 8 km ging der Weg neben der Autobahn weiter Was nicht großartig störte. Es war trocken und staubig und hatte ich schon erwähnt, dass ich kein Wasser mehr hatte? Ich kam an einer stinkenden Hühnerquälfarm vorbei und beschleunigte etwas mein Tempo. Es ging erneut wieder bergauf zum Pass. Oben am Pass Puerto de la Cruz, konnte man einen Blick auf Monesterio werfen. Es sollten nur noch 20 Minuten bis dorthin sein. Dort saß ein älteres Pilgerpärchen welche mich auf englisch fragten, ob ich von Ihnen beiden auf der Bank vor dem Kreuz ein Foto machen könnte. Klar habe ich das. Sie bedankten sich recht herzlich. Das tut gut. Mein Motto ab heute: Jeden Tag eine gute Tat.

    Ich folgte nur der Hauptstraße durch den Ort und erreichte das Hostsl El Pilar, welches ich gestern gebucht hatte. Der spanische Rezeptionist, schon etwas reif im Alter, kam mit der Computertechnik nicht so ganz zurecht. Ich musste mich wegen den Rückenschmerzen setzen. Er lachte darüber und fragte mich irgendwas auf spanisch. Ich deute es so viel wie "... lange gelaufen heute...". Er erzählte mir etwas während er mir den Schlüssel gab und verschwand. Keine Ahnung wo ich hin musste. Ich verließ erst das Gebäude um nach einen anderen Eingang zu schauen. Dann ging ich zurück und die unscheinbare Treppe nach oben. Dort fand ich mein Zimmer und mein Bett und schlief gleich ein.
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  • Day6

    ...

    May 14 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute lief ich den ganzen Tag mit Louis aus England durch die Hitze. Zum Glück war ich nicht allein heute. Am Morgen wurden wir noch von 4 Pilgern auf Fahrrädern überholt, die uns freundlich grüssten. Am Nachmittag liefen wir wieder an ihnen vorbei. Sie sassen unter einem Baum. Die Polizei war da. 3 Fahrradfahrer, 4 Fahrräder und ein Leichensack...

    Merkt man selbst, wenn man es übertreibt? Die Hitze ist brutal, aber ich habe mir nie ernsthaft Gedanken gemacht, dass es dermassen gefährlich werden kann. Und eigentlich habe ich nicht das Gefühl, dass ich mich übernehme. Weiss gerade nicht was ich tun soll...
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Monesterio

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